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Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: VT

Datum: 15.09.20 19:27

Black Eyed schrieb:
Um es klar zu sagen: S-Bahn hat keine , die sich klar von der Regionalbahn juristisch abgrenzt - es ist ein Marketingbegriff. Und genauso wirkt eine "S-Bahn" moderner und attraktiver. Folglich gewinnt man mit S-Bahnen mehr Fahrgäste als mit Regionalbahnen - bei gleichem Fahrzeug- und Fahrplanangebot! Dazu passend der Vergleich der Grundstücks- bzw. Wohnungswertigkeit.

In Osterburken komme ich mit der S-Bahn an. Das ist ein roter 425, der alle Stunde fährt. Von dort geht's mit der RB weiter. Das ist ein roter 425 der alle Stunde fährt. Ein Unterschied wie Tag und Tag. Trotzdem wünschen sich einige Anrainer die Aufwertung der RB zur S-Bahn. :-)
Aus Interesse: Sind die Ansagen im Mireo auch wieder computergeneriert (und detailarmer) wie im Desiro HC? Das ist meines Erachtens das einzig große Downgrade eines ansonsten sehr angenehmen Fahrzeugs.

Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 16.09.20 08:16

Black Eyed schrieb:
Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Eben nicht. Ging zwischen Frankfurt und Goddelau mit Verzicht auf Zugtoiletten einher.
Einzelmeinung und Mehrheitsmeinungen sollte man nicht durcheinander bringen.
Für die Mehrzahl der Fahrgäste wirkt es besser. Zudem waren die Silberlinge im Vergleich zu den 420ern keineswegs "moderner".


Ich nehme Deine Einzelmeinung zur Kenntnis, wonach die Umstellung nicht mit
Verzicht auf Zugtoiletten einherging. Du hast ja Meinungsfreiheit. Würde
es Dich arg überfordern, Dich bis Ende des Jahres mit der diesbezüglichen
Mehrheitsmeinung vertraut zu machen? Bezeichnend übrigens, wie Du Modernität
mit Downgrading hinsichtlich eines Ausstattungsmerkmals verbindest. Die alten
lokbespannten Züge paßten mit ihrer gemächlichen Beschleunigung nicht mehr in
den Streckenfahrplan.

Meiner Erinnerung nach fand die Kommunalpolitik entlang der Strecke ganz toll,
daß man nun eine S-Bahn bekommen und mit dieser dann doch recht bald zur
Konstablerwache würde durchfahren können. Polemisch könnte man sagen, daß
diese S7 eine Mogelpackung ist.

Black Eyed schrieb:
Auch gibt es Regionalbahnen ohne Toiletten (auch im RMV) - gerade bei der RB12 kann man sich sehr wohl fragen, wo dort der wesentliche Unterschied zur S7 liegt


Ich darf Dir wieder einmal auf die Sprünge helfen. Die frühere K-Bahn ist deswegen
keine S-Bahn, weil bislang die Streckenelektrifizierung versäumt wurde. Und bei
FVV wie RMV wurden und werden keine Diesel-S-Bahnen ins Auge gefaßt.

Black Eyed schrieb:
- insbesondere wenn nun moderne barrierefreie Züge kommen und die Vorplanungen für den Viertelstundentakt (S7 auch nur Halbstundentakt) laufen.


Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Tarifliche Unterscheidungen dürften weggefallen sein.
Ja. Es geht nur noch um Marketing. Mittlerweile beschränkt sich die S-Bahn auch nicht allein auf DB-Linien oder auf Kooperationen mit DB...

Ulf Kutzner schrieb:
[www.rmv.de] (...)
RMVsmart jetzt hier zu Diskutieren ist alles andere als sinnhaft und nur eine unnötige Blindgranate deinerseits. Bitte wieder verstärkt auf das Kernthema konzentrieren.

Bezeichnend für Deinen sogenannten Diskussionsstil ist unter anderem, daß
Du meinst, berechtigt zu sein, zu bestimmen, womit Dein Widerpart argumentieren
darf und womit nicht. Kannst Du natürlich versuchen, wenn Du wieder einmal
merkst, daß Du in der Sache nicht weiterkommst. Wäre auch nicht uninteressant
zu erfahren, wo Du das trainiert hast. Hat aber den Nebeneffekt, daß Dir
am Ende womöglich nicht einmal die Uhrzeit geglaubt wird, wenn Du irgendwelche
Thesen oder Projekte propagierst.

Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 16.09.20 09:37

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Ich nehme Deine Einzelmeinung zur Kenntnis, wonach die Umstellung nicht mit
Verzicht auf Zugtoiletten einherging.
Das habe ich nicht gesagt. Ich habe lediglich gesagt, dass für den gewöhnlichen Fahrgast (und die Politik)die Zuggattung "S-Bahn" moderner und attraktiver wirkt, als die Zuggattung RegionalBahn.
Dass dies nicht zwingend der Fall ist und dass der gemeine Bahnfan dies anders sieht, steht auf einem anderen Blatt. Nur sind dies in Summe der Meinungen Einzelfälle. Das heißt doch auch nicht, dass ich mich inhaltlich deiner Meinung nicht anschließen würde. Ich hätte mir auf der S7 durchaus 425er in Form der 425.2 oder ähnlicher Umbauten bzw- ähnliche Fahrzeuge mit stufenlosen Einstieg und mit Toilette vorstellen können.

Im Übrigen verweise ich wiederum an die RB12 - die in Takt und Fahrzeugaustattung (auch kein WC) - nicht maßgeblich von der S7 abweicht. Auch andere Regionaltriebwagen besitzen keine Toilette und sind dennoch nicht als S-Bahnen unterwegs. Es ist also kein signifikantes Unterscheidungsmerkmal - nicht mal beim örtlichen Aufgabenträger.

Mit den kommenden 425er gibt es wiederum ein Upgrade, das man schon lange haben könnte: Stufenfreies Einsteigen vom Bahnsteig dann an allen Stationen der S7 (bei den Flughafen-Pendeln zumindest am Flughafen und am Hauptbahnhof oben).


Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Würde es Dich arg überfordern, Dich bis Ende des Jahres mit der diesbezüglichen
Mehrheitsmeinung vertraut zu machen?
Nö, ich habe bis Ende des Jahres ganz andere Dinge zu tun. Sogar mehr als ich gebrauchen kann. Natürlich kannst du dies sozialwissenschaftlich nachvollziehbar untersuchen.

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Bezeichnend übrigens, wie Du Modernität mit Downgrading hinsichtlich eines
Ausstattungsmerkmals verbindest. Die alten lokbespannten Züge paßten mit
ihrer gemächlichen Beschleunigung nicht mehr inden Streckenfahrplan.
Nein. Es geht mir nicht um Ausstattung. Es ging mir um die subjektive Wahrnehmung, zu der der Markenname gehört. Zudem natürlich auch um die Wirkung der Fahrzeuge und da gibt es selbst zwischen (modernisierten) 420er und (modernisierten) Silberlingen. Beispielsweise bei der Türöffnung.

Wie gesagt, die "K-Bahn" hat vergleichbare Fahrplan-Qualitäten, inkl. des geplanten 15-Minuten-Takts (wie auch S7 im Vollausbau), ohne dass diese als S-Bahn bezeichnet wird oder die Fahrzeuge irgendwelche Austattungsmerkmale besitzen, an denen man es festmachen kann/muss.

Ich bestreite doch nicht, dass die Umstellung auf S-Bahn alleinig an der Fahrplantrassenproblematik begründet lag. Hier interpretierst du eben zu viel bzw. falsch. Man hätte natürlich auch 420er als "RB70" anstatt "S7" verkehren können, hat man aber nicht.

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Meiner Erinnerung nach fand die Kommunalpolitik entlang der Strecke ganz toll,
daß man nun eine S-Bahn bekommen und mit dieser dann doch recht bald zur
Konstablerwache würde durchfahren können. Polemisch könnte man sagen, daß
diese S7 eine Mogelpackung ist.
Wurde ja auch seit Jahrzehnten immer wieder versprochen...
Nur für die Rhein-Neckar-S-Bahn steht weder eine Durchbindung zum Paradeplatz in Mannheim oder zum Bismarckplatz in Heidelberg an, noch wurde diese versprochen. (Um wieder auf das Ausgangsthema S-Bahn Rhein-Neckar zurückzukommen)


Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Ich darf Dir wieder einmal auf die Sprünge helfen. Die frühere K-Bahn ist deswegen
keine S-Bahn, weil bislang die Streckenelektrifizierung versäumt wurde. Und bei
FVV wie RMV wurden und werden keine Diesel-S-Bahnen ins Auge gefaßt.
Jetzt machst du es an Ausstattungsqualitäten fest.
Man könnte auch die RB75 mit dem späteren 30-Minuten-Takt als S-Bahn bezeichnen. Oder die Dreieichbahn (bei der die Elektrifizierung durchaus ein Thema ist), oder...

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Bezeichnend für Deinen sogenannten Diskussionsstil ist unter anderem, daß
Du meinst, berechtigt zu sein, zu bestimmen, womit Dein Widerpart argumentieren
darf und womit nicht.
Nein. Nur du hast die Eigenschaft jedes Thema derartig inhaltsfremd zu zerreden inndem du vom Stöckchen zum Hölzchen andauernd kommt, nur damit du Aussagen kritisieren kannst. Wie jetzt schon wieder mit dem Versuch auch den Tarif in die Diskussion einzufügen, obwohl du korrekterweise bemerkst, dass tarifliche Fragen jetzt für die S-Bahnthematik nicht mehr relevant sind.



Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Kannst Du natürlich versuchen, wenn Du wieder einmal
merkst, daß Du in der Sache nicht weiterkommst. Wäre auch nicht uninteressant
zu erfahren, wo Du das trainiert hast.
Das habe ich nicht trainiert, sondern es nervt mich persönlich ungemein, wenn man derartig weit vom Ausgangsthema abschweift, nur um etwas sagen zu können. Übrigens ganz egal, ob ich in einem Thema mitschreibe oder "nur" aus Neugier mitlese. Du kannst doch sehr gerne einen eigenen Thread dazu starten und dann reden wir gerne über RMVsmart - für die allermeisten Nutzer der der S-Bahn Rhein-Necker dürfte das nicht interessant sein.

Für die sind die Mireos interessant und vielleicht noch die Definition der S-Bahn Rhein-Neckar.

Ulf Kutzner schrieb:
Hat aber den Nebeneffekt, daß Dir am Ende womöglich nicht einmal die Uhrzeit
geglaubt wird, wenn Du irgendwelche Thesen oder Projekte propagierst.
Das ist mir egal. Mir geht es nicht um mich, deswegen verwende ich ja auch nicht meinen Namen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: bollisee

Datum: 16.09.20 14:39

truestepper schrieb:
bollisee schrieb:
Und was ist dann Deiner Meinung nach die S-Bahn St. Gallen? 9 Millionen Zugkilometer/Jahr und durchgehender Halbstundentakt. Rhein-Main kommt mit gerade mal 14,8 Millionen Zugkilometer auf die Hälfte mehr. Und es führt kein Zug durch eine Großstadt (wenn man von Konstanz+Kreuzlingen als eine Stadt absieht). Im Gegensatz zur benachbarten S-Bahn Zürich. Deiner Meinung nach eine Pampasmetro mit Alpenblick?

Irgendwie zeugt die Einstellung, alle anderen System als Hamburg, München, Berlin und Frankfurt abzuwerten, schon von einer gewissen Art Großstadtarroganz...
Also ich definiere den S-Bahn-Standard nicht über die Größe des Leistungsvolumens. Denn diese Zahl sagt qualitativ nichts aus
Sondern?
Black Eyed schrieb:
Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Ich nehme Deine Einzelmeinung zur Kenntnis, wonach die Umstellung nicht mit
Verzicht auf Zugtoiletten einherging.
Das habe ich nicht gesagt. Ich habe lediglich gesagt, dass für den gewöhnlichen Fahrgast (und die Politik)die Zuggattung "S-Bahn" moderner und attraktiver wirkt, als die Zuggattung RegionalBahn.
Da scheinen wohl einige der Macher noch nie mit kleinen Kindern gereist zu sein. Es könnte natürlich hygienischer sein (hygienischer ist moderner?) auf das Klo zu verzichten. Aber für war das unattraktiver und mit Kindern ein Horror. Der Zug nach Kassel fuhr bisweilen gänzlich ohne Klos, weil die DB Klos leeren offenbar unpraktisch findet. Womöglich in Friedberg Umstieg in die S-Bahn.

Attraktiv ist ein Zug auch nicht, wenn die Lehne so steil ist, dass man meint an der Wand zu lehnen. In der Tat ist die S-Bahn einen Hauch komfortabler als der 425, der schon gerne mal als Bandscheibenexpress bezeichnet wurde. Wegen des 425 hätte man dem RNV natürlich den Namen S-Bahn aberkennen müssen. Aber Komfort und S-Bahn Rhein-Main, das ist schon auch ein Gegensatz. Abgrenzung zu n-Wagen mit "oberzugkräftigem" Knallfrosch ist nicht mehr nötig.

Ich habe den Eindruck, beim Thema S-Bahn reden wir heute von der Neueinführung des 420. Das war eine Rakete und der hatte seinerzeit überzeugt. Heute machen das fast alle Züge. Dieses Alleinstellungsmerkmal funktioniert auch nicht mehr.

Reden wir Tacheles, moderner und attraktiver wirkt ein 423 der S-Bahn Frankfurt definitiver nicht mehr. Immerhin verzichtet man darauf die hessischen Dieselsünden S-Bahn zu bezeichnen und die Hessische Langsam Bahn hat den Titel auch nicht. Aber die Reisezeiten erreichen die Regionalbahnen im Rest der Republik heute auch.

Und wenn ich mal so Reisegeschwindigkeiten vergleiche. Hbf-Friedrichsdorf mit 423 liegt etwa bei 53 km/h, nach Friedberg 55 km/h, Basel-Waldshut RB mit Dieseltriebwagen(!) 63 km/h... hmmm....

Ich glaube, das sind letzte Rückzugsgefechte...
bollisee schrieb:
Zitat:
Da scheinen wohl einige der Macher noch nie mit kleinen Kindern gereist zu sein. Es könnte natürlich hygienischer sein (hygienischer ist moderner?) auf das Klo zu verzichten. Aber für war das unattraktiver und mit Kindern ein Horror. Der Zug nach Kassel fuhr bisweilen gänzlich ohne Klos, weil die DB Klos leeren offenbar unpraktisch findet. Womöglich in Friedberg Umstieg in die S-Bahn.
Ähnliches habe ich auch schon erlebt - im doppelstöckigen RE von Kassel nach Frankfurt - und wenn diese geleert und gereinigt gewesen wären,. hätte dieser genügend Toiletten gehabt, aber es waren alle außer Betrieb.

bollisee schrieb:
Zitat:
Attraktiv ist ein Zug auch nicht, wenn die Lehne so steil ist, dass man meint an der Wand zu lehnen. In der Tat ist die S-Bahn einen Hauch komfortabler als der 425, der schon gerne mal als Bandscheibenexpress bezeichnet wurde. Wegen des 425 hätte man dem RNV natürlich den Namen S-Bahn aberkennen müssen. Aber Komfort und S-Bahn Rhein-Main, das ist schon auch ein Gegensatz. Abgrenzung zu n-Wagen mit "oberzugkräftigem" Knallfrosch ist nicht mehr nötig.
Sitze: Ja, ich finde sie auch nicht so gut. Wobei ich gerade beim 425er sagen muss: Gerade wegen dieser Sitze eignet er sich wiederum nur für den Kurzstreckenverkehr und dann sind wir doch eher bei der S-Bahn...
Die 430er haben ganz gute und bequeme Sitze, die würde ich jedem 420, 423 und 425 bevorzugen.
Nur kann man gescheite Sitze eigentlich in jedes Fahrzeug einbauen, das ist eine reine Frage des Bestellers bzw. der Mindestvorgaben des Aufgabenträgers.



bollisee schrieb:
Zitat:
Ich habe den Eindruck, beim Thema S-Bahn reden wir heute von der Neueinführung des 420. Das war eine Rakete und der hatte seinerzeit überzeugt. Heute machen das fast alle Züge. Dieses Alleinstellungsmerkmal funktioniert auch nicht mehr.
Ich hätte keine Probleme gehabt damit wenn die 420er als RB gelaufen wären - das wäre mir egal gewesen. Natürlich war das Fahrzeug als S-Bahnfahrzeug bekannt. Der 425er wurde - auch im Rhein-Main-Gebiet - sehr wohl als S-Bahn bezeichnet, sieht er doch dem 423er zum verwechseln ähnlich. Das erlebte ich auch unter anderen Pendlern - die bei 425er-Kursen von der "S-Bahn" sprachen, bei anderen Zügen jedoch von "Doppelstockzügen" oder "der HLB".


bollisee schrieb:
Zitat:
Reden wir Tacheles, moderner und attraktiver wirkt ein 423 der S-Bahn Frankfurt definitiver nicht mehr. Immerhin verzichtet man darauf die hessischen Dieselsünden S-Bahn zu bezeichnen und die Hessische Langsam Bahn hat den Titel auch nicht. Aber die Reisezeiten erreichen die Regionalbahnen im Rest der Republik heute auch.
Also ich sehe die S-Bahn an sich auch nicht unbedingt als das Nonplusultra - für mich ist auch ein Regionalzug attraktiv, wenn das Angebot stimmt. Ich spreche aber davon, wie etwas interpretiert wird bei der Normalbevölkerung und insbesondere bei der Politik. Wenn Bürgermeister - bspw. in Butzbach - unbedingt einen S-Bahnanschluss fordern, zeigt dies eben wenig von Sachkenntnis, als mehr von solcher Interpretation (Butzbachs Fahrgäste brauchen weniger eine überall haltende langsame S-Bahn, als viel mehr schnelle Expresse).

Ob man Diesellinien unbedingt nicht als S-Bahnen bezeichnen sollte, kann man differenzierter Meinung sein. Persönlich finde ich das Angebot der RB12 in der Qualität sehr vergleichbar zu dem der S7 oder anderer S-Bahnen. Und mit den Wasserstofftriebwagen wird auch kein Diesel mehr verbrannt... Es ist zumindest ein S-Bahnähnlicher Verkehr im Ballungsraum.

bollisee schrieb:
Und wenn ich mal so Reisegeschwindigkeiten vergleiche. Hbf-Friedrichsdorf mit 423 liegt etwa bei 53 km/h, nach Friedberg 55 km/h, Basel-Waldshut RB mit Dieseltriebwagen(!) 63 km/h... hmmm....

Ich glaube, das sind letzte Rückzugsgefechte...
Die RB Basel-Waldshut wurde, meiner Erinnerung nach, seitens der Schweiz durchaus als S-Bahn bezeichnet, obwohl die Zuggattung RB war, gleiches gilt für den RE nach Freiburg.

Mir persönlich ist es egal, ob man sowas RB oder S nennt - ob "klassische" S-Bahn oder Regio-S-Bahn. Man sollte nur wissen, dass sich Faktoren an diesem Namen festmachen, u.a. beim Fahrgastwachstum und auch bei den Miet-/Grundstückskosten.
Wesentlicher wäre eher, dass man innerhalb eines Systems ähnlich funktionierende Linien ähnlich bezeichnet und dann muss man sich sehr wohl fragen, ob alleine die Elektrifizierung den Zuggattungsname "S-Bahn" rechtfertigt oder nicht. Man hätte auch sich dazu entscheiden können, nur jene Kurse S-Bahnen zu nennen, die tatsächlich in den Innenstadttunnel hineinfahren. Auch was wäre eine logische und systematische Bezeichnung, die für den Kunden nachvollziehbar ist.


All das ändert nichts an der (Regio-)S-Bahn RheinNeckar. Dort wurde durchaus der Politik gegenüber berichtet, dass der "S-Bahnausbau" zu keinem wesentlich abweichendem Angebot gegenüber der Regionalbahn führt, außer, dass dann auf Stufen in den Einstiegen weitestgehend verzichtet wird und abschnittsweise eine Angebotsverdichtung kommt.

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Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 17.09.20 07:41

Black Eyed schrieb:
Mir geht es nicht um mich, deswegen verwende ich ja auch nicht meinen Namen.

Das ist doch mal ein Wort. Pseudonymling stänkert
gegen Klarnamensverwendung.

Wer steht eher zum Geschriebenen, der Klarnamensschreiber
oder der Pseudonymling?

Es mag ja sein, daß es manchem pseudonym leichter fällt,
Hintergrundinformationen einzubringen. Dazu zweierlei:

- So viele Hintergrundinformationen, die man nicht
auch unter Klarnamen schreiben könnte, sind es bei
so vielen Pseudonymlingen auch wieder nicht.
- Viele, leider auch Du, lassen gerade wegen der
Pseudonymität ihrer Stänkerlust freien Lauf, obwohl
sie doch angeblich nicht dazu dienen soll.

Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 17.09.20 14:30

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Das ist doch mal ein Wort. Pseudonymling stänkert
gegen Klarnamensverwendung.
Nein, wiederum eine falsche Interpretation deinerseits. Ich sage doch nur, dass die Verwendung des Klarnamens dazu dienen kann sich selbst aufzuspielen, sie muss es nicht.
Es gibt sowohl bei Klarnamen und Pseudonymen Vor- und Nachteile, gute und schlechte Verwendungen.

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
Wer steht eher zum Geschriebenen, der Klarnamensschreiber
oder der Pseudonymling?
Das ist eine Frage. Die andere ist: Kann ein Klarnamensschreiber alles schreiben, oder hilft ein Pseudonym nicht auch, mehr schreiben zu können. Gleiches gilt für Informaten und Whistleblower. Und natürlich: Es ist schwerer nachzuvollziehen, wie glaubhaft ein Pseudonym ist, weil man keinen Namen zum recherchieren hat. Bei einem Klarnamensschreiber ist das viel leichter. Und wie dir gegenüber bereits schon geschrieben, ist es interessant, wenn man - zufälligerweise über einen Namen stößt, den man andernorts her schon kennt. Insbesondere wenn es um eine Kommentierung geht.

Ulf Kutzner schrieb:
Zitat:
- So viele Hintergrundinformationen, die man nicht
auch unter Klarnamen schreiben könnte, sind es bei
so vielen Pseudonymlingen auch wieder nicht.
Deine Interpretation. Ich fühle mich mit einem Pseudonym wohler und es gibt deutlich weniger unnötige Konflikte als mit Klarnamen. Das wiederum ist eine persönliche Erfahrung aus vergangener Zeit.

Ulf Kutzner schrieb:
- Viele, leider auch Du, lassen gerade wegen der
Pseudonymität ihrer Stänkerlust freien Lauf, obwohl
sie doch angeblich nicht dazu dienen soll.
Nein, eigentlich nicht. Es gibt aber Personen, die - bspw. als unverbesserlicher Erbsenzähler (mit nicht immer richtigen Erbensen) oder Themenzerfledderer durchaus provozieren.

Daher doch das wesentliche: Lass und endlich wieder auf das zentrale Thema der Regio-S-Bahn Rhein-Neckar und den Mireo-Einsatz zurückkommen... Ich denke, das interessiert die Leser weit mehr.
In dem sinne finde ich es spannend, wie die Fahrgäste unterschiedliche S-Bahnen und S-Bahnfahrzeuge wahrnehmen., Beispielsweise derzeit in Mainz mit (noch) 425, 430 und demnächst mit 463 (wohlgemerkt letztere zudem auch noch auf Regionalbahnleistungen von TransRegio).

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Re: S-Bahn Rhein-Neckar ist keine klassische S-Bahn

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 21.09.20 10:09

Black Eyed schrieb:
Daher doch das

für dich privat gefühlt

Black Eyed schrieb:
wesentliche: Lass und endlich wieder auf das zentrale Thema

Schreib über Dein zentrales Steckenpferd, so viel Du willst.
Aber hör endlich auf, anderen zu sagen, womit sie
argumentieren dürfen sollen.

Deine Penetranz nervt nur noch und verursacht Brechreiz.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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