DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Auch im 3. Gutachterentwurf des Deutschlandtaktes hat die Elztalbahn wie schon in den vorigen beiden schlechte Anschlüsse:

[www.deutschlandtakt.de]

Mit Ausnahme des Umstiegs von / zur RB auf der Rheintalbahn nach Norden, den HVZ-Verstärkern nach Kirchzarten und dem Fernverkehr nach Basel gibt es lange Umsteigezeiten:

* Über 20 min zu den S-Bahnen der Ost-West-Achse in Freiburg
* Umstiege von zum FV nach Norden in Freiburg 30 min
* Über 20 min zu den RB nach Süden in Freiburg

Eine Lösung wäre, die Fahrzeiten der Elztalbahn um 15 min verschieben, um die Situation deutlich zu verbessern (man könnte dann die Elztalbahn auch mit den RB nach Müllheim durchbinden).
Das würde wohl (wie schon im 2. Entwurf) einen Infrastrukturausbau im Bereich Gundelfingen-Denzlingen erfordern.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.20 20:05.

D-Takt im NV nicht fertig

geschrieben von: Der 103er

Datum: 30.06.20 23:36

Moin,

wie ich schon hier beschrieben habe, liegt man in allen Teilen der Republik mit falschen Fahrzeiten, falschen Kreuzungsstellen etc. auch noch im 3. Entwurf falsch. Zig Arbeitsstunden umsonst... Schade.


Beste Grüße

Der 103er

Die Bahn muss nicht rentabel sein!

Schon in die Gremien eingebracht?

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 30.06.20 23:45

Der 103er schrieb:
Moin,

wie ich schon hier beschrieben habe, liegt man in allen Teilen der Republik mit falschen Fahrzeiten, falschen Kreuzungsstellen etc. auch noch im 3. Entwurf falsch. Zig Arbeitsstunden umsonst... Schade.


Beste Grüße

Der 103er


Moin,

hast Du Deine Ideen schon in die entscheidenden Gremien eingebracht?

Ich bin davon überzeugt, dass die Leute dort glücklich wären, wenn endlich kompetente Fahrplanmacher von DSO mitmachen würden. Die einzelnen Probleme würden sich pulverisieren. ;-)

Gruß aus Mannheim
RZ

Re: Schon in die Gremien eingebracht?

geschrieben von: Benedikt_Hone

Datum: 01.07.20 07:26

Gleis MA 11-12 schrieb:
hast Du Deine Ideen schon in die entscheidenden Gremien eingebracht?

Ich bin davon überzeugt, dass die Leute dort glücklich wären, wenn endlich kompetente Fahrplanmacher von DSO mitmachen würden.
Ach ja, die alte Leier auf DSO: Jemand weist auf einen Missstand hin? ==> "Selber besser machen!". Jemand findet es schade dass ein historisches Fahrzeug verlottert? ==> "Hättest Du's halt gekauft!". Jemand beschwert sich über die Unpünktlichkeit/Unzuverlässigkeit eines Bahnunternehmens? ==> "Dann gründe halt Dein eigenes Bahnunternehmen!" (kein Witz, das wurde hier tatsächlich schon ernsthaft geschrieben).

Ich bin durchaus der Meinung dass man auf nicht zufriedenstellende Ergebnisse komplexer Untersuchungen/Berechnungen/Gutachten hinweisen darf, ohne dass man gleich eine ebenso komplexe Untersuchung/Berechnung/Gegengutachten auf den Tisch legen muss.

Dieses ewige "Du kritisierst etwas, kannst es aber selbst nicht besser machen" mag im privaten Bereich klappen, was weiß ich, wenn das Essen nicht schmeckt. Bei berechtigter Kritik an komplexen Fahrplanmodellen ist es aber unangebracht. 99,999% der Fahrgäste sind nicht in der Lage einen funktionierenden Fahrplan aufzustellen. Und dennoch haben sie (finde ich) das Recht die Fehler und Unzulänglichkeiten zu kritisieren. Das sprichst Du ihnen aber damit ab.

Re: D-Takt im NV nicht fertig

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 01.07.20 07:32

Der 103er schrieb:
Moin,

wie ich schon hier beschrieben habe, liegt man in allen Teilen der Republik mit falschen Fahrzeiten, falschen Kreuzungsstellen etc. auch noch im 3. Entwurf falsch. Zig Arbeitsstunden umsonst... Schade.


Beste Grüße

Der 103er
Auch Gutach als Endbahnhof des 30'-Takes ist auffällig (war schon im 2.Entwurf so - immerhin stimmen seither, anders als im 1. Entwurf die Kreuzungsbahnhöfe). Das ist wohl tatsächlich der Endpunkt des vom Land bestellten Taktes. Aber der Kreis bestellt ja (ab Dezember diesen Jahres) die Verlängerung dieses Taktes nach Bleibach (wo es bessere Anschlüsse an Busse gibt). Auch die HVZ-Verstärker Bleibach-Elzach fehlen in der Graphik.

Re: Schon in die Gremien eingebracht?

geschrieben von: Fahrkartenautomat

Datum: 01.07.20 07:39

Benedikt_Hone schrieb:
Dieses ewige "Du kritisierst etwas, kannst es aber selbst nicht besser machen" mag im privaten Bereich klappen, was weiß ich, wenn das Essen nicht schmeckt.
Allerdings wäre es schon schön, wenn man die Kritik etwas konkret untermauern würde. Bisher habe ich nur Allgemeinplätze gelesen, aber keine genauen Angaben, welche Kreuzungsstellen nun genau fehlen oder wo sonst die Probleme liegen. Nur das Fazit, dass die Arbeit für den Deutschland-Takt deshalb umsonst gewesen sei. Das halte ich dann doch für ein vorschnelles Urteil.

Also: Wo genau finden sich die Fehler in den Planungen? Ich erwarte natürlich keine vollständige Aufzählung, einfach nur ein paar Beispiele, aus denen man dann sehen kann, dass mit dem jetzigen Plan so manches noch nicht stimmt.

Re: Schon in die Gremien eingebracht?

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 01.07.20 07:49

Gleis MA 11-12 schrieb:
Der 103er schrieb:
Moin,

wie ich schon hier beschrieben habe, liegt man in allen Teilen der Republik mit falschen Fahrzeiten, falschen Kreuzungsstellen etc. auch noch im 3. Entwurf falsch. Zig Arbeitsstunden umsonst... Schade.


Beste Grüße

Der 103er
Moin,

hast Du Deine Ideen schon in die entscheidenden Gremien eingebracht?

Ich bin davon überzeugt, dass die Leute dort glücklich wären, wenn endlich kompetente Fahrplanmacher von DSO mitmachen würden. Die einzelnen Probleme würden sich pulverisieren. ;-)

Ich habe nicht den Eindruck, dass es die Möglichkeit gibt, sich direkt mit Sachanliegen an die Verantwortlichen des D-Taktes zu wenden.

Natürlich besteht die Möglichkeit, das Thema in die Lokalpolitik zu bringen, und dann gemeinsam mit dieser auf Landes- und Bundesebene (in diesem Fall also sich als Bürgerbündnis Elztalbahn JETZT an den Landesverkehrsminister und den lokalen Bundestagsabgeordneten zu wenden).

Dennoch ist es sinnvoll, auch hier auf DSO zu diskutieren. Immerhin gibt es hier Sachverstand, was hilfreich sein kann beim formulieren der eigenen Position (evtl. wäre ja statt einer Verschiebung der Fahrzeiten der Elztalbahn um 15 min eine etwas andere sinnvoller, oder andere hier kennen sich gut mit dem Nahverkehr südlich Freiburgs uas, und können gut beurteilen, ob eine Durchbindung der Elztalbahn nach Müllheim und Neuenburg/Basel Bad auf SB 10.a und SB10.b2 sinnvoll wäre, etc). Und man kann eine erste Einschätzung erhalten, wie realistisch ein Infrastrukturausbau im Bereich Denzlingen (ein 3. Gleis Denzlingen-Gundelfingen? Ein paar zusätzliche Weichen im Nordkopf Denzlingen? Ein Tausch schnelles/langsames Gleis 2/3 in Denzlingen? Ein Überwerfungsbauwerk zur Einbindung der Elztalbahn?) zur Verbesserung der Einbindung der Elztalbahn wäre.

Abstimmung Aufgabenträger

geschrieben von: D-Takter

Datum: 01.07.20 08:36

Hallo,
bitte beachtet, dass die Abstimmung der Fernfahrpläne mit dem SPNV-Aufgabenträgern noch nicht stattgefunden hat. Also lohnt sich diskutieren und eingaben an die Aufgabenträger.
Der D-Takter

Re: D-Takt im NV nicht fertig

geschrieben von: Supercity

Datum: 01.07.20 10:05

Der 103er schrieb:
Moin,

wie ich schon hier beschrieben habe, liegt man in allen Teilen der Republik mit falschen Fahrzeiten, falschen Kreuzungsstellen etc. auch noch im 3. Entwurf falsch. Zig Arbeitsstunden umsonst... Schade.

Hallo,

du hast im verlinkten Beitrag auch nichts beschrieben, sondern einfach nur ein paar Brocken hingeworfen. Kannst du mal konkret werden?
Dass dem D-Takt eine Infrastrukturliste zugrunde liegt, worin ggf. Fahrzeitverkürzungen und neue Kreuzungsstellen enthalten sind, ist dir zudem bekannt?

LG

http://www.bilder-hochladen.net/files/ii7i-e9-3cf1.jpg
Elztalbahn schrieb:
Eine Lösung wäre, die Fahrzeiten der Elztalbahn um 15 min verschieben, um die Situation deutlich zu verbessern (man könnte dann die Elztalbahn auch mit den RB nach Müllheim durchbinden).
Das würde wohl (wie schon im 2. Entwurf) einen Infrastrukturausbau im Bereich Gundelfingen-Denzlingen erfordern.
(Ich betrachte im Folgenden die Fahrtrichtung Nord-Süd, Denzlingen-Freiburg, Gegenrichtung ist analog mit gleicher Problematik, nur mit umgekehrter Zugfolge.)

Die ICEs von Norden müssten zu den Minuten 15' und 46' in Denzlingen durchfahren (4 min vor Ankunft in Freiburg). Eine um 15 min gedrehte Elztalbahn wöllte um 15'/45' in Denzlingen abfahren. Würde man nun Denzlingen-Gundelfingen 3/4-gleisig ausbauen, hat man die Einfädelung in Gundelfingen. Hier fahren die ICEs vermutlich um 16'/47', die Elztalbahn wöllte um 18'/48' abfahren. Das ist eine sehr knappe Sache, teilweise nur 1 min Zugfolge, und macht die beiden Linien sehr abhängig voneinander. Ein viergleisiger Ausbau/Umbau der Bahnhöfen Denzlingen und Gundelfingen mit den nötigen Verschwenkungen für die Rheintalgleise (ICE) könnte an Platzproblemen scheitern.

Auch fällt mir auf, dass die Breisgau-Ost-West-Achse in der Fahrtrichtung West in Freiburg nur 1 min Aufenthalt haben soll: um 01'/31' an von Himmelreich, um 02'/32' ab nach Gottenheim. Man hat die Informationen aus dem gerade ein paar Monate zurückliegenden und über den Ersatzfahrplan immer noch andauernden Drama mit andauernden Verspätungen anscheinend nicht einfließen lassen (können).

Meine Meinung: Himmelreich-Kirchzarten muss zweigleisiger Begegnungsabschnitt werden!

Dann könnten die Züge aus dem Höllental früher in Freiburg ankommen und später dorthin abfahren. Es gäbe eine längere Haltezeit in Freiburg Hbf und mehr Puffer für diese sehr lange, durchgehende Achse mit sehr vielen Eingleisigkeiten. Nebenbei würden sich die Fahrzeiten aus dem Höllental bis Freiburg verkürzen und Kirchzarten könnte man mit den Zeiten 14'/16' und 44'/46' den 15/45er-Knoten mit den Bussen verschlanken.

Außerdem, und hier komme ich zurück zu dem ganz nett klingenden Vorschlag der nach Müllheim durchgebunden Elztalbahn (was mit der Drehung um 15 min möglich würde), könnte sich ein kleiner 00/30er-Knoten dieser beiden Linien in Freiburg ergeben. Eine Elztalbahn, welche um 25'/55' in Freiburg ankommt, verpasst nämlich den Anschluss in Höllental, wenn dieser schon um 29'/59' abfahren muss (Mindestumstiegszeit 5 min, oder?). Beide Linien benötigen somit dieses Mass an strategischen Nachbesserungen um den Regionalverkehr im Raum Freiburg letztendlich auf einen Stand zu bringen, der dem Anspruch des Deutschland-Takts würdig ist. Weitere Verbesserungen sollen damit nicht prinzipiell ausgeschlossen werden, diese beiden Maßnahmen sind meiner Meinung nach aber besonders dringend.

Gruß, naseweiß

Re: Schon in die Gremien eingebracht?

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 01.07.20 14:01

Fahrkartenautomat schrieb:
Allerdings wäre es schon schön, wenn man die Kritik etwas konkret untermauern würde. Bisher habe ich nur Allgemeinplätze gelesen, aber keine genauen Angaben, welche Kreuzungsstellen nun genau fehlen oder wo sonst die Probleme liegen. Nur das Fazit, dass die Arbeit für den Deutschland-Takt deshalb umsonst gewesen sei. Das halte ich dann doch für ein vorschnelles Urteil.

Also: Wo genau finden sich die Fehler in den Planungen? Ich erwarte natürlich keine vollständige Aufzählung, einfach nur ein paar Beispiele, aus denen man dann sehen kann, dass mit dem jetzigen Plan so manches noch nicht stimmt.
Ich kann dir direkt mal ein Beispiel nennen, auch wenn es im entfernten Nordhessen liegt.
Baunatal Guntershausen - "Ost" hat 2 Bahnsteigsgleise, trotzdem plant man für die Minute 10 mit 3 Zügen gleichzeitig im Bahnhofsbereich.
Da ist der FR 36 zur Minute 10 Richtung Süden, die Regiotram mit 11 Minütigem Aufenthalt am Bahnsteig zur Überholung durch erstgenannten, doch geht eine Überholung im Gegengleis überhaupt nicht, da auch ca. zur Minute 10 eine RB nordwärts will, das heißt irgendwer muss GEPLANT jedes mal auf freier Strecke warten. Da fängt man schon mit der Minutenrumschieberei an.

Re: Schon in die Gremien eingebracht?

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 01.07.20 14:23

Ich sehe da kein großes Problem. Die Ostseite mit heute 2 Gleisen und Bahnsteigkanten hatte 1960 5 Gleise, davon 3 an Bahnsteiggkanten (ebenso auch die Westseite). Da kann man ruhig zur Realisierung des D-Taktes ein Gleis und eine Bahnsteigkante wiederaufbauen.

Re: D-Takt im NV nicht fertig

geschrieben von: Der 103er

Datum: 01.07.20 14:28

Supercity schrieb:
du hast im verlinkten Beitrag auch nichts beschrieben, sondern einfach nur ein paar Brocken hingeworfen. Kannst du mal konkret werden?
Dass dem D-Takt eine Infrastrukturliste zugrunde liegt, worin ggf. Fahrzeitverkürzungen und neue Kreuzungsstellen enthalten sind, ist dir zudem bekannt?
Moin,

schon gegebenes Beispiel Bördebahn (Düren-Euskirchen). Die Strecke befindet sich in der Reaktivierung. Nachdem in den letzten zwei Versionen die Fahrzeiten (ca. 50 Minuten) falsch waren und jetzt aber auf 35 Minuten korrigiert sind, ist als Kreuzungsbahnhof Bubenheim dargestellt. Zuletzt war aber von Vettweiß als Kreuzungsbahnhof die Rede (die Kreuzung muss aber erst gebaut werden), Zülpich war auch schon im Gespräch. Entweder die haben Insider-Informationen, oder die haben einfach kilometermäßig den mittelsten Haltepunkt ausgewählt. In Bubenheim ist im Vergleich zu Vettweiß und Zülpich eigentlich gar nichts, außer halt der Freizeitpark Bubenheimer Spieleland, wo in der Regel nur selten Personen, dafür dann meistens ganze Gruppen aussteigen.
Ein falscher Kreuzungshalt dürfte sich aber noch nicht auf das Gesamtkonzept auswirken. Es könnte nur die Sorgfältigkeit zeigen.

Bedburg-Düsseldorf soll auch zur S-Bahn ausgebaut werden, es soll eine NBS Jülich-Bedburg (ja, Kohleausstiegsfond machts möglich) entstehen. Dadurch entstehen umfangreich nötige Änderungen, wenn man Anschlüsse gewähren möchte.

Die Ahrtalbahn zu elektrifizieren dürfte bis 2030 (ach ne, heißt ja 2030+^^) ziemlich schwierig werden. Die Lichtraumprofile der Tunnel sind wie hier schon öfter diskutiert ziemlich ungeeignet für derartige Vorhaben.
Zudem soll Bonn Hbf von Euskirchen (S 23) kreuzungsfrei gestaltet werden, sodass man weiter bis ins Ahrtal verlängern kann. "Das große C"

Im vordringlichen Bedarf ist die Beschleunigung, die Elektrifizierung und Erhöhung der Streckengeschwindigkeit zwischen Düren und Jülich geplant (Elektrifizierung nur bis Linnich). Im Entwurf beträgt die Fahrzeit zwischen Düren und Jülich 20 Minuten. Heute sind es 19 Minuten. Damit wäre die Beschleunigung höchstens als Puffer vorhanden.

Das waren jetzt einige Beispiele. Vielleicht sind Planungen auch schon wieder überholt und die Ersteller des D-Taktes haben da super Quellen und Kontakte.

Eins sei noch gesagt: Ich finde das Konzept des integralen Taktfahrplans super. Und ich finde es absolut richtig, dass jetzt endlich ein deutschlandweiten Zielfahrplan erstellt wird.

Nur fehlt mir wie gesagt ein mittelfristig unrealistischer Endzustand, am besten auch mit den Projekten des weiteren Bedarfs. Dadurch könnte man diese Projekte auch schon in der sonstigen Gestaltung berücksichtigen. Dann könnte man noch sehen, was bis 2030 realistisch ist und das ab diesem Zustand auch schon gerne Deutschlandtakt nennen.

Leider werden sich die Verantwortlichen auf allen Instanzen, Regionalisierung sei dank, niemals beispielsweise bei Reaktivierungen danach richten, wie das irgendwer im Deutschlandtakt-Entwurf geplant hat. Denn wenn auf kommunaler Ebene mal wieder irgendein CDU-Bürgermeister eine Reaktivierung auf ganzer Strecke verhindert, weil zwei Mal die Stunden Autos drei Minuten an zwei BÜs stehen müssen, das Busangebot verschlechtert wird (weitere Pseudo-Gründe sind bekannt), wird er dabei nicht an den Netzeffekt und an langfristige Durchgangsverbindungen denken.

Wie man die Bahn dazu zwingen will, auf allen möglichen Strecken im unrentabelen Halbstundentakt zu fahren, und gleichzeitig im Fernverkehr im direkten Wettbewerb zu stehen, bleibt mir weiterhin schleierhaft. Entweder man bestellt den Fernverkehr mit Ausschreibungen und Bedingungen oder man lässt jedes EVU sein Süppchen kochen, was die Folge hat, dass nur große Städte einen Fernverkehrsanschluss haben. Oder wie Heiko sagt: "Wer Köln-Hamburg sagt, muss auch Emden-Cottbus sagen. - Keine Rosinenpickerei im Fernverkehr" (oder war es doch Köln-Berlin?).

Falls ich jemandem Unrecht angetan habe, bitte melden.


Viele Grüße

Der 103er

Die Bahn muss nicht rentabel sein!

Re: D-Takt im NV nicht fertig

geschrieben von: Supercity

Datum: 01.07.20 15:00

Der 103er schrieb:
schon gegebenes Beispiel Bördebahn (Düren-Euskirchen). Die Strecke befindet sich in der Reaktivierung. Nachdem in den letzten zwei Versionen die Fahrzeiten (ca. 50 Minuten) falsch waren und jetzt aber auf 35 Minuten korrigiert sind, ist als Kreuzungsbahnhof Bubenheim dargestellt. Zuletzt war aber von Vettweiß als Kreuzungsbahnhof die Rede (die Kreuzung muss aber erst gebaut werden), Zülpich war auch schon im Gespräch. Entweder die haben Insider-Informationen, oder die haben einfach kilometermäßig den mittelsten Haltepunkt ausgewählt. In Bubenheim ist im Vergleich zu Vettweiß und Zülpich eigentlich gar nichts, außer halt der Freizeitpark Bubenheimer Spieleland, wo in der Regel nur selten Personen, dafür dann meistens ganze Gruppen aussteigen.
Ein falscher Kreuzungshalt dürfte sich aber noch nicht auf das Gesamtkonzept auswirken. Es könnte nur die Sorgfältigkeit zeigen.

Was heißt "falscher Kreuzungshalt"? Man hat vermutlich einfach den Kreuzungspunkt gewählt, der nötig ist, um den vorgeschlagenen Fahrplan zu fahren. Man hat im D-Takt auch Neubaustrecken und lange Neubautunnels zugrunde gelegt, die es noch gar nicht gibt. Da sollte ein weiterer Kreuzungshalt nicht groß ins Gewicht fallen. Und ja, natürlich gehe ich mal davon aus, dass "die" Insiderinformationen haben. Schließlich war an dem Projekt fast die ganze Bahnbranche beteiligt. Aber hätte man sich einfach auf den geballten Sachverstand von DSO verlassen, hätte man natürlich eine viel bessere Lösung gefunden...

LG

http://www.bilder-hochladen.net/files/ii7i-e9-3cf1.jpg

Re: D-Takt im NV nicht fertig

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 01.07.20 18:25

Manche haben eben noch immer nicht verstanden was es bedeutet die Infrastruktur nach dem Fahrplan auszulegen und nicht mehr umgekehrt. Man muss das nicht gut finden, es gibt berechtigte Kritik an diesem Modell, aber es führt zwangsläufig dazu, dass ein gewünschter Zielfahrplan eben auch neue Infrastruktur erfordert.