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GDL: Absage zu Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag

geschrieben von: MD 612

Datum: 10.09.20 18:29

Pressemitteilung der GDL vom 10.09.2020:

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat Verhandlungen mit der Deutschen Bahn/dem Arbeitgeberverband MOVE zu einem Sanierungstarifvertrag abgesagt (siehe Anlage). „Wir haben gültige Tarifverträge bis Februar 2021 und sehen keinen Anlass, Abstriche beim Zugpersonal zuzulassen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.“

Darüber hinaus hat die GDL heute einen offenen Brief an die DB und die Verkehrspolitik gesandt und ausführlich begründet, warum sie einen Beitrag des Zugpersonals zur Sanierung des Konzerns ablehnt und was getan werden muss, um den DB-Konzern wieder auf Vordermann zu bringen (siehe Anlage). „Wir werden alles tun, damit unsere Kollegen die falsche Struktur des DB-Konzerns und das Missmanagement des Vorstands nicht ausbaden müssen. Sie haben nämlich den systemrelevanten Schienenverkehr – Pandemie hin oder her – rund um die Uhr sicher und zuverlässig am Laufen gehalten“, so der GDL-Bundesvorsitzende.

Bereits im Mai 2020 hatte die GDL klargestellt, dass sie das „Bündnis für unsere Bahn“ nicht für geeignet hält, um den Systemverbund Bahn zu retten, denn nicht der Global Player DB-Konzern ist systemrelevant. Systemrelevant ist die gesamte Eisenbahninfrastruktur in Deutschland mit dem gesamten direkten Personal zum Transport von Menschen und Gütern, wie Lokomotivführer, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter, Werkstattmitarbeiter, Gleis- und Fernmeldebauer, Wagenmeister, Aufsichten, Vertriebsmitarbeitende, Disponenten in den Einsatzstellen und Betriebsleitzentralen. Definitiv nicht systemrelevant sind eine Konzernholding, ein überbordender Verwaltungsapparat und tausende von Projekten, die sich nicht mit dem Eisenbahnsystem befassen. Deshalb hat die GDL schon ihre Unterschrift zum „Bündnis für unsere Bahn“ verweigert. Weselsky: „Nicht die Corona-Pandemie hat das Desaster verursacht, sondern nur verdeutlicht, wie schlimm es um den Konzern wirklich steht.“ Überhaupt ist nicht das Zugpersonal verantwortlich für die 30 Milliarden Euro Schulden der DB, von denen ein großer Teil im Ausland verzockt wurde, für die bilanziellen Milliardenverluste des DB-Konzerns, die schon vor Corona da waren, und für die falsche Struktur des DB-Konzerns resultierend aus der ehemaligen Aufgabenstellung an die Börse zu gehen. Um Daseinsvorsorge zu gewährleisten, attraktiven Schienengüter- und -personenverkehr zu betreiben, die Klimaziele tatsächlich zu erreichen und nicht Milliarden an Steuergeldern in einer Fehlkonstruktion zu verbrennen, bedarf es eines grundlegenden neuen Ansatzes.

Auf die Ablehnung der GDL zum „Bündnis für unsere Bahn“ hat die DB bis heute nicht reagiert. Sie hat keinen vernünftigen Grund benannt, warum ausgerechnet das Zugpersonal seinen Gürtel enger schnallen solle. Übrigens hat keine einzige Wettbewerbsbahn, mit der die GDL aktuell zum Teil Abschlüsse im zweistelligen Prozentbereich erreicht hat, aufgrund der Pandemie einen Sanierungstarifvertrag gefordert.

Das Grundübel wird mit einer zum x-ten Mal wiederholten Sanierung nicht beseitigt. Die Ursache des Fehlbetrags von bis zu 13,5 Milliarden Euro liegt nicht in der Pandemie. Für die GDL ist klar: Die Einsparung von Personalkosten in Höhe von zwei Milliarden Euro wird keinesfalls vom direkten Personal erbracht, denn dort sind Arbeitsplätze offen und müssen besetzt werden. Hierzu muss auch ausgebildet werden. Dagegen könnten ganze Geschäftsfelder aus dem Systemverbund eliminiert werden und bei der Konzentration auf das Eisenbahnsystem in Deutschland wären solche Heerscharen an Verwaltung überhaupt nicht notwendig. Weselsky spricht Tacheles: „Die massiven Eigenkapitalerhöhungen verhindern bei der DB die zwingend notwendigen Reformen. Die Rettungsstrategie aus Eigenkapitalerhöhung, steigender Verschuldung und pauschalen Einsparungen zementiert die strukturellen Probleme des DB-Konzerns, anstatt sie zu lösen.“ Wird endlich eine wirkliche Reform beherzt mit der Konzentration auf die Daseinsvorsorge umgesetzt, ergibt sich erst eine wirkliche Chance auf fairen Wettbewerb und auf eine Verkehrswende. Allein dies würde helfen, die Klimaziele zu erreichen.

Das Zugpersonal hat schon unzählige Sanierungen mit desaströsen Ergebnissen erleben müssen. Weselsky: „Wir lehnen es ab, den Gürtel enger zu schnallen. Unsere Kollegen wurden schon zu oft und immer wieder mit leeren Versprechungen enttäuscht und mit Millionen von bunten Power-Point-Folien in die Irre geführt.“ Die GDL wird erst dann über einen Sanierungstarifvertrag verhandeln, wenn die Ziele, die Maßnahmen und der Zeitplan dazu stimmen. Das Herzstück dazu ist die Bahnreform II.


PM aus gdl.de: Absage zu Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag

Offener Brief und Absage Tarifverhandlungen an AGV MOVE (PDF)

Gruß Peter

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller
War natürlich nicht anders von der GDL zu erwarten!

Die EVG verhält sich übrigens nicht so egoistisch, man kam sofort an den Verhandlungstisch und ist sich bereits "in wichtigen Punkten einig".

Von vornherein die Bereitschaft in dieser besonderen Situation zu verneinen, zeugt von einer unglaublichen Arroganz, aber genau das kennen wir von CW.
Wieder ein Nachweis dafür, dass die Verkehrswende nicht kommen wird.

Man würde sich dadurch abhängig vom Bahnpersonal und dessen Gewerkschaften machen.

Heute haben die meisten ein Auto mit dem sie fahren können, wenn eine Bahngewerkschaft meint sie müsste den Verkehr lahmlegen. Je mehr man die Bahn stärkt, desto weniger wird das der Fall sein.

Folglich macht man sich so erpressbar und schaft einen unbezahlbaren Bahnapparat ohne Rückfallebene.

Die Verschuldung des Eingentürmers der DB (Staat) wird in 2020 voraussichtlich von 59% des BIP in 2019 auf 80% des BIP in 2020 explodieren. Weiterhin liegt die Auslastung der Züge im Fernverkehr derzeit nur auf ca. 2/3 des Vorjahresniveaus mit den entsprechenden Einnahmeausfällen. Die GDL erwartet aber offenbar, dass die Eisenbahner keinen finanziellen Beitrag leisten, sondern allein der Bund über neue Schulden (d. h. die Allgemeinheit, insbesondere zukünftige Generationen) für das Defizit der DB aufkommen soll. Da kann die GDL nur hoffen, dass der Allgemeinheit das nicht ins Bewusstsein gerufen wird.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 21:16.

Genau so ist es richtig.

geschrieben von: Lalu

Datum: 10.09.20 21:15

Hallo,

geht es einem Unternehmen schlecht soll der Mitarbeiter „mithelfen“, geht es einem Unternehmen gut soll der Mitarbeiter nicht „übermütig“ werden. Der Kuschelkurs der EVG ist eine Beleidigung an die Mitglieder, welche ihre (!!!) Interessen von einer Gewerkschaft vertreten sehen wollen. Der „prägendste“ Satz den ich Anfang der 2000er von einem Verantwortlichen der jetzigen EVG in Frankfurt/Main hören durfte: „Sie müssen auch einmal Verständnis für die Sachzwänge Ihres Arbeitgebers haben.“ Tief Luft holen und den (gut eingerichteten) Besprechungsraum sofort verlassen, war wohl eine Reaktion von mir, welche Unsachlichkeiten verhindert hat. Wenn der Mitarbeiter dank Umstrukturierung (oder was auch immer) an seinem jetzigen Arbeitsplatz überzählig wird, ist auch keine Unterstützung zu erwarten.

Grüße,
Lalu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 21:16.

Re: GDL: Absage zu Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag

geschrieben von: Pio

Datum: 10.09.20 21:23

Jawohl genau das war von der GDL zu erwarten, denn sie vertritt ihre Mitglieder und nicht den Konzern.
Aber bevor nur wieder Vorverurteilungen sowie Aroganz und Egoismus verbreitet werden, solltest Du dir das mal alles komplett durchlesen und vor allen Dingen auch verstehen. Und darin steht auch einiges zum Thema Sanieren. Und die Sanierungen der letzten Jahrzehnte gingen alle nur in eine Richtung. Beschäftigte u d Ku den spüren das fast täglich. Man erklärt den Beschäftigten ständig was Marktwirtschaft ist. Und durch eine Jahrzehntelange verfehlete Personalpolitik (die GDL weist seit Jahrzehnten darauf hin) ist dieser Marktwert enorm gestiegen. Andere EVU veröffentlichen Stellenanzeigen mit Tarif + 1000,00 € + + +, da soll die GDL sich mit Sparrunden beim sozialsten und besten Arbeitgeber zugunsten von Boni ect. pp. der Großkopferten zurückhalten? Von den Spitzenverdienern dieses Konzerns ist bis jetzt nichts von Verzicht und Zurückhaltung zu höhren.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 21:32.

Re: GDL: Absage zu Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag

geschrieben von: Sral

Datum: 10.09.20 21:32

Sven939 schrieb:
War natürlich nicht anders von der GDL zu erwarten!

Die EVG verhält sich übrigens nicht so egoistisch, man kam sofort an den Verhandlungstisch und ist sich bereits "in wichtigen Punkten einig".

Von vornherein die Bereitschaft in dieser besonderen Situation zu verneinen, zeugt von einer unglaublichen Arroganz, aber genau das kennen wir von CW.
Guten Abend,
viele der Probleme bei der Bahn gab es auch vor Corona auf Grund falscher Entscheidungen der Politik und des Vorstandes. Ist auch verständlich, wenn man das System Bahn nicht kennt und nicht wenigstens versucht es zu begreifen.
Ebenso könnte der Vorstand ja mit Verzicht mit gutem Beispiel voran gehen.
Und dann wäre noch die Frage zu klären, wer das während des Lockdowns gefahrene Angebot so haben wollte.
Die Politik in Berlin oder der Vorstand der Bahn?
Und das dabei Miese rumkommen, hätte jedem vorher klar sein sollen.
Wir haben zu der Zeit unsere Arbeit in der Öffentlichkeit gemacht, während sich viele in das sichere Homeoffice zurück gezogen haben.
Insofern finde ich es etwas gewagt, dem Herren CW einfach Arroganz für diese Entscheidung vorzuwerfen.
Aber von einem eventuellen Nichteisenbahner kann man wohl nichts anderes erwarten.
MfG
MD 612 schrieb:
Sehr lesenswerter Brief, den man nahezu 1:1 so unterschreiben kann.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
"Wir haben zu der Zeit unsere Arbeit in der Öffentlichkeit gemacht, während sich viele in das sichere Homeoffice zurück gezogen haben."

Vielleicht nicht alle, 40% der DB-Lokführer hatten sich krank gemeldet. Hat vielleicht jemand dazu aufgerufen?
Auf manchen Bahnlinien fuhr überhaupt kein Zug. Manche andere Bahnunternehmen hatten dagegen kaum Einschränkungen. Zum Glück gab es beim Krankenhauspersonal keine vergleichbare Krankheitswelle.

In anderen Branchen gibt es Entlassungen oder Kurzarbeit, da wäre man froh, wenn sich dies durch einen Sanierungstarifvertrag vermeiden ließe.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 21:59.

FAZ: Bahn und GDL steuern auf Tarifkonflikt zu

geschrieben von: TGV4402

Datum: 10.09.20 21:54

[www.faz.net]

<<Bahn und GDL steuern auf neuen Tarifkonflikt zu>>

Fazit: Jeder, der (noch) ein eigenes Auto hat, kann sich entspannt zurücklehnen.

Re: GDL: Absage zu Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag

geschrieben von: Mw

Datum: 10.09.20 21:55

Murrtalbahner schrieb:
MD 612 schrieb:
Sehr lesenswerter Brief, den man nahezu 1:1 so unterschreiben kann.
So sehe (bzw lese) ich das auch. Bei den von der GDL unterstellten Überzähligen (Verwaltung, Projekte usw) sollte man aber auch mal einige prägnante Beispiele nennen,
sonst entsteht der Eindruck, das alles - außer dem Fahrpersonal und den unmittelbar am Betrieb Beteiligten - per se keine Daseinsberechtigung hat.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Dich gibt's ja auch noch!

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 10.09.20 21:55

Schön, mal wieder von dir zu lesen.
Und dann gleich wieder mit Beiträgen zur allgemeinen Volksbelustigung.
Du hast mir ja so gefehlt in meiner Raupensammlung; wo warst du die ganze Zeit?
Auf Abruf in der Mottenkiste? Oder war dir zwischendurch das Dummpulver ausgegangen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.20 08:23.

An Svenilein & co...

geschrieben von: MD 612

Datum: 10.09.20 21:58

Guck an, der kleine Svenilein kommt ganz zuverlässig wie Kai aus der Kiste, wenn das Schlagwort GDL fällt. Und die nächsten kommen genauso zuverlässig hinterher...

Sven939 schrieb:
War natürlich nicht anders von der GDL zu erwarten!
Stimmt auffällig...

Sven939 schrieb:
Die EVG verhält sich übrigens nicht so egoistisch, man kam sofort an den Verhandlungstisch und ist sich bereits "in wichtigen Punkten einig".
Stimmt, Egoismus kennen die nicht. Schon gar nicht im Sinne ihrer Mitglieder. Aber nun musst Du uns noch erklären, worüber die GDL verhandeln soll, wenn selbst der Bahnvorstand das der GDL nicht sagen kann. Und die "wichtigen Punkte" sind nichts weiter als Blablabla, eine Nullrunde für das nächste Jahr für die Kollegen, die die Bahn in schwierigen Zeiten am Laufen gehalten haben und der Verweis auf das statistische Bundesamt, wenn es um eine mickrige Gehaltserhöhung für das Jahr 2022 in Höhe der Inflationsrate geht. Wo waren da jetzt gleich die wichtigen Punkte wie eine grundlegende Strukturreform im Konzern und das Abstoßen verlustreicher und für das Kerngeschäft unnötiger Auslandstöchter, um die dem Bundesminister versprochene Personal- und Sachkosteneinsparung erreichen zu können??

Sven939 schrieb:
Von vornherein die Bereitschaft in dieser besonderen Situation zu verneinen, zeugt von einer unglaublichen Arroganz, aber genau das kennen wir von CW.
Schade, dass der Bahnvorstand die GDL nicht kennt und der erst solch ein schäbiges Unterfangen unterbreitet...

Achja, Claus Weselsky ist nicht alleine die GDL. Der hat auch in dem Fall den Rückhalt seiner zigtausenden Mitglieder, die ständig immer mehr werden.

TGV4402 schrieb:
Die GDL erwartet aber offenbar, dass die Eisenbahner keinen finanziellen Beitrag leisten, sondern allein der Bund über neue Schulden (d. h. die Allgemeinheit, insbesondere zukünftige Generationen) für das Defizit der DB aufkommen soll.
Falsch, die GDL erwartet, dass die Bahn selbst ihren Teil zur Reduzierung der Schulden beiträgt. Und das nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter, die den Schuldenberg nicht verzapft haben, der lange vor Corona schon da war. Steht übrigens alles in der Pressemeldung und im verlinkten offenen Brief, man muss beides nur lesen...

Zwei Fragen noch an Euch beide: Wieso verlangen eigentlich die hunderten anderen Eisenbahnen in Deutschland keinen Beitrag ihrer Mitarbeiter zur Bewältigung der Corona-Krise?? Und wo bleibt eigentlich die Nullrunde der tausenden Häuptlinge im Konzern, die ihre Indianer weiter knechten wollen, ohne die diese Häuptlinge nichts wert sind??

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller

Re: GDL: Absage zu Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag

geschrieben von: Pio

Datum: 10.09.20 22:01

Woher hat Du deine 40% ???
Wenn das so gewesen währe, währe das was noch gefahren ist nicht gefahren.
Und nein zu so etwas würden die, denen Du das unterstellst nie aufrufen.
Zumendestens die DB Betriebe die ich kenne hatten auch zu Coronazeiten durchschnittliche Krankenstände.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 22:02.
Mw schrieb:
Bei den von der GDL unterstellten Überzähligen (Verwaltung, Projekte usw) sollte man aber auch mal einige prägnante Beispiele nennen,
sonst entsteht der Eindruck, das alles - außer dem Fahrpersonal und den unmittelbar am Betrieb Beteiligten - per se keine Daseinsberechtigung hat.
Das ist aber gerade das Problem bei der GDL. Das Gehalt kommt ja aus dem Geldautomaten, wer braucht da Verwaltung?

Rugby Central

Wie hieß eigentlich Altrot als es neu war?


Rudolf R schrieb:
"Wir haben zu der Zeit unsere Arbeit in der Öffentlichkeit gemacht, während sich viele in das sichere Homeoffice zurück gezogen haben."

Vielleicht nicht alle, 40% der DB-Lokführer hatten sich krank gemeldet. Hat vielleicht jemand dazu aufgerufen?
Auf manchen Bahnlinien fuhr überhaupt kein Zug.
Gibt's dazu auch eine belastbare Quelle?

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Rugby Central schrieb:
Mw schrieb:
Bei den von der GDL unterstellten Überzähligen (Verwaltung, Projekte usw) sollte man aber auch mal einige prägnante Beispiele nennen,
sonst entsteht der Eindruck, das alles - außer dem Fahrpersonal und den unmittelbar am Betrieb Beteiligten - per se keine Daseinsberechtigung hat.
Das ist aber gerade das Problem bei der GDL. Das Gehalt kommt ja aus dem Geldautomaten, wer braucht da Verwaltung?
Du scheinst den Brief nicht gelesen zu haben?!

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Rugby Central schrieb:
Mw schrieb:
Bei den von der GDL unterstellten Überzähligen (Verwaltung, Projekte usw) sollte man aber auch mal einige prägnante Beispiele nennen,
sonst entsteht der Eindruck, das alles - außer dem Fahrpersonal und den unmittelbar am Betrieb Beteiligten - per se keine Daseinsberechtigung hat.
Das ist aber gerade das Problem bei der GDL. Das Gehalt kommt ja aus dem Geldautomaten, wer braucht da Verwaltung?
Herr Weselsky gehört ja auch zur Verwaltung der GDL.

Diese scheint im übrigen nicht sehr effektiv zu sein:

[www.haufe.de]

<<Der Dienstvertrag mit dem ehemaligen stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurde nicht wirksam gekündigt, entschied das OLG Frankfurt a.M. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) muss damit 170.000 Euro an ihren früheren stellvertretenden Vorsitzenden zahlen.>>

[www.handelsblatt.com]

<<Die GDL hat verhindern wollen, dass eine Mitarbeiterin ihre Arbeitszeit reduziert. Das Verfassungsgericht hat nun der Mitarbeiterin Recht zugesprochen.>>

Dass Gewerkschaften über eine eigene schlanke und effektive Verwaltung verfügen, habe ich noch nicht gehört, aber das Gegenteil.

Im übrigen finden viele fahrdienstuntaugliche Tf Beschäftigung in der Verwaltung. Was denn nun? Die Leute sofort rausschmeißen?



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 22:38.
Da war doch mal so ein Vogel von Schranner Negotations als Berater drin, damit man Verhandlungen gewinnt und nicht einen Kompromiss schließt. Der war der Scharfmacher, bis dem Vorstand von der Politik signalisiert wurde, dass der Kompromiss das Zeichen der Zeit sei.

Könnte es sein, dass der wieder aktiv ist?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 22:28.

Re: An Svenilein & co...

geschrieben von: TGV4402

Datum: 10.09.20 22:49

MD 612 schrieb:
Falsch, die GDL erwartet, dass die Bahn selbst ihren Teil zur Reduzierung der Schulden beiträgt. Und das nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter, die den Schuldenberg nicht verzapft haben, der lange vor Corona schon da war. Steht übrigens alles in der Pressemeldung und im verlinkten offenen Brief, man muss beides nur lesen...

Zwei Fragen noch an Euch beide: Wieso verlangen eigentlich die hunderten anderen Eisenbahnen in Deutschland keinen Beitrag ihrer Mitarbeiter zur Bewältigung der Corona-Krise?? Und wo bleibt eigentlich die Nullrunde der tausenden Häuptlinge im Konzern, die ihre Indianer weiter knechten wollen, ohne die diese Häuptlinge nichts wert sind??
Scheinbar hast Du irgendwas verpasst:

[www.n-tv.de]

<<Die Einbußen für die Bahn einschließlich der Beteiligungen Arriva und Schenker würden für den Zeitraum 2020 bis 2024 in einem Basisszenario mit 11,0 Milliarden Euro und in einem "negativeren Szenario" mit 13,5 Milliarden Euro beziffert. Auf den Systemverbund Bahn würden dabei 8,2 beziehungsweise 10,2 Milliarden Euro entfallen. Die Hälfte davon solle die Bahn durch "Gegensteuerungsmaßnahmen" erbringen.

So solle es etwa 2020 für den Vorstand keinen Bonus geben. Zudem würden kurz- und langfristige Sparmaßnahmen bei Mitarbeitern von Kurzarbeit bis hin zur Überprüfung der Personalplanung genannt. Die Regierung schlage vor, 75 Prozent der verbleibenden Schäden, die auf derzeit 6,9 bis 8,4 Milliarden Euro geschätzt würden, durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Bahn AG auszugleichen. Dabei soll "sehr zeitnah in den nächsten Wochen eine erste Tranche von 4,5 Milliarden Euro" bereitgestellt werden. Die übrigen Mittel sollen zum Jahreswechsel 2020/2021 fließen. Stelle sich im vierten Quartal heraus, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Bahn beeinträchtigt werde, könne der Bund nachjustieren.>>

Wir reden hier nur über die Einbußen durch Corona. Aktuell sind die FV-Züge nur zu 2/3 des Vorjahres ausgelastetl vorher waren sie es noch viel weniger. Wenn Du rechnen könntest, dann wüsstest Du, dass dadurch ein hohes Defizit entsteht.

Zu den Privatbahnen: Auch dort wird das Personal einen Beitrag leisten müssen, sofern die Firma betroffen ist (Im NV bei Bruttoverträgen weniger der Fall). Oder glaubst Du z. B. bei Flixtrain gab es keine Kurzarbeit?
> Wir haben zu der Zeit unsere Arbeit in der Öffentlichkeit gemacht, während sich viele in das sichere Homeoffice zurück gezogen haben.

Ich gehe mal davon aus, daß Du nicht in der GdL bist. Sonst hast Du nämlich Deiner Gewerkschaft und ihrem Ziel eine Bärendienst erwiesen. Diese Aussage ist nämlich ein extreme Frechheit!

Die Wenigsten sind freiwillig zu Hause geblieben, den meisten wurde es vorgeschrieben. Und gerade so, wie es hier kam, heißt das nämlich, daß Du im Homeoffice plötzlich Kosten hast, die es sonst nicht gab und andererseits Steuerposten wegfallen. Im Extremfall kannst Du nur am Eßtisch arbieiten (weil sonst nie zu Hause gearbeitet wurde): keinen Absetzposten für das häusliche Arbeitszimmer, mehr Stromverbrauch, aber die Kilometerpauschale fällt für 3 Monate oder mehr weg – unterm Strich also weniger Geld und teils sogar mehr Arbeit. Also bitte nicht solche Verallgemeinerungen, die helfen niemanden, sorgen aber sehr zuverlässig dafür, das böse Blut nur zu nähren.

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