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MartinKBS751 schrieb:
diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Die ICs auf der Südbahn halten weder in Meckenbeuren, noch in Laupheim. In Aulendorf schon und das ist auch gut so, weil hier die Anschlusszüge warten.

Also die letzte paar mal als ich beim Einkaufen in Meckebeuren waren, haben zumindest die Züge Richtung Östereich definitiv in Meckenbeuren gehalten, der Zug ist gestanden und Leute sind ein und ausgestiegen. Sorry ich habe mir dies nicht eingebildet, dass war definitiv so.
Ich habe inzwischen das Gefühl du sprichst rein aus der Theorie heraus. Ich dagegen sehe es mehr aus der Praxis heraus an und in der Praxis in der Realität hielten die Züge in Meckenbeuren, ebenso in den letzten Jahren auch ab und zu in Laupheim. Ob die Halte außerplanmässig waren, weiß ich nicht, juckt mich auch nicht, aber sie hielten eben.
Oh man junglok,

muss man Dir jetzt den Bahnverkehr erklären? Weil Du beim Einkaufen grad mal den IC in Meckenbeuren halten gesehen hast, ist das plötzlich ein Planhalt? Schon mal daran gedacht, dass der vorherige Zug ausgefallen sein könnte und der IC die gestrandeten Fahrgäste aufgesammelt hat? Das ist gängige Praxis. Oder bist Du täglich immer zur gleichen Zeit beim Einkaufen? Oder fährst sogar mit dem IC zum Einkaufen?

Tut mir leid wenn ich etwas gereizt rüberkomme, aber Du überschüttest das Forum die ganze Zeit mit Spekulationen für die Du keinerlei Fakten liefern kannst. Das ginge auch gar nicht, denn die sind so weit hergeholt, dass es gerade schon weh tut. ---> Bitte nicht böse sein.


Grüße,

diezge
Junglok hat keine Halluzinationen,
118/119 haben bis vor ca 4-5 Jahren (genau weiss ich es leider nicht) in Meckenbeuren gehalten, hätte auch noch irgendwo Reiseplaner mit denen das belgabar wäre. Der Halt wurde damals zugunsten einer Fahrplanstabilisierung und fehlender Nachfrage aufgegeben. Zu der Zeit hatte war eine 218 Doppeltraktion eher die Ausnahme als die Regel und Verspätungen an der Tagesordnung. Auch gab es früher einen Halt in Geislingen, der aufgebeben wurde als mit 218 von/bis Stuttgart gefahren wurde
Hallo,

darum geht es auch nicht. Er hat behauptet, dass Meckenbeuren aktuell IC-Halt ist und nicht vor vier bis fünf Jahren.


Grüße,

diezge
diezge schrieb:
darum geht es auch nicht. Er hat behauptet, dass Meckenbeuren aktuell IC-Halt ist und nicht vor vier bis fünf Jahren.
Dann kann man ihn auch höflich darauf hinweisen dass dies nicht mehr so ist, und braucht es nicht gleich als "quatsch" bezeichnen.
ec paganini schrieb:
Das IC-Paar zerschießt keinen IRE-Takt, denn es ersetzt ja quasi einen und läuft nahezu in dessen Lage.

In einer Region, wo sich der Fernverkehr komplett zurückgezogen hat außer einem Alibizugpaar, wäre das noch nicht schlimm, aber die desaströse Fahrkartenpolitik von anno dunnemal macht genau diesen Zug unbenutzbar.
-Man muss wissen, wann die Fahrplanlücke ist, weil man ein anderes Ticket braucht
-Erklär mal einem Oberschwaben, warum er 10,60 € aus Spaß mehr zahlen soll beispielsweise von Stuttgart nach Ravensburg gänzlich ohne Zusatznutzen. Und wenn es ein Romanshorner dennoch bezahlen würde, geht es ja nicht den Aufpreis zu bezahlen, man muss eine neue Fahrkarte kaufen, das macht der auch nicht und schimpft höchstens über die Unverschämtheit der Tytschen.
-In 80% der Fälle hat der FV ohnehin keine Lust zu fahren, weil wieder mal irgendwo eine Baustelle ist, oder der Zug ist einfach verspätet und macht irgendwo eine Mehdornwende.

Sprich, der Fernverkehr ist ein völlig unzuverlässiger Betrieb, der ohnehin keine Fahrkarten rausrückt.
Fazit => Unbenutzbar vor Ort => de facto schlicht eine Fahrplanlücke.

Also erzähl nicht, es würde doch ein Zug fahren. Vor der Schwarzwaldbahn noch hinlänglich bekannt, wie die Auswirkung ist. Lange Jahre genug büßen dürfen. Stefan Mappus und Tanja Gönner hatten sich als Zuständige VMs einen @#$%&dreck um die Fläche gekümmert und nur noch größere Lücken in die Fahrpläne gerissen. Erst der jetzige VM hatte wohl überhaupt den Überblick und den Willen, die Region zu berücksichtigen.

Und wenn FV sich überhaupt ein klein wenig um die Regionen kümmern wollte, dann könnte der FV sich ja bei der Ticketanerkennung sich bewegen. Die Gäubahn zeigt ja, dass das Konzept tragfähig ist, wenn auch FV viel zu teuer produziert. Und ein Blick über die Grenze zeigt, dass Nah- und Fernverkehr durchaus prosperiernd koexistieren könnten. Wenn auch dort leider zu ICE-Preisniveau.
ChrisM schrieb:
Hallo zusammen,


die Bundestags-FDP hatte von der Bundesregierung wissen wollen, wie es mit dem Fernverkehr nach der Elektrifizierung der württembergischen Südbahn weitergeht. Die Antworten fallen denkbar dünn aus.

[dipbt.bundestag.de]
FÜr mich ist das im Grunde mal wieder der billige Versuch von Provinzpolitikern sich auf Kosten der DB zu profilieren. Der eloquente Herr Strasser hat mind zwei Wahlkämpfe mit dem Thema "ICE für Oberschwaben" geführt und das einzige was er zu dem Thema unternommen hat ist diese kleine Anfrage? Irgendwie schon lächerlich wenig. Auf seiner Facebook-Seite argumentiert er u.a. damit, daß es ICES an die Nord- bzw Ostssee gäbe (u.a. die bekannten Corona-ICEs) also müsse auch ein ICE für Oberschwaben drin sein. Arg dümmer geht es eigentlich nicht.

Natürlich würde ich auch gern mehr Fernverkehr auf der Südbahn sehen, aber ob man in Lindau oder Friedrichshafen beginnende FV-Züge ganzjährig wirtschaftlich betreiben kann möchte ich bezweifeln. Die bekannten IC 118/119 schaffen das, da sie im Sommer Bodenseetouristen bringen und im Winter Skitouristen für Vorarlberg und Tirol also die Kombination zweier Urlaubsgebiete. Vielleicht gelänge so ein Kombipaket auch mit Graubünden. Ein ETR 610 als ECE Chur-Lindau-Ulm-Stuttgart-Hamburg hätte auch einen gewissen Reitz und Nutzen für die Bodenseeregion. (vor längerem hatte ich mal die Fahrzeiten von Chur nach Mannheim via Basel bzw Lindau verglichen und für Lindau nur einen geringen Nachteil ermittelt welcher mit der NBS Ulm Wendlingen überkompensiert würde, daher der Gedanke).


Viele Grüsse
Martin

Umsteigefreiheit?

geschrieben von: bollisee

Datum: 15.09.20 15:15

Der Zeuge Desiros schrieb:
"man kann einem Schwaben nicht erklären wieso er für die selbe Beförderung mit längerer Fahrzeit und eben teils auch schlechteren, älteren Wagenmaterial mehr bezahlen soll, dass schafft man nicht, es fehlt der Mehrwert in den Zügen um dies zu rechtfertigen, die Preisleistung stimmt halt nicht. Wäre der Zug statt 3 min langsamer, 15 min schneller sähe die Lage anders aus, dann wäre vermutlich für den ein oder anderen Fahrgast der Fahrzeitgewinn, ausschlaggebend für die Beförderungsleistung auch mehr zu bezahlen."

Mit Verlaub: das ist ziemlicher... naja, lassen wir das.

Mal abgesehen davon, dass ich einen "älteren" ÖBB-(Abteil-)Wagen jedem eng bestuhlten Dosto vorziehe:
Beim "Bodensee" handelt es sich um einen langlaufenden, internationalen Intercity. Er dient nicht in erster Linie dazu, den Vorortverkehr zwischen Laupheim und Schussenried oder meinetwegen auch zwischen Aulendorf und Friedrichshafen zu befriedigen. Der Zug dient dazu, Menschen aus Köln an den Bodensee oder von Stuttgart an den Arlberg oder nach Innsbruck zu bringen. Umsteigefrei! Attraktiv für Urlauber, Touristen, Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern. Oder meinetwegen auch für Oma Schmitt, die die beruhigende Wirkung eines reservierten Sitzplatzes zu schätzen weiß.

Dem Skifahrer von Düsseldorf nach Dornbirn oder dem Bergwanderer von Bochum nach Bregenz ist es piepegal, ob der Zug nun 3 min länger unterwegs ist. Außerdem wird es kaum Menschen geben, die von Mannheim nach Meckenbeuren wollen - also wird da durchgefahren (und auch nur deshalb konnte der Zug einen weiteren Sitzwagen erhalten).

Der Wert des Intercitys liegt in der Umsteigefreiheit. Damit bedient er seine Zielgruppe, und das offenbar recht erfolgreich. Preis und Leistung stimmen also für diese Klientel. Der Fahrgast von Ulm nach Biberach spielt da überhaupt keine Rolle, das sind bestenfalls Mitnahmeeffekte (im wörtlichen Sinne).
Umsteigefreiheit? Nein Heiko, das hat man uns Reisenden in einem schmerzhaften Prozess abgewöhnt. Wir Reisende haben seit der faktischen Kastration des Fernverkehrs auf ICx-Produkte gelernt, damit umzugehen. Wo ist mein Kurswagen nach Stuttgart oder nach Paris, wo man in den echten Nachtzug nach Lissabon umsteigt, und wo kann ich heute in Ventimiglia mein Fahrrad verladen und damit zurück nach Singen. Und wie komme ich heute von Radolfzell nach München?

Sorry, aber der Zug mit dem Luxus Umsteigefreiheit, den gibt es nicht mehr. Den Zahn hat man uns Reisenden außerhalb des ICx-Skelettnetzes gezogen. Die Zahnlücke hinterlässt immer noch Phantomschmerz, aber die Zeit ist definitiv seit Jahrzehnten vorbei. Für den FV ist ohnehin Deutschland nur einigen priveligierten Großstädtern vorbehalten. Der Rest wird nicht einmal bemitleidet...

Ich bin für den Nightjet

geschrieben von: VT

Datum: 15.09.20 19:47

Naja ich fände es zum Beispiel praktisch den Bregenzer Nightjet bis Stuttgart zurückzuverlängern. Ob der jetzt über den Arlberg fährt oder sonst wie ist ja eigentlich egal.

Auf den diversen PM war eine Fahrzeit von Lindau nach Stuttgart von 2:15 vorgesehen.
Der NJ fährt um 21.40 in Bregenz los. Da erscheint mir eine Abfahrt so um 19 Uhr in Stuttgart realistisch. Um die Zeit kommt man auch nicht als Tagesrandverbindung nach Wien. Späteste realistische Abfahrt ist da recht früh um fünf. Bei der Abfahrt um 17.14 aber einer Ankunft um halb eins muss die Not schon sehr groß sein um kein Hotel zu nehmen. 19 Uhr im Schlafwagen ist dagegen vergleichsweise recht attraktiv.
Hallo bollisee,
ich habe nur den status quo geschildert,
völlig ohne die Aussage, ob ich das nun gut oder
schlecht finde ;-)

LG Torsten
MrEnglish schrieb:
diezge schrieb:
ICEs können auf keinem Halt auf der Südbahn auf Grund der fehlenden Bahnsteiglängen halten. Beim IC118/119 (mit acht Wagen) werden auf der Südbahn die letzten Türen durch den Zugbegleiter gesperrt und in Friedrichshafen muss der Lokführer eine Punktlandung auf Gleis 1 hinlegen, damit die Loks nach dem Umfahren nicht vor dem Ausfahrsignal stehen. Wenn er das schafft, dass die Bahnsteiglängen in Ravensburg und Friedrichshafen in zwei Jahren dementsprechend verlängert werden, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Dir ist bekannt, dass die DB über ICE-T mit 7 und sogar mit nur 5 Wagen verfügt?
Und jetzt? Bringt genau was? Rollmaterial 250 km/h. Heißt ICE3 oder 4(kurz). Wobei eine Option wäre es doch einen ICE3 als Einzelnes Zugpaar via SFS nach Lindau zu schicken.. Ankunft abends so gegen 22 Uhr Abfahrt morgens gegen 5:30.. so ne Verstärker-Leistung bis Frankfurt/Main..

Zum 118/119 kann ich mir eine Bespannung wie beim 112 vorstellen sprich Sandwich Taurus.


bollisee schrieb:
Umsteigefreiheit? Nein Heiko, das hat man uns Reisenden in einem schmerzhaften Prozess abgewöhnt. Wir Reisende haben seit der faktischen Kastration des Fernverkehrs auf ICx-Produkte gelernt, damit umzugehen. Wo ist mein Kurswagen nach Stuttgart oder nach Paris, wo man in den echten Nachtzug nach Lissabon umsteigt, und wo kann ich heute in Ventimiglia mein Fahrrad verladen und damit zurück nach Singen. Und wie komme ich heute von Radolfzell nach München?

Sorry, aber der Zug mit dem Luxus Umsteigefreiheit, den gibt es nicht mehr. Den Zahn hat man uns Reisenden außerhalb des ICx-Skelettnetzes gezogen. Die Zahnlücke hinterlässt immer noch Phantomschmerz, aber die Zeit ist definitiv seit Jahrzehnten vorbei. Für den FV ist ohnehin Deutschland nur einigen priveligierten Großstädtern vorbehalten. Der Rest wird nicht einmal bemitleidet...
Mit dem Auto B33 - A98 - B31 - A96 oder (ist gleich schnell..) B33 - A81 - A8 (mir persönlich lieber als mit 30 durch Hagnau zu fahren und auf der Häfler-Seeseite ist eh alles vollgeklotzt mit Starrenkästen..)

Allgemein ist der Fernverkehr eher unbrauchbar geworden. Der tägliche Langlauf-IC im Schwarzwald war eigentlich immer gut geeignet wenn man Umstiegs frei reisen wollte. aber das wird ja durch schlanke Anschlüsse mit dem Deutschlandtakt eher noch unwahrscheinlicher.. wobei den 2004/5/6 täglich zu fahren wäre schon sehr gut. Konstanz - Mannheim fährt sich leider nicht so einfach wie man es meinen könnte..

Eine weitere Option wäre es den NJ aus Bregenz (Ziel Wien) via Lindau-Reutin nach Friedrichshafen zu verlängern. Das wäre das mindeste.. bis Stuttgart wäre sogar genial (oder Alternativ nach Basel via Hochrhein?)

Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Wo steht eas von 250 km/h? Die Behauptung war, dass die Strecke nicht mit ICE befahren werden kann, weil die Bahnsteige zu kurz sind. Das stimmt eben nicht. Ich könnte mir gut ICE-T auf der Linie vorstellen, aber die Höchstgeschwindigkeit bringt natürlich nur zwischen Rollenberg und Kornwestheim sowie zwischen Flughafen Stuttgart und Ulm was, aber die ICE-T werden ja gerne mal auf Linien eingesetzt auf denen sie ihre Höchstgeschwindigkeit nur wenig ausfahren können. Man denke nur früher an die Linie von Frankfurt/ Wiesbaden nach Leipzig/ Dresden oder die alte Linie München - Berlin durch das Saaletal. Auch die Wien ICE kommen erst ab Wels auf Touren.

Railjets kann ich mir übrigens nicht wirklich vorstellen, die ÖBB schwimmen nicht gerade in Railjets und es gibt schon mehr als genug Pläne die noch mehr in Österreich einzusetzen.

Re: Südbahn: Nicht-Antwort zur Frage nach Fernverkehr

geschrieben von: ThomasR

Datum: 16.09.20 06:07

diezge schrieb:
bahamas schrieb:
Die Trasse ist da. Die wichtigste Stadt in der Gegend ist Lindau, jedenfalls aus bayerischer Sicht - und die ist im Verkehrsministerium maßgeblich.
Das ist beides Quatsch! Sorry. Lindau mit seinen 25000 Einwohner als wichtigste Stadt der Gegend... Da sag ich jetzt mal besser nichts dazu.


Grüße,

diezge
Er hat zwar von der bayrischen Sicht gesprochen, die in Berlin maßgeblich sei, aber trotzdem ist Lindau nur wegen seiner Grenzlage interessant und Haltepunkt und nur wegen des gutes Willens der Franzosen überhaupt noch in Bayern. Andere Zipfel wurden mit den Besatzungszonen damals bereinigt. Lindau war französische Zone.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 06:08.
Der Zeuge Desiros schrieb:
mal gesponnen zum 118/119:

- der "Bodensee" fährt künftig um Lindau Hbf herum und macht dort keinen Lokwechsel mehr. Spart vielleicht 10 min.
- die Südbahn wird schneller. Spart vielleicht nochmal 5 min an Fahrzeit. Weitere zwei, drei Minuten bringt die Fahrt mit der E-Lok im Filstal.
- in Friedrichshafen ist kein Umlaufen der Loks mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Macht nochmal um die 10 min.
- in Stuttgart ist kein Lokwechsel mehr erforderlich, wenn bei einem Wendezug die E-Lok durchläuft. Spart abermals 5 min beim Richtungswechsel.

Unter dem Strich kann der Zug mal eben rund 30 min schneller werden. Und selbst, wenn es kein Wendezug wird und in TF noch um den Zug herumgefahren werden muss, sind es roundabout 15 min weniger Fahrzeit. Nur: wenn dessen Lagen in Österreich (Arlberg) und Deutschland (insbes. im Rheintal) fest liegen - was macht man dann mit der zwischen Lindau und Stuttgart gewonnenen Fahrzeit?
Aber nicht vergessen, der RE kann ja auch schneller werden, damit verschiebt sich auch der "Referenz"-Takt, indem der IC heute mehr schlecht als recht mitschwimmt.
Ich schaue mir jetzt nur mal die Einsparungen direkt durch E-Lok+Steuerwagen an, eventuell bummeltn der Zug heute andernorts noch viel mehr, was sich aber heute schon einsparen liesse.
-10 min in Lindau dürfte zu hoch angesetzt sein, direkt via Reutin dürften nur 7-8 min Eisnparung drinnenliegen.
-Friedrichshafen ist heute sehr umständlich wegen dem Umfahren, da kann man wirklich viel sparen (Steuerwagennutzung geht heute nicht wegen 2x 218 und der eingeschränkten Vielfachsteuerfähigkeit, 1x 218 könnte zwar mit Steuerwagen fahren, ist aber noch lahmer auf der Strecke). Mit passenden Loks/Steuerwagen könnte er dort heute schon kräftig Zeit sparen.
-In Stuttgart lässt sich wohl nicht sehr viel sparen. Ein Lokwechsel beim Kopfmachen geht in 5 oder 6 min wenn die neue Lok einigermassen passen warten kann. Wenden beim Steuerwagen braucht auch 3-4 min (und bei ICE-Teils heute mehr...).

Die Frage bleibt dann vor allem, findet sich eine vernünftige Trasse nördlich Stuttgart/südlich Lindau um die Zeit nutzen zu können?
Und wie sieht es mit Anschlüssen z.B. in Ulm aus? Lieber dort guter Anschluss an die schnellen ICE nach ganz Deutschland als ein paar Minuten schneller auf den wenigen Relationen, wo zufällig der lahme IC hinfährt.

Aber eines dürfte auf jeden Fall passieren, der IC fliegt endgültig aus der "Takt"-Trasse. Für viele Fahrgäste ist er schon heute eine Taktlücke und ein Ärgernis (auch mir hat der IC schon Ärger in der Fahrtplanung gemacht). Wenn dann die Taktlücke durch eine IRE geschlossen würde, weil der IC weit genug wegverschoben ist, wäre das toll. Ist nur die Frage, ob das so schnell passiert.

Im Schwarzwald war das ja auch genauso ein Problem, da lief der letzte IC auch im Takt der IRE mit und war deswegen ein Ärgernis für viele Reisende. Schon tariflich war er für viele Reisende eine Taktlücke, aber auch real war der IC ein Taktproblem. Der IC war langsamer als der IRE, obwohl er einzelne IRE-Halte ausliess (Taktlücke für Reisende ab dort) war der träge IC immer noch langsamer und verpasste wegen der längeren Fahrzeit Anschlüsse (Taktlücke für Umsteigereisende).
Noch schlimmer allerdings, als DB-Fernverkehr den Zug in eine andere Lage verschob und es jahrelang eine komplette Taktlücke um diese Zeit gab, bis BaWü endlich mal genug Geld zusammengekratzt hatte, um die nun echte Taktlücke mitten am Tag zu schliessen.

Auf der Südbahn ja ein ähnliches "Trauerspiel", ich habe mal den Fahrplan von 2018 genommen, bevor die Elektrifizierung vielleicht zuviel verschoben hat.
In Ulm startet der IC 2 min vorm IRE-Takt (kann bei Anschlüssen problematisch sein, mögliche Taktlücke...)
Er lässt dann drei Halte aus (Taktlücke dort) und ist vier Minuten vorm IRE in Friedrichshafen. 3 gestrichene Halte haben ihm also nur 2 min gebracht...
Dann längerer Aufenthalt wegen Umfahren, nach Lindau nochmal 2 Halte gestrichen (=Taktlücke dort) um wieder aufzuholen.

Gruss
Florian
Bei"Tante WIKI"zur SÜDBAHN gefunden:

Wikipedia

"...Ein Ausbau soll das Potenzial für den Güterverkehr erschließen
und eventuell auch wieder mehr Fernzüge auf die Strecke bringen..."

"...Es wird angenommen, dass sich der Güterverkehr bis 2030
mehr als verdoppeln wird..."


In diesem Beitrag geht es vorwiegend um den Fernverkehr,ich weiß.
Man sieht bei der Vorbeifahrt am Güterbahnhof TF desöfteren
Ganzzüge (Kessel,Fals etc.)stehen.
Wie viele Planzüge verkehren dort zur Zeit?
Welche Größenordnung wäre"mehr als verdoppeln?
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?

LG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 10:32.

Umfahren in Friedrichshafen?

geschrieben von: Jörn

Datum: 16.09.20 11:04

Ich verstehe nicht, warum hier auch für die Zukunft weiterhin vorausgesetzt wird, dass in Friedrichshafen umfahren werden muss.

Da die Züge ja in Lindau nicht mehr den Kopfbahnhof anfahren, so könnte doch die ÖBB-Lok bis Friedrichshafen am Zug bleiben. Dort wird sowieso Kopf gemacht, also könnte doch eine 101 oder was auch immer sich flott ans andere Ende setzen und weiter geht's. Natürlich kostet der Lokwechsel im Vergleich zum Steuerwagenbetrieb auch etwas Zeit, aber schneller als Umfahren geht es alle Mal.

Gruß
Jörn.

Hey, Farmer,
tu das Gift weg.
Gib mir Flecken auf Äpfeln,
aber lass mir die Vögel und die Bienen.
(Joni Mitchell, aus „Big Yellow Taxi“, 1970)


Güterzüge

geschrieben von: junglok13

Datum: 16.09.20 11:51

schwarzwaldbahn schrieb:
Welche Größenordnung wäre"mehr als verdoppeln?
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?
Das sind halt alles Prognossen, ob sie dann in Wirklichkeit so ein treffen sind immer 2 paar Dinge. Es ist halt immer ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Hauptsächlich soll der Mehrverkehr durch Züge von Deutschland nach Italien kommen, die Südbahn gilt auch als Zulaufstrecke für die NEATs der Schweiz, wobei da dann entweder eben über Schaffhausen oder St. Margrethen weiter gefahren werden muss. Aber da die sonstigen Alternativen jetzt die elektrifizierte Allgäustrecke über Memmingen wie auch die Gäubahn nur eingleisig ist, während die Südbahn zweigleisig ist, hat man hier viel mehr Trassen zur Verfügung.
Dazu noch ein bißchen mehr Güterzüge nach Wolfurt, hier soll ja ebenfalls ausgebaut werden.
Auch soll die Gürtelbahn Friedrichshafen - Radoflszell im Zuge der Elektrifizierung ja auch mehr 2gleisigkeit bekommen u.a. auch für Güterzüge geeignet. Einzig wo es etwas holprig bzgl. Trassen werden könnte, ist Lindau - Friedrichshafen, da dort der mehr 2gleisige Ausbau, wie auch der Wiederaufbau der Güterumgehung Friedrichshafen leider dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, aus Geldmangel des Bundes. Jedoch die Kurve könnte schon sein, dass die in diesem Jahrzehnt doch noch gebaut wird, wenn die Nachfrage entsprechend steigt.
Nach Ausbau soll es wohl zumindest "neu" eine feste stündliche Takttrasse für die Güterzüge in beide Richtungen auf der Südbahn geben, wohl auch auf den Abschnitt nach Lindau.
Geplant sind ja unter andern auch die Leichtgüterzüge über die NBS, auch hierbei die Frage ob die überhaupt kommen werden, sei erlaubt.

Was die Anzahl betrifft so ging man 2015 davon aus, dass von tägl. 2-5 Güterzüge, die Zahl bis 2030 sich auf 7-12 Züge am Tag erhöht.

Re: Güterzüge

geschrieben von: kmueller

Datum: 16.09.20 13:07

junglok13 schrieb:
schwarzwaldbahn schrieb:
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?
Hauptsächlich soll der Mehrverkehr durch Züge von Deutschland nach Italien kommen, die Südbahn gilt auch als Zulaufstrecke für die NEATs der Schweiz, wobei da dann entweder eben über Schaffhausen oder St. Margrethen weiter gefahren werden muss. Aber da die sonstigen Alternativen jetzt die elektrifizierte Allgäustrecke über Memmingen wie auch die Gäubahn nur eingleisig ist, während die Südbahn zweigleisig ist, hat man hier viel mehr Trassen zur Verfügung.

Auch soll die Gürtelbahn Friedrichshafen - Radoflszell im Zuge der Elektrifizierung ja auch mehr 2gleisigkeit bekommen u.a. auch für Güterzüge geeignet. Einzig wo es etwas holprig bzgl. Trassen werden könnte, ist Lindau - Friedrichshafen, da dort der mehr 2gleisige Ausbau, wie auch der Wiederaufbau der Güterumgehung Friedrichshafen leider dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, aus Geldmangel des Bundes.
Was die Anzahl betrifft so ging man 2015 davon aus, dass von tägl. 2-5 Güterzüge, die Zahl bis 2030 sich auf 7-12 Züge am Tag erhöht.
Wenn man über die Südbahn Richtung Schweiz und Österreich weiterfahren will, trifft man auf eine ganze Reihe Eingleisigkeiten. Auf vielen Abschnitten werden Güterzüge da nur nachts durchkommen.

Re: Güterzüge

geschrieben von: MartinKBS751

Datum: 16.09.20 13:47

kmueller schrieb:
junglok13 schrieb:
schwarzwaldbahn schrieb:
Wenn die Politik annimmt,dass sich auf der Südbahn bis 2030
der Güterverkehr mehr als verdoppelt,dann muss doch irgend etwas
zu dieser"Annahme"geführt haben.
RED BULL?
Hauptsächlich soll der Mehrverkehr durch Züge von Deutschland nach Italien kommen, die Südbahn gilt auch als Zulaufstrecke für die NEATs der Schweiz, wobei da dann entweder eben über Schaffhausen oder St. Margrethen weiter gefahren werden muss. Aber da die sonstigen Alternativen jetzt die elektrifizierte Allgäustrecke über Memmingen wie auch die Gäubahn nur eingleisig ist, während die Südbahn zweigleisig ist, hat man hier viel mehr Trassen zur Verfügung.

Auch soll die Gürtelbahn Friedrichshafen - Radoflszell im Zuge der Elektrifizierung ja auch mehr 2gleisigkeit bekommen u.a. auch für Güterzüge geeignet. Einzig wo es etwas holprig bzgl. Trassen werden könnte, ist Lindau - Friedrichshafen, da dort der mehr 2gleisige Ausbau, wie auch der Wiederaufbau der Güterumgehung Friedrichshafen leider dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, aus Geldmangel des Bundes.
Was die Anzahl betrifft so ging man 2015 davon aus, dass von tägl. 2-5 Güterzüge, die Zahl bis 2030 sich auf 7-12 Züge am Tag erhöht.
Wenn man über die Südbahn Richtung Schweiz und Österreich weiterfahren will, trifft man auf eine ganze Reihe Eingleisigkeiten. Auf vielen Abschnitten werden Güterzüge da nur nachts durchkommen.

Ganz so schlimm ist die Eingleisigkeit doch nicht. Zwischen Friedrichshafen und Lindau gäbe es schon mal 5 Kreuzungmöglichkeiten, zwischen Bregenz und Lustenau wird derzeit das zweite Gleis gelegt. Limitierend dürften sich eher die Länge der Kreuzungsgleise auswirken und der Umstand dass in Friedrichshafen Gbf nur Platz für zwei Güterzüge hat. Was die Potzenziale im Güterverkehr anbelangt mag ich nicht so recht an NEAT-Züge glauben. Die Gäubahn gilt ja auch als NEAT-Zubringer aber das Aufkommen ist derzeit ja dann doch sagen wir mal übersichtlich. Denke das Hauptpotenzial dürfte daher eher in Vorarlberg und der Ostschweiz liegen. Von Wolfurt gehen werktäglich ein Container Richtung Seehäfen und ein Mischer nach Kornwestheim. Dann gibt es ja noch mehrfach die Woche einen Stahlzug aus Holland. Aktuell wird der dortige Güterbahnhof ja noch ausgebaut (Die Österreicher meinen das auch ernst mit der Verkehrsverlagerung auf die Schiene), evtl kommen da noch weitere Züge mit Fahrziel Norden.

Der Red Bull dürfte wahrscheinlich zu lang für die Südbahn sein und auf dem bisherigen Laufweg bleiben. Die Ostschweiz hat früher öfter mal Ölzüge über die Südbahn bekommen, das könnte auch wieder aufleben. Zudem gab es sporadisch Zementzüge aus Ostdeutschland die über Basel geführt wurden, da wäre s vermutlich über die Südbahn auch kürzer und schneller.


Viele Grüsse
Martin
146 227 schrieb:
Allgemein ist der Fernverkehr eher unbrauchbar geworden. Der tägliche Langlauf-IC im Schwarzwald war eigentlich immer gut geeignet wenn man Umstiegs frei reisen wollte. aber das wird ja durch schlanke Anschlüsse mit dem Deutschlandtakt eher noch unwahrscheinlicher.. wobei den 2004/5/6 täglich zu fahren wäre schon sehr gut. Konstanz - Mannheim fährt sich leider nicht so einfach wie man es meinen könnte..
Dann bist Du die Strecke nicht so oft mit dem Fernverkehr gefahren. Ich hatte das regelmäßig gemacht via Heidelberg kommend. Das ging etwa bis 2006 ganz gut, dann hat der Fernverkehr begonnen, wegen jeder seiner Unpässlichkeiten den Verkehr einzustellen. Mal Lokführerstreik, mal Fahrzeugstreik, dann bestreikten Baustellen die Fahrt oder man ist einfach nur unpässlich gewesen aus unbekannten Gründen, oder einfach um Stunden verspätet. Was bringt einem also eine teuere Fernverkehrskarte, wenn man ohnehin in Karlsruhe strandet oder die Fahrt in Alternativen antritt. Das macht man 5 mal mit, unverbesserliche Fernverkehrsfahrer wie ich auch 10 mal, aber dann stellt man fest, dass ohnehin der Nahverkehr in BW die gleiche Geschwindigkeit ermöglicht, weil der Fernverkehr ab Kassel keine Lust mehr hatte im Takt zu fahren (auf der Main-Weser-Bahn kennt man das Problem noch besser...). Da gibt es seither kein Fernverkehrsticket in BW mehr. Wird bestreikt, diesmal schlage ich zurück. Wenn nicht gerade Stuttgart-Mannheim dabei ist, bringt es keinen Vorteil. Sondern vielmehr den Nachteil, dass man ohnehin in der Mehrzahl der Fälle völlig umsonst sein Fernverkehrsticket gekauft hat, um dann doch im Nahverkehr zu sitzen ...

In dem Sinne dürfte kein Fernverkehr für die Südbahnanreiner von Vorteil sein. Die Vorarlberger dürfte es allerdings zugegebenermaßen nerven. Und die Bayern interessieren eh nicht, die belästigen uns seit 11 Jahren mit ihren unfähigen und eigennützigen Bundesverkehrsministern.

Re: Es geht um die Arlberg-Region / Controlling

geschrieben von: bollisee

Datum: 18.09.20 12:38

Packwagen schrieb:
völlig d‘accord zu Innsbruck.

Entscheidend ist die Arlberg-Region. Von Landeck bis Feldkirch gibt es großes touristisches Potenzial. Neben dem IC118/119 sollte mittelfristig auch ein NJ gen Holland wirtschaftlich sein.

Ansonsten ist es lächerlich, dass die Südbahn mit viel Geld nur für den Regionalverkehr ausgebaut wird. Letztlich wird das Land BW einen Quasi-FV selbst bezahlen. Solange FV und Regionalverkehr so getrennt sind, ist die Verlockung für die DB-Controller zu hoch, FV offensiv zu planen.
Aber die Arlbergregion ist nicht die ureigenste Aufgabe des Landes Baden-Württemberg. Da liegt noch eine Ländergrenze und die Bundesgrenze dazwischen.

Dass der Fernverkehr deutlich teuerer zu bezahlen ist, als etwa Regio, wissen wir ja spätestens seit dem neuen Fahrplankonzept auf der Gäubahn. Dort ist alleine die Beteiligung am IC teuerer als einen eigenen Zug bei Regio zu bestellen. Es lohnt sich nur aufgrund der besonderen Situation auf der Gäubahn und den extremen Trassenengpässen wegen fehlender Zweigleisigkeit und fehlender Dreigleisigkeit an einem entscheidenden Stück. Dort kann man eben unmöglich die freien Kapazitäten in nutzlosen leeren IC-Zügen verschenken. Für die Südbahn heißt das allerdings, Strecken-Kapazität ist nicht das Problem. Da dürfte wohl der BW-Verkehrsminister kaum für teueres Geld einen FV bezahlen, wenn er einen eigenen Zug billiger fahren lassen kann... Da wird höchstwahrscheinlich nichts für einen Pseudo-FV draufgelegt.

Re: Muss es denn über den Arlberg gehen?

geschrieben von: bollisee

Datum: 18.09.20 12:47

junglok13 schrieb:
ChrisM schrieb:
Nicht ganz überraschend bewegt sich die Diskussion darum, Züge die über den Arlberg kommen, über die Südbahn zu schicken. Wäre nicht auch ein südlicher Endpunkt in Chur denkbar? Im Alpenrheintal würden einige touristische Ziele erschlossen. Und dank NBS und elektrifizierter Südbahn dürfte die Fahrt nach Stuttgart auch nicht länger dauern als via Zürich und Gäubahn.
Ich glaube das Problem dahinter es wären 3 Länder daran beteiligt, und dass übersteigt meine Vorstellung dass dies funktionieren könnte, sieht man ja auch an den EC Zügen: München - Zürich über Bregenz, wie schön die Abstimmung aktuell passt, ich sag dazu nur ab Dez. 30 min bummeln zwischen St Margrethen und St. Gallen. 2 Länder sind schon ein Kampf, aber 3 beteiligte Länder meist einfach ein Nogo, dazu sind die Interressen dann vielfach einfach zu unterschiedlich als dass man die unter einem Hut bekommen wurde. Zumal die Auslastung St. Margrethen - Chur doch auch nicht so ohne ist, als dass man da problemlos zusätzlichen Zug unterbringen könnte.
Zumal die traditionellen Reisendenströme dann doch eher nicht unbedingt nach Chur gehen aus Deutschland, sondern eher ins Tessin, Lago Maggiore, welches dann doch eher ein beliebtes deutsches Reiseziel seit der 60ziger Jahre ist.

Es wären auch in Deutschland mehrere Verbindungen als Fernverkehr denkbar, wie etwa Friedrichhafen - Ravensburg - Ulm - Augsburg - Donauwörth - Nürnberg - Saaletal - Leipzip - Berlin - Rostock. Oder Frankfurt - Darmstadt - Bergstraße - Heidelberg - NBS - Stuttgart - S-Flughafen - NBS - Ulm - Ravensburg - Friedrichshafen - Lindau - Bregenz, wobei diese Linie BaWü ja kaum verlassen würde.
Nur den Glauben daran habe ich mittlerweile schon lange verloren.
Sobald Du Lindau wenigstens einigermaßen pünktlich erreicht hast, kommst Du wunderbar nach Chur oder ins Engadin oder wo auch immer hin. Nervig ist eigentlich nur der unnötige Umstieg in Bregenz. Das ließe sich noch ändern, aber vielleicht nicht im Sinne der Vorarlberger, die die Leistung bestellen. Aber sobald Du im Talent der ÖBB sitzt, ist eigentlich Dein Zielort ohne weitere Probleme zu erreichen. Umsteigen klappt praktisch immer, ab St. Margarethen ist der Rheintalexpress ja seit einigen Jahren auch ein gutes Angebot, sogar mittelerweile auch modern und im Takt. Engpass ist und bleibt die Anreise via DB bis Lindau.
bollisee schrieb:
Siggis Malz schrieb:
Gleich mal eine der Optionen der ECx ziehen und die bald teilweise (auf den SFS) überfälligen aber quasi abgeschriebenen ICE-T für den Tourismus umbauen und ab dafür in die deutschen Tourismusregionen.
Zusammen mit IC 2 hat man dann brauchbares (lyncht mich bitte nicht für diese Aussage) Rollmaterial für die Nebenfernstrecken.
Ich halte es auch in Zeiten von ITF und Knotenanschlüssen für angebracht, zusätzlich Einzelleistungen anzubieten, wenn diese sonst nichts zerschießen.
Viele Einzelleistungen haben es immerhin jetzt schon Jahrzehnte überlebt, andere neue Verbindungen scheinen auch außerhalb des sonstigen Taktes gut angenommen zu sein.
Auf der Südbahn hatte der IC aber den Fahrplan zerschossen. De facto ein Fahrplanlücke mit vorher und nachher vollen Zügen. Nur im Schwarzwald wurden die Lücken gestopft und auf der Gäubahn elegant gelöst. Die Südbahnfahrgäste mussten aber bis zum Schluss völlig unzeitgemäß unter dem Fernverkehr leiden... Also eigentlich besser, wenn die Südbahn vom Fernverkehr verschont bleibt, es sei denn es gibt ein vernünftiges anderes Konzept.
Auf der Südbahn gab es sogar mal ein vernünftiges Fernverkehrskonzept nämlich die IR Linie (Trier) - Saarbrücken - Mannheim - Stuttgart - Ulm - Friedrichshafen - (Linau/Landeck). Auf der Südbahn hielten sie ursprünglich nur in Ulm HBF, Biberrach/Riss, Aulendorf, Ravensburg und Friedrichshafen. Ihr Fahrplan passte ohne Probleme in die Fahrpläne des Nahverkehrs. Zwischen Ulm und Friedrichshafen wurden sie von 1992 bis zur Umstellung auf Steuerwagenbetrieb mit 215 030-032 bespannt, sofern bei allen drei der Heizdiesel funktionierte.
Vielleicht kommt ja Flixtrain auf den Geschmack und bietet Fernzüge auf der Südbahn an. Auch eine Comeback der Langläufe Friedrichshafen - Ulm - Crailsheim - Aschaffenburg - FranKfurt/M als Flixtrain wäre interessant. Außerdem gibt es keine direkten Fernzüge vom Bodensee nach Nürnberg.
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