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Re: BOB versus RAB

geschrieben von: junglok13

Datum: 14.09.20 22:58

Was die Ausschreibungen angeht.
Vage ich mittlerweile zu bezweifeln dass überhaupt demnächst irgendetwas ausgeschrieben wird.
Da man aktuell ja nur den Pendel nach Merklingen ausgeschrieben hat, ohne Verlängerung nach Süden oder Norden.
Meine Vermutung man schreibt alles erst aus, auf das Datum des Betriebsbeginns von S21, eben erst auf Ende 2025.
Davor wird man mMn vermutlich einfach die Verträge verlängern um ein paar Jahre, bzw. improvisieren, ich denke damit man nicht 4 Jahre unter Draht dieselt, wird man halt wie angesprochen da einfach ein paar Fahrzeuge tauschen und sonst wird sich bis S21 nicht viel verändern, bzw. weniger als sich manch einer wünschen wurde, bzw. wesentlich weniger als das was möglich wäre.

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: diezge

Datum: 14.09.20 23:06

junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Des Weiteren habe ich in den vergangenen SEVs noch nie kontrollierendes Bahnpersonal in den Bussen vorgefunden, was natürlich reichlich zum Schwarzfahren genutzt wurde. Es waren sogar Fälle bekannt, wo Pendler ihre Monatsabos aussetzten und dann trotzdem täglich mit dem SEV-Bus schwarz zur Arbeit fuhren. Das lässt tief in die Moral so manchen Fahrgasts blicken... Auch das ist Kulanz, die zähneknirschend hingenommen wird.

Also ich hab da ganz andere Erfahrungen gesammelt, BaWü kontrolliert beim SEV so gut wie nie, in Bayern dagegen wird wesentlich strenger kontrolliert. Da war sogar mal beim Allgäu SEV ein Schaffner dabei, welcher davor im Zug, danach im Bus und danach wieder im Zug kontrolliert hat, er ist die gesammte Strecke samt SEV mitgefahren, und dies war eher die Regel als die Ausnahme.
Auch beim SEV Lindau - Hörbranz gabs Eingangskontrollen beim Busfahren, ohne Ticket keine Zugang zum Bus, verweis auf Kauf des Tickets per Handy oder Automat am Bahnhof und dann mit den nächsten Bus fahren.
Ähnlich war es auch letztes Jahr beim SEV Lindau - Friedrichshafen, auch hierbei kam es fast bei jeder Fahrt vor, dass insbesondere bei den Zwischenstationen Personen an der Tür abgewiesen wurden, weil sie kein gültiges Ticket hatten. Auch hier wurde auf Kauf verwiesen und dann auf den nächsten Bus 30 min später, deshalb waren da auch sehr viele Fahrgäste dort damals sehr verärgert dass es nicht mal die CheckIn/Checkout Schalter in den Bussen gibt, aber ständig die automatischene Ansage in den Bussen, sich nicht im Bahnhof vergessen auszuchecken.
Und was die rumänischen Fahrer angeht, da bin ich nun wirklich am zweifeln ob du überhaupt mit den SEV gefahren bist? Bzw. überhaupt den ÖPNV nutzt?
Meist waren es eigentlich immer ortliche Busfahrer der RAB, welche auch im Stadt und Überlandverkehr bei der jeweiligen Strecke fahren, Fahrer die man eigentlich schon kennt und eben keine Fremden. Zumal es auch da kaum rumänische Fahrer gibt, wenn dann eher in den letzten Jahren mehr afrikanische, indische und polnische Fahrer, als rumänische, halt der normale Internationale Mix, wie es auch bei den Taxifahrern gibt, aber eben nicht zum Vergleichen jetzt mit den LKW Fahrern, welche dann teils kaum Deutsch, schwäbisch oder bayrisch können.
Wo weniger kaum kontrolliert wurde waren wie gesagt auf den Abschnitten RV-UL, eben BaWü. Da hab ich eine Frau in Aulendorf mal getroffen, welche mich gefragt hat wo der Bus her kommt, ich hab gesagt aus Ravensburg. Sie dann: "Toll dann können wir am Wochende einen kostenlosen Familienausflug nach Ravensburg machen." Ich war sprachlos.
Wobei jetzt bei Corona ja generell weniger kontrolliert wird, bzw. weniger streng, egal ob im Bus, Zug oder SEV.
Glaub mir, ich bin den SEV fast täglich nach Friedrichshafen gefahren. Gerade daraus rühren ja meine Beobachtungen.

Auch die bekannten Busfahrer können fast kein Deutsch. Letzthin hat eine Kundin vergeblich versucht, am Bodenseecenter einen Fahrschein nach Neukirch zu lösen. Der Busfahrer war nicht in der Lage auch nach mehrfachem sehr deutlichem buchstabieren, den Ort Neukirch in sein Fahrkartengerät einzutippseln.

Auch auf der SEV-Strecke Lindau-Friedrichshafen war daher der Schwarzfahreranteil exorbitant hoch.


Grüße,

diezge

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: junglok13

Datum: 14.09.20 23:38

Also mir ist dies nur einmal bei einer Flixbusfahrt Fridrichshafen - München dazu gekommen, dass der Fahrer ein Fremder war, welcher kaum deutsch könnte, die Strecke nicht kannte und sich auf der B30 einmal bei der Einfahrt B465 und in Lindau verfahren hat, bzw. dort rausgefahren ist, wieder zurück nach Friedrichshafen um dann in Eriskirch wieder zu wenden ähnlcihes Spiel in Lindau, am Ende hatten wir in München 1 Stunde Verspätung, eine Mitfahrerin war fast schon am verzweifeln.
Aber wie gesagt ich hab beim SEV Lindau - Friedrichshafen meist erlebt, dass der Fahrer, Fahrgäste ohne Ticket nicht in den Bus gelassen hat.

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: diezge

Datum: 14.09.20 23:41

junglok13 schrieb:
Also mir ist dies nur einmal bei einer Flixbusfahrt Fridrichshafen - München dazu gekommen, dass der Fahrer ein Fremder war, welcher kaum deutsch könnte, die Strecke nicht kannte und sich auf der B30 einmal bei der Einfahrt B465 und in Lindau verfahren hat, bzw. dort rausgefahren ist, wieder zurück nach Friedrichshafen um dann in Eriskirch wieder zu wenden ähnlcihes Spiel in Lindau, am Ende hatten wir in München 1 Stunde Verspätung, eine Mitfahrerin war fast schon am verzweifeln.
Aber wie gesagt ich hab beim SEV Lindau - Friedrichshafen meist erlebt, dass der Fahrer, Fahrgäste ohne Ticket nicht in den Bus gelassen hat.
Interessant, zumal es beim SEV gar nicht Aufgabe des Busfahrers ist, Fahrscheine zu kontrollieren und weil beim SEV auch die hinteren Türen zum Einstieg benutzt werden dürfen.

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: junglok13

Datum: 14.09.20 23:56

diezge schrieb:

Interessant, zumal es beim SEV gar nicht Aufgabe des Busfahrers ist, Fahrscheine zu kontrollieren und weil beim SEV auch die hinteren Türen zum Einstieg benutzt werden dürfen.
In Bayern schon.
Da kontrolliert der Busfahrer immer das Bahnticket, bei der ÖBB ebenso.
Zugang nur über vordere Tür.
Nur dieses Jahr ist es etwas anders wegen Corona, da sollen ja Kontakte vermieden werden, daher dann auch Einstieg hinten möglich, ohne Kontrolle.

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: diezge

Datum: 15.09.20 00:01

junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
Interessant, zumal es beim SEV gar nicht Aufgabe des Busfahrers ist, Fahrscheine zu kontrollieren und weil beim SEV auch die hinteren Türen zum Einstieg benutzt werden dürfen.
In Bayern schon.
Da kontrolliert der Busfahrer immer das Bahnticket, bei der ÖBB ebenso.
Zugang nur über vordere Tür.
Nur dieses Jahr ist es etwas anders wegen Corona, da sollen ja Kontakte vermieden werden, daher dann auch Einstieg hinten möglich, ohne Kontrolle.
1. Das mit dem Zustieg hinten war bislang bei allen SEVs entlang der Spdbahn so. Auch zwischen Lindau und Kressbronn und das war noch vor Corona.
2. Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. ÖBB = Österreich. Andere Länder andere Regelungen und Gesetze.
3. Das mit weniger/keine Kontrollen ist längst vorbei. Seit dem 14.06. wird in Zügen wieder in vollem Umfang kontrolliert.


Grüße,

diezge

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: junglok13

Datum: 15.09.20 09:52

146 227 schrieb:
Zur richtigen Investition gehört auch ein entsprechender Fahrplan nach Landeskonzept, Bahnsteige mit mind. 120m Länge uvm.
Gruß
Aber da investiert man eben halt die letzten knapp 2 Jahrzehnte eben nichts mehr, weil es ja "läuft".

Man sah, merkt es ja auch an den neuen weiteren Haltepunkte welche geplant waren, aber nie gekommen sind.
Wie eben "Buch", zwischen Meckenbeuren und Kehlen, wobei die Gemeinden heute mittlerweile entlang/zwischen der B30 und Südbahn zusammengebaut sind, das Potenzial für einen Bahnhalt wäre mehr als gerechtfertigt.
Aber auch Ravensburg Nord(OBI), das dortige Gewerbegebiet Bleiche sollte genügend Ziel- und Quellverkehr generieren. Aber bis heute gibt es dort keine ÖPNV Anbindung, mit Ausnahme an den Samstagen in der Adventszeit, die nächste ÖPNV Haltestelle ist jeweils über einen guten Kilometer entfernt, dass tut sich keiner an, wenn er ein Auto besitzt.

Ebenso Nebenschauplatz BÜ Weissenau, seit nun mehr über 30 Jahren wird dort an einer Straßenunterführung/-überführung rum gedoktort, sprich viel geredet, nichts gemacht. Das einzige was man in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, den BÜ offiziel für LKW und PKW gesperrt, offiziel dürfen dort nur noch Linienbusse, Fußgänger und Radfahrer drüber. Dennoch fahren täglich mehrere hunderte Autos drüber, bis die Polizei mal wieder kontrolliert. Weil der Umweg über das Schussentalviadukt nebendran, dennoch einen Umweg von 1-2 km darstellt und insbesondere 5 zusätzliche Ampeln beinhaltet, sprich der Verkehrsverstoß über den BÜ zu fahren, spart in der Regel meist 5 min Fahrzeit ein, insbesondere im Südost-Westverkehr innerhalb der Stadt, daher wenn niemand hin schaut und kontrolliert, wird dieser BÜ auch von Allen genutzt.

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: MartinKBS751

Datum: 15.09.20 10:58

junglok13 schrieb:
146 227 schrieb:
Zur richtigen Investition gehört auch ein entsprechender Fahrplan nach Landeskonzept, Bahnsteige mit mind. 120m Länge uvm.
Gruß
Aber da investiert man eben halt die letzten knapp 2 Jahrzehnte eben nichts mehr, weil es ja "läuft".
Naja so ganz möchte ich das nicht stehen lassen. Immerhin hat man 2 neue Triebwagen bestellt die blöderweise mit den vorhandenen nicht kompatibel sind und so die versprochene und notwendige Aufstockung auf 3 Fahrzeuge zu den Stoßzeiten nicht realisieren kann (bzw will). Auch hat man die Bahnsteige an DB Station und Service verkauft und muss sich nicht mehr um die vermutlich bald anfallenden teuren Überführungen in Niederbiegen und am Flughafen kümmern.

Aber es hätte schon mehr sein können. Neben den bereits angesprochenen Kritikpunkten/Verbesserungsvorschlägen möchte ich noch folgendes Ergänzen
Im Stadtgebiet Ravensburg gibt es faktisch keine Verknüpfung zwischen BOB und dem Stadtbus. Dabei könnte in Weißenau und in Oberzell das Umland ganz gut angebunden werden. In Weissenau gibt es sogar unmittelbar am Haltepunkt Bushaltestellen. Hier wird der Vorteil der kommunalen Trägerschaft leider nicht genutzt.

Auch fehlt morgens noch ein Verstärker von Aulendorf Richtung Süden. Für "Normalarbeitende" in Mochenwangen gibt es eigentlich nur den Zug um 7:20. Die Buslinie hilft nur begrenzt für Leute die in Weingarten oder Ravensburg arbeiten, wer nach Friedrichshafen will verliert zuviel Zeit.

Denke der weitgehende Stillstand kann man ganz gut mit den Personen begründen die im Hintergrund die Strippen ziehen. Während der Ravensburger Alt-OB Vogler ein glühender Verfechter der Eisenbahn war (er hat auch viel Arbeit für die Elektrifizierung geleistet) ist für deinen Nachfolger die BOB "eine Bimmelbahn die an jeder Milchkanne hält". Mit der Einstellung geht natürlich nichts voran.


Viele Grüsse
Martin

Re: BOB versus RAB

geschrieben von: diezge

Datum: 15.09.20 11:43

junglok13 schrieb:
146 227 schrieb:
Zur richtigen Investition gehört auch ein entsprechender Fahrplan nach Landeskonzept, Bahnsteige mit mind. 120m Länge uvm.
Gruß
Aber da investiert man eben halt die letzten knapp 2 Jahrzehnte eben nichts mehr, weil es ja "läuft".

Man sah, merkt es ja auch an den neuen weiteren Haltepunkte welche geplant waren, aber nie gekommen sind.
Wie eben "Buch", zwischen Meckenbeuren und Kehlen, wobei die Gemeinden heute mittlerweile entlang/zwischen der B30 und Südbahn zusammengebaut sind, das Potenzial für einen Bahnhalt wäre mehr als gerechtfertigt.
Aber auch Ravensburg Nord(OBI), das dortige Gewerbegebiet Bleiche sollte genügend Ziel- und Quellverkehr generieren. Aber bis heute gibt es dort keine ÖPNV Anbindung, mit Ausnahme an den Samstagen in der Adventszeit, die nächste ÖPNV Haltestelle ist jeweils über einen guten Kilometer entfernt, dass tut sich keiner an, wenn er ein Auto besitzt.

Ebenso Nebenschauplatz BÜ Weissenau, seit nun mehr über 30 Jahren wird dort an einer Straßenunterführung/-überführung rum gedoktort, sprich viel geredet, nichts gemacht. Das einzige was man in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, den BÜ offiziel für LKW und PKW gesperrt, offiziel dürfen dort nur noch Linienbusse, Fußgänger und Radfahrer drüber. Dennoch fahren täglich mehrere hunderte Autos drüber, bis die Polizei mal wieder kontrolliert. Weil der Umweg über das Schussentalviadukt nebendran, dennoch einen Umweg von 1-2 km darstellt und insbesondere 5 zusätzliche Ampeln beinhaltet, sprich der Verkehrsverstoß über den BÜ zu fahren, spart in der Regel meist 5 min Fahrzeit ein, insbesondere im Südost-Westverkehr innerhalb der Stadt, daher wenn niemand hin schaut und kontrolliert, wird dieser BÜ auch von Allen genutzt.
Na ja,

ich hoffe, Du meinst das mit Buch als Hp nicht ernst... Von Buch sind es etwa 600 m zum Hp Meckenbeuren und etwa 1000 m zum Hp Kehlen. 600 m laufe ich auch jeden Tag bis zum Bahnhof. Ein Halt in Buch macht überhaupt keinen Sinn, da hätte der Hp Gerbertshaus wesentlich mehr Potenzial... Eine Gemeinde mit 13000 Einwohnern und drei Bahnhalten wäre schön wird aber ein Traum bleiben.

BÜ Weissenau:
Ich gebe zu, ich habe den auch regelmäßig illegal befahren. Wenn ich vom See rauf komme und schon in Torkenweiler den Stau der Rundel-Ampel sehen kann, dann links weg ins Gewerbegebiet, BÜ-Weißenau, Schussentalviadukt und wieder rauf auf die B30. Mit der Eröffnung der Umfahrung Ravensburg Süd dürfte der Ausweichverkeht über diesen BÜ aber rapide abnehmen, zumindest was externe Pkw-Fahrer betrifft.

Jetzt sind wir aber weit vom Thema abgedriftet: Zurück zur Elektrifizierung bitte...


Grüße,

diezge

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.09.20 12:53

junglok13 schrieb:
diezge schrieb:
zumal es beim SEV gar nicht Aufgabe des Busfahrers ist, Fahrscheine zu kontrollieren und weil beim SEV auch die hinteren Türen zum Einstieg benutzt werden dürfen.
In Bayern schon.
Da kontrolliert der Busfahrer immer das Bahnticket, bei der ÖBB ebenso.
Zugang nur über vordere Tür.
Nur dieses Jahr ist es etwas anders wegen Corona, da sollen ja Kontakte vermieden werden, daher dann auch Einstieg hinten möglich, ohne Kontrolle.
Vor Jahren habe ich es in einem SEV-Bus Hörbranz-Lindau erlebt, daß sogar an der Grenze für eine allgemeine Ausweiskontrolle gehalten wurde. In Bayern herrscht eben noch Recht und Ordnung (außer dort, wo die Amigos am Werk sind).
Weiß eigentlich jemand, weshalb es kommendes Jahr nochmas jeweils 1 Monat Schienenersatzverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensurg sowie Ravensburg und Aulendorf geben wird, obwohl es auf beiden Abschnitten dieses Jahr schon 3 bzw. 4 Monate sind?

lg
muesliriegel

Re: Weshalb 2021 nochmals SEV FN<->RV und RV<->Aulendorf?

geschrieben von: diezge

Datum: 16.09.20 21:35

muesliriegel schrieb:
Weiß eigentlich jemand, weshalb es kommendes Jahr nochmas jeweils 1 Monat Schienenersatzverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensurg sowie Ravensburg und Aulendorf geben wird, obwohl es auf beiden Abschnitten dieses Jahr schon 3 bzw. 4 Monate sind?

lg
muesliriegel
Hallo,

bisher haben alle Abschnitte eine zweite Sperrphase gehabt.


Grüße,

diezge

Re: Ersatzhaltestellen

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 22.09.20 08:42

diezge schrieb:
Ulf Kutzner schrieb:
diezge schrieb:
junglok13 schrieb:
Wobei ich mich bei den Ersatzhaltestellen, dann teilweise doch ein großes Fragezeichen habe, WIESO?

Gerade Mecka und Kehlen, Ich könnte es ja eigentlich noch verstehen wenn die Bahnhöfe weiter weg wären, aber die sind 200-300 m von der B30 entfernt und man schafft nicht da einen Schlenker zum Bahnhof zu fahren, was vielleicht max. 2-3 min zusätzliche Zeit kosten wurde, mehr aber auch nicht.

Dann für die Arbeiter gut und recht, dass man dann in Friedrichshafen dafür öfters und nun Großfirmen näher hält.
Aber sehe ich das richtig, dass obwohl der Hafenbahnhof nen eigenen kleinen Busbahnhof hat, dieser nicht angefahren wird? Zumindest nicht klar ersichtlich in der Karte, vorallem warum man einmal in FN, die Abfahrthaltestelle an einen andere Stelle gelegt hat als die Ausstiegshaltestelle, wiederum, warum?
Also diese geplante Konzept, löst bei mir nur sehr viele Fragezeichen und Rätsel auf, insbesondere wie Praxistauglich und Kundengerecht dies nun ist. Wird sich wohl erst zeigen wenn man es mal selbst ausprobiert hat.
Bisher wurde bei SEV eigentlich immer die Bahnhöfe angefahren und nun nicht mehr, wieso?
Eins ist allerdings Positiv: Der Fahrplan weißt zumindest ordentlich Zeitpuffer auf, dass er auch bei verstopften Straßen fahrbar sein sollte, ne knappe Stunde für knapp 20 km, sind schon sehr ordentlich.

Dass man nun auch weiterhin nicht in den Busen, die ECard Check/IN/OUT machen kann, obwohl man nun über 15.000 ECards im Umlauf hat. Wieder so ein, warum?
In allen anderen Busen des Bodos geht es ja auch, bzw. warum fahren die Buse, dann nicht wenigstens an die Bahnhöfe, sondern halten 500-700 m von Bahnhof weg? Alles sehr kontraproduktiv.
Hallo,

Meckenbeuren kann ich Dir nicht sagen aber Kehlen: Wo bitte hätten die Busse in Kehlen denn wenden sollen?

Wir haben uns in der ZF sehr stark dafür gemacht, dass der SEV nicht den üblichen Weg über die Paulinenstraße nimmt, sondern direkt am Werk 1 und Forum hält und das ist auch gut so. Die ZF hat einen extremen Parkplatzmangel. Würde man die Werke nicht anfahren, würden etliche Pendler ihre Abos aussetzen und mit dem Auto kommen. Das gäbe Chaos.

Friedrichshafen Hafen:
Ein Schlenker über den Hafenbahnhof kann, je nach Verkehr, bis zu 10 Minuten dauern. Stadteinwärts wird daher an der Löwenunterführung gehalten, stadtauswärts an der Haltestelle Stadtmitte. Beide sind fußläufig in weniger als fünf Minuten vom Hafenbahnhof aus zu erreichen. Falls jemand trotzdem mit dem Bus zwischen FN Stadt und FN Hafen fahren möchte: Es verkehren immerhin 16 Buslinien. Das dürfte reichen... ;-)

Die Bahnhöfe wurden auch bei den vergangenen Sperrungen nicht direkt angefahren. Beispiele: Eriskirch Irisstraße (etwa 500 m zum Bahnhof) oder Weingarten Charlottenplatz (etwa 2,4 km zum Haltepunkt).

Auch die bisherigen SEV-Fahrpläne wiesen erhebliche Puffer auf. Beispiele: Die Busse aus Aulendorf kamen um die 10 Minuten früher in Ravensburg an als geplant. SEV-Verspätung in Kressbronn +12, in Lindau noch +1.

Zum Checkin/-out:
1. SEV ist kein Busverkehr, sondern Schienenverkehr mit Bussen. Damit gelten ALLE Regelungen des Bahnverkehrs in den SEV-Bussen. Und eine Regel der Bahn lautet nunmal: Fahrkartenerwerb VOR Zustieg ins Fahrzeug.
2. Wenn die Busfahrer anfangen müssten, Fahrscheine zu verkaufen, dann werden die Fahrzeitpuffer wohl nicht reichen...
3. eCard: Für den Checkin/-out werden Leseterminals in den Bussen benötigt. SEV-Busse kommen aber von sonst wo her und haben keine Terminals.

Übrigens: Über einen SEV zu meckern, der noch nicht einmal gestartet ist, ist auch kontraproduktiv.
Du meinst, es sei besser, mit Eingaben zu warten, bis wegen
Zeitablsufs nun wirklich nichts mehr korrigiert werden kann?

Und bei SEV: Wenn der SEV-Bus schon nicht an der Bahnstation hält und am Ersatzhalt
die tariflich vorgesehene Technik nicht vorgehalten wird, dann soll eben der blöde
gepäckbeladene Fahrgast zur Bahnstation und wieder zurücklatschen. Diese Einstellung
nennt man Kundendienst.

Bloß keine Kulanz, die würde nicht genügend Stammkundschaft verschrecken.


jedem Bahnnutzer ist klar, dass bei SEV mit Einschränkungen gerechnet werden muss und das nicht nur in der Reisezeit. Das wurde auch mehrfach seitens der Bahn, des Verkehrsverbundes und in der Presse kommuniziert.

Wieso sollte wegen eines Zeitablaufs nichts mehr korrigiert werden können? Welchen Zeitablauf meinst Du?

Wenn ein Fahrgast eine berechtigte Beschwerde zu einer stattgehabten Fahrt reinreicht,
dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, und zwar meist nicht nur für den
Beschwerdeführer.

Meldet sich jetzt jemand vorab, soll es auch nicht recht sein.

diezge schrieb:
Bei den vergangenen SEVs wurde laufend nachgesteuert. Beispiel Langenargen: Da wurden ohne Absprache zeitgleich mehrere Bahnübergänge gesperrt, so dass der SEV nicht mehr an den Bahnhof fahren konnte (der noch offene Bahnübergang konnte mit einem G-KOM nicht befahren werden). Was passierte: Man hat innerhalb kürzester Zeit einen Ersatzhalt für den SEV-Bus an einer anderen Stelle definiert und den Verkehr zum Bahnhof mit Shuttlen (MB Sprinter) abgedeckt und das wohlgemerkt abends. Nur mal so als Beispiel, was da alles läuft, was der Fahrgast gar nicht mitbekommt. Die Planer waren sogar die ersten Tage persönlich vor Ort, um zu schauen ob und wie es läuft. Beim letzten SEV wurden sogar die Routen nachträglich geändert.

Hm, hierzustadt fahren die Busse nach Umleitungsbeginn gern noch
auf den angestammten Originalrouten und verfahren sich dann in
der angekündigten Baustelle im übernächsten Nachbarort.

Es ist gut, daß die Entscheider bei Euch engagierter sind.

diezge schrieb:
Keine Fahrscheine im SEV-Bus: Ich finde es auch nicht gut, aber es hat schon seinen Sinn, außerdem ist das in irgendwelchen Regelungen verankert die wegen ein paar Monaten geändert werden müssten. Die zumeißt rumänischen Busfahrer im Tarifsystem zu schulen, wäre aussichtslos und wie schon geschrieben, würde ein Fahrscheinverkauf im Bus zu großen Verspätungen führen. Wenn Du eine bessere Lösung hast, darfst Du Dich gerne beim Verkehrsverbund melden.

Eigentlich ist ja die Aufgabe der Profis, Lösungen zu entwickeln und zu
implementieren.

Wenn sich jemand beklagt, daß bei seinem Pkw beim Schalten in den
vierten Gang regelmäßig der Motor ausgehe, kann man ihn natürlich auch
darauf verweisen, er möge eine bessere Motorsteuerung einreichen.
Wird man aber nicht ernsthaft.

Aber eine Lösung hattest Du vielleicht unabsichtlich schon angedeutet,
muß dann aber, auch zu den Personalen, kommuniziert werden.

diezge schrieb:
Die sind dort sehr offen für Verbesserungsvorschläge. Aber wir brauchen wohl nicht darüber zu diskutieren, warum an einer Bushaltestelle kein Fahrkartenautomat aufgestellt wird...

Es wäre nicht der erste in Deutschland. Gut, für wenige Tage/Wochen/Monate macht man derlei wohl nicht gern.

diezge schrieb:
Außerdem gibt es ja noch andere Vertriebswege, zum Beispiel Online-Ticket. Und jetzt bitte keine Diskussion von wegen nicht jeder hat ein Smartphone und möchte die DB-App da drauf machen: Ein SEV ist eine Sondersituation, in der halt nicht alle wie gewohnt läuft.

Übrigens:
Die Kunden, die mit Koffer beladen ein paar hundert Meter zurücklaufen, um sich einen Fahrschein zu kaufen, existieren quasi nicht. Kunden, die mit Gepäck verreisen, haben ihre Fahrkarte normalerweise schon langer vorher gekauft und fahren mit dem PKW zum nächsten Bahnhof ohne SEV. Ein Meckenbeurer fährt dann halt mit dem Auto nach Ravensburg, wenn er in Richtung Ulm will. Das ist kein Hexenwerk.

Wenn man jetzt Verwandte besucht und keinen Pkw hat oder auf dem Hinweg
keinen mitgebracht hat? Hab jetzt gar nicht nachgeschaut, ob die DB-Tarifierung
ab verlagertem SEV-Unterwegshalt oder über einen solchen nicht aussteigt,
wie sie es gemeinhin gerne tut.

diezge schrieb:
Zum Thema Kulanz:
Pendler, die während des SEVs nicht fahren möchten, können ihre Monatsabos, die normalerweise eine Laufzeit von 12 Monaten haben, aussetzen und das geht denkbar einfach. Einfach am Bahnhof die nicht benötigten Monatskarten zurückgeben (man erhält die Monatskarten immer für ein Jahr im Voraus) und dann wird kein Geld abgebucht. Funktionert einwandfrei. Von fehlender Kulanz kann eigentlich keine Rede sein.
Des Weiteren habe ich in den vergangenen SEVs noch nie kontrollierendes Bahnpersonal in den Bussen vorgefunden, was natürlich reichlich zum Schwarzfahren genutzt wurde. Es waren sogar Fälle bekannt, wo Pendler ihre Monatsabos aussetzten und dann trotzdem täglich mit dem SEV-Bus schwarz zur Arbeit fuhren. Das lässt tief in die Moral so manchen Fahrgasts blicken... Auch das ist Kulanz, die zähneknirschend hingenommen wird.

So soll es natürlich nicht gehen.

Gruß, ULF
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