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Die alte Streckenführung ist zum Teil überbaut und es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass diese so jemals wieder in Betrieb gehen wird.

In Verbindung mit der Bewerbung von München für die Olympischen Winterspiele (ichglaube für 2018 oder 22 ???), gab es aber bereits ganz konkrete Planungen für eine teilweise komplett neue Trassenführung zum (alten) Königssee-Bahnhof (der als Endpunkt wohl unbestritten ist).

Dabei war eine direkte Anbindung an Berchtesgaden Hbf vorgesehen. Also eine Ein-/Ausfädelung in Fahrtrichtung sodass durchgehende Verbindungen von Freilassing bis Königssee möglich sind/wären - (ohne Umsteigen oder Fahrtrichtungswechsel in BGD.)

Diese Planungen waren wohl schon ziemlich konkret und in der Vorbereitung abgeschlossen.
Nachdem wohl inzwischen alle betroffenen Gemeinden Aufgrund des immer größer werdenden Individualverkehrs-Kollaps (Ihr müsst das in der Hauptsaison mal erlebt haben...) zu der Erkenntnis gelangt sind, dass es ein Fehler war, die Bahn abzubauen, sah es eigentlich auch ganz gut aus.
Da nix aus der Olympiabewerbung wurde, verlief das leider alles im Sande ;-)

Viele Grüße
Rainer

Bachgaubahn Aschaffenburg - Großostheim

geschrieben von: Spessartspecht

Datum: 22.05.20 08:47

Ja, und die untere Steigerwaldbahn, sowie Lohr (Bahnhof) - Lohr (Stadt) fehlen für Unterfranken ebenfalls...

Aber im Falle der Bachgaubahn Aschaffenburg - Großostheim gehen die Dinge auch ohne Erwähnung in dieser Liste ihren Lauf, wenn auch in Trippelschritten.

Aktuell wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, die gemeinsam von Stadt und Landkreis Aschaffenburg, sowie von der Gemeinde Großostheim finanziert wird. Mit dem Studienergebnis ist wohl noch in diesem Jahr zu rechnen.
Der Nahverkehrsbeauftragte des Landkreises AB hat im Frühjahr 2020 einen kurzen Zwischenstand im Kreistag vorgestellt.
Angeblich scheint das Ergebnis für eine Reaktivierung zu sprechen. Momentan erhebt man noch gemeinsam mit den Unternehmen im Industriegebiet AB-Nilkheim-West das Potential für einen weiteren Haltepunkt dort.

Es gibt sicher einige Knackpunkte (Randlage des Endbahnhofs in Großostheim und teure Kreuzung der Obernburger Straße in AB-Nilkheim zwingen u.U. zum Systemwechsel (Regiotram), Eingleisigkeit zw. AB-Hbf und AB-Süd), aber es herrscht ein breiter politischer Konsens, dass die Reaktivierung erwünscht ist.
Der neue (CSU-)Landrat hatte sich im Wahlkampf auch eindeutig für die Bahn positioniert.
Der Kreistag hat fraktionsübergreifend die nachträgliche Kostensteigerung bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie - immerhin ein 6-stelliger Betrag - ohne Murren durchgewinkt.
Und man war so klug, den (mittlerweile obligatorischen) Seilbahnvorschlägen nicht sofort hinterherzurennen, sondern erste Priorität auf die Ergebnisse der Reaktivierungs-Studie zu legen.
Zum Verzögern und Verschleppen hätte es also genug Möglichkeiten gegeben.

Optimistische Grüße,
Spessartspecht


Edit: Umformulierungen bzgl. Regiotram



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.20 10:22.

Re: [BY]: Güterverkehr Werntalbahn

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 22.05.20 09:05

Ist die Werntalbahn im Gv denn so stark ausgelastet? Es gibt in Bayern auch noch andere eingleisige Strecken mit Mischbetrieb, z. B. Donautalbahn, Riesbahn, dort funktioniert es auch. Ein 440 o. ä. im Zwei-Stunden-Takt wäre besser als gar nichts.

Re: [BY]: Güterverkehr Werntalbahn

geschrieben von: Wagen-Micha

Datum: 22.05.20 09:28

Da fährt doch Sa und S
ein RE direkt nach Bamberg u.z.

zumindest in der Zugauskunft zwischen Gewünden und Schweinfurt ohne Halt
und 47 Min. Fahrzeit, und in der Gegenrichtung sogar nur 36 Min.

Wagen-Micha

Re: [BY]: Werntalbahn, Lohr Süd ....

geschrieben von: PL

Datum: 22.05.20 10:09

Die Werntalbahn taucht in der Liste nicht auf, da sie nur als Verlängerung bis Lohr Süd überhaupt Sinn machen würde. Zzgl. neuer Hpe. Nantenbach und Sackenbach. Welche wiederum am BVWP-Projekt Hanau - Nantenbach ( 4. Stufe von Angie's GREEN NEW DEAL?) hängen.

Als Alternative zur B26n und Bau einer Verbindung Thüngen - Karlstadt / Würzburg (war wohl um 1880 angedacht, wurde aber nicht benötigt) macht das im RB Sinn. Allein nur Werntalbahn hat im Binnenverkehr außer Arnstein nur "malerische Orte" - könnte aber für RE Rhein-Main - Oberfranken interessant sein. Es gab mal die Idee, Wildflecken Gersfeld und Bischofsheim miteinander zu verbinden.

Lohr Süd und Großostheim fehlen aber in der o.A. Liste. Wer Diese geschrieben hat, muß schon sehr viel Phantasie haben. Jossa - Wildflecken: Also bei aller Liebe, aber div. Dorfbürgermeister haben doch Nichts unversucht gelassen, die Gleise raus zu reißen.


Grüße aus Würzburg

TW 239

Re: [BY]: Werntalbahn, Lohr Süd ....

geschrieben von: Spessartspecht

Datum: 22.05.20 11:02

PL schrieb:Zitat:
Die Werntalbahn taucht in der Liste nicht auf, da sie nur als Verlängerung bis Lohr Süd überhaupt Sinn machen würde. Zzgl. neuer Hpe. Nantenbach und Sackenbach. Welche wiederum am BVWP-Projekt Hanau - Nantenbach ( 4. Stufe von Angie's GREEN NEW DEAL?) hängen.

Allein nur Werntalbahn hat im Binnenverkehr außer Arnstein nur "malerische Orte" - könnte aber für RE Rhein-Main - Oberfranken interessant sein.
Lohr (Stadt) soll gemäß D-Takt aber über Würzburg nach Marktbreit geführt werden (wobei ich nach Volkach-Astheim sinnvoller fände, Stichwort Oberleitungshybrid, um nicht auf eine Elektrifizierung innerhalb von Lohr zu warten).

Das Werntal könnte man auch ab Gemünden durch eine Verlängerung der Erfurter Bahn aus Richtung Bad Kissingen erschließen. Dann hätte man im Osten eine Anbindung an Schweinfurt und in Gemünden die Umsteigemöglichkeit an den RE nach Frankfurt und müsste in Gemünden auch nicht die Strecke der Main-Spessart-Bahn kreuzen. Es wäre mal interessant zu erheben, wieviel Fahrgastpotential das Werntal überhaupt hat.

Gruß,
Spessartspecht

Re: [BY]: Werntalbahn, Lohr Süd ....

geschrieben von: PL

Datum: 22.05.20 18:34

Der Werntalbahn eine Binnenverkehrsbedeutung zuzusprechen ist SEHR kühn. Doch als Abkürzung Aschaffenburg - Lohr - Schweinfurt - Oberfranken hat Diese einen gewissen Charme. Etwa ein Fall wie Pfullendorf - Schwackenreuthe. Dazwischen ist es "ruhig" - aber eine durchgehende Strecke wäre äußerst netzwirksam. Der RE Frankfurt - Bamberg wäre eine interessante Verbindung auf dieser Strecke. Schaut man sich die Fahrgastbewegungen an, könnte man auf einen RE Wiesbaden - Darmstadt - Aschaffenburg - Schweinfurt - Bamberg kommen. Frankfurt - Aschaffenburg wäre noch max. bis Wiesthal zu verlängern - Heigenbrücken hat ja den Bau eines Wendegleises von Aschaffenburg her abgelehnt.

Lohr Süd dagegen wird soeben durch den beschlossenen Neubau des Kreiskrankenhauses - In der Kreisstadt Karlstadt wie auch in Gemünden werden z.B. die Krankenhäuser aufgelöst - aufgewertet. Damit wird dieses Streckenstück verkehrlich wie Eschwege West - E. Stadt oder Salzderhelden - Einbeck Mitte oder Senden - Weißenhorn zu sehen sein. Sicher hat es vor 170 Jahren Überlegungen gegeben, hinter Lohr Stadt z.B. über Rechtenbach den Spessartpaß zu nehmen. Das wäre aber zu teuer geworden.


Grüße aus Würzburg

TW 239

Re: [BY]: Reaktivierungskandidaten in Bayern

geschrieben von: markrob

Datum: 22.05.20 20:28

Kolbenfresser schrieb:
Zitat:
Vielleicht fehlt es auch an solch einer Gesamtvision in der Region
Ein Problem dürfte die Grenze LK Augsburg/ LK Unterallgäu südlich von Mittelneufnach sein. Der Großteil der Fahrgäste werden wohl Schüler sein, die dann in die vom Landkreis vorgegebenen Schulen fahren. Da wird auf dem Südteil vermutlich nicht viel zu holen sein. Zwischen Türkheim Bahnhof und Ettringen wird ja seit letztem Jahr auch wieder über PV gesprochen und sollte dies kommen, wird der verfallene Abschnitt nach Markt Wald auch wieder interessant.
Der Nordteil ist eh wie von dir beschrieben "Greater Augsburg". Ich fahr öfters mal mit dem Wochenendzug von der SVG und wenn man sich überlegt wie schnell man von z.B. Langenneufnach (geplanter Endhalt) in Augsburg Hbf ist. Mit dem Auto zu keiner Zeit nichtmal in der doppelten Fahrzeit erreichbar. Leider gibts da ja schon wieder Diskussionen um eine Verschiebung der Reaktivierung auf 2024.
Schönen Gruß
Markus

Re: Maxhütte-Haidhof - Burglengenfeld?

geschrieben von: Frankenland

Datum: 22.05.20 20:38

Flauschi schrieb:

Ansonsten viel enttäuschendes. Selb-Asch ist von den Fahrgastzahlen unterirdisch. Das gleiche wäre wohl für die Stiftlandbahn zu erwarten, denn selbst zwischen Marktredwitz und Eger wachsen die Fahrgastzahlen nicht in den Himmel.
Das ist -leider- richtig. Der Grund dafür dürfte vor allem darin liegen, dass ein ansprechendes Tarifangebot fehlt. Mir kommt dabei die U 28 Decin - Bad Schandau - Sebnitz - Rumburk in den Sinn. Diese Strecke berührt auch in erster Linie kleinere und mittlere Orte und kann durch den attraktiven Tarif mit ordentlichen Reisendenzahlen aufwarten.

Grüße
Karlheinz

Re: [BY]: Reaktivierungskandidaten in Bayern

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 22.05.20 21:35

Nun ja, die Werntalbahn hat zumindest bereits eine Teilreaktivierung durch touristischen Verkehr erreicht. So ganz desinteressiert ist man an der Werntalbahn im Übrigen auch nicht.

In Unterfranken hätte ich aber noch zwei ernsthafte Reaktivierungsprojekte. Aber die Liste ist - wie schon mehrmals geschrieben - keineswegs eine aktuelle und gut gepflegte Liste.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Maxhütte-Haidhof - Burglengenfeld?

geschrieben von: Flauschi

Datum: 22.05.20 22:53

Frankenland schrieb:
Flauschi schrieb:
Ansonsten viel enttäuschendes. Selb-Asch ist von den Fahrgastzahlen unterirdisch. Das gleiche wäre wohl für die Stiftlandbahn zu erwarten, denn selbst zwischen Marktredwitz und Eger wachsen die Fahrgastzahlen nicht in den Himmel.
Das ist -leider- richtig. Der Grund dafür dürfte vor allem darin liegen, dass ein ansprechendes Tarifangebot fehlt. Mir kommt dabei die U 28 Decin - Bad Schandau - Sebnitz - Rumburk in den Sinn. Diese Strecke berührt auch in erster Linie kleinere und mittlere Orte und kann durch den attraktiven Tarif mit ordentlichen Reisendenzahlen aufwarten.

Grüße
Karlheinz
Zum Thema Tarifangebot: Ich zahlte für die Strecke Schirnding-Eger mal 1,50 € beim tschechischen Schaffner und 5,60 € beim deutschen Schaffner. Das mach keiner zweimal mit. So kann man eine Strecke tariflich sabotieren.
Wenn eh neu trassiert werden muß, kann die neue Trasse ja verkehrsgünstiger und betrieblich angelegt werden, so das Touristen und Pendler von einer wieder aufgebauten Strecke profitieren können. Unabdingbar ist es für einen wirtschaftlichen Betrieb, das die Züge über Berchtesgaden hinaus durchgefunden werden. Das heißt aber auch, der Streckenabschnitt Freilassing - Berchtesgaden muß wieder entsprechend hergerichtet werden.
In Berchtesgaden gibt es doch auch einen Tunnel für eine nie zu Ende gebaute Bahnstrecke. Hätte diese geplante Strecke auch heute noch Potential?
215 122-3 schrieb:
Wenn eh neu trassiert werden muß, kann die neue Trasse ja verkehrsgünstiger und betrieblich angelegt werden, so das Touristen und Pendler von einer wieder aufgebauten Strecke profitieren können. Unabdingbar ist es für einen wirtschaftlichen Betrieb, das die Züge über Berchtesgaden hinaus durchgefunden werden. Das heißt aber auch, der Streckenabschnitt Freilassing - Berchtesgaden muß wieder entsprechend hergerichtet werden.
In Berchtesgaden gibt es doch auch einen Tunnel für eine nie zu Ende gebaute Bahnstrecke. Hätte diese geplante Strecke auch heute noch Potential?
Für mich würde der Aufbau nach Königssee auch nur dann Sinn ergeben, wenn die ganze Strecke dorthin verlängert würde, so dass man sich das Umsteigen im Hauptbahnhof sparen würde. Eventuell müsste man dazu den alten Standort auch aufgeben und schon vor Beginn des Bahnhofs in die Kurve gehen. Wäre interessant zu sehen wie die Pläne zur Olympiabewerbung ausgesehen haben.

Die nie gebaute Strecke hätte m. E. schon Potential. Ich bin bisher meistens mit dem Bus aus Salzburg nach Berchtesgaden gefahren und eigentlich nie alleine drin gesessen. Das dürfe aber unmöglich zu bezahlen sein, da eine Bahntrasse durchzukommen.
Auf der Salzburger Seite könnte man aber eventuell den Flugplatz anbinden. Auch Berchtesgaden selber wäre damit besser erschlossen.
Die Strecke von Berchtesgaden durch en Tunnel wurde fertiggebaut, war auch in Betrieb, wurde aber Hals über Kopf stillgelegt.
[de.wikipedia.org]
Der Tunnel wurde lange Zeit zum "wenden" der Loks genutzt (war befahrbar), ist seit einigen Jahren allerdings schienenfrei. Diese enden seitdem rund 120m VOR dem Tunnel :-(

Wie gesagt, es war geplant in nordöstlicher Richtung - also im weiteren normalen Streckenverlauf von Freilassing kommend Richtung Königssee aus Berchtesgaden auszufahren und im Bogen erst mal auf der anderen Seite des Tales in Richtung Schwöb - Königssee zu fahren.

Sonst hätte das ja keinen Sinn gemacht. Und da die 'alte Strecke' ja gar nicht mehr existiert, hätte eh komplett neu gebaut werden müssen.
Flauschi schrieb:
Die Strecke von Berchtesgaden durch en Tunnel wurde fertiggebaut, war auch in Betrieb, wurde aber Hals über Kopf stillgelegt.
[de.wikipedia.org]
Da muss ich teilweise widersprechen. Die im Wikipediaartikel beschriebene Strecke führte am Bach entlang um den Berg herum. Diese wurde wegen des Baus der Hauptbahn (zu der der Tunnel gehört) stillgelegt. Der Hauptbahnbau wiederum wurde kriegsbedingt abgebrochen. Das ehemalige Bergwerksanschlussgleis, das mit Kopfmachen nach der Tunneldurchfahrt erreicht wurde dürfte ungefähr der alten Trasse entsprochen haben.

Re: [BY]: Reaktivierungskandidaten in Bayern

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 25.05.20 22:30

Antwort auf [www.drehscheibe-online.de]

Wenn ich mir die Liste anschaue, frage ich mich, warum die Strecken 5330 Nördlingen Pleinfeld und 5331 Nördlingen Dörnbühl nur teilweise genannt werden.

Die Strecke 5330 wird, wenn man es so sieht, ja schon komplett befahren (Pleinfeld Gunzenhausen planmäßig) und Gunzenhausen Nördlingen als Museumsbahn.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Re: [BY]: Reaktivierungskandidaten in Bayern

geschrieben von: markrob

Datum: 31.05.20 21:18

Hier eine Pressemitteilung von der Staudenbahn HP zu den Finanzierungsproblemen, Reaktivierung Gessertshausen - Langeneufnach.
Staudenbahn 22.05.2020 Die Staudenbahn wird mit diesem Problem vermutlich nich alleine sein in Bayern.
Gruß Markus

Re: [BY]: Reaktivierung Gunzenhausen

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 03.06.20 07:23

Bei Nördlingen - Gunzenhausen macht eine komplette Reaktivierung insofern Sinn, dass daraus eine überregionale alternative Verbindung von Baden-Württemberg in den Raum Nürnberg entstehen könnte, sofern die Anschlüsse passen.
Im Fall der Dinkelsbühler Strecke sehe ich diesen Synergieeffekt nicht; die Zahl der Reisenden, die etwa von Crailsheim nach Nördlingen wollen, dürfte doch sehr überschaubar sein. Es gibt zwar gewisse Pendlerströme zwischen Dinkelsbühl und Ellwangen, aber hierfür bringt die Reaktivierung der Bahn auch nichts.

Daniel

Mertingen - Wertingen

geschrieben von: laeuft

Datum: 04.06.20 16:16

Die Gleise sind leider inzwischen vollständig abgebaut, der Bahndamm ist aber noch weitgehend erhalten (bis auf eine Überbauung in Buttenwiesen, bei der es jedoch viel Platz zum Ausweichen gäbe).

Gegen eine Reaktivierung wird immer wieder ins Feld geführt, dass die Strecke entgegen der Hauptverkehrsrelation Wertingen - Augsburg verläuft. Das stimmt zwar, allerdings könnte man mit einem schlanken Anschluss an einen RE in Mertingen (oder in der HVZ sogar Durchbindung) nach Augsburg durchaus attraktive Fahrzeiten erreichen. Zum Vergleich:

- Wertingen - Mertingen im Fpl.-Jahr 1977: 0:22h
- Mertingen - Augsburg Hbf aktuell: 0:24h

Die aktuelle Verbindung mit Bus über Meitingen ist nicht schneller. Allerdings sind Pendler erfahrungsgemäß eher in einen Zug als in einen Überlandbus zu kriegen.

Dazu kommen zahlreiche Pendler zu Airbus nach Donauwörth, die es vor 30 Jahren in dieser Zahl noch nicht gab.

Viele Grüße
Frank



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.20 16:17.
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