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Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: bollisee

Datum: 14.09.20 14:37

Traumflug schrieb:
Da der Originalartikel hinter einem Paywall ist, hier der Eintrag in Fefe's Blog:

[blog.fefe.de]

Zitat
Bordrestaurants in ICEs sind jetzt ein Staatsgeheimnis. Irgendein FDP-Abgeordneter wollte wissen, wie hoch der Anteil der Bahnkilometer ist, die in den letzten Jahren ohne funktionierendes Bordrestaurant befahren wurden. Antwort:

Das Verkehrsministerium habe darauf verwiesen, dass die Informationen "verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren" und daher nicht herausgeben werden dürfen. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse "hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft", zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Schriftverkehr.

Tolle demokratische Kontrolle, wenn Schieflagen kurzerhand im Giftschrank landen. Mal wieder ein Grund mehr für Staats- und Politikverdrossenheit.
Was hat das jetzt mit demokratischer Kontrolle zu tun? Es ist ja explizit nicht mehr die Bundesbahn. Irgendwie verwechselst Du gerade einiges im Staatsrecht...

Und nur ganz nebenbei zu Deiner Staats- und Politikverdrossenheit. Wenn man sich da nicht zügelt, nämlich auch Leute wie wir, dann hat man am Ende nur Schlimmeres zu befürchten. Schau einfach mal in die USA oder Brasilien oder einfach nur Thüringen um letzte Weihnachten, wo man ein Funktionieren nur einer Handvoll Politiker zu Verdanken hat, die sich am Ende doch zusammengerissen haben. Die Wähler haben es in allen drei Beispielen selbst verbockt...

Aber um mal zurück zu Deinem Thema zu kommen, die Deutsche Bahn ist ohnehin nicht in der Lage, eine mehr als 2/3-funktionierenden Betrieb hinzubekommen. Da müsste schon ein wenig von Seiten des Staats die Zügel angezogen werden. Das gilt natürlich auch für andere Betriebe, die nicht funktionieren und vielleicht nur aufgrund Betrugs bei Angebotsabgaben an die Vergabe ihrer Aufträge gekommen sind...

Bordbistro-"Kulinarik": Letzten Endes...

geschrieben von: Trittbrettfahrer

Datum: 14.09.20 14:49

Zitat
Und dabei gibt es nicht mal Microwellenessen im Bistro 🤦
...ist es doch völlig wurscht, ob das überteuerte Convenience-Junkfood der DB AG-Bordgastronomie in der Mikrowelle oder sonstwo aufgewärmt wird - frisch und gut ist was anderes, da hat jede Werkskantine oder Hochschulmensa Besseres zu bieten! Selbst die Burgerbrater braten, wie der Name schon sagt, ihre Burgerpatties wenigstens noch richtig und hauen nicht einfach alles in den tollen Dampfgarer wie der "Mobilitätsdienstleister Nummer Eins".....

Just my 50 cents, Trittbrettfahrer (der sich schon auf eine hoffentlich bald wieder mögliche Tour in einem der großartigen "poloteschoslowakohungarischen" ECHTEN Speisewagen freut!)

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: Traumflug

Datum: 14.09.20 15:01

bollisee schrieb:
Was hat das jetzt mit demokratischer Kontrolle zu tun? Es ist ja explizit nicht mehr die Bundesbahn. Irgendwie verwechselst Du gerade einiges im Staatsrecht...
Auch Behörden unterliegen nicht direkter demokratischer Kontrolle. Beide unterliegen jedoch der Regierung, die wiederum der Demokratie gegenüber verantwortlich ist. Die Geheimhaltung ist kein Versagen der DB, sondern ein Versagen der Regierung.

bollisee schrieb:
Und nur ganz nebenbei zu Deiner Staats- und Politikverdrossenheit. Wenn man sich da nicht zügelt, nämlich auch Leute wie wir, dann hat man am Ende nur Schlimmeres zu befürchten.
Du willst also die Politikverdrossenheit reduzieren, indem man Öl ins Feuer giesst.

Ein paar mahnende Worte wie "Du dummer Bürger, glaube uns gefälligst, sonst kommt die böse AfD" sind jedenfalls nicht zielführend. Vertrauen kann man sich nur durch vertrauenswürdiges Verhalten erarbeiten. Unliebsame Zahlen zu verstecken ist das Gegenteil.

bollisee schrieb:
Aber um mal zurück zu Deinem Thema zu kommen, die Deutsche Bahn ist ohnehin nicht in der Lage, eine mehr als 2/3-funktionierenden Betrieb hinzubekommen. Da müsste schon ein wenig von Seiten des Staats die Zügel angezogen werden.
Du willst also die "Zügel anziehen", indem man die Zügel lockert und die DB aus der Kritik nimmt. Ziemlich widersprüchlich, was Du da schreibst.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Bordrestaurants sind jetzt Staatsgeheimnis

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.09.20 15:12

Traumflug schrieb:
Ein paar mahnende Worte wie "Du dummer Bürger, glaube uns gefälligst, sonst kommt die böse AfD" sind jedenfalls nicht zielführend.
Mich verwirrt das immer, weil es noch gar nicht so lange her ist, daß dann die Kommunisten gekommen wären. Dazwischen waren es zeitweise die Terrorristen.

Man weiß überhaupt nicht mehr, wovor man sich fürchten muß.
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Echt jetzt?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 14.09.20 15:23

Frank Schönow schrieb:
Warum unterstellst du, mal wieder, dass Menschen die nicht so ticken wie du keine oder weniger Freude am Leben hätten? Beschränkt sich Freude am Bahnfahren wirklich nur auf Abteil und Speisewagen? Ich fahre lieber oben im Dosto (auch IC2) weil ich da etwas mehr sehe, auch bei Blechmauern die Menschen trennen, und mein im/am Bahnhof gekauftes Verpflegungspaket mundet mir garantiert nicht weniger als dir deine "DB-AG Suppe". Meine letzte Tour war sogar mit Fahrrad um im Hamburger Hafen etwas freizügiger zu sein.

Ich staune,

dass ein Forumsteilnehmer, aus dessen Beiträge fast immer die schlechte Laune spricht, der eigentlich immer nur "dagegen" schreibt (so wie hier jetzt) und der auch niemals so etwas wie einen freundlichen Gruß etc. in die Tastatur bringt, tatsächlich so etwas wie Lebensfreude empfinden kann. Wenngleich auf niedrigem Niveau wie bei einer Reise im Teppich-RE (da bin ich immer schon froh, wenn der überhaupt störungsfrei fährt), aber immerhin.

Begeisterte Grüße an die Epoche V nach Spandau

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Oberhausen.jpg

Re: Weder der Abgeordnete noch der Journalist...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 14.09.20 15:26

Nietenreko schrieb:
Wie auch immer das Unternehmen heißt, welches die Speisewagen bewirtschaftet, es ist nicht verpflichtet, seine Kalkulationsgrundlage zu veröffentlichen
Danach hat auch niemand gefragt. Netter Derailing-Versuch.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Stimmt!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 14.09.20 15:34

Der Zeuge Desiros schrieb:
...ja, Jupp, da hast du allerdings Recht. Schön, dass es doch noch Menschen gibt, die mit einer gewissen Freude durch ihr Leben gehen (oder mit dem Zug fahren), kleine Freuden genießen können und nicht alleine nach rational-wirtschaftlich-nackten Kriterien handeln.

Ich denke, sowohl der Genuß, als auch das rationale, nüchterne, wirtschaftliche Handeln haben ihre Berechtigung. Die Kunst besteht nun darin, zu unterscheiden, wann man das eine, und wann das andere tun sollte. Da wird die "Schaltschwelle" dann auch bei jedem etwas anders liegen und sogar von der Tagesform abängen.
Allerdings sollte man sowohl beim Genuß, als auch beim rationalen Handeln das Maß nicht verlieren. Ich denke, mit der Formel "leben und leben lassen" kommt man schon ganz gut hin.

Zitat:
Und wenn jetzt die Totschlag-Aussage kommt "das muss man sich auch leisten können": vieles ist unter dem Strich gar nicht viel teurer als die Alternative. Stichwort Liegewagen im Nachtzug versus Tageszug + Hotelübernachtung.

Auch hier sprichst Du etwas an, worüber man eigentlich noch viel tiefer philosophieren könnte. Oft ist es so, wer billig kauft, kauft doppelt und ärgert sich doppelt...

Viele Grüße

Jupp
Frank Schönow schrieb:
Warum unterstellst du, mal wieder, dass Menschen die nicht so ticken wie du keine oder weniger Freude am Leben hätten? Beschränkt sich Freude am Bahnfahren wirklich nur auf Abteil und Speisewagen?
Ich fahre lieber oben im Dosto (auch IC2) weil ich da etwas mehr sehe, auch bei Blechmauern die Menschen trennen, und mein im/am Bahnhof gekauftes Verpflegungspaket mundet mir garantiert nicht weniger als dir deine "DB-AG Suppe". Meine letzte Tour war sogar mit Fahrrad um im Hamburger Hafen etwas freizügiger zu sein.
Ist echt unschön zu lesen, was für unfreundlich ignorante überhebliche Kommentare einige hier absondern.
Aber das ist nunmal DSO/.. Da leben viele in ihre eigenen Filterblase, die vorne und hinten nichts mit der Realität zu tun hat.
Kaum ein Fahrgast verprasst seine wertvolle Kohle im völlig überteuerten Bordrestaurant der Bahn.

Menschen die achtsam selbst ihr Essen zu bereiten (auch für unterwegs) leben genussvoller und empfinden mehr Freude am Leben als solche, die ihre Kohle einfach so für Fast Food/.. verprassen.


Die Mehrheit der Fahrgäste empfindet mehr Freude am Bahnfahren im Großraum und nicht im Abteil. ;) :)
76. Abgeordneter Torsten Herbst (FDP)
Wie viele ICE- bzw. IC-Züge der Deutschen Bahn AG waren nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils zum 1. Januar 2020, 1. April 2020 und 1. Juli 2020 vollständig funktionsfähig (bitte als Anteil aller ICE- bzw. IC-Züge sowie in absoluten Zahlen angeben)?

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann
vom 21. Juli 2020


Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) überwacht sie täglich alle Fernverkehrszüge, die sich im Einsatz befinden. In der Auswertung sind auch die für den Fahrgast wahrnehmbaren Einschränkungen wie ein gestörtes WC, eine defekte Tür, eine defekte Reservierungsanzeige, eine gestörte Klimaanlage und Störungen im Bordrestaurant (Galley) enthalten. Im Durchschnitt sind mehr als 98 Prozent aller kundenrelevanten Komponenten störungsfrei.
Da jedes Fahrzeug bestimmte baureihenspezifische Merkmale hat und die Zahl der Anlagen, zum Beispiel WCs, in den Zügen variiert, wird auf die nachfolgende Übersicht störfreier Komponenten pro Monat (absolut und relativ) für die Monate Januar (1. Januar–31. Januar 2020), April (1. April–30. April 2020) und Juni 2020 (1. Juni–30. Juni 2020) für die ICE-/IC-Züge verwiesen.

[Tabelle]

Schriftliche Fragen
mit den in der Woche vom 20. Juli 2020
eingegangenen Antworten der Bundesregierung


[dip21.bundestag.de]
24.07.2020
Ich finde ja auch, daß da jeder nach seinen ganz individuellen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben entscheiden muß, ob und wie er sich auf Reisen verpflegt. Und diese Gegebenheiten können sich auch noch von Reise zu Reise sehr unterscheiden.
Geht mir ja genauso. Mal reicht mir die mitgebrachte oder am Imbiß erstandene Bratwurst und die Trinkflasche im Rucksack, mal bevorzuge ich ein Bahnhofs- oder bahnhofsnahes Restaurant und ab und zu möchte ich eben mal im Speisewagen sitzen.
Ich würde da also meine Meinung nicht zum Dogma erheben und habe da auch weder die Meinungen "Frank Schönows" und "Des Zeugen Desiros" als Dogma und den einzigen Lebensweg empfunden, sondern als Anregung.
Lediglich die grandiose Idee, anstatt den Speisewagen ernsthaft den Bahnhofsbäcker zu empfehlen, fand ich dann doch sehr unsensibel und unklug.
Wer sich entsprechend gewandet zwecks Genuß eines Konzerts in eine Kulturstätte begibt, wird bei einem technisch bedingten Ausfall des Konzertes den Rat des Hausmeisters, sich eine Kassette in den Walkman zu werfen, auch leicht unpassend empfinden...
Henrik zitierte:
Im Durchschnitt sind mehr als 98 Prozent aller kundenrelevanten Komponenten störungsfrei.
Was eine Null-Aussage. Wenn man jeden Sitz einzeln als "kundenrelevante Komponente" zählt, ist auch ein Zug ohne Bordrestaurant und ohne eine funktionierende Toilette zu 99% störungsfrei. Darüber hinaus kann man wohl davon ausgehen, dass ein fehlendes Restaurant als störungsfrei gezählt wird. Was nicht vorhanden ist, kann schliesslich auch keine Störung haben.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Stimmt!

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 14.09.20 16:28

Heizer Jupp schrieb:
Ich denke, sowohl der Genuß, als auch das rationale, nüchterne, wirtschaftliche Handeln haben ihre Berechtigung. Die Kunst besteht nun darin, zu unterscheiden, wann man das eine, und wann das andere tun sollte. Da wird die "Schaltschwelle" dann auch bei jedem etwas anders liegen und sogar von der Tagesform abängen.
Gerade der Hinweis auf persönliche Präferenzen ist völlig richtig.

Mein persönlicher Einstieg in Fernreisen waren Bahnfahrten von Hannover nach Rosenheim in den 1970ern bis 1980ern. Ich kann mich noch an Abfahrt 0:44 Uhr und die Zugnummer D 881 erinnert, auch wenn ich mir nicht mehr sicher bin, ob beides zusammengehört. Das waren Nachtfahrten im Abteilwagen, zu dritt oder viert, Speisewagen gab es nicht. Insofern gehört es für mich zu einer Bahnreise einfach dazu, ein Brötchen, etwas zu Knabbern oder Süßkram und Getränk dabei zu haben. (Und nicht mehr umsetzbare Aktivitäten wie am Tag vorher die Koffer am Bahnhof aufzugeben haben sich auch eingebrannt ...) Speisewagen hingegen waren für uns damals gar nicht im Fokus.

Später bin ich überwiegend allein gefahren, da ist eine längere Abwesenheit vom Platz nicht unbedingt sinnvoll. Außerdem waren es fast immer Dienstreisen, und mehrere Tage im Hotel sprechen nicht gerade für zusätzliche Kalorien auf der Reise.

Umgekehrt waren wir als Mannschaft (zu fünft) auch mehrfach im Regionalverkehr ins Wochenende unterwegs, da gehörte seinerzeit ein gemütliches Bier dazu. Geht ja heute auch nicht mehr ...

Ich kann mich nur an eine Rückreise erinnern, auf der ich mir etwas zu Essen gönnen wollte und dafür auch gezahlt habe - das war allerdings im Flieger. Aber ich verstehe durchaus, dass dem einen oder anderen dieser Wunsch auch im Zug kommen kann.

Gruß,
Sven
Traumflug schrieb:
Henrik zitierte:
Im Durchschnitt sind mehr als 98 Prozent aller kundenrelevanten Komponenten störungsfrei.
Was eine Null-Aussage. Wenn man jeden Sitz einzeln als "kundenrelevante Komponente" zählt, ist auch ein Zug ohne Bordrestaurant und ohne eine funktionierende Toilette zu 99% störungsfrei.
Ich finde an der '98% besonders interessant, daß es danach 10mal so viele Verspätungen gibt wie 'gestörte kundenrelevante Komponenten'.
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
behauptet ja auch keiner.

Fragender hat Zugang zu dem "Staatsgeheimnis"

geschrieben von: Henrik

Datum: 14.09.20 17:01

Traumflug schrieb:
Da der Originalartikel hinter einem Paywall ist, hier der Eintrag in Fefe's Blog:

[blog.fefe.de]

Zitat
Bordrestaurants in ICEs sind jetzt ein Staatsgeheimnis. Irgendein FDP-Abgeordneter wollte wissen, wie hoch der Anteil der Bahnkilometer ist, die in den letzten Jahren ohne funktionierendes Bordrestaurant befahren wurden. Antwort:

Das Verkehrsministerium habe darauf verwiesen, dass die Informationen "verfassungsrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Unternehmen berühren" und daher nicht herausgeben werden dürfen. Unter Abwägung des parlamentarischen Auskunftsanspruchs und dem Schutz der Bahn-Geheimnisse "hat die Bundesregierung die erbetenen Informationen als VS-Vertraulich eingestuft", zitiert die "Welt am Sonntag" aus dem Schriftverkehr.

Tolle demokratische Kontrolle, wenn Schieflagen kurzerhand im Giftschrank landen. Mal wieder ein Grund mehr für Staats- und Politikverdrossenheit.
Du solltest nicht verschweigen,
dass der Fragende in dem Antwortschreiben sehr ausführlich darauf hingewiesen wurde, dass er Zugang hat zu diesem Giftschrank im eigenen Hause und sich dort einlesen kann.
Henrik schrieb:
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
behauptet ja auch keiner.
Die Bundesregierung behauptet das. Denn nur eine Sicherheitsgefährdung ist geeignet, eine Geheimhaltung zu rechtfertigen. Alles andere ist zu veröffentlichen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
Traumflug schrieb:
Henrik schrieb:
vgl. jüngste Erläuterungen dazu des Bundesverfassungsgerichtes:

6. Eine Grenze des Informationsanspruchs des Bundestages bildet das Wohl des Bundes oder eines Landes (Staatswohl), das durch das Bekanntwerden geheimhaltungsbedürftiger Informationen gefährdet werden kann.

a. Das fiskalische Interesse des Staates am Schutz vertraulicher Informationen seiner (Beteiligungs-)Unternehmen stellt einen verfassungsrechtlichen Staatswohlbelang dar.

[www.bundesverfassungsgericht.de]
Die Zahl der nicht funktionierenden bzw. fehlenden Bordrestaurants mag einen Belang des Staatswohls darstellen, sicher aber nicht eine Gefährdung desselben.
behauptet ja auch keiner.
Die Bundesregierung behauptet das. Denn nur eine Sicherheitsgefährdung ist geeignet, eine Geheimhaltung zu rechtfertigen. Alles andere ist zu veröffentlichen.
Nein, dem ist nicht so. s.o.
vgl. Überschrift etc.
vgl. Antwort der Bundesregierung

Beides nicht zielführend...

geschrieben von: bauigel

Datum: 14.09.20 17:12

Traumflug schrieb:
Du willst also die "Zügel anziehen", indem man die Zügel lockert und die DB aus der Kritik nimmt. Ziemlich widersprüchlich, was Du da schreibst.
Bei einem kranken Gaul hilft weder Zügel anziehen noch Zügel lockern, damit er schneller läuft...
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