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Harzreise schrieb:
Mit strukturellen Ursachen gehe ich mit. Die 100 Mio. EUR beziehen sich auf die gesamte Vertragslaufzeit, die die Zukunft einschließt. Das Unternehmen scheint das jährliche Defizit gut kalkulieren zu können.
Das Insolvenzrecht hat die Bundesregierung wegen Corona ausgehebelt. Im Moment wird Abellio noch genug Substanz haben (Fahrzeuge, Werkstatt). Irgendwann ist das aufgezehrt und deshalb wird um höhere Zuschüsse verhandelt.
Guten Morgen Forengemeinde,

ich habe eine Frage zur Substanz. Was liegt denn überhaupt im Eigentum von Abellio Mitteldeutschland. Fahrzeuge sind nach meinem Kenntnisstand geleast, Werkstatt?, Grundstücke?, Verwaltungsgebäude?
Würde denn überhaupt etwas da sein, was annähernd über mehrere Millionen € geht?

Warum frage ich.
Wenn es Substanz geben würde, könnten sich ja die Länder (da ich auch gerade etwas von Thüringen gelesen habe), mit der Auszahlung der Nachforderung Firmenanteile erwerben und damit den Grundstein für eine zukünftige Länderbahn legen. Nur mal so überlegt/geträumt/befürchtet.

Ich hoffe das gibt nicht wieder so ein Theater wie am Start. Denn nun werden sich einige Personale nach sichereren Alternativen umschauen. :-(

Fröhliches Schaffen
PG

Weil es entsprechende Reserven gibt

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.09.20 13:55

Moin,

und es nicht nur ums Geld geht. Allerdings müssen diese Reserven dann auch entsprechend dort sein, wo man Sie braucht. Ich glaube das man binen 5 Minuten es auch nicht schafft, einen solchen Ersatzzug loszuschicken. Also brauchen auch diese Bahnen ein wenig Vorlauf.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
PeGe schrieb:
Zitat:
Ich hoffe das gibt nicht wieder so ein Theater wie am Start. Denn nun werden sich einige Personale nach sichereren Alternativen umschauen. :-(
Hallo,

mal abgesehen davon dass diese Insolvenzfantasien die hier bei DSO in den Raum gestellt werden total unrealistisch und weltfremd sind, die Frage warum sollte sich das Personal alternativ umschauen? Was soll hier immer diese Panikmacherei?

Der Arbeitsplatz bleibt doch bestehen, unabhängig davon wer dort fährt. Die Aufgabenträger schreiben heute sogar die Mitarbeiterübernahme vor. Dazu gibt es ein Flächentarifsniveau im deutschen SPNV.
Also bitte warum sollte man sich da umschauen? Sicherer als der jetzige Arbeitsplatz (und das ist ja nur vom Netz und nicht vom EVU abhängig) geht doch nicht, es sei denn man wohnt gar nicht in Nähe der Einsatzstelle und hat was näheres in Aussicht.

Re: Landesbahnen

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 17.09.20 19:42

Verstehe die Frage nicht so ganz. Der länderüberschreitende RE fährt dann genau so wie heute schon z.B. der RE Erfurt - Sangerhausen - Magdeburg.

In anderen Fällen, wo es keine gemeinsame Landesbahn gibt einigt man sich ganz einfach und stellt fest, welches Bundesland für die Bedienung federführend zuständig ist. Auch das macht man heute schon so. Nachbarländer B und C, die von einer RE Linie des Landes A in ihrem Bereich einen Nutzen haben bezahlen das Land A anteilig dafür,Beispiel Saarbrücken - Mainz - Frankfurt. Allermeistens werden Linien an einem sinnvollen Knotenpunkt nicht zu fern ab von den Zuständigkeitsgrenzen gebrochen. So fahren Züge aus Hessen und Thüringen in Niedersachsen nur bis Göttingen und nicht weiter bis Hannover.

Daran wird das alles nicht scheitern.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
Was schreiben due Länder denn genau vor?
Wenn ein EVU mit ETV kommen würde, würden sich die Mitarbeiter aber wohl erstmal umsehen...

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: auch von Thüringen wird Geld gefordert

geschrieben von: Piko-Schaffner

Datum: 18.09.20 00:25

Harzreise schrieb:
Abellio verhandelt auch mit dem Freistaat Thüringen um mehr Geld.

[www.thueringer-allgemeine.de] (Bezahlschranke)

[www.otz.de]
Hier geht es um zwei Dinge: Corona-Mindereinnahmen einerseits und Tarif- und Ausbildungskosten andererseits.

Der erste Punkt ist aus meiner Sicht berechtigt (und zwar für alle EVU), hier wären Ausgleichszahlungen gerecht.

Den zweiten Punkt halte ich für frech, denn solche Kosten (auch steigende Tariflöhne) sind meiner Meinung nach bereits bei der Abgabe des Angebots auf die Ausschreibung einzupreisen. Gab es dazu einen Passus in der Ausschreibung? Ich konnte sie online nicht mehr auffinden.

--
Mit freundlichen Grüßen:
der Piko-Schaffner
http://up.picr.de/22523230ce.jpg
De David schrieb:
Was schreiben due Länder denn genau vor?
Wenn ein EVU mit ETV kommen würde, würden sich die Mitarbeiter aber wohl erstmal umsehen...
In vielen Ländern wird genau Bundesrahmentarif und Branchentarif als Untergrenze vorgegeben.
Baden-Württemberg erlaubt natürlich (weil das eigene EVU peinlicherweise als einziges ernstzunehmendes SPNV-EVU nicht einen der beiden Flächentarife hat) auch den Busfahrertarifvertrag ETV.
Bei einem anderen baden-württembergischen EVU gibt es dazu ja wenigstens die Wahlmöglichkeit. Da kann jeder wählen.
Bei der großen baden-württembergischen Staatsbahn kann man das nicht.

Unabhängig davon haben alle ernstzunehmenden EVU mindestens einen dieser Flächentarifverträge und damit hat man das gleiche Geld wie vorher.
Abgesehen von deinem EVU würde man überall sonst dafür kämpfen dass der Steinzeit-ETV wegkommt oder es eine Wahlmöglichkeit gibt (wie z. B. in Karlsruhe).
Staatsbahn schrieb:
PeGe schrieb:
Zitat:
Ich hoffe das gibt nicht wieder so ein Theater wie am Start. Denn nun werden sich einige Personale nach sichereren Alternativen umschauen. :-(
Hallo,

mal abgesehen davon dass diese Insolvenzfantasien die hier bei DSO in den Raum gestellt werden total unrealistisch und weltfremd sind, die Frage warum sollte sich das Personal alternativ umschauen? Was soll hier immer diese Panikmacherei?

Der Arbeitsplatz bleibt doch bestehen, unabhängig davon wer dort fährt. Die Aufgabenträger schreiben heute sogar die Mitarbeiterübernahme vor. Dazu gibt es ein Flächentarifsniveau im deutschen SPNV.
Also bitte warum sollte man sich da umschauen? Sicherer als der jetzige Arbeitsplatz (und das ist ja nur vom Netz und nicht vom EVU abhängig) geht doch nicht, es sei denn man wohnt gar nicht in Nähe der Einsatzstelle und hat was näheres in Aussicht.
(Hervorhebungen im zitierten Text von mir)

Hallo,
ich war nicht von einer Insolvenz ausgegangen, sondern dass eine Unterstützung/Nachzahlung oder ähnliches durch das Land so läuft wie damals bei der Commerzbank, als der Staat im Gegenzug Anteile am Unternehmen übernommen hat.

Zum Personal -ich gehe auch davon aus, daß die Arbeitsplätze sicher sind. Nur solche Aktionen schaffen Unruhe. Potentielle Bewerber entscheiden sich schneller anders und Personal, welches sowieso nicht ganz zufrieden ist, ist eher geneigt zu gehen. Kurz gesagt, die Fluktuation erhöht sich in der nächsten Zeit.


edit:
Buchstaben gekauft

Fröhliches Schaffen
PG




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.09.20 17:14.
PeGe schrieb:
Zitat:
(Hervorhebungen im zitierten Text von mir)

Hallo,
ich war nicht von einer Insolvenz ausgegangen, sondern dass eine Unterstützung/Nachzahlung oder ähnliches durch das Land so läuft wie damals bei der Commerzbank, als der Staat im Gegenzug Anteile am Unternehmen übernommen hat.

Zum Personal -ich gehe auch davon aus, daß die Arbeitsplätze sicher sind. Nur solche Aktionen schaffen Unruhe. Potentielle Bewerber entscheiden sich schneller anders und Personal, welches sowieso nicht ganz zufrieden ist, ist eher geneigt zu gehen. Kurz gesagt, die Fluktuation erhöht sich in der nächsten Zeit.


edit:
Buchstaben gekauft
Hallo,

am Unternehmen hat der Staat doch schon über die Muttergesellschaft alle Anteile und das als einer der reichsten Staaten Europas.

Natürlich erhöht sich Fluktuation, auch wegen nicht nachvollziehbarer Panik. Die Arbeit bleibt, aber es entsteht trotzdem immer eine gewisse Panik und das ist das was warum es heute so oft nach Betreiberwechseln riesige Probleme gibt.
Das könnte man natürlich lösen indem man die Personale direkt beim Bundesland anstellt und dann den Betreibern zur Verfügung stellt, wie man das ja jetzt auch schon oft mit Fahrzeugen und Werkstätten macht. Wettbewerb um die besten Konzepte.
Vorteil wäre auch (Personalmangelzeit) dass man insgesamt weniger Personal braucht, wenn es flexibel einsetzbar ist und gleichzeitig würde es attraktiver als irgendwelche langweiligen Mininetze.

Re: auch von Thüringen wird Geld gefordert

geschrieben von: Piko-Schaffner

Datum: 21.09.20 11:10

Piko-Schaffner schrieb:
Den zweiten Punkt halte ich für frech, denn solche Kosten (auch steigende Tariflöhne) sind meiner Meinung nach bereits bei der Abgabe des Angebots auf die Ausschreibung einzupreisen. Gab es dazu einen Passus in der Ausschreibung? Ich konnte sie online nicht mehr auffinden.
Ist diese Ausschreibung noch irgendwo einsehbar?

--
Mit freundlichen Grüßen:
der Piko-Schaffner
http://up.picr.de/22523230ce.jpg
Staatsbahn schrieb:
Das könnte man natürlich lösen indem man die Personale direkt beim Bundesland anstellt und dann den Betreibern zur Verfügung stellt, wie man das ja jetzt auch schon oft mit Fahrzeugen und Werkstätten macht. Wettbewerb um die besten Konzepte.
Vorteil wäre auch (Personalmangelzeit) dass man insgesamt weniger Personal braucht, wenn es flexibel einsetzbar ist und gleichzeitig würde es attraktiver als irgendwelche langweiligen Mininetze.
Interessanter Ansatz. Das mit der Abwechslung und damit das Einstellen auf immer neue Strecken, [DB-/Verbund-/Haus-]Tarife wird aber nach meiner Einschätzung nicht von allen Personalen gewollt sein. Manche ZuBs haben schon auf ihrem Mininetz Mühe, halbwegs alles Verkehrsbezügliche zu wissen und erfahren Neuheiten zuweilen von den Fahrgästen ... analog die Tfs mit den betrieblichen Besonderheiten auf den Strecken. Manche wollen fahren, was sie können, und sich nicht immer wieder neuen Gegebenheiten stellen. Von der Qualifikation her kann man das theoretisch erwarten ... aber Theorie und Praxis sind eben verschiedene Paar Schuhe.

--
Mit freundlichen Grüßen:
der Piko-Schaffner
http://up.picr.de/22523230ce.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.09.20 11:37.
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