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Die Deutsche Bahn musste bei den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft EVG einen Rückschlag einstecken

Die EVG rückt vom vergangene Woche erreichten Verhandlungsstand bei den Tarifgesprächen ab

Bei der Bahn zeigte man sich darüber nun mehr als irritiert

ganze Meldung auf [www.rnd.de]
Kaum kam von der GdL diese Woche die Klatsche zu von der AG-Seite (vorgezogenen) Tarifverhandlungen, kann Mehdorns feuchter Traum, die Schosshündchen-Gewerkschaft EVG, nun nicht anders als 'richtige Härte' zu zeigen. Lächerlich ist das!
Hätten Sie es nur einen Tag vor der Veröffentlichung der GdL-Klatsche getan, wäre ihre Glaubwürdigkeit vielleicht etwas weniger beschädigt.
Wobei? Was will man da eigentlich noch beschädigen? Die letzten gut 10 Jahre haben doch eigentlich schon alles ruiniert was es zu ruinieren gab.

Dabei waren die 'Strageten' der EVG doch vorgewarnt, nachdem die GdL schon im Mai nicht beim Fahneneid des Clubs der Verlierer (Scheuer Andi ausdrücklich inklusive) mitjubeln wollte.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.20 11:04.
Zumindest verhandelt die EVG, dass nach der Bewertung durch die Tarifkommission manche Punkte nachverhandelt werden ist durchaus üblich.
Man braucht nicht die GDL dafür um das zu erkennen!

Ersetze EVG durch GDL...

geschrieben von: Patrick Rehn

Datum: 12.09.20 10:58

Hallo zusammen.

Im Text der Redaktionsmeldung kann man gut nachvollziehen, worum es geht: Die Tarifkommissionen der EVG - welche vermutlich nicht in Gänze mit am Verhandlungstisch saßen - haben die vorgelegten und verhandelten Verträge als unzureichend abgelehnt. Ob einstimmig oder mehrheitlich geht aus dem Text nicht hervor. Der Arbeitgeber zeigt sich entrüstet, ... So weit so bekannt.

Wer sich allerdings mal den Spaß macht die weitere Meldung zu lesen und statt EVG zu lesen gedanklich GDL einfügt weiß, dass zu großen Teilen solche Mitteilungen einem bestimmten Schema folgen. Die Sache mit der Glaubwürdigkeit - wie von Zahlenmeister bereits thematisiert - spielt da möglicherweise auch mit rein, unter Umständen ist es auch Zufall.

Das sich die GDL den Gesprächen verschließt hat sie nie behauptet, aber wenn man nicht weiß worüber würde ich auch verzichten.

Andreas Scheuer hat als zuständiger Minister die Schatule großzügig geöffnet. Das kann man erstmal gut finden, denn Investitionen sind dringend notwendig. Was man hinterfragen muss ist, wofür das Geld im Einzelnen verwendet werden soll und warum kein entsprechend vergleichbares Budget für die mehrere hundert privaten (ich rede hier jetzt ausdrücklich nicht von irgendwelchen nicht-deutschen Staatsbahn-Töchtern, die am deutschen Markt am Personen- und Güterverkehr teilnehmen) Eisenbahnverkehrs- und/oder -infrastrukturunternehmen aufgelegt wird - prägnantes Beispiel ist in diesem Zusammenhang die aktuelle Forderung von Abellio (Tochter der niederländischen Staatsbahn) für zusätzliches Geld.

Denn auch ich sehe daher die latente Gefahr, dass große Teile des Geldes versickern könnten um in anderen Bereichen/Ländern, die nicht so großzügig "mit Wumms" den Geldspeicher öffnen, "konkurrenzfähig" zu bleiben. Und war bzw ist das nicht die Forderung vieler Eisenbahner und Eisenbahnfreunde, dass die DB im Heimatmarkt stabiler werden muss?

Was ebenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche war sind die bekannten Kommentare ("Bin froh das ich ein Auto habe", "unverhältnismäßig", ...). Die GDL hat noch nicht mal im Ansatz mit Streik etc gedroht - wozu es aufgrund der Laufzeiten der Verträge und der anschließenden Verhandlungen mit den Instrumenten der Schlichtung - auch gar keinen Grund gibt. Wer sich die Mühe macht und recherchiert wird übrigens feststellen, dass die letzten Streiks der GDL bei der DB schon einige Jahre zurückliegen und es seitdem aber bereits einige Verhandlungsrunden mit zufriedenstellenden Abschlüssen gab.

In diesem Zusammenhang kann man daher ruhig die Frage stellen, wer aus Sicht der Kunden der zuverlässigere Tarifpartner war: Die Gewerkschaft, bei der man vorher wusste, dass es nicht einfach aber konstruktiv zum Abschluss gehen würde? Oder die Gewerkschaft, welche "Budenzauber" fabriziert und sich das Recht einräumen lässt dann bei besserem Abschluss der anderen Gewerkschaft diesen zu erben?

MfG, Patrick

Einen Teil meiner Fotos rund um Eisenbahn & Co findet man
HIER

Re: Ersetze EVG durch GDL...

geschrieben von: Sven939

Datum: 12.09.20 11:18

Patrick Rehn schrieb:
Wer sich die Mühe macht und recherchiert wird übrigens feststellen, dass die letzten Streiks der GDL bei der DB schon einige Jahre zurückliegen und es seitdem aber bereits einige Verhandlungsrunden mit zufriedenstellenden Abschlüssen gab.
Das liegt nicht am Sinneswandel der GDL, sondern weil es in den Tarifverträgen eine Klausel gab, die sie an den Verhandlungstisch und eventuell zu einer Schlichtung zwingt.
Seltsamerweise kann man dann plötzlich Abschlüsse erzielen.
Zahlenmeisterei schrieb:
Kaum kam von der GdL diese Woche die Klatsche zu von der AG-Seite (vorgezogenen) Tarifverhandlungen, kann Mehdorns feuchter Traum, die Schosshündchen-Gewerkschaft EVG, nun nicht anders als 'richtige Härte' zu zeigen. Lächerlich ist das!
...
Das ist Quatsch. Die GDL hatte bereits im Mai/Juni gesagt, das sie keine vorgezogenen Tarifverhandlungen zustimmen und somit auch der EVG seitdem bekannt. Das letzte Woche war nur noch mal wie eine Bestätigung von der GDL, das es keine Anreize gibt.

Und ehrlich gesagt, würde das niemand tun. Ob die GDL den Vertrag jetzt unterschreiben würde oder erst im März, spielt überhaupt keine Rolle für die Kollegen, die Erhöhungen greifen ja erst ab 2022. Im März hätte die GDL aber das Mittel der Warnstreiks.

Hier sollte es wenigstens eine Form der Wertschätzung geben, das man den Vertrag zur Besserung Planbarkeit vorzeitig und ohne Druckmittel verlängert hat.
Heizlokführer schrieb:
Die Deutsche Bahn musste bei den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft EVG einen Rückschlag einstecken

Die EVG rückt vom vergangene Woche erreichten Verhandlungsstand bei den Tarifgesprächen ab

Bei der Bahn zeigte man sich darüber nun mehr als irritiert

ganze Meldung auf [www.rnd.de]
Corona und Streik... Gesundheit vs. Tarifautonomie...

Das wird ja noch lustig... oder ganz und gar unlustig für die noch gesunden Fahrgäste...

Re: Ersetze EVG durch GDL...

geschrieben von: Patrick Rehn

Datum: 12.09.20 12:24

Hallo.

Sven939 schrieb:
Das liegt nicht am Sinneswandel der GDL, sondern weil es in den Tarifverträgen eine Klausel gab, die sie an den Verhandlungstisch und eventuell zu einer Schlichtung zwingt.
Seltsamerweise kann man dann plötzlich Abschlüsse erzielen.
Ach so, Danke das du uns allen die Augen geöffnet hast. Mir war gar nicht bewusst, dass die ganzen Kolleginnen und Kollegen sowie Amtsinhaber Streik im Winter und bei Pisswetter draußen vorm Betriebsgelände total geil finden und die Lohnabzüge mit einem Lächeln zur Kenntnis nehmen. Das sie treu ergeben für Volk und Vaterlands Wirtschaftserfolg mit noch so beschissenen Regelungen und Löhnen im Vergleich zu anderen Berufen gerne leben, "unbezahlte" Überstunden ohne Aussicht auf die Möglichkeit zum Abfeiern mit Freude leisten und sich gesundheitlich verbrennen.

Ist ja gut, dass das jemand mal so deutlich macht. War die ganzen Jahre in festem Glauben, dass das anders ist.

MfG, Patrick

PS: Irgendwie muss ich mal meinen Ironiedetektor kalibrieren...

Einen Teil meiner Fotos rund um Eisenbahn & Co findet man
HIER
Was mich mal interessieren würde: Die EVG hat ja den "schwachen" Abschluss in Kauf genommen, da es dadurch keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Nun stellt sich mir die Frage: Wo könnte die DB denn auf Personal verzichten? Es herrscht doch überall Personalknappheit im Konzern?

TF bei der DB, ausgebildet auf den Baureihen 101, 111, 143, 146.0-146.3, 218, 423, 425, 426, 440, 1428 (Flirt 3) sowie Steuerwagen 271/296/761-767




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.20 12:54.

Re: Ersetze EVG durch GDL...

geschrieben von: Pio

Datum: 12.09.20 13:11

Patrick, was für ein Sinneswandel der GDL ???
Sie stand und steht hinter den interessen ihrer Mitglieder. Da ist kein Sinneswandel erkennbar.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Teilchenbeschleuniger schrieb:
Was mich mal interessieren würde: Die EVG hat ja den "schwachen" Abschluss in Kauf genommen, da es dadurch keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Nun stellt sich mir die Frage: Wo könnte die DB denn auf Personal verzichten? Es herrscht doch überall Personalknappheit im Konzern?
Das hat bei Streichkonzerten bei Konzernen noch nie interessiert.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Sven939 schrieb:
Zumindest verhandelt die EVG, dass nach der Bewertung durch die Tarifkommission manche Punkte nachverhandelt werden ist durchaus üblich.
Man braucht nicht die GDL dafür um das zu erkennen!


Was willst Du denn verhandelt haben mit der GDL? Der Tarifvertrag läuft noch fast ein halbes Jahr.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

dont feed the troll (o.w.T)

geschrieben von: BerndLukas

Datum: 12.09.20 18:35

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Teilchenbeschleuniger schrieb:
Was mich mal interessieren würde: Die EVG hat ja den "schwachen" Abschluss in Kauf genommen, da es dadurch keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Nun stellt sich mir die Frage: Wo könnte die DB denn auf Personal verzichten? Es herrscht doch überall Personalknappheit im Konzern?
Die EVG hat angst das in der Verwaltung / Büro Jobs gestrichen wird den da ist viel zu viel Personal genau dieses vertritt die EVG.

das die Verwaltung überdehnt ist ist ja bekannt ebenso das darunter auch nicht gerade wenige Jobs total überflüssig sind und den Konzern hemmen und im Betrieb für große Probleme sorgen die DB müsste hier dringend entschlackt werden und dabei das Personal was ihren Job nicht versteht aussortieren das will aber die EVG nicht aus nachvolziebaren gründen.

ein echter Sylter!
auch hier unterwegs: [www.youtube.com]
mein Twitter Kanal: [twitter.com]
Sven939 schrieb:
Zumindest verhandelt die EVG, dass nach der Bewertung durch die Tarifkommission manche Punkte nachverhandelt werden ist durchaus üblich.
Man braucht nicht die GDL dafür um das zu erkennen!
Servus,

nach meinem Verständnis ist es eine Klatsche ersten Grades für die Verhandlungsführer, wenn die Tarifkommision hinterher das erreichte Ergebnis ablehnt. Ich bin seit 25 Jahren in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt, so etwas ist mir dort noch nicht bekannt geworden.

Ich denke gerade die Fahrdienstleiter würden gerne mal streiken - für ein ordentliches Plus. Das haben sie auch verdient. Wenn ich die mir bekannten Dienstplan-Gestaltungen mit den in meinem Betrieb üblichen Dienstplänen vergleiche, kommt mir das Grauen. Da muß sich DB Netz selber mal an die Nase fassen, dann wissen sie warum es so schwer ist, geeignetes Personal zu bekommen.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!

Stammtisch-Polemik

geschrieben von: Wolfgang Dietrich Mann

Datum: 12.09.20 21:57

sylter schrieb:
Teilchenbeschleuniger schrieb:
Was mich mal interessieren würde: Die EVG hat ja den "schwachen" Abschluss in Kauf genommen, da es dadurch keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Nun stellt sich mir die Frage: Wo könnte die DB denn auf Personal verzichten? Es herrscht doch überall Personalknappheit im Konzern?
Die EVG hat angst das in der Verwaltung / Büro Jobs gestrichen wird den da ist viel zu viel Personal genau dieses vertritt die EVG.

das die Verwaltung überdehnt ist ist ja bekannt ebenso das darunter auch nicht gerade wenige Jobs total überflüssig sind und den Konzern hemmen und im Betrieb für große Probleme sorgen die DB müsste hier dringend entschlackt werden und dabei das Personal was ihren Job nicht versteht aussortieren das will aber die EVG nicht aus nachvolziebaren gründen.
Das ist jetzt doch Stammtisch-Polemik.

Die Machtbasis er Gewerkschaft EVG ist bestimmt nicht das sogenannte Verwaltungspersonal.

Abgesehen davon, dass sich manche Kolleginnen und Kollegen in der Produktion
(einschließlich Technik und Verkaufsstellen) umschauen würden,
wenn es den "Dispositiven Produktionsfaktor" nicht mehr geben würde,
auch diejenigen die das Geld in den Konzern herein bringen, von dem Ihr Lohn bezahlt wird,
hat die EVG auch jene Kolleginnen und Kollegen im Blick,
deren Aufgaben auch an externe Unternehmen (mit deutlich niedrigeren sozialen Standards)
vergeben werden könnten (davon könnten viele Kolleginnen und Kollegen
- bei der Bahn-Reinigung,
- bei der Bewachung [DB Sicherheit],
- im technischen Immobilenmanagement,
- beim "Bahnbus"
und viele weitere mehr betroffen sein).
Auch das sind Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, welche die EVG im Blick hat!

Desweiteren kämpft die EVG ums Überleben des Einzelwagen-Güterverkehrs.
Es ist DAS Sorgenkind des DB-Konzerns.
Und ganz ehrlich: Die Einstellung dieses Verkehrssegments (in vielen Ländern leider schon Realität)
wäre umweltpolitisch eine Katastrophe!
Manchen scheint dies alles am Allerwertesten vorbei zu gehen.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin

Klein Svenilein, der Schlauberger...

geschrieben von: MD 612

Datum: 12.09.20 22:28

Sven939 schrieb:
Zumindest verhandelt die EVG, dass nach der Bewertung durch die Tarifkommission manche Punkte nachverhandelt werden ist durchaus üblich.
Verhandeln kann man, wenn man weiß, über was verhandelt werden soll. Das aber weiß der DB-Vorstand der GDL selber noch nicht, zumindest hat der das ausweislich des Einladungsschreibens zu Tarifverhandlungen nicht getan. Aber vielleicht kannst Du ja das nachholen, so schlau wie Du hier immer tust. Dann können wir ja einen Termin mit Dir machen...

Und dann kannst Du uns mal noch erklären, warum die GDL ein halbes Jahr vor Auslaufen überhaupt schon zu Tarifverhandlungen bereit sein soll, wo die Organisation noch gar nicht beraten und beschlossen hat, welche Verhandlungsziele man selber verfolgen soll. Denn eins ist sicher, Scheinverhandlungen braucht kein Mensch, da hat der GDL-Vorstand wichtigeres zu tun.

Sven939 schrieb:
Man braucht nicht die GDL dafür um das zu erkennen!
Naja, dafür haben wir ja Dich. immerhin rettest Du uns so den Abend...

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller

Re: Stammtisch-Polemik

geschrieben von: MD 612

Datum: 12.09.20 22:33

Wolfgang Dietrich Mann schrieb:
hat die EVG auch jene Kolleginnen und Kollegen im Blick, deren Aufgaben auch an externe Unternehmen (mit deutlich niedrigeren sozialen Standards)
vergeben werden könnten (davon könnten viele Kolleginnen und Kollegen
- bei der Bahn-Reinigung,
- bei der Bewachung ,
- im technischen Immobilenmanagement,
- beim "Bahnbus"
und viele weitere mehr betroffen sein).
Auch das sind Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, welche die EVG im Blick hat!
Ja, stimmt, deshalb haben die genannten Kollegen deutlich weniger in der Tasche als die Kollegen, für die die Konzerntarifverträge gelten. Dazu keine Freifahrten, keine diversen sonstigen Zusatzleistungen...

Wolfgang Dietrich Mann schrieb:
Desweiteren kämpft die EVG ums Überleben des Einzelwagen-Güterverkehrs.
Ist das deren Aufgabe?? Und vor allem, muss die zu Lasten der Mitarbeiter tun??

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller

Re: Klein Svenilein, der Schlauberger...

geschrieben von: Sven939

Datum: 13.09.20 00:08

MD 612 schrieb:
Verhandeln kann man, wenn man weiß, über was verhandelt werden soll. Das aber weiß der DB-Vorstand der GDL selber noch nicht, zumindest hat der das ausweislich des Einladungsschreibens zu Tarifverhandlungen nicht getan.

Und dann kannst Du uns mal noch erklären, warum die GDL ein halbes Jahr vor Auslaufen überhaupt schon zu Tarifverhandlungen bereit sein soll, wo die Organisation noch gar nicht beraten und beschlossen hat, welche Verhandlungsziele man selber verfolgen soll. Denn eins ist sicher, Scheinverhandlungen braucht kein Mensch, da hat der GDL-Vorstand wichtigeres zu tun.
Thema: Es geht um einen Sanierungstarifvertrag mit dem Ziel die Personalkosten zu senken, weil sich der Konzern aktuell in der größten Krise seit der Gründung befindet. Zur Lösung sind jetzige Entscheidungen nötig, nicht erst in einem halben Jahr.
Die genauen Inhalte legt man dann in Verhandlungen fest, aber dazu muss man sich halt hinbewegen.
Genauso hat es die EVG gemacht, im Nachhinein besteht dann eben immer noch die Möglichkeit für Nachjustierungen.

Dass die momentane Situation nicht mit "normalen" Tarifverhandlungen zu vergleichen ist, soltest selbst du inzwischen erkannt haben.

Aber es passt natürlich zum GDL-Stil bis zum regulären Auslaufen der Tarifverträge im März 2021 zu warten, um endlich wieder zum Streik aufrufen zu können.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 00:10.

Re: Klein Svenilein, der Schlauberger...

geschrieben von: Sral

Datum: 13.09.20 11:44

Sven939 schrieb:
MD 612 schrieb:
Verhandeln kann man, wenn man weiß, über was verhandelt werden soll. Das aber weiß der DB-Vorstand der GDL selber noch nicht, zumindest hat der das ausweislich des Einladungsschreibens zu Tarifverhandlungen nicht getan.

Und dann kannst Du uns mal noch erklären, warum die GDL ein halbes Jahr vor Auslaufen überhaupt schon zu Tarifverhandlungen bereit sein soll, wo die Organisation noch gar nicht beraten und beschlossen hat, welche Verhandlungsziele man selber verfolgen soll. Denn eins ist sicher, Scheinverhandlungen braucht kein Mensch, da hat der GDL-Vorstand wichtigeres zu tun.
Thema: Es geht um einen Sanierungstarifvertrag mit dem Ziel die Personalkosten zu senken, weil sich der Konzern aktuell in der größten Krise seit der Gründung befindet. Zur Lösung sind jetzige Entscheidungen nötig, nicht erst in einem halben Jahr.
Die genauen Inhalte legt man dann in Verhandlungen fest, aber dazu muss man sich halt hinbewegen.
Genauso hat es die EVG gemacht, im Nachhinein besteht dann eben immer noch die Möglichkeit für Nachjustierungen.

Dass die momentane Situation nicht mit "normalen" Tarifverhandlungen zu vergleichen ist, soltest selbst du inzwischen erkannt haben.

Aber es passt natürlich zum GDL-Stil bis zum regulären Auslaufen der Tarifverträge im März 2021 zu warten, um endlich wieder zum Streik aufrufen zu können.
Guten Tag,
warum ist der Konzern denn in der Krise?
Doch bestimmt nicht wegen der Personalkosten und der Arbeit des Personals an der Basis.
Seit Gründung der DB AG wurde nicht gerade wenig Personal abgebaut und damit die Kosten gesenkt.
Und das funktioniert jetzt nun nicht mehr, wenn man den Laden so wie jetzt noch halbwegs am Laufen halten will.
Von der vielversprochenen Verkehrswende ganz zu schweigen.
Ich bin 33 Jahre bei der Bahn und zum Guten wendet sich das Blatt nicht mehr. Daran fehlt mir der Glauben.
MfG

Re: Klein Svenilein, der Schlauberger...

geschrieben von: MD 612

Datum: 13.09.20 13:18

Sven939 schrieb:
Thema: Es geht um einen Sanierungstarifvertrag mit dem Ziel die Personalkosten zu senken, weil sich der Konzern aktuell in der größten Krise seit der Gründung befindet. Zur Lösung sind jetzige Entscheidungen nötig, nicht erst in einem halben Jahr.
Bist Du sicher?? Wo weißt Du denn das her?? Warum schreibt das die Bahn nicht in ihre Verhandlungseinladung?? Und Lösungen kann man auch noch Anfang 2021 erarbeiten, bis dahin gelten die jetzigen Tarifverträge ohnehin weiter.

Sven939 schrieb:
Die genauen Inhalte legt man dann in Verhandlungen fest, aber dazu muss man sich halt hinbewegen.
Nee, die Verhandlungsinhalte schreibt man in die Einladung. Schon alleine deshalb, damit sich der Verhandlungspartner auf die Verhandlungen vorbereiten kann.

Sven939 schrieb:
Genauso hat es die EVG gemacht, im Nachhinein besteht dann eben immer noch die Möglichkeit für Nachjustierungen.
Ich glaube nicht, dass ausgerechnet die EVG als Vorbild für erfolgreiche Tarifverhandlungen gelten kann. Schon gar nicht nach dem jetzt bekannten Larifari-Ergebnis...

Sven939 schrieb:
Aber es passt natürlich zum GDL-Stil bis zum regulären Auslaufen der Tarifverträge im März 2021 zu warten, um endlich wieder zum Streik aufrufen zu können.
Wenn's im Interesse der Mitglieder ist, dann ist das so. Da kannste dann wieder rumheulen, dass bei der GDL mehr rauskommt als bei der von Dir so sehr verehrten EVG. Aber auch wenn Du es nicht glaubst, Streiks sind auch für die GDL das allerletzte Mittel, um ordentliche Tarifergebnisse zu erreichen, die im Sinne der Mitglieder sind. Das haben etliche Verhandlungsrunden in den letzten 12 Jahren bewiesen. Wenn gestreikt wurde, ging es immer um Grundsatzfragen, nicht um die eigentlichen Tarifregelungen.

Aber woher sollst Du das auch alles wissen, das steht ja auch nicht in Deiner Hochglanzbahnwelt...

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller
Du kannst ja alles noch so logisch und richtig erklären - nützt nur nichts, wenn nicht der Erkenntnisgewinn sein Ziel ist, sondern offenbar beauftragte Anti-GDL-Propaganda...
Herrschaften wer hat denn diesen Thread eröffnet?So ,richtig ein Funktionär der GDL(Heizlokführer)!Mit dem Ziel hier gegen die EVG Stimmung zu machen!
Scheint euch ja nicht zu gelingen,ihr wollt ja nur von euren Problemen mit der DB ablenken,ihr seid ja auch laut Presse"die Krawallgewerkschaft" .
Ihr habt in den eigenen Reihen genug Probleme,gerade erst einen Prozess verloren,da wollte man Teilzeit im eigenen Haus verhindern,ist dann bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen-und hat verloren.(Siehe F.A. vom 31.08.20)
War auch nicht billig dieser Prozess!
Was den noch laufenden Tarifvertrag der EVG betrifft,der war ja besser,als der von der GDL!
So ich klinke mich da aus und überlasse dem bodensee jetzt wieder seinen Account.

Weit hergeholte Thesen

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 13.09.20 17:49

Na, auch mal aus dem DB-EVG-Claqueursbereitschafts-Koma reaktiviert worden...?

Mit den Fakten hast Du es nicht...

geschrieben von: MD 612

Datum: 13.09.20 18:16

Bodensee schrieb:
Herrschaften wer hat denn diesen Thread eröffnet?So ,richtig ein Funktionär der GDL(Heizlokführer)!Mit dem Ziel hier gegen die EVG Stimmung zu machen!
Echt?? Ich hätte ja eigentlich gedacht, dass Ihr Eure Erfolgsmeldungen selber verbreitet. Nun übernimmt das ein GDL-Funktionär für Euch, und Du wetterst dagegen?? Schämst Du Dich etwa wie viele Eurer Mitglieder selbst für Euch, dass Ihr die Meldung unter der Decke halten wolltet??

Bodensee schrieb:
Scheint euch ja nicht zu gelingen,ihr wollt ja nur von euren Problemen mit der DB ablenken,ihr seid ja auch laut Presse"die Krawallgewerkschaft" .
Umgedreht wird ein Schuh draus, die DB hat wohl Probleme mit der GDL, weil die nicht nach deren Pfeife tanzt, sondern für die Interessen Ihrer Mitglieder eintritt. Genau das vermissen ja viele Mitglieder der EVG, weshalb die in den ersten Betrieben reihenweise Eurer Truppe den Rücken kehren. Ja, das sind Eure Probleme, die habt Ihr nicht mit der DB, sondern mit Euch selber...

Bodensee schrieb:
Ihr habt in den eigenen Reihen genug Probleme,gerade erst einen Prozess verloren,da wollte man Teilzeit im eigenen Haus verhindern,ist dann bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen-und hat verloren.(Siehe F.A. vom 31.08.20)
Was hat das mit dem Thema zu tun?? Wer kämpft, kann verlieren. Aufstehen, Krone richten, weiter geht's.

Aber darf ich dann auch an die Probleme erinnern, die Ihr in Euren eigenen Reihen habt?? Eins von vielen: Erst wählt Ihr einen neuen Vorsitzenden namens Torsten Westphal. Dann fängt der an Euren Laden von innen her aufzuräumen, und nach nur fünf Monaten muss er schon wieder weg, damit Hommel den alten Kuschelstil weiterfahren kann. Auch das kommt teuer, nicht für die "Gewerkschaft", sondern für deren Mitglieder...

Bodensee schrieb:
Was den noch laufenden Tarifvertrag der EVG betrifft,der war ja besser,als der von der GDL!
Kannst Du das mal erklären?? Kannst Du nicht. Achja, wie kommt das doch gleich, dass ein Zugbegleiter, der länger als 5 Jahre bei der DB ist, im GDL-Tarifvertrag mehr bekommt als im EVG-Tarifvertrag, bei mehr als 30 Jahren Berufserfahrung immerhin knapp 70 Euro im Monat bei gleicher Arbeitszeit und gleichem Urlaubswahlmodell?? Von den Ansprüchen betreffs der persönlichen Planungssicherheit ganz zu schweigen, so was kennt der EVG-Tarifvertrag gar nicht. Das sind Fakten, wo sind Deine??

Bodensee schrieb:
So ich klinke mich da aus und überlasse dem bodensee jetzt wieder seinen Account.
Besser ist, schließlich wollen Deine Accounts als kluskurve und hammersbach auch mal aktiviert werden...

Gruß Peter

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 18:19.

Re: Mit den Fakten hast Du es nicht...

geschrieben von: Bodensee

Datum: 13.09.20 18:30

Ach,ich wusste gar nicht,das die deaktiviert sind,aber das weisst du ja besser,also belasse ich es so,zufrieden?
Interessant finde ich dennoch, wie hartnäckig sich seit Anfang des "Bündnis für unsere Bahn" seitens GdL die Meinung gehalten hat, dass die EVG eh nur zum Ergebnis kommt, dass die Gehälter gesenkt werden. Obwohl selbige seit Anfang an verlautbart hatte, dass das eben nicht so ist. Dennoch wird ständig noch darüber lamentiert.
In den Verhandlungen geht es eben auch um abstraktere Themen, wie die theoretische Personalkostensenkung über Auslagerung an Subunternehmen. Dass betrifft eher nicht das Personen-Zugpersonal, denn zum Beispiel DB Services, Systel, Dialog, etc. Und gerade im Hinblick auf die aktuellen Ankündigungen von Cargo, lieber Leistungen an Dritt-EVU und Schenker abzugeben, ist dass ein außerordentlich wichtiges Thema. Die aktuellen Verhandlungen könnten dem als Nebeneffekt einen Riegel vorschieben, auch wenn die Abgabe an Dritt-EVU möglicherweise nichts mit Corona zu tun hatte. Um die Eisenbahn zu verbessern, braucht es eben auch mal Themen außerhalb von Gehalt und Arbeitszeit.
Und die aktuell erzielten 1,5% Gehaltssteigerung zum Inflationsausgleich sind völlig in Ordnung derzeit. Wieso sollten wir uns als Eisenbahner als einzige erlauben, wieder 5% mehr Gehalt zu fordern, während in der gesamten anderen Wirtschaft Kurzarbeit, Kündigungen und Insolvenzen anstehen? Wie würde das auf den Rest der Republik wirken, wenn die Eisenbahner wieder nicht den Hals vollkriegen, während Lisa und Thomas am Staats-Tropf hängen? Ja, wir sind nicht für das Schicksal der anderen verantwortlich, trotzdem hat Corona auch die DB AG als ganzes gebeutelt, wäre komisch wenn nicht. Wie auch jedes andere Großunternehmen. Und da finde ich eine Art Nullrunde/Inflationsausgleich mehr als fair und mehr als erwartet, auch im Bezug auf den Gemeinschaftsfrieden. Natürlich könnten einige die 1,5% wieder als Kuschelkurs bezeichnen, aber trotzdem sollte man nicht die neue Corona-Wirtschaftsrealität außer Acht lassen. Wobei, dass könnten ja auch wieder einige interpretieren, dass man ja sooo viel Verständnis für den AG hat und sich da der niedere AN gerne weniger Gehalt geben lässt...
Oder man belässt es einfach bei der gebeutelten Corona-Wirtschaft!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 13:47.

Ich glaube, du hast nichts begriffen...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 14.09.20 13:59

Corona hin oder her - wozu soll denn Corona noch alles mißbraucht werden?!
Die "arme Bahn" "darbt" doch zu allerletzt wegen Corona! Denn bereits vor Corona gab es mehr neue Schulden, als Bundes- und Reichsbahn zusammen erlassen bekommen haben. Der Grund dafür ist eklatantes Versagen in Politik und Bahnführung(en). Warum sollen diejenigen jetzt (wieder) einen "Beitrag" zur "Sanierung" leisten, die am allermeisten unter den Fehlentwicklungen zu leiden hatten und haben?

DB und EVG schliessenTarifvertrag ab!

geschrieben von: bremsbeamter

Datum: 14.09.20 14:10

EVG und DB haben sich geeinigt!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 14:11.

Re: DB und EVG schliessenTarifvertrag ab!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 14.09.20 16:25

bremsbeamter schrieb:
EVG und DB haben sich geeinigt!

Und, was steht drin? Würde mich halt mal interessieren, ob man anstandshalber ein bißchen Theaterdonner gemacht hat, oder ob es wirklich Korrekturen gab. Wobei ich eher an ersteres glaube...
WFN4 schrieb:
Interessant finde ich dennoch, wie hartnäckig sich seit Anfang des "Bündnis für unsere Bahn" seitens GdL die Meinung gehalten hat, dass die EVG eh nur zum Ergebnis kommt, dass die Gehälter gesenkt werden.
Wundern würde uns das nicht. Und ganz unrecht haben die, die das sagten ja nun auch nicht. Denn selbst die jetzt angedachte Nullrunde für 2021 ist ein Absenken der Realgehälter. Und da diese Nullrunde ebenso wie der Minimurks für 2022 die Grundlage für Lohnerhöhungen ab 2023 bilden, ist das in die Zukunft betrachtet eine Absenkung der Gehälter.

WFN4 schrieb:
In den Verhandlungen geht es eben auch um abstraktere Themen, wie die theoretische Personalkostensenkung über Auslagerung an Subunternehmen.
Du glaubst allen Ernstes, die hätten das nur wegen Corona vor?? Dabei ist das längst Realität. DB Service reinigt die Züge heute schon oft nicht selbst, sondern bedient sich lokaler Subunternehmen. Die Lokführer auf den Dieselstrecken im Rostocker Raum kommen vom dortigen Straßenbahnunternehmen, da hat sich die EVG einen Dreck drum geschert, für diese Kollegen anständige Gehälter zu erstreiten. Viele Güterzüge werden heute schon im Auftrag von DB Cargo von Fremd-EVU und Personaldienstleistern gefahren. Auf der Rheintalbahn im Raum Freiburg kommen die Zugbegleiter von einem Subunternehmen, usw. usf.. Und im Übrigen ist es die EVG, die schon seit Jahrzehnten zulässt, dass die Mitarbeiter der Konzerndienstleister tariflich schlechter gestellt sind als die Kollegen in den großen Konzern-Unternehmen. Wie wäre es denn, wenn wir mal Vorstandstätigkeiten zu einem Sub-Unternehmen auslagern??

Und nur mal zum Nachdenken: Wir haben schon einmal über Jahre hinweg im Rahmen einer Beschäftigungssicherung Verzicht geübt. Gebracht hat es nichts. Wir haben mehr gearbeitet für's Geld und die Kollegen, deren Arbeitsplatz abgebaut wurde, mussten am Ende trotzdem gehen.

WFN4 schrieb:
Dass betrifft eher nicht das Personen-Zugpersonal, denn zum Beispiel DB Services, Systel, Dialog, etc.
Da Du gerade von DB Systel sprichst, ist das eigentlich ein Zufall, dass deren Leute an der Hotline mit einem ausländischen Akzent sprechen, sodass man es manchmal schwer hat sich mit denen am Telefon zu verständigen, und dass deren Deutsch per Mail auch zu wünschen übrig lässt?? Nein, das ist es eben nicht, denn die Hotline wird schon länger von einem osteuropäischen Callcenter bedient. Und warum sollen Renovierungsaufträge nicht von privaten Handwerkern durchgeführt werden, wo doch DB Service die mangels Mitarbeitern heute schon nicht abarbeiten kann, und wenn dann auch nur zu deutlich überteuerten Preisen??

Und für diese Scheinwelt sollen die Kollegen bluten, die in der Krise den Betrieb trotz aller Widrigkeiten am Laufen gehalten haben?? Ich kann Dir eins sagen, dazu haben die keinen Bock, egal welcher Gewerkschaft sie angehören. "Unten" wird gespart und "oben" das Geld weiter verprasst. Das wird auch weiterhin die Realität in diesem Konzern bleiben. Nicht mit uns...

WFN4 schrieb:
Und die aktuell erzielten 1,5% Gehaltssteigerung zum Inflationsausgleich sind völlig in Ordnung derzeit. Wieso sollten wir uns als Eisenbahner als einzige erlauben, wieder 5% mehr Gehalt zu fordern, während in der gesamten anderen Wirtschaft Kurzarbeit, Kündigungen und Insolvenzen anstehen?
Es mag Betriebe geben, denen es schlecht geht. Aber viele Betriebe haben wieder gut zu tun und geben ihren Erfolg auch an ihre Mitarbeiter weiter. Von daher ist ein Gehaltsverlust beim hiesigen Marktführer, der sich noch dazu unter den TOP10 der hiesigen Arbeitgeber präsentieren will, das deutlich falsche Zeichen. Mal abgesehen davon, dass allerorten Lokführer, Zugbegleiter, Instandhalter und Fahrdienstleiter fehlen. Neue Kollegen lockt man da nicht mit Nullrunden hinterm Ofen vor...

Das finanzielle Problem der DB ist hausgemacht, die Ursachen hierfür liegen weit vor Corona. Die Krise hat sie nur schneller ans Tageslicht gespült als manch Großkopferter erwartet hat.

Gruß Peter

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller

Re: DB und EVG schliessenTarifvertrag ab!

geschrieben von: zonk

Datum: 14.09.20 20:24

Heizer Jupp schrieb:
bremsbeamter schrieb:
EVG und DB haben sich geeinigt!
Und, was steht drin?
Da hat doch nur eine der von @MD 612 unterschlagenen und darüber enttäuschten dissoziativen Identitäten auf sich aufmerksam gemacht. Mehr nicht.

Re: Ersetze EVG durch GDL...

geschrieben von: Nethobl

Datum: 16.09.20 11:41

Hängt das nicht alles mit dem Arbeitspapier aus dem Finanzministerium zusammen, das die Ausstattung mit Mitteln für die 100.000 neuen Mitarbeiter bereits im Zeitraum der neuen Betriebsvereinbarung "gestreckt" werden soll ?

Damit reichen die Mittel zur Rekrutierung in der gesamten Laufzeit nicht aus.

Fruß Holger

2020 - das Jahr, wo meine Hände mehr Alkohol abbekommen haben als meine Leber.
WFN4 schrieb:
... Und die aktuell erzielten 1,5% Gehaltssteigerung zum Inflationsausgleich sind völlig in Ordnung derzeit. Wieso sollten wir uns als Eisenbahner als einzige erlauben, wieder 5% mehr Gehalt zu fordern, während in der gesamten anderen Wirtschaft Kurzarbeit, Kündigungen und Insolvenzen anstehen? Wie würde das auf den Rest der Republik wirken, wenn die Eisenbahner wieder nicht den Hals vollkriegen, während Lisa und Thomas am Staats-Tropf hängen? ....
Hallo,

diese Aussage widerspricht offensichtlich den Angaben des DGB. Und sie dient augenscheinlich nur dazu, die Aktivitäten der EVG schöner als die Realität darzustellen. Lässt sich hier sehr schön verfolgen: [www.dgb.de] Nicht nur die absolute Anzahl der Mitglieder der EVG geht ständig zurück, auch der prozentuale Anteil sinkt kontinuierlich. [www.dgb.de] Und der prozentuale Anteil der Rentenempfänger in der EVG steigt dagegen. Die EVG hat kein ansprechendes Rezept für ihre Zukunft (Werbeartikel verteilen ist es jedenfalls nicht).

Grüße,
Lalu
Martin Pfeifer:
Servus,

nach meinem Verständnis ist es eine Klatsche ersten Grades für die Verhandlungsführer, wenn die Tarifkommision hinterher das erreichte Ergebnis ablehnt. Ich bin seit 25 Jahren in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt, so etwas ist mir dort noch nicht bekannt geworden.
Meint, Verhandlungsführer der IG Metall wären gleich aufgestanden und gegangen?

Auf [www.evg-online.org] stehen noch mehr vielleicht interessante Details als in der RND-Stimmungsmache. Gleich hängen bleibt der Blick bei „bereits angedeuteten Maßnahmen“.
Sonderkorrespondent schrieb:
Martin Pfeifer:
Servus,

nach meinem Verständnis ist es eine Klatsche ersten Grades für die Verhandlungsführer, wenn die Tarifkommission hinterher das erreichte Ergebnis ablehnt. Ich bin seit 25 Jahren in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt, so etwas ist mir dort noch nicht bekannt geworden.
Meint, Verhandlungsführer der IG Metall wären gleich aufgestanden und gegangen?

...
Servus,

der Verhandlungsführer - oder genauer gesagt, die ganze Gruppe Verhandler der IG Metall, haben ordentliche Arbeit geleistet, weil sie ein Ergebnis erzielt haben, das nicht hinterher durch die Tarifkommission abgelehnt wird. Soweit ich das in Erinnerung habe, ist in der heißen Phase der Verhandlungen die Tarifkommission schon "in Rufweite". Im Zweifelsfall werden die Verhandlungen unterbrochen und es gibt eine Abstimmung mit der Tarifkommission statt einer Klatsche hinterher.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!