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Hallo zusammen,

wie die Spatzen in den letzten Tagen schon von den Dächern gepfiffen haben, hat das Wettbewerbskommisariat der EU-Kommision heute dem Zusammenschluss von Alstom und Bombardier Transportation offiziell zugestimmt:
[ec.europa.eu]

Zugeständnisse sind (wie auch schon im Vorfeld berichtet wurde):
- Verkauf des Bombardier-Anteils am Zefiro
- Verkauf der Coradia Polyvalent-Plattform
- Verkauf der Produktionsanlagen in Reichshoffen (F)
- Verkauf der Talent-3-Plattform
- Verkauf der Produktionsanlagen für den Talent in Hennigsdorf
- Zugang zu den Zugsteuerungen/Zugsicherungen für Wettbewerber

Gruß
cu19


EDIT: Siehe auch den Beitrag im Forum "Bahn und Medien" mit dem entsprechenden Artikel aus dem Handelsblatt: [www.drehscheibe-online.de]
EDIT2: Verkauf Hennigsdorf explizit auf Talent eingeschränkt



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 15:33.
– Coradia Continental, Nordic etc. (aber eben nicht der Polyvalent für den Heimatmarkt)
– Lint
– Pendolino (ex FIAT, ex SIG)
– TGV und Derivate
– Traxx
– Prima
(Trambahnen, Metro und LRV nicht betrachtet)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 16:04.
Zahlenmeisterei schrieb:
– Coradia Continental, Nordic etc. (aber eben nicht der Polyvalent für den Heimatmarkt)
– Lint
– Pendolino (ex FIAT, ex SIG)
– TGV und Derivate
– Traxx
– Prima
(Trambahnen, Metro und LRV nicht betrachtet)
- Twindexx Vario
- Coradia Stream
- Coradia Stream HC
- Coradia iLint
- ET 430
- Konsortialanteil ICE4
- X'Trapolis und seine Derivate



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 16:30.

Citadis

geschrieben von: hessenbahner

Datum: 31.07.20 16:35

Alstom ist mit dem Citadis Weltmarktführer im Straßenbahnbereich. (Meist verkaufter Typ).
Vermutlich wird man im Bombardier Flexxitybereich mal ausmisten? Ggf. bleiben ein paar Modelle und Swift-Stadtbahnen für den deutschsprachigen Markt im Portfolio.

Bei Traxx/Prima hätte ich auch Veränderungen erwartet. Wie ist der technologische Stand der Prima? Oder ist da die Traxx 3 weiter?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 16:37.

Es braucht neue Plattformen

geschrieben von: numi

Datum: 31.07.20 16:58

Auf dem deutschen Markt haben Alstom und Bombardier gerade beide Probleme. Sie sind mit ihren aktuellen Plattformen für elektrische Standard-Nahverkehrszüge gegenüber Siemens und Stadler einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Für den Talent 3 gibt es nur noch in diesem Jahr offene Bestellungen. Alstom hat noch 19 Bestellungen für den Coradia Continental in der E-Version, was allerdings darin begründet ist, dass das Fahrzeug bereits eine Steilstreckenzulassung für das Höllental hat, was für das Karlsruher Netz Los 1 den Aufwand wohl deutlich reduziert hat. Dann gibt es noch 11 bestelle BEMU Varianten für Sachsen.

Tatsache ist bei diesen Zahlen doch, dass es hier neue Plattformen braucht, sowohl im doppelstöckigen sowie auch im einstöckigen Segment der Standard-Nahverkehrszüge. Siemens hat es mit dem Mireo und dem Desiro HC vorgemacht. So einen Innovationsschub benötigt Alstom/Bombardier jetzt auch, wenn sie sich wieder auf dem deutschen Markt in den Standard-Segmenten behaupten wollen.

Re: Es braucht neue Plattformen

geschrieben von: glx

Datum: 31.07.20 17:15

numi schrieb:
Für den Talent 3 gibt es nur noch in diesem Jahr offene Bestellungen.
nach den Disaster in BaWü ist das aber auch nicht verwunderlich, dass sich dieses Abenteuer aktuell keiner antut. Wenn die DSO revisionsliste stimmt, dann sind zB bei Abellio noch 20 Fahrzeuge (von 52 bestellten) nicht ausgeliefert.

Neue Plattformen wurden längst bestellt.

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 31.07.20 17:25

numi
Tatsache ist bei diesen Zahlen doch, dass es hier neue Plattformen braucht, sowohl im doppelstöckigen sowie auch im einstöckigen Segment der Standard-Nahverkehrszüge. Siemens hat es mit dem Mireo und dem Desiro HC vorgemacht. So einen Innovationsschub benötigt Alstom/Bombardier jetzt auch, wenn sie sich wieder auf dem deutschen Markt in den Standard-Segmenten behaupten wollen.
Deutschland bildet nicht den gesamten europäischen Markt ab. Sowohl Bombardier als auch Alstom bieten mit neuen Dostos, bspw. auf die LNVG-Ausschreibung. Alstom konnte EinstoDosto bereits nach Luxemburg verkaufen. Vom gemeinsam entwickelten RER NG wurden 71 von 371 Züge abgerufen. Siemens ist nur noch in Deutschland(?) mit Mireo und Desiro HC aktiv was aufgrund der jüngsten Häufung an Ausschreibungen kein Nachteil sein muss. Mireo und Desiro HC wurden gezielt darauf hin entwickelt Marktanteile in Deutschland zu gewinnen. Wie sehr Siemens wieder in Europa Ausschreibungen gewinnen will, zeigen u.a. die Ausschreibungsposse in Rumänien (angeblich mit dem Desiro ML geboten, ohne Wertung welche Seite versagt hat) oder der Einspruch in den Niederlanden.

Die Entscheidung am Coradia Continental festzuhalten, ist jedoch fragwürdig. Mit dem Stream ist bereits ein EMU neuerer Generation verfügbar und auch bestellt worden. 30 Polyvalent/Régiolis fahren in naher Zukunft nach Deutschland, aber diese werden dann nicht mehr zu Alstom gehören.

Stadler schafft es in sehr vielen europäischen Märkten aktiv zu bleiben, von Dostos für Skandinavien über EMU und Loks für UK, Loks für Spanien hin zu EMU für Ungarn. Die Schweizer gewinnen als einziger der drei/vier Bekannteren noch EMU-Ausschreibungen in Polen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 18:10.

Re: Citadis

geschrieben von: MAVPOS

Datum: 31.07.20 18:25

hessenbahner schrieb:
Bei Traxx/Prima hätte ich auch Veränderungen erwartet. Wie ist der technologische Stand der Prima? Oder ist da die Traxx 3 weiter?
Die Traxx ist ein Produkt für Mitteleuropa. Die Prima hingegen verkauft sich in sehr hohen Stückzahlen (>1000) mittlerweile im Wesentlichen in diversen Joint Ventures (TMH, Indian Railways) in den Breitspurmärkten Russland, Kasachstan, Aserbaidschan und Indien. Wobei nicht zu vergessen ist, dass ALSTOM eine 20% Beteiligung an TMH hält.

Re: Es braucht neue Plattformen

geschrieben von: truestepper

Datum: 31.07.20 18:59

numi schrieb:
Auf dem deutschen Markt haben Alstom und Bombardier gerade beide Probleme. Sie sind mit ihren aktuellen Plattformen für elektrische Standard-Nahverkehrszüge gegenüber Siemens und Stadler einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Für den Talent 3 gibt es nur noch in diesem Jahr offene Bestellungen. Alstom hat noch 19 Bestellungen für den Coradia Continental in der E-Version, was allerdings darin begründet ist, dass das Fahrzeug bereits eine Steilstreckenzulassung für das Höllental hat, was für das Karlsruher Netz Los 1 den Aufwand wohl deutlich reduziert hat. Dann gibt es noch 11 bestelle BEMU Varianten für Sachsen.

Tatsache ist bei diesen Zahlen doch, dass es hier neue Plattformen braucht, sowohl im doppelstöckigen sowie auch im einstöckigen Segment der Standard-Nahverkehrszüge. Siemens hat es mit dem Mireo und dem Desiro HC vorgemacht. So einen Innovationsschub benötigt Alstom/Bombardier jetzt auch, wenn sie sich wieder auf dem deutschen Markt in den Standard-Segmenten behaupten wollen.
Ob der Mireo wirklich so eine tolle Innovation war, werden uns in einigen Jahren vermutlich die Gleise, auf denen er regelmäßig im Einsatz ist, zeigen. Ich habe da Bedenken.

Re: Es braucht neue Plattformen

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 31.07.20 23:13

truestepper schrieb:
numi schrieb:
Auf dem deutschen Markt haben Alstom und Bombardier gerade beide Probleme. Sie sind mit ihren aktuellen Plattformen für elektrische Standard-Nahverkehrszüge gegenüber Siemens und Stadler einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Für den Talent 3 gibt es nur noch in diesem Jahr offene Bestellungen. Alstom hat noch 19 Bestellungen für den Coradia Continental in der E-Version, was allerdings darin begründet ist, dass das Fahrzeug bereits eine Steilstreckenzulassung für das Höllental hat, was für das Karlsruher Netz Los 1 den Aufwand wohl deutlich reduziert hat. Dann gibt es noch 11 bestelle BEMU Varianten für Sachsen.

Tatsache ist bei diesen Zahlen doch, dass es hier neue Plattformen braucht, sowohl im doppelstöckigen sowie auch im einstöckigen Segment der Standard-Nahverkehrszüge. Siemens hat es mit dem Mireo und dem Desiro HC vorgemacht. So einen Innovationsschub benötigt Alstom/Bombardier jetzt auch, wenn sie sich wieder auf dem deutschen Markt in den Standard-Segmenten behaupten wollen.
Ob der Mireo wirklich so eine tolle Innovation war, werden uns in einigen Jahren vermutlich die Gleise, auf denen er regelmäßig im Einsatz ist, zeigen. Ich habe da Bedenken.
Wieso? Die haben extra wegen der Gleisabnutzung den Achstand klein gehalten und die Achsen weich gelagert. Im Endeffekt bleibt die Abnutzung gleich. Den Versprechnungen muss man glauben, denn in einigen Ländern gibts ja verschleißabhängige Entgelte, die testen das dort auch selbst aus.
Ein Talent2 ist mit den hart gelagerten Achsen und den größeren Achsständen der größere Schienenhobel.

Re: Ob Talbot wohl die Talent-Platform zurück bekommt?

geschrieben von: De David

Datum: 01.08.20 03:12

Wenn sie das nötige Geld dafür haben, was würde dagegen sprechen? Wobei die ja mit dem Talent 2 und 3 nichts zu tun haben.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ob Talbot wohl die Talent-Platform zurück bekommt?

geschrieben von: Strizie

Datum: 01.08.20 06:42

Müssen die sich dann auch um die schon laufenden Aufträge wie Talent 3 in Österreich kümmern?

Kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Verpflichtungen mit übernehmen würde.
Was wird denn aktuell in Hennigsdorf außer den Talent-Triebzügen noch gefertigt? Und welche Firmen könnten potentielle Käufer der Talent-Plattform sowie des Werkes in Hennigsdorf sein?
Zitat
Und welche Firmen könnten potentielle Käufer der Talent-Plattform sowie des Werkes in Hennigsdorf sein?
CRRC ;-)
könnte mir vorstellen, das Stadler großes Interesse an dem Werk Hennigsdorf haben könnte



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 13:45.
Hallo Strizie,

Strizie schrieb:
Müssen die sich dann auch um die schon laufenden Aufträge wie Talent 3 in Österreich kümmern?

Kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Verpflichtungen mit übernehmen würde.
Interessant wäre wie die Auflage für die Fusion genau formuliert ist. Wenn sie die Platform abgeben müssen, könnte dies auch bedeuten, dass der Abnehmer dafür Geld erhält.

Gruß Jörg
Hallo Hausaffe,

Hausaffe schrieb:
könnte mir voratellen, das Stadler großes intresse an dem werk henningsdorf haben könnte
Im deutschen Markt ist Stadler schon gut vertreten, interessanter dürfte das Coradia Polyvalent-Werk Reichshoffen sein, denn dies garantiert quasi öffentliche Aufträge in Frankreich - einen Markt, in dem Stadler bisher nicht Fuß fassen konnte. Aber gleiches trifft auch auf andere Hersteller wie Siemens zu.

Ich denke Henningsdorf wird schwer verkäuflich sein, aber bei Reichshoffen werden sich die Schienenfahrzeughersteller gegenseitg überbieten.

Gruß Jörg
Henningsdorf ist für stadler nicht wegen dem talent oder Marktzugang interesannt, sondern wegen der Lage quasi auf halber strecke zwischen den standorten der stadler Pankow.gmbh
Reinickendorf könnte in dem Prozess ggf bahn fern veräußert werden und dann wäre Stadler der einzige zughersteller in bei Berlin
Der Standort Pankow Wilhelmsruh könnte ggf zur s bahn Werkstatt werden, falls Berlin das mit dem öpnv ausbau mal endlich ernst meinen würde



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 14:07.

Hennigsdorf wird nicht verkauft.

geschrieben von: Baleine rouge

Datum: 01.08.20 14:31

Nur die Produktionsanlagen für den Talent sind Teil der Auflagen. Dies wurde mittlerweile auch so kommuniziert. Reichshoffen hingegen soll komplett verkauft werden.
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