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Re: Und nun?

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 29.07.20 22:24

BR146106 schrieb:
wenn man mit 50% der Zuglänge unterwegs ist, bei der Flixbude, kann ich mir die Zahlen auch schön rechnen. Anstatt 10 Wagen fährt man aktuell mit 5. Und bei der gehassten Bahn rollen immer noch 12 Wagen IC durch die Lande, blöd für euch kleinkarierten.
Nö, stimmt leider nicht. Neun alte Wagen entsprechen ungefähr dem Sitzplatzangebot von fünf Wagen.

Abstandsregelung

geschrieben von: Pinne46

Datum: 29.07.20 22:30

gastronomie1916 schrieb:
Nö, stimmt leider nicht. Neun alte Wagen entsprechen ungefähr dem Sitzplatzangebot von fünf Wagen.
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?

Grüße
Pinne46

Juli sucht Aufmerksamkeit

geschrieben von: der pasinger

Datum: 29.07.20 22:32

wie man hört, begreift die ihre Rolle im Jahr 2020 als zuverlässiger Partner für sichere und planbare Mobilität TROTZ der aktuellen Situation mit dem Virus und die damit verbundenen Umstände.

50/50 wäre auch der andere Weg möglich gewesen, das Angebot und die damit verbundene Arbeitsleistung streng nach den Zahlen auszurichten und bei einem deutlich reduzierten Angebot weiterhin bei 50% der Züge für die gefühlten 200% Auslastung zu sorgen. DEN Aufschrei bezüglich Infektionsschutz, Verlässlichkeit und profitgetriebenen Managements wollte man sich wohl im wahrsten Sinne des Wortes aus guten Gründen ERSPAREN.

Wie so oft gab es wohl auch hier die Abwägung Mensch <-> Kapital, in diesem seltenen Fall hat "Mensch" gewonnen, die Träger dieser Entscheidung können die Beschimpfung "sozialistisch geführt" durchaus ohne schlechtes Gewissen aushalten, denn was juckt es die Eiche ...

mfg
Nils

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 29.07.20 22:33

Pinne46 schrieb:
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?
Da gibt es in der Tat einen Unterschied, aber es gibt keine Abstandsregelung, nur ein Gebot.

Auch im ICE / IC kann neuerdings das Abstandsgebot nicht mehr gewahrt werden. Bin letztens mit einem ICE, der zu etwa 80% gefüllt war, zum Dienst gefahren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 22:44.

Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 29.07.20 23:06

8442 schrieb:
[www.manager-magazin.de]

"Letztere berichtet von einem Minus unter dem Strich von insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz habe von Januar bis Juni den Kreisen zufolge nur noch 19,4 Milliarden Euro erreicht. Das waren 2,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern will seine Halbjahresbilanz an diesem Donnerstag vorlegen."

Die Bahn ist für mich ein sozialistisch geführtes Unternehmen. Wie man hört, liegt die Auslastung der Fernzüge derzeit bei 30% (d. h. 50% niedriger als vor Corona). Hier müsste unbedingt die Zugleistungen und das Personal angepasst werden. D. h. starke Reduzierung z. B. durch 2 h-Takt statt 1 h-Takt.

Realistisch gesehen, wird das noch mehrere Jahre oder sogar langfristig so andauern: Firmen haben erkannt, dass viele Dienstreisen überflüssig sind und nur Geld kosten (Bahnfahrt, Hotel, Spesen). Urlaubsreisende haben erkannt, dass sie im eigenen Pkw sicherer vor Corona sind.
Und wo bleibt dein Aufschrei bitte zur Staatshilfe bei der LH?

Die Lufthansa bekommt alleine 9 Mrd. von der BRD, obwohl sie so gut wie garnicht fliegt, und das noch sehr lange. Die Unsummen an Kurzarbeitergeld für die zigtausend Mitarbeiter der LH kommen zu den 9 Mrd. übrigens noch on top! Austrian Airlines, Swiss und Belgium Airlines (gehören alle zum LH Konzern) haben von den jeweiligen Heimatstaaten weitere Staatshilfen erhalten, die in Summe nochmals mehr als 1 Milliarde ergeben.

Dagegen sind die 2,5 Mrd. Verlust bei der DB fast schon Peanuts, wenn man bedenkt das damit die Mobilität auf den bekannten FV Achsen "im Stundentakt" innerhalb von DE jederzeit gewährleistet war, und das zudem noch sehr verlässlich! Statt Milliarden für eine neue Abwrackprämie auszugeben, wurde und wird das Geld in ein verlässliches und dicht Getaktetes FV Angebot bei der Schiene während der Pandemie investiert. Damit gewinnt man Vertrauen. Wenn "man" weiß, die Bahn fährt immer, ist die entscheidende Hürde für eine echte Verkehrswende geschafft. Die Politik hat damit ein sehr starkes Zeichen gesetzt.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 8442

Datum: 29.07.20 23:19

Bronnbach Bhf schrieb:
Die Lufthansa bekommt alleine 9 Mrd. von der BRD, obwohl sie so gut wie garnicht fliegt, und das noch sehr lange. Die Unsummen an Kurzarbeitergeld für die zigtausend Mitarbeiter der LH kommen zu den 9 Mrd. übrigens noch on top! Austrian Airlines, Swiss und Belgium Airlines (gehören alle zum LH Konzern) haben von den jeweiligen Heimatstaaten weitere Staatshilfen erhalten, die in Summe nochmals mehr als 1 Milliarde ergeben.

Dagegen sind die 2,5 Mrd. Verlust bei der DB fast schon Peanuts, wenn man bedenkt das damit die Mobilität auf den bekannten FV Achsen "im Stundentakt" innerhalb von DE jederzeit gewährleistet war,
Ich weiß nicht wo du die Zahlen her hast:

[www.mdr.de]

"Demnach ist der Bund bereit, 80 Prozent der Schäden aus der Corona-Pandemie durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Bahn auszugleichen – derzeit geschätzt zwischen 6,9 und 8,4 Milliarden Euro. Das stehe unter dem Vorbehalt einer beihilferechtlichen Prüfung durch die EU-Kommission. Zum Konzern gehören auch europaweit tätige Unternehmen wie Arriva und DB Schenker.

Bereits in den nächsten Wochen solle eine erste Tranche in Höhe von 4,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden, heißt es in dem Papier. Das wolle die Bundesregierung dem Haushaltsgesetzgeber vorschlagen."

Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 23:19.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 29.07.20 23:46

8442 schrieb:
Ich weiß nicht wo du die Zahlen her hast:
Die 2,5 Mrd. € sind der Umsatzrückgang im 1. HJ 2020 . Das ist der aktuelle und tatsächlich entstandene Corona-Schaden. Alles andere sind Zahlen die die Zukunft betreffen.

Die kolportierte Summe von 6,9 bis 8,4 Mrd. € sind aber die prognostizierten Schäden bis Ende 2021. Der Bund möchte diese Summe ähnlich sofort begleichen wie bei der LH. Das wird die EU aber kaum ein 2. Mal mitmachen. Kein Mensch weiß, ob die Bahn nicht viel schneller wieder in die Gewinnzone fährt. Das wird eher auf eine Lösung hinaus laufen, wonach der Staat erst nach Feststellung der tatsächlich entstandenen Verluste und Schäden während eines gesamten Geschäftsjahres (diese Verluste) durch eine EK Erhöhung ausgleichen darf.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Node

Datum: 29.07.20 23:48

8442 schrieb:

Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.
Doch. Ich.

Bahnkosten sind ca. 50% Infrastrukturkosten, der Rest ist fahrtabhängig, also Maschinenkosten wie Abschreibung, dann Energie, Personal, Vertrieb.

Es dürften über 75% der Kosten (Infrastruktur, Abschreibung bleibt konstant, Personalkosten sind auch bei Teilen in Kurzarbeit nicht 0) eh schon anfallen bzw. innerhalb des Konzerns bri FV oder Netz aufschlagen. Wenn die verbliebenen 25% im Mittel durch Tickets reinkommen passt es grob.

Im GV mit deutlich mehr Materialmiete mag es anders sein, NV dürfte wie FV sein.

Es ist ja nun auch nicht so, dass das Angebot gar nicht angepasst wurde. Alles was grob über den Stundentakt hinausging fiel weg:

- Sprinter
- Taktverdichter Fr+So
- diverse zweite Zugteile


Wenn man wirklich weiter sparen hätte wollen, wäre m.E. nach Dresden, Kiel, Schwerin, Wiesbaden, Saarbrücken, ggf. sogar Magdeburg als reine Aufzählung betroffener Landeshauptstädte kein FV-Zug mehr gefahren. Von Singen, Lindau, Emden oder Gera ganz zu schweigen (teilweise ja auch so gewesen).

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 29.07.20 23:51

8442 schrieb:
Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Unterstützung durch den Bund hätte viel niedriger ausfallen können, wenn man - so wie die Lufthansa - das Angebot der Nachfrage angepasst hätte.

Das geltende Abstandsgebot willst Du einfach nicht begreifen, oder? Die Bahn lässt die Züge extra im bisherigen Takt und weiterhin mit langen Zügen fahren, damit in möglichst vielen Zügen, möglichst auch zur HVZ das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Alles andere würde eine Spirale nach unten bedeuten, was den Steuerzahler am Ende noch viel mehr Geld kostet, siehe die Fixkostenbetrachtung von User Node.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 23:54.

Re: Abstandsregelung

geschrieben von: M 262

Datum: 30.07.20 01:20

gastronomie1916 schrieb:
Pinne46 schrieb:
Bei welchem realen Durchnittsabstand zwischen den Reisenden in den Fällen a) und b)?
Da gibt es in der Tat einen Unterschied, aber es gibt keine Abstandsregelung, nur ein Gebot.

Auch im ICE / IC kann neuerdings das Abstandsgebot nicht mehr gewahrt werden. Bin letztens mit einem ICE, der zu etwa 80% gefüllt war, zum Dienst gefahren.
...und wenn ich mir manches Samstagnachmittags-Regionalexpresstriebwägelchen auf dem Weg nach Frankfurt ansehe, dann wunder ich mich auch überhaupt nicht über eine gestiegene Zahl von positiv Getesteten. Schließlich kann das dieses "Alltags"maskengewese keinesfalls sicher verhindern.

- Direktverbindung statt Umsteigen
- 4,00 € statt 13,00 € auf 100 km
- jederzeit Abfahrt statt Zweistundentakt
- Fenster zum Öffnen statt Maskenpflicht

Wie soll ich bloß verreisen?

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 41 052

Datum: 30.07.20 01:29

Moin.

Entschuldige bitte!

Wenn ein qualifizierter Eisenbahnkenner, mit schon stolzen 9 Beiträgen hier, sich zu Wort meldet, dann hast Du das zu akzeptieren!
Alle anderen hier sind nur unqualifizierte Spinner / Fantasten, die grundsätzlich "keine Ahnung" haben.

Nimm es einfach so hin!
Auch bei DSO werden wir älteren eines Tages "noch weniger Ahnung" von der Eisenbahn haben!

So sieht das aus!

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 05:49

8442 schrieb:
Frage: Ist es für den Staat eventuell günstiger, die schwach ausgelasteten Züge rollen zu lassen (und die DB mit Milliardensummen zu stützen) als Kurzarbeitergeld zu zahlen?
Erst mal wäre wohl Überstundenabbau angesagt. Da dürfte sich in den letzten Jahren einiges angesammelt haben.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 05:52

Die Lufthansa musste für die Hilfen aber auch Slots an die Konkurrenz abtreten.

Jetzt stell Dir einfach mal vor die DB AG müsste ICE-Trassen an Wettbewerber abtreten als Gegenleistung für die Hilfen.
BR146106 schrieb:
Moin,

und nun? Deswegen steht man auch wieder vermehrt im täglichen Stau, während man bei der Bahn soviel Platz in den Zügen hat, das man deutlich mehr Kunden aufnehmen kann. Aber der Angsthase fährt eben lieber Auto oder fliegt in den Urlaub.

gruß carsten
Das hat auch andere Gründe. Meine Mutter und Tante sind letztens auch in die Ecke Wilhelmshaven gefahren mit dem Auto. Dabei fährt meine Mutter äußerst ungern mit dem Auto, allerdings 5-6 Stunden Maske tragen während der Zugfahrt empfindet Sie als wesentlich schlimmer.

Die Maskenpflicht ist auch mit ein Grund weshalb ich den ÖPNV so gut wie gar nicht nutze und auch keine Tagestouren mit dem Zug mache.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 30.07.20 06:59

Strizie schrieb:
Die Lufthansa musste für die Hilfen aber auch Slots an die Konkurrenz abtreten.

Jetzt stell Dir einfach mal vor die DB AG müsste ICE-Trassen an Wettbewerber abtreten als Gegenleistung für die Hilfen.
Auch wenn es dafür jetzt wieder Haue gibt:

Bei der Lufthansa handelt es sich um einen Kredit der ( nach Plan ) samt Zinsen zurückbezahlt werden soll.
Als Sicherheit bekommt der Bund einen Aktienanteil ( ob zu niedrig steht auf einem anderen Papier ).
Bei der DB ist davon nicht die Rede sondern die Milliarden verschwinden in der Eigenkapitalaufstockung.
Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: 8442

Datum: 30.07.20 07:01

Bronnbach Bhf schrieb:
Das geltende Abstandsgebot willst Du einfach nicht begreifen, oder? Die Bahn lässt die Züge extra im bisherigen Takt und weiterhin mit langen Zügen fahren, damit in möglichst vielen Zügen, möglichst auch zur HVZ das Abstandsgebot eingehalten werden kann.
Das Abstandsgebot will ich sehr wohl begreifen. Dann sag mir bitte die festgelegte Maximalauslastung eines Zuges. D. h. für einen FV-Zug dürfte so lange dieses Abstandsgebot gilt nur eine begrenzte Anzahl von Fahrkarten verkauft werden. Das wiederum bedeutet, dass so lange das Abstandgebot gilt die Bahn ihr Vor-Corona-Auslastungsniveau bei weitem nicht erreichen wird und so lange defizitär sein wird, sofern nicht gegengesteuert wird.

Was ist, wenn das Abstandsgebot die nächsten 10 - 20 Jahre oder noch länger gilt, weil z. B. Impfstoffe nicht gut wirken?

Im übrigen: Was ist mit der Umwelt? Spielt wohl derzeit keine Rolle mehr. Im Durchschnitt 50% ausgelastete Züge erzeugen pro Passagier die doppelte Umweltbelastung. Interessant wäre noch das Niveau des Pkw-Verkehrs. Wahrscheinlich gab es hier eine Verschiebung zu gunsten des Pkw, d. h. der "Marktanteil" für die Bah ist gesunken statt gestiegen. Sollte der Virus uns noch lange beschäftigen, dann ist das Programm der Regierung bezüglich Verkehr meiner Meinung nach reiner Humbug.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 07:52.

Re: Heuchelei at bis best

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 30.07.20 07:08

8442 schrieb:
Dann sag mir bitte die festgelegte Maximalauslastung eines Zuges. D. h. für einen FV-Zug dürfte so lange dieses Abstandsgebot gilt nur eine begrenzte Anzahl von Fahrkarten verkauft werden.
Nicht möglich (Zeitkarten, BC 100, Netzcard, ...), außer man führt Reservierungspflicht ein.

Re: Deutsche Bahn: 3,7 Mrd Verlust

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 30.07.20 07:17

Gewerkschaft: Bahn braucht Plan für zweite Corona-Welle

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert von der Deutschen Bahn, sich besser auf eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle vorzubereiten.
„Die ist dort noch nicht eingepreist“, sagte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende, Klaus-Dieter Hommel, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er verlangte einen Plan dafür, wie der bundeseigene Konzern in einem solchen Fall reagieren wolle.

Reduzierung der Takte führt ggf. zu Mehrkosten

geschrieben von: ICE-T-Fan1

Datum: 30.07.20 07:40

Dir ist schon klar, dass auch das Zugpersonal von A nach B kommen muss und das eine Reduzierung des Zugangebotes bei Triebfahrzeugführern, Zugbegleitern und Gastro-Personal zu mehr Leerlaufzeit an den Bahnhöfen führt?

Wenn weniger Züge fahren, kannst du auch weniger flexibel disponieren. Es ist ja jetzt nicht so, dass die Züge genau so passend an den großen Knoten ankommen, dass das Zugpersonal gleich wieder eine "Anschlussverwendung" hätte. Zumal es ja noch gesetzlich geregelte Arbeitsschutzpausen gibt.
Das kann sogar zur paradoxen Situation führen, dass du mehr Personal benötigst, da bei Wegfall von Zugleistungen aus Kurzwenden an Endbahnhöfen plötzlich überschlagene Wenden werden.

Davon abgesehen reduzieren sich die Fixkosten für den Unterhalt der Strecken, Bahnhöfe und zeitabhängigen Wartungskosten der Fahrzeuge durch weniger Zugfahrten nicht. Eher musst du diese Fixkosten dann auf weniger Zugfahrten verteilen, wodurch diese dann für sich genommen teurer werden. Da weniger Züge zudem weniger Passagiere befördern, da die Fahrgäste ja sicher keine paar Stunden auf einen passenden Zug warten sondern alternative Fahrmöglichkeiten nutzen, hast du dann auch weniger Fahrgeldeinnahmen bei höheren Kosten für die einzelnen Zugfahrten.

Unterm Strich würde die Bahn durch Reduzierung der Verkehrsleistungen noch mehr Minus machen, zumindest wenn sie einfach die Takte ausdünnt. Anders sähe es natürlich aus, wenn du ganze Strecken still legst.

Ansonsten verweise ich mal auf meine Signatur.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
------------------------------
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 07:44.

Immerhin hat er die News verlinkt.

geschrieben von: ICE-T-Fan1

Datum: 30.07.20 07:44

Als Linksservice für diese Wirtschaftsmeldung ist der Beitrag doch recht gut zu gebrauchen.

MfG Markus aus Eisenach, Fahrgastzähler sowie VDE8- und MDV-Fan
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"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen." (Otto von Bismarck)
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