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dpa berichtet:
Zitat
Die Beschäftigten der Deutschen Bahn müssen sich aus Sicht von Konzernchef Richard Lutz trotz sich allmählich erholender Fahrgastzahlen auf schwierige Zeiten einstellen. „Operativ sind wir mit der Eisenbahn in Deutschland seit März in die Verlustzone geraten, und zwar jeden Monat in dreistelliger Millionenhöhe“, schreibt Lutz in einem internen Brief an die Belegschaft, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Das wird trotz der erwarteten und erhofften Erholungen bis zum Jahresende so bleiben und im laufenden Geschäftsjahr zum größten operativen Verlust in der Geschichte der DB führen.“

Die Pandemie habe alle Geschäftsfelder schwer getroffen. Die notwendigen Milliarden kämen nicht alleine vom Bund als Eigentümer. „Wir alle stehen im Wort und in der Verantwortung.“ Auch die Beschäftigten müssten Teil der Lösung sein, schreibt Lutz.

[...]

Doch auch der Konzern selbst muss sparen - allein beim Personal rund zwei Milliarden Euro bis 2024. An den geplanten Neueinstellungen und den Investitionen im Rahmen der Strategie „Starke Schiene“ will die Bahn aber festhalten. „Explizit vereinbart wurde, dass unsere Mitarbeitenden Perspektive, Sicherheit und Stabilität für ihre Arbeitsplätze bekommen“, betont Lutz in dem internen Schreiben erneut.

Mit der Gewerkschaft EVG laufen derzeit Gespräche darüber, wie die Einsparungen stattdessen zustande kommen sollen. Die Bahn strebt demnach für diese Woche den Beginn offizieller Verhandlungen an. „Wir werden Sie hoffentlich zeitnah über ermutigende Ergebnisse informieren können“, schreibt Lutz.
[www.faz.net]

Ich bin gespannt, wieviel der DB Konzern einsparen will, in welchen Feldern und welche Prozentsätze von den bisherigen oder geplanten Ausgaben.

Mal wieder interessant, dass der DB Konzern nur mit der EVG sprechen will...
Die GDL hat sich sofort aus den Verhandlungen zurück gezogen. Die wollten nicht mit dem Konzern reden.
Bahner1992 schrieb:
Die GDL hat sich sofort aus den Verhandlungen zurück gezogen. Die wollten nicht mit dem Konzern reden.
Guten Abend,
und das mit schlüssigen Argumenten.
MfG

Nicht nur Pandemie

geschrieben von: RBD-S

Datum: 29.06.20 19:28

Hmmh, aus meiner Sicht gibt es eine undurchsichtige Konzernstruktur mit zu vielen Tochterfirmen und zu viel "Wasserkopf". Das macht den Gesamtkonzern im Management zu träge und teuer.

Also das übliche Bild

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 29.06.20 19:37

Guten Abend,

mal wieder das übliche Bild in Autodeutschland: der Eigentümer Bund richtet durch panische Pandemie-Politik einen irrsinnigen Schaden quer durchs ganze Land an, wie an vielen anderen Stellen so auch bei seiner Eisenbahn, und aus der finanziellen Verantwortung dafür wird man sich nach einzelnen Propaganda-Beispielaktionen 2020 vermutlich dann in den Folgejahren unter Verweis auf "Sparzwänge" heimlich davon stehlen. So mancher Traum von ausgebauter Bahn-Infrastruktur dürfte, obwohl meistens Jahrzehnte überfällig, da wieder ganz weit hinten in den Archiven verschwinden, letztlich wird dem Land damit gleich nochmals geschadet.

Auch sonst die übliche Lage: die Politik schenkt die Suppe voll ein, auslöffeln dürfen die bittere Brühe dann wieder die Arbeitnehmer. Einsparungen beim Personal. Hm. Okay, Tf kann man kaum einsparen, es gibt heute schon zu wenig davon. Geschlossene Vertriebsstellen jucken die Ritter des Online-Tickets ja nicht, im Zweifelsfall müllen sie halt DSO mit den Fragen zu, warum sie den Super-Sonder-Sonstwas-Aktions-Sparpreis nach Hohenwulsch jetzt irgendwie doch nicht buchen konnten, obwohl sie extra ihre 95-jährige Nachbarin als "Oma" auf der Fahrkarte eintragen wollten. Vielleicht fällt es aber den mit-dem-SUV-zur-Fotostelle-Fahrern dann doch noch auf, wenn das Unkraut noch ungehemmter wuchert, und Anlagen und Fahrzeuge des Konzerns noch ungepflegter erscheinen als das schon bisher beklagenswert oft der Fall ist. Denn es muss ja beim Personal "gespart" werden.

Die GdL verdient sich hier also meinen Respekt, als sie ihren Vertretungsauftrag zum Wohle der Arbeitnehmer ernst nimmt und das übliche Spiel auf deren Rücken nicht mit trägt. Sie werden es nicht aufhalten können, das nicht. Aber man muss nicht auch noch die Hand dazu reichen.


Freundliche Grüße
Tobias

Tremblez! vos projects parricides vont enfin recevoir leur prix!

aus: Französische Nationalhymne

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Radiowaves

Datum: 29.06.20 20:54

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
der Eigentümer Bund richtet durch panische Pandemie-Politik einen irrsinnigen Schaden quer durchs ganze Land an
Und danach können wir den Thread eigentlich schließen, denn wir sind wieder beim Thema. Ich zumindest bin froh, bislang dank der "panischen Pandemie-Politik" wohl uninfiziert davongekommen zu sein, genau wie meine 82-jährige Mutter mit ihren zahlreichen "Vorerkrankungen".

Und da, wo keine "panische Pandemie-Politik" gemacht wird (Brasilien, USA, ...) bzw. wegen "Überraschung!" keine Zeit war, rechtzeitig "panische Pandemie-Politik" zu beginnen, sah bzw. sieht es wirtschaftlich in den bekannt betroffenen Branchen auch nicht besonders rosig aus. Es gab/gibt bloß viel mehr Tote. Am Broadway wurden gerade alle Aufführungen bis Januar 2021 abgesagt. Geht an denen auch nicht spurlos vorbei, obwohl Donald, der Patientensprecher der größten Freiluft-Psychiatrie dieses Planeten, gaaanz entspannt und unpanisch an das Thema rangegangen ist.

Btw., "monatliche Verluste von > 100 Mio Euro" braucht also offenbar mehr als ein Jahr, um auf die Verluste eines einzigen Finanzjongleurs zu kommen, dessen Name für alteingesessene Bayern wie eine Karte mit Auflistung der regionalen Flachgewässer ("Weiher") klingen muss. Ist doch gar nicht so schlimm. Schaffen andere viel schneller mit Unternehmen, die nun wirklich nicht systemrelevant sind.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 20:56.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: 8442

Datum: 29.06.20 21:33

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Auch sonst die übliche Lage: die Politik schenkt die Suppe voll ein, auslöffeln dürfen die bittere Brühe dann wieder die Arbeitnehmer. Einsparungen beim Personal. Hm. Okay, Tf kann man kaum einsparen, es gibt heute schon zu wenig davon.
Selbstverständlich könnte man Tf und sonstiges Personal einsparen. Indem man das Angebot der Nachfrage anpasst und das Unternehmen (wie z. B. die Lufhansa oder Kaufhof-Karstadt) zusammenschrumpft. So etwas nennt man Marktwirtschaft, die aktuell ausgehebelt wird.

Das hätte im übrigen viel früher geschehen müssen. Warum ICE und IC mit einer Hand voll Leuten im Stundentakt fahren müssen, ist mir immer noch ein Rätsel.

Die DB wäre in Kürze ohne staatliche Unterstützung bankrott. Nenne mir ein aktuelles "Bankrottsunternehmen" (außer DB), in dem es den Mitarbeitern einigermaßen gut geht und die so gut wie keine Abstriche in Kauf nehmen müssen, weil sie einfach weiterarbeiten dürfen als sei nichts geschehen.

Die Mitarbeiter der DB dürfen sich gerne in der Tourismusbranche, im Hotel- und Gaststättengewerbe, in der Fitnessbranche, bei Kaufhof-Karstadt, bei Wirecard, bei der Lufthansa oder in der Automobilbranche bewerben. Dort werden sie sicher mit Kusshand eingestellt.

Ich befürworte, wenn Mitarbeiter am Unternehmenerfolg beteiligt werden. Das sowohl im positiven als auch negativen Sinne. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen riesige Verluste generiert und die Mitarbeiter keine Abstriche in Kauf nehmen müssen. Dann soll man den Laden eben komplett zerschlagen.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 21:38.

Gespräche mit EVG

geschrieben von: 12X

Datum: 29.06.20 21:36

Hallo,


Ist doch klar, warum nur mit der EVG gesprochen wird.Ist doch auch nur eine "DB-Tochter" .



Grüße


Tom

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: fahremitderbahn4020

Datum: 29.06.20 21:43

8442 schrieb:
Selbstverständlich könnte man Tf und sonstiges Personal einsparen. Indem man das Angebot der Nachfrage anpasst und das Unternehmen (wie z. B. die Lufhansa oder Kaufhof-Karstadt) zusammenschrumpft. So etwas nennt man Marktwirtschaft, die aktuell ausgehebelt wird.

Das hätte im übrigen viel früher geschehen müssen. Warum ICE und IC mit einer Hand voll Leuten im Stundentakt fahren müssen, ist mir immer noch ein Rätsel.
Hallo,

genau deswegen ist es absolut nicht in Ordnung, wenn der Steuerzahler nun die Verluste von DB Fernverkehr ausgleicht. Man hätte zuvor erst alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen müssen, wie Ausdünnung des Taktes und damit verbundener Kurzarbeit.

Ich gehe aber stark davon aus, dass das die EU Wettbewerbskommission das nicht mitmachen wird, da dies einseitig ein Unternehmen bevorzugt.

Viele Grüße
fahremitderbahn

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Fahrkartenautomat

Datum: 29.06.20 21:46

Radiowaves schrieb:
Und da, wo keine "panische Pandemie-Politik" gemacht wird (Brasilien, USA, ...) bzw. wegen "Überraschung!" keine Zeit war, rechtzeitig "panische Pandemie-Politik" zu beginnen, sah bzw. sieht es wirtschaftlich in den bekannt betroffenen Branchen auch nicht besonders rosig aus. Es gab/gibt bloß viel mehr Tote.
Zumal: Bis auf die äußerst Hartgesottenen traut sich bei Ausbleiben der "panischen Pandemie-Politik" sowieso kaum jemand in die Bahn, wenn man zusehen muss, wie um einen herum immer mehr Menschen krank werden und die Risikogruppen sterben, aber auch abseits von Risikogruppen gelegentlich sehr schwere Komplikationen auftreten.

Wir haben jetzt wieder angenehm wenig Fälle, und es tragen relativ viele Bahnfahrer eine Mund-/Nasenbedeckung. Das ist gut für die Bahn, denn man braucht nun etwas weniger Mut, um mitzufahren. In Schweden könnte mich z.B. derzeit wirklich niemand davon überzeugen, eine Bahn oder ein Restaurant zu betreten.

Also "panische Pandemie-Politik"? Ja bitte! Auch im Interesse der Bahn und ihrer Nutzer*innen.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Sonderkorrespondent

Datum: 29.06.20 22:14

Radiowaves:
Und danach können wir den Thread eigentlich schließen
Nur diesen Thread? Das ist der zweite, den ich jetzt sehe, und in dem davor erscheint der Textbaustein auch schon. Fehlt nur noch die Thematik.


Radiowaves:
Am Broadway wurden gerade alle Aufführungen bis Januar 2021 abgesagt.
Eine Reihe von Opernhäusern und Orchestern in den USA haben bereits ihre gesamten Spielzeiten 20/21 abgesagt, weil alles andere reine Augenwischerei wäre. Während hierzulande manche in der Ecke gerade durchzudrehen scheinen.

Aber das würde hier zu weit führen. Nur noch kurz zur Lage im großartigsten aller Länder: [www.aljazeera.com]


Radiowaves:
Btw., "monatliche Verluste von > 100 Mio Euro" braucht also offenbar mehr als ein Jahr, um auf die Verluste eines einzigen Finanzjongleurs zu kommen, dessen Name für alteingesessene Bayern wie eine Karte mit Auflistung der regionalen Flachgewässer ("Weiher") klingen muss. Ist doch gar nicht so schlimm.
Und deshalb: Nullrunden bis 2026 zuzüglich Arbeitszeiterhöhung und Streichung von Urlaubstagen ohne Lohnausgleich. So, wie es diese Struktureinheit der Eisenbahnen des Bundes, die Mitglied im DGB ist, schon immer gemacht hat. Denn nur so kann man das heutige Rundschreiben lesen.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Heckeneilzugfan

Datum: 29.06.20 22:17

Fahrkartenautomat schrieb:
Radiowaves schrieb:
Und da, wo keine "panische Pandemie-Politik" gemacht wird (Brasilien, USA, ...) bzw. wegen "Überraschung!" keine Zeit war, rechtzeitig "panische Pandemie-Politik" zu beginnen, sah bzw. sieht es wirtschaftlich in den bekannt betroffenen Branchen auch nicht besonders rosig aus. Es gab/gibt bloß viel mehr Tote.
Zumal: Bis auf die äußerst Hartgesottenen traut sich bei Ausbleiben der "panischen Pandemie-Politik" sowieso kaum jemand in die Bahn, wenn man zusehen muss, wie um einen herum immer mehr Menschen krank werden und die Risikogruppen sterben, aber auch abseits von Risikogruppen gelegentlich sehr schwere Komplikationen auftreten.

Wir haben jetzt wieder angenehm wenig Fälle, und es tragen relativ viele Bahnfahrer eine Mund-/Nasenbedeckung. Das ist gut für die Bahn, denn man braucht nun etwas weniger Mut, um mitzufahren. In Schweden könnte mich z.B. derzeit wirklich niemand davon überzeugen, eine Bahn oder ein Restaurant zu betreten.

Also "panische Pandemie-Politik"? Ja bitte! Auch im Interesse der Bahn und ihrer Nutzer*innen.
Die Medaille hat immer zwei Seiten:
Einerseits ist es vernünftig, immer eine "panische Pandemie-Politik zu betreiben, damit Mindestabstände eingehalten und Kontakte begrenzt werden.
Andererseits kann Panik auch dafür sorgen, dass die Bürger lieber sparen oder Bargeld zu Hause lagern anstatt ihr Geld auszugeben und damit die Wirtschaft zu stärken. (Bei bestimmten Waren gibt es Hamsterkäufe, bei vielen anderen Waren und Dienstleistungen gibt es massivste Umsatzrückgänge und Konkurse.)

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: 8442

Datum: 29.06.20 22:47

Sonderkorrespondent schrieb:
Und deshalb: Nullrunden bis 2026 zuzüglich Arbeitszeiterhöhung und Streichung von Urlaubstagen ohne Lohnausgleich. So, wie es diese Struktureinheit der Eisenbahnen des Bundes, die Mitglied im DGB ist, schon immer gemacht hat. Denn nur so kann man das heutige Rundschreiben lesen.
M. E. wäre das ein viel zu geringer Beitrag der Belegschaft. Wie gesagt: Wir reden hier von einem Unternehmen, was eigentlich bald bankrott wäre.
Es wird wie die Lufthansa künstlich vor der Insolvenz bewahrt. Bei der Lufthansa spricht man mittlerweile von ca. 20/% Personalabbau und einem freiwilligen Gahltsverzicht der Piloten von 45%.

Die Leute machen Homeoffice, verzichten auf Urlaub, machen kaum noch Geschäftsreisen. Das sind alles Dinge, an die man das Angebot anpassen müsste.

Und: Gesundheit steht offenbar vor Umweltschutz. Deshalb sollte die Bahn als virenverbreitendes Massenverkehrsmittel zukünftig nicht zu viele Mittel bekommen. Dann kann man auch weiterhin massiv auf den Individualverkehr zurückgreifen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 22:54.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: diesel218

Datum: 30.06.20 07:43

Warum soll das Fußvolk an den Verlusten beteiligt werden, wenn Gewinne nur der Vorstand einstreicht? Das es keine oder nur geringe Entgelderhöhungen gibt, wegen schlechter wirtschaftlicher Lage, wird seit 1994 bei der DBAG praktiziert

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Pio

Datum: 30.06.20 07:57

Schon mal die Gehaltstabellen der beiden von dir genannten Betriebe verglichen?
Schon mal betrachtet das die Arbeitszeit im Konzern ja schon einmal
( sollte nur kurzzeitig sein) , für das ach so notleidende Unternehmen angehoben wurde ?
Schon mal beachtet das ab 1989 bis ..... die Lohnerhöhungen im Konzern weit unter der Inflationsrate waren ?
Schon mal beachtet das gerade an der Basis erreichbare Lohngruppen schlicht und einfach gestrichen wurden ?
Schon mal beachtet das der Personalabbau gerade an der Basis seit 1989 bei ca. 80% gelegen hat ?
Schon mal beachtet das dafür in den über 200 Töchtern, Beteiligungen ect. pp.jeweils ein eigener hochbezahlten Wasserkopf erschaffen wurde?
Schon mal beachtet das mit der Verwaltung und Verrechnung sowie Koordinierung dieser Bereiche Heerscharen beschäftigt sind ?
Welchen Beitrag leisten die Spitzenfunktionäre all dieser Einheiten.?
Und solange der Chef des Konzernbetriebsrates in Publikationen schreibt :
"Ich als Vertreter der DB AG" sind doch wohl alle Fronten geklärt in Richtung weiter wurschteln.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Kurze Zwischenfrage

geschrieben von: Lalu

Datum: 30.06.20 08:56

Hallo User 8442,

haben Sie sich gestern hier im Forum extra neu angemeldet um Frust gegen die Deutsche Bahn abzulassen? Oder sind Sie eventuell auch an einem zielführenden Meinungsaustausch, im Sinne der Förderung und Unterstützung eines Eisenbahnbetriebes mit dem Ziel der allgemeinen Daseinsvorsorge interessiert?

Grüße,
Lalu

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Sral

Datum: 30.06.20 09:01

8442 schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Und deshalb: Nullrunden bis 2026 zuzüglich Arbeitszeiterhöhung und Streichung von Urlaubstagen ohne Lohnausgleich. So, wie es diese Struktureinheit der Eisenbahnen des Bundes, die Mitglied im DGB ist, schon immer gemacht hat. Denn nur so kann man das heutige Rundschreiben lesen.
M. E. wäre das ein viel zu geringer Beitrag der Belegschaft. Wie gesagt: Wir reden hier von einem Unternehmen, was eigentlich bald bankrott wäre.
Es wird wie die Lufthansa künstlich vor der Insolvenz bewahrt. Bei der Lufthansa spricht man mittlerweile von ca. 20/% Personalabbau und einem freiwilligen Gahltsverzicht der Piloten von 45%.

Die Leute machen Homeoffice, verzichten auf Urlaub, machen kaum noch Geschäftsreisen. Das sind alles Dinge, an die man das Angebot anpassen müsste.

Und: Gesundheit steht offenbar vor Umweltschutz. Deshalb sollte die Bahn als virenverbreitendes Massenverkehrsmittel zukünftig nicht zu viele Mittel bekommen. Dann kann man auch weiterhin massiv auf den Individualverkehr zurückgreifen.
Guten Morgen,
wie war das noch mit Äpfeln und Birnen?
45 % Gehaltsverzicht sind sehr viel, aber das monatliche Einkommen eines Piloten ist ja auch vielfach Höher im Vergleich zum Lokführer.
Und dann wäre noch die Frage zu klären ob die Bahn von sich aus das Zugangebot so umfangreich gefahren hat oder es der Wunsch der Regierung war.
Und soweit ich weiss gibt es noch keine Studie mit Ergebnis, dass die Bahn ein virenverbreitendes Verkehrsmittel ist. Wenn sich alle Reisenden an die im Moment gültigen Regeln halten.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Dadu

Datum: 30.06.20 09:18

45 % Verzicht bei den Piloten sind im Ergebnis höchsten 10 % weniger (weniger Steuern/Abgaben für die Gesellschaft)

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 30.06.20 10:00

Sral schrieb:
8442 schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Und deshalb: Nullrunden bis 2026 zuzüglich Arbeitszeiterhöhung und Streichung von Urlaubstagen ohne Lohnausgleich. So, wie es diese Struktureinheit der Eisenbahnen des Bundes, die Mitglied im DGB ist, schon immer gemacht hat. Denn nur so kann man das heutige Rundschreiben lesen.
M. E. wäre das ein viel zu geringer Beitrag der Belegschaft. Wie gesagt: Wir reden hier von einem Unternehmen, was eigentlich bald bankrott wäre.
Es wird wie die Lufthansa künstlich vor der Insolvenz bewahrt. Bei der Lufthansa spricht man mittlerweile von ca. 20/% Personalabbau und einem freiwilligen Gahltsverzicht der Piloten von 45%.

Die Leute machen Homeoffice, verzichten auf Urlaub, machen kaum noch Geschäftsreisen. Das sind alles Dinge, an die man das Angebot anpassen müsste.

Und: Gesundheit steht offenbar vor Umweltschutz. Deshalb sollte die Bahn als virenverbreitendes Massenverkehrsmittel zukünftig nicht zu viele Mittel bekommen. Dann kann man auch weiterhin massiv auf den Individualverkehr zurückgreifen.
Guten Morgen,
wie war das noch mit Äpfeln und Birnen?
45 % Gehaltsverzicht sind sehr viel, aber das monatliche Einkommen eines Piloten ist ja auch vielfach Höher im Vergleich zum Lokführer.
Und dann wäre noch die Frage zu klären ob die Bahn von sich aus das Zugangebot so umfangreich gefahren hat oder es der Wunsch der Regierung war.
Und soweit ich weiss gibt es noch keine Studie mit Ergebnis, dass die Bahn ein virenverbreitendes Verkehrsmittel ist. Wenn sich alle Reisenden an die im Moment gültigen Regeln halten.
Was ich scharf finde:

es gibt weltweit nur Einzelfälle von Infektionen in öffentlichen Verkehrsmitteln.Wie an jedem anderen Ort. Die Infektionszahlen bei Bahnmitarbeitern liegen sogar unter Bundesdurchschnitt und leer waren die Züge nur im April.

Wer immer noch von der Virenschleuder spricht muss sich schon fragen lassen, ob er wider besseres Wissen eine Kampagne gegen die Bahn betreibt.

Gleichzeitig wissen (!) wir aus zahlreichen Ausbrüchen um die Virenschleuder Schlachthof. Reduziere die Deutschen deshalb den Fleischverbrauch? Auch Werkverträge sollen mit einem gemütlichen Vorlauf bis Jahreswechsel noch erlaubt bleiben. Ist ja alles easy, jeder einzelne Schlachthof bedroht derzeit den ganzen Erfolg der Eindämmung aber so what, dafür wird die Bahn gemieden, dann ist ja alles gut.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: kmueller

Datum: 30.06.20 10:27

Radiowaves schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
der Eigentümer Bund richtet durch panische Pandemie-Politik einen irrsinnigen Schaden quer durchs ganze Land an
Und dort, wo keine "panische Pandemie-Politik" gemacht wird (Brasilien, USA, ...) bzw. wegen "Überraschung!" keine Zeit war, rechtzeitig "panische Pandemie-Politik" zu beginnen, sah bzw. sieht es wirtschaftlich in den bekannt betroffenen Branchen auch nicht besonders rosig aus. Es gab/gibt bloß viel mehr Tote.
Und wo man angemessene - d.h. vor allem frühzeitige(!) aber keine 'panische' - Pandemie-Politik gemacht hat, kam man noch deutlich besser weg. Das gilt insbes. für Ostasien, aber sichtbar wird es langsam auch in Teilen Europas, z.B. in Skandinavien minus Schweden.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: kmueller

Datum: 30.06.20 10:29

8442 schrieb:
Ich befürworte, wenn Mitarbeiter am Unternehmenerfolg beteiligt werden. Das sowohl im positiven als auch negativen Sinne. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen riesige Verluste generiert und die Mitarbeiter keine Abstriche in Kauf nehmen müssen. Dann soll man den Laden eben komplett zerschlagen.
Letzteres geht nicht, weil dann auch alle Rechtfertigungen für Managementgehälter und Boni entfallen würden.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: kmueller

Datum: 30.06.20 10:31

fahremitderbahn4020 schrieb:
deswegen ist es absolut nicht in Ordnung, wenn der Steuerzahler nun die Verluste von DB Fernverkehr ausgleicht. Man hätte zuvor erst alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen müssen, wie Ausdünnung des Taktes und damit verbundener Kurzarbeit.

Ich gehe aber stark davon aus, dass das die EU Wettbewerbskommission das nicht mitmachen wird, da dies einseitig ein Unternehmen bevorzugt.
Angeblich will Ryan Air gegen die Lufthansahilfe klagen. Das wird sicherlich ein weiterer interessanter Fall, an dem sich die europäische Einheit beweisen kann.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 30.06.20 10:59

Wieder einmal versammeln sich die schärfsten Gegner der Bahn in einem Bahnforum. Es wäre fast lustig, wäre es nicht so traurig.

Lufthansa bekommt 9 Milliarden fürs am Boden stehen, nachdem die Aktionäre gönnerhaft der Rettung ihrer Aktienvermögen zugestimmt haben, Südeuropa bekommt 750 Milliarden für die Deutschland voll mit haftet, aber es wäre doch gelacht wenn wir es nicht hinbekommen öffentliche Verkehrsmittel der Schiene kaputt zu sparen weil wir ausgerechnet hier kurzfristig Geld sparen wollen und selig kann Autodeutschland dann das Klima verpesten und Strafzahlungen an die EU in ähnlicher Höhe leisten wie die Rettung des gesamten ÖPNV gekostet hätte. Jährlich.
So ähnlich scheint ja das bevorzugte Szenario vieler Foristen auszusehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.20 11:03.

Das übliche Bild.

geschrieben von: Stundentakt

Datum: 30.06.20 12:01

Radiowaves schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
der Eigentümer Bund richtet durch panische Pandemie-Politik einen irrsinnigen Schaden quer durchs ganze Land an
Und danach können wir den Thread eigentlich schließen, denn wir sind wieder beim Thema. Ich zumindest bin froh, bislang dank der "panischen Pandemie-Politik" wohl uninfiziert davongekommen zu sein, genau wie meine 82-jährige Mutter mit ihren zahlreichen "Vorerkrankungen".

Und da, wo keine "panische Pandemie-Politik" gemacht wird (Brasilien, USA, ...) bzw. wegen "Überraschung!" keine Zeit war, rechtzeitig "panische Pandemie-Politik" zu beginnen, sah bzw. sieht es wirtschaftlich in den bekannt betroffenen Branchen auch nicht besonders rosig aus. Es gab/gibt bloß viel mehr Tote. Am Broadway wurden gerade alle Aufführungen bis Januar 2021 abgesagt. Geht an denen auch nicht spurlos vorbei, obwohl Donald, der Patientensprecher der größten Freiluft-Psychiatrie dieses Planeten, gaaanz entspannt und unpanisch an das Thema rangegangen ist.

[...]
Panikphobiker müssen gerade die durch ihr Unteridol Pence verbreitete Panik verdauen.

Genießen wir also ihre Mutation vom Panikmuffel zum Paniktrottel, bevor sie dann, geschätzt heute abend, schon immer im Widerstand gegen den Kamikazekurz der amerikanschen Regierung gelegen haben werden.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: VT605

Datum: 30.06.20 12:28

8442 schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Und deshalb: Nullrunden bis 2026 zuzüglich Arbeitszeiterhöhung und Streichung von Urlaubstagen ohne Lohnausgleich. So, wie es diese Struktureinheit der Eisenbahnen des Bundes, die Mitglied im DGB ist, schon immer gemacht hat. Denn nur so kann man das heutige Rundschreiben lesen.
M. E. wäre das ein viel zu geringer Beitrag der Belegschaft. Wie gesagt: Wir reden hier von einem Unternehmen, was eigentlich bald bankrott wäre.
Es wird wie die Lufthansa künstlich vor der Insolvenz bewahrt. Bei der Lufthansa spricht man mittlerweile von ca. 20/% Personalabbau und einem freiwilligen Gahltsverzicht der Piloten von 45%.

Die Leute machen Homeoffice, verzichten auf Urlaub, machen kaum noch Geschäftsreisen. Das sind alles Dinge, an die man das Angebot anpassen müsste.

Und: Gesundheit steht offenbar vor Umweltschutz. Deshalb sollte die Bahn als virenverbreitendes Massenverkehrsmittel zukünftig nicht zu viele Mittel bekommen. Dann kann man auch weiterhin massiv auf den Individualverkehr zurückgreifen.

Ah, ein neuer (oder alter?) Troll hat sich gestern angemeldet.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: kmueller

Datum: 30.06.20 12:30

Kolbenfresser schrieb:
Wieder einmal versammeln sich die schärfsten Gegner der Bahn in einem Bahnforum. Es wäre fast lustig, wäre es nicht so traurig.

Lufthansa bekommt 9 Milliarden fürs am Boden stehen, nachdem die Aktionäre gönnerhaft der Rettung ihrer Aktienvermögen zugestimmt haben, Südeuropa bekommt 750 Milliarden für die Deutschland voll mit haftet, aber es wäre doch gelacht wenn wir es nicht hinbekommen öffentliche Verkehrsmittel der Schiene kaputt zu sparen weil wir ausgerechnet hier kurzfristig Geld sparen wollen und selig kann Autodeutschland dann das Klima verpesten und Strafzahlungen an die EU in ähnlicher Höhe leisten wie die Rettung des gesamten ÖPNV gekostet hätte. Jährlich.
So ähnlich scheint ja das bevorzugte Szenario vieler Foristen auszusehen.
So sieht das bevorzugte Szenario der aktuellen Politik aus. Mit Ausnahme der Grünen: die wollen den exklusiven E-PKW von 60kEUR aufwärts für Leistungsträger, was wirklich die Umwelt schützen würde, und deshalb staatliche Subventionen im Umfang von zumindest 10% der Lufthansa-Aktionärsrettung rechtfertigt.

Als Lebensmittel gibts dann nur noch E-Veganfood - bis die ganz radikalen sogenannten Hyperveganer auch das Essen verbieten.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Bw Nysa

Datum: 30.06.20 19:01

8442 schrieb:
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Auch sonst die übliche Lage: die Politik schenkt die Suppe voll ein, auslöffeln dürfen die bittere Brühe dann wieder die Arbeitnehmer. Einsparungen beim Personal. Hm. Okay, Tf kann man kaum einsparen, es gibt heute schon zu wenig davon.
Selbstverständlich könnte man Tf und sonstiges Personal einsparen. Indem man das Angebot der Nachfrage anpasst und das Unternehmen (wie z. B. die Lufhansa oder Kaufhof-Karstadt) zusammenschrumpft. So etwas nennt man Marktwirtschaft, die aktuell ausgehebelt wird.

Das hätte im übrigen viel früher geschehen müssen. Warum ICE und IC mit einer Hand voll Leuten im Stundentakt fahren müssen, ist mir immer noch ein Rätsel.

Die DB wäre in Kürze ohne staatliche Unterstützung bankrott. Nenne mir ein aktuelles "Bankrottsunternehmen" (außer DB), in dem es den Mitarbeitern einigermaßen gut geht und die so gut wie keine Abstriche in Kauf nehmen müssen, weil sie einfach weiterarbeiten dürfen als sei nichts geschehen.

Die Mitarbeiter der DB dürfen sich gerne in der Tourismusbranche, im Hotel- und Gaststättengewerbe, in der Fitnessbranche, bei Kaufhof-Karstadt, bei Wirecard, bei der Lufthansa oder in der Automobilbranche bewerben. Dort werden sie sicher mit Kusshand eingestellt.

Ich befürworte, wenn Mitarbeiter am Unternehmenerfolg beteiligt werden. Das sowohl im positiven als auch negativen Sinne. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen riesige Verluste generiert und die Mitarbeiter keine Abstriche in Kauf nehmen müssen. Dann soll man den Laden eben komplett zerschlagen.

Naja, das würde ich bei Dir dann auch fordern, egal ob Rente oder Lohn, einfach mal als Beitrag zur Krise 45% kürzen, dann würdest garantiert andere Töne spucken....


MfG Bw Nysa

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Matze1980

Datum: 01.07.20 10:46

Die DB nimmt Leute wie dich sicherlich gern, die auf 45% ihres Lohnes freiwillig verzichten. Vielleicht noch ein paar unbezahlte Überstunden dazu, dann bist du der perfekte Mann.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 01.07.20 14:25

Matze1980 schrieb:
Die DB nimmt Leute wie dich sicherlich gern, die auf 45% ihres Lohnes freiwillig verzichten. Vielleicht noch ein paar unbezahlte Überstunden dazu, dann bist du der perfekte Mann.
Meistens gilt für solche Statements ja Wasser predigen, Wein genießen.
Und der garantierte Weg von einer Rezession in die Depression sind sinkende verfügbare Einkommen. Die Todesspirale jeder Marktwirtschaft.
Was wir jetzt brauchen sind stabile Einkommen und Inlandsnachfrage. Der Export wird vielleicht nie wieder alte Höhen erreichen.

...

geschrieben von: Rollo

Datum: 02.07.20 11:34

Wenn der Kuchen, der in diesem Jahr zu verteilen ist, kleiner ist, gibt es, einfach gesagt, zwei Möglichkeiten darauf zu reagieren:
1. Alle schnallen den Gürtel enger und haben dieses Jahr entsprechend weniger. Dafür gibt es in den Folgejahren keine zusätzlichen Lasten, wenn man das mit dem Wiederanspringen der Wirtschaft hinbekommt.
2. Man stellt heute alle so, als ob der Kuchen, der in diesem Jahr zu verteilen ist, so groß wie in den anderen Jahren wäre. Dann muss man halt in den Folgejahren den Gürtel aufgrund zusätzlicher Schuldendienste enger schnallen.
Wir machen gerade 2. und legen auf das eh schon vorhandene Problem der Verlagerung der Lasten auf die junge Generation noch mal eine gehörige Schippe oben drauf. Mal gucken, wie lange die nur quietschen und nicht zum Umsturz blasen... Hätte man 1. gewählt, gäbe es halt heute ein bisschen mehr Quietschen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.07.20 12:06.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Rollo

Datum: 02.07.20 12:19

Kolbenfresser schrieb:
Matze1980 schrieb:
Die DB nimmt Leute wie dich sicherlich gern, die auf 45% ihres Lohnes freiwillig verzichten. Vielleicht noch ein paar unbezahlte Überstunden dazu, dann bist du der perfekte Mann.
Meistens gilt für solche Statements ja Wasser predigen, Wein genießen.
Und der garantierte Weg von einer Rezession in die Depression sind sinkende verfügbare Einkommen. Die Todesspirale jeder Marktwirtschaft.
Was wir jetzt brauchen sind stabile Einkommen und Inlandsnachfrage. Der Export wird vielleicht nie wieder alte Höhen erreichen.
Das ist eine vereinfachte Darstellung, dass die sinkenden Einkommen ein Problem wären.

Das eigentliche Problem sind die Erwartungen und die Lasten, die kurzfristig nicht abwärts flexibel sind (vgl. z.B. Mieten). Wenn die Leute wüssten, dass sie alle wegen Corona und nur während Corona den Gürtel enger schnallen müssten, wäre das noch nicht das sonderliche Problem. Entscheidend wäre vielmehr, ob man alles "nach" Corona wieder in den Zustand vor Corona-Zeit schalten kann, so dass alles wieder wirtschaftet, wie zuvor. Neben dem Erhalt der Wirtschaftsbeziehungen braucht es dafür vor allem die Erwartungshaltung bei allen, dass es ab dem Zeitpunkt x wieder "normal" weiter geht. Das Problem dabei ist, dass die Erwartungshaltung nicht so einfach zu steuern ist.

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 02.07.20 13:42

Rollo schrieb:
Kolbenfresser schrieb:
Matze1980 schrieb:
Die DB nimmt Leute wie dich sicherlich gern, die auf 45% ihres Lohnes freiwillig verzichten. Vielleicht noch ein paar unbezahlte Überstunden dazu, dann bist du der perfekte Mann.
Meistens gilt für solche Statements ja Wasser predigen, Wein genießen.
Und der garantierte Weg von einer Rezession in die Depression sind sinkende verfügbare Einkommen. Die Todesspirale jeder Marktwirtschaft.
Was wir jetzt brauchen sind stabile Einkommen und Inlandsnachfrage. Der Export wird vielleicht nie wieder alte Höhen erreichen.
Das ist eine vereinfachte Darstellung, dass die sinkenden Einkommen ein Problem wären.

Das eigentliche Problem sind die Erwartungen und die Lasten, die kurzfristig nicht abwärts flexibel sind (vgl. z.B. Mieten). Wenn die Leute wüssten, dass sie alle wegen Corona und nur während Corona den Gürtel enger schnallen müssten, wäre das noch nicht das sonderliche Problem. Entscheidend wäre vielmehr, ob man alles "nach" Corona wieder in den Zustand vor Corona-Zeit schalten kann, so dass alles wieder wirtschaftet, wie zuvor. Neben dem Erhalt der Wirtschaftsbeziehungen braucht es dafür vor allem die Erwartungshaltung bei allen, dass es ab dem Zeitpunkt x wieder "normal" weiter geht. Das Problem dabei ist, dass die Erwartungshaltung nicht so einfach zu steuern ist.
Und du denkst nicht, dass Lohnaussichten ein entscheidender Teil dieser Erwartungshaltung sind?

Lol.
Hätte die Bahn mal mehr auf Güterverkehr gesetzt und darin ein attraktives, leistungsfähiges Angebot aufgebaut, hätte man bestimmt noch n paar Mark machen können. Auf Sardinebüchsen Situationen und Massenaufläufe war ich noch nie scharf. Abteilwagen wären bestimmt auch praktisch.

Ciao,Bernd


5 € / Liter :
Bahnen 4 gleisig
Öpnv gratis
Genormte Wechselakkus für Fahrzeuge

Re: Also das übliche Bild

geschrieben von: Rollo

Datum: 02.07.20 15:03

Kolbenfresser schrieb:
Rollo schrieb:
Kolbenfresser schrieb:
Matze1980 schrieb:
Die DB nimmt Leute wie dich sicherlich gern, die auf 45% ihres Lohnes freiwillig verzichten. Vielleicht noch ein paar unbezahlte Überstunden dazu, dann bist du der perfekte Mann.
Meistens gilt für solche Statements ja Wasser predigen, Wein genießen.
Und der garantierte Weg von einer Rezession in die Depression sind sinkende verfügbare Einkommen. Die Todesspirale jeder Marktwirtschaft.
Was wir jetzt brauchen sind stabile Einkommen und Inlandsnachfrage. Der Export wird vielleicht nie wieder alte Höhen erreichen.
Das ist eine vereinfachte Darstellung, dass die sinkenden Einkommen ein Problem wären.

Das eigentliche Problem sind die Erwartungen und die Lasten, die kurzfristig nicht abwärts flexibel sind (vgl. z.B. Mieten). Wenn die Leute wüssten, dass sie alle wegen Corona und nur während Corona den Gürtel enger schnallen müssten, wäre das noch nicht das sonderliche Problem. Entscheidend wäre vielmehr, ob man alles "nach" Corona wieder in den Zustand vor Corona-Zeit schalten kann, so dass alles wieder wirtschaftet, wie zuvor. Neben dem Erhalt der Wirtschaftsbeziehungen braucht es dafür vor allem die Erwartungshaltung bei allen, dass es ab dem Zeitpunkt x wieder "normal" weiter geht. Das Problem dabei ist, dass die Erwartungshaltung nicht so einfach zu steuern ist.
Und du denkst nicht, dass Lohnaussichten ein entscheidender Teil dieser Erwartungshaltung sind?

Lol.
;-) Das mit dem Lol, beantworte ich mal auch mit einem müden Lächeln ;-)

Wie Du schon schreibst - es geht um die "Lohnaussichten". Wichtig ist natürlich, dass die Leute dann ab dem Zeitpunkt x auch wieder monatlich das rein bekommen, was sie vor der Krise hatten. Andernfalls hätten sie eine eingetrübte Erwartungshaltung für die Zeit nach dem Zeitpunkt x.

Und genau die Erwartungshaltung wird beim aktuellen Weg zum Problem - die hohen Schulden in Folge des Ansatzes, heute mehr zu verteilen, als tatsächlich zu verteilen ist, trüben die Erwartungshaltung für die Zukunft ein. Deswegen haben weite Teile der Politik sehr verschnupft reagiert, als einige Politiker schon gleich aufrichtig über die Rückzahlungsmodalitäten der zusätzlichen Schulden diskutieren wollten.

die sparen ja angeblich auch Geld ein

geschrieben von: ThomasR

Datum: 06.07.20 15:09

Es erschließt sich mir zwar nicht, was noch besser sein kann, wie eine Nullausgabe, aber scheinbar ist das möglich. Vermutlich aber nur durch linke Tasche/rechte Tasche und Kostenstellentricks.