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Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: 8442

Datum: 29.07.20 21:50

[www.manager-magazin.de]

"Letztere berichtet von einem Minus unter dem Strich von insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz habe von Januar bis Juni den Kreisen zufolge nur noch 19,4 Milliarden Euro erreicht. Das waren 2,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern will seine Halbjahresbilanz an diesem Donnerstag vorlegen."

Die Bahn ist meiner Meinung nach ein "sozialistisch" geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.

Realistisch gesehen, wird das noch mehrere Jahre oder sogar langfristig so andauern: Firmen haben erkannt, dass viele Dienstreisen überflüssig sind und nur Geld kosten (Bahnfahrt, Hotel, Spesen). Urlaubsreisende haben erkannt, dass sie im eigenen Pkw sicherer vor Corona sind.

Wo bleibt die Beteiligung der DB-Mitarbeiter am "Erfolg" des Unternehmens?



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 07:47.

Und schon der nächste Troll...

geschrieben von: Pinne46

Datum: 29.07.20 21:52

8442 schrieb:
[www.manager-magazin.de]

"Letztere berichtet von einem Minus unter dem Strich von insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz habe von Januar bis Juni den Kreisen zufolge nur noch 19,4 Milliarden Euro erreicht. Das waren 2,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern will seine Halbjahresbilanz an diesem Donnerstag vorlegen."

Die Bahn ist für mich ein sozialistisch geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.

Realistisch gesehen, wird das noch mehrere Jahre oder sogar langfristig so andauern: Firmen haben erkannt, dass viele Dienstreisen überflüssig sind und nur Geld kosten (Bahnfahrt, Hotel, Spesen). Urlaubsreisende haben erkannt, dass sie im eigenen Pkw sicherer vor Corona sind.

Wo bleibt die Beteiligung der DB-Mitarbeiter am "Erfolg" des Unternehmens?
Werdet ihr eigentlich alle vom ADAC bezahlt?
Pinne46

Vorsicht vor einfachen Lösungen

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 29.07.20 21:53

8442 schrieb:
Die Bahn ist für mich ein sozialistisch geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.

Hallo,

eine Reduzierung vom Stunden- auf den Zweistunden-Takt wird wiederum vorhandene Fahrgäste vergraueln, somit Auslastung, Umsätze und Erlöse weiter sinken lassen. Ob das eine gute Idee ist?

Gruß, Amzfriend

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: PuratorLE

Datum: 29.07.20 21:55

8442 schrieb:
Die DB ist für mich ein sozialistisch geführtes ABM-Unternehmen.
Erich: "Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs' noch Esel auf."
Esel: "Ich fress hier gerade so schön, da soll ich mich wegbewegen?"
Ochs: "Dem Karren soll ich mich in den Weg stellen? Da tu ich mir ja weh."
8442 schrieb:
Die Bahn ist für mich ein sozialistisch geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.
Jedes gewinnorientiert arbeitende Unternehmen hätte genau so gehandelt, wie du es beschreibst. FlixMobility hat es mit der Aussetzung von Bus- und Bahnbetrieb ja auch getan (von 'Personalanpassungen' ist mir nichts bekannt).

Der Fernverehr der DB ist aber aus einem anderen Grund mit relativ wenigen Einschränkungen weitergeführt worden: Weil der Staat das aus gutem Grund so wollte. Jede deutlichere Kapazitätseinschränkung hätte zu einer höheren Auslastung der Züge und damit zu einem geringerem Abstand zwischen den Reisenden und einer höheren Ansteckungsrate mit dem Coronavirus geführt.

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: 8442

Datum: 29.07.20 22:02

Frage: Ist es für den Staat eventuell günstiger, die schwach ausgelasteten Züge rollen zu lassen (und die DB mit Milliardensummen zu stützen) als Kurzarbeitergeld zu zahlen?
Moin,

Falls du es vergessen hast, die Krise ist immer noch Aktiv und die Zahlen zeugen deutlich davon. Hinzu kommt das man immer noch auf Abstand bleiben sollte, viele Dummschwätzer haben das vergessen, wie man an den aktuellen Zahlen deutlich sieht. Und genau deswegen hat man im FV eben nicht die Zahl der Züge und Zugfahrten reduziert, bis auf einige Ausnahmen um den nötigen Abstand zu bewahren. Und wenn man schon darüber schwadroniert, dann sollte mal Flugreisen aktuell ebenso verbieten, denn dort sitzt man noch dichter gedrängt als in jedem Zug. Aber Hauptsache einige Neunmalkluge geben ihren Senf dazu, von ihrem Fachlichen Wissen total unterfordert.

Und die aktuellen Zahlen zeigen einen Trent, der Aufwärts geht. Ach ja, selbst der aktuelle Autoverkehr in NRW, liegt bei nur 90% und verhindert somit deutlich die täglichen Staus auf den Autobahnen, also deutlich besser für die Umwelt und somit auch der Beweis, das Autoland Deutschland den Ausbau der Straßen vernachlässigt, immer noch.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Arriva 1,4 Milliarden

geschrieben von: fahremitderbahn4020

Datum: 29.07.20 22:02

Hallo,

bei der Sonderabschreibung bei Arriva 1,4 Milliarden ist es echt ein Unding, dass der deutsche Steuerzahler (im Rahmen der geplanten 5 Milliarden) für die Verluste im Ausland aufkommen muss.

Unverständliche Grüße
fahremitderbahn

Wer arbeite kurz bei der Bahn?

geschrieben von: BR146106

Datum: 29.07.20 22:04

Moin,

bring doch mal entsprechende Berichte auf diese Seite und erzähle keinen Schwachsinn.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: MD 612

Datum: 29.07.20 22:05

8442 schrieb:
Frage: Ist es für den Staat eventuell günstiger, die schwach ausgelasteten Züge rollen zu lassen
Du solltest Dich mal draußen umgucken. So schwach ausgelastet, wie Du uns hier zu suggerieren suchst, sind die Züge im Fernverkehr längst nicht mehr.

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Re: Wer arbeite kurz bei der Bahn?

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 29.07.20 22:06

BR146106 schrieb:
Zitat:
bring doch mal entsprechende Berichte auf diese Seite und erzähle keinen Schwachsinn.
Hä? Er fragte, ob es billiger wäre, die Züge samt Personal leer rollen zu lassen als Kurzarbeitergeld zu zahlen!?

Sicher nicht, da Kurzarbeitergeld sich aus der Arbeitslosenversicherung der BA finanziert, solange bis die Reserven aufgebraucht sind. (Dann erst fließen Steuergelder vom Bund)

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: DGS-Fotograf

Datum: 29.07.20 22:06

8442 schrieb:
Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.
Was für ein Schmarrn...
Vorweg sei gesagt das die Auslastung der Fernverkehrszüge variiert.
Manche Relationen sind, für die aktuelle Lage, gut bis sehr gut nachgefragt, andere hingegen schwächer ausgelastet.
Das mit dem 2h-Takt meinst du nicht wirklich ernst ?

Gruß
Paul

http://paul-zimmer.de/pzsites/ban6.jpg
BR146106 schrieb:
Und die aktuellen Zahlen zeigen einen Trent, der Aufwärts geht. Ach ja, selbst der aktuelle Autoverkehr in NRW, liegt bei nur 90%

Im Fernverkehr der Bahn liegt das aktuelle Minus aber bei ca. 50%. D. h. der Autoverkehr hat sich - trotz Homeoffice - viel stärker erholt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 22:10.
Thomas_Lammpe schrieb:
FlixMobility hat es mit der Aussetzung von Bus- und Bahnbetrieb ja auch getan (von 'Personalanpassungen' ist mir nichts bekannt)
Wer wie die Flixebude kaum Personal hat, braucht auch nix anpassen...

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Re: Wer arbeite kurz bei der Bahn?

geschrieben von: 8442

Datum: 29.07.20 22:10

BR146106 schrieb:
Moin,

bring doch mal entsprechende Berichte auf diese Seite und erzähle keinen Schwachsinn.

gruß carsten
http://www.dtoday.de/startseite/wirtschaft_artikel,-Bahn-Manager-Stopp-von-Zugverkehr-wegen-Corona-war-nie-eine-Option-_arid,737692.html

"Auch eine Überfüllung von Zügen versuche das Unternehmen zu vermeiden, sagte Peterson. Derzeit hätten diese im Fernverkehr eine durchschnittliche Auslastung von rund 30 Prozent, "das ist etwa die Hälfte des Vorjahres". Ein Steuerinstrument seien dabei die Reservierungen: "Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung stoppen wir den Ticketverkauf.""
MD 612 schrieb:
Wer wie die Flixebude kaum Personal hat, braucht auch nix anpassen...
Mal so nebenbei erwähnt, die Auslastung der Flixebude liegt morgen je nach Zug bei 75-95 %.
BR146106 schrieb:
Moin,

Falls du es vergessen hast, die Krise ist immer noch Aktiv und die Zahlen zeugen deutlich davon. Hinzu kommt das man immer noch auf Abstand bleiben sollte, viele Dummschwätzer haben das vergessen, wie man an den aktuellen Zahlen deutlich sieht. Und genau deswegen hat man im FV eben nicht die Zahl der Züge und Zugfahrten reduziert, bis auf einige Ausnahmen um den nötigen Abstand zu bewahren. Und wenn man schon darüber schwadroniert, dann sollte mal Flugreisen aktuell ebenso verbieten, denn dort sitzt man noch dichter gedrängt als in jedem Zug. Aber Hauptsache einige Neunmalkluge geben ihren Senf dazu, von ihrem Fachlichen Wissen total unterfordert.

Und die aktuellen Zahlen zeigen einen Trent, der Aufwärts geht. Ach ja, selbst der aktuelle Autoverkehr in NRW, liegt bei nur 90% und verhindert somit deutlich die täglichen Staus auf den Autobahnen, also deutlich besser für die Umwelt und somit auch der Beweis, das Autoland Deutschland den Ausbau der Straßen vernachlässigt, immer noch.

gruß carsten
Danke! Volle Zustimmung!

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Moin,

und nun? Deswegen steht man auch wieder vermehrt im täglichen Stau, während man bei der Bahn soviel Platz in den Zügen hat, das man deutlich mehr Kunden aufnehmen kann. Aber der Angsthase fährt eben lieber Auto oder fliegt in den Urlaub.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
BR146106 schrieb:
Falls du es vergessen hast, die Krise ist immer noch Aktiv und die Zahlen zeugen deutlich davon. Hinzu kommt das man immer noch auf Abstand bleiben sollte, viele Dummschwätzer haben das vergessen, wie man an den aktuellen Zahlen deutlich sieht. Und genau deswegen hat man im FV eben nicht die Zahl der Züge und Zugfahrten reduziert, bis auf einige Ausnahmen um den nötigen Abstand zu bewahren. Und wenn man schon darüber schwadroniert, dann sollte mal Flugreisen aktuell ebenso verbieten, denn dort sitzt man noch dichter gedrängt als in jedem Zug. Aber Hauptsache einige Neunmalkluge geben ihren Senf dazu, von ihrem Fachlichen Wissen total unterfordert.
D. h. also, dass die Bahn - sollte sich die Anzahl der Fahrgäste wieder trotz Corona normalisieren - ihr Zugangebot stark erhöhen muss oder nicht mehr Fahrgäste zulassen darf. Eine Geldvernichtsungspirale, die der Steuerzahler in den nächsten Jahren ausgleichen darf.

Gibt es derzeit überhaupt eine zulässige Auslastung für einen Fern- bzw. Nahverkehrszug??? Ansonsten ist es Humbug, was du schreibst.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 22:29.

Und nun?

geschrieben von: BR146106

Datum: 29.07.20 22:21

Moin,

wenn man mit 50% der Zuglänge unterwegs ist, bei der Flixbude, kann ich mir die Zahlen auch schön rechnen. Anstatt 10 Wagen fährt man aktuell mit 5. Und bei der gehassten Bahn rollen immer noch 12 Wagen IC durch die Lande, blöd für euch kleinkarierten.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Und nun?

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 29.07.20 22:24

BR146106 schrieb:
wenn man mit 50% der Zuglänge unterwegs ist, bei der Flixbude, kann ich mir die Zahlen auch schön rechnen. Anstatt 10 Wagen fährt man aktuell mit 5. Und bei der gehassten Bahn rollen immer noch 12 Wagen IC durch die Lande, blöd für euch kleinkarierten.
Nö, stimmt leider nicht. Neun alte Wagen entsprechen ungefähr dem Sitzplatzangebot von fünf Wagen.

Abstandsregelung

geschrieben von: Pinne46

Datum: 29.07.20 22:30

gastronomie1916 schrieb:
Nö, stimmt leider nicht. Neun alte Wagen entsprechen ungefähr dem Sitzplatzangebot von fünf Wagen.
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?

Grüße
Pinne46

Juli sucht Aufmerksamkeit

geschrieben von: der pasinger

Datum: 29.07.20 22:32

wie man hört, begreift die ihre Rolle im Jahr 2020 als zuverlässiger Partner für sichere und planbare Mobilität TROTZ der aktuellen Situation mit dem Virus und die damit verbundenen Umstände.

50/50 wäre auch der andere Weg möglich gewesen, das Angebot und die damit verbundene Arbeitsleistung streng nach den Zahlen auszurichten und bei einem deutlich reduzierten Angebot weiterhin bei 50% der Züge für die gefühlten 200% Auslastung zu sorgen. DEN Aufschrei bezüglich Infektionsschutz, Verlässlichkeit und profitgetriebenen Managements wollte man sich wohl im wahrsten Sinne des Wortes aus guten Gründen ERSPAREN.

Wie so oft gab es wohl auch hier die Abwägung Mensch <-> Kapital, in diesem seltenen Fall hat "Mensch" gewonnen, die Träger dieser Entscheidung können die Beschimpfung "sozialistisch geführt" durchaus ohne schlechtes Gewissen aushalten, denn was juckt es die Eiche ...

mfg
Nils

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 29.07.20 22:33

Pinne46 schrieb:
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?
Da gibt es in der Tat einen Unterschied, aber es gibt keine Abstandsregelung, nur ein Gebot.

Auch im ICE / IC kann neuerdings das Abstandsgebot nicht mehr gewahrt werden. Bin letztens mit einem ICE, der zu etwa 80% gefüllt war, zum Dienst gefahren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 22:44.

Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 29.07.20 23:06

8442 schrieb:
[www.manager-magazin.de]

"Letztere berichtet von einem Minus unter dem Strich von insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz habe von Januar bis Juni den Kreisen zufolge nur noch 19,4 Milliarden Euro erreicht. Das waren 2,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern will seine Halbjahresbilanz an diesem Donnerstag vorlegen."

Die Bahn ist für mich ein sozialistisch geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.

Realistisch gesehen, wird das noch mehrere Jahre oder sogar langfristig so andauern: Firmen haben erkannt, dass viele Dienstreisen überflüssig sind und nur Geld kosten (Bahnfahrt, Hotel, Spesen). Urlaubsreisende haben erkannt, dass sie im eigenen Pkw sicherer vor Corona sind.
Und wo bleibt dein Aufschrei bitte zur Staatshilfe bei der LH?

Die Lufthansa bekommt alleine 9 Mrd. von der BRD, obwohl sie so gut wie garnicht fliegt, und das noch sehr lange. Die Unsummen an Kurzarbeitergeld für die zigtausend Mitarbeiter der LH kommen zu den 9 Mrd. übrigens noch on top! Austrian Airlines, Swiss und Belgium Airlines (gehören alle zum LH Konzern) haben von den jeweiligen Heimatstaaten weitere Staatshilfen erhalten, die in Summe nochmals mehr als 1 Milliarde ergeben.

Dagegen sind die 2,5 Mrd. Verlust bei der DB fast schon Peanuts, wenn man bedenkt das damit die Mobilität auf den bekannten FV Achsen "im Stundentakt" innerhalb von DE jederzeit gewährleistet war, und das zudem noch sehr verlässlich! Statt Milliarden für eine neue Abwrackprämie auszugeben, wurde und wird das Geld in ein verlässliches und dicht Getaktetes FV Angebot bei der Schiene während der Pandemie investiert. Damit gewinnt man Vertrauen. Wenn "man" weiß, die Bahn fährt immer, ist die entscheidende Hürde für eine echte Verkehrswende geschafft. Die Politik hat damit ein sehr starkes Zeichen gesetzt.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 8442

Datum: 29.07.20 23:19

Bronnbach Bhf schrieb:
Die Lufthansa bekommt alleine 9 Mrd. von der BRD, obwohl sie so gut wie garnicht fliegt, und das noch sehr lange. Die Unsummen an Kurzarbeitergeld für die zigtausend Mitarbeiter der LH kommen zu den 9 Mrd. übrigens noch on top! Austrian Airlines, Swiss und Belgium Airlines (gehören alle zum LH Konzern) haben von den jeweiligen Heimatstaaten weitere Staatshilfen erhalten, die in Summe nochmals mehr als 1 Milliarde ergeben.

Dagegen sind die 2,5 Mrd. Verlust bei der DB fast schon Peanuts, wenn man bedenkt das damit die Mobilität auf den bekannten FV Achsen "im Stundentakt" innerhalb von DE jederzeit gewährleistet war,
Ich weiß nicht wo du die Zahlen her hast:

[www.mdr.de]

"Demnach ist der Bund bereit, 80 Prozent der Schäden aus der Corona-Pandemie durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Bahn auszugleichen – derzeit geschätzt zwischen 6,9 und 8,4 Milliarden Euro. Das stehe unter dem Vorbehalt einer beihilferechtlichen Prüfung durch die EU-Kommission. Zum Konzern gehören auch europaweit tätige Unternehmen wie Arriva und DB Schenker.

Bereits in den nächsten Wochen solle eine erste Tranche in Höhe von 4,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden, heißt es in dem Papier. Das wolle die Bundesregierung dem Haushaltsgesetzgeber vorschlagen."

Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 23:19.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 29.07.20 23:46

8442 schrieb:
Ich weiß nicht wo du die Zahlen her hast:
Die 2,5 Mrd. € sind der Umsatzrückgang im 1. HJ 2020 . Das ist der aktuelle und tatsächlich entstandene Corona-Schaden. Alles andere sind Zahlen die die Zukunft betreffen.

Die kolportierte Summe von 6,9 bis 8,4 Mrd. € sind aber die prognostizierten Schäden bis Ende 2021. Der Bund möchte diese Summe ähnlich sofort begleichen wie bei der LH. Das wird die EU aber kaum ein 2. Mal mitmachen. Kein Mensch weiß, ob die Bahn nicht viel schneller wieder in die Gewinnzone fährt. Das wird eher auf eine Lösung hinaus laufen, wonach der Staat erst nach Feststellung der tatsächlich entstandenen Verluste und Schäden während eines gesamten Geschäftsjahres (diese Verluste) durch eine EK Erhöhung ausgleichen darf.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Node

Datum: 29.07.20 23:48

8442 schrieb:

Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.
Doch. Ich.

Bahnkosten sind ca. 50% Infrastrukturkosten, der Rest ist fahrtabhängig, also Maschinenkosten wie Abschreibung, dann Energie, Personal, Vertrieb.

Es dürften über 75% der Kosten (Infrastruktur, Abschreibung bleibt konstant, Personalkosten sind auch bei Teilen in Kurzarbeit nicht 0) eh schon anfallen bzw. innerhalb des Konzerns bri FV oder Netz aufschlagen. Wenn die verbliebenen 25% im Mittel durch Tickets reinkommen passt es grob.

Im GV mit deutlich mehr Materialmiete mag es anders sein, NV dürfte wie FV sein.

Es ist ja nun auch nicht so, dass das Angebot gar nicht angepasst wurde. Alles was grob über den Stundentakt hinausging fiel weg:

- Sprinter
- Taktverdichter Fr+So
- diverse zweite Zugteile


Wenn man wirklich weiter sparen hätte wollen, wäre m.E. nach Dresden, Kiel, Schwerin, Wiesbaden, Saarbrücken, ggf. sogar Magdeburg als reine Aufzählung betroffener Landeshauptstädte kein FV-Zug mehr gefahren. Von Singen, Lindau, Emden oder Gera ganz zu schweigen (teilweise ja auch so gewesen).

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 29.07.20 23:51

8442 schrieb:
Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.

Das geltende Abstandsgebot willst Du einfach nicht begreifen, oder? Die Bahn lässt die Züge extra im bisherigen Takt und weiterhin mit langen Zügen fahren, damit in möglichst vielen Zügen, möglichst auch zur HVZ das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Alles andere würde eine Spirale nach unten bedeuten, was den Steuerzahler am Ende noch viel mehr Geld kostet, siehe die Fixkostenbetrachtung von User Node.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 23:54.

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: M 262

Datum: 30.07.20 01:20

gastronomie1916 schrieb:
Pinne46 schrieb:
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?
Da gibt es in der Tat einen Unterschied, aber es gibt keine Abstandsregelung, nur ein Gebot.

Auch im ICE / IC kann neuerdings das Abstandsgebot nicht mehr gewahrt werden. Bin letztens mit einem ICE, der zu etwa 80% gefüllt war, zum Dienst gefahren.
...und wenn ich mir manches Samstagnachmittags-Regionalexpresstriebwägelchen auf dem Weg nach Frankfurt ansehe, dann wunder ich mich auch überhaupt nicht über eine gestiegene Zahl von positiv Getesteten. Schließlich kann das dieses "Alltags"maskengewese keinesfalls sicher verhindern.

- Direktverbindung statt Umsteigen
- 4,00 € statt 13,00 € auf 100 km
- jederzeit Abfahrt statt Zweistundentakt
- Fenster zum Öffnen statt Maskenpflicht

Wie soll ich bloß verreisen?

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 41 052

Datum: 30.07.20 01:29

Moin.

Entschuldige bitte!

Wenn ein qualifizierter Eisenbahnkenner, mit schon stolzen 9 Beiträgen hier, sich zu Wort meldet, dann hast Du das zu akzeptieren!
Alle anderen hier sind nur unqualifizierte Spinner / Fantasten, die grundsätzlich "keine Ahnung" haben.

Nimm es einfach so hin!
Auch bei DSO werden wir älteren eines Tages "noch weniger Ahnung" von der Eisenbahn haben!

So sieht das aus!

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 05:49

8442 schrieb:
Frage: Ist es für den Staat eventuell günstiger, die schwach ausgelasteten Züge rollen zu lassen (und die DB mit Milliardensummen zu stützen) als Kurzarbeitergeld zu zahlen?
Erst mal wäre wohl Überstundenabbau angesagt. Da dürfte sich in den letzten Jahren einiges angesammelt haben.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 05:52

Die Lufthansa musste für die Hilfen aber auch Slots an die Konkurrenz abtreten.

Jetzt stell Dir einfach mal vor die DB AG müsste ICE-Trassen an Wettbewerber abtreten als Gegenleistung für die Hilfen.
BR146106 schrieb:
Moin,

und nun? Deswegen steht man auch wieder vermehrt im täglichen Stau, während man bei der Bahn soviel Platz in den Zügen hat, das man deutlich mehr Kunden aufnehmen kann. Aber der Angsthase fährt eben lieber Auto oder fliegt in den Urlaub.

gruß carsten
Das hat auch andere Gründe. Meine Mutter und Tante sind letztens auch in die Ecke Wilhelmshaven gefahren mit dem Auto. Dabei fährt meine Mutter äußerst ungern mit dem Auto, allerdings 5-6 Stunden Maske tragen während der Zugfahrt empfindet Sie als wesentlich schlimmer.

Die Maskenpflicht ist auch mit ein Grund weshalb ich den ÖPNV so gut wie gar nicht nutze und auch keine Tagestouren mit dem Zug mache.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 30.07.20 06:59

Strizie schrieb:
Die Lufthansa musste für die Hilfen aber auch Slots an die Konkurrenz abtreten.

Jetzt stell Dir einfach mal vor die DB AG müsste ICE-Trassen an Wettbewerber abtreten als Gegenleistung für die Hilfen.
Auch wenn es dafür jetzt wieder Haue gibt:

Bei der Lufthansa handelt es sich um einen Kredit der ( nach Plan ) samt Zinsen zurückbezahlt werden soll.
Als Sicherheit bekommt der Bund einen Aktienanteil ( ob zu niedrig steht auf einem anderen Papier ).
Bei der DB ist davon nicht die Rede sondern die Milliarden verschwinden in der Eigenkapitalaufstockung.
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 8442

Datum: 30.07.20 07:01

Bronnbach Bhf schrieb:
Das geltende Abstandsgebot willst Du einfach nicht begreifen, oder? Die Bahn lässt die Züge extra im bisherigen Takt und weiterhin mit langen Zügen fahren, damit in möglichst vielen Zügen, möglichst auch zur HVZ das Abstandsgebot eingehalten werden kann.
Das Abstandsgebot will ich sehr wohl begreifen. Dann sag mir bitte die festgelegte Maximalauslastung eines Zuges. D. h. für einen FV-Zug dürfte so lange dieses Abstandsgebot gilt nur eine begrenzte Anzahl von Fahrkarten verkauft werden. Das wiederum bedeutet, dass so lange das Abstandgebot gilt die Bahn ihr Vor-Corona-Auslastungsniveau bei weitem nicht erreichen wird und so lange defizitär sein wird, sofern nicht gegengesteuert wird.

Was ist, wenn das Abstandsgebot die nächsten 10 - 20 Jahre oder noch länger gilt, weil z. B. Impfstoffe nicht gut wirken?

Im übrigen: Was ist mit der Umwelt? Spielt wohl derzeit keine Rolle mehr. Im Durchschnitt 50% ausgelastete Züge erzeugen pro Passagier die doppelte Umweltbelastung. Interessant wäre noch das Niveau des Pkw-Verkehrs. Wahrscheinlich gab es hier eine Verschiebung zu gunsten des Pkw, d. h. der "Marktanteil" für die Bah ist gesunken statt gestiegen. Sollte der Virus uns noch lange beschäftigen, dann ist das Programm der Regierung bezüglich Verkehr meiner Meinung nach reiner Humbug.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 07:52.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.20 07:08

8442 schrieb:
Dann sag mir bitte die festgelegte Maximalauslastung eines Zuges. D. h. für einen FV-Zug dürfte so lange dieses Abstandsgebot gilt nur eine begrenzte Anzahl von Fahrkarten verkauft werden.
Nicht möglich (Zeitkarten, BC 100, Netzcard, ...), außer man führt Reservierungspflicht ein.

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 30.07.20 07:17

Gewerkschaft: Bahn braucht Plan für zweite Corona-Welle

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert von der Deutschen Bahn, sich besser auf eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle vorzubereiten.
„Die ist dort noch nicht eingepreist“, sagte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende, Klaus-Dieter Hommel, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er verlangte einen Plan dafür, wie der bundeseigene Konzern in einem solchen Fall reagieren wolle.

Reduzierung der Takte führt ggf. zu Mehrkosten

geschrieben von: ICE-T-Fan1

Datum: 30.07.20 07:40

Dir ist schon klar, dass auch das Zugpersonal von A nach B kommen muss und das eine Reduzierung des Zugangebotes bei Triebfahrzeugführern, Zugbegleitern und Gastro-Personal zu mehr Leerlaufzeit an den Bahnhöfen führt?

Wenn weniger Züge fahren, kannst du auch weniger flexibel disponieren. Es ist ja jetzt nicht so, dass die Züge genau so passend an den großen Knoten ankommen, dass das Zugpersonal gleich wieder eine "Anschlussverwendung" hätte. Zumal es ja noch gesetzlich geregelte Arbeitsschutzpausen gibt.
Das kann sogar zur paradoxen Situation führen, dass du mehr Personal benötigst, da bei Wegfall von Zugleistungen aus Kurzwenden an Endbahnhöfen plötzlich überschlagene Wenden werden.

Davon abgesehen reduzieren sich die Fixkosten für den Unterhalt der Strecken, Bahnhöfe und zeitabhängigen Wartungskosten der Fahrzeuge durch weniger Zugfahrten nicht. Eher musst du diese Fixkosten dann auf weniger Zugfahrten verteilen, wodurch diese dann für sich genommen teurer werden. Da weniger Züge zudem weniger Passagiere befördern, da die Fahrgäste ja sicher keine paar Stunden auf einen passenden Zug warten sondern alternative Fahrmöglichkeiten nutzen, hast du dann auch weniger Fahrgeldeinnahmen bei höheren Kosten für die einzelnen Zugfahrten.

Unterm Strich würde die Bahn durch Reduzierung der Verkehrsleistungen noch mehr Minus machen, zumindest wenn sie einfach die Takte ausdünnt. Anders sähe es natürlich aus, wenn du ganze Strecken still legst.

Ansonsten verweise ich mal auf meine Signatur.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
------------------------------
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 07:44.

Immerhin hat er die News verlinkt.

geschrieben von: ICE-T-Fan1

Datum: 30.07.20 07:44

Als Linksservice für diese Wirtschaftsmeldung ist der Beitrag doch recht gut zu gebrauchen.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
------------------------------
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)
Thomas_Lammpe schrieb:
8442 schrieb:
Die Bahn ist für mich ein sozialistisch geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.
Jedes gewinnorientiert arbeitende Unternehmen hätte genau so gehandelt, wie du es beschreibst. FlixMobility hat es mit der Aussetzung von Bus- und Bahnbetrieb ja auch getan (von 'Personalanpassungen' ist mir nichts bekannt).

Der Fernverehr der DB ist aber aus einem anderen Grund mit relativ wenigen Einschränkungen weitergeführt worden: Weil der Staat das aus gutem Grund so wollte. Jede deutlichere Kapazitätseinschränkung hätte zu einer höheren Auslastung der Züge und damit zu einem geringerem Abstand zwischen den Reisenden und einer höheren Ansteckungsrate mit dem Coronavirus geführt.
Warum ist die Lufthansa dann nicht leer weitergeflogen? :-)

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

Re: Arriva 1,4 Milliarden

geschrieben von: agw

Datum: 30.07.20 08:45

fahremitderbahn4020 schrieb:
bei der Sonderabschreibung bei Arriva 1,4 Milliarden ist es echt ein Unding, dass der deutsche Steuerzahler (im Rahmen der geplanten 5 Milliarden) für die Verluste im Ausland aufkommen muss.
Nein, nein. Die Auslandsinvestitionen machen immer nur Gewinn. So ist das auch bei allen anderen Staatsbahnen. Jedes Jahr überweisen die Abellions in Deutschland Milliardenbeträge in die Niederlande.
Zumindest, wenn man vielen in diesem Forum glauben darf.

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

Re: Und nun?

geschrieben von: agw

Datum: 30.07.20 08:52

BR146106 schrieb:
wenn man mit 50% der Zuglänge unterwegs ist, bei der Flixbude, kann ich mir die Zahlen auch schön rechnen. Anstatt 10 Wagen fährt man aktuell mit 5. Und bei der gehassten Bahn rollen immer noch 12 Wagen IC durch die Lande, blöd für euch kleinkarierten.
12-Wagen-IC der DB gibt's hier schon länger nicht mehr. Hast du wohl geträumt. Gerade mal geschaut. Der aktuelle Zug nach Hamburg/Fehmarn hat ganze 7 Wagen. Wow.

Aber ist doch gut, durch den Ausfall des Flix kann die DB profitabler fahren. Da könnte die DB ja ruhig mal was abgeben. Richtig?

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

Re: Und nun?

geschrieben von: ingo st.

Datum: 30.07.20 08:55

Immer wieder DSO, Mischkonzern DB AG macht Verluste in vielen Sparten und die DSO-Experten diskutieren über Fernverkehr.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: agw

Datum: 30.07.20 08:56

Bronnbach Bhf schrieb:
8442 schrieb:
Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.

Das geltende Abstandsgebot willst Du einfach nicht begreifen, oder? Die Bahn lässt die Züge extra im bisherigen Takt und weiterhin mit langen Zügen fahren, damit in möglichst vielen Zügen, möglichst auch zur HVZ das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Alles andere würde eine Spirale nach unten bedeuten, was den Steuerzahler am Ende noch viel mehr Geld kostet, siehe die Fixkostenbetrachtung von User Node.
Dazu muss man sagen, dass die Bahn doch eh keine Züge mehr kürzen will oder kürzen kann. Außer bei Doppeltraktion und da hiess es doch, dass jede Menge geplante Doppeltraktionen nur einfach fuhren.
Aber gut, es fuhren ja auch vor Corona genug Züge einfach, die doppelt fahren müssten. Ob man das jetzt der Bahn positiv anrechnen muss? :-)

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: agw

Datum: 30.07.20 08:57

M 262 schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
Pinne46 schrieb:
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?
Da gibt es in der Tat einen Unterschied, aber es gibt keine Abstandsregelung, nur ein Gebot.

Auch im ICE / IC kann neuerdings das Abstandsgebot nicht mehr gewahrt werden. Bin letztens mit einem ICE, der zu etwa 80% gefüllt war, zum Dienst gefahren.
...und wenn ich mir manches Samstagnachmittags-Regionalexpresstriebwägelchen auf dem Weg nach Frankfurt ansehe, dann wunder ich mich auch überhaupt nicht über eine gestiegene Zahl von positiv Getesteten. Schließlich kann das dieses "Alltags"maskengewese keinesfalls sicher verhindern.
Ist das ein DB-Zug? Wieso nutzt die DB die Milliarden nicht, um dort "extra lange Züge" zu fahren? Oder geht das nur eigenwirtschaftlichen Verkehr? :-)

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: agw

Datum: 30.07.20 08:59

Strizie schrieb:
Die Lufthansa musste für die Hilfen aber auch Slots an die Konkurrenz abtreten.

Jetzt stell Dir einfach mal vor die DB AG müsste ICE-Trassen an Wettbewerber abtreten als Gegenleistung für die Hilfen.
Oder stellt euch mal vor: Es gäbe nur die Lufthansa und gar keine Wettbewerber. :-) Gut, für die Umwelt wäre das vielleicht sogar besser.

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: M 262

Datum: 30.07.20 09:58

agw schrieb:
M 262 schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
Pinne46 schrieb:
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?
Da gibt es in der Tat einen Unterschied, aber es gibt keine Abstandsregelung, nur ein Gebot.

Auch im ICE / IC kann neuerdings das Abstandsgebot nicht mehr gewahrt werden. Bin letztens mit einem ICE, der zu etwa 80% gefüllt war, zum Dienst gefahren.
...und wenn ich mir manches Samstagnachmittags-Regionalexpresstriebwägelchen auf dem Weg nach Frankfurt ansehe, dann wunder ich mich auch überhaupt nicht über eine gestiegene Zahl von positiv Getesteten. Schließlich kann das dieses "Alltags"maskengewese keinesfalls sicher verhindern.
Ist das ein DB-Zug? Wieso nutzt die DB die Milliarden nicht, um dort "extra lange Züge" zu fahren? Oder geht das nur eigenwirtschaftlichen Verkehr? :-)
Das sind RE- und HLB-Züge. Im Regionalverkehr wird nun mal gefahren wie bestellt...

- Direktverbindung statt Umsteigen
- 4,00 € statt 13,00 € auf 100 km
- jederzeit Abfahrt statt Zweistundentakt
- Fenster zum Öffnen statt Maskenpflicht

Wie soll ich bloß verreisen?

Bitte mal kurz die Merkbefreiung aufheben!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 30.07.20 10:53

"D.h. für einen FV-Zug dürfte so lange dieses Abstandsgebot gilt nur eine begrenzte Anzahl von Fahrkarten verkauft werden"

*Klingeling*! Bitte mal die Merkbefreiung aufheben und lesen, was man selbst geschrieben hat. Dann wird selbst der letzte Troll den Widerspruch bemerken.

Kleine Hilfestellung, falls da noch ein Zug auf der Leitung steht: Es heißt Abstandsgebot. Gebot! Nicht Pflicht. Mit welchem "Recht" sollte ein Zug deshalb nur x Personen aufnehmen dürfen?

Heiko

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: bollisee

Datum: 30.07.20 12:30

M 262 schrieb:Zitat:
Das sind RE- und HLB-Züge. Im Regionalverkehr wird nun mal gefahren wie bestellt...
Das sollte aber die Verantwortlichen nicht davon entbinden, das Hirn einzuschalten statt erst auf Anordnungen aus der vielzähligen Gesundheitsministerien zu warten. Zumal die Gesundheitsminister ganz offensichtlich keinen Plan von der Bahn haben...

Und immer noch wird hauptsächlich zu wenig Zuglänge gefahren, weil wieder mal nicht genügend Material verfügbar. Beispielsweise Abellio auf Osterburken-Stuttgart. Dort sah es ganz direkt nach Hautkontakt auf den Stehtribünen zwischen den Sitzplätzen aus... So ein einsamer 426 ist halt nur für wenige Linien geeignet, nicht aber für die...

Re: still halten

geschrieben von: bahamas

Datum: 30.07.20 12:55

8442 schrieb:
D. h. also, dass die Bahn - sollte sich die Anzahl der Fahrgäste wieder trotz Corona normalisieren - ihr Zugangebot stark erhöhen muss oder nicht mehr Fahrgäste zulassen darf.

Es gäbe ja noch andere Möglichkeiten, z. B. in den ICE wieder Abteile einzubauen und dort auf die Maskenpflicht zu verzichten.

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: weichen96

Datum: 30.07.20 14:04

8442 schrieb:
Frage: Ist es für den Staat eventuell günstiger, die schwach ausgelasteten Züge rollen zu lassen (und die DB mit Milliardensummen zu stützen) als Kurzarbeitergeld zu zahlen?
Hallo,
Kurzarbeitergeld zahlt nicht der Staat! Wer setzt eigentlich ewig diese Märchen in die Welt. Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Bundesanstalt für Arbeit ( BA ) und wird zu 100% NUR aus Beiträgen der gesetzlich Versicherten inkl. deren Arbeitgebern gezahlt. Unser Staat zahlt da keinen cent aus Steuergeld. Ganz im Gegensatz zu allen anderen europäischen Ländern. In den USA gibt es z.B. zum regulären Arbeitslosengeld, was in einem Bundesland ca. 550€/Woche beträgt, 600€/Woche vom Staat Steuerfrei dazu. Jawohl pro Woche!
In Deutschland dürfen aber alle die Kurzarbeitergeld erhalten haben und mehr als 406€/Monat Kurzarbeitergeld erhalten haben nächstes Jahr das Kurzarbeitergeld das aus Sozialbeiträgen von ihnen selber eingezahlt wurde, versteuern. Da das Kurzarbeitergeld in Deutschland als Einkommen dazugerechnet wird. In anderen EU Ländern ist es Steuerfrei oder wird aus Steuermitteln als Brutto ausgezahlt. Einfach mal googlen wie viel Kurzarbeitergeld die EU Länder so auszahlen und was deren Bürgern dann Netto bleibt.

Das einzige was der Staat seit 2012 machen muss, ist die Defizite der BA auszugleichen. Da die BA aber Anfang des Jahres 24 Mrd.€ Rücklagen hatte, also unsere Beiträge auf die hohe Kante gelegt hat, kann sie das alles zahlen. Leider besagen aber die Prognosen das die BA Ende 2020 wohl 30 Mrd.€ Verlust in den Büchern stehen haben wird. Das müsste dann unsere Regierung aus Steuermitteln ausgleichen. Schaun wir mal ob das passiert.

Gruß,
weichen96

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: weichen96

Datum: 30.07.20 14:31

Bronnbach Bhf schrieb:
Und wo bleibt dein Aufschrei bitte zur Staatshilfe bei der LH?

Die Lufthansa bekommt alleine 9 Mrd. von der BRD, obwohl sie so gut wie garnicht fliegt, und das noch sehr lange. Die Unsummen an Kurzarbeitergeld für die zigtausend Mitarbeiter der LH kommen zu den 9 Mrd. übrigens noch on top! Austrian Airlines, Swiss und Belgium Airlines (gehören alle zum LH Konzern) haben von den jeweiligen Heimatstaaten weitere Staatshilfen erhalten, die in Summe nochmals mehr als 1 Milliarde ergeben.

Dagegen sind die 2,5 Mrd. Verlust bei der DB fast schon Peanuts, wenn man bedenkt das damit die Mobilität auf den bekannten FV Achsen "im Stundentakt" innerhalb von DE jederzeit gewährleistet war, und das zudem noch sehr verlässlich! Statt Milliarden für eine neue Abwrackprämie auszugeben, wurde und wird das Geld in ein verlässliches und dicht Getaktetes FV Angebot bei der Schiene während der Pandemie investiert. Damit gewinnt man Vertrauen. Wenn "man" weiß, die Bahn fährt immer, ist die entscheidende Hürde für eine echte Verkehrswende geschafft. Die Politik hat damit ein sehr starkes Zeichen gesetzt.
Die Lufthansa hat ihre ganzen Flugzeuge, Liegenschaften auf den Flughäfen auch nicht vom Staat geschenkt bekommen wie die Bahn! Sie zahlt also Miete und zusätzlich Parkgebühren für ihre Flugzeuge die jetzt auf den Flughäfen rumstehen! Die Flugzeuge sind alle geleast und da kommen pro Tag schon ein paar Mill. zusammen.
Hätte die Bahn ebenfalls ihre ganzen Bahnhöfe und ihr rollendes Material geleast würde sie auch Mrd. zusätzlich brauchen. Zudem zahlen wir Bürger immer noch die Benzinpreiserhöhung von damals als man den Benzinpreis angehoben hat um die Schulden der Bahn zu begleichen ;-) Wenn man das alles dazurechnet, sehen die zahlen wohl anders aus.
Zudem stellt sich ja auch noch die Frage ob die ganzen Nahverkehrs Auftragsgeber, also die Verkehrsverbände, der Bahn für die sillgelegten Nahverkehrszüge das Geld gekürzt haben? Ich musste/muss meine DB-Streckenkarte weiter zahlen, die Fernzüge würde ja fahren und Homeoffice wäre mein Privatvergnügen sagte man mir am Telefon. Also ca. 400€/Monat für die Streckenkarte... obwohl im "Zwangs"-Homeoffice.

Gruß,
weichen96

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 41 052

Datum: 30.07.20 15:09

Moin.

Gebe mir mal einen Hinweis, wo steht, das alle Flugzeuge der Lufthansa geleast sind!
Ein Teil sicher. Aber nicht alle!

Durchhalten!
Moin,

da diese ständig Minus erwirtschaften. Wenn in anderen Ländern man genauso denken würde, die in diesem Land, bräuchte man keinen Wettbewerb, weil es keine Konkurrenz gäbe. Aber einige vergessen eben auch, das dieses Geschäftsjahr eben ein wenig anderes zu betrachten ist. Und nun weiter draufhauen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Aber 24h fliegen ist besser!?

geschrieben von: BR146106

Datum: 30.07.20 15:18

Moin,

tja, es muss jeder selber wissen, was er macht, aber einige sind nun mal nicht zu retten. Ich wundere mich, warum viele immer noch so ein Problem mit dem Schnutenpulli haben.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Du musst dich ja wieder melden

geschrieben von: BR146106

Datum: 30.07.20 15:24

Moin,

auch wenn einige Linien weniger haben, die 10-12 Wagen ICs gibt es immer noch, gerade auf der Achse Köln - D-Doof - Hamburg und da ist der Möchtern gerade mit lächerlichen 5 Wagen unterweg und das nicht mal an 7 Tagen und bis zu 3x. Bevor du also mal wieder deine Kotzeritis bekommst, schau besser nach. Nur das wirst du eh nicht machen, da du sonst dein Feindbild verlieren würdest.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Du musst dich ja wieder melden

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.20 15:45

BR146106 schrieb:
und da ist der Möchtern gerade mit lächerlichen 5 Wagen unterweg und das nicht mal an 7 Tagen
Lies dir bitte meine Erklärung von gestern dazu durch, aber ich füchte, du willst es nicht verstehen.
Ab 06.08. bzw. 12.08. wird auch wieder täglich gefahren.

Und die 4 Monate davor?

geschrieben von: BR146106

Datum: 30.07.20 15:58

Moin,

was soll man bei dieser Spaßbahn noch verstehen? Erst fährt man 4 Monate gar nicht, dann spricht man von bis zu 95% Auslastung und jetzt will man innerhalb von 4 Wochen von 1x am Tage auf Normalprogramm zurück? Wer soll da bitte schön noch durchsteigen? Und mit Kriese kann das nichts zu tun haben, denn andere Unternehmen haben genauso damit zu kämpfen, deswegen schlagen wir uns hier ja wieder die Köppe ein, weil einige unzufrieden sind, mit ihren Steuergroschen. Aber diesen Kampf wolltet ihr ja so haben.

Wie gesagt, diese Spaßbahn ist und bleibt ein Unternehmen, welches das eigene Risiko auf andere Abwälzt, mit BTE hat man es gesehen, und nun haben sich andere Dumme gefunden, mal sehen wann die aufwachen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
BR146106 schrieb:
da diese ständig Minus erwirtschaften. Wenn in anderen Ländern man genauso denken würde, die in diesem Land, bräuchte man keinen Wettbewerb, weil es keine Konkurrenz gäbe. Aber einige vergessen eben auch, das dieses Geschäftsjahr eben ein wenig anderes zu betrachten ist. Und nun weiter draufhauen.
die ersten drei Sätze waren also noch Satire, das ist gut rübergekommen.

Besteht ja immer mal die Gefahr, dass einige das nicht verstehen.

Diese Beteiligungen erwirtschaften stets Gewinn, DB Arriva sieht keinen einzigen Cent von uns Steuerzahlern.
DB Schenker hat Gewinn erwirtschaftet,

[zbir.deutschebahn.com]
Henrik schrieb:
Diese Beteiligungen erwirtschaften stets Gewinn, DB Arriva sieht keinen einzigen Cent von uns Steuerzahlern.
Und Arriva zahlt direkt die Zinsen (oder eine übliche - höhere - Rendite) auf den kreditfinanzierten Kaufpreis? Wieviel ist das dieses Jahr?
Dummerweise haben die ehemaligen Eigentümer von Arriva von uns deutschen Steuerzahlern 1,8 Milliarden Euro Cash überweisen bekommen-davon hat Arriva noch keinen einzigen Cent zurückgezahlt. Oder warum meinst Du besteht dieser Bedarf nach der riesen Sonder Afa bei Arriva dieses Jahr?
8442 schrieb:
BR146106 schrieb:
Und die aktuellen Zahlen zeigen einen Trent, der Aufwärts geht. Ach ja, selbst der aktuelle Autoverkehr in NRW, liegt bei nur 90%
Im Fernverkehr der Bahn liegt das aktuelle Minus aber bei ca. 50%. D. h. der Autoverkehr hat sich - trotz Homeoffice - viel stärker erholt.
klar.. ist verständlich und ja auch richtig so.

--

Der motorisierte Individualverkehr (MIV) ging zeitweise um bis zu 40% in Großstädten und 60% auf den Bundesautobahnen zurück, erholt sich aber im Zuge des Wiederanlaufens des öffentlichen Lebens und der Wirtschaftsleistung schneller als andere Verkehrsträger. Hintergründe sind verstärkte Präferenzen für Individualverkehre sowie die niedrigen Kraftstoffpreise.

[zbir.deutschebahn.com]

Die weitere Entwicklung des deutschen Personenverkehrs hängt stark vom Corona-Infektionsgeschehen und damit einhergehenden regulatorischen Maßnahmen und verändertem Mobilitätsverhalten ab. Für 2020 ist trotz spürbarer Erholung im zweiten Halbjahr ein drastischer Einbruch der Verkehrsleistung zu erwarten. Pendlerverkehre und Geschäftsreisen dürften auch im zweiten Halbjahr 2020 anteilig durch Heimarbeit und digitale Kommunikation ersetzt werden. Auf kürzere Sicht besteht zudem noch eine coronabedingte Präferenz für individuelle Fortbewegungsformen. Der SPV hat unter diesen Gegebenheiten einen längeren, in die kommenden Jahre reichenden Erholungspfad vor sich und könnte dabei von Zugewinnen ausgehend von Luft- und Buslinienfernverkehren profitieren.

[zbir.deutschebahn.com]

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 22:20

PotsdamerEiche schrieb:
Auch wenn es dafür jetzt wieder Haue gibt:

Bei der Lufthansa handelt es sich um einen Kredit der ( nach Plan ) samt Zinsen zurückbezahlt werden soll.
Als Sicherheit bekommt der Bund einen Aktienanteil ( ob zu niedrig steht auf einem anderen Papier ).
Bei der DB ist davon nicht die Rede sondern die Milliarden verschwinden in der Eigenkapitalaufstockung.
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Dennoch musste die Lufthansa Slots und auch Flugzeuge abtreten.

Bei der DB AG passiert nichts der gleichen für die Hilfen des Staates.

Re: at bis best

geschrieben von: bahamas

Datum: 30.07.20 22:23

Strizie schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
Auch wenn es dafür jetzt wieder Haue gibt:
Bei der Lufthansa handelt es sich um einen Kredit der ( nach Plan ) samt Zinsen zurückbezahlt werden soll.
Als Sicherheit bekommt der Bund einen Aktienanteil ( ob zu niedrig steht auf einem anderen Papier ).
Bei der DB ist davon nicht die Rede sondern die Milliarden verschwinden in der Eigenkapitalaufstockung.
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Dennoch musste die Lufthansa Slots und auch Flugzeuge abtreten.

Bei der DB AG passiert nichts der gleichen für die Hilfen des Staates.

Doch, Arbeitsplatzabbau: [www.zdf.de]

Ich bin aber skeptisch, dass die Lufthansa den Kredit jemals zurückzahlen wird.

Re: at bis best

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 22:34

bahamas schrieb:
Doch, Arbeitsplatzabbau: [www.zdf.de]

Ich bin aber skeptisch, dass die Lufthansa den Kredit jemals zurückzahlen wird.
Vielleicht spekuliert die DB AG ja auch auf zusätzliche Milliardenhilfen, dass die Jobs erhalten bleiben.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 30.07.20 22:40

weichen96 schrieb:
Die Lufthansa hat ihre ganzen Flugzeuge, Liegenschaften auf den Flughäfen auch nicht vom Staat geschenkt bekommen wie die Bahn!
Gruß,
weichen96
Doch, hat sie. Die Lufthansa war bis 1994 ein Staatsunternehmen und wurde dann vollständig Privatisiert. Da die LH wegen der Ölkrise in den 1970er Jahren klamm war, gab es seitens des Bundes sogar fette Zuschüsse für den Kauf weiterer Jumbos...
Strizie schrieb:
Dennoch musste die Lufthansa Slots und auch Flugzeuge abtreten.

Bei der DB AG passiert nichts der gleichen für die Hilfen des Staates.
Dieser Beitrag zeugt mal wieder
- entweder von keiner Ahnung zu den Sachverhalten
- oder einem grenzenlosen Hass gegen die Deutsche Bahn AG
- oder beidem.

Anders als bei der Slot-Vergabe im Luftverkehr
gibt es bei der Trassenvergabe im Eisenbahnverkehr
keine "Großvater-Rechte".
Im Rahmen der Trassenvergabe können bei der Eisenbahn
in der Vorperiode gefahrene Fahrplanlagen verdrängt werden.
Insofern gibt es im Eisenbahnwesen schlichtweg nichts vergleichbares zu den Slots,
worauf ein Eisenbahnverkehrsunternehmen verzichten könnte.


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin

Re: at bis best

geschrieben von: MD 612

Datum: 30.07.20 22:46

bahamas schrieb:
Strizie schrieb:
Bei der DB AG passiert nichts der gleichen für die Hilfen des Staates
Doch, Arbeitsplatzabbau: [www.zdf.de]
Falsch, Zitat: "Klaus Dieter Hommel befürchtet... blablabla". "Befürchtet" heißt nicht, dass das so schon feststeht und genauso kommt. Zumal längst die Zusicherung vom Konzernvorstand steht, weiterhin an den geplanten Einstellungen, insbesondere von Azubi sowie Mitarbeitern in vorderster Front (Lokführer, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter, Werkstatt) festzuhalten. Es wäre ja auch blöd Stellen bei den genannten Mitarbeitergruppen zu streichen, wenn schon jetzt hunderte fehlen und weiterhin das volle Programm gefahren wird.

Abgesehen davon ist die Meldung vom 27.05. und damit schon veraltet und in Teilen überholt. Fraglich ist allerdings, warum sich EVG-Hommel über Dinge aufregt, die er selbst in seinem "Bündnis für unsere Bahn" unterschrieben hat...

Gruß Peter

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Re: Wer arbeite kurz bei der Bahn?

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 31.07.20 09:02

BR146106 schrieb:
Moin,

bring doch mal entsprechende Berichte auf diese Seite und erzähle keinen Schwachsinn.

gruß carsten

Du meinst das es unwahr ist, dass es bei der DB schon Kurzarbeit gibt/gab?

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Bitte mal kurz die Merkbefreiung aufheben!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 01.08.20 18:11

Der Zeuge Desiros schrieb:
Es heißt Abstandsgebot. Gebot! Nicht Pflicht.
Ein Gebot ist das Gegenstück zu einem Verbot und als Pflicht zu verstehen. Aus dem Duden:

Zitat
1. Moralisches oder religiöses Gesetz, das ein bestimmtes Handeln, Verhalten [allgemein] verbindlich vorschreibt, fordert.

2. Von einer höheren Instanz ausgehende Willenskundgebung in schriftlicher oder mündlicher Form, die den Charakter eines Befehls oder einer Anweisung hat.

3. Erfordernis, Notwendigkeit.
[www.duden.de]

Wenn es schon Verwirrung um den Begriff gibt, sind so viele Diskussionen kein Wunder.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Moin,

oder es ist bei mir nicht angekommen. Denn dummerweise hat man in der Hochphase das wohl vergessen, die Stunden anzupassen und nun wird geknüppelt bis die Schwarte bricht. Also irgend etwas läuft verkehrt im Staate Dänemark. Unterm Strich betrachtet ist es aber eh schwer genug, das ganze immer Richtig zu beurteilen und anzupassen, weil die Lage sich permanent ändert.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Reduzierung der Takte führt ggf. zu Mehrkosten

geschrieben von: Strizie

Datum: 03.08.20 19:29

Na ja wenn man sieht, wie die Fernzüge teilweise wieder in die Umläufe geschickt werden, hätte man die Zeit ja mal Nutzen können die Fernverkehrsflotte ein wenig auf Vordermann zu bringen.

Wer aber möglichst alles mit HGV-Zügen bedienen möchte obwohl diese oftmals kaum einen nennenswerten Mehrwert bieten, muss halt an anderen Ecken sparen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.20 19:30.
BR146106 schrieb:
Moin,

oder es ist bei mir nicht angekommen. Denn dummerweise hat man in der Hochphase das wohl vergessen, die Stunden anzupassen und nun wird geknüppelt bis die Schwarte bricht. Also irgend etwas läuft verkehrt im Staate Dänemark. Unterm Strich betrachtet ist es aber eh schwer genug, das ganze immer Richtig zu beurteilen und anzupassen, weil die Lage sich permanent ändert.

gruß carsten


Auch im Tf-Sektor gab und gibt es Kurzarbeit. Frag mal Tf aus Osnabrück und Lehrte. Das sind zumindest Dienststellen, von denen ich es weiß und es gibt mit Sicherheit noch ein paar mehr.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol
Moin,

die Schenkerseite verbleibt natürlich meistens im dunklen, da ich dort ja weniger Kontakte zu habe und eben eher die Fensterzüge betreibe, aber Osnabrück und Lehrte sind auch extrem von einem Weltweitem Automobilkonzern abhängig. Ja, es ist sicherlich nicht immer einfach, dafür aber ein Danke fürs aufgleisen.

gruß casten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Letztlich hängt alles zusammen

geschrieben von: BR146106

Datum: 03.08.20 20:10

Moin,

wenn man weniger Züge braucht, kann man zwar auch mehr in den Werkstätten machen, aber wenn die nötigen Materialen dort nicht geliefert werden, weil eine oder mehrere Firmen, Corona bedingt, zu hat, was will man dann machen? Dann muss man auch dort die Dinge reduzieren. Also zeigt sich das viele Dinge zusammenhängen auch wenn man es nicht wahrhaben will.

gruß carsten

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GB DB AG, DB FV Fahrzeugverfügbarkeit

geschrieben von: Henrik

Datum: 04.08.20 00:01

Fahrzeugverfügbarkeit

Auch die Fahrzeugverfügbarkeit war von der Corona-Pandemie beeinflusst. Aus der raschen Umsetzung eines stabilen Grundfahrplans hat DB Fernverkehr Chancen zur Stärkung der Fahrzeugverfügbarkeit ergriffen. Die reduzierte Betriebsleistung und die Leistungsfähigkeit der Werke konnten im Gleichgewicht gehalten werden. Die technischen Fahrzeugstörungen sowie Funktionsstörungen im Fahrgastbereich (zum Beispiel Wireless Local Area Network [WLAN], Reservierung) konnten der verminderten Nutzung entsprechend gesenkt werden. Im Hochlauf der Verkehre auf das Ausgangsniveau konnte ein überproportionales Ansteigen der Störungen durch die Rücknahme coronabedingter Einschränkungen in den Werken ver­­mie­den und die Qualität der Züge im Zielbereich gehal­ten werden.

Die Umrüstung der Triebzüge ICE T auf Radsätze neuer Bauart wurde abgeschlossen. Damit werden Instandhaltungszuführungen reduziert und die Pünktlichkeit erhöht. Durch das im vergangenen Jahr gestartete Programm Qualitätsplan ICE T werden technische Komponenten der Triebzüge ICE T ausgetauscht oder ertüchtigt. Dadurch wird die technische Zuverlässigkeit und somit auch die Fahrzeugverfügbarkeit der ICE-T-Flotte für die nächsten Jahre stabilisiert.

Bei den Intercity-2-Zügen von Stadler wurde seit der Be­triebseinführung im März 2020 ein weiterer wichtiger Meilen­stein erreicht. DB Fernverkehr und die Stadler Pankow GmbH haben einen Vertrag über die Entwicklung, Integration, Erpro­bung und Zulassung einer ETCS-Fahrzeugausrüstung unterzeichnet. Es handelt sich hierbei um das Upgrade auf die neu­­este Version des europäischen Zugbeeinflussungssystems. Zusam­men mit der Zulassung für den Betrieb mit 200 km/h in Deutsch­­land werden diese Züge ein hochwertiger und zukunftsfähiger Bestandteil der Fernverkehrsflotte.

Mit dem Fahrplanwechsel im Juni 2020 endete der planmäßige Einsatz des ICE 1 in die Schweiz. Die Leistungen werden nun vollständig durch ICE 4 übernommen. Die schweizfähige ICE-1-Teilflotte wird bis Ende 2021 vollständig an die Hauptflotte angeglichen und hierbei unter anderem auf den neuen ETCS-Standard Baseline 3.4.0 umgerüstet.

[zbir.deutschebahn.com]