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junglok13 schrieb:
Sehe ich auch so, vorallem war/ist der IC u.a. auch wegen der lahmen Beschleunigung und der vielen Zwischenhalte halt vielfach auch unatraktiv, langsamer als der RE oder IRE, aber trotzdem meist teurer im Preis. Eben wirklich nur für Touris interressant welche nicht auf die Uhr schauen.
Es kann als Ziel beim Fernverkehr eigentlich nur sein auf der Südbahn eben wesentlich schneller zu fahren, indem man Halte auslässt.
Hallo, naja...das muss man aber relativieren.

So "lahm" ist der IC 118/119 im Bereich Bodensee-Südbahn auch nicht. In Lindau gehts bsp. mit IC118 grad mal 3 Min. vor dem IRE-Takt los, bei Umstellung von 234 auf 218 und damit verbundenem Umlaufen der Loks in Friedrichshafen verlängerte man den Aufenthalt dort von 5 auf 15 Minuten, die durch Beschleunigung
wieder reingeholt werden.

In Ulm kommt der Zug aber auch wieder nur 3 Minuten nach dem stündlichen IRE Takt Lindau - Stuttgart an, die Zeiten sind also vergleichbar mit denen des IRE, auch bei der Ankunft in Stuttgart.
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Das IC-Paar zerschießt keinen IRE-Takt, denn es ersetzt ja quasi einen und läuft nahezu in dessen Lage.
Besser wäre natürlich ein durchgehend stündliches IRE-
Angebot und den IC zusätzlich.
Platz dafür sollte vorhanden sein, Problem könnte da eventüll der Abschnitt Lindau - Bregenz werden.

LG Torsten
MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Ob es so gut ist einen 8 h Zuglauf nochmal um 2 h zu verlängern sei auch mal dahingestellt. Fakt ist, dass Innsbruck eigentlich schon kein attraktives Ziel für den 119 und etwaige Nachfolger ist. Die perspektivische 4:30 h von Stuttgart sind heute mit Umstieg in München schon Realität. Wenn die 4:30 h über den Bodenseeraum möglich sind, dann sinkt die Fahrzeit über München aber auf 4 h. Weiteres Potential stickt in den Streckenausbauten Ulm - Augsburg und München - Wörgl, sowie im EC Sprinter der München - Innsbruck non stop fahren soll (Deutschlandtakt). Die Fahrzeit sollte also eher gegen 3:30 h streben und liegt dann eine Stunde unter der Bodenseeverbindung, dafür lohnt ein Umstieg.
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Meini92 schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
bahamas schrieb:
ChrisM schrieb:
die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.
Wird denn die Kurve Friedrichshafen überhaupt gleich mit elektrifiziert? Ansonsten wird es mit einer Direktverbindung Ulm - Lindau und Fernverkehr wohl so schnell nichts werden.
Abgesehen davon, dass es eine Direktverbindung bereits gibt (IC118/119) stelle ich die Frage: Warum sollte ein Fahrtrichtungswechsel hinderlich sein? Bei den ICE Hamburg-Stuttgart nimmt man das sogar gleich zwei Mal innert kurzer Zeit in Kauf. Die IC Stuttgart-Zürich werden so betrieben, ebenso sämtliche ICE Erfurt-Leipzig-Berlin, obwohl man diese auch bequem ohne Fahrtrichtungswechsel via Halle führen könnte.
Hallo,

Ein doppelter Richtungswechsel ist denke ich das Problem. Die ÖBB Garnituren haben ja kein Steuerwagen. Während in Stuttgart beim Richtungswechsel gleichzeitig die Lok getauscht wird, ist in Friedrichshafen das nicht der Fall. Die Lok muss umfahren werden, was Zeit in Anspruch nimmt. Wenn was anderes eingesetzt wird (IC+Steuerwagen oder Sandwich), entfällt das umfahren in Friedrichshafen. Das Zugpaar 118/119 stand aber bisher nie zur Diskussion, ob das abgeschafft werden soll...


Viele Grüße
Meini92
Wo steht, dass weitere Fenverkehrszüge unbedingt mit ÖBB-IC-Material gefahren werden müssen?

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 08:07.

Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: Packwagen

Datum: 15.09.20 08:55

MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Ob es so gut ist einen 8 h Zuglauf nochmal um 2 h zu verlängern sei auch mal dahingestellt. Fakt ist, dass Innsbruck eigentlich schon kein attraktives Ziel für den 119 und etwaige Nachfolger ist. Die perspektivische 4:30 h von Stuttgart sind heute mit Umstieg in München schon Realität. Wenn die 4:30 h über den Bodenseeraum möglich sind, dann sinkt die Fahrzeit über München aber auf 4 h. Weiteres Potential stickt in den Streckenausbauten Ulm - Augsburg und München - Wörgl, sowie im EC Sprinter der München - Innsbruck non stop fahren soll (Deutschlandtakt). Die Fahrzeit sollte also eher gegen 3:30 h streben und liegt dann eine Stunde unter der Bodenseeverbindung, dafür lohnt ein Umstieg.
Lieber MrEnglish,

völlig d‘accord zu Innsbruck.

Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.

Ansonsten ist es lächerlich, dass die Südbahn mit viel Geld nur für den Regionalverkehr ausgebaut wird. Letztlich wird das Land BW einen Quasi-FV selbst bezahlen. Solange FV und Regionalverkehr so getrennt sind, ist die Verlockung für die DB-Controller zu hoch, FV offensiv zu planen.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg
Murrtalbahner schrieb:
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.

Übrigens geht es von Innsbruck (und dem größten Teil Tirols) über München auch schneller auch Stuttgart (und darüber hinaus).

Muss es denn über den Arlberg gehen?

geschrieben von: ChrisM

Datum: 15.09.20 09:52

Nicht ganz überraschend bewegt sich die Diskussion darum, Züge die über den Arlberg kommen, über die Südbahn zu schicken. Wäre nicht auch ein südlicher Endpunkt in Chur denkbar? Im Alpenrheintal würden einige touristische Ziele erschlossen. Und dank NBS und elektrifizierter Südbahn dürfte die Fahrt nach Stuttgart auch nicht länger dauern als via Zürich und Gäubahn.
Tag Meini92 (und alle anderen),

mal gesponnen zum 118/119:

- der "Bodensee" fährt künftig um Lindau Hbf herum und macht dort keinen Lokwechsel mehr. Spart vielleicht 10 min.
- die Südbahn wird schneller. Spart vielleicht nochmal 5 min an Fahrzeit. Weitere zwei, drei Minuten bringt die Fahrt mit der E-Lok im Filstal.
- in Friedrichshafen ist kein Umlaufen der Loks mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Macht nochmal um die 10 min.
- in Stuttgart ist kein Lokwechsel mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Spart abermals 5 min beim Richtungswechsel.

Unter dem Strich kann der Zug mal eben rund 30 min schneller werden. Und selbst, wenn es kein Wendezug wird und in TF noch um den Zug herumgefahren werden muss, sind es roundabout 15 min weniger Fahrzeit. Nur: wenn dessen Lagen in Österreich (Arlberg) und Deutschland (insbes. im Rheintal) fest liegen - was macht man dann mit der zwischen Lindau und Stuttgart gewonnenen Fahrzeit?

Viele Grüße

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg
MrEnglish schrieb:
Was will denn ein Tiroler am Stuttgarter Flughafen? Von Innsbruck wären das ja noch immer 4:30 h, in exakt der halben Zeit ist man in München, an einem wesentlich größeren Flughafen. Natürlich muss man nach München umsteigen, aber bei dem Fahrzeitunterschied ist das auch kein Hindernis mehr. München wird übrigens perspektivisch nochmal 15 min schneller, nach Stuttgart wären die 4:30 realistisch betrachtet schon ziemlich das Ende der Fahnenstange.

Tirol ist nicht nur Innsbruck, auch Landeck und St. Anton liegen in Tirol, und dort sieht es dann eher so aus, Richtung München 2 mal umsteigen, nach Stuttgart kein mal oder nur einmal umsteigen bei gleicher bzw. kürzerer Fahrzeit.
Vielleicht hätte ich auch einfach Vorarlberg und die Arlbergregion sagen sollen, aber die Arlbergregion ist eben auch Tirol, Vorarlberg hört kurz nach Bludenz auf, danach beginnt Tirol. Von Innsbruck ist natürlich der Flughafen in München näher, wie auch der nächste ICE Bahnhof für eine Reise in den deutschen Norden und Westen, wie nach Berlin, Hamburg und Köln, für die Arlberger und Vorarlberger ist der nächste Fernbahnhof mit Zielrichtung Norden und Westen, eher Ulm und Stuttgart, dort wird der Anschluss an das deutsche Fernvekehrsnetz hergestellt.

Re: Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.09.20 10:12

Packwagen schrieb:
Lieber MrEnglish,

völlig d‘accord zu Innsbruck.

Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.

Ansonsten ist es lächerlich, dass die Südbahn mit viel Geld nur für den Regionalverkehr ausgebaut wird. Letztlich wird das Land BW einen Quasi-FV selbst bezahlen. Solange FV und Regionalverkehr so getrennt sind, ist die Verlockung für die DB-Controller zu hoch, FV offensiv zu planen.
Für die touristische Anbindung gebe ich dir Recht, da macht dieser Zug schon Sinn. Da ist die Fahrzeit auch nicht ganz so wichtig. Trotzdem wird er natürlich attraktiver wenn man durch wegfallenden Lokwechsel und bessere Beschleunigung Fahrzeit spart.
Vorarlberg geht noch immer bis zum Arlbergtunnel.
Der Zeuge Desiros schrieb:
Tag Meini92 (und alle anderen),

mal gesponnen zum 118/119:

- der "Bodensee" fährt künftig um Lindau Hbf herum und macht dort keinen Lokwechsel mehr. Spart vielleicht 10 min.
- die Südbahn wird schneller. Spart vielleicht nochmal 5 min an Fahrzeit. Weitere zwei, drei Minuten bringt die Fahrt mit der E-Lok im Filstal.
- in Friedrichshafen ist kein Umlaufen der Loks mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Macht nochmal um die 10 min.
- in Stuttgart ist kein Lokwechsel mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Spart abermals 5 min beim Richtungswechsel.

Unter dem Strich kann der Zug mal eben rund 30 min schneller werden. Und selbst, wenn es kein Wendezug wird und in TF noch um den Zug herumgefahren werden muss, sind es roundabout 15 min weniger Fahrzeit. Nur: wenn dessen Lagen in Österreich (Arlberg) und Deutschland (insbes. im Rheintal) fest liegen - was macht man dann mit der zwischen Lindau und Stuttgart gewonnenen Fahrzeit?

Viele Grüße

Heiko
Grob müsste es bei -30 Minuten aber auch für die Lage der Linie 30 ab Stuttgart reichen ... und der Park vom 2318/2319 steht aktuell auch eh tagsüber in Stuttgart rum.
MrEnglish schrieb:
Murrtalbahner schrieb:
Wusste gar nicht, dass der IC oder zukünftige Züge non-stop von Innsbruck nach Stuttgart Flughafen durchfahren und diese(r) dort endet/enden?!
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.

Übrigens geht es von Innsbruck (und dem größten Teil Tirols) über München auch schneller auch Stuttgart (und darüber hinaus).
Telfs, Ötztal, Imst, Landeck, St. Anton, Langen, Bludenz, Feldkirch, Dornbirn und Bregenz auf österreichischer Seite, sowie Lindau, Friedrichshafen, Ravensburg, Aulendorf, Biberach, Ulm und Göppingen auf deutscher Seite hast du vergessen. Zudem gibt es auf vielen Unterwegshalten Anschlusszüge, ebenso wie an den Endpunkten. Der 118 ist ebe auch für Fahrgäste Aalen-Schruns interessant.

Dieses eindimensionale Denken hilft nicht weiter und blockiert nur. Eisenbahn ist ein System, nicht nur Punkt zu Punkt. Sehr gut zu sehen auch bei der Diskussion um den ICE-Halt in Heilbronn, wo "Heilbronn ja nicht einen ganzen ICE füllen kann". Muss es auch nicht, die Würzburger Fahrgäste freuen sich derzeit auch über eine Direktverbindung in die Hauptstadt, die sie sonst nicht haben.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 15.09.20 10:28

MrEnglish schrieb:
Trotzdem wird er natürlich attraktiver wenn man durch wegfallenden Lokwechsel und bessere Beschleunigung Fahrzeit spart.
Defintiv, auch von der Kostenseite her. Deswegen könnte man auch RJ-Garnituren nutzen, oder ICE-T oder die neuen ECE.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
ec paganini schrieb:
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Also dass wäre mir neu? Er hält seit Jahren nun mehr auch in Meckenbeuren und Aulendorf, selbst teilweise in Laupheim. Einzig die Halte welcher er auslässt sind Bad Schussenried und Erbach. Daher wirklich Halte lässt er nicht mehr aus. Früher vor nen Jahrzehnt war diesmal so.
Aber doch heutzutage nicht mehr, wie ja schon angesprochen fährt er im Prinzip die selben Halte des IREs ab, er soll den IRE ja im Grunde ersetzen, nur eben mit mehr Wagen, daher schwerer und deshalb schlechterer Beschleunigung, deshalb langsamer, mehr Fahrzeit. 3 min sind natürlich nicht viel, aber dennoch für viele Reisenden aus der Region Oberschwaben und Bodensee dennoch unattraktiv, weil die normalen Nahverkehrstickets dort ja nicht gelten. Wir leben hier im Grunde ja bei den Schwaben, geiz ist geil, man kann einem Schwaben nicht erklären wieso er für die selbe Beförderung mit längerer Fahrzeit und eben teils auch schlechteren, älteren Wagenmaterial mehr bezahlen soll, dass schafft man nicht, es fehlt der Mehrwert in den Zügen um dies zu rechtfertigen, die Preisleistung stimmt halt nicht. Wäre der Zug statt 3 min langsamer, 15 min schneller sähe die Lage anders aus, dann wäre vermutlich für den ein oder anderen Fahrgast der Fahrzeitgewinn, ausschlaggebend für die Beförderungsleistung auch mehr zu bezahlen.
Was auf der Südbahn Zeit kostet, sind die Halte, denn dadurch muss man bremsen und wieder beschleunigen was extrem viel Zeit kostet, dass man auch bei Nichthalt langsam fahren muss, unter 120 km/h, in den Bahnhöfen gibt es auf der Südbahn seit nem Jahrzehnt nicht mehr, die Bahnhöfe wurden diesbzgl. alle schon optimiert für schnelles durchfahren, auch auf der Strecke am See, nach Lindau, bei allen Bahnhöfen kann man fast mit vollen Tempo durchrauschen, deshalb kostet etwa jeder Bahnhalt 2-4 min Zeit, je nach Zugkonfiguration und Fahrgastwechsel. Ein Zug ohne Zwischenhalt, Nonstop kann ab 2022 Ulm - Friedrichshafen problemlos in knapp 45 min fahren, Friedrichshafen - Lindau Reutin nonstop in knapp 15 min.
Wobei wie gesagt Ravenburg als Hauptort des Siedlungbandes mittleren Schussentals (die zusammengebauten Städte und Gemeinden Ravensburg, Weingarten, Berg, Baindt und Niederbiegen) mit knapp 100.000 Einwohnern doch eine Hausmarke sind, wo man Zwischenhalten sollte, ebenso im Grunde auch in Biberach welches zwar nur gute 30.000 Einwohner hat, aber eben sich dort sehr viele internationale Firmen niedergelassen haben: Liebherr, Handtman, BöhringerIngelheim und Co.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 10:59.
MrEnglish schrieb:
Es ging um die Bedeutung des Stuttgarter Flughafens für die Tiroler. Und entschuldige bitte, dass ich die Metropole St Anton nicht berücksichtigt habe für die es dann tatsächlich schneller nach Stuttgart als nach München ginge.
Kommt man aus Tirol eigentlich auch irgendwie zum Flughafen Zürich? Und von dort weiter?
junglok13 schrieb:
ec paganini schrieb:
Man macht es ja genau so, dass der IC nicht überall hält, wo die IRE halten.

Also dass wäre mir neu? Er hält seit Jahren nun mehr auch in Meckenbeuren und Aulendorf, selbst teilweise in Laupheim.
Hallo,

tut mir leid, wenn ich das jetzt so schreibe: Das ist ausgemachter Quatsch! (Tschuldigung)

Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Auch zu Herrn Strasser, der ja in der Zeitung groß tönte, dass bis 2022 ICEs in Ravensburg und Friedrichshafen halten sollen, sage ich vorsichtig mal: Er ist ein Träumerle...

ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Man beachte auch, dass die DB gerade der Stadt Heilbronn, die mehr Einwohner als Ravensburg und Friedrichshafen zusammen hat, einem ICE-Halt eine Abfuhr erteilt hat.

Ich will auch niemanden seine Illusionen nehmen aber laut dem aktuellen Entwurf des Deutschlandtakts wird die Südbahn in Zukunft gar keinen Fernverkehr mehr sehen. Es wird alles ein bisschen geändert:
- Stündlicher IRE Würzburg-Heilbronn-Stuttgart-SFS-Ulm-Friedrichhafen Hafen
- Stündlicher IRE Bad Cannstatt-Stuttgart-Filstal-Ulm-Friedrichshafen Stadt (um 30 min zum anderen IRE versetzt)
- Stündliche RB Ulm-Friedrichshafen-Lindau
- Stündlicher IRE Basel-Bregenz

Entwurf Fernverkehr:
[assets.ctfassets.net]

Entwurf Nahverkehr:
[assets.ctfassets.net]


Grüße,

diezge



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 12:37.

Re: Muss es denn über den Arlberg gehen?

geschrieben von: junglok13

Datum: 15.09.20 11:32

ChrisM schrieb:
Nicht ganz überraschend bewegt sich die Diskussion darum, Züge die über den Arlberg kommen, über die Südbahn zu schicken. Wäre nicht auch ein südlicher Endpunkt in Chur denkbar? Im Alpenrheintal würden einige touristische Ziele erschlossen. Und dank NBS und elektrifizierter Südbahn dürfte die Fahrt nach Stuttgart auch nicht länger dauern als via Zürich und Gäubahn.
Ich glaube das Problem dahinter es wären 3 Länder daran beteiligt, und dass übersteigt meine Vorstellung dass dies funktionieren könnte, sieht man ja auch an den EC Zügen: München - Zürich über Bregenz, wie schön die Abstimmung aktuell passt, ich sag dazu nur ab Dez. 30 min bummeln zwischen St Margrethen und St. Gallen. 2 Länder sind schon ein Kampf, aber 3 beteiligte Länder meist einfach ein Nogo, dazu sind die Interressen dann vielfach einfach zu unterschiedlich als dass man die unter einem Hut bekommen wurde. Zumal die Auslastung St. Margrethen - Chur doch auch nicht so ohne ist, als dass man da problemlos zusätzlichen Zug unterbringen könnte.
Zumal die traditionellen Reisendenströme dann doch eher nicht unbedingt nach Chur gehen aus Deutschland, sondern eher ins Tessin, Lago Maggiore, welches dann doch eher ein beliebtes deutsches Reiseziel seit der 60ziger Jahre ist.

Es wären auch in Deutschland mehrere Verbindungen als Fernverkehr denkbar, wie etwa Friedrichhafen - Ravensburg - Ulm - Augsburg - Donauwörth - Nürnberg - Saaletal - Leipzip - Berlin - Rostock. Oder Frankfurt - Darmstadt - Bergstraße - Heidelberg - NBS - Stuttgart - S-Flughafen - NBS - Ulm - Ravensburg - Friedrichshafen - Lindau - Bregenz, wobei diese Linie BaWü ja kaum verlassen würde.
Nur den Glauben daran habe ich mittlerweile schon lange verloren.
diezge schrieb:
Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.

Ziemlich schräge Argumentation (sorry)

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 15.09.20 11:39

"man kann einem Schwaben nicht erklären wieso er für die selbe Beförderung mit längerer Fahrzeit und eben teils auch schlechteren, älteren Wagenmaterial mehr bezahlen soll, dass schafft man nicht, es fehlt der Mehrwert in den Zügen um dies zu rechtfertigen, die Preisleistung stimmt halt nicht. Wäre der Zug statt 3 min langsamer, 15 min schneller sähe die Lage anders aus, dann wäre vermutlich für den ein oder anderen Fahrgast der Fahrzeitgewinn, ausschlaggebend für die Beförderungsleistung auch mehr zu bezahlen."

Mit Verlaub: das ist ziemlicher... naja, lassen wir das.

Mal abgesehen davon, dass ich einen "älteren" ÖBB-(Abteil-)Wagen jedem eng bestuhlten Dosto vorziehe:
Beim "Bodensee" handelt es sich um einen langlaufenden, internationalen Intercity. Er dient nicht in erster Linie dazu, den Vorortverkehr zwischen Laupheim und Schussenried oder meinetwegen auch zwischen Aulendorf und Friedrichshafen zu befriedigen. Der Zug dient dazu, Menschen aus Köln an den Bodensee oder von Stuttgart an den Arlberg oder nach Innsbruck zu bringen. Umsteigefrei! Attraktiv für Urlauber, Touristen, Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern. Oder meinetwegen auch für Oma Schmitt, die die beruhigende Wirkung eines reservierten Sitzplatzes zu schätzen weiß.

Dem Skifahrer von Düsseldorf nach Dornbirn oder dem Bergwanderer von Bochum nach Bregenz ist es piepegal, ob der Zug nun 3 min länger unterwegs ist. Außerdem wird es kaum Menschen geben, die von Mannheim nach Meckenbeuren wollen - also wird da durchgefahren (und auch nur deshalb konnte der Zug einen weiteren Sitzwagen erhalten).

Der Wert des Intercitys liegt in der Umsteigefreiheit. Damit bedient er seine Zielgruppe, und das offenbar recht erfolgreich. Preis und Leistung stimmen also für diese Klientel. Der Fahrgast von Ulm nach Biberach spielt da überhaupt keine Rolle, das sind bestenfalls Mitnahmeeffekte (im wörtlichen Sinne).

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 11:42.
Zumindest Bregenz und Lindau haben ja eine gute Anbindung an den Flughafen München, ansonsten fahren ja aktuell einige Railjets (mein letzter Stand war 5) von Bregenz auch nach Zürich. Selbst wenn die nicht am Flughafen halten, ist der Transfer in Zürich zum Flughafen unproblematisch.

So sehe zumindest von österreichischer und bayrischer Siete keinen Vorteil einer Anbindung an der Flughaen Stuttgart. Und für die Anbindung des Flughafens Stuttgart von Orten in BW entlang der Südbahn ist nicht der Fernverkehr zuständig, dafür gibt es RE/IRE IMHO.
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