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Es geht um eine Strecke des Sulinger Kreuzes. Und zwar plant dort eine Sandabbaufirma die Errichtung einer Ladestelle, um dort jährlich ca. 100.000t Baustoffe anzuliefern: [www.kreiszeitung.de]

Der gleich auf der Nachbarschaft liegende Bahnhof Rehden-Wetschen eigne sich dafür angeblich nicht, weil er direkt in der Wohnbebauung liegt und nach eigener Recherche mit Google-Luftbildern zu klein ist.

Positiver Synergieeffekt: Der benachbarte Agrarhandel möchte das neue Gleis gleich mitnutzen für Dünger- und Futtermitteltransporte.

Es tut sich also etwas im Nordwesten des Landes. Aber ich frage mich, ob man hier nicht die neue Ladestraße ("Güterbahnhof": [www.ndr.de] ), die in der Gegend entsteht, hätte mitnutzen können? Oder liegt das zu weit entfernt?
Hallo

Rehden und Nienburg sind auf der Straße knapp 60km auseinander.
Hallo.

Technisch unterstützter Zugleitbetrieb schrieb:
Es geht um eine Strecke des Sulinger Kreuzes.
Konkret: Strecke 1744 Diepholz - Sulingen (- Nienburg).


Technisch unterstützter Zugleitbetrieb schrieb:
Zitat:
Der gleich auf der Nachbarschaft liegende Bahnhof Rehden-Wetschen
Laut meinem Schweers + Wall (mit Stand 2011) ist Rehden-Wetschen nur noch eine Anschlussstelle im km 54,7. Oder hat sich da seither was geändert?

Es wäre schön, wenn das auch anderorts Schule machen würde.

Gruß
Matthias



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 00:47.
Moin,

meines Wissens war das mal ein vollwertiger Bahnhof, aber spätestens in den 1970er Jahren zurückgebaut.

Das Gleis zum eh. Munitionsdepot ist eine eigene Ladestelle.

Viele Grüße
Erfreulich!

Gut zu hören, dass immerhin diejenigen Firmen zur Bahn (zurück-)kommen, die auch die optimalen Güter für die Bahn transportieren.
Wie in Nienburg sind das ja vor allem große Mengen an (Bau-)stoffen.
Hoffentlich wird das wirklich zum Trend.
MJK schrieb:
Laut meinem Schweers + Wall (mit Stand 2011) ist Rehden-Wetschen nur noch eine Anschlussstelle im km 54,7. Oder hat sich da seither was geändert?
Eine Anschlussstelle gibt es dort auch. Die führt zu einem großen Auto-Logistiker. Sieht aus der Luft ziemlich beeindruckend aus, insbesondere wenn das Gelände voll ist: [www.google.de]

Also rein formell ist das dort ein Bahnhof, denn auch ohne das Anschlussgleis gibt es dort ein Entladegleis: [www.google.de]

Hier ist übrigens die Stelle, wo der Entladeplatz entstehen soll: [www.google.de]
Bei Solothurn (CH) fahren sehr gut besetzte Schmalspurzüge sogar durch Dörfer mit privaten Gleisanschlüssen, ja sogar der Landhandel dort verkauft saisonale Produkte direkt aus den im Anschluß stehenden Waggons heraus!

Raiffeisen Hessenland sagte mir, dass man auch sehr gerne z.B. Flüssigdünger direkt ab Kesselwagen verkaufen würde, aber

- die Bahn hat die Anschlüsse gekündigt und Weichen ausgebaut
- hat keine Wagen
- wenn Wagen kosten die Standgeld
- Wagen kosten hier "Zustellgebühren".

Der Baumarkt im besagten Solothurn verkaufte sogar Sand & Zement aus bereitstehenden Wagen, ein anderer war mit Zementmischmaschinen verladen, ein ged. Wagen war voller Säcke - es geht!

R.
Hallo

ja für "uns" Zuschauer, verschärft vielleicht noch als natürlich voreingenommene Bahnfans - zu denen ich mich auch manchmal zähle- , Modelleisenbahner oder Parteiökologen ist das eine nette Nachricht und ein ganz bestimmt nicht emotionsloses "Es geht doch !" ist dann mit vollen Herzen ausgesprochen.

Aber:
Es darf auch nicht teurer als die heutzutage üblichen Zuliefermethoden werden, es muss zuverlässig und sein und darf auch nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Die Bahn, unabhängig von der jeweiligen Gesellschaft, ist aber eben "Die Bahn" mit 1001 internen und gefühlt 10000 vom Gesetzgeber (BG, Gewerkschaften, Bürokratie ähnlichen denken Personal in den Büroetagen) hervor gezauberten Vorschriften, Bremsschuhen, Unfähigkeit (oder doch eher es gar nicht wollen, wollen - wo kämen wir den dann hin wen wir neuerdings...) ist nun mal Systembedingt nicht in der Lage mal "kreativ" und praxisnah zu sein, zumindest hier in EU-Europa, der Schweiz, wohl aber auch den USA, Japan usw.

Selbst in der Bahn(transport)freundlichen und was den Transport auf der Straße angeht sowieso schon sehr teuren Schweiz geht es nicht so einfach wie der informative Beitrag von cavemaen zeigt, und caveman scheint mir doch bestimmt kein Feind des Bahntransportes zu sein, aber eben doch ein Realist und über den eigenen Horizont zu schauen fähig.

Die Realität und die Zwänge sehen nun mal anders aus - wenn "man" (du, ich) das ändern willst muss man auch bereit sein für das Produkt, also auch genau du " Technisch unterstützter Zugleitbetrieb" aber auch ich und "Omma Krause" als Endkunde, mehr zu zahlen und über lange(kurzzeitig wird es da kein Problem bestehen da ein Mangel an Personal besteht) gesehen auch ein bezahlbares Konzept ausdenken wie die ganzen Fahrer die aktuell den Transport "an der Front" bewerkstelligen, weiterhin ein gesichertes, mindestens gleichwertiges Einkommen ohne(!) irgendwelche Bittgänge (letzteres wird so oft "übersehen" wenn irgendwelche Arbeitsfelder und Industrien verschwinden sollen)beim Arbeitsamt, irgendwelchen Behörden usw. aus den Hut gezaubert wird.
Ja es werden neue Arbeitsplätze entstehen - oft genug aber halt eben nicht für die betroffenen Personen, und oder dann gleichen Gesamteinkommen (und nur das zählt) und mindesten gleichwertiger "Unternehmens-" bzw. "Branchenkultur" - bei den Fernfahrern kann es eigentlich nur besser werden, wenn ich aber z,B. an die Kumpels und das Instandhaltungspersonal bei der Braunkohle (z.B. Rheinbraun) den Kraftwerkern ( z.B. RWE) denke habe ich so meine Bedenken...
Ähnliches haben wir ja schon gesehen wo ehemals staatliche oder zumindest öffentlich rechtliche Unternehmen oder auch "nur" Sparten von solchen Arbeitgebern privatisiert wurden... Arbeit ist halt nicht nur Gelderwerb...

Tja das echte leben ist eben keine Modelleisenbahn, und auch nicht ein Parteibuch und auch nicht die ideale Welt des Abiturienten mit Leistungskurs Biologie und Kunst...

423User



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 18:29.
Natürlich würde das hier auch funktionieren wenn die Bundespolitik sich darauf einigen könnte und nicht jeder Handschlag auf Vorteilnahme usw. beäugt würde oder gar umständlich ausgeschrieben werden muss. Ein Landhandel kann sich auch eigene Wagen anschaffen, dann bleiben Standkosten aus.

Frank aus der Prignitz