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Hallo,

wie der Funke-Konzern u.a. dort [www.waz.de] berichtet,
haben ziemlich gut organisierte Diebe 1,3km Kabel aus dem Tunnel in Lütgendortmund gestohlen. Das ist zwischen dem 11.05. und 14.05. passiert.
Aufgefallen ist es bei einer Routinekontrolle der DB.

Wieso fällt das erst durch eine Kontrolle auf? Was für Kabel waren das, daß es nicht sofort aufgefallen ist?
Wenn ich richtig informiert bin, ist dieser Tunnel doch ein Sacktunnel oder? Fuhr da zu der Zeit keinerlei Normalverkehr (S-Bahn oder?).

Und keiner hat was mitbekommen in einem Wohngebiet?
Immerhin geht es um einen genannten Schaden von 300.000€!

Gruß

-OR




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.20 19:41.
Moin!

Es gibt diverse Möglichkeiten wie Erdungsseile oder Reservekabel, wo das Fehlen nicht direkt auffällt.

Gruß

Krückau - Rhein - Isar - Elbe - Leine - mein Bildungsweg ist eine Flusskreuzfahrt!
Moin,

brauchst du ne Brille? Schau doch einfach mal so in die Gegend und beobachte, wie oft würdest du die Polizei wirklich rufen, wenn sich irgendjemand ein wenig anderes verhält? Und nun stell dir ein paar Bauarbeiter an einer Strecke vor, würdest du wirklich jedesmal einen FDL anrufen um nachzufragen ob da ein Bautrupp unterwegs ist und der es auch sein soll?

Wenn es keiner gemerkt hat, war die Kabel wohl noch nicht wichtig, sonst würde es deutlich eher auffallen. Aber man kann eben nicht immer und überall gleichzeitig aufpassen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Moin,

natürlich hat die S-Bahn eine Betriebsruhe. Und unter der Erde arbeitet es sich recht unauffällig. Dazu liegt am Tunnelmund der Hp Somborn, von drumherum schlecht einsehbar, aber mit passenden Zuwegungen. Mit der richtigen Logistik im Rücken ist das leicht gemacht. Dazu noch ein paar Insiderkenntnisse, und fertig ist der Kabelklau.

Grüße Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
Ober-Rodener schrieb:
Hallo,

wie der Funke-Konzern u.a. dort [www.waz.de] berichtet,
haben ziemlich gut organisierte Diebe 1,3km Kabel aus dem Tunnel in Lütgendortmund gestohlen. Das ist zwischen dem 11.05. und 14.05. passiert.
Aufgefallen ist es bei einer Routinekontrolle der DB.

Wieso fällt das erst durch eine Kontrolle auf? Was für Kabel waren das, daß es nicht sofort aufgefallen ist?
Wenn ich richtig informiert bin, ist dieser Tunnel doch ein Sacktunnel oder? Fuhr da zu der Zeit keinerlei Normalverkehr (S-Bahn oder?).

Und keiner hat was mitbekommen in einem Wohngebiet?
Immerhin geht es um einen genannten Schaden von 300.000€!
Ist ja nichts neues. 2010 gab es bei der Bahn 2700 Diebstahlsfälle mit einem Schaden von 10 Millionen Euro. Und wie soll es denn bemerkt werden? Solche Aktionen finden nachts statt. Über 20.000 Kilometer sind elektrifiziert. Das kann man gar nicht überwachen.
Hier bei uns in der Gegend wurden auch immer wieder Erdungskabel geklaut. Gemerkt wurde es erst bei einer Streckenbegehung.
[www.n-tv.de]
Hallo,

das sind meistens organisierte Banden, die räumen dann ganze Streckenabschnitte ab und klauen die Erdungsseile der Strommasten. Es wurde auch schon mehrfach in Betrieb befindliche Oberleitung mit 15kV Spannung geklaut nachts. Mit speziell isolierten Seitenschneidern ist das kein Problem. Die Diebe sind sogar so schlau, dass die die Oberleitung so schneiden, dass es keine Auslösung gibt, das fällt dann erst auf wenn am nächsten Morgen der Lokführer seinen Zug aufrüsten will und leider keine Oberleitung mehr für den Stromabnehmer vorhanden ist.
Vinne schrieb:
Moin!

Es gibt diverse Möglichkeiten wie Erdungsseile oder Reservekabel, wo das Fehlen nicht direkt auffällt.

Gruß
Eben, es gibt Kabel, wenn die geklaut werden hat der Fahrdienstleiter auf einmal viele Rotausleuchtungen. Aber gibt auch genug Fälle wo das nicht direkt auffällt. Einen Fall wie mit der Oberleitung gab es in Hagen auch schon mal.

Überwachen ungleich "es fällt niemandem auf"

geschrieben von: 642 642-3

Datum: 22.05.20 21:40

BR151-005 schrieb:
Und wie soll es denn bemerkt werden? Solche Aktionen finden nachts statt. Über 20.000 Kilometer sind elektrifiziert. Das kann man gar nicht überwachen.
Irgendwo rennt immer jemand nachts durch die Gegend. Sei es der Tüp mit seinem Hund, der raus muss. Oder der Tüp der zur Arbeit muss. Oder oder oder. Will heißen: nur weil etwas nicht gezielt überwacht werden kann, heißt das nicht, dass es nicht auch so jemandem auffällt. Gerade an Untergrundstationen könnte ich mir vorstellen, dass dort einige Wohnsitzlose nächtigen, denen sowas auffallen könnte. Auch hängen dort Kameras in verschiedene Richtungen, da wäre ein "Zufallstreffer" durch den Leitstand mit Sicherheit doch auch möglich? Es werden ja auch Sprayer erwischt, ganz ohne Videoüberwachung.

Merke: Ja, man wird es wohl nicht verhindern können. Aber nur weil nicht überwacht wird, ist das keine Erfolgsgarantie für den Dieb. Zumal die DB ja auch hier und da auf der Lauer liegt und doch gezielt überwacht.

Re: Überwachen ungleich "es fällt niemandem auf"

geschrieben von: BR146106

Datum: 22.05.20 21:50

Moin,

nur wenn man am anderen Ende der Stadt ist, bringt das nichts. Auch die Diebe sind unterwegs und kundschaften aus. Es ist eigentlich ein Katz und Maus Spiel, wo jede Seite mal Gewinnt oder Verliert.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Vor ein paar Jahren war hier schon Mal der Diebstahl von 14km Gleis Thema. Das ist auch erst aufgefallen als die Strecke zu Kontrollzwecken befahren werden sollte. Die Diebe hatten sogar getürkte Auftragszettel.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!