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Mobilität: Hessen setzen weiter auf das Auto

Corona verändert Mobilitätsverhalten in Hessen kaum. In Frankfurt sind allerdings viele mit Bahn und Fahrrad oder zu Fuß unterwegs - anders als auf dem Land.

Es schien während Corona ein Gewinner-Verkehrsmittel zu geben: Viele Menschen entdeckten das Fahrrad für sich. Manche Befürworter der Verkehrswende hofften dadurch, dass mehr Menschen sich nach Corona für eine klima- und umweltfreundlichere Mobilität entscheiden würden. Danach sieht es allerdings nicht aus.

Das zeigten die Hessen-Zahlen, die Robert Follmer vom Infas-Forschungsinstitut am Mittwoch im House of Logistics and Mobility (HOLM) am Flughafen präsentierte. „Wir sind sehr stark in unseren Routinen verhaftet“, kommentierte er. „Am einfachsten ist es, wenn ich mich jeden Morgen für das gleiche Verkehrsmittel entscheide.“ Daher nutze nur eine Minderheit abwechselnd das Fahrrad, die Bahn und das Auto.

In Corona-Zeiten sei das Mobilitätsverhalten eher „autolastiger“ geworden, berichtete Follmann. Das sei schon „ein bisschen ernüchternd“.

Hessen hatte die Sonderauswertung einer bundesweiten Mobilitätsstudie in Auftrag gegeben, an der sich allein in Hessen 18 000 Haushalte beteiligten. Die Daten dafür wurden aber bereits 2017 erhoben. Um Veränderungen durch Corona erkennen zu können, wurde eine weitere Untersuchung auf den Weg gebracht, die Mobilitätsverhalten im Mai 2020 erhob.

In diesem Zeitraum legten die Menschen insgesamt weniger Wege zurück als vor Corona. Die Aufteilung auf die Verkehrsträger hatte sich aber so gut wie nicht verändert. Weiterhin entfielen rund 60 Prozent auf das Auto, es gab sogar einen kleinen Anstieg.

Vor oder nach Corona, das scheint also keinen großen Unterschied auszumachen. Einen viel größeren Einfluss hat nach Follmers Zahlen die Frage, wo jemand unterwegs ist. In der Metropole sieht die Lage ganz anders aus als auf dem Land.

„Die Verkehrswende fängt in den Städten an“, schloss Heiko Nickel daraus, der politische Geschäftsführer des alternativen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Hessen. (...)

Die Zahlen in der Übersicht - Hessen:
Auto: 60%
Fuß: 20%
Rad: 10%
ÖPNV: 10%

Frankfurt:
Auto 30%
Fuß: 30%
ÖPNV: 24%
Rad: 16%

Land:
Auto: k.A.
Fuß: k.A.
ÖPNV: 5%
Rad: 3%
[www.fr.de]
Die Studie konnte ich auf die Schnelle leider nicht finden.

Nach Verkehrswende sieht es nicht gerade aus - zumindest außerhalb der Ballungsräume.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Abteil schrieb:
Mobilität: Hessen setzen weiter auf das Auto

[..]


In diesem Zeitraum legten die Menschen insgesamt weniger Wege zurück als vor Corona.

[..]

Nach Verkehrswende sieht es nicht gerade aus - zumindest außerhalb der Ballungsräume.
Den Widerspruch zwischen dem Artikel und deiner Schlussfolgerung hast du jetzt übersehen?
warum sollte sich da eine Wende zu mehr öffentlichen Verkehrsmittel ergeben? Neben den bisherigen Nachteilen(im Sinne der Autofahrer) kommt aktuell die Maskenpflicht dazu. Persönlich würde ich nur im Notfall, also wenn eigener Pkw defekt, auf ÖPNV ausweichen.

Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: pm

Datum: 10.09.20 13:16

entweder Hessen ist die Ausnahme und der ÖPNV hat die Einbrüche wieder aufgeholt-oder die Studie ist einfach Müll.
Ich kann nur die Zahlen aus BW bestätigen-Strassen und Radwege voll-ÖPNV wesentlicher leerer als vor Corona (wenn nicht gerade die Schüler unterwegs sind).

"Der Autoverkehr war im Mai/Juni 2020 bereits wieder bei 80 Prozent seines vorherigen Niveaus angekommen. 36 Prozent der Befragten gaben an, das Auto als Alternative zum öffentlichen Verkehr zu nutzen, 19 Prozent der Befragten stiegen vom ÖPNV auf das Fahrrad um. Infas vermutet, dass mit zunehmender Rückkehr aus dem Homeoffice die Autonutzung weiter zunehmen wird."

In NRW ist der Strassenverkehr wieder bei 90%.Den Besetzunggrad der Züge kann jeder selbst sehen.

Mobicor Studie Mobilität in BW
143 828 schrieb:
Abteil schrieb:
Mobilität: Hessen setzen weiter auf das Auto

[..]


In diesem Zeitraum legten die Menschen insgesamt weniger Wege zurück als vor Corona.

[..]

Nach Verkehrswende sieht es nicht gerade aus - zumindest außerhalb der Ballungsräume.
Den Widerspruch zwischen dem Artikel und deiner Schlussfolgerung hast du jetzt übersehen?
Welcher Widerspruch?

Der Unterschied zwischen Verkehrswende und Verkehrsvermeidung ist bekannt?

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

Re: Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: hsimpson

Datum: 10.09.20 15:00

pm schrieb:
entweder Hessen ist die Ausnahme und der ÖPNV hat die Einbrüche wieder aufgeholt-oder die Studie ist einfach Müll.
Ich kann nur die Zahlen aus BW bestätigen-Strassen und Radwege voll-ÖPNV wesentlicher leerer als vor Corona (wenn nicht gerade die Schüler unterwegs sind).

"Der Autoverkehr war im Mai/Juni 2020 bereits wieder bei 80 Prozent seines vorherigen Niveaus angekommen. 36 Prozent der Befragten gaben an, das Auto als Alternative zum öffentlichen Verkehr zu nutzen, 19 Prozent der Befragten stiegen vom ÖPNV auf das Fahrrad um. Infas vermutet, dass mit zunehmender Rückkehr aus dem Homeoffice die Autonutzung weiter zunehmen wird."

In NRW ist der Strassenverkehr wieder bei 90%.Den Besetzunggrad der Züge kann jeder selbst sehen.

Mobicor Studie Mobilität in BW

Hallo, die Zahlen sind keineswegs Unsinn. Für Köln kenne ich ähnliche Zahlen, hier ist beim MIV sogar von über 90% zu Vor-Corona die Rede.

Der Grund für die weniger Staus ist, dass sich der Verkehr deutlich besser über den Tag verteilt. Das liegt an einer anderen Auswirkung von Corona, nämlich, dass die Arbeitszeitmodelle in vielen Unternehmen deutlich flexibler geworden sind. Man muss also nicht mehr Punkt 9h auf der matte stehen.

Grüße
Ist doch logisch, wer tut es sich denn an, den ganzen Tag neben anderen eingepfercht zu sein und ständig die komische Maske, die mehr schadet, als nützt.
Ich meide alles, außer Einkaufen, wo man eine Maske tragen muss.

Aussitzen erzeugt Starre, die einzig dem Fortbestand des Unrechts und der Dummheit dient.
Das Auto hat den Vorteil,das man keinen Maulkorb tragen muß. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr eh geringer,weil es oft Eigentum ist oder man allein fährt. Die Maskenpflicht ist zur Zeit ein großer Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs. Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Der Springer schrieb:Zitat:
[blablabla] Maulkorb [blablabla]
Ich denke, dieser Postillon-Artikel sagt alles über den strunzdummen Propagandabegriff "Maulkorb" aus.

Zitat
Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Bevor der Städtetourismus nicht wieder in Schwung kommt, wird sich an den Zahlen für den ÖPNV nichts ändern.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
def schrieb:
Der Springer schrieb:Zitat:
[blablabla] Maulkorb [blablabla]
Ich denke, dieser Postillon-Artikel sagt alles über den strunzdummen Propagandabegriff "Maulkorb" aus.
Hauptproblem ist, daß praktisch alle Benutzerhandbücher für Masken aus dem Internet ausgedruckt werden müssen. Menschen ohne Drucker sind auf einen einzigen Podcast von circa 238 Minuten Länge zurückgeworfen, der zwar alle entscheidenden Fragen anstupst, aber in einem sehr nachlässigen Pfälzisch gesprochen ist. Nicht jedermanns (m/w/d) Sache.

So erklären sich die vielen infektiologischen Aussetzer der Allgemeinbevölkerung draußen im Lande und an den Volksempfängern. Der Austausch gegen ein verbessertes Modell wurde ja bereits in die Wege geleitet, für diese Pandemie allerdings wohl zu spät.

Abteil schrieb:
143 828 schrieb:
Abteil schrieb:
Mobilität: Hessen setzen weiter auf das Auto

[..]


In diesem Zeitraum legten die Menschen insgesamt weniger Wege zurück als vor Corona.

[..]

Nach Verkehrswende sieht es nicht gerade aus - zumindest außerhalb der Ballungsräume.
Den Widerspruch zwischen dem Artikel und deiner Schlussfolgerung hast du jetzt übersehen?
Welcher Widerspruch?

Der Unterschied zwischen Verkehrswende und Verkehrsvermeidung ist bekannt?
Verkehrsvermeidung ist Teil der Verkehrswende. Insofern ist der Unterschied bekannt, ja.
Der Springer schrieb:
Das Auto hat den Vorteil,das man keinen Maulkorb tragen muß. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr eh geringer,weil es oft Eigentum ist oder man allein fährt. Die Maskenpflicht ist zur Zeit ein großer Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs. Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Ich weiß ja nichtr, was man in Hessen trägt, in allen übrigen Gebieten ist es eine Maske zur Mund-Nasen-Bedeckung aus fein gewebten Stoff oder Papier..

Ich habe mir mal kürzlich beim Hund sio einen Maulkorb angeguckt. Der ist aus festem Material, Stahl oder so ähnliches stabiles Plastik und es hatte große Löcher zwischen den Verstrebungen. Sinn des Maulkorbes ist, dass der Hund nicht zuschnappt. Atmen aber konnte er völlig unbehindert und jeder Mensch konnte durch die Verstebungen sein Maul sehen.

Aber ich wollte dir nicht erklären, was der Unterschied zwischen Maulkorb und MAske ist, sondern auf die Interpretation der Studie eingehen.

Die Studie sagt doch gerade deutlich, dass die Maskenpflicht die Menschen insgesamt weniger unterwegs sind, aber eher beim gleichen Verkehrsmittel bleiben.

D.h. Wenn die üblichen Fahrgäste des ÖPNV weniger Wege haben, so sind nicht so viele in Bussen und Bahnen, weil sie schlichtweg weniger unterwegs sind. Die Maskenpflicht ist völlig ünbedeutend für die Entscheidung, den ÖPNV zu benutzen oder nicht zu benutzen.

Beispiel: Wenn die Studierenden alle ihre Vorlesungen und Seminare als Videokonferenz von zuhause besuchen, dann fahren sie nicht zur Uni. Wegder mit dem ÖPNV, noch mit dem Auto, noch mit dem Fahrrad. Das sind dann Fahrgästverluste, die in der Statistik sich als Minus bemerkbar machen. Eigentlich ganz logisch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 17:52.

Re: Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 10.09.20 18:17

pm schrieb:
entweder Hessen ist die Ausnahme und der ÖPNV hat die Einbrüche wieder aufgeholt-oder die Studie ist einfach Müll.
Ich kann nur die Zahlen aus BW bestätigen-Strassen und Radwege voll-ÖPNV wesentlicher leerer als vor Corona (wenn nicht gerade die Schüler unterwegs sind).

"Der Autoverkehr war im Mai/Juni 2020 bereits wieder bei 80 Prozent seines vorherigen Niveaus angekommen. 36 Prozent der Befragten gaben an, das Auto als Alternative zum öffentlichen Verkehr zu nutzen, 19 Prozent der Befragten stiegen vom ÖPNV auf das Fahrrad um. Infas vermutet, dass mit zunehmender Rückkehr aus dem Homeoffice die Autonutzung weiter zunehmen wird."

In NRW ist der Strassenverkehr wieder bei 90%.Den Besetzunggrad der Züge kann jeder selbst sehen.

Mobicor Studie Mobilität in BW

Also wenn ich mir so die Staumeldungen auf der WDR-Karte angucke, hat der Autoverkehr wieder stark an Fahrt aufgenommen. Ist auch gut so, denn dann merken die Leute bald endlich wieder, dass eine Verkehrswende trotz Corona UNERLÄSSLICH ist. Wir brauchen auch gerade trotz Corona den MASSIVEN Ausbau des ÖPNVs in den Städten.
Auch der Besetzungsgrad der Züge hat sich wieder erhöht. Gerade im Berufsverkehr ist wieder deutlich mehr im Zug unterwegs. Ein Otto-Normaler würde quasi gar nicht erkennen (außer anhand der Maske), dass irgendwas gewesen ist.
Speelwark schrieb:
Ist doch logisch, wer tut es sich denn an, den ganzen Tag neben anderen eingepfercht zu sein und ständig die komische Maske, die mehr schadet, als nützt.
Ich meide alles, außer Einkaufen, wo man eine Maske tragen muss.
Also ich war vor einer Woche noch blutiger Maskengegner. Dadurch, dass aber einige Leute so nett waren, mir trotz meiner Ablehnung zu erklären, warum die Maske unerlässlich ist, akzeptiere ich es mittlerweile.

Und so schlimm ist das auch gar nicht. Nur sollte ich mir mal neue Masken holen. Da ich nämlich weiterhin kein Geld für die Masken ausgeben möchte (50 Stk für 30 € .........................................................), laufe ich seit Monaten mit der selben Maske rum. Irgendwann wird das etwas ekelig ^^ Ich hoffe, dass die Billigdinger da für 4 € pro 50 Stk was taugen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 18:20.
Der Springer schrieb:
Das Auto hat den Vorteil,das man keinen Maulkorb tragen muß. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr eh geringer,weil es oft Eigentum ist oder man allein fährt. Die Maskenpflicht ist zur Zeit ein großer Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs. Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Weißt du wofür der Mensch ein Immunsystem hat? Gut, bei Corona mache ich jetzt mal eine Ausnahme, da das Immunsystem einfach überreagiert. Aber jeglicher andere Virus oder jegliche andere Infektion trainiert doch letztlich das Immunsystem. Und das ist super wichtig. Ich empfehle auch grundsätzlich, die Wassertemperatur beim Duschen auf eiskalt zu stellen. Das ist erstens super angenehmer als direkt nach der Dusche wieder rumzuschwitzen und zweitens trainiert es ebenfalls das Immunsystem. Ich war seit gut 2 Jahren nicht mehr erkältet. Nix, gar nix. Keine AUB in den letzten zwei Jahren. Und seit gut zweieinhalb Jahren dusche ich quasi jeden Morgen kalt.
def schrieb:
Der Springer schrieb:Zitat:
[blablabla] Maulkorb [blablabla]
Ich denke, dieser Postillon-Artikel sagt alles über den strunzdummen Propagandabegriff "Maulkorb" aus.

Zitat
Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Bevor der Städtetourismus nicht wieder in Schwung kommt, wird sich an den Zahlen für den ÖPNV nichts ändern.
Nochmal: Der ÖPNV ist punktuell schon wieder stark ausgelastet ;)
def schrieb:
Der Springer schrieb:Zitat:
[blablabla] Maulkorb [blablabla]
Ich denke, dieser Postillon-Artikel sagt alles über den strunzdummen Propagandabegriff "Maulkorb" aus.
Der Presseartikel zeigt doch nur wieder das Foto eines neuen Falls, wo ein sich unbeobachtet glaubender Politiker die Maske abnimmt, nachdem (oder bevor) er öffentlich ihre große Bedeutung predigt und dabei die Maskenmuffel mit scharfen Strafandrohungen angeht.

Re: Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: erbsenzähler89

Datum: 10.09.20 22:12

Die hessischen Ergebnisse sind wenig überraschend, aber doch schon lange nicht mehr aktuell, da der Mai nun schon eine Weile zurückliegt und wir im September schon wieder ein ganz anderes Verkehrsverhalten erleben.

Zitat
In NRW ist der Strassenverkehr wieder bei 90%.Den Besetzunggrad der Züge kann jeder selbst sehen.
Und siehst Du aktuell wesentlich andere bzw. niedrigere Quoten als im Straßenverkehr?

Zitat
Auch der Besetzungsgrad der Züge hat sich wieder erhöht. Gerade im Berufsverkehr ist wieder deutlich mehr im Zug unterwegs. Ein Otto-Normaler würde quasi gar nicht erkennen (außer anhand der Maske), dass irgendwas gewesen ist.
Das stelle ich auch fest.

Zitat
Bevor der Städtetourismus nicht wieder in Schwung kommt, wird sich an den Zahlen für den ÖPNV nichts ändern.
Das ist auch ein Faktor, aber sicher nur für Städte, bei denen Tourismus vor Corona eine relevante Größenordnung war. Und auch dort war er nicht besonders groß (zeigt mir jedenfalls der Vergleich zwischen Heidelberg und Ludwigshafen).



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 22:22.

Re: Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: def

Datum: 11.09.20 06:43

erbsenzähler89 schrieb:
Zitat
Auch der Besetzungsgrad der Züge hat sich wieder erhöht. Gerade im Berufsverkehr ist wieder deutlich mehr im Zug unterwegs. Ein Otto-Normaler würde quasi gar nicht erkennen (außer anhand der Maske), dass irgendwas gewesen ist.
Das stelle ich auch fest.
Ich auch. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass vor allem jene, die derzeit die Öffis gar nicht benutzen (die Mimimi-Maulkorb-Mimimi-Prinzessinnen [m/w/d]), genau wissen, dass sie total leer sind, weil sie am Dienstagabend um 23:30 mal einen leeren Bus gesehen haben.

Zitat
ZitatZitat:
Bevor der Städtetourismus nicht wieder in Schwung kommt, wird sich an den Zahlen für den ÖPNV nichts ändern.
Das ist auch ein Faktor, aber sicher nur für Städte, bei denen Tourismus vor Corona eine relevante Größenordnung war. Und auch dort war er nicht besonders groß (zeigt mir jedenfalls der Vergleich zwischen Heidelberg und Ludwigshafen).
Na gut, Heidelberg ist relativ überschau-, also auch erlaufbar. In Hamburg, Berlin und München sieht das vielleicht anders aus, und solche Großstädte hatte ich bei meiner Aussage ehrlicherweise vor Augen.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.20 06:56.
Speelwark schrieb:
Ist doch logisch, wer tut es sich denn an, den ganzen Tag neben anderen eingepfercht zu sein und ständig die komische Maske, die mehr schadet, als nützt.


Was ein Bullshit!
traktionsumrichter schrieb:
Speelwark schrieb:
Ist doch logisch, wer tut es sich denn an, den ganzen Tag neben anderen eingepfercht zu sein und ständig die komische Maske, die mehr schadet, als nützt.
Ich meide alles, außer Einkaufen, wo man eine Maske tragen muss.
Also ich war vor einer Woche noch blutiger Maskengegner.

Ehrlich? Der Herr Maske praktiziert doch schon seit Jahren nicht mehr...

Zitat:
Dadurch, dass aber einige Leute so nett waren, mir trotz meiner Ablehnung zu erklären, warum die Maske unerlässlich ist, akzeptiere ich es mittlerweile.

Ach, daher das Blut.
traktionsumrichter schrieb:
Der Springer schrieb:
Das Auto hat den Vorteil,das man keinen Maulkorb tragen muß. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr eh geringer,weil es oft Eigentum ist oder man allein fährt. Die Maskenpflicht ist zur Zeit ein großer Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs. Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Weißt du wofür der Mensch ein Immunsystem hat? Gut, bei Corona mache ich jetzt mal eine Ausnahme, da das Immunsystem einfach überreagiert. Aber jeglicher andere Virus oder jegliche andere Infektion trainiert doch letztlich das Immunsystem. Und das ist super wichtig. Ich empfehle auch grundsätzlich, die Wassertemperatur beim Duschen auf eiskalt zu stellen. Das ist erstens super angenehmer als direkt nach der Dusche wieder rumzuschwitzen und zweitens trainiert es ebenfalls das Immunsystem. Ich war seit gut 2 Jahren nicht mehr erkältet. Nix, gar nix. Keine AUB in den letzten zwei Jahren. Und seit gut zweieinhalb Jahren dusche ich quasi jeden Morgen kalt.
Jeglicher anderer Virus? Also ich würde abraten, dass du deine These z.B. mit HIV, HPC oder Ebola an dir selbst testest, auch nicht kalt geduscht.... 😎
Der Springer schrieb:
Das Auto hat den Vorteil,das man keinen Maulkorb tragen muß. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr eh geringer,weil es oft Eigentum ist oder man allein fährt. Die Maskenpflicht ist zur Zeit ein großer Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs. Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Viel banaler: Das Auto hat den Vorteil, das man nicht eingepfercht mit anderen potenziell infizierten in einem geschlossenen Raum sitzt.
In Bezug auf Karneval haben die Verbände eine Umfrage gemacht: Nur 18% ihrer Mitglieder konnten sich vorstellen zu einer Sitzung zu kommen. 35% hätten sich immerhin auf einen Umzug getraut. Bei Konzerten sah die Quote auch nicht besser aus.
Eure feuchten Träume vom Kuscheln im voll besetzten Nahverkehr wenn man bloß die Maskenpflicht abschaffen würde sind genau das: Feuchte Träume.
Ich wage sogar zu behaupten: Ohne Maskenpflicht würden sich eher weniger als mehr Menschen in die Züge und vor allem Busse trauen.
Dank Homeoffice habe ich keine Notwendigkeit mehr, den ÖPNV zu nutzen. Den Rest fahre ich Auto, 3-4 mal im Monat vielleicht doch mal ÖPNV, wenn es schneller geht.
Kein Ärger mehr mit Dauer-SEV bei der Straßenbahn, muffligen Personal und üblichen Ausreden wie Polizei-und Notarzteinsätzen bei der S-Bahn.

Man hat sich den Verdruß auch jahrelang selber geschaffen, zumindest in Berlin.

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: pm

Datum: 11.09.20 10:41

Wenn Du regelmäßig Bahn fährst wirst Du feststellen-es fehlen ausserhalb des Schülerverkehres 40-50% der Fährgäste.Richtig schlimm sieht es am Wochenende aus.Oder einfach mal den nächsten P&R mit der Belegung vor und nach Corona vergleichen.
Henra schrieb:
Ich wage sogar zu behaupten: Ohne Maskenpflicht würden sich eher weniger als mehr Menschen in die Züge und vor allem Busse trauen.
Also ich kenne ausschließlich Leute, die wegen der Maske nicht mehr fahren.
Ich habe aktuell 0 % ÖV-Fahrten, die Jahreskarte ist auch gekündigt.
Werntalbahn schrieb:
Also ich kenne ausschließlich Leute, die wegen der Maske nicht mehr fahren.
Ich habe aktuell 0 % ÖV-Fahrten, die Jahreskarte ist auch gekündigt.
Yes, mit Maske im stickigen 481er...ein Alptraum, und dann im üblichen 3/4-Zug auf dem Ring, wer will das schon?

MfG die Nordsüd S-Bahn

Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: M. Müller

Datum: 11.09.20 12:12

Ich fahre täglich nur noch wenige Stationen, weil es sein muss. Man kann auch viel laufen oder das Rad nehmen.

Warum soll ich mir das mit Maske im öpnv antun?

So denken noch einige Kollegen und Bekannte. Maskenpflicht weg, die Fahrgäste kommen wieder.

Die Angst haben, sind wohl in der Minderheit. Aber die Statistiken sprechen ja nur von der Angst wegen Corona, wahrscheinlich will man das Volk nur wieder beruhigen mit solchen Aussagen.

Abstand halten! Das einzig Wahre.

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: Henra

Datum: 11.09.20 12:34

M. Müller schrieb:
Die Angst haben, sind wohl in der Minderheit.
Wenn ich die Karnevals- /Veranstaltungsstatistiken sehe, würde ich sagen, dass das nur in Eurer Bubble so ist.

Gut, die Demografie ist da ggf. etwas anders. ÖPNV fahren natürlich überwiegend Schüler/Studenten, also jüngere Menschen, die sich noch kein Auto leisten können/keinen Führerschein haben. Dieser Gruppe würde eine Abschaffung der Maskenpflicht sicherlich eher entgegenkommen.
Schwierig würde es dagegen für den zweiten Schwerpunktnutzerkreis: Die Älteren, die kein Auto mehr fahren können/wollen. Bei denen würde der Nutzungsgrad sicherlich eher abnehmen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.20 12:39.

Re: Irgendetwas stimmt da nicht

geschrieben von: erbsenzähler89

Datum: 11.09.20 13:02

Zitat
Wenn Du regelmäßig Bahn fährst wirst Du feststellen-es fehlen ausserhalb des Schülerverkehres 40-50% der Fährgäste.Richtig schlimm sieht es am Wochenende aus.

Auf welcher Strecke ist das so? Ich bestreite ja gar nicht, dass es so etwas geben kann. Im ländlichen Raum ist das vielleicht so, dass dort noch so große Rückgänge zu beobachten sind.
Am Wochenende hatten wir bei uns einen prozentual kleineren Rückgang als unter der Woche, da sich hier ja nicht der wegfallende Schülerverkehr bemerkbar gemacht hatte.
Die größere Herausforderung ist im Moment die Problematik mit vollen Fahrzeugen und Fahrgästen, die gerne mehr Platz und Abstand oder einen Sitzplatz haben möchten.

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 11.09.20 13:51

M. Müller schrieb:
Zitat:
Ich fahre täglich nur noch wenige Stationen, weil es sein muss. Man kann auch viel laufen oder das Rad nehmen.
Ich nutze die Homeoffice nun ausgiebig - das spart den Stress und auch die Kontakte im ÖV. Zudem spare ich mir den Hausstaub im Büro.

M. Müller schrieb:
Zitat:
Warum soll ich mir das mit Maske im öpnv antun?
Nur wenn es notwendig ist, nutze ich den ÖV und dann möglichst den mit den kürzesten Fahrzeiten - auch wenn der Fußweg dafür länger wird. Für mich ist Atmen unter der Maske leider nicht ganz so leichtgängig (ich habe leider etwas sehr empfindliche Atmenwege).


M. Müller schrieb:
Zitat:
So denken noch einige Kollegen und Bekannte. Maskenpflicht weg, die Fahrgäste kommen wieder.
Das ist aber reichlich naiv. Nein, das mit Sicherheit nicht. Dank Drostens - zu pauschaler Aussage - dass ÖV generell in Deutschland gefährlich sein könnte (weil die zur Einschätzung genutzte S- und U-Bahn in Berlin eben keine Klimaanlage hat und keine entsprechenden Luftfilter in der nicht vorhandenen Klimaanlage sind), gilt der ÖV nun als "Virenschleuer"...
Diese Image wird sicherlich über Corona hinaus anhängen.
Zudem: Wer sich nun wegen Corona ein neues Auto anschafft, wird diese auch längerfristig nutzen. Das sind somit mittelfristig verlorene Kunden. Dann kommt noch die Homeoffice mancher Arbeitnehmer hinzu.

Im Übrigen: Ich stelle schon fest, dass der Berufsverkehr (nicht der reine Ausbildungsverkehr) schon nennenswert schlechter ausgelastet ist - auch im Ballungsraumverkehr.


M. Müller schrieb:
Zitat:
Die Angst haben, sind wohl in der Minderheit.
Subjektiv. Angst haben insgesamt wenige, aber abgeschreckt vom ÖV sind viel mehr. Das liegt auch an jenen, die dann Masken falsch tragen (wenn schon dann richtig). Und solcher Fahrgäste gibt es doch sehr viele.


M. Müller schrieb:
Zitat:
Aber die Statistiken sprechen ja nur von der Angst wegen Corona, wahrscheinlich will man das Volk nur wieder beruhigen mit solchen Aussagen.
Ängste führen nicht zu rationalem Verhalten oder rationalen Entscheidungen. Wenn die Drostenanhänger selbst nach Schlupflöcher suchen (den Tee auf einer ganzen Fernverkehrsfahrt ausgedehnt nippen, um bloß nicht die Maske wieder aufzuziehen zeigt das doch, wie irrational Menschen sich verhalten.

M. Müller schrieb:
Abstand halten! Das einzig Wahre.
Die Maskenpflicht hat schon am Anfang dazu geführt, dass das Abstand halten verstärkt aufgegeben wurde. Nun wird verstärkt der richtige Gebrauch der Masken aufgegeben. Beides im Vorfeld durchaus erwartbare Ergebnisse. Und das wird sich nicht ändern. Beides führt aber zur Ablehnung des ÖV, zumal er auch vor Corona vielfach kritisch gesehen wurde (umständlich, langsam, wenig attraktiv)...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: M. Müller

Datum: 11.09.20 14:04

Henra schrieb:
M. Müller schrieb:
Die Angst haben, sind wohl in der Minderheit.
Wenn ich die Karnevals- /Veranstaltungsstatistiken sehe, würde ich sagen, dass das nur in Eurer Bubble so ist.
Da es hier Faden rein um den ÖPNV geht, ist die Übersicht und Vergleiche mit Karneval / Veranstaltungen nicht nötig.

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.09.20 14:20

Black Eyed schrieb:
Dank Drostens - zu pauschaler Aussage - dass ÖV generell in Deutschland gefährlich sein könnte (weil die zur Einschätzung genutzte S- und U-Bahn in Berlin eben keine Klimaanlage hat und keine entsprechenden Luftfilter in der nicht vorhandenen Klimaanlage sind), gilt der ÖV nun als "Virenschleuer"...

Diese Image wird sicherlich über Corona hinaus anhängen.

Im Übrigen: Ich stelle schon fest, dass der Berufsverkehr (nicht der reine Ausbildungsverkehr) schon nennenswert schlechter ausgelastet ist - auch im Ballungsraumverkehr.
Abgesehen von den speziellen Umständen in Berlin rächt sich hier ganz einfach der schlechte Instandhaltungszustand. Um ausfallbedingte Überfüllungen und defekte Lüftungen/Klimaanlagen als Risikofaktoren einzustufen, brauche ich keinen Medizinprofessor. Darauf, daß irgendwas immer kaputt ist, wies mich bei fast jeder Fahrt in den letzten Jahren ein Aufkleber an irgendeiner der Türen hin.

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: Henra

Datum: 11.09.20 14:25

M. Müller schrieb:
Da es hier Faden rein um den ÖPNV geht, ist die Übersicht und Vergleiche mit Karneval / Veranstaltungen nicht nötig.
??? Du verstehst den Zusammenhang nicht?
Es sollte zeigen, das die Menschen sehr reserviert sind, was freiwilligen Aufenthalt mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen betrifft. Die Menschen mögen keine offene Angst haben aber sie meiden bewusst solche Situationen. Und das würde ganz sicher den ÖPNV genauso betreffen, selbst wenn die MNS Pflicht wegfallen würde.

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: erbsenzähler89

Datum: 11.09.20 14:33

Zitat
Zudem: Wer sich nun wegen Corona ein neues Auto anschafft, wird diese auch längerfristig nutzen. Das sind somit mittelfristig verlorene Kunden. Dann kommt noch die Homeoffice mancher Arbeitnehmer hinzu.

Auto anschaffen wegen Corona? Ist es nicht eher so, dass weniger Kfz zugelassen werden als im Vorjahr und die Automobilindustrie besonders unter sinkenden Absätzen im In- und Ausland leider?

Zitat
Im Übrigen: Ich stelle schon fest, dass der Berufsverkehr (nicht der reine Ausbildungsverkehr) schon nennenswert schlechter ausgelastet ist - auch im Ballungsraumverkehr.

Ja, der Berufsverkehr zu Zeiten der klassischen Büroangestellten ist schwächer, das Stelle ich auch fest (natürlich nicht um 40 bis 50 Prozent). Der Berufsverkehr zu den Industriearbeitsplätzen und zu Schichtwechsel-Zeiten hat bei uns das übliche Niveau.

Re: Mit Maske? Muss nicht sein!

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 11.09.20 14:49

erbsenzähler89 schrieb:
Auto anschaffen wegen Corona? Ist es nicht eher so, dass weniger Kfz zugelassen werden als im Vorjahr und die Automobilindustrie besonders unter sinkenden Absätzen im In- und Ausland leider?

Wobei man hier differenzieren muss zwischen Fahrzeugen, die von Unternehmen beschafft werden und solchen, welche Privatleute erwerben. Letztere bilden den kleineren Teil an Neuzulassungen ab. Dass aktuell gewerblich genutzte Fahrzeuge weniger gekauft bzw. zugelassen werden, sollte angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht gar so überraschend sein ;-)

Gruß, Amzfriend

Nimm z.B. Studenten statt Schüler...

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 11.09.20 15:08

... im Moment sind Semesterferien. Wenn das ganze Semester aber nur Online- oder Selbststudium ist, können in einer Uni-Stadt schon mal 1/3 der Fahrgäste (geschätzt, hier vor der Haustür; und ab ca. 18 Uhr sitzt kaum noch jemand in der Bahn) fehlen.

Gruß Thomas
Henra schrieb:
Der Springer schrieb:
Das Auto hat den Vorteil,das man keinen Maulkorb tragen muß. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr eh geringer,weil es oft Eigentum ist oder man allein fährt. Die Maskenpflicht ist zur Zeit ein großer Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs. Bevor dieser Zirkus nicht aufhört,wird sich an den Zahlen des öffentlichen Nahverkehrs nichts ändern.
Viel banaler: Das Auto hat den Vorteil, das man nicht eingepfercht mit anderen potenziell infizierten in einem geschlossenen Raum sitzt.
In Bezug auf Karneval haben die Verbände eine Umfrage gemacht: Nur 18% ihrer Mitglieder konnten sich vorstellen zu einer Sitzung zu kommen. 35% hätten sich immerhin auf einen Umzug getraut. Bei Konzerten sah die Quote auch nicht besser aus.
Eure feuchten Träume vom Kuscheln im voll besetzten Nahverkehr wenn man bloß die Maskenpflicht abschaffen würde sind genau das: Feuchte Träume.
Ich wage sogar zu behaupten: Ohne Maskenpflicht würden sich eher weniger als mehr Menschen in die Züge und vor allem Busse trauen.
Eine fatale Fehlentwicklung, die da startet.
Nord_süd_bahn schrieb:
Dank Homeoffice habe ich keine Notwendigkeit mehr, den ÖPNV zu nutzen. Den Rest fahre ich Auto, 3-4 mal im Monat vielleicht doch mal ÖPNV, wenn es schneller geht.
Kein Ärger mehr mit Dauer-SEV bei der Straßenbahn, muffligen Personal und üblichen Ausreden wie Polizei-und Notarzteinsätzen bei der S-Bahn.

Man hat sich den Verdruß auch jahrelang selber geschaffen, zumindest in Berlin.
Dann lasst uns man alle wieder Auto fahren. Mal sehen wie schön kuschlig es dann auf der Berliner Stadtautobahn wird :)
Werntalbahn schrieb:
Henra schrieb:
Ich wage sogar zu behaupten: Ohne Maskenpflicht würden sich eher weniger als mehr Menschen in die Züge und vor allem Busse trauen.
Also ich kenne ausschließlich Leute, die wegen der Maske nicht mehr fahren.
Ich habe aktuell 0 % ÖV-Fahrten, die Jahreskarte ist auch gekündigt.
Dafür genieße ich zumeist recht leere Züge und damit auch die Zugfahrt nochmal ganz anders, als wenn der Zug ziemlich stark ausgelastet ist ;)
Man kann sich schon fragen, was Leute die keinen ÖPNV benutzen eigentlich in diesem Forum wollen?

Nur mit dem Auto nebenher fahren und Fotos machen? Kann es dovh eigentlich nicht sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.09.20 16:05.
traktionsumrichter schrieb:
Eine fatale Fehlentwicklung, die da startet.
Hmm, ich glaube ehrlich gesagt nicht, das da eine größere Entwicklung startet.
Das geht sicherlich temporär mal nicht ganz in die richtige Richtung. Das sagt aber noch lange nicht, dass hier ein langfristiger Trend final abbricht.
Der MIV scheitert in den Ballungsräumen einfach am Platzbedarf. An diesem Fakt hat sich ja nix geändert.
Das Thema Klimawandel ist auch eher temporär etwas aus den obersten Schlagzeilen verschwunden, vielleicht auch weil dieser Sommer nicht so katastrophal war wie die letzten beiden.
Aber der nächste 2018/19er Sommer kommt bestimmt...
Insofern würde ich jetzt nicht gleich in Weltuntergangsstimmung in Sachen Schienenverkehr verfallen.

Was für den ÖV halt wirklich gefährlich bleibt, ist der Trend zum Home Office (der nach meinem Gefühl nicht wieder verschwinden wird - da haben sich die Leute nach anfänglichen Schwierigkeiten eigentlich alle gut mir arrangiert). Das reduziert Verkehrsvolumen und schafft damit Platz auf der Straße. Platz auf der Straße ist aber der größte Feind des ÖV. Oder andersherum, Platzmangel auf der Straße/Verkehrschaos ist DER Verbündete des ÖV.
axelloko schrieb:
Man kann sich schon fragen, was Leute die keinen ÖPNV benutzen eigentlich in diesem Forum wollen?
Wieso darf man hier nur mitspielen, wenn man sich gerne in überfüllte S-Bahnen quetscht?
Ich z.B. fahre sehr gerne längere Strecken mit der Bahn. Ich fahre auch gerne ländliche Regionalstrecken mit der Bahn.
In Busse bringen mich dagegen keine 10 Pferde und S- Bahn fahre ich auch nicht sonderlich gerne.
Güterverkehr interessiert mich sehr und ich finde, der gehört auch auf die Bahn.
Watnu?
Ist hier die S-Bahn Sekte?
Es geht mir hier um die notorischen Nur-Autofahrer, die sich immer zu Wort melden, um zu erklären, warum das Auto das beste aller Verkehrsmittel ist.
traktionsumrichter schrieb:
Nord_süd_bahn schrieb:
Dann lasst uns man alle wieder Auto fahren. Mal sehen wie schön kuschlig es dann auf der Berliner Stadtautobahn wird :)
Der Stadtring ist weit weg von mir, den brauche ich nicht. Sonst muss ich regelmässig nach Mahlsdorf (mit S-Bahn und BVG ständig ein Lottospiel und SEV-Paradies) und Reinickendorf am WE, also...

MfG die Nordsüd S-Bahn
axelloko schrieb:
Man kann sich schon fragen, was Leute die keinen ÖPNV benutzen eigentlich in diesem Forum wollen?

Nur mit dem Auto nebenher fahren und Fotos machen? Kann es dovh eigentlich nicht sein.
Nicht jeder knipst Züge, Lost Places der Bahn sind meistens eh nur per Auto erreichbar.

MfG die Nordsüd S-Bahn
Henra schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Eine fatale Fehlentwicklung, die da startet.
Hmm, ich glaube ehrlich gesagt nicht, das da eine größere Entwicklung startet.
Das geht sicherlich temporär mal nicht ganz in die richtige Richtung. Das sagt aber noch lange nicht, dass hier ein langfristiger Trend final abbricht.
Der MIV scheitert in den Ballungsräumen einfach am Platzbedarf. An diesem Fakt hat sich ja nix geändert.
Das Thema Klimawandel ist auch eher temporär etwas aus den obersten Schlagzeilen verschwunden, vielleicht auch weil dieser Sommer nicht so katastrophal war wie die letzten beiden.
Aber der nächste 2018/19er Sommer kommt bestimmt...
Insofern würde ich jetzt nicht gleich in Weltuntergangsstimmung in Sachen Schienenverkehr verfallen.

Was für den ÖV halt wirklich gefährlich bleibt, ist der Trend zum Home Office (der nach meinem Gefühl nicht wieder verschwinden wird - da haben sich die Leute nach anfänglichen Schwierigkeiten eigentlich alle gut mir arrangiert). Das reduziert Verkehrsvolumen und schafft damit Platz auf der Straße. Platz auf der Straße ist aber der größte Feind des ÖV. Oder andersherum, Platzmangel auf der Straße/Verkehrschaos ist DER Verbündete des ÖV.
Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Heute wieder schöne 350 km insgesamt an Stau in NRW gehabt. Und der November kommt noch.

Blutige Maskengegner

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 11.09.20 22:08

143 828:
Der Herr Maske praktiziert doch schon seit Jahren nicht mehr...
Muahahahahahaaa, der darf doch hoffentlich nachverwertet werden, wenn wieder mal die Zeit für eine gepflegte Provokation in Richtung von Mimimi-Maulkorb-Mimimi-Prinzessinnen (m/w/d) gekommen ist? Warum bin ich nicht längst selber auf den gekommen?
Henra:
Das Auto hat den Vorteil, das man nicht eingepfercht mit anderen potenziell infizierten in einem geschlossenen Raum sitzt.
In Bezug auf Karneval haben die Verbände eine Umfrage gemacht: Nur 18% ihrer Mitglieder konnten sich vorstellen zu einer Sitzung zu kommen. 35% hätten sich immerhin auf einen Umzug getraut. Bei Konzerten sah die Quote auch nicht besser aus.
Siehe auch das Experiment mit Jim Pandzko in Leipzig, für das sich wesentlich schleppender Teilnehmer fanden, als man das erhofft hatte. Wer als Veranstalter glaubt, nur von der bösen Politik daran gehindert zu werden, die Säle wieder zu füllen, hat überhaupt noch nicht darüber nachgedacht, ob die Leute dann auch so unbekümmert kommen würden. Zumal man ja überall sieht, wie toll es mit Das Ding klappt.


Henra:
Eure feuchten Träume vom Kuscheln im voll besetzten Nahverkehr wenn man bloß die Maskenpflicht abschaffen würde sind genau das: Feuchte Träume.
Ich wage sogar zu behaupten: Ohne Maskenpflicht würden sich eher weniger als mehr Menschen in die Züge und vor allem Busse trauen.
In Berlin war das Meinungsbild doch wohl schon mit einer Deutlichkeit zu erkennen, die zumindest die BVG zur Veranlassung nahm, mal ein wenig aufzuräumen. Oder es wenigstens angekündigt hat.

destatis: Verkehrsstatistik 2019

geschrieben von: HPNuller

Datum: 11.09.20 22:37

Hallo zusammen,

passt zwar nicht zu Hessen, aber da Hessen eine Untermenge der Bundesrepublik ist, und thematisch nahezu identisch ist, stelle ich es hier ein.
Ein paar Ausschnitte aus der Verkehrsstatistik: 569 Autos/100ß Einwohner, davon 640 im Saarland und 335 in Berlin.
Das überörtliche Verkehrsnetz wuchs vom 1995 bis 2019 um 1200km.
Die Gesamtlänge der Autobahnen wuchs von 1995 bis 2019 auf 13.100 km (+18%).

Das Straßennetz ist sechsmal dichter als das Schienennetz incl.(!) Straßenbahnen (230000km/42000km).
Das Schienennetz wuchs von 2005 bis 2019 um 1,5% (Ost +6,6%, West -0,6%).

Es benutzen mehr Menschen den ÖPNV: Waren es 2010 10,6 Mrd., so sind es 2020 2019 (Danke am Amzfriend für die Korrektur) 11,4 Mrd. ein Plus von fast 8%, am stärksten war das Wachstum in Berlin.
Das 'Abstract' gibt es bei Tagesschau.de, die ganze Statistik als PDF beim Statistischen Bundesamt (destatis).

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.20 07:37.

Re: destatis: Verkehrsstatistik 2019

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 11.09.20 23:05

HPNuller schrieb:
Es benutzen mehr Menschen den ÖPNV: Waren es 2010 10,6 Mrd., so sind es 2020 11,4 Mrd. ein Plus von fast 8%, am stärksten war das Wachstum in Berlin.


Hallo HPNuller,

da hat sich ein kleiner Fehler bei dir eingeschlichen ;-) Die 11,4 Mrd. beziehen sich auf das Jahr 2019.


Gruß, Amzfriend