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Zitat:
In Oslebshausen kündigt sich ein größeres Eisenbahnprojekt an. Auf derzeit ungenutzten Gleisen der Hafeneisenbahn könnte in Höhe der Straße Reitbrake eine Großwerkstatt zur Wartung neuer Züge entstehen. Hintergrund sind Pläne der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen, den Regionalzugbetrieb im Nordwesten zwischen Osnabrück, Hannover und der Küste neu auszuschreiben. Für dieses sogenannte Expresskreuz Bremen/Niedersachsen wird die LNVG den Bau von zunächst 30 neuen Zügen in Auftrag geben. Für den eigentlichen Fahrbetrieb wird dann das Verkehrsunternehmen zuständig sein, das siegreich aus der Ausschreibung hervorgeht. Nach gegenwärtigem Stand sollen die neuen Züge ab Dezember 2024 unterwegs sein.

Weserkurier vom 11.09.2020
Bahnwerkstatt in Oslebshausen möglich
Ab 2024 fahren im Expresskreuz Bremen-Niedersachsen neue Personenzüge. Das sorgt in Oslebshausen für Diskussionen. Denn dort könnte an Gleislagen der Hafenbahn eine Großwerkstatt für die Züge entstehen.

Mir stellen sich da ein paar Fragen:

Wieso muß man ein neues Betriebwerk bauen? Bau-(Roh-)stoffe sind endlich, warum werden nicht einfach Hallen im BW Sebaldsbrück umgerüstet?

Ist es zwingend erforderlich, neue Fahrzeuge anzuschaffen? Eisenbahnfahrzeuge haben eine Lebensdauer von 30 - 40 Jahren, zumindest die Loks der BR 146 sind erst halb so alt. Warum wird in der Ausschreibung nicht gefordert, vorhandene Fahrzeuge ggf.modernisiert aufzubrauchen?

Nachhaltig ist das nicht. Auch hier wieder sinnfreier Verbrauch von Resourcen und Erzeugung von Umweltbelastungen.

Und wie groß wäre die Lärmemission wirklich? Langsam rollende E-Loks bzw. Triebzüge können so laut doch nicht sein? Freilich muß man diese Lärmemissionen zu den schon bestehenden addieren.

Gruß aus dem Norden Bremens

"Ich besinne mich, dass es ihm in der Schule immer so schwer ward, die Commata und Puncta recht zu setzen. Sieht er,(...), wo der Verstand halb aus ist, setzt Er ein Comma; wo er ganz aus ist, ein Punctum, und wo gar keiner ist, kann er setzen was Er will." (Matthias Claudius - 1774)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.20 08:44.
In diesem Land ist die wirkliche Verkehrswende hin zum ÖPNV nicht wirklich gewollt.
Durch die Ausschreibungspolitik und die Auflösungen der Staatsbahnen ist der Politik die Verfügungskontrolle über gewisse Resourcen verloren gegangen.
Neu Züge, neue Werkstätten machen sich bei der Selbstdarstellung immer gut, Gleichzeitig kosten sie viel Geld, welches ja bekanntermaßen immer begrenzt ist.
Ja und für wen/was wird das ehemalige AW umgenutzt? Die Imobilie ist als Resource ja mit der "Privatisierung" der beiden Deutschen Bahnen ja auch in eine privatrechtliche Form überführt worden. Auch hier müßte nun die ausschreibende öffentliche Hand für ihren zukünftigen Fuhrpark kaufen oder mieten, als Geld ausgeben. Und ausgegebenes Geld kann nun mal nicht für die Ausweitung und Atraktivitätssteigerung des ÖPNV verwendet werden. Umweltschutz, Nachhaltigkeit ect. pp. sind da doch vielen egal wenn es um das Autoland Deutschland geht. Ich gebe dir in deinen Gedankengängen und Zweifeln recht. Das ist halt so im staatsmonopolistischen Kapitalismus, und der vom Wählvolk eingesetzten Vertreter seiner interessen. Also beim ankreuzen immer das Langzeitgedächnis und den Verstand einschalten.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Moin.

Neue Fahrzeuge?
Neues Bw?

Gab es das nicht schon einmal, damals, als die "S-Bahn" im Bremer Umland ausgeschrieben wurde?
Kommt mir jedenfalls irgendwie bekannt vor.

Deutet das eventuell (schon) mehr an?
Man könnte daraus auch erkennen, das die DB-Regio ihre letzte Hochburg auch verlieren wird.
Das würde das Ende der DB-Regio in Niedersachsen bedeuten.
Bei dem Verhältnis der beiden "Partner" unter einander, würde mich das, ehrlich gesagt, nicht wirklich wundern.

Durchhalten!
41 052 schrieb:
Moin.

...
Man könnte daraus auch erkennen, das die DB-Regio ihre letzte Hochburg auch verlieren wird.
Das würde das Ende der DB-Regio in Niedersachsen bedeuten.

Durchhalten!
Nein, denn das Heidekreuz wurde doch gerade zurück gewonnen. Ohne DB Regio wird Niedersachsen/Bremen also auch in den nächsten Jahren nicht sein.
Die Frage ist aber auch, könnte die DB Regio-Werkstatt am Hauptbahnhof die Triebzüge, die es meine ich werden sollen, überhaupt warten? Es geht mir jetzt nicht um die Menge, sondern eher um die Fahrzeugart. Hieran dürfte auch eine angesprochene Weiternutzung des AW Sebaldsbrück scheitern, denn dort ist nichts für längere Triebzüge ausgelegt und zudem ja einiges auch schon von Mercedes umgenutzt.

Edit: Bezüglich der Altfahrzeuge: Zumindest die 146 wird man vermutlich in andere Ecken der Republik verschieben können, solange dort noch 111, 112 etc. unterwegs sind.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.20 10:08.
Regio NDS hat doch gerade kräftig von der Konkurrenz zurückgewonnen!

Ich würde auch davon ausgehen, dass das RE Kreuz Bremen bei Regio bleibt, dank üppiger Staatshilfen ist man dort gearde sehr gut aufgestellt im Vergleich zu den Wettbewerbern.
G1600BB schrieb:
Mir stellen sich da ein paar Fragen:

Wieso muß man ein neues Betriebwerk bauen? Bau-(Roh-)stoffe sind endlich, warum werden nicht einfach Hallen im BW Sebaldsbrück umgerüstet?

Ist es zwingend erforderlich, neue Fahrzeuge anzuschaffen? Eisenbahnfahrzeuge haben eine Lebensdauer von 30 - 40 Jahren, zumindest die Loks der BR 146 sind erst halb so alt. Warum wird in der Ausschreibung nicht gefordert, vorhandene Fahrzeuge ggf.modernisiert aufzubrauchen?

Nachhaltig ist das nicht. Auch hier wieder sinnfreier Verbrauch von Resourcen und Erzeugung von Umweltbelastungen.

Und wie groß wäre die Lärmemission wirklich? Langsam rollende E-Loks bzw. Triebzüge können so laut doch nicht sein? Freilich muß man diese Lärmemissionen zu den schon bestehenden addieren.
"Mir stellen sich da ein paar Fragen: …"
Ohne besondere Fachkenntnis oder Belege lieferst Du dann gleich ein paar Antworten, nein Meinungen: "Nachhaltig ist das nicht. Auch hier wieder sinnfreier Verbrauch von Resourcen und Erzeugung von Umweltbelastungen."

Da stellt sich mir die Frage, ob Du die Fragen wirklich stellen wolltest? Ob Dich interessiert, welche Gründe zu den Entscheidungen führten oder was mit den Fahrzeugen passiert usw.
Und lautet nicht ein beliebtes Argument auf DSO, dass Loks und Wagen doch so flexibel seien? Wenn ja: Warum sollen die dann nicht genauso gut, vielleicht sogar besser, weil passender woanders eingesetzt werden können?

Yüp. Der Spatz und das Dach und die Pfiffe.

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 11.09.20 20:17

Huhu.


41 052 schrieb:
Moin.

Neue Fahrzeuge?
Neues Bw?

Gab es das nicht schon einmal, damals, als die "S-Bahn" im Bremer Umland ausgeschrieben wurde?
Kommt mir jedenfalls irgendwie bekannt vor.

Deutet das eventuell (schon) mehr an?
Man könnte daraus auch erkennen, das die DB-Regio ihre letzte Hochburg auch verlieren wird.
Das würde das Ende der DB-Regio in Niedersachsen bedeuten.
Bei dem Verhältnis der beiden "Partner" unter einander, würde mich das, ehrlich gesagt, nicht wirklich wundern.
Nur das Ende im RE-Netz. Schau dir die aktuelle Performance der DB dort an und du bist im Bilde. Man hat offenkundig die Lust verloren.

Schön wären dann wieder durchgehende Eilzüge Osnabrück Hamburg - aber das wird dann wohl am unterschiedlichen Wagenmaterial scheitern. Schade.

Traurige Grüße von jörg

der da dann nicht mehr befragt.

Man will doch flügeln. In Oldenburg

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 11.09.20 20:20

Hey.

Neue Fahrzeuge müssen schon deswegen her, weil man doch aus Hannover kommend flügeln will in Oldenburg. Ein Zugteil fährt wie bisher nach Norddeich. Der andere nach Wilhelmshaven. Bis dahin soll da ja Strom fließen über den Gleisen.

Schöne Grüße von jörg