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Hallo zusammen,

es ist immer wieder bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft die Bahn sich selbst verstümmelt.
Die Kosten sind außerdem mindestens eine Zehneroptenz zu hoch! Wann ist die nächste Gleisbaustelle in der Nähe?
Ein paar dort ausgebaute B70/ B58-Schwellen, ein paar Meter Schiene,
ein Tag eine Kolonne mit Zweiwegebagger von der Baufirma die eh da ist und das Gleis hält wieder 20 Jahre.

Es ist zum Kotzen im Autoland Deutschland meint ein ärgerlicher Robert.
Also wenn der Artikel alle Sachverhalte richtig wiedergibt, dann ist da aber von allen Seiten was faul. Die Lokalpolitik rennt zur Bundeswehr und die ist angeblich für den Erhalt. Verladen hat sie aber offenbar im kompletten letzten Jahr fort nichts, also warum braucht die das?
Die DB behauptet der Abbau wäre kein Problem, weil man das Gleis einfach wieder errichten könnte wenn es wieder gebraucht würde. Hinterher heißt es aber es bräuchte dann ein Planfeststellungsverfahren. Dass dabei dann aktuelle Vorschriften eingehalten werden müssen wird noch als Vorteil für die Anwohner verkauft. Kein Wunder, verhindert das doch mit großer Wahrscheinlichkeit die Wiedererrichtung.
Und zuerst „muss“ ja mal der Kabelkanal genau dort hin.
Dessen Verlegung ist dann irgendwann teurer als der eigentliche Gleisbau...
Manchmal ist es wirklich lustig in diesem Lande! Rückbau von Gleis 22 vorgesehen und der Landrat hat was dagegen, dass ein seit 2018 nicht mehr genutztes Gleis abgebaut wird und begründet dies mit Hoffnung auf Bundeswehr.... Ein wirkliches Nutzkonzept besteht aber auch nicht aus Hoffnung und ein Unternehmen kann es sich nur schwerlich Leisten wegen auf Hoffnung basierenden Wünschen nur Kosten zu haben. Eigenartige Ansichten haben wir in Deutschland entwickelt. Auch wenig erschließend ist für mich das Argument der Mobilitätswende und des Klimaschutzes. Wenn ein Nebengleis ohne Bahnsteig nicht genutzt wird, wo soll da der Sinn liegen????? Warum hat der Landrat Angst vor einem vereinfachten Planfeststellungsverfahren welches seinen Bürgern gerade in Bezug auf Lärmschutz ggf. sogar Vorteile bringen würde? Was sagt der Landrat zu einer Kostenbeteiligung? Die Frage wird von den Journalisten aber natürlich nicht aufgegriffen! Wir wollen ein Gleis, welches keiner braucht, erhalten!!!! Aus Prinzip! Ein Schildbürgerstreich aus meiner Sicht!

Und Sorry an die DB- Basher: Wer von Euch hält kostenintensive Ressourcen vor, die niemand braucht? Und da ist egal, ob der im Artikel genannte Preis jetzt zu hoch ist oder nicht!

MfG
maschwa
Hallo,

das Thema ist schon länger im DSO-Programm:
[www.drehscheibe-online.de]


Gruß 144.5

https://abload.de/img/img_2151pwkek.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.06.20 02:24.
Die Gleise in Münchehof waren auch schon nach längerer Nichtnutzung beim EBA zum Abriß beantragt. Jetzt wird da fleißig Holz verladen, man war leider nicht schell genug damit, die unnötige Infrastruktur wegzureißen.

Carsten

Wo sind da 200.000€ nötig? (o.w.T)

geschrieben von: Carsten Hölscher

Datum: 26.06.20 02:12

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Berchtesgaden: Gütergleis 22: Wer braucht es, wer zahlt?

geschrieben von: VT

Datum: 26.06.20 07:05

Was hat der Landrat eigentlich dagegen, dass das Ladegleis in Reichenhall weiter genutzt wird? Wenn die Bundeswehr dort bisher einziger Nutzer war, sind dessen Tage bei einer Verlegung nach Berchtesgaden auch gezählt. Mein Verdacht ist eher, dass die Bundeswehr dort die Parkplätze am Bahnhof bzw. den Supermärkten stärker blockiert als in Berchtesgaden.

Für ein bayerisches Streckenende hat Berchtesgaden auch ohne Ladegleis sehr umfangreiche Gleisanlagen.
Hallo,

vielleicht hat der Landrat auch mit dem falschen Kommandeur telefoniert. In Bischofswiesen ist das GebJgBtl 232 stationiert, nicht 323, wie es im Artikel steht. 😉

Gruß

NWK
maschwa schrieb:
Manchmal ist es wirklich lustig in diesem Lande! Rückbau von Gleis 22 vorgesehen und der Landrat hat was dagegen, dass ein seit 2018 nicht mehr genutztes Gleis abgebaut wird und begründet dies mit Hoffnung auf Bundeswehr.... Ein wirkliches Nutzkonzept besteht aber auch nicht aus Hoffnung und ein Unternehmen kann es sich nur schwerlich Leisten wegen auf Hoffnung basierenden Wünschen nur Kosten zu haben. Eigenartige Ansichten haben wir in Deutschland entwickelt.
Diese eigenartigen Ansichten sind aus grottenschlechten Erfahrungen in den letzten Jahren/Jahrzenten mit dem Laden entstanden. Es stellt sich für den Betrachter so da, dass er sich weitest möglich irreversibel von seinem eigenen Verkehrssystem zu trennen versucht und auch sicherzustellen, dass einmal abgebautes ganz sicher nie wieder aufgebaut werden kann. Der Gesetzgeber hat da mit Eisenbahnkreuzungsgesetz und diversen anderen Regelwerken das entsprechende Handwerkszeug dafür bereit gestellt.

Zitat:
Auch wenig erschließend ist für mich das Argument der Mobilitätswende und des Klimaschutzes. Wenn ein Nebengleis ohne Bahnsteig nicht genutzt wird, wo soll da der Sinn liegen????? Warum hat der Landrat Angst vor einem vereinfachten Planfeststellungsverfahren welches seinen Bürgern gerade in Bezug auf Lärmschutz ggf. sogar Vorteile bringen würde?
Das Argument hängt eben genau daran, dass es in Deutschland unmöglich gemacht worden ist, einmal abgebaute Eisenbahninfrastruktur wieder aufzubauen.
Bekommen wir mal irgendwann ein Regelwerk, wo der Grundstücksbesitzer 4 Wochen Zeit kriegt sein Haus zu räumen und dann kommen Abriss- und Sprengkommando, braucht man um ein vorhandenes Gleis nicht so zu kämpfen. Bis dahin sollte man alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.
Henra schrieb:
maschwa schrieb:
Manchmal ist es wirklich lustig in diesem Lande! Rückbau von Gleis 22 vorgesehen und der Landrat hat was dagegen, dass ein seit 2018 nicht mehr genutztes Gleis abgebaut wird und begründet dies mit Hoffnung auf Bundeswehr.... Ein wirkliches Nutzkonzept besteht aber auch nicht aus Hoffnung und ein Unternehmen kann es sich nur schwerlich Leisten wegen auf Hoffnung basierenden Wünschen nur Kosten zu haben. Eigenartige Ansichten haben wir in Deutschland entwickelt.
Diese eigenartigen Ansichten sind aus grottenschlechten Erfahrungen in den letzten Jahren/Jahrzenten mit dem Laden entstanden. Es stellt sich für den Betrachter so da, dass er sich weitest möglich irreversibel von seinem eigenen Verkehrssystem zu trennen versucht und auch sicherzustellen, dass einmal abgebautes ganz sicher nie wieder aufgebaut werden kann. Der Gesetzgeber hat da mit Eisenbahnkreuzungsgesetz und diversen anderen Regelwerken das entsprechende Handwerkszeug dafür bereit gestellt.

Zitat:
Auch wenig erschließend ist für mich das Argument der Mobilitätswende und des Klimaschutzes. Wenn ein Nebengleis ohne Bahnsteig nicht genutzt wird, wo soll da der Sinn liegen????? Warum hat der Landrat Angst vor einem vereinfachten Planfeststellungsverfahren welches seinen Bürgern gerade in Bezug auf Lärmschutz ggf. sogar Vorteile bringen würde?
Das Argument hängt eben genau daran, dass es in Deutschland unmöglich gemacht worden ist, einmal abgebaute Eisenbahninfrastruktur wieder aufzubauen.
Bekommen wir mal irgendwann ein Regelwerk, wo der Grundstücksbesitzer 4 Wochen Zeit kriegt sein Haus zu räumen und dann kommen Abriss- und Sprengkommando, braucht man um ein vorhandenes Gleis nicht so zu kämpfen. Bis dahin sollte man alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

Hallo Foristi,
der Kölner würde sagen: "Wat fott is, dat is fott und et bliev och fott."

Grüße vom See
maschwa schrieb:
Warum hat der Landrat Angst vor einem vereinfachten Planfeststellungsverfahren welches seinen Bürgern gerade in Bezug auf Lärmschutz ggf. sogar Vorteile bringen würde? Was sagt der Landrat zu einer Kostenbeteiligung? Die Frage wird von den Journalisten aber natürlich nicht aufgegriffen! Wir wollen ein Gleis, welches keiner braucht, erhalten!!!! Aus Prinzip! Ein Schildbürgerstreich aus meiner Sicht!
Ich nehme an, Du bist einer von diesen üblen Immobilien Spekulanten, der hofft, da an ein billiges Grundstück zu kommen. Anders kann ich mir Deinen Beitrag nicht erklären.
Oder Du lebst in einem anderen Land, weit, weit weg von Deutschland.
Planfeststellungsverfahren haben in hierzulande nur bei Straßenbauvorhaben und bei gigantomanischen Prestigeprojekten eine Chance. Bei 'normaler' Bahninfrastruktur sind die faktisch aussichtslos. Und genau deswegen sollte das Gleis erhalten werden.
Für den Wiederaufbau von 100m Gleis, wenn man es nach 20-jährigen Rechtsstreitigkeiten doch durchbekäme, verlangt DB Netz dann garantiert hohe Millionenbeträge. Für den ganzen Zirkus kann man das Gleis hundert Jahre liegen lassen.
Die Frage ist halt, kennen wir alle Fakten? Ist evtl. ein Umbau der Stellwerkstechnik geplant? Da kann die Einbindung einer Weiche (bzw. deren Entfall) schon einiges kosten.
Evtl. ist das Ladegeleis wegen der BW Verladung noch spezielle spezifiziert (im Bezug auf Belastbarkeit und Verfügbarkeit) was auch wieder zusätzliche Kosten verursachen könnte.
Ansonsten ist es halt immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wenn irgendwer das Gleis regelmäßig nutzen würde, dann gäbe es die ganze Diskussion nicht.
Aber so ist das halt. Wir wollen eine gute Bezahlung für alle Mitarbeiter der Bahn, modernes Rollmaterial, moderne Infrastruktur (aber bitte mit allen Strecken die es je gab + sinnvollen Neubauten) und deutlich billigere Fahrpreise.
Richtig ! Warum hat der Bahnhof Berchtesgaden überhaupt noch soviel Gleisanlagen für den Verkehr. Die Hälfte kann doch ohne Probleme weg dort.

Dieser Beitrag wurde aus Corona freien, digital abbaubaren bzw wieder verwertbaren Buchstaben geschrieben,
Der Sinn ist doch einfach erklärt: Ist das Gleis einmal weg, kommt es nie wieder. Dafür sorgt die DB schon.

Wenn Gleisabbau und Abbau von Verkehrsvolumen auf der Schiene jetzt und in Zukunft gut findet, dann los.

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

TomyN schrieb:
Die Frage ist halt, kennen wir alle Fakten? Ist evtl. ein Umbau der Stellwerkstechnik geplant? Da kann die Einbindung einer Weiche (bzw. deren Entfall) schon einiges kosten.
Kann sein. Wenn man z.B. vom Estw auf ein mechanisches Stellwerk umbaut, dann ist ein Umbau aufwändig.
Achso, es wird ja wohl höchstens zum EStw/DStw hingehen. Da kostet eine weitere Weiche fast nichts. Stand so im Prospekt.

Keine Maskenpflicht? Dann fahr ich nicht!

agw schrieb:
Der Sinn ist doch einfach erklärt: Ist das Gleis einmal weg, kommt es nie wieder. Dafür sorgt die DB schon.
Der Satz gehört in Stein gemeißelt und oben angepinnt! Dem ist leider nichts, aber auch wirklich gar nichts hinzuzufügen.
Verkehrswende findet nicht auf ungenutzten Gleisen statt. Im Übrigen wird ein Mehr an Güterverkehr nicht über Ladestrassen stattfinden. Die klassische Ladestrasse gibt es nur noch auf der Modellbahn und evt. noch zum Beladen von Holz, wobei letzteres mit vereinzelten Transporten für den Infrastrukturbetreiber nicht wirtschaftlich sein dürfte.
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