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Hallo,

31. Juli 2020
Die Deutsche Bahn bietet in der Sommersaison eine neue ICE-Direktverbindung vom Neckar an die Ostsee an.

Quelle: [www.eurailpress.de]

Gruß FLIRT>X
Unterwegs für Regio Mitte

Ich bin geprüft auf: 362/63, 290-295, 152, 182, Taurusfamilie, 425, 612 und 1428 (429.1)

Mein Youtubekanal:[www.youtube.com]
Ist das, da via Heilbronn eine Verlängerung der bestehenden Zusatzverbindung Stuttgart - Würzburg - Berlin während der Sperrung der SFS Stu-Man?

So isses! (o.w.T)

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 31.07.20 18:04

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
And that the fate of this democracy depends on how we use it; that democracy isn’t automatic, it has to be nurtured, it has to be tended to, we have to work at it, it’s hard.

Barack Obama
Die Züge verkehren immer freitags und samstags ab Stuttgart via Heilbronn, Würzburg, Kassel-Wilhelmshöhe, Berlin, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Züssow, Greifswald, Stralsund, Bergen auf Rügen bis Ostseebad Binz mit Ankunft 16:39 Uhr.

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ICE 1098 abfahrt 5:58 Stuttgart - 16:39 Ostseebad Binz
Mit Fahrradmitnahme?
Nach dem um sich greifenden Abschaffen des IC sind die Kapazitäten in dieser Hinsicht leider sehr zurückgegangen.
Immerhin mit Ziel einer erstrangigen Urlaubsregion....
Super Baureihe 103 schrieb:
Mit Fahrradmitnahme?
Nach dem um sich greifenden Abschaffen des IC sind die Kapazitäten in dieser Hinsicht leider sehr zurückgegangen.
Immerhin mit Ziel einer erstrangigen Urlaubsregion....
Nein, der Zug richtet sich an die Mehrzahl der Urlauber, die Ihr Fahrrad vor Ort leihen.

Alternativ gibt es noch den IC 2216 als Direktverbindung, allerdings so gut wie nie mit reservierten Fahrradplätzen ab Stuttgart o.ä. bis Rügen.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 19:36.
Hallo,

ist Planmäßig ein einzelner 415er, daher keine Fahrradmitnahme.
Weshalb denn Diesel -Antrieb,obgleich durchgehend Fahrdraht vorhanden ist?
Super Baureihe 103 schrieb:
Weshalb denn Diesel -Antrieb,obgleich durchgehend Fahrdraht vorhanden ist?
Wieso Diesel ? BR 415 ist ein ICE-T
Super Baureihe 103 schrieb:
Weshalb denn Diesel -Antrieb,obgleich durchgehend Fahrdraht vorhanden ist?
Der Diesel ICE war der 605, der ist gerade von Rügen zum Schrottplatz unterwegs. Dem 415 fehlen nur 2 Wagen im Vergleich zu den normalen ICE-T. Gibt davon nur 10 Stück, von daher nicht so bekannt.
NBStrecke schrieb:
Der Diesel ICE war der 605, der ist gerade von Rügen zum Schrottplatz unterwegs. Dem 415 fehlen nur 2 Wagen im Vergleich zu den normalen ICE-T. Gibt davon nur 10 Stück, von daher nicht so bekannt.
Sind deren 11 ;-)
Waren aber sogar noch vor den 7-Teilern unterwegs, seit 1999 auf der Gäubahn. Bis heute dann auch täglich im Einsatz zwischen Wiesbaden, Frankfurt und Leipzig und in der Vergangenheit viele Jahre auch auf Berlin-München.
Leider fährt DB Fern immer in die selben wenigen erstrangigen Urlaubsregionen. Erzgebirge oder Tegernsee sind z.B. nie dabei. Es geht mir um das Phänomen, daß Ziele mit einem bereits guten IC/ICE-Angebot noch mehr extra bekommen, andere hingegen über lange Zeit gar nichts.

Ich sage wenn man einen ICE für eine bekloppte Tauf-Zeremonie per 218 nach Goslar schleppen kann, dann ist das auch mit IC-Wagen und zahlenden Reisenden möglich. Goslar - Wernigerode - Quedlinburg wäre ein schönes IC-Ziel aus Richtung BaWü oder NRW.

Gruß, Olaf

(,“)
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FV in den Harz

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 01.08.20 09:17

Hallo

für den Harz wird man aber das Argument dagegen halten, dass es aus NRW einen ICE nach Hannover und einen Umstieg in den schnellen RE nach Goslar gibt. Und aus Richtung Stuttgart/Süden wird man anbringen, dass man in Braunschweig auch umsteigen kann und dann bis Bad Harzburg durchfährt.

Was aber andere Regionen angeht, so könnte man ja hier von Dr. Nagel erfahren, welche Planungen man überhaupt in der Schublade hat.

Gruß
Uwe



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 09:18.

was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: internaut

Datum: 01.08.20 09:17

Passt es eigentlich vom ICE-Typ her auch zu aktuell gestrichenen ICE Internationals? Als sie den Norddeich ICE eingeführt hatten, flogen ja plötzlich einige ICEs Brüssel-Frankfurt aus den Fahrplänen. Was ist es diesmal?

Re: was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: Node

Datum: 01.08.20 09:20

internaut schrieb:
Passt es eigentlich vom ICE-Typ her auch zu aktuell gestrichenen ICE Internationals? Als sie den Norddeich ICE eingeführt hatten, flogen ja plötzlich einige ICEs Brüssel-Frankfurt aus den Fahrplänen. Was ist es diesmal?
Da fahren doch völlig andere ICE-Typen. Aufgrund des momentanen Entfalls z.B. der L15 hat man ICE-T dafür frei.

Nein das passt nicht

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 01.08.20 09:20

Nach Brüssel fahren ICE3 und die Saisonzüge sind ICE-T (BR 415) Bilder vom Norddeich-ICE im Sichtungsforum zu finden

Re: was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: ICE-T-Fan1

Datum: 01.08.20 09:29

Ein ICE3 der Baureihe 406 wird wohl (außer aufm Weg zum SSM Mukran) niemals die Ostsee erblicken. Von daher kein guter Vergleich. Und mit einem 415er kannst du nicht ins Ausland fahren, also würde dir das Freischaufeln dieses kurzen Neigezuges auch nicht viel nützen, um zusätzliche Verbindungen nach Brüssel anzubieten.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
------------------------------
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)
Rbd Berlin schrieb:
Super Baureihe 103 schrieb:
Weshalb denn Diesel -Antrieb,obgleich durchgehend Fahrdraht vorhanden ist?
Wieso Diesel ? BR 415 ist ein ICE-T
Ich präzisiere mal für alle Leser, die sich mit ICE-Typem nicht so auskennen:

Wieso Diesel? BR 415 ist ein elektrischer Triebzug.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
------------------------------
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)
ICE-T-Fan1 schrieb:
Rbd Berlin schrieb:
Super Baureihe 103 schrieb:
Weshalb denn Diesel -Antrieb,obgleich durchgehend Fahrdraht vorhanden ist?
Wieso Diesel ? BR 415 ist ein ICE-T
Ich präzisiere mal für alle Leser, die sich mit ICE-Typem nicht so auskennen:

Wieso Diesel? BR 415 ist ein elektrischer Triebzug.
Das erschreckt mich gerade, dass hier im Forum nicht zwischen den ICE Typen unterschieden werden kann.

Grüsse aus dem ICE Sprinter 1138 (ein ICE4) Köln Hamburg.
Es sind tatsächlich sogar 11 (Altenbeken, Eisenach, Gotha, Hansestadt Greifswald, Heidelberg, Homburg/Saar, Karlsruhe, Kassel, Marburg/Lahn, Hansestadt Rostock, Torgau), wobei "Homburg/Saar" schon lange nicht mehr gefahren ist.

Und die BR 415 hatte man sich nur aus zwei Gründen angeschafft:

1.) Man war 1998 der Meinung, dass 5 Wagen zwischen Stuttgart und Singen vollkommen ausreichen (eine Fehleinschätzung, welche man 2006 korrigiert hat, indem man die damals 5 SBB-tauglichen 415er zu 411er umgebaut hatte)
2.) Leipzig zur Jahrtausendwende nur über einen einzigen Bahnsteig verfügte, an dem eine Doppeltraktion (411-411) halten konnte und Gotha, Weimar sowie Riesa bis heute zu kurz für 411-411 sind. Daher wurden die HV-Verstärker-Zugteile auf der Linie 50 Saarbrücken-Dresden mit 415er bestückt, da 411-415 gerade so in Gotha, Weimar, Leipzig Gleis 10 (alt) und Riesa an den Bahnsteig gepasst haben.

Die 415er sind alleine fahrenden relativ unwirtschaftlich und durch fehlendes BordRestaurant und fehlende Fahrradbeförderung betrieblich auch eher unflexibel. (Wenn man 411er gegen 415er tauscht, hat man sofort Komforteinbußen, nicht nur wegen der fehlenden Sitzplätze.) Deswegen habe ich vor kurzen ja tatsächlich angenommen, dass die 415er bis 2026 ausgemustert werden, als man diesen Schreibfehler (60 statt 70 ICE-T) in der Präsentation über die zukünftige FV-Flotte eingebaut hatte.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
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"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 09:47.
RhBDirk schrieb:
ICE-T-Fan1 schrieb:
Rbd Berlin schrieb:
Super Baureihe 103 schrieb:
Weshalb denn Diesel -Antrieb,obgleich durchgehend Fahrdraht vorhanden ist?
Wieso Diesel ? BR 415 ist ein ICE-T
Ich präzisiere mal für alle Leser, die sich mit ICE-Typem nicht so auskennen:

Wieso Diesel? BR 415 ist ein elektrischer Triebzug.
Das erschreckt mich gerade, dass hier im Forum nicht zwischen den ICE Typen unterschieden werden kann.

Mich nicht. Hier sind ja auch Gelegenheitsleser anwesend oder sogar Leute aus anderen Regionen der Erde, die aus reinem Interesse an den deutschen / europäischen Eisenbahnverkehr mitlesen.
Und ich habe oft genug Fahrgäste und sogar Bahnpersonal getroffen, die keine Ahnung von ICE-Typen und deren Unterschiede hatten.

Deswegen habe ich es einfach noch mal präzisiert, da "ICE-T" ja keine direkte Assoziation für "elektrisch" mitbringt. Im Gegenteil, zählen die Diesel-ICE ja auch zur Zuggattung "ICE-T", sind ja schließlich auch Züge mit Neigetechnik.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 09:44.
Hätte man damals die Fahrgastentwicklung über die kommenden 10 Jahre gewusst, hätte man gleich 43 7-Teiler beschafft. Die SBB-tauglichen 5-Teiler waren rückblickend eine Fehlinvestition.

Ich meine auf einer internationalen Verbindung zwischen Stuttgart und der größten Stadt in der Schweiz einen Zug mit nur 5 Wagen und ohne Bordrestaurant einzusetzen, war schon der größte Witz überhaupt. Die 415er erreichen auf dem Papier kein EC-Niveau.
Aber die Gäubahn ist der DB ja so wichtig wie ein Kropf.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
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ICE-T-Fan1 schrieb:

2.) Leipzig zur Jahrtausendwende nur über einen einzigen Bahnsteig verfügte, an dem eine Doppeltraktion (411-411) halten konnte und Gotha, Weimar sowie Riesa bis heute zu kurz für 411-411 sind. Daher wurden die HV-Verstärker-Zugteile auf der Linie 50 Saarbrücken-Dresden mit 415er bestückt, da 411-415 gerade so in Gotha, Weimar, Leipzig Gleis 10 (alt) und Riesa an den Bahnsteig gepasst haben.

Die 415er sind alleine fahrenden relativ unwirtschaftlich und durch fehlendes BordRestaurant und fehlende Fahrradbeförderung betrieblich auch eher unflexibel. (Wenn man 411er gegen 415er tauscht, hat man sofort Komforteinbußen, nicht nur wegen der fehlenden Sitzplätze.) Deswegen habe ich vor kurzen ja tatsächlich angenommen, dass die 415er bis 2026 ausgemustert werden, als man diesen Schreibfehler (60 statt 70 ICE-T) in der Präsentation über die zukünftige FV-Flotte eingebaut hatte.
Hallo,

das Leipzig zur Jahrtausendwende nur einen Bahnsteig mit der entsprechenden Länge gehabt haben soll, wo eine Kombination aus 2 ICE-T Platz gehabt haben sollen, bezweifle ich, denn ich bin 14 Tage nach der planmäßigen Einführung der ICE-T auf den Strecken Dresden-Leipzig-Frankfurt(Main) und München-Nürnberg-Leipzig-Berlin-Hamburg zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni täglich mit eben jenen ICE nach Berlin gependelt und die Züge fuhren in Doppeltraktion sowohl von Bahnsteig 10 als auch 11 ab, was in Leipzig Hbf. schon immer so war, das mindestens 2 Bahnsteige gleich lang sind, mit Ausnahme der nicht mehr existierenden Bahnsteigen 1 und 29, da es sich ja ansonsten immer um Inselbahnsteige handelte, mit Außenahme der Außenbahnsteige 8a, 10a, 12a und 14a.
Falk12 schrieb:
ICE-T-Fan1 schrieb:
2.) Leipzig zur Jahrtausendwende nur über einen einzigen Bahnsteig verfügte, an dem eine Doppeltraktion (411-411) halten konnte und Gotha, Weimar sowie Riesa bis heute zu kurz für 411-411 sind. Daher wurden die HV-Verstärker-Zugteile auf der Linie 50 Saarbrücken-Dresden mit 415er bestückt, da 411-415 gerade so in Gotha, Weimar, Leipzig Gleis 10 (alt) und Riesa an den Bahnsteig gepasst haben.

Die 415er sind alleine fahrenden relativ unwirtschaftlich und durch fehlendes BordRestaurant und fehlende Fahrradbeförderung betrieblich auch eher unflexibel. (Wenn man 411er gegen 415er tauscht, hat man sofort Komforteinbußen, nicht nur wegen der fehlenden Sitzplätze.) Deswegen habe ich vor kurzen ja tatsächlich angenommen, dass die 415er bis 2026 ausgemustert werden, als man diesen Schreibfehler (60 statt 70 ICE-T) in der Präsentation über die zukünftige FV-Flotte eingebaut hatte.
Hallo,

das Leipzig zur Jahrtausendwende nur einen Bahnsteig mit der entsprechenden Länge gehabt haben soll, wo eine Kombination aus 2 ICE-T Platz gehabt haben sollen, bezweifle ich, denn ich bin 14 Tage nach der planmäßigen Einführung der ICE-T auf den Strecken Dresden-Leipzig-Frankfurt(Main) und München-Nürnberg-Leipzig-Berlin-Hamburg zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni täglich mit eben jenen ICE nach Berlin gependelt und die Züge fuhren in Doppeltraktion sowohl von Bahnsteig 10 als auch 11 ab, was in Leipzig Hbf. schon immer so war, das mindestens 2 Bahnsteige gleich lang sind, mit Ausnahme der nicht mehr existierenden Bahnsteigen 1 und 29, da es sich ja ansonsten immer um Inselbahnsteige handelte, mit Außenahme der Außenbahnsteige 8a, 10a, 12a und 14a.
Vor dem Umbau war Gleis 10 in Leipzig für 2x411 zu kurz. 411-415 haben gerade so hingepasst. Es gibt ja bis heute noch dieses berühmte Kennzeichen mit der Aufschrift "ICE-T" am Bahnsteigende. Nur wenn du dieses Zeichen im Seitenfenster des Führerstandes gesehen hast, konntest du sicher gehen, dass das Zugende nicht über dem Ausfahrtsignal hinausgeragt hat. Gleis 11 war für 2x411 lang genug. Die beiden Bahnsteige waren nicht symmetrisch. Das lag wohl an dem Außengleis 10a und den dazugehörigen Weichenverbindungen.

Es kann sein, dass Gleis 13 oder 14 noch lang genug war für 2x411. Denn in der Umbauphase von Gleis 10/11, als die Züge aus Richtung Erfurt über den Güterring fuhren, sind diese auf Gleis 13 oder 14 eingefahren. Das müsste so 2006/2007 herum gewesen sein.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 10:18.

Re: FV in den Harz

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 01.08.20 10:42

Von Herrn Nagl erwarte ich außer Statements wie 'der eingeschlagene Weg der Bahn ist richtig und sinnvoll, ich begrüße und unterstütze die Entwicklung sehr' nichts weiter. Wenn ich ähnliche Allgemeinsätze lesen möchte kann ich das jederzeit im Bereich Businesskunden / Investor Relations tun. Von der einstigen Foren-Begrüßung mit den Worten "dass ich in Zukunft auch mal in diesem Forum schreiben werde und Sie damit Informationen aus allererster Hand erhalten" habe ich bislang nichts an frischen überraschenden Erkenntnissen mitbekommen. Die Bahn wird auch nie schreiben, daß etwas prinzipiell möglich sei, man aber keine Lust habe, weil es an 150 DB-typischen Eigen- und Kleinigkeiten scheitert und sich sowieso keiner finden lasse sich darum zu kümmern. Schon die ICE ab Garmisch mit ihren sehr späten Abfahrten heimwärts zeigen doch wie umständlich und unbeholfen die Bahn mit ihrem eigenen Gewerk umgeht. Da fährt doch kaum einer mit.

Ich würde es ja verstehen, wenn es nicht zig Sonderzüge schaffen würden in jede nur erdenkliche Ecke des Schienennetzes zu fahren. Mit Elok und Diesel und allem drum und dran. Nicht nur zu Weihnachtsmarktzeiten.

Gruß, Olaf

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 10:45.

Gäubahn-ICE

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 01.08.20 11:29

ICE-T-Fan1 schrieb:
Ich meine auf einer internationalen Verbindung zwischen Stuttgart und der größten Stadt in der Schweiz einen Zug mit nur 5 Wagen und ohne Bordrestaurant einzusetzen, war schon der größte Witz überhaupt. Die 415er erreichen auf dem Papier kein EC-Niveau.
Aber die Gäubahn ist der DB ja so wichtig wie ein Kropf.
Naja, man dachte aber ursprünglich auch an den Einsatz von Doppeltraktionen, was dann aber real nur extrem selten umgesetzt wurde. Hauptproblem war vor allem, dass es nur fünf CH-taugliche ICE-T gab, aber planmässig drei davon eingesetzt wurden. Und wenn man sieht, wie oft auf der Gäubahn schon nicht mal die drei nötigen ICE vorhanden waren, war klar, dass das mit den Doppeltraktionen nichts werden konnte.
Zwischen Singen und Stuttgart war auch in den 415 fast immer mehr als genug Platz, für die besonders aufkommensstarken Züge gab es die ETR 470. Wirklich nötig wären Doppeltraktionen nur für für wenige Züge, vor allem in der Schweiz gewesen. Wenn denn genügend Züge beschafft worden wären (und genügend Zeit zum Stärken in Singen).
Kurze Züge auf der Gäubahn hatten halt Jahrelang Tradition, es gab zwar immer einige lange, aber auch viele sehr kurze. Jeden Zug mit solch riesigen Kompositionen wie heute zu fahren kam dann erst mit der Umstellung von 415+ETR 470 auf 411 und den SBB-Ersatzzügen für die ICE. Und mit dem Interimsverkehr samt Nahverkehrsfreigabe wurde die Züge dann gleich nochmal verlängert.
Bis Anfang der 1990er gab es noch lobespannte Züge mit 198 Sitzplätzen 2. Klasse auf der Gäubahn in den kurzen Garnituren, die EC mit gerade um die 150 Plätzen 2. Klasse gab es zweitweise gar auch noch, ein 411 hatte dann schon 304 und die jetzigen SBB-Züge haben 390 Sitzplätze 2. Klasse als "kleinste" Einheit.
Klar gab es früher auch länger Züge, aber 415-Doppeltraktion hätten diese Züge (neben den ETR 470) gut abfangen können.

Übrigens bezüglich fehlender Fahrradbeförderung, die Gäubahn ICE-T hatten anfangs ein (grösseres) Fahrradabteil...

Gruss

Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 11:30.

Re: was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: FLIRT>X

Datum: 01.08.20 15:29

Ist Österreich kein Ausland?

Gruß FLIRT>X
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ICE3 an die Ostsee

geschrieben von: Saxobav

Datum: 01.08.20 16:12

ICE-T-Fan1 schrieb:
Ein ICE3 der Baureihe 406 wird wohl (außer aufm Weg zum SSM Mukran) niemals die Ostsee erblicken. Von daher kein guter Vergleich. Und mit einem 415er kannst du nicht ins Ausland fahren, also würde dir das Freischaufeln dieses kurzen Neigezuges auch nicht viel nützen, um zusätzliche Verbindungen nach Brüssel anzubieten.
Sage nie Nie! Mit der Elektrifizierung nach Stettin gibt es super Möglichkeiten für Verlängerungen über Berlin hinaus von Süden. Und damit kann man dann bis Swinemünde fahren.

Die 403er sind übrigens eine umbaufähige Reserve nach Typ 406. Nachrüstungen sind aber nicht in, wenn man billig an Geld kommt. Darum werden keine Mittelwagen und Mehrstromfähigkeit für die 415er nachbestellt (3kV= sollte ganz leicht sein) und die 605er aus gleichem Grund verschrottet.

Viele Grüße, saxobav.
Man baute keine 415 zu 7 teilern um, sondern man tauschte ledeglich ein paar Köpfe und nummerte diese um. Alle Mittelwagen blieben so wie sie waren und die 411/415 bekamen auf beiden Seiten neue "Führungskräfte".

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 17:07.

Re: was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: westring

Datum: 01.08.20 21:26

FLIRT>X schrieb:
Ist Österreich kein Ausland?
Doch, aber haben die 415 eine Zulassung für Österreich? Meines Wissens nicht.

ICE nach PL

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 01.08.20 21:28

Hallo

eher kommt der PKP Pendolino nach Deutschland als ein ICE nach Polen. Die sind schon 2017 auf Testfahrten gewesen .

Gruß
Uwe

Re: was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: FLIRT>X

Datum: 02.08.20 10:55

Okay, habe mich nochmal informiert. Der 411 darf nur nach Öterreich und der 415 nicht.

Gruß FLIRT>X
Unterwegs für Regio Mitte

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Re: was wird dafür gestrichen?

geschrieben von: cloubim

Datum: 02.08.20 11:18

westring schrieb:
FLIRT>X schrieb:
Ist Österreich kein Ausland?
Doch, aber haben die 415 eine Zulassung für Österreich? Meines Wissens nicht.
Und selbst wenn, Österreich ist mit PZB und 15kV AC technisch zum deutschen Netz voll kompatibel und wirklich nicht das beste Beispiel.

Re: ICE nach PL

geschrieben von: Saxobav

Datum: 02.08.20 22:29

Ost-Lok-Fan schrieb:
... eher kommt der PKP Pendolino nach Deutschland als ein ICE nach Polen. Die sind schon 2017 auf Testfahrten gewesen .
Das ist bekannt, und kürzlich ist einer dabei in München kaputtgegangen. Und nicht unwahrscheinlich.

Aber die Pendolini sind in Polen so knapp wie die 406er in D, man hat da neben der Betriebsreserve nichts abzugeben. Und die polnischen Ost-Weststrecken sind eben nur für 160 km/h ausgebaut, weshalb es da wenig Zwang gibt außer das Prestige. Für so ein kurzes Eintauchen wie nach Stettin kostet aber das ETCS für die Strecke nicht die Welt, wenn man eben am Prestige beteiligt sein will. Umgekehrt wird es kaum von Polen Geschäftsverkehr nach Hamburg oder Frankfurt am Main geben, der sich um der Züge Willen ab Posen oder Warschau dahinein setzen wird. Der Flieger ist da deutlich schneller. Bleibt noch ein gewisses Potential an Sonderverkehr und vielleicht eher der Verkehr von Oberschlesien nach Wien.

Viele Grüße, saxobav.

ICE-T mit ETCS oder NGT

geschrieben von: Saxobav

Datum: 02.08.20 23:03

cloubim schrieb:
westring schrieb:
Doch, aber haben die 415 eine Zulassung für Österreich? Meines Wissens nicht.
Und selbst wenn, Österreich ist mit PZB und 15kV AC technisch zum deutschen Netz voll kompatibel und wirklich nicht das beste Beispiel.
Ich würde mich stark wundern, wenn die 415er nicht mit Führerstand voran in AT fahren dürften. Dann müßten entsprechende Doppeltraktionen sonderbehandelt und umrangiert werden.

Ja, Österreich ist für die ICE-T wirklich ein besonderes Land. Das Stromsystem und PZB sind kompatibel. Die ICE-T können aber derzeit mit NGT fahren oder 230 km/h schnell, nicht beides. Und NGT nicht in Österreich. NGT können alle bisherigen deutschen Züge nur unter PZB in D einsetzen, in AT sind entsprechende Strecken nirgends damit ausgerüstet. Damit diese ICE wenigstens die Höchstgeschwindigkeit ausfahren können, haben sie ETCS für die österreichische Version 2.3.0d bekommen (neben der LZB für die Westbahn). Damit waren sie gut vorgerüstet für die VDE8, konnten zur dortigen Betriebsaufnahme aber nicht die eigentlich vorgesehene Baseline 3 bekommen. Also hat man die VDE8 mit einer Zwitterversion versehen, weil man die Züge unbedingt dafür benötigte.

Jetzt ist einige Zeit vergangen und einige Züge der Baureihen 411/415 könnten schon eine neue Universal-Version des ETCS von Alstom in der OBU haben, die in ganz DACH fahren können sollte. Ob man in der OBU-SW als Spezialität die NGT unter ETCS ansteuert, ist eine Frage an die Insider. Für Eisenach-Erfurt könnte es technisch nützlich sein, wenn auch für den Fahrplan nicht zu bemerken. Die laufende Streckeninbetriebnahme in Südbrandenburg hat auch eine Anwendung dafür, wo man dank NGT keinen Geschwindigkeitseinbruch auf 160 km/h bräuchte. Fahrplantechnisch auch nicht relevant.
In D werden also die relevanten Strecken nicht schnell mit ETCS ausgerüstet (z.B. Nürnberg/München-Linz), und auf ETCS-Strecken in D braucht man so schnell kein NGT. Und mit PZB bleibt die Schallmauer bei 160 km/h, egal was die Strecken sonst hergeben könnten.

Viele Grüße, saxobav.
Super Baureihe 103 schrieb:
Mit Fahrradmitnahme?
Nach dem um sich greifenden Abschaffen des IC sind die Kapazitäten in dieser Hinsicht leider sehr zurückgegangen.
Immerhin mit Ziel einer erstrangigen Urlaubsregion....
Leider wird auch der ICE in die Fahrradregion Emsland/Norddeich ohne Fahrradmitnahme gefahren. Traurig und schade!

Re: ICE-T mit ETCS oder NGT

geschrieben von: westring

Datum: 03.08.20 12:21

Saxobav schrieb:
Zitat:
Ich würde mich stark wundern, wenn die 415er nicht mit Führerstand voran in AT fahren dürften. Dann müßten entsprechende Doppeltraktionen sonderbehandelt und umrangiert werden.
Hallo,

die 415 haben keine Zulassung für Österreich. Technisch könnten sie sehr wahrscheinlich nach Österreich fahren. Deswegen endeten die 415 auf der ICE-Linie 91 auch immer in Passau, der 411 verkehrt einzeln nach Wien weiter. Meines Wissens gibt es auch zumindest planmäßig keine ICE-T-Doppeltraktionen in Österreich. Die zweiten 411er enden aktuell entweder in Passau oder Nürnberg (bzw. fahren dann nach München) weiter.

Gruß
westring

Re: ICE-T mit ETCS oder NGT

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 03.08.20 15:09

Hallo,

für eine Zulassung der Baureihe 415 nach Österreich müssten andere Störstromfilter eingebaut werden um die Gleisfreimeldeanlagen in Österreich nicht fehlerhaft zu beeinflussen. Das ist teuer und bedarf zudem eine Zulassung durch das EBA, das dürfte sich eher nicht lohnen.

Die Baureihe 411 darf in Österreich nur in Einfach-Traktion eingesetzt werden, Doppeltraktionen sind in Österreich nicht zugelassen.

Das "Problem" der Neigetechnik ist, dass die Strecken dafür aufwändig und mit der Investition von nicht gerade wenig Geld ertüchtigt werden müssen, da ist es mit dem Einbau von ETCS bzw ZUB 262 bei Weitem nicht getan. Der Überhöhungsfehlbetrag in den Kurven muss angepasst werden, der Gleismittenabstand muss angepasst werden, die Gleise müssen in engeren Abständen nachgestopft werden, teilweise muss die Fahrleitung angepasst werden. Zumindest dann wenn man den Geschwindigkeitsvorteil der Neigetechnik nutzen will und nicht nur auf die Komfortneigung die keine Fahrzeitverkürzung bringt setzen will. Die Kosten sind insgesamt so hoch, dass man für wenig mehr Geld eine Streckenertüchtigung mit Fahrzeitgewinn für alle Züge bekommt.

Um ein Fahrzeug in einem Nachbarland einzusetzen ist die Zugsicherung das geringste und das am einfachsten zu lösende Problem. Die entsprechende länderspezifische Zugsicherung und der entsprechende Stromabnehmer mit dem passenden Schleifstück und einer Anpassung für die Fahrdrahtspannung bekommt man recht schnell hin. Die wirklich schwierigen Themen sind die entsprechenden Länderzulassungen, da kommen dann so tolle Sachen, wie Störströme, Gleisfreimeldeanlage, Achslast, Lichtraumprofil, Fahrzeugsignalisierung, Fluchtwege,... Dann noch Sachen wie Personalausbildung, entweder brauche ich Lokführer aus Deutschland mit entsprechender Sprachkunde (je nach Land mindestens Niveau C1, teilweise wird C2 verlangt) siehe hier [www.uni-due.de] dazu die entsprechende Signalkunde und Betriebsvorschriften Ausbildung im jeweiligen Land. Ein Lokführer der zB nach Stettin in Polen fahren will muss mindestens Sprachniveau C1 in Polnisch haben und muss die Prüfungen für Polen in Betriebsvorschriften, Signalkunde und eine zusätzliche Sprachprüfung in Polen auf Polnisch lesen, schreiben und beantworten können.

Re: ICE-T mit ETCS oder NGT

geschrieben von: anton_bergmann

Datum: 03.08.20 16:13

Das mit den Störstromfiltern war damals beim ICE1 auch schon. Da gab es auch nur <10 Stück die damals rüber durften. 401067 ff müssten das gewesen sein.

NGT ist nur unter PZB möglich, also bis 160 km/h. Unter LZB ist nur die Komfortneigung aktiv, nicht die "große " Neigetechnik.

Grüße

Re: ICE-T mit ETCS oder NGT

geschrieben von: Saxobav

Datum: 03.08.20 16:39

Wessex Trains schrieb:
Hallo,

für eine Zulassung der Baureihe 415 nach Österreich müssten andere Störstromfilter eingebaut werden um die Gleisfreimeldeanlagen in Österreich nicht fehlerhaft zu beeinflussen. Das ist teuer und bedarf zudem eine Zulassung durch das EBA, das dürfte sich eher nicht lohnen.

Die Baureihe 411 darf in Österreich nur in Einfach-Traktion eingesetzt werden, Doppeltraktionen sind in Österreich nicht zugelassen.

Das "Problem" der Neigetechnik ist, dass die Strecken dafür aufwändig und mit der Investition von nicht gerade wenig Geld ertüchtigt werden müssen, da ist es mit dem Einbau von ETCS bzw ZUB 262 bei Weitem nicht getan. Der Überhöhungsfehlbetrag in den Kurven muss angepasst werden, der Gleismittenabstand muss angepasst werden, die Gleise müssen in engeren Abständen nachgestopft werden, teilweise muss die Fahrleitung angepasst werden. Zumindest dann wenn man den Geschwindigkeitsvorteil der Neigetechnik nutzen will und nicht nur auf die Komfortneigung die keine Fahrzeitverkürzung bringt setzen will. Die Kosten sind insgesamt so hoch, dass man für wenig mehr Geld eine Streckenertüchtigung mit Fahrzeitgewinn für alle Züge bekommt.

Um ein Fahrzeug in einem Nachbarland einzusetzen ist die Zugsicherung das geringste und das am einfachsten zu lösende Problem. Die entsprechende länderspezifische Zugsicherung und der entsprechende Stromabnehmer mit dem passenden Schleifstück und einer Anpassung für die Fahrdrahtspannung bekommt man recht schnell hin. Die wirklich schwierigen Themen sind die entsprechenden Länderzulassungen, da kommen dann so tolle Sachen, wie Störströme, Gleisfreimeldeanlage, Achslast, Lichtraumprofil, Fahrzeugsignalisierung, Fluchtwege,... Dann noch Sachen wie Personalausbildung, entweder brauche ich Lokführer aus Deutschland mit entsprechender Sprachkunde (je nach Land mindestens Niveau C1, teilweise wird C2 verlangt) siehe hier [www.uni-due.de] dazu die entsprechende Signalkunde und Betriebsvorschriften Ausbildung im jeweiligen Land. Ein Lokführer der zB nach Stettin in Polen fahren will muss mindestens Sprachniveau C1 in Polnisch haben und muss die Prüfungen für Polen in Betriebsvorschriften, Signalkunde und eine zusätzliche Sprachprüfung in Polen auf Polnisch lesen, schreiben und beantworten können.
Hallo Wessex,
danke für die gute Zusammenfassung der zu lösenden Probleme. Bezüglich der ICE-T hatte ich mir nicht vorstellen können, dass man noch Hardware nachrüsten müßte und es nicht mit der "goldenen Diskette" getan ist. Da man die Bauartzulassung besitzt, wäre der Aufwand vermutlich auf die Umrüstungsabnahme beschränkt (wenn man nicht im Verbund die Züge weiter modernisiert/erweitert).

Ansonsten kann man bei entsprechendem Willen auch nur Teilfreigaben für andere Netze erteilen, z.B. in FR, BeNeLux und CR für Wechselspannung 50 Hz. Bezüglich der notwendigen Sprachfähigkeit in den Nachbarländen bin ich erstaunt, wie wenig unser 80-Mio-Volk auf einen normalen Umgang durch die "Volksbildung" vorbereitet wird. Irgendwann muss doch mal der Krieg zu Ende sein und über Jahrhunderte normale "Diffussionsgebiete" längs der Staats-/Steuergrenzen wiederhergestellt sein.
Ist die Sprachkundigkeit als offensichtliche Spezialqualifikation in der Gehaltstabelle extra berücksichtigt? Dann sollte es ja dafür auch eine innerbetriebliche Qualifikation geben.

Und die Signalkunde sollte mit ETCS einfacher werden, zumindest für die jetzt frisch geborenen Menschenkinder. Den schon vorhandenen Standardansatz im RGW hat man ja erfolgreich herausgekegelt (Hl-Signale) und durch den neudeutschen Standard Ks ersetzt. So schwer kann das also nicht sein...

Viele Grüße, saxobav.

Re: ICE-T mit ETCS oder NGT

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 03.08.20 18:13

Hallo,

das was du so beiläufig "Hardware" nennst, wobei das sehr viel mehr wie ein bisschen Arbeit ist, ist Zeit- und Kostenaufwändig. Wenn das Fahrzeug beim Bau nicht technisch für eine Mehrsystemfähigkeit vorbereitet wurde und aufwändig in die entsprechende Fahrzeugsoftware und Fahrzeugtechnik eingegriffen werden muss kannst du locker eine 7-stellige Summe für die Nachrüstung pro Fahrzeug rechnen, inklusive entsprechend Manpower. Die ganzen Umbauten müssen fein säuberlich dokumentiert werden, damit erst das EBA und dann die nationale Zulassungsbehörde des gewünschten Landes ihre Unterschriften zur Zulassung leistet. Dazu von Umbaubeginn bis Zulassung 1-2 Jahre.

Eingeschränkte Zulassungen für Länder gibt es nicht mehr, entweder man bekommt eine Zulassung für das Land oder man bekommt sie nicht. Dass nicht alle Fahrzeuge unter allen Stromnetzen fahren können, weil nicht Mehrsystemfähig ist zB in Frankreich bis heute ganz normal.

In der Schule erreicht man selbst mit Abitur realistisch betrachtet maximal Sprachniveau B2, viele schaffen auch nur B1. Sprachbegabung ist nicht jedem Schüler gleichermaßen vergönnt, mir zB überhaupt nicht.
Auslandslokführer inclusive der erweiterten Anforderungen wird man in aller Regel freiwillig, selbst dann gibt es ein entsprechendes Auswahlverfahren, wenn jemand für eine Sprache nicht begabt ist hat das auch wenig Sinn, dass er oder sie sich die Sprache aneignen will. Ja Auslandslokführer werden entsprechend besser bezahlt, haben aber auch wesentlich mehr Stress, es stehen nicht nur die regelmäßigen Unterrichte in Deutschland, sondern auch im jeweiligen land für das Berechtigunge vorhanden sind an. Was natürlich auch ein erheblicher Kostenfaktor für das Unternehmen ist, welches den Lokführer beschäftigt. In aller Regel bedient man sich ganz normaler Sprachschulen für die Fremdsprachenschulung, da die Sprachschulen dafür zertifitziert sind. Sprachniveau C2 ist in etwa so, wie ein Muttersprachler die Sprache beherscht.

ETCS ersetzt keine länderspezifische Signalkunde, denn es sind nicht alle Strecken mit ETCS Level 2 ausgerüstet, bei ETCS Level 1 gibt es weiter hin Signale an der Strecke zu beachten, selbst bei ETCS Level 2 unterscheidet sich das Verhalten und die Bedienung in jedem Land.