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Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: diezge

Datum: 12.09.20 20:01

junglok13 schrieb:
Es ist zwar toll dass die SEV Busse eben nun auch bei der ZF vor der Haustür halten, aber die Frage sei erlaubt, ob es nicht indirekt besser gewessen wäre, eben zu den Schichtbeginn und -Enden da zusätzliche Busse einzusetzen, statt dadurch die Fahrzeit für Alle anderen Fahrgäste über den ganzen Tag verteilt die Fahrzeiten zu verlängern.

Hallo,

Du scheinst zu vergessen, dass
1. die Mehrzahl der Mitarbeiter bei der ZF nicht schichtet.
2. Diejenigen, die schichten, mit dem Auto fahren müssen, da die Schichtbeginnzeiten nicht mit dem ÖPNV vereinbar sind.
3. Die "Normalschichter" zwischen 06:00 und 09:00 beginnen und zwischen 14:00 und 19:00 Feierabend machen können und es daher einzelne Verstärkerbusse ziemlich am Bedarf vorbeigeplant wären.
3. Der scheinbare Umweg fast keinen Fahrzeitverlust mit sich bringt.

Glaube mir, diejenigen, die das geplant haben, wissen, was sie tun... ;-)


Grüße,

diezge

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: Meini92

Datum: 12.09.20 20:56

junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Übrigens: Über einen SEV zu meckern, der noch nicht einmal gestartet ist, ist auch kontraproduktiv. ;-)

Ja mei, meckart, isch gloabt gnug.

Spaß beiseite. Die Frage ist halt immer wie attraktiv ein SEV denn nun wirklich ist? Damit er eben auch angenommen wird, oder dann eben doch für Menschen welche ein Auto haben bzw. Zugang zu einem Fahrer mit Auto, ob dieser dann eben auch genutzt wird. bzw. sich dann auch einfach anderweitige Alternativen suchen.
Gerade im Abschnitt Ravensburg - Aulendorf, haben dann eben viele doch das Auto genommen und sind mit dem Auto entweder direkt nach Aulendorf gefahren bzw. umgekehrt nach Ravensburg oder haben sich fahren lassen bzw. gleich darüber hinaus. Weil der SEV teils eben sehr unattraktiv war, ähnliches sehe ich auch zwischen Ravensburg und Friedrichshafen kommen, dass der SEV daher wohl eher sehr wenig angenommen wird. Gerade im Abschnitt Ravensburg - Aulendorf waren die Busse teils sehr leer oder nur mit einer Handvoll Menschen gefahren, während die Parkplätze in Bahnhofsnähe aus allen Nähten platzten.
Dann die Planung, die irrwitzige Idee, selbst bei den Direktbussen einmal quer durch Weingarten und Ravensburg zu fahren, wo zähfliesender Verkehr und Stau vorprogrammiert sind, auch wenn man dies zum Glück korriegiert hat, bzw. zumindest einige Busfahrer, da bis RV-Süd auf der B30 geblieben sind.
Dazu kommz wie so oft, wo überhaupt der eigentlich Start und Ziel ist.
Jedoch denke ich wird beim SEV auch die regulären Buslinien RV - Tettnang und Tettnang - FN extremen Zulauf verzeichnen, da diese in Kombination in der Fahrzeit leider nicht viel langsamer unterwegs sind als die aktuell geplanten Busse im SEV, trotz Umweg über Tettnang. Da die Linie RV - Tettnang durch neue Führung innerhalb von RV 10 min schneller geworden ist, als noch vor ein paar Jahren.
Es ist zwar toll dass die SEV Busse eben nun auch bei der ZF vor der Haustür halten, aber die Frage sei erlaubt, ob es nicht indirekt besser gewessen wäre, eben zu den Schichtbeginn und -Enden da zusätzliche Busse einzusetzen, statt dadurch die Fahrzeit für Alle anderen Fahrgäste über den ganzen Tag verteilt die Fahrzeiten zu verlängern.
Jedenfalls rechne ich gerade durch die Unattraktivität des SEV mit Stau und zähfliessenden Verkehr ab morgen auf der B30 insbesondere im Bereich zwischen Mecka und Kehlen oder gleich von Senglingen bis zum Flughafenkreisel, lassen wir uns überraschen.
Hallo junglok13,

Bitte jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen. Der Ersatzverkehr startet am Montag. Jetzt schon Schwarzmalerei zu betreiben halte ich nicht gerade Zielführend. Lass uns einfach den Start abwarten.
Für die Fahrgäste ist der SEV das beste was man aus der Situation machen konnte. Die Pufferzeiten und Haltestellen haben alles einen Sinn. Die Region wurde schließlich auch bei den Planungenit mit eingebunden und konnten ihre Rückmeldung zum SEV geben. Auch wurden die Erfahrungen aus den bisherigen Sperrphasen im Konzept berücksichtigt. Wie diezge schon sagte, die Planer hatten sich was dabei bestimmt gedacht.
Im übrigen war von Anfang an klar, dass es für ein paar Monate für einen Streckenabschnitt "eklig" wird, um dann ab 12/21 einen deutlichen Mehrwert im Schienenverkehr zu haben. Mit Ausnahme der Madonnenlandbahn ist der Bus nunmal deutlich langsamer als die Schiene und Zeitsprünge wurden noch nicht erfunden. ;)

Viele Grüße
Meini92
Guten Abend !

Ich gehe mal davon aus, daß der Fahrradzug Ulm - Friedrichshafen - Radolfzell mit Beginn des SEV ausfällt. Denn im Fahrplan für die Züge Um - Ravensburg gibt es keinen "speziellen" Zug am Wochenende. Nur der Pfullendorfer fährt weiterhin.

Somit dürfte der Donautal - Dosto (Fahrradzug Donaueschingen) ab nächster Woche der einzige bleiben.


Gruß
diesel-fan
diesel-fan schrieb:
Guten Abend !

Ich gehe mal davon aus, daß der Fahrradzug Ulm - Friedrichshafen - Radolfzell mit Beginn des SEV ausfällt. Denn im Fahrplan für die Züge Um - Ravensburg gibt es keinen "speziellen" Zug am Wochenende. Nur der Pfullendorfer fährt weiterhin.

Somit dürfte der Donautal - Dosto (Fahrradzug Donaueschingen) ab nächster Woche der einzige bleiben.


Gruß
diesel-fan
Hallo,

meinst Du den Zusatzzug Ulm-Singen? Der fährt nicht mehr.

Allerdings gibt es trotzdem die Möglichkeit des Fahrradtransports. Im SEV-Fahrplan sind einige Busse mit Fahrradtransport ausgewiesen. Da wartet dann ein Transporter und lädt die Fahrräder da rein. Man selbst steigt in den Bus. Der Transporter ist schneller als der Bus und wartet bereits mit den entladenen Fahrrädern am Zielbahnhof.


Grüße,

diezge

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: diezge

Datum: 12.09.20 21:20

junglok13 schrieb:
BW FDS schrieb:
Interessanter wäre, was die Zukunft der BOB bringt...
Dass ist die große Frage, zumal auch die Frage ist, ab wann dort von Diesel auf Elektro umgestellt wird.

Eigentlich müsste man die Strecke ja nun zeitnah ausschreiben falls man sie ausschreiben will.
Oder man dieselt zumindest für ein paar Jahre weiter. Ob man für die gebrauchten 650er, auch verübergehend gebrauchte E-Triebwagen bekommt? Bzw. nochmal bei der RAB da ein Tauschgeschäft machen will und schon mal hiermit die Fühler ausstreckt. Denn ich glaube nicht dass man sich selbst neue E-Triebwagen besorgt.

Dass Endziel hieß ja Aussschreibung von Land, woran sich die BOB auch beteiligen könnte.
Allerdings kommt es halt ein bißerl blöd wenn da eben auch die RAB dann mitbietet, denn warum soll das Angebot der RAB teurer sein, als wenn man bei der BOB als Subunternehmer fahren wurde?
Weil die BOB selbst ja nicht mehr fährt, sondern die RAB kann die BOB eigentlich auch kein Ernstzunehmender Bieter mehr sein. Aber da die Strecke recht attraktiv zu sein scheint, aktuell wirft der Betrieb ja sogar Gewinne ab. Daher sollte die Aussschreibung, dann wohl nicht so teuer fürs Land sein. Wobei sich hierbei wiederum die Frage stellt ob die Kommunen, bzw. die BOB sich evtl. für einen dichteren Takt einsetzen würden mit entsprechende finzanzieller Beteiligung, wobei ich da aber aktuell leider schwarz sehe, da ausgerechnet bei den aktuellen Kreistagen das Thema Zug, ÖPNV nicht unbedingt vorkommt, trotz dass die Kreistage wesentlich grüner sind, als bei der Gründung der BOB, steht heute das Auto, der Individualverkehr mehr im Fokus als noch vor 20 Jahren.
Hallo,

die BOB wird weiterhin bis zum Vertragsende mit Diesel fahren. Die einzigen E-Züge auf der südlichen Südbahn werden die RE Stuttgart-Lindau sein.

Wenn, dann wird die Strecke neu ausgeschrieben aber sicher nicht als Einzelstück Aulendorf-Friedrichshafen, sondern der ganze sogenannte Aulendorfer Stern. Die BOB kann sich gerne darauf bewerben. Sie soll laut Winne Hermann sogar eine faire Chance bekommen.

Ich wäre aber für durchgehende RBs (Wie viele entlang der Südbahn auch; allein in Aulendorf hat man 2800 Unterschriften für eine durchgehende RB gesammelt), denn die BOB stellt sich momentan, so toll das Konzept dieser Bahn auch ist, als Bremsklotz heraus:
Abends um 20:00 ist Schicht im Schacht.

Beispiele:
Jemand der in Kehlen wohnt und abends in Ravensburg oder Friedrichshafen ausgehen will muss Auto fahren. Ein Bermatinger muss das nicht. Er hat stündliche RBs nach Überlingen und Friedrichshafen bis um 24:00.
Jemand, der von Kehlen nach Warthausen zum Öchsle will, muss zweimal umsteigen. Das macht kein Mensch.

Im aktuellen Entwurf des Deutschlandtakts sind sogar durchgehende RBs Ulm-Friedrichshafen-Lindau vorgesehen.

Fazit:
So toll die BOB als "unser" Regionalbähnle auch ist aber sie hat meiner Meinung nach keine Zukunft. Durchgehende RBs bis 24:00 wären ein Gewinn für die Region.


Grüße,

diezge
diezge schrieb:
Allerdings gibt es trotzdem die Möglichkeit des Fahrradtransports. Im SEV-Fahrplan sind einige Busse mit Fahrradtransport ausgewiesen. Da wartet dann ein Transporter und lädt die Fahrräder da rein. Man selbst steigt in den Bus. Der Transporter ist schneller als der Bus und wartet bereits mit den entladenen Fahrrädern am Zielbahnhof.
Daumen hoch. Tolles Engagement.

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 13.09.20 09:57

Zitat:
Fazit:
So toll die BOB als "unser" Regionalbähnle auch ist aber sie hat meiner Meinung nach keine Zukunft. Durchgehende RBs bis 24:00 wären ein Gewinn für die Region.



Hallo.

Bis 20.00 fahren, bedeutet keine Schichtzulagen zahlen müssen. Schon krass wenn ein Verkehrsdienstleister im Jahr 2020 meint er könne seine Betriebszeit auf die zulagenfreie Zeit beschränken. So werden Fahrgäste geradezu ins Auto verjagt.

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 13.09.20 10:01

146 227 schrieb:
MartinKBS751 schrieb:
bollisee schrieb:
Zitat:
mittlerweile der BOB komplett abgeschrieben sind und die Ticketeinnahmen nun die fortlaufenden Kosten übersteigen.
Wenn die BOB dann die blauen RS1 nicht mehr braucht, dann könnte sie mit den abgeschriebenen blauen Kisten den Verkehr von Radolfzell nach Friedrichshafen zu konkurrenzfähigem Fahrplan wieder vernünftig herstellen. Dann kann man die lahmen Lint auf Strecken abschieben, wo diese überforderten gelben Kisten den Betrieb nicht stören.
Den Gedanken hatte ich auch schon, allerdings brauchts im Sommer an den Wochenenden 3 x 3 650, also den gesamten Fahrzeugbestand der BOB. Das könnte dann auch knapp werden. Zudem fehlen noch einige Komfortmerkmale wie Wlan, Zusatzdisplays, in einigen Fahrzeugen auch Klima und Toiletten
Vergesst es. Irgendwo schrieben mal paar Tf das die frischen VT 650 mit Volvo-Motoren der BOB nicht so gut sind wie die älteren mit Iveco bzw. MTU-Motoren.
Es kann doch kein großes Problem sein, die Volvo Motoren auszutauschen, zu verkaufen und durch bessere Motoren zu ersetzen. Speziell im Export wird sich schon ein Nachnutzer der Motoren finden, selbst wenn sie schon Kilometerfresser sind.

Aulendorfer Stern.

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 13.09.20 10:08

Die Südbahn wird derzeit elektrifiziert und auch die Strecke Tübingen - Sigmaringen - Aulendorf ist zur Elektrifizierung vorgesehen. Bliebe nur noch der Streckenabscnitt Aulendorf - Leutkirch und dann könne man den Aulendorfer Stern komplett elektrisch fahren.

Re: Aulendorfer Stern.

geschrieben von: Ulrich Grosse

Datum: 13.09.20 10:27

Hallo,
Der Abschnitt Albstadt-Ebingen - Sigmaringen soll auf Betreiben des Landkreises Sigmaringen elektrifiziert werden, um auch zukünftig umsteigefreie Verbindungen nach Stuttgart anbieten zu können. Aber zwischen Sigmaringen und Aulendorf gibt es keine Elektrifizierungspläne. Vielleicht sollte man dort mal mit der Reaktivierung des früheren Haltepunkts Steinenbach-Blönried beginnen, um die zahlreichen Schüler des Bildungszentrums St. Johann auf die Schiene zu holen.

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: cargofuzzy

Datum: 13.09.20 17:06

junglok13 schrieb:
Während bei der BOB der Verkehr nicht von LandBW kommt, sondern selbst organisiert wird durch die BOB von den angrenzenten Städten und Gemeinden. Zuletzt wurden in den letzten Jahren; Ja sogar Gewinne im jeweils 6stelligen Bereich eingefahren, da die Fahrzeuge mittlerweile der BOB komplett abgeschrieben sind und die Ticketeinnahmen nun die fortlaufenden Kosten übersteigen.
Hallo!

Die Ticketeinnahmen übersteigen nun die fortlaufenden Kosten? Das heißt, die BOB-Verkehre könnten auch ohne Zuschüsse weiter betrieben werden?
Das wäre interessant. Kannst die eine Quelle dafür nennen?

Gruß
Paul

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: 18 610

Datum: 13.09.20 17:34

Guten Abend,

Zitat

die BOB wird weiterhin bis zum Vertragsende mit Diesel fahren. Die einzigen E-Züge auf der südlichen Südbahn werden die RE Stuttgart-Lindau sein.

Wenn, dann wird die Strecke neu ausgeschrieben aber sicher nicht als Einzelstück Aulendorf-Friedrichshafen, sondern der ganze sogenannte Aulendorfer Stern. Die BOB kann sich gerne darauf bewerben. Sie soll laut Winne Hermann sogar eine faire Chance bekommen.

Die BOB war doch bislang nicht Teil des Aulendorfer Sterns oder stehe ich da ein wenig auf dem Schlauch?
Ist doch eigentlich eine "interne Leistung" die in Teilen von den Kreisen getragen wird und vom Land bezuschusst, oder?

Dass die BOB ab 20:00 h den Betrieb einstellt ist in der Tat nicht mehr zeitgemäß und entspricht ja sowieso nicht dem Landesstandard. Eine Ausdehnung der Betriebszeiten ist überfällig und wird, wenn ab 2023 neu vergeben wird, mit Sicherheit ausgeschrieben. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit der BOB weitergeht.

Zitat

Ich wäre aber für durchgehende RBs (Wie viele entlang der Südbahn auch; allein in Aulendorf hat man 2800 Unterschriften für eine durchgehende RB gesammelt)
Da bin ich zwiegespalten. Einerseits ist der Wunsch natürlich verständlich, andererseits stehen dem ein doch äußerst überschaubares Fahrgastaufkommen im Mittelabschnitt für diese durchgehende Verbindung, die doch für eine RB lange Strecke, eine m. E. indiskutable Fahrzeit (FN - Ulm ~ 110 Minuten, Lindau - Ulm nochmal über eine halbe Stunde mehr) für die durchgehende Verbindung und nicht zuletzt der dann nötige Umbau des Bahnhofs Aulendorf entgegen. Ein Umstieg in Aulendorf sollte nicht das große Hindernis darstellen. Insbesondere dann nicht, wenn überlagernd doch ein mehr oder weniger glatter 30er-Takt mit RE gefahren werden kann.

Ich fände es auch nicht ganz so schlecht, wenn dafür eine Direktverbindung von FN via Aulendorf in Richtung Kisslegg/Leutkirch/Memmingen geschaffen werden könnte. (BEMU).

Zitat
Jemand, der von Kehlen nach Warthausen zum Öchsle will, muss zweimal umsteigen. Das macht kein Mensch.
Ist doch mit einem, sogar recht schlanken, Umstieg in Aulendorf machbar, oder?

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: junglok13

Datum: 13.09.20 18:15

cargofuzzy schrieb:
Hallo!

Die Ticketeinnahmen übersteigen nun die fortlaufenden Kosten? Das heißt, die BOB-Verkehre könnten auch ohne Zuschüsse weiter betrieben werden?
Das wäre interessant. Kannst die eine Quelle dafür nennen?

Da die SZ als Quelle hinter einer Bezahlschranke sein könnte, darf ich dir einfach mal den Wikipedia Artikel empfehlen:
BOB Wiki
Die BOB Verkehre bekamen noch nie regelmässige Zuschüsse vom Land, sie wurden hauptsächlich von den Anteilseigner der BOB finanziert, ähnlich wie ja auch der Busverkehr der Städte und Gemeinden. Die BOB ist die erste private Eisenbahnfirma noch vor der Bahnliberalisierung ohne eigenes Streckennetz. Einer der Initiatoren war der ehemalige OB von Ravensburg H. Vogler. Welcher sich mit seinen Nachbargemeinden, Städten zusammen geschlossen hat und sich entschieden hat, den Stau, den Autoverkehr auf der B30 zu reduzieren, u.a. auch weil ein viergleisigen Ausbau nach Friedrichshafen noch Jahrzehnte dauern werden wurde. Daher sollten Bahnhaltepunkte reaktiviert werden und der Bahnbetrieb in kommunale Hände kommen, die Bevölkerung sollte sich mit ihrer Bahn wieder identifizieren, was ja dann auch gelang, besser als gedacht, daher die Idee mit der Geißbockbahn, wie im bekannten Lied über die Südbahn.
Allerdings wie ja auch schon angesprochen, spart man sich zum Bsp. teuere Nachtdienste, ab 20 Uhr ist Betriebsschluss, spart natürlich reichlich Kosten ein, aber ist natürlich nicht so toll für die Fahrgäste, die z.B. von Weissenau nach Niederbiegen wollen, aber als Alternative gibt es hierbei zumindest bis 1 Uhr die Busverbindung mit einmaligen Umstieg mit der x-fachen Fahrzeit.

Die Einnahmen sind aber aktuell eben auch zu gering, um sich damit neue bzw. gebrauchte E-Fahrzeuge zu besorgen, ohne Finanzspritze der Anteilseigener bzw. neuen Krediten. Und da man in den Städten und Gemeinden nun in den letzten Jahren leider gewohnt worden ist, eben kein großese Geld mehr in den ÖPNV zu stecken, sondern bei Friedrichshafen eher Millionen in den Flughafen, die nächste Million soll noch in diesem Jahr fließen. Ist die Frage eher ob man sich eben selbst neue Fahrzeuge leistet, oder ob das Land welche spendiert aus dem landeseigenen Fahrzeugpool, oder eben wie geplant doch ausschreiben lässt von Land und die Verantwortung für den Verkehr abgibt. Ich habe das Gefühl momentan sind eher die Meisten dafür die Verantwortung wieder zurück von den Städten und Gemeinden auf zumindest das Land, nicht mehr auf den Bund wie in den 80zigern zurück zu geben, man will damit im Prinzip nichts mehr zu tun haben. Bzw. ist sich seiner eigenen kommunalen Verantwortung garnicht bewusst, weil alles im Hintergrund heimlich, still und leise in den letzten Jahren so perfekt geklappt hat.

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: 146 227

Datum: 13.09.20 23:02

Hallo,
evtl. wird die RB Ulm - Biberach (- Aulendorf) evtl. elektrisch mit 425/426 da wurde mal was erwähnt bei der RAB. Aber eben nur "evtl."

Zum Thema BOB vs. RAB:
Man muss halt auch mal die Eckpunkte im gesamten sehen das jetzige Konzept ist ehrlicher Weise bereits seit ein paar Jahren "fertig". Es sind keine Leistungsausweitungen drinnen und Kapazität ebenso nicht mehr. Nach dem man bis zum Baubeginn steigende Fahrgastzahlen hatte.
Die Bahnsteige lassen nun mal maximal 3x650/80m zu (213 Sitzplätze). Es gibt nur 9 Fahrzeuge. Die HVZ-Leistungen Friedrichshafen - Ravensburg sind keine echten Verdichter zum Halbstundentakt sondern eher Hinketakter.

Leider wurden die Bahnsteige nicht verlängert - das klappt Zeitnah vermutlich auch nicht. Somit müssten entweder 3-Teiler (2x650) und 5-Teiler (4x650) eingesetzt werden - um dem Bedarf gerecht zu sein.
Meiner Ansicht nach sieht die Lösung ganz klar so aus das entweder man investiert nochmal kräftig (und erntet entsprechend) oder das Land übernimmt. Das es nur eine Fahrzeuggestellung vom Land gibt halte ich für wenig realistisch.

Zur richtigen Investition gehört auch ein entsprechender Fahrplan nach Landeskonzept, Bahnsteige mit mind. 120m Länge uvm.
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: Ulrich Grosse

Datum: 13.09.20 23:13

Hallo,

die Bodensee-Oberschwabenbahn hat ursprünglich nur die Strecke Ravensburg - Friedrichshafen bedient. Meines Wissens handelt es sich beim heute bedienten Abschnitt Ravensburg - Aulendorf um einen vom Land Baden-Württemberg bestellten Verkehr, während der Abschnitt Ravensburg - Friedrichshafen weiterhin "eigenwirtschaftlich" betrieben wird. Aber auch hier erhält die BOB die ihr gesetzlich zustehenden Zuschüsse, nämlich die Ausgleichszahlungen für den gemeinwirtschaftlichen Ausbildungsverkehr nach § 6a AEG. Die BOB zwischen Aulendorf und Friedrichshafen ist also mischfinanziert. Gleichwohl sind die Züge durchweg gut besetzt. Insgesamt nutzen täglich über 5.000 Fahrgäste die Züge der BOB und zwar im Abschnitt Aulendorf - Ravensburg zwischen 1300 und 1800, im Abschnitt Ravensburg - Friedrichshafen Löwental zwischen 2.700 und 2.800 und zwischen FN-Löwental und Friedrichshafen Stadtbf ca. 2.200. Gut 800 Fahrgäste täglich nutzen die Verdichtertakte zwischen Ravensburg und Friedrichshafen.

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 14.09.20 09:39

diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
Wobei ich mich bei den Ersatzhaltestellen, dann teilweise doch ein großes Fragezeichen habe, WIESO?

Gerade Mecka und Kehlen, Ich könnte es ja eigentlich noch verstehen wenn die Bahnhöfe weiter weg wären, aber die sind 200-300 m von der B30 entfernt und man schafft nicht da einen Schlenker zum Bahnhof zu fahren, was vielleicht max. 2-3 min zusätzliche Zeit kosten wurde, mehr aber auch nicht.

Dann für die Arbeiter gut und recht, dass man dann in Friedrichshafen dafür öfters und nun Großfirmen näher hält.
Aber sehe ich das richtig, dass obwohl der Hafenbahnhof nen eigenen kleinen Busbahnhof hat, dieser nicht angefahren wird? Zumindest nicht klar ersichtlich in der Karte, vorallem warum man einmal in FN, die Abfahrthaltestelle an einen andere Stelle gelegt hat als die Ausstiegshaltestelle, wiederum, warum?
Also diese geplante Konzept, löst bei mir nur sehr viele Fragezeichen und Rätsel auf, insbesondere wie Praxistauglich und Kundengerecht dies nun ist. Wird sich wohl erst zeigen wenn man es mal selbst ausprobiert hat.
Bisher wurde bei SEV eigentlich immer die Bahnhöfe angefahren und nun nicht mehr, wieso?
Eins ist allerdings Positiv: Der Fahrplan weißt zumindest ordentlich Zeitpuffer auf, dass er auch bei verstopften Straßen fahrbar sein sollte, ne knappe Stunde für knapp 20 km, sind schon sehr ordentlich.

Dass man nun auch weiterhin nicht in den Busen, die ECard Check/IN/OUT machen kann, obwohl man nun über 15.000 ECards im Umlauf hat. Wieder so ein, warum?
In allen anderen Busen des Bodos geht es ja auch, bzw. warum fahren die Buse, dann nicht wenigstens an die Bahnhöfe, sondern halten 500-700 m von Bahnhof weg? Alles sehr kontraproduktiv.
Hallo,

Meckenbeuren kann ich Dir nicht sagen aber Kehlen: Wo bitte hätten die Busse in Kehlen denn wenden sollen?

Wir haben uns in der ZF sehr stark dafür gemacht, dass der SEV nicht den üblichen Weg über die Paulinenstraße nimmt, sondern direkt am Werk 1 und Forum hält und das ist auch gut so. Die ZF hat einen extremen Parkplatzmangel. Würde man die Werke nicht anfahren, würden etliche Pendler ihre Abos aussetzen und mit dem Auto kommen. Das gäbe Chaos.

Friedrichshafen Hafen:
Ein Schlenker über den Hafenbahnhof kann, je nach Verkehr, bis zu 10 Minuten dauern. Stadteinwärts wird daher an der Löwenunterführung gehalten, stadtauswärts an der Haltestelle Stadtmitte. Beide sind fußläufig in weniger als fünf Minuten vom Hafenbahnhof aus zu erreichen. Falls jemand trotzdem mit dem Bus zwischen FN Stadt und FN Hafen fahren möchte: Es verkehren immerhin 16 Buslinien. Das dürfte reichen... ;-)

Die Bahnhöfe wurden auch bei den vergangenen Sperrungen nicht direkt angefahren. Beispiele: Eriskirch Irisstraße (etwa 500 m zum Bahnhof) oder Weingarten Charlottenplatz (etwa 2,4 km zum Haltepunkt).

Auch die bisherigen SEV-Fahrpläne wiesen erhebliche Puffer auf. Beispiele: Die Busse aus Aulendorf kamen um die 10 Minuten früher in Ravensburg an als geplant. SEV-Verspätung in Kressbronn +12, in Lindau noch +1.

Zum Checkin/-out:
1. SEV ist kein Busverkehr, sondern Schienenverkehr mit Bussen. Damit gelten ALLE Regelungen des Bahnverkehrs in den SEV-Bussen. Und eine Regel der Bahn lautet nunmal: Fahrkartenerwerb VOR Zustieg ins Fahrzeug.
2. Wenn die Busfahrer anfangen müssten, Fahrscheine zu verkaufen, dann werden die Fahrzeitpuffer wohl nicht reichen...
3. eCard: Für den Checkin/-out werden Leseterminals in den Bussen benötigt. SEV-Busse kommen aber von sonst wo her und haben keine Terminals.

Übrigens: Über einen SEV zu meckern, der noch nicht einmal gestartet ist, ist auch kontraproduktiv.

Du meinst, es sei besser, mit Eingaben zu warten, bis wegen
Zeitablsufs nun wirklich nichts mehr korrigiert werden kann?

Und bei SEV: Wenn der SEV-Bus schon nicht an der Bahnstation hält und am Ersatzhalt
die tariflich vorgesehene Technik nicht vorgehalten wird, dann soll eben der blöde
gepäckbeladene Fahrgast zur Bahnstation und wieder zurücklatschen. Diese Einstellung
nennt man Kundendienst.

Bloß keine Kulanz, die würde nicht genügend Stammkundschaft verschrecken.

Gruß, ULF

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: diezge

Datum: 14.09.20 10:32

Ulf Kutzner schrieb:
diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
Wobei ich mich bei den Ersatzhaltestellen, dann teilweise doch ein großes Fragezeichen habe, WIESO?

Gerade Mecka und Kehlen, Ich könnte es ja eigentlich noch verstehen wenn die Bahnhöfe weiter weg wären, aber die sind 200-300 m von der B30 entfernt und man schafft nicht da einen Schlenker zum Bahnhof zu fahren, was vielleicht max. 2-3 min zusätzliche Zeit kosten wurde, mehr aber auch nicht.

Dann für die Arbeiter gut und recht, dass man dann in Friedrichshafen dafür öfters und nun Großfirmen näher hält.
Aber sehe ich das richtig, dass obwohl der Hafenbahnhof nen eigenen kleinen Busbahnhof hat, dieser nicht angefahren wird? Zumindest nicht klar ersichtlich in der Karte, vorallem warum man einmal in FN, die Abfahrthaltestelle an einen andere Stelle gelegt hat als die Ausstiegshaltestelle, wiederum, warum?
Also diese geplante Konzept, löst bei mir nur sehr viele Fragezeichen und Rätsel auf, insbesondere wie Praxistauglich und Kundengerecht dies nun ist. Wird sich wohl erst zeigen wenn man es mal selbst ausprobiert hat.
Bisher wurde bei SEV eigentlich immer die Bahnhöfe angefahren und nun nicht mehr, wieso?
Eins ist allerdings Positiv: Der Fahrplan weißt zumindest ordentlich Zeitpuffer auf, dass er auch bei verstopften Straßen fahrbar sein sollte, ne knappe Stunde für knapp 20 km, sind schon sehr ordentlich.

Dass man nun auch weiterhin nicht in den Busen, die ECard Check/IN/OUT machen kann, obwohl man nun über 15.000 ECards im Umlauf hat. Wieder so ein, warum?
In allen anderen Busen des Bodos geht es ja auch, bzw. warum fahren die Buse, dann nicht wenigstens an die Bahnhöfe, sondern halten 500-700 m von Bahnhof weg? Alles sehr kontraproduktiv.
Hallo,

Meckenbeuren kann ich Dir nicht sagen aber Kehlen: Wo bitte hätten die Busse in Kehlen denn wenden sollen?

Wir haben uns in der ZF sehr stark dafür gemacht, dass der SEV nicht den üblichen Weg über die Paulinenstraße nimmt, sondern direkt am Werk 1 und Forum hält und das ist auch gut so. Die ZF hat einen extremen Parkplatzmangel. Würde man die Werke nicht anfahren, würden etliche Pendler ihre Abos aussetzen und mit dem Auto kommen. Das gäbe Chaos.

Friedrichshafen Hafen:
Ein Schlenker über den Hafenbahnhof kann, je nach Verkehr, bis zu 10 Minuten dauern. Stadteinwärts wird daher an der Löwenunterführung gehalten, stadtauswärts an der Haltestelle Stadtmitte. Beide sind fußläufig in weniger als fünf Minuten vom Hafenbahnhof aus zu erreichen. Falls jemand trotzdem mit dem Bus zwischen FN Stadt und FN Hafen fahren möchte: Es verkehren immerhin 16 Buslinien. Das dürfte reichen... ;-)

Die Bahnhöfe wurden auch bei den vergangenen Sperrungen nicht direkt angefahren. Beispiele: Eriskirch Irisstraße (etwa 500 m zum Bahnhof) oder Weingarten Charlottenplatz (etwa 2,4 km zum Haltepunkt).

Auch die bisherigen SEV-Fahrpläne wiesen erhebliche Puffer auf. Beispiele: Die Busse aus Aulendorf kamen um die 10 Minuten früher in Ravensburg an als geplant. SEV-Verspätung in Kressbronn +12, in Lindau noch +1.

Zum Checkin/-out:
1. SEV ist kein Busverkehr, sondern Schienenverkehr mit Bussen. Damit gelten ALLE Regelungen des Bahnverkehrs in den SEV-Bussen. Und eine Regel der Bahn lautet nunmal: Fahrkartenerwerb VOR Zustieg ins Fahrzeug.
2. Wenn die Busfahrer anfangen müssten, Fahrscheine zu verkaufen, dann werden die Fahrzeitpuffer wohl nicht reichen...
3. eCard: Für den Checkin/-out werden Leseterminals in den Bussen benötigt. SEV-Busse kommen aber von sonst wo her und haben keine Terminals.

Übrigens: Über einen SEV zu meckern, der noch nicht einmal gestartet ist, ist auch kontraproduktiv.
Du meinst, es sei besser, mit Eingaben zu warten, bis wegen
Zeitablsufs nun wirklich nichts mehr korrigiert werden kann?

Und bei SEV: Wenn der SEV-Bus schon nicht an der Bahnstation hält und am Ersatzhalt
die tariflich vorgesehene Technik nicht vorgehalten wird, dann soll eben der blöde
gepäckbeladene Fahrgast zur Bahnstation und wieder zurücklatschen. Diese Einstellung
nennt man Kundendienst.

Bloß keine Kulanz, die würde nicht genügend Stammkundschaft verschrecken.

Gruß, ULF
Hallo,

jedem Bahnnutzer ist klar, dass bei SEV mit Einschränkungen gerechnet werden muss und das nicht nur in der Reisezeit. Das wurde auch mehrfach seitens der Bahn, des Verkehrsverbundes und in der Presse kommuniziert.

Wieso sollte wegen eines Zeitablaufs nichts mehr korrigiert werden können? Welchen Zeitablauf meinst Du?
Bei den vergangenen SEVs wurde laufend nachgesteuert. Beispiel Langenargen: Da wurden ohne Absprache zeitgleich mehrere Bahnübergänge gesperrt, so dass der SEV nicht mehr an den Bahnhof fahren konnte (der noch offene Bahnübergang konnte mit einem G-KOM nicht befahren werden). Was passierte: Man hat innerhalb kürzester Zeit einen Ersatzhalt für den SEV-Bus an einer anderen Stelle definiert und den Verkehr zum Bahnhof mit Shuttlen (MB Sprinter) abgedeckt und das wohlgemerkt abends. Nur mal so als Beispiel, was da alles läuft, was der Fahrgast gar nicht mitbekommt. Die Planer waren sogar die ersten Tage persönlich vor Ort, um zu schauen ob und wie es läuft. Beim letzten SEV wurden sogar die Routen nachträglich geändert.

Keine Fahrscheine im SEV-Bus: Ich finde es auch nicht gut, aber es hat schon seinen Sinn, außerdem ist das in irgendwelchen Regelungen verankert die wegen ein paar Monaten geändert werden müssten. Die zumeißt rumänischen Busfahrer im Tarifsystem zu schulen, wäre aussichtslos und wie schon geschrieben, würde ein Fahrscheinverkauf im Bus zu großen Verspätungen führen. Wenn Du eine bessere Lösung hast, darfst Du Dich gerne beim Verkehrsverbund melden. Die sind dort sehr offen für Verbesserungsvorschläge. Aber wir brauchen wohl nicht darüber zu diskutieren, warum an einer Bushaltestelle kein Fahrkartenautomat aufgestellt wird... Außerdem gibt es ja noch andere Vertriebswege, zum Beispiel Online-Ticket. Und jetzt bitte keine Diskussion von wegen nicht jeder hat ein Smartphone und möchte die DB-App da drauf machen: Ein SEV ist eine Sondersituation, in der halt nicht alle wie gewohnt läuft.

Übrigens:
Die Kunden, die mit Koffer beladen ein paar hundert Meter zurücklaufen, um sich einen Fahrschein zu kaufen, existieren quasi nicht. Kunden, die mit Gepäck verreisen, haben ihre Fahrkarte normalerweise schon langer vorher gekauft und fahren mit dem PKW zum nächsten Bahnhof ohne SEV. Ein Meckenbeurer fährt dann halt mit dem Auto nach Ravensburg, wenn er in Richtung Ulm will. Das ist kein Hexenwerk.

Zum Thema Kulanz:
Pendler, die während des SEVs nicht fahren möchten, können ihre Monatsabos, die normalerweise eine Laufzeit von 12 Monaten haben, aussetzen und das geht denkbar einfach. Einfach am Bahnhof die nicht benötigten Monatskarten zurückgeben (man erhält die Monatskarten immer für ein Jahr im Voraus) und dann wird kein Geld abgebucht. Funktionert einwandfrei. Von fehlender Kulanz kann eigentlich keine Rede sein.
Des Weiteren habe ich in den vergangenen SEVs noch nie kontrollierendes Bahnpersonal in den Bussen vorgefunden, was natürlich reichlich zum Schwarzfahren genutzt wurde. Es waren sogar Fälle bekannt, wo Pendler ihre Monatsabos aussetzten und dann trotzdem täglich mit dem SEV-Bus schwarz zur Arbeit fuhren. Das lässt tief in die Moral so manchen Fahrgasts blicken... Auch das ist Kulanz, die zähneknirschend hingenommen wird.

Viele Grüße,

diezge

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: linie7484

Datum: 14.09.20 15:01

diezge schrieb:
Ulf Kutzner schrieb:Zitat:

Du meinst, es sei besser, mit Eingaben zu warten, bis wegen
Zeitablsufs nun wirklich nichts mehr korrigiert werden kann?

Und bei SEV: Wenn der SEV-Bus schon nicht an der Bahnstation hält und am Ersatzhalt
die tariflich vorgesehene Technik nicht vorgehalten wird, dann soll eben der blöde
gepäckbeladene Fahrgast zur Bahnstation und wieder zurücklatschen. Diese Einstellung
nennt man Kundendienst.

Bloß keine Kulanz, die würde nicht genügend Stammkundschaft verschrecken.

Gruß, ULF
Wieso sollte wegen eines Zeitablaufs nichts mehr korrigiert werden können? Welchen Zeitablauf meinst Du?
Bei den vergangenen SEVs wurde laufend nachgesteuert. Beispiel Langenargen: Da wurden ohne Absprache zeitgleich mehrere Bahnübergänge gesperrt, so dass der SEV nicht mehr an den Bahnhof fahren konnte (der noch offene Bahnübergang konnte mit einem G-KOM nicht befahren werden). Was passierte: Man hat innerhalb kürzester Zeit einen Ersatzhalt für den SEV-Bus an einer anderen Stelle definiert und den Verkehr zum Bahnhof mit Shuttlen (MB Sprinter) abgedeckt und das wohlgemerkt abends. Nur mal so als Beispiel, was da alles läuft, was der Fahrgast gar nicht mitbekommt. Die Planer waren sogar die ersten Tage persönlich vor Ort, um zu schauen ob und wie es läuft. Beim letzten SEV wurden sogar die Routen nachträglich geändert.
Vor allem Frage ich mich, was man von Freitag auf Montag noch ändern können soll, was man später nicht mehr ändern kann? Was da teilweise nächträglich noch geändert wird und geändert werden kann, hast Du ja bereits geschrieben und da ist die Südbahn keine Ausnahme. Nur neue Broschüren wird von Freitag auf Montag auch keiner mehr neu gedruckt bekommen, von daher kann ich mich Deiner Frage nur anschließen.


diezge schrieb:
Zitat:
Des Weiteren habe ich in den vergangenen SEVs noch nie kontrollierendes Bahnpersonal in den Bussen vorgefunden, was natürlich reichlich zum Schwarzfahren genutzt wurde.
Bei mir waren es in über zehn Jahren zwei mal. Allerdings wurde in diesen Fällen auch direkt am Bahnhof gehalten.

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: junglok13

Datum: 14.09.20 22:48

diezge schrieb:
Des Weiteren habe ich in den vergangenen SEVs noch nie kontrollierendes Bahnpersonal in den Bussen vorgefunden, was natürlich reichlich zum Schwarzfahren genutzt wurde. Es waren sogar Fälle bekannt, wo Pendler ihre Monatsabos aussetzten und dann trotzdem täglich mit dem SEV-Bus schwarz zur Arbeit fuhren. Das lässt tief in die Moral so manchen Fahrgasts blicken... Auch das ist Kulanz, die zähneknirschend hingenommen wird.

Also ich hab da ganz andere Erfahrungen gesammelt, BaWü kontrolliert beim SEV so gut wie nie, in Bayern dagegen wird wesentlich strenger kontrolliert. Da war sogar mal beim Allgäu SEV ein Schaffner dabei, welcher davor im Zug, danach im Bus und danach wieder im Zug kontrolliert hat, er ist die gesammte Strecke samt SEV mitgefahren, und dies war eher die Regel als die Ausnahme.
Auch beim SEV Lindau - Hörbranz gabs Eingangskontrollen beim Busfahren, ohne Ticket keine Zugang zum Bus, verweis auf Kauf des Tickets per Handy oder Automat am Bahnhof und dann mit den nächsten Bus fahren.
Ähnlich war es auch letztes Jahr beim SEV Lindau - Friedrichshafen, auch hierbei kam es fast bei jeder Fahrt vor, dass insbesondere bei den Zwischenstationen Personen an der Tür abgewiesen wurden, weil sie kein gültiges Ticket hatten. Auch hier wurde auf Kauf verwiesen und dann auf den nächsten Bus 30 min später, deshalb waren da auch sehr viele Fahrgäste dort damals sehr verärgert dass es nicht mal die CheckIn/Checkout Schalter in den Bussen gibt, aber ständig die automatischene Ansage in den Bussen, sich nicht im Bahnhof vergessen auszuchecken.
Und was die rumänischen Fahrer angeht, da bin ich nun wirklich am zweifeln ob du überhaupt mit den SEV gefahren bist? Bzw. überhaupt den ÖPNV nutzt?
Meist waren es eigentlich immer ortliche Busfahrer der RAB, welche auch im Stadt und Überlandverkehr bei der jeweiligen Strecke fahren, Fahrer die man eigentlich schon kennt und eben keine Fremden. Zumal es auch da kaum rumänische Fahrer gibt, wenn dann eher in den letzten Jahren mehr afrikanische, indische und polnische Fahrer, als rumänische, halt der normale Internationale Mix, wie es auch bei den Taxifahrern gibt, aber eben nicht zum Vergleichen jetzt mit den LKW Fahrern, welche dann teils kaum Deutsch, schwäbisch oder bayrisch können.
Wo weniger kaum kontrolliert wurde waren wie gesagt auf den Abschnitten RV-UL, eben BaWü. Da hab ich eine Frau in Aulendorf mal getroffen, welche mich gefragt hat wo der Bus her kommt, ich hab gesagt aus Ravensburg. Sie dann: "Toll dann können wir am Wochende einen kostenlosen Familienausflug nach Ravensburg machen." Ich war sprachlos.
Wobei jetzt bei Corona ja generell weniger kontrolliert wird, bzw. weniger streng, egal ob im Bus, Zug oder SEV.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.20 22:51.
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