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... und Fahrräder ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 29.07.20 12:07

Hey.


Der Zeuge Desiros schrieb:
"Die Fahrgastzahlen werden nicht so schnell wieder in den Vor-Corona-Bereich steigen."

Tag,

mal eine Gegenrede zu waghalsigen Mutmaßungen:
Auf verschiedenen Strecken sind die Prä-Corona-Zahlen bereits wieder erreicht, und der Ausflugsverkehr scheint auf anderen Strecken gerade zum Höhenflug auszuholen. Nicht überall ist das so, keine Frage, aber es ist eben auch nicht überall nicht so.

Nur mal so am Rande, aus der Praxis, Gruß

Heiko
Die Zahl der mitgeführten Fahrräder ist exorbitant angestiegen in den letzten Wochen. Das als Ergänzung zu deinem Statement.

Wobei das ja voll gemein ist: aus der Praxis berichten ... Mach das nicht zu oft hier. Das verwirrt doch nur die, die stolz drauf sind, nicht (mehr) Zug zu fahren. Und was hat ein Knipser schon 'ne Ahnung vom Besetzungsgrad, wenn er mit dem Auto zum Knipspoint anreist ...


Schöne Grüße von jörg

OT: Chefs ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 29.07.20 12:15

Hey.

Zitat
Hallo Jörg!

Gibt es dann noch einen "Bahn Chef"?!?

Ich denke, das sich bis dahin der ganze "Laden", mit seinem überkandideltem Wasserkopf, und der Verwaltung, selber "abgeschossen" hat.
Bis dahin wird, nach dem derzeitigem (und späterem, nach Corona) Kürzungswahn, es keine Indianer mehr geben! Alle weg rationalisiert.

Nur noch Häuptlinge! Und deren "Pressesprecher".
Richtig. Eisenbahner 'an der Front' sind bei der DB dann kaum noch da. Dafür sitzen in der Verwaltung umso mehr Mitarbeiter.

Ganz interessant, wenn man sich mal mit Mitarbeitern der S-Bahn Hannover unterhält. Mehr als einmal hörte ich da schon: mal gucken, ob ich ins Büro gehe ... Demnächst besteht der Konzern zu 99,999999 Prozent aus Theoretikern im Plüschbüro. Irgendwo draußen werkeln dann noch 10 einsame Bahner vor sich hin.

Ich verweise auf das altbekannte Bauarbeiterfoto 'Herbert'.



Zitat
Aber zumindest 2035 erlebe ich, so wie es jetzt aussieht, garantiert(!) nicht mehr.
Ich auch nicht. Haben wir was gemeinsam.


Schöne Grüße von jörg

Vielfalt im Wege ist kein Chaos ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 29.07.20 12:22

Huhu.


Signalschruber schrieb:
Und welches Konzept siehst du als Alternative? Das Fahrplanchaos aus Bundesbahnzeiten, was man heute vielerorts noch in Frankreich erleben kann?
Wo war bei der Bundesbahn Chaos?

Bahnstrecken werden nur betrieben, wenn sie einen dichten Takt aufweisen. Mindestens 2 bzw 3 Züge pro Stunde auf Nebenstrecken, auf Hauptstrecken muss ca alle 10 Min ein Zug kommen. Dann braucht es keine riesigen Knotenbahnhöfe, deren Infrastruktur heute 40 von 60 Min brach liegt. Außerdem muss es neben Taktzügen auch genausoviele Linuentauscher und Einzelzüge geben, um möglichst viele Verbindungen umsteigefrei anbieten zu können.

Merkbare Fahrpläne sind im datenmobilen Zeitalter nicht notwendig. Wichtig ist der Blick weg vom rein angebotsorientierten Fahrplan hin zu einer Mischform von angebots- und nachfrageorientiert. Letzteres gibt's bei einigen wenigen Fernzügen ja noch. Zum Glück.


Schöne Grüße von jörg

Die Bundesbahn heisst jetzt Deutsche Bahn. Und?

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 29.07.20 12:46

>Die Bundesbahn heisst jetzt Deutsche Bahn. Und? Es ist die selbe Bude. Die haben nur das Tuerschild ausgewechselt.


Das ist doch völliger Quatsch. Aber manche wollen nicht begreifen, die leben geistig noch im Jahr 1985. Deswegen spare ich mich mehr dazu.

Viele Grüße

Re: Prä-Corona, Post-Corona, Fahrgastzahlen

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 29.07.20 12:49

>aber dort wo der Alltagsverkehr dominiert, sehe ich immer noch deutliche Lücken und zwar bei allen Moden,

Dann fahre mal nach Berlin: Die Ringbahn und die U8 empfehle ich besonders

Re: Vielfalt im Wege ist kein Chaos ...

geschrieben von: JanH

Datum: 29.07.20 15:23

bahnratefuchs schrieb:Zitat:
Merkbare Fahrpläne sind im datenmobilen Zeitalter nicht notwendig.
Einspruch - es ist trotzdem lästig.
Die EU wird langfristig am Euro scheitern. Die Frage ist nur wie weit wird Deutschland noch gehen um den Euro zu retten.

Andere Staaten wie Niederlande oder Österreich usw. (die sparsamen fünf auch genannt) sind jedenfalls nicht mehr bereit Pleiteländer wie Italien oder Spanien langfristig am leben zu erhalten.

Auch die sogenannten Eurobonds (gemeinsame Schulden) sind nur ein Mittel um die totale Pleite weiter hinauszuschieben.

Die nächste Krise droht im Bankensektor u.a. wegen der tollen Negativzinsen. Eben jene merkt mittlerweile auch fast jeder Bürger in Deutschland, denn Girokonten ohne Gebühren werden kaum noch angeboten.

Gerade auf die deutschen Bürger werden bald noch höhere Abgaben hinzukommen und irgendwann wenn es keine Scheine oder Münzgeld mehr gibt greift der Staat einfach in die Taschen seiner Bürger um Schulden bezahlen zu können. In Zypern hat man das schon gemacht.
Wenn es langfristig durch D-Takt nichts zu verbessern gäbe, gäbe es heute auch keine Probleme.
Also heute Probleme, unendliches Maßnahmepaket geschnürt und daher erst in 10 Jahren aufregen.

Abgesagte Zugverbindungen durch Corona nicht merken, zeigt das Fahrgast und Fahrkartenverkäufer auf einer Wellenlänge pennen.

Da immer gebaut und saniert wird, müßte man für einen funktionierenden D-Takt eine zusätzliche Dauerausweichkapazität schaffen, damit immer das gewünschte hohe Level gefahren werden kann, trotz Vollsperrungen. Verrückte Idee, ich weis...
Das ist "Überholen ohne einzuholen"; müßte Erich-Fans bekannt sein.

Re: Vielfalt im Wege ist kein Chaos ...

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 29.07.20 20:39

Zitat
Wo war bei der Bundesbahn Chaos?
Neben Wochenendruhe und fünf Stunden Mittagsschlaf haben es die kreativen Beamten doch ganz gut geschafft, dass keine zwei Züge zur selben Minute abfahren und dann im weiteren Verlauf auch noch die selben Stationen bedienen. Wenn dann um 18 Uhr der letzte Zug weg ist kann man froh sein, wenn die werten Herrn von der Bundesbahn doch noch einen Bus mit dreifacher Fahrzeit aufgetrieben haben.

Zitat
Bahnstrecken werden nur betrieben, wenn sie einen dichten Takt aufweisen. Mindestens 2 bzw 3 Züge pro Stunde auf Nebenstrecken, auf Hauptstrecken muss ca alle 10 Min ein Zug kommen. Dann braucht es keine riesigen Knotenbahnhöfe, deren Infrastruktur heute 40 von 60 Min brach liegt. Außerdem muss es neben Taktzügen auch genausoviele Linuentauscher und Einzelzüge geben, um möglichst viele Verbindungen umsteigefrei anbieten zu können.
Du redest von Takt. Eben war er doch noch doof. Für so dichte Taktfolgen muss erstmal genug Nachfrage und Infrastruktur vorhanden sein. Die Niederländer haben bereits in den 30ern den landesweiten Taktfahrplan eingeführt und diesen anschließend zum Knotenpunktfahrplan weiterentwickelt, was wir heute als ITF bezeichnen und was der Deutschlandtakt sein soll. Trotz der dichten Besiedelung wird dort gerade erst angefangen auf den wichtigsten Linien einen 10 Minutentakt einzuführen. An eine generelle Aufgabe dieses Fahrplanmodells denken die Niederländer trotzdem nicht. Wie willst du in einem großen Knotenbahnhof so dichte Zugfolgen auf mehreren Strecken ohne Taktfahrplan realisieren und dann noch die große Weichenschubserei mit möglichst vielen Zielen realisieren? Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.

Zitat
Merkbare Fahrpläne sind im datenmobilen Zeitalter nicht notwendig. Wichtig ist der Blick weg vom rein angebotsorientierten Fahrplan hin zu einer Mischform von angebots- und nachfrageorientiert. Letzteres gibt's bei einigen wenigen Fernzügen ja noch. Zum Glück.
Den Ärger den eine hohe Varianz der Wartezeiten zwischen den Abfahrten hervorruft, kann auch das datenmobile Zeitalter nicht verhindern.

Re: Vielfalt im Wege ist kein Chaos ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 30.07.20 01:27

Hey.


Zitat
Neben Wochenendruhe und fünf Stunden Mittagsschlaf haben es die kreativen Beamten doch ganz gut geschafft, dass keine zwei Züge zur selben Minute abfahren und dann im weiteren Verlauf auch noch die selben Stationen bedienen.
Ist immer noch kein Chaos! Und das Intercity-System hat wer erfunden?


Zitat
Die Niederländer haben bereits in den 30ern den landesweiten Taktfahrplan eingeführt und diesen anschließend zum Knotenpunktfahrplan weiterentwickelt, was wir heute als ITF bezeichnen und was der Deutschlandtakt sein soll. (...) An eine generelle Aufgabe dieses Fahrplanmodells denken die Niederländer trotzdem nicht. Wie willst du in einem großen Knotenbahnhof so dichte Zugfolgen auf mehreren Strecken ohne Taktfahrplan realisieren und dann noch die große Weichenschubserei mit möglichst vielen Zielen realisieren? Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.
Immer witzig, wenn zur ITF-Begründung Zwergstaaten herhalten müssen.

Ansonsten weiß ich nicht, wo das Problem ist. In den letzten Jahren wurde die Fläche kastriert - im ITF nicht benötigte Weichen und Gleise flogen raus - und die Knoten werden erweitert. Was ein Widerspruch.



Zitat
Den Ärger den eine hohe Varianz der Wartezeiten zwischen den Abfahrten hervorruft, kann auch das datenmobile Zeitalter nicht verhindern.
Der Ärger über verpasste Abschlüsse dagegen wäre vermeidbar, wenn entweder eine dichte Zugfolge herrscht oder man z.B. außerhalb eines starren Taktes passend zur Nachfrage fährt.

Aber gut, das ist alles Teufelszeug. Der ITF ist nicht infrage zu stellen. Und so muss der Ahlhorner nach Bremen immer in Oldenburg umsteigen, was eher Glücksspiel ist, weswegen er gleich wegbleibt. Und die Bad Nenndorferin darf auf den Weg nach Hannover immer in Haste umsteigen; durch den Regen Rampe runter und Treppe hoch - oder sie juckelt eine gute halbe Stunde länger rund um den Deister. Wobei sie bei Anschlussverlust in Haste genauso lange braucht und die hervorragende Aufenthaltsqualität genießen kann.


Schöne Grüße von jörg

Fuzzys eben...

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 30.07.20 01:34

Niederlausitzer schrieb:
>Die Bundesbahn heisst jetzt Deutsche Bahn. Und? Es ist die selbe Bude. Die haben nur das Tuerschild ausgewechselt.
Das ist doch völliger Quatsch. Aber manche wollen nicht begreifen, die leben geistig noch im Jahr 1985. Deswegen spare ich mich mehr dazu.

Jemand sagt "Bundesbahn" zur DB AG: Die Fuzzys sind empört! Wie blöd kann jemand sein?
Jemand sagt GEZ zur neuen Institution: ach, egal.
Und nein, das ist nicht völliger Quatsch. Es ist das selbe in grün. Im Fernsehforum wäre es sicher genau umgekehrt mit der Empörung.

Bei manchen Leuten endet der Tellerrand wirklich schon auf dem Radius der Untertasse. Und entlarvend, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird: Eisenbahn <-> Rest der Welt.

Heiko

http://www.desiro.net/Wal.jpg

OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 30.07.20 01:42

Hey.


Strizie schrieb:
Die EU wird langfristig am Euro scheitern. Die Frage ist nur wie weit wird Deutschland noch gehen um den Euro zu retten.

Andere Staaten wie Niederlande oder Österreich usw. (die sparsamen fünf auch genannt) sind jedenfalls nicht mehr bereit Pleiteländer wie Italien oder Spanien langfristig am leben zu erhalten.

Auch die sogenannten Eurobonds (gemeinsame Schulden) sind nur ein Mittel um die totale Pleite weiter hinauszuschieben.

Die nächste Krise droht im Bankensektor u.a. wegen der tollen Negativzinsen. Eben jene merkt mittlerweile auch fast jeder Bürger in Deutschland, denn Girokonten ohne Gebühren werden kaum noch angeboten.

Gerade auf die deutschen Bürger werden bald noch höhere Abgaben hinzukommen und irgendwann wenn es keine Scheine oder Münzgeld mehr gibt greift der Staat einfach in die Taschen seiner Bürger um Schulden bezahlen zu können. In Zypern hat man das schon gemacht.
Ist ja alles soweit richtig. Das Euroende und der Zerfall der EU wird allerdings die Wohlstandsunterschiede drastisch erhöhen. Was schlussendlich wieder Krieg in Kerneuropa bedeuten wird. Und auch global betrachtet wird wieder zunehmende Armut für Wanderbewegungen sorgen, dagegen sind die derzeitigen paar hereinschneienden people of colour ein Klacks. Wird voll werden hier bei uns. ;-)

Spannend wird nur, wie so ein Krieg der Neuzeit aussehen wird.

Vermutlich hat der DB-Zug mit 17 kaputten Bundeswehr-Panzern dann 7 Stunden Verspätung wegen Signalstörung. Da steht dann der Osmane mitten in Franken und staunt, dass gar kein Gegner da ist. Während der am Bahndamm in Aschaffenburg dem Zug zuschauende Zentralafrikaner sich freut, weil er feststellt: ist ja eine Betriebsabwicklung wie bei mir zu Hause. Wenn dann auch noch das Wetter in Form von 10-Wochen-40-Grad-ohne Regen-Sommern mitspielt ... - der bleibt dann für immer hier. Und integriert uns Einheimische dann neu in unser Land.

Ich freu mich drauf!

Schöne Grüße von jörg

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: Strizie

Datum: 30.07.20 18:44

bahnratefuchs schrieb:
Ist ja alles soweit richtig. Das Euroende und der Zerfall der EU wird allerdings die Wohlstandsunterschiede drastisch erhöhen. Was schlussendlich wieder Krieg in Kerneuropa bedeuten wird. Und auch global betrachtet wird wieder zunehmende Armut für Wanderbewegungen sorgen, dagegen sind die derzeitigen paar hereinschneienden people of colour ein Klacks. Wird voll werden hier bei uns. ;-)
Das ist doch schon längst der Fall mit den Wohlstandsunterschieden. Da braucht man auch gar nicht in andere EU-Länder schauen sondern nur nur vor die eigene Haustüre gehen.

Eine Alleinerziehende Mutter mit Kind kann froh sein, wenn Sie im Großraum Köln eine bezahlbare Wohnung bekommt trotz Vollzeitjob. Der Staat interessiert sich schon lange nicht mehr für die Alltagssorgen seiner Bürger.

Die Konzerne bzw. Firmen sind im Rahmen der Globalisierung nur noch auf maximalen Profit aus. Gespart wird natürlich bei den normalen Mitarbeitern mit weitreichenden Folgen aber auch das scheint die Politik nur sehr langsam zu kapieren. Je weniger Geld die eigenen Bürger in der Tasche haben desto weniger kann man investieren. Da wird dann eben an Sachen gespart, welche verhältnismäßig unwichtig sind. Da fahren dann die Leute z.B. eben lieber mit Flixtrain/Flixbus anstatt den ICE zu nehmen.

Was passiert wenn der Staat kaum bis gar nichts tut für seine eigenen Bürger kann man in Geschichtsbüchern oder Dokumentationen nachlesen bzw. anschauen.

Zitat
Spannend wird nur, wie so ein Krieg der Neuzeit aussehen wird.
Derzeit sieht man zumindest, dass viele immer mehr abstumpfen (Verrohung der Gesellschaft) und der Respekt gegenüber der Staatsgewalt (Polizei) abnimmt.

Das dürfte in Zukunft auch noch schlimmer werden, denn Arbeitslosigkeit und Ausbeutung der Arbeitskraft ruft im allgemeinen Frust hervor und diesen lassen die Leute dann irgendwo ab.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 22:42.

Der Unsinn des Sinn machens

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 30.07.20 23:49

M 262 schrieb:Zitat:
Andersrum würde die Frage Sinn machen.
Und ich dachte immer, dass man Sinn nicht macht, sondern dass der Sinn von sich heraus vorhanden ist...

Ich weiß, dass die Sprache lebt und sich dieser Nonsens eingebürgert hat, dennoch empfinde ich ihn störend.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Budeltier schrieb:
und ein Einsatz einer Drohne durch das ZDF, was über Bahnanlagen verboten ist.
Hallo,

ich denke mal, wir können uns sicher sein, dass das ZDF sich zuvor eine Genehmigung für den Drohnenflug geholt hat.


Grüße,

diezge

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: kmueller

Datum: 31.07.20 18:05

bahnratefuchs schrieb:
Spannend wird nur, wie so ein Krieg der Neuzeit aussehen wird.

Vermutlich hat der DB-Zug mit 17 kaputten Bundeswehr-Panzern dann 7 Stunden Verspätung wegen Signalstörung. Da steht dann der Osmane mitten in Franken und staunt, dass gar kein Gegner da ist. Während der am Bahndamm in Aschaffenburg dem Zug zuschauende Zentralafrikaner sich freut, weil er feststellt: ist ja eine Betriebsabwicklung wie bei mir zu Hause. Wenn dann auch noch das Wetter in Form von 10-Wochen-40-Grad-ohne Regen-Sommern mitspielt ... - der bleibt dann für immer hier.
Der Zentralafrikaner eher nicht. Wo der herkommt, ist es zwar heiß, aber auch naß. Was für die Lebensmittelversorgung auch dringend nötig ist.

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: kmueller

Datum: 31.07.20 18:08

Strizie schrieb:
bahnratefuchs schrieb:
Das Euroende und der Zerfall der EU wird allerdings die Wohlstandsunterschiede drastisch erhöhen. Was schlussendlich wieder Krieg in Kerneuropa bedeuten wird. Und auch global betrachtet wird wieder zunehmende Armut für Wanderbewegungen sorgen, dagegen sind die derzeitigen paar hereinschneienden people of colour ein Klacks.
Das ist doch schon längst der Fall mit den Wohlstandsunterschieden. Da braucht man auch gar nicht in andere EU-Länder schauen sondern nur nur vor die eigene Haustüre gehen.
Ja, die traditionellen neuzeitlichen Wohlstandsunterschiede zwischen 1., 2. und n.ter Welt fressen sich immer kleinräumiger in alle Strukturen hinein.

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 31.07.20 23:29

Strizie schrieb:
Die Konzerne bzw. Firmen sind im Rahmen der Globalisierung nur noch auf maximalen Profit aus. Gespart wird natürlich bei den normalen Mitarbeitern mit weitreichenden Folgen aber auch das scheint die Politik nur sehr langsam zu kapieren.
Das war schon vor 200 Jahren so. Keine Neuerung durch die Globalisierung.

Neu ist, wie weit man die Firmen gewähren lässt. Aus (angeblicher) Furcht vor fliehenden Wirtschaftsbossen hat man den Höchststeuersatz stark reduziert, Unternehmenssteuern reduziert, Gewerkschaften Steine in den Weg gelegt (z.B. diese neue Klausel für die GdL zwecks Unterbindung von Lokführerstreiks), Hartz IV mit entsprechendem Niedriglohnsektor eingeführt und noch diverses mehr. Man hat es fertig gebracht, ein Klima zu schaffen, in dem SPD, Linke, Gewerkschaften als Universal-Buhmann gelten während versagende Gaukler wie diverse Banken, Volkswagen, Lufthansa, beinahe unter Beifall mit vielen Milliarden versorgt werden.

Was den eigentlich notwendigen Zusammenbruch des Euros (nicht der EU) angeht: sehr unwahrscheinlich. Sehr viel wahrscheinlicher ist das Szenario, das man bei Bundesbahn/DB AG teilweise bereits beobachten kann: man mogelt sich bis zum Zusammenbruch immer weiter durch, dann lässt man klammheimlich bzw. unter Ausreden ("besondere Situation") Geld fliessen und irgendwann verkündet man, dass fliessendes Geld längst der Normalfall ist. Wobei "man" natürlich die Politik ist. Weitsicht völlig Fehlanzeige, man kratzt ständig an einem Abgrund entlang.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: Strizie

Datum: 01.08.20 00:05

Traumflug schrieb:
Was den eigentlich notwendigen Zusammenbruch des Euros (nicht der EU) angeht: sehr unwahrscheinlich. Sehr viel wahrscheinlicher ist das Szenario, das man bei Bundesbahn/DB AG teilweise bereits beobachten kann: man mogelt sich bis zum Zusammenbruch immer weiter durch, dann lässt man klammheimlich bzw. unter Ausreden ("besondere Situation") Geld fliessen und irgendwann verkündet man, dass fliessendes Geld längst der Normalfall ist. Wobei "man" natürlich die Politik ist. Weitsicht völlig Fehlanzeige, man kratzt ständig an einem Abgrund entlang.
Der Euro wird zusammenbrechen. Italien ist praktisch auch schon Bankrott und Spanien geht es nicht wesentlich besser.

Griechenland konnte man noch am Leben erhalten, dass wird bei Italien oder Spanien kaum machbar sein.

Staaten wie die Niederlande oder Österreich werden irgendwann die Reißleine ziehen. Die sind halt nicht wie Deutschland bereit unter dem Motto "koste es was es wolle" den Euro zu retten.

Es ist eigentlich auch eine ganz einfache Rechnung. Wenige Nettozahler können nicht beliebig viele Nehmerländer stützen. Das sollte schon ein ausgewogenes Verhältnis haben.

Das der Goldpreis derzeit wieder steigt kommt ja nicht von ungefähr.


Mal schauen was die Zukunft bringen wird. Wenn die Grünen in die nächste Bundesregierung kommen sollten, wäre die Einführung von Eurobonds (gemeinsame Schulden) durchaus nicht unrealistisch. Die hoch verschuldeten Staaten wie Italien oder Spanien hätten das ja am liebsten schon jetzt gehabt. Genau das werden aber Staaten wie Niederlande oder Österreich denke ich nicht mitmachen.

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 01.08.20 00:26

Strizie schrieb:
Der Euro wird zusammenbrechen. Italien ist praktisch auch schon Bankrott und Spanien geht es nicht wesentlich besser.
Die Deutsche Bahn AG ist ebenfalls quasi bankrott. Dennoch bricht da nichts zusammen. Es fliesst einfach Geld. Sehr viel Geld. Bei der DB AG in Form von neuen Bauprojekten, Kupplungsumstellungen, ETCS-Einführung, Corona-Ausgleichen; bei Italien und Spanien in Form von Anleiheaufkäufen durch die EZB.

Diese Anleihenaufkäufe sind Ausgleichszahlungen durch die Hintertür. NOCH sind die als rückzahlbar deklariert, obwohl eine Rückzahlung aussichtslos ist. Allerdings tun negative Zahlen im Computer der EZB auch nicht weh, also werden sie dort Jahrzehnte bleiben. Verloren hat nur Griechenland, weil sie die schwächsten und die ersten waren.

P.S.:

Zitat
Es ist eigentlich auch eine ganz einfache Rechnung. Wenige Nettozahler können nicht beliebig viele Nehmerländer stützen. Das sollte schon ein ausgewogenes Verhältnis haben.
Innerhalb Deutschlands funktioniert das ja auch. Berlin notorisch pleite, Bayern und BaWü zahlen. Dennoch geht es allen gut. Hier ist das der Preis dafür, Teil der Bundesrepublik sein zu dürfen.

Eine Ebene höher sind Ausgleichszahlungen der Preis dafür, Teil des Euros sein zu dürfen. Und das rechnet sich. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Exportüberschüsse Deutschlands die Schulden der anderen EU-Länder sind. Würde man z.B. Spanien aus der EU hinaus werfen, ginge es der deutschen Wirtschaft entsprechend schlechter.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 00:35.
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