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Vielleicht haben sich die Leute nicht gegen schnelles Internet entschieden sondern gegen die Mondpreise die der Monopolist am Ort für den Anschluss haben wollte. Kenne einen Fall wo Glasfaser nur in Kombination mit einem Gasanschluss mit Vertrag gehen sollte der 3 Mille kosten sollte. Klar dass sich dann Anwohner dagegen entscheiden.

Ulrich
... bei Reaktivierungen berichten.

Man könnte in den Broschüren darstellen, wie sich Immobilienpreise entwickeln - kleinteilig bahnnah, im Erschließungsbereich und bahnfern - und siehe da, der Gewinner werden Viele sein.

Ohne EDV und ohne die online-Bodenpreisbörse haben wir sowas mal nach der Modernisierung der Rurtalbahn mit Zahlen vom Gutachterausschuss des Kreises grob gemacht - in der Achse Düren - Jülich waren in den von der Bahn erschlossenen Gebieten die Preientwicklungen höher als in den bahnfernen Gebieten - die Preise dort mögen aber auch durch den Braunkohlenabbau beieinflusst worden sein - Tagebaue Hambach und Inden.
Aber trotzdem sollte hier eine solche Betrachtung mal wissenschaftlich erfolgen.
Heute lassen die Podenpreisportale / Immobilenbewertungsportale viel genauere Aussagen zu.

Grundstückspreisentwicklung

geschrieben von: wostei

Datum: 11.09.20 20:55

Hallo,
in Rheinland-Pfalz haben wir über das GeoPortal eine Website Namens BORIS, dort kann man auf einer parzellengenauen Karte die Bodenpreise einsehen, aktuell und historisch. Berechnet von einem öffentlichen und vereidigten Gutachterausschuss.
Die Preisentwicklung (nach oben) bei einer reaktivierten Pz-Strecke im Speckgürtel dürfte so manchem Nimby das Wort verschlagen bzw den Boden unter den (Argumentations-)Füßen wegziehen.
Wolfgang

Re: Grundstückspreisentwicklung

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 12.09.20 11:09

wostei schrieb:
Hallo,
in Rheinland-Pfalz haben wir über das GeoPortal eine Website Namens BORIS, dort kann man auf einer parzellengenauen Karte die Bodenpreise einsehen, aktuell und historisch. Berechnet von einem öffentlichen und vereidigten Gutachterausschuss.
Die Preisentwicklung (nach oben) bei einer reaktivierten Pz-Strecke im Speckgürtel dürfte so manchem Nimby das Wort verschlagen bzw den Boden unter den (Argumentations-)Füßen wegziehen.
Wolfgang
Dann wird halt in Zukunft mit der wegen steigender Grundstückspreise zu befürchtenden Gentrifizierung und höherer Grundsteuer argumentiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.20 11:09.

Re: Grundstückspreisentwicklung

geschrieben von: axelloko

Datum: 12.09.20 12:24

Solche Leute, sollten einfach zwangsenteignet werden. Eine arme kinderreiche Familie wird sich freuen in einem schönen Haus mit guter Bahnanbindung wohnen zu können.

Wer sich gegen die Reaktivierung von Bahnstrecken, wendet, hat jedes Recht verloren. Meiner Meinung nach jedenfalls.

Und es ist typisch, dass so ein Blatt, wie der SPIEGEl sowas veröffentlicht.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.20 12:43.

Re: Grundstückspreisentwicklung

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.09.20 12:43

axelloko schrieb:
Solche Leute, sollten einfach zwangsenteignet werden.
Anfangen sollte man mit denen, die bestehende Bahnanlagen wie in Stuttgart abreißen lassen (oder wollen).
Guten Tag,

wir haben im Urlaub in diesem Stadtteil Quartier genommen, sind mit Bahn & Rad angereist. Beim Spaziergang durchs Viertel entdeckte ich an mehreren Stellen die grausigen Plakate der Reaktivierungsgegner. Was für eine primitive Propaganda. Man hat da verglichen:

1) WLE-Reaktivierung
102 Züge am Tag
Antrieb Diesel
klimaschädlich

2) Wasserstoffbus
bei Bedarf
Antrieb Wasserstoff
klimafreundlich

3) Fahrradschnellweg
so oft Sie wollen
Antrieb Wasser & Brot
klimaneutral

4) Country Cab
bei Bedarf
Antrieb Elektro
klimafreundlich

Ach so, es sei erwähnt, dass bei der Bahn abgebildet war eine schwere Diesellok, kein leichter Nahverkehrstriebwagen.

Das „Country Cab“ ist eine ganz grausige Innovation:
[mobilitymag.de]
Es hat wohl auch schon einen Mobilitätspreis gewonnen. Nur - wie will man mit so einem 2-Sitzer Abertausende Menschen in die Stadt hinein und heraus befördern? Hm...

Die Website der Reaktivierungsgegner:
[www.wle-reaktivierung.de]

Der vorhandene Radweg in die Innenstadt Münsters wurde erst vor kurzem aufgewertet durch ein längeres Teilstück Fahrradstraße. Ich konnte feststellen, dass man so genau so schnell in die Stadt kommt wie mit dem Bus. Auch ein mit Wasserstoff betriebener Bus wird ja nicht fliegen können. Die CityExpress-Busse gibt’s dort schon nicht mehr. Der Bus steht also immer wieder im Stau oder an der nächsten roten Ampel.

Einem Zeitungsartikel entnahm ich aber, dass die Zustimmung in Münster zur Reaktivierung gestiegen sei, hoffen wir also das Beste.

Gruß in die Republik
Interessant ist ja, dass auf einmal auch das Fahrrad als Argument gegen eine Streckenreaktivierung genannt wird.

Mit diesem "Argument" versucht man sich als innovativ darzustellen- Ähnlich mit diesem "Country Cab".
Natürlich nur als Alternative für die, die kein Auto haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.09.20 13:07.

Re: Grundstückspreisentwicklung

geschrieben von: Winterkind

Datum: 12.09.20 18:15

axelloko schrieb:
Eine arme kinderreiche Familie wird sich freuen in einem schönen Haus mit guter Bahnanbindung wohnen zu können.
Nur leider ist eine Bahnlinie, die direkt am Grundstück entlangführt, keine Garantie für eine gute Bahnverbindung. Es gibt ja erstaunlich viele Orte ohne Haltepunkt. Mir fällt Stüdenitz in Brandenburg ein oder Himmighausen in Ostwestfalen.

Jede Stunde einen Zug sehen, aber man müsste 6 Kilometer oder mehr fahren, um einsteigen zu können, das finde ich ziemlich grausam. Nicht unbedingt wegen des Lärms, sondern weil man theoretisch gut angebunden sein könnte.
Nabend,

die Gegner nutzen auch Phrasen wie „Finger weg von unserer Buslinie 8!“

Ich schätze mal, außer deren Kindern auf dem Weg zur Schule haben die die Busse nie von innen gesehen. Auch einen Wasserstoffbus wird man sicher nur 1x nutzen, um „dabei gewesen zu sein“. Und danach wieder schön gemütlich machen im SUV oder in der Limousine. Und sich über die anderen aufregen, und dass es sich immer noch staut.

Diese Umfrage in Münster in schon drei Jahre alt:
[www.wn.de]

Nur die FDP stemmte sich letztlich konzeptionslos dagegen:
[www.muensterschezeitung.de]

Gruß in die Republik
axelloko schrieb:
Mit diesem "Argument" versucht man sich als innovativ darzustellen- Ähnlich mit diesem "Country Cab".
Natürlich nur als Alternative für die, die kein Auto haben.
Genau das!
Diese viel gepriesenen Alternativen sind natürlich nur für 'die anderen' gedacht. Für die reichen die auch aus. Man selbst will damit ja eh niemals fahren. Deswegen ist der Bus auch eine vollwertige Alternative.
Edit: Vielleicht sollte man den Leuten mal klar machen, dass sie nur eine Chance haben, besser mit ihrem SUFF in die Innenstadt zu kommen, wenn die Alternativen so attraktiv sind, dass zumindest einige der 'anderen' freiwillig darauf umsteigen. Das idiotische daran ist ja genau, dass diese ÖPNV Verweigerer von einer Bahn vermutlich sogar profitieren würden, weil wirklich mehr Menschen umsteigen und sie dann de facto mehr Platz haben. Wenn ich mir die Plakate anschaue, fürchte ich aber, dass die Kameraden derart unterbelichtet sind, dass die nicht mal das kapieren...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 10:21.
Ich finde die Sorge der Anlieger berechtigt, dass hier leere Züge fahren. Wenn, dann sollen die auch voll sein und die Straße entlastet werden.

Die ganze WLE-Reaktivierung ist leider ein Beispiel, wie man solche Projekte eben nicht angehen sollte. Hier wurde mehr als unglücklich kommuniziert, den Anliegern erst eine Lärmschutzwand versprochen, die jetzt doch nicht notwendig sei. Dass ein Bahn-Laie hier dann dem Projekt eher kritisch als offen gegenübersteht dürfte logisch sein. Die Lokalpolitik hat sich hier leider auch ganz schön verhaspelt. Es spricht übrigens für sich, dass der für das Projekt verantwortliche Mitarbeiter der WLE zu Anfang September das Unternehmen verlassen hat und für einen andere Privatbahn arbeitet. Kurzum solche Projekte kann und muss man vom Bürgerdialog her besser aufbauen.

Aktuell sind übrigens die Planfeststellungsunterlagen einsehbar:
[www.bezreg-muenster.de]
Für alle, die die mehr Interesse haben...

Schönen Sonntag!

Re: Grundstückspreisentwicklung

geschrieben von: WLE-Baner

Datum: 13.09.20 13:19

Na Gott sein Dank leben wir ja noch in einem Rechtsstaat, wo jeder seine Meinung äußern darf, aber eben auch jeder eigene Rechte hat...

gelöscht (o.w.T)

geschrieben von: WLE-Baner

Datum: 13.09.20 13:27

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 13:29.
Jemandem pauschal "Lügen" vorzuwerfen halte ich für sehr bedenklich, da das in meinen Augen eine nicht belegbare Tatsachenbehauptung ist mit dem alleinigen Ziel Herrn Ostermeyer zu diffamieren. Vielleicht überdenken Sie da etwas den Formulierungsstil.
Wie sie im übrigen schreiben, wurden einige Punkte der BI in der Planung berücksichtigt. Würde man "Lügen" in der Planung berücksichtigen???

forti69 schrieb:
Hallo,

ein Witz, dass der Ostermeyer es mit seinen Lügen auch noch in den Spiegel schafft. Das Baugebiet seines Hauses ist Anfang der 70er Jahre gebaut worden. Im immer noch gültigen Bebauungsplan wurde auf die damals sogar noch Personenverkehr anbietende Bahn hingewiesen und dies als Argument für damalige Kaufinteressenten genutzt, die Grundstückspreise an der Bahn waren damals geringer. Die Diskussion um die Bahnreaktivierung läuft seit 1989. Bei den letzten 4 Kommunalwahlen hatten das, bis auf die FDP , fast alle Parteien im Wahlprogramm stehen. Wenn man aber nur Zugezogener ist und sich nicht richtig über die Lokalpolitik der Stadt Münster informiert, kann man gut den Benachteiligten spielen....und nun wettern.

Darüberhinaus wurden viele Anregungen der BI in der Planung, auch im Nachgang von mehreren Bürgerveranstaltungen im lfd. Planfeststellungsverfahren berücksichtigt.

Soweit mal kurz dazu.

Forti
soll da echt ein 10-Minuten-Takt kommen oder hat das die Verfasserin nicht gerafft?

Gruß: Ulf
WLE-Baner schrieb:
Jemandem pauschal "Lügen" vorzuwerfen halte ich für sehr bedenklich, da das in meinen Augen eine nicht belegbare Tatsachenbehauptung ist mit dem alleinigen Ziel Herrn Ostermeyer zu diffamieren.
Naja, 102 Züge am Tag dürfte aber wohl schon haarscharf an der 'Lüge' kratzen, oder?!
Henra schrieb:
WLE-Baner schrieb:
Jemandem pauschal "Lügen" vorzuwerfen halte ich für sehr bedenklich, da das in meinen Augen eine nicht belegbare Tatsachenbehauptung ist mit dem alleinigen Ziel Herrn Ostermeyer zu diffamieren.
Naja, 102 Züge am Tag dürfte aber wohl schon haarscharf an der 'Lüge' kratzen, oder?!
Frage: Wann und wo hat er denn 102 Züge gesagt?
2016 war Planungsstand, dass 104 Züge fahren (inkl. Güterzüge), dann sollten die 2 Güterzüge nicht mehr fahren =102 Züge.
Zu dem Zeitpunkt sind die Banner entstanden und wurden von Bürgern aufgehangen. Richtig ist, dass die Zahl nicht mehr aktuell ist und heute bei derzeit 94 Zügen liegen soll.
Streng genommen müsste man diejenigen bezichtigen, die einen solchen Banner hängen lassen.
WLE-Baner schrieb:
2016 war Planungsstand, dass 104 Züge fahren (inkl. Güterzüge), dann sollten die 2 Güterzüge nicht mehr fahren =102 Züge.
Zu dem Zeitpunkt sind die Banner entstanden und wurden von Bürgern aufgehangen. Richtig ist, dass die Zahl nicht mehr aktuell ist und heute bei derzeit 94 Zügen liegen soll.
Häh?
Auf einer derzeit nicht im PV betriebenen Strecke sollen zukünftig 94 Züge am Tag fahren? Also 10 Minuten Takt. S-Bahn Frankfurt. Das geht aber nur 2-gleisig + elektrifiziert. Über welche Strecke reden wir hier???
Ich dachte, wir reden hier von der WLE Strecke Münster -Sendenhorst. Sollen da ernsthaft die Züge im 10 Minutentakt fahren??? Wieviel Millionen Einwohner wohnen in Sendenhorst?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.20 22:35.
Henra schrieb:
Auf einer derzeit nicht im PV betriebenen Strecke sollen zukünftig 94 Züge am Tag fahren? Also 10 Minuten Takt. S-Bahn Frankfurt. Das geht aber nur 2-gleisig + elektrifiziert. [...]
Guten Abend,

nach meiner Kenntnis ist ein 20-Minuten-Takt vorgesehen. Nimmt man als Beispiel die Tageszeit 6-20 Uhr, ergeben sich 42 Züge je Richtung plus weitere in der Frühe und spätabends.

Für eine reaktivierte Strecke ist das natürlich enorm, die vor fünf Jahren wiedereröffnete Strecke der Kurhessenbahn am Edersee wird vielleicht mit 20-25 Zügen am Tag befahren. Nennenswert Fahrgäste in einer Großstadt wie Münster kann man mit einem Stundentakt aber nicht gewinnen. Ein 20-Minuten-Takt scheint schon angemessen. Die derzeitigen Stadtbuslinien fahren ebenso oft. Plus weitere Regionalbusse.

Gruß in die Republik
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