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Nochmal die Geschichte in der Presse.
Die 12,5 km Strecke von Ratekau bis Haffkrug wäre für 360.000 Euro sicher ein Schnäppchen.
Das Land SH könnte das aus der Portokasse bezahlen, wenn man nicht so verblendet wäre: [www.ln-online.de] (Wie fast immer hier nicht umsonst lesbar).
Ich hoffe, da schlägt nicht wieder eine Altmetallbahn zu....
Moin zusammen!

Im Artikel steht u. a, dass die Frist für Interessenten am 11.September abläuft, und dass AKN wohl Interesse hätte, falls das Land Personennahverkehr bestellt.
Ich bin der Meinung, dass die Grünen hier in Schleswig-Holstein mehr machen müssen, damit sich "Bahngegner" Buchholz nicht durchsetzt.
Da wird immer von Verkehrswende geredet und dann macht Schleswig-Holstein womöglich eine "Verkehrtwende", weil in die falsche Richtung.
A20, FFBQ mit Autobahn,...

MfG aus L..... und kommt gut durch die Zeit

Stefan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 11:53.
Hallo,
ich habe es schon mehrfach u.a. hier vorgeschlagen:
Nahverkehr auf der Bäderbahn lassen, den Abzweig Richtung Neustadt von der Neubautrasse weglassen.
Dazu die vorhandene Strecke nördlich von Neustadt weiter betreiben und hinter dem Binnenwasser in die Neubaustrecke einfädeln.
Natürlich bräuchte man zumindest bis Neustadt die Oberleitung, um das Flügelzugkonzept Hamurg-Lübeck/Neustadt mit den Stadler Kiss umzusetzen.
In Neustadt Gbf einen neuen Bahnsteig für die Triebwagen nach Fehmarn bauen, um von Neustadt Richtung Norden kommen zu können, mit Umsteigemöglichkeit.
Nach Fehmarn dürften voraussichtlich die neuen Akku Flirt fahren.

So hätte man auch die Option, Saison IC nach Fehmarn weiter durch die Bäderorte fahren zu lassen.
Bedingung ist dann die Strippe auf der Altbaustrecke zwischen Neustadt Gbf und Hasselburg.

Die Lösung würde auch neue Nahverkehrshaltepunkte an der SFS an der Lübecker Bucht einsparen, samt einem teuren Shuttlebuskonzept.
Neue Signaltechnik müsste die Bäderbahn schon relativ bald bekommen, wenn ab Neustadt der Verkehr über Jahre eingestellt wird.
Da werden die Kabel nach und das Stellwerk in Puttgarden außer Betrieb genommen.
Entsprechend dieser Nutzung würden Trassengebühren und Stationsentgelte für die Bäderbahn anfallen, die für einen Unterhalt langen dürften.

Bei dieser Variante das Gespenst von Güterzügen durch die Bäderorte an die Wand zu malen, ist pure Panikmache ohne realen Hintergrund.
Jeder Betreiber von Bahnstrecken hat zudem die Möglichkeit, Trassengebühren selbst festzulegen.

Wieso die Grünen hier in SH so passiv sind, ist mir schleierhaft.
Die schwächelnde FDP wird nach den nächsten Wahlen vermutlich niemand mehr brauchen.

Wollen wir hoffen, dass die Regierung in SH noch zur Vernunft kommt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 15:06.

Grüne in SH

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 31.07.20 16:02

"Wieso die Grünen hier in SH so passiv sind, ist mir schleierhaft."

Moin,

wenn ich mir anschaue, wie die Grünen in Flensburg ihre Innenstadttrasse/Hafenbahn bekämpfen, wundert mich das leider auch nicht. Was ist da los? Die "Rettung" der Bäderbahn wäre doch oberste Bürgerpflicht der Partei des wahrscheinlichen Kanzlerkandidaten und ein Ur-Grünes Thema.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Wal.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 16:02.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 31.07.20 17:15

Hallo,
der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag von SH ist Dr. Andreas Tietze.
Was der in Bezug auf Bahnthemen manchmal von sich gibt, ruft bei Bahnexperten manchmal nur Kopfschütteln oder sogar Entsetzen hervor.
Fündig wird man da im internet.
Die Grünen hier haben sich teilweise bei der Bahn in SH mächtig vergallopiert.
Ich erinnere mich noch an die Diskussion um den "Schienenflieger", also einen Ausbau der AKN ab Neumünster mit Verlängerung zum Hamburger Flughafen.
Wer die Bahnstrecken der AKN nur halbwegs kennt, weiß, dass die für hohe Geschwindigkeiten auch in Hinblick auf die vielen kleinen Bahnhöfe und Haltepunkte an der Strecke völlig ungeeignet sind.
Und eben das Trauerspiel in Flensburg mit der Kommunalpolitik.
Denen wurden seit Jahrzehnten vom Land Vorschläge für eine bessere Anbindung der Stadt mit der Bahn quasi auf dem silbernen Tablett serviert.
Alles vergeblich, auch gegen die aktuellen Pläne der NEG ist man.
Ein Radschnellweg ist keine Verkehrsverbindung für 365 Tage im Jahr bei jedem Wetter und für Menschen jeden Alters.
Jeder darf das Rad benutzen,, wann und wo er mag, aber mehr sollte die Politik den Menschen nicht vorgeben, nur die passenden Alternativen zum Auto anbieten.
Jeder nötige Umstieg zu einem Ziel beim ÖPNV senkt die Anzahl der Nutzer.
Die Bahn im ÖPNV muß also da sein, wo die Menschen wohnen und nicht irgendwo weit weg.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 17:17.
Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,
ich habe es schon mehrfach u.a. hier vorgeschlagen:
Nahverkehr auf der Bäderbahn lassen, den Abzweig Richtung Neustadt von der Neubautrasse weglassen.
Dazu die vorhandene Strecke nördlich von Neustadt weiter betreiben und hinter dem Binnenwasser in die Neubaustrecke einfädeln.
Natürlich bräuchte man zumindest bis Neustadt die Oberleitung, um das Flügelzugkonzept Hamurg-Lübeck/Neustadt mit den Stadler Kiss umzusetzen.
In Neustadt Gbf einen neuen Bahnsteig für die Triebwagen nach Fehmarn bauen, um von Neustadt Richtung Norden kommen zu können, mit Umsteigemöglichkeit.
Nach Fehmarn dürften voraussichtlich die neuen Akku Flirt fahren.

So hätte man auch die Option, Saison IC nach Fehmarn weiter durch die Bäderorte fahren zu lassen.
Bedingung ist dann die Strippe auf der Altbaustrecke zwischen Neustadt Gbf und Hasselburg.

Die Lösung würde auch neue Nahverkehrshaltepunkte an der SFS an der Lübecker Bucht einsparen, samt einem teuren Shuttlebuskonzept.
Neue Signaltechnik müsste die Bäderbahn schon relativ bald bekommen, wenn ab Neustadt der Verkehr über Jahre eingestellt wird.
Da werden die Kabel nach und das Stellwerk in Puttgarden außer Betrieb genommen.
Entsprechend dieser Nutzung würden Trassengebühren und Stationsentgelte für die Bäderbahn anfallen, die für einen Unterhalt langen dürften.

Bei dieser Variante das Gespenst von Güterzügen durch die Bäderorte an die Wand zu malen, ist pure Panikmache ohne realen Hintergrund.
Jeder Betreiber von Bahnstrecken hat zudem die Möglichkeit, Trassengebühren selbst festzulegen.

Wieso die Grünen hier in SH so passiv sind, ist mir schleierhaft.
Die schwächelnde FDP wird nach den nächsten Wahlen vermutlich niemand mehr brauchen.

Wollen wir hoffen, dass die Regierung in SH noch zur Vernunft kommt.
Trassenerhalt ist m. E. das Gebot der Stunde. In den nächsten Wochen kann ja noch einiges als Auffangebene gestrickt werden.

Streckenerhalt und Modernisierung klingt nach regionaler Arbeitsbeschaffung und Wirtschaftsförderung.

Wie steht denn die lokale Politik in den Gemeinden dazu - zum Erhalt und Konzepten zum Nutzen der alten Strecke?

Wie steht es um die Krücke, Trassenerhalt als ergnügungsbahn auch für touristischen und Museumsverkehr?
Ich befürchte, ohne lokale Bündnispartner wird sich das Land nicht bewegen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.20 17:51.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Hauptstrecke

Datum: 31.07.20 18:00

M.E. gibt es für die Bäderbahn nur einen einzigen vernünftigen Weg: Elektrifizieren und planmäßigen Nahverkehr anbieten; zudem die Strecke als Ausweichstrecke für den Fern- und Güterverkehr bereit halten, falls es auf der Neubaustrecke mal zu Zwischenfällen kommt.
ifra schrieb:
Zitat:
Trassenerhalt ist m. E. das Gebot der Stunde. In den nächsten Wochen kann ja noch einiges als Auffangebene gestrickt werden.

Streckenerhalt und Modernisierung klingt nach regionaler Arbeitsbeschaffung und Wirtschaftsförderung.

Wie steht denn die lokale Politik in den Gemeinden dazu - zum Erhalt und Konzepten zum Nutzen der alten Strecke?

Wie steht es um die Krücke, Trassenerhalt als Vergnügungsbahn auch für touristischen und Museumsverkehr?
Ich befürchte, ohne lokale Bündnispartner wird sich das Land nicht bewegen.
Arbeitsbeschaffung und Wirtschaftsförderung? Wat? hä?
das geht um paar zigtausend Euro pro Monat.. und nicht um ein Mio oder Milliardenprojekt.

Politik vor Ort ist sich bewusst, dass das Thema durch ist.
Da wird sich dem Thema der Nachnutzung der Trasse der Bäderbahn gewidmet. Aktuell läuft da eine Studie zu, ich meine von SHP. :)

Vergnügungsbahn? Museumsverkehr? Da gibt es keinerlei Ideen zu - wie kommst Du darauf? Wozu auch? Da ist nichts.

lokale Bündnispartner sind irrelevant. vor Ort hat niemand entsprechende finanzielle Mittel.
Es müsste sich erstmal jemand finden, der bereit ist, diese Unmengen an Summen in Sand zu stecken - das Land ist es nicht.
Das Land sicherte der DB auch in einem Letter of Intent zu, dass der künftige Nahverkehr auf der neuen Trasse erfolgen werde,

[www.anbindung-fbq.de]

Re: Grüne in SH

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 31.07.20 18:37

Hauptstrecke schrieb:
M.E. gibt es für die Bäderbahn nur einen einzigen vernünftigen Weg: Elektrifizieren und planmäßigen Nahverkehr anbieten; zudem die Strecke als Ausweichstrecke für den Fern- und Güterverkehr bereit halten, falls es auf der Neubaustrecke mal zu Zwischenfällen kommt.
Gute Idee, aber wer soll das bezahlen .. wer hat so viel Geld?
Vor allem für Ausweichstrecken gibt's leider null Finanzierung. Man müsste schon froh sein, wenn die Gleise erhalten werden würden und man Akku-ETs einsetzen würde.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: JoergAtDSO

Datum: 31.07.20 18:49

Hallo NBStrecke,

NBStrecke schrieb:
Gute Idee, aber wer soll das bezahlen .. wer hat so viel Geld?
Vor allem für Ausweichstrecken gibt's leider null Finanzierung. Man müsste schon froh sein, wenn die Gleise erhalten werden würden und man Akku-ETs einsetzen würde.
Die DB ist verpflichtet, die Strecke beidseitig an die NBS anzuschließen, wenn sich ein neuer Betreiber findet. Dieser könnte dann mit niedrigen Trassenpreisen Güter-EVUs zum Wechsel von der NBS auf die Bäderbahn bewegen. Das Problem ist nur die fehlende Elektrifizierung.

Gruß Jörg
Oberdeichgraf schrieb:
ich habe es schon mehrfach u.a. hier vorgeschlagen:
Nahverkehr auf der Bäderbahn lassen, den Abzweig Richtung Neustadt von der Neubautrasse weglassen.
Dazu die vorhandene Strecke nördlich von Neustadt weiter betreiben und hinter dem Binnenwasser in die Neubaustrecke einfädeln.
Natürlich bräuchte man zumindest bis Neustadt die Oberleitung, um das Flügelzugkonzept Hamurg-Lübeck/Neustadt mit den Stadler Kiss umzusetzen.
In Neustadt Gbf einen neuen Bahnsteig für die Triebwagen nach Fehmarn bauen, um von Neustadt Richtung Norden kommen zu können, mit Umsteigemöglichkeit.
Nach Fehmarn dürften voraussichtlich die neuen Akku Flirt fahren.

So hätte man auch die Option, Saison IC nach Fehmarn weiter durch die Bäderorte fahren zu lassen.
Bedingung ist dann die Strippe auf der Altbaustrecke zwischen Neustadt Gbf und Hasselburg.

Die Lösung würde auch neue Nahverkehrshaltepunkte an der SFS an der Lübecker Bucht einsparen, samt einem teuren Shuttlebuskonzept.
Da bin ich auch für, aber mit einem Unterschied: Es wäre ein Fehler, den Abzweig am Neustädter Güterbahnhof beizubehalten. Besser wäre doch, die Strecke durch das Binnenwasser stillzulegen und

-entweder alle Regionalzüge in Neustadt Kopf machen zu lassen und über die Trasse der Eutiner Strecke auf die neue Strecke zu führen (Vorschlag in einer Studie des Kreises Ostholstein)

-oder wie jetzt geplant eine Stichstrecke von der Neubaustrecke in der Nähe des heutigen Bahnhofes Haffkrug nach Sierksdorf und Neustadt bauen, aber mit dem Unterschied dass man die alte Strecke Bad Schwartau-Haffkrug belässt wie sie ist (aber mit Oberleitung).

Die erste Möglichkeit hätte den Vorteil, dass Neustädter auf dem Weg nach Fehmarn nicht umsteigen müssen, die zweite dass die durchgehenden Züge den Schlenker nach Neustadt sparen, aber der Umsteigebahnhof nicht dort wäre wo niemand hin will.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henrik

Datum: 31.07.20 21:19

JoergAtDSO schrieb:
NBStrecke schrieb:
Gute Idee, aber wer soll das bezahlen .. wer hat so viel Geld?
Vor allem für Ausweichstrecken gibt's leider null Finanzierung. Man müsste schon froh sein, wenn die Gleise erhalten werden würden und man Akku-ETs einsetzen würde.
Die DB ist verpflichtet, die Strecke beidseitig an die NBS anzuschließen, wenn sich ein neuer Betreiber findet. Dieser könnte dann mit niedrigen Trassenpreisen Güter-EVUs zum Wechsel von der NBS auf die Bäderbahn bewegen. Das Problem ist nur die fehlende Elektrifizierung.
...und diese ist ausgeschlossen im FFH-Gebiet Neustädter Binnenwasser.
Man wird vor Ort jetzt lernen müssen, dass der Ausbau der Hinterlandanbindung kein regionales Wünschdirwas-Spiel war: Wer die neue Bahn auf Teufel komm raus unbedingt möglichst weit weg vom Ort haben wollte, darf sich über zukünftig weit entfernte Bahnhöfe nicht beklagen. Das ist jetzt die Quittung, die DB wollte ursprünglich die Bäderbahn ausbauen.
Wenn die Bäderbahn bliebe wird in Timmendorfer Strand kein Bahnhof an der NBS benötigt.
Wenn wir eine Verkehrswende wollen, kann man die Bäderbahn nicht stillegen. Busse sind kein Ersatz, nur Ergänzung.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: ifra

Datum: 01.08.20 01:26

JoergAtDSO schrieb:
Hallo NBStrecke,

NBStrecke schrieb:
Gute Idee, aber wer soll das bezahlen .. wer hat so viel Geld?
Vor allem für Ausweichstrecken gibt's leider null Finanzierung. Man müsste schon froh sein, wenn die Gleise erhalten werden würden und man Akku-ETs einsetzen würde.
Die DB ist verpflichtet, die Strecke beidseitig an die NBS anzuschließen, wenn sich ein neuer Betreiber findet. Dieser könnte dann mit niedrigen Trassenpreisen Güter-EVUs zum Wechsel von der NBS auf die Bäderbahn bewegen. Das Problem ist nur die fehlende Elektrifizierung.

Gruß Jörg
Mit genau dem Streckenkonzept "Güterverkehr" dürftest du die Gemeinden nicht für den Erhalt der alten Gleise gewinnen.
ICE 4 schrieb:
Man wird vor Ort jetzt lernen müssen, dass der Ausbau der Hinterlandanbindung kein regionales Wünschdirwas-Spiel war: Wer die neue Bahn auf Teufel komm raus unbedingt möglichst weit weg vom Ort haben wollte, darf sich über zukünftig weit entfernte Bahnhöfe nicht beklagen. Das ist jetzt die Quittung, die DB wollte ursprünglich die Bäderbahn ausbauen.
Sicher kann man Krokodilstränen der alten Trasse hinterherweinen. Aber ist es dazu nicht ein paar Wochen zu früh?
ingo st. schrieb:
Wenn die Bäderbahn bliebe wird in Timmendorfer Strand kein Bahnhof an der NBS benötigt.
Wenn wir eine Verkehrswende wollen, kann man die Bäderbahn nicht stillegen. Busse sind kein Ersatz, nur Ergänzung.
Dass man die Bäderbahn stillegen kann, darüber gibt es ja die Vereinbarungen. Und wozu soll man denn das Gleis erhalten, wenn darauf nichts fahren soll und man es nicht haben will?

Da braucht man ganz dringend Ideen und Nutzer und jetzt erst mal jemanden, der die Strecke übernimmt, ohne Schienen und Schwellen abbauen zu wollen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 01:45.
Sinnvoll wäre es die alte Trasse als Radschnellweg wie die Nordbahntrasse auszubauen. Die bisherige Radinfrastruktur in Schleswig-Holstein ist grausam bis komplett unzumutbar und für mich ein Grund gleich nach Holland zu fahren.
Käfermicha schrieb:
Sinnvoll wäre es die alte Trasse als Radschnellweg wie die Nordbahntrasse auszubauen.
Welche Fahrrad- Fernpendler sollen denn dann über diese Fahrradautobahn jagen?

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henra

Datum: 01.08.20 09:48

Oberdeichgraf schrieb:
Ein Radschnellweg ist keine Verkehrsverbindung für 365 Tage im Jahr bei jedem Wetter und für Menschen jeden Alters.
Ist aber viel relevanter für die Klientel mit dem Hausfrauenpanzer und den Edelfahrrädern als Alibi als so ein komischen Massendingens für den Pöbel....
ingo st. schrieb:
Wenn die Bäderbahn bliebe wird in Timmendorfer Strand kein Bahnhof an der NBS benötigt.
Wenn wir eine Verkehrswende wollen, kann man die Bäderbahn nicht stillegen. Busse sind kein Ersatz, nur Ergänzung.
Wobei der Bahnhof an der NBS für die Orte Ratekau, Techau, Hemmelsdorf und teilweise Sereetz eine schnelle Anbindung in Richtung Lübeck und Hamburg bietet.

Gruß Sebastian

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 01.08.20 17:46

JoergAtDSO schrieb:
Hallo NBStrecke,
Die DB ist verpflichtet, die Strecke beidseitig an die NBS anzuschließen, wenn sich ein neuer Betreiber findet. Dieser könnte dann mit niedrigen Trassenpreisen Güter-EVUs zum Wechsel von der NBS auf die Bäderbahn bewegen. Das Problem ist nur die fehlende Elektrifizierung.

Gruß Jörg
Genau das wollten die Gemeinden auf keinen Fall. Güterverkehr auf der alten Strecke. Deshalb war der zweigleisige Ausbau der alten Bäderbahn schnell vom Tisch und die Gemeinden haben nach einer NBS an der Autobahn gerufen.

Ein Ausbau auf zwei Gleise mit teilweise neuer Trasse ab Neustadt wäre meiner Meinung nach die ideale Lösung gewesen, ggf. mit weiteren Ausweichgleisen in den bestehenden Bahnhöfen, um den Nahverkehr an die Seite zu nehmen.

Gruß Sebastian

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henra

Datum: 02.08.20 12:24

Sebastian Berlin schrieb:
Genau das wollten die Gemeinden auf keinen Fall. Güterverkehr auf der alten Strecke.
Wobei das doch auch komplett gaga wäre. Für 12km juckelt doch keiner parallel über die Dörfer (zumal seit TPS2018 die NBS eh nicht mehr mehr kosten als Altstrecken). Auch als Ausweichstrecke macht das doch NULL Sinn. Na gut, wenn genau auf den 10km schnurgerade Flachland NBS ohne BÜ was passiert. Wahrscheinlichkeit 1:unendlich.

Die Strecke macht genau für einen Zweck Sinn: Anreise von Touristen/Badegästen nach Timmendorf + Scharbeutz. Reicht das für einen halbwegs vertretbaren Nutzen/Kostenfaktor? Müsste man halt mal kalkulieren. Wenn nicht, sieht es halt schlecht aus. Wäre schon schade drum aber jetzt auch keine komplette verkehrspolitische Totalkatastrophe. Da gab es andere Klopper.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 12:26.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 02.08.20 12:59

Henra schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Genau das wollten die Gemeinden auf keinen Fall. Güterverkehr auf der alten Strecke.
Wobei das doch auch komplett gaga wäre. Für 12km juckelt doch keiner parallel über die Dörfer (zumal seit TPS2018 die NBS eh nicht mehr mehr kosten als Altstrecken). Auch als Ausweichstrecke macht das doch NULL Sinn. Na gut, wenn genau auf den 10km schnurgerade Flachland NBS ohne BÜ was passiert. Wahrscheinlichkeit 1:unendlich.

Die Strecke macht genau für einen Zweck Sinn: Anreise von Touristen/Badegästen nach Timmendorf + Scharbeutz. Reicht das für einen halbwegs vertretbaren Nutzen/Kostenfaktor? Müsste man halt mal kalkulieren. Wenn nicht, sieht es halt schlecht aus. Wäre schon schade drum aber jetzt auch keine komplette verkehrspolitische Totalkatastrophe. Da gab es andere Klopper.
Nein,
wenn es eine NBS gibt fährt natürlich keiner über die alte eingleisige Strecke mit Güterzügen. Jedoch war die erste Variante, die alte Strecke mit einem zweiten Gleis auszubauen und zu elektrifizieren. Nördlich von Neustadt hätte es dann die auch jetzt geplanten Neutrassierungen gegeben.

Dagegen sind die Gemeinden Sturm gelaufen und haben eine NBS an der Autobahn gefordert, die nun auch kommt.

Angeblich - hier kenne ich aber nicht die Quelle - rechnet sich die NBS aber erst, wenn südlich auch der Nahverkehr dort fährt. Das wurde durch das Land dann ja auch bestellt, wodurch sich für Scharbeutz und Timmendorf die verlegten Bahnhöfe ergeben.

Gruß Sebastian

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henra

Datum: 02.08.20 13:19

Sebastian Berlin schrieb:
Nein,
wenn es eine NBS gibt fährt natürlich keiner über die alte eingleisige Strecke mit Güterzügen. Jedoch war die erste Variante, die alte Strecke mit einem zweiten Gleis auszubauen und zu elektrifizieren. Nördlich von Neustadt hätte es dann die auch jetzt geplanten Neutrassierungen gegeben.
Meine Aussage bezog sich auf:

Hauptstrecke schrieb:
Zitat:
M.E. gibt es für die Bäderbahn nur einen einzigen vernünftigen Weg: Elektrifizieren und planmäßigen Nahverkehr anbieten; zudem die Strecke als Ausweichstrecke für den Fern- und Güterverkehr bereit halten, falls es auf der Neubaustrecke mal zu Zwischenfällen kommt.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: 103612

Datum: 02.08.20 23:54

Sebastian Berlin schrieb:
Zitat:
Angeblich - hier kenne ich aber nicht die Quelle - rechnet sich die NBS aber erst, wenn südlich auch der Nahverkehr dort fährt. Das wurde durch das Land dann ja auch bestellt, wodurch sich für Scharbeutz und Timmendorf die verlegten Bahnhöfe ergeben.
Das ist eine Aussage der DB und relativ zu nehmen. Natürlich macht eine vollausgelastet Strecke wirtschaftlich mehr Sinn, ob deswegen die NBS mit ausschließlich Fern- und Güterverkehr gleich unwirtschaftlich gewesen wäre, bezweifle ich allerdings.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Gumminase

Datum: 03.08.20 14:41

Henra schrieb:
Die Strecke macht genau für einen Zweck Sinn: Anreise von Touristen/Badegästen nach Timmendorf + Scharbeutz.
Die Bahnhöfe Timmendorfer Strand und Scharbeutz haben deutlich mehr Pendler unter den Ein- und Aussteigern als Touristen. Und genau diese Pendler werden sich durch die außerhalb der Orte geplanten neuen Haltepunkte nach alternativen Arbeitswegen umsehen.

Die Touristen, die heute noch mit der Bahn in diese Orte kommen, nehmen andere Urlaubsorte. Das ist nicht schlimm. Um Scharbeutz und Timmendorfer Strand vollzubekommen, reichen auch die Autotouristen aus.
Käfermicha schrieb:
Sinnvoll wäre es die alte Trasse als Radschnellweg wie die Nordbahntrasse auszubauen. Die bisherige Radinfrastruktur in Schleswig-Holstein ist grausam bis komplett unzumutbar und für mich ein Grund gleich nach Holland zu fahren.
also dafür dass die Radwegeinfrastruktur so dermaßen unzumutbar sein solle, waren hier an der Bucht dieses Wochenende gewaltig viele mit dem Fahrrad unterwegs.
Riesen große Reportage über den Fahrradverleiher in Scharbeutz in den Nachrichten im TV. Der kann sich kaum retten, der is über Wochen ausgebucht. Wieso bloß?
Weißt Du überhaupt worüber Du redest?

Kann ja gut sein, dass ein Radweg draus wird. Unten am Wasser wird dann aber erheblich mehr los sein.
Es wird kaum jemand vom Timmendorfer Strand hoch fahren zur Trasse und dann in Scharbeutz oder Haffkrug wieder runter.
Henrik schrieb:
Käfermicha schrieb:
Sinnvoll wäre es die alte Trasse als Radschnellweg wie die Nordbahntrasse auszubauen. Die bisherige Radinfrastruktur in Schleswig-Holstein ist grausam bis komplett unzumutbar und für mich ein Grund gleich nach Holland zu fahren.
also dafür dass die Radwegeinfrastruktur so dermaßen unzumutbar sein solle, waren hier an der Bucht dieses Wochenende gewaltig viele mit dem Fahrrad unterwegs.
Riesen große Reportage über den Fahrradverleiher in Scharbeutz in den Nachrichten im TV. Der kann sich kaum retten, der is über Wochen ausgebucht. Wieso bloß?
Weißt Du überhaupt worüber Du redest?

Kann ja gut sein, dass ein Radweg draus wird. Unten am Wasser wird dann aber erheblich mehr los sein.
Es wird kaum jemand vom Timmendorfer Strand hoch fahren zur Trasse und dann in Scharbeutz oder Haffkrug wieder runter.
Ja ich weiß wovon ich rede. Ich war erst vor 2 Wochen in Leiden und Katwijk/Nordwijk und habe von 2011 bis 2016 in Hamburg gewohnt und war damals regelmäßig am Timmendorfer Strand, Scharbeutz und kenne daher sogar diese Bäderbahn als Bahnnutzer.

Kurzum: Was Schleswig Holstein seinen Bürgern an Infrastruktur zumutet ist eine absolute Zumutung, egal ob man von Auto, Fahrrad (ich sage nur Pinneberg, aber auch die rechtswidrigen Z240 beschilderten Pseudo Rad/Gehwege in Städten) oder gar von der Bahn spricht.

Und zwar flächendeckend, auch wenn es in Sylt zumindest teilweise annehmbare Ansätze gibt. Das ist Lichtjahre entfernt von dem, was man in den Niederlanden geboten bekommt, und dort im Übrigen gleich ganz ohne Kurtaxe. Auch Dänemark ist deutlich voraus.

Und ja, ich denke schon dass ein Radschnellweg auf der alten Trasse touristisches aber auch verkehrliches Potenzial hätte.

Edit: Es ist ja kein Widerspruch wenn am Wasser mehr los ist. Da muss man ja auch investieren. Umso mehr gute Wege es gibt, umso besser. Der Status Quo ist mist. Aber er muss ja nicht so bleiben. Man sehe nur was Wuppertal in 5 Jahren geschafft hat, und auch Hamburg ist auf einem guten Weg. Schleswig-Holstein kann das auch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.20 17:22.
Käfermicha schrieb:
Henrik schrieb:
Käfermicha schrieb:
Sinnvoll wäre es die alte Trasse als Radschnellweg wie die Nordbahntrasse auszubauen. Die bisherige Radinfrastruktur in Schleswig-Holstein ist grausam bis komplett unzumutbar und für mich ein Grund gleich nach Holland zu fahren.
also dafür dass die Radwegeinfrastruktur so dermaßen unzumutbar sein solle, waren hier an der Bucht dieses Wochenende gewaltig viele mit dem Fahrrad unterwegs.
Riesen große Reportage über den Fahrradverleiher in Scharbeutz in den Nachrichten im TV. Der kann sich kaum retten, der is über Wochen ausgebucht. Wieso bloß?
Weißt Du überhaupt worüber Du redest?

Kann ja gut sein, dass ein Radweg draus wird. Unten am Wasser wird dann aber erheblich mehr los sein.
Es wird kaum jemand vom Timmendorfer Strand hoch fahren zur Trasse und dann in Scharbeutz oder Haffkrug wieder runter.
Ja ich weiß wovon ich rede. Ich war erst vor 2 Wochen in Leiden und Katwijk/Nordwijk und habe von 2011 bis 2016 in Hamburg gewohnt und war damals regelmäßig am Timmendorfer Strand, Scharbeutz und kenne daher sogar diese Bäderbahn als Bahnnutzer.

Kurzum: Was Schleswig Holstein seinen Bürgern an Infrastruktur zumutet ist eine absolute Zumutung, egal ob man von Auto, Fahrrad (ich sage nur Pinneberg, aber auch die rechtswidrigen Z240 beschilderten Pseudo Rad/Gehwege in Städten) oder gar von der Bahn spricht.

Und zwar flächendeckend, auch wenn es in Sylt zumindest teilweise annehmbare Ansätze gibt. Das ist Lichtjahre entfernt von dem, was man in den Niederlanden geboten bekommt, und dort im Übrigen gleich ganz ohne Kurtaxe. Auch Dänemark ist deutlich voraus.

Und ja, ich denke schon dass ein Radschnellweg auf der alten Trasse touristisches aber auch verkehrliches Potenzial hätte.

Edit: Es ist ja kein Widerspruch wenn am Wasser mehr los ist. Da muss man ja auch investieren. Umso mehr gute Wege es gibt, umso besser. Der Status Quo ist mist. Aber er muss ja nicht so bleiben. Man sehe nur was Wuppertal in 5 Jahren geschafft hat, und auch Hamburg ist auf einem guten Weg. Schleswig-Holstein kann das auch.
Es geht nicht um die Bürger - da wohnt keiner und die da wohnen, fahren nicht einfach so 40 km mit dem Fahrrad.
Es geht um die Millionen von Touristen.
und diese benutzen seit je an.. seit Jahrzehnten den hervorragenden Radweg (das ist so sogar bei Wikipedia zu lesen).
Unter diesen Millionen von Touristen ist nicht ein einziger, der rummäkelt, der Radweg sei in einem "grausam bis komplett unzumutbar" Zustand. kein einziger. Niemand bezeichnet den Zustand als "Mist".
Das ist echt albern. was Du da rumfabulierst.

Wuppertal? Wuppertal als holdes Top Vorbild in Sachen Fahrrad?
huch. geil. :D
Das ist also doch alles gar nicht ernst gemeint gewesen, sondern so ne Totalsatire.
Dann ist ok.
In dem hässlichen Wuppertal kann man gewiss vieles, aber nicht Radfahren. ;)

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henra

Datum: 03.08.20 22:00

Gumminase schrieb:
Die Bahnhöfe Timmendorfer Strand und Scharbeutz haben deutlich mehr Pendler unter den Ein- und Aussteigern als Touristen.
Oha. Wenn ich mir Größe, Struktur und Lage von Timmendorfer Strand und Scharbeutz anschaue, lässt das nix gutes vermuten. Über wieviele Pendler wohin reden wir dann? Wieviele von denen die das gleiche Ziel haben, würden potenziell die Bahn nutzen? Ich fürchte, dann reden wir wohl von <100 Leuten pro Tag. Damit dürfte der Dropps wohl gelutscht sein.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 04.08.20 00:02

Dann warst Du noch nicht in Wuppertal. Der Horizont muss nicht in Harburg enden.

Wuppertal hat sich in den letzten 10 Jahren entwickelt. Schleswig-Holstein nicht (genug).

Re: Grüne in SH

geschrieben von: 103612

Datum: 04.08.20 00:11

Auch wenn es sich entwickelt hat, so schön wie SH wird es nie werden.....;)

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henrik

Datum: 04.08.20 00:22

geil.. :D :D :D

Du versuchst immer noch einen drauf zu setzen..

der ging noch, aber irgendwann wirds fad.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Gumminase

Datum: 04.08.20 08:09

Henra schrieb:
Über wieviele Pendler wohin reden wir dann?
So genau verrät das keiner. Aber einen Anhaltspunkt bietet ja das tägliche Vor-Corona-Bild vor Ort.

[drehscheibe-online.de]

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 04.08.20 11:37

103612 schrieb:
Auch wenn es sich entwickelt hat, so schön wie SH wird es nie werden.....;)
Es geht nicht um Schönheit sondern um Vergleich mit anderen Urlaubsregionen. Natürlich kann man die Methode Mosel auch in Schleswig-Holstein verwenden "ist schön hier, Leute kommen eh, also reicht Standard aus dem Jahr 1960 aus". Nur muss man sich dann nicht wundern wenn andere vorbeiziehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.20 11:38.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: VT

Datum: 04.08.20 11:58

Käfermicha schrieb:
Es geht nicht um Schönheit sondern um Vergleich mit anderen Urlaubsregionen. Natürlich kann man die Methode Mosel auch in Schleswig-Holstein verwenden "ist schön hier, Leute kommen eh, also reicht Standard aus dem Jahr 1960 aus". Nur muss man sich dann nicht wundern wenn andere vorbeiziehen.
Leider sieht man das nicht nur an der Mosel. Schwarzwald und Bodensee sind oft genau so. Den Schwarzwaldradweg würde ich mittlerweile nur noch mit nem MTB in Angriff nehmen.

Re: Grüne in SH

geschrieben von: Henrik

Datum: 04.08.20 18:48

Käfermicha schrieb:
103612 schrieb:
Auch wenn es sich entwickelt hat, so schön wie SH wird es nie werden.....;)
Es geht nicht um Schönheit sondern um Vergleich mit anderen Urlaubsregionen. Natürlich kann man die Methode Mosel auch in Schleswig-Holstein verwenden "ist schön hier, Leute kommen eh, also reicht Standard aus dem Jahr 1960 aus". Nur muss man sich dann nicht wundern wenn andere vorbeiziehen.
Es liegt an der Lübecker Bucht bei dem Radweg von Haffkrug nach Scharbeutz weiter bis Timmendorfer Strand der Standard 2020 vor.
Ein sehr breiter Radweg mit hervorragender Qualität der Oberfläche. Es ist ein Genuss für jeden dort Radzufahren.
Viele Touristen nehmen ihre eigenen Fahrräder mit. Die Fahrradverleiher vor Ort erfreuen sich über die sehr hohe Nachfrage.
Die Lübecker Bucht zählt nicht umsonst zu den Top Urlaubsregionen Deutschlands.. gar Europas und erfreut sich immer stärkerer Nachfrage.
Oberdeichgraf schrieb:
Nochmal die Geschichte in der Presse.
Die 12,5 km Strecke von Ratekau bis Haffkrug wäre für 360.000 Euro sicher ein Schnäppchen.
Das Land SH könnte das aus der Portokasse bezahlen, wenn man nicht so verblendet wäre: [www.ln-online.de] (Wie fast immer hier nicht umsonst lesbar).
Jährliche Kosten für die Vorhaltung der Strecke: ca. 413.900 EUR (2018)

Investitionen in den nächsten fünf Jahren (Standard DB Netz AG): rd. 24.261.000 EUR

--

Hinweis auf die Präsentation der DB beim 35. Dialogforum, 23.07.2020:
auf den Seiten 14-20 wird dieses thematisiert

[fehmarnbelt-dialogforum.de]

sowie zuvor bereits:
Präsentation der DB Netz AG zum Stilllegungsverfahren - 06.07.2020
[fehmarnbelt-dialogforum.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.20 18:57.
Der Zeuge Desiros schrieb:
"Wieso die Grünen hier in SH so passiv sind, ist mir schleierhaft."

wenn ich mir anschaue, wie die Grünen in Flensburg ihre Innenstadttrasse/Hafenbahn bekämpfen, wundert mich das leider auch nicht. Was ist da los? Die "Rettung" der Bäderbahn wäre doch oberste Bürgerpflicht der Partei des wahrscheinlichen Kanzlerkandidaten und ein Ur-Grünes Thema.
PETITION ZUM ERHALT DER SCHIENENGEBUNDENEN BÄDERBAHN NACH TIMMENDORFER STRAND UND SCHARBEUTZ

INES STREHLAU
ist Mitglied im Parlament Schleswig-Holsteinischer Landtag
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zuletzt bearbeitet am 01.10.2019

Ich lehne ab. Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Begründung:
Wir Grünen haben die Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) schon immer sehr kritisch gesehen und tun das weiterhin. Der Verlust der Bäderbahn ist eine unmittelbare Folge der Planungen zur Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung. Die neue Strecke an der A1, war der ausdrückliche Wunsch der Kommunen vor Ort und wurde durch das Raumordnungsverfahren (ROV) bestätigt. Dem ist der Bund trotz der hohen Mehrkosten gefolgt, forderte aber, dass sämtlicher Verkehr - auch der Nahverkehr - auf der neuen Strecke durchgeführt wird. Dieses hatte der Verkehrsminister Meyer (SPD) der Bahn auch in einem Letter of Intent zugesichert. [www.anbindung-fbq.de] . Dessen Aufkündigung ebenso wie Investitionen in die alte Strecke würden diese Entscheidung jedoch in Frage stellen und die prognostizierten Güterzüge würden durch die Orte rollen. Eine schienengebundene Bäderbahn und eine Neubaustrecke wird es nicht geben. Deshalb muss jetzt für ein attraktives ÖPNV-Angebot für die Region gekämpft werden.

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AMINATA TOURÉ
ist Mitglied im Parlament Schleswig-Holsteinischer Landtag
Wahlkreis: Neumünster
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zuletzt bearbeitet am 25.09.2019

Ich lehne ab. Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Begründung:
Die Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) zwingt uns, über die Verlegung der Bäderbahn zu diskutieren. Sollte die von uns Grünen schon immer kritisierte FFBQ abgesagt werden, unterstütze ich den Ausbau der Bäderbahn selbstverständlich ausdrücklich, denn natürlich ist ein "Ortsbahnhof" besser als ein "Feldbahnhof". Die neue Strecke an der A1, war aber ausdrücklicher Wunsch der Kommunen vor Ort und wurde durch das Raumordnungsverfahren (ROV) der vorherigen Landesregierung bestätigt. Dem ist der Bund trotz der hohen Mehrkosten gefolgt, forderte aber, dass sämtlicher Verkehr - auch der Nahverkehr - auf der neuen Strecke durchgeführt wird. Dieses hatte der Verkehrsminister Meyer (SPD) der Bahn auch in einem Letter of Intent zugesichert [www.anbindung-fbq.de]
Dessen Aufkündigung, ebenso wie Investitionen in die alte Strecke parallel zum Streckenneubau an der A1, jedoch stellen diese Neubaustrecke vom Bund wieder in Frage. Dann würden die Güterzüge doch durch die Orte fahren. Daher ist der Erhalt der Bäderbahn durch das Land schwierig und vom Bund nicht zu erwarten.

Solange aber an der FFBQ festgehalten wird, ist die Lage wie folgt:
An der A1 entsteht eine neue elektrifizierte Strecke, die die aus Hamburg kommenden Züge auch direkt und schnell nutzen können. Die alte Strecke hingegen ist äußerst unattraktiv (eingleisig, nicht elektrifiziert, zum Teil verkommene Bahnhöfe, niedrige Bahnsteige, Umsteigezwang in Lübeck mit Treppensteigen und 20 Minuten Zeitverlust). Gerade das Umsteigen in Lübeck ist nicht nur für mobilitätseingeschränkte Menschen äußerst problematisch. Es darf auch nicht nur der Weg von Bahnhof zu Bahnhof gesehen werden, sondern der von Tür zu Tür.

Fazit: Solange das Damokles-Schwert der FFBQ über der Bäderbahn schwebt, wird deren Erhalt durch Landes- und Bundesmittel ein unerfüllbarer Wunsch bleiben und wir müssen für die Region die bestmögliche Anbindung an die neue Strecke herausholen.

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MARLIES FRITZEN
ist Mitglied im Parlament Schleswig-Holsteinischer Landtag
Wahlkreis: Ostholstein-Süd
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zuletzt bearbeitet am 19.09.2019

Ich lehne ab.

Begründung:

Der Verlust der Bäderbahn ist eine unmittelbare Folge der Planungen zur Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung. Die neue Strecke an der A1, war der ausdrückliche Wunsch der Kommunen vor Ort und wurde durch das Raumordnungsverfahren (ROV) bestätigt. Dem ist der Bund trotz der hohen Mehrkosten gefolgt, forderte aber, dass sämtlicher Verkehr - auch der Nahverkehr - auf der neuen Strecke durchgeführt wird. Dieses hatte der Verkehrsminister Meyer (SPD) der Bahn auch in einem Letter of Intent zugesichert.
[www.anbindung-fbq.de]
Dessen Aufkündigung ebenso wie Investitionen in die alte Strecke würden diese Entscheidung jedoch in Frage stellen und die prognostizierten Güterzüge würden durch die Orte rollen.

Eine schienengebundene Bäderbahn und eine Neubaustrecke wird es nicht geben. Deshalb muss jetzt für ein attraktives ÖPNV-Angebot für die Region gekämpft werden.

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[www.openpetition.de]
Henrik schrieb:
Investitionen in den nächsten fünf Jahren (Standard DB Netz AG): rd. 24.261.000 EUR

WTF??!
24 Mio??!
Das ist ne eingleisige Strecke im totalen Flachland. 12km lang.
Die haben doch 'nen kompletten Schuss!

Wann nimmt man diesem Saust*ll endlich das Netz weg?!
Dann würde ich bitten diesen drei Damen und Herren einmal mitzuteilen, das das nihct stimmt!

Sie scheinen sich abgesprochen zu haben, dass erstmal die böse FBQ Schuld ist, und sie nichts tun können. Das ist aber falsch!

Die bestende Strecke durch die Bäder muss nur bis Neustadt erhalten werden. Dahinter durch das Binnengewässer wird stillgelegt. Dann fährt nie im Leben ein Güterzug durch die Bäder und die wichtige Anbindung an Hamburg und Lübeck bleibt erhalten.
Auf den Bau teuerer neuer Bahnstationen kann verzichtet werden und mit dem Geld die Elektrifizierung der Altstrecke bezahlt werden, damit in Zukunft durchgehende Züge von Hamburg bis Neustadt fahren können.

Es wäre alles kein Problem liebe Grünen (und FDP, SPD, CDU), man muss nur wollen und der DB den Letter of Intent "kündigen / abkaufen".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.20 23:05.
Henra schrieb:
WTF??!
24 Mio??!
Fantasiezahl, um rechtssicher zu sein und um naive Politiker gegen den Erhalt stimmen zu lassen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Kommt schon hin. Technik komplett abhängig. Müsste also neu geplant werden. Gebaut.

Hinzu Investitionen in die Sanierung.
Käfermicha schrieb:
Kommt schon hin. Technik komplett abhängig. Müsste also neu geplant werden. Gebaut.
Das ist eine funktionierende Strecke. Ein Nachbesitzer muss ja nicht irgendwelche DSTW-Fantasien der DB ausleben.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Käfermicha schrieb:
Kommt schon hin. Technik komplett abhängig. Müsste also neu geplant werden. Gebaut.

Hinzu Investitionen in die Sanierung.
Die Stellwerkstechnik in Puttgarden, die die ganze Strecke steuert, ist museal und völlig abgängig. Aber zwischen Bad Schwartau wird extra ein Bau-ESTW gebaut, damit die ate Strecke bis Neustadt weiterhin bis zur Fertigstellung der endgültigen Strecke in Betrieb bleiben kann.

Bäderbahn - Investitionen in den nächsten fünf Jahren

geschrieben von: Henrik

Datum: Gestern, 00:33:11

Käfermicha schrieb:
Kommt schon hin. Technik komplett abhängig. Müsste also neu geplant werden. Gebaut.

Hinzu Investitionen in die Sanierung.
rd. 24.261.000 EUR für die Erneuerung von:

- 14,948 Km Gleisober- und unterbau
- 6 Weichen
- 1 Stellwerk inkl. der dazugehörigen Signalanlagen
- 2 Durchlässe - 2 Bahnübergänge
- Aufwand für Rückbau und Entsorgung, sowie Planungskosten

[fahrweg.dbnetze.com]

"Standard DB Netz AG"

mag gut sein, dass da noch bisschen Luft nach unten ist - aber auf die eine oder andere Million kommts wohl eher nicht drauf an.
Ähnlich auch bei den laufenden Kosten.

Bis zum 11.09. läuft die Ausschreibung noch.
Viel Zeit ist das nicht mehr.
103612 schrieb:
Dann würde ich bitten diesen drei Damen und Herren einmal mitzuteilen, das das nicht stimmt!

Sie scheinen sich abgesprochen zu haben, dass erstmal die böse FBQ Schuld ist, und sie nichts tun können. Das ist aber falsch!

Die bestehende Strecke durch die Bäder muss nur bis Neustadt erhalten werden. Dahinter durch das Binnengewässer wird stillgelegt. Dann fährt nie im Leben ein Güterzug durch die Bäder und die wichtige Anbindung an Hamburg und Lübeck bleibt erhalten.
Auf den Bau teurer neuer Bahnstationen kann verzichtet werden und mit dem Geld die Elektrifizierung der Altstrecke bezahlt werden, damit in Zukunft durchgehende Züge von Hamburg bis Neustadt fahren können.

Es wäre alles kein Problem liebe Grünen (und FDP, SPD, CDU), man muss nur wollen und der DB den Letter of Intent "kündigen / abkaufen".
nun..
steht ja auch drüber bei deren Antworten: "Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN"
Deren Begründung deckt sich mit der Haltung der Grünen im Lande. Man muss diese nicht teilen, aber es spiegelt die Entstehungsgeschichte gut wieder.

Man kann es auch anders sehen.
Wenn es so einfach wäre, wie von Dir unterstellt....
dann würden gewiss auch schon weitere Bemühungen laufen. Dieses Verfahren läuft bereits offiziell seit 12. Juni 2020, dass es dazu kommen würde ist seit Jahren bekannt.

Wo liegt das NKV der Hinterlandanbindung mit diesem Neubauanteil aktuell?
Bei 1,2 (vgl. Bundestagsdrucksache 19/19500 )
Für einen EC alle zwei Stunden und Güterverkehr und NV im Halbstundentakt nach Neustadt und NV im Stundentakt nach Fehmarn.
So sehr üppig ist der NKV nicht wirklich.
Streich den NV im Halbstundentakt nach Neustadt, dann wirds nunmal kritisch.

Es handelt sich um

Stilllegungsverfahren für drei Abschnitte der Bestandsstrecke:
• Ratekau bis Haffkrug (inklusive Haltepunkte)
• Neustädter Binnenwasser
• Großenbrode (inklusive Haltepunkt)

letzteres wohl gewiss recht uninteressant.
Neustädter Binnenwasser - der Abschnitt könnte aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht ausgebaut werden.
In Haffkrug dann keinen Anschluss setzen an die Neubaustrecke direkt nebenan?
klar, ein solches Modell könnte man verfolgen - der Fehmarn-IC würde dann nicht mehr die Bäderbahn anbinden.
Entscheidet man sich für ein Modell mit Verknüpfung der bestehenden Bäderbahn in Haffkrug mit der Neubaustrecke, dann besteht die Möglichkeit, dass auch Güterzüge diese nutzen würden - was die Anlieger nun wirklich nicht wollen.
Henrik schrieb:
Zitat:
klar, ein solches Modell könnte man verfolgen - der Fehmarn-IC würde dann nicht mehr die Bäderbahn anbinden.
Entscheidet man sich für ein Modell mit Verknüpfung der bestehenden Bäderbahn in Haffkrug mit der Neubaustrecke, dann besteht die Möglichkeit, dass auch Güterzüge diese nutzen würden - was die Anlieger nun wirklich nicht wollen.
Dann wäre also der maixmale Preis dafür, das auch rein physisch nie und nimmer im Leben sich auch nur ein Transit-Güterzug mal auf der Bäderbahn verirren kann, dass der in den Sommermonaten einmal pro Tag verkehrende Urlauber-IC nicht mehr in den Bädern hält, dafür aber der tägliche SPNV in den Orten erhalten bleiben kann. Da wüsste ich sofort wofür ich mich entscheiden würde....

Es wäre aber auch denkbar, dass die in Zukunft die für Dagebüll von einigen vorgesehen Talgo-Flügelzüge die Bedienung von Ostholstein übernehmen. Zwei Zugteile fahren gekoppelt von Köln nach Lübeck und teilen sich dann in einen Zugteil über die Bäderbahn nach Neustadt und einen Zugteil nach Fehmarn-Burg.
Hallo,
wo sollen bei Deiner Lösung denn die Triebwagen und der Saison IC nach Fehmarn fahren?
Die Lösung mit dem Abbau der Strecke nördlich von Neustadt passt so nicht.
Auch dieser Streckenabschnitt muss Dritten angeboten, kann nicht einfach entsorgt werden.
Die angeblich durch die Bäderorte fahrenden Güterzüge bei einer NBS sind eine Fiktion ohne Realitätsbezug.
Kein Logistikunternehmen wählt bei gleichen Kosten eine langsamere Route.
Zudem gibt es auf Bahnstrecken Streckenklassen, Längenbegrenzungen usw.
Güterzüge könnte man so im Regelbetrieb hier zusätzlich den passenden Laufweg vorgeben.
Zudem hätte man noch eine Ausweichstrecke bei Störungen auf der NBS.
Am Beispiel Pinneberg-Hamburg sieht man, wie wichtig vollwertige Ausweichstrecken sind.
Das "Basta" vom Verkehrsminister Buchholz in Bezug auf die Bäderbahn hat keinen durchgerechneten Hintergrund, basiert für mich nur auf vagen Vermutungen.
Ganz traurig ist hier eben auch die Rolle der Grünen in SH als Abnicker.
Henrik schrieb:
103612 schrieb:
Dann würde ich bitten diesen drei Damen und Herren einmal mitzuteilen, das das nicht stimmt!

Sie scheinen sich abgesprochen zu haben, dass erstmal die böse FBQ Schuld ist, und sie nichts tun können. Das ist aber falsch!

Die bestehende Strecke durch die Bäder muss nur bis Neustadt erhalten werden. Dahinter durch das Binnengewässer wird stillgelegt. Dann fährt nie im Leben ein Güterzug durch die Bäder und die wichtige Anbindung an Hamburg und Lübeck bleibt erhalten.
Auf den Bau teurer neuer Bahnstationen kann verzichtet werden und mit dem Geld die Elektrifizierung der Altstrecke bezahlt werden, damit in Zukunft durchgehende Züge von Hamburg bis Neustadt fahren können.

Es wäre alles kein Problem liebe Grünen (und FDP, SPD, CDU), man muss nur wollen und der DB den Letter of Intent "kündigen / abkaufen".
nun..
steht ja auch drüber bei deren Antworten: "Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN"
Deren Begründung deckt sich mit der Haltung der Grünen im Lande. Man muss diese nicht teilen, aber es spiegelt die Entstehungsgeschichte gut wieder.

Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine Absage der GRÜNEN an eine echte Verkehrswende in SH. Da wird das Geld für die Hinterlandanbindung nur so aus dem Fenster geschmissen, aber 24 Mio für die Bestandsstrecke sind nicht da. Wer das glaubt wird nicht wiedergewählt.

Machen die also schön mit bei der "Verkehrswende nach CDU/CSU/FDP/SPD-Art": Verbrennerautos durch E-Autos ersetzen. Traurig.
Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,
wo sollen bei Deiner Lösung denn die Triebwagen und der Saison IC nach Fehmarn fahren?
Die Lösung mit dem Abbau der Strecke nördlich von Neustadt passt so nicht.
Auch dieser Streckenabschnitt muss Dritten angeboten, kann nicht einfach entsorgt werden.
Die angeblich durch die Bäderorte fahrenden Güterzüge bei einer NBS sind eine Fiktion ohne Realitätsbezug.
Kein Logistikunternehmen wählt bei gleichen Kosten eine langsamere Route.
Zudem gibt es auf Bahnstrecken Streckenklassen, Längenbegrenzungen usw.
Güterzüge könnte man so im Regelbetrieb hier zusätzlich den passenden Laufweg vorgeben.
Zudem hätte man noch eine Ausweichstrecke bei Störungen auf der NBS.
Am Beispiel Pinneberg-Hamburg sieht man, wie wichtig vollwertige Ausweichstrecken sind.
Das "Basta" vom Verkehrsminister Buchholz in Bezug auf die Bäderbahn hat keinen durchgerechneten Hintergrund, basiert für mich nur auf vagen Vermutungen.
Ganz traurig ist hier eben auch die Rolle der Grünen in SH als Abnicker.
Der Stundentakt Lübeck - Fehmarn fährt über die NBS, erster Halt hinter Bad Schwartau ist Lensahn. Der Urlauber-IC würde dann Lübeck - Oldenburg - Heiligenhafen/Großenbrode - Fehmarn-Burg halten

Die anderen Züge nach Neustadt fahren auf der Bäderbahn, ebenso der 2. Zugteil des Urlauber-IC's.

Eine Verknüpfung zwischen Bäderbahn und NBS im Raum Haffkrug wäre durchaus möglich. Einen Gemeinschaftsbahnhof an Bäderbahn und NBS würde ich sogar begrüßen, da man dort Umstiege aus Oldenburg an nach Scharbeutz und Timmendorf organisieren könnte.Eine Gleisverbindung ahlte ich aber für weder erforderlich noch für hilfreich. Zum einen kann man dann ein für alle mal Güterzüge auf der Bäderbahn ausschließen, auch im Störungsfall. Genau das wollten die Orte an der Lübecker Bucht. Und für den Betrieb wäre das allemal verkraftbar, denn ein Bypass von 15km Länge zwischen Schwartau und Haffkrug für den Fall einer Sperrrung oder Havarie ist doch eher von theoretischem Nutzen denn von praktischer Relevanz.
Traumflug schrieb:
Käfermicha schrieb:
Kommt schon hin. Technik komplett abhängig. Müsste also neu geplant werden. Gebaut.
Das ist eine funktionierende Strecke. Ein Nachbesitzer muss ja nicht irgendwelche DSTW-Fantasien der DB ausleben.
Hast Recht, der übernimmt einfach das alte Stellwerk in Puttgarden und betreibt die Strecke damit weiter. Der technische Stand von 1963 reicht ja auch völlig.

Die Gleisanlagen lässt man dann auch so, wie sie sind, denn die haben die letzten 20 Jahre ja auch funktioniert.

Wann wurden dort eigentlich zuletzt die Gleise erneuert? Ich kann mich da tatsächlich nicht dran erinnern...

Gruß Sebastian
Hallo,
die Bäderbahn wird für die Übergangszeit nach meiner Kenntnis mit neuer Stellwerkstechnik ausgerüstet.
Eine Betriebspause über Jahre ist hier nicht geplant.
Was die Lebensdauer von Gleisen angeht: Bei Bad Malente Gremsmühken lagen bis vor einiger Zeit noch S 49 aus den fünfziger Jahren.
Ohne massig Güterverkehr halten die Schienen viele Jahrzehnte.
"Neu ist immer besser" sind Sprüche von vorgestern, weil das manchmal gar nicht zutrifft.
Aber im Herbst wird sich herausstellen, was in Ostholstein tatsächlich passiert.
Die Verwerfungen durch die Corona Krise sind ja auch noch nicht vorbei.
Wenn in SH Geld in die Bahn investiert wird, hielte ich den Ausbau von Neumünster-Bad Oldesloe mittelfristig für viel sinnvoller.
Das Zugunglück von Halstenbek hat mal wieder gezeigt, dass eine vollwertige Umleiterstrecke hier fehlt.
Man könnte auch einen Kreuzungsbahnhof bauen und die Bäderbahn durch Reaktivierung der Eutin-Neustädter Bahn entsprechend "vertikal" verknüpfen. Dann kann garantiert kein Güterzug von der einen Strecke auf die andere und Kiel, Plön und Eutin hätten besseren Anschluss an die Ostseebäder. Wie auch schon an anderer Stelle eingebracht, wäre der große Wurf dann eine echte Küstentram Eutin-Neustadt-Timmendorfer Strand-Travemünde.
Sebastian Berlin schrieb:
Traumflug schrieb:
Käfermicha schrieb:
Kommt schon hin. Technik komplett abhängig. Müsste also neu geplant werden. Gebaut.
Das ist eine funktionierende Strecke. Ein Nachbesitzer muss ja nicht irgendwelche DSTW-Fantasien der DB ausleben.
Hast Recht, der übernimmt einfach das alte Stellwerk in Puttgarden und betreibt die Strecke damit weiter. Der technische Stand von 1963 reicht ja auch völlig.
Hier in der Gegend -- weit weg von der Ostsee -- reicht sogar die Technik von 1949.

Vielleicht sollte man sich mal daran erinnern, dass die Bäderbahn mit Eröffnung der SFS zu einer Nebenbahn wird. Für einen Zug, der einmal die Stunde die 14 km rauf und runter juckelt, braucht es überhaupt keine Signale. Es gibt bekanntlich den guten alten Zugleitbetrieb. Wird der Verkehr mehr, lohnt sich auch ein Stellwerk.

Preiswerte Optionen gibt's also.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker