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Hallo zusammen,


die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.

[dipbt.bundestag.de]

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: bahamas

Datum: 14.09.20 17:06

ChrisM schrieb:
die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.

Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: netcurli

Datum: 14.09.20 17:11

bahamas schrieb:Zitat:
Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.
Falls du die Mussolini-Kurve meinst, die gibt es seit 1957 nicht mehr.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: 146 227

Datum: 14.09.20 17:13

bahamas schrieb:
ChrisM schrieb:
die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.
Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.
Welche Kurve? Die Güterzugkurve gibt es nicht abgebaut und nicht wieder aufgebaut. Selbst wenn dann fährst du an der wichtigsten Stadt dran vorbei..


Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: bahamas

Datum: 14.09.20 17:22

146 227 schrieb:
Welche Kurve? Die Güterzugkurve gibt es nicht abgebaut und nicht wieder aufgebaut. Selbst wenn dann fährst du an der wichtigsten Stadt dran vorbei..

Die Trasse ist da. Die wichtigste Stadt in der Gegend ist Lindau, jedenfalls aus bayerischer Sicht - und die ist im Verkehrsministerium maßgeblich.
bahamas schrieb:
ChrisM schrieb:
die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.
Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.
Abgesehen davon, dass es eine Direktverbindung bereits gibt (IC118/119) stelle ich die Frage: Warum sollte ein Fahrtrichtungswechsel hinderlich sein? Bei den ICE Hamburg-Stuttgart nimmt man das sogar gleich zwei Mal innert kurzer Zeit in Kauf. Die IC Stuttgart-Zürich werden so betrieben, ebenso sämtliche ICE Erfurt-Leipzig-Berlin, obwohl man diese auch bequem ohne Fahrtrichtungswechsel via Halle führen könnte.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Gleich mal eine der Optionen der ECx ziehen und die bald teilweise (auf den SFS) überfälligen aber quasi abgeschriebenen ICE-T für den Tourismus umbauen und ab dafür in die deutschen Tourismusregionen.
Zusammen mit IC 2 hat man dann brauchbares (lyncht mich bitte nicht für diese Aussage) Rollmaterial für die Nebenfernstrecken.
Ich halte es auch in Zeiten von ITF und Knotenanschlüssen für angebracht, zusätzlich Einzelleistungen anzubieten, wenn diese sonst nichts zerschießen.
Viele Einzelleistungen haben es immerhin jetzt schon Jahrzehnte überlebt, andere neue Verbindungen scheinen auch außerhalb des sonstigen Taktes gut angenommen zu sein.

Oha!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 14.09.20 17:46

bahamas schrieb:
Die Trasse ist da.

Wo denn?

Herr Merkle und Frau Kächele werden dir was husten, wenn du ihr Eigenheim abreißen willst.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 17:47.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 14.09.20 18:05

Murrtalbahner schrieb:
Abgesehen davon, dass es eine Direktverbindung bereits gibt (IC118/119) stelle ich die Frage: Warum sollte ein Fahrtrichtungswechsel hinderlich sein? Bei den ICE Hamburg-Stuttgart nimmt man das sogar gleich zwei Mal innert kurzer Zeit in Kauf. Die IC Stuttgart-Zürich werden so betrieben, ebenso sämtliche ICE Erfurt-Leipzig-Berlin, obwohl man diese auch bequem ohne Fahrtrichtungswechsel via Halle führen könnte.
Dann muss man die Züge aber endlich mal wieder auf Wendezüge oder Triebzüge umstellen. Mit den heutigen ÖBB Garnituren könnte man weiterhin die Lok umlaufen lassen.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: bollisee

Datum: 14.09.20 19:45

bahamas schrieb:
146 227 schrieb:
Welche Kurve? Die Güterzugkurve gibt es nicht abgebaut und nicht wieder aufgebaut. Selbst wenn dann fährst du an der wichtigsten Stadt dran vorbei..
Die Trasse ist da. Die wichtigste Stadt in der Gegend ist Lindau, jedenfalls aus bayerischer Sicht - und die ist im Verkehrsministerium maßgeblich.
Oha, da hat aber jemand ein bayrisches Abitur gemacht. Dort könnte die Aussage gültig sein, so im Dunstkreis um die Bavaria. Aber guggst Du mal Wikipedia... Lindau 25000 EW, Friedrichshafen 60000 EW. Wahrscheinlich kann man in Lindau froh sein, dass man a) Bahnknoten ist und b) Langenargen + Kressbronn noch in BW liegen. Sonst würde wahrscheinlich der RE in Friedrichshafen mal eben eine Kurzwende nach Stuttgart machen... und die Regionalbahn wäre das Maß der Dinge...
Siggis Malz schrieb:
Gleich mal eine der Optionen der ECx ziehen und die bald teilweise (auf den SFS) überfälligen aber quasi abgeschriebenen ICE-T für den Tourismus umbauen und ab dafür in die deutschen Tourismusregionen.
Zusammen mit IC 2 hat man dann brauchbares (lyncht mich bitte nicht für diese Aussage) Rollmaterial für die Nebenfernstrecken.
Ich halte es auch in Zeiten von ITF und Knotenanschlüssen für angebracht, zusätzlich Einzelleistungen anzubieten, wenn diese sonst nichts zerschießen.
Viele Einzelleistungen haben es immerhin jetzt schon Jahrzehnte überlebt, andere neue Verbindungen scheinen auch außerhalb des sonstigen Taktes gut angenommen zu sein.
Auf der Südbahn hatte der IC aber den Fahrplan zerschossen. De facto ein Fahrplanlücke mit vorher und nachher vollen Zügen. Nur im Schwarzwald wurden die Lücken gestopft und auf der Gäubahn elegant gelöst. Die Südbahnfahrgäste mussten aber bis zum Schluss völlig unzeitgemäß unter dem Fernverkehr leiden... Also eigentlich besser, wenn die Südbahn vom Fernverkehr verschont bleibt, es sei denn es gibt ein vernünftiges anderes Konzept.

Re: Oha!

geschrieben von: 99 637

Datum: 14.09.20 20:11

Der Zeuge Desiros schrieb:
bahamas schrieb:
Die Trasse ist da.
Wo denn?

Herr Merkle und Frau Kächele werden dir was husten, wenn du ihr Eigenheim abreißen willst.

Heiko
Häuser abreißen wäre nicht nötig, die Trasse verläuft deutlich außerhalb des für Wohnbebauung genutzten Gebietes durch den Wald und ist weitgegend unbebaut. Lediglich einzelne Tennisplätze und Kleingärtenanlagen müsste man verlegen (und für die kreuzenden Straßen evtl. Über- oder Unterführungen erwägen).

Ich würde aber dennoch nicht davon ausgehenden, dass Fernverkehr auf einer allfällig wiederaufgebauten Kurve Friedrichshafen umfährt. Nur wenn sich auf der Südbahn jemals wieder ein nennenswertes Aufkommen im Güterverkehr entwickeln sollte, wird die Sache vielleicht wieder interessant.

Ivo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 20:27.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: Meini92

Datum: 14.09.20 20:22

Murrtalbahner schrieb:
bahamas schrieb:
ChrisM schrieb:
die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.
Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.
Abgesehen davon, dass es eine Direktverbindung bereits gibt (IC118/119) stelle ich die Frage: Warum sollte ein Fahrtrichtungswechsel hinderlich sein? Bei den ICE Hamburg-Stuttgart nimmt man das sogar gleich zwei Mal innert kurzer Zeit in Kauf. Die IC Stuttgart-Zürich werden so betrieben, ebenso sämtliche ICE Erfurt-Leipzig-Berlin, obwohl man diese auch bequem ohne Fahrtrichtungswechsel via Halle führen könnte.
Hallo,

Ein doppelter Richtungswechsel ist denke ich das Problem. Die ÖBB Garnituren haben ja kein Steuerwagen. Während in Stuttgart beim Richtungswechsel gleichzeitig die Lok getauscht wird, ist in Friedrichshafen das nicht der Fall. Die Lok muss umfahren werden, was Zeit in Anspruch nimmt. Wenn was anderes eingesetzt wird (IC+Steuerwagen oder Sandwich), entfällt das umfahren in Friedrichshafen. Das Zugpaar 118/119 stand aber bisher nie zur Diskussion, ob das abgeschafft werden soll...


Viele Grüße
Meini92
ChrisM schrieb:
Hallo zusammen,


die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.

[dipbt.bundestag.de]
Zitat
Nach Auskunft der DB AG wird das Fernverkehrsangebot auf der Südbahn in bestehende Linien eingebunden sein.
Oder anders gesagt: Die angekündigte IC2-Linie Saarbrücken-Lindau wird nicht kommen.

Gruß
38815 schrieb:
ChrisM schrieb:
Hallo zusammen,


die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.

[dipbt.bundestag.de]
Zitat
Nach Auskunft der DB AG wird das Fernverkehrsangebot auf der Südbahn in bestehende Linien eingebunden sein.
Oder anders gesagt: Die angekündigte IC2-Linie Saarbrücken-Lindau wird nicht kommen.

Gruß
Ab Eröffnung von Wendlingen - Ulm laufen die Stuttgart um :12 verlassenen ICE theoretisch bei Fahrt über die SFS auf die Stuttgart gegen :55 verlassenen IC/EC durchs Filstal auf. Das ist sicher abhängig von der Trassenbelegung im eingleisigen Abschnitt, aber dennoch wäre so vermutlich das Umbiegen des ein oder anderen IC ohne weitere Einschränkungen sogar gut möglich.

Mit dem IC2 hat ja hoffentlich niemand mehr ernsthaft gerechnet?

Was ich mir persönlich auch gut vorstellen könnte wäre ein Tourizug Lindau - Ulm - Nürnberg - Berlin.
Herr Nagel hat hier im Forum ja Andeutungen gemacht, bzgl. NBS, Südbahn und neuen Möglichkeiten, da er ja von der ÖBB kommt, könnte ich mir vorstellen, dass man da vielleicht im Auge hat 2-3 RJx von Bregenz nach Stuttgart zurück zu verlängern. Unter 2 Stunden Fahrzeit Bregenz - Stuttgart sollte eigentlich problemlos über Südbahn und NBS möglich sein, wenn man eben nur an den wichtigsten Bahnhöfen hält. Wobei der Flughafen Stuttgart auch ein wichtiger Bahnhof für die Vorarlberger und die Tiroler sein könnte.
Aber vermutlich eben auch erst wenn S21 in Betrieb geht, und eben nicht wenn nur die NBS und elektrische Südbahn in Betrieb geht.
Von deutscher Seite erwarte ich ehrlich gesagt nicht wirklich viel, Möglichkeiten gäbe es viele, aber ich sehe da leider sehr wenig Interresse diesbzgl. aus der Plüschetage der DB, wenn der Bund da nicht mehr Druck macht, bzw die Eigenwirtschaftlichkeit des Fernverkehrs abschafft.
Was mich aber schon etwas irritiert, dass die Anfrage ausgerechnet von der FDP kommt, welche ja eigentlich eher auf Eigenwirtschaftlichkeit des Fernverkehrs setzt, bzw. neu dass man auch grüne Themen endeckt, man merkt man will grüner werden bzw. vielleicht sogar dass nächste mal grüngelb im Land haben, statt grünschwarz.
Meini92 schrieb:
Hallo,

Ein doppelter Richtungswechsel ist denke ich das Problem. Die ÖBB Garnituren haben ja kein Steuerwagen. Während in Stuttgart beim Richtungswechsel gleichzeitig die Lok getauscht wird, ist in Friedrichshafen das nicht der Fall. Die Lok muss umfahren werden, was Zeit in Anspruch nimmt. Wenn was anderes eingesetzt wird (IC+Steuerwagen oder Sandwich), entfällt das umfahren in Friedrichshafen. Das Zugpaar 118/119 stand aber bisher nie zur Diskussion, ob das abgeschafft werden soll...


Viele Grüße
Meini92
Hallo auch, doch, es sind Wendezüge möglich.
Auch aktuell (und wieder) fährt das nun ab Lindau
gekappte (jetzt) Binnen-IC-Paar in Österreich mit
der üblichen Garnitur, zusätzlich mit einem Cityschutt-
Steuerwagen versehen.
Ich weiß aber nicht, ob diese Kombi in Deutschland
frei zugelassen ist (also nicht nur für den Grenzübertritt). Meines Wissens schafft der Steuerwagen aber nur maximal 160km pro h.
Ein Railjet wäre perfekt, wenns denn genug davon frei hat.

Die Frage nach der Garnitur ist m.E. nichtmal so fraglich, es könnte weiterhin ein ÖBB-Wagenpark sein.
Ich finde die Wahl des Triebfahrzeuges schon interessanter!
Im ab Dezember als Durchgangsbahnhof Lindau-Reutin
genutzten Halt einen Lokwechsel durchzuführen, erscheint mir absurd.

Mal sehen, wie das umlauftechnisch gelöst wird,
wenn man nicht auf eine ganz andere Lösung setzt
(DB Garnitur mit 101, IC2 (Zulassung in A?), Triebzug DB).

LG Torsten

Edit: Freibschehler+Ergänzung



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 07:10.
bollisee schrieb:
Auf der Südbahn hatte der IC aber den Fahrplan zerschossen. De facto ein Fahrplanlücke mit vorher und nachher vollen Zügen. Nur im Schwarzwald wurden die Lücken gestopft und auf der Gäubahn elegant gelöst. Die Südbahnfahrgäste mussten aber bis zum Schluss völlig unzeitgemäß unter dem Fernverkehr leiden... Also eigentlich besser, wenn die Südbahn vom Fernverkehr verschont bleibt, es sei denn es gibt ein vernünftiges anderes Konzept.
Sehe ich auch so, vorallem war/ist der IC u.a. auch wegen der lahmen Beschleunigung und der vielen Zwischenhalte halt vielfach auch unatraktiv, langsamer als der RE oder IRE, aber trotzdem meist teurer im Preis. Eben wirklich nur für Touris interressant welche nicht auf die Uhr schauen.
Es kann als Ziel beim Fernverkehr eigentlich nur sein auf der Südbahn eben wesentlich schneller zu fahren, indem man Halte auslässt. Eben zwischen Lindau und Ulm, nur in Friedrichshafen, Ravensburg und vielleicht noch im kleinen Biberach halten (wegen der Firmen dort(Geschäftsreisende)), mehr Zwischenhalte sollte ein Fernzug eben nicht haben, dann sollte die Fahrzeit Ulm - Friedrichshafen ca. 45 min auch passen, was eben 15 min schneller wäre, als der zukünftige RE welcher 5 mal mehr hällt.
Daher atraktiv ist Fernverkehr nur wenn er on Top, oben drauf zum regulären Nahverkehrstakt kommt und eben auch kürzere Fahrzeiten als der Nahverkehr bietet.
Trassen sollte auf der Südbahn eigentlich noch genügend geben, vielfach konnte man den aktuellen Verkehr ja auch über eine eingleisige Strecke bewältigen.
ec paganini schrieb:
Mal sehen, wie das umlauftechnisch gelöst wird,
wenn man nicht auf eine ganz andere Lösung setzt
(DB Garnitur mit 101, IC2 (Zulassung in A?), Triebzug DB).

LG Torsten

Edit: Freibschehler
Das wird wahrscheinlich denkbar unspektakulär.
Es wurden ja sogar RJ-Garnituren gemunkelt, das wäre dann aber bald in Ausbildung, wahrscheinlicher ist eher etwas ganz normales:
-ÖBB-Garnitur plus Taurus oder 101er Sandwich
-DB-Garnitur mit 101 und Steuerwagen

Du hattest den Zug ja schon bei Youtube verabschiedet, jetzt kommt zumindest dieser Zug halbwegs prominent wieder.
Grüße.
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Ob es so gut ist einen 8 h Zuglauf nochmal um 2 h zu verlängern sei auch mal dahingestellt. Fakt ist, dass Innsbruck eigentlich schon kein attraktives Ziel für den 119 und etwaige Nachfolger ist. Die perspektivische 4:30 h von Stuttgart sind heute mit Umstieg in München schon Realität. Wenn die 4:30 h über den Bodenseeraum möglich sind, dann sinkt die Fahrzeit über München aber auf 4 h. Weiteres Potential stickt in den Streckenausbauten Ulm - Augsburg und München - Wörgl, sowie im EC Sprinter der München - Innsbruck non stop fahren soll (Deutschlandtakt). Die Fahrzeit sollte also eher gegen 3:30 h streben und liegt dann eine Stunde unter der Bodenseeverbindung, dafür lohnt ein Umstieg.
junglok13 schrieb:
Sehe ich auch so, vorallem war/ist der IC u.a. auch wegen der lahmen Beschleunigung und der vielen Zwischenhalte halt vielfach auch unatraktiv, langsamer als der RE oder IRE, aber trotzdem meist teurer im Preis. Eben wirklich nur für Touris interressant welche nicht auf die Uhr schauen.
Es kann als Ziel beim Fernverkehr eigentlich nur sein auf der Südbahn eben wesentlich schneller zu fahren, indem man Halte auslässt.
Hallo, naja...das muss man aber relativieren.

So "lahm" ist der IC 118/119 im Bereich Bodensee-Südbahn auch nicht. In Lindau gehts bsp. mit IC118 grad mal 3 Min. vor dem IRE-Takt los, bei Umstellung von 234 auf 218 und damit verbundenem Umlaufen der Loks in Friedrichshafen verlängerte man den Aufenthalt dort von 5 auf 15 Minuten, die durch Beschleunigung
wieder reingeholt werden.

In Ulm kommt der Zug aber auch wieder nur 3 Minuten nach dem stündlichen IRE Takt Lindau - Stuttgart an, die Zeiten sind also vergleichbar mit denen des IRE, auch bei der Ankunft in Stuttgart.
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Das IC-Paar zerschießt keinen IRE-Takt, denn es ersetzt ja quasi einen und läuft nahezu in dessen Lage.
Besser wäre natürlich ein durchgehend stündliches IRE-
Angebot und den IC zusätzlich.
Platz dafür sollte vorhanden sein, Problem könnte da eventüll der Abschnitt Lindau - Bregenz werden.

LG Torsten
MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Ob es so gut ist einen 8 h Zuglauf nochmal um 2 h zu verlängern sei auch mal dahingestellt. Fakt ist, dass Innsbruck eigentlich schon kein attraktives Ziel für den 119 und etwaige Nachfolger ist. Die perspektivische 4:30 h von Stuttgart sind heute mit Umstieg in München schon Realität. Wenn die 4:30 h über den Bodenseeraum möglich sind, dann sinkt die Fahrzeit über München aber auf 4 h. Weiteres Potential stickt in den Streckenausbauten Ulm - Augsburg und München - Wörgl, sowie im EC Sprinter der München - Innsbruck non stop fahren soll (Deutschlandtakt). Die Fahrzeit sollte also eher gegen 3:30 h streben und liegt dann eine Stunde unter der Bodenseeverbindung, dafür lohnt ein Umstieg.
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Meini92 schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
bahamas schrieb:
ChrisM schrieb:
die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.
Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.
Abgesehen davon, dass es eine Direktverbindung bereits gibt (IC118/119) stelle ich die Frage: Warum sollte ein Fahrtrichtungswechsel hinderlich sein? Bei den ICE Hamburg-Stuttgart nimmt man das sogar gleich zwei Mal innert kurzer Zeit in Kauf. Die IC Stuttgart-Zürich werden so betrieben, ebenso sämtliche ICE Erfurt-Leipzig-Berlin, obwohl man diese auch bequem ohne Fahrtrichtungswechsel via Halle führen könnte.
Hallo,

Ein doppelter Richtungswechsel ist denke ich das Problem. Die ÖBB Garnituren haben ja kein Steuerwagen. Während in Stuttgart beim Richtungswechsel gleichzeitig die Lok getauscht wird, ist in Friedrichshafen das nicht der Fall. Die Lok muss umfahren werden, was Zeit in Anspruch nimmt. Wenn was anderes eingesetzt wird (IC+Steuerwagen oder Sandwich), entfällt das umfahren in Friedrichshafen. Das Zugpaar 118/119 stand aber bisher nie zur Diskussion, ob das abgeschafft werden soll...


Viele Grüße
Meini92
Wo steht, dass weitere Fenverkehrszüge unbedingt mit ÖBB-IC-Material gefahren werden müssen?

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 08:07.

Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: Packwagen

Datum: 15.09.20 08:55

MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Ob es so gut ist einen 8 h Zuglauf nochmal um 2 h zu verlängern sei auch mal dahingestellt. Fakt ist, dass Innsbruck eigentlich schon kein attraktives Ziel für den 119 und etwaige Nachfolger ist. Die perspektivische 4:30 h von Stuttgart sind heute mit Umstieg in München schon Realität. Wenn die 4:30 h über den Bodenseeraum möglich sind, dann sinkt die Fahrzeit über München aber auf 4 h. Weiteres Potential stickt in den Streckenausbauten Ulm - Augsburg und München - Wörgl, sowie im EC Sprinter der München - Innsbruck non stop fahren soll (Deutschlandtakt). Die Fahrzeit sollte also eher gegen 3:30 h streben und liegt dann eine Stunde unter der Bodenseeverbindung, dafür lohnt ein Umstieg.
Lieber MrEnglish,

völlig d‘accord zu Innsbruck.

Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.

Ansonsten ist es lächerlich, dass die Südbahn mit viel Geld nur für den Regionalverkehr ausgebaut wird. Letztlich wird das Land BW einen Quasi-FV selbst bezahlen. Solange FV und Regionalverkehr so getrennt sind, ist die Verlockung für die DB-Controller zu hoch, FV offensiv zu planen.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg
Murrtalbahner schrieb:
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.

Übrigens geht es von Innsbruck (und dem größten Teil Tirols) über München auch schneller auch Stuttgart (und darüber hinaus).

Muss es denn über den Arlberg gehen?

geschrieben von: ChrisM

Datum: 15.09.20 09:52

Nicht ganz überraschend bewegt sich die Diskussion darum, Züge die über den Arlberg kommen, über die Südbahn zu schicken. Wäre nicht auch ein südlicher Endpunkt in Chur denkbar? Im Alpenrheintal würden einige touristische Ziele erschlossen. Und dank NBS und elektrifizierter Südbahn dürfte die Fahrt nach Stuttgart auch nicht länger dauern als via Zürich und Gäubahn.
Tag Meini92 (und alle anderen),

mal gesponnen zum 118/119:

- der "Bodensee" fährt künftig um Lindau Hbf herum und macht dort keinen Lokwechsel mehr. Spart vielleicht 10 min.
- die Südbahn wird schneller. Spart vielleicht nochmal 5 min an Fahrzeit. Weitere zwei, drei Minuten bringt die Fahrt mit der E-Lok im Filstal.
- in Friedrichshafen ist kein Umlaufen der Loks mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Macht nochmal um die 10 min.
- in Stuttgart ist kein Lokwechsel mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Spart abermals 5 min beim Richtungswechsel.

Unter dem Strich kann der Zug mal eben rund 30 min schneller werden. Und selbst, wenn es kein Wendezug wird und in TF noch um den Zug herumgefahren werden muss, sind es roundabout 15 min weniger Fahrzeit. Nur: wenn dessen Lagen in Österreich (Arlberg) und Deutschland (insbes. im Rheintal) fest liegen - was macht man dann mit der zwischen Lindau und Stuttgart gewonnenen Fahrzeit?

Viele Grüße

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg
MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Tirol ist nicht nur Innsbruck, auch Landeck und St. Anton liegen in Tirol, und dort sieht es dann eher so aus, Richtung München 2 mal umsteigen, nach Stuttgart kein mal oder nur einmal umsteigen bei gleicher bzw. kürzerer Fahrzeit.
Vielleicht hätte ich auch einfach Vorarlberg und die Arlbergregion sagen sollen, aber die Arlbergregion ist eben auch Tirol, Vorarlberg hört kurz nach Bludenz auf, danach beginnt Tirol. Von Innsbruck ist natürlich der Flughafen in München näher, wie auch der nächste ICE Bahnhof für eine Reise in den deutschen Norden und Westen, wie nach Berlin, Hamburg und Köln, für die Arlberger und Vorarlberger ist der nächste Fernbahnhof mit Zielrichtung Norden und Westen, eher Ulm und Stuttgart, dort wird der Anschluss an das deutsche Fernvekehrsnetz hergestellt.

Re: Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.09.20 10:12

Packwagen schrieb:
Lieber MrEnglish,

völlig d‘accord zu Innsbruck.

Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.

Ansonsten ist es lächerlich, dass die Südbahn mit viel Geld nur für den Regionalverkehr ausgebaut wird. Letztlich wird das Land BW einen Quasi-FV selbst bezahlen. Solange FV und Regionalverkehr so getrennt sind, ist die Verlockung für die DB-Controller zu hoch, FV offensiv zu planen.
Für die touristische Anbindung gebe ich dir Recht, da macht dieser Zug schon Sinn. Da ist die Fahrzeit auch nicht ganz so wichtig. Trotzdem wird er natürlich attraktiver wenn man durch wegfallenden Lokwechsel und bessere Beschleunigung Fahrzeit spart.
Vorarlberg geht noch immer bis zum Arlbergtunnel.
Der Zeuge Desiros schrieb:
Tag Meini92 (und alle anderen),

mal gesponnen zum 118/119:

- der "Bodensee" fährt künftig um Lindau Hbf herum und macht dort keinen Lokwechsel mehr. Spart vielleicht 10 min.
- die Südbahn wird schneller. Spart vielleicht nochmal 5 min an Fahrzeit. Weitere zwei, drei Minuten bringt die Fahrt mit der E-Lok im Filstal.
- in Friedrichshafen ist kein Umlaufen der Loks mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Macht nochmal um die 10 min.
- in Stuttgart ist kein Lokwechsel mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Spart abermals 5 min beim Richtungswechsel.

Unter dem Strich kann der Zug mal eben rund 30 min schneller werden. Und selbst, wenn es kein Wendezug wird und in TF noch um den Zug herumgefahren werden muss, sind es roundabout 15 min weniger Fahrzeit. Nur: wenn dessen Lagen in Österreich (Arlberg) und Deutschland (insbes. im Rheintal) fest liegen - was macht man dann mit der zwischen Lindau und Stuttgart gewonnenen Fahrzeit?

Viele Grüße

Heiko
Grob müsste es bei -30 Minuten aber auch für die Lage der Linie 30 ab Stuttgart reichen ... und der Park vom 2318/2319 steht aktuell auch eh tagsüber in Stuttgart rum.
MrEnglish schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.

Übrigens geht es von Innsbruck (und dem größten Teil Tirols) über München auch schneller auch Stuttgart (und darüber hinaus).
Telfs, Ötztal, Imst, Landeck, St. Anton, Langen, Bludenz, Feldkirch, Dornbirn und Bregenz auf österreichischer Seite, sowie Lindau, Friedrichshafen, Ravensburg, Aulendorf, Biberach, Ulm und Göppingen auf deutscher Seite hast du vergessen. Zudem gibt es auf vielen Unterwegshalten Anschlusszüge, ebenso wie an den Endpunkten. Der 118 ist ebe auch für Fahrgäste Aalen-Schruns interessant.

Dieses eindimensionale Denken hilft nicht weiter und blockiert nur. Eisenbahn ist ein System, nicht nur Punkt zu Punkt. Sehr gut zu sehen auch bei der Diskussion um den ICE-Halt in Heilbronn, wo "Heilbronn ja nicht einen ganzen ICE füllen kann". Muss es auch nicht, die Würzburger Fahrgäste freuen sich derzeit auch über eine Direktverbindung in die Hauptstadt, die sie sonst nicht haben.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 15.09.20 10:28

MrEnglish schrieb:
Trotzdem wird er natürlich attraktiver wenn man durch wegfallenden Lokwechsel und bessere Beschleunigung Fahrzeit spart.
Defintiv, auch von der Kostenseite her. Deswegen könnte man auch RJ-Garnituren nutzen, oder ICE-T oder die neuen ECE.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
ec paganini schrieb:
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Also dass wäre mir neu? Er hält seit Jahren nun mehr auch in Meckenbeuren und Aulendorf, selbst teilweise in Laupheim. Einzig die Halte welcher er auslässt sind Bad Schussenried und Erbach. Daher wirklich Halte lässt er nicht mehr aus. Früher vor nen Jahrzehnt war diesmal so.
Aber doch heutzutage nicht mehr, wie ja schon angesprochen fährt er im Prinzip die selben Halte des IREs ab, er soll den IRE ja im Grunde ersetzen, nur eben mit mehr Wagen, daher schwerer und deshalb schlechterer Beschleunigung, deshalb langsamer, mehr Fahrzeit. 3 min sind natürlich nicht viel, aber dennoch für viele Reisenden aus der Region Oberschwaben und Bodensee dennoch unattraktiv, weil die normalen Nahverkehrstickets dort ja nicht gelten. Wir leben hier im Grunde ja bei den Schwaben, geiz ist geil, man kann einem Schwaben nicht erklären wieso er für die selbe Beförderung mit längerer Fahrzeit und eben teils auch schlechteren, älteren Wagenmaterial mehr bezahlen soll, dass schafft man nicht, es fehlt der Mehrwert in den Zügen um dies zu rechtfertigen, die Preisleistung stimmt halt nicht. Wäre der Zug statt 3 min langsamer, 15 min schneller sähe die Lage anders aus, dann wäre vermutlich für den ein oder anderen Fahrgast der Fahrzeitgewinn, ausschlaggebend für die Beförderungsleistung auch mehr zu bezahlen.
Was auf der Südbahn Zeit kostet, sind die Halte, denn dadurch muss man bremsen und wieder beschleunigen was extrem viel Zeit kostet, dass man auch bei Nichthalt langsam fahren muss, unter 120 km/h, in den Bahnhöfen gibt es auf der Südbahn seit nem Jahrzehnt nicht mehr, die Bahnhöfe wurden diesbzgl. alle schon optimiert für schnelles durchfahren, auch auf der Strecke am See, nach Lindau, bei allen Bahnhöfen kann man fast mit vollen Tempo durchrauschen, deshalb kostet etwa jeder Bahnhalt 2-4 min Zeit, je nach Zugkonfiguration und Fahrgastwechsel. Ein Zug ohne Zwischenhalt, Nonstop kann ab 2022 Ulm - Friedrichshafen problemlos in knapp 45 min fahren, Friedrichshafen - Lindau Reutin nonstop in knapp 15 min.
Wobei wie gesagt Ravenburg als Hauptort des Siedlungbandes mittleren Schussentals (die zusammengebauten Städte und Gemeinden Ravensburg, Weingarten, Berg, Baindt und Niederbiegen) mit knapp 100.000 Einwohnern doch eine Hausmarke sind, wo man Zwischenhalten sollte, ebenso im Grunde auch in Biberach welches zwar nur gute 30.000 Einwohner hat, aber eben sich dort sehr viele internationale Firmen niedergelassen haben: Liebherr, Handtman, BöhringerIngelheim und Co.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 10:59.
MrEnglish schrieb:
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.
Kommt man aus Tirol eigentlich auch irgendwie zum Flughafen Zürich? Und von dort weiter?
junglok13 schrieb:
ec paganini schrieb:
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Also dass wäre mir neu? Er hält seit Jahren nun mehr auch in Meckenbeuren und Aulendorf, selbst teilweise in Laupheim.
Hallo,

tut mir leid, wenn ich das jetzt so schreibe: Das ist ausgemachter Quatsch! (Tschuldigung)

Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Auch zu Herrn Strasser, der ja in der Zeitung groß tönte, dass bis 2022 ICEs in Ravensburg und Friedrichshafen halten sollen, sage ich vorsichtig mal: Er ist ein Träumerle...

ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Man beachte auch, dass die DB gerade der Stadt Heilbronn, die mehr Einwohner als Ravensburg und Friedrichshafen zusammen hat, einem ICE-Halt eine Abfuhr erteilt hat.

Ich will auch niemanden seine Illusionen nehmen aber laut dem aktuellen Entwurf des Deutschlandtakts wird die Südbahn in Zukunft gar keinen Fernverkehr mehr sehen. Es wird alles ein bisschen geändert:
- Stündlicher IRE Würzburg-Heilbronn-Stuttgart-SFS-Ulm-Friedrichhafen Hafen
- Stündlicher IRE Bad Cannstatt-Stuttgart-Filstal-Ulm-Friedrichshafen Stadt (um 30 min zum anderen IRE versetzt)
- Stündliche RB Ulm-Friedrichshafen-Lindau
- Stündlicher IRE Basel-Bregenz

Entwurf Fernverkehr:
[assets.ctfassets.net]

Entwurf Nahverkehr:
[assets.ctfassets.net]


Grüße,

diezge



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 12:37.

Re: Muss es denn über den Arlberg gehen?

geschrieben von: junglok13

Datum: 15.09.20 11:32

ChrisM schrieb:
Nicht ganz überraschend bewegt sich die Diskussion darum, Züge die über den Arlberg kommen, über die Südbahn zu schicken. Wäre nicht auch ein südlicher Endpunkt in Chur denkbar? Im Alpenrheintal würden einige touristische Ziele erschlossen. Und dank NBS und elektrifizierter Südbahn dürfte die Fahrt nach Stuttgart auch nicht länger dauern als via Zürich und Gäubahn.
Ich glaube das Problem dahinter es wären 3 Länder daran beteiligt, und dass übersteigt meine Vorstellung dass dies funktionieren könnte, sieht man ja auch an den EC Zügen: München - Zürich über Bregenz, wie schön die Abstimmung aktuell passt, ich sag dazu nur ab Dez. 30 min bummeln zwischen St Margrethen und St. Gallen. 2 Länder sind schon ein Kampf, aber 3 beteiligte Länder meist einfach ein Nogo, dazu sind die Interressen dann vielfach einfach zu unterschiedlich als dass man die unter einem Hut bekommen wurde. Zumal die Auslastung St. Margrethen - Chur doch auch nicht so ohne ist, als dass man da problemlos zusätzlichen Zug unterbringen könnte.
Zumal die traditionellen Reisendenströme dann doch eher nicht unbedingt nach Chur gehen aus Deutschland, sondern eher ins Tessin, Lago Maggiore, welches dann doch eher ein beliebtes deutsches Reiseziel seit der 60ziger Jahre ist.

Es wären auch in Deutschland mehrere Verbindungen als Fernverkehr denkbar, wie etwa Friedrichhafen - Ravensburg - Ulm - Augsburg - Donauwörth - Nürnberg - Saaletal - Leipzip - Berlin - Rostock. Oder Frankfurt - Darmstadt - Bergstraße - Heidelberg - NBS - Stuttgart - S-Flughafen - NBS - Ulm - Ravensburg - Friedrichshafen - Lindau - Bregenz, wobei diese Linie BaWü ja kaum verlassen würde.
Nur den Glauben daran habe ich mittlerweile schon lange verloren.
diezge schrieb:
Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.

Ziemlich schräge Argumentation (sorry)

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 15.09.20 11:39

"man kann einem Schwaben nicht erklären wieso er für die selbe Beförderung mit längerer Fahrzeit und eben teils auch schlechteren, älteren Wagenmaterial mehr bezahlen soll, dass schafft man nicht, es fehlt der Mehrwert in den Zügen um dies zu rechtfertigen, die Preisleistung stimmt halt nicht. Wäre der Zug statt 3 min langsamer, 15 min schneller sähe die Lage anders aus, dann wäre vermutlich für den ein oder anderen Fahrgast der Fahrzeitgewinn, ausschlaggebend für die Beförderungsleistung auch mehr zu bezahlen."

Mit Verlaub: das ist ziemlicher... naja, lassen wir das.

Mal abgesehen davon, dass ich einen "älteren" ÖBB-(Abteil-)Wagen jedem eng bestuhlten Dosto vorziehe:
Beim "Bodensee" handelt es sich um einen langlaufenden, internationalen Intercity. Er dient nicht in erster Linie dazu, den Vorortverkehr zwischen Laupheim und Schussenried oder meinetwegen auch zwischen Aulendorf und Friedrichshafen zu befriedigen. Der Zug dient dazu, Menschen aus Köln an den Bodensee oder von Stuttgart an den Arlberg oder nach Innsbruck zu bringen. Umsteigefrei! Attraktiv für Urlauber, Touristen, Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern. Oder meinetwegen auch für Oma Schmitt, die die beruhigende Wirkung eines reservierten Sitzplatzes zu schätzen weiß.

Dem Skifahrer von Düsseldorf nach Dornbirn oder dem Bergwanderer von Bochum nach Bregenz ist es piepegal, ob der Zug nun 3 min länger unterwegs ist. Außerdem wird es kaum Menschen geben, die von Mannheim nach Meckenbeuren wollen - also wird da durchgefahren (und auch nur deshalb konnte der Zug einen weiteren Sitzwagen erhalten).

Der Wert des Intercitys liegt in der Umsteigefreiheit. Damit bedient er seine Zielgruppe, und das offenbar recht erfolgreich. Preis und Leistung stimmen also für diese Klientel. Der Fahrgast von Ulm nach Biberach spielt da überhaupt keine Rolle, das sind bestenfalls Mitnahmeeffekte (im wörtlichen Sinne).

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 11:42.
Zumindest Bregenz und Lindau haben ja eine gute Anbindung an den Flughafen München, ansonsten fahren ja aktuell einige Railjets (mein letzter Stand war 5) von Bregenz auch nach Zürich. Selbst wenn die nicht am Flughafen halten, ist der Transfer in Zürich zum Flughafen unproblematisch.

So sehe zumindest von österreichischer und bayrischer Siete keinen Vorteil einer Anbindung an der Flughaen Stuttgart. Und für die Anbindung des Flughafens Stuttgart von Orten in BW entlang der Südbahn ist nicht der Fernverkehr zuständig, dafür gibt es RE/IRE IMHO.
junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.
Oh man junglok,

muss man Dir jetzt den Bahnverkehr erklären? Weil Du beim Einkaufen grad mal den IC in Meckenbeuren halten gesehen hast, ist das plötzlich ein Planhalt? Schon mal daran gedacht, dass der vorherige Zug ausgefallen sein könnte und der IC die gestrandeten Fahrgäste aufgesammelt hat? Das ist gängige Praxis. Oder bist Du täglich immer zur gleichen Zeit beim Einkaufen? Oder fährst sogar mit dem IC zum Einkaufen?

Tut mir leid wenn ich etwas gereizt rüberkomme, aber Du überschüttest das Forum die ganze Zeit mit Spekulationen für die Du keinerlei Fakten liefern kannst. Das ginge auch gar nicht, denn die sind so weit hergeholt, dass es gerade schon weh tut. ---> Bitte nicht böse sein.


Grüße,

diezge

Re: Oha!

geschrieben von: diezge

Datum: 15.09.20 12:05

99 637 schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
bahamas schrieb:
Die Trasse ist da.
Wo denn?

Herr Merkle und Frau Kächele werden dir was husten, wenn du ihr Eigenheim abreißen willst.

Heiko
Häuser abreißen wäre nicht nötig, die Trasse verläuft deutlich außerhalb des für Wohnbebauung genutzten Gebietes durch den Wald und ist weitgegend unbebaut. Lediglich einzelne Tennisplätze und Kleingärtenanlagen müsste man verlegen (und für die kreuzenden Straßen evtl. Über- oder Unterführungen erwägen).

Ich würde aber dennoch nicht davon ausgehenden, dass Fernverkehr auf einer allfällig wiederaufgebauten Kurve Friedrichshafen umfährt. Nur wenn sich auf der Südbahn jemals wieder ein nennenswertes Aufkommen im Güterverkehr entwickeln sollte, wird die Sache vielleicht wieder interessant.

Ivo
Hallo,

Du hast recht, dass keine Häuser abgerissen werden müssten. Der Wiederaufbau der Mussolini-Kurve ist trotzdem alles andere als interessant.
1. Warum sollte der Fernverkehr gerade den wichtigsten Halt zwischen Ulm und Lindau umfahren?
2. Die Stadt Friedrichshafen wollte mal im Seewald zwischen Südbahn und B30 ein Stück Wald roden um Flächen zu erschließen. Das gab so einen Aufstand, dass man die Idee schnell wieder verworfen hat. Bäume für die Bahn zu fällen dürften den gleichen Austand geben.
3. Du sprichst es selbst schon an: Über- oder Unterführung B30 und B31. Bei der B31 wären sogar noch die Auf- und Abfahrten FN-Ost betroffen. Das dürfte jahrelange Planfeststellungsverfahren geben, an denen die Stadt Friedrichshafen zu dem auch überhaupt kein Interesse hat, siehe Punkt 1.

Hier mal die Verdeutlichung der Situation:
[www.google.de]

Beim ESV Eisenbahner Sportheim gehts los. Nach Süden scrollen, man kann die Trasse noch relativ gut erkennen.


Grüße,

diezge
Murrtalbahner schrieb:
MrEnglish schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.

Übrigens geht es von Innsbruck (und dem größten Teil Tirols) über München auch schneller auch Stuttgart (und darüber hinaus).
Telfs, Ötztal, Imst, Landeck, St. Anton, Langen, Bludenz, Feldkirch, Dornbirn und Bregenz auf österreichischer Seite, sowie Lindau, Friedrichshafen, Ravensburg, Aulendorf, Biberach, Ulm und Göppingen auf deutscher Seite hast du vergessen. Zudem gibt es auf vielen Unterwegshalten Anschlusszüge, ebenso wie an den Endpunkten. Der 118 ist ebe auch für Fahrgäste Aalen-Schruns interessant.

Dieses eindimensionale Denken hilft nicht weiter und blockiert nur. Eisenbahn ist ein System, nicht nur Punkt zu Punkt. Sehr gut zu sehen auch bei der Diskussion um den ICE-Halt in Heilbronn, wo "Heilbronn ja nicht einen ganzen ICE füllen kann". Muss es auch nicht, die Würzburger Fahrgäste freuen sich derzeit auch über eine Direktverbindung in die Hauptstadt, die sie sonst nicht haben.
Oha, da ist Tirol aber über Nacht gewaltig gewachsen, hab ich gar nicht mitbekommen. Bei DSO wird man echt immer top informiert.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: diezge

Datum: 15.09.20 12:07

bahamas schrieb:
Die Trasse ist da. Die wichtigste Stadt in der Gegend ist Lindau, jedenfalls aus bayerischer Sicht - und die ist im Verkehrsministerium maßgeblich.
Das ist beides Quatsch! Sorry. Lindau mit seinen 25000 Einwohner als wichtigste Stadt der Gegend... Da sag ich jetzt mal besser nichts dazu.


Grüße,

diezge

Re: Ziemlich schräge Argumentation (sorry)

geschrieben von: junglok13

Datum: 15.09.20 12:09

Der Zeuge Desiros schrieb:
Der Wert des Intercitys liegt in der Umsteigefreiheit. Damit bedient er seine Zielgruppe, und das offenbar recht erfolgreich. Preis und Leistung stimmen also für diese Klientel. Der Fahrgast von Ulm nach Biberach spielt da überhaupt keine Rolle, das sind bestenfalls Mitnahmeeffekte (im wörtlichen Sinne).
Daher sollte der IC eben nicht den IRE ersetzen, sondern zusätzlich anbieten.

Und was den Zug angeht mit verlaubt, was ist an den ÖBB Garnituren den besser als an den Dostos oder an nem Talent?
Auch innnerhalb Östereichs ziehe ich da lieber nen Talent vor und warte dann lieber nochmal ein paar Minuten auf den nächsten Zug wen ich Zeit habe, als mit so einer alten Garnitur zu fahren.
Ok der Sitzkomfort ist natürlich besser, aber dies ist im Grunde der einzige wirkliche Vorteil der ÖBB Garnituren, wobei auch dort teils die Sitze dann doch sehr abgesessen schon wieder sind, und der bessere Komfort nicht mehr an jedem Sitzplatz zu finden ist. Da musste ich neulich 5mal den Sitzplatz wechseln bis ich nen nicht abgesessenen Platz gefunden habe.

Dafür fällt das Ein- und Aussteigen schwerer.
Dann die Sanitäreinrichtungen sind dann doch teilweise halt nur die letzte Jahrzehnte etwas restauriert worden, nicht aber immer unbedingt modernisiert worden, dann gibt es immer noch den ein oder anderen Wagen mit Fallrohr, hab ich dieses Jahr sogar auf der Strecke im Wagenpark der IC Frankfurt - Klagenfurt vorgefunden, wo ich dachte, wie der über die NBS kam, ich dachte die Wagen wären schon garnicht mehr zulässig bzw. auf 160 km/h beschränkt.
Dafür zumindest bei den Dostos und mittlerweile auch bei den Talents und Cityjets immer mehr WLan, da stinken die alten ÖBB Wagen dann einfach ab, sie sind halt etwas für Nostalgiker, für Menschen die gerne und viel Zug fahren halt nur noch angenehm, aber eben auch nicht mehr wirklich super toll, ihre besten Jahre haben die Wagen halt schon lange hinter sich.

Ich muss gestehen ich war bei den neuen Bombardierdostotriebzügen der SBB zuerst auch skeptisch, vorallem an Anfang haben sie wie Hölle nach neuen Kunststoff gestunken. Aber so schlecht sind sie garnicht wie ihr anfänglicher Ruf, auch der KunststoffNeugestank hat mittlerweile nachgelassen. Ich finde ein recht komfortabler Zug ist dies geworden, natürlich recht billig viel Plastik, aber dass wusste man ja im Grunde dass man da nicht so auf Nobelausstattung wert legt. Ok die Laufruhe ist noch nicht optimal aber zumindest besser wie noch am Anfang. Aber verrückt was alles alleine heute nur durch neue Software möglich ist, denn die Laufruhe hat man ja nur per SoftwareUpdate abgeändert.
diezge schrieb:

ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Dir ist bekannt, dass die DB über ICE-T mit 7 und sogar mit nur 5 Wagen verfügt?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 14:47.

Re: Ziemlich schräge Argumentation (sorry)

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 15.09.20 12:13

Der Zeuge Desiros schrieb:
Dem Skifahrer von Düsseldorf nach Dornbirn oder dem Bergwanderer von Bochum nach Bregenz ist es piepegal, ob der Zug nun 3 min länger unterwegs ist. Außerdem wird es kaum Menschen geben, die von Mannheim nach Meckenbeuren wollen - also wird da durchgefahren (und auch nur deshalb konnte der Zug einen weiteren Sitzwagen erhalten).

Der Wert des Intercitys liegt in der Umsteigefreiheit. Damit bedient er seine Zielgruppe, und das offenbar recht erfolgreich. Preis und Leistung stimmen also für diese Klientel. Der Fahrgast von Ulm nach Biberach spielt da überhaupt keine Rolle, das sind bestenfalls Mitnahmeeffekte (im wörtlichen Sinne).
Die 3 Minuten klingen hier jetzt immer so gesetzt, aber bleibt es überhaupt dabei?
Mit Verlaub, aber eine (oder vielleicht ja sogar zwei) 101, die den IC von Ulm bis Biberach mit 160 durch die Lande zieht und auch sonst "etwas" besser aus dem Quark kommt als die 218er, muss ja nicht unbedingt in den alten Fahrplanlagen fahren. Es ist zwar aufgrund der Unflexibilität im weiteren Zuglauf zu befürchten, aber theoretisch eingesparte 30 Minuten (freilich nicht nur auf der Südbahn) wären ja schonmal etwas und dann auch ein wahrer Mehrwert.

Re: Ziemlich schräge Argumentation (sorry)

geschrieben von: diezge

Datum: 15.09.20 12:18

junglok13 schrieb:
Daher sollte der IC eben nicht den IRE ersetzen, sondern zusätzlich anbieten.
Hier darf ich Dir einmal uneingeschränkt recht geben. Fernkehr gerne aber nicht zu Lasten eines stündlichen Regionalverkehrs.

Ich weiß nicht, wie oft ich mich schon geärgert habe, wenn ich am sonntagnachmittag mit dem Fahrrädle von Kressbronn zur Räuberbahn möchte und halt schon um 11:49 los muss inklusive langem Aufenthalt in FN Stadt. Wäre der IC nicht, wäre in Kressbronn der zweistündliche RE-Halt um 12:16... ;-)


Grüße,

diezge
Iarn schrieb:
Zumindest Bregenz und Lindau haben ja eine gute Anbindung an den Flughafen München, ansonsten fahren ja aktuell einige Railjets (mein letzter Stand war 5) von Bregenz auch nach Zürich. Selbst wenn die nicht am Flughafen halten, ist der Transfer in Zürich zum Flughafen unproblematisch.

So sehe zumindest von österreichischer und bayrischer Siete keinen Vorteil einer Anbindung an der Flughaen Stuttgart. Und für die Anbindung des Flughafens Stuttgart von Orten in BW entlang der Südbahn ist nicht der Fernverkehr zuständig, dafür gibt es RE/IRE IMHO.
Gute Anbindung an den Flughafen München? Mich würde mal interessieren, wer von Lindau und Bregenz mit der Bahn zum Münchner Flughafen fährt. Ab ins Auto und fertig. Es gibt eine Mglichkeit mit der Bahn, ja, aber mehr auch nicht. Und Richtung Zürich fahren derzeit drei EC in Fahrplanlagen, wo es reiner Zufall sein dürfte, wenn es mal zum Abflug und Rückkehr passt. RJ fahren keine Bregenz-Zürich.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
MrEnglish schrieb:
diezge schrieb:

ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Dir ist bekannt, dass die DB über ICE t mit 7 und sogar mit nur 5 Wagen verfügt?
Hallo,

das ist mir durchaus bekannt, wäre aber nicht zielführend. Schon der Nahverkehrs-Dosto ist meistens recht voll und da soll dann ein 5 Wagen ICE ausreichen? Das wäre ja eine Verschlechterung des Angebots...


Grüße,

diezge

Fernverkehr Deutschlandtakt ?

geschrieben von: MS Baden

Datum: 15.09.20 12:23

Hallo,

ich dachte, auf der Strecke Ulm - Kempten - Oberstdorf und/oder Augsburg - Oberstdorf soll der neue, mit Diesellok bespannte Talgo-IC verkehren? Auch auf diesen Strecken plant man offenbar keinen Fernverkehr.

Jens

Re: Fernverkehr Deutschlandtakt ?

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 15.09.20 12:44

MS Baden schrieb:
Hallo,

ich dachte, auf der Strecke Ulm - Kempten - Oberstdorf und/oder Augsburg - Oberstdorf soll der neue, mit Diesellok bespannte Talgo-IC verkehren? Auch auf diesen Strecken plant man offenbar keinen Fernverkehr.

Jens
Doch, doch der bleibt. Aber vor 2024 fährt der eh nicht.
Und einige Fragen sind noch zu klären bezüglich der "Flügel-Fähigkeit" oder derer Alternativen.
In Niebüll will man dafür jetzt elektrifizieren.
Der Hamburg - Augsburg - Oberstdorfer/Berchtesgardener ist deshalb auch noch nicht vorgesehen für die Umstellung.
diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
ec paganini schrieb:
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Also dass wäre mir neu? Er hält seit Jahren nun mehr auch in Meckenbeuren und Aulendorf, selbst teilweise in Laupheim.
Man beachte auch, dass die DB gerade der Stadt Heilbronn, die mehr Einwohner als Ravensburg und Friedrichshafen zusammen hat, einem ICE-Halt eine Abfuhr erteilt hat.
Heilbronn liegt parallel zur viel schnelleren Strecke über Mannheim und Frankfurt. Die Einbindung erfordert zusätzliche Züge.

Durch S21 ist Stuttgart Hbf als Endhalt von ICE-Linien schwierig. Das kommt den Reutlingern und Tübingern, aber auch der Südbahn zugute. Das lässt sich mit Heilbronn nicht vergleichen. Die Südbahn wird auch planmäßig von einem IC-Paar bedient, was bei Heilbronn nicht der Fall ist.

Die Bahnsteige auf der Südbahn hätten mit der Elektrifizierung ICE-tauglich ausgebaut werden müssen. Wenn am Ende nur Züge von der linken Rheinstrecke nach Lindau kommen, wird man die Direktverbindungen aus NRW auch nicht sonderlich schätzen.

Gruß

NJ gen Holland

geschrieben von: 38815

Datum: 15.09.20 13:00

Packwagen schrieb:
MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Ob es so gut ist einen 8 h Zuglauf nochmal um 2 h zu verlängern sei auch mal dahingestellt. Fakt ist, dass Innsbruck eigentlich schon kein attraktives Ziel für den 119 und etwaige Nachfolger ist. Die perspektivische 4:30 h von Stuttgart sind heute mit Umstieg in München schon Realität. Wenn die 4:30 h über den Bodenseeraum möglich sind, dann sinkt die Fahrzeit über München aber auf 4 h. Weiteres Potential stickt in den Streckenausbauten Ulm - Augsburg und München - Wörgl, sowie im EC Sprinter der München - Innsbruck non stop fahren soll (Deutschlandtakt). Die Fahrzeit sollte also eher gegen 3:30 h streben und liegt dann eine Stunde unter der Bodenseeverbindung, dafür lohnt ein Umstieg.
Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.
Man sollte auch berücksichtigen, dass der österreichische Abschnitt Lindau-Innsbruck vom Staat bezahlt wird. Es muss sich für DB Fernverkehr also nur halbwegs rechnen, zwei Linienenden zwischen Lindau und Stuttgart Hbf tief, in dem eh keine Fernzüge mehr enden können, über Ulm und Friedrichshafen zu verbinden.

Einen NJ wäre wirklich interessant, da über Nacht schon zwei Paare über den Arlberg fahren, an die man Kurswagen anhängen könnte und Stuttgart wird bislang nicht bedient.

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 13:01.
Hallo,

bei Fernverkehrszügen die eher auf Touristische Verbindungen ausgelegt sind und die nicht unbedingt den Geschäftsreisenden dienen ist eine Direktverbindung wichtiger wie die Reisezeit. Da geht es den Fahrgästen mehr darum nicht umsteigen zu müssen und so potentiell den Anschluss zu verpassen und die Koffer schleppen zu müssen, wie unbedingt den schnellsten und direktesten Weg zu nehmen. Sieht man zB sehr schön an dem durchgehenden ICE München - Norddeich Mole, der nimmt nicht den schnellsten Weg, ist aber die einzige Umsteigefreie Verbindung und die Nachfrage ist bisher absolut super gewesen.

Auch beim IC 1984 vom Bayerischen Bäderdreieck nach Hamburg sind viele Fahrgäste ab Hannover den Umweg über Bremen bis Hamburg lieber Umsteigefrei mitgefahren, wie in Hannover Hbf umzusteigen und so fast 1 Stunde Fahrzeit zu sparen.

Gerade der Bereich Bonn - Koblenz und Mainz hat erhebliches Fahrgastpotential für Verbindungen in Richtung Alpen und Bodensee. Von keinem der Orte fährt man freiwillig zu einem ICE nach Siegburg, Montabaur oder Limburg-Süd.
Murrtalbahner schrieb:
Iarn schrieb:
Zumindest Bregenz und Lindau haben ja eine gute Anbindung an den Flughafen München, ansonsten fahren ja aktuell einige Railjets (mein letzter Stand war 5) von Bregenz auch nach Zürich.
Gute Anbindung an den Flughafen München? Mich würde mal interessieren, wer von Lindau und Bregenz mit der Bahn zum Münchner Flughafen fährt. Ab ins Auto und fertig. Es gibt eine Mglichkeit mit der Bahn, ja, aber mehr auch nicht. Und Richtung Zürich fahren derzeit drei EC in Fahrplanlagen, wo es reiner Zufall sein dürfte, wenn es mal zum Abflug und Rückkehr passt. RJ fahren keine Bregenz-Zürich.
Das halbstündliche Angebot von ÖBB und SBB zwischen Lindau und Zürich ist wegen der Umsteigezwänge zwar nicht übermäßig bequem, aber sehr zuverlässig. Dem Parken am Flughafen würde ich es allemal vorziehen.
diezge schrieb:
MrEnglish schrieb:
diezge schrieb:
ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Dir ist bekannt, dass die DB über ICE t mit 7 und sogar mit nur 5 Wagen verfügt?
Hallo,

das ist mir durchaus bekannt, wäre aber nicht zielführend. Schon der Nahverkehrs-Dosto ist meistens recht voll und da soll dann ein 5 Wagen ICE ausreichen? Das wäre ja eine Verschlechterung des Angebots...


Grüße,

diezge
Oder es wird einer der zukünftigen Talgo-IC eingesetzt. Zur Not machen es auch die Dosto-IC von Stadler KISS, die ja zukünftig allesamt 6 Waggons haben werden. Oder was ganz Neues: ein 6-teiliger Siemens Desoro HC mi 190km/h Zulassung für den Fernverkehr. Den zukünftigen 7-teiligen ICE4 rechne ich dagegen kaum auf der Südbahn.

Offenbar wird aber ein auf 9 Waggons verkürzter ICE-1 immer noch zu lange sein. Wo sollen die überhaupt eingesetzt werden?
junglok13 schrieb:
Zitat:
Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Bis 2016 war Meckenbeuren auch Planhalt und seither nicht mehr.

junglok13 schrieb:
Zitat:
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.
Auch in der Theorie hielten die Züge auch bis 2016 in Meckenbeuren, kann man übrigens in alten Kursbüchern nachlesen. Zu Laupheim habe ich nichts gefunden, wann soll das gewesen sein?

junglok13 schrieb:
Zitat:
Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.
Soviel zum Thema "Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an," was bringen mir denn als Fahrgast in der Praxis einzelne außerplanmässige Halte wenn ich von Meckenbeuren Richtung Insbruck fahren will? Soll ich mich ernsthaft in Meckenbeuren an den Bahnsteig stellen in der Hoffnung der Zug hält außerplanmässig? Oder soll ich in Ravensburg bzw. Friedrichshafen auf gut Glück sitzenbleiben, der Zug könnte in der Praxis doch in Meckenbeuren halten?



diezge schrieb:
Oh man junglok,

muss man Dir jetzt den Bahnverkehr erklären? Weil Du beim Einkaufen grad mal den IC in Meckenbeuren halten gesehen hast, ist das plötzlich ein Planhalt? Schon mal daran gedacht, dass der vorherige Zug ausgefallen sein könnte und der IC die gestrandeten Fahrgäste aufgesammelt hat? Das ist gängige Praxis. Oder bist Du täglich immer zur gleichen Zeit beim Einkaufen? Oder fährst sogar mit dem IC zum Einkaufen?

Tut mir leid wenn ich etwas gereizt rüberkomme, aber Du überschüttest das Forum die ganze Zeit mit Spekulationen für die Du keinerlei Fakten liefern kannst. Das ginge auch gar nicht, denn die sind so weit hergeholt, dass es gerade schon weh tut. ---> Bitte nicht böse sein.


Grüße,

diezge
So weit hergeholt sind die Fakten aber dann doch wieder nicht, (und kann jeder auf fernbahn.de oder in alten Kursbüchern nachlesen) denn Meckenbeuren war tatsächlich einmal Planhalt, nur weil es heute kein Bahnhalt mehr ist, heißt das nicht dass es nie einer war.Wie was das noch einmal mit dem Glashaus und den Steinen.
diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.
Oh man junglok,

muss man Dir jetzt den Bahnverkehr erklären? Weil Du beim Einkaufen grad mal den IC in Meckenbeuren halten gesehen hast, ist das plötzlich ein Planhalt? Schon mal daran gedacht, dass der vorherige Zug ausgefallen sein könnte und der IC die gestrandeten Fahrgäste aufgesammelt hat? Das ist gängige Praxis. Oder bist Du täglich immer zur gleichen Zeit beim Einkaufen? Oder fährst sogar mit dem IC zum Einkaufen?

Tut mir leid wenn ich etwas gereizt rüberkomme, aber Du überschüttest das Forum die ganze Zeit mit Spekulationen für die Du keinerlei Fakten liefern kannst. Das ginge auch gar nicht, denn die sind so weit hergeholt, dass es gerade schon weh tut. ---> Bitte nicht böse sein.


Grüße,

diezge
Junglok hat keine Halluzinationen,
118/119 haben bis vor ca 4-5 Jahren (genau weiss ich es leider nicht) in Meckenbeuren gehalten, hätte auch noch irgendwo Reiseplaner mit denen das belgabar wäre. Der Halt wurde damals zugunsten einer Fahrplanstabilisierung und fehlender Nachfrage aufgegeben. Zu der Zeit hatte war eine 218 Doppeltraktion eher die Ausnahme als die Regel und Verspätungen an der Tagesordnung. Auch gab es früher einen Halt in Geislingen, der aufgebeben wurde als mit 218 von/bis Stuttgart gefahren wurde


Viele Grüsse
Martin
linie7484 schrieb:
diezge schrieb:Zitat:
Oh man junglok,

muss man Dir jetzt den Bahnverkehr erklären? Weil Du beim Einkaufen grad mal den IC in Meckenbeuren halten gesehen hast, ist das plötzlich ein Planhalt? Schon mal daran gedacht, dass der vorherige Zug ausgefallen sein könnte und der IC die gestrandeten Fahrgäste aufgesammelt hat? Das ist gängige Praxis. Oder bist Du täglich immer zur gleichen Zeit beim Einkaufen? Oder fährst sogar mit dem IC zum Einkaufen?

Tut mir leid wenn ich etwas gereizt rüberkomme, aber Du überschüttest das Forum die ganze Zeit mit Spekulationen für die Du keinerlei Fakten liefern kannst. Das ginge auch gar nicht, denn die sind so weit hergeholt, dass es gerade schon weh tut. ---> Bitte nicht böse sein.


Grüße,

diezge
So weit hergeholt sind die Fakten aber dann doch wieder nicht, (und kann jeder auf fernbahn.de oder in alten Kursbüchern nachlesen) denn Meckenbeuren war tatsächlich einmal Planhalt, nur weil es heute kein Bahnhalt mehr ist, heißt das nicht dass es nie einer war.Wie was das noch einmal mit dem Glashaus und den Steinen.
Hallo,

das ist mir durchaus bewusst, aber das habe ich auch nie behauptet. Es ging einzig und allein darum, dass junglok behauptet, dass Meckenbeuren aktuell, also vor der Sperrung, IC-Halt ist.


Grüße,

diezge
MartinKBS751 schrieb:
diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.
Oh man junglok,

muss man Dir jetzt den Bahnverkehr erklären? Weil Du beim Einkaufen grad mal den IC in Meckenbeuren halten gesehen hast, ist das plötzlich ein Planhalt? Schon mal daran gedacht, dass der vorherige Zug ausgefallen sein könnte und der IC die gestrandeten Fahrgäste aufgesammelt hat? Das ist gängige Praxis. Oder bist Du täglich immer zur gleichen Zeit beim Einkaufen? Oder fährst sogar mit dem IC zum Einkaufen?

Tut mir leid wenn ich etwas gereizt rüberkomme, aber Du überschüttest das Forum die ganze Zeit mit Spekulationen für die Du keinerlei Fakten liefern kannst. Das ginge auch gar nicht, denn die sind so weit hergeholt, dass es gerade schon weh tut. ---> Bitte nicht böse sein.


Grüße,

diezge
Junglok hat keine Halluzinationen,
118/119 haben bis vor ca 4-5 Jahren (genau weiss ich es leider nicht) in Meckenbeuren gehalten, hätte auch noch irgendwo Reiseplaner mit denen das belgabar wäre. Der Halt wurde damals zugunsten einer Fahrplanstabilisierung und fehlender Nachfrage aufgegeben. Zu der Zeit hatte war eine 218 Doppeltraktion eher die Ausnahme als die Regel und Verspätungen an der Tagesordnung. Auch gab es früher einen Halt in Geislingen, der aufgebeben wurde als mit 218 von/bis Stuttgart gefahren wurde
Hallo,

darum geht es auch nicht. Er hat behauptet, dass Meckenbeuren aktuell IC-Halt ist und nicht vor vier bis fünf Jahren.


Grüße,

diezge
diezge schrieb:
darum geht es auch nicht. Er hat behauptet, dass Meckenbeuren aktuell IC-Halt ist und nicht vor vier bis fünf Jahren.
Dann kann man ihn auch höflich darauf hinweisen dass dies nicht mehr so ist, und braucht es nicht gleich als "quatsch" bezeichnen.
ec paganini schrieb:
Das IC-Paar zerschießt keinen IRE-Takt, denn es ersetzt ja quasi einen und läuft nahezu in dessen Lage.

In einer Region, wo sich der Fernverkehr komplett zurückgezogen hat außer einem Alibizugpaar, wäre das noch nicht schlimm, aber die desaströse Fahrkartenpolitik von anno dunnemal macht genau diesen Zug unbenutzbar.
-Man muss wissen, wann die Fahrplanlücke ist, weil man ein anderes Ticket braucht
-Erklär mal einem Oberschwaben, warum er 10,60 € aus Spaß mehr zahlen soll beispielsweise von Stuttgart nach Ravensburg gänzlich ohne Zusatznutzen. Und wenn es ein Romanshorner dennoch bezahlen würde, geht es ja nicht den Aufpreis zu bezahlen, man muss eine neue Fahrkarte kaufen, das macht der auch nicht und schimpft höchstens über die Unverschämtheit der Tytschen.
-In 80% der Fälle hat der FV ohnehin keine Lust zu fahren, weil wieder mal irgendwo eine Baustelle ist, oder der Zug ist einfach verspätet und macht irgendwo eine Mehdornwende.

Sprich, der Fernverkehr ist ein völlig unzuverlässiger Betrieb, der ohnehin keine Fahrkarten rausrückt.
Fazit => Unbenutzbar vor Ort => de facto schlicht eine Fahrplanlücke.

Also erzähl nicht, es würde doch ein Zug fahren. Vor der Schwarzwaldbahn noch hinlänglich bekannt, wie die Auswirkung ist. Lange Jahre genug büßen dürfen. Stefan Mappus und Tanja Gönner hatten sich als Zuständige VMs einen @#$%&dreck um die Fläche gekümmert und nur noch größere Lücken in die Fahrpläne gerissen. Erst der jetzige VM hatte wohl überhaupt den Überblick und den Willen, die Region zu berücksichtigen.

Und wenn FV sich überhaupt ein klein wenig um die Regionen kümmern wollte, dann könnte der FV sich ja bei der Ticketanerkennung sich bewegen. Die Gäubahn zeigt ja, dass das Konzept tragfähig ist, wenn auch FV viel zu teuer produziert. Und ein Blick über die Grenze zeigt, dass Nah- und Fernverkehr durchaus prosperiernd koexistieren könnten. Wenn auch dort leider zu ICE-Preisniveau.
ChrisM schrieb:
Hallo zusammen,


die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.

[dipbt.bundestag.de]
FÜr mich ist das im Grunde mal wieder der billige Versuch von Provinzpolitikern sich auf Kosten der DB zu profilieren. Der eloquente Herr Strasser hat mind zwei Wahlkämpfe mit dem Thema "ICE für Oberschwaben" geführt und das einzige was er zu dem Thema unternommen hat ist diese kleine Anfrage? Irgendwie schon lächerlich wenig. Auf seiner Facebook-Seite argumentiert er u.a. damit, daß es ICES an die Nord- bzw Ostssee gäbe (u.a. die bekannten Corona-ICEs) also müsse auch ein ICE für Oberschwaben drin sein. Arg dümmer geht es eigentlich nicht.

Natürlich würde ich auch gern mehr Fernverkehr auf der Südbahn sehen, aber ob man in Lindau oder Friedrichshafen beginnende FV-Züge ganzjährig wirtschaftlich betreiben kann möchte ich bezweifeln. Die bekannten IC 118/119 schaffen das, da sie im Sommer Bodenseetouristen bringen und im Winter Skitouristen für Vorarlberg und Tirol also die Kombination zweier Urlaubsgebiete. Vielleicht gelänge so ein Kombipaket auch mit Graubünden. Ein ETR 610 als ECE Chur-Lindau-Ulm-Stuttgart-Hamburg hätte auch einen gewissen Reitz und Nutzen für die Bodenseeregion. (vor längerem hatte ich mal die Fahrzeiten von Chur nach Mannheim via Basel bzw Lindau verglichen und für Lindau nur einen geringen Nachteil ermittelt welcher mit der NBS Ulm Wendlingen überkompensiert würde, daher der Gedanke).


Viele Grüsse
Martin

Umsteigefreiheit?

geschrieben von: bollisee

Datum: 15.09.20 15:15

Der Zeuge Desiros schrieb:
"man kann einem Schwaben nicht erklären wieso er für die selbe Beförderung mit längerer Fahrzeit und eben teils auch schlechteren, älteren Wagenmaterial mehr bezahlen soll, dass schafft man nicht, es fehlt der Mehrwert in den Zügen um dies zu rechtfertigen, die Preisleistung stimmt halt nicht. Wäre der Zug statt 3 min langsamer, 15 min schneller sähe die Lage anders aus, dann wäre vermutlich für den ein oder anderen Fahrgast der Fahrzeitgewinn, ausschlaggebend für die Beförderungsleistung auch mehr zu bezahlen."

Mit Verlaub: das ist ziemlicher... naja, lassen wir das.

Mal abgesehen davon, dass ich einen "älteren" ÖBB-(Abteil-)Wagen jedem eng bestuhlten Dosto vorziehe:
Beim "Bodensee" handelt es sich um einen langlaufenden, internationalen Intercity. Er dient nicht in erster Linie dazu, den Vorortverkehr zwischen Laupheim und Schussenried oder meinetwegen auch zwischen Aulendorf und Friedrichshafen zu befriedigen. Der Zug dient dazu, Menschen aus Köln an den Bodensee oder von Stuttgart an den Arlberg oder nach Innsbruck zu bringen. Umsteigefrei! Attraktiv für Urlauber, Touristen, Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern. Oder meinetwegen auch für Oma Schmitt, die die beruhigende Wirkung eines reservierten Sitzplatzes zu schätzen weiß.

Dem Skifahrer von Düsseldorf nach Dornbirn oder dem Bergwanderer von Bochum nach Bregenz ist es piepegal, ob der Zug nun 3 min länger unterwegs ist. Außerdem wird es kaum Menschen geben, die von Mannheim nach Meckenbeuren wollen - also wird da durchgefahren (und auch nur deshalb konnte der Zug einen weiteren Sitzwagen erhalten).

Der Wert des Intercitys liegt in der Umsteigefreiheit. Damit bedient er seine Zielgruppe, und das offenbar recht erfolgreich. Preis und Leistung stimmen also für diese Klientel. Der Fahrgast von Ulm nach Biberach spielt da überhaupt keine Rolle, das sind bestenfalls Mitnahmeeffekte (im wörtlichen Sinne).
Umsteigefreiheit? Nein Heiko, das hat man uns Reisenden in einem schmerzhaften Prozess abgewöhnt. Wir Reisende haben seit der faktischen Kastration des Fernverkehrs auf ICx-Produkte gelernt, damit umzugehen. Wo ist mein Kurswagen nach Stuttgart oder nach Paris, wo man in den echten Nachtzug nach Lissabon umsteigt, und wo kann ich heute in Ventimiglia mein Fahrrad verladen und damit zurück nach Singen. Und wie komme ich heute von Radolfzell nach München?

Sorry, aber der Zug mit dem Luxus Umsteigefreiheit, den gibt es nicht mehr. Den Zahn hat man uns Reisenden außerhalb des ICx-Skelettnetzes gezogen. Die Zahnlücke hinterlässt immer noch Phantomschmerz, aber die Zeit ist definitiv seit Jahrzehnten vorbei. Für den FV ist ohnehin Deutschland nur einigen priveligierten Großstädtern vorbehalten. Der Rest wird nicht einmal bemitleidet...

Ich bin für den Nightjet

geschrieben von: VT

Datum: 15.09.20 19:47

Naja ich fände es zum Beispiel praktisch den Bregenzer Nightjet bis Stuttgart zurückzuverlängern. Ob der jetzt über den Arlberg fährt oder sonst wie ist ja eigentlich egal.

Auf den diversen PM war eine Fahrzeit von Lindau nach Stuttgart von 2:15 vorgesehen.
Der NJ fährt um 21.40 in Bregenz los. Da erscheint mir eine Abfahrt so um 19 Uhr in Stuttgart realistisch. Um die Zeit kommt man auch nicht als Tagesrandverbindung nach Wien. Späteste realistische Abfahrt ist da recht früh um fünf. Bei der Abfahrt um 17.14 aber einer Ankunft um halb eins muss die Not schon sehr groß sein um kein Hotel zu nehmen. 19 Uhr im Schlafwagen ist dagegen vergleichsweise recht attraktiv.
Hallo bollisee,
ich habe nur den status quo geschildert,
völlig ohne die Aussage, ob ich das nun gut oder
schlecht finde ;-)

LG Torsten
MrEnglish schrieb:
diezge schrieb:
ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Dir ist bekannt, dass die DB über ICE-T mit 7 und sogar mit nur 5 Wagen verfügt?
Und jetzt? Bringt genau was? Rollmaterial 250 km/h. Heißt ICE3 oder 4(kurz). Wobei eine Option wäre es doch einen ICE3 als Einzelnes Zugpaar via SFS nach Lindau zu schicken.. Ankunft abends so gegen 22 Uhr Abfahrt morgens gegen 5:30.. so ne Verstärker-Leistung bis Frankfurt/Main..

Zum 118/119 kann ich mir eine Bespannung wie beim 112 vorstellen sprich Sandwich Taurus.


bollisee schrieb:
Umsteigefreiheit? Nein Heiko, das hat man uns Reisenden in einem schmerzhaften Prozess abgewöhnt. Wir Reisende haben seit der faktischen Kastration des Fernverkehrs auf ICx-Produkte gelernt, damit umzugehen. Wo ist mein Kurswagen nach Stuttgart oder nach Paris, wo man in den echten Nachtzug nach Lissabon umsteigt, und wo kann ich heute in Ventimiglia mein Fahrrad verladen und damit zurück nach Singen. Und wie komme ich heute von Radolfzell nach München?

Sorry, aber der Zug mit dem Luxus Umsteigefreiheit, den gibt es nicht mehr. Den Zahn hat man uns Reisenden außerhalb des ICx-Skelettnetzes gezogen. Die Zahnlücke hinterlässt immer noch Phantomschmerz, aber die Zeit ist definitiv seit Jahrzehnten vorbei. Für den FV ist ohnehin Deutschland nur einigen priveligierten Großstädtern vorbehalten. Der Rest wird nicht einmal bemitleidet...
Mit dem Auto B33 - A98 - B31 - A96 oder (ist gleich schnell..) B33 - A81 - A8 (mir persönlich lieber als mit 30 durch Hagnau zu fahren und auf der Häfler-Seeseite ist eh alles vollgeklotzt mit Starrenkästen..)

Allgemein ist der Fernverkehr eher unbrauchbar geworden. Der tägliche Langlauf-IC im Schwarzwald war eigentlich immer gut geeignet wenn man Umstiegs frei reisen wollte. aber das wird ja durch schlanke Anschlüsse mit dem Deutschlandtakt eher noch unwahrscheinlicher.. wobei den 2004/5/6 täglich zu fahren wäre schon sehr gut. Konstanz - Mannheim fährt sich leider nicht so einfach wie man es meinen könnte..

Eine weitere Option wäre es den NJ aus Bregenz (Ziel Wien) via Lindau-Reutin nach Friedrichshafen zu verlängern. Das wäre das mindeste.. bis Stuttgart wäre sogar genial (oder Alternativ nach Basel via Hochrhein?)

Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Wo steht eas von 250 km/h? Die Behauptung war, dass die Strecke nicht mit ICE befahren werden kann, weil die Bahnsteige zu kurz sind. Das stimmt eben nicht. Ich könnte mir gut ICE-T auf der Linie vorstellen, aber die Höchstgeschwindigkeit bringt natürlich nur zwischen Rollenberg und Kornwestheim sowie zwischen Flughafen Stuttgart und Ulm was, aber die ICE-T werden ja gerne mal auf Linien eingesetzt auf denen sie ihre Höchstgeschwindigkeit nur wenig ausfahren können. Man denke nur früher an die Linie von Frankfurt/ Wiesbaden nach Leipzig/ Dresden oder die alte Linie München - Berlin durch das Saaletal. Auch die Wien ICE kommen erst ab Wels auf Touren.

Railjets kann ich mir übrigens nicht wirklich vorstellen, die ÖBB schwimmen nicht gerade in Railjets und es gibt schon mehr als genug Pläne die noch mehr in Österreich einzusetzen.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: ThomasR

Datum: 16.09.20 06:07

diezge schrieb:
bahamas schrieb:
Die Trasse ist da. Die wichtigste Stadt in der Gegend ist Lindau, jedenfalls aus bayerischer Sicht - und die ist im Verkehrsministerium maßgeblich.
Das ist beides Quatsch! Sorry. Lindau mit seinen 25000 Einwohner als wichtigste Stadt der Gegend... Da sag ich jetzt mal besser nichts dazu.


Grüße,

diezge
Er hat zwar von der bayrischen Sicht gesprochen, die in Berlin maßgeblich sei, aber trotzdem ist Lindau nur wegen seiner Grenzlage interessant und Haltepunkt und nur wegen des gutes Willens der Franzosen überhaupt noch in Bayern. Andere Zipfel wurden mit den Besatzungszonen damals bereinigt. Lindau war französische Zone.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 06:08.
Der Zeuge Desiros schrieb:
mal gesponnen zum 118/119:

- der "Bodensee" fährt künftig um Lindau Hbf herum und macht dort keinen Lokwechsel mehr. Spart vielleicht 10 min.
- die Südbahn wird schneller. Spart vielleicht nochmal 5 min an Fahrzeit. Weitere zwei, drei Minuten bringt die Fahrt mit der E-Lok im Filstal.
- in Friedrichshafen ist kein Umlaufen der Loks mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Macht nochmal um die 10 min.
- in Stuttgart ist kein Lokwechsel mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Spart abermals 5 min beim Richtungswechsel.

Unter dem Strich kann der Zug mal eben rund 30 min schneller werden. Und selbst, wenn es kein Wendezug wird und in TF noch um den Zug herumgefahren werden muss, sind es roundabout 15 min weniger Fahrzeit. Nur: wenn dessen Lagen in Österreich (Arlberg) und Deutschland (insbes. im Rheintal) fest liegen - was macht man dann mit der zwischen Lindau und Stuttgart gewonnenen Fahrzeit?
Aber nicht vergessen, der RE kann ja auch schneller werden, damit verschiebt sich auch der "Referenz"-Takt, indem der IC heute mehr schlecht als recht mitschwimmt.
Ich schaue mir jetzt nur mal die Einsparungen direkt durch E-Lok+Steuerwagen an, eventuell bummeltn der Zug heute andernorts noch viel mehr, was sich aber heute schon einsparen liesse.
-10 min in Lindau dürfte zu hoch angesetzt sein, direkt via Reutin dürften nur 7-8 min Eisnparung drinnenliegen.
-Friedrichshafen ist heute sehr umständlich wegen dem Umfahren, da kann man wirklich viel sparen (Steuerwagennutzung geht heute nicht wegen 2x 218 und der eingeschränkten Vielfachsteuerfähigkeit, 1x 218 könnte zwar mit Steuerwagen fahren, ist aber noch lahmer auf der Strecke). Mit passenden Loks/Steuerwagen könnte er dort heute schon kräftig Zeit sparen.
-In Stuttgart lässt sich wohl nicht sehr viel sparen. Ein Lokwechsel beim Kopfmachen geht in 5 oder 6 min wenn die neue Lok einigermassen passen warten kann. Wenden beim Steuerwagen braucht auch 3-4 min (und bei ICE-Teils heute mehr...).

Die Frage bleibt dann vor allem, findet sich eine vernünftige Trasse nördlich Stuttgart/südlich Lindau um die Zeit nutzen zu können?
Und wie sieht es mit Anschlüssen z.B. in Ulm aus? Lieber dort guter Anschluss an die schnellen ICE nach ganz Deutschland als ein paar Minuten schneller auf den wenigen Relationen, wo zufällig der lahme IC hinfährt.

Aber eines dürfte auf jeden Fall passieren, der IC fliegt endgültig aus der "Takt"-Trasse. Für viele Fahrgäste ist er schon heute eine Taktlücke und ein Ärgernis (auch mir hat der IC schon Ärger in der Fahrtplanung gemacht). Wenn dann die Taktlücke durch eine IRE geschlossen würde, weil der IC weit genug wegverschoben ist, wäre das toll. Ist nur die Frage, ob das so schnell passiert.

Im Schwarzwald war das ja auch genauso ein Problem, da lief der letzte IC auch im Takt der IRE mit und war deswegen ein Ärgernis für viele Reisende. Schon tariflich war er für viele Reisende eine Taktlücke, aber auch real war der IC ein Taktproblem. Der IC war langsamer als der IRE, obwohl er einzelne IRE-Halte ausliess (Taktlücke für Reisende ab dort) war der träge IC immer noch langsamer und verpasste wegen der längeren Fahrzeit Anschlüsse (Taktlücke für Umsteigereisende).
Noch schlimmer allerdings, als DB-Fernverkehr den Zug in eine andere Lage verschob und es jahrelang eine komplette Taktlücke um diese Zeit gab, bis BaWü endlich mal genug Geld zusammengekratzt hatte, um die nun echte Taktlücke mitten am Tag zu schliessen.

Auf der Südbahn ja ein ähnliches "Trauerspiel", ich habe mal den Fahrplan von 2018 genommen, bevor die Elektrifizierung vielleicht zuviel verschoben hat.
In Ulm startet der IC 2 min vorm IRE-Takt (kann bei Anschlüssen problematisch sein, mögliche Taktlücke...)
Er lässt dann drei Halte aus (Taktlücke dort) und ist vier Minuten vorm IRE in Friedrichshafen. 3 gestrichene Halte haben ihm also nur 2 min gebracht...
Dann längerer Aufenthalt wegen Umfahren, nach Lindau nochmal 2 Halte gestrichen (=Taktlücke dort) um wieder aufzuholen.

Gruss
Florian
Bei"Tante WIKI"zur SÜDBAHN gefunden:

Wikipedia

"...Ein Ausbau soll das Potenzial für den Güterverkehr erschließen
und eventuell auch wieder mehr Fernzüge auf die Strecke bringen..."

"...Es wird angenommen, dass sich der Güterverkehr bis 2030
mehr als verdoppeln wird..."


In diesem Beitrag geht es vorwiegend um den Fernverkehr,ich weiß.
Man sieht bei der Vorbeifahrt am Güterbahnhof TF desöfteren
Ganzzüge (Kessel,Fals etc.)stehen.
Wie viele Planzüge verkehren dort zur Zeit?
Welche Größenordnung wäre"mehr als verdoppeln?
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?

LG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 10:32.

Umfahren in Friedrichshafen?

geschrieben von: Jörn

Datum: 16.09.20 11:04

Ich verstehe nicht, warum hier auch für die Zukunft weiterhin vorausgesetzt wird, dass in Friedrichshafen umfahren werden muss.

Da die Züge ja in Lindau nicht mehr den Kopfbahnhof anfahren, so könnte doch die ÖBB-Lok bis Friedrichshafen am Zug bleiben. Dort wird sowieso Kopf gemacht, also könnte doch eine 101 oder was auch immer sich flott ans andere Ende setzen und weiter geht's. Natürlich kostet der Lokwechsel im Vergleich zum Steuerwagenbetrieb auch etwas Zeit, aber schneller als Umfahren geht es alle Mal.

Gruß
Jörn.

Hey, Farmer,
tu das Gift weg.
Gib mir Flecken auf Äpfeln,
aber lass mir die Vögel und die Bienen.
(Joni Mitchell, aus „Big Yellow Taxi“, 1970)


Güterzüge

geschrieben von: junglok13

Datum: 16.09.20 11:51

schwarzwaldbahn schrieb:
Welche Größenordnung wäre"mehr als verdoppeln?
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?
Das sind halt alles Prognossen, ob sie dann in Wirklichkeit so ein treffen sind immer 2 paar Dinge. Es ist halt immer ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Hauptsächlich soll der Mehrverkehr durch Züge von Deutschland nach Italien kommen, die Südbahn gilt auch als Zulaufstrecke für die NEATs der Schweiz, wobei da dann entweder eben über Schaffhausen oder St. Margrethen weiter gefahren werden muss. Aber da die sonstigen Alternativen jetzt die elektrifizierte Allgäustrecke über Memmingen wie auch die Gäubahn nur eingleisig ist, während die Südbahn zweigleisig ist, hat man hier viel mehr Trassen zur Verfügung.
Dazu noch ein bißchen mehr Güterzüge nach Wolfurt, hier soll ja ebenfalls ausgebaut werden.
Auch soll die Gürtelbahn Friedrichshafen - Radoflszell im Zuge der Elektrifizierung ja auch mehr 2gleisigkeit bekommen u.a. auch für Güterzüge geeignet. Einzig wo es etwas holprig bzgl. Trassen werden könnte, ist Lindau - Friedrichshafen, da dort der mehr 2gleisige Ausbau, wie auch der Wiederaufbau der Güterumgehung Friedrichshafen leider dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, aus Geldmangel des Bundes. Jedoch die Kurve könnte schon sein, dass die in diesem Jahrzehnt doch noch gebaut wird, wenn die Nachfrage entsprechend steigt.
Nach Ausbau soll es wohl zumindest "neu" eine feste stündliche Takttrasse für die Güterzüge in beide Richtungen auf der Südbahn geben, wohl auch auf den Abschnitt nach Lindau.
Geplant sind ja unter andern auch die Leichtgüterzüge über die NBS, auch hierbei die Frage ob die überhaupt kommen werden, sei erlaubt.

Was die Anzahl betrifft so ging man 2015 davon aus, dass von tägl. 2-5 Güterzüge, die Zahl bis 2030 sich auf 7-12 Züge am Tag erhöht.

Re: Güterzüge

geschrieben von: kmueller

Datum: 16.09.20 13:07

junglok13 schrieb:
schwarzwaldbahn schrieb:
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?
Hauptsächlich soll der Mehrverkehr durch Züge von Deutschland nach Italien kommen, die Südbahn gilt auch als Zulaufstrecke für die NEATs der Schweiz, wobei da dann entweder eben über Schaffhausen oder St. Margrethen weiter gefahren werden muss. Aber da die sonstigen Alternativen jetzt die elektrifizierte Allgäustrecke über Memmingen wie auch die Gäubahn nur eingleisig ist, während die Südbahn zweigleisig ist, hat man hier viel mehr Trassen zur Verfügung.

Auch soll die Gürtelbahn Friedrichshafen - Radoflszell im Zuge der Elektrifizierung ja auch mehr 2gleisigkeit bekommen u.a. auch für Güterzüge geeignet. Einzig wo es etwas holprig bzgl. Trassen werden könnte, ist Lindau - Friedrichshafen, da dort der mehr 2gleisige Ausbau, wie auch der Wiederaufbau der Güterumgehung Friedrichshafen leider dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, aus Geldmangel des Bundes.
Was die Anzahl betrifft so ging man 2015 davon aus, dass von tägl. 2-5 Güterzüge, die Zahl bis 2030 sich auf 7-12 Züge am Tag erhöht.
Wenn man über die Südbahn Richtung Schweiz und Österreich weiterfahren will, trifft man auf eine ganze Reihe Eingleisigkeiten. Auf vielen Abschnitten werden Güterzüge da nur nachts durchkommen.

Re: Güterzüge

geschrieben von: MartinKBS751

Datum: 16.09.20 13:47

kmueller schrieb:
junglok13 schrieb:
schwarzwaldbahn schrieb:
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?
Hauptsächlich soll der Mehrverkehr durch Züge von Deutschland nach Italien kommen, die Südbahn gilt auch als Zulaufstrecke für die NEATs der Schweiz, wobei da dann entweder eben über Schaffhausen oder St. Margrethen weiter gefahren werden muss. Aber da die sonstigen Alternativen jetzt die elektrifizierte Allgäustrecke über Memmingen wie auch die Gäubahn nur eingleisig ist, während die Südbahn zweigleisig ist, hat man hier viel mehr Trassen zur Verfügung.

Auch soll die Gürtelbahn Friedrichshafen - Radoflszell im Zuge der Elektrifizierung ja auch mehr 2gleisigkeit bekommen u.a. auch für Güterzüge geeignet. Einzig wo es etwas holprig bzgl. Trassen werden könnte, ist Lindau - Friedrichshafen, da dort der mehr 2gleisige Ausbau, wie auch der Wiederaufbau der Güterumgehung Friedrichshafen leider dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, aus Geldmangel des Bundes.
Was die Anzahl betrifft so ging man 2015 davon aus, dass von tägl. 2-5 Güterzüge, die Zahl bis 2030 sich auf 7-12 Züge am Tag erhöht.
Wenn man über die Südbahn Richtung Schweiz und Österreich weiterfahren will, trifft man auf eine ganze Reihe Eingleisigkeiten. Auf vielen Abschnitten werden Güterzüge da nur nachts durchkommen.

Ganz so schlimm ist die Eingleisigkeit doch nicht. Zwischen Friedrichshafen und Lindau gäbe es schon mal 5 Kreuzungmöglichkeiten, zwischen Bregenz und Lustenau wird derzeit das zweite Gleis gelegt. Limitierend dürften sich eher die Länge der Kreuzungsgleise auswirken und der Umstand dass in Friedrichshafen Gbf nur Platz für zwei Güterzüge hat. Was die Potzenziale im Güterverkehr anbelangt mag ich nicht so recht an NEAT-Züge glauben. Die Gäubahn gilt ja auch als NEAT-Zubringer aber das Aufkommen ist derzeit ja dann doch sagen wir mal übersichtlich. Denke das Hauptpotenzial dürfte daher eher in Vorarlberg und der Ostschweiz liegen. Von Wolfurt gehen werktäglich ein Container Richtung Seehäfen und ein Mischer nach Kornwestheim. Dann gibt es ja noch mehrfach die Woche einen Stahlzug aus Holland. Aktuell wird der dortige Güterbahnhof ja noch ausgebaut (Die Österreicher meinen das auch ernst mit der Verkehrsverlagerung auf die Schiene), evtl kommen da noch weitere Züge mit Fahrziel Norden.

Der Red Bull dürfte wahrscheinlich zu lang für die Südbahn sein und auf dem bisherigen Laufweg bleiben. Die Ostschweiz hat früher öfter mal Ölzüge über die Südbahn bekommen, das könnte auch wieder aufleben. Zudem gab es sporadisch Zementzüge aus Ostdeutschland die über Basel geführt wurden, da wäre s vermutlich über die Südbahn auch kürzer und schneller.


Viele Grüsse
Martin
146 227 schrieb:
Allgemein ist der Fernverkehr eher unbrauchbar geworden. Der tägliche Langlauf-IC im Schwarzwald war eigentlich immer gut geeignet wenn man Umstiegs frei reisen wollte. aber das wird ja durch schlanke Anschlüsse mit dem Deutschlandtakt eher noch unwahrscheinlicher.. wobei den 2004/5/6 täglich zu fahren wäre schon sehr gut. Konstanz - Mannheim fährt sich leider nicht so einfach wie man es meinen könnte..
Dann bist Du die Strecke nicht so oft mit dem Fernverkehr gefahren. Ich hatte das regelmäßig gemacht via Heidelberg kommend. Das ging etwa bis 2006 ganz gut, dann hat der Fernverkehr begonnen, wegen jeder seiner Unpässlichkeiten den Verkehr einzustellen. Mal Lokführerstreik, mal Fahrzeugstreik, dann bestreikten Baustellen die Fahrt oder man ist einfach nur unpässlich gewesen aus unbekannten Gründen, oder einfach um Stunden verspätet. Was bringt einem also eine teuere Fernverkehrskarte, wenn man ohnehin in Karlsruhe strandet oder die Fahrt in Alternativen antritt. Das macht man 5 mal mit, unverbesserliche Fernverkehrsfahrer wie ich auch 10 mal, aber dann stellt man fest, dass ohnehin der Nahverkehr in BW die gleiche Geschwindigkeit ermöglicht, weil der Fernverkehr ab Kassel keine Lust mehr hatte im Takt zu fahren (auf der Main-Weser-Bahn kennt man das Problem noch besser...). Da gibt es seither kein Fernverkehrsticket in BW mehr. Wird bestreikt, diesmal schlage ich zurück. Wenn nicht gerade Stuttgart-Mannheim dabei ist, bringt es keinen Vorteil. Sondern vielmehr den Nachteil, dass man ohnehin in der Mehrzahl der Fälle völlig umsonst sein Fernverkehrsticket gekauft hat, um dann doch im Nahverkehr zu sitzen ...

In dem Sinne dürfte kein Fernverkehr für die Südbahnanreiner von Vorteil sein. Die Vorarlberger dürfte es allerdings zugegebenermaßen nerven. Und die Bayern interessieren eh nicht, die belästigen uns seit 11 Jahren mit ihren unfähigen und eigennützigen Bundesverkehrsministern.

Re: Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: bollisee

Datum: 18.09.20 12:38

Packwagen schrieb:
völlig d‘accord zu Innsbruck.

Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.

Ansonsten ist es lächerlich, dass die Südbahn mit viel Geld nur für den Regionalverkehr ausgebaut wird. Letztlich wird das Land BW einen Quasi-FV selbst bezahlen. Solange FV und Regionalverkehr so getrennt sind, ist die Verlockung für die DB-Controller zu hoch, FV offensiv zu planen.
Aber die Arlbergregion ist nicht die ureigenste Aufgabe des Landes Baden-Württemberg. Da liegt noch eine Ländergrenze und die Bundesgrenze dazwischen.

Dass der Fernverkehr deutlich teuerer zu bezahlen ist, als etwa Regio, wissen wir ja spätestens seit dem neuen Fahrplankonzept auf der Gäubahn. Dort ist alleine die Beteiligung am IC teuerer als einen eigenen Zug bei Regio zu bestellen. Es lohnt sich nur aufgrund der besonderen Situation auf der Gäubahn und den extremen Trassenengpässen wegen fehlender Zweigleisigkeit und fehlender Dreigleisigkeit an einem entscheidenden Stück. Dort kann man eben unmöglich die freien Kapazitäten in nutzlosen leeren IC-Zügen verschenken. Für die Südbahn heißt das allerdings, Strecken-Kapazität ist nicht das Problem. Da dürfte wohl der BW-Verkehrsminister kaum für teueres Geld einen FV bezahlen, wenn er einen eigenen Zug billiger fahren lassen kann... Da wird höchstwahrscheinlich nichts für einen Pseudo-FV draufgelegt.

Re: Muss es denn über den Arlberg gehen?

geschrieben von: bollisee

Datum: 18.09.20 12:47

junglok13 schrieb:
ChrisM schrieb:
Nicht ganz überraschend bewegt sich die Diskussion darum, Züge die über den Arlberg kommen, über die Südbahn zu schicken. Wäre nicht auch ein südlicher Endpunkt in Chur denkbar? Im Alpenrheintal würden einige touristische Ziele erschlossen. Und dank NBS und elektrifizierter Südbahn dürfte die Fahrt nach Stuttgart auch nicht länger dauern als via Zürich und Gäubahn.
Ich glaube das Problem dahinter es wären 3 Länder daran beteiligt, und dass übersteigt meine Vorstellung dass dies funktionieren könnte, sieht man ja auch an den EC Zügen: München - Zürich über Bregenz, wie schön die Abstimmung aktuell passt, ich sag dazu nur ab Dez. 30 min bummeln zwischen St Margrethen und St. Gallen. 2 Länder sind schon ein Kampf, aber 3 beteiligte Länder meist einfach ein Nogo, dazu sind die Interressen dann vielfach einfach zu unterschiedlich als dass man die unter einem Hut bekommen wurde. Zumal die Auslastung St. Margrethen - Chur doch auch nicht so ohne ist, als dass man da problemlos zusätzlichen Zug unterbringen könnte.
Zumal die traditionellen Reisendenströme dann doch eher nicht unbedingt nach Chur gehen aus Deutschland, sondern eher ins Tessin, Lago Maggiore, welches dann doch eher ein beliebtes deutsches Reiseziel seit der 60ziger Jahre ist.

Es wären auch in Deutschland mehrere Verbindungen als Fernverkehr denkbar, wie etwa Friedrichhafen - Ravensburg - Ulm - Augsburg - Donauwörth - Nürnberg - Saaletal - Leipzip - Berlin - Rostock. Oder Frankfurt - Darmstadt - Bergstraße - Heidelberg - NBS - Stuttgart - S-Flughafen - NBS - Ulm - Ravensburg - Friedrichshafen - Lindau - Bregenz, wobei diese Linie BaWü ja kaum verlassen würde.
Nur den Glauben daran habe ich mittlerweile schon lange verloren.
Sobald Du Lindau wenigstens einigermaßen pünktlich erreicht hast, kommst Du wunderbar nach Chur oder ins Engadin oder wo auch immer hin. Nervig ist eigentlich nur der unnötige Umstieg in Bregenz. Das ließe sich noch ändern, aber vielleicht nicht im Sinne der Vorarlberger, die die Leistung bestellen. Aber sobald Du im Talent der ÖBB sitzt, ist eigentlich Dein Zielort ohne weitere Probleme zu erreichen. Umsteigen klappt praktisch immer, ab St. Margarethen ist der Rheintalexpress ja seit einigen Jahren auch ein gutes Angebot, sogar mittelerweile auch modern und im Takt. Engpass ist und bleibt die Anreise via DB bis Lindau.
bollisee schrieb:
Siggis Malz schrieb:
Gleich mal eine der Optionen der ECx ziehen und die bald teilweise (auf den SFS) überfälligen aber quasi abgeschriebenen ICE-T für den Tourismus umbauen und ab dafür in die deutschen Tourismusregionen.
Zusammen mit IC 2 hat man dann brauchbares (lyncht mich bitte nicht für diese Aussage) Rollmaterial für die Nebenfernstrecken.
Ich halte es auch in Zeiten von ITF und Knotenanschlüssen für angebracht, zusätzlich Einzelleistungen anzubieten, wenn diese sonst nichts zerschießen.
Viele Einzelleistungen haben es immerhin jetzt schon Jahrzehnte überlebt, andere neue Verbindungen scheinen auch außerhalb des sonstigen Taktes gut angenommen zu sein.
Auf der Südbahn hatte der IC aber den Fahrplan zerschossen. De facto ein Fahrplanlücke mit vorher und nachher vollen Zügen. Nur im Schwarzwald wurden die Lücken gestopft und auf der Gäubahn elegant gelöst. Die Südbahnfahrgäste mussten aber bis zum Schluss völlig unzeitgemäß unter dem Fernverkehr leiden... Also eigentlich besser, wenn die Südbahn vom Fernverkehr verschont bleibt, es sei denn es gibt ein vernünftiges anderes Konzept.
Auf der Südbahn gab es sogar mal ein vernünftiges Fernverkehrskonzept nämlich die IR Linie (Trier) - Saarbrücken - Mannheim - Stuttgart - Ulm - Friedrichshafen - (Linau/Landeck). Auf der Südbahn hielten sie ursprünglich nur in Ulm HBF, Biberrach/Riss, Aulendorf, Ravensburg und Friedrichshafen. Ihr Fahrplan passte ohne Probleme in die Fahrpläne des Nahverkehrs. Zwischen Ulm und Friedrichshafen wurden sie von 1992 bis zur Umstellung auf Steuerwagenbetrieb mit 215 030-032 bespannt, sofern bei allen drei der Heizdiesel funktionierte.
Vielleicht kommt ja Flixtrain auf den Geschmack und bietet Fernzüge auf der Südbahn an. Auch eine Comeback der Langläufe Friedrichshafen - Ulm - Crailsheim - Aschaffenburg - FranKfurt/M als Flixtrain wäre interessant. Außerdem gibt es keine direkten Fernzüge vom Bodensee nach Nürnberg.