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Der Titel des Zeit-Artikels lautet zwar "Grüne fordern Nachtzug-Sprinter durch Europa", aber die Hauptforderung ist die nach einfachem Fahrkartenkauf. Dies soll über eine europäische Bahnagentur geschehen, so dass nicht alle Bahnen bilateral verhandeln müssen, wer wie welche Fahrkarten verkaufen darf:

[www.zeit.de]

Die "Nacht-Sprinter" (vorgesehene Reisegeschwindigkeit 200 km/h) als Ergänzung zum normalen Nachtzugnetz sind dann als weiterer schritt gedacht.

Die Zeit bezieht sich dabei auf ein von Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter und Bahnpolitiker Matthias Gastel erarbeitetes Positionspapier.
darin wird wohl auch noch eine Fernverkehrsanbindung für alle deutschen Großstädte gefordert.

Es wäre sich er interessant, das Positionspapier, auf dem der Artikel beruht, selbst zu lesen.
Zumindest die ersten Kommentare unter dem Artikel sind recht positiv, das ist ein gutes Zeichen.

Zum originalen Positionspapier konnte ich bislang nur das hier finden: [www.matthias-gastel.de]. Ist zwar auch von Hofreiter und Gastel und nur 2 Tage alt, jedoch ist dort von Nachtzügen keine Rede. Vielmehr will man die Infrastruktur von Gewinnzielen entbinden, aus der DB eine GmbH machen und eine Konzentration der DB auf das Deutschlandgeschäft.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Mahlzeit,

die Grünen können fordern was sie wollen. Solange die anderen europäischen Bahnen kein Interesse haben, wird
es keinen "HGV-Nachtverkehr" im FV geben.
Man bekommt ja nicht mal in Deutschland solchen Verkehr vernünftig hin. Züge wie IC2020/2021 oder so sind doch nur
ein Tropfen auf dem heissen Stein und gehören ausgebaut und erweitert. Und bitte ohne Standzeiten von 45 Minuten oder 30 Minuten
in Köln und Koblenz wie beim obigen IC.

Gruß

-OR
Dass man im Zeitalter internationaler Vernetzung überhaupt noch sowas wie "einfachen Kauf internationaler Bahntickets" politisch fordern muss, ist schon ein Treppenwitz. Dieses nationale Denken bei völlig unpolitischen Themen muss endlich ein Ende finden...
Mit dem Nachtzug durch Europa
da kann man in einer Art Petition teilnehmen...

Zitat:
"Also, liebe SNCF, SNCB, Deutsche Bahn und vor allem liebe deutsche, belgische und französische Regierung: Führt die Nachtzugverbindung Berlin-Brüssel-Paris wieder ein, als ersten Schritt der Renaissance der Nachtzüge in Europa."



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 13:17.
CHB schrieb:
Dass man im Zeitalter internationaler Vernetzung überhaupt noch sowas wie "einfachen Kauf internationaler Bahntickets" politisch fordern muss, ist schon ein Treppenwitz. Dieses nationale Denken bei völlig unpolitischen Themen muss endlich ein Ende finden...
Der Treppenwitz beginnt schon eine Etage vorher: Am Schalter ist das ja (fast) alles möglich, man müsste "nur" das System auch fürs Internet freischalten und mit einer entsprechenden Maske bereitstellen. Bei der SNCF geht online zB deutlich mehr als bei der DB.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: Baron

Datum: 13.09.20 13:40

Ich denke ja auch, dass die Zukunft des Nachtzugverkehres im HG-Bereich liegt und das dies einer staatlichen oder EU-koordinierten Initiative bedürfte. Insofern gut so! Allerdings frage ich mich, ob sich das mit den anderen Initiativen deckt. Wenn wie in der auf Gestels Webseite zu findenden Aufruf gefordert, die DB gleichzeitig alle ihre internationalen Logistiktöchter aufgeben muss und man ihr gleichzeitig abverlangt, mehr internationale Passagierzüge auf den Weg zu bringen? Wäre nicht gerade die Existenz von einer Infrastruktur (Loks, Personal, Vertriebskanäle) in fernen Ländern hierfür von Vorteil?
Die beiden Beispiele, Köln-Barcelona und München-Athen, sind allerdings eigenartig. Zwischen ersteren beiden existiert natürlich eine fast durchgehende HGS und wäre tatsächlich, gerade bei Auslassung einiger Halte tief in der Nacht, sehr gut geeignet für einen Nachtsprung. Aber zwischen München und Athen existiert außer auf der Westbahn kein einziger Abschnitt, auf dem man 200 kmh fahren könnte. Ob Gastel schon auf die volle Ausbaugeschwindigkeit zwischen Thessaloniki und Athen und vor allem auf den gerade erst einsetzenden Ausbau des Korridors in Serbien setzt? Nach dem Ausbau von Belgrad-Nis, momentan wenig mehr als eine Absichtserklärung, wäre dies vielleicht wirklich eine Option. Bis dahin würde ich stattdessen den Nachtzug München-Rom auf HGS umstellen und von dort nach Bari verlängern, wo die Griechenlandreisenden dann auf die Fähre könnten. Das wäre sicherlich die angenehmere und verlässlichere Variante. Abgesehen davon wäre natürlich die Nr. 1-Strecke, die für Nacht-HG-Verkehr in Frage käme, Berlin-Brüssel-Paris/London.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer
Hallo,

wo ist das Problem?

Wenn ich möchte buche ich mir von zu Hause ganz einfach quer durch Europa meine Fahrkarten. Warum sollte ich ins Reisezentrum gehen um mir dort ein Online-Ticket zu kaufen was ich zu Hause selber mache kann?

Der einzige Grund wäre ein Papierdokument zu den selben Konditionen, doch die Zeiten sind vorbei.

Gruss
Kursbuchleser

Digitalisierung macht Züge nicht pünktlicher!
Aber auch online schafft man das nur als Eisenbahninteressierter mit tieferer Kenntnis in Verkehrsgeografie, Betreibern und Stückelung von Tarifen.
Einen Flug rund um die Welt kann man in der Tat einfacher online kaufen.
Oft genug ist es ja nicht mal schwierig nationale Tickets zu kaufen sondern vielmehr wenn es um grenztarifpunkte usw geht



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 14:29.

Re: Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: bollisee

Datum: 13.09.20 14:28

Baron schrieb:
Ich denke ja auch, dass die Zukunft des Nachtzugverkehres im HG-Bereich liegt und das dies einer staatlichen oder EU-koordinierten Initiative bedürfte. Insofern gut so!
Die EU war eigentlich dabei seit den 90er Jahren sehr aktiv. Wir hatten mal einen hochrangigen EU-Vertreter in den 90er Jahren zu Gast, der das sehr ausführlich erklärte.

Aber es ist ja bekannt, wie das ganze außer Kontrolle geriet. Die nationalstaatlichen Bahnen haben sich bis aufs Blut gegen die Privatisierung gewehrt, die nutzlose Trennung von Fernverkehr und Nahverkehr hat den Managern den Verstand endgültig benebelt, insbesondere in Frankreich und Deutschland. Und Stück für Stück ist ein Tarifdschungel entstanden, den nicht einmal die Computer mehr durchschauen und der Verkauf nur noch lizensiert erlaubt. Mit solchen Manager-Versagern hatte man seinerzeit in der EU nicht gerechnet. Und in den 2000ern ist ja bekannt, welchen Götzen da gehuldigt wurde. Mit einem Wort, totaler Kontrollverlust!

Insofern ist diese Initiative zu begrüßen. Warum sollten wir im Computerzeitalter Dinge nicht mehr auf die Reihe kriegen, die unsere Großeltern im Kopf konnten. Der Stationsvorsteher vom Vorortbahnhof Niefern brüstete sich in einer Doku der 70er Jahre, dass er auch eine Fahrkarte nach Peking verkaufen könne, wenn sie denn einer wolle. Heute, wenn es denn noch einen Schalter in Niefern gäbe, könnte er nicht mal eine Fahrkarte ins 74 km entfernte Röschwoog (Luftlinie keine 50 km) verkaufen, weil TER seine Fahrkarten nur selbst verkauft und ja keine Verkaufsprovision an irgendjemand sonst abgeben möchte. Oder gar Fernverkehrsfahrkarten am Automaten am Bahnhof? Halb Deutschland Fehlanzeige... Hier sind Regulierungen schlicht versäumt und vergessen worden. Stattdessen wurde die Selbstherrlichkeit der Manager als Herrlichkeit der schönen neuen Welt verkörpert, weil ja die freie Marktwirtschaft vorgeblich sich selbst regulierte...
Kursbuchleser schrieb:
Wenn ich möchte buche ich mir von zu Hause ganz einfach quer durch Europa meine Fahrkarten. Warum sollte ich ins Reisezentrum gehen um mir dort ein Online-Ticket zu kaufen was ich zu Hause selber mache kann?
Das Problem liegt in Deiner egozentrischen Expertensichtweise. Der Normalnutzer ohne Kursbucharchiv zuhause möchte in einer Onlinemaske seine Reise von A nach B eingeben und dafür sinnvolle Preisvorschläge bekommen, die er sofort annehmen und in ein Onlineticket oder einen Papierausdruck verwandeln kann. Das geht in der Form nicht, wenn nicht nur bestimmte internationale Fernzüge genutzt werden, die in Deutschland beginnen oder enden. Für die gewitzten Pfennigfuchser wird der Aufwand immer ein größerer bleiben, aber das ist eine kleine Minderheit.

Dortmund-Marten oder Dortmund-Marten-Süd ?

geschrieben von: wostei

Datum: 13.09.20 15:09

Hallo,
da kommt mir ein Witz aus meiner Kindheit wieder in Erinnerung:
Ein Mann geht in einem kleinen chinesische Bahnhof an den Schalter und möchte eine Fahrkarte nach Dortmund-Marten kaufen. Fragt der Schalterbeamte sofort nach: Dortmund-Marten oder Dortmund-Marten-Süd? 😀
Grüsse
Wolfgang
Es wäre ja schon mal ein Anfang, wenn man München - Athen bei der DB/ÖBB eingeben kann. Aber es geht maximal München - Belgrad, mit einem 2 stündigen Umstieg zwischen Villach und Zagreb. Von Belgrad - Thessalonki kam man bis 2019 noch mit dem Hellas (bzw. und dem SEV ab Geveglia) und ab Thessalonki mit einem nationalen Zug der TrainOSE. Derzeit gibt es keinen grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Presevo und Tabanovci bzw. Geveglia und Thessalonki. In den genannten zwei Abschnitten kann man mit Taxi fahren oder laufen. Positiv ist, dass zumindest der Ausfall des Hellas nicht vordergründig am Unwillen der ZS scheitert, sondern man baut die Strecke aus.

Bleibt noch der Abschnitt Sid - Beograd. Der gehört auch mal dringend ausgebaut. Mit 100 km/h (haben zumindest die Stadlerzüge bei der Fahrgastinformation angegeben) über eine schurgerade Hauptstrecke ist halt auch nicht das wahre. Mindestens 160 besser 200 km/h sollten drin sein. Im Abschnitt Sid - Zagreb sollte die HZ ihre Eisenbahnkreuzungen soweit bringen, dass man auch über ALLE mit 160 km/h kann und nicht teilweise auf 20 km/h runtermuss, um nachdem BÜ wieder zu beschleunigen.

Von Athen - Zagreb brauchte man 2019 mit dem Zug ~30 Stunden, mit dem Auto ~15 Stunden. Dass da keiner freiwillig mit dem Zug fährt, der nicht mit dem Balkanzugvirus infiziert ist, ist auch nachvollziehbar. Die meisten wollen halt von dem Urlaubsort auch noch was haben.


Tabanovci
Tabanovci
Baron schrieb:
Ich denke ja auch, dass die Zukunft des Nachtzugverkehres im HG-Bereich liegt und das dies einer staatlichen oder EU-koordinierten Initiative bedürfte. Insofern gut so! Allerdings frage ich mich, ob sich das mit den anderen Initiativen deckt. Wenn wie in der auf Gestels Webseite zu findenden Aufruf gefordert, die DB gleichzeitig alle ihre internationalen Logistiktöchter aufgeben muss und man ihr gleichzeitig abverlangt, mehr internationale Passagierzüge auf den Weg zu bringen? Wäre nicht gerade die Existenz von einer Infrastruktur (Loks, Personal, Vertriebskanäle) in fernen Ländern hierfür von Vorteil?
Nein, weil die Auslandsunternehmen keinen Nachtzugverkehr durchführen oder unterstützen würden. Zudem würde ja Zusammenarbeit bedeuten, dass eben nicht jede Bahn in allen Ländern aktiv sein muss, sondern dass bei einem CNL Berlin-Brüssel ab Aachen oä eben die SNCB am Zug ist. Ebenso im Vertrieb. Hier würde es überhaupt keinen Sinn machen, eine Tochter DB Fernverkehr Belgien zu gründen und ein eigenes Marketing aufzubauen.
Der Nachtzug nach Kopenhagen wurde ja ua deswegen eingestellt, weil die DSB ja angeblich keine Loks mehr für hälatte, dabei hätte der DB Konzern ja selbst Loks und Personal für Züge bis Schweden.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
CHB schrieb:
Das Problem liegt in Deiner egozentrischen Expertensichtweise. Der Normalnutzer ohne Kursbucharchiv zuhause möchte in einer Onlinemaske seine Reise von A nach B eingeben und dafür sinnvolle Preisvorschläge bekommen, die er sofort annehmen und in ein Onlineticket oder einen Papierausdruck verwandeln kann. Das geht in der Form nicht, wenn nicht nur bestimmte internationale Fernzüge genutzt werden, die in Deutschland beginnen oder enden.
Doch, das geht schon, nämlich bei den Fluggesellschaften. Sogar anbieterübergreifend über (mehrere, unterschiedlich komfortable bzw. effiziente) Portale. Analog bei den Fernbussen. Am allereinfachsten ist es an der Tankstelle.

Re: Dortmund-Marten oder Dortmund-Marten-Süd ?

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.09.20 17:44

wostei schrieb:
Hallo,
da kommt mir ein Witz aus meiner Kindheit wieder in Erinnerung:
Ein Mann geht in einem kleinen chinesische Bahnhof an den Schalter und möchte eine Fahrkarte nach Dortmund-Marten kaufen. Fragt der Schalterbeamte sofort nach: Dortmund-Marten oder Dortmund-Marten-Süd? 😀
Grüsse
Wolfgang
Ich kenne das noch mit Unna und Unna-Königsborn. Es muß irgendwie daran liegen, daß beide Orte nicht weit voneinander entfernt sind.

Re: Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 13.09.20 18:22

Baron schrieb:
Ich denke ja auch, dass die Zukunft des Nachtzugverkehres im HG-Bereich liegt und das dies einer staatlichen oder EU-koordinierten Initiative bedürfte. Insofern gut so! Allerdings frage ich mich, ob sich das mit den anderen Initiativen deckt. Wenn wie in der auf Gestels Webseite zu findenden Aufruf gefordert, die DB gleichzeitig alle ihre internationalen Logistiktöchter aufgeben muss und man ihr gleichzeitig abverlangt, mehr internationale Passagierzüge auf den Weg zu bringen? Wäre nicht gerade die Existenz von einer Infrastruktur (Loks, Personal, Vertriebskanäle) in fernen Ländern hierfür von Vorteil?
Die beiden Beispiele, Köln-Barcelona und München-Athen, sind allerdings eigenartig. Zwischen ersteren beiden existiert natürlich eine fast durchgehende HGS und wäre tatsächlich, gerade bei Auslassung einiger Halte tief in der Nacht, sehr gut geeignet für einen Nachtsprung. Aber zwischen München und Athen existiert außer auf der Westbahn kein einziger Abschnitt, auf dem man 200 kmh fahren könnte. Ob Gastel schon auf die volle Ausbaugeschwindigkeit zwischen Thessaloniki und Athen und vor allem auf den gerade erst einsetzenden Ausbau des Korridors in Serbien setzt? Nach dem Ausbau von Belgrad-Nis, momentan wenig mehr als eine Absichtserklärung, wäre dies vielleicht wirklich eine Option. Bis dahin würde ich stattdessen den Nachtzug München-Rom auf HGS umstellen und von dort nach Bari verlängern, wo die Griechenlandreisenden dann auf die Fähre könnten. Das wäre sicherlich die angenehmere und verlässlichere Variante. Abgesehen davon wäre natürlich die Nr. 1-Strecke, die für Nacht-HG-Verkehr in Frage käme, Berlin-Brüssel-Paris/London.
Das wird nur passieren, wenn man den Fernverkehr, bzw. mindestens diesen HGV Nachtverkehr, in ein Ausschreibungssystem aufnimmt und hoch subventioniert (ohne Wertung ob das gut oder schlecht wäre). HGV Züge mit weniger Plätzen auszustatten und die dann noch nur ein einziges Mal am Tag zu verkaufen ist hochgradig unwirtschaftlich. Die Anschaffung solcher Züge würde sich niemals rentieren.
Einzige andere Möglichkeit wäre, den Flugverkehr so massiv zu verteuern, dass auf einigen wenigen Achsen zahlungskräftige Kundschaft den hohen Preis für die Nachtzüge dem noch höheren Preis für die Flüge vorziehen würde. Europatrips für Studenten und Normalverdiener sind dann aber weitgehend passé. Auch da kann man sich überlegen ob das gut oder schlecht wäre.
Guten Tag,

irgendwie fehlt mir der Intellekt, diesen Beitrag einordnen zu können.

"Es wäre ja schon mal ein Anfang, wenn man München - Athen bei der DB/ÖBB eingeben kann. Aber es geht maximal München - Belgrad"
-> das ist ja auch die Kernforderung. Vulgo: Fahrkartenkauf wie früher, als man handausgeschrieben am Schalter eben diese Relationen problemlos zu kaufen bekam.

"Von Belgrad - Thessalonki kam man bis 2019 noch mit dem Hellas (bzw. und dem SEV ab Geveglia) und ab Thessalonki mit einem nationalen Zug der TrainOSE. Derzeit gibt es keinen grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Presevo und Tabanovci bzw. Geveglia und Thessalonki. In den genannten zwei Abschnitten kann man mit Taxi fahren oder laufen."
-> was hat das mit dem Thema zu tun? Und sollen Bahnfahrkarten nun auch in Taxis gelten?

"Positiv ist, dass zumindest der Ausfall des Hellas nicht vordergründig am Unwillen der ZS scheitert, sondern man baut die Strecke aus."
-> was hat der Ausfall eines einzelnen Zuges mit der Forderung nach einfacheren Tarifen zu tun?

"Bleibt noch der Abschnitt Sid - Beograd. Der gehört auch mal dringend ausgebaut. Mit 100 km/h (haben zumindest die Stadlerzüge bei der Fahrgastinformation angegeben) über eine schurgerade Hauptstrecke ist halt auch nicht das wahre."
-> was hat die Reisegeschwindigkeit eines Zuges mit der Forderung nach einfacheren Tarifen zu tun? Dann dürfte auch für den Glacier-Express nicht mehr verkauft werden, der ist noch langsamer.

"Mindestens 160 besser 200 km/h sollten drin sein. Im Abschnitt Sid - Zagreb sollte die HZ ihre Eisenbahnkreuzungen soweit bringen, dass man auch über ALLE mit 160 km/h kann und nicht teilweise auf 20 km/h runtermuss, um nachdem BÜ wieder zu beschleunigen."
-> was hat der Ausbauzustand einer Infrastruktur mit der Forderung nach einfacheren Tarifen zu tun?

"Von Athen - Zagreb brauchte man 2019 mit dem Zug ~30 Stunden, mit dem Auto ~15 Stunden. Dass da keiner freiwillig mit dem Zug fährt, der nicht mit dem Balkanzugvirus infiziert ist, ist auch nachvollziehbar."
-> Damit wird die im ersten Anstrich erhobene Forderung ja vom Autor gleich wieder selbst ad absurdum geführt: weshalb sollen Fahrkarten für Relationen angeboten werden, die "keiner freiwillig" nutzt?

Alles irgendwie ziemlich wirr (sorry) und ein thematischer Gemischtwarenladen ohne Argumentationsstruktur.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg

Re: Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 13.09.20 19:00

MrEnglish schrieb:
Das wird nur passieren, wenn man den Fernverkehr, bzw. mindestens diesen HGV Nachtverkehr, in ein Ausschreibungssystem aufnimmt und hoch subventioniert (ohne Wertung ob das gut oder schlecht wäre). HGV Züge mit weniger Plätzen auszustatten und die dann noch nur ein einziges Mal am Tag zu verkaufen ist hochgradig unwirtschaftlich. Die Anschaffung solcher Züge würde sich niemals rentieren.
Einzige andere Möglichkeit wäre, den Flugverkehr so massiv zu verteuern, dass auf einigen wenigen Achsen zahlungskräftige Kundschaft den hohen Preis für die Nachtzüge dem noch höheren Preis für die Flüge vorziehen würde. Europatrips für Studenten und Normalverdiener sind dann aber weitgehend passé. Auch da kann man sich überlegen ob das gut oder schlecht wäre.
Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass die in China seit 2009 bestehenden 250 km/h-HGV-Nachtzugsverbindungen hoch subventioniert werden?

Bingo!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 13.09.20 19:01

"Einzige andere Möglichkeit wäre, den Flugverkehr so massiv zu verteuern, dass auf einigen wenigen Achsen zahlungskräftige Kundschaft den hohen Preis für die Nachtzüge dem noch höheren Preis für die Flüge vorziehen würde."

So wird´s was!

Wenn ich jemandem zum Vegetarier erziehen will, dann darf ich nicht nur das Gemüse billiger, sondern muss auch das Fleisch teurer machen.

Und spätestens dann (hier: Verteuerung des Flugverkehrs) wird es dann gleich unglaublich politisch.

Gruß

Heiko (isst gerne Fleisch und fährt gerne Nachtzug)

http://www.desiro.net/Signatur-Deutschland.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 19:02.
CHB schrieb:
Dass man im Zeitalter internationaler Vernetzung überhaupt noch sowas wie "einfachen Kauf internationaler Bahntickets" politisch fordern muss, ist schon ein Treppenwitz. Dieses nationale Denken bei völlig unpolitischen Themen muss endlich ein Ende finden...
Man könnte ja sagen, dass einfacher internationaler Fahrscheinkauf bis Mitte der 2000der Jahre europaweit problemlos möglich war.

Re:Nacht-HGV

geschrieben von: Strizie

Datum: 13.09.20 20:40

Wir haben doch schon Nacht-HGV in Deutschland.

Mit dem ICE von Köln Hbf nach München Hbf in 7 1/2 Stunden mit dem hochwertigem Sitzkomfort in der 1. Klasse des ICE 3.
Problem ist eher, dass man bald keine vernünftigen Züge mit Komfort ausgelegt für Fahrzeiten bis 8 Stunden mehr hat.

Die 1. Klasse im ICE ist für Fahrzeiten von mehr als 4 Stunden nicht zu gebrauchen.

Da ist sogar die 1. Klasse mit Abteilen im Silberling wesentlich bequemer.
Meyer-schlom schrieb:
[...]
Von Athen - Zagreb brauchte man 2019 mit dem Zug ~30 Stunden, mit dem Auto ~15 Stunden. Dass da keiner freiwillig mit dem Zug fährt, der nicht mit dem Balkanzugvirus infiziert ist, ist auch nachvollziehbar. Die meisten wollen halt von dem Urlaubsort auch noch was haben.
Du hast Dich im Beitragsstrang geirrt. Hier geht es nicht um schlechte Zugverbindjngen, sondern um die Schwierigkeiten, einfach online internationale Zugfahrkarten zu kaufen.
CHB schrieb:
Dass man im Zeitalter internationaler Vernetzung überhaupt noch sowas wie "einfachen Kauf internationaler Bahntickets" politisch fordern muss, ist schon ein Treppenwitz. Dieses nationale Denken bei völlig unpolitischen Themen muss endlich ein Ende finden...
Gehe mal in den Niederlanden an einen Fahrkartenautomaten und versuche ein Ticket nach Deutschland zu kriegen - geht nur für "ausgewählte" Zielbahnhöfe. Umgekehrt, man korrigiere mich wenn ich falsch liege, sollte es problemlos gehen.
Versuche es eher mal in BE: geht gar nicht dort.
Mann kann in einige grössere Orte ins Sonderteil des Kartenverkauf, und dort wird dann mal 7 eur heraufgeschlagen, denn mann geniesst persönliche Service!
In NL muss mann den Trciks kennen (zuerst mal ´overige´=andere wahlen) und ja, es gibt viel weniger Auswahl an orte als in DE-aber angeblich soll der Direktverkauf an Automaten sich beschraenken auf vielleicht ein Dutzend pro Tag-nach alles was es gibt in DE! Ausserdem wird seit etwa 1 J auch die 1 eur Zuschlag für die angeblich oso teuereere chip drinne gehoben-eben wenn es bei H+R sogar 2 tickets gibt. Noch wunderbarer ist dann, das in die bekannte Grenzorte wie zB Enschede die dort am Bahnstieg für die DB-Züge stehende masten diese tickets gar nicht annehmen wollen-ist kein Porblem, denn dort gibt es auch keine Sperren. Ausserdem ist es eigentlich immer der teuerster Weg: im NV nach NRW oder NieSa immer billiger ab DE-Tarifpunkte wie Enschede, Arnhem oder Hengelo zu kaufen mit dortigen Tarif.
In úbrigen ist dies angeblich eine EU-weite Grúne Forderung, hatten wir jedestogliech vor eine Woche schon ebenso. Zusammen von Grún/politik und ReisendeVerein Rover. (=ProBahn). Jene China-Witz gab es dann auch sogar in NL-version: Santpoort Nord oder Súd (1 km differenz). Also dort in China ist mann bestimmt janz jut bekannt mit alle Kleinstdorfer überall in EUR.
Und wenige Tage danach wurde wider janz jrün geschimpft: dann konnt mann mit schlau buchen FLIEGEN von Charleroi nach Brüssel zu 10 eur-also einige EUR weniger als im zug oder airportbus. Dauerte etwas länger: mit Umstieg in Dublin und mit diese RYAN. Kann mannn wieder so papagei-aehnlich schimpfen in altbekannter weise.
das alte SCIC/TCV mit seine Grenztarifpunkte usw. ist bald total passë-das kann mann nur noch nachtrauern, ändern wird es sich nicht.
Versuche zuerst mal ein wenig Einigkeit zu kriegen in sachen Alter für Kinder/Jugend für Bahntickets...........sogar das kostet schon viele Jahre und Hunderte von Dienstreisen von Höchtplazierte Beamten.
Wird fliegen doch massiv teuerer innerhalb EU-bestimmt gibt es immer Auswege-zB mit Airlines ausser EU, und Bahn wird nix damit gewinnen-eher Flix&Co. Kann mann hier wieder laut ausschrei halten.
"Ein internationales Bahnticket zu buchen, muss mindestens so einfach werden wie heute die Buchung eines Flugtickets"

Vollkommen unrealistische Forderung. Ein Flugzeug fliegt von Flughafen A nach Flughafen B. Dabei ist in der Regel nur eine Fluggesellschaft beteiligt.

Kauft mal in Spanien ein Ticket z. B. nach Pforzheim oder in die Schweiz. Das ist garnicht möglich. Bestenfalls in einem durchgehenden Zug.

Oder kauft mal in Frankreich ein Ticket über Luxemburg nach Deutschland.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 22:15.
Hallo dvis,
das hast es auf den Punkt gebracht (in een notendop), genauso sollte es nicht sein. Dank u.
Wolfgang
TGV4402 schrieb:
Zitat:
Kauft mal in Spanien ein Ticket z. B. nach Pforzheim oder in die Schweiz. Das ist garnicht möglich. Bestenfalls in einem durchgehenden Zug.

Oder kauft mal in Frankreich ein Ticket über Luxemburg nach Deutschland.
Und genau deshalb ist die Forderung, dass das wieder so einfach wie früher geht, sinnvoll.

Im Eisenbahnmuseum Omiya liegt eine durchgehende Fahrkarte Tokio-Berlin (einschl. Fähre Japan-Korea) von vor dem 1. Weltkrieg.
Das große juristische Problem ist, dass für lange Strecken meist keine "durchgehenden" Fahrkarten im Sinne der Fahrgastrechte verkauft werden können - das liegt insb. an dem Globalpreissystem von einzelnen Zügen in der Reisekette. Das führt zu einem hohen Kostenrisiko für die Fahrgäste.
Nightjet, Thalys, Eurostar, SNCF TGV Inoui, RZD Unternehmenszüge operieren ein solches Konzept. In Polen und Tschechien existieren ja oftmals keine Durchtarife zwischen verschiedenen Beförderern.

Bei Flügen ist es grundsätzlich so (ausser bei Schurken wie kiwi.com), dass eine Fluggesellschaft auf Ihrem Ticket Stock eben ein E-Ticket ausstellt (erkennbar an den ersten 3 Ziffern auf der E-Ticketnummer), welches mehrere Flugsegmente von der gleichen Airline oder von Partner-Airlines (Stichwort: Codeshare, Allianzen) beinhaltet. Nach einem komplizierten Schlüssel erhalten die ausführenden Fluggesellschaften dann das Geld vom Ticketing Carrier. Bei Anschlussbrüchen wird man dann am Umsteigeflughafen eben kostenfrei umgebucht. Das funktionierte bis vor Corona auch relativ oft gut. Bei Easyjet, Wizz, Ryanair gibt es so ein System natürlich nicht.

Ich glaube nicht, dass es kurz- und mittelfristig realisiert werden kann, ein solches System bei den Bahnen zu etablieren. Mit TCV/SCIC/NRT existiert ja schon eine Grundlage dafür, aber freiwillig geben die o.g. EVUs Ihre Globalpreissysteme nicht auf.
Das London Spezial wurde abgeschafft, weil die EVUs nicht mehr mitmachen konnten bzw. wollten.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 22:46.

Der Witz war 1990/91 fast real.

geschrieben von: Schmalspurbahnfreund

Datum: 13.09.20 22:50

Der Kauf einer Fahrkarte von Kirchentellinsfurt nach Oberwiesenthal im Juli 1991 war eine erklärungsreiche, etwa 20 Minütige Aktion am Schalter in Tübingen, unter Zuhilfenahme des Computers und dreier dicker Bücher..

Der Kauf der Rückfahrt von Oberwiesenthal nach Kirchentellinsfurt dauerte wenige Sekunden, ohne Computer. Als ob diese Relation am Bahnhof der Schmalspurbahn x mal am Tag verkauft würde. Den Preis war der gleiche wie die Hinfahrt.
Diese Relation geht heute nur noch mit stückeln.

Oder am 1. September 1990 am Bahnhof Nordhausen beim Kauf einer Fahrkarte nach Reutlingen: man frug, ob ich über Plochingen fahren möchte.....

Re: Der Witz war 1990/91 fast real.

geschrieben von: warakorn

Datum: 13.09.20 23:40

Zitat
Vollkommen unrealistische Forderung. Ein Flugzeug fliegt von Flughafen A nach Flughafen B. Dabei ist in der Regel nur eine Fluggesellschaft beteiligt.
Wie bitte? Du fliegst wohl nur Ryanair und co? Kennst Du das Geschäftsmodell der großen Netzwerk Carriers?
Vor Corona konnte Dir Lufthansa Flugverbindungen zu 300+ Zielen verkaufen. Lufthansa fliegt aber nur ca. 80 Ziele mit eigenem Metal an.
Lufthansa verkauft z.B. Hamburg - Omaha. Lufthansa fliegt gar nicht nach Omaha. Es existiert keine Airline, die sowohl nach Omaha, als auch Hamburg fliegt. Nichtsdestotrotz wird die Strecke mit einem durchgehenden Ticket verkauft. Wie macht das nun die Lufthansa?

In Europa gibt es große Umsteigeflughäfen, z.B. Frankfurt, München, Amsterdam, London Heathrow, Paris CDG, Madrid, Zürich... Aufgrund der Allianzen und Codeshare-Abkommen steigen viele Fluggäste an diesen Flughäfen von einer Airline zu einer anderen Airline um, insb. auf der Langstrecke - alles auf einem Ticket.
United bietet via Codeshare 50+ Ziele in Europa an, obwohl auf dem eigenen Metal viell. nur 10 Ziele angeflogen werden.
Lufthansa bietet via Codeshare 50+ Ziele in den USA an, obwohl auf dem eigenen Metal viell. nur 10 Ziele angeflogen werden.
Die jeweils andere Airline profitiert vom Netz der jeweiligen Partner-Airline.

Eine Fluggesellschaft wie Lufthansa, KLM und co. könnten sich ohne ein durchgehendes Ticketing ein so großes Langstreckennetz schlichtweg nicht leisten (wg. Corona sieht jetzt natürlich alles anders aus).
Die wenigsten Fluggäste auf einer Langstrecke A-B (Strand-Destinationen ausgenommen) fliegen nur von Stadt A nach Stadt B. Der überwiegende Teil steigt um.

Schau Dir mal an, welche Fluggesellschaften (insb. aus anderen Kontinenten) Frankfurt vor Corona angeflogen haben. Ohne Umsteigemöglichkeiten (auch zu anderen Airlines) würden viele Flüge schlichtweg nicht existieren.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 23:50.
kmueller schrieb:
CHB schrieb:
Das Problem liegt in Deiner egozentrischen Expertensichtweise. Der Normalnutzer ohne Kursbucharchiv zuhause möchte in einer Onlinemaske seine Reise von A nach B eingeben und dafür sinnvolle Preisvorschläge bekommen, die er sofort annehmen und in ein Onlineticket oder einen Papierausdruck verwandeln kann. Das geht in der Form nicht, wenn nicht nur bestimmte internationale Fernzüge genutzt werden, die in Deutschland beginnen oder enden.
Doch, das geht schon, nämlich bei den Fluggesellschaften. ...
Der Preis für den sinnlosesten Kommentar des Tages geht an Dich. Dass es bei Fluggesellschaften geht, ist unstrittig, und genau deswegen ist es ja unbegreiflich, warum die Bahngesellschaften ihren nationalen Stiefel fahren und Zugreisen nicht ähnlich einfach online buchbar sind. Technisch ist das alles kein Problem, wenn ein Wille da ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 01:01.

Immer wieder beeindruckend!

geschrieben von: Weststadt

Datum: 14.09.20 10:04

Den Beton, dass so etwas kaum veränderbar ist, rühren Leute wie du an. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass man zum nächsten S-Bahn-Haltepunkt gehen kann und eine Fahrkarte nach Split lösen kann. Wer hätte gedacht, dass man bald einfach nur noch sein Telefon hinhalten muss, auf dem man innerhalb von 60 Sekunden eine beliebige Fahrkarte gelöst hat? Und wer hätte gedacht, dass man sich selbst kontrollieren kann? Niemand! Betonköpfe hätten gesagt, wird niemals möglich sein. Veränderung bekommt man mit der Haltung niemals hin. Ihr hättet allesamt die erste Dampflok abgelehnt. Nach dem Motto "ohne Pferde wird es niemals gehen".
CHB schrieb:
Dass man im Zeitalter internationaler Vernetzung überhaupt noch sowas wie "einfachen Kauf internationaler Bahntickets" politisch fordern muss, ist schon ein Treppenwitz. Dieses nationale Denken bei völlig unpolitischen Themen muss endlich ein Ende finden...
Ich finde für solche Fälle [www.thetrainline.com] ganz nett. im Gegensazu zu [www.international-bahn.de] kann ich dort auch die Carte avantage angeben.

Eher nervig finde ich als Grenzpendler, dass Rabattkarten nur inländisch oder grenzüberschreitend genutzt werden können. Mir fehlt da ein Angebot für zwei, drei Länder oder auch für die ganze EU.

Re: Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: bauigel

Datum: 14.09.20 11:27

Elztalbahn schrieb:
MrEnglish schrieb:
Das wird nur passieren, wenn man den Fernverkehr, bzw. mindestens diesen HGV Nachtverkehr, in ein Ausschreibungssystem aufnimmt und hoch subventioniert (ohne Wertung ob das gut oder schlecht wäre). HGV Züge mit weniger Plätzen auszustatten und die dann noch nur ein einziges Mal am Tag zu verkaufen ist hochgradig unwirtschaftlich. Die Anschaffung solcher Züge würde sich niemals rentieren.
Einzige andere Möglichkeit wäre, den Flugverkehr so massiv zu verteuern, dass auf einigen wenigen Achsen zahlungskräftige Kundschaft den hohen Preis für die Nachtzüge dem noch höheren Preis für die Flüge vorziehen würde. Europatrips für Studenten und Normalverdiener sind dann aber weitgehend passé. Auch da kann man sich überlegen ob das gut oder schlecht wäre.
Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass die in China seit 2009 bestehenden 250 km/h-HGV-Nachtzugsverbindungen hoch subventioniert werden?
Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass die Entscheidungen im chinesischen Eisenbahnverkehr nach unternehmerischen - und nicht nach politischen (o. ä.) - Gesichtspunkten getroffen werden?

Re: Re:Nacht-HGV

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.09.20 11:44

Strizie schrieb:
Wir haben doch schon Nacht-HGV in Deutschland.

Mit dem ICE von Köln Hbf nach München Hbf in 7 1/2 Stunden mit dem hochwertigem Sitzkomfort in der 1. Klasse des ICE 3.
Wenn ich das Ticket zum Flixpreis von 29.-EUR kriege, finde ich das voll in Ordnung.

Nachtrag: Was ist '1.Klasse des ICE'?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 11:45.
warakorn schrieb:
Das große juristische Problem ist, dass für lange Strecken meist keine "durchgehenden" Fahrkarten im Sinne der Fahrgastrechte verkauft werden können - das liegt insb. an dem Globalpreissystem von einzelnen Zügen in der Reisekette. Das führt zu einem hohen Kostenrisiko für die Fahrgäste.

Bei Flügen ist es grundsätzlich so (ausser bei Schurken wie kiwi.com), dass eine Fluggesellschaft auf Ihrem Ticket Stock eben ein E-Ticket ausstellt (erkennbar an den ersten 3 Ziffern auf der E-Ticketnummer), welches mehrere Flugsegmente von der gleichen Airline oder von Partner-Airlines (Stichwort: Codeshare, Allianzen) beinhaltet. Nach einem komplizierten Schlüssel erhalten die ausführenden Fluggesellschaften dann das Geld vom Ticketing Carrier. Bei Anschlussbrüchen wird man dann am Umsteigeflughafen eben kostenfrei umgebucht.

freiwillig geben die o.g. EVUs Ihre Globalpreissysteme nicht auf.
Das London Spezial wurde abgeschafft, weil die EVUs nicht mehr mitmachen konnten bzw. wollten.
Dann muß als erstes die gesetzliche Auflage kommen, daß im Falle von Anschlußbrüchen innerhalb einer Reisekette alle an dieser Reisekette Beteiligte die nächstmögliche Weiterbeförderung organisieren.

Eine Reisekette, wo die nächste Weiterbeförderung nach 2 Tagen wäre (Nachtzug oder Urlaubsflieger dreimal wöchentlich) würde ich dann immer noch nicht riskieren, eine mit 1, 2 oder 3h möglichem Zeitverlust in vielen Fällen aber schon. Z.B. bräuchte man dann in vielen Fällen nach England nicht mehr fliegen (noch besser wäre die komplette Abschaffung von Konstruktionen wie Eurostar).
CHB schrieb:
kmueller schrieb:
CHB schrieb:
Der Normalnutzer ohne Kursbucharchiv zuhause möchte in einer Onlinemaske seine Reise von A nach B eingeben und dafür sinnvolle Preisvorschläge bekommen, die er sofort annehmen und in ein Onlineticket oder einen Papierausdruck verwandeln kann. Das geht in der Form nicht, wenn nicht nur bestimmte internationale Fernzüge genutzt werden, die in Deutschland beginnen oder enden.
Doch, das geht schon, nämlich bei den Fluggesellschaften. ...
Der Preis für den sinnlosesten Kommentar des Tages geht an Dich. Dass es bei Fluggesellschaften geht, ist unstrittig, und genau deswegen
...fliegt man. Warum nur die (bescheuerten) Praktiken im Bahnwesen betrachten und nicht auch mal die Konsequenzen?

Dort, wo es noch problemlos buchbare internationale Bahntickets gibt, ist es bei den Preisen mittlerweile übrigens ähnlich. Bei meiner letzten Fahrt in den Raum Salzburg hatte ich die Wahl zwischen 140 EUR bei DB, 90 EUR bei Eurowings, und 70 EUR bei ÖBB. Habe mich dann wegen Preis und Durchbuchungsmöglichkeit bis ans Endziel für letzteres entschieden, oft aber wird von den Bahnen gar nichts brauchbares angeboten.
TGV4402 schrieb:
"Ein internationales Bahnticket zu buchen, muss mindestens so einfach werden wie heute die Buchung eines Flugtickets"

Vollkommen unrealistische Forderung. Ein Flugzeug fliegt von Flughafen A nach Flughafen B. Dabei ist in der Regel nur eine Fluggesellschaft beteiligt.

Kauft mal in Spanien ein Ticket z. B. nach Pforzheim oder in die Schweiz. Das ist garnicht möglich. Bestenfalls in einem durchgehenden Zug.

Oder kauft mal in Frankreich ein Ticket über Luxemburg nach Deutschland.
Von Barcelona nach Pforzheim ist in der Tat online nicht möglich, aber nach Stuttgart bekommt man Preis plus Buchungsoption. Von Stuttgart nach Barcelona via bahn.de dagegen nicht.

Dass die Aussage eine vollkommen unrealistische Forderung ist, zeigt deine arg beschränkte Denkweise, die wir von dir kennen. Oder aber du legst uns dar, WARUM das nicht möglich sein soll. Auf den Flugbuchungsseiten werden auch Flugtickets für Stuttgart - Berlin via Mallorca, Brüssel ausgegeben mit unterscheidlichen Fluggesellschaften - kein Problem!

Selbst Globalpreise stellen doch kein ernsthaftes Hindernis da! Rechnet man eben den Preis für Stuttgart-Brüssel und Brüssel-London zusammen und stellt diesen dann auf einer gemeinsamen Fahrkarte aus. So wie im Flieger eben. Da ist alles Globalpreis.

Optimalerweise einigt man sich zumindest innerhalb der EU + Schweiz/Norwegen auf ein einheitliches Buchungssystem, wenn nicht ist alles nur eine Frage der Schnittstellen - schon lange keine Frage mehr nach dem ob, sondern nur noch nach dem wie.

Soange aber selbst die DB mit unterschiedlichen System agiert und dann vor einigen Jahren noch auf die *sorry* hirnverbrannte Idee kommt, für internationale Fahrkarten eine eigene Online-Plattform aufzubauen, bei der man nicht mal das Kundenkonto nutzen kann, - und es noch so Vögel gibt, die sagen "geht nicht" - wird sich nichts ändern. Und man steht sich nur selbst im Weg. Aber solange man auf die böse Politik schimpfen kann, die alles verhindert?

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 12:44.
TGV4402 schrieb:
"Ein internationales Bahnticket zu buchen, muss mindestens so einfach werden wie heute die Buchung eines Flugtickets"

Vollkommen unrealistische Forderung. [...]

Kauft mal in Spanien ein Ticket z. B. nach Pforzheim oder in die Schweiz. Das ist garnicht möglich. Bestenfalls in einem durchgehenden Zug.

[...]
Ging Jahrzehnte lang. Die Fahrkarten für meine erste Reise nach Spanien hat mir der Bahnschalter Bad Krozingen verkauft. Bad Krozingen - Jerez und Zurück, die Ausstellung dauerte keine 20 Minuten.

347685-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.05.20 18:53.
Zitat
Dann muß als erstes die gesetzliche Auflage kommen, daß im Falle von Anschlußbrüchen innerhalb einer Reisekette alle an dieser Reisekette Beteiligte die nächstmögliche Weiterbeförderung organisieren.
Recht haben und Recht bekommen!
Was nützen einem die besten Gesetze, wenn man in Budapest oder Milan strandet - und die Bahnbediensteten nur die Schultern zucken?

Re: Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.09.20 13:47

bauigel schrieb:
Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass die Entscheidungen im chinesischen Eisenbahnverkehr nach unternehmerischen - und nicht nach politischen (o. ä.) - Gesichtspunkten getroffen werden?
Gibt es irgendwelche Hinweise, daß Entscheidungen im europäischen und insbes. deutschen Eisenbahnverkehr (hier mittlerweile sogar über die Anschaffung der nächsten Fahrzeuggeneration) ohne Einschaltung der Regierungen und insbes. der Staatshaushalte getroffen werden (können)?
warakorn schrieb:
Zitat
Dann muß als erstes die gesetzliche Auflage kommen, daß im Falle von Anschlußbrüchen innerhalb einer Reisekette alle an dieser Reisekette Beteiligte die nächstmögliche Weiterbeförderung organisieren.
Recht haben und Recht bekommen!
Was nützen einem die besten Gesetze, wenn man in Budapest oder Milan strandet - und die Bahnbediensteten nur die Schultern zucken?
Man klagt den Schaden ein, vom Taxi bis zum geplatzten Geschäft. Ohne gesetzliche Grundlage gibts nur die Alternative, sich vor dem Kaiser bzw. Ronald Pofalla in den Staub zu werfen und um Gnade zu bitten. Und das nächste Mal zu fliegen.

Wenn in der Praxis Fahrten schon nach Ungarn oder Italien hinein aufgrund der Rechtlosigkeit des Kunden indiskutabel sind und von niemandem außer Rucksackreisenden noch in Erwägung gezogen werden – wozu braucht man dann Bahnbauten über die Ballungsräume hinaus oder gar 'europäische Korridore'? Auch so kommen 'Nimby'-Initiativen zustande.

Re: Köln-Barcelona und München-Athen über Nacht?

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 14.09.20 14:27

bauigel schrieb:
Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass die Entscheidungen im chinesischen Eisenbahnverkehr nach unternehmerischen - und nicht nach politischen (o. ä.) - Gesichtspunkten getroffen werden?
Die Verlangerungen von Fahrzeiten, um Energie und Kosten zu sparen. Wuhan-Guangzhou beispielsweise wurde bis 2011 mit einer Reisegschwindigkeit von 312,5 km/h gefahren, seither nur noch mit 272.7 km/h. Auf vielen Strecken wurde die Höchstgeschwindigkeit (wohl mit Ausnahmen für den Verspätungsfall) auf 300 km/h gesenkt.

Erst seit der vor kurzem erfolgten Einführung von Zügen mit verringertem Luftwiederstand wird auf einigen Strecken wieder regulär mit 350 km/h gefahren ( [www.xinhuanet.com].

Re: Re:Nacht-HGV

geschrieben von: Strizie

Datum: 14.09.20 15:14

kmueller schrieb:
Wenn ich das Ticket zum Flixpreis von 29.-EUR kriege, finde ich das voll in Ordnung.
Also mir tat der Hintern im ICE 619 ab Karlsruhe weh und das in der 1. Klasse.

Ich würde mir das kein zweites Mal antun.

Zitat
Nachtrag: Was ist '1.Klasse des ICE'?
Die DB AG definiert es so. Ich selber habe aber auch schon erlebt, dass Leute aus anderen EU-Ländern dachten sie würden in der 2. Klasse sitzen als der Zugbegleiter die Fahrkarten kontroliert hat.
kmueller schrieb:
Wenn in der Praxis Fahrten schon nach Ungarn oder Italien hinein aufgrund der Rechtlosigkeit des Kunden indiskutabel sind und von niemandem außer Rucksackreisenden noch in Erwägung gezogen werden – wozu braucht man dann Bahnbauten über die Ballungsräume hinaus oder gar 'europäische Korridore'? Auch so kommen 'Nimby'-Initiativen zustande.
Hast du Beweise dafür, dass Züge nach Italien nur von Rucksacktouristen genutzt werden? Nehmen wir doch mal die Eurocitys über die Brenner Strecke, den Nachtzug München - Rom oder den ECE Frankfurt - Mailand. Alle Fahrten, die ich mit diesen Zügen gemacht habe, wurden nur zu kleinen Teilen von Rucksacktouristen genutzt. Auch die Rejects Richtung Budapest sind mit ganz normalen Fahrgästen besetzt.
Zitat
Man klagt den Schaden ein, vom Taxi bis zum geplatzten Geschäft. Ohne gesetzliche Grundlage gibts nur die Alternative, sich vor dem Kaiser bzw. Ronald Pofalla in den Staub zu werfen und um Gnade zu bitten. Und das nächste Mal zu fliegen.

In Ungarn und insb. in Italien ist eine Klage doch eher ein aussichtsloses Unterfangen.
Hatte hier nicht jmd. im Forum einmal die SNCF erfolgreich in Frankreich verklagt - konnte die Forderung aber nicht vollstrecken, weil sich die SNCF auf Abkommen aus der Kaiserzeit bezogen hat?

Für eine ordentliche Gesetzgebung (zum Thema Anschlusssicherheit) gehört es auch dazu, dass das EVU (durch dessen verspäteten/ausgefallenen Zug der Anschlussverlust verursacht wurde) auch am Abfahrts- oder Ankunftsort verklagt werden darf + effektive Vollstreckungsmöglichkeiten, die irgendwelche Abkommen aus der Kaiserzeit ablösen. Ähnliches ist bei der EU-Fluggastrechteverordnung möglich.

Da setze ich mich lieber in den Flieger mit Abflugsort Deutschland, um ein entferntes Ziel in der EU zu erreichen. Denn dort kann ich das Flugunternehmen i.d.R. am Abflugsort in Deutschland vor Gericht ziehen, falls es zu Problemen beim Flug kommt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 19:26.
warakorn schrieb:
Zitat
Man klagt den Schaden ein, vom Taxi bis zum geplatzten Geschäft. Ohne gesetzliche Grundlage gibts nur die Alternative, sich vor dem Kaiser bzw. Ronald Pofalla in den Staub zu werfen und um Gnade zu bitten. Und das nächste Mal zu fliegen.

In Ungarn und insb. in Italien ist eine Klage doch eher ein aussichtsloses Unterfangen.
Hatte hier nicht jmd. im Forum einmal die SNCF erfolgreich in Frankreich verklagt - konnte die Forderung aber nicht vollstrecken, weil sich die SNCF auf Abkommen aus der Kaiserzeit bezogen hat?

Für eine ordentliche Gesetzgebung (zum Thema Anschlusssicherheit) gehört es auch dazu, dass das EVU (durch dessen verspäteten/ausgefallenen Zug der Anschlussverlust verursacht wurde) auch am Abfahrts- oder Ankunftsort verklagt werden darf + effektive Vollstreckungsmöglichkeiten, die irgendwelche Abkommen aus der Kaiserzeit ablösen. Ähnliches ist bei der EU-Fluggastrechteverordnung möglich.

Da setze ich mich lieber in den Flieger mit Abflugsort Deutschland, um ein entferntes Ziel in der EU zu erreichen. Denn dort kann ich das Flugunternehmen i.d.R. am Abflugsort in Deutschland vor Gericht ziehen, falls es zu Problemen beim Flug kommt.
Ich, ich, ich ....alles was für mich am besten ist. Scheiß auf den Klimawandel, Scheiß auf die Nachhaltigkeit, bis die Auswirkungen voll da sind bin ich eh unter der Erde, sollen doch meine Kinder und Enkelkinder schauen was sie aus der Situation machen. Ich habe halt im Flieger genommen weil es für mich besser war.

Voll korrekte Einstellung.
Nachtzug schrieb:
warakorn schrieb:
Zitat
Man klagt den Schaden ein, vom Taxi bis zum geplatzten Geschäft. Ohne gesetzliche Grundlage gibts nur die Alternative, sich vor dem Kaiser bzw. Ronald Pofalla in den Staub zu werfen und um Gnade zu bitten. Und das nächste Mal zu fliegen.

In Ungarn und insb. in Italien ist eine Klage doch eher ein aussichtsloses Unterfangen.
Hatte hier nicht jmd. im Forum einmal die SNCF erfolgreich in Frankreich verklagt - konnte die Forderung aber nicht vollstrecken, weil sich die SNCF auf Abkommen aus der Kaiserzeit bezogen hat?

Für eine ordentliche Gesetzgebung (zum Thema Anschlusssicherheit) gehört es auch dazu, dass das EVU (durch dessen verspäteten/ausgefallenen Zug der Anschlussverlust verursacht wurde) auch am Abfahrts- oder Ankunftsort verklagt werden darf + effektive Vollstreckungsmöglichkeiten, die irgendwelche Abkommen aus der Kaiserzeit ablösen. Ähnliches ist bei der EU-Fluggastrechteverordnung möglich.

Da setze ich mich lieber in den Flieger mit Abflugsort Deutschland, um ein entferntes Ziel in der EU zu erreichen. Denn dort kann ich das Flugunternehmen i.d.R. am Abflugsort in Deutschland vor Gericht ziehen, falls es zu Problemen beim Flug kommt.
Ich, ich, ich ....alles was für mich am besten ist. Scheiß auf den Klimawandel, Scheiß auf die Nachhaltigkeit, bis die Auswirkungen voll da sind bin ich eh unter der Erde, sollen doch meine Kinder und Enkelkinder schauen was sie aus der Situation machen. Ich habe halt im Flieger genommen weil es für mich besser war.

Voll korrekte Einstellung.
Ja genau, am besten schmeißt man alle Sicherheiten über Bord und rudert mit dem Kayak von Wilhelmshaven nach Hull, das ist super nachhaltig, und wenn man dann kentert oder irgendwo auf hoher See das Ruder verliert dann muss man eben damit klarkommen.

Guckmal, hyperbolische Polemik kann ich auch.

Der Verbraucher kann nur soweit nachhaltig handeln, wie ihm der Anbieter die vernünftige Möglichkeit dazu gibt. Es ist absolut nachvollziehbar dass jemand lieber für einen wichtigen Termin von Rom nach Amsterdam fliegt anstatt sich durch Reiseketten zu quälen bei deren Auseinanderbrechen diverse Firmen nur mit den Schultern zucken. Es gibt Menschen, bei denen es durchaus karriereendend sein kann x Stunden zu spät zu kommen, und dann nichtmal den Verursacher dafür haftbar machen zu können ist die ultimative Abschreckung. Ganz rational betrachtet ist die Haltung von warakorn bei der aktuellen Rechtslage die einzig vernünftige für alle Reisen die nicht nur reiner Juxverkehr sind.
Nachtzug schrieb:
warakorn schrieb:
Zitat
Man klagt den Schaden ein, vom Taxi bis zum geplatzten Geschäft. Ohne gesetzliche Grundlage gibts nur die Alternative, sich vor dem Kaiser bzw. Ronald Pofalla in den Staub zu werfen und um Gnade zu bitten. Und das nächste Mal zu fliegen.

In Ungarn und insb. in Italien ist eine Klage doch eher ein aussichtsloses Unterfangen.
Hatte hier nicht jmd. im Forum einmal die SNCF erfolgreich in Frankreich verklagt - konnte die Forderung aber nicht vollstrecken, weil sich die SNCF auf Abkommen aus der Kaiserzeit bezogen hat?

Für eine ordentliche Gesetzgebung (zum Thema Anschlusssicherheit) gehört es auch dazu, dass das EVU (durch dessen verspäteten/ausgefallenen Zug der Anschlussverlust verursacht wurde) auch am Abfahrts- oder Ankunftsort verklagt werden darf + effektive Vollstreckungsmöglichkeiten, die irgendwelche Abkommen aus der Kaiserzeit ablösen. Ähnliches ist bei der EU-Fluggastrechteverordnung möglich.

Da setze ich mich lieber in den Flieger mit Abflugsort Deutschland, um ein entferntes Ziel in der EU zu erreichen. Denn dort kann ich das Flugunternehmen i.d.R. am Abflugsort in Deutschland vor Gericht ziehen, falls es zu Problemen beim Flug kommt.
Ich, ich, ich ....alles was für mich am besten ist. Scheiß auf den Klimawandel, Scheiß auf die Nachhaltigkeit, bis die Auswirkungen voll da sind bin ich eh unter der Erde, sollen doch meine Kinder und Enkelkinder schauen was sie aus der Situation machen. Ich habe halt im Flieger genommen weil es für mich besser war.

Voll korrekte Einstellung.
Nein, das hat nichts mit "ich, ich, ich" zu tun, sondern damit, dass die EVUs einen einfach mal stehen lassen.

Wenn ein EVU in der Reisekette aufgrund von welchen Umständen auch immer mich nicht pünktlich zum Umstiegsort bringt, hat es gefälligst dafür zu sorgen, dass ich weiterkomme - und nicht mit den Achseln zu zucken und zu sagen: Dein Problem - ach so, deine nicht (mehr) nutzbare Fahrkarte für den (bereits abgefahrenen) Folgezug ersetzen wir dir genau so wenig wie die Hotelkosten, weil dies der letzte Zug zum Ziel war. Ganz im Gegenteil, die EVUs nehmen dich dann auch noch aus, weil deine (augrund nicht durchbuchbarer Verbindungen - Globalpreis sei dank) Fahrkarte für den bereits abgefahrenen Zug nur gegen Aufschlag umgeschrieben werden kann - natürlich bezahlt dir diese Differenz niemand. Und wenn man deshalb den letzten Zug des Tages verpasst, interessieren die Hotelkosten bei gestückelten Fahrkarten auch niemanden - ist ja Problem des Fahrgastes, dass er dann nicht am Ziel ankommt.

Und genau diese Gleichgültigkeit der EVU kann es nicht sein...
Zitat
Ich, ich, ich ....alles was für mich am besten ist. Scheiß auf den Klimawandel, Scheiß auf die Nachhaltigkeit, bis die Auswirkungen voll da sind bin ich eh unter der Erde, sollen doch meine Kinder und Enkelkinder schauen was sie aus der Situation machen. Ich habe halt im Flieger genommen weil es für mich besser war.
Du wirst sehen, dass die Affinität für Bahnreisen ziemlich in den Keller gehen wird, wenn Fahrgäste auf Umsteigebahnhöfen im Ausland stranden und nicht die nächste (reservierungspflichtige) Verbindung nutzen dürfen, da man nicht kostenfrei umgebucht wird.
In Deutschland darf man i.d.R. (mit einem Fernverkehrsticket) den nächsten Zug nehmen, wobei das auch immer weiter eingeschränkt wird (siehe IRE Berlin-Hamburg).
Hallo,
ich kann hier als bekennender Bahnfan, aber auch aus gewissen Gründen mal Fluggast die Argumentation von warakorn nur unterstützen
Beispiel 1:
Flug von Tunis nach Köln, deutsche Airline, technische Probleme. Der Käptn versucht die Sache noch mit den Passagieren zu regeln es wurde eine Notrutsche beschädigt, in Konsequenz hätte er nur mit 50% Passagier-Kapazität starten dürfen. Angeboten für freiwillig zurückbleibende: Am nächsten Tag fliegen, Hotel wird bezahlt und zusätzlich eine Entschädigung. Dummerweise überwiegend tunesische Passagiere (wertfrei) aber versuch mal einem Tunesier eine bereits erhaltene Bordkarte abzuleiern, wird nie funktionieren. Riesen Tumult da kamen dann auch Sprüche auf z. B. 10 Euro auf den mit der Kappe (Tunesier mit ganz großer Klappe). Letztendlich hatte der Käptn den Kaffee auf und ist im Rahmen seiner noch vertretbaren Arbeitszeit leer nach Köln geflogen. Alle ins Hotel und am nächsten Tag ausgeflogen. Die Airline hat dann nach der üblichen Verzögerungstaktik erst mit Hilfe eines Anwalts die Kohle ausgerückt.
Beispiel 2:
Diesmal von tunesischen Flughafen mit tunesischer Airline auch nach Köln, sehr große Verspätung, 4 Personen, nach EU-Recht 1600 EUR Entschädigungsanspruch, auch Anwalt eingeschaltet. Ich hab ja Zeit und das ganze hat 4 Jahre gedauert. Airline hat sich taubgestellt und die Zustellung von Klageschriften und Urteil boykottiert. Letztendlich Versäumnisurteil erwirkt und vollstreckt: Tunesischer Flieger landet auf deutschem Flughafen, BuPo und Gerichtsvollzieher stehen bereit und pfänden erstmal die Bordkasse. Tunesischer Käptn muss (natürlich mit Rücksprache bei seinen tobenden Chefs) alle Kreditkarten zücken um die restlichen Mäuse beizubringen. Das dürfte auch noch einige Zeit in Anspruch genommen haben, eher wurde der Flieger nicht freigegeben. Damit haben die Passagiere dann⁶ aufgrund der Verspätung auch wieder Entschädigungsrechte gehabt und hoffentlich auch zumindest teilweise wahrgenommen. Ich habe meine 1600 EUR netto jedenfalls 1 Tag vor Heiligabend erhalten, die Kosten für den ganzen Klamauk dürften noch wesentlich höher gewesen sein, die hat der Gerichtsvollzieher mit Sicherheit vor Freigabe des Fliegers mit eingetrieben.
Resüme:
Durchhalten, wenn der Rechtsschutz mitspielt.
Leider sind solche Aktionen im Eisenbahnverkehr wohl nicht möglich, deshalb muss ich leider bei internationalen Reisen aus reinem Selbstschutz auf den Flieger ausweichen, schade.
Wolfgang
Zitat
Diesmal von tunesischen Flughafen mit tunesischer Airline auch nach Köln, sehr große Verspätung, 4 Personen, nach EU-Recht 1600 EUR Entschädigungsanspruch, auch Anwalt eingeschaltet.
Tolle Geschichte!
Aber seit wann gilt die Fluggastrechteverordnung bei einer Nicht EU-Airline, die von einem Nicht-EU Flughafen abfliegt?
wostei schrieb:
Leider sind solche Aktionen im Eisenbahnverkehr wohl nicht möglich, deshalb muss ich leider bei internationalen Reisen aus reinem Selbstschutz auf den Flieger ausweichen, schade.
Wolfgang
Genau das ist es nämlich - dank Stückelung hat man ja keine durchgehende Fahrkarte mehr - damit greift dann maximal die Verspätung des (ersten verspäteten) Zuges am Umsteigebahnhof.
Wenn's dumm kommt, ist dieser Zug keine 60 Minuten verspätet, ergo gibt es -trotz nicht mehr erreichbarem Ziel und den Kosten für Hotel/Umbuchung der anderen Tickets- keinen einzigen Cent zurück. Und selbst wenn es über 60 Minuten sind, dann ja nur pauschal den anteiligen Preis des Teiltickets und nicht des Gesamttickets.

Wenn man mal ein Beispiel nehmen will:
Fahrt aus Norddeutschland nach Innsbruck unter Nutzung des NightJet (Globalpreis) - hier gibt es keine Möglichkeit mehr, ein durchgehendes Ticket zu buchen - stattdessen wird gestückelt: DB-Ticket (oder Verbundpreise wie SH-Tarif/HVV) vom Abgangsbahnhof zum Umsteigebahnhof (z.B. Hamburg), dann Globalpreis Umsteigebahnhof-Innsbruck. Wenn dann der Zubringer in Norddeutschland zum NJ Verspätung hat und der NJ verpasst wird, gibt's für das NJ-Ticket keinen Cent zurück - es werden auch weder die Übernachtungskosten noch eine Umbuchung auf einen anderen Zug (z.B. ICE nach München + EC) übernommen; die Nutzung der NJ-Fahrkarte im nächsten Tagzug (ICE + EC) ist ebenfalls nicht möglich, da der NJ ja planmäßig gefahren ist. Ergo steht der Passagier ganz schön dumm da.

Im besten Fall gibt's für den Zubringerzug noch ein paar Euro zurück (die aber wohl keinerfalls Hotelkosten und/oder das ICE-Ticket decken) - im dümmsten Fall noch nicht mal mehr das, weil der Erstattungsbetrag unter 5 € liegt oder der Zug am Umsteigebahnhof weniger als 60 Minuten verspätet war.

Beim Flugzeug -wie richtig angedeutet- gibt es zumindest den Rechtsanspruch auf Entschädigung und die Airline hat sich um die Unterbringung zu kümmern (egal warum Flug A verspätet war, wenn man den Anschlussflug B nicht mehr erreicht). Und ja, auch wenn es manchmal recht "holprig" ist, diese Entschädigung zu bekommen, so ist es zumindest möglich - bei der Bahn gibt's nichts, außer einem feuchten Händedruck (wenn überhaupt)...
warakorn schrieb:
Zitat
Diesmal von tunesischen Flughafen mit tunesischer Airline auch nach Köln, sehr große Verspätung, 4 Personen, nach EU-Recht 1600 EUR Entschädigungsanspruch, auch Anwalt eingeschaltet.
Tolle Geschichte!
Aber seit wann gilt die Fluggastrechteverordnung bei einer Nicht EU-Airline, die von einem Nicht-EU Flughafen abfliegt?
Sie gilt, wenn die Airline in die EU fliegt.
Einzig bei Nicht-EU-Airline auf einer kompletten Nicht-EU-Strecke gilt sie nicht. aber in dem Moment, wo auch nur irgendwie die EU betroffen ist -egal ob es die Airline, der Abflug- oder Zielflughafen ist-, gilt die EU-Verordnung...
Genau - der Nightjet ist ein wunderschönes Beispiel.
Bis Juni 2018 galt eine Sondervereinbarung zwischen ÖBB PV und DB FV, die die Durchtarifierbarkeit ermöglicht hat.
Ich wette, dass sich beide Seiten bzgl. der Einnahmeaufteilung und Bepreisung nicht einig werden konnten. Wir sprechen hier von ÖBB PV und DB FV - zwei EVU, die i.d.R. gut und viel zusammenarbeiten.
Wie soll aber diese Zusammenarbeit zwischen einer DB FV und Trenitalia, Thalys oder Renfe vonstatten gehen? War das nicht mal so, dass DB Vertrieb keine Tickets von Thalys mehr verkauft hat?
Durchtarifierbarkeit - ohne einen Hammer aus Brüssel und den Nationalstaaten wird daraus nichts werden.
Ach so? Was bekommst du denn zurück wenn du deinen Eurowings Flug nach Innsbruck verpasst weil der Zubringer Verspätung hat?

Es ist immer wieder lustig wie hier mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Worüber man sich bei der Bahn aufregt, das ist beim Fliegen ganz normal.
Pfui Sparpreise mit Zugbindung, so eine Gängelung und so undurchsichtig. - Wie Flexpreis bedeutet nur ich kann vielleicht früher fliegen wenn noch Platz ist? Super, nehmen ich. Und dazu bekomme ich noch absolutes Preislotto? Ja perfekt, her damit.

Gleiches Spiel beim Durchbuchen. Vor und Nachlaug bis ins hinterste Dorf? Wer braucht sowas? Durchbuchen über Allianzen hinweg? Unnötig. Aber wehe ich kann mit der Bahn nicht ins letzte Dorf in China durchbuchen.
wostei schrieb:
Beispiel 2:
Diesmal von tunesischen Flughafen mit tunesischer Airline auch nach Köln, sehr große Verspätung, 4 Personen, nach EU-Recht 1600 EUR Entschädigungsanspruch, auch Anwalt eingeschaltet. Ich hab ja Zeit und das ganze hat 4 Jahre gedauert. Airline hat sich taubgestellt und die Zustellung von Klageschriften und Urteil boykottiert. Letztendlich Versäumnisurteil erwirkt und vollstreckt: Tunesischer Flieger landet auf deutschem Flughafen, BuPo und Gerichtsvollzieher stehen bereit und pfänden erstmal die Bordkasse. Tunesischer Käptn muss (natürlich mit Rücksprache bei seinen tobenden Chefs) alle Kreditkarten zücken um die restlichen Mäuse beizubringen. Das dürfte auch noch einige Zeit in Anspruch genommen haben, eher wurde der Flieger nicht freigegeben. Damit haben die Passagiere dann⁶ aufgrund der Verspätung auch wieder Entschädigungsrechte gehabt und hoffentlich auch zumindest teilweise wahrgenommen. Ich habe meine 1600 EUR netto jedenfalls 1 Tag vor Heiligabend erhalten, die Kosten für den ganzen Klamauk dürften noch wesentlich höher gewesen sein, die hat der Gerichtsvollzieher mit Sicherheit vor Freigabe des Fliegers mit eingetrieben.
Resüme:
Durchhalten, wenn der Rechtsschutz mitspielt.
Leider sind solche Aktionen im Eisenbahnverkehr wohl nicht möglich, deshalb muss ich leider bei internationalen Reisen aus reinem Selbstschutz auf den Flieger ausweichen, schade.
Da habe ich hier vor etwa 2 Jahren doch mal eine ähnliche Geschichte gelesen, wobei ein Gerichtsvollzieher in München beim Abfahrt eines TGV auch die Bordkasse gepfändet hat, weil die SNCF eine Entschädigung nicht zahlte.

Gruß,
Rian
MrEnglish schrieb:
Ach so? Was bekommst du denn zurück wenn du deinen Eurowings Flug nach Innsbruck verpasst weil der Zubringer Verspätung hat?
Der Vergleich hinkt nicht mal mehr...

Wenn, dann müsstest du schon den Vergleich mit durchweg ausgestellten Flügen bringen - und die gibt es.
Die Lufthansa ist z.B. in der Lage, für einen umstiegsbehafteten Flug Frankfurt-San Francisco-Honolulu ein durchgehendes Ticket auszustellen, selbst wenn sie die Strecke San Francisco-Honolulu weder selbst fliegt, noch der Flug als Code Share angeboten wird.
Trotzdem haftet sie bei Verspätung des Interkontinentalflugs und bucht dich kostenfrei auf den nächsten Flug nach Honolulu um.

Wenn du natürlich -weil Geiz geil ist- stattdessen stückelst und "nur" Frankfurt-San Francisco bei der LH und San Francisco-Honolulu bei United buchst, um den letzten Cent sparen zu können, hast du es selbst so gewollt.

Und komischerweise klappt das mit Innsbruck im Rahmen der CIV-Tarifierung bei Tagzügen (sofern man nicht die globalpreispflichtigen Italien-EC nutzt) wunderbar, dass man eine durchgehende Fahrkarte bis Innsbruck ausgestellt bekommt.
Nur mit globalpreispflichtigen Zügen wie den Italien-EC oder den NightJets klappt's auf einmal nicht mehr und das Risiko bei Anschlußverlust wird komplett auf den Kunden abgewälzt - wobei es auch dort kein Problem wäre, eine durchgehende Fahrkarte unter Aufaddierung aller Preisbestandteile der Einzelstrecken auszustellen. Nur müsste dann natürlich der Beförderer -im Gegensatz zu gestückelten Tickets- auch für Anschlußverluste aufkommen.

Wie gesagt - bei der Bahn würde es gehen, wenn man wollte - genau dafür gibt's CIV-Tarif ja eigentlich. Nur wenn man es nicht will und den Kunden mit Globalpreisen und nicht zusammenhängenden Tickets Steine in den Weg wirft, darf man sich nicht wundern, wenn die Kunden abwandern.
Ein Freund hatte mal über Skyscanner einen Flug USA-Berlin mit Umsteigen in London Gatwick gebucht.Langstrecke mit Norwegian, London-Berlin mit EasyJet. Eigentlich mit Anschlussrisiko beim Fluggast, jedoch für 26€ ließ sich eine Versicherung dazu buchen, damit ist es so, als hätte man ein durchgehenden Ticket. Dennoch war das ganze billiger als Flüge mit durchgehendem Ticket.

Warum gibt es sowas nicht bei der Bahn?
Da hinkt gar nichts. Flughäfen sind nicht mal annähernd so dicht gesät wie Bahnhöfe und man benötigt fast immer einen nicht vom Flugticket erfassten Zubringer. Um mal beim Beispiel Innsbruck zu bleiben, dorthin kann man von ganzen drei deutschen Flughäfen fliegen (und ich ignoriere jetzt mal,dass das Büro von Frankfurt täglich geht). Wie viele Halte hat der Nightjet in Deutschland?
Auch bei der Bahn bekomme ich durchgehende Tickets über mehrere EVU hinweg, nur eben nicht für alle Kombinationen. Aber das ist genau das was ich meinte, bei der Bahn sucht man sich die Beispiele raus die nicht funktionieren, bei den Airlines aber die die funktionieren. Da wird mit zweierlei Maß gemessen.

Übrigens gibt es bei der Bahn sogar die Möglichkeit, dass man selbst wenn man zuggebundene Tickets stückelt kostenlos weiterbefördert wird wenn man den Anschluss verpasst. Mir wäre nicht bekannt, dass das in der Luft auch geht, aber da lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Die EU möchte sogar die Fahrgastrechte auf gestückelte Tickets erweitern wenn sie in einem Vorgang gekauft werden, auch das wäre mir für die Luftfahrt nicht bekannt.
Schmalspurbahnfreund schrieb:
Ein Freund hatte mal über Skyscanner einen Flug USA-Berlin mit Umsteigen in London Gatwick gebucht.Langstrecke mit Norwegian, London-Berlin mit EasyJet. Eigentlich mit Anschlussrisiko beim Fluggast, jedoch für 26€ ließ sich eine Versicherung dazu buchen, damit ist es so, als hätte man ein durchgehenden Ticket. Dennoch war das ganze billiger als Flüge mit durchgehendem Ticket.

Warum gibt es sowas nicht bei der Bahn?
Weil sich offenbar kein privater Anbieter findet der sowas anbietet (oder doch?). Es wäre mir neu wenn sowas bei der Bahn verboten wäre. Allerdings muss man da aufpassen. Das ist eine private Versicherungsleistung und keine Fluggastrechte nach EU Verordnung. Da muss man genau hinschauen wie die Bedingungen sind, welche Einschränkungen gelten und was genau überhaupt versichert ist. Das ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie.
Die EU wollte ja aber mal im Bahnsektor für genau solche Fälle, ein Händler stückelt für einen die Tickets, die Fahrgastrechte ausweiten (was ist daraus eigentlich geworden?), dann sieht die Situation anders aus. Die Frage ist natürlich welche Auswirkungen das dann genau hat. Mögliche Szenarien wären, dass dir kein Händler mehr solche Stückelungen anbietet, weil er das Risiko nicht tragen kann (oder will), oder, dass solche Tickets deutlich teurer werden um das Risiko abzudecken.

Was natürlich absolut nicht geht ist, dass man Fahrgastrechte für selbst gestückelte Verbindungen gewährt. Man muss den Unternehmen gegen die hinterher Ansprüche bestehen schon die Möglichkeit geben zu entscheiden was eine realistische Verbindung ist und was nicht. Sonst kommen irgendwelche Schlaumeier daher und stückelt mit Turnschuhanschlüssen quer durch Europa, das Risiko tragen ja Andere. Natürlich könnte man dem mit einer pauschalen Übergangszeit entgegenwirken, aber das macht die Sache praktisch nutzlos. Man müsste sich dabei ja an den Extremfällen orientieren, und das dürften Eurostaranschlüsse oder Umsteigeverbindungrn mit Bahnhofswechsel sein. Wenn das der Maßstab ist, dann kann man das für normale Umstiege vergessen.

Unwichtiges Thema

geschrieben von: Betrieblicher Grund

Datum: 15.09.20 09:16

Bei der ZEIT ist der Artikel bereits nach weniger als einem Tag in den hintersten Winkel gerutscht. Stattdessen als Dauerfeuer ganz vorne der böse Trump, das gefährliche Virus, der böse Putin, die "Geflüchteten" auf Lesbos und natürlich jeden Tag irgendein Genderthema.

Deutlicher kann das "Bildungsbürgertum" nicht zeigen, wie piepegal ihm die wirklichen Umweltthemen sind. Vorgeschobener Aktionismus.

Orbi, hilf uns!
MrEnglish schrieb:
Da hinkt gar nichts. Flughäfen sind nicht mal annähernd so dicht gesät wie Bahnhöfe und man benötigt fast immer einen nicht vom Flugticket erfassten Zubringer. Um mal beim Beispiel Innsbruck zu bleiben, dorthin kann man von ganzen drei deutschen Flughäfen fliegen (und ich ignoriere jetzt mal,dass das Büro von Frankfurt täglich geht). Wie viele Halte hat der Nightjet in Deutschland?
Auch bei der Bahn bekomme ich durchgehende Tickets über mehrere EVU hinweg, nur eben nicht für alle Kombinationen. Aber das ist genau das was ich meinte, bei der Bahn sucht man sich die Beispiele raus die nicht funktionieren, bei den Airlines aber die die funktionieren. Da wird mit zweierlei Maß gemessen.
Nein, es wird nicht mit zweierlei Maß gemessen.
Um mal beim Beispiel mit dem NightJet zu bleiben: Warum kann man mit Tagzügen -mit Ausnahme der Italien-EC- durchgehende Tickets DB-ÖBB bekommen, während es mit dem Nachtzug in genau der gleichen Kombination von EVU - DB-ÖBB - nicht möglich sein sollte?
Lufthansa und United begrenzen die Ticketkombination ja auch nicht auf 3 Flüge am Tag, sondern es geht generell, dass mit LH alle United-Flüge gebucht werden können (und anders herum).

Das sich andere EVU zickig zeigen (Beispiel war da ja der EuroStar, der so gut wie mit niemandem kooperieren will), steht doch auf einem anderen Blatt.

Zitat:
Übrigens gibt es bei der Bahn sogar die Möglichkeit, dass man selbst wenn man zuggebundene Tickets stückelt kostenlos weiterbefördert wird wenn man den Anschluss verpasst.
Seit wann das? Das ist genau der Punkt, dass dies NICHT der Fall ist - der Fahrgast mit gestückelten Tickets eben die A-Karte gezogen hat.
Oder meinst du die Weiterbeförderung bei Nutzung eines Tickets mit mehreren zuggebundenen Teilstrecken (was ja einem durchgehenden Flugticket einer Airline entsprechen würde)?

Zitat:
Mir wäre nicht bekannt, dass das in der Luft auch geht, aber da lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Richtig...

Zitat:
Die EU möchte sogar die Fahrgastrechte auf gestückelte Tickets erweitern wenn sie in einem Vorgang gekauft werden, auch das wäre mir für die Luftfahrt nicht bekannt.
Also ist "dass man selbst wenn man zuggebundene Tickets stückelt[,] kostenlos weiterbefördert wird[,] wenn man den Anschluss verpasst" doch noch keine Realität, sondern nur ein Traum.
Nur solange man hier nicht -ähnlich wie im Flugsektor- zumindest eine Regelung findet, dass dieses Rumgestückel seitens der Bahnverwaltungen aufhört und trotz Globalpreisen dann ein durchgehendes Ticket ausgestellt werden muss -ODER- die in einem zusammenhängenden Buchungsvorgang erworbenen Teil-Tickets bei den Fahrgastrechten wie ein Gesamtticket behandeln (wird derzeit ebenfalls nicht gemacht), sehe ich für die Fahrgäste schwarz.

Um mal bei dem Beispiel mit dem NightJet zu bleiben und zu zeigen, wie abstrus die Situation ist:
In einem Buchungsvorgang bei der ÖBB gebuchte Verbindung Bruneck-Innsbruck-Hamburg [Innsbruck-Hamburg im Nightjet]:
- 3(!) Tickets
* Bruneck-Innsbruck 2. Klasse nach CIV
* Übergang Franzensfeste-Innsbruck 2. Klasse nach CIV
* NightJet Innsbruck-Hamburg

Wohlgemerkt genau so von der Buchungsseite der ÖBB in einem einzigen Buchungsvorgang verkauft, nicht selbst gestückelt!
Wenn der EC aus Italien verspätet in Innsbruck ankommt -was an dem Tag sogar der Fall war- hat der Passagier die A-Karte gezogen und kann -gegen Aufpreis- im EC weiter bis München und hoffen, dass der EC den NJ noch einholt bzw. den NJ durch den längeren Aufenthalt in München noch erreicht. Nichts mit kostenloser Weiterbeförderung nach EU-Fahrgastrechten...
Nachtzug schrieb:
kmueller schrieb:
Wenn in der Praxis Fahrten schon nach Ungarn oder Italien hinein aufgrund der Rechtlosigkeit des Kunden indiskutabel sind und von niemandem außer Rucksackreisenden noch in Erwägung gezogen werden – wozu braucht man dann Bahnbauten über die Ballungsräume hinaus oder gar 'europäische Korridore'? Auch so kommen 'Nimby'-Initiativen zustande.
Hast du Beweise dafür, dass Züge nach Italien nur von Rucksacktouristen genutzt werden? Nehmen wir doch mal die Eurocitys über die Brenner Strecke, den Nachtzug München - Rom oder den ECE Frankfurt - Mailand. Alle Fahrten, die ich mit diesen Zügen gemacht habe, wurden nur zu kleinen Teilen von Rucksacktouristen genutzt. Auch die Rejects Richtung Budapest sind mit ganz normalen Fahrgästen besetzt.
Mir fällt auf, daß entlang aller genannter Strecken der lokale und nationale Verkehr den internationalen weit überwiegt, obwohl am Ende eine (im Falle Malands faktische oder wirtschaftliche) Landeshauptstadt und Metropole liegt. Wirklich interessant wird es, sobald man – wie in den Beispielen des VP – über 'Banknoten' wie Mailand oder Budapest hinausfahren will. Oder eine sogenannten 'Europäische Magistrale' wie Rotterdem-Genua in voller Länge abfahren. Um sich bei Störungen richtig großen Ärger einzuhandeln, reichen international schon 500km lange (Luftlinie) Strecken wie Bochum-London (und ggf. ein Stück weiter).

Den Bahnen gelingt es, sogar Kurzstrecken wie Düsseldorf-Brüssel gründlich zu vermurksen. Im Fall NRW-Benelux ist es besonders instruktiv, sich die Entwicklung des internationalen Zugangebots parallel zur Entwicklung der grenzüberschreitenden Autobahnen während der letzten Jahrzehnte anzusehen. Da steht ungefähr eine Drittelung ungefähr einer Verdreifachung gegenüber (eine Enwicklung, zu der seit etwa 15 Jahren auch ich beigetragen habe).
warakorn schrieb:
Zitat
Man klagt den Schaden ein, vom Taxi bis zum geplatzten Geschäft. Ohne gesetzliche Grundlage gibts nur die Alternative, sich vor dem Kaiser bzw. Ronald Pofalla in den Staub zu werfen und um Gnade zu bitten. Und das nächste Mal zu fliegen.

In Ungarn und insb. in Italien ist eine Klage doch eher ein aussichtsloses Unterfangen.
Hatte hier nicht jmd. im Forum einmal die SNCF erfolgreich in Frankreich verklagt - konnte die Forderung aber nicht vollstrecken, weil sich die SNCF auf Abkommen aus der Kaiserzeit bezogen hat?

Da setze ich mich lieber in den Flieger mit Abflugsort Deutschland, um ein entferntes Ziel in der EU zu erreichen.
Genau das wollte ich mit dem letzten Satz meines Postings sagen.

Mit der Berufung auf die Kaiserzeit wäre es aus, wenn die EU – wie im Fall der Fliegerei – für das Bahnwesen wasserdichte neue Regelungen erließe. Den in der Kaiserzeit feststeckenden und sich dort krampfhaft festhaltenden Bahnen (anscheinend besonders den als AG verfaßten) ist offenbar nicht klar, daß die Enschädigungspflicht für die Fliegerei faktisch zum Wettbewerbsvorteil wird.
ReneRomann schrieb:
Wenn ein EVU in der Reisekette aufgrund von welchen Umständen auch immer mich nicht pünktlich zum Umstiegsort bringt, hat es gefälligst dafür zu sorgen, dass ich weiterkomme - und nicht mit den Achseln zu zucken und zu sagen: Dein Problem - ach so, deine nicht (mehr) nutzbare Fahrkarte für den (bereits abgefahrenen) Folgezug ersetzen wir dir genau so wenig wie die Hotelkosten, weil dies der letzte Zug zum Ziel war. Ganz im Gegenteil, die EVUs nehmen dich dann auch noch aus, weil deine (augrund nicht durchbuchbarer Verbindungen - Globalpreis sei dank) Fahrkarte für den bereits abgefahrenen Zug nur gegen Aufschlag umgeschrieben werden kann
Ein solches Verhältnis des Typs 'Tributpflichtige und Tributempfänger' verband User @warakorn weiter oben völlig zu Recht mit der "Kaiserzeit".
MrEnglish schrieb:
Ach so? Was bekommst du denn zurück wenn du deinen Eurowings Flug nach Innsbruck verpasst weil der Zubringer Verspätung hat?
Hier fehlt eine gesetzliche Regelung, die alle Beteiligten an einer Reisekette verpflichtet, bei Anschlußbruch ohne Mehrkosten für nächstmögliche Weiterbeförderung zu sorgen. Von überall, wo es Direktflüge nach Innsbruck gibt, kommt man ganz sicher noch irgendwie anders hin. Guck dir mal an, was Portale wie jetcost.com alles an Verbindungen kennen (man kann aufgrund des von dir aufgeworfenen Problems leider eben viele nicht nutzten).

Mich persönlich stört das nicht, weil es zu den für mich interessanten Zielen in Österreich mittlerweile ab Köln Direktflüge gibt, die kostenmäßig häufig sogar den DB-Pseudosparpreis unterbieten.
MrEnglish schrieb:
Ach so? Was bekommst du denn zurück wenn du deinen Eurowings Flug nach Innsbruck verpasst weil der Zubringer Verspätung hat?

Es ist immer wieder lustig wie hier mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Worüber man sich bei der Bahn aufregt, das ist beim Fliegen ganz normal.
Pfui Sparpreise mit Zugbindung, so eine Gängelung und so undurchsichtig. - Wie Flexpreis bedeutet nur ich kann vielleicht früher fliegen wenn noch Platz ist? Super, nehmen ich. Und dazu bekomme ich noch absolutes Preislotto? Ja perfekt, her damit.

Gleiches Spiel beim Durchbuchen. Vor und Nachlauf bis ins hinterste Dorf? Wer braucht sowas? Durchbuchen über Allianzen hinweg? Unnötig. Aber wehe ich kann mit der Bahn nicht ins letzte Dorf in China durchbuchen.
Wenn es darauf ankommt, allen solchen Ärger zu vermeiden, nimmt man im Regelfall für kurze und mittlere Strecken natürlich das Auto. Erst deutlich oberhalb 500km wird die Fliegerei überhaupt interessant. Beim Auto ist das Durchbuchen nie ein Problem, selbst wenn es durch drei oder vier Staaten geht, und auch verpaßte Anschlüsse kommen einfach nicht vor.

Re: Unwichtiges Thema

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.09.20 10:57

Betrieblicher Grund schrieb:
Bei der ZEIT ist der Artikel bereits nach weniger als einem Tag in den hintersten Winkel gerutscht. Stattdessen als Dauerfeuer ganz vorne der böse Trump, das gefährliche Virus, der böse Putin, die "Geflüchteten" auf Lesbos und natürlich jeden Tag irgendein Genderthema.

Deutlicher kann das "Bildungsbürgertum" nicht zeigen, wie piepegal ihm die wirklichen Umweltthemen sind. Vorgeschobener Aktionismus.
Ich hoffe, es gibt auch regelmäßig Artikel über Tesla? Damit kann man schon ab 60_000 EUR beim Umweltschutz mitmachen.

Re: Unwichtiges Thema

geschrieben von: Traumflug

Datum: 15.09.20 13:26

Betrieblicher Grund schrieb:
Bei der ZEIT ist der Artikel bereits nach weniger als einem Tag in den hintersten Winkel gerutscht.
Dafür gibt's drei neue Artikel auf der Titelseite:

[www.zeit.de]

[www.zeit.de]

[www.zeit.de]

Zeit Online ist in Sachen ÖV schon recht gut dabei.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
ReneRomann schrieb:
Zitat:
Zitat:
Übrigens gibt es bei der Bahn sogar die Möglichkeit, dass man selbst wenn man zuggebundene Tickets stückelt kostenlos weiterbefördert wird wenn man den Anschluss verpasst.
Seit wann das? Das ist genau der Punkt, dass dies NICHT der Fall ist - der Fahrgast mit gestückelten Tickets eben die A-Karte gezogen hat.
Oder meinst du die Weiterbeförderung bei Nutzung eines Tickets mit mehreren zuggebundenen Teilstrecken (was ja einem durchgehenden Flugticket einer Airline entsprechen würde)?

Vermutlich meint er HOTNAT des Railteam (https://de.wikipedia.org/wiki/Railteam#HOTNAT_(Hop_on_the_next_available_train)): Wenn man durch Verspätung eines Hochgeschwindigkeitszugs eine Hochgeschwindigkeitszug verpasst, darf man den nächsten nehmen, egal wer den betreibt. Habe ich auch schon genutzt. Da sollte man am Schalter einen entsprechenden Stempel auf die Anschlussfahrkarte erhalten (der deutsche "Zugbindung aufgehoben" reicht nicht, es sollte der Railteam-HOTNAT-Stempel sein).



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 15:16.
TGV4402 schrieb:
"Ein internationales Bahnticket zu buchen, muss mindestens so einfach werden wie heute die Buchung eines Flugtickets"

Vollkommen unrealistische Forderung. Ein Flugzeug fliegt von Flughafen A nach Flughafen B. Dabei ist in der Regel nur eine Fluggesellschaft beteiligt.

Kauft mal in Spanien ein Ticket z. B. nach Pforzheim oder in die Schweiz. Das ist garnicht möglich. Bestenfalls in einem durchgehenden Zug.

Oder kauft mal in Frankreich ein Ticket über Luxemburg nach Deutschland.

Das mag unrealistisch klingen, aber eine gewisse Nachfrage gibt es doch dafür und wäre nur eine logische Konsequenz im Sinne einer CO2-freundlichen Verkehrspolitik.

Fun fact: Gerade gestern habe ich um WE ein Ticket Luxembourg - Brüssel - Köln - Trier gebucht. Auf der DB-Seite. Das funktioniert gut. Zumindest mit den luxemburgischen und belgischen ICs sowie dem ICE ab Brüssel, nicht aber mit Thalys-Zügen.

Grüsse ins Forum, Frank
ReneRomann schrieb:
MrEnglish schrieb:
Ach so? Was bekommst du denn zurück wenn du deinen Eurowings Flug nach Innsbruck verpasst weil der Zubringer Verspätung hat?
Der Vergleich hinkt nicht mal mehr...

Wenn, dann müsstest du schon den Vergleich mit durchweg ausgestellten Flügen bringen - und die gibt es.
Die Lufthansa ist z.B. in der Lage, für einen umstiegsbehafteten Flug Frankfurt-San Francisco-Honolulu ein durchgehendes Ticket auszustellen, selbst wenn sie die Strecke San Francisco-Honolulu weder selbst fliegt, noch der Flug als Code Share angeboten wird.
Trotzdem haftet sie bei Verspätung des Interkontinentalflugs und bucht dich kostenfrei auf den nächsten Flug nach Honolulu um.

Wenn du natürlich -weil Geiz geil ist- stattdessen stückelst und "nur" Frankfurt-San Francisco bei der LH und San Francisco-Honolulu bei United buchst, um den letzten Cent sparen zu können, hast du es selbst so gewollt.

Und komischerweise klappt das mit Innsbruck im Rahmen der CIV-Tarifierung bei Tagzügen (sofern man nicht die globalpreispflichtigen Italien-EC nutzt) wunderbar, dass man eine durchgehende Fahrkarte bis Innsbruck ausgestellt bekommt.
Nur mit globalpreispflichtigen Zügen wie den Italien-EC oder den NightJets klappt's auf einmal nicht mehr und das Risiko bei Anschlußverlust wird komplett auf den Kunden abgewälzt - wobei es auch dort kein Problem wäre, eine durchgehende Fahrkarte unter Aufaddierung aller Preisbestandteile der Einzelstrecken auszustellen. Nur müsste dann natürlich der Beförderer -im Gegensatz zu gestückelten Tickets- auch für Anschlußverluste aufkommen.

Wie gesagt - bei der Bahn würde es gehen, wenn man wollte - genau dafür gibt's CIV-Tarif ja eigentlich. Nur wenn man es nicht will und den Kunden mit Globalpreisen und nicht zusammenhängenden Tickets Steine in den Weg wirft, darf man sich nicht wundern, wenn die Kunden abwandern.
Dazu nur kleine Anmerkung: Bei Tagzügen klappt das auch MIT den vermeintlich globalpreispflichtigen Italien-EC: Für Hamburg - (ICE) - München - Fortezza- Brunico gibt es online von zu Hause Flex- und Sparpreise.

Grüße

Josef

Schön, dass Sie da sind! Halten Sie Abstand und überholen Sie nicht!
kmueller schrieb:
Mit der Berufung auf die Kaiserzeit wäre es aus, wenn die EU – wie im Fall der Fliegerei – für das Bahnwesen wasserdichte neue Regelungen erließe. Den in der Kaiserzeit feststeckenden und sich dort krampfhaft festhaltenden Bahnen (anscheinend besonders den als AG verfaßten) ist offenbar nicht klar, daß die Enschädigungspflicht für die Fliegerei faktisch zum Wettbewerbsvorteil wird.
Leider ist vielen Mitgliedsstaaten auch nicht klar, dass man bessere Regelungen für den Bahnverkehr braucht. Sie folgen "ihren" Bahnen und wehren sich heftig dagegen. Das Parlement sieht das anders und z.Z. erscheint ein Kompromiss sehr schwierig.

Gruß,
Rian
Elztalbahn schrieb:
ReneRomann schrieb:
Zitat:
Zitat:
Übrigens gibt es bei der Bahn sogar die Möglichkeit, dass man selbst wenn man zuggebundene Tickets stückelt kostenlos weiterbefördert wird wenn man den Anschluss verpasst.
Seit wann das? Das ist genau der Punkt, dass dies NICHT der Fall ist - der Fahrgast mit gestückelten Tickets eben die A-Karte gezogen hat.
Oder meinst du die Weiterbeförderung bei Nutzung eines Tickets mit mehreren zuggebundenen Teilstrecken (was ja einem durchgehenden Flugticket einer Airline entsprechen würde)?

Vermutlich meint er HOTNAT des Railteam (https://de.wikipedia.org/wiki/Railteam#HOTNAT_(Hop_on_the_next_available_train)): Wenn man durch Verspätung eines Hochgeschwindigkeitszugs eine Hochgeschwindigkeitszug verpasst, darf man den nächsten nehmen, egal wer den betreibt. Habe ich auch schon genutzt. Da sollte man am Schalter einen entsprechenden Stempel auf die Anschlussfahrkarte erhalten (der deutsche "Zugbindung aufgehoben" reicht nicht, es sollte der Railteam-HOTNAT-Stempel sein).
Wobei das dann aber auch wieder nur auf durchgenden Fahrkarten weiterhilft - mit gestückelten Fahrkarten wiederum, weil keine durchgehende Fahrkarte ausgestellt wird...
Für durchgehende Fahrkarten brauche ich kein HOTNAT, da greifen die Fahrgastrechte. Einzig die SBB könnte sich da quer stellen mangels EU Mitgliedschaft der Schweiz.
HOTNAT kann man größtenteils vergessen.
HOTNAT gilt nicht, wenn man in Paris Est verspätet ankommt - und von Paris Nord/Lyon/Montparnasse weiterfahren möchte.

Meine volle Unterstützung ist da sicher

geschrieben von: Palatino

Datum: 16.09.20 12:55

Ich habe 1987, 1990 und 1996 für meine Eisenbahnfreundevereine mehrtägige Gruppenreisen per Bahn nach und durch Großbritannien organisiert. Da war die Fahrkartenbeschaffung noch mit die einfachste Übung. Bei den beiden ersten Reisen konnte ich dies direkt bei der Fahrkartenausgabe meines Bahnhofs Landau erledigen lassen. Bei der letzten Reise habe ich alle Daten dort abgegeben und erhielt wenige Tage später einen Anruf, dass alle Unterlagen zur Abholung bereit lagen, ausgeführt wurde alles in Karlsruhe Hbf. Und bei allen Reisen haben alle Buchungen und Reservierungen minutiös funktioniert.

So um 2015 wurde ich angesprochen, wieder einmal eine solche Tour zu organisieren. Als ich dabei in die Feinplanung einstieg und es an die Zugbuchungen ging, war ich erschüttert, wie das ablaufen sollte. In Landau oder Karlsruhe hätte man mir die Fahrkarten maximal bis London ausstellen können, alles weitere hätte ich bei den örtlichen Bahnverwaltungen erledigen müssen. Nach langem Forschen konnte ich herausfinden, dass für die angedachten Zugfahrten sechs verschiedene Privatunternehmen zuständig gewesen wären. Das hätte einen unzumutbaren Aufwand bedeutet, zumal ich zu Hause damals nur Schlaftabletten-Internet hatte. Deshalb habe ich irgendwann das Handtuch geworfen. Statt dessen sind wir mit einem Billigflieger zur Isle of Man geflogen und haben uns dort wunderbar mit einer Netzkarte auf der ganzen Insel bewegen können. Buchungsaufwand zusamen keine 30 Minuten!

Daher sehne ich mich nach der Möglichkeit, an einer Stelle alle Arten von Fahrkarten für Auslandsreisen buchen zu können. Denn irgendwie habe ich große Lust, mir mal wieder Lissabons Straßenbahnen anzusehen - und dazu mit dem Zug anzureisen. Aber im Moment schreckt mich der Buichungswirrwarr noch gewaltig ab.

Grüße aus der Pfalz
Hubert
SPS schrieb:
ReneRomann schrieb:
Und komischerweise klappt das mit Innsbruck im Rahmen der CIV-Tarifierung bei Tagzügen (sofern man nicht die globalpreispflichtigen Italien-EC nutzt) wunderbar, dass man eine durchgehende Fahrkarte bis Innsbruck ausgestellt bekommt.
Nur mit globalpreispflichtigen Zügen wie den Italien-EC oder den NightJets klappt's auf einmal nicht mehr und das Risiko bei Anschlußverlust wird komplett auf den Kunden abgewälzt
Dazu nur kleine Anmerkung: Bei Tagzügen klappt das auch MIT den vermeintlich globalpreispflichtigen Italien-EC: Für Hamburg - (ICE) - München - Fortezza- Brunico gibt es online von zu Hause Flex- und Sparpreise.
Was passiert denn, wenn man infolge Anschlußverlust aus einer Verbindung mit Tagzügen in eine Reisekette mit Nachtzügen gerät (oder umgekehrt). Möglichst noch aus einem DB/ÖBB-Zug in einen italienischen (oder umgekehrt, sofern man Rom-Innsbruck/München in Italien überhaupt kaufen kann).
kmueller schrieb:
Was passiert denn, wenn man infolge Anschlußverlust aus einer Verbindung mit Tagzügen in eine Reisekette mit Nachtzügen gerät (oder umgekehrt). Möglichst noch aus einem DB/ÖBB-Zug in einen italienischen (oder umgekehrt, sofern man Rom-Innsbruck/München in Italien überhaupt kaufen kann).
Ein weiterer Grund für Nacht-HGV: Bei Anschlussverlust gilt dann Railteam HOTNAT.

Gilt für HOTNAT eigentlich die alte Hochgeschwindigkeitszugdefinition, die mindestens eine vmax von 250 km/h erfordert, oder die TSI-Definition von 2004, bei der 190 km/h ausreichen?
warakorn schrieb:
HOTNAT kann man größtenteils vergessen.
HOTNAT gilt nicht, wenn man in Paris Est verspätet ankommt - und von Paris Nord/Lyon/Montparnasse weiterfahren möchte.
Auf der HOTNAT-Seite des Railteams steht das Gegenteil (die vier genannten Bahnhöfe werden für HOTNAT als einer betrachtet)):

[www.railteam.eu]

Re: Meine volle Unterstützung ist da sicher

geschrieben von: JanH

Datum: 16.09.20 16:43

Palatino schrieb:Zitat:
So um 2015 wurde ich angesprochen, wieder einmal eine solche Tour zu organisieren. Als ich dabei in die Feinplanung einstieg und es an die Zugbuchungen ging, war ich erschüttert, wie das ablaufen sollte. In Landau oder Karlsruhe hätte man mir die Fahrkarten maximal bis London ausstellen können, alles weitere hätte ich bei den örtlichen Bahnverwaltungen erledigen müssen. Nach langem Forschen konnte ich herausfinden, dass für die angedachten Zugfahrten sechs verschiedene Privatunternehmen zuständig gewesen wären.
Dass sich die Briten aus dem internationalen Tarif zurückgezogen haben, ist für so etwas natürlich unschön, aber innerhalb Großbritanniens hat man eigentlich nach wie vor ein betreiberübergreifendes Tarifsystem (eine der Sachen, die man bei der dortigen Bahnreform immerhin richtig gemacht hat) mit einer gemeinsamen Auskunftsplatform in Form von nationalrail.co.uk, und bei dem jeder Betreiber mehr oder weniger alle Fahrkarten verkaufen kann, inklusive auch Sparpreise anderer Anbieter. Ob ein, zwei, oder sechs EVUs auf der gewünschten Fahrtroute nötig sind, sollte damit eigentlich keine Rolle spielen… (aber wenn das nicht ausreichend kommuniziert wird, hilft das natürlich auch nichts)

Nebenbei hat sich dort übrigens in den letzten Jahren dort auch die Position herauskristallisiert, dass grundsätzlich selbst bei vom Kunden eigenständig gestückelten Fahrkarten durchgängige Fahrgastrechte gelten, solange die Verbindung die Mindestübergangszeiten gemäß Fahrplanauskunft einhält. Nur bei Sparpreisen ist man strikter: Die müssen wie gebucht abgefahren werden und auch insbesondere vorzeitig aussteigen ist tabu – wenn man erwischt wird, heißt es ggf. dann nachzahlen.
Elztalbahn schrieb:
Gilt für HOTNAT eigentlich die alte Hochgeschwindigkeitszugdefinition, die mindestens eine vmax von 250 km/h erfordert, oder die TSI-Definition von 2004, bei der 190 km/h ausreichen?
Weder noch. Es gelten die Produktklassen der Railteam-Mitglieder: Eurostar, ICE, ÖBB Railjet, TGV, TGV Lyria, Thalys.

Gruß
Oer
Oer schrieb:
Elztalbahn schrieb:
Gilt für HOTNAT eigentlich die alte Hochgeschwindigkeitszugdefinition, die mindestens eine vmax von 250 km/h erfordert, oder die TSI-Definition von 2004, bei der 190 km/h ausreichen?
Weder noch. Es gelten die Produktklassen der Railteam-Mitglieder: Eurostar, ICE, ÖBB Railjet, TGV, TGV Lyria, Thalys.
Wie konntest du (Korrektur: Wie konnte der User @Elztalbahn) mir dann oben einen Wechsel zwischen IC/EC und Nachtzug (und ggf. italienischem Binnen-Schnellzug; keine Ahnung, was man sich speziell dort an sinnlosen 'Produkt'bezeichnungen ausgedacht hat) als problemlos darstellen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 18:06.
kmueller schrieb:
Oer schrieb:
Elztalbahn schrieb:
Gilt für HOTNAT eigentlich die alte Hochgeschwindigkeitszugdefinition, die mindestens eine vmax von 250 km/h erfordert, oder die TSI-Definition von 2004, bei der 190 km/h ausreichen?
Weder noch. Es gelten die Produktklassen der Railteam-Mitglieder: Eurostar, ICE, ÖBB Railjet, TGV, TGV Lyria, Thalys.
Wie konntest du mir dann oben einen Wechsel zwischen IC/EC und Nachtzug (und ggf. italienischem Binnen-Schnellzug; keine Ahnung, was man sich speziell dort an sinnlosen 'Produkt'bezeichnungen ausgedacht hat) als problemlos darstellen?
Das war nicht ich. Ich habe lediglich dargestellt, was HOTNAT heute ist. Es ist ein Produkt einer kommerziellen Allianz von einer Handvoll Bahnen. Und mit italienischem Binnenschnellzug hat HOTNAT schon gar nichts am Hut, denn weder FS noch Italo sind Railteam-Mitglieder. Dass man das HOTNAT-Prinzip erweitern und auch in anderen Zusammenhängen anwenden kann, sei dahingestellt. Aber es wird auf einer Vereinbarung von Bahnen untereinander fußen müssen, die dann die Bedingungen dafür definieren werden. Etwaige Entschädigungsregelungen nach EU-Fahrgastrechteverordnung bleiben davon unberührt. HOTNAT in seiner derzeitigen Form ist jedenfalls ein freiwilliges Angebot.

Gruß
Oer



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 17:51.
Oer schrieb:
kmueller schrieb:
Oer schrieb:
Elztalbahn schrieb:
Gilt für HOTNAT eigentlich die alte Hochgeschwindigkeitszugdefinition, die mindestens eine vmax von 250 km/h erfordert, oder die TSI-Definition von 2004, bei der 190 km/h ausreichen?
Weder noch. Es gelten die Produktklassen der Railteam-Mitglieder: Eurostar, ICE, ÖBB Railjet, TGV, TGV Lyria, Thalys.
Wie konntest du mir dann oben einen Wechsel zwischen IC/EC und Nachtzug (und ggf. italienischem Binnen-Schnellzug; keine Ahnung, was man sich speziell dort an sinnlosen 'Produkt'bezeichnungen ausgedacht hat) als problemlos darstellen?
Das war nicht ich. Ich habe lediglich dargestellt, was HOTNAT heute ist. Es ist ein Produkt einer kommerziellen Allianz von einer Handvoll Bahnen. Und mit italienischem Binnenschnellzug hat HOTNAT schon gar nichts am Hut, denn weder FS noch Italo sind Railteam-Mitglieder.
Den Autor der Empfehlung (es war @Elztalbahn) habe ich richtiggestellt. Es ging oben konkret um eine Reise von Hamburg nach Norditalien und ich habe zuerst nicht geglaubt, daß mich bei selbstverschuldeter Minderleistung das 'Unternehmen Zukunft' samt österreichischem und ggf. italienischem Partner einfach irgendwo sitzenlassen würde, wenn (weil?) ich ein minderwertiger Reisender in einem minderwertigen Zug (interessante Selbsteinschätzung) bin.

Zitat:
Dass man das HOTNAT-Prinzip erweitern und auch in anderen Zusammenhängen anwenden kann, sei dahingestellt. Aber es wird auf einer Vereinbarung von Bahnen untereinander fußen müssen, die dann die Bedingungen dafür definieren werden. Etwaige Entschädigungsregelungen nach EU-Fahrgastrechteverordnung bleiben davon unberührt. HOTNAT in seiner derzeitigen Form ist jedenfalls ein freiwilliges Angebot.
Es ist in seiner jetzigen Form eine dringende Empfehlung zu fliegen, falls man nicht autofahren will. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß mich im Verspätungsfall zwei Fluggesellschaften mit der Begründung sitzenlassen, ich sei mit einer Boeing statt mit einem Airbus zum Umstiegspunkt gekommen.
kmueller schrieb:
Oer schrieb:
Elztalbahn schrieb:
Gilt für HOTNAT eigentlich die alte Hochgeschwindigkeitszugdefinition, die mindestens eine vmax von 250 km/h erfordert, oder die TSI-Definition von 2004, bei der 190 km/h ausreichen?
Weder noch. Es gelten die Produktklassen der Railteam-Mitglieder: Eurostar, ICE, ÖBB Railjet, TGV, TGV Lyria, Thalys.
Wie konntest du (Korrektur: Wie konnte der User @Elztalbahn) mir dann oben einen Wechsel zwischen IC/EC und Nachtzug (und ggf. italienischem Binnen-Schnellzug; keine Ahnung, was man sich speziell dort an sinnlosen 'Produkt'bezeichnungen ausgedacht hat) als problemlos darstellen?
Die Italiener zum Beitritt zum Railteam mit Aufnahme des dann existierenden italienischen Hochgeschwindigkeitsnachzugs in obige Liste zu bewegen ,sollte nur ein relativ kleines Problem sein.

Mein Beitrag beginnt ja mit "Ein weiterer Grund für Nacht-HGV:" betrifft also nur eine etwaige Zukunft nach Einführung eine europäischen Nachzug-Hochgeschwindigkeitsnetzes.

Re: Re:Nacht-HGV

geschrieben von: bollisee

Datum: 18.09.20 00:18

Strizie schrieb:
Wir haben doch schon Nacht-HGV in Deutschland.

Mit dem ICE von Köln Hbf nach München Hbf in 7 1/2 Stunden mit dem hochwertigem Sitzkomfort in der 1. Klasse des ICE 3.
Aber streich mal das H aus dem GV, der Zug käme ja mitten in der Nacht in München an...