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Hallo,

um infolge der Corona-Pandemie die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, sind Konjunkturmaßnahmen unerlässlich.

Während in Österreich Millionen in den Bahnverkehr gesteckt werden [www.tagesschau.de] , wird in Deutschland sehr wahrscheinlich die Autokaufprämie kommen.[www.tagesspiegel.de] Das fatale dabei ist, dass unser Vekehrsminister Scheuer diese auch für Verbrenner mit einem CO2-Ausstoß von bis zu 140g/km (SUV) will, obwohl der EU-Grenzwert bei 95 g/km liegt.
Die Autolobby hat mal wieder gute Arbeit geleistet.

Einen Kommentar zu dieser "SUV-Grenze" spare ich mir an dieser Stelle.

Unverständliche Grüße
fahremitderbahn



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 11:36.
Und wieviele Eisenbahnarbeitsplätze hängen indirekt an der Autoindustrie , durch Logistik, Transport und Teileversorgung usw. ?
Achsstellkeil schrieb:
Und wieviele Eisenbahnarbeitsplätze hängen indirekt an der Autoindustrie , durch Logistik, Transport und Teileversorgung usw. ?
Man könnte die Bahn auch direkt fördern, statt solcher absurden Umwege.

Die Autoindustrie ist durch Corona doch gar nicht besonders betroffen. Hier bekommt einfach die Lobby die Milliarden, die am lautesten schreit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 11:51.
Achsstellkeil schrieb:
Und wieviele Eisenbahnarbeitsplätze hängen indirekt an der Autoindustrie , durch Logistik, Transport und Teileversorgung usw. ?
Die Eisenbahnarbeitsplätze könnten in den zuverlässigeren SPNV und SPFV gesteckt werden. Zudem könnte man aktiv fördern, dass andere Branchen von der Straße auf die Schiene wechseln, sodass sich im Güterbereich nicht viel ändern würde. Außerdem wird es immer Autos geben, diese müssen einfach nur umweltfreundlicher werden und daher ist es mir unbegreiflich, wie SUV mit 140g/km CO2-Ausstoß gefördert werden können.
Achsstellkeil schrieb:
Und wieviele Eisenbahnarbeitsplätze hängen indirekt an der Autoindustrie , durch Logistik, Transport und Teileversorgung usw. ?
Also die letzte Kaufprämie haben überwiegend asiatische Kleinwagenhersteller eingestrichen ...

Grüße
Martin
Zumindest die "Wirtsschaftsweisen" lehnen eine solche Kaufprämie ab:

[www.spiegel.de]

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Das Märchen der Deutschen Autoindustrie ...

geschrieben von: Baumstachler

Datum: 23.05.20 12:13

... jeder 7 Arbeitsplatz hänge von der Automobilindustrie ab, ist inzwischen oft genug als lächerlicher Humbug widerlegt worden.

In Wahrheit ist es, selbst bei wohlwollender Betrachtung, gerade einmal jeder 25. Arbeitsplatz (Bezugsbasis 45 Mio. Erwerbstätige).

Oder anders ausgedrückt: knapp 1,7 Mio. direkt und über Verflechtungen von der Autoindustrie abhängige Arbeitsplätze stehen alleine 5,2 Mio. Erwerbstätige im Gesundheitswesen gegenüber (also knapp jeder 9. Job).

Da kann man nur sagen: auf die Verblödungsstrategie des VDA wäre selbst Pinocchio neidisch ... Wie dort mit Statistiken gearbeitet wird ist einfach nur unverschämt unseriös und erinnert an braune Zeiten.

Andererseits zeigt sich an diesen Beispiel: je länger man eine Lüge wiederholt, umso mehr wird sie geglaubt - den Verbraucher interessiert es anscheinend sowieso nicht, weil zu naiv oder zu dumm.

Schade, dass Krankenschwester, Lehrer, Polizisten und dergleichen nicht systemrelevant zu sein scheinen. Für die deutschen Autobauer würde es vollkommen ausreichen, wenn in ganz Deutschland jeden Montag um 20 Uhr für 10 Minuten auf dem Balkon geklatscht wird - das wäre der Bedeutung dieser verbrauchertäuschenden Selbstbedienungsindustrie tatsächlich angemessen.
Sehr, sehr gut'Baumstachler". Da unterschreibe ich jeden Satz.
Beste Grüße vom Niederrhein, linkerhand

Ich wundere mich immer wieder aufs neue über die Automobillobby-Kommentare hier...
Hallo Foristi,

was habt Ihr denn erwartet in diesem unserem Autoland. Na klar wird die Automobilbranche gepampert, denn mit dem
Prügel "Arbeitsplätze" wurde schon immer erfolgreich gedroht. Auch wenn die Wirtschaftsweisen die Förderung ablehnen,
wird, anders als bei Corona, die Stimme der Wissenschaft ignoriert.
Ich habe nichts gegen eine sinnvolle Unterstützung der Branche in Richtung Nachhaltigkeit. Also keine Prämien für Spritschlucker und Protzkarren und keine Förderung von E-Lkw-Versuchsstrecken. Leider gibt es da eine unheilige
Allianz zwischen den Bundesländern mit nenneswerter Autoproduktion; ich fürchte die wird sich am Ende durchsetzen.
Und unser BVM hat sich ja als serviler Erfüllungsgehilfe schon reichlich hervorgetan.
Also düstere Aussichten für eine wirkliche Verkehrswende.

Gruß vom See
Es wäre zu schön gewesen mit der Verkehrswende aber ich habe Hoffnung auf die nächste Bundestagswahl.
...und in den Vorjahren in Kärnten die Strecken nach Kötschach-Mauthen und durchs Rosental. Und war da nicht noch eine Streckenverkürzung in Waidhofen an der Ybbs? Als nächstes geht dann im Herbst die Bad Gleichenberger Bahn über den Jordan.

Noch Fragen?

Dass das gesamte Burgenland südlich des Neusiedler Sees bis auf eine Handvoll Kilometer völlig SPNV-frei ist, sei da nur am Rande erwähnt.

Dass Österreich da so gerne als Vorbild für tollen Nahverkehr genommen wird erstaunt mich da immer wieder. Auch, wenn die Züge da bequemer sind.

Heiko

P.S.: Was das alles nun mit der Förderung der deutschen Autoindustrie zu tun hat erschließt sich mir nicht.

setra68 schrieb:
Es wäre zu schön gewesen mit der Verkehrswende aber ich habe Hoffnung auf die nächste Bundestagswahl.

Dann gibts auch keine Verkehrswende!

Frank aus der Prignitz

Vmtl. keine Abwrackprämie für Pkw´s ...

geschrieben von: Max Weißenborn

Datum: 23.05.20 12:41

Hallo,

natürlich haben die diversen Abwrackprämien erheblich zur Luftverbesserung in der BRD beigetragen.
Das viele ausländischer Hersteller davon profitiert haben ist schließlich auch nicht schlecht, man sieht´s ja Straßenverkehr, wie viele Renault, Japaner oder Südkoreaner inzwischen fahren.
Wie Studien von 2 Universitäten in den USA belegen, werden nach der Covid-19/Sars-CoV-2 auf lange Sicht 40-60 % aller Arbeitsplätze nicht mehr gebraucht.

Man da davon ausgehen, das viele in Deutschland lebende Menschen immer weniger Geld zum ausgeben haben.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, das in der Autoproduktion und Zulieferindustrie knapp die Hälfte aller Arbeitsplätze wegfallen. Das wird alle Nationen treffen.

Eine notwendige Verbesserung im ÖPNV sehe ich derzeit aber auch nicht, weil die Verkehrsbetriebe erheblich "in die Miesen gekommen" sind und viele Menschen wohl dauerhaft auf das Fahrrad umgestiegen sind (geschätzt etwa 15-20%).

Gruß
Max



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 12:44.
Hallöle . Ich glaube nicht das in Deutschland Massenhaft Autos gekauft werden ,nur weil es 2000 oder 3000 Euro vom Staat gibt für Neuwagen . Hier steht bei den Händlern genug auf der Neuwagenhalde . Schönes Wochenende .

Milliarden statt Milliönchen

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 23.05.20 12:46

fahremitderbahn4020 schrieb:
Hallo,

um infolge der Corona-Pandemie die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, sind Konjunkturmaßnahmen unerlässlich.

Während in Österreich Millionen in den Bahnverkehr gesteckt werden [www.tagesschau.de] , wird in Deutschland sehr wahrscheinlich die Autokaufprämie kommen.[www.tagesspiegel.de]
"Laut Papier ist der Bund bereit, 80 Prozent der Schäden aus der Corona-Pandemie durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Bahn auszugleichen, also rund 6,9 Milliarden bis 8,4 Milliarden Euro."

[www.zeit.de]

Und dazu kommen noch die bereits vor der Pandemie zugesagten 12 Milliarden nur für 2020

"2020: Rekordinvestitionen von 12,2 Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur"

[www.deutschebahn.com]


Abschliessende Preisfrage:
Wenn Österreich eine nennenswerte Autoindustrie hätte: wie würden dann die Prioritäten für Kanzler Kurz ausschauen?



Schwarzwälder

Re: Och... zum Beispiel das Schweinebarther Kreuz...

geschrieben von: def

Datum: 23.05.20 12:46

Der Zeuge Desiros schrieb:
...und in den Vorjahren in Kärnten die Strecken nach Kötschach-Mauthen und durchs Rosental. Und war da nicht noch eine Streckenverkürzung in Waidhofen an der Ybbs? Als nächstes geht dann im Herbst die Bad Gleichenberger Bahn über den Jordan.

Noch Fragen?

Dass das gesamte Burgenland südlich des Neusiedler Sees bis auf eine Handvoll Kilometer völlig SPNV-frei ist, sei da nur am Rande erwähnt.

Dass Österreich da so gerne als Vorbild für tollen Nahverkehr genommen wird erstaunt mich da immer wieder. Auch, wenn die Züge da bequemer sind.

Heiko

P.S.: Was das alles nun mit der Förderung der deutschen Autoindustrie zu tun hat erschließt sich mir nicht.
Was vielleicht daran liegt, dass ihr (M 262 und Du) dem Threadersteller Aussagen in den Mund gelegt habt, die er gar nicht getätigt hat. Die Aussage war nicht, dass der SPNV in Österreich pauschal besser ist, sondern dass in Österreich Geld in den Bahnverkehr gesteckt wird, während man in Deutschland mal wieder die Automafia pampert, um aus der zu erwartenden Wirtschaftskrise zu kommen. Es geht um Investitionen, nicht um den Status Quo, zu dem er sich gar nicht geäußert hat!

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Och... zum Beispiel das Schweinebarther Kreuz...

geschrieben von: VT

Datum: 23.05.20 12:48

Die Strecke nach Kammer-Schörfling hat auch ein Angebot, dass seinesgleichen sucht. Obwohl sie durch ein hochtouristische Gegend die auch ansonsten recht wirtschaftsstark ist führt. Nebenbei hat man erst tüchtig investiert und einen neuen Endhaltepunkt gebaut. Auch wenn der alte Bahnhof eine gute Lage (für ein Ferienhaus) hatte liegt der neue doch mehr am Geschehen.
nozomi07 schrieb:
Die Autoindustrie ist durch Corona doch gar nicht besonders betroffen.

Hallo,

wie kommst Du denn auf das dünne Brett?

Die Autoindustrie ist sogar außerordentlich stark von Corona betroffen!

Ich frage mich gerade, warum ihn meinem Betrieb (Zulieferindustrie) eine Kurzarbeit von über 60 % angeordnet wurde. Und das in der Entwicklung, die Produktion hat 100 % Kurzarbeit und fährt jetzt langsam wieder hoch.


Grüße,

diezge
Martinmuetzel schrieb:
Achsstellkeil schrieb:
Und wieviele Eisenbahnarbeitsplätze hängen indirekt an der Autoindustrie , durch Logistik, Transport und Teileversorgung usw. ?
Also die letzte Kaufprämie haben überwiegend asiatische Kleinwagenhersteller eingestrichen ...

Grüße
Martin
Hallo,

das kann man so nicht sagen. In asiatischen Kleinwagen stecken genauso Teile aus deutscher Produktion drin, wie zum Beispiel die Steuergeräte in deutschen Autos in Fernost produziert werden.

Grüße,

diezge
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