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Mein lieber Robert,

bis vor wenigen Tagen war ich viele Jahre Anlagenverantwortlicher für eine Werkbahn. Glaube mir: Dass was du vorschlägst, kostet so viel - mehr wollte man da nicht machen. Heutzutage sind ist der Anteil der Materialkosten, im Vergleich zur Baulogistik und Arbeits- und Maschinenkosten, Pillepalle.
Moin,

als Kaufmann kann ich Deinen Argumenten folgen. und von 50 € Tagesmiete, die jetzt offenbar zwei Jahre lang gar nicht geflossen sind, kann man es nicht finanzieren.
Nur wenn ich als EVU das Gleis zeitnah brauche, habe ich keine Zeit, auf den Wiederaufbau zu warten. Denn das ist das Problem von adhoc-Verkehren, dass die Infrastruktur bereits bzw. noch vorhanden sein muss, wenn ich einen oder mehrere Züge fahren will.

Soll heißen, dass eine gewisse Basis-Infrastruktur einfach zur Daseinsvorsorge, zum Allgemeingut gehört. Dass diese Denkweise gewisse Korrekturen an der Bahnreform, die auf den Kapitalmarkt ausgerichtet war, erfordert, deren Fehler schon längst korrigiert gehören, steht auf einem anderen Blatt. Aber das tut dringend not.

Rein marktwirtschatflich lässt sich kein Verkehrsträger finanzieren, weder die Eisenbahn, die Binnenschifffahrt, erst recht nicht das Straßennetz.

Grüße Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
An der Sache sind zwei Punkte doch auffällig:

Zwei parallele Verfahren?

Am 19.02.2018 beantragt die DB Netz, Regionalbereich Süd in München die Plangenehmigung zum Rückbau des Gleises 22. Die Plangenehmigung wird am 27.06.2019 erteilt.

[www.eba.bund.de]

Am 12.03.2019 (!) beantragt die DB Netz-Zentrale in Frankfurt die Stilllegung des Gleises 22. Die Stilllegung wird am 14.05.2019 bewilligt.

[www.eba.bund.de]

Weiß da die Zentrale nicht, was der Regionalbereich Süd so treibt? Warum beantragt die DB Netz-Zentrale "nur" eine Stilllegung (dann wäre eine Reaktivierung ja jederzeit relativ einfach möglich), während der Regionalbereich Süd das ganze Gleis am liebsten sofort zurückbaut? Da stimmt doch was nicht???

Am Ende verstehe ich die EVU nicht. Es wäre doch für jedes der Güter-EVU ein einfaches, bei beiden o.g. EBA-Verfahren Widersprüche zu erheben. Wenn da jedesmal (sagen wir) 100 Güter-EVU einen standardmäßig vorformulierten Widerspruch einreichen würden, müsste das EBA die Anträge jedes mal abweisen und die Infrastruktur bliebe erhalten. Den EVU tut das nicht weh. Die geballte Masse macht halt den Einfluss.

Betriebswirtschaftliche Betrachtung

Auch hier wird ja seitens der DB Netz mit der Betriebswirtschaft argumentiert. Eine Instandsetzung des Gleises soll angeblich 200.000€ kosten. Jetzt nehmen wir mal an, die Bundeswehr würde das Gleis regelmäßig einmal im Monat für einen Arbeitstag (= 8 Stunden für Verladung, Ladungssicherung, Zugvorbereitung) nutzen.

[fahrweg.dbnetze.com]

Jetzt schauen wir mal da rein und sehen, was denn die DB Netz für die Nutzung ihrer Ladestellen so verlangt und stellen fest, dass kostet so um die 3 € pro Stunde!

Die regelmäßige Nutzung wird seitens der DB Netz ja als Voraussetzung gesehen, das Gleis zu erhalten. Einmal im Monat ist regelmäßig. Es stünden also einem angeblichen Invest von 200.000€ monatliche Einnahmen von 24€ gegenüber! Jetzt kann man sich mal hochrechnen, wie oft denn das Gleis 22 wirklich genutzt werden müsste, damit sich das betriebswirtschaftlich wirklich lohnt (d.h. es bleibt ein Gewinn übrig nach Abzug von Instandhaltungskosten und Abschreibung!). Dieses kleine Rechenexempel zeigt doch nur, wie heuchlerisch das angebliche Argument der Betriebswirtschaftlichkeit ist. Es kann natürlich auch sein, dass die 200.000€ einfach nur als Abschreckung dienen sollen.

Fazit: Es wird einfach allerhöchste Eisenbahn, die Infrastruktur (DB Netz, DB Station&Service und DB Energie) in eine öffentlich-rechtliche Infrastrukturgesellschaft im Eigentum des Bundes zu überführen und die Betriebswirtschaft auch bei der Eisenbahn über Bord zu werfen und das Gemeinwohl in den Vordergrund zu stellen. Bei den Straßen fragt doch auch niemand, ob die Ortsverbindungsstraße von Kleinkleckersdorf nach Hinterkuhmühle betriebswirtschaftlich ist.










Die Bahn - das Leben in vollen Zügen genießen!

Jucksnjo
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