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Die SPD-Fraktionen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid haben heute ihre Ideen und Vorschläge zur Aufwertung des Brückenparks vorgestellt.
Alles weitere im Link zu Radio Wuppertal

Meine Fotos findet ihr auf flickr oder auf Instagram
Da muss dann sehr viel Aufwand getrieben werden, um Personen zu hindern, runter zu springen. Traurig, aber wahr

Mein Ende gehört mir!

geschrieben von: Hauptstrecke

Datum: 27.06.20 11:52

Schlafmütze schrieb:
Da muss dann sehr viel Aufwand getrieben werden, um Personen zu hindern, runter zu springen. Traurig, aber wahr
Wenn jemand partout nicht mehr leben möchte, sollte man m.E. ihn nicht versuchen, zum Weiterleben zwingen. Die Legalisierung einer aktiven Sterbehilfe wäre m.E. längst überfällig, und zum Glück wird das Thema jetzt immer wieder in den Medien thematisiert.

Siehe auch: [www.letzte-hilfe.de]

Wäre die aktive Sterbehilfe erlaubt, gäbe es solche brutalen Suizide wie das Springen von Brücken nicht mehr. Dann reicht auch das vorhandene Geländer aus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.06.20 11:52.
Schlafmütze schrieb:
Da muss dann sehr viel Aufwand getrieben werden, um Personen zu hindern, runter zu springen. Traurig, aber wahr

Und ob sowas alles mit dem Denkmalschutz vereinbar und auch noch bezahlbar wäre, das wird eh nur eine Luftnummer.
Außerdem ist man doch noch gar nicht fertig mit der eigentlichen Sanierung oder?
Und wie sähe es mit den zusätzlichen Lasten aus?? Statik und so?

Gruß

-OR
Wenn solche Veränderungen erlaubt sind, könnte man auch elektrifizieren.

Fleischgewicht

geschrieben von: Schlafmütze

Datum: 27.06.20 13:15

Ober-Rodener schrieb:
Und wie sähe es mit den zusätzlichen Lasten aus?? Statik und so?
Stimmt - Wann/wie kam das "Fleischgewicht" in aller Munde? ... und dann noch die Fahrräder ... ;-)
Erst einmal eine gute Idee eine vorhandene Talquerung für den Radverkehr zu öffnen. Dies kann durchaus ein gutes Mittel sein Umweltfreundliche Verkehrsmittel zu stärken.
Als Fahrbahn würde sich ja der gezeigte Inspektionsweg anbieten, wobei natürlich das Gewichtsproblem dass es auf der Brücke geben soll zum Problem werden kann.
Der Absturzschutz und auch der Bodenbelag muss auf jeden Fall angepasst werden, diesen dürfte man noch nicht mal mehr in einer Industriehalle so einbauen.
Vermutlich wird man zusätzlich zu einen stabileren und höheren Geländer auch etwas gegen das Herunterschmeißen von Gegenständen (egal ob aus versehen oder mit absicht) tun müssen. Eventuell reicht da ein Netz.

Mal als Vergleich ein Film eines solchen neuen Radweges auf einer Straßenbrücke bei Stuttgart. Nur wenige Wochen nach seiner Eröffnung im Winter wird er bereits einigermaßen gut genutzt. Und dass obwohl man in diesen Bereich auch eine S21-Baustelle queren muss (diese hat der Filmer bereits passiert).
[youtu.be]
@glx: Die Blombachtalbrücke auf der anderen Seite von Remscheid, unter der neben der Autobahn 1 die gleiche Bahnstrecke durchführt, hatte nachträglich einen ähnlichen Drahtverhau bekommen.

Im Unterschied zu anderen Brücken ist unter der Müngstener Brücke nicht einfach nur Wald, Feld und Infrastrukur, sondern ein offener Freizeitpark mit Aufenthaltsfunktion (Liegewiese?).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.06.20 16:46.
Stefan3872 schrieb:
Die SPD-Fraktionen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid haben heute ihre Ideen und Vorschläge zur Aufwertung des Brückenparks vorgestellt.
Alles weitere im Link zu Radio Wuppertal
Auf jeden Fall eine sehr positive Idee!

Was bei mir aber Bedenken erzeugt:
a) Lässt es die Statik der Müngstener Brücke zu?
b) Wird es nicht zu teuer?
c) Widerspricht das nicht dem Denkmalschutz, der für die Müngstener Brücke angestrebt wird?
d) Muss die Müngstener Brücke nicht in einigen Jahren bis Jahrzehnten ohnehin erneut aufwendig saniert oder neu gebaut werden? Lohnt sich das noch mit dem Fuß-/Radweg?

Keine Gedanken mache ich mir über die Gefahren durch Selbstmörder. Denn gegenwärtig findet man durchaus schon Zugpausen, in denen man über die Gleise oder den Randweg einfach auf die Müngstener Brücke gelangen kann. Diese Möglichkeit wird bereits gelegentlich von Base-Jumpern illegal genutzt. (Einschreiten gegen Selbstmörder sollte man allerdings allein schon deswegen, da sie anderen auf den Kopf springen können. Über andere Dinge könnte man vielleicht unterschiedlicher Meinung sein.)
Verständlicherweise gibt es Anwohner, die bei Personen auf der Müngstener Brücke umgehend die (Bundes-)Polizei verständigen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.20 11:10.
Heckeneilzugfan schrieb:
Stefan3872 schrieb:
Die SPD-Fraktionen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid haben heute ihre Ideen und Vorschläge zur Aufwertung des Brückenparks vorgestellt.
Alles weitere im Link zu Radio Wuppertal
Auf jeden Fall eine sehr positive Idee!

Was bei mir aber Bedenken erzeugt:
a) Lässt es die Statik der Müngstener Brücke zu?
b) Wird es nicht zu teuer?
c) Widerspricht das nicht dem Denkmalschutz, der für die Müngstener Brücke angestrebt wird?
d) Muss die Müngstener Brücke nicht in einigen Jahren bis Jahrzehnten ohnehin erneut aufwendig saniert oder neu gebaut werden? Lohnt sich das noch mit dem Fuß-/Radweg?

Keine Gedanken mache ich mir über die Gefahren durch Selbstmörder. Denn gegenwärtig findet man durchaus schon Zugpausen, in denen man über die Gleise oder den Randweg einfach auf die Müngstener Brücke gelangen kann. Diese Möglichkeit wird bereits gelegentlich von Base-Jumpern illegal genutzt. (Einschreiten gegen Selbstmörder sollte man allerdings allein schon deswegen, da sie anderen auf den Kopf springen können. Über andere Dinge könnte man vielleicht unterschiedlicher Meinung sein.)
Verständlicherweise gibt es Anwohner, die bei Personen auf der Müngstener Brücke umgehend die (Bundes-)Polizei verständigen.
zu a)

Ich bin kein Statiker, aber warum nicht? Der Weg ist doch jetzt auch schon da, wenn auch nur provisorisch. Selbst wenn 1000 Menschen je 65 kg auf der Brücke sind, wäre das ca. das Gewicht des LINT 41 der S7 ohne Fahrgäste.

zu b)

Zu teuer ist immer relativ. Hier fände ich das Geld sinnvoll angelegt.

zu c)

Der Weg wäre direkt unter der Fahrbahn und daher kaum zu sehen.

zu d)

Die Brücke wurde gerade saniert um für die nächsten 30 Jahre fit zu sein.


Die Selbstmörder und illegalen Basejumpe werden weiterhin von oben springen. Daran ändert auch ein Weg über die Brücke nichts.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.06.20 15:54.
just my 2 cents... (siehe unten)
TobiNRW schrieb:
Heckeneilzugfan schrieb:
Stefan3872 schrieb:
Die SPD-Fraktionen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid haben heute ihre Ideen und Vorschläge zur Aufwertung des Brückenparks vorgestellt.
Alles weitere im Link zu Radio Wuppertal
Auf jeden Fall eine sehr positive Idee!

Was bei mir aber Bedenken erzeugt:
a) Lässt es die Statik der Müngstener Brücke zu?
b) Wird es nicht zu teuer?
c) Widerspricht das nicht dem Denkmalschutz, der für die Müngstener Brücke angestrebt wird?
d) Muss die Müngstener Brücke nicht in einigen Jahren bis Jahrzehnten ohnehin erneut aufwendig saniert oder neu gebaut werden? Lohnt sich das noch mit dem Fuß-/Radweg?

Keine Gedanken mache ich mir über die Gefahren durch Selbstmörder. Denn gegenwärtig findet man durchaus schon Zugpausen, in denen man über die Gleise oder den Randweg einfach auf die Müngstener Brücke gelangen kann. Diese Möglichkeit wird bereits gelegentlich von Base-Jumpern illegal genutzt. (Einschreiten gegen Selbstmörder sollte man allerdings allein schon deswegen, da sie anderen auf den Kopf springen können. Über andere Dinge könnte man vielleicht unterschiedlicher Meinung sein.)
Verständlicherweise gibt es Anwohner, die bei Personen auf der Müngstener Brücke umgehend die (Bundes-)Polizei verständigen.
zu a)

Ich bin kein Statiker, aber warum nicht? Der Weg ist doch jetzt auch schon da, wenn auch nur provisorisch. Selbst wenn 1000 Menschen je 65 kg auf der Brücke sind, wäre das ca. das Gewicht des LINT 41 der S7 ohne Fahrgäste.
Angesichts der Tatsache, dass die Müngstener Brücke dafür bekannt geworden ist, dass es bei dem Bauwerk von 1897 aus diversen Gründen (von Werkstoffkennwerten über geänderte anzusetzende Lasten bis zu Sicherheitsfaktoren) Probleme gibt, einen statischen Nachweis nach den Vorschriften von ca. 2005 zu führen (das wurde ja bereits in der Vergangenheit gefordert und wäre definitiv bei der vorgesehenen Änderung nach dem ganz aktuellen Regelwerk von 2020 erforderlich) ist das Gewicht eines Triebwagens eine ganze Menge.

zu b)

Zu teuer ist immer relativ. Hier fände ich das Geld sinnvoll angelegt.
Eine m. E. etwas vorschnelle Einschätzung, angesichts der Tatsache, dass niemand weiß, was das kostet. Wenn man nur für z. B. eine Geländermontage Stahl von 1897, der keine (halbwegs modernen) Werkstoffspezifikation erfüllt, anfassen muss, kann das verdammt teuer werden; da kann und darf nicht jeder dran und mal schnell schweißen oder anbohren und schrauben ist da nicht. Da könnte ein Geländer aus massivem Gold günstiger sein als die Montage...

zu c)

Der Weg wäre direkt unter der Fahrbahn und daher kaum zu sehen.
"Kaum zu sehen" ist kein denkmalpflegerisches Kriterium. Denkmalschutz betrifft nicht nur das reine Erscheinungsbild; gerade bei technischen Bauwerken ist die Bausubstanz fast noch stärker betroffen...
Andererseits - oder auch deswegen ;-) : Bei Stahlbrücken aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Denkmalschutz bei der Instandhaltung selten hilfreich. Da beißen sich oft die Anforderungen aus der Anpassung ans aktuelle technische Regelwerk - die wären meistens auch "kaum zu sehen" - mit den Anforderungen des Denkmalschutzes zum weitestgehenden Erhalt der Originalsubstanz. Häufig mit dem Ergebnis: "Der Rückbau der bestehenden Brücke wurde mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt und genehmigt. Daher wird das bestehende Bauwerk vor Baubeginn umfassend dokumentiert."; Beispiel siehe hier auf Seite 2 .

zu d)

Die Brücke wurde gerade saniert um für die nächsten 30 Jahre fit zu sein.
Einen Ersatzneubau will ich mir aus Ingenieurssicht nicht vorstellen müssen. Entweder "1:1-Nachbau mit Anpassung ans aktuelle Regelwerk" mit ewiger Bauzeit, langer Streckensperrung und enormen Kosten - oder etwas Modernes mit völlig anderen Erscheinungsbild und entsprechendem Gegenwind aus der Öffentlichkeit, das aber auch nicht von heute auf morgen und "für'n Appel und'n Ei" zu haben ist. Die Auswahl zwischen Pest und Cholera...
Man könnte natürlich auch den Radweg a u f der Müngstener Brücke führen und dann eine neue Brücke daneben bauen. Auf Remscheider Seite müsste man die Trassierung dafür vermutlich etwas anfassen, aber gehen würde das wohl schon.

Eine ansprechende Neubaukonstruktion lässt sich sicherlich finden.