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Weiß ich nicht, allerdings weiß ich, dass die Grünen, die ja eigentlich für den umweltschutz sein sollten, schauen könnnten, dass man den Öffentlichen Personenverkehr ausbaut.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Re: Lächerliche "Fakten" ...

geschrieben von: diezge

Datum: 23.05.20 18:52

def schrieb:
Du wiederum tust allerdings so, als würde wohl und wehe dieser Firmen ausschließlich von der Autoindustrie abhängen, genauer: von der Produktion PRIVATER Pkw. Das ist aber genauso Unsinn. Würde nun in tausende Linienbusse investiert, bräuchten die genauso Reifen, um nur ein Beispiel zu nennen. Unsinn ist übrigens auch Deine Behauptung in einem anderen Beitrag, Maschinenbau lebe im Großen und Ganzen von der Autoindustrie. Er lebt wahrscheinlich nicht schlecht von ihr, hat aber genug andere Betätigungsfelder - denn die deutsche Industrie lebt bei weitem nicht nur von Produkten für Endkunden/Konsumenten - genau genommen in einigen Bereichen fast gar nicht mehr. Aber wie Du schon an Deiner Bemerkung, in Österreich gäbe es keine Autoindustrie, gezeigt hast: was Du als Endkunde/Konsument nicht mitbekommst, existiert für Dich nicht.

Und wieso freie Werkstätten und Autohausbeschäftigte eigentlich ihren Job verlören, wenn die deutsche Autoindustrie den Bach runterginge, bleibt Dein Geheimnis. Freie Werkstätten könnten kurzfristig sogar von der Krise profitieren, wenn viele ihr Auto reparieren lassen statt ein neues zu kaufen. Und Gerüchten zufolge gibt es sogar Autohäuser ausländischer Unternehmen - und das in Deutschland!

Und zu Zulieferern: Man kann die eigenen Produkte ja auch exportieren statt nach Wolfsburg, Stuttgart oder Ingolstadt zu liefern. Wenn Qualität, Preis oder am besten das Verhältnis aus beiden stimmen, ist das doch gar kein Problem. Und die Zulieferindustrie scheint ja durchaus konkurrenzfähig zu sein, sonst würden VW & Co. auch nicht bei ihr kaufen. (Die Annahme, sie tun das aus Patriotismus oder um mit kurzen Wegen die Umwelt zu schonen, halte ich für reichlich naiv.)
Hallo,

na dann will ich Dich mal in mein Geheimnis einweihen:
Nehmen wir als Beispiel die ZF (Getriebe, Lenkungen, Achsen, Stoßdämpfer, Fahrwerke, Airbags, Fahrzeugelektronik, autonomes Fahren...). Als BMW, VW, Mercedes und die LKW-Hersteller die Produktion einstellen mussten (die Autohäuser durften Corona-bedingt keine Fahrzeuge mehr verkaufen, da die Autohäuser staatlich verordnet geschlossen werden mussten), verging keine Woche, bis die ZF auch in Kurzarbeit war. Und dass die Zulieferer da unfexibel und träge sind, kann man auch nicht behaupten. So hat ZF die Produktion von Schutzmasken begonnen. Leider in den Werken in China, die sind da wesentlich flexibler als wir.

Maschinenbau:
Ja natürlich hat der Maschinenbau auch andere Geschäftsfelder. Aber würden die Autohersteller als Kunden wegfallen, müssten die Maschinenbauer auch massenweise entlassen.

Zu den Beschäftigten der Autohäuser und freien Werkstätten:
Weniger verkaufte Neuwagen = weniger Mitarbeiter. Da reicht dann halt ein Autoverkäufer statt drei.
Werkstätten: Weniger Autos auf den Straßen = weniger Reparaturen notwendig = weniger Aufträge = weniger Werkstattmitarbeiter = Entlassungen (auf lange Sicht gesehen).
Zu den ausländischen Herstellern: Das mit dem Corona ist ne weltweite Angelegenheit, somit ist auch die gesamte Autoindustrie weltweit betroffen.

Zu Exporten:
Das wird schon gemacht und habe ich auch schon geschrieben. Beispiele: Die Produkte deutscher Zulieferer sind bei fast allen Autoherstellern dieser Welt verbaut. Im Gegenzug haben deutsche Autos genauso Steuergeräte und sonstige Elektronik, die in Fernost produziert werden. Man würde mit einer Prämie nur für deutsche Autos genauso Arbeitsplätze in Deutschland gefährden.

Um mal eines klar zu stellen:
Ich bin Eisenbahnfan und auch mir wäre es am liebsten, wenn in Deutschland alle Städte >10000 Einwohnern einen zweigleisigen, elektrifizierten Bahnanschluss hätten. Das Ganze ist aber ein realitätsferner Traum und ich bin da halt Realist. Man darf das Auto nicht alternativlos als Teufelszeug verdammen. Das Auto ist Teil der Verkehrswende und da gibt es schon massenweise Entwicklungen und Innovationen, die die nächsten Jahre und Jahrzehnte auf den Straßen fahren werden. Ich sag nur ein Stichwort: autonomes Fahren.

Gerade lese ich in der Zeitung, dass Baden-Württemberg zu den schon 2 Mia. staatlicher Hilfen für alle Branchen jetzt nochmals 1,5 Mia. oben drauf gepackt werden. Davon bekommt die Eisenbahn, die sich ja die nächsten Jahre auf schon vor Corona beschlossene milliardenschwere Zuschüsse freuen darf. In BW wurden mal schnell 200 Mio. Euro Soforthilfe nur für den momentan hochdefizitären Betrieb der Eisenban locker gemacht. Aus diesem Grund kann ich nicht verstehen, dass hier so auf die Autoindustrie eingedroschen wird, wo doch die Autofahrer (und damit auch die, die keinen ÖPNV nutzen können und aufs Auto angewiesen sind) eh schon die Melkkuh der Nation sind.

Oft wird hier zu Recht das "Bahnbashing" verurteilt. "Autobashing" ist aber genauso daneben. Auch in einem Eisenbahnforum.


Grüße,

diezge



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 18:58.
Pesa Link schrieb:
Weiß ich nicht, allerdings weiß ich, dass die Grünen, die ja eigentlich für den umweltschutz sein sollten, schauen könnnten, dass man den Öffentlichen Personenverkehr ausbaut.
Hallo,

keine Angst, das tun die Grünen. Geht aber halt nicht von heute auf morgen.

Beispiel für Baden-Württemberg:
[vm.baden-wuerttemberg.de]
[vm.baden-wuerttemberg.de]


Grüße,

diezge



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 18:56.

Re: Lächerliche "Fakten" ...

geschrieben von: def

Datum: 23.05.20 19:04

diezge schrieb:Zitat:
Nehmen wir als Beispiel die ZF (Getriebe, Lenkungen, Achsen, Stoßdämpfer, Fahrwerke, Airbags, Fahrzeugelektronik, autonomes Fahren...). Als BMW, VW, Mercedes und die LKW-Hersteller die Produktion einstellen mussten (die Autohäuser durften Corona-bedingt keine Fahrzeuge mehr verkaufen, da die Autohäuser staatlich verordnet geschlossen werden mussten), verging keine Woche, bis die ZF auch in Kurzarbeit war. Und dass die Zulieferer da unfexibel und träge sind, kann man auch nicht behaupten. So hat ZF die Produktion von Schutzmasken begonnen. Leider in den Werken in China, die sind da wesentlich flexibler als wir.

Du gehst vom aktuellen Zustand aus. Ich gehe davon aus, dass man nach Alternativen suchen muss.

Zitat:
Maschinenbau:
Ja natürlich hat der Maschinenbau auch andere Geschäftsfelder. Aber würden die Autohersteller als Kunden wegfallen, müssten die Maschinenbauer auch massenweise entlassen.
Du gehst die ganze Zeit von einer völlig falschen Prämisse aus: dass die Autoindustrie ohne Abwrackprämie 2.0 vor die Hunde geht. Tut sie aber nicht.

Zitat:
Zu den Beschäftigten der Autohäuser und freien Werkstätten:
Weniger verkaufte Neuwagen = weniger Mitarbeiter. Da reicht dann halt ein Autoverkäufer statt drei.
Werkstätten: Weniger Autos auf den Straßen = weniger Reparaturen notwendig = weniger Aufträge = weniger Werkstattmitarbeiter = Entlassungen (auf lange Sicht gesehen).
Und schon wieder vermengst Du zwei Themen: die Frage, dass es mittelfristig weniger Autoverkehr geben muss (so dass die Politik sofort anfangen müsste, Alternativen zu schaffen), und die Frage, ob es JETZT eine Kaufprämie geben sollte. Von dieser Kaufprämie hätten die freien Werkstätten nämlich nichts.

Zitat
Zu den ausländischen Herstellern: Das mit dem Corona ist ne weltweite Angelegenheit, somit ist auch die gesamte Autoindustrie weltweit betroffen.

Und wieso ist es nochmal Aufgabe des deutschen Steuerzahlers, die gesamte Autoindustrie der Welt zu retten?


Zitat
Das Auto ist Teil der Verkehrswende und da gibt es schon massenweise Entwicklungen und Innovationen, die die nächsten Jahre und Jahrzehnte auf den Straßen fahren werden. Ich sag nur ein Stichwort: autonomes Fahren.
Autonomes Fahren ist im Sinne der Verkehrswende sogar kontraproduktiv. Und spätestens dann ist die deutsche Automafia eh tot, weil man ja schön von Betrug und Steuergeldern lebt schon Innovationen voranzutreiben.

Zitat
Aus diesem Grund kann ich nicht verstehen, dass hier so auf die Autoindustrie eingedroschen wird, wo doch die Autofahrer (und damit auch die, die keinen ÖPNV nutzen können und aufs Auto angewiesen sind) eh schon die Melkkuh der Nation sind.
Du kommst aus dem Lügen überhaupt nicht heraus. Rechnet man alle Folgekosten (Gesundheit, Umwelt etc.) mit rein, ist die Nation (besser: alle Nationen) Melkkuh der Autofahrenden.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 19:04.

Re: Lächerliche "Fakten" ...

geschrieben von: Nemo

Datum: 23.05.20 19:11

def schrieb:
diezge schrieb:Zitat:
Nehmen wir als Beispiel die ZF (Getriebe, Lenkungen, Achsen, Stoßdämpfer, Fahrwerke, Airbags, Fahrzeugelektronik, autonomes Fahren...). Als BMW, VW, Mercedes und die LKW-Hersteller die Produktion einstellen mussten (die Autohäuser durften Corona-bedingt keine Fahrzeuge mehr verkaufen, da die Autohäuser staatlich verordnet geschlossen werden mussten), verging keine Woche, bis die ZF auch in Kurzarbeit war. Und dass die Zulieferer da unfexibel und träge sind, kann man auch nicht behaupten. So hat ZF die Produktion von Schutzmasken begonnen. Leider in den Werken in China, die sind da wesentlich flexibler als wir.

Du gehst vom aktuellen Zustand aus. Ich gehe davon aus, dass man nach Alternativen suchen muss.

Zitat:
Maschinenbau:
Ja natürlich hat der Maschinenbau auch andere Geschäftsfelder. Aber würden die Autohersteller als Kunden wegfallen, müssten die Maschinenbauer auch massenweise entlassen.
Du gehst die ganze Zeit von einer völlig falschen Prämisse aus: dass die Autoindustrie ohne Abwrackprämie 2.0 vor die Hunde geht. Tut sie aber nicht.

Zitat:
Zu den Beschäftigten der Autohäuser und freien Werkstätten:
Weniger verkaufte Neuwagen = weniger Mitarbeiter. Da reicht dann halt ein Autoverkäufer statt drei.
Werkstätten: Weniger Autos auf den Straßen = weniger Reparaturen notwendig = weniger Aufträge = weniger Werkstattmitarbeiter = Entlassungen (auf lange Sicht gesehen).
Und schon wieder vermengst Du zwei Themen: die Frage, dass es mittelfristig weniger Autoverkehr geben muss (so dass die Politik sofort anfangen müsste, Alternativen zu schaffen), und die Frage, ob es JETZT eine Kaufprämie geben sollte. Von dieser Kaufprämie hätten die freien Werkstätten nämlich nichts.

Zitat
Zu den ausländischen Herstellern: Das mit dem Corona ist ne weltweite Angelegenheit, somit ist auch die gesamte Autoindustrie weltweit betroffen.

Und wieso ist es nochmal Aufgabe des deutschen Steuerzahlers, die gesamte Autoindustrie der Welt zu retten?


Zitat
Das Auto ist Teil der Verkehrswende und da gibt es schon massenweise Entwicklungen und Innovationen, die die nächsten Jahre und Jahrzehnte auf den Straßen fahren werden. Ich sag nur ein Stichwort: autonomes Fahren.
Autonomes Fahren ist im Sinne der Verkehrswende sogar kontraproduktiv. Und spätestens dann ist die deutsche Automafia eh tot, weil man ja schön von Betrug und Steuergeldern lebt schon Innovationen voranzutreiben.

Zitat
Aus diesem Grund kann ich nicht verstehen, dass hier so auf die Autoindustrie eingedroschen wird, wo doch die Autofahrer (und damit auch die, die keinen ÖPNV nutzen können und aufs Auto angewiesen sind) eh schon die Melkkuh der Nation sind.
Du kommst aus dem Lügen überhaupt nicht heraus. Rechnet man alle Folgekosten (Gesundheit, Umwelt etc.) mit rein, ist die Nation (besser: alle Nationen) Melkkuh der Autofahrenden.
Immer das gute Argument! Man hat seit 1933 Millarden in den Autoverkehr investiert und dennoch ist der Autoverkehr nicht in der Lage den wegen ihm nicht mehr vorhandenen Bahngewinn vollständig zu substituieren!

Und dann behaupten die Autofahrer sie wären sowas wie eine Melkkuh! Es wurden in Summe gewaltige Staatseinnahmen vernichtet!

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.

Re: Lächerliche "Fakten" ...

geschrieben von: def

Datum: 23.05.20 19:17

Nemo schrieb:
Immer das gute Argument! Man hat seit 1933 Millarden in den Autoverkehr investiert und dennoch ist der Autoverkehr nicht in der Lage den wegen ihm nicht mehr vorhandenen Bahngewinn vollständig zu substituieren!

Und dann behaupten die Autofahrer sie wären sowas wie eine Melkkuh! Es wurden in Summe gewaltige Staatseinnahmen vernichtet!
Damit bringst Du mich auf eine ganze andere Frage: dank Autoindustrie wurden doch massiv Arbeitsplätze im Schienenfahrzeugbau und im öffentlichen Verkehr vernichtet. Folglich hätte man niemals den Autoverkehr fördern dürfen! Genauso argumentieren zumindest die Autolobbyisten.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Lächerliche "Fakten" ...

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 23.05.20 19:21

diezge schrieb:
[...] Aus diesem Grund kann ich nicht verstehen, dass hier so auf die Autoindustrie eingedroschen wird, [...]
Es könnte auch damit zusammenhängen dass die Autokonzerne börsennotiert sind und erst kürzlich Dividenden an ihre shareholder ausgezahlt haben. Immer wieder den freien Markt beschwören, dann aber schlussendlich doch Aktiengesellschaften Steuergelder zuschustern, nur damit die Krise sich nicht durch diejenigen getragen werden muss die sich kurz zuvor noch die Taschen vollgemacht haben ist das einfach nur krass. Angesichts solcher Maßnahmen bekommt man als Normalbürger der seine Arbeitskraft verkauft und solche Späße finanziert immer mehr das Gefühl in einer Kleptokratie zu leben.

"Denn die aufgeregte Menge stand, von einigen Unruhestiftern irre geleitet, in dem Wahn, dass man die Cholera und die Sicherungs-Maßregeln nur gebrauche, »um den gemeinen Pöbel auszurotten.«" Quelle: [www.google.de]





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 19:22.

Re: Klarstellung

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 23.05.20 19:32

diezge schrieb:
Öhmm Dir ist aber schon bewusst, dass die Autoindustrie der Metall- und Elektroindustrie angehört?

Guten Abend,

damit wir uns richtig verstehen: mit der Bezeichnung Metall- und Elektroindustrie sind von mir die tausenden von Maschinen- und Anlagenbauer deutschlandweit gemeint, deren Produkte tatsächlich innovativ und weltweit führend sind, und nicht der x-te Aufguss von altem Mist in neuem Gewand. Und nein, der Maschinen- und Anlagenbau muss nicht auf Knien vor den Automobilisten rutschen - so doof, sich hier in absolute Abhängigkeiten zu begeben, waren nur wenige, die dafür meist auch zu Recht wirtschaftliche Folgen ertragen mussten.

Dass du noch dazu die deutsch-weinerliche, reichlich infantile Phrase von "aufs Auto angewiesen" bemüht hast, ist ein weiterer Minuspunkt. Wie soll Deutschland damit je zu einer zivilisierten und klimafreundlichen Gesellschaft heranwachsen? Müssen wir wirklich erst alle miteinander brutale Folgen des Klimawandels spüren, um das zu begreifen? Anscheinend ja. Und bis dorthin immer flott das Gaspedal durch treten...

Freundliche Grüße
Tobias

But I ain't never crossed a man that didn't deserve it | Me be treated like a punk: you know, that's unheard of!
You better watch out your talkin' and where you walking | Or you and your homies might be lined in chalk...

aus: Coolio, "Gangsta's Paradise" (1995)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 19:36.

Re: Klarstellung

geschrieben von: diezge

Datum: 23.05.20 20:17

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
diezge schrieb:
Öhmm Dir ist aber schon bewusst, dass die Autoindustrie der Metall- und Elektroindustrie angehört?

Guten Abend,

damit wir uns richtig verstehen: mit der Bezeichnung Metall- und Elektroindustrie sind von mir die tausenden von Maschinen- und Anlagenbauer deutschlandweit gemeint, deren Produkte tatsächlich innovativ und weltweit führend sind, und nicht der x-te Aufguss von altem Mist in neuem Gewand. Und nein, der Maschinen- und Anlagenbau muss nicht auf Knien vor den Automobilisten rutschen - so doof, sich hier in absolute Abhängigkeiten zu begeben, waren nur wenige, die dafür meist auch zu Recht wirtschaftliche Folgen ertragen mussten.

Dass du noch dazu die deutsch-weinerliche, reichlich infantile Phrase von "aufs Auto angewiesen" bemüht hast, ist ein weiterer Minuspunkt. Wie soll Deutschland damit je zu einer zivilisierten und klimafreundlichen Gesellschaft heranwachsen? Müssen wir wirklich erst alle miteinander brutale Folgen des Klimawandels spüren, um das zu begreifen? Anscheinend ja. Und bis dorthin immer flott das Gaspedal durch treten...

Freundliche Grüße
Tobias
Hallo,

dann würde ich Dir mal das als Lektüre empfehlen:
[www.me-vermitteln.de]

Auch Klarstellung:
Die Autoindustrie ist Teil der Verkehrswende und Teil einer klimafreundlichen Mobilität. Klar läuft da auch einiges gewaltig schief (Abgasskandal) aber dass es im Automobilsektor keine Innovationen gibt stimmt schlicht und einfach nicht. Man bedenke, was Autos in den 50er und 60er Jahren für Verbräuche hatten gegenüber heute. In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
Heute kommen E-Mobilität und zum Teil lebensrettende Assistenzsysteme in allen Formen und Farben hinzu. Und Du willst mir erzählen, dass es in der Autoindustrie keine Innovationen gibt? Nicht wirklich, oder?

Ich bin schon auf die Innovationen bei der Bahn gespannt.

Fakten:
Neufahrzeuge des Typs Lint54 am Bodensee können bis heute keine Haltestellen automatisiert ansagen (das muss der Lokführer machen). Die Bildschirme zeigen auch keine Haltestellen an. Die Schiebetritte sind wegen ständiger Fehlfunktionen dauerhaft außer Betrieb. Die ersten Türen waren schon nach drei(!) Wochen defekt. WLAN: Fehlanzeige! Die meisten Plätze für Fahrräder befinden im Hochflurbereich. Und last but not least mussten die Fahrpläne angepasst werden, weil die Lint54 die Fahrzeiten der zuvor eingesetzten RS1 nicht halten konnten. Dadurch werden jetzt an den Endbahnhöfen planmäßig Anschlüsse verpasst. Lokführer berichten von sicherheitsrelevanten Mängeln wie nicht bremsenden Drehgestellen und dass sie selten so ein Glump gefahren sind. Die fabrikneuen Lint54 sind hier seit Mitte September 2019 im Einsatz...

Das sind mal richtige Meilsteine der Innovation!!!

Von dem Chaos um die Pesa Link im Allgäu müssen wir hier, denke ich, gar nicht erst anfangen...

Dazu kommen gerade bei ICEs häufige Ausfälle der Klimaanlagen im Sommer. Ich fahre als Pendler neben der Bahn auch täglich Stadtbus (Merceds Benz Citaro ---> Autoindustrie!). Mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, dass die Klimaanlage nicht funktioniert hätte.

Nebenbei:
Beim SEV wegen der Südbahnelektrifizierung kommen Busse der Firma Klumpp aus Baiersbronn (Nordschwarzwald) in Oberschwaben zum Einsatz. Die automatischen Haltestellenansagen und die Bildschirme funktionierten vom ersten Tag an einwandfrei. Es geht also! Aber halt nicht bei der Bahn, sondern in von der Autoindustrie produzierten Bussen.


Grüße,

diezge



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.20 20:20.

Re: Klarstellung

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 23.05.20 20:35

diezge schrieb:
[...]
In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
[...]
Ich wusste garnicht dass die Kohle- und Petrochemie im östlichen Mitteleuropa durch die Autoindustrie modernisiert oder stillgelegt wurde. Aber man lernt ja nie aus.

"Denn die aufgeregte Menge stand, von einigen Unruhestiftern irre geleitet, in dem Wahn, dass man die Cholera und die Sicherungs-Maßregeln nur gebrauche, »um den gemeinen Pöbel auszurotten.«" Quelle: [www.google.de]

Re: Klarstellung

geschrieben von: diezge

Datum: 23.05.20 20:44

Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
[...]
In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
[...]
Ich wusste garnicht dass die Kohle- und Petrochemie im östlichen Mitteleuropa durch die Autoindustrie modernisiert oder stillgelegt wurde. Aber man lernt ja nie aus.
Ähmm,

Autoabgase stellten den Hauptgrund für sauren Regen dar.

Zitat aus der Wikipedia:
Es geht hier um die Entschwefelung von Abgasen bei Kraftwerken:
"Dies ist bei Verbrennungsmotoren in Autos, Flugzeugen etc. jedoch nicht möglich. Daher wird aus Kraftstoffen wie Benzin, Diesel, Kerosin und Erdgas der Schwefel mittels spezieller Verfahren vor dem Gebrauch entfernt. Dadurch konnte bisher in den westlichen Industrieländern der Eintrag von SO2 in die Atmosphäre erheblich verringert werden."


Grüße,

diezge

Re: Klarstellung

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 23.05.20 20:47

diezge schrieb:
Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
[...]
In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
[...]
Ich wusste garnicht dass die Kohle- und Petrochemie im östlichen Mitteleuropa durch die Autoindustrie modernisiert oder stillgelegt wurde. Aber man lernt ja nie aus.
Ähmm,

Autoabgase stellten den Hauptgrund für sauren Regen dar.
[...]
Kannst Du diese These durch Angabe einer Quelle belegen?

"Denn die aufgeregte Menge stand, von einigen Unruhestiftern irre geleitet, in dem Wahn, dass man die Cholera und die Sicherungs-Maßregeln nur gebrauche, »um den gemeinen Pöbel auszurotten.«" Quelle: [www.google.de]

Re: Klarstellung

geschrieben von: diezge

Datum: 23.05.20 20:55

Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
[...]
In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
[...]
Ich wusste garnicht dass die Kohle- und Petrochemie im östlichen Mitteleuropa durch die Autoindustrie modernisiert oder stillgelegt wurde. Aber man lernt ja nie aus.
Ähmm,

Autoabgase stellten den Hauptgrund für sauren Regen dar.
[...]
Kannst Du diese These durch Angabe einer Quelle belegen?
Was genau ist an dem Satz "erhebliche Verringerung des SO2-Ausstoßes durch Entschwefelung von Kraftstoffen" nicht zu verstehen?

Re: Klarstellung

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 23.05.20 20:59

diezge schrieb:
Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
[...]
In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
[...]
Ich wusste garnicht dass die Kohle- und Petrochemie im östlichen Mitteleuropa durch die Autoindustrie modernisiert oder stillgelegt wurde. Aber man lernt ja nie aus.
Ähmm,

Autoabgase stellten den Hauptgrund für sauren Regen dar.
[...]
Kannst Du diese These durch Angabe einer Quelle belegen?
Was genau ist an dem Satz "erhebliche Verringerung des SO2-Ausstoßes durch Entschwefelung von Kraftstoffen" nicht zu verstehen?
Die "Entschwefelung" erfolgt allerdings nicht in Anlagen der Autoindustrie sondern in solchen der Petrochemie.

"Denn die aufgeregte Menge stand, von einigen Unruhestiftern irre geleitet, in dem Wahn, dass man die Cholera und die Sicherungs-Maßregeln nur gebrauche, »um den gemeinen Pöbel auszurotten.«" Quelle: [www.google.de]

Re: Klarstellung

geschrieben von: diezge

Datum: 23.05.20 21:03

Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
Hadufuns schrieb:
diezge schrieb:
[...]
In den 80ern waren saurer Regen und Waldsterben ein Riesenthema. Heute spricht kein Mensch mehr davon: problem solved by Autoindustrie.
[...]
Ich wusste garnicht dass die Kohle- und Petrochemie im östlichen Mitteleuropa durch die Autoindustrie modernisiert oder stillgelegt wurde. Aber man lernt ja nie aus.
Ähmm,

Autoabgase stellten den Hauptgrund für sauren Regen dar.
[...]
Kannst Du diese These durch Angabe einer Quelle belegen?
Was genau ist an dem Satz "erhebliche Verringerung des SO2-Ausstoßes durch Entschwefelung von Kraftstoffen" nicht zu verstehen?
Die "Entschwefelung" erfolgt allerdings nicht in Anlagen der Autoindustrie sondern in solchen der Petrochemie.
Dir ist schon klar, dass diese innovationslose und an alten Technologien klammernde Autoindustrie ihre Motoren weiterentwickeln musste, damit diese überhaupt schwefelfreien Kraftstoff vertragen?

Re: Klarstellung

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 23.05.20 21:08

diezge schrieb:
Zitat:
Zitat:
[...]
Die "Entschwefelung" erfolgt allerdings nicht in Anlagen der Autoindustrie sondern in solchen der Petrochemie.
Dir ist schon klar, dass diese innovationslose und an alten Technologien klammernde Autoindustrie ihre Motoren weiterentwickeln musste, damit diese überhaupt schwefelfreien Kraftstoff vertragen?
Ich dachte Schwefel bzw. dessen Verbindungen seien korrosiv, oder täusche ich mich. Ich warte nach wie vor auf die versprochene Quelle welche die Emissionen von Schwefeloxiden aus dem Autoverkehr und der Kohleverarbeitung/Umwandlung in eine Relation setzt.

Anderes Thema: wie beurteilst Du die unvermeidbaren Dioxin-Emissionen die mit dem recyclen von Autowracks einhergehen? Sollte man die auch der Autoindustrie zurechnen?

"Denn die aufgeregte Menge stand, von einigen Unruhestiftern irre geleitet, in dem Wahn, dass man die Cholera und die Sicherungs-Maßregeln nur gebrauche, »um den gemeinen Pöbel auszurotten.«" Quelle: [www.google.de]

Re: Klarstellung

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 23.05.20 21:42

diezge schrieb:
Autoabgase stellten den Hauptgrund für sauren Regen dar.

Zitat aus der Wikipedia:
Es geht hier um die Entschwefelung von Abgasen bei Kraftwerken:
"Dies ist bei Verbrennungsmotoren in Autos, Flugzeugen etc. jedoch nicht möglich. Daher wird aus Kraftstoffen wie Benzin, Diesel, Kerosin und Erdgas der Schwefel mittels spezieller Verfahren vor dem Gebrauch entfernt. Dadurch konnte bisher in den westlichen Industrieländern der Eintrag von SO2 in die Atmosphäre erheblich verringert werden."
Schön, dass du selbst das Zitat rausgesucht hast das belegt, dass das Problem der Autoindustrie durch die Petrochemie gelöst werden musste.

Re: Meine Meinung dazu

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 23.05.20 22:07

Hallo,

und vergessen wir auch nicht, das grün nicht gleich grün ist! Kretschmann oder Palmer und C. Roth haben bei den Grünen genausoviel Gemeinsamkeiten wie Höcke und Gauland in der AfD.

Grüße

Martin

Re: Klarstellung

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 23.05.20 23:03

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:

Dass du noch dazu die deutsch-weinerliche, reichlich infantile Phrase von "aufs Auto angewiesen" bemüht hast, ist ein weiterer Minuspunkt. Wie soll Deutschland damit je zu einer zivilisierten und klimafreundlichen Gesellschaft heranwachsen? Müssen wir wirklich erst alle miteinander brutale Folgen des Klimawandels spüren, um das zu begreifen? Anscheinend ja. Und bis dorthin immer flott das Gaspedal durch treten...

Freundliche Grüße
Tobias

Weil der Klimawandel maßgeblich auch nur an der deutschen Autoindustrie hängt ...

Frank aus der Prignitz
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