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Sh 3 für die Häfen und Güterverkehr Köln

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 29.06.20 15:21

Wir erinnern uns, das Eisenbahn-Infrastruktur und Hafen-Unternehmen (und hälftige Eigentümerin der RheinCargo) wollte eine Binnenschiffsreederei kaufen

Presseerklärung der HGK vom 03. Mai: "HGK vereinbart mit Imperial den Erwerb der europäischen Binnenschifffahrts-Aktivitäten"
Und nun, zwei Tage vor Matthäus am Letzten, gibt es das Kreissignal aus Düsseldorf.

Aktuell lässt uns hierüber die

Kölnische Rundschau

wissen.

Das zuständige NRW-Ministerium für Heimat und Kommunales wird demnach nicht wie erforderlich bis zum Dienstag die Zustimmung geben. Voraussetzung für das Geschäft ist die Zustimmung der Kommunalaufsicht.

Bei der HGK ist ein merkwürdiges Verhalten zu beobachten - 200.000.000 € für Böötchen, die auch ohne HGK bisher ganz gut auf dem Rhein geschwommen sind, aber keinen Cent für eine leistungsfähigere Infrastruktur - hier die Eigenanteile, die die HGK bei Ausnutzung der entsprechenden Förderprogramme von Bund und Land beisteuern müsste, um die mit "Bewusstem Verschweigen von eines kommenden Verkehrsbedürfnisses" stillgelegte Zulaufstrecke zu dem Infrastrukturübergang Bonn-Bendenfeld - Bonn Güterbahnhof wieder in Betrieb nehmen zu können.

Ein Düsseldorfer Ministerium hatte damals dem einen HGK-Antrag Glauben geschenkt - gut, dass das zweite jetzt die Firma genauer prüft.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.06.20 15:55.

Re: Sh 3 für die Häfen und Güterverkehr Köln

geschrieben von: PL

Datum: 30.06.20 08:53

So versucht man halt als EIU noch ein bißchen Geld in die Kasse zu kriegen. Einer schiebt es auf den Anderen. Aber ohne massiven Ausbau der Bundesmittel geht Alles auf Dauer vor die Hunde. Schon vor 25 Jahren habe ich bei einem gut beleumundeten Ingenieurbüro im Rheinland detaillierte Bestandsaufnahmen für die S-Bahn-Stammstrecke Köln-Hansaring - Hürth-Kalscheuren gesehen einschl. Belichtungsprüfung der Häuser an der Ostseite um Köln-Süd. Stattdessen verkauft man uns jetzt den Abschnitt K- Mülheim - K-Hansaring als Stammstrecke. Der war doch schon damals im Grunde längst gesetzt. Affentheater gemacht um das zweite Gleis nach Bergisch-Gladbach. Peinlich.


Grüße vom ex-Wuppertaler

TW 239




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.20 08:53.

Re: Sh 3 für die Häfen und Güterverkehr Köln

geschrieben von: Henra

Datum: 30.06.20 21:04

TBOAR (bt) schrieb:
Bei der HGK ist ein merkwürdiges Verhalten zu beobachten - 200.000.000 € für Böötchen, die auch ohne HGK bisher ganz gut auf dem Rhein geschwommen sind, aber keinen Cent für eine leistungsfähigere Infrastruktur - hier die Eigenanteile, die die HGK bei Ausnutzung der entsprechenden Förderprogramme von Bund und Land beisteuern müsste, um die mit "Bewusstem Verschweigen von eines kommenden Verkehrsbedürfnisses" stillgelegte Zulaufstrecke zu dem Infrastrukturübergang Bonn-Bendenfeld - Bonn Güterbahnhof wieder in Betrieb nehmen zu können.
Irgendwie hat die Schiene insgesamt wenig Glück mit ihren Infrastrukturbetreibern. Allen gemeinsam ist, dass sie am Liebsten ihre eigene Infrastruktur vernichten um sich in anderen Geschäftsfeldern zu engagieren.
Vielleicht muss der Bund seine Strategie diesbezüglich doch noch mal überdenken. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, Schieneninfrastruktur muss direkt in Bundeshand (genau wie Autobahnen und Bundesstraßen sowie Bundeswasserstraßen). Sobald gierige Kapitalgesellschaften die in die Finger kriegen betrachten sie die Infrastruktur nur noch als Kostenfaktor einerseits und Immobilien Spekulationsobjekt andererseits.

Eisenbahninfrastruktur in Privathand

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 30.06.20 23:36

Henra schrieb:
Irgendwie hat die Schiene insgesamt wenig Glück mit ihren Infrastrukturbetreibern. Allen gemeinsam ist, dass sie am Liebsten ihre eigene Infrastruktur vernichten um sich in anderen Geschäftsfeldern zu engagieren.
Vielleicht muss der Bund seine Strategie diesbezüglich doch noch mal überdenken. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, Schieneninfrastruktur muss direkt in Bundeshand (genau wie Autobahnen und Bundesstraßen sowie Bundeswasserstraßen). Sobald gierige Kapitalgesellschaften die in die Finger kriegen betrachten sie die Infrastruktur nur noch als Kostenfaktor einerseits und Immobilien Spekulationsobjekt andererseits.

Moin,

Du äusserst Dich sehr treffend zur Situation der Eisenbahninfrastruktur. Sie gehört wie die Straße in öffentliche Hand ohne Aktiengesellschaften: Bundesfernstraßen - Bundeseisenbahnwege; Landesstraßen - Landeseisenbahnwege.

Kreis und Gemeindewege lasse ich mal weg, da sonst ein Chaos ausbricht!

Gruß aus Mannheim
RZ

Infrastruktur in öffentliche Hand

geschrieben von: Ruhrthaler

Datum: 01.07.20 15:25

Henra schrieb:
Irgendwie hat die Schiene insgesamt wenig Glück mit ihren Infrastrukturbetreibern. Allen gemeinsam ist, dass sie am Liebsten ihre eigene Infrastruktur vernichten um sich in anderen Geschäftsfeldern zu engagieren.
Vielleicht muss der Bund seine Strategie diesbezüglich doch noch mal überdenken. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, Schieneninfrastruktur muss direkt in Bundeshand (genau wie Autobahnen und Bundesstraßen sowie Bundeswasserstraßen). Sobald gierige Kapitalgesellschaften die in die Finger kriegen betrachten sie die Infrastruktur nur noch als Kostenfaktor einerseits und Immobilien Spekulationsobjekt andererseits.
tach zusammen,

genau so sehe ich das auch, das Schienennetz einschließlich Energieversorgung etc. gehört in eine "Bundesschienenwegeverwaltung", so wie die Flüsse und Kanäle bei der Bundesschifffahrtsverwaltung sind. Das Netz ist ein natürliches Monopol, das frei von Renditeerwägungen der Öffentlichkeit, sprich den Eisenbahnverkehrsunternehmen, bestmöglich zur Verfügung gestellt werden muss. Das derzeitige "Auf-Kante-nähen" der Infrastruktur ist ein absoluter Skandal. Wo sind heute noch Sonderzüge oder zusätzliche Güterzüge möglich? Warum fehlen auf vielen Hauptstrecken immer noch die Oberleitungen? Warum werden bei Umstellung auf ESTW als erstes mal alle Nebengleise abgeklemmt? All das macht die notwendige Verkehrswende, die für das Verlangsamen des Klimawandels zwingend nötig ist, unmöglich.
Ja wir brauchen Elektromobilität, aber nicht von VW oder Daimler-Benz, sondern auf der Schiene (und gerne auch auf 2 Rädern).

LG Ruhrthaler

Re: Sh 3 für die Häfen und Güterverkehr Köln

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 01.07.20 15:31

Henra schrieb:
[...] Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, Schieneninfrastruktur muss direkt in Bundeshand (genau wie Autobahnen und Bundesstraßen sowie Bundeswasserstraßen). Sobald gierige Kapitalgesellschaften die in die Finger kriegen betrachten sie die Infrastruktur nur noch als Kostenfaktor einerseits und Immobilien Spekulationsobjekt andererseits.

Da die Geldmenge zunimmt, die Profitraten in der Industrie immer weiter fallen und der bürgerlichen Staat in erster Linie Erfüllungsgehilfe des Kapitals ist, geht der Trend gang klar in Richtung mehr privater Infrastruktur.

347685-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.05.20 18:53.