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Frank Schönow schrieb:
setra68 schrieb:
Es wäre zu schön gewesen mit der Verkehrswende aber ich habe Hoffnung auf die nächste Bundestagswahl.
Dann gibts auch keine Verkehrswende!
Welch Hellseherische Fähigkeiten;-)

Re: Milliarden statt Milliönchen

geschrieben von: def

Datum: 23.05.20 12:53

Schwarzwaelder schrieb:

Und dazu kommen noch die bereits vor der Pandemie zugesagten 12 Milliarden nur für 2020

"2020: Rekordinvestitionen von 12,2 Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur"

[www.deutschebahn.com]
In Österreich werden jährlich ca. 2 Mrd. EUR in die Eisenbahninfrastruktur investiert. Also etwa ein Sechstel der deutschen Investitionen - bei einem Zehntel der Einwohner/innen.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Vmtl. keine Abwrackprämie für Pkw´s ...

geschrieben von: Henra

Datum: 23.05.20 13:02

Max Weißenborn schrieb:
Wie Studien von 2 Universitäten in den USA belegen, werden nach der Covid-19/Sars-CoV-2 auf lange Sicht 40-60 % aller Arbeitsplätze nicht mehr gebraucht.
Was sind denn das für wilde Theorien???
Wieso werden nach Covid so viele Arbeitsplätze denn nicht mehr gebraucht? Das wäre allenfalls der Fall gewesen, wenn man der Krankheit freien Lauf gelassen hätte. Da es danach alle >75-Jährigen + zigtausende vorerkrankte Jüngere dahingerafft hätte, hätte man sicherlich >50% im Gesundheits- und Pflegewesen einsparen können, da die Hauptklientel entfallen wäre. Der resultierende Schock wegen Millionen Toten hätte sein übriges zu einer katastrophalen Stimmung im Lande mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Wirtschaft getan. Auch muss man rührend naiv sein, um zu glauben, dass die Menschen dann ungerührt weitergemacht und -konsumiert hätten, wenn neben ihnen rechst und links die Menschen sterben.
Brasilien's irrer Präsi würde diesen Versuch wohl ganz gerne starten. Mal scheuen, wie lange die das durchhalten?!

Aber in der gegeben Situation? Gut für Hotellerie und Gaststättengewerbe wird es vorerst etwas schwierig bleiben und die Clublandschaft dürfte danach erstmal sehr überschaubar/nicht existent sein. Da die aber keine hohen Vorabinvestitionen erfordern kommen die i.d.R. recht schnell wieder.
Zum Thema Mobilität fürchte ich, dass die Träume hier, dass es danach keine PKW's in Deutschland mehr geben wird, nicht in Erfüllung gehen werden.
Die Automobilindustrie wird sich wieder weitgehend erholen. Für die allermeisten Menschen wird sich an ihrem Mobilitätsverhalten nämlich nicht so furchtbar viel ändern, schon gar nicht weg vom PKW. Die zigtausende E- Bikes die aktuell verkauft werden, werden a) Freizeit- Vehikel und b) eher den ÖPNV ersetzen als den PKW - Da bietet nämlich das E-Bike gegenüber dem Auto keinen gefühlten Corona- Schutzfaktor, gegenüber dem ÖPNV schon. Beim aktuellen Spritpreis und vor dem Hintergrund des merklich höheren Preises dürfte auch das Thema E- Auto erst mal sehr, sehr zäh werden.
Wie schnell ÖPNV und E-Auto sich von Corona erholen, wird man sehen. Das wird aber sehr von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängen. Ich gehe aber grundsätzlich davon aus, dass sie sich langsamer erholen werden als der 'klassische' PKW und seine zugehörige Industrie.
Moin.

Den Vorletzten habe ich anno 2010 genauso teilfinanziert; der nächste wird erst ab Herbst gebaut. Jedoch ist der aktuelle dazu noch zu jung, als dass ich da eine Prämie dafür bekommen könnte. Was bei den Händlern steht, ist alles nichts für mich ...

Wartende Grüsse, Krischan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
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Re: Vmtl. keine Abwrackprämie für Pkw´s ...

geschrieben von: def

Datum: 23.05.20 13:09

Henra schrieb:Zitat:
Max Weißenborn schrieb:
Wie Studien von 2 Universitäten in den USA belegen, werden nach der Covid-19/Sars-CoV-2 auf lange Sicht 40-60 % aller Arbeitsplätze nicht mehr gebraucht.
Er wird sich schon was dabei gedacht haben, die Quelle nicht zu verlinken. Meine These: entweder, es gibt diese Studien nicht, oder er gibt verkürzte wieder, oder seine (sicher "alternative") Quelle gibt sie verkürzt wieder.


Zitat
Zum Thema Mobilität fürchte ich, dass die Träume hier, dass es danach keine PKW's in Deutschland mehr geben wird, nicht in Erfüllung gehen werden.
Die Automobilindustrie wird sich wieder weitgehend erholen.
Das hat ja hier im Thread auch niemand bestritten. Daher das Unverständnis für die Staatshilfen!

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
setra68 schrieb:
Es wäre zu schön gewesen mit der Verkehrswende aber ich habe Hoffnung auf die nächste Bundestagswahl.
Hallo,

eine Verkehrswende wird definitiv kommen!

Jedoch habe ich die Hoffnung schon vor Corona längst verloren, dass der SPNV an der Verkehrswende maßgeblich beteiligt sein wird...


Grüße,

diezge
diezge schrieb:
nozomi07 schrieb:
Die Autoindustrie ist durch Corona doch gar nicht besonders betroffen.

wie kommst Du denn auf das dünne Brett?

Die Autoindustrie ist sogar außerordentlich stark von Corona betroffen!

Ich frage mich gerade, warum ihn meinem Betrieb (Zulieferindustrie) eine Kurzarbeit von über 60 % angeordnet wurde. Und das in der Entwicklung, die Produktion hat 100 % Kurzarbeit und fährt jetzt langsam wieder hoch.
Die Autoindustrie war auch vor Corona tief in der Krise und hatte Überkapazität. Da war Corona die willkommene Gelegenheit Halden abzubauen und Kurzarbeitergeld zu kassieren. Am Auto-Bedarf hat Corona nichts geändert, der Produktionsstopp hat keine Auswirkungen auf den längerfristigen Absatz.

Ganz anders schauts in Branchen aus, die auf lange Sicht nur eingeschränkt arbeiten können. Seien es Gasthäuser, Reiseunternehmen, Musik- und Theaterveranstalter, praktisch alles was mit Dienst am Menschen zu tun hat. Für uns hier relevant lokale ÖV-Betriebe und Busunternehmer. Hier überall gibts auch keinen Nachholeffekt! Wer 2020 nicht in Urlaub fährt oder zum Musikfestival geht, tut das nächstes Jahr nicht zweimal.

Warum also ausgerechnet der Autolobby die Milliarden in den Rachen werfen? Weil sie so bedürftig ist? Nein. Weil sie so laut brüllt.
fahremitderbahn4020 schrieb:
Hallo,

um infolge der Corona-Pandemie die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, sind Konjunkturmaßnahmen unerlässlich.

Während in Österreich Millionen in den Bahnverkehr gesteckt werden [www.tagesschau.de] , wird in Deutschland sehr wahrscheinlich die Autokaufprämie kommen.[www.tagesspiegel.de] Das fatale dabei ist, dass unser Vekehrsminister Scheuer diese auch für Verbrenner mit einem CO2-Ausstoß von bis zu 140g/km (SUV) will, obwohl der EU-Grenzwert bei 95 g/km liegt.
Die Autolobby hat mal wieder gute Arbeit geleistet.

Einen Kommentar zu dieser "SUV-Grenze" spare ich mir an dieser Stelle.

Unverständliche Grüße
fahremitderbahn
Hallo,

man muss aber auch beachten, dass Österreich gar keine Automobilindustrie hat.

Der Grenzwert von 95 g/km ist der Flottenverbrauch und nicht die absolute Obergrenze. Ein VW Golf VII stößt um die 100 g/km aus und das ist bei Weitem noch kein SUV.

Jetzt noch ein Kommentar zur Prämie:
Es ist nun mal so, dass Deutschland von der Automobilindustrie abhängig ist. Ohne Autoindustrie würde Deutschland innerhalb weniger Jahre zum Armenhaus verkommen. Die Prämie ist ein Klacks gegenüber dem, was die Autoindustrie wieder in die Kassen spült. Das Geld, das in der Autoindustrie verdient wird, ist in großem Maße für den Wohlstand verantwortlich, in dem wir leben. Und ohne das dort verdiente Geld könnten wir uns eine funktionierende Eisenbahn überhaupt nicht leisten. Mit der Prämie werden nicht die Autokonzerne gepampert, sondern hauptsächlich die Mitarbeiter. Menschen wie Du und ich mit Familie. Und diese Mitarbeiter leben, kaufen und konsumieren. Und fahren auch Bahn. Das sind Fakten, die man nicht vergessen darf, wenn man über diese Prämie lästern möchte.


Grüße,

diezge
nozomi07 schrieb:
diezge schrieb:
nozomi07 schrieb:
Die Autoindustrie ist durch Corona doch gar nicht besonders betroffen.

wie kommst Du denn auf das dünne Brett?

Die Autoindustrie ist sogar außerordentlich stark von Corona betroffen!

Ich frage mich gerade, warum ihn meinem Betrieb (Zulieferindustrie) eine Kurzarbeit von über 60 % angeordnet wurde. Und das in der Entwicklung, die Produktion hat 100 % Kurzarbeit und fährt jetzt langsam wieder hoch.
Die Autoindustrie war auch vor Corona tief in der Krise und hatte Überkapazität. Da war Corona die willkommene Gelegenheit Halden abzubauen und Kurzarbeitergeld zu kassieren. Am Auto-Bedarf hat Corona nichts geändert, der Produktionsstopp hat keine Auswirkungen auf den längerfristigen Absatz.

Ganz anders schauts in Branchen aus, die auf lange Sicht nur eingeschränkt arbeiten können. Seien es Gasthäuser, Reiseunternehmen, Musik- und Theaterveranstalter, praktisch alles was mit Dienst am Menschen zu tun hat. Für uns hier relevant lokale ÖV-Betriebe und Busunternehmer. Hier überall gibts auch keinen Nachholeffekt! Wer 2020 nicht in Urlaub fährt oder zum Musikfestival geht, tut das nächstes Jahr nicht zweimal.

Warum also ausgerechnet der Autolobby die Milliarden in den Rachen werfen? Weil sie so bedürftig ist? Nein. Weil sie so laut brüllt.
Moin.

Das ist so nicht richtig. Ich kenne genügend Leute bzw Familien, die mehrmals im Jahr in den Urlaub düsen. Also der Vergleich hinkt; ebenso was Theater und/oder Festivals betrifft.

Grüsse, Krischan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

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nozomi07 schrieb:
diezge schrieb:
nozomi07 schrieb:
Die Autoindustrie ist durch Corona doch gar nicht besonders betroffen.

wie kommst Du denn auf das dünne Brett?

Die Autoindustrie ist sogar außerordentlich stark von Corona betroffen!

Ich frage mich gerade, warum ihn meinem Betrieb (Zulieferindustrie) eine Kurzarbeit von über 60 % angeordnet wurde. Und das in der Entwicklung, die Produktion hat 100 % Kurzarbeit und fährt jetzt langsam wieder hoch.
Die Autoindustrie war auch vor Corona tief in der Krise und hatte Überkapazität. Da war Corona die willkommene Gelegenheit Halden abzubauen und Kurzarbeitergeld zu kassieren. Am Auto-Bedarf hat Corona nichts geändert, der Produktionsstopp hat keine Auswirkungen auf den längerfristigen Absatz.

Ganz anders schauts in Branchen aus, die auf lange Sicht nur eingeschränkt arbeiten können. Seien es Gasthäuser, Reiseunternehmen, Musik- und Theaterveranstalter, praktisch alles was mit Dienst am Menschen zu tun hat. Für uns hier relevant lokale ÖV-Betriebe und Busunternehmer. Hier überall gibts auch keinen Nachholeffekt! Wer 2020 nicht in Urlaub fährt oder zum Musikfestival geht, tut das nächstes Jahr nicht zweimal.

Warum also ausgerechnet der Autolobby die Milliarden in den Rachen werfen? Weil sie so bedürftig ist? Nein. Weil sie so laut brüllt.
Hallo,

Dir ist aber schon klar, dass im ÖPNV momentan unter anderem deshalb so wenig los ist, WEIL die Mitarbeiter der Automobilindustrie in Kurzarbeit oder Homeoffice sind und somit nicht pendeln?

Wenn es der Autoindustrie schlecht geht, dann hängen im Umkehrschluss die von Dir genannten Branchen da dran. Gerade Gasthäuser, Musik und Theater. Wer arbeitslos ist besucht kein Musical und keine Theatervorstellungen, weil er es sich schlichtweg nicht leisten kann.

Man tut immer so, als würde solch eine Förerung zu 100 % bei den Automobilfirmen verbleiben. Das ist nicht ganz richtig. Es profitieren hauptsächlich die Mitarbeiter daran. Und außerdem dürfte das in der Autoindustrie verdiente Geld weit mehr in die Staatskassen spülen, als die Prämie kostet. Außerdem: Neue Arbeitslose im Millionenbereich, würden noch viel, viel teurer kommen...


Grüße,

diezge
diezge schrieb:
fahremitderbahn4020 schrieb:
Hallo,

um infolge der Corona-Pandemie die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, sind Konjunkturmaßnahmen unerlässlich.

Während in Österreich Millionen in den Bahnverkehr gesteckt werden [www.tagesschau.de] , wird in Deutschland sehr wahrscheinlich die Autokaufprämie kommen.[www.tagesspiegel.de] Das fatale dabei ist, dass unser Vekehrsminister Scheuer diese auch für Verbrenner mit einem CO2-Ausstoß von bis zu 140g/km (SUV) will, obwohl der EU-Grenzwert bei 95 g/km liegt.
Die Autolobby hat mal wieder gute Arbeit geleistet.

Einen Kommentar zu dieser "SUV-Grenze" spare ich mir an dieser Stelle.

Unverständliche Grüße
fahremitderbahn
Hallo,

man muss aber auch beachten, dass Österreich gar keine Automobilindustrie hat.

Der Grenzwert von 95 g/km ist der Flottenverbrauch und nicht die absolute Obergrenze. Ein VW Golf VII stößt um die 100 g/km aus und das ist bei Weitem noch kein SUV.

Jetzt noch ein Kommentar zur Prämie:
Es ist nun mal so, dass Deutschland von der Automobilindustrie abhängig ist. Ohne Autoindustrie würde Deutschland innerhalb weniger Jahre zum Armenhaus verkommen. Die Prämie ist ein Klacks gegenüber dem, was die Autoindustrie wieder in die Kassen spült. Das Geld, das in der Autoindustrie verdient wird, ist in großem Maße für den Wohlstand verantwortlich, in dem wir leben. Und ohne das dort verdiente Geld könnten wir uns eine funktionierende Eisenbahn überhaupt nicht leisten. Mit der Prämie werden nicht die Autokonzerne gepampert, sondern hauptsächlich die Mitarbeiter. Menschen wie Du und ich mit Familie. Und diese Mitarbeiter leben, kaufen und konsumieren. Und fahren auch Bahn. Das sind Fakten, die man nicht vergessen darf, wenn man über diese Prämie lästern möchte.


Grüße,

diezge
Guten Tag,
die Zeit wird zeigen das das finanzielle Unterstützen der Autoindustrie und damit das einfach so weiter wie bisher falsch ist. Nämlich dann, wenn deutsche Autos in Sachen Klimaschutz nicht mehr konkurrenzfähig sind. Dann haben aber die die jetzt entscheiden ihre Schäflein im Trockenen und unsere Kinder und Enkel dürfen es ausbaden. Denn das Geld das jetzt mit vollen Händen ohne zu überlegen und scheinbar manchmal als reiner Aktionismus ausgegeben wird, wird sich der Staat wieder holen.
Mit nachdenklichen Grüssen.
diezge schrieb:
wie kommst Du denn auf das dünne Brett?

Die Autoindustrie ist sogar außerordentlich stark von Corona betroffen!

Ich frage mich gerade, warum ihn meinem Betrieb (Zulieferindustrie) eine Kurzarbeit von über 60 % angeordnet wurde. Und das in der Entwicklung, die Produktion hat 100 % Kurzarbeit und fährt jetzt langsam wieder hoch.
In der letzten Wirtschaftskrise hat diese Branche auch Kurzarbeit angemeldet und eine Abwrackprämie bekommen. Hinterher konnte man Berichte lesen, dass sie Sonderschichten schieben mussten um die vollen Auftragsbücher abzuarbeiten.
Wir reden hier von einer hoch optimierten Branche, und da spreche ich nicht von der eigentlichen Produktion, da spreche ich vom Einsatz der Finanzmittel. Unter anderem wird das Geld so in der Gegend rumgeschoben, dass man möglichst wenige Steuern zahlt. Aber kaum läuft es schlecht erinnert man sich auf einmal an den lieben Staat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 14:21.
diezge schrieb:Zitat:

Hallo,

man muss aber auch beachten, dass Österreich gar keine Automobilindustrie hat.
Nö, muss man nicht. Weil es falsch ist, selbst im wortwörtlichen Sinne (z.B. Opel in Wien-Aspern, wenn auch Schließung geplant). Aber Österreich hat eine relativ starke Zuliefererindustrie.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
def schrieb:
diezge schrieb:Zitat:
Hallo,

man muss aber auch beachten, dass Österreich gar keine Automobilindustrie hat.
Nö, muss man nicht. Weil es falsch ist, selbst im wortwörtlichen Sinne (z.B. Opel in Wien-Aspern, wenn auch Schließung geplant). Aber Österreich hat eine relativ starke Zuliefererindustrie.
... und baut in Graz bei Magna-Steyr Fahrzeuge welche letztendlich deutsche oder japanische Logos tragen.
MrEnglish schrieb:
In der letzten Wirtschaftskzise hat diese Branche auch Kurzarbeit angemeldet und eine Abwrackprämie bekommen. Hinterher konnte man Berichte lesen, dass sie Sonderschichten schieben mussten um die vollen Auftragsbücher abzuarbeiten.
Siehst Du, das ist der Beweis, dass die Prämie funktioniert hat.

So wird Wohlstand gemacht von dem alle Branchen profitieren, auch die Eisenbahn.


Grüße,

diezge
Bitte kein blindwütiges SUV-Bashing! Was haben die 140 g mit einem SUV zu tun? Ein 300 PS-Sportwagen oder ein stark motorisierter Familien-Van stößt mehr aus - und es gibt eine reihe von SUV, die unter diesem Grenzwert liegen.

Unverständliche Grüße

Martin, der einen SUV fährt, der nicht mehr Verkehrsfläche einnimmt als ein Kompaktwagen wie ein Opel Astra oder andere, nur eben etwas höher baut.
Hallo,

Die Autoprämie ist aber auch nur ein Strohfeuer, wenn der Bedarf an Autos gesättigt ist kannst Du auch nur wieder Kurzarbeit anmelden.
Dein letzter Satz ist absoluter Unfug. Von mir aus kann die Autoindustrie Konkurs gehen, es wäre ein erster Schritt, um den vielbeklagten Fachkräftemangel in anderen Bereichen eventuell zu beseitigen.
Ich hatte in meinem Leben nie ein eigenes Fahrzeug (wozu auch) und war Zeit meines Lebens immer im Dienstleistungsbereich tätig. Von Kaufprämien aller Art halte ich von daher sowieso nichts.

Achsstellkeil schrieb:
Und wieviele Eisenbahnarbeitsplätze hängen indirekt an der Autoindustrie , durch Logistik, Transport und Teileversorgung usw. ?
Moin!

Wen interessiert das?

Diese Prämie ist eine absolute Frechheit.


1. E-Autos werden schon jetzt stark gefördert.

2. Eine weitere Förderung käme einer noch krasseren Wettbewerbsverzerrung gleich

3. Einzelhandel, Gastronomie, Gastgewerbe und weitere Branchen haben mehr Arbeitsplätze und sind viel stärker von der Krise betroffen, bekommen aber weniger Unterstützung.

4. Auch ohne die Prämie sind kaum/keine Arbeitsplätze in der Automobilindustrie betroffen (jedenfalls weniger und weniger Risiko als in anderen Branchen).

5. Selbst wenn es so wäre, träfe es Menschen mit besten Tarifverträgen, die über Polster zur Überbrückung der Jobsuche verfügen (die nicht mal angezapft werden müssen - siehe 4.)

6. Der Staat subventioniert, weil die Konzerne weiterhin Mia-Gewinne und Boni ausschütten, indirekt die Wohlhabendsten der Gesellschaft, die es nicht brauchen

7. Nicht nur auf Verkäufer-Seite, auch auf Käufer-Seite profitieren überdurchschnittlich Wohlhabende. Andere brauchen es dringender.

8. Selbst wenn die Förderung nur E-Autos beträfe, die ja schon subventioniert werden (siehe 1), stünde dies im Widerspruch zur Verkehrswende und den ökologischen Zielen, da E-Autos nicht ökologisch sind

9. Dass aber sogar Verbrenner gefördert werden, setzt dem ganzen die Krone auf

10. Und zu allem Überfluss werden dann auch noch Großverbrenner wie SUV gefördert.

Die Liste ließe sich fortsetzen...


Sollte es so kommen, wäre es ein absolutes Armutszeugnis der Regierung, die den Wettbewerb weiter verzerrt, eine Umverteilung vom Durchschnittssteuerzahler zu den Wohlhabenden praktiziert und ihre selbst gesteckten ökologischen Ziele an die Automobilindustrie verkauft, obwohl aus arbeitsmarktpolitischer Sicht dazu überhaupt gar keine Notwendigkeit besteht. Selbst die Wirtschaftsweisen, die nun nicht dafür bekannt sind, sozial-ökologische Aspekte in der Vordergrund zu rücken, haben sich geschlossen dagegen ausgesprochen. Aber sogar die Opposition in Form der Baden-Württembergischen Grünen steht hinter der Forderung.

Traurig, welche Züge Korruption in diesem Land annimmt.

Grüße
Abteil

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 14:07.
nozomi07 schrieb:
Warum also ausgerechnet der Autolobby die Milliarden in den Rachen werfen? Weil sie so bedürftig ist? Nein. Weil sie so laut brüllt.

Warum sitzen die anderen dann nur einzeln wimmernd und heulend in der Ecke? Vielleicht weil man sich an Sonnentagen nur gegenseitig als Konkurent betrachtet und sich nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnt?

Frank aus der Prignitz
diezge schrieb:
man muss aber auch beachten, dass Österreich gar keine Automobilindustrie hat.

Kannst du zwar behaupten, stimmt deswegen aber noch lange nicht. Nur weil es keine österreichische PKW Marke gibt bedeutet das nicht, dass es keine Autoindustrie in Österreich gibt.

diezge schrieb:
Der Grenzwert von 95 g/km ist der Flottenverbrauch und nicht die absolute Obergrenze. Ein VW Golf VII stößt um die 100 g/km aus und das ist bei Weitem noch kein SUV.

Und das findest du normal? Wenn selbst ein Golf schon über dem Flottenverbrauch liegt, dann ist doch was falsch. Das funktioniert nur, weil ordentlich getrickst wird.

diezge schrieb:
Jetzt noch ein Kommentar zur Prämie:
Es ist nun mal so, dass Deutschland von der Automobilindustrie abhängig ist. Ohne Autoindustrie würde Deutschland innerhalb weniger Jahre zum Armenhaus verkommen. Die Prämie ist ein Klacks gegenüber dem, was die Autoindustrie wieder in die Kassen spült. Das Geld, das in der Autoindustrie verdient wird, ist in großem Maße für den Wohlstand verantwortlich, in dem wir leben. Und ohne das dort verdiente Geld könnten wir uns eine funktionierende Eisenbahn überhaupt nicht leisten. Mit der Prämie werden nicht die Autokonzerne gepampert, sondern hauptsächlich die Mitarbeiter. Menschen wie Du und ich mit Familie. Und diese Mitarbeiter leben, kaufen und konsumieren. Und fahren auch Bahn. Das sind Fakten, die man nicht vergessen darf, wenn man über diese Prämie lästern möchte.

Du hast dir das Hirn aber ganz schön weichspülen lassen von der Autolobby. Da wird dann gerne jeder Bäcker, Metzger, etc. als von der Autoindusttie abhängig bezeichneten wenn in der Nähe irgendwo ein Werk ist, weil seine Kunden ja in der Autoindustrie arbeiten. Nur die Kunden der Autoindustrie verdienen ihr Geld auf magische Weise irgendwie undefiniert.
Von den Weltkonzernen kann man eigentlich erwarten, dass sie kurzfristige Krisen aus eigenen Rücklagen finanzieren. Mittel- und langfristig bekommt die Auzoindustrie durch Cotona nur Probleme wenn andere Branchen Probleme bekommen und deren Mitarbeiter weniger Geld für neue Autos haben. Helfen muss man dann aber eben den direkt durch Corona betroffenen Branchen, nicht irgendeiner nachgelagerten Ptoblematik bei der sich die Ursachen von Absatzschwächen gar nicht mehr exakt zuordnen lassen.
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