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Die "WeLT AM SONNTAG" berichtet heute:

Jeder ICE-Fahrer kennt sie: Die enttäuschende Durchsage, dass der Zug leider ohne Bordrestaurant verkehrt.
Doch wie oft gibt es in den Zügen nichts zu essen? Ein FDP-Abgeordneter fragt bei der Bundesregierung
nach – und erhält eine groteske Antwort.
...
Enak Ferlemann lehnt eine Antwort ab – weil die Informationen „verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und
Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren“.


[www.welt.de]
Guten Morgen,

eigentlich wieder typischer Springer-Verlags-Stil. Mehr nicht.
Aber letztlich kann man durch recht einfache Recherche doch tagtäglich diese Informationen im Internet herausfinden.
Denn diese Information über fehlende Gastro wird auch hinterlegt und ist für den Kunden auch sichtbar.

Daß der DB das peinlich ist, daß es viel zu häufig aus den unterschiedlichste Gründen ausfällt, ist klar.
Leider fällt oftmals das versorgen der Fahrgäste dadurch aus, daß eine Vorleistung Verspätung hat oder Ausfall durch
irgendwelche Ereignisse und schlicht kein Personal da ist. Geschuldet ist sowas natürlich den hoch optimierten
Dienstplänen. Das Problem haben Zubs, TF und co. ja auch alle.
Ich hab selbst schon oft genug erleben dürfen, daß durchgesagt wurde, daß man noch auf das Personal eines anderen
Zuges warten müsse, weil die diesen Zug übernehmen müssten.
Da rächt sich dann auch wieder die extrem dünne Personaldecke, die man aus BWL-Sicht ja minimieren musste!

Ob die öffentlich abgreifbaren Daten zur Ausfallhäufigkeit Staatsgeheimnis sein sollen? Eher nicht.
Wie die wirtschaftlichen Verluste aussehen könnten, wer soll da Konkurrenz sein? Im FV gibt es keine echte Konkurrenz.
Schon gar nicht mit großen Bordrestaurants oder Bistrobetrieb.

Gruß

-OR
Zitat
Jeder ICE-Fahrer kennt sie: Die enttäuschende Durchsage, dass der Zug leider ohne Bordrestaurant verkehrt.
Mir gefällt diese Durchsage besser als nach jedem Halt die überteuerten Preise für dieses Mikrowellenessen hören zu müssen.
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???
Signalschruber schrieb:
Zitat
Jeder ICE-Fahrer kennt sie: Die enttäuschende Durchsage, dass der Zug leider ohne Bordrestaurant verkehrt.
Mir gefällt diese Durchsage besser als nach jedem Halt die überteuerten Preise für dieses Mikrowellenessen hören zu müssen.
Und dabei gibt es nicht mal Microwellenessen im Bistro 🤦

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

ETLO 528 schrieb:
Die "WeLT AM SONNTAG" berichtet heute:

Jeder ICE-Fahrer kennt sie: Die enttäuschende Durchsage, dass der Zug leider ohne Bordrestaurant verkehrt.
Doch wie oft gibt es in den Zügen nichts zu essen? Ein FDP-Abgeordneter fragt bei der Bundesregierung
nach – und erhält eine groteske Antwort.
...
Enak Ferlemann lehnt eine Antwort ab – weil die Informationen „verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und
Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren“.

[www.welt.de]
Und es sind nicht nur die Fälle, wo das Bordbistro fehlt,
sondern auch die Fälle, wo es zum Beispiel bei der Durchsage heißt:
"Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass sich in Wagen .. unser Bordbistro befindet, wo Sie ein Mitarbeiter mit einem eingeschränkten Angebot gerne erwartet."
(Ungefähr so habe ich es gestern im ICE noch gehört.)

Nuetzt aber nix ...

geschrieben von: Peter

Datum: 13.09.20 11:10

Hallo!

Lok35 schrieb:
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???
Nuetzt aber nix, wenn Zug A soviel Verspaetung hat, dass es nur noch mit Hetze knapp zum Anschluss an Zug B klappt: Dann faellt die geplante Versorgungspause aus ...
Und: Leider mehr als einmal selbst erlebt. Dann bleibt nur die Bordgastronomie. Und wenn die ausfaellt, der Frust ... :-(

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
DB Regio NRW schrieb:
Signalschruber schrieb:
Zitat
Jeder ICE-Fahrer kennt sie: Die enttäuschende Durchsage, dass der Zug leider ohne Bordrestaurant verkehrt.
Mir gefällt diese Durchsage besser als nach jedem Halt die überteuerten Preise für dieses Mikrowellenessen hören zu müssen.
Und dabei gibt es nicht mal Microwellenessen im Bistro 🤦
Eine Durchsage mit Preisen habe ich auch noch nie gehört - also kein Unterschied.
Lok35 schrieb:
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???

Diese Antwort gewinnt auf der nach unten offenen Dämlichkeitsskala den Sonderpreis der Woche - den "Weichen Keks"!
Schön war diese Woche auch: Ich nehme im Bordrestaurant Platz,
Gastro-Mitarbeiter: "Das Bord-Restaurant ist geschlossen!"
Genau in dem Moment die Durchsage: "Wir würden uns freuen Sie im Bordrestaurant in Wagen 36 zu begrüßen"
Diese Durchsage kam noch 3 mal (nach jedem Halt).
Aber das war für mich das kleinere Problem. Ankunft am Ziel +120.
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???

Ist ja kein Agument. Wenn im Fahrplan Speisewagen drin steht, dann verlässt man sich darauf wie man sich auf die Versorgung verlässt, wenn man auf eine Skandinavienfähre geht oder daß es am Morgen im Hotel ein Frühstück gibt. Da bringe ich mir die Futteralien auch nicht am Abend selber mit. Daß es mit dem Speisewagen nun lange Zeit nicht mehr klappt, das liegt einzig und allein an der organisierten DB AG, die ihre Züge in immer knappere Wenden verpresst. Mir ist bei der Bundesbahn nicht eine Durchsage untergekommen, daß der IC-Speisewagen geschlossen bleibe. Ungleich sehr viel öfter konnte ich in meinem damaligen Heimatbahnhof Göttingen sehen, wenn ein Speisewagen im Zug war, dann saßen da auch immer Leute an gedeckten Tischen drin. Wirklich zu gefühlt 99,8% der von mir damaligem Schüler zufällig beobachteten Fernzüge.

Wenn die DB AG es nun partout nicht schafft in die Kiste eine solide, grundfeste Verlässlichkeit zu bringen, dann kann man angesichts der in regelmäßigen Abständen nötigen staatlichen Milliardenzuschüsse ernsthaft und straffrei darüber nachdenken die Bordrestaurants mit ihrem Defizitgeschäft vollumfänglich abzuschaffen und durch Bord-Kioske zu ersetzen, wo man nur noch Kaffee, Cola, Saft, Eis, Waffeln, Sandwiches und Bockworst zum Mitnehmen an den Platz bekommt - das wäre es dann.

Ich brauche die Speisewagen nicht. Je mehr Leute sich aber vorher beim Bäcker versorgen, um so mehr schafft sich das DB-Catering selber ab. Als Geld zuschießender Staat hätte ich da kaum noch Verständnis und Geduld. Als DB-Generaloberst wäre es mir selber aber am allerpeinlichsten.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 13:16.

Weder der Abgeordnete noch der Journalist...

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 13.09.20 13:32

...scheinen die diesbezügliche Gesetzeslage zu kennen, denn sonst hätte der eine nicht diese Frage gestellt und der andere würde sich nicht über die Antwort lustig machen. Wie auch immer das Unternehmen heißt, welches die Speisewagen bewirtschaftet, es ist nicht verpflichtet, seine Kalkulationsgrundlage zu veröffentlichen, auch wenn es dem Staat gehört, und auch die Muttergesellschaft dieses Unternehmens ist nicht verpflichtet, Statistiken darüber zu führen, wie oft Speisewagen ausfallen und um wieviel Prozent sich dadurch der Gewinn verringert, den die DBAG anschließend an den Staat abführt.

Der Abgeordnete kann natürlich einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen, der Unternehmen dazu verpflichtet, auch interne Geschäftszahlen zu veröffentlichen, dieses Gesetz müsste dann aber für alle Unternehmen gelten, nicht nur für die in Staatsbesitz. Was die Unternehmen allerdings dazu sagen würden, müsste man erst noch abwarten.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Heizer Jupp schrieb:
Lok35 schrieb:
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???
Diese Antwort gewinnt auf der nach unten offenen Dämlichkeitsskala den Sonderpreis der Woche - den "Weichen Keks"!
Das musst du User Lok35 auch mal gönnen, weil sich der Welti diese Woche zurückgehalten hat oder mit dem Schleudersitz in irgendeinem Paralleluniversum festhängt. Also darf Lok35 auch mal den „Weichen-Keks-Preis“ bekommen ;)
Er hat alle Voraussetzung erfüllt

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 14:26.
Heizer Jupp schrieb:Lok35 schrieb:
Zitat:
Lok35 schrieb:
Zitat:
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???
Diese Antwort gewinnt auf der nach unten offenen Dämlichkeitsskala den Sonderpreis der Woche
Dabei war es doch gar keine Antwort sondern eine Frage - mit gleich drei Fragezeichen dahinter, um die Frage ganz unmissverständlich als eine solche zu kennzeichnen ;-)

Alibizugpaar schrieb:Zitat:
die Bordrestaurants mit ihrem Defizitgeschäft vollumfänglich abzuschaffen und durch Bord-Kioske zu ersetzen, wo man nur noch Kaffee, Cola, Saft, Eis, Waffeln, Sandwiches und Bockworst zum Mitnehmen an den Platz bekommt
...und vielleicht noch einen Schoko-Erdnuss-Riegel, ohne den so mancher Zeitgenosse "zur Diva wird".

bei Verspätung hat man mehr Zeit, nicht weniger.

geschrieben von: Henrik

Datum: 13.09.20 15:48

Peter schrieb:
Lok35 schrieb:
Wofür gibt es eigentlich an allen größeren Bahnhöfen Bäckereifilialen ???
Nützt aber nix, wenn Zug A soviel Verspätung hat, dass es nur noch mit Hetze knapp zum Anschluss an Zug B klappt: Dann fällt die geplante Versorgungspause aus ...
Und: Leider mehr als einmal selbst erlebt. Dann bleibt nur die Bordgastronomie. Und wenn die ausfällt, der Frust ... :-(
Wenn Dein ICE A soooo sehr viel schlimme Verspätung hat, dann hast Du doch nochmal mehr Zeit im Bahnhof A, Dich mit Backwaren und sonstiges einzudecken.

Denk an unmöglichen horrenden Preise, dann schiebst Du nicht Frust, sondern Genugtuung, wenn die Bordgastronomie ausfällt. ;)

Re: Wenn sie es nicht kann ...

geschrieben von: andreas +

Datum: 13.09.20 16:26

Alibizugpaar schrieb:
.... durch Bord-Kioske zu ersetzen, wo man nur noch Kaffee, Cola, Saft, Eis, Waffeln, Sandwiches und Bockworst zum Mitnehmen an den Platz bekommt -
Kaffee - oh, problematisch, ob denn die Kaffeemaschine auch funktioniert ?
oder aus der Thermoskanne? Schmeckt zwar nicht wirklich, aber zur allergrößten Not ..
Cola, Saft - ok
Eis - oh, riskant, die Kühlanlage könnte ausfallen ...
Waffeln, Sandwiches - unproblematisch
Bockwurst - naja, kann man zur Not auch kalt (bzw. lauwarm) essen
Heckeneilzugfan schrieb:
...
sondern auch die Fälle, wo es zum Beispiel bei der Durchsage heißt:
"Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass sich in Wagen .. unser Bordbistro befindet, wo Sie ein Mitarbeiter mit einem eingeschränkten Angebot gerne erwartet."
(Ungefähr so habe ich es gestern im ICE noch gehört.)
Das wäre die Durchsage für "DDR-Nostalgiker"

Re: Weder der Abgeordnete noch der Journalist...

geschrieben von: VT

Datum: 13.09.20 17:16

Auf der anderen Seite geben die meisten Unternehmen ihren Eigentümern auch über Interna Auskunft. Und der Eigentümer kann damit weitgehend machen was er will. Besonders wenn er Alleineigentümer ist.

Re: Weder der Abgeordnete noch der Journalist...

geschrieben von: Gumminase

Datum: 13.09.20 17:29

VT schrieb:
Auf der anderen Seite geben die meisten Unternehmen ihren Eigentümern auch über Interna Auskunft.
Besonders bei volkseigenen Betrieben sollte das selbstverständlich sein.

Re: Wenn sie es nicht kann ...

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 13.09.20 17:43

Hallo!

So etwas ähnliches hat man ja um die Jahrtausendwende auch versucht. Da hat man in einem 2.-Klasse-Großraumwagen eine Stehecke mit kleinen Tischen eingerichtet, wo ein Imbissautomat aufgestellt war. Wurde in einzelnen IR-Verbindungen angeboten. Wegen "großem Erfolg" wurde das Projekt nach wenigen Jahren wieder eingestellt.

Heutzutage kann man sich am Bahnhof teilweise wirklich sich sehr gut eindecken. Es gibt nicht nur die allgemeinen "LeCrobag"-Filialen, auch regionale Anbieter gibt es in vielen Bahnhöfen. Selbst Döner kann man sich holen, wenn man will. Was die anderen Reisenden zum Döner mit Knoblauchsauce sagen, sei mal dahingestellt.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
VT schrieb:
Auf der anderen Seite geben die meisten Unternehmen ihren Eigentümern auch über Interna Auskunft. Und der Eigentümer kann damit weitgehend machen was er will. Besonders wenn er Alleineigentümer ist.
ist hier ja auch der Fall
und der Politiker tut nun so als ob er selbst keinen Einblick hätte - dem ist ja nun nicht so.

Diese Betriebsinterna sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt aus benannten Gründen,

vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]

Re: Wenn sie es nicht kann ...

geschrieben von: Jondalar

Datum: 13.09.20 18:28

Es gibt genau zwei Möglichkeiten: a) man bietet ein Bordrestaurant/-bistro an,dann sollte es funktionieren und zwar komplett oder b) man läßt es,auch komplett.

Wer sich schon mal gefragt hat,warum man nicht einfach das Fehlende auf größeren Bahnhöfen mit entsprechendem Aufenthalt ergänzt: weil inzwischen jedes Konzept/Angebot genormt ist und keine Abweichungen mehr vorsieht...

Re: Wenn sie es nicht kann ...

geschrieben von: LIW

Datum: 13.09.20 18:44

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum sich die Bahn so schwer mit den Speisewagen tut? Bei den Ungarn im EC Berlin-Dresden gibt es ein richtiges, tolles altes Speisewagengefühl, super. Bei den Franzosen im Thalys gibt es Kleinigkeiten, zwar so halb im Stehen, aber auch in Ordnung.

Aber im ICE ist es oft nur so "Heiße Hexe", Tankstellen- oder Freibadessen und Alk für die Alkis. Irgendwie nicht gemütlich und dann oft gleich richtig teuer. Eventuell kann man das doch auch an McDo oder so abgeben? Die könnten vorbereitete Burger und Fritten jede Stunde an irgendeinem ICE-Haltebahnhof nachladen, warm halten und müssten das nicht alles an Bord produzieren.

Ein zunehmendes Problem finde ich allerdings beim Thema Speisewagen, den eigenen Sitzplatz zu verlassen, wegen Diebstahlgefahr.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 18:45.

Döner im ICE?

geschrieben von: Henrik

Datum: 13.09.20 19:03

Eurocity341 schrieb:
Hallo!

So etwas ähnliches hat man ja um die Jahrtausendwende auch versucht. Da hat man in einem 2.-Klasse-Großraumwagen eine Stehecke mit kleinen Tischen eingerichtet, wo ein Imbissautomat aufgestellt war. Wurde in einzelnen IR-Verbindungen angeboten. Wegen "großem Erfolg" wurde das Projekt nach wenigen Jahren wieder eingestellt.

Heutzutage kann man sich am Bahnhof teilweise wirklich sich sehr gut eindecken. Es gibt nicht nur die allgemeinen "LeCrobag"-Filialen, auch regionale Anbieter gibt es in vielen Bahnhöfen. Selbst Döner kann man sich holen, wenn man will. Was die anderen Reisenden zum Döner mit Knoblauchsauce sagen, sei mal dahingestellt.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"
wo gibts denn Döner?

Döner im ICE? Hab ich ja noch nie gesehen, geschweige denn gerochen - wie geht das denn?
Wie geht Döner im ICE überhaupt? Der ist doch eiskalt wenn man im ICE ankommt und sich hingesetzt hat
..bzw. den hat man doch längst vorher schon verdroschen.

ekliges McDonalds Fraas.. ja. das ist echt nicht schön für die anderen ICE-Fahrgäste.

dann lieber die völlig überteuerte Currywurst aus der Mikrowelle. ;)

Bäh-ckere? Oh, welche freudloses Leben!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 13.09.20 19:13

"Wenn Dein ICE A soooo sehr viel schlimme Verspätung hat, dann hast Du doch nochmal mehr Zeit im Bahnhof A, Dich mit Backwaren und sonstiges einzudecken."

Kulturloses Volk!

Auf einer schönen Strecke einen erfolgreichen Tag im Speisewagen ausklingen lassen, vielleicht dabei mit einem lieben Menschen Gespräche führen und einfach die Reise genießen? Oder auf einer langen Urlaubsreise mittags für eine leckere Mahlzeit mal im Speisewagen einkehren, die Landschaft vorbeiziehen zu lassen und sich auf das Reiseziel freuen? Sorry, aber das alles sind Werte, die hier überhaupt nicht vorkommen! Stattdessen wird einem krümelnden Brötchen im Reihensitz eines Großraumwagens das Wort geredet, nachgespült wird mit Mineralwasser aus der No-Name-Plastikflasche. Essen als notwendiges Übel? Lieber (Bahn-)Gott, bitte bewahre mich vor diesem Kulturverfall auf das Niveau von Ryanair oder Flixbus.

Tipp für alle anderen: bleibt am besten gleich zu Hause. Das spart noch mehr Geld, und ihr könnt euch beim heimischen Bäcker (oder noch billiger: im SB-Shop von Backwerk & Co.!) eindecken. Welch ein freudloses Leben. Aber gespart, toll!

Einziges Problem: die DB macht es einem gerade nicht wirklich leicht, die Reisekultur in einem Speisewagen zu pflegen.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Oberhausen.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 19:14.

Re: Döner im ICE?

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 13.09.20 19:33

Hallo!

Bei uns im Bahnhof gibt es einen Dönerstand. Daher kann es gut sein, dass sich mal ein Reisender im Zug mit diesem Essen sich einmal verliert.

Die Stände im Bahnhof haben auch ihre Berechtigung, da ja nicht jeder Reisende sich das Essen im BordBistro bzw -restaurant sich leisten kann oder es nicht möchte. Zudem führt ja nicht jeder Zug eine "Freßkiste".

Die Geschmäcker der Fahrgäste sind einfach zu verschieden.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: Bäh-ckere? Oh, welche freudloses Leben!

geschrieben von: Löschzug

Datum: 13.09.20 19:40

Teuer ist das Essen eigentlich überhaupt nicht, wenn man bedenkt was alles notwendig ist damit der Fahrgast eine warme Currywurst und ein kühles blondes auf den gedeckten Tisch serviert bekommt das alles bei 200 km/h, finde ich das einfach eine Top Leistung "nur" damit ich mich wohlfühle. Es steckt eine beachtungsvolle Logistik dahinter und eigentlich müsste bei Kostenwahrheit die Currywurst 37€ kosten....
Aber auf die Vollverpflegung würde ich mich im Zug nicht verlassen (gibt ja auch kein Anrecht darauf), ein Fehler in dem Vorhaben onbord Gastro bringt alles zum stehen, daher freue ich mich umso mehr wenn mal alles klappt:-)

Döner macht schöner!

geschrieben von: Zahlenmeisterei

Datum: 13.09.20 20:17

Gibts die Dönerbude in Erfurt in dieser Kolonnade, wenn man vom Bahnhof Richtung Innenstadt läuft, eigentlich noch?
Der war richtig gut! Nicht so ein Rattenfleischfritze.

Und mal ehrlich: Schlimmer als das Leberkasbrötchen vom Yorma richt ein Döner auch nicht. Macht aber eben … genau: Schöner.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 20:18.

McTrain

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 13.09.20 20:37

Mc Donald hat es in den Neunzigern mal versucht, und nach einer Fahrplanperiode wieder aufgegeben. Mit Bordgastronomie ist auch bei starker Vorfertigung der Produkte eben kein Geld zu verdienen.

Aber ganz sicher nicht.

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 13.09.20 20:54

Du darfst dir auch gerne die entsprechenden Paragraphen im BGB, HGB etc. durchlesen. Natürlich erfahren die Anteilseigner auch Interna auf den Hauptversammlungen, aber sie gehen damit keineswegs hausieren, denn sie haben alle eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben. Ausserdem wären sie schön blöd, wenn sie das machten, denn sie würden damit ja der Konkurrenz eine Steilvorlage bieten, ihr eigens Unternehmen zu unterbieten und ihre eigene Dividende zu schmälern, was sie schadensersatzpflichtig gegenüber den anderen Aktionären machen würde.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Im ICE gibt's ja wenigstens noch Einstiegsräume...

geschrieben von: AK1

Datum: 13.09.20 20:59

Zahlenmeisterei schrieb:
Gibts die Dönerbude in Erfurt in dieser Kolonnade, wenn man vom Bahnhof Richtung Innenstadt läuft, eigentlich noch?
Der war richtig gut! Nicht so ein Rattenfleischfritze.

Und mal ehrlich: Schlimmer als das Leberkasbrötchen vom Yorma richt ein Döner auch nicht. Macht aber eben … genau: Schöner.
Kommt ja mal vor, dass man es noch schafft, etwas zu kaufen, aber nicht mehr zu essen am Bahnhof.
Ist mir mal so mit Pommes passiert. Hab die dann im Einstiegsraum gegessen, da war ich alleine, da wird es keinen stören.
Leider gibt's so etwas Praktisches in Nehverkehrszügen nicht mehr, da belästigt man immer gleich den ganzen Triebzug...
Ja die Dönerbude gibt's noch, beste in ganz EF mit gebratenem Gemüse, Very nice:-) Übrigens gleich daneben gibt es die ThüFleiWa Bratwurst aus Apolda.

Re: Bäh-ckere? Oh, welche freudloses Leben!

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 14.09.20 10:29

Hallo Heiko,

volle Zustimmung! Und ich erinnere mich gerne an "alte Zeiten", als ich 1980 Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr in Idar-Oberstein war und nicht gerade in Geld schwomm. Aber es reichte immer bei der Wochenend-Heimfahrt nach Hameln zu einem Besuch im (Schürzen-)Speisewagen des Loreley-Express auf dem Abschnitt Bingerbrück - Köln, wo ich mir meistens eine Leberknödelsuppe und ein kühles Bierchen gegönnt habe. Ich denke noch heute gerne an diesen Reisegenuß entlang des Rheins!

Grüße

Martin

Re: Bäh-ckere? Oh, welche freudloses Leben!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 14.09.20 11:40

Genau deshalb verlieh ich ja den "Weichen Keks" wegen des unsäglichen Verweises vom Speisewagen hin zum schnöden Bäckereiketten-Fastfood...

Das wäre ja fast so, als würde man bei Ausfall eines IC oder ICE auf den nächstgelegenen Fahrradverleih als Alternative verweisen...

Nichts gegen Fahrräder und auch nichts gegen die Bäckereifiliale im Bahnhof, beides hat für bestimmte Zwecke sicher seine Berechtigung. Aber wenn man eine gewisse Reisekultur wünscht, sich als Teil des Reiseerlebnisses darauf freut und selbstverständlich auch bereit ist, dafür zu bezahlen, dann muß man sich doch nicht von irgendwelchen unsensiblen Banausen auf "Alternativen" verweisen lassen, die zu dem gewünschten Komfort keinerlei wirkliche Alternativen darstellen, oder?

Re: Aber ganz sicher nicht.

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.09.20 11:43

Nietenreko schrieb:
Du darfst dir auch gerne die entsprechenden Paragraphen im BGB, HGB etc. durchlesen. Natürlich erfahren die Anteilseigner auch Interna auf den Hauptversammlungen, aber sie gehen damit keineswegs hausieren, denn sie haben alle eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben. Ausserdem wären sie schön blöd, wenn sie das machten, denn sie würden damit ja der Konkurrenz eine Steilvorlage bieten, ihr eigens Unternehmen zu unterbieten und ihre eigene Dividende zu schmälern, was sie schadensersatzpflichtig gegenüber den anderen Aktionären machen würde.
Ein Alleineigner kann die Verschwiegenheitserklärung (wie fast alles) beliebig gestalten, also auch eine bestehende aufheben, 'Konkurrenz' im Speisewagenbereich gibts gar nicht (und im FV-Bereich fast nicht), und andere Aktionäre gibt es wirklich nicht.

Fast alle gesetzlichen Regulierungen für AGs, die über diejenigen für GmbHs hinausgehen, dienen dem Schutz der Kleinaktionäre vor den 'Großen', denn das breite Einsammeln von Kapital ist der eigentliche Zweck der AG-Form. Eine AG mit einem 100%-Eigentümer ist etwas so blödsinniges, daß man den Akteuren bis zum Beweis des Gegenteils geradezu eine fiese Absicht unterstellen MUSS.

Stimmt!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 14.09.20 13:26

Heizer Jupp schrieb:
...dann muß man sich doch nicht von irgendwelchen unsensiblen Banausen auf "Alternativen" verweisen lassen, die zu dem gewünschten Komfort keinerlei wirkliche Alternativen darstellen, oder?

...ja, Jupp, da hast du allerdings Recht. Schön, dass es doch noch Menschen gibt, die mit einer gewissen Freude durch ihr Leben gehen (oder mit dem Zug fahren), kleine Freuden genießen können und nicht alleine nach rational-wirtschaftlich-nackten Kriterien handeln. Und wenn jetzt die Totschlag-Aussage kommt "das muss man sich auch leisten können": vieles ist unter dem Strich gar nicht viel teurer als die Alternative. Stichwort Liegewagen im Nachtzug versus Tageszug + Hotelübernachtung.

Vielleicht treffen wir uns ja einmal im Speisewagen!

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Oberhausen.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 13:27.

Re: Wenn sie es nicht kann ...

geschrieben von: tomx3

Datum: 14.09.20 13:40

andreas + schrieb:
Waffeln, Sandwiches - unproblematisch
Ungekühlte Sandwiches sind unproblematisch? :-)

Bleiben noch Waffeln und ungekühlte Getränke.

Re: Döner im ICE?

geschrieben von: tomx3

Datum: 14.09.20 13:51

Eurocity341 schrieb:
Bei uns im Bahnhof gibt es einen Dönerstand.
Und einen Asiaten (war das nicht sogar der selbe Stand?), einen Fleischer, einen Bäcker, McDoof und den Spar mit Bockwurst-auf-Pappe.

Was es dort nicht im Angebot gibt sind allerdings Züge mit Speisewagen.

Gewisse Freude am Leben?

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 14.09.20 14:04

Warum unterstellst du, mal wieder, dass Menschen die nicht so ticken wie du keine oder weniger Freude am Leben hätten? Beschränkt sich Freude am Bahnfahren wirklich nur auf Abteil und Speisewagen?
Ich fahre lieber oben im Dosto (auch IC2) weil ich da etwas mehr sehe, auch bei Blechmauern die Menschen trennen, und mein im/am Bahnhof gekauftes Verpflegungspaket mundet mir garantiert nicht weniger als dir deine "DB-AG Suppe". Meine letzte Tour war sogar mit Fahrrad um im Hamburger Hafen etwas freizügiger zu sein.

Frank aus der Prignitz
____________________________________________________

Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: Traumflug

Datum: 14.09.20 14:23

Da der Originalartikel hinter einem Paywall ist, hier der Eintrag in Fefe's Blog:

[blog.fefe.de]

Zitat
Bordrestaurants in ICEs sind jetzt ein Staatsgeheimnis. Irgendein FDP-Abgeordneter wollte wissen, wie hoch der Anteil der Bahnkilometer ist, die in den letzten Jahren ohne funktionierendes Bordrestaurant befahren wurden. Antwort:

Das Verkehrsministerium habe darauf verwiesen, dass die Informationen "verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren" und daher nicht herausgeben werden dürfen. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse "hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft", zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Schriftverkehr.


Tolle demokratische Kontrolle, wenn Schieflagen kurzerhand im Giftschrank landen. Mal wieder ein Grund mehr für Staats- und Politikverdrossenheit.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: bollisee

Datum: 14.09.20 14:37

Traumflug schrieb:
Da der Originalartikel hinter einem Paywall ist, hier der Eintrag in Fefe's Blog:

[blog.fefe.de]

Zitat
Bordrestaurants in ICEs sind jetzt ein Staatsgeheimnis. Irgendein FDP-Abgeordneter wollte wissen, wie hoch der Anteil der Bahnkilometer ist, die in den letzten Jahren ohne funktionierendes Bordrestaurant befahren wurden. Antwort:

Das Verkehrsministerium habe darauf verwiesen, dass die Informationen "verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren" und daher nicht herausgeben werden dürfen. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse "hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft", zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Schriftverkehr.

Tolle demokratische Kontrolle, wenn Schieflagen kurzerhand im Giftschrank landen. Mal wieder ein Grund mehr für Staats- und Politikverdrossenheit.
Was hat das jetzt mit demokratischer Kontrolle zu tun? Es ist ja explizit nicht mehr die Bundesbahn. Irgendwie verwechselst Du gerade einiges im Staatsrecht...

Und nur ganz nebenbei zu Deiner Staats- und Politikverdrossenheit. Wenn man sich da nicht zügelt, nämlich auch Leute wie wir, dann hat man am Ende nur Schlimmeres zu befürchten. Schau einfach mal in die USA oder Brasilien oder einfach nur Thüringen um letzte Weihnachten, wo man ein Funktionieren nur einer Handvoll Politiker zu Verdanken hat, die sich am Ende doch zusammengerissen haben. Die Wähler haben es in allen drei Beispielen selbst verbockt...

Aber um mal zurück zu Deinem Thema zu kommen, die Deutsche Bahn ist ohnehin nicht in der Lage, eine mehr als 2/3-funktionierenden Betrieb hinzubekommen. Da müsste schon ein wenig von Seiten des Staats die Zügel angezogen werden. Das gilt natürlich auch für andere Betriebe, die nicht funktionieren und vielleicht nur aufgrund Betrugs bei Angebotsabgaben an die Vergabe ihrer Aufträge gekommen sind...

Bordbistro-"Kulinarik": Letzten Endes...

geschrieben von: Trittbrettfahrer

Datum: 14.09.20 14:49

Zitat
Und dabei gibt es nicht mal Microwellenessen im Bistro 🤦
...ist es doch völlig wurscht, ob das überteuerte Convenience-Junkfood der DB AG-Bordgastronomie in der Mikrowelle oder sonstwo aufgewärmt wird - frisch und gut ist was anderes, da hat jede Werkskantine oder Hochschulmensa Besseres zu bieten! Selbst die Burgerbrater braten, wie der Name schon sagt, ihre Burgerpatties wenigstens noch richtig und hauen nicht einfach alles in den tollen Dampfgarer wie der "Mobilitätsdienstleister Nummer Eins".....

Just my 50 cents, Trittbrettfahrer (der sich schon auf eine hoffentlich bald wieder mögliche Tour in einem der großartigen "poloteschoslowakohungarischen" ECHTEN Speisewagen freut!)

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: Traumflug

Datum: 14.09.20 15:01

bollisee schrieb:
Was hat das jetzt mit demokratischer Kontrolle zu tun? Es ist ja explizit nicht mehr die Bundesbahn. Irgendwie verwechselst Du gerade einiges im Staatsrecht...
Auch Behörden unterliegen nicht direkter demokratischer Kontrolle. Beide unterliegen jedoch der Regierung, die wiederum der Demokratie gegenüber verantwortlich ist. Die Geheimhaltung ist kein Versagen der DB, sondern ein Versagen der Regierung.

bollisee schrieb:
Und nur ganz nebenbei zu Deiner Staats- und Politikverdrossenheit. Wenn man sich da nicht zügelt, nämlich auch Leute wie wir, dann hat man am Ende nur Schlimmeres zu befürchten.
Du willst also die Politikverdrossenheit reduzieren, indem man Öl ins Feuer giesst.

Ein paar mahnende Worte wie "Du dummer Bürger, glaube uns gefälligst, sonst kommt die böse AfD" sind jedenfalls nicht zielführend. Vertrauen kann man sich nur durch vertrauenswürdiges Verhalten erarbeiten. Unliebsame Zahlen zu verstecken ist das Gegenteil.

bollisee schrieb:
Aber um mal zurück zu Deinem Thema zu kommen, die Deutsche Bahn ist ohnehin nicht in der Lage, eine mehr als 2/3-funktionierenden Betrieb hinzubekommen. Da müsste schon ein wenig von Seiten des Staats die Zügel angezogen werden.
Du willst also die "Zügel anziehen", indem man die Zügel lockert und die DB aus der Kritik nimmt. Ziemlich widersprüchlich, was Du da schreibst.

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Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.09.20 15:12

Traumflug schrieb:
Ein paar mahnende Worte wie "Du dummer Bürger, glaube uns gefälligst, sonst kommt die böse AfD" sind jedenfalls nicht zielführend.
Mich verwirrt das immer, weil es noch gar nicht so lange her ist, daß dann die Kommunisten gekommen wären. Dazwischen waren es zeitweise die Terrorristen.

Man weiß überhaupt nicht mehr, wovor man sich fürchten muß.
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.

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Echt jetzt?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 14.09.20 15:23

Frank Schönow schrieb:
Warum unterstellst du, mal wieder, dass Menschen die nicht so ticken wie du keine oder weniger Freude am Leben hätten? Beschränkt sich Freude am Bahnfahren wirklich nur auf Abteil und Speisewagen? Ich fahre lieber oben im Dosto (auch IC2) weil ich da etwas mehr sehe, auch bei Blechmauern die Menschen trennen, und mein im/am Bahnhof gekauftes Verpflegungspaket mundet mir garantiert nicht weniger als dir deine "DB-AG Suppe". Meine letzte Tour war sogar mit Fahrrad um im Hamburger Hafen etwas freizügiger zu sein.

Ich staune,

dass ein Forumsteilnehmer, aus dessen Beiträge fast immer die schlechte Laune spricht, der eigentlich immer nur "dagegen" schreibt (so wie hier jetzt) und der auch niemals so etwas wie einen freundlichen Gruß etc. in die Tastatur bringt, tatsächlich so etwas wie Lebensfreude empfinden kann. Wenngleich auf niedrigem Niveau wie bei einer Reise im Teppich-RE (da bin ich immer schon froh, wenn der überhaupt störungsfrei fährt), aber immerhin.

Begeisterte Grüße an die Epoche V nach Spandau

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Oberhausen.jpg

Re: Weder der Abgeordnete noch der Journalist...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 14.09.20 15:26

Nietenreko schrieb:
Wie auch immer das Unternehmen heißt, welches die Speisewagen bewirtschaftet, es ist nicht verpflichtet, seine Kalkulationsgrundlage zu veröffentlichen
Danach hat auch niemand gefragt. Netter Derailing-Versuch.

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Re: Stimmt!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 14.09.20 15:34

Der Zeuge Desiros schrieb:
...ja, Jupp, da hast du allerdings Recht. Schön, dass es doch noch Menschen gibt, die mit einer gewissen Freude durch ihr Leben gehen (oder mit dem Zug fahren), kleine Freuden genießen können und nicht alleine nach rational-wirtschaftlich-nackten Kriterien handeln.

Ich denke, sowohl der Genuß, als auch das rationale, nüchterne, wirtschaftliche Handeln haben ihre Berechtigung. Die Kunst besteht nun darin, zu unterscheiden, wann man das eine, und wann das andere tun sollte. Da wird die "Schaltschwelle" dann auch bei jedem etwas anders liegen und sogar von der Tagesform abängen.
Allerdings sollte man sowohl beim Genuß, als auch beim rationalen Handeln das Maß nicht verlieren. Ich denke, mit der Formel "leben und leben lassen" kommt man schon ganz gut hin.

Zitat:
Und wenn jetzt die Totschlag-Aussage kommt "das muss man sich auch leisten können": vieles ist unter dem Strich gar nicht viel teurer als die Alternative. Stichwort Liegewagen im Nachtzug versus Tageszug + Hotelübernachtung.

Auch hier sprichst Du etwas an, worüber man eigentlich noch viel tiefer philosophieren könnte. Oft ist es so, wer billig kauft, kauft doppelt und ärgert sich doppelt...

Viele Grüße

Jupp
Frank Schönow schrieb:
Warum unterstellst du, mal wieder, dass Menschen die nicht so ticken wie du keine oder weniger Freude am Leben hätten? Beschränkt sich Freude am Bahnfahren wirklich nur auf Abteil und Speisewagen?
Ich fahre lieber oben im Dosto (auch IC2) weil ich da etwas mehr sehe, auch bei Blechmauern die Menschen trennen, und mein im/am Bahnhof gekauftes Verpflegungspaket mundet mir garantiert nicht weniger als dir deine "DB-AG Suppe". Meine letzte Tour war sogar mit Fahrrad um im Hamburger Hafen etwas freizügiger zu sein.
Ist echt unschön zu lesen, was für unfreundlich ignorante überhebliche Kommentare einige hier absondern.
Aber das ist nunmal DSO/.. Da leben viele in ihre eigenen Filterblase, die vorne und hinten nichts mit der Realität zu tun hat.
Kaum ein Fahrgast verprasst seine wertvolle Kohle im völlig überteuerten Bordrestaurant der Bahn.

Menschen die achtsam selbst ihr Essen zu bereiten (auch für unterwegs) leben genussvoller und empfinden mehr Freude am Leben als solche, die ihre Kohle einfach so für Fast Food/.. verprassen.


Die Mehrheit der Fahrgäste empfindet mehr Freude am Bahnfahren im Großraum und nicht im Abteil. ;) :)
76. Abgeordneter Torsten Herbst (FDP)
Wie viele ICE- bzw. IC-Züge der Deutschen Bahn AG waren nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils zum 1. Januar 2020, 1. April 2020 und 1. Juli 2020 vollständig funktionsfähig (bitte als Anteil aller ICE- bzw. IC-Züge sowie in absoluten Zahlen angeben)?

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann
vom 21. Juli 2020


Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) überwacht sie täglich alle Fernverkehrszüge, die sich im Einsatz befinden. In der Auswertung sind auch die für den Fahrgast wahrnehmbaren Einschränkungen wie ein gestörtes WC, eine defekte Tür, eine defekte Reservierungsanzeige, eine gestörte Klimaanlage und Störungen im Bordrestaurant (Galley) enthalten. Im Durchschnitt sind mehr als 98 Prozent aller kundenrelevanten Komponenten störungsfrei.
Da jedes Fahrzeug bestimmte baureihenspezifische Merkmale hat und die Zahl der Anlagen, zum Beispiel WCs, in den Zügen variiert, wird auf die nachfolgende Übersicht störfreier Komponenten pro Monat (absolut und relativ) für die Monate Januar (1. Januar–31. Januar 2020), April (1. April–30. April 2020) und Juni 2020 (1. Juni–30. Juni 2020) für die ICE-/IC-Züge verwiesen.

[Tabelle]

Schriftliche Fragen
mit den in der Woche vom 20. Juli 2020
eingegangenen Antworten der Bundesregierung


[dip21.bundestag.de]
24.07.2020
Ich finde ja auch, daß da jeder nach seinen ganz individuellen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben entscheiden muß, ob und wie er sich auf Reisen verpflegt. Und diese Gegebenheiten können sich auch noch von Reise zu Reise sehr unterscheiden.
Geht mir ja genauso. Mal reicht mir die mitgebrachte oder am Imbiß erstandene Bratwurst und die Trinkflasche im Rucksack, mal bevorzuge ich ein Bahnhofs- oder bahnhofsnahes Restaurant und ab und zu möchte ich eben mal im Speisewagen sitzen.
Ich würde da also meine Meinung nicht zum Dogma erheben und habe da auch weder die Meinungen "Frank Schönows" und "Des Zeugen Desiros" als Dogma und den einzigen Lebensweg empfunden, sondern als Anregung.
Lediglich die grandiose Idee, anstatt den Speisewagen ernsthaft den Bahnhofsbäcker zu empfehlen, fand ich dann doch sehr unsensibel und unklug.
Wer sich entsprechend gewandet zwecks Genuß eines Konzerts in eine Kulturstätte begibt, wird bei einem technisch bedingten Ausfall des Konzertes den Rat des Hausmeisters, sich eine Kassette in den Walkman zu werfen, auch leicht unpassend empfinden...
Henrik zitierte:
Im Durchschnitt sind mehr als 98 Prozent aller kundenrelevanten Komponenten störungsfrei.
Was eine Null-Aussage. Wenn man jeden Sitz einzeln als "kundenrelevante Komponente" zählt, ist auch ein Zug ohne Bordrestaurant und ohne eine funktionierende Toilette zu 99% störungsfrei. Darüber hinaus kann man wohl davon ausgehen, dass ein fehlendes Restaurant als störungsfrei gezählt wird. Was nicht vorhanden ist, kann schliesslich auch keine Störung haben.

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Re: Stimmt!

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 14.09.20 16:28

Heizer Jupp schrieb:
Ich denke, sowohl der Genuß, als auch das rationale, nüchterne, wirtschaftliche Handeln haben ihre Berechtigung. Die Kunst besteht nun darin, zu unterscheiden, wann man das eine, und wann das andere tun sollte. Da wird die "Schaltschwelle" dann auch bei jedem etwas anders liegen und sogar von der Tagesform abängen.
Gerade der Hinweis auf persönliche Präferenzen ist völlig richtig.

Mein persönlicher Einstieg in Fernreisen waren Bahnfahrten von Hannover nach Rosenheim in den 1970ern bis 1980ern. Ich kann mich noch an Abfahrt 0:44 Uhr und die Zugnummer D 881 erinnert, auch wenn ich mir nicht mehr sicher bin, ob beides zusammengehört. Das waren Nachtfahrten im Abteilwagen, zu dritt oder viert, Speisewagen gab es nicht. Insofern gehört es für mich zu einer Bahnreise einfach dazu, ein Brötchen, etwas zu Knabbern oder Süßkram und Getränk dabei zu haben. (Und nicht mehr umsetzbare Aktivitäten wie am Tag vorher die Koffer am Bahnhof aufzugeben haben sich auch eingebrannt ...) Speisewagen hingegen waren für uns damals gar nicht im Fokus.

Später bin ich überwiegend allein gefahren, da ist eine längere Abwesenheit vom Platz nicht unbedingt sinnvoll. Außerdem waren es fast immer Dienstreisen, und mehrere Tage im Hotel sprechen nicht gerade für zusätzliche Kalorien auf der Reise.

Umgekehrt waren wir als Mannschaft (zu fünft) auch mehrfach im Regionalverkehr ins Wochenende unterwegs, da gehörte seinerzeit ein gemütliches Bier dazu. Geht ja heute auch nicht mehr ...

Ich kann mich nur an eine Rückreise erinnern, auf der ich mir etwas zu Essen gönnen wollte und dafür auch gezahlt habe - das war allerdings im Flieger. Aber ich verstehe durchaus, dass dem einen oder anderen dieser Wunsch auch im Zug kommen kann.

Gruß,
Sven
Traumflug schrieb:
Henrik zitierte:
Im Durchschnitt sind mehr als 98 Prozent aller kundenrelevanten Komponenten störungsfrei.
Was eine Null-Aussage. Wenn man jeden Sitz einzeln als "kundenrelevante Komponente" zählt, ist auch ein Zug ohne Bordrestaurant und ohne eine funktionierende Toilette zu 99% störungsfrei.
Ich finde an der '98% besonders interessant, daß es danach 10mal so viele Verspätungen gibt wie 'gestörte kundenrelevante Komponenten'.
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
behauptet ja auch keiner.

Fragender hat Zugang zu dem "Staatsgeheimnis"

geschrieben von: Henrik

Datum: 14.09.20 17:01

Traumflug schrieb:
Da der Originalartikel hinter einem Paywall ist, hier der Eintrag in Fefe's Blog:

[blog.fefe.de]

Zitat
Bordrestaurants in ICEs sind jetzt ein Staatsgeheimnis. Irgendein FDP-Abgeordneter wollte wissen, wie hoch der Anteil der Bahnkilometer ist, die in den letzten Jahren ohne funktionierendes Bordrestaurant befahren wurden. Antwort:

Das Verkehrsministerium habe darauf verwiesen, dass die Informationen "verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren" und daher nicht herausgeben werden dürfen. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse "hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft", zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Schriftverkehr.

Tolle demokratische Kontrolle, wenn Schieflagen kurzerhand im Giftschrank landen. Mal wieder ein Grund mehr für Staats- und Politikverdrossenheit.
Du solltest nicht verschweigen,
dass der Fragende in dem Antwortschreiben sehr ausführlich darauf hingewiesen wurde, dass er Zugang hat zu diesem Giftschrank im eigenen Hause und sich dort einlesen kann.
Henrik schrieb:
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
behauptet ja auch keiner.
Die Bundesregierung behauptet das. Denn nur eine Sicherheitsgefährdung ist geeignet, eine Geheimhaltung zu rechtfertigen. Alles andere ist zu veröffentlichen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
behauptet ja auch keiner.
Die Bundesregierung behauptet das. Denn nur eine Sicherheitsgefährdung ist geeignet, eine Geheimhaltung zu rechtfertigen. Alles andere ist zu veröffentlichen.
Nein, dem ist nicht so. s.o.
vgl. Überschrift etc.
vgl. Antwort der Bundesregierung

Beides nicht zielführend...

geschrieben von: bauigel

Datum: 14.09.20 17:12

Traumflug schrieb:
Du willst also die "Zügel anziehen", indem man die Zügel lockert und die DB aus der Kritik nimmt. Ziemlich widersprüchlich, was Du da schreibst.
Bei einem kranken Gaul hilft weder Zügel anziehen noch Zügel lockern, damit er schneller läuft...
Trittbrettfahrer schrieb:
Zitat
Und dabei gibt es nicht mal Microwellenessen im Bistro 🤦
...ist es doch völlig wurscht, ob das überteuerte Convenience-Junkfood der DB AG-Bordgastronomie in der Mikrowelle oder sonstwo aufgewärmt wird - frisch und gut ist was anderes, da hat jede Werkskantine oder Hochschulmensa Besseres zu bieten! Selbst die Burgerbrater braten, wie der Name schon sagt, ihre Burgerpatties wenigstens noch richtig und hauen nicht einfach alles in den tollen Dampfgarer wie der "Mobilitätsdienstleister Nummer Eins".....

Just my 50 cents, Trittbrettfahrer (der sich schon auf eine hoffentlich bald wieder mögliche Tour in einem der großartigen "poloteschoslowakohungarischen" ECHTEN Speisewagen freut!)
Hallo,

die Convenience-Branche ist überall „erfolgreich“. Bei den Hochschulen und Werkskantinen sind es teilweise die gleichen Lieferanten wie bei der DB AG. Und die Zubereitung wird in den meisten Werkskantinen von externen Cateringunternehmen durchgeführt. In den Hochschulen ist es überwiegend Aufgabe des Studentenwerkes. Irgendwoher müssen ja die Erfolgsmeldungen von der Compass Group, Aramark Holding, Sodexo, Apetito, Dussmann, Wisag (dürfte einigen auch aus der Eisenbahnfahrzeuginstandhaltung bekannt sein), Primus usw. herkommen. In der Schifffahrt und der Luftfahrt ist es ja auch vielfach „outgesourct“.

Grüße,
Lalu

Lebensfreude

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 14.09.20 18:06

Vielleicht liegt es einfach daran, daß die Bahn in groß wie auch klein für mich nur Hobby ist und keine Lebensanschauungen. Das ich in deinen Augen angeblich immer dagegen schreibe, liegt wohl eher an deinem Standpunkt.

Frank aus der Prignitz
____________________________________________________

Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Re: Döner im ICE?

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 14.09.20 18:22

Hallo!

Der Döner hat einen eigenen kleinen Stand. Der Asiate ist gut (essen dort auch gerne, auch wenn man nicht mit dem Zug fährt). Bäcker und Fleischer ebenfalls gut.

Der IC soll zumindest eine Art Mini-Bar auf Teilabschnitten besitzen. Aber ansonsten richtig: kein Zug hat ein Imbissangebot mehr (es sei denn, der RE 1 macht seine Aufwartung in Cottbus, da Servicewagen und ggf. ODEG bei bestimmten Verbindungen).

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Ja mit der Filterblase hast du wohl recht.
Was das Essen selber machen betrifft, das klappt halt nicht immer. So bei meiner letzen Bahnfahrt von Hamburg nach Uelzen, da war ich den halben Tag im Hamburger Hafen unterwegs und da gab es für mich zwei Möglichkeiten: hungern bis zuhause oder halt was kaufen und so schlecht ist das Angebot nun auch nicht. Mir schmeckt ein gekauftes belegtes Brötchen nicht schlechter als ein selbst belegtes.
Vieles was die Gastronomie heute anbietet könnte ich daheim gar nicht selber machen.
Die Quintessenz ist doch, das ein jeder so reisen und speisen möge wie es ihm beliebt und den Zeigefinger bitte unten lassen möge.

Frank aus der Prignitz
____________________________________________________

Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!
Heizer Jupp schrieb:
Ich finde ja auch, daß da jeder nach seinen ganz individuellen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben entscheiden muß, ob und wie er sich auf Reisen verpflegt. Und diese Gegebenheiten können sich auch noch von Reise zu Reise sehr unterscheiden.
Geht mir ja genauso. Mal reicht mir die mitgebrachte oder am Imbiß erstandene Bratwurst und die Trinkflasche im Rucksack, mal bevorzuge ich ein Bahnhofs- oder bahnhofsnahes Restaurant und ab und zu möchte ich eben mal im Speisewagen sitzen.
Ich würde da also meine Meinung nicht zum Dogma erheben und habe da auch weder die Meinungen "Frank Schönows" und "Des Zeugen Desiros" als Dogma und den einzigen Lebensweg empfunden, sondern als Anregung.
Lediglich die grandiose Idee, anstatt den Speisewagen ernsthaft den Bahnhofsbäcker zu empfehlen, fand ich dann doch sehr unsensibel und unklug.
Wer sich entsprechend gewandet zwecks Genuß eines Konzerts in eine Kulturstätte begibt, wird bei einem technisch bedingten Ausfall des Konzertes den Rat des Hausmeisters, sich eine Kassette in den Walkman zu werfen, auch leicht unpassend empfinden...
Jedem das seine, jeder nach seinem eigenen Gusto, ja. Aber mit Anstand & Respekt zueinander!

Mit Verlaub, über 90.... über 99,9% der Bahnfahrgäste schmieren sich ihr Brot achtsam zu hause oder kaufen sich ihr Brötchen für 15 Cent beim Bäcker anstatt im überteuerten Bordbistro dafür 15 Euro hinzublechen.
Hier ging es um eben solche typische Person, die ihr gutes Geld eben nicht bei der Bahngastronomie lässt, sondern am liebsten eher im Bahnhof selbst. Diese führte nun an, dieses sei ggf. wegen einer Zugverspätung nicht möglich.
Da liegt eben nur der Hinweis auf der Hand, dass es grade wegen der Verspätung möglich ist, sich im Bahnhof selbst einzudecken mit Backwaren. Dieser Hinweis ist zweifelsohne sensibel und klug. Wieso er es nicht sei, hast Du nicht ausgeführt, ein anderer schlug nur mit elendigen Beleidigungen um sich.
Das ist nicht die feine Art.
Mit Anstand & Respekt hat das nichts zu tun, alle Fahrgäste die nicht das Bordrestaurant benutzen als "Kulturloses Volk" zu beleidigen, mangelnde Lebensfreude zu unterstellen und ihnen gar nahe zu legen, besser nicht Bahn zu fahren.

Bei Deinem Konzert-Vergleich gehst Du von unterschiedlichen Leistungen aus. Da hinkt der Vergleich gewaltig.
Hier liegen gleiche Leistungen vor.. bzw. wenn ist die der DB erheblich minderwertiger.
Den DB Salat für 10 Euro, zehn Euro! Da ist nichts bei. im Bahnhof im Rewe bekommst Du für 2,50 € weitaus mehr, erheblich mehr Vielfalt, erheblich frischer, kannst ihn zudem selbst zusammenstellen und auch mit in ICE nehmen und dort überall verzehren.

Nimm mal besser das Bier beim Konzert....... für 7,50 € am besten noch in Spanien. Verrückt! Ein kognitiv minder bemittelte Person muss einer sein, der finanzschwache Spanier, der sich dort für die Kohle nen Bier leistet. paar Meter draußen kostet das gleiche Bier nur ein Euro.

Re: Döner im ICE?

geschrieben von: tomx3

Datum: 15.09.20 00:37

Eurocity341 schrieb:
Der IC soll zumindest eine Art Mini-Bar auf Teilabschnitten besitzen. ]
Tatsächlich inzwischen sogar zwischen Cottbus und Oldenburg. Früher war das meiner Erinnerung nach nur zwischen Bremen und Oldenburg. → "ReiseCafe" Speisekarte

Zitat:
Aber ansonsten richtig: kein Zug hat ein Imbissangebot mehr (es sei denn, der RE 1 macht seine Aufwartung in Cottbus, da Servicewagen
Die Automaten da drin sind übrigens eine Hinterlassenschaft des jetzigen S-Bahn-Berlin-Geschäftsführers Peter Buchner aus seiner Zeit bei DB Regio Nordost. Ich kann mich auch noch gut an die Zeiten erinnern, in denen die Linie ganztägig zwischen Cottbus und Brandenburg/Havel bzw. Genthin verkehrte es noch einen Bierautomaten gab, für den man Wertchips beim Zugbegleiter holen musste.

Den hat jeden Freitag das Panzergrenadierbataillon 421 restlos geleert. :-P

Zitat:
und ggf. ODEG bei bestimmten Verbindungen).
Ah, stimmt, danke für den Hinweis. An die RB41 und RB65 mit Snack-Angebot hatte ich gar nicht gedacht. Da hab ich doch schon öfter zwischen Görlitz und Zittau vom Kaffee-Angebot gebrauch gemacht. ;-) Die ODEG erklärt übrigens hier , dass Automaten laut VBB-Auflage im barrierefrei zugänglichen Bereich liegen müssen. Macht die DB beim RE1 definitiv nicht.

Kannte ich vorher im Regionalverkehr nur von der NEB, da kriegt man schon im ersten Zug ab Kostrzyn um 04:02 Uhr Kaffee im Zug, während im und um den Bahnhof noch alles geschlossen hat und der nächste Kaffee um die Zeit an der 800m entfernten ORLEN-Tankstelle zu kriegen wäre.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 00:57.
Henrik schrieb:
Nein, dem ist nicht so. s.o.
vgl. Überschrift etc.
vgl. Antwort der Bundesregierung
Deine Fantasie in Ehren, doch die damit zusammengebastelte Begründung ist abenteuerlich. Die Zahl der defekten Restaurants ist weder eine fiskalische Zahl, noch ist ein defektes Restaurant eine vertrauliche Information. Die Defekte werden sogar allen Fahrgästen mitgeteilt, so "geheim" ist sie.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Nein, dem ist nicht so. s.o.
vgl. Überschrift etc.
vgl. Antwort der Bundesregierung
Deine Fantasie in Ehren, doch die damit zusammengebastelte Begründung ist abenteuerlich.
Das ist ein Urteil.. Begründung des Bundesverfassungsgerichts - und das nennst Du "abenteuerlich".
Damit ist das Gespräch beendet. Da bin ich raus.

Es wurden konkrete detaillierte Umsatzzahlen zu einzelnen Produktkategorien abgefragt, auch unterjährlich.
Daraus könnte man - insbesondere in Hinblick von diesem Jahr - Rückblicke auf die Kostenstrukturen ziehen.
Lass davon mal konkurrierende Mobilitätsanbieter und Lieferanten Wind kriegen und komm dann nochmal an, da drohe nichts.. sicher. s.o.
Henrik schrieb:
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Nein, dem ist nicht so. s.o.
vgl. Überschrift etc.
vgl. Antwort der Bundesregierung
Deine Fantasie in Ehren, doch die damit zusammengebastelte Begründung ist abenteuerlich.
Das ist ein Urteil.. Begründung des Bundesverfassungsgerichts - und das nennst Du "abenteuerlich".
Damit ist das Gespräch beendet. Da bin ich raus.
Du liest da Zusammenhänge aus dem Urteil heraus, die nicht drin stehen. Ein Belang ist etwas anderes als ein Risiko und nur weil beides im gleichen Urteil steht, bedeutet das nicht, dass jeder Belang auch ein Risiko ist.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Henrik schrieb:
Es wurden konkrete detaillierte Umsatzzahlen zu einzelnen Produktkategorien abgefragt, auch unterjährlich.
Daraus könnte man - insbesondere in Hinblick von diesem Jahr - Rückblicke auf die Kostenstrukturen ziehen.
Ja und? Es geht bei einer Anfrage an die Regierung doch darum, warum und wieviel Geld sie für was (wem) gibt. Ein Unding ist es, sich vor der Pflicht der Rechnungslegung ausgerechnet mit dem Argument zu drücken, man wolle vertuschen, welche Leistung bestimmte Spezis für die ihnen zugeschobenen Gelder erbringen.

Konkret: ein Bahnbetreiber erwartet vom Bund, daß er ihm eine komplette neue Fahrzeugflotte mit teuren Speisewagen finanziert. Was wäre natürlicher, als vorher zu überprüfen, ob der Geldempfänger Speisewägen überhaupt zuverklässig betreiben kann? Spätestens dann, wenn sich in der Öffentlichkeit Klagen darüber häufen?

Zitat:
Lass davon mal konkurrierende Mobilitätsanbieter und Lieferanten Wind kriegen und komm dann nochmal an, da drohe nichts.. sicher. s.o.
Welche "konkurrierenden Mobilitätsanbieter und Lieferanten" (Speisewagenbetreiber?) gibt es denn? Insbes.: wieviele gibt es, die vom Staat finanziell gefördert werden? Und wenn es welche gibt: wäre es nicht sowohl marktwirtschaftlich als auch haushaltsseitig wünschenswert, wenn ein effizienterer einem weniger effizienten Anteile abjagt?

Die einzige akzeptable Antwort wäre gewesen: 'diese Firmengruppe erhält keinerlei staatliche Gelder, gibt uns deswegen keine Auskunft, weshalb wir Ihnen keine Auskunft geben können.'
Zitat
Diese Antwort gewinnt auf der nach unten offenen Dämlichkeitsskala den Sonderpreis der Woche - den "Weichen Keks"!
Völlig Off Topic - ich muss gerade heulen vor lachen ! :D :D Das ist beste Unterhaltung :))

Und ich stimme der Aussage an sich natürlich auch zu - Bahnhofs- und Bordverpflegung sind schon zwei grundverschiedene Dinge



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 14:04.

Ausgewählte Reichhaltigkeit

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 16.09.20 20:19

Heckeneilzugfan:
"Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass sich in Wagen .. unser Bordbistro befindet, wo Sie ein Mitarbeiter mit einem eingeschränkten Angebot gerne erwartet."
(Ungefähr so habe ich es gestern im ICE noch gehört.)
Zumindest vor einiger Zeit lautete der Sprachcode „ausgewählt“, in Unterscheidung zum Regelbetrieb signalisierenden „reichhaltig“.
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Nein, dem ist nicht so. s.o.
vgl. Überschrift etc.
vgl. Antwort der Bundesregierung
Deine Fantasie in Ehren, doch die damit zusammengebastelte Begründung ist abenteuerlich.
Das ist ein Urteil.. Begründung des Bundesverfassungsgerichts - und das nennst Du "abenteuerlich".
Damit ist das Gespräch beendet. Da bin ich raus.
Du liest da Zusammenhänge aus dem Urteil heraus, die nicht drin stehen. Ein Belang ist etwas anderes als ein Risiko und nur weil beides im gleichen Urteil steht, bedeutet das nicht, dass jeder Belang auch ein Risiko ist.
Du allein sprachst von Sicherheitsgefährdung - niemand sonst.
Wenn Du damit nicht leben kannst, dann unterlasse es doch einfach.. ;)
Aber Du scheinst ja weiterhin nicht mit dem Urteil unseres höchsten Gerichtes leben zu können und ziehst aufs Übelste über dieses her.

..es sei denn Du meinst Deine Worte allesamt genau so wenig ernst wie der kmueller. ;)
dafür schreibst Du aber viel zu verbissen.
Zitat
die Convenience-Branche ist überall „erfolgreich“. Bei den Hochschulen und Werkskantinen sind es teilweise die gleichen Lieferanten wie bei der DB AG. Und die Zubereitung wird in den meisten Werkskantinen von externen Cateringunternehmen durchgeführt. In den Hochschulen ist es überwiegend Aufgabe des Studentenwerkes. Irgendwoher müssen ja die Erfolgsmeldungen von der Compass Group, Aramark Holding, Sodexo, Apetito, Dussmann, Wisag (dürfte einigen auch aus der Eisenbahnfahrzeuginstandhaltung bekannt sein), Primus usw. herkommen. In der Schifffahrt und der Luftfahrt ist es ja auch vielfach „outgesourct“.
Das ist auch mir durchaus bekannt. Selbstverständlich arbeiten alle "Massenverpfleger" mit in bestimmten Zubereitungsstufen vorgefertigen Speisen - und wenn es nur die bereits geschälten und geschnippelten Kartoffeln für die Bratpfanne sind...

So war aber mein Posting auch gar nicht gemeint! Ich bezog mich vor allem darauf, dass in der Bordgastronomie inzwischen wirklich ALLES warm zu Verzehrende in diesen albernen Dampfgargeräten landet - selbst die eingeschweißten, vorgebratenen Spiegeleier - schrecklich!!! Zumindest das "in die Pfanne hauen", welches den Geschmack gebratener Speisen ja nicht unbeträchtlich steigert, bekommen bislang eigentlich noch alle "Massenverpfleger" ganz vernünftig hin, von den Mensen und Kantinen bis hin zu MäcDoof und Würger King... Bei der DB AG schlicht und einfach nicht mehr möglich, weil keine einzige Kochplatte mehr in den derzeitigen WR-"Kabuffs" vorhanden, nur noch drei grauenhafte "Stiiieeeemaaars"..... :-(

Dann lobe ich mir doch das gute panierte Schnitzel aus der ordentlich einfetteten Bratpfanne der polnischen Speisewagen - lecker!

Grüße, Trittbrettfahrer

ODEG, früher LausitzBahn

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 16.09.20 21:42

Hallo!

Dieser Kaffee-Service gab es schon, als die LausitzBahn zwischen Cottbus und Zittau pendelte (einschl. des später zusätzlich eingesetzten InterConnex Liberec - Zittau - Cottbus - Berlin - Binz). Ich kann mich noch daran erinnern, weil da auch immer der Angebotsprospekt auslag.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Henrik schrieb:
Du allein sprachst von Sicherheitsgefährdung - niemand sonst.
Auch das Urteil schreibt von einer Sicherheitsgefährdung. Genauer: von einer Gefährdung des Staatswohls. Nur solche Gefährdungen können eine Geheimhaltung begründen.

Dass an den Speisewagen nichts geheimes sein kann, kann man auch leicht daran erkennen, dass die Bundesregierung schon zahlreiche ähnliche Auskünfte gegeben hat. Zum Beispiel zu den Ausfällen ganzer Züge. Aber über Andere herzuziehen ist natürlich einfacher als ein Fehlverhalten der heiligen Regierung anzuerkennen, das stimmt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Ober-Rodener schrieb:
Ob die öffentlich abgreifbaren Daten zur Ausfallhäufigkeit Staatsgeheimnis sein sollen? Eher nicht.
Wie die wirtschaftlichen Verluste aussehen könnten, wer soll da Konkurrenz sein? Im FV gibt es keine echte Konkurrenz.
Schon gar nicht mit großen Bordrestaurants oder Bistrobetrieb.
Dachte ich auch. Man kann ja nur schlecht einfach in den McDonalds im nächsten Waggon gehen.
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
Jetzt weiss ich, warum die Schweiz am Abschmieren ist:
[www.baspo.admin.ch]
Gruss Leo
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Du allein sprachst von Sicherheitsgefährdung - niemand sonst.
Auch das Urteil schreibt von einer Sicherheitsgefährdung. Genauer: von einer Gefährdung des Staatswohls. Nur solche Gefährdungen können eine Geheimhaltung begründen.
Du willst vielleicht doch eher nur noch spielen & andere @#$%&.
Das höchste Gericht spricht genau davon, dass die Sicherheit hier nicht gefährdet ist.
Von Sicherheitsgefährdung in diesem Falle sprichst einfach nur Du - ansonsten niemand.

Natürlich kannst Du offenbar auch weiterhin aufs Übelste über unsere wichtigsten Institutionen herziehen, deren Worte total verdrehen.
das Thema ist durch.

Dein letzter obiger Satz ist Quatsch, völliger Unsinn.. aber so total, dass es wiederum offensichtlich ist.

BT: Schriftliche Frage: Umsatz von Bordrestaurants

geschrieben von: Henrik

Datum: 17.09.20 21:48

148. Abgeordneter Torsten Herbst (FDP)

Welchen Anteil aller Entfernungskilometer haben die Fernzüge der Deutschen Bahn AG in den Jahren 2016 bis 2019 sowie im ersten Halbjahr des Jahres 2020 mit geschlossenem bzw. nicht vollständig funktionsfähigem Bordrestaurant erbracht, und welche Einnahmen hat die Deutsche Bahn AG im selbigen Zeitraum durch den Betrieb der Bordrestaurants erzielt (bitte jeweils nach ICE und IC, sowie nach Jahr aufschlüsseln)?

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann
vom 9. September 2020


Die erbetenen Informationen können nicht veröffentlicht werden, weil sie verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren. Diese sensiblen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse betreffen auch das fiskalische Interesse des Bundes. Ihre Offenlegung würde das wirtschaftliche Handeln der DB Fernverkehr AG deutlich beeinträchtigen und könnte erhebliche Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen.

Die Kenntnis von Details zum finanziellen Ergebnis der DB Fernverkehr würde es konkurrierenden Mobilitätsanbietern und Lieferanten ermöglichen, ihr Verhalten im Wettbewerb entsprechend auszurichten. Die Kenntnis unterjähriger Umsatzzahlen aufgeschlüsselt in die beiden Produktkategorien ICE und IC könnte es Wettbewerbern ermöglichen, Rückschlüsse auf die Kostenstrukturen der DB Fernverkehr AG zu ziehen. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuell öffentlich verfügbaren Informationen zum reduzierten Fahrplanangebot im ersten Halbjahr 2020, eingestellten Verbindungen und Auslastungszahlen. Unterjährige Umsatzzahlen zu einzelnen Produktkategorien werden überdies auch nicht nach Aktienrecht veröffentlicht.

Unter Abwägung zwischen dem parlamentarischen Auskunftsanspruch einerseits und dem Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen unter Berücksichtigung möglicher nachteiliger Wirkungen für die betroffenen Unternehmen andererseits hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als „VS – VERTRAULICH“ ein gestuft und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt. Die Antwort der Bundesregierung ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung des Deutschen Bundestages eingesehen werden.*


Schriftliche Fragen

mit den in der Woche vom 7. September 2020
eingegangenen Antworten der Bundesregierung


Drucksache 19/22308

11.09.2020

[dip21.bundestag.de]

Was ist ein DB-Bordrestaurant?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 17.09.20 21:54

Dienstag: ICE 991 fällt aus, Ersatz IC2901 ohne BR. Da habe ich das Essen, das für den RE Richtung Passau vorgesehen war, eben schon im IC essen müssen und war dann hungrig. Musste dann im Kaufland in Landau eben futtern, war auch billiger

Re: Was ist ein DB-Bordrestaurant?

geschrieben von: roomette

Datum: 18.09.20 00:41

Ich finde viele klagen hier in Deutschland auf hohes Niveau (entschuldige Sprachfehler als Ausländer). ich habe in ganz Europa und USA mit Zug herumgereist ab den siebzigeren Jahre. Damals gab es noch in die grössere Länder Speisewagen. Wenn man Niedriglöhne wie im Osteuropa ausschliest war die DB immer das billigste!! Speisewagen in Frankreich und Italien, viel teuerer. Und jetzt: In Spanien, Frankreich, Italien, UK, Skandinavien gibt es ausserhalb einige wenige Ausnahmen KEINE Speisewagen und Bistro’s mehr wo man sich an ein Tisch hinsetzen kann und mit Bedienung eine warme Mahlzeit
essen kann. Sogar in USA mit Amtrak und die grosse Entfernungen dort ist mann im Osten seit einem Jahr auf Selbstbedienung angewiesen und in Westen während die Covid19 Pandemie auch (weil viel zu Teuer das alles im Zug zu bereiten). Das was dort noch angeboten wird nennt man dort TV-food. Vergleichsweise ist DB-Bistro-essen fast Gourmetfood.
Also man kann froh das es das überhaupt noch gibt in Deutschland (und AT, CH): sich hinsetzen in ein gewisse Restaurantambiente, ein Glas Wein trinken und etwas warmes essen. Mann soll sich das realisieren! Hoffentlich schimpft man nicht so viel das mann nur noch am Platz etwas kleines Essen oder Trinken kann oder an eine ungemütliche “Bar” im stehen (wie z.B. im TGV) maximal ein wirklich überteuertes Sandwich essen kann. Damit wurde wirklich noch mehr Reisekultur verloren gehen!
Ist es eben nicht.... Nur ein Beispiel:
Letzten Mo im 105 sowie rücklaufend 104 und 204 gab es Stromausfall in beiden Bistros, d.h. eines war ein Restaurant. Nichts war hinterlegt irgendwo in der DB App. Das Personal entschuldigte sich sehr höflich. Nichts zu essen, keine warmen Getränke, keine gekühlten Getränke usw. sorry 4 that.Es kam zu Gesprächen mit den Fahrgästen in der A-Klasse, und was jene Mitarbeiter auch über die Zuverlässigkeit von den Restaurants im ICE4 erzählten war einfach nur deprimierend. Im 204 war im Vorteil, wer den neuen Rotwein (Hirsch) mag: Der war im ungekühlten Kühlschrank seltsamerweise vorhanden .... und nun ziemlich richtig temperiert....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.20 07:13.
Biz-Reisende werden dann noch weiter aufs Auto abwandern. Ist das gewünscht? Es ist ganz anders zu handhaben, wenn einer Mumm hätte: Alle Verantwortlichen disziplinarisch zur Rechenschaft ziehen für die Umsatzausfälle und Komfortausfälle. Im Folgefall kündigen. Lohnabzug bei Versagen, kleiner Bonus bei Gelingen.

Neue frische Strukturen aufbauen. Auch dieses Problem ist lösbar,

WENN MAN ES NUR WILL.

MAN MUSS DAS EINFACH KÖNNEN.

Flieger, Schiffe usw. schaffen das auch.
Und mich hat einst total beeindruckt, wie eine teildefekte Elektrik im SBB-WR des EC8 während des Haltes in Basel SBB repariert wurde. Schaltwand aufschrauben, irgendwas raus, irgendwas rein. Schaltwand zu. KLick, Klack. Summ....... Läuft. Draussen stand schon die neue Ware auf einem Lieferwägelchen. Alle halfen mit: Techniker, Personal, Wagenfahrer: Rein mit den frischen guten Sachen in den Zug. Pfiff. Abfahrt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.20 07:19.

Re: McTrain

geschrieben von: ThomasR

Datum: 18.09.20 07:27

Früherwarallesbesser schrieb:
Mc Donald hat es in den Neunzigern mal versucht, und nach einer Fahrplanperiode wieder aufgegeben. Mit Bordgastronomie ist auch bei starker Vorfertigung der Produkte eben kein Geld zu verdienen.
Ich meine zwar, es ging länger, aber es waren irgendwie die falschen Züge. Die Urlaubszüge waren m.E. das falsche Publikum dafür.

Übrigens wurde doch das Geschäft von der DB Fernverkehr direkt übernommen, weil die Mitropa da nicht mehr wollte oder verkauft werden sollte, um börsenreif zu werden. Schon damals wurde gesagt, es sei ein Zuschussgeschäft und reiner Service am Fahrgast.

Re: McTrain

geschrieben von: TheDemon

Datum: 18.09.20 18:25

Ich war vor langer Zeit bei einem Unternehmen, das Großküchen betrieben hat (sehr vereinfacht gesagt). Dort haben wir einmal ein Angebot für die Bewirtschaftung der Speisewagen bei der Bahn abgeben sollen. Wir haben das sehr lange durchgerechnet, aber es war nicht möglich ein wirtschaftlich sinnvolles Angebot abzugeben. Trotz aller möglichen Varianten der Bewirtschaftung.

Daher lache ich mich immer schief, wenn einige Schlaumeier hier glauben, das wäre alles doch kein Problem, man müssen nur wollen.

Re: McTrain

geschrieben von: LIW

Datum: 19.09.20 11:48

Überall gibt es Imbiss-Essen weil Leute damit gutes Geld verdienen. Hunger kriegt man automatisch. Ist doch merkwürdig wenn es in der Bahn nicht geht? In jedem Supermarkt kriegt man einigermaßen gute Kleinigkeiten zu vertretbaren Endpreisen. Großhandelspreise und -kosten sind viel niedriger.

Wenn ein richtiges Restaurant mit Herd an Bord heutzutage nicht mehr funktioniert, verstehe ich das. Wenn irgendwas mit Mikrowelle aber nicht gehen soll, ist das nicht ganz nachvollziehbar und auch nicht, warum ein paar fertige Nürnberger Würstchen so teuer seien müssen.

Ich erkläre mir die Lust- und Ideenlosigkeit der Bahn bei der Bordgastronomie mit der lukrativen Vermietung von Bahnhöfen, nicht zuletzt an Imbisse aller Art, und mit dem Wunsch, die Kapazität der Speisewagen als Sitzplätze verkaufen zu wollen bei nur noch Mini-Verkauf vom Rollwagen aus.

Hinzu kommt, dass manchmal die Politik reingrätscht mit offenbar irgendwelchen Fantasien zwischen Orient Express und fair gehandelter Veggie-Algen-Küche.

Mich persönlich stört die Alkie-Abfüllerei in den Speisewagen. Alkohol würde ich vielleicht nicht völlig abschaffen aber irgendwie limitieren. Damit machen die aber anscheinend das große Geld.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.20 11:49.

Re: McTrain

geschrieben von: TheDemon

Datum: 19.09.20 11:59

LIW schrieb:
Überall gibt es Imbiss-Essen weil Leute damit gutes Geld verdienen. Hunger kriegt man automatisch. Ist doch merkwürdig wenn es in der Bahn nicht geht? In jedem Supermarkt kriegt man einigermaßen gute Kleinigkeiten zu vertretbaren Endpreisen. Großhandelspreise und -kosten sind viel niedriger.

Wenn ein richtiges Restaurant mit Herd an Bord heutzutage nicht mehr funktioniert, verstehe ich das. Wenn irgendwas mit Mikrowelle aber nicht gehen soll, ist das nicht ganz nachvollziehbar und auch nicht, warum ein paar fertige Nürnberger Würstchen so teuer seien müssen.

Ich erkläre mir die Lust- und Ideenlosigkeit der Bahn bei der Bordgastronomie mit der lukrativen Vermietung von Bahnhöfen, nicht zuletzt an Imbisse aller Art, und mit dem Wunsch, die Kapazität der Speisewagen als Sitzplätze verkaufen zu wollen bei nur noch Mini-Verkauf vom Rollwagen aus.

Hinzu kommt, dass manchmal die Politik reingrätscht mit offenbar irgendwelchen Fantasien zwischen Orient Express und fair gehandelter Veggie-Algen-Küche.

Mich persönlich stört die Alkie-Abfüllerei in den Speisewagen. Alkohol würde ich vielleicht nicht völlig abschaffen aber irgendwie limitieren. Damit machen die aber anscheinend das große Geld.
Logistik, Personal und die Kosten für die Technik waren das Problem. Das Essen konnten wir günstig in unseren Küchen vorfertigen.

Es gehört eben mehr dazu, als nur das Essen zuzubereiten. Aber da hört bei vielen hier das Verständnis und Wissen auf.

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: ThomasR

Datum: 19.09.20 12:31

bollisee schrieb:
Traumflug schrieb:
Da der Originalartikel hinter einem Paywall ist, hier der Eintrag in Fefe's Blog:

[blog.fefe.de]

Zitat
Bordrestaurants in ICEs sind jetzt ein Staatsgeheimnis. Irgendein FDP-Abgeordneter wollte wissen, wie hoch der Anteil der Bahnkilometer ist, die in den letzten Jahren ohne funktionierendes Bordrestaurant befahren wurden. Antwort:

Das Verkehrsministerium habe darauf verwiesen, dass die Informationen "verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren" und daher nicht herausgeben werden dürfen. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse "hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft", zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Schriftverkehr.

Tolle demokratische Kontrolle, wenn Schieflagen kurzerhand im Giftschrank landen. Mal wieder ein Grund mehr für Staats- und Politikverdrossenheit.
Was hat das jetzt mit demokratischer Kontrolle zu tun? Es ist ja explizit nicht mehr die Bundesbahn. Irgendwie verwechselst Du gerade einiges im Staatsrecht...

Und nur ganz nebenbei zu Deiner Staats- und Politikverdrossenheit. Wenn man sich da nicht zügelt, nämlich auch Leute wie wir, dann hat man am Ende nur Schlimmeres zu befürchten. Schau einfach mal in die USA oder Brasilien oder einfach nur Thüringen um letzte Weihnachten, wo man ein Funktionieren nur einer Handvoll Politiker zu Verdanken hat, die sich am Ende doch zusammengerissen haben. Die Wähler haben es in allen drei Beispielen selbst verbockt...

Aber um mal zurück zu Deinem Thema zu kommen, die Deutsche Bahn ist ohnehin nicht in der Lage, eine mehr als 2/3-funktionierenden Betrieb hinzubekommen. Da müsste schon ein wenig von Seiten des Staats die Zügel angezogen werden. Das gilt natürlich auch für andere Betriebe, die nicht funktionieren und vielleicht nur aufgrund Betrugs bei Angebotsabgaben an die Vergabe ihrer Aufträge gekommen sind...
Soehe das Urteil des BVerfG in Sachen Demonstrationen am Flughafen Frankfurt. Es zeigt die Tendenz auf. Firmen im Eigentum der Republik unterliegen den Regeln wie eine Behörde. Dies gilt umso mehr, wenn das zu 100% ist. Sollten es unter 50% sein, gelten andere Regeln

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: LIW

Datum: 19.09.20 19:21

Zitat
Logistik, Personal und die Kosten für die Technik waren das Problem. Das Essen konnten wir günstig in unseren Küchen vorfertigen.

Es gehört eben mehr dazu, als nur das Essen zuzubereiten. Aber da hört bei vielen hier das Verständnis und Wissen auf.
So ein Wahnsinnsding kann die Logistik aber auch nicht sein, im Zeitalter von Tiefkühler, Kühlboxen, Wegwerfbesteck und Geschirr und Mikrowelle. Zumal andere es ja hinkriegen. Sogar Tankstellen und Supermärkte.
Dann erleuchte und doch mal bitte mit Deinem Wissen?

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: TheDemon

Datum: 20.09.20 16:21

LIW schrieb:
Zitat
Logistik, Personal und die Kosten für die Technik waren das Problem. Das Essen konnten wir günstig in unseren Küchen vorfertigen.

Es gehört eben mehr dazu, als nur das Essen zuzubereiten. Aber da hört bei vielen hier das Verständnis und Wissen auf.
So ein Wahnsinnsding kann die Logistik aber auch nicht sein, im Zeitalter von Tiefkühler, Kühlboxen, Wegwerfbesteck und Geschirr und Mikrowelle. Zumal andere es ja hinkriegen. Sogar Tankstellen und Supermärkte.
Dann erleuchte und doch mal bitte mit Deinem Wissen?
Einfach mal überlegen: Wie kommt es zu den Zügen? Wer macht das? Wer kümmert sich um die Technik?

Ein Tankstelle bzw. ein Supermarkt, die immer an der gleichen Stelle ist, ist etwas anderes als ein Zug, der sich bewegt. Falls es dir noch nicht aufgefallen ist.

Zudem musst du genügend Personal vorhalten, denn durch Verspätungen, die bei der Bahn ja durchaus mal vorkommen, wird gerne deine ganze Personalplanung durcheinandern geworfen.

Das summiert sich erheblich. Es war nicht möglich, das auf ein wirtschaftlich sinnvolles Ergebnis zu kommen.

Ich habe die Zahlen nicht mehr vorliegen (und würde sie auch nicht veröffentlichen).

Aber frag dich mal, warum die ganzen großen bundesweiten Caterer, die ja nun auch an vielen Standorten produzieren, nicht die Speisewagen betreiben. Sind die auch alle unfähig? Wenn es da etwas zu verdienen gäbe, dann wären die sofort dabei.

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: LIW

Datum: 20.09.20 22:17

Die halten immer an Bahnhöfen mit Infrastruktur. Ein ICE aus Hamburg nach München kann dort beladen werden und dann meinetwegen nochmal in Frankfurt nachladen. Mikrowelle anschalten ist nicht unlösbar kompliziert. Und einen Wagen mit Schachteln zum Zug bringen auch nicht. Ich will ja gerade den Restaurantbetrieb an Bord nicht weiter erzwingen.

Auf dem Bahnsteig neben dem Prellbock in Stuttgart Hbf steht eine kleine Bude, die warme Semmeln mit warmem Leberkäse verkauft und Geld damit macht. Das MUSS doch an Bord genauso gehen? Brötchen aufschneiden, Scheibe Lederkäse reinlegen und fertig.

Mann muss eben ein paar einfache Standardartikel finden, Currywurst, Leberkäse, vielleicht Suppen (Chili con Carne, Asiatisch und Vegetarisch). Selbst mit der Gulaschkanone kriegt man sowas hin. Und hier gibt es sogar Strom, Kühlung, Mikrowelle und eigentlich auch Platz.

Essen im Zug wirkt so wie Güterverkehr. Eigentlich hat die Bahn keine Lust mehr drauf.

Re: McTrain

geschrieben von: leofink

Datum: 21.09.20 09:49

ThomasR schrieb:
Früherwarallesbesser schrieb:
Mc Donald hat es in den Neunzigern mal versucht, und nach einer Fahrplanperiode wieder aufgegeben. Mit Bordgastronomie ist auch bei starker Vorfertigung der Produkte eben kein Geld zu verdienen.
Ich meine zwar, es ging länger, aber es waren irgendwie die falschen Züge. Die Urlaubszüge waren m.E. das falsche Publikum dafür.

Übrigens wurde doch das Geschäft von der DB Fernverkehr direkt übernommen, weil die Mitropa da nicht mehr wollte oder verkauft werden sollte, um börsenreif zu werden. Schon damals wurde gesagt, es sei ein Zuschussgeschäft und reiner Service am Fahrgast.
In der Schweiz dasselbe: Der Mc Donald Speisewagen der 90er ist sang und klanglos verschwunden.
[igschieneschweiz.startbilder.de]
Gruss Leo

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: leofink

Datum: 21.09.20 10:13

LIW schrieb:
Zitat
Logistik, Personal und die Kosten für die Technik waren das Problem. Das Essen konnten wir günstig in unseren Küchen vorfertigen.

Es gehört eben mehr dazu, als nur das Essen zuzubereiten. Aber da hört bei vielen hier das Verständnis und Wissen auf.
So ein Wahnsinnsding kann die Logistik aber auch nicht sein, im Zeitalter von Tiefkühler, Kühlboxen, Wegwerfbesteck und Geschirr und Mikrowelle. Zumal andere es ja hinkriegen. Sogar Tankstellen und Supermärkte.
Dann erleuchte und doch mal bitte mit Deinem Wissen?
Nun, die Tankstelle rennt nun mal nicht in der Gegend rum. Da muss der Lastwagen nur zu ihr hinfahren, und nicht ihr nachfahren! Und wenn er mal eine Viertelstunde zu spät kommt, dann ist der Schaden nicht so gross, während der Zug dann schon wieder 20 km weiter weg war. Scotty wird dann das Material ranbeamen.
Und google mal nach den Kosten für Umrichter, die hintendran ein leistungsfähiges 3x400 Netz aufbauen. Denn die Stromversorgung ist 1-3KV Gleich und Wechselstrom. Alleine das dürfte dir einiges an Amortisatioinskosten wegfressen.
Dann kommt, die immer belächelte Bahntauglichkeit ins Spiel: Vom knolligen Strom (im Vergleich zu einem 50HZ Netz), das oftmals ausgeschaltet wird (Schutzsstrecken Lokwechsel), den Vibrationen und den klimatischen Bedingungen: Ein Speisewagen kann auch mal bei -10 Grad ein paar Tage abgestellt sein.

Wenn nun ein Zuglauf, was zwar bei der DB nie vorkommt, ändert, dann hast du schnell mal ein Problem, weil dann der Stützpunkt u.U nicht angelaufen wird. Dazu kommt, dass die Trolleys und die Essen spezifisch auf den Speisewagen zugeschnitten sind!
Und wenn du woanders durchfährst, dann kannst du auch nicht irgendwo anrufen und die bringen dir das vorbei: Fraglich, ob sie die Produkte am Lager haben, und ob sie in der Zeit überhaupt zum Bahnhof gelangen!

Dazu kommen noch die Stromausfälle: Wahrscheinlich sind eben die Bauteile nicht so ganz Bahntauglich.
Dann das Personal: ICE nach Interlaken. Mit Übernachtung: Das zahlt natürlich der Arbeitgeber. Ich nehme an, das gibt es auch in Deutschland.

Ich habe mit den EWIII und EWIV Speisewgen in Rorschach genügend Erfahrungen sammeln können, wie wartungsaufwendig die Technik eines Speisewagens ist!
Und es ist alles voneinander abhängig: Wenn die Spülmaschine ausser Betrieb ist, kannst du rasch zuschliessen: Handgespülte Gläser sind ein Nogo hat mir mal ein Kellner im ICE gesagt. Wenn die Kühlkette unterbrochen ist, ist auch rasch Schluss!
Wasser muss entkeimt werden: Früher mit der Renokiste mit Ozon, heute mit UV Brenner. Das hast du ortsfest nicht: Da kommt reines Wasser aus dem Hahn.

Wenn es wirklich so einfach wäre:
Mach doch einen Businessplan und geh damit zur Bank und mach dann der Bahn das Angebot, du würdest die gesamte Bordgastronomie übernehmen.
Dass kann ja gar nicht so schwierig sein!
Gruss Leo

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: LIW

Datum: 21.09.20 17:54

Das sind wenigstens ein paar aussagefähige Punkte. Danke. Die häufigen technischen Störungen würde ich aus meiner Fahrgastperspektive auch so bestätigen. Trotzdem kann man doch sowas ändern, statt das komplette System aufzugeben? So wie die ICE-Klimaanlagen besser wurden.

Vermutlich wäre am Besten, jeden Speisewagen einfach an jemand anderen zu verpachten. Der eine macht ne Pizzeria und der nächste eine Sportsbar oder ein Sushi Stübchen oder eben Veggie Paradies.
In Bahnhöfen passt unter jede Treppenrückseite im Halbschatten noch irgendein Expressbäcker und sobald es rollt, geht nichts mehr? Da rollen jeden Tag zehntausende hungrige Menschen durchs Land und keiner sieht einen Business Case?

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: TheDemon

Datum: 21.09.20 20:07

LIW schrieb:
Die halten immer an Bahnhöfen mit Infrastruktur. Ein ICE aus Hamburg nach München kann dort beladen werden und dann meinetwegen nochmal in Frankfurt nachladen. Mikrowelle anschalten ist nicht unlösbar kompliziert. Und einen Wagen mit Schachteln zum Zug bringen auch nicht. Ich will ja gerade den Restaurantbetrieb an Bord nicht weiter erzwingen.

Auf dem Bahnsteig neben dem Prellbock in Stuttgart Hbf steht eine kleine Bude, die warme Semmeln mit warmem Leberkäse verkauft und Geld damit macht. Das MUSS doch an Bord genauso gehen? Brötchen aufschneiden, Scheibe Lederkäse reinlegen und fertig.

Mann muss eben ein paar einfache Standardartikel finden, Currywurst, Leberkäse, vielleicht Suppen (Chili con Carne, Asiatisch und Vegetarisch). Selbst mit der Gulaschkanone kriegt man sowas hin. Und hier gibt es sogar Strom, Kühlung, Mikrowelle und eigentlich auch Platz.

Essen im Zug wirkt so wie Güterverkehr. Eigentlich hat die Bahn keine Lust mehr drauf.
Nimm doch mal einen Zug, der für eine Strecke 5 Stunden benötigt. Mach dafür bitte einmal die Personalplanung. Da wirst du dich schon wundern. Bitte beachte die Arbeitszeitenreglungen. Und wenn du nett bist, dann versuch, das die Menschen zu ihrem Feierabend wieder zu hause sind. Wenn nicht, denk an Übernachtungskosten. Denk bitte an Urlaub, Krankenzeiten, Schulungen udn Fortbildungen. Bitte halte eine Reserve für kurzfristige Ausfälle beim Personal bereit.

Jetzt mach das für deine Bude, die Fleischkäsebrötchen verkauft. Du wirst einen Unterschied feststellen.

Das gleiche bei der Logistik. Der Zug ist unterwegs. Es müssen also an jedem Ort, den der Zug anfährt, genügen Waren vorhanden sein, um ihn ausreichend zu bestücken. Aber plan nicht zuviel Ware ein, die dann nicht verkauft wird. Das kostet Geld.

Jetzt mach das für deine Bude am Prellbock, die einen Lagerraum im Bahnhof hat. Du wirst einen Unterschied feststellen.

Dann muss die Technik gewartet und bei Ausfällen repariert werden. Im Bahnhof ruft der Man bei einer Servicefirma an und sagt, was nicht funktioniert. nach spätestens 2 h ist jemand da, der den Fehler beheben kann oder ein Ersatzgerät bringt.

Versuch das bitte mal bei einem Zug zu kalkulieren.

Da sind schon erhebliche Unterschiede.

Wie gesagt: Es gibt große Caterer in Deutschland und keiner von denen hat Lust auf die Speisewagen. Warum nur?

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: LIW

Datum: 21.09.20 21:40

Die Probleme kann ich nachvollziehen. Aber dann darf der Laden eben nicht so unflexibel sein. Die Deutsche Bahn hatte ja auch keine Lust auf Schlafwagen. Die ÖBB kriegt es nun aber hin. Vielleicht können wir die Speisewagen an die ÖBB geben? Wäre sicher auch geschmacklich reizvoll.

Mit Speisen macht kein Restaurant viel Gewinn

geschrieben von: MAN NL 313

Datum: 21.09.20 21:45

Hallo,

das Problem ist doch, dass sich mit Speisen im Restaurant quasi kein Gewinn erwirtschaften lässt. Die Einkaufskosten inklusive Logistik und personal sind so hoch, dass da kaum Gewinn hängen bleibt. Die Gewinne werden mit dem Getränke Verkauf erwirtschaftet.

Schon alleine die Hygiene Vorschriften in Deutschland einzuhalten und die Kontrollen des WKD sind eine Herausforderung in einem Zug, da gelten die gleichen Vorschriften wie in jedem Restaurant. Du hast aber keinen dauerhaften Anschluss an das Trinkwasser- und Abwassernetz, der Strom wechselt von Oberleitung auf Batterie bei einem Fahrtrichtungswechsel dabei muss die Kühlkette bzw die Gartemperatur aber gehalten werden, sonst macht dir der WKD schneller deine Lokalität zu wie du schauen kannst. Dazu kommen die ständigen Erschütterungen des Wagens während der Fahrt und die Elektromagentischen Felder der Oberleitung mit entsprechenden Interferrenzen.

Du hast in einem Speisewagen nur sehr begrenzte Lagerflächen, alle Lagerflächen müssen entsprechend gesichert sein, sodass auch bei einer Schnellbremsung oder einer Entgleisung Gegenstände durch den Wagen fliegen können und Personen verletzen können.

ÖBB hat ihre Speisewagen noch nie selbst betrieben

geschrieben von: MAN NL 313

Datum: 21.09.20 21:57

LIW schrieb:
Die Probleme kann ich nachvollziehen. Aber dann darf der Laden eben nicht so unflexibel sein. Die Deutsche Bahn hatte ja auch keine Lust auf Schlafwagen. Die ÖBB kriegt es nun aber hin. Vielleicht können wir die Speisewagen an die ÖBB geben? Wäre sicher auch geschmacklich reizvoll.
Die ÖBB bekommt für die Nachtzüge in Österreich entsprechende Zuschüsse durch den Staat, die Verlängerungen außerhalb Österreichs betreibt die ÖBB mit ihrer "Billigtochter" Newrest Wagon Lits, die Mitarbeiter auf den Nightjets inklusive Zugpersonal sind nicht bei der ÖBB angestellt. Übrigens beteiligt die DB sich durchaus aktiv am Nightjet durch Stellung von Lokomotiven und Lokführeren.

Die ÖBB hat ihre Speisewagen noch nie selber betrieben. Bis 1996 wurden die ÖBB Speisewagen von der CIWL bewirtschaftet. Von 1996 bis 2001 wurden die Speisewagen von Trainristo bewirtschaftet. Die Ausschreibung von 2001 bis 2012 hat die Firma DoN unter dem Label e-express gewonnen. Von 2012 bis 2018 konnte sich Do&Co bei der Ausschreibung der ÖBB Speisewagen durchsetzen, seit 2018 ist DoN's wieder für die ÖBB Speisewagen zuständig. Die ÖBB bezahlt dabei an den Gewinner der Ausschreibung entsprechende Zuschüsse für den Betrieb der Speisewagen, das Personal ist dann beim Gewinner der Ausschreibung angestellt.

Im Unterschied dazu sind die Mitarbeiter der DB Bordgastronomie direkt bei DB Fernverkehr angestellt mit entsprechender tariflicher Eingruppierung und entsprechenden Karrierechancen. Der Weg von APS 1. Klasse über Restaurantleiter im Bordrestaurant über den Zugbegleiter bis hin zum Zugführer/Zugchef ist durchaus nicht ungewöhnlich, wobei nicht jeder Mitarbeiter alle Stufen durchläuft und es auch Quereinsteiger gibt.

Re: Mit Speisen macht kein Restaurant viel Gewinn

geschrieben von: PeterK

Datum: Gestern, 08:18:29

Hallo,

das ist ja alles richtig. Allerdings frage ich mich wie die Mitropa und die DSG es jahrzehntelang geschafft haben, die Speisewagen zur Zufriedenheit der Kunden zu betreiben.
Und wie schaffen es heute noch die CD, MAV und die PKP?

Gruß

Peter

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: leofink

Datum: Gestern, 09:34:38

LIW schrieb:
Das sind wenigstens ein paar aussagefähige Punkte. Danke. Die häufigen technischen Störungen würde ich aus meiner Fahrgastperspektive auch so bestätigen. Trotzdem kann man doch sowas ändern, statt das komplette System aufzugeben? So wie die ICE-Klimaanlagen besser wurden.

Vermutlich wäre am Besten, jeden Speisewagen einfach an jemand anderen zu verpachten. Der eine macht ne Pizzeria und der nächste eine Sportsbar oder ein Sushi Stübchen oder eben Veggie Paradies.
In Bahnhöfen passt unter jede Treppenrückseite im Halbschatten noch irgendein Expressbäcker und sobald es rollt, geht nichts mehr? Da rollen jeden Tag zehntausende hungrige Menschen durchs Land und keiner sieht einen Business Case?
Natürlich kann man was dagegen tun:
1. Sobald der Betrieb gut läuft, sind die Ladezeiten auch gut einzuhalten. Verspätungen, Standzeitkürzungen (man stelle sich das Geheul hier vor, wenn eine Durchsage käme: "Meine Damen und Herren, wegen der Beladung des Speisewagens, verlieren sie die nachfolgenden Anschlüsse!"), Umleitungen, Gleis und Wagenänderungen etc, erschweren die Planung nun mal sehr. Da kann der Speisewagen nichts dafür)
2. Technik: Hier in der Schweiz geht das ganz gut! Ich fahre jeden Morgen im Speisewagen von Olten nach Bern. Es kommt (in der Vor Corona Zeit) weniger als einmal pro Monat vor, dass was nicht funktioniert. Meistens ist das Problem, dass die Croissants nicht angeliefert worden sind. Das Personal, dass seine Gäste kennt, besorgt die, auch mal am Bahnhofsbäcker in Basel. Die wissen ja, Was ihre Gäste wollen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies in Deutschland möglich ist.
Ein Indiz, dass die deutsche Technik nicht so ausgereift ist, sind die vorgedruckten "Mangelspeisekarten". Da war ich echt erstaunt! Wenn man sowas drucken kann, dann muss schon des Öfteren mal was defekt sein. Die Frage ist, ob die St. Galler Schüblige in der Dienstwagenetage am Potsdamer Platz das auch so sehen, und die nötigen Gelder freimachen würden, um die Technik anzupassen!

Wie gesagt: Sobald es rollt wird die Logsitik schwierig.
In der Schweiz haben die Speisewagen nie rentiert, sondern sind als "Dienst am Kunden" angesehen worden.
Komischerweise sind die Themenspeisewagen, wie der Chäs Express, der Mc Donald- und der Starbuckswagen alle wieder eingegangen!
[www.bahnbilder.de]
[www.blick.ch]

Pizza, frisch belegt und Sushi mit rohem Fisch, sind von der Hygiene her nicht so einfache Gerichte! Wenn du mal Zeit und Gelegenheit hast, wirf mal einen Blick in eine Speiswagenküche! Und bau dann in Deiner Fantasie eine Kühltheke ein!
[www.google.com]
Im Prinzip sieht es immer noch ähnlich aus: Einzig der Herd ist den Kühltrolley Theken, Steamern und Mikrowellen etc. gewichen.

Platz ist, mit dem Gewicht! immer das grosse Problem im Speisewagen: Ich mag mich noch erinnern, dass ein Teil der Sitze in den alten Leichtstahlspeiswagen aufklappbar waren und dort der Weinvorrat drin lag.
Natürlich kannst du den Speisewagen verpachten! aaaber Der Pachtinhaber wird dann ganz anders umgehen mit der DB: Denn Verspätungen und alle Verzögerungen und Mehrkosten, die sich nachteilig auf den Verkauf auswirken und von der DB verschuldet sind, werden dann nicht so einfach unter den Tisch zu wischen sein! Die werden sicher Regress nehmen.
Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 12:38:24.

:Gastronomie Schweiz

geschrieben von: axelloko

Datum: Gestern, 18:22:02

Liegt vielleicht daran, dass in der Schweiz die Gastronomie noch einen etwas höheren Stellenwert hat, als in Deutschland.
Die Dienstleistung spielt ja doch noch eine größere Rolle.
Ein Service Denken kann man nicht nur über den Lohn regeln.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 18:24:07.