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Bis auf weiteres wird es keine innerdeutschen Lufthansa-Flüge mehr zwischen Frankfurt und Leipzig geben.

Stattdessen werden Plätze im ICE reserviert - also wie schon auf anderen Verbindungen

[www.mdr.de]

Wie nennt man eine Mitteilung des Bundesverkehrsministers? Natürlich Scheuererklärung :)
Guten Morgen,
das ist sinnvoll da es ja eine gute ICE-Anbindung gibt. Ganz im Gegensatz zu Münster oder Paderborn, da ist die Anbindung des Flughafens mit 1x umsteigen vom RE/RB für Flugreisen ab Frankfurt nicht attraktiv.
Gruß
Michael
Erstaunlich. Dass die Bahn fuer Lokalpassagiere konkurrenzfaehig ist, ist plausibel. Hier zeigt sich wieder einmal die magische Drei-Stunden-Grenze, die die Bahn knapp unterschreitet. Dass sich aber fuer die Umsteiger kein Flug lohnt, ueberrascht. Der Markt muss ja lausig sein. Und der Leipziger hat, anders als der Duesseldorfer oder Stuttgarter, auch keine Moeglichkeit, ueber London, Amsterdam, Paris etc. zu fliegen.

Das haette ich nicht vorhergesehen.

Muenchen bleibt uebrigens - da sind es schliesslich auch ueber drei Stunden, und der Flughafen ist schlecht per Bahn angebunden.
MHowi schrieb:
Guten Morgen,
das ist sinnvoll da es ja eine gute ICE-Anbindung gibt. Ganz im Gegensatz zu Münster oder Paderborn, da ist die Anbindung des Flughafens mit 1x umsteigen vom RE/RB für Flugreisen ab Frankfurt nicht attraktiv.
Gruß
Michael
Hallo,

das kann nur jemand sagen der nicht in Leipzig und Umgebung wohnt. Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann. So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug. Da sieht man mal wieder wie kurzsichtig Politiker und Airline Manager sind, man sieht nur die Stadt Leipzig und wahrscheinlich noch Halle(Saale), das da noch andere den Flughafen nutzen, wird gar nicht in Erwägung gezogen und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart, in Nürnberg wo die Situation nicht besser sondern sogar eklatanter ist, wehrt man sich mit Händen und Füßen, das die Leute statt 30 Minuten Flug, sich 1 Stunde in den ICE nach München setzen und dann noch 40 Minuten in die S-Bahn, das ist den Leuten dort auf keinen Fall zuzumuten, wieder mal ganz typisch. Dazu kommt wie wir alle wissen ja wie pünktlich die Bahn ist, dazu gerade mal 4 Verbindungen pro Tag, ist echt ein Witz, für 5 ersatzlos gestrichene Flüge. Wahrscheinlich wird sich jetzt einiges nun auf München verlagern und eventuell auch auf Düsseldorf und Wien. Einziger Vorteil der Flughafen kann jetzt aktiver um ausländische Airlines werben, da Lufthansa jetzt nicht mehr mit der Streichung der Verbindungen drohen kann, das wird eventuell ein paar andere Netzwerk Airlines anlocken, die jetzt bessere Chancen haben Gäste auf Ihre Langstreckenflüge ab Paris, London, oder Rom zu locken. Na mal sehen. das Märchen jedenfalls, das es nicht genug Geschäftsreisende gibt glaub ich nicht, das habe ich über 20 Jahre im Firmenreisedienst anders erlebt.
Falk12 schrieb:
Hallo,

das kann nur jemand sagen der nicht in Leipzig und Umgebung wohnt. Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann. So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug.
Wenn der BER eröffnet wird, hat sich das aber auch erledigt. Ich gehe davon aus, dass dann auch viele Langstreckenflüge ab BER angeboten werden. Da braucht keiner mehr einen Zubringerflug nach FRA. Und der Osten kann sich freuen, dank schneller Bahnverbindung in einer Stunde dort zu sein.

Wie nennt man eine Mitteilung des Bundesverkehrsministers? Natürlich Scheuererklärung :)
Falk12 schrieb:
das kann nur jemand sagen der nicht in Leipzig und Umgebung wohnt. Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann. So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug. Da sieht man mal wieder wie kurzsichtig Politiker und Airline Manager sind, man sieht nur die Stadt Leipzig und wahrscheinlich noch Halle(Saale), das da noch andere den Flughafen nutzen, wird gar nicht in Erwägung gezogen und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart, in Nürnberg wo die Situation nicht besser sondern sogar eklatanter ist, wehrt man sich mit Händen und Füßen, das die Leute statt 30 Minuten Flug, sich 1 Stunde in den ICE nach München setzen und dann noch 40 Minuten in die S-Bahn, das ist den Leuten dort auf keinen Fall zuzumuten, wieder mal ganz typisch. Dazu kommt wie wir alle wissen ja wie pünktlich die Bahn ist, dazu gerade mal 4 Verbindungen pro Tag, ist echt ein Witz, für 5 ersatzlos gestrichene Flüge. Wahrscheinlich wird sich jetzt einiges nun auf München verlagern und eventuell auch auf Düsseldorf und Wien. Einziger Vorteil der Flughafen kann jetzt aktiver um ausländische Airlines werben, da Lufthansa jetzt nicht mehr mit der Streichung der Verbindungen drohen kann, das wird eventuell ein paar andere Netzwerk Airlines anlocken, die jetzt bessere Chancen haben Gäste auf Ihre Langstreckenflüge ab Paris, London, oder Rom zu locken. Na mal sehen. das Märchen jedenfalls, das es nicht genug Geschäftsreisende gibt glaub ich nicht, das habe ich über 20 Jahre im Firmenreisedienst anders erlebt.

Übernimmst Du das Defizit der Flüge? Wenn nicht: Wer dann? Wenn die Flüge rentabel wären, würden sie nicht eingestellt.
Falk12 schrieb:
Dazu kommt wie wir alle wissen ja wie pünktlich die Bahn ist, dazu gerade mal 4 Verbindungen pro Tag, ist echt ein Witz, für 5 ersatzlos gestrichene Flüge.

Also ich zähle wesentlich mehr Verbindungen, läuft grob im Stundentakt nach Frankfurt.

Ein Witz ist, man jettet um die halbe Welt, aber ein zusätzlicher Umstieg ist den Herrschaften nicht mehr zumutbar.

Grüße Roland
Falk12 schrieb:
Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann.

Schau, Schatzi, Du kannst mich ja gerne bepoebeln. Allerdings sollte auch ein bisschen inhaltliche Substanz dahinter sein, denn sonst wirkt es laecherlich. Stichwort "ich weiss nicht" - das hast Du sehr richtig erkannt, Du weisst nicht.

Fuer den Point-to-Point-Passagier ist die Fahrt in die Innenstadt relevant. Bzw. an sein Ziel, natuerlich, aber mit dem bei der Drei-Stunden-Grenze angemessenen (weil unvermeidbaren) dicken Daumen nimmt man halt den Hbf.



Falk12 schrieb:Zitat:
So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug.

Das ist natuerlich zum einen massiv schoengerechnet. Kein Puffer bei der Bahnanreise, sehr knappes Einchecken, halbe Stunde Flugzeit unterschlagen, unrealistische Umsteigezeit, die zusaetzlich davon abhaengt, dass der Zubringerflug immer genau passend ist, wovon bei nur fuenf Fluegen pro Tag nicht auszugehen ist. Ich rechne bei aehnlicher Konstellation immer mit fuenf bis sechs Stunden zwischen Verlassen des Hauses und Anschlussflug.

Aber sei's drum, ja, natuerlich ist das bloed, aber halt ein bedauerliches Einzelschicksal. Offenbar so vereinzelt, dass nicht ausreichend Passagiere (weiter-)fliegen, um das Angebot tragfaehig zu machen.


Falk12 schrieb:
Da sieht man mal wieder wie kurzsichtig Politiker und Airline Manager sind, man sieht nur die Stadt Leipzig und wahrscheinlich noch Halle(Saale), das da noch andere den Flughafen nutzen, wird gar nicht in Erwägung gezogen
Es ist aber halt nicht die Aufgabe der Lufthansa, irgendwelche Doerfer an die Welt anzubinden, sondern Geld zu verdienen. Der ist es egal, woher die Leute kommen, Hauptsache es sind genuegend, und sie zahlen ordentlich. Das scheint aber (leider) nicht der Fall zu sein.

Und die Zeiten, dass Kirchtumpolitiker sich in dem Fall eine subventionierte Linienfluganbindung leisteten, sind zum Glueck vorbei.


Falk12 schrieb:
Zitat:
Wahrscheinlich wird sich jetzt einiges nun auf München verlagern und eventuell auch auf Düsseldorf und Wien.
Welche Konnektivitaet bietet Duesseldorf? Richtig, praktisch keine.
Lufthansa baut Leipzig-Düsseldorf aus. Oktober kann man keine Mondpreise verlangen bei den Fahrzeiten Leipzig -Frankfurt von LH im ICE.Umsteiger tun mir jetzt schon leid in Erfurt. Bei Anschlussverlust 2 Stunden warten nach Frankfurt. Oder den irren Weg ebenfalls mit knappen Übergang in Nürnberg nehmen.
Auch wenn ich nicht weiß, um welches Frankfurt es sich handelt, finde ich es ein guter Ansatz. Innerdeutsche Flüge müssten komplett verboten werden und dürfen nur millitärisch bedingt stattfinden.
Hallo,
das ist großer Quatsch. Ich muss öfter von Dortmund nach München. Du willst mir jetzt nicht weiß machen, dass die Bahn da eine Alternative ist (S-Bahn München eingerechnet. Ich fliege um kurz nach 6 Uhr los und bin um 9 Uhr am Marienplatz. Die Anreise und der Check In in Dortmund dauert genau so lange wieder Anreise zum Hauptbahnhof in Dortmund.
Ich bin ja auch der Meinung, dass die Bahn eine gute (und von mir gerne genommene) Alternative ist, aber eben nur da, wo es auch zeitlich passt. Hin und zurück nach München kann man zwar mit der Bahn an einem Tag machen, nur leider bleibt dann keine Zeit mehr am Zielort.
Gruß
Michael
MHowi schrieb:
Hallo,
das ist großer Quatsch.
Guten Tag,

wer sich immer noch so wichtig nimmt, dass er auf Klima, Zukunft und Mitmenschen sch..., nur weil seine Zeit angeblich ja sooo kostbar ist, dass er solche Kurzstrecken fliegen muss, der hat es nicht begriffen...

Gegen Klimaschäden hilft keine Maskenpflicht und es wird auch nie einen Impfstoff geben.


Freundliche Grüsse
Tobias

And that the fate of this democracy depends on how we use it; that democracy isn’t automatic, it has to be nurtured, it has to be tended to, we have to work at it, it’s hard.

Barack Obama
Langstreckenflug/ Eincheckzeit/45 min ???
Ist da nicht die allgemeine Empfelung der Flughafengesellschaften bei ( mindestens)120 min ???
Und wer will schon als Start-/Endziel Leipzig Flughafen? Start und Ziel liegen bestimmt nicht dort auf dem Feld zwischen HalLeipzig?
Und von diesen beiden Bahnhöfen kommt man recht zügig und oft zum Frankfurter (***dem am Main) Flughafen, aber in Zukunft noch schneller zum BER.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Annahmeschlusszeit bei Lufthansa in Leipzig sind 30 Minuten.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 01.08.20 17:09

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
MHowi schrieb:
Hallo,
das ist großer Quatsch.
Guten Tag,

wer sich immer noch so wichtig nimmt, dass er auf Klima, Zukunft und Mitmenschen sch..., nur weil seine Zeit angeblich ja sooo kostbar ist, dass er solche Kurzstrecken fliegen muss, der hat es nicht begriffen...

Gegen Klimaschäden hilft keine Maskenpflicht und es wird auch nie einen Impfstoff geben.


Freundliche Grüsse
Tobias
Er hat schon recht. Und die Dash 8-400 brauchen auch nicht wesentlich mehr CO² wie eine Bahnfahrt im ICE, Infrastruktur nicht vergessen einzurechnen. Also das Argument kannst du gleich mal vergessen. Ab guten drei Stunden, bei uns in der Firma vier Stunden, IC/ICE wird geflogen. Es gibt keinen Nachtzug und die Reisezeiten sind als Arbeitszeit zu vergüten. Hotelkosten muss man auch einrechnen. So kann er an einem Tag zum Meeting und zurück, sonst fallen zwei Tage Arbeit aus, bei entsprechend höheren Kosten.

Edit: Fehlendes "nicht" eingefügt, war irgendwie verschwunden



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 20:07.

Erzähl das mal dem Klimawandel

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 01.08.20 17:29

ThomasR schrieb:
Ab guten drei Stunden, bei uns in der Firma vier Stunden, IC/ICE wird geflogen. Es gibt keinen Nachtzug und die Reisezeiten sind als Arbeitszeit zu vergüten. Hotelkosten muss man auch einrechnen. So kann er an einem Tag zum Meeting und zurück, sonst fallen zwei Tage Arbeit aus, bei entsprechend höheren Kosten.
Guten Tag,

ja, mit Sicherheit wird der Klimawandel mit immensen Folgeschäden für alle ausfallen, damit dein Arbeitgeber ein paar € sparen kann.


Freundliche Grüsse
Tobias

And that the fate of this democracy depends on how we use it; that democracy isn’t automatic, it has to be nurtured, it has to be tended to, we have to work at it, it’s hard.

Barack Obama

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 01.08.20 17:46

Hallo,

Weder MHowi noch Du müssen zu irgendwelchen Terminen fliegen bzw. die Termine so legen wie es gemacht wird. Denkt einmal unter dem Aspekten der Zeit und der Kosten über digitale Alternativen nach, ist doch aktuell immer mehr im kommen. Ansonsten zwingt Euch kein Mensch zu irgendetwas, Ihr müsst in Eurem Leben Nichts, aber auch Nichts.
Auch von mir aus können Inlandsflüge per Gesetz verboten werden.
Von Meetings halte ich auch nichts, da kommt doch nichts Gescheites bei raus (Blablablageblubber).

ein schönes Wochenende,

D. schrieb:
Annahmeschlusszeit bei Lufthansa in Leipzig sind 30 Minuten.
auch bei Langstreckenflügen ?

Gibt es in Leipzig ja eh nicht.

Lufthansa hat aber nirgends unterschiedliche Zeiten je nach Ziel, nur nach Klasse. Einzige Ausnahme: In Muenchen sind es 60 Minuten fuer Economy, 40 fuer Business/First. Ausser nach Tel Aviv, da sind es auch fuer die oberen Klassen 60.

Re: Erzähl das mal dem Klimawandel

geschrieben von: D.

Datum: 01.08.20 18:03

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
ja, mit Sicherheit wird der Klimawandel mit immensen Folgeschäden für alle ausfallen, damit dein Arbeitgeber ein paar € sparen kann.

Das Problem ist halt, dass man nicht alle (oder vielleicht sogar die meisten) Fluege nicht durch die Bahn ersetzen wird, sondern durch das noch umweltschaedlichere Auto. Dann hat man mit Zitronen gehandelt. Daher ist es die voellig falsche Strategie, einfach blind Fluege einzustellen oder gar zu verbieten (was europarechtlich ohnehin nicht moeglich waere, aber das ist eine andere Diskussion). Vielmehr muss das Fliegen noch "gruener" und die Bahn eine attraktive Alternative werden. Dann klappt es von ganz alleine ueber Angebot/Nachfrage.
Speelwark schrieb:
Auch wenn ich nicht weiß, um welches Frankfurt es sich handelt, finde ich es ein guter Ansatz. Innerdeutsche Flüge müssten komplett verboten werden und dürfen nur millitärisch bedingt stattfinden.
Hallo Speelwark,

es geht um das große Frankfurt, das kleine hat keinen Flughafen, oder? Also geht es für Dich um die Bahnhöfe FF, FFLF und FFLU.
Und das kleine Frankfurt hat keinen Handkäs mit Musik und kein Stöffche...
Und keinen 1. Liga Fußball!

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
Hallo,

es gibt noch einen weiteren Grund dafür, von Leipzig nach Frankfurt zu fliegen. Zumindest, wenn man eh zum Flughafen will.

Ich bin letztes Jahr mit meinen Schulfreunden in den Urlaub geflogen, der Flug ging ab Frankfurt. Von Leipzig sind wir per Zug gefahren, in Frankfurt Hbf mussten wir umsteigen.

Nun bin ich dienstlich regelmäßig in Frankfurt und damit das Ambiente und das Publikum im Bahnhof gewöhnt. Meine Schulfreunde sind eher, naja, Dorfkinder. Da waren die 10 Minuten "Pass mal aufs Gepäck auf, wir entern mal den McDonalds" schon ein traumatisches Erlebnis. Von der auf den Gleisen endenden Prügelei, die wir auf dem Rückweg beobachten durften, ganz zu schweigen.

Grüße,
Rico
Hin und zurück nach München kann man zwar mit der Bahn an einem Tag machen, nur leider bleibt dann keine Zeit mehr am Zielort.

Zeit für die Wirtschaft umzudenken, was da bei den Company employees so immens wichtig ist binnen drei Stunden unbedingt am anderen Ende der Republik und am gleichen Tag zurück sein zu müssen. Hamburger Staubsaugervertreter müssen ja nicht den Stuttgarter Staubsaugervertretern die Arbeit weg nehmen, weil die dann nämlich nach Düsseldorf ausweichen werden usw.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Der Speel will doch nur spielen... ;)

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Winnie schrieb:


Wenn der BER eröffnet wird, hat sich das aber auch erledigt. Ich gehe davon aus, dass dann auch viele Langstreckenflüge ab BER angeboten werden. Da braucht keiner mehr einen Zubringerflug nach FRA. Und der Osten kann sich freuen, dank schneller Bahnverbindung in einer Stunde dort zu sein.
Ich glaube nicht das es nennenswerte Langstreckenflüge Richtung Westen vom BER geben wird.

Frank aus der Prignitz

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 01.08.20 20:15

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Weder MHowi noch Du müssen zu irgendwelchen Terminen fliegen bzw. die Termine so legen wie es gemacht wird. Denkt einmal unter dem Aspekten der Zeit und der Kosten über digitale Alternativen nach, ist doch aktuell immer mehr im kommen. Ansonsten zwingt Euch kein Mensch zu irgendetwas, Ihr müsst in Eurem Leben Nichts, aber auch Nichts.
Auch von mir aus können Inlandsflüge per Gesetz verboten werden.
Von Meetings halte ich auch nichts, da kommt doch nichts Gescheites bei raus (Blablablageblubber).

ein schönes Wochenende,
Wenn ein über ganz Deutschland verstreutes Team sich zweimal im Jahr körperlich trifft, ist das okay. Die 14tägigen Meetings finden schon seit Jahren in WebEx statt. Es gibt halt auch Dinge, die gehen nicht anders. Die Sicherheitsunterweisung der BG erfordert Anwesenheit, ist zwar sinnlos, aber sag das der BG.

Wenn mein Chef den Termin in Berlin auf 10:30 -16:30 legt kann ich das beeinflussen? Wenn der Termin bis 18 Uhr geht, wird abends noch gesellig gemacht und am Folgetag fahre ich dann schon mal mit dem Zug, aber nur wenn ich nicht die Mobaläden abklappern muss.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 20:19.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 01.08.20 20:38

Hallo,

Hmmm, in meiner Tätigkeit kann ich in gewissen Grenzen die Terminplanung meiner Chefetage beeinflussen. Wenn ich Deinen letzten Satz lese sollte es auch bei Dir kein Thema sein, Einfluss auf die Terminplanung Deiner Chefetage zu nehmen. Wie geschrieben es zwingt Dich kein Mensch zu etwas, auch Dein Chef nicht (!)
Auch in meiner beruflichen Tätigkeit gibt es Veranstaltungen, die eine persönliche Anwesenheit erfordern, aber die finden in der Regel nur einmal im Jahr und im Umfeld der Heimatdienstelle statt.
Es gibt echt keinen Grund wegen eines Termines, wie auch schon an anderer Stelle geschrieben an einem Tag hin- und zurück fahren (fliegen) zu müssen. Noch zumal die Zeit der An- und Abreise für mich verschenkte Zeit ist. Da sind wir uns einig, das nach der Hauptveranstaltung der gesellige Teil, samt Übernachtung folgen wird. Am nächsten Tag einen weiteren Termin, sprich die Zusammenlegung mehrerer Termine. Falls die Veranstaltung nicht von Hause aus über mehrere Tage geplant ist. Wenn ich meiner Chefetage mitteile das ein Termin nicht realisierbar ist, dann ist das so und es gab noch nie Probleme.





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 21:04.
Speelwark schrieb:
Auch wenn ich nicht weiß, um welches Frankfurt es sich handelt, finde ich es ein guter Ansatz. Innerdeutsche Flüge müssten komplett verboten werden und dürfen nur millitärisch bedingt stattfinden.
Na, es gibt schon ein paar mehr Gründe, bspw. dringen benötigte Spendeorgane.

Verboten werden? Nö, das ist doch ein unpopuläres Wort. Schöner ist es zu sagen, erlauben sollte man Inlandsflüge nicht. ;)
HPNuller schrieb:
es geht um das große Frankfurt, das kleine hat keinen Flughafen, oder?

Aber zwei Flugplaetze. Einen echt in Frankfurt, den Sonderlandeplatz Gronenfelde. Und den "Verkehrslandeplatz Eisenhuettenstadt/Frankfurt" in Siehdichum-Pohlitz.
Wie so oft ziemlich viel Text mit ziemlich wenig Substanz...

Falk12 schrieb:
das kann nur jemand sagen der nicht in Leipzig und Umgebung wohnt. Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann. So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug. Da sieht man mal wieder wie kurzsichtig Politiker und Airline Manager sind, man sieht nur die Stadt Leipzig und wahrscheinlich noch Halle(Saale), das da noch andere den Flughafen nutzen, wird gar nicht in Erwägung gezogen und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart
Lufthansa achtet vor allem darauf, ob die Zahlen stimmen. Wenn sich Flüge nicht lohnen, werden sie eben eingestellt. Warum sollte man nur wegen ein paar Leuten aus Dessau Verluste machen? Lufthansa ist ja kein Wohltätigkeitsverein. (Lokal-)Politiker haben da auch recht wenig bis kein Mitspracherecht.

Falk12 schrieb:
in Nürnberg wo die Situation nicht besser sondern sogar eklatanter ist, wehrt man sich mit Händen und Füßen, das die Leute statt 30 Minuten Flug, sich 1 Stunde in den ICE nach München setzen und dann noch 40 Minuten in die S-Bahn, das ist den Leuten dort auf keinen Fall zuzumuten, wieder mal ganz typisch.
Die LH-Flüge zwischen München und Nürnberg sind im aktuellen Sommerflugplan auch alle gestrichen. Ob die Flüge im Winterflugplan oder später wieder aufgenommen werden, kann aktuell auch noch niemand sagen.

Falk12 schrieb:Zitat
Dazu kommt wie wir alle wissen ja wie pünktlich die Bahn ist, dazu gerade mal 4 Verbindungen pro Tag, ist echt ein Witz, für 5 ersatzlos gestrichene Flüge.
Vier Verbindungen pro Tag sind mehr als die zwei bis drei Flüge pro Tag, die an anderen ähnlich großen Flughäfen derzeit angeboten werden.

Zitat
Einziger Vorteil der Flughafen kann jetzt aktiver um ausländische Airlines werben
Der Flughafen steht auch so mit den Airlines in Kontakt, wobei diese natürlich selbst entscheiden, welche Flughäfen man anfliegt.

Falk12 schrieb:Zitat
da Lufthansa jetzt nicht mehr mit der Streichung der Verbindungen drohen kann, das wird eventuell ein paar andere Netzwerk Airlines anlocken, die jetzt bessere Chancen haben Gäste auf Ihre Langstreckenflüge ab Paris, London, oder Rom zu locken. Na mal sehen. das Märchen jedenfalls, das es nicht genug Geschäftsreisende gibt glaub ich nicht, das habe ich über 20 Jahre im Firmenreisedienst anders erlebt.

Wie bereits erwähnt, entscheiden Airlines selbst über ihr Streckennetz. Warum sollte Lufthansa drohen, eine Strecke einzustellen, wenn eine andere Airline eine Strecke aufnimmt? KLM hat 2016 auch Dresden ins Streckennetz aufgenommen und Lufthansa hat das offenbar nicht beeindruckt. Sollte Lufthansa aber tatsächlich drohen, scheint die Wirtschaftlichkeit der Strecke Leipzig - Frankfurt wirklich miserabel zu sein. Andererseits fliegt Lufthansa ja immer noch nach München (die Strecke wird ab 07.09. wieder aufgenommen) und könnte immer noch mit Einstellung "drohen".

Und welche Netzwerk-Airlines sollen denn nach Leipzig kommen? KLM hat sich damals bewusst gegen Leipzig entschieden, auch weil die Konzernschwester AirFrance damals keinen Erfolg zwischen Leipzig und Paris hatte. Swiss (Tochter von LH) hat die Strecke nach Zürich bereits vor Corona begraben. Alitalia (aus Rom) hat sicher gerade andere Sorgen. Ob British Airways wirklich Interesse an Leipzig hat, bezweifle ich und schauen wir mal, wann Turkish Airlines wieder nach Leipzig fliegt...

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!
Speelwark schrieb:
Auch wenn ich nicht weiß, um welches Frankfurt es sich handelt, finde ich es ein guter Ansatz. Innerdeutsche Flüge müssten komplett verboten werden und dürfen nur millitärisch bedingt stattfinden.
Ach der lustige Speelwark ist auch mal wieder aus seinem Loch gekrabbelt.... um welches Frankfurt es sich handelt ergibt sich wohl für jeden normal denkenden... klar dir nicht auch wenn ich das mal als Provokation sehe.
Und deine Meinung zu Innerdeutschen Flügen hast du hier schon so oft abgesondert, dass sie bald in die Geschichtsbücher eingeht...
Ich wüsste mal gerne ob du unter 12 oder über 90 bist?
Winterkind schrieb:
Verboten werden? Nö, das ist doch ein unpopuläres Wort. Schöner ist es zu sagen, erlauben sollte man Inlandsflüge nicht. ;)

Nun ist aber in unserem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat alles erlaubt, was nicht verboten ist. So ein Unglueck aber auch.

Inlandsfluege brauchen nicht erlaubt zu werden. Zusaetzlich, das schrieb ich ja schon, koennen sie - de lege lata - nicht verboten werden. Die Serie der Ungluecke reisst aber auch nicht ab.


Zudem ist die Richtung, die diese Diskussion nimmt, einigermassen bizarr: Der aktuelle Fall ist doch ein wunderbares Beispiel dafuer, dass ein attraktives Bahnangebot ganz schnell so viele Passagiere auf die Schiene zieht, dass nur noch Umsteiger fliegen. Und wenn deren Zahl dann, aus welchen Gruenden auch immer, einbricht, wird die Flugstrecke ratzfatz und emotionslos eingestellt. Da muessten die Bahnfreunde (Flugfeinde, was auch immer) doch jubilieren und es zum Anlass nehmen, weiter die Attraktivitaet der Bahn voranzutreiben.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: Strizie

Datum: 01.08.20 21:43

Also Köln-München in 4 Stunden würde schon heute gehen und gab es ja auch schon.

Das jedes Provinzkaff ans ICE-Netz angeschlossen werden muss und es auch keinerlei Umfahrungen geben darf verhindert halt eben erfolgreich solcherlei schnellen Zusatzverkehre.

Köln-München ohne Umfahrungen in Mannheim oder Ulm ist ja laut Deutschland-Takt schon in etwa 3:30 - 3:40h machbar. Bis Dortmund wären also 4:30h nicht unrealistisch.

Fügt man halt noch die Umfahrungen ein wäre für Köln-München die 3 Stundenmarke in greifbarer Nähe und bis Dortmund immerhin 4 Stunden nicht vollkommen unrealistisch.

Das innerdeutsche Flugverbindungen weg gehören dafür bin ich auch aber man muss halt ein gutes alternatives Angebot bieten und das ist derzeit nur auf wenigen Relationen der Fall.

HGV-Verkehr benötigt man nicht um auf 50-100 km Strecke 1-2 Minuten herauszufahren gegenüber 200 km/h sondern um auf längeren Strecken attraktive Fahrzeiten anbieten zu können.

Ein ICE ist komfortmäßig nicht für Tagestouren ausgelegt sondern für Routen von maximal 4 Stunden.
Hallo,

Das sind Katastrophale Nachrichten. Der ICE ist nie eine brauchbare Alternative, ich beziehe das auf die Weiterreise mit dem Flugzeug. Die längere Fahrzeit ist das eine, dass andere ist eine Überlange Übergangszeit in FRA zum Flug. Wenn ich mit dem Flugzeug nach FRA gereist bin, wurde das Gepäck in LEJ eingecheckt und ich brauchte mich beim umsteigen nicht darum kümmern und konnte in 45 min zum nächsten Flug gehen. Jetzt darf ich in FRA erstmal meinen Koffer aufgeben. Schnell und bequem geht es nicht mit dem ICE.

Auf dem Rückweg genau das Gleiche. Lange Übergangszeit bis zur Abfahrt des Zuges und ich als Statuskunde werde noch um den Lounge Besuch beraubt. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass ich keine späten Flüge nutzen kann. Ich bin oft mit dem letzten Flug nach LEJ gekommen. Nur das 22:00 Uhr kein ICE mehr nach Leipzig fährt. Alternative heißt dann zukünftig für mich Flug ab Dresden mit LH oder ab Berlin mit Aeroflot. Alternative Flüge über andere Drehkreuze (Paris, London, Amsterdam) gibt es nicht ab LEJ. Was die Auslastung angeht, die Flüge waren immer gut besucht. Natürlich gab es Ausreißer nach unten aber auch nach oben (ich bin schon gefragt worden ob ich später fliegen will und meinen Platz zur Verfügung stelle).
Lokdienst schrieb:
Hallo,

Das sind Katastrophale Nachrichten. Der ICE ist nie eine brauchbare Alternative, ich beziehe das auf die Weiterreise mit dem Flugzeug. Die längere Fahrzeit ist das eine, dass andere ist eine Überlange Übergangszeit in FRA zum Flug. Wenn ich mit dem Flugzeug nach FRA gereist bin, wurde das Gepäck in LEJ eingecheckt und ich brauchte mich beim umsteigen nicht darum kümmern und konnte in 45 min zum nächsten Flug gehen. Jetzt darf ich in FRA erstmal meinen Koffer aufgeben. Schnell und bequem geht es nicht mit dem ICE.

Auf dem Rückweg genau das Gleiche. Lange Übergangszeit bis zur Abfahrt des Zuges und ich als Statuskunde werde noch um den Lounge Besuch beraubt. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass ich keine späten Flüge nutzen kann. Ich bin oft mit dem letzten Flug nach LEJ gekommen. Nur das 22:00 Uhr kein ICE mehr nach Leipzig fährt. Alternative heißt dann zukünftig für mich Flug ab Dresden mit LH oder ab Berlin mit Aeroflot. Alternative Flüge über andere Drehkreuze (Paris, London, Amsterdam) gibt es nicht ab LEJ. Was die Auslastung angeht, die Flüge waren immer gut besucht. Natürlich gab es Ausreißer nach unten aber auch nach oben (ich bin schon gefragt worden ob ich später fliegen will und meinen Platz zur Verfügung stelle).
Och du armer Kerl. Tut mir schon schwer leid, dass du es nicht schaffst mit deinem Status ein Raumschiff zu mieten... und noch nichtmal für einen Kartoffelsalat mit Bockwurst in die Lounge kannst weil du ihrer ja beraubt wirst...
Nicht falsch verstehen. Ich bin selbst Senator bei M&M aber nicht durch Altpapier sondern Langstreckenflüge. Eine Lounge geht mir sonst wo vorbei.
Aber.... wenn du mal ehrlich bist? Wenn du nach 22 Uhr in Frankfurt landest, wo ist das Problem einer kurzen Nacht im Hilton oder sich ein Auto zu nehmen? Da sollte jeder Arbeitgeber für Verständnis haben



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 22:02.
Falk12 schrieb:
... und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart ...
Ich wusste gar nicht, dass Kiel, Hof und Augsburg im Osten liegen.
Lokdienst schrieb:
Auf dem Rückweg genau das Gleiche. Lange Übergangszeit bis zur Abfahrt des Zuges und ich als Statuskunde werde noch um den Lounge Besuch beraubt.
Nein, die Bordkarte fuer den Anschluss-"Flug" per LH Express Rail bringt Loungezugang wie fuer jeden anderen echten Flug. (Es sei denn, Du bist HON, dann habe ich nichts gesagt, denn Du gehst in der Tat des FCTs verlustig.)
189 065 schrieb:
Och du armer Kerl. Tut mir schon schwer leid, dass du es nicht schaffst mit deinem Status ein Raumschiff zu mieten... und noch nichtmal für einen Kartoffelsalat mit Bockwurst in die Lounge kannst weil du ihrer ja beraubt wirst...
Nicht falsch verstehen. Ich bin selbst Senator bei M&M aber nicht durch Altpapier sondern Langstreckenflüge. Eine Lounge geht mir sonst wo vorbei.
Aber.... wenn du mal ehrlich bist? Wenn du nach 22 Uhr in Frankfurt landest, wo ist das Problem einer kurzen Nacht im Hilton oder sich ein Auto zu nehmen? Da sollte jeder Arbeitgeber für Verständnis haben
Ach du arme 189 065,

bevor du mir Sarkasmus punkten willst, solltest Du dich über alle Punkte schlau machen. Fakt ist, es gibt ganze 4 ICE Verbindungen die unter LH Code Vermarktet werden. LH ist zwar auch nur 4 bis 5x nach Frankfurt geflogen aber die Zeiten waren optimal auf die Weiterreise abgestimmt. Das ist der ICE nicht!

Die Reise dauert entschieden länger und ich kann nicht alle Verbindungen ab FRA nutzen. Ich fliege übrigens nicht auf Firmenkosten sondern privat, weil meine Freundin in Moskau lebt. Die Lounge ist mir insoweit egal, dass ich sie nicht nutzen muss. Aber wenn ich als Selbstzahlender Vielflieger einen Status erreicht habe, nutze ich diesen auch gerne um einen gewissen Gegenwert zurück zubekommen. Warum soll ich 4,50 Euro für ein Wasser bezahlen, wenn ich als Vielflieger etwas kostenlos bekommen kann?

Eine Nacht im Hilton ist sicherlich finanziell machbar, auch das Auto für die Fahrt nach Leipzig. Aber dann kann ich nicht am nächsten Tag um 6 Uhr auf Arbeit sein. Ein weitere freier Tag wäre Nötig.

Das Problem ist doch vielmehr, wenn die Voraussetzungen passen, dann gerne ICE zum Flughafen aber wenn es nicht passt sollte man es sein lassen. Für mich persönlich ist der ICE mit LH Code keine Alternative. Dann LH ab Dresden oder Aeroflot ab Berlin. Dann bekommt mein Geld aber keine deutsche Firma und fließt direkt ins Ausland.

PS: Ein Raumschiff brauche ich nicht!
D. schrieb:
Lokdienst schrieb:
Auf dem Rückweg genau das Gleiche. Lange Übergangszeit bis zur Abfahrt des Zuges und ich als Statuskunde werde noch um den Lounge Besuch beraubt.
Nein, die Bordkarte fuer den Anschluss-"Flug" per LH Express Rail bringt Loungezugang wie fuer jeden anderen echten Flug. (Es sei denn, Du bist HON, dann habe ich nichts gesagt, denn Du gehst in der Tat des FCTs verlustig.)
So ist es!
Morgens,

Wenn ich Zeit finde werde ich Dich einmal bedauern. Stehst ja so im Stress, da Du ja tagtäglich in Frankfurt/Main zwischen Flügen umsteigen musst. Das Du Deine Freundin in Moskau hast ist einzig und alleine Dein Problem, da musst Du nicht Andere für verantwortlich machen.

Morgens,

Was bedeuten die Abkürzungen HON und FCT ?

edit - Frage wegen der Mehrfachbedeutung von Abkürzungen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 05:41.
Winnie schrieb:
Falk12 schrieb:
Hallo,

das kann nur jemand sagen der nicht in Leipzig und Umgebung wohnt. Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann. So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug.
Wenn der BER eröffnet wird, hat sich das aber auch erledigt. Ich gehe davon aus, dass dann auch viele Langstreckenflüge ab BER angeboten werden. Da braucht keiner mehr einen Zubringerflug nach FRA. Und der Osten kann sich freuen, dank schneller Bahnverbindung in einer Stunde dort zu sein.
Ich wage zu bezweifeln, dass ab dem BER viele Langstreckenverbindungen angeboten werden. Corona wird eine Schneise der Verwüstung ziehen, der Focus wird in Zukunft auf Frankfurt liegen, selbst München wird Federn lassen müssen.



D. schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
ja, mit Sicherheit wird der Klimawandel mit immensen Folgeschäden für alle ausfallen, damit dein Arbeitgeber ein paar € sparen kann.

Das Problem ist halt, dass man nicht alle (oder vielleicht sogar die meisten) Fluege nicht durch die Bahn ersetzen wird, sondern durch das noch umweltschaedlichere Auto. Dann hat man mit Zitronen gehandelt. Daher ist es die voellig falsche Strategie, einfach blind Fluege einzustellen oder gar zu verbieten (was europarechtlich ohnehin nicht moeglich waere, aber das ist eine andere Diskussion). Vielmehr muss das Fliegen noch "gruener" und die Bahn eine attraktive Alternative werden. Dann klappt es von ganz alleine ueber Angebot/Nachfrage.
Durch das Auto ersetzen? Da kann man ja nur lachen, mach das mal hier in NRW, wie lange möchtest Du denn im Stau stehen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 06:15.
Hallo Harald,

Deine Formulierungen sind für mich ziemlich verworren. Was willst Du uns im Klartext sagen?

Gruß

Peter

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: def

Datum: 02.08.20 08:19

ThomasR schrieb:
Er hat schon recht. Und die Dash 8-400 brauchen auch nicht wesentlich mehr CO² wie eine Bahnfahrt im ICE, Infrastruktur nicht vergessen einzurechnen. Also das Argument kannst du gleich mal vergessen.
Glaubst Du eigentlich, dass das Umweltbundesamt die Infrastruktur nicht mit einrechnet?

Nebenbei wird die Infrastruktur ja mitnichten nur für Reisende von Frankfurt nach Leipzig vorgehalten, sondern auch für viele andere Relationen. Und anders als bei den allermeisten Flügen kann ein Platz auch nicht ausschließlich für den Weg von A nach B belegt werden, sondern auch durch Teilstrecken. So ein ICE ersetzt dann also nicht einen Flug von A nach B, sondern auch noch viele Autofahrten von B nach D oder von C nach E.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
gerdboehmer schrieb:
Morgens,

Was bedeuten die Abkürzungen HON und FCT ?

edit - Frage wegen der Mehrfachbedeutung von Abkürzungen.
Hallo Gerd,

FCT ist First Class Terminal der Lufthansa in FRA
HON ist die höchste Kundenstufe für Vielflieger im Miles & More Programm der Lufthansa ( [reisetopia.de]

Ich (google ;-) ) hoffe geholfen zu haben...

Viele Grüße an Spree und Havel

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Staubsaugervertreter

geschrieben von: HPNuller

Datum: 02.08.20 08:54

Alibizugpaar schrieb:
Hin und zurück nach München kann man zwar mit der Bahn an einem Tag machen, nur leider bleibt dann keine Zeit mehr am Zielort.

Zeit für die Wirtschaft umzudenken, was da bei den Company employees so immens wichtig ist binnen drei Stunden unbedingt am anderen Ende der Republik und am gleichen Tag zurück sein zu müssen. Hamburger Staubsaugervertreter müssen ja nicht den Stuttgarter Staubsaugervertretern die Arbeit weg nehmen, weil die dann nämlich nach Düsseldorf ausweichen werden usw.
Hallo Olaf,

die Companies müssen, das Geld dass sie in der Corona-Krise verloren bzw.nicht als Gewinn realisieren konnten schnellst möglich wieder verdienen, incl. Verzinsung und Boni. Da lautet die rettende Idee Arbeitsverdichtung.
Wir entlassen die Stuttgarter Staubsaugervertreter, deren Job machen ja schon die Hamburger. Die Düsseldorfer brauchen wir auch nicht mehr, das erledigen jetzt die Berliner mit. Und die Kollegen aus München machen nebenbei auch noch Dresden und Frankfurt (Main) mit. Geht doch und der Luftverkehr wird optimal ausgelastet...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
Lokdienst schrieb:
Die Lounge ist mir insoweit egal, dass ich sie nicht nutzen muss. Aber wenn ich als Selbstzahlender Vielflieger einen Status erreicht habe, nutze ich diesen auch gerne um einen gewissen Gegenwert zurück zubekommen. Warum soll ich 4,50 Euro für ein Wasser bezahlen, wenn ich als Vielflieger etwas kostenlos bekommen kann?

Na was denn jetzt? Ist sie Dir egal, oder wirst Du ihrer beraubt?

Anlaesslich der offenen FCL haelt sich mein Mitleid wegen des wegfallenden FCT allerdings leider auch in Grenzen. Wasser gibt es dort naemlich auch :-P (Wie ueberigens sogar in der DB Lounge.)

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: D.

Datum: 02.08.20 09:02

def schrieb:Zitat:
Tun sie nicht, nein. Sonst geht das Narrativ vom boesen, boesen Flugzeug und der ach so umweltfreudnlichen Bahn kaputt.
Zitat
Ist da nicht die allgemeine Empfelung der Flughafengesellschaften bei ( mindestens)120 min ???

Haha - die ist bei Seltenfliegern zu empfehlen.
An meinem Provinzflughafen reichen 40min vor Abflug. Und in Muenchen sind 60min auch mehr als ausreichend. Zu ersterem komme ich mit dem Rad, zu letzterem in 15min mit Familientaxi oder 23 mit dem Zug.

Und 45min Umsteigen in Amsterdam auf Interkontinental werden von KLM auch verkauft.

Was soll man 2h am Flughafen?
Die Idee innerdeutsche Flüge auf die Schiene zu verlagern, ist sher gut und geht in die richtige Richtung.

Was die Relation Frankfurt - Leipzig v.v betrifft, frage ich mich, wo die Fluggälste dann alle Platz nehmen wollen in den ICEs.

Dann heute schon sind die Züge relativ voll, es werden meist nur die "kurzen" ICE eingesetzt. Kommen da noch mehrere Hundert Fluggäste pro Tag dazu, dann wird es - zumindest in der 2. Klasse - wieder jede Menge Stehplätze geben.

Oder gibt es auf Seiten der Bahn Bestrebungen, die ICEs zu verstärken?
cinéma schrieb:
Winnie schrieb:
Falk12 schrieb:
Hallo,

das kann nur jemand sagen der nicht in Leipzig und Umgebung wohnt. Bis zum Flughafen sind es übrigens weiterhin 3 Stunden 22 Minuten, ich weiß nicht wie man da von knapp die 3 Stunden Marke unterschreiten faseln kann. So sind meine Dessauer Kunden total entsetzt, denn für die sind es dann 6 Stunden mindesten, statt bisher 3 Stunden 30 Minuten bis zu ihrem Langstreckenflug(1:10 Stunden mit der Bahn bis zum Flughafen in Leipzig/Halle, 45 Minuten Eincheckzeit, 45 Minuten Flugzeit bis Frankfurt/Main und 45 Minuten Übergangszeit zum Langstreckenflug.
Wenn der BER eröffnet wird, hat sich das aber auch erledigt. Ich gehe davon aus, dass dann auch viele Langstreckenflüge ab BER angeboten werden. Da braucht keiner mehr einen Zubringerflug nach FRA. Und der Osten kann sich freuen, dank schneller Bahnverbindung in einer Stunde dort zu sein.
Ich wage zu bezweifeln, dass ab dem BER viele Langstreckenverbindungen angeboten werden. Corona wird eine Schneise der Verwüstung ziehen, der Focus wird in Zukunft auf Frankfurt liegen, selbst München wird Federn lassen müssen.



D. schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
ja, mit Sicherheit wird der Klimawandel mit immensen Folgeschäden für alle ausfallen, damit dein Arbeitgeber ein paar € sparen kann.

Das Problem ist halt, dass man nicht alle (oder vielleicht sogar die meisten) Fluege nicht durch die Bahn ersetzen wird, sondern durch das noch umweltschaedlichere Auto. Dann hat man mit Zitronen gehandelt. Daher ist es die voellig falsche Strategie, einfach blind Fluege einzustellen oder gar zu verbieten (was europarechtlich ohnehin nicht moeglich waere, aber das ist eine andere Diskussion). Vielmehr muss das Fliegen noch "gruener" und die Bahn eine attraktive Alternative werden. Dann klappt es von ganz alleine ueber Angebot/Nachfrage.
Durch das Auto ersetzen? Da kann man ja nur lachen, mach das mal hier in NRW, wie lange möchtest Du denn im Stau stehen?
Ich weiß ja nicht, wo du fährst, aber ich stand in NRW bisher nur in Städten im Stau. Das eine Mal kurz vor Hamm wegen dem umgekippten LKW vor 8 Jahren lasse ich mal weg, wobei das waren auch nur 20 Minuten Verzug gewesen. Ich meide aber die Städte zur HVZ. Aber selbst Kölnmesse morgens um neun, kein Problem. Kommt auch auf die Ansprüche an

Re: Erzähl das mal dem Klimawandel

geschrieben von: Henra

Datum: 02.08.20 10:10

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
ja, mit Sicherheit wird der Klimawandel mit immensen Folgeschäden für alle ausfallen, damit dein Arbeitgeber ein paar € sparen kann.
Kinder, man muss mal die Kirche im Dorf lassen. Der Klimawandel findet nicht wegen 3 Dash 8 Flügen (die pro Seat Mile eh kaum mehr CO2 produziert als ein ICE) am Tag statt. Die kann man natürlich aus symbolischen Gründen unterbinden.
Die Schlacht um den Klimawandel wird aber in Indien (das gerade 1500 neue Kohlekraftwerke plant) China und den USA geschlagen. Wenn die ihr Verhalten nicht ändern, ist aber sowas von komplett wumpe, was wir hier tun oder nicht, oder ob unser Land komplett vom Globus verschwindet.
Natürlich sollten wir mit gutem Beispiel voran gehen und vielleicht können wir uns einen kleinen technischen Vorsprung in Zukunftstechnologien sichern. Aber nüchtern betrachtet, hat das, was wir Fliegensch*ß hier machen keine globale Relevanz. Manchmal habe ich das Gefühl wir nehmen uns ein "klein bisschen" zu wichtig.

Edit: Wo wir als Land wichtig sind, ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die nutzen wir bisher leider gar nicht, um Druck auf Länder wie Brasilien oder Indien auszuüben (USA und China wird das halt wohl leider eher schwierig, versuchen sollte man es aber trotzdem), Anstrengungen in Sachen Klimaschutz zu unternehmen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 10:43.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: KIl

Datum: 02.08.20 10:20

Thema CO2 Emissionen inklusive Infrastruktur, das UBA hat sich durchaus damit beschäftigt - Treibhausgas-Emissionen durch Infrastruktur und Fahrzeuge des Straßen-, Schienen- und Luftverkehrs sowie der Binnenschifffahrt in Deutschland


https://i.imgur.com/xabDqCu.png





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 10:21.
D. schrieb:
Fuer den Point-to-Point-Passagier ist die Fahrt in die Innenstadt relevant.
Ist das so?
In den meisten Städten leben drei bis vielmal so viele Menschen im Umland wie in der Stadt selber. In vielen Städten dauert die Fahrt in die Innenstadt länger als zu jedem beliebigen anderen Ort im Umkreis. Parken ist meist auch schwierig. Das Umland ist aber oft schlecht an den ÖV angebunden. Also profitiert die echte Tür zu Tür Verbindung oft nicht so sehr von der Lage der Bahnhöfe in der Innenstadt. Im Rhein- Main ist für 90% der Menschen der Flughafen besser zu erreichen als der Hauptbahnhof FFM.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: Henra

Datum: 02.08.20 10:37

KIl schrieb:
Ein Problem, was diese Statistiken mit sich bringen ist, dass Verdrängungseffekte im Strommix nicht berücksichtigt werden.
Dem CO2 Ausstoß der Bahn liegt der Anteil von 57% erneuerbarer Energien und 10% Kernenergie zu Grunde. Also 67% CO2 neutral. Leider ist der Anteil der CO2 neutralen Stromproduktion in Deutschland insgesamt noch geringer. Das heißt zum Ausgleich kriegt jemand anderes seinen Toaster mit Kohlestrom versorgt, ohne dass er was dafür oder dagegen kann.
Seriöserweise müsste man den Gesamtenergiemix in Deutschland zu Grunde legen, auch wenn es natürlich zu begrüßen ist, dass die DB versucht möglichst 'grünen' Strom zu verwenden, da dies Marktdruck in Richtung erneuerbarer erzeugt...
Mahlzeit,

Zwei Stunden vor Abflug wegen eventuell auftretender Probleme und Wartezeiten im Rahmen der Abfertigung. Wenn Du immer erst auf die letzte Minute erscheinst kann das auch einmal daneben gehen. Da bin ich lieber zwei Stunden vorher am Flughafen und bei einem Langstreckenflug spielt eine Stunde auch nicht die Rolle. Stelle Dir einmal vor, wie es aussehen würde, wenn alle Fluggäste erst zur letzten Minute erscheinen. Die Empfehlung, zwei Stunden vor Abflug zu erscheinen wird es bei Langstreckenflügen nicht grundlos geben.
Auch mit den direkten Anschlussflügen klappt das nicht immer.





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 11:03.
Mahlzeit,

Du hast Deinen Vorschreiber nicht richtig verstanden, es ging um die Frage, das Flugzeug durch das Auto zu ersetzen. Mein Tätigkeitsfeld ist der Grossraum Berlin, da muss es nicht einmal Stau sein, da reicht schon das heute übliche Verkehrsaufkommen. Selbst ausserhalb der HVZ ist teilweise kein Vorwärtskommen. Die Verkehrslageberichte im Rundfunk vermelden es täglich, oder verfolgst Du die nicht ? Da waren Deine diesbezüglichen Äusserungen etwas abseits der Realitäten (Schönfärberei).





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 10:58.
D. schrieb:Zitat:
Erstaunlich. Dass die Bahn fuer Lokalpassagiere konkurrenzfaehig ist, ist plausibel. Hier zeigt sich wieder einmal die magische Drei-Stunden-Grenze, die die Bahn knapp unterschreitet. Dass sich aber fuer die Umsteiger kein Flug lohnt, ueberrascht. Der Markt muss ja lausig sein. Und der Leipziger hat, anders als der Duesseldorfer oder Stuttgarter, auch keine Moeglichkeit, ueber London, Amsterdam, Paris etc. zu fliegen.

Das haette ich nicht vorhergesehen.

Muenchen bleibt uebrigens - da sind es schliesslich auch ueber drei Stunden, und der Flughafen ist schlecht per Bahn angebunden.
Ich denke mal, bei der Meldung steht allein der PR-Effekt im Vordergrund. Mir sind jetzt keine genauen Zahlen zur Fluggastverteilung FRA-Leipzig bekannt, die gesamten Pax-Zahlen lagen vor corona aber bei nicht ganz 150k one-way, damit zB auch weniger als auf FRA-Stuttgart (wird viermal täglich geflogen und besteht fast nur aus Umsteigern) oder FRA-Hannover. Uudem seit 2017 kontinuierlich im Sinken begriffen.
In Anbetracht der mit Biegen und Brechen erreichten 3Stunden-Marke für O&D kann es durchaus sein, dass die verbleibende Zahl der Umsteiger auf der Strecke derzeit einfach nicht mehr ausreicht, so dass sich Flüge im gegenwärtigen Umfeld noch lohnen würden. Man geht bei LH ja davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauern wird bis der Flugverkehr wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat. Gewinnbringend sind Zubringerflüge in der Regel eh nicht. Offenbar bewertet man bei LH derzeit den "Schaden" für das restliche Streckennetz durch Einstellung der FRA-LEJ-Flüge als geringer als die Kosten für die Aufrechterhaltung dieser Flüge. In Anbetracht der Staatshilfen und der gesellschaftlichen Diskussionen in Bezug auf Flugverkehr und Umwelt, etc, kann man die (vorläufige!) Streckeneinstellung dann direkt auch noch in ein positives Licht rücken. Komplett gibt man den Markt ja trotzdem nicht her, da die München-Flüge ja weiterhin zur Wiederaufnahme vorgesehen sind.
Allerdings bedeutet so eine Streckeneinstellung auch nicht, dass man es zu einem späteren Zeitpunkt nicht erneut versuchen wird. Auch bei LH beobachtet man den Markt ja sehr genau, und bekommt aufgrund der verbleibenden MUC-Flüge ja auch sehr aussagekräftige Daten. Von daher alles andere als unwahrscheinlich, dass bei Anziehen der Leipziger Nachfrage nach potenziellen FRA-Umsteigeverbindungen, auch FRA-LEJ irgendwann wieder aufgenommen wird. Da dürfte dann insbesondere auch die in der Realität zu beobachtende Bahn-Performance eine Rolle spielen. Um so schlechter die ist, desto eher ist die Wiederaufnahme der Flüge wirtschaftlich lohnenswert.
Mahlzeit,

Ist das wirklich so ? Der Flughafen Frankfurt/Main ist doch durch seinen Fernbahnhof sehr gut an den Fernverkehr angebunden, da muss nicht erst der Hauptbahnhof angefahren werden. Dann gibt es ja auch wohl immer noch den Regionalbahnhof am genannten Flughafen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 11:16.
Winnie schrieb:
Wenn der BER eröffnet wird, hat sich das aber auch erledigt. Ich gehe davon aus, dass dann auch viele Langstreckenflüge ab BER angeboten werden. Da braucht keiner mehr einen Zubringerflug nach FRA. Und der Osten kann sich freuen, dank schneller Bahnverbindung in einer Stunde dort zu sein.
Hallo,

schöner Irrglaube!!
Die Lufthansa hat schon vor Jahren erklärt keine Langstreckenverbindungen ab dem BER zu fliegen und die paar Flüge, welche in letzter Zeit ab Berlin nach USA, Kanada und China und Singapore angeboten wurden, werden erst wieder sehr zögerlich wieder kommen und kaum ausgebaut werden wegen der Corona Krise. Und von wo soll ich in einer Stunde am BER sein? Von Leipzig dauert es jetzt schon mehr als eine Stunde bis zum Hauptbahnhof geschweige denn bis zum BER, das Gleiche gilt von Dresden und Dessau. Wenn es hoch kommt, würde man es von Magdeburg, Cottbus oder Frankfurt/Oder in der Zeit irgendwann mal schaffen.
gerdboehmer schrieb:
Zwei Stunden vor Abflug wegen eventuell auftretender Probleme und Wartezeiten im Rahmen der Abfertigung. Wenn Du immer erst auf die letzte Minute erscheinst kann das auch einmal daneben gehen. Da bin ich lieber zwei Stunden vorher am Flughafen und bei einem Langstreckenflug spielt eine Stunde auch nicht die Rolle. Stelle Dir einmal vor, wie es aussehen würde, wenn alle Fluggäste erst zur letzten Minute erscheinen. Die Empfehlung, zwei Stunden vor Abflug zu erscheinen wird es bei Langstreckenflügen nicht grundlos geben.
Auch mit den direkten Anschlussflügen klappt das nicht immer.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die Empfehlung mit den 2 Stunden kommt von den Fluggesellschaften, weil es für sie einfacher so ist. Man sollte die örtlichen Verhältnisse kennen, bei einem typischen Annahmeschluss von 40 min vor Abflug reicht es gewöhnlich, eine Stunde vor Abflug da zu sein. Knapp wird es dann bei einigen Flughäfen mit nichtflugspezifischen Schaltern, wo man zwischen Leuten wartet, die einen späteren Flug haben wollen (Wien ist da ein ziemlich übles Beispiel). Man ist da generell im Vorteil, wenn man eine lokal weniger präsente Fluggesellschaft hat. Und wer eingecheckt hat und danach nicht rumtrödelt, wird auch mitgenommen. Im Normalfall ist alles, was man mehr als eine Stunde vor Abflug am Flughafen ist, Reserve für den Anreiseweg und dafür u. U. auch nötig.

Für extrem chaotische Flughäfen (z. B. Juschno-Sachalinsk, vom alten Flughafen Donezk kenne ich das auch) gibt es übrigens noch die Praxis geplanter Verspätung, d. h. den Fluggästen wird eine zu frühe Abflugzeit mitgeteilt, nach der sich dann auch der Annahmeschluss richtet.
Speelwark schrieb:
Auch wenn ich nicht weiß, um welches Frankfurt es sich handelt, finde ich es ein guter Ansatz. Innerdeutsche Flüge müssten komplett verboten werden und dürfen nur millitärisch bedingt stattfinden.
Letztere sollten besser als erste gestrichen werden.
Mahlzeit,

Nur so viel, ich wollte meine Ausführungen auch nicht als DOGMA oder pauschal verstanden wissen. Wie geschrieben, die Empfehlung der Fluggesellschaften wird es nicht ohne Grund geben. Über Probleme bei der Abfertigung an Flugplätzen wird ja in den Medien immer wieder berichtet.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 11:24.
gerdboehmer schrieb:
Ist das wirklich so ? Der Flughafen Frankfurt/Main ist doch durch seinen Fernbahnhof sehr gut an den Fernverkehr angebunden, da muss nicht erst der Hauptbahnhof angefahren werden. Dann gibt es ja auch wohl immer noch den Regionalbahnhof am genannten Flughafen.

Es fallen aber erhebliche Wege an, auch vom Terminal 1, vom Terminal 2 gar nicht zu reden. Wenn man sich auskennt und nicht mehr auf die saumäßige Wegweisung angewiesen ist, verliert man immerhin nicht noch zusätzlich Zeit.

Ein weiterer Punkt ist, dass man in Frankfurt bei Reisen mit Gepäck bei der Ankunft extrem viel Zeit verliert. Unter einer Stunde nach Ankunft kommt man in Frankfurt üblicherweise nicht aus dem Flughafen raus. Das können so ziemlich alle mitteleuropäischen Flughäfen besser.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 11:23.
gerdboehmer schrieb:
D. schrieb:
Annahmeschlusszeit bei Lufthansa in Leipzig sind 30 Minuten.
auch bei Langstreckenflügen ?
Hallo,

ja ist so, denn der Kunde fliegt einen Inlandsflug oder innereuropäischen Flug, wo er dann weiterhin hinfliegt ist völlig zweitrangig!!
143 967-8 schrieb:
Wie so oft ziemlich viel Text mit ziemlich wenig Substanz...

Lufthansa achtet vor allem darauf, ob die Zahlen stimmen. Wenn sich Flüge nicht lohnen, werden sie eben eingestellt. Warum sollte man nur wegen ein paar Leuten aus Dessau Verluste machen? Lufthansa ist ja kein Wohltätigkeitsverein. (Lokal-)Politiker haben da auch recht wenig bis kein Mitspracherecht.
Beim Umfang des Zuschußbedarfs der Lufthansa (aktuell 9 Mrd.) wären Lokalpolitiker auch überfordert.

Das Argument von der effizienten Fliegerei bekäme Substanz, wenn die LH auf die 9 Mrd. verzichten und die (ebenfalls staatlich subventionierten) Bahnzubringerdienste mit dem DB-Vollmondpreis honorieren würde.
189 065 schrieb:
Lokdienst schrieb:
Das sind Katastrophale Nachrichten. Der ICE ist nie eine brauchbare Alternative, ich beziehe das auf die Weiterreise mit dem Flugzeug. Die längere Fahrzeit ist das eine, dass andere ist eine Überlange Übergangszeit in FRA zum Flug....
Och du armer Kerl. Tut mir schon schwer leid, dass du es nicht schaffst mit deinem Status ein Raumschiff zu mieten... und noch nichtmal für einen Kartoffelsalat mit Bockwurst in die Lounge kannst weil du ihrer ja beraubt wirst...
Ja, das ist wirklich schlimm. Aber wenn die Lufthansa schon mit 9 Mrd. staatlich subventioniert wird: warum soll dann nicht auch er etwas davon haben? Warum nur Reisende an Orten, wo man auf andere - ebenfalls subventionierte - Fluglinien wie Air France ausweichen könnte?
Mahlzeit,

Damit hast Du meine Aussage (die Empfehlung der Fluggesellschaften), mehr als eine Stunde vor Abflug zu erscheinen sogar noch bestätigt.
Als ich aus Hongkong kommend in Frankfurt angekommen bin sass ich 30 Minuten nach der Landung schon im Zug.
Nichts im Leben sollte unter Zeitdruck geschehen, geht erfahrungsgemäss sehr oft daneben.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 11:37.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: Falk12

Datum: 02.08.20 11:36

gerdboehmer schrieb:
Hallo,

Hmmm, in meiner Tätigkeit kann ich in gewissen Grenzen die Terminplanung meiner Chefetage beeinflussen. Wenn ich Deinen letzten Satz lese sollte es auch bei Dir kein Thema sein, Einfluss auf die Terminplanung Deiner Chefetage zu nehmen. Wie geschrieben es zwingt Dich kein Mensch zu etwas, auch Dein Chef nicht (!)
Auch in meiner beruflichen Tätigkeit gibt es Veranstaltungen, die eine persönliche Anwesenheit erfordern, aber die finden in der Regel nur einmal im Jahr und im Umfeld der Heimatdienstelle statt.
Es gibt echt keinen Grund wegen eines Termines, wie auch schon an anderer Stelle geschrieben an einem Tag hin- und zurück fahren (fliegen) zu müssen. Noch zumal die Zeit der An- und Abreise für mich verschenkte Zeit ist. Da sind wir uns einig, das nach der Hauptveranstaltung der gesellige Teil, samt Übernachtung folgen wird. Am nächsten Tag einen weiteren Termin, sprich die Zusammenlegung mehrerer Termine. Falls die Veranstaltung nicht von Hause aus über mehrere Tage geplant ist. Wenn ich meiner Chefetage mitteile das ein Termin nicht realisierbar ist, dann ist das so und es gab noch nie Probleme.
Hallo,

typisch Leute aus dem Büro. Kann sich eigentlich jemand vorstellen, das es Leute geben soll, hochspezialisierte Monteure, die zu keinem sinnlosen Meeting sondern zum Kunden reisen müssen, weil Sie etwas reparieren müssen, wie zum Beispiel Fahrtreppen oder Aufzugsmonteure?? Das geht auch nicht via ZOOM!! Genau solche habe ich jahrelang bei der sehr erfolgreichen Aufzugssparte von Thyssenkrupp weltweit auf Dienstreise geschickt, aber natürlich auch viel innerdeutsch. Und genau die können eben nicht stundenlang durch ganz Deutschland reisen, weil das hochbezahlte Leute sind und auch Hotelübernachtungen kosten und ja auch noch zusätzlich für die Zeit auch noch Gehalt teilweise gezahlt werden muss.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 02.08.20 11:44

Nur so viel ich gehöre nicht zu den Leuten aus dem Büro, sondern bin Aussendienstmitarbeiter eines mobilen Entstörungsdienstes mit Tätigkeitsfeld in zwei Bundesländern. Da kommt es selbst im direkten Regionalbereich vor, das wir mehrere Stunden zu einem Einsatzort unterwegs sind. Von daher gehen Deine weiteren Ausführungen etwas daneben. Kein Unternehmen ist gezwungen seine Mitarbeiter in der von Dir geschilderten Art und Weise einzusetzen (Punkt)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 11:48.
gerdboehmer schrieb:
Damit hast Du meine Aussage (die Empfehlung der Fluggesellschaften), mehr als eine Stunde vor Abflug zu erscheinen sogar noch bestätigt.

"Zwei Stunden" und "mehr als eine Stunde" ist nicht das gleiche, und "mehr als eine Stunde" habe ich auch nicht geschrieben. Reserve für die Anreise ist dem Anreiseweg zuzurechnen. Wenn der zu nahezu 100% berechenbar ist, reicht eine Stunde aus. Deswegen bevorzuge ich bei privaten Flügen gegenüber der Bahnanreise am Morgen die Anreise am Vorabend. Man kann dann auf dem Weg zum Flughafen wesentlich knapper kalkulieren.

Großen Quatsch gibt‘s hier ganz viel

geschrieben von: Osterhasi

Datum: 02.08.20 11:50

Sagt mal, ist dieses WE große DSO-Märchenstunde?

Hier will ein Lokdienstler mit (gekaufter?) Freundin in Moskau HON sein und es würden Fahrstuhlentstörer um den ganzen Planeten geflogen - wobei das immerhin endlich erklären würde warum das bei der DB immer wochenlang dauert...
Falk12 schrieb:

schöner Irrglaube!!
Die Lufthansa hat schon vor Jahren erklärt keine Langstreckenverbindungen ab dem BER zu fliegen und die paar Flüge, welche in letzter Zeit ab Berlin nach USA, Kanada und China und Singapore angeboten wurden, werden erst wieder sehr zögerlich wieder kommen und kaum ausgebaut werden wegen der Corona Krise. Und von wo soll ich in einer Stunde am BER sein? Von Leipzig dauert es jetzt schon mehr als eine Stunde bis zum Hauptbahnhof geschweige denn bis zum BER, das Gleiche gilt von Dresden und Dessau. Wenn es hoch kommt, würde man es von Magdeburg, Cottbus oder Frankfurt/Oder in der Zeit irgendwann mal schaffen.
Ob jetzt die Lufthansa oder irgendeine andere Fluggesellschaft auf dieser Welt von Kunden aus Dessau angewiesen ist, sollte mal dringend wissenschaftlich untersucht werden :)

Wie nennt man eine Mitteilung des Bundesverkehrsministers? Natürlich Scheuererklärung :)
gerdboehmer schrieb:
Ist das wirklich so ? Der Flughafen Frankfurt/Main ist doch durch seinen Fernbahnhof sehr gut an den Fernverkehr angebunden, da muss nicht erst der Hauptbahnhof angefahren werden. Dann gibt es ja auch wohl immer noch den Regionalbahnhof am genannten Flughafen.
Im Falle Frankfurt ist der Flughafenbahnhof für die Relationen, wo die Züge dort vorbeikommen (vor allem Richtung Köln/Ruhrgebiet) in der Tat für das Umland oft die bessere Wahl als der Hauptbahnhof, zumal es reichlich (wenn auch arg teure) Parkplätze in Autobahnnähe gibt. Da ist das für den ganzen Einzugsbereich Rheinhessen/Rheingau/Ried/Odenwald/Rodgau/Spessart aber auch die Wetterau (Anhand der genannten Regionen beantwortet sich auch schon die Frage, warum ich auf Parkplätze abziele -alleine vom eigentlich gar nicht so ländlichen Wiesbaden ist man mit der S Bahn fast 'ne Stunde unterwegs, während man mit dem Auto zum Flughafen nur rund 20 Minuten braucht, wer mag kann die Übung dann nochmal für Alzey, Alzenau, Mosbach&Co machen) meist deutlich schneller als der HBF.
Bei den Verbindungen Richtung Norden klappt das halt oft nicht so gut.
Na gut, belassen wir es dabei, wir müssen das nicht zerreden. Ich bin lieber zwei Stunden vor Abflug am Flughafen, als zu spät. Zeit- und Termindruck sind mir fremd. Noch zumal Du eventuelle Probleme in der Abfertigung, die nicht der Anreisezeit anzurechnen sind vollkommen ausblendest. Nichts im Leben ist zu nahezu 100-prozentig berechenbar. Gehe mal nicht vom Idealfall aus.

143 967-8 schrieb:
Wie so oft ziemlich viel Text mit ziemlich wenig Substanz...

Lufthansa achtet vor allem darauf, ob die Zahlen stimmen. Wenn sich Flüge nicht lohnen, werden sie eben eingestellt. Warum sollte man nur wegen ein paar Leuten aus Dessau Verluste machen? Lufthansa ist ja kein Wohltätigkeitsverein. (Lokal-)Politiker haben da auch recht wenig bis kein Mitspracherecht.

Die LH-Flüge zwischen München und Nürnberg sind im aktuellen Sommerflugplan auch alle gestrichen. Ob die Flüge im Winterflugplan oder später wieder aufgenommen werden, kann aktuell auch noch niemand sagen.


Zitat:
Vier Verbindungen pro Tag sind mehr als die zwei bis drei Flüge pro Tag, die an anderen ähnlich großen Flughäfen derzeit angeboten werden.

Der Flughafen steht auch so mit den Airlines in Kontakt, wobei diese natürlich selbst entscheiden, welche Flughäfen man anfliegt.


Zitat:

Wie bereits erwähnt, entscheiden Airlines selbst über ihr Streckennetz. Warum sollte Lufthansa drohen, eine Strecke einzustellen, wenn eine andere Airline eine Strecke aufnimmt? KLM hat 2016 auch Dresden ins Streckennetz aufgenommen und Lufthansa hat das offenbar nicht beeindruckt. Sollte Lufthansa aber tatsächlich drohen, scheint die Wirtschaftlichkeit der Strecke Leipzig - Frankfurt wirklich miserabel zu sein. Andererseits fliegt Lufthansa ja immer noch nach München (die Strecke wird ab 07.09. wieder aufgenommen) und könnte immer noch mit Einstellung "drohen".

Und welche Netzwerk-Airlines sollen denn nach Leipzig kommen? KLM hat sich damals bewusst gegen Leipzig entschieden, auch weil die Konzernschwester AirFrance damals keinen Erfolg zwischen Leipzig und Paris hatte. Swiss (Tochter von LH) hat die Strecke nach Zürich bereits vor Corona begraben. Alitalia (aus Rom) hat sicher gerade andere Sorgen. Ob British Airways wirklich Interesse an Leipzig hat, bezweifle ich und schauen wir mal, wann Turkish Airlines wieder nach Leipzig fliegt...
hallo,

ich weiß nicht woher du deine Kenntnisse zu den Entscheidungen der Airlines zu Leipzig/Halle hast, ich habe regelmäßigen Kontakt zum Chefeinkäufer des Flughafens leipzig/Halle und da ist es so das KLM nach Leipzig/Halle fliegen wollte, aber mit Fördergeldern des Flughafens auf Dresden umgeleitet wurde, weil es dort sehr wenige internationale Flüge gab, eine politische Entscheidung der Mitteldeutschen Flughafen AG, die ja keine privaten Investoren hat, sondern ausschließlich die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und die Städte Leipzig, Schkeuditz, Halle(Saale), Dresden und die Landkreise Nordsachsen und Bautzen. Air France würde gern wieder nach Leipzig/Halle fliegen, man hat aber nicht das passende Fluggerät. Alitalia und Britisch Airways waren nur Beispiele, ob es da wirklich Interesse gibt, weiß ich auch nicht. Swiss war von Anfang an nicht dazu gedacht auf Dauer von Leipzig/Halle zu fliegen, die sollten nur die kleine Ethiad Europe aus Leipzig/Halle vertreiben mit Dumping Preisen, denn die Strecke nach Zürich war sehr erfolgreich, weil es dort gute Anschlüsse zum Ethiad Langstreckennetz gab. Als das erreicht war, hat man sofort die Frequenzen reduziert, dazu idiotische Abflugzeiten, das war für jeden Fachmann ein geplanter Abschied. Auch Ryanair wäre nicht aus Leipzig/Halle weg gegangen, wenn der Flughafen mehr Förderung gewährt hätte, darf er aber als öffentliches Unternehmen nur für eine gewisse Zeit. Für Dresden war es möglich, also ist Ryanair dorthin gegangen.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: kmueller

Datum: 02.08.20 12:01

Falk12 schrieb:
typisch Leute aus dem Büro. Kann sich eigentlich jemand vorstellen, das es Leute geben soll, hochspezialisierte Monteure, die zu keinem sinnlosen Meeting sondern zum Kunden reisen müssen, weil Sie etwas reparieren müssen, wie zum Beispiel Fahrtreppen oder Aufzugsmonteure?? Das geht auch nicht via ZOOM!! Genau solche habe ich jahrelang bei der sehr erfolgreichen Aufzugssparte von Thyssenkrupp weltweit auf Dienstreise geschickt, aber natürlich auch viel innerdeutsch. Und genau die können eben nicht stundenlang durch ganz Deutschland reisen, weil das hochbezahlte Leute sind und auch Hotelübernachtungen kosten und ja auch noch zusätzlich für die Zeit auch noch Gehalt teilweise gezahlt werden muss.
Bei uns hätten sie besser dauerhaft in der Wohnanlage gewohnt. Drei neue Aufzüge brachten es fast zwei Jahre lang auf mehr als einen Ausfall wöchentlich (einmal zwei Wochen lang, weil weltweit ein Ersatzteil gesucht oder individuell angefertigt werden mußte). Wir wären sehr dankbar dafür gewesen, wenn irgendwas die Experten für das "sehr erfolgreiche" Qualitätsprodukt an der Abreise gehindert hätte.
kmueller schrieb:
Das Argument von der effizienten Fliegerei bekäme Substanz, wenn die LH auf die 9 Mrd. verzichten und die (ebenfalls staatlich subventionierten) Bahnzubringerdienste mit dem DB-Vollmondpreis honorieren würde.
Naja, das ist jetzt aber ein bisschen kurz gesprungen. Die Lufthansa an sich ist im Normalfall effizient und profitabel. Schwierig wird es erst, weil man sich in Deutschland (aus meiner Sicht Gottseidank) scheut auf einen Schlag mal eben 25.000 Mitarbeiter rauszuschmeißen. So viel müssten sie wohl kurzfristig auf die Straße setzen, um bei dem Coronabedingten Einbruch profitabel zu bleiben.
Auch wenn 9Mrd viel Geld ist, aber in einem Land, wo die Massenentlassung die präferierte Wahl ist, möchte ich auch nicht leben.
Henra schrieb:
D. schrieb:
Fuer den Point-to-Point-Passagier ist die Fahrt in die Innenstadt relevant.
Ist das so?
In den meisten Städten leben drei bis vielmal so viele Menschen im Umland wie in der Stadt selber. In vielen Städten dauert die Fahrt in die Innenstadt länger als zu jedem beliebigen anderen Ort im Umkreis. Parken ist meist auch schwierig. Das Umland ist aber oft schlecht an den ÖV angebunden. Also profitiert die echte Tür zu Tür Verbindung oft nicht so sehr von der Lage der Bahnhöfe in der Innenstadt. Im Rhein- Main ist für 90% der Menschen der Flughafen besser zu erreichen als der Hauptbahnhof FFM.
Genau das ist der Grund. Weg zum Flughafen ist auf den gleichen Verkehesnitteln oft zeitlich nicht länger wie zum Hauptbahnhof. Ausnahme sind die, die erst durch die Innenstadt müssen. Aber oft kommt man ja kaum auf die Maschinen um 5:55, da ist nämlich Boarding um kurz nach halb sechs und um Viertel nach fünf sollte da sein. Und mit dem Auto ist um die Zeit wenig los.

Der ÖV ist in der angenommenen Hauptlastrichtung meist gut, aber wenn der Verkehr entgegen der Richtung läuft, wird das ignoriert, obwohl die Zahlen da sind. Beispiel bei mir ist Sindelfingen und Stuttgart. Es gehen mehr Leute zur Arbeit von Stuttgart nach Sindekfingen, wie umgekehrt. Das schlägt sich aber im VVS nicht nieder.
Lokdienst schrieb:
Hallo,

Das sind Katastrophale Nachrichten. Der ICE ist nie eine brauchbare Alternative, ich beziehe das auf die Weiterreise mit dem Flugzeug. Die längere Fahrzeit ist das eine, dass andere ist eine Überlange Übergangszeit in FRA zum Flug. Wenn ich mit dem Flugzeug nach FRA gereist bin, wurde das Gepäck in LEJ eingecheckt und ich brauchte mich beim umsteigen nicht darum kümmern und konnte in 45 min zum nächsten Flug gehen. Jetzt darf ich in FRA erstmal meinen Koffer aufgeben. Schnell und bequem geht es nicht mit dem ICE.

Auf dem Rückweg genau das Gleiche. Lange Übergangszeit bis zur Abfahrt des Zuges und ich als Statuskunde werde noch um den Lounge Besuch beraubt. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass ich keine späten Flüge nutzen kann. Ich bin oft mit dem letzten Flug nach LEJ gekommen. Nur das 22:00 Uhr kein ICE mehr nach Leipzig fährt. Alternative heißt dann zukünftig für mich Flug ab Dresden mit LH oder ab Berlin mit Aeroflot. Alternative Flüge über andere Drehkreuze (Paris, London, Amsterdam) gibt es nicht ab LEJ. Was die Auslastung angeht, die Flüge waren immer gut besucht. Natürlich gab es Ausreißer nach unten aber auch nach oben (ich bin schon gefragt worden ob ich später fliegen will und meinen Platz zur Verfügung stelle).
Hallo,

endlich mal jemand der selbst betroffen ist und mal die realen Auswirkungen darstellt, ich kann jedes Wort nur unterschreiben. Wer nie ab Leipzig/Halle geflogen ist, sollte sich hier auch mit Äußerungen zur Auslastung zurück halten. Da ich sowohl die Bahn als auch das Flugzeug benutzt habe, schon aus dienstlichen Gründen, aber auch für meine vielen Fernreisen, weiß ich wovon ich rede. Ja ich bin oft auch mit dem Zug nach Frankfurt/Main gereist ab Leipzig. Dafür durfte ich dann oft die ganze Nacht im Frankfurter Flughafen zubringen und mich mit Kaffee oder Bier an der einzigen die ganze Nacht geöffneten Bar wach halten, da mein Langstreckenflug so früh ging, das ein Zug als Anschluss nicht existierte und die Airlines mit denen ich zum Beispiel regelmäßig nach Brasilien flog um meine heutige Frau zu besuchen, kein Abkommen mit der Lufthansa hatte, so das ich auch die Flüge ab Leipzig/Halle nicht benutzen konnte.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: Henra

Datum: 02.08.20 12:14

Falk12 schrieb:
typisch Leute aus dem Büro. Kann sich eigentlich jemand vorstellen, das es Leute geben soll, hochspezialisierte Monteure, die zu keinem sinnlosen Meeting sondern zum Kunden reisen müssen, weil Sie etwas reparieren müssen, wie zum Beispiel Fahrtreppen oder Aufzugsmonteure??

???
Ich arbeite auch in einer Firma, die Industriegüter herstellt. Normalerweise brauchen Servicetechniker dafür Werkzeug und Ersatzteile. Mithin fahren unsere Servicetechniker i.d.R. mit ihrem Kundendienstwagen zum 'Patienten'.
Wie reparieren Deine Fahrstuhlmonteure denn die kaputten Fahrstühle ohne Werkzeug und Ersatzteile?
Ja, es gibt neben x Tausend normalen Feldtechnikern noch eine Handvoll Spezialisten, die sind in ihrem leben auch schon mal, zu einem besonderen Einsatz geflogen. Aber a) bei Leibe nicht täglich und b) eben im Headcountverhältnis 1:500.

Bei uns wird zu 99% schon durch 'Büropersonal' geflogen. Da bin ich als überwiegender Bahnfahrer (der lieber gemütlich am Abend vorher mit dem Zug fährt, als um 4:30 Uhr aufzustehen um den ersten Flug zu nehmen) eher klar die Ausnahme.
Na gut, aber eine Stunde Weg muss ich hier im Berliner Raum nach Tegel oder Schönefeld auch einplanen. Da sind die von Dir genannten 20 Minuten mit dem Auto auch nur der Idealfall.

Osterhasi schrieb:
Falk12 schrieb:
... und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart ...
Ich wusste gar nicht, dass Kiel, Hof und Augsburg im Osten liegen.
Hallo,

ich wüsste nicht das es dort jemals Linienflüge nach Frankfurt/Main gegeben hat und diese Städte wohl nicht mal zusammen über 800 000 Einwohner haben, wie Leipzig und Halle(Saale)zusammen, mit den unmittelbar umliegenden Städten schafft man es locker auf über 1 000 000 Einwohner.
gerdboehmer schrieb:
Morgens,

Wenn ich Zeit finde werde ich Dich einmal bedauern. Stehst ja so im Stress, da Du ja tagtäglich in Frankfurt/Main zwischen Flügen umsteigen musst. Das Du Deine Freundin in Moskau hast ist einzig und alleine Dein Problem, da musst Du nicht Andere für verantwortlich machen.
Hallo,

ah weil es dich nicht betrifft, hat er nicht das gleiche Recht wie du auf gute Verbindungen egal wo hin und aus welchem Grund??
Merkwürdige Ansichten von Leuten die ständig den Klimaschutz im Munde führen und alle zur Solidarität verpflichten, also Pflichten für alle, aber Rechte nur für die, welche deine Meinungen vertreten!!! Ganz toll. Ich hoffe du kommst nie in eine solche Lage.
Henra schrieb:
Im Rhein- Main ist für 90% der Menschen der Flughafen besser zu erreichen als der Hauptbahnhof FFM.
Für Mainz/Wiesbaden mag das durchaus stimmen aber von den 2.727.411 Menschen, die in der tatsächlich funktional zusammenhängenden Agglomeration DE005L1, wohnen allein 1 Million in Frankfurt und Offenbach und für diese ist der Hauptbahnhof fast ausnahmslos immer schneller zu erreichen als der Flughafen.
Falk12 schrieb:
gerdboehmer schrieb:
D. schrieb:
Annahmeschlusszeit bei Lufthansa in Leipzig sind 30 Minuten.
auch bei Langstreckenflügen ?
Hallo,

ja ist so, denn der Kunde fliegt einen Inlandsflug oder innereuropäischen Flug, wo er dann weiterhin hinfliegt ist völlig zweitrangig!!
Er verlässt ja auch den Sicherheitsbereich nicht mehr. Im Umsteigeflughafen geht er am Ausgang über Transit direkt zum Abflugbereich und wartet dort vor dem Dutyfree-Shop. Da wird nichts kontrolliert, nur beim Einsteigen wird die Bordkarte überprüft.
Falk12 schrieb:
ah weil es dich nicht betrifft, hat er nicht das gleiche Recht wie du auf gute Verbindungen egal wo hin und aus welchem Grund??

Es gibt ein Recht auf gute Flugverbindungen ab Leipzig? Interessante These. Ich würde das eher für das Ergebnis betriebswirtschaftlicher Überlegungen der Fluggesellschaften halten.
KIl schrieb:
Für Mainz/Wiesbaden mag das durchaus stimmen aber von den 2.727.411 Menschen, die in der tatsächlich funktional zusammenhängenden Agglomeration DE005L1, wohnen allein 1 Million in Frankfurt und Offenbach und für diese ist der Hauptbahnhof fast ausnahmslos immer schneller zu erreichen als der Flughafen.
1. ist man von Offenbach zu den relevanten Zeiten auch meist schneller am Flughafen als am HBF (Stadtauswärts und dann A3 Richtung Flughafen klappt morgens recht gut. Die Einfallstraßen über Sachsenhausen&Co sind dagegen eine echte Katastrophe) und zweitens kommt auf die 1Millionen (die nach meiner Erfahrung in der ganz realen Praxis bei weitem nicht alle schneller am HBF als am Flughafen sind) im Kernbereich nochmal >>5Mio im Einzugsbereich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 12:41.
KIl schrieb:
Henra schrieb:
Im Rhein- Main ist für 90% der Menschen der Flughafen besser zu erreichen als der Hauptbahnhof FFM.
Für Mainz/Wiesbaden mag das durchaus stimmen aber von den 2.727.411 Menschen, die in der tatsächlich funktional zusammenhängenden Agglomeration DE005L1, wohnen allein 1 Million in Frankfurt und Offenbach und für diese ist der Hauptbahnhof fast ausnahmslos immer schneller zu erreichen als der Flughafen.
Offenbach fährst du auf die A3, ich meine zwei Ausfahrten und das Kreuz und bist am Flughafen. Halbe Stunde?
ThomasR schrieb:
Offenbach fährst du auf die A3, ich meine zwei Ausfahrten und das Kreuz und bist am Flughafen. Halbe Stunde?
Von Offenbach? 10 Minuten.
Henra schrieb:
KIl schrieb:
Für Mainz/Wiesbaden mag das durchaus stimmen aber von den 2.727.411 Menschen, die in der tatsächlich funktional zusammenhängenden Agglomeration DE005L1, wohnen allein 1 Million in Frankfurt und Offenbach und für diese ist der Hauptbahnhof fast ausnahmslos immer schneller zu erreichen als der Flughafen.
1. ist man von Offenbach zu den relevanten Zeiten auch meist schneller am Flughafen als am HBF und zweiten kommt auf die 1Millionen (die nach meiner Erfahrung in der ganz realen Praxis bei weitem nicht alle schneller am HBF als am Flughafen sind) im Kernbereich nochmal >>5Mio im Einzugsbereich.

Ihr geht von verschiedenen Annahmen aus. Die bessere Erreichbarkeit des Flughafens trifft mit wenigen Ausnahmen nur bei Fahrt mit dem Auto zu.

Die Definition eines Einzugsbereichs von 5 Millionen Einwohnern ist hier auch nicht hilfreich. Was soll das sein? Der Umkreis bis zum nächsten Flughafen mit internationalem Verkehr?
gerdboehmer schrieb:
Mahlzeit,

Zwei Stunden vor Abflug wegen eventuell auftretender Probleme und Wartezeiten im Rahmen der Abfertigung. Wenn Du immer erst auf die letzte Minute erscheinst kann das auch einmal daneben gehen. Da bin ich lieber zwei Stunden vorher am Flughafen und bei einem Langstreckenflug spielt eine Stunde auch nicht die Rolle. Stelle Dir einmal vor, wie es aussehen würde, wenn alle Fluggäste erst zur letzten Minute erscheinen. Die Empfehlung, zwei Stunden vor Abflug zu erscheinen wird es bei Langstreckenflügen nicht grundlos geben.
Auch mit den direkten Anschlussflügen klappt das nicht immer.
Du sollst im Sicherheitsbereich den halben Luter Cola zu 2,35€ oder das belegte Brötchen zu 6,25€ verzehren. Alternativ im Dutyfree- oder Travelvalueshop einkaufen. Was du vorne mitbringst ist bäh, was du hinten für teures Geld kaufst ist gut.
kaufhalle schrieb:
Ihr geht von verschiedenen Annahmen aus. Die bessere Erreichbarkeit des Flughafens trifft mit wenigen Ausnahmen nur bei Fahrt mit dem Auto zu.
Aus dem Umland (und aus Offenbach) ist das auch meist das mit weitem Abstand schnellste Verkehrsmittel um zum aus Reisezeitsicht günstigsten Zugangspunkt für den FV oder Flug zu kommen
Und genau so entscheidet Otto Normalverbraucher.

Zitat
Die Definition eines Einzugsbereichs von 5 Millionen Einwohnern ist hier auch nicht hilfreich. Was soll das sein? Der Umkreis bis zum nächsten Flughafen mit internationalem Verkehr?
Der Bereich aus dem die Menschen den Bahnhof/Flughafen als Zugang für innerdeutsche Fernstrecken oder Zubringer zu Langstreckenflügen nutzen. Das ist für den von mir genannten Bereich überwiegend FFM (Flughafen/HBF/Flughafenbahnhof).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 12:55.
143 967-8 schrieb:
Und welche Netzwerk-Airlines sollen denn nach Leipzig kommen? KLM hat sich damals bewusst gegen Leipzig entschieden, auch weil die Konzernschwester AirFrance damals keinen Erfolg zwischen Leipzig und Paris hatte. Swiss (Tochter von LH) hat die Strecke nach Zürich bereits vor Corona begraben. Alitalia (aus Rom) hat sicher gerade andere Sorgen. Ob British Airways wirklich Interesse an Leipzig hat, bezweifle ich und schauen wir mal, wann Turkish Airlines wieder nach Leipzig fliegt...



Hat es in der Umgegend von Leipzsch genügend Grundauslastung für Türkisch Airlines?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 12:56.

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: Falk12

Datum: 02.08.20 12:54

Henra schrieb:
Falk12 schrieb:
typisch Leute aus dem Büro. Kann sich eigentlich jemand vorstellen, das es Leute geben soll, hochspezialisierte Monteure, die zu keinem sinnlosen Meeting sondern zum Kunden reisen müssen, weil Sie etwas reparieren müssen, wie zum Beispiel Fahrtreppen oder Aufzugsmonteure??

???
Ich arbeite auch in einer Firma, die Industriegüter herstellt. Normalerweise brauchen Servicetechniker dafür Werkzeug und Ersatzteile. Mithin fahren unsere Servicetechniker i.d.R. mit ihrem Kundendienstwagen zum 'Patienten'.
Wie reparieren Deine Fahrstuhlmonteure denn die kaputten Fahrstühle ohne Werkzeug und Ersatzteile?
Ja, es gibt neben x Tausend normalen Feldtechnikern noch eine Handvoll Spezialisten, die sind in ihrem leben auch schon mal, zu einem besonderen Einsatz geflogen. Aber a) bei Leibe nicht täglich und b) eben im Headcountverhältnis 1:500.

Bei uns wird zu 99% schon durch 'Büropersonal' geflogen. Da bin ich als überwiegender Bahnfahrer (der lieber gemütlich am Abend vorher mit dem Zug fährt, als um 4:30 Uhr aufzustehen um den ersten Flug zu nehmen) eher klar die Ausnahme.
Hallo,

ja diese regionalen Servicetechniker gibt es auch und die bringen auch das Werkzeug mit, ich sprach aber auch von Spezialisten, die haben oft nur Konstruktionsunterlagen dabei und kaum oder wenig Werkzeug. Und ja die flogen bei uns auch regelmäßig, weil die nicht auf die regionalen Niederlassungen verteilt waren, sondern an einem Ort konzentriert, wo sie auch bei der Neu-oder Weiterentwicklung der Aufzüge oder Fahrtreppen mitwirken, das heißt die waren sowohl die Vorortbesichtigungen und beim Neubau als auch beim Verkauf an den Kunden oft mit dabei. Daher auch oft unterwegs. Wo es ging fuhren die auch mit der Bahn, aber eben war das nicht überall möglich.
Falk12 schrieb:
Osterhasi schrieb:
Falk12 schrieb:
... und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart ...
Ich wusste gar nicht, dass Kiel, Hof und Augsburg im Osten liegen.
Hallo,

ich wüsste nicht das es dort jemals Linienflüge nach Frankfurt/Main gegeben hat ...
Weil man Fakten nicht recherchieren will untergräbt man sie mit dem Konjunktiv 2? Ist ja wieder richtig großes Tennis hier *hahahaha*
ThomasR schrieb:
143 967-8 schrieb:
Und welche Netzwerk-Airlines sollen denn nach Leipzig kommen? KLM hat sich damals bewusst gegen Leipzig entschieden, auch weil die Konzernschwester AirFrance damals keinen Erfolg zwischen Leipzig und Paris hatte. Swiss (Tochter von LH) hat die Strecke nach Zürich bereits vor Corona begraben. Alitalia (aus Rom) hat sicher gerade andere Sorgen. Ob British Airways wirklich Interesse an Leipzig hat, bezweifle ich und schauen wir mal, wann Turkish Airlines wieder nach Leipzig fliegt...



Hat es in der Umgegend von Leipzsch genügend Grundauslastung für Türkisch Airlines?
Hallo,
ja hat es, weil TK im Ausland sehr viel Werbung für Leipzig macht und man deshalb auch ab Ende März 2021 wieder ab Leipzig/Halle fliegen wird.
Falk12 schrieb:
ThomasR schrieb:
143 967-8 schrieb:
Und welche Netzwerk-Airlines sollen denn nach Leipzig kommen? KLM hat sich damals bewusst gegen Leipzig entschieden, auch weil die Konzernschwester AirFrance damals keinen Erfolg zwischen Leipzig und Paris hatte. Swiss (Tochter von LH) hat die Strecke nach Zürich bereits vor Corona begraben. Alitalia (aus Rom) hat sicher gerade andere Sorgen. Ob British Airways wirklich Interesse an Leipzig hat, bezweifle ich und schauen wir mal, wann Turkish Airlines wieder nach Leipzig fliegt...



Hat es in der Umgegend von Leipzsch genügend Grundauslastung für Türkisch Airlines?
Hallo,
ja hat es, weil TK im Ausland sehr viel Werbung für Leipzig macht und man deshalb auch ab Ende März 2021 wieder ab Leipzig/Halle fliegen wird.
Eigentlich meinte ich türkischstämmige Bewohner aus Deutschland, die zum Verwandtenbesuch fliegen
Winnie schrieb:
Ob jetzt die Lufthansa oder irgendeine andere Fluggesellschaft auf dieser Welt von Kunden aus Dessau angewiesen ist, sollte mal dringend wissenschaftlich untersucht werden :)
Wissenschaftlich sicher ist schon, daß sie Subventionen aus Berlin braucht, aktuell 9 Mrd..

Städten ohne LH-Anschluß sollte deshalb der Steuerbeitrag ihrer Bewohner anteilig erstattet werden. 9 Mrd. auf 90 Mio. Ew (Illegale eingeschlossen) ergibt 100EUR/Person. Damit sollte der Kämmerer von Dessau etwas anfangen können, vielleicht einen Flix-Busbahnhof?
D. schrieb:
Winterkind schrieb:
Verboten werden? Nö, das ist doch ein unpopuläres Wort. Schöner ist es zu sagen, erlauben sollte man Inlandsflüge nicht. ;)

Nun ist aber in unserem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat alles erlaubt, was nicht verboten ist. So ein Unglueck aber auch.

Inlandsfluege brauchen nicht erlaubt zu werden. Zusaetzlich, das schrieb ich ja schon, koennen sie - de lege lata - nicht verboten werden. Die Serie der Ungluecke reisst aber auch nicht ab.


Zudem ist die Richtung, die diese Diskussion nimmt, einigermassen bizarr: Der aktuelle Fall ist doch ein wunderbares Beispiel dafuer, dass ein attraktives Bahnangebot ganz schnell so viele Passagiere auf die Schiene zieht, dass nur noch Umsteiger fliegen. Und wenn deren Zahl dann, aus welchen Gruenden auch immer, einbricht, wird die Flugstrecke ratzfatz und emotionslos eingestellt. Da muessten die Bahnfreunde (Flugfeinde, was auch immer) doch jubilieren und es zum Anlass nehmen, weiter die Attraktivitaet der Bahn voranzutreiben.
Man macht aber das Gegenteil, man verschlechtert angesichts der fehlenden Konkurrenz den Bahnverkehr wieder. Weil auch die Bahn tut nichts, wenn sie nicht muss.
Henra schrieb:
kmueller schrieb:
Das Argument von der effizienten Fliegerei bekäme Substanz, wenn die LH auf die 9 Mrd. verzichten und die (ebenfalls staatlich subventionierten) Bahnzubringerdienste mit dem DB-Vollmondpreis honorieren würde.
Naja, das ist jetzt aber ein bisschen kurz gesprungen. Die Lufthansa an sich ist im Normalfall effizient und profitabel. Schwierig wird es erst, weil man sich in Deutschland (aus meiner Sicht Gottseidank) scheut auf einen Schlag mal eben 25.000 Mitarbeiter rauszuschmeißen. So viel müssten sie wohl kurzfristig auf die Straße setzen, um bei dem Coronabedingten Einbruch profitabel zu bleiben.
Auch wenn 9Mrd viel Geld ist, aber in einem Land, wo die Massenentlassung die präferierte Wahl ist, möchte ich auch nicht leben.
Wäre ich einer der 25000 Mitarbeiter und könnte die Option 'Entlassung plus mein Anteil an den 9 Mrd.' wählen, griffe ich mit Kußhand zu (ich habe meinen Anteil gerade zu 360_000 EUR berechnet).

Aber wahrscheinlich ist es wirtschaftswissenschaftlich sinnvoller, mit den 9 Mrd. die Option des Normalfalls zu realisieren, nämlich 'mehr Schadstoffe in der Atmosphäre plus 1 Mio. Entlassungen und Kleinpleiten anderswo'. Dann hätte die christlich/soziale (aber nicht mehr 'große') Koalition in Berlin alles richtig gemacht. Die nächsten Milliarden gehen als Kaufprämie an die Autoindustrie.
Falk12 schrieb:
ich wüsste nicht

Ich beginne, ein Muster zu erkennen :-P


Falk12 schrieb:
das es dort [Kiel, Hof und Augsburg] jemals Linienflüge nach Frankfurt/Main gegeben hat
Kiel und Hof gab es definitiv; bin ich sogar noch selbst geflogen. Bzgl. Augsburg bin ich nicht sicher. Eher nein; ich meine, Interot Airways wollte, haette aber keine Slots bekommen.

Der Niedergang der Regionalfluggesellschaften hat einige innerdeutsche Strecken auf dem Gewissen. Insbesondere nach Frankfurt, weil da die Bahn viel haeufiger als nach Muenchen eine gute Alternative ist. Neben den genannten auch noch Bayreuth, Koeln, Dortmund und Saarbruecken, wobei letzteres schon laenger her ist. Und ob Friedrichshafen nach Corona wiederkommt, da bin ich auch sehr skeptisch.

Bzgl. Umweltschutz und Effizienz ist die Entwicklung natuerlich zu begruessen; als leicht nostalgisch angehauchtem Luftfahrtfreund blutet mir aber das Herz. Auch bei Leipzig.
KIl schrieb:
Henra schrieb:
Im Rhein- Main ist für 90% der Menschen der Flughafen besser zu erreichen als der Hauptbahnhof FFM.
Für Mainz/Wiesbaden mag das durchaus stimmen aber von den 2.727.411 Menschen, die in der tatsächlich funktional zusammenhängenden Agglomeration DE005L1, wohnen allein 1 Million in Frankfurt und Offenbach und für diese ist der Hauptbahnhof fast ausnahmslos immer schneller zu erreichen als der Flughafen.
Aus den Richtungen Bergstraße, Darmstadt und Worms hat der Flughafenkomplex mit seinen vielen (nach veschiedenen Quellen zwischen 50_000 und 100_000) Beschäftigten nichtmal eine brauchbare ÖV-Direktverbindung für Pendler.
kaufhalle schrieb:
Es gibt ein Recht auf gute Flugverbindungen ab Leipzig? Interessante These. Ich würde das eher für das Ergebnis betriebswirtschaftlicher Überlegungen der Fluggesellschaften halten.
Die zuständigen Betriebswirte haben wissenschaftlich streng und korrekt ermittelt, daß es die 9 Mrd. vom Staat auch bei Streichung dieser Verbindung(en) gibt.
Falk12 schrieb:
hallo,

ich weiß nicht woher du deine Kenntnisse zu den Entscheidungen der Airlines zu Leipzig/Halle hast, ich habe regelmäßigen Kontakt zum Chefeinkäufer des Flughafens leipzig/Halle und da ist es so das KLM nach Leipzig/Halle fliegen wollte, aber mit Fördergeldern des Flughafens auf Dresden umgeleitet wurde, weil es dort sehr wenige internationale Flüge gab, eine politische Entscheidung der Mitteldeutschen Flughafen AG, die ja keine privaten Investoren hat, sondern ausschließlich die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und die Städte Leipzig, Schkeuditz, Halle(Saale), Dresden und die Landkreise Nordsachsen und Bautzen. Air France würde gern wieder nach Leipzig/Halle fliegen, man hat aber nicht das passende Fluggerät. Alitalia und Britisch Airways waren nur Beispiele, ob es da wirklich Interesse gibt, weiß ich auch nicht. Swiss war von Anfang an nicht dazu gedacht auf Dauer von Leipzig/Halle zu fliegen, die sollten nur die kleine Ethiad Europe aus Leipzig/Halle vertreiben mit Dumping Preisen, denn die Strecke nach Zürich war sehr erfolgreich, weil es dort gute Anschlüsse zum Ethiad Langstreckennetz gab. Als das erreicht war, hat man sofort die Frequenzen reduziert, dazu idiotische Abflugzeiten, das war für jeden Fachmann ein geplanter Abschied. Auch Ryanair wäre nicht aus Leipzig/Halle weg gegangen, wenn der Flughafen mehr Förderung gewährt hätte, darf er aber als öffentliches Unternehmen nur für eine gewisse Zeit. Für Dresden war es möglich, also ist Ryanair dorthin gegangen.
2018 sprach ich mit meiner Mitarbeiterin aus der KLM-Verwaltung, die mir zum Thema Streckennetz sehr gute Auskünfte geben konnte. Sie sagte mir, dass KLM schon länger an Dresden interessiert war. Man hatte auch geprüft, Leipzig/Halle zusätzlich anzufliegen, sah dort aber nur wenig Potenzial. AirFrance war dort bereits gescheitert und man wollte auch den Dresden-Flug nicht belasten. Zum Zeitpunkt meines Gesprächs gab es auch ganz klar die Aussage, dass es keine Pläne gäbe, dass AirFrance wieder nach Leipzig/Halle fliegen wird. Deine Info mit der Förderung halte ich für zweifelhaft. Wenn KLM gern nach Leipzig/Halle geflogen wäre, warum sollte man denen dann eine Förderung anbieten und nach Dresden umleiten?

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!
Osterhasi schrieb:
Falk12 schrieb:
Osterhasi schrieb:
Falk12 schrieb:
... und wieder mal wie immer wird zuerst im Osten eingespart ...
Ich wusste gar nicht, dass Kiel, Hof und Augsburg im Osten liegen.
ich wüsste nicht das es dort jemals Linienflüge nach Frankfurt/Main gegeben hat ...
Weil man Fakten nicht recherchieren will untergräbt man sie mit dem Konjunktiv 2? Ist ja wieder richtig großes Tennis hier *hahahaha*
Den bedeutenden Verkehr an den Weltflughäfen Kiel, Hof und Augsburg zu übersehen, war wirklich unverzeihlich. Da lacht jeder zu Recht herzlich über die Ne_er Dunklen im Osten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 13:37.
D. schrieb:


Falk12 schrieb:
das es dort [Kiel, Hof und Augsburg] jemals Linienflüge nach Frankfurt/Main gegeben hat
Kiel und Hof gab es definitiv; bin ich sogar noch selbst geflogen. Bzgl. Augsburg bin ich nicht sicher. Eher nein; ich meine, Interot Airways wollte, haette aber keine Slots bekommen.

Also dass ausgerechnet Du Dir da nicht sicher bist ;)

Augsburg Airways flog 1996-2002 bis 3x täglich AGB-FRA unter IQ-Code mit LH-Codeshare und "Team Lufthansa"-Schriftzug.

Dafür bin ich KEL und HOQ nie angeflogen.

Re: Großen Quatsch gibt‘s hier ganz viel

geschrieben von: Lokdienst

Datum: 02.08.20 13:49

Osterhasi schrieb:
Sagt mal, ist dieses WE große DSO-Märchenstunde?

Hier will ein Lokdienstler mit (gekaufter?) Freundin in Moskau
Du darfst nicht von dir auf andere schließen.
D. schrieb:
Lokdienst schrieb:
Die Lounge ist mir insoweit egal, dass ich sie nicht nutzen muss. Aber wenn ich als Selbstzahlender Vielflieger einen Status erreicht habe, nutze ich diesen auch gerne um einen gewissen Gegenwert zurück zubekommen. Warum soll ich 4,50 Euro für ein Wasser bezahlen, wenn ich als Vielflieger etwas kostenlos bekommen kann?

Na was denn jetzt? Ist sie Dir egal, oder wirst Du ihrer beraubt?

Anlaesslich der offenen FCL haelt sich mein Mitleid wegen des wegfallenden FCT allerdings leider auch in Grenzen. Wasser gibt es dort naemlich auch :-P (Wie ueberigens sogar in der DB Lounge.)
Ach lass ihn ;) Lokdienst ist auch so einer der mit seiner silbernen FTL Karte rumwedelt und glaubt er wäre dadurch 2 Minuten schneller in seiner geliebten Lounge um Wasser für Umme zu bekommen
Patrick Rudin schrieb:Zitat:
Also dass ausgerechnet Du Dir da nicht sicher bist ;)

Ich hatte gerade mein Flugplanarchiv nicht zur Hand ;-) (Irgendwann sind die Umzugskisten dann auch alle mal ausgepackt...)


Patrick Rudin schrieb:
Augsburg Airways flog 1996-2002 bis 3x täglich AGB-FRA
Ach. Danke fuer die Information. Erstaunlich, dass das an mir vorbeigegangen ist, das war naemlich genau die Zeit, zu der ich solchen Mist gemacht habe. Naja, leicht davor. (FRA-DTM, teilweise via PAD, ein paar mal zwischen 1998 und 2001, FRA-KEL 2004, FRA-HOQ 2009. Haette ich auch gedacht, dass ich das frueher gemacht haette. Oh well.)
Lokdienst schrieb:
Hallo,

Das sind Katastrophale Nachrichten. Der ICE ist nie eine brauchbare Alternative, ich beziehe das auf die Weiterreise mit dem Flugzeug. Die längere Fahrzeit ist das eine, dass andere ist eine Überlange Übergangszeit in FRA zum Flug. Wenn ich mit dem Flugzeug nach FRA gereist bin, wurde das Gepäck in LEJ eingecheckt und ich brauchte mich beim umsteigen nicht darum kümmern und konnte in 45 min zum nächsten Flug gehen. Jetzt darf ich in FRA erstmal meinen Koffer aufgeben. Schnell und bequem geht es nicht mit dem ICE.

Auf dem Rückweg genau das Gleiche. Lange Übergangszeit bis zur Abfahrt des Zuges und ich als Statuskunde werde noch um den Lounge Besuch beraubt. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass ich keine späten Flüge nutzen kann. Ich bin oft mit dem letzten Flug nach LEJ gekommen. Nur das 22:00 Uhr kein ICE mehr nach Leipzig fährt. Alternative heißt dann zukünftig für mich Flug ab Dresden mit LH oder ab Berlin mit Aeroflot. Alternative Flüge über andere Drehkreuze (Paris, London, Amsterdam) gibt es nicht ab LEJ. Was die Auslastung angeht, die Flüge waren immer gut besucht. Natürlich gab es Ausreißer nach unten aber auch nach oben (ich bin schon gefragt worden ob ich später fliegen will und meinen Platz zur Verfügung stelle).
Auf den Punkt, die Umsteiger hat bei der Debatte keiner im Sinn. Genau die werden jetzt eher mit dem Auto nach Berlin fahren, um dort z.B. in die Flieger von Qatar Airways zu steigen. Richtung Nordamerika verliert man jedoch richtig Zeit. Ähnliche Lage ist zB Frankfurt-Düsseldorf, wo die LH vor Corona trotz des genialen ICE-Anschlusses einen dichten Takt mit großem Gerät (A321) geflogen ist. Das spricht für viel vollzahlende Kunden, auch "vor dem Vorhang". Wenn man die LH zugunsten der Golflinien und den Billigheimern (WizzAir) erlegen möchte, dann muss man genau so ideologisch geleitet weitermachen, wie die Links-Grün das derzeit vorgibt. Die Menschen werden sich ganz sicher von niemandem zwingen lassen.
Also meine letzte Info ist, dass mittelfristig die Linie 11 (Stuttgart–Frankfurt–Berlin) komplett auf 12/13-teilige ICE4 umgestellt werden soll. Und die Linie 50 wird ja in absehbarer Zeit wieder mit 411-415-Doppeltraktion fahren.
Das wird vermutlich reichen. Wenn dann die Linie 15 (Sprinter Frankfurt–Berlin) auf ICE1-LDV umgestellt wird, dürfte man genügend Passagierkapazität zwischen Mitteldeutschland und Frankfurt haben.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
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"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 14:08.
kmueller schrieb:
Aber wahrscheinlich ist es wirtschaftswissenschaftlich sinnvoller, mit den 9 Mrd. die Option des Normalfalls zu realisieren, nämlich 'mehr Schadstoffe in der Atmosphäre plus 1 Mio. Entlassungen und Kleinpleiten anderswo'.
Die 9Mrd. fußen auf der nicht ganz abwegigen Annahme, dass man Corona irgendwann in den Griff kriegt und wieder in den Normalbetrieb übergeht.
Möglicherweise wird der Luftverkehr nicht mehr ganz das Ausmaß annehmen wie vor der Krise, dass er aber um dauerhaft um Größenordnungen zurück gehen wird, ist nicht zu erwarten.
Die 9 Mrd. sollen die temporäre 'Durststrecke' überbrücken, anders als Zuschüsse zum Bahnverkehr die eher den Charakter 'permanente Subventionen' haben, da der komplett eigenwirtschaftlich nicht auf dem gewünschten Niveau zu realisieren ist.
Würde man den Kräften des Marktes im Verkehrssektor komplett freien Lauf lassen, würde Lufthansa erstmal verschwinden, die 35.000 MA auf der Straße landen. Nach der Krise würde sich ein neuer Carrier finden (Ryan Air? Turkish?) der zum halben Gehalt das Streckennetz wieder aufbaut und weiter ausbaut. Die Bahn würde auf einem 'Betriebswirtschaftlich optimalen Netz' ICE Verkehre zwischen den Metropolen anbieten. Plus ein bisschen S-Bahn. Der Rest fährt Auto.
ThomasR schrieb:
Eigentlich meinte ich türkischstämmige Bewohner aus Deutschland, die zum Verwandtenbesuch fliegen
hallo,

nein die gibt es wohl nicht, es gibt schon ein paar, am Anfang hatte man sogar ein Stadtbüro in der berühmt berüchtigten Eisenbahnstrasse, hat man aber wieder aufgegeben. Es fliegen aber scheinbar viele Berliner ab Leipzig/Halle, denn zu den Ferienzeiten in Berlin ist die Maschine regelmäßig ausgebucht und es wird eine größere Maschine regelmäßig eingesetzt, auch hatte man immer geplant an bestimmten Tagen einen 2. Flug zu etablieren, um mehr Geschäftsleute ab Leipzig/Halle anzulocken, hat man aber bisher nicht umgesetzt.
143 967-8 schrieb:
2018 sprach ich mit meiner Mitarbeiterin aus der KLM-Verwaltung, die mir zum Thema Streckennetz sehr gute Auskünfte geben konnte. Sie sagte mir, dass KLM schon länger an Dresden interessiert war. Man hatte auch geprüft, Leipzig/Halle zusätzlich anzufliegen, sah dort aber nur wenig Potenzial. AirFrance war dort bereits gescheitert und man wollte auch den Dresden-Flug nicht belasten. Zum Zeitpunkt meines Gesprächs gab es auch ganz klar die Aussage, dass es keine Pläne gäbe, dass AirFrance wieder nach Leipzig/Halle fliegen wird. Deine Info mit der Förderung halte ich für zweifelhaft. Wenn KLM gern nach Leipzig/Halle geflogen wäre, warum sollte man denen dann eine Förderung anbieten und nach Dresden umleiten?
Hallo,

wenn du etwas vom Luftverkehr verstehts, dann weißt du das alle neuen Strecken mit Zuschüssen gefördert werden. Und weil die gemeinsame Flughafengesellschaft von Leipzig/Halle und Dresden nur Länder und Städte als Träger hat, also politische Organisationen, sind viele Entscheidungen im Gegensatz zu anderen Flughäfen auch politische Entscheidungen, zumal es die einzigen Flughäfen sind, die eine gemeinsame Gesellschaft haben. Und glaube mir die Regierung in Dresden will natürlich das alles nach Dresden fliegt, weil man zu faul ist nach Leipzig/Halle zu fahren. Damals hatte und hat der Flughafen Dresden einfach zu wenig internationale Verbindungen, die meisten Verbindungen sind innerdeutsch. Das gefällt der Regierung in Dresden gar nicht. Und das Problem ist auch das der Flughafen Leipzig/Halle noch ausbaufähig ist, was in Dresden nicht der Fall ist. Davon mal abgesehen fertigt Leipzig/Halle mit 2.700 000 Passagieren gerade mal knapp mehr als die Hälfte der 4.000 000 Passagiere ab, die möglich wären. Das einzige Problem ist, das Linienverbindungen eher ab Dresden wegen der IT Industrie und der Regierung gehen, während Leipzig/Halle viele Charterverbindungen hat, die heute aber meist auch als Linienflüge gehen, allerdings meist zu touristischen Zielen im Kurz-und Mittelstreckenbereich, in den letzten Jahren kamen auch wieder Fernstrecken wie nach Dubai und Gambia hinzu, wie Anfang der 90-iger Jahre , als man noch nach Kuba, in die Dominikanische Republik, nach Sri Lanka und Kenia flog, solange es noch die LTU gab.
kaufhalle schrieb:
Übernimmst Du das Defizit der Flüge? Wenn nicht: Wer dann? Wenn die Flüge rentabel wären, würden sie nicht eingestellt.
Hallo,

ich weiß nicht ob das wirklich der Grund ist, die Auslastung war jedenfalls nicht so als das sie eingestellt hätten werden müssen. Wieviel bei meinen Reisen Businessclass Kunden waren, kann ich schlecht abschätzen, weil es ja keinen Vorhang wie früher mehr gibt. Aber wenn ich eine Airline wie die Lufthansa auch mit meinem Steuergeld mit rette kann ich wohl auch eine Gegenleistung erwarten. Zum anderen verhindert auch die Deutsche Bahn eine bessere Auslastung ab dem Flughafen Leipzig/Halle. Beispiel: Vor der Corona Krise waren am Flughafen Leipzig/Halle 6 Maschinen(zeitweise bis zu 8) am Flughafen stationiert. Diese fliegen schon seit Jahren zwischen 05:30 und 06:30 Uhr ab und kommen von Ihren letzten Flügen zwischen 22:30 und 23:30 Uhr zurück. Wenn wir von mindestens 150 Passagieren pro Flieger ausgehen, da es alles A320 und A321 sind, sind das also rund 1000 Leute am Morgen und in der Nacht. Trotzdem kriegt es die DB AG die die S-Bahn betreibt es nicht hin, Züge passend zum Start der frühen Maschinen und zur Landung der späten Maschinen hin, lediglich ab/bis Leipzig und teilweise Altenburg gibt es Verbindungen. Das Gleiche gilt für den Fernverkehr, die Erfurter, die nur ein kleines Angebot ab Erfurt haben und deren Flughafen eigentlich mit dem geringen Verkehr geschlossen gehört, wenn man denn was für den Klimaschutz machen will, die in 30 Minuten am Flughafen in Leipzig sein könnten, müssen erst zum Leipziger Hbf. fahren, weil man am Flughafen Leipzig/Halle schon seit Jahren einfach durchfährt am Bahnhof, obwohl als ICE Bahnhof ausgewiesen. Das Gleiche gilt für die ICE aus Berlin oder Dresden und das obwohl viele Berliner ab Leipzig/Halle fliegen, wie auch Leute aus Lutherstadt Wittenberg und Dessau und Umgebung und aus Riesa, ebenso wie auch aus Dresden, da die viele Urlaubsgebiete nur ab Leipzig/Halle und nicht von Dresden aus angeflogen werden. Normalerweise wäre die Konzentration auf Leipzig/Halle ein Beitrag zum Umweltschutz, denn dann wären die Flieger größer und voll und man müsste nicht mit so vielen kleinen Maschinen ab Erfurt und Dresden fliegen, aber das will die Politik nicht, die ja in den beiden Landeshauptstädten sitzt und unbedingt einen Flughafen in der jeweiligen Hauptstadt haben will.
Falk12 schrieb:
wenn du etwas vom Luftverkehr verstehts, dann weißt du das alle neuen Strecken mit Zuschüssen gefördert werden.
Richtig, jedoch dürfte sich das in Dresden und Leipzig/Halle alles sehr in Grenzen halten. Vueling hatte damals zum Beispiel seine Verbindungen von Sachsen nach Barcelona eingestellt, weil man eben nicht mehr Zuschüsse zahlen wollte und ansonsten gibt es ab beiden Flughäfen nur selten mal neue Linienverbindungen.

Zitat
Und glaube mir die Regierung in Dresden will natürlich das alles nach Dresden fliegt, weil man zu faul ist nach Leipzig/Halle zu fahren.
Nein, das glaube ich dir so nicht. Das mag zwar im Falle der Russland-Verbindung tatsächlich so gewesen sein (da wurde Putin vom sächsischen Ministerpräsidenten angesprochen, ob er nicht mal Flüge zwischen Dresden und Moskau möglich machen könnte, während der Flughafenchef eigentlich Flüge nach Leipzig wollte). Wäre es aber immer so wäre, wie du es beschreibst, dann würden z. B. Austrian und Turkish Airlnes auch von Dresden abheben. Auch hatte unser Wirtschaftsminister Dulig im Wahlkampf seinen von der Presse begleiteten "Arbeitseinsatz" (er belud Flugzeuge mit Koffern usw.) in Leipzig/Halle und nicht in Dresden. Aber insgesamt habe ich bei der sächsischen Landesregierung eher den Eindruck, dass man sich kaum für den Flugverkehr in Sachsen interessiert.

Zitat
Und das Problem ist auch das der Flughafen Leipzig/Halle noch ausbaufähig ist, was in Dresden nicht der Fall ist. Davon mal abgesehen fertigt Leipzig/Halle mit 2.700 000 Passagieren gerade mal knapp mehr als die Hälfte der 4.000 000 Passagiere ab, die möglich wären.
Falsch. Auch Dresden ist noch ausbaufähig. Aktuell hat man eine Kapazität von 3,5 Mio. PAX, welche vor Corona gerade mal zur Hälfte genutzt wurde. Bei einem Ausbau des Westflügels wären auch 4,5 Mio. PAX pro Jahr möglich.

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!
Falk12 schrieb:
ich weiß nicht ob das wirklich der Grund ist, die Auslastung war jedenfalls nicht so als das sie eingestellt hätten werden müssen.
Die Auslastung eines Flugzeuges ist nicht alleinentscheidend. Viel wichtiger ist die Frage, ob der Flug rentabel war. Wenn der Flug nur durch günstige Tickets voll war, muss der Flug nicht zwangsläufig rentabler sein, als ein Flug mit weniger Passagieren.

Zitat
weil es ja keinen Vorhang wie früher mehr gibt.
Aber sicher gibt es den Vorhang noch. In den bei der Lufthansa für Leipzig/Halle "typischen" CRJ900 ist der zwar ein schlechter Witz, aber in anderen Flugzeugen wie der A320-Familie gibt es bei Lufthansa noch einen "richtigen" Vorhang.

Zitat
Aber wenn ich eine Airline wie die Lufthansa auch mit meinem Steuergeld mit rette kann ich wohl auch eine Gegenleistung erwarten.
Wenn ich Lufthansa mit meinem Steuergeld rette, erwarte ich, dass man das Geld nicht zum Fenster rauswirft, sondern sinnvoll einsetzt.

Zitat
Zum anderen verhindert auch die Deutsche Bahn eine bessere Auslastung ab dem Flughafen Leipzig/Halle. Beispiel: Vor der Corona Krise waren am Flughafen Leipzig/Halle 6 Maschinen(zeitweise bis zu 8) am Flughafen stationiert. Diese fliegen schon seit Jahren zwischen 05:30 und 06:30 Uhr ab und kommen von Ihren letzten Flügen zwischen 22:30 und 23:30 Uhr zurück. Wenn wir von mindestens 150 Passagieren pro Flieger ausgehen, da es alles A320 und A321 sind, sind das also rund 1000 Leute am Morgen und in der Nacht. Trotzdem kriegt es die DB AG die die S-Bahn betreibt es nicht hin, Züge passend zum Start der frühen Maschinen und zur Landung der späten Maschinen hin, lediglich ab/bis Leipzig und teilweise Altenburg gibt es Verbindungen.
DB Regio fährt das, was bei ihr bestellt wird. Außerdem: Wie viele von diesen 1000 Leuten wollen denn überhaupt mit der Bahn anreisen? Wer so früh am Morgen am Flughafen sein muss und dann noch mit großem Gepäck reist, kann sich auch ein Taxi gönnen, sich von Freunden oder Verwandten zum Flughafen fahren lassen oder fährt gleich selbst mit dem Auto hin und parkt vor Ort.

MfG 143 967-8

Meine (S) Bahn Dresden [DB] - Einfach Mehr im Nahverkehr!
Henra schrieb:
Die 9 Mrd. sollen die temporäre 'Durststrecke' überbrücken

Würde man den Kräften des Marktes im Verkehrssektor komplett freien Lauf lassen, würde Lufthansa erstmal verschwinden, die 35.000 MA auf der Straße landen. Nach der Krise würde sich ein neuer Carrier finden
Steht nicht im Wirtschaftslehrbuch (West), daß die Pleite einer der Mechanismen ist, die dafür sorgt, daß alles optimal wird?

Oder handelt man nach Lehrbuch ML (Ost)? Dann sollte man das aber offen sagen.
Wobei genau das auch ein Argument gegen den Abflug vom Flughafen München ist, wenn man jetzt nicht gerade nach Madrid oder sonstige weit entfernte Ziele möchte.
Es macht einfach keinen Sinn, beispielsweise für eine Reise von Augsburg nach Dortmund erst mal eine Stunde zum Münchener Flughafen durch die Gegend zu schaukeln. Dadurch ist der Zeitvorteil des Flugzeugs durch die lange Anfahrt schon wieder aufgebraucht.

D. schrieb:
Muenchen bleibt uebrigens - da sind es schliesslich auch ueber drei Stunden, und der Flughafen ist schlecht per Bahn angebunden.
Falk12 schrieb:
ich weiß nicht ob das wirklich der Grund ist, die Auslastung war jedenfalls nicht so als das sie eingestellt hätten werden müssen.

Du wirst das auch nicht beurteilen können. Die Lufthansa schon. Sie werden nicht auf rentable Verbindungen verzichten.

Falk12 schrieb:
Aber wenn ich eine Airline wie die Lufthansa auch mit meinem Steuergeld mit rette kann ich wohl auch eine Gegenleistung erwarten.

Nö. Was wäre denn, wenn alle so denken? Jeder mit seinem winzigen Beitrag?

Falk12 schrieb:
Zum anderen verhindert auch die Deutsche Bahn eine bessere Auslastung ab dem Flughafen Leipzig/Halle. Beispiel: Vor der Corona Krise waren am Flughafen Leipzig/Halle 6 Maschinen(zeitweise bis zu 8) am Flughafen stationiert. Diese fliegen schon seit Jahren zwischen 05:30 und 06:30 Uhr ab und kommen von Ihren letzten Flügen zwischen 22:30 und 23:30 Uhr zurück. Wenn wir von mindestens 150 Passagieren pro Flieger ausgehen, da es alles A320 und A321 sind, sind das also rund 1000 Leute am Morgen und in der Nacht. Trotzdem kriegt es die DB AG die die S-Bahn betreibt es nicht hin, Züge passend zum Start der frühen Maschinen und zur Landung der späten Maschinen hin, lediglich ab/bis Leipzig und teilweise Altenburg gibt es Verbindungen.

Die S-Bahn ist bestellter Nahverkehr. Da kann die DB nix für.
kmueller schrieb:
Steht nicht im Wirtschaftslehrbuch (West), daß die Pleite einer der Mechanismen ist, die dafür sorgt, daß alles optimal wird?
Betriebswirtschaftlich optimal ja. Ob es allerdings für eine Gesellschaft gut ist, der Reihe nach alle Dienstleistungssektoren auf das Modell 'Fleischverarbietung' umzustellen, da kann man geteilter Meinung sein. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht war das bei Tönnies&Co sicherlich top....
In Fliegerkreisen ist das in etwas abgemilderter Form das Prinzip der Low Cost Carrier. Die würden sich gnadenlos durchsetzen, wenn man den Kranich hopps gehen lassen würde.
Genau aus dem Grund finde ich die Rettung OK, auch wenn ich es gut gefunden hätte, wenn man etwas vorteilhaftere Bedingungen ausgehandelt hätte. Mehr das 'wie' als das 'ob' stört mich.
Die Aktionäre sollten da nicht auf Steuerzahler's Kosten vergoldet werden.
Falk12 schrieb:
[...] Na mal sehen. das Märchen jedenfalls, das es nicht genug Geschäftsreisende gibt glaub ich nicht, das habe ich über 20 Jahre im Firmenreisedienst anders erlebt.

Hallo Falk12,

Deine Erfahrungen der letzten 20 Jahre in Ehren, aber “dank“ Corona hat sich auch in der Geschäftswelt manches verändert. Wo man gestern noch mal eben zum Meeting nach Frankfurt, Brüssel oder Zürich gejettet ist, gibt's heute viel zeitsparender die Videokonferenz.

Das Verkehrsaufkommen der Vor-Corona-Zeit wird es so nicht mehr geben. Gut für die Umwelt, effizienter für die Wirtschaft und damit gut für uns alle.

LG Ruhrthaler
Ruhrthaler schrieb:
Das Verkehrsaufkommen der Vor-Corona-Zeit wird es so nicht mehr geben.

Na da schauen wir doch mal in zwei Jahren, wo wir da stehen...
MHowi schrieb:
Ich muss öfter von Dortmund nach München. Du willst mir jetzt nicht weiß machen, dass die Bahn da eine Alternative ist (S-Bahn München eingerechnet. Ich fliege um kurz nach 6 Uhr los und bin um 9 Uhr am Marienplatz. Die Anreise und der Check In in Dortmund dauert genau so lange wieder Anreise zum Hauptbahnhof in Dortmund.
Ich muss öfter von Essen nach München und bevorzuge - auch vom zeitlichen Aspekt her (ich muss alleine am Weg zum Flughafen DUS 2 x umsteigen, dazu entsprechend zeitig beim Sicherheitscheck - da fast ausschließlich die Bahn. Da kann ich vom Einsteigen bis Aussteigen faktisch durcharbeiten (also ein gewonnener Arbeitstag), was beim Flug bzw. Regionalverkehr eh faktisch nicht möglich ist ...

W.
hubertat schrieb:

Ich muss öfter von Essen nach München und bevorzuge - auch vom zeitlichen Aspekt her (ich muss alleine am Weg zum Flughafen DUS 2 x umsteigen, dazu entsprechend zeitig beim Sicherheitscheck - da fast ausschließlich die Bahn. Da kann ich vom Einsteigen bis Aussteigen faktisch durcharbeiten (also ein gewonnener Arbeitstag), was beim Flug bzw. Regionalverkehr eh faktisch nicht möglich ist ...

W.
Wenn ich erst nach Düsseldorf müsste hätte ich auch eine Anreise mit dem Auto (mit der Bahn mit 2x umsteigen und doppelte Zeit) und längere CheckIn Zeiten. In Dortmund reichen 30 Minuten CheckIn und ich wohne nur ein paar Minuten vom Flughafen entfernt. Aber wenn möglich fahre ich auch gerne mit der Bahn, z.B. nach Berlin. Davon abgesehen hat sich durch Corona einiges geändert, nicht jeder Termin muß durch persönliche Anwesenheit glänzen. Und das ist auch gut so, wobei nicht alles bei Videokonferenz geht, die Zwischenmenschliche Komponente ist nicht zu unterschätzen. Oder wie ich immer sage: die wichtigen Entscheidungen fallen am Kaffeeautomaten.
Ab gewissen Entfernungen ist ein Flugzeug sinnvoll, bis gewissen Entfernungen das Fahrrad - und dazwischen die Bahn oder wenn es in die Fläche geht, das Auto. Davon abgesehen hat die Bahn leider einen Nachteil: am Flughafen bekommt man problemlos ein Auto für die Weiterfahrt geliehen, bei der Bahn ist das schon recht schwierig.
Schönen Abend
Mkchael

Re: Großer Quatsch ist etwas anderes...

geschrieben von: ifra

Datum: 03.08.20 02:16

ThomasR schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
MHowi schrieb:
Hallo,
das ist großer Quatsch.
Guten Tag,

wer sich immer noch so wichtig nimmt, dass er auf Klima, Zukunft und Mitmenschen sch..., nur weil seine Zeit angeblich ja sooo kostbar ist, dass er solche Kurzstrecken fliegen muss, der hat es nicht begriffen...

Gegen Klimaschäden hilft keine Maskenpflicht und es wird auch nie einen Impfstoff geben.


Freundliche Grüsse
Tobias
Er hat schon recht. Und die Dash 8-400 brauchen auch nicht wesentlich mehr CO² wie eine Bahnfahrt im ICE, Infrastruktur nicht vergessen einzurechnen. Also das Argument kannst du gleich mal vergessen. Ab guten drei Stunden, bei uns in der Firma vier Stunden, IC/ICE wird geflogen. Es gibt keinen Nachtzug und die Reisezeiten sind als Arbeitszeit zu vergüten. Hotelkosten muss man auch einrechnen. So kann er an einem Tag zum Meeting und zurück, sonst fallen zwei Tage Arbeit aus, bei entsprechend höheren Kosten.

Edit: Fehlendes "nicht" eingefügt, war irgendwie verschwunden
Noch kostengünstiger wird es für die Firma, wenn das Meeting an einem Tag als Videokonferenz abgehalten wird ... spart sowohl Flugreisekosten als auch Reisezeiten im ICE.

Also, wenn aufgrund der guten Corona-Erfahrung jedes zweite Meeting digital abgehalten wird, reduzieren sich die gebuchten Sitze in den Flügen gewaltig. Da ist die Rentabilitätsgrenzen bald schnell in weite Ferne geraten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.20 02:19.
Morgens,

Nachdem ich gestern aus welchen Gründen auch immer nicht mehr mitdiskutieren konnte, nur soviel, ich habe mich über einige Kollegen hier köstlich amüsiert. Angefangen bei Märchen, mit Denen das Fliegen gerechtfertigt werden sollte, bis hin zur Offenbarung der Selbstversklavung, grins ...
Im Ernst, Du hast Recht, die Nägel mit Köpfen werden vor oder nach der Hauptveranstaltung gemacht. Damit ist es doch eigentlich wiedersinnig an einem Tag hin- und zurück reisen zu müssen. Das mit den schnellen und direkten Verbindungen funktioniert nicht einmal im Nahverkehr, wo es viel wichtiger wäre.

wünsche Allen eine angenehme Woche und lasst Euch nicht stressen,





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.20 08:18.
Henra schrieb:
kmueller schrieb:
Steht nicht im Wirtschaftslehrbuch (West), daß die Pleite einer der Mechanismen ist, die dafür sorgt, daß alles optimal wird?
Betriebswirtschaftlich optimal ja. Ob es allerdings für eine Gesellschaft gut ist, der Reihe nach alle Dienstleistungssektoren auf das Modell 'Fleischverarbietung' umzustellen, da kann man geteilter Meinung sein. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht war das bei Tönnies&Co sicherlich top....
In Fliegerkreisen ist das in etwas abgemilderter Form das Prinzip der Low Cost Carrier. Die würden sich gnadenlos durchsetzen, wenn man den Kranich hopps gehen lassen würde.
Und warum würden nicht andere staatlich geförderte und dadurch gemeinnützige Fluggesellschaften wie Air France den Betrieb übernehmen? Fördern könnte man das durch Ausschreibungen, wie es erfolgreich im Bahn-Nahverkehr praktiziert und in keiner Weise infrage gestellt wird.

Denn laut Wirtschaftslehrbuch maximiert der Markt neben dem Preis auch die Qualität.
kaufhalle schrieb:

...Wer dann? Wenn die Flüge rentabel wären, würden sie nicht eingestellt.
Das Argument klingt auf den ersten Blick überzeugend, es wird zumindest in der derzeitigen Situation auch stimmen. Aber als allgemeiner Erfahrungssatz ist es falsch. auch die Bahn stellt rentable Verbindungen ein, sofern sie sich dadurch einen Vorteil verspricht.

Konkret auf Lufthansa bezogen:
Diese muss wegen der Staatshilfe Slots in Frankfurt abgeben. Daher würden auch Flüge gestrichen, selbst wenn alle Gewinn erwirtschaften würden.
Welche Verbindungen gestrichen werden, ist eine knifflige Frage, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen.
Die alternative Anbindung mit dem ICE ist einer dieser Faktoren. Ein weiterer dürfte sein, welcher zusätzliche Ertrag durch die Verbindung generiert werden kann. Dieser ist geringer, wenn Fluggäste zu günstigen Preisen und einer akzeptablen Verbindung auf den Zug ausweichen können. Das ist bei Leipzig der Fall und wird auch ausgiebig genutzt.
Die Konkurrenzsituation mit anderen Allianzen ist ein weiterer Gesichtspunkt.
Dann spielt eine Rolle, was für Flugzeugtypen durch die Streichung der Verbindung freigesetzt werden können.

Herzliche Grüße von
e pericoloso sporgersi
...
der trotz allem immer noch gerne Zug fährt
Zitat
Auch wenn ich nicht weiß, um welches Frankfurt es sich handelt, finde ich es ein guter Ansatz. Innerdeutsche Flüge müssten komplett verboten werden und dürfen nur millitärisch bedingt stattfinden.


Sobald von Frankfurt die Rede ist, ist immer FFM; also Frankfurt am Main gemeint. Niemand interessiert sich für das Andere.
epericolososporgersi schrieb:
Welche Verbindungen gestrichen werden, ist eine knifflige Frage, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen.
Die Verpflichtung zur Aufgabe einiger Slots ist von so geringem Ausmaß, daß aus diesem Grund für sich genommen keine einzige Destination "eingestellt" werden müßte. LEJ wird ja nun bereits seit Monaten nicht von FRA bedient, und kommt nun eben nicht zurück. Mei...

epericolososporgersi schrieb:
Das Argument klingt auf den ersten Blick überzeugend, es wird zumindest in der derzeitigen Situation auch stimmen. Aber als allgemeiner Erfahrungssatz ist es falsch. auch die Bahn stellt rentable Verbindungen ein, sofern sie sich dadurch einen Vorteil verspricht.

Konkret auf Lufthansa bezogen:
Diese muss wegen der Staatshilfe Slots in Frankfurt abgeben. Daher würden auch Flüge gestrichen, selbst wenn alle Gewinn erwirtschaften würden.
Welche Verbindungen gestrichen werden, ist eine knifflige Frage, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen.
Die alternative Anbindung mit dem ICE ist einer dieser Faktoren. Ein weiterer dürfte sein, welcher zusätzliche Ertrag durch die Verbindung generiert werden kann. Dieser ist geringer, wenn Fluggäste zu günstigen Preisen und einer akzeptablen Verbindung auf den Zug ausweichen können. Das ist bei Leipzig der Fall und wird auch ausgiebig genutzt.
Die Konkurrenzsituation mit anderen Allianzen ist ein weiterer Gesichtspunkt.
Dann spielt eine Rolle, was für Flugzeugtypen durch die Streichung der Verbindung freigesetzt werden können.
Hallo,

das dürften auch Argumente sein die eine Rolle spielen. Ich habe jetzt auch gelesen, das das wohl ein schon lange Plan der LH war und nur durch Corona beschleunigt wurde und wohl in Zukunft auch noch anderen Flughäfen " blüht". Wenn dem so ist, dann ist es nicht anders und wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, vielleicht lohnen sich dann eben für andere Linienflieger dann Verbindungen jetzt, wo es bisher nicht so war. Und sollten in 2-3 Jahren dann am Flughafen tatsächlich mal die kleinen Dorniers gebaut werden, findet sich vielleicht auch eine Airline, die diese auch ab Leipzig/Halle einsetzt und damit Strecken wirtschaftlich betreibt, die mit A318-A321 nun mal nicht wirtschaftlich zu betreiben sind.
epericolososporgersi schrieb:
kaufhalle schrieb:

...Wer dann? Wenn die Flüge rentabel wären, würden sie nicht eingestellt.
Das Argument klingt auf den ersten Blick überzeugend, es wird zumindest in der derzeitigen Situation auch stimmen. Aber als allgemeiner Erfahrungssatz ist es falsch. auch die Bahn stellt rentable Verbindungen ein, sofern sie sich dadurch einen Vorteil verspricht.

Konkret auf Lufthansa bezogen:
Diese muss wegen der Staatshilfe Slots in Frankfurt abgeben. Daher würden auch Flüge gestrichen, selbst wenn alle Gewinn erwirtschaften würden.
Welche Verbindungen gestrichen werden, ist eine knifflige Frage, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen.
Die alternative Anbindung mit dem ICE ist einer dieser Faktoren. Ein weiterer dürfte sein, welcher zusätzliche Ertrag durch die Verbindung generiert werden kann. Dieser ist geringer, wenn Fluggäste zu günstigen Preisen und einer akzeptablen Verbindung auf den Zug ausweichen können. Das ist bei Leipzig der Fall und wird auch ausgiebig genutzt.
Die Konkurrenzsituation mit anderen Allianzen ist ein weiterer Gesichtspunkt.
Dann spielt eine Rolle, was für Flugzeugtypen durch die Streichung der Verbindung freigesetzt werden können.

Man darf das mit der Rentabilität nicht so eng sehen, das funktioniert alles 1. nach dem Prinzip der Mischkalkulation und 2. im Rahmen der gegebenen Voraussetzungen. Innerhalb dieser Rahmen wird betriebswirtschaftlich entschieden.