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Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) stimmte in ihrer Sitzung am 26.06.2020 einem Grundsatzbeschluss zur Reaktivierung folgender vier Eisenbahnstrecken zu, wobei das noch unter einem Finanzierungsvorbehalt steht (Lok-Report):

• Pockau‐Lengefeld – Marienberg
• Narsdorf – Rochlitz – (Grimma)
• Döbeln – Meißen – (Dresden)
• Holzhau – Moldau (Moldava)

Wenn ich nichts verpasst habe, sind das alle Strecken im Verbandsgebiet, über deren Reaktivierung aktuell diskutiert wird. Ergebnisse von standardisierten Bewertungsverfahren dürften meines Wissens noch für keine der Strecken vorliegen, aber so ein klares Bekenntnis des Verkehrsverbundes ist zumindest mal eine Ansage. Es sollte zwar selbstverständlich sein, eine Strecke zu betreiben, die bestellt wird, aber in Sachsen hatte man lange einen anderen Eindruck.

Muster ohne Wert

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 29.06.20 19:13

Befuerworter schrieb:
Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) stimmte in ihrer Sitzung am 26.06.2020 einem Grundsatzbeschluss zur Reaktivierung folgender vier Eisenbahnstrecken zu, wobei das noch unter einem Finanzierungsvorbehalt steht (Lok-Report):
Guten Abend,

das Wort "Finanzierungsvorbehalt" ist für mich die klare Aussage, dass gar nichts passieren wird. Nicht nur wegen der radikalen Abbestell-Orgien sächsischer Landespolitik in der Vergangenheit, sondern auch weil die kommenden "Sparzwänge" in den öffentlichen Kassen, welche aus den immensen Schäden resultieren, welche unüberlegt durch panische Pandemie-Politik angerichtet werden. Sehr viele sinnvolle Planungen werden da in den nächsten Jahren zerplatzen oder zumindest nach St. Nimmerlein verschoben werden, denn die Illusion, dass Autodeutschland bei klammen Kassen die Investitionen in die Eisenbahn unangetastet lässt, ist wohl völlig unangebracht.

Eher werden in Sachsen also noch weiter Strecken abbestellt als welche reaktiviert. Wenn falsche Politik auf größeren Investitionsbedarf treffen sollte, kann das schneller gehen wie manche das hier aktuell noch wahr haben wollen.


Freundliche Grüße
Tobias

Tremblez! vos projects parricides vont enfin recevoir leur prix!

aus: Französische Nationalhymne

Holzhau - Moldova

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 29.06.20 19:34

Hallo

liegen da eigentlich noch Gleise? Das wäre dann doch einer ein Neubau statt Reaktivierung oder liege ich da falsch?

Gruß
Uwe

Re: Holzhau - Moldova

geschrieben von: Der Deutsche

Datum: 29.06.20 19:39

Ost-Lok-Fan schrieb:
Hallo

liegen da eigentlich noch Gleise? Das wäre dann doch einer ein Neubau statt Reaktivierung oder liege ich da falsch?

Gruß
Uwe
Gleise liegen da keine mehr. Aber solange die Strecke noch dem Eisenbahnbetrieb gewidmet ist, kann man eher von Reaktivierung als von Neubau sprechen.

Grüße

Re: Holzhau - Moldova

geschrieben von: Befuerworter

Datum: 29.06.20 19:43

Es fehlen auf rund acht Kilometern die Gleise (inkl. tschechischem Abschnitt). Da dort aber schon mal welche lagen, ist die Bezeichnung als Reaktivierung trotzdem nicht verkehrt. Der Arbeitsaufwand ändert sich nur unwesentlich, egal ob keine Gleise mehr existieren oder die seit Jahrzehnten vor sich hin rotten.

Re: Holzhau - Moldova

geschrieben von: AAW

Datum: 29.06.20 20:07

Befuerworter schrieb:
Es fehlen auf rund acht Kilometern die Gleise (inkl. tschechischem Abschnitt).
Im tschechischen Abschnitt liegen Gleise bis zur Grenze (oder gar ein paar Schwellenabstände weiter nach D hinüber), siehe [mapy.cz].

Ahoj

Re: Muster ohne Wert

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 29.06.20 20:17

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Nicht nur wegen der radikalen Abbestell-Orgien sächsischer Landespolitik in der Vergangenheit, sondern auch weil die kommenden "Sparzwänge" in den öffentlichen Kassen, welche aus den immensen Schäden resultieren, welche unüberlegt durch panische Pandemie-Politik angerichtet werden. Sehr viele sinnvolle Planungen werden da in den nächsten Jahren zerplatzen oder zumindest nach St. Nimmerlein verschoben werden, denn die Illusion, dass Autodeutschland bei klammen Kassen die Investitionen in die Eisenbahn unangetastet lässt, ist wohl völlig unangebracht.

Eher werden in Sachsen also noch weiter Strecken abbestellt als welche reaktiviert. Wenn falsche Politik auf größeren Investitionsbedarf treffen sollte, kann das schneller gehen wie manche das hier aktuell noch wahr haben wollen.


Freundliche Grüße
Tobias
Deinen Pessismismus in allen Ehren, den kannst du ja gerne behalten, ist ja dein gutes Recht.
Aber deine selbst gebildeten Vorstellungen der letzten Monate und der nächsten Jahre kannst du in der absoluten Gewissheitsform für meinen Geschmack gerne etwas zurück fahren, insbesondere wenn es doch Qualifizierte gibt, die diese Situation aus fachlicher Sicht überhaupt erst fundiert abschätzen können und zu ganz anderen Ergebnissen kommen. Es soll jedenfalls Menschen geben, die mehr als nur Hobbybundestrainer, Wirtschaftsminister und Gesundheitsminister in einer Person sind und mit weniger Polemik an die Sache gehen und trotz aller Beschwerlichkeiten auch mögliche positive Folgen beleuchten.

Um deshalb mal aufs eigentliche Thema zurückzukommen: Ich freue mich über solche Nachrichten, ist es doch bekannt, dass vor allem die Projekte überhaupt erst umgesetzt werden, die auf lokales Interesse stoßen. Wenn die regionale Initiative gar nicht erst aufkommt, wird selbst bei potenziell positivem KNF nichts passieren. Man kann es also als positives Zeichen sehen, vor allem wenn man auch sonst sieht, dass die Erde sich weiter dreht und Aufgabenträger im ganzen Land Verbesserungen auch nach Corona weiter umsetzen.

Positiv gestimmte Grüße.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 20:18.

Re: Muster ohne Wert

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 29.06.20 21:14

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Zitat:
das Wort "Finanzierungsvorbehalt" ist für mich die klare Aussage, dass gar nichts passieren wird.
Man kann es auch so übersetzen: "Wir möchten gerne, warten aber auf einen großzügigen (politischen) Spender...
Damit spielt der VMS den Ball wieder zurück in die Landespolitik. Gegebenfalls aber auch in die Lokalpolitik.

Finanzierungsvorbehalte hatte vor etwa zehn Jahren im damaligen Nahverkehrsplan zu jeder dortigen Verbesserung im Busverkehr gestanden, als ich dieses universitär ausgewertet hatte. Es ist also beim VMS keine besonders neue Methode.

Dennoch bin ich derzeit verhalten optimistisch - insbesondere da es nun eine andere Koalition gibt, als das damalige Schwarz-Gelb.


Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Zitat:
Nicht nur wegen der radikalen Abbestell-Orgien sächsischer Landespolitik in der Vergangenheit, sondern auch weil die kommenden "Sparzwänge" in den öffentlichen Kassen, welche aus den immensen Schäden resultieren, welche unüberlegt durch panische Pandemie-Politik angerichtet werden. Sehr viele sinnvolle Planungen werden da in den nächsten Jahren zerplatzen oder zumindest nach St. Nimmerlein verschoben werden, denn die Illusion, dass Autodeutschland bei klammen Kassen die Investitionen in die Eisenbahn unangetastet lässt, ist wohl völlig unangebracht.
In weiten Teilen wird dies so werden, insbesondere, da derzeit die Nutzer verstärkt vom ÖPNV auf den (eigenen) MIV umsteigen, wegen der geringeren Infektionsmöglichkeit.


Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Eher werden in Sachsen also noch weiter Strecken abbestellt als welche reaktiviert. Wenn falsche Politik auf größeren Investitionsbedarf treffen sollte, kann das schneller gehen wie manche das hier aktuell noch wahr haben wollen.
Noch sehe ich das nicht. Deswegen bin ich verhalten positiv, aber lasst und doch mal die Liste zerlegen...

Zitat:
• Pockau‐Lengefeld – Marienberg
Hier stellt sich die Bedarfsfrage sehr deutlich - Chemnitz - Marienberg ist per Bus schneller und (war zumindest) günstiger. Hier rächt sich, dass die Bahnstrecke im Tal und damit via Flöha anstatt auff dem direkten Weg nach Chemnitz führt. Ob hier die Chemnitzbahn wirklich etwas verbessert an der Attraktivität, würde ich bezweifeln.

Zitat:
• Narsdorf – Rochlitz – (Grimma)
Diese Reaktivierung finde ich wiederum interessant, insbesondere da man mit einer TramTrain natürlich mehr Freiheitsgrade in der Planung und im Betrieb hat.

Befuerworter schrieb:
Zitat:
• Döbeln – Meißen – (Dresden)
Die Strecke wird landespolitisch als bedeutend angesehen. Man könnte dennoch kritisch die erschließungstechnisch unattraktive Lage sowie den Umweg via Meißen sehen. Hier würde ich die größten Realisierungschancen sehen.

Zitat:
• Holzhau – Moldau (Moldava)
Die Strecke ist de facto ein Neubau. Die Trasse lässt sich zwar sehr gut erahnen, aber ich fürchte, dass auch der Unterbau durchgearbeitet werden müsste. Negativ sehe ich das Fahrgastpotential - nicht nur dass hier eine Sprachgrenze überwunden wird, es ist auch eine vergleichsweise langsame Strecke, die nicht größere Städte miteinander verbindet. Man könnte ein - allerdings begrenztes - Fahrzeitverkehrspotential unterstellen.
Als ich hier zuletzt unterwegs war, gab es keinerlei Busverkehr über diese Lücke. Es war aber eine schöne Wanderung, die mit einer noch schöneren Fahrt ins Böhmische Becken belohnt wird.

Insofern wäre ich hier auch pessimistisch.


Befuerworter schrieb:
Zitat:
Wenn ich nichts verpasst habe, sind das alle Strecken im Verbandsgebiet, über deren Reaktivierung aktuell diskutiert wird.
Früher wurde gerne über Marienberg - Reitzenhain - Chomutov gesprochen. Aber das war auch sehr unwahrscheinlich. Limbach-Oberfrohna ist als weitere Reaktivierung natürlich Teil des Chemnitzer Modells.


Befuerworter schrieb:
Zitat:
Ergebnisse von standardisierten Bewertungsverfahren dürften meines Wissens noch für keine der Strecken vorliegen, aber so ein klares Bekenntnis des Verkehrsverbundes ist zumindest mal eine Ansage. Es sollte zwar selbstverständlich sein, eine Strecke zu betreiben, die bestellt wird, aber in Sachsen hatte man lange einen anderen Eindruck.
Ich fürchte, bei diesen Bewertungen dürfte es eine Enttäuschung geben. Ich gehe davon aus, dass man in Sachsen eine reguläre NKU für die Maßnahmen zur Reaktivierung verlangt. Die Hürde der Standardisierung sollte eine harte Nuss sein.

Klar ist das Bekenntnis schön und wichtig, aber es muss eben auch mit finanziellen Mitteln und Potential unterfüttern.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Muster ohne Wert

geschrieben von: jelcz

Datum: 29.06.20 21:35

Hallo, guten Abend.

Hatte man von Rochlitz und Colditz nicht mal gehört, dass man einen Anschluß an die S Bahn, über Geithain, wollte?
Das wäre ja von Geithain her auch ein Neubau, plus Elektrifizierung, oder sind die Pläne wieder vom Tisch?


wünsche noch einen schönen Abend...

Idee Tram Train

geschrieben von: uwe_rh

Datum: 29.06.20 22:05

Hallo!

Black Eyed schrieb:
... insbesondere da man mit einer TramTrain natürlich mehr Freiheitsgrade in der Planung und im Betrieb hat.

Tram Train sind für mich neue Töne. Es war ja eine Besprechung für künftige Bieter für
Folgeausschreibungen im MDSB-Netz angesetzt.

Frage: War die bereits und wenn ja, gab es da Gedanken in Richtung Tram Train?
Oder warum nimmt der User Black Eyed diese Idee auf, denn dieses Konzept wurde
im Verbundgebiet bisher nicht verfolgt.

Beste Grüße Uwe

Re: Holzhau - Moldova

geschrieben von: Mucke72

Datum: 29.06.20 22:08

Hallo

Man könnte ja mal die Lücke mit einem Bus überbrücken. Ein paar fahren da ja sogar am Wochenende jenseits der Grenze, diese bis Holzhau verlängern.
Muss ja nicht gleich was Großes sein.
Dann kann immer noch entschieden werden ob sich der Wiederaufbau lohnt.

Grüße René

Re: Holzhau - Moldova

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 29.06.20 22:28

Ja so würde ich es auch machen, dazu die Strecke Moldava-Most besser bewerben, wobei ich da eher an die bahntechnischen Rundfahrten Dresden - Freital - Dippoldiswalde - Moldava - Most - Usti nad Labem - Dresden denken würde.

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zu Narsdorf - Rochlitz - Colditz - Großbothen

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 29.06.20 22:54

jelcz schrieb:
Hatte man von Rochlitz und Colditz nicht mal gehört, dass man einen Anschluß an die S Bahn, über Geithain, wollte?
Das wäre ja von Geithain her auch ein Neubau, plus Elektrifizierung, oder sind die Pläne wieder vom Tisch?
Da bringst Du wohl was durcheinander. Rochlitz wollte tasächlich mal die Anbindung über Geithain an die S-Bahn. Das war aber in der diskutierten Form eine totale Schnapsidee. Nicht nur, daß die Anbindung kurz vor Narsdorf mit einer kurzen Verbindungskurve erfolgen sollte, was einen Umweg von 6 km bedeutet hätte. Auch an die betriebliche Durchführung hat wohl keiner der Ideengeber einen Gedanken verschwendet. Mittlerweile wird der Wiederanschluss in Narsdorf in Richtung Chemnitz geplant. Colditz stieg in das Geschäft erst ein, als die S-Bahn- Idee schon vom Tisch war. Die wollen aber den Wiederanschluss in Richtung Leipzig und werben nun dafür, die Muldentalbahn von Großbothen bis Rochlitz zu reaktivieren. Und hier will ich mal den Satz von @Black Eyed aufgreifen.

Black Eyed schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
• Narsdorf – Rochlitz – (Grimma)
Diese Reaktivierung finde ich wiederum interessant, insbesondere da man mit einer TramTrain natürlich mehr Freiheitsgrade in der Planung und im Betrieb hat.
Ich würde hier getrennte Zugläufe (Chemnitz -) Narsdorf - Rochlitz und (Leipzig -) Großbothen - Rochlitz bevorzugen. Erstens nämlich müssen sich die Züge jeweils in Narsdorf und Großbothen in das dortige Taktschema einfügen. Ob das bei einem durchgehenden Zuglauf reibungslos und ohne unattraktive Bummelaufenthalte klappt, ist eher zweifelhaft. Stattdessen könnte man den genannten Freiheitsgrad der Tramtrains nutzen, um an der Einfahrt in den Rochlitzer Bahnhof mit einer straßenbahnmäßigen Kurve in Richtung Stadtzentrum abzubiegen. Und da das dort ein zweigleisiges Planum ist, könnten die Züge von Großbothen auf einem parallelen Gleis ebenfalls bis dorthin verlängert werden.

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 23:14.

Re: zu Narsdorf - Rochlitz - Colditz - Großbothen

geschrieben von: Befuerworter

Datum: 29.06.20 23:33

LoneStarr27 schrieb:
Ich würde hier getrennte Zugläufe (Chemnitz -) Narsdorf - Rochlitz und (Leipzig -) Großbothen - Rochlitz bevorzugen. Erstens nämlich müssen sich die Züge jeweils in Narsdorf und Großbothen in das dortige Taktschema einfügen. Ob das bei einem durchgehenden Zuglauf reibungslos und ohne unattraktive Bummelaufenthalte klappt, ist eher zweifelhaft. Stattdessen könnte man den genannten Freiheitsgrad der Tramtrains nutzen, um an der Einfahrt in den Rochlitzer Bahnhof mit einer straßenbahnmäßigen Kurve in Richtung Stadtzentrum abzubiegen. Und da das dort ein zweigleisiges Planum ist, könnten die Züge von Großbothen auf einem parallelen Gleis ebenfalls bis dorthin verlängert werden.
Ich gehe davon aus, dass in den Träumen der lokalen Akteure nur getrennte Zugläufe eine Rolle spielen, eine Alternativstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig wäre ebenso unnötig wie eine Verbindung von Großbothen nach Chemnitz. Und in Rochlitz wird wohl auch über Deinen Abzweig über die Muldentalbahn ins Stadtzentrum nachgedacht, zumindest war eine weitere innenstadtnähere Station mal erwähnt worden. Meines Erachtens dürfte die dann irgendwo hier errichtet werden. Schön, darüber mal auf einer tatsächlich Nachrichtengrundlage spekulieren zu können, hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Faktors bin ich aber ähnlich skeptisch wie Black Eyed.
Dresden - Döbeln:
Bin gespannt was der ZVOE dazu sagt, schließlich wurde vor gar nicht langer Zeit in einer VVO-Mitteilung ein RE dortlang erwähnt. Allerdings ohne weitere Bemerkung (eher um die Leute, die Bus fahren müssen bei Laune zu halten). Warum RE muss keiner verstehen, es sollte klar sein, dass er in Dresden nicht an jeder S-Bahn Station hält. Man sollte die RB110 Leipzig Hbf - Döbeln Hbf - Dresden Hbf komplett neu ausschreiben mit Kurzläufer als HVZ-Verstärker als Möglichkeit, alles andere wäre Blödsinn. Die müssen da eben durch wenn das mit der LNVG niemand auf die Reihe bekommt. (So auch bei vielen anderen Strecken, auch hier erwähnt, in Sachsen)

Holzhau - Moldava:
Auch der Lückenschluss wird höchste Zeit, es müsste mind. Freiberg - Most ausgeschrieben werden, ebenfalls mit Kurzläufer aus Möglichkeit und es muss einen vernüftigen Tarif wie Elbe-Labe (VVO-DÚK) , nur VMS-DÚK geben. Mit Sachsen-Böhmen-Ticket wird da vermutlich niemand rüberfahren. Außerdem sollte man mal überlegen ob es nicht schöner und einfacher wäre wenn man die 810 nach Deutschland lassen würde. Zumindest als touristická linka. Eine ausgewogenen Einsatz von 650 und 810, einen davon eventuell sogar als RE/Sp halte ich für sehr vernüftig.

Zum Chemnitzer Modell:
Ich bin nach wie vor der Meinung das Straßenbahn auf die Straße gehören und als Eisenbahn, Züge die auch als solche zu erkennen sind, fahren sollten. Sicher mag es für den ein anderen toll sein, vor den Haustür einzusteigen und nach Aue durchzufahren, aber ohne Abzüge in Komfort ist das leider nicht möglich. Doch andersrum wollen wir uns einen Desiro auf der Straße besser nicht vorstellen. 😄 Zumindest auf der Strecke nach Narsdorf/Rochlitz, wie auch immer die irgendwann mal wieder befahren wird, sollten es Regionalbahnen sein, wie man sie kennt.
Ich finde es schade das in Deutschland so gut wie keine neuen RB/RE Linien eingeführt werden, das muss alles unbedingt als S-Bahn vermarktet werden, "weil ja sonst keiner mitfährt... ". Egal ob S oder Tram, beides sind Stadtbahnen die zwar etwa über die Stadtgrenze hinausdürfen oder auch sollen, aber ursprünglich einen dichten Takt und für die Fahrzeiten und Haltestellenabstände entsprechende Fahrzeuge besaßen. S-Bahn Mitteldeutschland: 120 min Takt nach Hoywoj/ Chemnitz Bahn: 60 min Takt - überlegt mal! Eine Mischung kann sinnvoll sein, muss aber nicht!

Insgesamt gefallen mir alle Reaktivierungsideen, vor allem da sie realistisch sind. Bleibt zu hoffen das auf diesen Strecken tatsächlich mal was passiert. Beim Chemnitzer Modell darf man aber optimistisch sein und das ist gut so!

Instagram: @oepnv.de
Youtube: ÖPNV DEUTSCHLAND
[www.oepnv.de.rs]




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.20 00:07.
Zitat
Dresden - Döbeln:
Bin gespannt was der ZVOE dazu sagt, schließlich wurde vor gar nicht langer Zeit in einer VVO-Mitteilung ein RE dortlang erwähnt. Allerdings ohne weitere Bemerkung (eher um die Leute, die Bus fahren müssen bei Laune zu halten). Warum RE muss keiner verstehen, es sollte klar sein, dass er in Dresden nicht an jeder S-Bahn Station hält. Man sollte die RB110 Leipzig Hbf - Döbeln Hbf - Dresden Hbf komplett neu ausschreiben mit Kurzläufer als HVZ-Verstärker als Möglichkeit, alles andere wäre Blödsinn. Die müssen da eben durch wenn das mit der LNVG niemand auf die Reihe bekommt. (So auch bei vielen anderen Strecken, auch hier erwähnt, in Sachsen

Das Potenzial oder die Probleme dieser Strecke (Lückenschluss, aber viele ortsferne Bahnhöfe, die Frage ob nur RE oder RE und RB etc.) wurden schon öfter diskutiert. Ich frage mich zusätzlich:

Wie sieht es eigentlich bei der Strecke mit dem Investitionsbedarf aus? Soweit ich weiß war doch das Hauptproblem der immense Personalbedarf für die ganzen Stellwerke, da hier anders als bei vergleichbaren Strecken in Westdeutschland nie eine Rationalisierung (Vereinfachter Zugleitbetrieb etc.) stattgefunden hat. Muss dort nicht bei jedem Güterzug ein Fahrdienstleiter im Auto vorneweg fahren, um die Stellwerke zu besetzen?

Wenn dort investiert werden muss und soll, wäre es nicht möglich dass die Strecke irgendwann sogar Elektrifiziert wird, um erstens Lücken im E-Netz zu schließen (in Döbeln hängt ja der Draht) und um als Umleitungsstrecke für die Riesaer Strecke dienen zu können?
Ich muß sagen ich stehe dem Chemnitz Modell doch recht positiv gegenüber. Natürlich ist eine Straßenbahn als Eisenbahnfahrzeug gewöhnungsbedürftig, aber wenn das hilft Leute dazu zu bringen ihr Auto stehen zu lassen und doch mal den Zug zu nehmen und damit auch solche Strecken die Existenz sichern ist das eine gute Sache.
Was mich aber ehrlich den Kopf schütteln lässt ist das man mittlerweile dazu übergeht für jede zweite Linie des Modells neue Fahrzeuge mit anderen Antriebskonzepten zu planen.
Da werden einerseits Hybridfahrzeuge beschafft um sich die Fahrleitung ins Erzgebirge zu sparen. Dann will man aber nach Hainichen und St. Egidien wieder Fahrleitung bauen.
Fehlt eigentlich bloß noch das man für Limbach dann die Wasserstoffgefeuerte Dampftram vorstellt. Ein flexibles weil mit im Netz universell einsetzbaren Fahrzeugen betriebenes Verkehrsnetz aufzubauen ist scheinbar in den Letzten Jahren verlernt worden.

http://www.krawalowa.de/DSO/sig/5036041sig2.png
DVB-Dresden schrieb:
Zitat:
Dresden - Döbeln:
Bin gespannt was der ZVOE dazu sagt, schließlich wurde vor gar nicht langer Zeit in einer VVO-Mitteilung ein RE dortlang erwähnt. Allerdings ohne weitere Bemerkung (eher um die Leute, die Bus fahren müssen bei Laune zu halten). Warum RE muss keiner verstehen, es sollte klar sein, dass er in Dresden nicht an jeder S-Bahn Station hält. Man sollte die RB110 Leipzig Hbf - Döbeln Hbf - Dresden Hbf komplett neu ausschreiben mit Kurzläufer als HVZ-Verstärker als Möglichkeit, alles andere wäre Blödsinn.
Hier wurde schon beschrieben, dass der Busverkehr in dieser Form nicht von einer RB ersetzbar ist, sondern nur von einem RE (im Abschnitt Döbeln - Dresden). Das schmälert deutlich den Nutzen. Da aber die Strecke bereits (betriebsfähig) liegt, sind die großen Investitionskosten getätigt. Anders sieht es beim Thema Stellwerke aus, das ist durchaus ein relevantes Thema für die dauerhaften Kosten.


DVB-Dresden schrieb:
Zitat:
Holzhau - Moldava:
Auch der Lückenschluss wird höchste Zeit, es müsste mind. Freiberg - Most ausgeschrieben werden, ebenfalls mit Kurzläufer aus Möglichkeit und es muss einen vernüftigen Tarif wie Elbe-Labe (VVO-DÚK) , nur VMS-DÚK geben. Mit Sachsen-Böhmen-Ticket wird da vermutlich niemand rüberfahren. Außerdem sollte man mal überlegen ob es nicht schöner und einfacher wäre wenn man die 810 nach Deutschland lassen würde. Zumindest als touristická linka. Eine ausgewogenen Einsatz von 650 und 810, einen davon eventuell sogar als RE/Sp halte ich für sehr vernüftig.
Im Großen und Ganzen ist der Anteil grenzüberschreitend verkehrender Fahrgäste vernachlässigbar. Gleiches gilt auch für den Abschnitt Holzhau - Moldava als solches. Ich würde mir über den Fahrzeugeinsatz keine Gedanken machen. Im Moment sehe ich die Realisierung nicht. Ich war vor rund zehn Jahren im Kontakt mit Akteuren und habe nicht nur dort die Erfahrung gemacht, dass dieser Lückenschluss das Problem des mangelnden Potentials hat.

Ich wäre natürlich froh, wenn man beide Abschnitte Freiberg-Holzhau und Moldava-Most stabilisieren könnte, nur sehe ich das nicht zwingend in einer durchgehenden Schienenstrecke. Es war mal Teil einer Regiotram Most, die bis Freiberg fahren sollte. Dieser hatte man einen sehr starken Berufs- und Ausbildungsverkehr unterstellt, an den keiner ernsthaft glaubte (tendenziell wäre der Beurfsverkehr eh nur nach Deutschland gerichtet und dürfte auf der Straße stattfinden). Die Regiotram ist dementsprechend in der Schublade verschwunden und nicht wieder aufgetaucht.


DVB-Dresden schrieb:
Zitat:
Zum Chemnitzer Modell:
Ich bin nach wie vor der Meinung das Straßenbahn auf die Straße gehören und als Eisenbahn, Züge die auch als solche zu erkennen sind, fahren sollten. Sicher mag es für den ein anderen toll sein, vor den Haustür einzusteigen und nach Aue durchzufahren, aber ohne Abzüge in Komfort ist das leider nicht möglich. Doch andersrum wollen wir uns einen Desiro auf der Straße besser nicht vorstellen.
Es gibt etwas, was man sich als Bahnfan vorstellt und es gibt etwas, was man mit fachmännischen Auge betrachten sollte. Beides sollte man nicht vermischen. Man kann also zu völlig anderen Schlüssen kommen, als man sie bei sorgsamer Abwägung zieht.

Man muss das Rad nicht neu entwickeln - ja. Aber man muss vorhandene Probleme lösen und dazu die Lösungsmöglichkeiten suchen.
Konkret: Wir haben eine abnehmende und alternde Bevölkerung im Erzgebirge. Wir haben Bahnstrecken die eher schlecht erschließen und lange Fahrzeiten haben gegenüber dem Straßenverkehr. Und wir haben kritisch schwache Besetzungen auf allen Bahnstrecken im Erzgebirge (ich glaube mit Ausnahme von Zwickau - Johanngeorgenstadt). Damals unter CDU/FDP diskutierte man, dass alle Streckenabschnitte unter 500 Reisende pro Werktag keine Landesmittel zur SPNV-Bestellung bekommen sollten. Davon waren eben diesee Strecken betroffen (inkl. der Freiberger Bahn). Das heißt es wäre sehr teuer für die Lokalpolitik geworden, den Bahnverkehr zu stabilisieren. Annaberg-Buchholz - Cranzahl und Thalheim - Aue waren auf der Abschussliste.

So, aber wie bekommt man die Züge wieder voller? Man schaut auf die potentiellen Nutzer! Diese werden eben älter, damit gebrechlicher und haben andere Bedürfnisse als die jüngeren. Ältere setzen die Priorität auf Umsteigefreiheit und Barrierefreiheit - dafür nehmen die Forderungen auf Schnelligkeit und Komfort ab. Das Chemnitzer Modell setzt genau da an: Man vermeidet Umsteigen, setzt dies noch dazu barrierefrei und verlässlich durch. Das wirkt sich auf die Fahrgastzahlen aus. Stollberg - Chemnitz hatte sicher die besten Startchancen und hat diese deutlich spürbar vollzogen.

Das heißt: Würde man auf das Chemnitzer Modell verzichten, weil "richtige" Züge schöner sind, könnte man eine Verstärkung der Finanzierungsprobleme bekommen (auch durch ausfallenden Einnahmen). Insofern genieße doch lieber, dass die Bahnen besser angenommen werden, als sie es sonst wären. Und vielleicht kommen ja irgendwann noch weitere Verdichtungen dazu. So ein Halbstundentakt (C11 lässt grüßen) ist schon was schönes...

Das heißt wiederum nicht, dass man alle Verbindungen so mischen muss - nein - es kommt jeweils auf die konkrete Liniensituation an. Deswegen wird die RB30/RE3-Achse nicht auf ChemnitzBahnen umgestellt oder ergänzt. Aber man kann eben das Nebenbahnnetz entsprechend einbinden. Ideal finde ich es, wenn man es schafft, dass Regionalzüge als schnellere Verbindungen parallel fahren können (wie auf der Achse Chemnitz-Burgstädt-Leipzig, Chemnitz-Niederwiesa-Flöha(-Dresden) oder Chemnitz-Mittweida(-Elsterwerda). Aber dies hat auch eben mit den konkreten Situationen zu tun.

Im Übrigen musst du nicht weit schauen, um das gegenteilige Modell zu sehen: In Zwickau fahren bekanntlich Eisenbahntriebwagen (RegioShuttle) auf einer Straßenbahnstrecke in einer Straße...

Und jetzt sag ich dir nochwas: Früher waren die Übergänge zwischen Straßenbahn - Lokalbahn - Nebenbahn sehr fließend. In der Schweiz ist man es heute noch, da fährt selbst der Bernina-Express straßenbündig durch die Orte - mit entsprechender Wagenzahl. Gleiches gilt u.a. auch für die Strecken Chur-Arosa. Die Seetalbahn der S-Bahn Luzern (Luzern - Lenzburg) hat mehrere Abschnitte mit Betrieb im Strassenbahn-Modus. So sparte man sich einige Bahnübergänge und anderer Querelen.



DVB-Dresden schrieb:
Insgesamt gefallen mir alle Reaktivierungsideen, vor allem da sie realistisch sind. Bleibt zu hoffen das auf diesen Strecken tatsächlich mal was passiert. Beim Chemnitzer Modell darf man aber optimistisch sein und das ist gut so!
Nein nicht wirklich. Es ist weiterhin die Wunschliste. Bei Rochlitz habe ich die Vermutung, dass hier eine ChemnitzBahn-Variante Vorteile gegenüber der Südverlängerung der Mitteldeutschen S-Bahn hätte, aber ein finales Ergebnis abschätzen würde ich jetzt nicht tun.

Negativ beim Chemnitzer Modell ist die lange Realisierungszeit. Beinahe wäre es ja schon an den Fahrzeugkosten gescheitert (wie Braunschweig damals). Man müsste es viel stärker pushen - v.a. auch finanziell. Vieles ließe sich gleichzeitig errichten, wenn Planungen vorliegen würden.


50 3604-1 schrieb:
Zitat:
Ich muß sagen ich stehe dem Chemnitz Modell doch recht positiv gegenüber. Natürlich ist eine Straßenbahn als Eisenbahnfahrzeug gewöhnungsbedürftig, aber wenn das hilft Leute dazu zu bringen ihr Auto stehen zu lassen und doch mal den Zug zu nehmen und damit auch solche Strecken die Existenz sichern ist das eine gute Sache.
Exakt :-) Man hat in Chemnitz auch nicht den Eindruck von Nordhausen, wo man in einem sehr kleinen, lauten Wägelchen sitzt. Dort habe ich mir die Sinnfrage eher gestellt. Genauso, ob man nicht mit einem niederflurigen Bahntriebwagen (bspw. einem GTW) nicht einen gleichfalls funktionierenden, aber günstigeren Umstiegsanschluss hinbekommen würde.

Natürlich hat Chemnitz auch noch Potential für Verbesserungen - sei es als Doppeltraktionen (könnte man zwangsweise wie in Kassel sogar getrennt fahren) oder in Form von möglichen Taktverdichtungen. Aber auch dazu braucht es erstmal Fahrgäste...

50 3604-1 schrieb:
Zitat:
Was mich aber ehrlich den Kopf schütteln lässt ist das man mittlerweile dazu übergeht für jede zweite Linie des Modells neue Fahrzeuge mit anderen Antriebskonzepten zu planen.
Da werden einerseits Hybridfahrzeuge beschafft um sich die Fahrleitung ins Erzgebirge zu sparen. Dann will man aber nach Hainichen und St. Egidien wieder Fahrleitung bauen.
Das erinnert ein wenig an Kassel: Die ersten beiden Strecken wurden dort auch für Niederflurwagen gebaut (wie die C11 in Chemnitz, aber mit schmaleren Fahrzeugen). Zudem darf der zuerst bestellte Wagen nicht auf der zweiten Strecke verkehren. Für die RegioTrams hat man dann zwei Typen beschafft (Hybridwagen und Zweisystemwagen). Damit haben die Mischverkehrslinien (BoStrab/EBO) derzeit sechs verschiedene Fahrzeuge (NGT6C, 8NGTW, 8ZNGTW, NGT8 als Straßenbahnwagen, RegioCitadis E/E und D/E als Stadtbahnwagen).

In Chemnitz vereinheitlicht es sich doch in absehbarer Zeit wieder: Die C11 wechselt auf die Zweisystemwagen, die dann auch C13-C15 befahren sollen. Die Hybridwagen werden auf die Linien C16 und C17 übergehen, die auch den Ast nach Aue beinhalten..

Warum der Schwenk? Chemnitz ist aktuell der einzige VDV-TramTrain-Betrieb, der langfristig nichtelektrifizierte Strecken haben soll (in Kassel gibt es ein Projekt, die Hybrid-RegioTrams zu Zweisystemern umzubauen). Das heißt, eine nicht-elektrische Lösung wird zum Nischenmodell. Man hat dies wohl probiert mit Akku oder anderen Alternativen Antrieben und das wäre für die drei Erzgebirgsstrecken durchaus später relevant. Aber: die Linien C11, C13-C15 lassen sich einfacher auf elektrische Traktion umstellen. Dieselfahrzeuge werden immer schwerer zu produzieren, weswegen es immer weniger Fahrzeugmodelle aus der Bahnindustrie hierfür gibt. Der Trend geht zu alternativen Antrieben (Akku und Brennstoffzelle primär),da die immer schärfer werdenden Richtlinien für Dieselmotoren die Konstruktion erschweren, weswegen die Entwicklung neuer Fahrzeuge sehr begrenzt stattfinden wird. Ich gehe davon aus, dass die E-Flotte in Chemnitz deutlich größer wird.

Bei der C12 haben ich wegen des Bahnstreckenabschnitts aber noch Fragezeichen. Ich hoffe, hier können Fahrzeuge der regulären Straßenbahnflotte eingesetzt werden, weil diese einiges kompromissloser ermöglichen (Durchbindungen im Tramnetz, Linientausche, Einsätze usw.) Wenn ich aber nach Wiesbaden schaue und dort sehe, dass man nach aller Möglichkeit eine Umwidmung von EBO auf BoStrab vermeiden will und stattdessen ESBO anstrebt (dem Naturschutz wegen), zeigt dies, dass es nicht ganz so einfach sein kann.


50 3604-1 schrieb:
Zitat:
Fehlt eigentlich bloß noch das man für Limbach dann die Wasserstoffgefeuerte Dampftram vorstellt. Ein flexibles weil mit im Netz universell einsetzbaren Fahrzeugen betriebenes Verkehrsnetz aufzubauen ist scheinbar in den Letzten Jahren verlernt worden.
Man musste ja erstmal lernen, wie ein universelles Fahrzeug aussieht. Da man in Chemnitz keine Bahnsteighöhe von 35 cm im Straßenbahnnetz anstrebt (wie in Saarbrücken oder Karlsruhe umgesetzt), ist dies auch komplexer. Aber warten wir mal ab, was für Fahrzeuge eines Tages mal als Ersatz der Citylinks kommen werden. Das werden dann keine Hybridwagen (Diesel / Gleichstrom) sein. Bei Limbach würde ich auch eher eine durchgehende 750 V-Elektrifizierung erwarten.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Hallo zusammen

Wegen Rochlitz - Narsdorf, da müßten aber erst ab den Bahnübergang B175, in Richtung Bahnhof Narsdorf, erst einmal Gleise wieder gelegt und werden und an die D-C eingebundnen werden.

Denn beim Umbau des Bahnhofs Narsdorf wurden ja bekanntlicher Weise die Gleise und Weichen, Richutng Rochlitz entfernt.

AUsserdem sollte man bedenken, das der Abschnitt Narsdorf - Rochlitz, gemäss Fahrdienstvorschrift, als Steilstrecke zählt, doppelte Sägelinie.

Gruss
lupe
Black Eyed schrieb:
Die Hybridwagen werden auf die Linien C16 und C17 übergehen, die auch den Ast nach Aue beinhalten..
Cranzahl - Aue werden dann ca. 118 km, davon ca. 4 km Diesel unter Fahrdraht und nur ca. 8 km wirklich elektrisch!
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