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Traumflug schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
Wenn die Kündigung durch FlixTrain, wie behauptet, rechtswidrig war, dann sollte Leo Express juristisch dagegen vorgehen.
Kommt darauf an, wie gross der Schaden ist. Nicht zu fahren mag den Expansionsplänen schädlich sein, ein direkter materieller Schaden entsteht jedoch erst mal nicht. Oder zumindest nicht mehr als in den vergangenen Monaten.
Wenn Leo Express einen Vertrag mit Flixtrain hatte, diesen Vertrag weiter erfüllen wollte und Flixtrain in rechtswidrig(!) gekündigt hat, dann sollt Leo Express dagegen klagen. Ansonsten setzten sie sich dem Verdacht aus, dass die Kündigung doch nicht rechtswidrig war, oder dass sie darüber gar nicht so unglücklich waren.


Traumflug schrieb:
Wenn Leo wieder fahren will, braucht es bekanntlich eine Trasse. Das mag noch klappen. Doch mit einem Buchungssystem ganz bei Null anzufangen ist nicht einfach. Der Bekanntheitsgrad dieser Firma ist wohl nahe Null, das muss sich erst mal herum sprechen.
Ich denke der Bekanntheitsgrad ist genau das Problem, an dem alle Versuche, einen privaten Schienenpersonenfernverkehr in Deutschland anzubieten, vor Flixbus/Flixtrain gescheitert sind. Erst FlixMobility hat eine bekannte Buchungsplattform mitgebracht. Es wäre trotzdem schön, wenn es Leo Express versuchen und schaffen würde, ein weiteres Fernverkehrsangebot in Deutschland zu etablieren.
Thomas_Lammpe schrieb:
Traumflug schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
Wenn die Kündigung durch FlixTrain, wie behauptet, rechtswidrig war, dann sollte Leo Express juristisch dagegen vorgehen.
Kommt darauf an, wie gross der Schaden ist. Nicht zu fahren mag den Expansionsplänen schädlich sein, ein direkter materieller Schaden entsteht jedoch erst mal nicht. Oder zumindest nicht mehr als in den vergangenen Monaten.
Wenn Leo Express einen Vertrag mit Flixtrain hatte, diesen Vertrag weiter erfüllen wollte und Flixtrain in rechtswidrig(!) gekündigt hat, dann sollt Leo Express dagegen klagen. Ansonsten setzten sie sich dem Verdacht aus, dass die Kündigung doch nicht rechtswidrig war, oder dass sie darüber gar nicht so unglücklich waren.


Traumflug schrieb:
Wenn Leo wieder fahren will, braucht es bekanntlich eine Trasse. Das mag noch klappen. Doch mit einem Buchungssystem ganz bei Null anzufangen ist nicht einfach. Der Bekanntheitsgrad dieser Firma ist wohl nahe Null, das muss sich erst mal herum sprechen.
Ich denke der Bekanntheitsgrad ist genau das Problem, an dem alle Versuche, einen privaten Schienenpersonenfernverkehr in Deutschland anzubieten, vor Flixbus/Flixtrain gescheitert sind. Erst FlixMobility hat eine bekannte Buchungsplattform mitgebracht. Es wäre trotzdem schön, wenn es Leo Express versuchen und schaffen würde, ein weiteres Fernverkehrsangebot in Deutschland zu etablieren.
Ich denke nicht das Leo Express im Fernverkehr in Deutschland expandieren möchte. Eher im bezahlten Nahverkehr. Dafür gibt es auch ernsthafte Anzeichen.
Thomas_Lammpe schrieb:
Traumflug schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
Wenn die Kündigung durch FlixTrain, wie behauptet, rechtswidrig war, dann sollte Leo Express juristisch dagegen vorgehen.
Kommt darauf an, wie gross der Schaden ist. Nicht zu fahren mag den Expansionsplänen schädlich sein, ein direkter materieller Schaden entsteht jedoch erst mal nicht. Oder zumindest nicht mehr als in den vergangenen Monaten.
Wenn Leo Express einen Vertrag mit Flixtrain hatte, diesen Vertrag weiter erfüllen wollte und Flixtrain in rechtswidrig(!) gekündigt hat, dann sollt Leo Express dagegen klagen. Ansonsten setzten sie sich dem Verdacht aus, dass die Kündigung doch nicht rechtswidrig war, oder dass sie darüber gar nicht so unglücklich waren.


Ich wäre als Leo auch vorsichtig so eine Aussage über Flix zu tätigen. Wenn ich nicht klagen kann oder will so muss ich trotzdem jetzt damit rechnen beklagt zu werden.
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn Leo Express einen Vertrag mit Flixtrain hatte, diesen Vertrag weiter erfüllen wollte und Flixtrain in rechtswidrig(!) gekündigt hat, dann sollte Leo Express dagegen klagen. Ansonsten setzten sie sich dem Verdacht aus, dass die Kündigung doch nicht rechtswidrig war, oder dass sie darüber gar nicht so unglücklich waren.
Und was wäre daran schlimm?

Fern-Konkurrenz in der Zukunft

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 12.09.20 10:40

Es ist schon interessant immer wieder zu lesen wie sehr Konkurrenz im Fernverkehr verteufelt wird.

Meinetwegen können die treiben was sie wollen. Ich habe nur das einzige Bedenken, daß heute von DB Fern belegte Trassen eines schönen Tages an andere Fern-EVU abgegeben werden müssen und wir dann Szenarien erleben, daß sich Umsteigezeiten elend ziehen, weil statt eines Anschluss-ICE erst ein grüner Flix fährt, dann ein gelber Keineahnung, danach ein blauer Hastenichjesehn und irgendwann kommt dann der zu meinem DB-Fahrschein passende ICE zur Weiterfahrt. Alles ex DB-Kurse versteht sich, aber die mussten in einem denkbaren Szenario wettbewerbsrechtlich abgegeben werden. Zudem wäre ich nicht happy, wenn in meinem Städtchen nur ein Flix (oder nehmen wir das schöne Wort 'ein Dritter') den Fernverkehr anbietet und ich dann nicht mit Bahncard eine durchgehende Reise mit Vor- und Nachlauf buchen kann, weil ich u.a. auf ICE umsteigen muß. Siehe kürzliche Debatte um die angedachte Ausschreibung entlang der IC-Linie Münster - Siegen - Frankfurt; teilweise mit Regio-Freigabe, teilweise auf reinem Flix-Tarif. So ein Konstrukt hätte für mich keinen Mehrwert, ja es könnte sich sogar negativ auswirken und die Schiene unflexibler/umständlicher/komplizierter machen.

Sollte es einen eineitlichen Deutschland-Tarif im Fernverkehr geben mit Buchung über alle Unternehmen hinweg auf einem Fahrschein, dann könnte ich mir die Sache nochmal überlegen. Eher befürchte ich aber, daß jeder Fern-Teilnehmer zusätzlich in seinem eigenen Suppenkessel kocht und wir mit noch mehr Rabattkarten einen bis zur endgültigen Unkenntlichkeit weiter aufgeblähten Bahntarif-Dschungel bekommen. Ein großer Knoten, der in Konkurrenz zum Auto steht, wo man zwar tanken und selber fahren muß, man sich dann aber nicht weiter mit hochkomplexen Tarifbestimmungen auseinandersetzen muß. Das darf man nie aus dem Auge verlieren.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: Wow, eine harte Entscheidung

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 12.09.20 13:22

Strizie schrieb:
BR146106 schrieb:
Moin,

viel wichtiger sollte dir der Verzicht auf Palmöl sein, aber nein, es ist der billige Kakau, der dich Stört beim Platzhirsch.

gruß carsten
Ach Gott das Palmöl. Du möchtest auch nicht wissen was so alles in anderen Lebensmitteln drin ist.

Ich hatte letztens Pizzateig mit Tomatensauce gekauft. Wie sich herausstelle hat man einen Rückruf gestartet und so was bekommt man eher nur zufällig mit. Jedenfalls sollen in der Tomatensauce Metallteile drin gewesen sein.

Mittlerweile sind diese Rückrufe ja Alltag geworden.
Genau, deshalb werden in der Nahrungsmittelindustrie ja auch Detektoren gegen alle möglichen Fremdstoffe eingesetzt. Was in den Lebensmitteln ist, steht ja drauf - muss man nur lesen.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Re: Kommentar von LEO Express Sprecher

geschrieben von: RailServ

Datum: 12.09.20 15:06

MrEnglish schrieb:
andersj schrieb:
Emil Sedlařík, Sprecher Leo Express hat folgende Kommentar unter der Artikel verfasst:

FlixTrain hat Leo Express gebeten am 19. März den Betrieb auf der Strecke Berlin-Stuttgart aufgrund niedriger Nachfrage einzustellen, obwohl es in Deutschland keine Regierungsvorschriften oder Maßnahmen gab, die den Bahnbetrieb im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie oder aus anderen Gründen untersagten. Andere Verkehrsunternehmen, einschließlich Leo Express in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Polen waren weiterhin tätig und haben durchgehend Verkehre ausgeführt. Deshalb erfreuen wir uns heute auch sehr hoher Nachfrage auf unseren Strecken zwischen Prag-Kosice, Prag-Krakau oder Prag-Wroclaw. Nach drängen von Leo Express zur Wiederaufnahme auf der Strecke Berlin-Stuttgart, wurde der Vertrag von Flixtrain rechtswidrig gekündigt. Offensichtlich konnte oder wollte FlixTrain seinen vertraglichen Pflichten sowie Zahlungen für erbrachte Dienstleistungen während der Stillstandszeit nicht nachkommen. Wir bedauern die Entscheidung von Flixtrain. Leo Express plant weiterhin im deutschen Markt für Personenzugverkehre zu expandieren.
Wenn das stimmt, dann bestätigt es das was man auch aus dem Busberrich hört, FlixMobility ist ein unzuverlässige Partner der seine Risikrn auf die Subs abwälzt. In dem Fall sollte das ein Warnung für andere EVUs sein sich mit denen einzulassen.
Das könnte das Ende vom Flixtrain sein, die Branche ist einfach wesentlich übersichtlicher, da kann man nicht einfach ein Unternehmen nach dem anderen aussaugen. Mal schauen wie lange IGE und SVG noch mitmachen, die sollten ja eher überschaubare finsnzirlle Reserven im Vergleich zu LEO haben.
Ich finde es bemerkenswert, dass sich mit LeoExpress erstmals ein Unternehmen etwas deutlicher zu den vertraglichen Bestandteilen der gemeinsamen Partnerschaft mit FlixMobility äußert.

Die Buspartner waren in der Vergangenheit ja immer sehr darauf bedacht öffentlich nicht zu viel über die Hintergründe der gescheiterten Zusammenarbeit zu verraten.

Re: Fern-Konkurrenz in der Zukunft

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.09.20 15:08

Alibizugpaar schrieb:
Meinetwegen können die treiben was sie wollen. Ich habe nur das einzige Bedenken, daß heute von DB Fern belegte Trassen eines schönen Tages an andere Fern-EVU abgegeben werden müssen und wir dann Szenarien erleben, daß sich Umsteigezeiten elend ziehen, weil statt eines Anschluss-ICE erst ein grüner Flix fährt, dann ein gelber Keineahnung, danach ein blauer Hastenichjesehn und irgendwann kommt dann der zu meinem DB-Fahrschein passende ICE zur Weiterfahrt.
In England gibts einen Standardtarif (das Äquivalent des DB-Vollmondpreises), den alle anerkennen müssen. Wer den hat, hat keine Problem. Erst darunter (im preislichen Sinn) hat man die Art Ärger, welche die DB bereits intern mit ihren A-, B-, C- und Pseudospartarifen veranstaltet (Verbünde hatte ich noch vergessen). Damit wird hervorragend der Zweck erreicht, das Verkehrsmittel Bahn als für den Nutzer unbequem und minderwertig und geldlich als eine Abzockinstitution erscheinen zu lassen.

In der Schweiz gibts ebenfalls einen für alle verbindlichen Standardtarif mit Durchbuchungsmöglickeit. Irgendwie hat man dort aber den sonstigen Müll vermieden. Wie das möglich war, sollte mal erforscht werden.
kmueller schrieb:
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn Leo Express einen Vertrag mit Flixtrain hatte, diesen Vertrag weiter erfüllen wollte und Flixtrain in rechtswidrig(!) gekündigt hat, dann sollte Leo Express dagegen klagen. Ansonsten setzten sie sich dem Verdacht aus, dass die Kündigung doch nicht rechtswidrig war, oder dass sie darüber gar nicht so unglücklich waren.
Und was wäre daran schlimm?
Ich lese die Anmerkung so, dass LeoExpress unglaubwürdig wäre, wenn man den Klageweg nun nicht beschreiten würde.

Für gewöhnlich ist das Ansinnen von Vertragspartnern sich bei Differenzen, die bis hin zum Vertragsbruch/zur Vertragsauflösung führen, den Weg einer außergerichtlichen Einigung zu finden.

Re: Flixtrain: Ende der Kooperation mit LEO Express

geschrieben von: 38815

Datum: 12.09.20 15:27

Strizie schrieb:
MHowi schrieb:
Du liegst zwar richtig, dass viele Markenhersteller auch NoName-Produkte herstellen, aber die Qualität der Produkte unterscheidet sich (in der Regel) sehr wohl. Und glaube mir, davon habe ich Ahnung. Deshalb sind NoNames aber nicht schlecht. Aber die Eigenmarken des Handels agieren ähnlich wie Flixtrain: Sie picken sich die Artikel raus, die eine entsprechende Menge und Marge versprechen. Von Innovationen lassen sie lieber die Hände weg, die könnten nämlich Geld kosten. Gutes Beispiel: kleine Packungen für Singlehaushalte.
Gruß
Michael
Na ja man schaue sich das beliebte Produkt "Nutella" an. Dort hat Ferrero den Kakaoanteil pro 100 Gramm von 8,4 Prozent auf 7,4 Prozent gesenkt und durch billiges Milchpulver ersetzt. Der Preis blieb der alte.

Seitdem kommt mir das nicht mehr in den Einkaufswagen.
Außer man muss den überteuerten Palmöl-Rotz kaufen, um an eCoupons zu kommen.
Bei der Firma Balsen ist es nicht anders als bei der Firma Ferrero. Die Produkte sind alle kostenoptimierter Zuckerdreck. Der Deutsche kauft es trotzdem, weil's süß ist.

Wenn ich mir etwas in der Richtung hole, dann grundsätzlich das billigste aus dem Aldi-/Kaufland-Regal. Qualitativ nicht schlechter, aber trotzdem immer noch zu teuer.

Re: OT: Nusscremes + Mein OT Senf (Nudossi bei Aldi)

geschrieben von: PeGe

Datum: 12.09.20 15:52

Saxobav schrieb:
Strizie schrieb:Zitat:
Na ja man schaue sich das beliebte Produkt "Nutella" an. Dort hat Ferrero den Kakaoanteil pro 100 Gramm von 8,4 Prozent auf 7,4 Prozent gesenkt und durch billiges Milchpulver ersetzt. Der Preis blieb der alte.
...
Wenn ich Genuss haben möchte greife ich zur Kakaocreme.
Falls Du den Markenkern verfehlt haben solltest, der Nussanteil überwiegt den Kakaoanteil. Und wer sowieso nicht allergisch ist und wenn am Gürtel noch ein Loch Platz hat, kann auch Nudossi versuchen.

Gruß saxobav
Hi,
Und Nudossi gibt's auch beim Aldi....

Fröhliches Schaffen
PG
Zitat
Dort hat Ferrero den Kakaoanteil pro 100 Gramm von 8,4 Prozent auf 7,4 Prozent gesenkt und durch billiges Milchpulver ersetzt. Der Preis blieb der alte.

Da empfehle ich das "Original" - gibts irgendwo in einem Dorf im Piemonte beim lokalen Imkerladen. Nur feinste Haselnuesse und Honig. Gibt's auch mit einem Hauch Kakao (aber bestimmt keine 7.4%)

Dagegen kann auch das alte Nutella nicht mal ansatzweise anstinken.

Aber da kosten die 100g auch soviel wie 1kg Nutella:/

Re: Fern-Konkurrenz in der Zukunft

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 12.09.20 21:31

kmueller schrieb:
In der Schweiz gibts ebenfalls einen für alle verbindlichen Standardtarif mit Durchbuchungsmöglickeit. Irgendwie hat man dort aber den sonstigen Müll vermieden. Wie das möglich war, sollte mal erforscht werden.
Auch in der Schweiz gibt es Zugbindung und Mondpreise. Dort trauen sich die SBB aber mit den Halbtaxpreisen zu werben. Man stelle sich den Aufschrei vor die DB würde groß mit den BC 50 Preisen werben.

Der Fernverkehr liegt in der Schweiz übrigens noch immer in einer Hand, Konkurrenz zu den SBB gibt es nicht.

Re: Fern-Konkurrenz in der Zukunft

geschrieben von: VT

Datum: 13.09.20 07:39

MrEnglish schrieb:

Der Fernverkehr liegt in der Schweiz übrigens noch immer in einer Hand, Konkurrenz zu den SBB gibt es nicht.
Dafür gibt es dort auch mehr staatliche Regelungen was die Qualität und die Ausgestaltung des Angebots angeht. Ebenso, dass alles über den vom Konzessionsgeber als angemessen angesehenen 8% Umsatzrendite einer Strecke in die Trassengebühren geht. Und mit dem Eintritt der BLS, vorläufig noch unter der Konzession der SBB, ist es dort auch nicht mehr so einfach.

Allerdings würde ich den Schweizer Tarif eher mit einem eher regionalen Tarif wie dem BwTarif vergleichen und weniger mit einem Ferntarif wie ihn die DB ausruft.

Re: Kommentar von LEO Express Sprecher

geschrieben von: michacologne

Datum: 13.09.20 11:32

RailServ schrieb
Ich finde es bemerkenswert, dass sich mit LeoExpress erstmals ein Unternehmen etwas deutlicher zu den vertraglichen Bestandteilen der gemeinsamen Partnerschaft mit FlixMobility äußert.

Die Buspartner waren in der Vergangenheit ja immer sehr darauf bedacht öffentlich nicht zu viel über die Hintergründe der gescheiterten Zusammenarbeit zu verraten.
Ja, leider. Die ausstehenden Unternehmen gehõren oft zu den kleineren "Partnern" und die trauen sich vermutlich nicht, was gegen Flix zu sagen, weil dann der Flix-Anwalt kommt und ihnen drei bis fünf Klagen von wegen Verschwiegenheitsklausel, übler Nachrede, etc. anhängt.

Re: Kommentar von LEO Express Sprecher

geschrieben von: Pio

Datum: 13.09.20 14:48

Das mit Stuttgart und die DB für Flix die Züge nicht wartet hat ja auch seinen historischen Hintergrund. Mit manchen Vertragspartner hat man halt bestimmte Erfahrungen gemacht. Und aus Erfahrung wird man klüger Gab damals hier im Forum ebenfalls eine umfangreiche Diskussion zu diesem Thema. Ist halt die viel geprisene Marktwirtschaft. Aber wird schon irgendeinen Grund haben, das sich immer mehr EVU nichts mit diesem FLIX Unternehmen zusammenarbeiten möchten.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Re: Fern-Konkurrenz in der Zukunft

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.09.20 17:36

MrEnglish schrieb:
kmueller schrieb:
In der Schweiz gibts ebenfalls einen für alle verbindlichen Standardtarif mit Durchbuchungsmöglickeit. Irgendwie hat man dort aber den sonstigen Müll vermieden. Wie das möglich war, sollte mal erforscht werden.
Auch in der Schweiz gibt es Zugbindung und Mondpreise. Dort trauen sich die SBB aber mit den Halbtaxpreisen zu werben. Man stelle sich den Aufschrei vor die DB würde groß mit den BC 50 Preisen werben.
Man gewinnt die richtige Perspektive, sobald man Schweizer Bahnpreise in Relation zum Gehalt von Schweizer Lidl-Kassiererinnen setzt, und anschließend deutsche Bahnpreise zum Gehalt deutscher Lidl-Kassiererinnen.

Speziell NV-Einzeltickets [Nachtrag: gemeint sind Tickets für Stadt- und Vorortverkehr] sind mittlerweile sogar nominal (bei Umrechnung mit dem Mond-Frankenkurs) in Zürich und Basel billiger als in Köln und Bonn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 18:23.
Eurowings fliegt 8x am Tag von Tegel, da wird der Flixtrain kaum vermisst werden.

Frank aus der Prignitz
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Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!
Thomas_Lammpe schrieb:
Wenn Leo Express einen Vertrag mit Flixtrain hatte, diesen Vertrag weiter erfüllen wollte und Flixtrain in rechtswidrig(!) gekündigt hat, dann sollt Leo Express dagegen klagen. Ansonsten setzten sie sich dem Verdacht aus, dass die Kündigung doch nicht rechtswidrig war, oder dass sie darüber gar nicht so unglücklich waren.
Eine Klage macht nicht immer Sinn. Es muss ein Schaden durch den Vertragsbruch belegt werden können. Die einzuklagende Summe muss höher als die Anwaltskosten sein (auch wenn man gewinnt, werden einem nicht unbedingt alle Anwaltskosten ersetzt). Und die Gegenseite sollte ausreichend solvent sein, denn andernfalls bringt es einem nicht viel, vor Gericht zu gewinnen.

Ich möchte aber noch einen anderen Aspekt ansprechen: Es geht hier ja um die Corona-Krise, also um eine echte Sondersituation. Da haben auch viele andere, seriöse Unternehmen Verträge nicht mehr erfüllt und von ihren Geschäftspartnern eine Vertragsanpassung erwartet.

Z.B. haben viele Einzelhändler ihre Miete nicht mehr vollständig bezahlt, und von ihren Vermietern einen Nachlass verlangt. Ich kann das durchaus nachvollziehen, denn warum soll die Belastung aus dieser Sondersituation nur der Händler tragen, während der Vermieter vollumfänglich weiter kassiert? In einer Sondersituation wie Corona ist es durchaus fair, wenn beide Vertragspartner Abstriche machen (müssen). Viele Vermieter haben das auch akzeptiert, im gemeinsamen Interesse, um auch in der Zukunft zusammenarbeiten zu können..

Ohne die Verträge und die genaue Situation zu kennen, sehe ich grundsätzlich eine ähnliche Situation bei Flixtrain und Leoexpress. Auch wäre fair, wenn nicht nur einer der Partner die Auswirkungen der Sondersituation tragen muss.

Gruß
X73900
X73900 schrieb:
Eine Klage macht nicht immer Sinn. Es muss ein Schaden durch den Vertragsbruch belegt werden können. Die einzuklagende Summe muss höher als die Anwaltskosten sein (auch wenn man gewinnt, werden einem nicht unbedingt alle Anwaltskosten ersetzt). Und die Gegenseite sollte ausreichend solvent sein, denn andernfalls bringt es einem nicht viel, vor Gericht zu gewinnen.
Laut dem Kommentar soll es auf jeden Fall um Geld gehen:

Zitat:
Offensichtlich konnte oder wollte FlixTrain seinen vertraglichen Pflichten sowie Zahlungen für erbrachte Dienstleistungen während der Stillstandszeit nicht nachkommen.


X73900 schrieb:
Ich möchte aber noch einen anderen Aspekt ansprechen: Es geht hier ja um die Corona-Krise, also um eine echte Sondersituation. Da haben auch viele andere, seriöse Unternehmen Verträge nicht mehr erfüllt und von ihren Geschäftspartnern eine Vertragsanpassung erwartet.

Z.B. haben viele Einzelhändler ihre Miete nicht mehr vollständig bezahlt, und von ihren Vermietern einen Nachlass verlangt. Ich kann das durchaus nachvollziehen, denn warum soll die Belastung aus dieser Sondersituation nur der Händler tragen, während der Vermieter vollumfänglich weiter kassiert? In einer Sondersituation wie Corona ist es durchaus fair, wenn beide Vertragspartner Abstriche machen (müssen). Viele Vermieter haben das auch akzeptiert, im gemeinsamen Interesse, um auch in der Zukunft zusammenarbeiten zu können..

Ohne die Verträge und die genaue Situation zu kennen, sehe ich grundsätzlich eine ähnliche Situation bei Flixtrain und Leoexpress. Auch wäre fair, wenn nicht nur einer der Partner die Auswirkungen der Sondersituation tragen muss.
Im von mir fett hervorgehobenen Text sehe ich den entscheidenden Unterschied zu Flixtrain/Leo Express: Es gibt keine Zusammenarbeit in der Zukunft.
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