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Hallo zusammen,

Abellio dürfte wohl kaum das erste EVU sein, welches mit seinem Vertrag Miese schreibt und mit Nachforderungen auf seine(n) Aufgabenträger zugeht. Umso erstaunlicher aber nun, dass dieses Unterfangen in Sachsen-Anhalt nun inkl. konkreter Zahlen publik geworden ist.
Wie die Volksstimme heute abend vermeldet, fehlen dem mitteldeutschen Ableger für seine beiden Netze über die Vertragslaufzeit offensichtlich 100 Mio. € - und das in großflächigen Bruttoverträgen ohne Erlösrisiko.

Mal sehen, ob der niederländische Eigentümer zur Not tatsächlich den Stecker zieht oder es macht wie die Mutter von DB Regio - und defizitäre Netze dauerhaft quersubventioniert. Denn billig kann die rote Bahn definitiv auch, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der NE.


Viele Grüße
stellwerk_wf
Zitat
Wie die Volksstimme heute abend vermeldet, fehlen dem mitteldeutschen Ableger für seine beiden Netze über die Vertragslaufzeit offensichtlich 100 Mio. € - und das in großflächigen Bruttoverträgen ohne Erlösrisiko.
Man kann auch sagen unkalkulierbares Kostenrisiko (durch Bauarbeiten und Gewerkschaften) ohne Deckungsmöglichkeit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.20 22:25.
Signalschruber schrieb:
Man kann auch sagen unkalkulierbares Kostenrisiko (durch Bauarbeiten und Gewerkschaften) ohne Deckungsmöglichkeit.

Wieso durch "Gewerkschaften"? Das bewiese ja, was niemand so gerne ausspricht, nämlich daß man meinte, mit Dumpinglöhnen Blumentöpfe gewinnen zu können.

Klappt aber nicht, da die vielbeschworenen Gesetze des Marktes für alle gelten und keine Einbahnstraße sind. So'n Mist aber auch, daß so langsam auch die Arbeitnehmer dahinterkommen...

Da sind also nicht die "Gewerkschaften" das Risiko, sondern die eigene Gier und das Vertrauen in das bisher so erfolgreiche Leute-Kleinhalten. Und nun, wo man branchenübliche Löhne zahlen muß, kommt dieses probate Spiel aus den Fugen und den Herrschaften im Management das große Heulen und Zähneklappern. Recht so!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.20 22:38.
Heizer Jupp schrieb:
Signalschruber schrieb:
Man kann auch sagen unkalkulierbares Kostenrisiko (durch Bauarbeiten und Gewerkschaften) ohne Deckungsmöglichkeit.
Wieso durch "Gewerkschaften"? Das bewiese ja, was niemand so gerne ausspricht, nämlich daß man meinte, mit Dumpinglöhnen Blumentöpfe gewinnen zu können.

Klappt aber nicht, da die vielbeschworenen Gesetze des Marktes für alle gelten und keine Einbahnstraße sind. So'n Mist aber auch, daß so langsam auch die Arbeitnehmer dahinterkommen...

Da sind also nicht die "Gewerkschaften" das Risiko, sondern die eigene Gier und das Vertrauen in das bisher so erfolgreiche Leute-Kleinhalten. Und nun, wo man branchenübliche Löhne zahlen muß, kommt dieses probate Spiel aus den Fugen und den Herrschaften im Management das große Heulen und Zähneklappern. Recht so!
Hachja, der Heizer wieder. Gewerkschaften sind ein Risiko, denen das Wohl des Unternehmens meist zuwider ist.
Signalschruber schrieb:
Man kann auch sagen unkalkulierbares Kostenrisiko (durch Bauarbeiten und Gewerkschaften) ohne Deckungsmöglichkeit.
Das Bauarbeiten stattfinden werden, war erstens bekannt und sollte wohl in jeder Kalkulation enthalten sein. Und dass die Gewerkschaft auf anständige Bezahlung auf einheitlichem Niveau beharrt und das auch durchsetzen wird, war bei der Angebotserstellung auch schon bekannt. Nur zur Erinnerung: Der erste Rahmentarifvertrag für die Lokführer der DB wurde im April 2011 abgeschlossen, die ersten NE-Bahnen folgten wenige Monate später. Die Angebotsabgabe für das Netz Saale-Thüringen-Südharz (im Zeitungsartikel "Südnetz" genannt) war ein Jahr später Ende April 2012, für das Dieselnetz dann zwei drei Jahre später. Die wussten also, was gehaltstechnisch auf sie zukommt. Von daher Jammern auf hohem Niveau, nachdem man sich gründlich verzockt hat. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Abellio in Mitteldeutschland mittlerweile die komplette Führungsriege ausgetauscht hat.

Vor allem aber wäre es eine massive Wettbewerbsverzerrung, wenn der Nachforderung seitens des Landes Sachsen-Anhalt nachgegeben wird. Denn diese 100Mio's mit eingepreist kann bedeuten, dass ein anderer Wettbewerber eines der beiden oder gar beide Netze gewonnen hätte, der sein Angebot seriös kalkuliert hat. Und damit meine ich ausdrücklich nicht nur DB Regio.

Gruß Peter

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.20 22:57.
stellwerk_wf schrieb:
Hallo zusammen,

Abellio dürfte wohl kaum das erste EVU sein, welches mit seinem Vertrag Miese schreibt und mit Nachforderungen auf seine(n) Aufgabenträger zugeht. Umso erstaunlicher aber nun, dass dieses Unterfangen in Sachsen-Anhalt nun inkl. konkreter Zahlen publik geworden ist.
Wie die Volksstimme heute abend vermeldet, fehlen dem mitteldeutschen Ableger für seine beiden Netze über die Vertragslaufzeit offensichtlich 100 Mio. € - und das in großflächigen Bruttoverträgen ohne Erlösrisiko.

Mal sehen, ob der niederländische Eigentümer zur Not tatsächlich den Stecker zieht oder es macht wie die Mutter von DB Regio - und defizitäre Netze dauerhaft quersubventioniert. Denn billig kann die rote Bahn definitiv auch, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der NE.


Viele Grüße
stellwerk_wf
Ich kenne jemanden aus Verwaltung des vorherigen Betreibers des Nordharznetzes - der TDRO, dieser sagte mir nach dem Bekanntwerden des Ausschreibungsgewinners sinngemäß: ,,für den Preis können die dieses Netz nie und nimmer wirtschaftlich betreiben. Wie es scheint sollte er recht behalten.

Die Netze In NRW und BW dürften für Abellio auch nicht viel abwerfen, wenn man sich teuren Ersatzverkehre und massiven Einsatz von Leih-Tfs dort ansieht.

Gruß



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.20 23:04.
Zitat
Das Bauarbeiten stattfinden werden, war erstens bekannt und sollte wohl in jeder Kalkulation enthalten sein.
Dass DB Netz seine Bautätigkeiten 20 Jahre im Voraus bekannt gibt wäre mir neu. Aber ich lasse mich von dir gerne eines besseren belehren, wenn du mir die entsprechende Seite verlinkst.

Zitat
Und dass die Gewerkschaft auf anständige Bezahlung auf einheitlichem Niveau beharrt und das auch durchsetzen wird, war bei der Angebotserstellung auch schon bekannt. Von daher Jammern auf hohem Niveau, nachdem man sich gründlich verzockt hat. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Abellio in Mitteldeutschland mittlerweile die komplette Führungsriege ausgetauscht hat.
Gewerkschaften sind ein unkalkulierbares Risiko für ein Unternehmen, das seine Kosten 20 Jahre im voraus kalkulieren muss, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren. Viel entscheindender ist der letzte Teil meiner Aussage, wo hier doch immer geschrieben wird, ist ja nur ein Bruttovertrag ohne Risiko. Tritt eine unvorhersehbare Kostensteigerung auf, besteht keine Möglichkeit diese zu kompensieren.
<<Bliebe Sachsen-Anhalt hart und würde Abellio insolvent, müsste das Land den Bahnverkehr wegen der Daseinsvorsorge dennoch sicherstellen und bezahlen. Der Festpreis mit Abellio wäre passé, die Kosten würden steigen: Ab Januar 2021 starten neue Tarifverhandlungen. Und die für ihre Schlagkaft bekannte Gewerkschaft der Lokführer (GDL) gibt sich garantiert nicht mit einer Nullrunde zufrieden.

Würde das Land Abellio einen Nachschlag gewähren, riefe das die Konkurrenten wie DB Regio auf den Plan. Die könnten klagen, weil Abellio nur Dank eines Dumpingangebots den Zuschlag bekommen hatte. Und falls das nicht greift, könnten Wettbeweber für ihren laufenden Vertrag auch Nachschläge verlangen. Denn die Kosten steigen überall.

Da die Angelegenheit heikel ist, will die Regierung ein Gutachen bei Vertragsrechtsexperten in Auftrag geben. Geschätzte Kosten: 150 000   000000 bis 250 000 Euro. Heute berät dazu der Finanzsusschuss des Landtags in nichtöffentlicher Sitzung. Eine Freigabe der Gelder gilt als sicher.>>

Was gibt es da zu prüfen? M. E. Geld zum Fenster rausgeschmissen. Wenn Abellio tatsächlich die geforderten Gelder bekäme, dann sind SPNV-Ausschreibungen bald überflüssig.

Aber eins ist auch klar: Je mehr die "Verkehrswende" Realität wird, desto abhängiger wird die Wirtschaft und Gesellschaft vom Bahnpersonal. Es kann großer Druck ausgeübt werden, um hohe Lohnsteigerungen durchzusetzen. Das führt wiederum zu wesentlich höheren Kosten für den Bahnbetrieb. Das wird aber u. a. dazu führen, dass die Verkehrswende garnicht kommen wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.20 23:25.
So lange immer nur der einen Zuschlag bekommt, der das billigste Angebot abgibt wird es immer wieder ein böses Erwachen geben.
Komisch, dass das immer im öffentlichen Sektor extrem ist.
Andererseits sollten sich die Firmen, die solche Angebote abgeben mal selbst hinterfragen - niemand von denen wurde dazu gezwungen.
Es steht doch im Artikel das der Vertrag eine jährliche Erhöhung der Zahlungen für das Personal von der NASA vorsieht.


Das mit den Baustellen ist vorgeschoben .

Man hat sich verkalkuliert und das Land sollte nicht einspringen. Sonst macht man sich angreifbar von anderen Teilnehmern der Vergabe.

Abelllio wird nicht Pleite gehen und selbst wenn gibt es ausreichend Sicherheiten auf die das Land zurückgreifen kann und den Betrieb fortführen kann.
RhBDirk schrieb:
Hachja, der Heizer wieder. Gewerkschaften sind ein Risiko, denen das Wohl des Unternehmens meist zuwider ist.
Ein Risiko sind eher diejenigen, welche den Hals nicht voll genug bekommen können aber der Arbeiterklasse nicht mal die Butter auf dem Brot gönnen.

Ein Blick in den Norden

geschrieben von: BR146106

Datum: 10.09.20 05:30

Moin,

Nachzahlungen sind fast normal, die NOB hat ebenfalls Nachforderungen gestellt und bekommen, waren so Runde 40 Mio. für die Westküste

Gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 05:31.

Geld wirklich zum Fenster rausgeschmissen?

geschrieben von: KHM

Datum: 10.09.20 06:55

TGV4402 schrieb:
Was gibt es da zu prüfen? M. E. Geld zum Fenster rausgeschmissen.
(Es ging um die 150-250 T€ für das Gutachten.) Jetzt überleg noch mal: Mit irgendetwas wird Abellio diese Forderung schon begründet haben, und da hat mit Sicherheit nicht nur ein Jurist drübergeguckt. Wenn die öffentliche Hand den Nachschlag nun ablehnen will, kann es sein, dass die ganze Sache vor Gericht geht. Jeder ist gut beraten, bei einem Streitwert von bis zu 100 Mio. € vorher seine Position mindestens ebenso gut wie sein Gegenüber geprüft zu haben.

Zumal die Forderung wahrscheinlich (das ist bei solchen Summen eigentlich immer so) aus mehreren Teilforderungen besteht und es gut sein kann, dass die unterschiedliche Aussichten auf Erfolg haben. Aus taktischen Gründen ist das sogar ziemlich wahrscheinlich, ich würde es jedenfalls so machen... Vor Gericht ist es für die NASA in so einem Fall besser, z. B. der einen Forderung, an der was dran war (und die vielleicht auch gar nicht teuer war oder über die man sich eigentlich schon einig war oder oder oder), schon stattgegeben zu haben. Senkt den Streitwert und man kann dann vor Gericht eine klare Linie vertreten. Wenn hingegen das Gericht den Fall aufdröseln muss, landet man viel schneller auf der sprichwörtlichen hohen See, wo man in Gottes Hand ist.
Das ist ja hochinteressant. War doch der Zusschlag zu Abellio beim Dieselnetz damit begründet worden, dass das Angebot deutlich günstiger als z.B. das der bestehenden Betreiber war. Man wollte natürlich nur den Fuß in der Tür haben. Bin gespannt, wie das ausgeht. Im Endeffekt wird es eine Preiserhöhung geben. Und Nebenstrecken wie z.B. nach Thale oder Blankenburg oder Wangen werden dann abbestellt werden.
Signalschruber schrieb:
Zitat
Wie die Volksstimme heute abend vermeldet, fehlen dem mitteldeutschen Ableger für seine beiden Netze über die Vertragslaufzeit offensichtlich 100 Mio. € - und das in großflächigen Bruttoverträgen ohne Erlösrisiko.
Man kann auch sagen unkalkulierbares Kostenrisiko (durch Bauarbeiten und Gewerkschaften) ohne Deckungsmöglichkeit.
Dann hat man aber ein schlechtes Angebotsmanagement. Eine Risikoanalyse sollte man schon machen und dazu zählen m.E. auch die v.g. Dinge die in jedem Angebot als Risiko berücksichtigt sein sollten. Nur wenn man den letzten Cent herauspressen will und freiwillig volles Risiko geht, dann kommt man zwangsläufig in solche Situationen.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re: Ein Blick in den Norden

geschrieben von: DB Regio NRW

Datum: 10.09.20 07:41

BR146106 schrieb:
Moin,

Nachzahlungen sind fast normal, die NOB hat ebenfalls Nachforderungen gestellt und bekommen, waren so Runde 40 Mio. für die Westküste

Gruß carsten
Naja, es ist schon mal vorgekommen, aber normal würde ich das nicht nennen.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

RhBDirk schrieb:
Zitat:
Hachja, der Heizer wieder. Gewerkschaften sind ein Risiko, denen das Wohl des Unternehmens meist zuwider ist.
Ich hoffe das du nie in irgendeiner Personalentscheidung etwas zu sagen hast! Der liebe Gott möge diesbezüglich ein Auge auf dich werfen!
Hallo,

die Qualität bzw. Zuverlässigkeit, die Ab(illig)e(r)llio im Dieselnetz zwischen Magdeburg und Harz bietet, schlechter geworden als bei den Vorgängern.
Daß man Abbestellungen von SPNV fördert, sehe aich auch daran, daß auf den relevanten Strecken öfters der Fahrkartenautomat nicht verfügbar ist und auch kein Beförderungsfallbetreuer mitfährt.
So kann man hinterher behaupten, es werden auf dem Abschnitt keine Fahrkarten verkauft, weil keine Personen dort fahren.
Der größte Fehler sind Ausschreibungen von SPNV, wo der billigste Anbieter gewinnt.

Viele Grüße
Heiko
Heiko schrieb:
Zitat:
So kann man hinterher behaupten, es werden auf dem Abschnitt keine Fahrkarten verkauft, weil keine Personen dort fahren.
Der größte Fehler sind Ausschreibungen von SPNV, wo der billigste Anbieter gewinnt.
Zu 1): Erstes klappt das schon technisch nicht, weil es viele Fahrkarten gibt, die nicht für eine bestimmte Relation gelten. Zweitens werden Fahrgäste schon sehr lange gezählt und nicht anhand der verkauften Fahrkarten ermittelt. Die verursachen ganz andere Probleme.

Zu 2): Was wäre denn dein Gegenvorschlag? Ausschreibungen, bei denen der teuerste gewinnt? Ausschreibungen, bei denen der Bestandsbetreiber gewinnt? Direktvergaben an [hier bitte ein passendes EVU einsetzen] per Rotweingespräch? Direktvergabe an den, der die besten connections hat oder der am meisten Bestechungsgeld verteilt? Kleiner Hinweis: Die meisten dieser Varianten hat die Branche schon durch, und die Ergebnisse waren sehr vorsichtig formuliert "nicht besser" ...
Signalschruber schrieb:
Dass DB Netz seine Bautätigkeiten 20 Jahre im Voraus bekannt gibt wäre mir neu. Aber ich lasse mich von dir gerne eines besseren belehren, wenn du mir die entsprechende Seite verlinkst.
Dass der Hallesche Hbf ebenso wie der Bahnhof Köthen saniert werden, war Jahre vorher bekannt. Ansonsten sollte Abellio aus seiner Erfahrung heraus wissen, dass jederzeit und überall Bauarbeiten stattfinden können. Andere EVU kalkulieren das ja auch mit ein.

Signalschruber schrieb:
Gewerkschaften sind ein unkalkulierbares Risiko für ein Unternehmen, das seine Kosten 20 Jahre im voraus kalkulieren muss, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren.
Dieses Risiko kann man bei der Kalkulation berücksichtigen, so wie das auch andere Unternehmen tun. Sicher nicht auf Heller und Pfennig, aber das kann man bei anderen Kostenpositionen auch nicht. Aber wenn man meint, noch nichtmal das Gehaltsniveau des Marktführers einpreisen zu müssen, obwohl bekannt war, dass die Gewerkschaft das durchsetzen wird...

Signalschruber schrieb:
Viel entscheindender ist der letzte Teil meiner Aussage, wo hier doch immer geschrieben wird, ist ja nur ein Bruttovertrag ohne Risiko. Tritt eine unvorhersehbare Kostensteigerung auf, besteht keine Möglichkeit diese zu kompensieren.
Ich finde die Aussage nicht entscheidend, sondern an der Stelle lächerlich. Sind es doch allerorten die NE-Bahnen, die Bruttoverträge fordern, um vom Risiko der Fahrgelderlöse entlastet zu werden. Genau diese Bruttoverträge verhindern ja derzeit für die Unternehmen (wie eben gerade auch Abellio in Mitteldeutschland) coronabedingte Fahrgeldausfälle in Millionenhöhe. Und Stellschrauben abseits der Fahrgelderlöse gibt es bei einer Kalkulation einige.

In Summe habe ich eher den Verdacht, dass sich Abellio bei der Kalkulation der beiden Angebote gründlich verzockt hat. Und jetzt will man das Land mit der Drohung einer Insolvenz erpressen. Parallelen zum Drama um die Städtebahn Sachsen tun sich da auf. Wenn das Schule macht, können wir Wettbewerb und Ausschreibung im SPNV in die Tonne kloppen...

Gruß Peter

Menschen ohne Rückgrat sind anfällig fürs Gehen krummer Wege.
Ernst Ferstl, österreichischer Schriftsteller
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