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Der größte Teil des LKW-Verkehrs auf deutschen Autobahnen ist nur Transit von Ost nach West und Nord nach Süd.
Das ist kein Lokalverkehr der die Autobahnen verstopft. Das ist Langstrecke!

Gruß

-OR
Bw Nysa schrieb:
Da wäre ich doch einmal neugierig. Kann mich nicht erinnern, letztes Jahr Bilder gesehen zu haben, wo freudestrahlende Politiker irgendwo bunte Bändchen durch geschnitten haben.


MfG Bw Nysa
Ich schon:
Verkehrsfreigabe BAB 33 Bielefeld - Borgholzhausen im November 2019:
[www.strassen.nrw.de]
[www.westfalen-blatt.de]

Verkehrsfreigabe BAB 94 München - Mühldorf im September 2019:
[www.ovb-online.de]

Verkehrsfreigabe BAB 46 Velmede - Olsberg im November 2019:
[www.sauerlandkurier.de]

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Ich kann mich noch gut an die große Stillegungswelle von 1981 erinnern. Damals war ich noch so dumm, dieser Partei zu glauben, dass sie es besser machen wird, wenn sie nur endlich an die Macht kommt. Heute sitzen sie in Schulen, Universitäten, der Justiz, den Kirchen, der Verwaltung und den Medien an fast allen meinungsbildenden Schaltstellen und hätten schon seit Jahren die Möglichkeit gehabt, statt ihrer Genderideologie und der multikulturellen Gesellschaft den Umweltschutz, und zwar speziell einen flächendeckenden Schienenverkehr durchzusetzen. Aber andere Dinge waren und sind ihnen ungleich wichtiger. Daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern.
Speziell hier in Hessen, wo die Grünen den Wirtschaftsminister stellen, sind übrigens zur Zeit zwei Autobahnen im Bau, während weitere Bahnstrecken abgerissen werden sollen. Bei der dort wohnenden Landbevölkerung erntet man mit dem Thema Verkehrspolitik nur noch Spott, weil es restlos diskreditiert ist und als "grüne Spinnerei" gilt.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg
So,

nun wissen wir, dass die CSU nur Lobbypolitik betreibt, dass die SPD nicht mehr als ein willfähiger Abnicker ihres Kanzlers war und die Grünen in Wirklichkeit lieber Autobahnen für SUV bauen als sich für die Eisenbahn einzusetzen (das ist in meiner südwestdeutschen Wahlheimat allerdings völlig anders, aber das nur am Rande).
Sprich: alles Parteien, die ihr nicht mögt.
Nichts neues also.

Nun sind nächstes Jahr Bundestagswahlen. Etwas neues wäre daher einmal die Aussage, welche Partei ihr denn stattdessen in der Verkehrspolitik haben möchtet!

Jetzt sagt bitte nicht "keine" oder meckert weiter herum, denn das bringt uns und die Eisenbahn keinen Jota weiter. Oder, als weiterführende Frage: was habt ihr persönlich dafür getan, dass mehr für die Eisenbahn oder den ÖV gemacht wird? "Polit-Bashing bei DS Online betrieben" gilt als Antwort übriges nicht.

Ich befürchte allerdings, dass hier nicht wirklich viele begründete Wahlempfehlungen kommen werden. Das wäre ja mit Arbeit oder konstruktivem Nachdenken verbunden, und damit sammelt man am Stammtisch nun einmal keine Punkte.

Gruß

Heiko





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.20 12:02.
Ober-Rodener schrieb:
Der größte Teil des LKW-Verkehrs auf deutschen Autobahnen ist nur Transit von Ost nach West und Nord nach Süd.
Das ist kein Lokalverkehr der die Autobahnen verstopft. Das ist Langstrecke!
Geeenau!
Und genau diesen Irrsinn gilt es einzubremsen, statt ihm immer neue Autobahnen zu schenken!
Der Zeuge Desiros schrieb:
Ich befürchte allerdings, dass hier nicht wirklich viele begründete Wahlempfehlungen kommen werden. Das wäre ja mit Arbeit oder konstruktivem Nachdenken verbunden, und damit sammelt man am Stammtisch nun einmal keine Punkte.
Das Problem ist, dass man bei jeder Partei Fälle finden wird, die in das eigene Weltbild passen.
Sei es aus Kirchturmsicht, sei es weil der Wahlkreis eines Politikers (oder einer Politikerin, wie in dem Fall Alpha E) hauptsächlich Nachteile durch einen Bahnausbau hat (und man sich als Politiker 'zu Hause' massiv unbeliebt machen würde, wenn man hier aktiv die NBS durch den Wahlkreis befürworten würde), sei es weil man gleichzeitig im AR eines Konzernes sitzt, der sein Geld mit PKW und LKW verdient. Gründe gibt es im Einzelfall immer. Und man wird in allen Parteien Leute finden, die irgendwo gegen eine konkrete Ausbaumaßname sind. Die Frage ist eher: Zeichnet sich ein generelles Bild ab?
Um im Klischee zu bleiben: Die FDP ist die Partei der Autofahrer und des ungebremsten LKW Irrsinn. Da wird man aber auch sicher mal einen Bahnbefürworter finden. Unter Brüderle ging in RLP der Trend zu Bahnreaktivierungen los. Würde ich daraus ableiten wollen, was für eine Bahnpolitik Lindner&Co heute im Bund machen würden? Lieber nicht.
fdlkkbf schrieb:
Moin,

da gab es schon Versuche die Elektrifizierung der Eifel und die Erweiterung der Streckenkapazotät durchzudrücken.

Das Ptmroblem ist die örtliche Politik, die keine Erweiterung der Güterzug Kapazität will. Da sei es ja mit der Fihe vorbei und schon kommen die Grünen wieder anmarschiert zum Protest.

Eigentlich ist die Eifel geradezu prädestiniert die Rheinstrecke zu entlasten, denn ein nicht geringer Teil der Güterzüge fährt ab Koblenz Richtung Trier - Dillingen/Frankreich/Luxemburg.

Da der Bereich Bonn (RB nach Ahrbrück soll(te) für Fernzüge geopfert werden) ja als überlasteten Schienenweg gilt, wäre die Eifel, auch wenn in Teilen nicht für 100 km/h, eine Entlastung für die Rheinstrecke. Zudem ist sie von der Kilometerentfernung kürzer.

Das Problem, wie gesagt, die Politik.
Die Eifelstrecke dürfte nur in Teilen für den Güterverkehr geeignet sein.

Die Steigung von Hürth-Kalscheuren bis Brühl-Kierberg ist nicht ohne.

Dazu kommt noch, dass die Eifelstrecke im Abschnitt Hürth-Kalscheuren - Euskirchen eine relativ niedrige Blockdichte hat. OK das kann man ändern aber in Zukunft sollen dort 4-5 Nahverkehrszüge (3 X S-Bahn + 2 X RE) fahren. Da passen dann nur vereinzelt noch Güterzüge rein.

Von der Vmax. kommt man ja von Köln bis Gerolstein relativ gut voran. Südlich von Gerolstein wäre aber eigentlich eine Neutrassierung mit direkter Anbindung von Bitburg wünschenswert. Da mag man jetzt nur mit dem Kopf schütteln und das als völlig unrealistisch abtun. Fakt ist aber wäre es eine Straße hätte man schon längst gehandelt.

Gerolstein - Trier lässt sich durchaus gut mit einer Landstraße vergleichen. Man stelle sich vor die Südeifel wäre nur über Landstraßen mit Städten wie Trier verbunden.

Güterverkehr im Kylltal ist halt so eine Sache. Der Lärm kann dort nicht entweichen ähnlich dem Rheintal nur ist das Kylltal halt sehr viel enger.
Der Zeuge Desiros schrieb:
nun wissen wir, dass die CSU nur Lobbypolitik betreibt, dass die SPD nicht mehr als ein willfähiger Abnicker ihres Kanzlers war und die Grünen in Wirklichkeit lieber Autobahnen für SUV bauen als sich für die Eisenbahn einzusetzen (das ist in meiner südwestdeutschen Wahlheimat allerdings völlig anders, aber das nur am Rande).

Nun sind nächstes Jahr Bundestagswahlen. Etwas neues wäre daher einmal die Aussage, welche Partei ihr denn stattdessen in der Verkehrspolitik haben möchtet!
Von den SFaM(*)-Parteien kann mich keine reizen. Habe gerade überschlagen, daß ich an den 11 Mrd. für die Lufthansa statistisch mit etwa 140 EUR beteiligt bin. Noch nicht eingerechnet die anschließend alternativlos systemnotwendig werdenden Maßnahmen für die Bekämpfung von CO2 und Klimawandel.

Die Rechnung für TESLA und Rohstoff-Bürgerkriege in Afrika ist noch in Gang.

Ich würde die AGP(**) wählen. Leider gibts die nicht.

(*) Systemnotwendige Front für alternativlose Maßnahmen
(**)Anti-Geld-Partei.
3-Löwen-Takt schrieb:
Bei der Bahn würde es vielfach schon helfen, weitere umsteigefreie Tangentialverbindungen einzuführen. Es kann nicht sein, dass man mit dem Zug von Würzburg nach Ulm genauso lange braucht wie von Würzburg nach Hamburg ...
Es war auch schon mal eine IC-Verbindung Stuttgart – Donauwörth – Ingolstadt im Gespräch.
Ähnlich beim Güterverkehr: Da würde eine durchgehende Elektrifizierung und abschnittsweise Zweigleisigkeit von Alternativstrecken schon viel bringen, beispielsweise die Hohenlohebahn Heilbronn – Nürnberg wäre eigentlich prädestiniert für Güterverkehr.
Umsteigefrei ist ein gutes Stichwort, besonders wichtig natürlich für ältere Personen. Das scheitert aber zumeist an den Bundeslandgrenzen und den ständigen Ausschreibungen und der Suche nach dem nächsten billigen Jakob. Die böse Behördenbahn bot zahlreiche bequeme Kurswagenverbindungen in Kur- und Urlaubsorte.

Und, man braucht halt mehr Autobahnen wenn man es nicht vorhat, den Lkw-Verkehr nicht nur nicht einzuschränken sondern auch noch ausbauen möchte. In der sog. grünen Verkehrswende kommt das Thema Güterverkehr auch nicht vor !!!

Gruß

Rübezahl
Liebe Mitforisten,

The same procedure as last year?
The same procedure as every year!

Es grüßt
Trenhotel Talgo

Für Fensterplätze ohne Sichthindernisse!

Re: Wie lange gibt es jetzt die Grünen?

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 22.05.20 12:39

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Speziell hier in Hessen, wo die Grünen den Wirtschaftsminister stellen, sind übrigens zur Zeit zwei Autobahnen im Bau, während weitere Bahnstrecken abgerissen werden sollen. Bei der dort wohnenden Landbevölkerung erntet man mit dem Thema Verkehrspolitik nur noch Spott, weil es restlos diskreditiert ist und als "grüne Spinnerei" gilt.
Und Ausbau des Knoten Frankfurt zählt nicht? :-)

Ist halt eine Grundsatzfrage wofür man das Geld ausgibt.
Die großen Knoten oder auf dem Land.

Mit den großen Knoten bekommst auf jeden Fall mehr für das investierte Geld im Sinne von mehr Leute von der Straße in den Zug.
vierachser schrieb:
"Berlin. In Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich mehr neue Autobahnen oder Bundesstraßen gebaut oder
erweitert worden als Bahnstrecken. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion
hervor. Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel sagte der Nachrichtenagentur dpa, das Missverhältnis von
Ankündigungen und Taten in der Verkehrspolitik werde immer größer..."
Dafür wurden mindestens 10x mehr neue Bahnstrecken gebaut als Start- und Landebahnen an Flughäfen, hurra. Relevanter als absolute Zahlen sind eher die relativen Steigerungsraten, d.h. z.B. im Jahr 2019 wurden 20% mehr Strassen gebaut als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre, während bei Bahnstrecken dieser Wert nur bei +10% lag. Oder, das Strassennetz wurde um 3% erweitert, das Schienennetz aber nur 1%.
Rübezahl schrieb:
Umsteigefrei ist ein gutes Stichwort, besonders wichtig natürlich für ältere Personen. Das scheitert aber zumeist an den Bundeslandgrenzen und den ständigen Ausschreibungen und der Suche nach dem nächsten billigen Jakob. Die böse Behördenbahn bot zahlreiche bequeme Kurswagenverbindungen in Kur- und Urlaubsorte.
Und wieviel Prozent des Fernverkehrs ist Urlaubsverkehr? Oder noch genauer, wieviel Prozent des Fernverkehrs war Kurswagenverkehr?

Re: Wie lange gibt es jetzt die Grünen?

geschrieben von: kmueller

Datum: 22.05.20 13:05

PotsdamerEiche schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Speziell hier in Hessen, wo die Grünen den Wirtschaftsminister stellen, sind übrigens zur Zeit zwei Autobahnen im Bau, während weitere Bahnstrecken abgerissen werden sollen. Bei der dort wohnenden Landbevölkerung erntet man mit dem Thema Verkehrspolitik nur noch Spott, weil es restlos diskreditiert ist und als "grüne Spinnerei" gilt.
Und Ausbau des Knoten Frankfurt zählt nicht? :-)

Ist halt eine Grundsatzfrage wofür man das Geld ausgibt.
Die großen Knoten oder auf dem Land.

Mit den großen Knoten bekommst auf jeden Fall mehr für das investierte Geld im Sinne von mehr Leute von der Straße in den Zug.
Nö, die bekommst eine ausgewählte Klientel. Nämlich die, welche alternativ fliegen würde, gerade praktisch vorführt, daß sie es genausogut auch lassen kann, der man jetzt aber Milliarden an Lufthansa-Rettung spendiert, damit sie in Zukunft doch wieder fliegt. Welche Pläne hat eigentlich der grüne hessische Verkersminister für eine umweltfreundliche Verkleinerung des Frankfurter Flughafens vorgelegt?

Ansonsten kauft sich jeder erstmal ein Auto, weil man das ohnehin braucht. Bei gelegentlichen Fernfahrten wägt man dann Super-Sparpreis gegen Spritkosten ab und ist - selbstverständlich - genauso gegen eine ICE-Trasse am Heimatort vorbei wie gegen mehr LKW-Verkehr. Denn beides 'rast hier nur durch und nützt uns nichts'.

Selbst unter DB-Bedingungen ist im Nahverkehr täglich noch das Zehnfache (oder mehr) an Personen unterwegs wie im Fernverkehr. Zumindest hier an Rhein und Ruhr jeden zweiten Tag mit Verspätung, für die man sich anschließend entschuldigen muß. Das allein reicht schon für die vom VP beschriebene Bewußtseinsentwicklung.
Manu Chao schrieb:
Rübezahl schrieb:
Umsteigefrei ist ein gutes Stichwort, besonders wichtig natürlich für ältere Personen. Das scheitert aber zumeist an den Bundeslandgrenzen und den ständigen Ausschreibungen und der Suche nach dem nächsten billigen Jakob. Die böse Behördenbahn bot zahlreiche bequeme Kurswagenverbindungen in Kur- und Urlaubsorte.
Und wieviel Prozent des Fernverkehrs ist Urlaubsverkehr?
Wenn man sich ansieht, wann sich flächendeckend die Autobahnen verstopfen, muß er erheblich sein. Höchstens bei der Bahn spielt er keine Rolle.

Zitat:
Oder noch genauer, wieviel Prozent des Fernverkehrs war Kurswagenverkehr?
Der dürfte selbst heute noch beträchtlich sein. Der Kurswagen nennt sich jetzt nur 'Reisebus' (im Charterverkehr).
Da anders als vor 30 oder 40 Jahren heute keine Initiative von unten mehr gefragt ist, sondern Parteien oder Stiftungen mit allumfassenden Erziehungansprüchen und gesellschaftlichen Umwälzungsvorstellungen (Beispiele habe ich oben genannt) offensiv und unaufgefordert den Bürgern entgegentreten, wird von dieser Seite in der Tat nicht mehr viel kommen. Im Gegenteil werden die meisten Bürger von der Erziehungsinstanz erwarten, dass sie im Gegenzug für ihren Gefolgschaftsanspruch auch alles andere von oben regelt. An diese Kehrseite hatte wohl keiner vorher gedacht.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.20 13:29.

Da kommt was vom Grünen-, CSU- oder SPD-"Basher"

geschrieben von: Abteil

Datum: 22.05.20 13:57

Der Zeuge Desiros schrieb:
So,

nun wissen wir, dass die CSU nur Lobbypolitik betreibt, dass die SPD nicht mehr als ein willfähiger Abnicker ihres Kanzlers war und die Grünen in Wirklichkeit lieber Autobahnen für SUV bauen als sich für die Eisenbahn einzusetzen (das ist in meiner südwestdeutschen Wahlheimat allerdings völlig anders, aber das nur am Rande).
Sprich: alles Parteien, die ihr nicht mögt.
Nichts neues also.

Nun sind nächstes Jahr Bundestagswahlen. Etwas neues wäre daher einmal die Aussage, welche Partei ihr denn stattdessen in der Verkehrspolitik haben möchtet!

Jetzt sagt bitte nicht "keine" oder meckert weiter herum, denn das bringt uns und die Eisenbahn keinen Jota weiter. Oder, als weiterführende Frage: was habt ihr persönlich dafür getan, dass mehr für die Eisenbahn oder den ÖV gemacht wird? "Polit-Bashing bei DS Online betrieben" gilt als Antwort übriges nicht.

Ich befürchte allerdings, dass hier nicht wirklich viele begründete Wahlempfehlungen kommen werden. Das wäre ja mit Arbeit oder konstruktivem Nachdenken verbunden, und damit sammelt man am Stammtisch nun einmal keine Punkte.

Gruß

Heiko
Moin Heiko,

doch, ich "meckere" weiter herum, und zwar solange, bis die Politik die Verkehrswende endlich ernst nimmt. Das mache ich hier, genauso wie auf politischer Ebene.

In meinem Heimatland Niedersachsen bin ich in der Verkehrspolitik gut vernetzt. Je näher ich die Verantwortlichen kennen gelernt habe, desto größer wurde meine Skepsis in Bezug auf ihre Verkehrspolitik. Gleichwohl beißt man dort mit scharfer Kritik auf Granit. Daher ist "meckern" der falsche Begriff. Ich nenne es lieber konstruktive Kritik, die bei ständigem Bohren auch eher bahnunaffine Politiker dazu bewegt, das ein oder andere Projekt doch ein wenig anzuschiebem.

Völlig unabhängig davon, welche Partei ich wähle - und die Wahl fällt mir aus verkehrspolitischer Sicht schwer genug, da sich alle zwischen mangelhaft und ungenügend bewegen - erreicht man mit nachhaltiger konstruktiver Kritik über die richtigen Kanäle einiges. Unabhängig davon, wie ich zur SPD (oder zur CDU oder den Oppositionspolitikern) stehe, bin ich im engen Dialog mit ihren Politikern, weil sie nun mal die Regierung stellen und anders in der Bahnpolitik noch weniger voran käme. Ich versichere Dir, dass es ohne unser Engagement (mit "unser" sind verkehrliche, ökologische, wirtschaftliche und touristische Verbände, IHK, Bahnvertreter, eingespannte Lokalpolitiker wie Landräte usw. gemeint; um meine Anonymität im Netz zu wahren, möchte ich nicht weiter ins Detail gehen) viele Erfolge der Eisenbahn in den letzten Jahrzehnten gar nicht gegeben hätte und zukünftige auch nicht geben würde.

Ich kann Dir auch ganz konkrete Beispiele nennen. Die Wunderlinie galt vor ein paar Jahren seitens Bundes- und Landespolitik als tot, die Zerstörung der Friesenbrücke war nur der Sargnagel on top. Dass das Projekt nach zähem Kampf nun doch so viel Fahrt aufgenommen hat, ist ausschließlich dem regionalen Engagement zu verdanken. Der Ausbau Oldenburg - Wilhelmshaven erfolgte auch zum großen Teil erst auf Druck unserer Lobbyarbeit. Die Verlängerung der Bahnstrecke Roodeschool-Eemshaven zur Anbindung Borkums an Groningen wäre ohne unseren Einsatz und deutscher Gelder in Mio-Höhe nie gekommen. Und der IC aus Deiner Signatur wäre wohl auch schon längst Geschichte. Und wenn wir schon in Emden sind, ist die über Jahre erarbeitete und kürzlich erfolgt Zusage zur zweiten Klappbrücke ein weiterer Erfolg (treibende Kraft sogar, man glaubt es kaum, die FDP in Person von MdL Frau Eilers). Der lange Kampf gegen Windmühlen in der Lüneburger Heide wird schließlich hoffentlich doch Früchte tragen. In Verbindung mit unseren Hamburger Mitstreitern wirkt sich unser Druck auch schon aus, gibt es endlich Lösungsansätze für den Hbf und die Verbindungsbahn, während Verbesserungen beim Projekt Altona nun zumindest geprüft werden. Einen kleinen Anteil daran, dass der Deutschland-Takt politisches Ziel wurde, räume ich uns auch ein. Um nur mal ein paar Beispiel zu nennen. So konkret und durchschlagend kann Bürgerbeteiligung über die richtigen Kanäle sein.

Für mich persönlich habe ich allerdings festgestellt, dass persönlicher Einsatz über die richtigen Kanäle mehr bringt als das Kreuz. Wenngleich ich überzeugter Demokrat bin und mich über jeden freue, der wählen geht - tue es auch selbst immer, obwohl mir die Wahl sehr schwer fällt. Übrigens macht es die Tatsache, dass es noch mehr als Verkehrspolitik gibt, noch komplizierter.

Das alles heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem durch die Bank weg alle politischen Parteien für ihre Verkehrspolitik scharf kritisieren darf ohne eine verkehrspolitische Wahlempfehlung auszusprechen und sie stattdessen mit einer konstruktiven Note weiter antreibt, diese von einem unterirdischen Niveau immerhin ein bisschen zu verbessern.

Viele Grüße
Abteil

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.20 14:29.
Ober-Rodener schrieb:
Sicherlich wäre ein deutlicher Ausbau des Schienennetzes wünschenswert!
Aber nach wie vor gibt es viel Verkehr (den man eben nicht auf die Schiene bringen kann!), der über Bundesautobahnen
und Bundesstraßen an den Ortskernen vorbei gebracht werden muss.
Daß man nicht jeden LKW auf die Schiene umlegen kann, dürfte klar sein (Nahversorgung, Regionalverkehr, Einzeltransporte).
Wobei ich davon ausgehe, dass man - wenn man politisch wollte - deutlich mehr Verkehr auf die Schiene verlegen könnte, als dies heute der Fall ist. Allein schon die vielen stillgelegten Gleisanschlüsse oder Industriebetriebe in neuen Lagen ohne Gleisanschlüsse. Da liegt einiges an Potential brach. Der Bahngüterverkehr muss natürlich auch schneller gemacht werden. Rangiervorgänge, automatisches Kuppeln, etc. Auch Punkte die selbstfahrende Fahrzeuge sehe ich - wenn überhaupt - bei der Schiene und lange nicht beim LKW-Verkehr. Allein schon wegen der Sicherungssysteme und der eigenen Infrastruktur.

Post- und Stückgutverkehr gehören wieder auf die Schiene. LKW nur für die Feinverteilung. Das ist zwar ein langer Weg aber man sollte ihn einschlagen.

Transitverkehr, der ganze Länder durchquert, hat eigentlich gar nichts auf der Straße verloren (z.B. Polen - Niederlande): entweder Güterzüge oder eben rollende Landstraßen.

Man muss die Bahnstrecken (gerade auch Nebenstrecken) eben auch als Infrastruktur ansehen, die umso (volks-)wirtschaftlicher sind, je mehr man sie nutzt. Eine Trasse, die Platz kostet, soll auch der Bevölkerung einen Nutzen bieten. Regionalverkehr im Takt ist gut, die Schiene aber zusätzlich zur Beförderung von Gütern zu nutzen noch besser. Das entlastet wieder die Straßen und vermeidet damit: Lärm, Dreck, Abgase, Gefahr, Ortsdurchfahrten usw. Dafür müssen natürlich Kapazitäten geschaffen werden (Weichen, Überholstellen ,Gleise etc.). Nicht alles verscherbeln was gerade aktuell nicht nötig ist. Der ganze Mehdornismus war ein einziger Fehler.

Diese Fixiertheit auf das Auto/den LKW/die Straße in diesem Land bzw. angebliche Abhängigkeit davon ist einfach widerlich. Ich wünsche mir, dass dies auf ein gesundes Maß herunterschrumpft und das Land dann sich dann auch mal modern und zeitgemäß weiterentwickelt. Warum bauen wir in Deutschland statt (angeblich fast) nur Autos nicht auch oder dann wieder mehr:

-Fahrräder
-Züge
-Gleise
-Computer
-Handys
-Unterhaltungselektronik
oder einfach nur Stahl (statt ihn aus China zu holen und jetzt Probleme an den Rheinbrücken zu kriegen),

Vieles davon gab es hier mal. Wir wollen doch ein technisch hochentwickeltes Land sein. Dann sollten wir endlich den Fehler korrigieren uns nur auf die Automolbilbranche zu fixieren. Das wird noch krachend zusammenstürzen wenn China den Markt mit günstigen E-Autos flutet. Dann aber zu Recht!

Es gab eine Freigabe und einen Lückenschluß

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 22.05.20 14:43

Hallo

das letzte Teilstück der A33 Osanbrück - Kreuz Wünnenberg wurde zw Osnabrück und Bielefeld fertiggestellt und freigegeben und ein 33km langes Stück der A94 München - Passau wurde dem Verkehr übergeben.

[www.adac.de]

Gruß
Uwe
Hallo,

solange weiterhin die Wirtschaft der Meinung ist, daß man Lagerhaltung nur auf Rädern hat und keine echten Warenlager
oder kaum noch Umschlagplätze existieren, solange wird man auch den LKW-Verkehr nicht reduzieren können.
Während meiner Ausbildung bekamen wir 1-2 mal die Woche 3-4 gedeckte Güterwagen angeliefert, die dann auch ins Lager
ausgeladen wurden. Das war Anlieferung aus der Produktion oder Rohmaterialien.
Heute wird nur angeliefert was innerhalb kürzester Zeit wegproduziert oder verkauft wird.
Früher gab es unheimlich viele Speditionen, die nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Lager- oder Umschlagfläche hatten.
Das ist alles massiv weniger geworden. Eben Lagerhaltung auf der Straße, leider.

Da aber die Firmen heute eher in verkehrsgünstigen Lagen zu BAB oder Bundesstraße liegen müssen, statt einen eigenen
Gleisanschluß haben zu können, wird das wohl auch nicht mehr so einfach wieder kommen.

Gruß

-OR
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