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Verzögerung bei Heidekrautbahn möglich

geschrieben von: kabelschmidt

Datum: 14.09.20 11:08

Vor einem Monat sah es noch rosig aus (vgl. [www.drehscheibe-online.de] ). Jetzt bestätigt die Verkehrsverwaltung, dass die Finanzierung noch nicht gesichert ist. „Die Länder Berlin und Brandenburg führen Gespräche und Abstimmungen mit dem Bund“. Man ist optimistisch, einen ersten Spaten zur Aufrechterhaltung des Baurechts noch 2020 stechen zu können.

Mehr Infos im Tagessspiegel. [www.tagesspiegel.de]

Gruß
Kabelschmidt

Re: Verzögerung bei Heidekrautbahn möglich

geschrieben von: hsimpson

Datum: 14.09.20 11:58

Solange der Zeitplan eingehalten wird...

Allerdings hätte man die Kosten-Nutzen-Rechnung auch schon früher erneuern können. Dass man jetzt hektisch wird liegt nur daran, dass man vorher geschlafen hat. Wäre man das ein Jahr früher angegangen, hätte man jetzt kein Problem.

Das Problem mit Stadler Pankow würde ich so lösen, dass man zunächst den Abschnitt Gesundbrunnen - Anschluss Stadler wieder aufbaut, dann hat man eine Alternativstrecke für die Stadler-Züge, wenn der Abschnitt Stadler - Schönwalde gesperrt ist. Die Fahrt über Schönwalde dürfte ohnehin für die meisten Güterzüge ein gewaltiger Umweg sein.

Grüße

Re: Verzögerung bei Heidekrautbahn möglich

geschrieben von: def

Datum: 14.09.20 14:45

hsimpson schrieb:
Zitat:
Das Problem mit Stadler Pankow würde ich so lösen, dass man zunächst den Abschnitt Gesundbrunnen - Anschluss Stadler wieder aufbaut, dann hat man eine Alternativstrecke für die Stadler-Züge, wenn der Abschnitt Stadler - Schönwalde gesperrt ist. Die Fahrt über Schönwalde dürfte ohnehin für die meisten Güterzüge ein gewaltiger Umweg sein.
Ich meine, dass die Strecke im ersten Bauabschnitt gar nicht bis Gesundbrunnen durchgebunden wird, sondern in Wilhelmsruh endet - insofern scheidet diese Möglichkeit aus.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
def schrieb:
hsimpson schrieb:
Zitat:
Das Problem mit Stadler Pankow würde ich so lösen, dass man zunächst den Abschnitt Gesundbrunnen - Anschluss Stadler wieder aufbaut, dann hat man eine Alternativstrecke für die Stadler-Züge, wenn der Abschnitt Stadler - Schönwalde gesperrt ist. Die Fahrt über Schönwalde dürfte ohnehin für die meisten Güterzüge ein gewaltiger Umweg sein.
Ich meine, dass die Strecke im ersten Bauabschnitt gar nicht bis Gesundbrunnen durchgebunden wird, sondern in Wilhelmsruh endet - insofern scheidet diese Möglichkeit aus.
Das bestätigt u.a. die Berliner Verkehrssenatorin in diesem Artikel:
[www.berliner-zeitung.de]

... und in dem neusten Artikel von Peter Neumann wird deutlich, dass man noch nicht mal das Geld für die Planung des Ausbaus des Nordbahnabschnitts gesichert hat (!!):
[www.berliner-zeitung.de]
[www.neues-deutschland.de]


Zitat
»Es ist sehr ärgerlich, dass die Finanzbedarfe nicht schon im November zu den ordentlichen Haushaltsberatungen vorgelegen haben«, sagt der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann zu »nd«. Auch für ihn als Mitglied des Hauptausschusses »ist klar, dass i2030 finanziert werden muss. Das Programm darf keine lahme Ente werden.« Dieses »Durcheinander« rührt in seinen Augen daher, dass in der Verwaltung von Senatorin Regine Günther (Grüne) nicht alle Verkehrsträger gleich behandelt würden. »Unsere Ziele werden ohne den Öffentlichen Personennahverkehr nicht umsetzbar sein, er muss die gleiche Priorität wie auch das Fahrrad haben«, erklärt Heinemann.
PotsdamerEiche zitierte Sven Heinemann (SPD)
[www.neues-deutschland.de]


Zitat
...werden ohne den Öffentlichen Personennahverkehr nicht umsetzbar sein, er muss die gleiche Priorität wie auch das Fahrrad haben«, erklärt Heinemann.


Bei aller berechtigten Kritik am aktuellen Senat: solche Worte eines Abgeordneten einer Partei, die in Berlin seit 1988 ununterbrochen mirregiert, etliche Jahre auch den Verkehrssenator stellte, halte ich einfach nur für dumme Polemik

Bis auf die Pop-Radwege (Thema für sich) hat der Senat in Bezug auf Fahrradinfrastruktur doch auch nur sehr wenige konkrete Projekte realisiert .

Es geht bis auf Absichtserklärungen nur sehr wenig konkret voran. Und daran hat (bei aller Kritik am Verkehrsressort) auch Heinemanns Parteientscheidenden Anteil.
Ein sehr zutreffender Artikel von Peter Neumann. Natürlich wird das Geld wegen Corona knapper werden. Und ja, niemand hatte wirklich die Absicht jemals die Pläne i2030 Realität werden zu lassen. Corona wird aber eine schöne Ausrede geben, wenn statt Worten Taten folgen sollen. Das ist zu 90 % politische Märchenstunde. Die S-Bahn nach Rangsdorf hat noch ganz gute Chancen umgesetzt zu werden [www.i2030.de]

Auf Siemens (ehemaliges deutsches Unternehmen, nun Aktienmehrheiten weltweit verteilt) brauchen wir (ich wohne an der Siemensbahn) wegen einer finanziellen Beteiligung nicht warten. Bislang gab es keinerlei Bereitschaft sich an den Kosten der Wiederinbetriebnahme der Strecke zu beteiligen. Der Dornröschenschlaf scheint der ehemaligen S-Bahnstrecke aber gut getan zu haben. Mir ist bislang kein weiteres Bauwerk bekannt, wo nach vielen Jahren sich die Bausubstanz von allein deutlich positiv entwickelt hat. Wollte die Deutsche Bahn vom EBA noch vor einigen Jahren wegen des schlechten Zustandes der Bauwerke von der Sicherung der Anlagen befreit werden, was nur daran scheiterte weil das EBA es nicht genehmigt hat, stellen jetzt "unabhängige" Fachleute fest, die Strecke ist eigentlich gut erhalten... Vorrangig geht es natürlich darum, keinerlei Auflagen wegen Lärmschutz und Bürgerbeteiligung beachten zu müssen. Rechtlich ist die Siemensbahn eben derzeit nur ohne Verkehr. Aber Geld ist für die Wiederinbetriebnahme auch in keinster Weise im Landeshaushalt dafür eingeplant/zurückgestellt. Ja, ja, ja, geht bestimmt wieder rechtlich nicht. Ach, die Politik ist so schön. Und Versprechen und Ankündigungen noch schöner. Wenn vielleicht bis 2050 die Siemensbahn nicht wieder politisch aufgebaut wurde, schafft es die Strecke vielleicht im oben beschriebenen Selbstheilungsprozess aus eigener Kraft. Warte, warte nur ein Weilchen.

Ich bin schon sehr gespannt, was im Jahr 2030 von all diesen tollen Werbebotschaften umgesetzt (oder sich in handfester Umsetzung) wurde.
10 Jahre sollten reichen, um politische Versprechungen einzulösen.

Zumindest werden wir bis dahin viele bunte Radwege haben, wo sich mind. 5 % gesetzeslose Rambos austoben können.
An zwei Tagen in der Woche nutze ich mein E-Bike in Berlin-Mitte um zur Arbeit zu kommen. Was da auf diesen wenigen Kilometern an Rücksichtslosigkeit geboten wird spottet jedweder Beschreibung.
Ich bin für die Einführung von Kennzeichen (nicht diese Murkel-Dinger an den Touristen-Bespaßungsgeräten) auch an Fahrrädern.

In diesem Sinne
Berlin - wir schaffen es bis 2030 ganz bestimmt nicht...
Bodo