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Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 01.08.20 07:28

Traumflug schrieb:
Zitat:
Würde man z.B. Spanien aus der EU hinaus werfen, ginge es der deutschen Wirtschaft entsprechend schlechter.
Genau, bekanntlich ging es Deutschland vor Gründung der EU oder auch der EG sooo schlecht und es wurde kein Auto oder andere Waren exportiert....
Deutschland bzw. das Deutsche Reich war schon ab den 1890ern der Exportweltmeister in Europa. Auch dank britischer Mithilfe...Stichwort "Made in Germany" :-)

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: kmueller

Datum: 01.08.20 10:42

Strizie schrieb:
Traumflug schrieb:
Was den eigentlich notwendigen Zusammenbruch des Euros (nicht der EU) angeht: sehr unwahrscheinlich. Sehr viel wahrscheinlicher ist das Szenario, das man bei Bundesbahn/DB AG teilweise bereits beobachten kann: man mogelt sich bis zum Zusammenbruch immer weiter durch, dann lässt man klammheimlich bzw. unter Ausreden ("besondere Situation") Geld fliessen und irgendwann verkündet man, dass fliessendes Geld längst der Normalfall ist.
Der Euro wird zusammenbrechen. Italien ist praktisch auch schon Bankrott und Spanien geht es nicht wesentlich besser.

Griechenland konnte man noch am Leben erhalten, dass wird bei Italien oder Spanien kaum machbar sein.

Staaten wie die Niederlande oder Österreich werden irgendwann die Reißleine ziehen. Die sind halt nicht wie Deutschland bereit unter dem Motto "koste es was es wolle" den Euro zu retten.
In NL wie A werden die Kosten wie hier dem breiten Publikum aufgebürdet, aber es gibt dort nicht die 'weltmarktorientierten' Firmen, die von den Aufträgen aus Transfergeldern profitieren. Deswegen wächst dort wie hier die Skepsis auf Seiten der Zahler - aber nicht die Unterstützung durch Nutznießer.

Die Folgen davon, daß kleinere EU-Staaten beim Weltmarktmachtirrsinn nicht mitmachen dürfen bzw. können, beobachte ich schon seit Jahrzehnten. Sehr schön sieht man sie im Bahnwesen. Spanien hat weltweit pro Ew die meisten Kilometer Schnellfahrstrecke, woran deutsche und französische Konzerne prima verdient haben. Die Bahnnutzung in Spanien aber liegt unter derjenigen in Luxemburg, und das deutsche Bahnsystem sackt auf 3.Welt-Niveau ab. Niederlande und Austria dagegen haben... ja was wohl und was nicht? In anderen Bereichen läuft es ähnlich.

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: kmueller

Datum: 01.08.20 10:53

Traumflug schrieb:
Strizie schrieb:
Der Euro wird zusammenbrechen. Italien ist praktisch auch schon Bankrott und Spanien geht es nicht wesentlich besser.
Die Deutsche Bahn AG ist ebenfalls quasi bankrott. Dennoch bricht da nichts zusammen. Es fliesst einfach Geld. Sehr viel Geld. Bei der DB AG in Form von neuen Bauprojekten, Kupplungsumstellungen, ETCS-Einführung, Corona-Ausgleichen; bei Italien und Spanien in Form von Anleiheaufkäufen durch die EZB.

Diese Anleihenaufkäufe sind Ausgleichszahlungen durch die Hintertür. Innerhalb Deutschlands funktioniert das ja auch. Berlin notorisch pleite, Bayern und BaWü zahlen.
Allerdings läßt sich eine solche Struktur nicht bis zu einem 'Endsieg' durchhalten.

Traumflug schrieb:
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Exportüberschüsse Deutschlands die Schulden der anderen EU-Länder sind. Würde man z.B. Spanien aus der EU hinaus werfen, ginge es der deutschen Wirtschaft entsprechend schlechter.
Bei Streichung der Transferleistungen würden Exportindustrie und Große(?) (Nachtrag:) Koalition mangelnde Solidariät 'mit Europa' beklagen. Die FDP (vor nicht allzulanger Zeit hätte ich hier noch 'AfD' hinzugefügt) würde fordern, stattdessen im eigenen Land einige weitere S21 zu bauen. Die Linken würden fordern, Reallöhne und damit indirekt die Produktion von Konsumgütern anzuheben. Kommunalpolitiker würden fordern, den Kommunen mehr Mittel für 'dringend nötige Investitionen' zu geben. Das alles (Nachtrag: mit Ausnahme der 'solidarischen' Fraktion) läuft bei den anderen 'Nettozahlern' schon, langfristig ist das nichts anderes als eine Art 'sanfter' Brexit.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 12:39.

Re: OT: Dann denk es auch zu Ende!

geschrieben von: Traumflug

Datum: 01.08.20 15:19

kmueller schrieb:
Traumflug schrieb:
Strizie schrieb:
Der Euro wird zusammenbrechen. Italien ist praktisch auch schon Bankrott und Spanien geht es nicht wesentlich besser.
Die Deutsche Bahn AG ist ebenfalls quasi bankrott. Dennoch bricht da nichts zusammen. Es fliesst einfach Geld. Sehr viel Geld. Bei der DB AG in Form von neuen Bauprojekten, Kupplungsumstellungen, ETCS-Einführung, Corona-Ausgleichen; bei Italien und Spanien in Form von Anleiheaufkäufen durch die EZB.

Diese Anleihenaufkäufe sind Ausgleichszahlungen durch die Hintertür. Innerhalb Deutschlands funktioniert das ja auch. Berlin notorisch pleite, Bayern und BaWü zahlen.
Allerdings läßt sich eine solche Struktur nicht bis zu einem 'Endsieg' durchhalten.
Natürlich nicht. In ein paar Jahren gibt's da wieder so eine Art Crash und drei Wochen später verkündet Merkel bzw. Nachfolger/in stolz, durch öffnen eines Geld-Fluttores die Situation gerettet zu haben. Und dann geht's in die nächste Runde.

Ich will auch gar nicht sagen, dass diese Strategie toll ist, ganz im Gegenteil. Eine Möglichkeit der Annäherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an die anderen EU-Länder wäre z.B. auch, dass wir hier die Menschen wieder ordentlich bezahlen und so den Niedriglohnsektor abschmelzen. Wäre für die Wirtschaftszahlen nicht so toll, wohl aber für die Menschen.

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