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Moin,

im Zuge der finanziellen Unterstützung durch den Bund will die DB etwa 2,25 Milliarden Euro bei Personalkosten einsparen. EVG Chef Klaus-Dieter Hommel befürchtet, dass mehr als 10.000 Stellen bei der DB abgebaut werden könnten.

[www.faz.net]

Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird. (Es gibt noch einige Bereiche, die "überverwaltet" sind.)

Gruß
Bei über 200.000 Mitarbeitern im Inland wären das 5 %. Das kann man binnen Jahresfrist eigentlich durch Stopp von Neueinstellungen (Stichwort Ruhestand und die Stellen erstmal unbesetzt lassen) locker erreichen. Gerade beim hohen Durchschnittsalter der DB Belegschaft.
Aber das wird der Bahn in Zukunft umso mehr zu schaffen machen. In den nächsten 10 Jahren geht jeder zweite Lokführer in den Ruhestand und da gab's bisher ja schon Mangel. Nach Corona wird ein Verzicht auf Neueinstellungen und Cuts bei der Ausbildung einen
Scherbenhaufen hinterlassen.
gastronomie1916 schrieb:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird.
Ha, ha, ha. 🙂🙂🙂

strategische Einsparungen

geschrieben von: Festlegemelder

Datum: 17.05.20 09:51

Guten Morgen!

gastronomie1916 schrieb:
Zitat:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird.
Das wäre sicherlich inhaltlich sachgerecht, aber dafür ist dieser Konzern nun nicht gerade bekannt. Die Erfahrung sagt: Man wird ein paar strategische Berater beauftragen, wie man im Fahrbetrieb und Service Personal einsparen kann, und ein paar Projektmanager einstellen, um dieses Projekt zu steuern, und ein paar Controller einstellen, um diese Einsparung zu überwachen. Und dann wird man eine zusätzliche Reportingstruktur aufbauen, um das alles anschaulich zu machen. Da man ja aber Stellen abbauen wollte, müssen diese zusätzlichen Stellen nun im Fahrbetrieb und Service noch zusätzlich eingespart werden. Ein Teufelskreis.

Schönen Sonntag,
Festlegemelder

Re: strategische Einsparungen

geschrieben von: EiB09

Datum: 17.05.20 09:54

Guten Morgen,

im produktiven Bereich, insbesondere beim Zugpersonal werden bestimmt keine Personale abgebaut, allerdings bestimmt keine Neueinstellungen und Ausbildungen vorgenommen.

In 5-10 Jahren sind die meisten Personale, auf dem Stellwerk und im Zug weg. Dann ruht der Verkehr und das sparen recht sich.....wie zu Hartmuts Zeiten.

Gruß

Re: strategische Einsparungen

geschrieben von: Henra

Datum: 17.05.20 10:16

Festlegemelder schrieb:
Das wäre sicherlich inhaltlich sachgerecht, aber dafür ist dieser Konzern nun nicht gerade bekannt. Die Erfahrung sagt: Man wird ein paar strategische Berater beauftragen, wie man im Fahrbetrieb und Service Personal einsparen kann, und ein paar Projektmanager einstellen, um dieses Projekt zu steuern, und ein paar Controller einstellen, um diese Einsparung zu überwachen. Und dann wird man eine zusätzliche Reportingstruktur aufbauen, um das alles anschaulich zu machen. Da man ja aber Stellen abbauen wollte, müssen diese zusätzlichen Stellen nun im Fahrbetrieb und Service noch zusätzlich eingespart werden. Ein Teufelskreis
Sehr schön beschrieben. Genau darauf würde meine Wette auch gehen. Zumindest war es bei den letzten 20 Runden der Kostenoptimierung so gelaufen. Wieso sollte man solche altbewährten Ansätze überdenken?!
Am Ende müsste sich ja der Verwaltungsapparat selber abbauen. Das werden die niiiieeee tun. Die sind doch nicht besch**ert!?
Festlegemelder schrieb:
Guten Morgen!

gastronomie1916 schrieb:
Zitat:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird.
Das wäre sicherlich inhaltlich sachgerecht, aber dafür ist dieser Konzern nun nicht gerade bekannt. Die Erfahrung sagt: Man wird ein paar strategische Berater beauftragen, wie man im Fahrbetrieb und Service Personal einsparen kann, und ein paar Projektmanager einstellen, um dieses Projekt zu steuern, und ein paar Controller einstellen, um diese Einsparung zu überwachen. Und dann wird man eine zusätzliche Reportingstruktur aufbauen, um das alles anschaulich zu machen. Da man ja aber Stellen abbauen wollte, müssen diese zusätzlichen Stellen nun im Fahrbetrieb und Service noch zusätzlich eingespart werden. Ein Teufelskreis.

Schönen Sonntag,
Festlegemelder
Moin,
die Restrukturierungsfehler der Vergangenheit sind damit gut beschrieben.

Ich sage es aber mal ganz klar: ein in „Weiter so“ kann sich die DB schlichtweg nicht mehr leisten - Punkt.

Ist ja auch nicht so, wie hier auf DSO fälschlicherweise gerne dargestellt wird, dass „Rationalisierungsmaßnahmen“ dieser Art einer typischen BWL-Denkweise entspringen. Ganz im Gegenteil: jeder BWLer, der sich halbwegs ordentlich in die Aufbaustruktur der DB AG eingearbeitet hat, weiß, woran es hapert: vornehmlich am massiv überbesetzten Wasserkopf. Ein Unternehmen im klassischen Konkurrenzmarkt der freien Wirtschaft könnte sich eine solche Struktur überhaupt nicht leisten, wäre längst weg vom Fenster - verdrängt durch Unternehmen mit wesentlich effizienter Verwaltung. Eine effiziente Restrukturierung des chaotischen Firmengeflechts und der damit einhergehende Abbau des überdimensionierten Verwaltungsapparats wäre die logische Konsequenz einer betriebswirtschaftlichen Rationalisierung.

Dass es in der Vergangenheit anders kam, hat einen ganz einfachen Grund: Selbstschutz der Verwaltungsmitarbeiter. Zum Schaden des Gesamtkonzerns und insbesondere der Personale unmittelbar am und im Zug flossen horrende Summen an Berater, die mitnichten unabhängig nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben herangingen, sondern sich kaufen ließen, nur um die von der DB-Verwaltung gewünschten Ergebnisse zu präsentieren. Damit hat die Verwaltung eine externe Rechtfertigung für ihr massiv unternehmensschädigendes Verhalten.

Nun aber dürfte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem sich betriebswirtschaftlicher Sachverstand gegen den Egoismus der Verwaltung durchsetzen sollte. Alleine schon deshalb, weil der Bund am längeren Hebel sitzt und sonst den Geldhahn abdreht. Die Bedingungen für die Bundesgelder werden den DB-Verwaltungsapparat zum Schrumpfen zwingen. Andernfalls gehen dort bald von alleine die Lichter aus. Dessen muss sich der Bund nun mal bewusst sein - so sehr die Augen vor der Realität verschließen kann man gar nicht.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

Das wäre eine 180Grad Wende.

geschrieben von: Allgäukölner

Datum: 17.05.20 10:51

Hallo zusammen,

sicherlich hat der Konzern in der Vergangenheit nicht gerade Gründe dafür geliefert, er würde verkehrlich logisch entscheiden.
Allerdings sind unter Lutz die Signale aus der Plüschetage positiver geworden. Stichworte wie Talgo EuroCity, Starke Schiene als Sammlung aller Einzelstrategieen oder die Einstellungsoffensive sehe ich als positives Zeichen. Auch ich sehe noch viel Luft nach oben, aber die geringe öffentliche Präsenz des Vorstandes, im Vergleich zu H.M. ist meist ein Zeichen dafür, das dieser seine Arbeit macht.

Mit vorsichtig optimistischen Grüßen
der Allgäukölner

Mann muß die Welt nicht verstehen, mann muß sich darin zurechtfinden.
A. Einstein

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Ferdi

Datum: 17.05.20 11:04

Mist, das war es dann für mich mit einem Bahnberuf.

Wollte mit der Bewerbung starten wenn das Coronadingens halbwegs vorbei ist.

Bewerbung bei der DB

geschrieben von: Allgäukölner

Datum: 17.05.20 11:12

machs direkt, falls doch ein Einstellungsstop kommt, trifft er Dich vielleicht nicht mehr.

Mann muß die Welt nicht verstehen, mann muß sich darin zurechtfinden.
A. Einstein

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: corsa636

Datum: 17.05.20 11:13

Naja, vielleicht führt man automatische Kupplungen ein.
Oder Automatische Bremsprüfungen - damit ein Lokführer in seiner Schicht "mehr Kilometer" machen kann..

Ich denke bei der Bahn gibt es noch deutliches Potential, durch Automatisierung & Digitalisierung z.B. mit der gleichen Personalstärke "einen besseren Bahnbetrieb auf die Beine zu stellen".

Um es deutlich zu machen, ich will keinem Eisenbahner seinen Job strittig machen oder dessen Wertigkeit in Frage stellen!!
Aber man muss einfach mit der Zeit gehen..

Und ich denke es wird keiner der anstrengenden & gefährlichen Arbeit des An-/ Abkuppelns vermissen, wenn endlich mal "zeitgemäße" Kupplungen verbaut sind.
Oder das ellenlange Ablatschen eines Güterzugs..

(Ganz bewusst habe ich nicht von einem Automatisch Betriebenen Zug geschrieben, m.M.n. kann man an anderer Stelle "leichter" & "besser" Personalaufwand sparen als im Führerstand eines Zugs.)
Das "ablatschen" wird aber trotzdem bleiben und für all das braucht man ja das Feld, das gerade nicht da ist.

MfG



"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Abteil schrieb:
Andernfalls gehen dort bald von alleine die Lichter aus. Dessen muss sich der Bund nun mal bewusst sein - so sehr die Augen vor der Realität verschließen kann man gar nicht.
Ach da wär ich mir bei Scheuer und co. wirklich nicht so sicher :D

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Abteil

Datum: 17.05.20 11:24

Ferdi schrieb:
Mist, das war es dann für mich mit einem Bahnberuf.

Wollte mit der Bewerbung starten wenn das Coronadingens halbwegs vorbei ist.
In welchem Bereich? Wenn es um den Führerstand, die Zugbegleitung oder die Technik geht, würde ich mir keine Sorge machen. Hier ist man doch schon heute unterbesetzt. Also viel Spaß im Bahnberuf!

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Plutone schrieb:
Abteil schrieb:
Andernfalls gehen dort bald von alleine die Lichter aus. Dessen muss sich der Bund nun mal bewusst sein - so sehr die Augen vor der Realität verschließen kann man gar nicht.
Ach da wär ich mir bei Scheuer und co. wirklich nicht so sicher :D
Als ob diese Marionette das zu entscheiden hätte.

Scholz wird das anders sehen.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
>Ich sage es aber mal ganz klar: ein in „Weiter so“ kann sich die DB schlichtweg nicht mehr leisten - Punkt.

Hallo zum Sonntag,
solche Sätze kann man regelmässig seit > 20 Jahren lesen. folgenlos. Auch Punkt

Allerdings muss Du auch mal darlegen, was Du hier im folgenden konkret meinst:

>Ein Unternehmen im klassischen Konkurrenzmarkt der freien Wirtschaft könnte sich eine solche Struktur überhaupt nicht leisten, wäre längst weg vom Fenster - verdrängt durch Unternehmen mit wesentlich effizienter Verwaltung.

Die DB steht in Konkurrenz mit anderen Verkehrsanbietern. Wenn das Angebot für die Kundschaft zu teuer wäre, wären die Züge leer gewesen. Ich kann mich an das Gegenteil erinnern. Ob die Preise jetzt nachhaltig sind,dazu fehlen mir aber die Zahlen.

> Selbstschutz der Verwaltungsmitarbeiter.

Welche Projektcontroller, IH-Planer, Disponenten oder Buchhalter haben die Möglichkeit, über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze selbst zu bestimmen und die Arbeitsprozesse in ihm/ihr genehme Richtungen zu beienflussen?

>die mitnichten unabhängig nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben herangingen, sondern sich kaufen ließen, nur um die von der DB-Verwaltung gewünschten Ergebnisse zu präsentieren.

Wes Brot ich eß, des Lied ich sing. Gekauft sind sind sie ja, die bekommen ja Geld für ihre Leistung. Meine Firma kauft mich ja auch, da ich gegen Geld bei ihr arbeite.

>weil der Bund am längeren Hebel sitzt und sonst den Geldhahn abdreht.

Sicher, als Eigentümer hat er alles Recht dazu. Ob das aber langfristig gut ist, wissen wir heute nicht. Andererseits, sollte der Bund sein Geld wieder der Autoindustrie in den Allerwertesten blasen, hätte das Geld abdrehen beider DB zumindest ein Geschmäckle.

Viele Grüße
Dann bewirb Dich sofort. Wenns nicht klappt, musst Du dir wegen Zögern zumindest keine Selbstvorwürfe machen

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: De David

Datum: 17.05.20 11:34

corsa636 schrieb:
Naja, vielleicht führt man automatische Kupplungen ein.

Und ich denke es wird keiner der anstrengenden & gefährlichen Arbeit des An-/ Abkuppelns vermissen, wenn endlich mal "zeitgemäße" Kupplungen verbaut sind.
Doch, der Christian Snizek, der meint das müsse genau so und bloß nicht anders, denn jegliche Änderung / Neuerung wäre Teufelszeug, weil das hat man ja noch nie so gemacht, das kann ja gar nichts sein :P *lol*

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: De David

Datum: 17.05.20 11:40

Bahn ist wesentlich mehr wie nur der Haufen von DBAG... [www.sweg.de] ;)

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
corsa636 schrieb:
Naja, vielleicht führt man automatische Kupplungen ein.
Oder Automatische Bremsprüfungen - damit ein Lokführer in seiner Schicht "mehr Kilometer" machen kann..

Ich denke bei der Bahn gibt es noch deutliches Potential, durch Automatisierung & Digitalisierung z.B. mit der gleichen Personalstärke "einen besseren Bahnbetrieb auf die Beine zu stellen".

Um es deutlich zu machen, ich will keinem Eisenbahner seinen Job strittig machen oder dessen Wertigkeit in Frage stellen!!
Aber man muss einfach mit der Zeit gehen..

Und ich denke es wird keiner der anstrengenden & gefährlichen Arbeit des An-/ Abkuppelns vermissen, wenn endlich mal "zeitgemäße" Kupplungen verbaut sind.
Oder das ellenlange Ablatschen eines Güterzugs..

(Ganz bewusst habe ich nicht von einem Automatisch Betriebenen Zug geschrieben, m.M.n. kann man an anderer Stelle "leichter" & "besser" Personalaufwand sparen als im Führerstand eines Zugs.)
Du machst die selben Fehler wie die "Bahnexperten" in der Presse. Automatisierung bringt Effizienz und erhöht die Sicherheit, vermindert Ausfälle. Das wird zB der Pünktlichkeit enorm helfen.
Aber auch bei einem A380, der alles autonom prüft, automatisch fliegt und per Satellit ständig mit Hersteller und Airline Daten austauscht, müssen Piloten trotzdem vor jedem Flug einen ausführlichen Check innen und außen durchführen und während dem Flug stets überwachen und ggf. eingreifen.
Die weitgehende Automatisierung im Flugbetrieb hat man nicht einmal genutzt um einen von zwei Piloten einzusparen.

Automatisierung bringt Effizienz, Früherkennung von Störungen und beschleunigt Routinen. Aber sie ersetzt keine Menschen.
Eine Ubahn oder Metro in abgeschlossenen Gleisbereichen ist da auch was ganz anderes als ein ICE auf freier Strecke der einen Bremsweg von mehreren Kilometern aus voller Fahrt hat und auch bei Güterzügen mit hunderten Tonnen Gesamtmasse wird niemand je auf den Lokführer auf Strecke verzichten.

Aber in der Bereitstellung bei Rangierfahrten mit niedriger Geschwindigkeit ohne Insassen, da ist sicherlich mehr Effizienz möglich. Am Ende wird der Lokführer ein aufgewerteter Beruf sein bei dem sich niemand mehr die Hände schmutzig machen wird.

So stellt es die Presse aber natürlich nicht dar.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: RhBDirk

Datum: 17.05.20 11:45

Rechnet Clausi auch mit einem Stellenabbau?
Was sagt denn der dazu?
Ist still geworden in letzter Zeit. Naja, bei den Gehaltsforderungen bei der nächsten Runde, die ja bald wieder startet, kann er ja wieder sein Gefolge aufrufen.
Abteil schrieb:
Plutone schrieb:
Abteil schrieb:
Andernfalls gehen dort bald von alleine die Lichter aus. Dessen muss sich der Bund nun mal bewusst sein - so sehr die Augen vor der Realität verschließen kann man gar nicht.
Ach da wär ich mir bei Scheuer und co. wirklich nicht so sicher :D
Als ob diese Marionette das zu entscheiden hätte.

Scholz wird das anders sehen.
Weiß ich nicht.
Ich mein, die offenen Probleme die die Bahnreform hinterlassen hat, sind ja seit 2 Jahrzehnten bekannt und werden nur gaaanz sachte bis garnicht behoben.
Und wenn sich doch mal was ändern soll, dann kommen sofort die Totschlag-Argumente der "Generation-Gestern", um alle Veränderer mundtot zu machen. Die DB hat in den letzten 20 Jahren immer einen argumantativen Weg gefunden, sich nicht verändern oder verbessern zu müssen.

Beispielsweise gibt es diese elenden Argumente gegen die Trennung von Netz und Betrieb, da wird dann behauptet, man müsse eines von beidem dann zwingend verkaufen oder an die Börse bringen.

Es würde doch schon völlig ausreichen, wenn die offensichtlichen Interessenskonflikte aus eigenwirtschaftlichem Betrieb und gemeinwirtschaftlicher zur-Verfügung-Stellung von Infrastruktur bis gern hin zur Information (EFA als Teil von DB-Vertrieb) und dem Tarif (DB-Tarif als Teil des Konzerns statt als Teil eines deutschlandweit gültigen Gesamt-Tarifsystems, wie er erfolgreich auf Nahverkehrsebene, aber eben nur kleinteilig praktiziert wird) organisatorisch hinreichend voneinander getrennt wird. Stattdessen zerfleddert man die gemeinwirtschaftlich sinnvoll organisierbaren DB-Töchter immer weiter unter dem DB-Deckel und schafft noch on-top einen weiteren Verwaltungsapparat in der Bundesnetzagentur und dem EBA, der das undurchsichtige Geflecht in seinem Tun überwachen soll.

Sowas muss organisatorisch viel einfacher gehen.
Und eine Entflechtung und bessere Organisationsstruktur wird niemals aus der DB selbst kommen, das kann nur der Bund.

Ich bin mal gespannt, wer sich das Mammut-Vorhaben nach 20 Jahren Verwachsungen antun will, wo man doch in Deutschland gelernt hat, lieber den Weg des geringsten Widerstands zu beschreiten.
Bei der DB selbst wird auch weiterhin jeder Teilbereich für sich genug Legitimation zusammenargumentieren können, warum er so wichtig ist, dass er noch weiter wachsen muss statt effizienter zu werden.

Das sieht man auf der Mikro-Ebene schon allein am inflationären Ausrufung von zig Arbeitskreisen zum Thema "Bauen/SEV-Planung" mit inhaltlichen Überschneidungen von gefühlt 80%, wo immer nochmal das gleiche besprochen, erklärt und das Rad neu erfunden werden muss ...

Also nein: ich glaube auch Scholz wird nichts grundlegendes ändern. Aber vielleicht erlebe ich ja noch Überraschungen.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Vesko

Datum: 17.05.20 11:49

gastronomie1916 schrieb:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird. (Es gibt noch einige Bereiche, die "überverwaltet" sind.)
Alles andere wäre fatal. Dann würde die DB Deutschland und sein eigenes Personal (siehe Artikel) in Stich lassen.

2019 kam ich anhand meiner Reiseerlebnisse mit DB Fernverkehr zum Ergebnis, dass der Personalstand beim Fahrbetrieb an der untersten Schmerzgrenze liegt.

Ich bin gespannt, wie sich die DB dazu äußert, ob sie sofort klarstellen, dass es keinen Stellenabbau geben wird.

Matthias Muschke schrieb:
Das "ablatschen" wird aber trotzdem bleiben und für all das braucht man ja das Geld, das gerade nicht da ist.

MfG



"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Hier zeigt sich der Theoretiker

geschrieben von: Lalu

Datum: 17.05.20 11:58

Hallo,

dieses Thema wurde doch schon in einem nicht allzu lange zurückliegenden Thread ausführlich diskutiert. Eine automatische Kupplung führt eben nicht zu Kosten- und Personaleinsparung. Die Kosten sind höher im Unterhalt gegenüber dem jetzigen Status. Und eine Personaleinsparung kann an dieser Stelle nicht ernsthaft erfolgen, da die Arbeitsinhalte des anwesenden Personals vielschichtiger sind. Wenn es so toll wäre, hätten die „effizienten“ „privaten“ EVU es schon längst umgesetzt.

Die Umsetzung unter dem „Modewort“ Digitalisierung ist in den meisten Fällen nicht mit Kostenersparnis oder einem geringeren Personalbedarf verbunden. Eine Ersparnis durch Reduzierung der Entscheidungsstrukturen und stärkere Verlagerung auf den „ausführenden“ Mitarbeiter, dürfte effektiv mehr bringen. Die Zeit mit Berichten, Statistiken, Antragsformularen, seitenweisen Begründungen usw. zu verbringen ist kostenintensiv. Aber irgendwie muss ja im Bedarfsfall die Anfrage eines Bundestagsabgeordneten genau mit solchen Zahlen hinterlegt werden.

Grüße,
Lalu
Vesko schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird. (Es gibt noch einige Bereiche, die "überverwaltet" sind.)
Alles andere wäre fatal. Dann würde die DB Deutschland und sein eigenes Personal (siehe Artikel) in Stich lassen.

2019 kam ich anhand meiner Reiseerlebnisse mit DB Fernverkehr zum Ergebnis, dass der Personalstand beim Fahrbetrieb an der untersten Schmerzgrenze liegt.

Ich bin gespannt, wie sich die DB dazu äußert, ob sie sofort klarstellen, dass es keinen Stellenabbau geben wird.
Es ist ein Erbe der seltsamen Bahnreform mit Pseudoprivatisierung der Form nach, was du da ansprichst.
Niemand fordert gerade Behörden zusammen zu streichen. Im Gegenteil, jeder mit ein bisschen Grips weiss, wie existenziell es jetzt ist, dass der staatliche Sektor Beschäftigung, Einkommen und Alltagsleben stützt. Kein Lehrer wird abgebaut, kein Polizist, kein Müllwerker, kein Lebensmittelkontrolleur, kein Förster, usw.
Ausgerechnet bei der Bahn, die unverzichtbare Infrastruktur bringt, nach Marktlogik zu handeln ist ein Denkfehler der uns seit Anfang der 90er tief eingepflanzt wurde.

Im Übrigen wäre es natürlich rechtswidrige Wettbewerbsverzerrung der DB zu helfen und damit untrennbar auch DB Regio, aber den privaten EVU im SPNV nicht. Spätestens die EU wird das unter diesen Bedingungen untersagen.

Es braucht einen Rettungsschirm für die gesamte Eisenbahninfrastruktur. Und da muss dann die DB, wie alle anderen, wirklich krisenbedingte Verluste nachweisen und kann nicht eigene, frühere Versäumnisse mal so nebenbei auf Kosten der Steuerzahler abdecken. Das wäre die vernünftige Lösung, gegen die höchstens Mr. Burns was haben könnte.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: DB_1973

Datum: 17.05.20 12:06

Moin,

wenn es wirklich so kommen sollte, ich melde mich sofort an.
Dann spare ich mir das letzte Jahr bei diesem Verein....

Viele Grüße aus Hamburg
Sven
Das Problem ist doch, daß man diesen aufgeblähten Wasserkopf durch die Aufspaltung in Geschäftsbereiche und diese wieder in kleine und kleinste Einheiten doch erst selbst geschaffen hat!

Mein Lieblingsbeispiel: Die Lokführer! Man beklagt immer wieder die mangelnde Effektivität und die ungenügende Auslastung durch zu geringen Anteil an eigentlichen Zugfahrten in den Dienstschichten, durch zu häufige Gastfahrten und durch zu hohen Anteil an Nebentätigkeiten.

Die Zersplitterung im Interesse einer Kostenkontrolle und -minimierung hat sich als Bumerang erwiesen.

Einst erklärte ich meiner Frau die Aufteilung der Bahn anhand unserer Familie so:
"Die Kinder und ich bezahlen Dich für's Essenkochen, Wäschewaschen, Taxileistungen, Kinderbetreuung und andere typische Dienstleistungen.
Ihr bezahlt an mich, damit Ihr über die Teppichböden laufen dürft, die ich überall verlegt habe; ihr bezahlt mich weiterhin für Auto- und andere Reparaturen, für Verteidigung der Familie gegen Angriffe von außen, für's Einkaufen und andere typische Leistungen.
Wir bezahlen die Kinder für's Helfen in Haus, Hof und Garten und dafür, daß sie uns so viel Freude machen.
Da wissen wir dann am Ende, wer welche Kosten verursacht und wer welchen Nutzen erbringt."

Daraufhin entgegnete meine Frau: "Alles schön und gut; aber dann kanst'e deinen Computer vergessen! Denn den, und noch drei andere brauchen wir zur gegenseitigen Abrechnung...!"

Was hat also eine Strukturreform nach der anderen im Bahnkonzern gebracht? Wir wissen zwar jetzt, welche Kosten auf welche Kostenstelle entfallen; aber vor lauter Beschäftigung mit uns selbst kommen wir nicht mehr zu unserer eigentlichen Aufgabe. Weil das am Ende teuer ist, wurde gespart und gespart und gespart - bis zur weiteren Handlungsunfähigkeit.
Dennoch wurden und werden diese tausende kleinen Abwärtsschritte nie rückgängig gemacht, weil es sich in der behördenähnlichen Hängematte eines Staatsbetriebes immer noch sehr gut aushalten läßt - je höher die Gehaltsstufe, desto weniger Interesse an Veränderungen!

Das Rad noch herumzureißen, wird sehr sehr schwer - und kostet auch erst einmal Geld. Bezogen auf mein Lieblingsthema Lokführer hieße das:
Herauslösung aus den einzelnen Geschäftsbereichen und wieder eine Zusammenfassung zu einem eigenständigen Bereich Traktion. Nachteile: Um alle Tf wieder auf einen Stand zu bringen, der sie universell und effektiv einsetzbar macht, wäre zunächst großer Schulungs- und Ausbildungsaufwand nötig.
Fakt ist aber: Mit hemdsärmligem, undurchdachtem, nur auf den schnellen, schönen Schein bedachten, sonst aber nur Ahnungslosigkeit fachfremder Manager übertünchenden Aktionismus - wie bisher an den Tag gelegt - wird das alles nix!

Den zunächst erst einmal in Kauf zu nehmenden kurzfristigen Nachteilen stehen aber ganz riesengroße und langfristige Vorteile gegenüber:
- Nur noch eine einzige Verwaltung jeweils in der Zentrale und vor Ort (anstatt jetzt mindestens drei) für alle Triebfahrzeuge und für alle Personale.
- Möglichst gleicher Ausbildungs- und Streckenkenntnisstand für möglichst viele Tf; ggf. gestaffelt nach Lebensalter/Berufserfahrung. Dadurch freizügiger, sehr flexibler und dadurch weit effektiverer Einsatz von Fahrzeugen und Personalen. Dadurch auch klare Perspektiven und ein attraktiverer Beruf für den Nachwuchs.
Effektivere Steuerung der Ausbildung - die wäre wegen der Vielseitigkeit zwar deutlich aufwändiger und teuerer, bringt aber auch höherqualifiziertes und damit flexibel einsetzbares Personal mit besten Zukunftsperspektiven hervor. Ein größerer Pool an Tf ermöglicht auch einen besseren Einsatz gemäß Leistungsfähigkeit und - nicht zu unterschätzen - Leistungswillen!
Vielseitige und klare Perspektiven in Bezug auf die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten und auf die eigene Karriere fördern Ehrgeiz, Motivation und Leistungswillen!

Und so ließe sich das für viele Tätigkeiten fortsetzen, die im Prinzip zwar gleichartig sind, die sich durch die blöde Aufteilerei aber weit auseinanderdividiert haben.

Auch eine Vereinheitlichung und damit Vereinfachung des Regelwerkes schiene möglich...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 12:32.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: 1.Klasse

Datum: 17.05.20 12:36

gastronomie1916 schrieb:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird. (Es gibt noch einige Bereiche, die "überverwaltet" sind.)

Warum wird so ins Blaue hinein spekuliert, um dann auf den Vermutungen Kritik aufzubauen? Welche Bereiche genau sind überverwaltet?
Hallo in die Runde,

es hängt neben dem großen Einsparungspotential auf Büroebene (eher zentral als regional) beim fahrenden Personal ausschließlich davon ab, wie viele Züge mit was für einer Stärke in den kommenden Jahren gefahren werden. Und mit ein wenig Vorausschau lässt sich das gut steuern, auch was die Neueinstellungen angeht. Mittlerweile etablierte Strukturen schaffen es, recht kurzfristig neues Personal zu akquirieren. Jetzt einfach auf weitere Neueinstellungen zu pochen, ohne die zukünftige Verkehrsleistung zu kennen, macht wenig Sinn. Betrifft sowohl Tf, Zugbegleiter als auch Gastronomen. Wird die Verkehrsleistung mangels ausreichender Nachfrage zunächst gedrosselt ggü. dem kommunizierten Sollfahrplan, so machen Neueinstellungen m.E. wenig Sinn. Denn das vorhandene Personal will auch beschäftigt werden. Und das wenn möglich ohne Kurzarbeit im ausreichenden Umfang. Man darf auch nicht vergessen, dass das fahrende Personal zu einem Teil von seinen Wechseldienstzulagen lebt. Fallen diese teilweise weg, bedeutet das nicht unerhebliche Einbußen. Deswegen ist die Situation ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sollen Gewerkschaften, Politiker und Führungskräfte die Verkehrswende nicht aus den Augen verlieren (Stichwort Klimawandel), auf der anderen Seite muss es zumindest Gewerkschaften und Führungskräften um den maximalen Schutz und den Erhalt der Bestandsmitarbeiter gehen. Somit sehe ich persönlich den Verzicht auf vorübergehende Neueinstellungen durchaus positiv. Die webbrechenden Fahrgastzahlen haben in diesem Fall weder Politik noch das Unternehmen selbst zu verantworten. Im Endeffekt eine höhere Gewalt, wie man so schön sagt. Und um die Eisenbahn als attraktives Verkehrsmittel auch in Zukunft zu erhalten, sind nun mal einschneidende Schritte notwendig. Und da ist der Verzicht auf Neueinstellungen noch das geringste Übel.

VG
jfv

http://www.immeranbord.com
Reiseabenteuer und mehr...

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Sral

Datum: 17.05.20 13:24

Guten Tag,
damit die Eisenbahn auch in Zukunft ein attraktives Verkehrsmittel bleibt, muss man aber weiter ausbilden.
Denn sonst kann man die altersbedingten Abgänge nicht kompensieren.
Nicht umsonst ist der Mangel an Personal jetzt da, da man vor ein paar Jahren dachte man spart sich das Geld für Einstellungen und Ausbildung.
MfG

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: KVV323

Datum: 17.05.20 13:27

Abteil schrieb:
Ferdi schrieb:
Mist, das war es dann für mich mit einem Bahnberuf.

Wollte mit der Bewerbung starten wenn das Coronadingens halbwegs vorbei ist.
In welchem Bereich? Wenn es um den Führerstand, die Zugbegleitung oder die Technik geht, würde ich mir keine Sorge machen. Hier ist man doch schon heute unterbesetzt. Also viel Spaß im Bahnberuf!
Das sehe ich im wesentlichen genauso wie du, im Führerstand kann man nicht mehr viel einsparen und eigentlich im gesamten betrieblichen Bereich nicht mehr - man braucht durch Mehrverkehre eher Mehrbedarf. Abgesehen davon würde ich mir keine Sorgen machen: Die Einstellungsoffensive wird ohnehin weiterlaufen müssen, da man in vielen Bereichen auch so noch Personal benötigt.

Zugbegleitung unterschreibe ich nur bedingt: Da kann man ähnlich wie bei Lokführern oder im Vertrieb noch fleißig Arbeit verdichten, solange man außerhalb der SRK-Strecken unterwegs ist. Wenn fürn Stadler-IC2 ein Zugbegleiter reicht, warum nicht auch fürn Bombardier-IC2? Und ICE 1 und 4 kann man doch auch planmäßig mit 1+1 fahren - ist zwar lebensmüde, aber spart ähnlich Geld wie viele technisch aufwendigere Alternativen.
Niederlausitzer schrieb:
Hallo zum Sonntag,
solche Sätze kann man regelmässig seit > 20 Jahren lesen. folgenlos. Auch Punkt

Allerdings muss Du auch mal darlegen, was Du hier im folgenden konkret meinst:

>Ein Unternehmen im klassischen Konkurrenzmarkt der freien Wirtschaft könnte sich eine solche Struktur überhaupt nicht leisten, wäre längst weg vom Fenster - verdrängt durch Unternehmen mit wesentlich effizienter Verwaltung.

Die DB steht in Konkurrenz mit anderen Verkehrsanbietern. Wenn das Angebot für die Kundschaft zu teuer wäre, wären die Züge leer gewesen. Ich kann mich an das Gegenteil erinnern. Ob die Preise jetzt nachhaltig sind,dazu fehlen mir aber die Zahlen.

> Selbstschutz der Verwaltungsmitarbeiter.

Welche Projektcontroller, IH-Planer, Disponenten oder Buchhalter haben die Möglichkeit, über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze selbst zu bestimmen und die Arbeitsprozesse in ihm/ihr genehme Richtungen zu beienflussen?

>die mitnichten unabhängig nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben herangingen, sondern sich kaufen ließen, nur um die von der DB-Verwaltung gewünschten Ergebnisse zu präsentieren.

Wes Brot ich eß, des Lied ich sing. Gekauft sind sind sie ja, die bekommen ja Geld für ihre Leistung. Meine Firma kauft mich ja auch, da ich gegen Geld bei ihr arbeite.

>weil der Bund am längeren Hebel sitzt und sonst den Geldhahn abdreht.

Sicher, als Eigentümer hat er alles Recht dazu. Ob das aber langfristig gut ist, wissen wir heute nicht. Andererseits, sollte der Bund sein Geld wieder der Autoindustrie in den Allerwertesten blasen, hätte das Geld abdrehen beider DB zumindest ein Geschmäckle.

Viele Grüße
Moin,

der Unterschied zu den letzten 20 Jahren ist, dass der Finanzbedarf bei der DB noch nie so groß war. Gleichzeitig war auch das Interesse der Regierung an einem funktionierenden Schienenpersonenverkehr nie so groß wie heute - Stichworte Starke Schiene, Digitalisierung, Deutschland-Takt, stark aufgestockte Bundesgelder für den ÖPNV. Will heißen, die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffte noch nie so frappierend auseinander. Heute ist mehr denn je der Zeitpunkt gekommen, um "Butter bei die Fische" zu machen, wie man hier im Norden sagt.

Was ich mit dem Satz konkret meinte, liegt doch auf der Hand. Der DB-Konzern sieht sich nur in wenigen Teilbereichen Konkurrenz ausgesetzt. Im Fernverkehr nahezu gar nicht, in der Infrastruktur sowieso nicht. Und wie sieht es denn in den Bereichen aus, wo Konkurrenz herrscht - im Nahverkehr oder Güterverkehr zum Beispiel? Ausgerechnet dort verliert die DB seit Jahren massiv an Marktanteil bzw. schreibt tiefrote Zahlen - Zufall? Wohl kaum! Das bestätigt meine These doch vielmehr nur: Die Fixkosten durch den massiv überdimensionierten Wasserkopf sind viel zu hoch, als das die DB in Wettbewerbsmärkten wirtschaftlich konkurrenzfähig arbeiten könnte. Deutlicher kann die Faktenlage überhaupt nicht sein und aufzeigen, was hier schief läuft. Das wird auch dem Bund wohl kaum entgehen.

Mit Verwaltungsapparat meine ich die gesamte Verwaltungsstruktur. Das fängt bei den von Dir aufgezählten Positionen an, setzt sich aber über zu viele Managementstufen (Stichwort ineffiziente Überbesetzung) bis ins Topmanagement fort. Und dass die Verwaltungsangestellten besser vernetzt sind als die Techniker, das Servicepersonal und Lokführer, ist doch hinlänglich bekannt. Dass sich die Verwaltungsmitarbeiter bis hin ins obere Management gegenseitig decken, auch. Hinter vorgehaltener Hand sagen mir das sogar Bekannte aus dem mittleren Management oder Konzernbevollmächtigte ganz ehrlich - nur sägen sie natürlich nicht öffentlich an den Ästen, auf denen sie selber sitzen. Es gehört aber zur Aufgabe eines Controllers und einer Führungskraft, solche unangenehmen Entscheidung im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolgs anzusprechen bzw. durchzusetzen.

Wenn es nicht aus der DB selbst kommt, muss der Druck eben vom Eigentümer kommen. Der Bund wird das Geld nur unter klaren Vorgaben freigeben - eine schlankere Verwaltungsstruktur gehört als eine der wichtigsten dazu.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Abteil schrieb::
jeder BWLer, der sich halbwegs ordentlich in die Aufbaustruktur der DB AG eingearbeitet hat, weiß, woran es hapert:

Schade das Du das nicht auch gemacht hast. Du schreibst zwar sehr viel Text, aber inhaltlich kommt so gut wie nichts bei rum.

Zum Beispiel, erwähnst Du immer nur den Wasserkopf der DB AG, dass die DB AG nur eine Holding ist und eigentlich die wenigsten Mitarbeiter im gesamten Konzern hat, siehst Du nicht. Alleine das zeigt doch undifferenziert Du selbst an die Sache ran gehst. Für mich sieht das eher nach Unwissenheit und Voreingenommenheit aus.

Wenn Du Dich wirklich mit dem Thema beschäftigen wollen würdest, hättest Du die Verwaltungen der einzelnen Konzernunternhemen betrachtet und analysiert. Und in diesem Ergebnis hättest Du auch noch belegen müssen ob sich die Verwaltung rechnet oder nicht.

Aber ohne diese ganzen Analysen und Bewertungen ist dein Geschriebenes einfach nur viel Text ohne Inhalt.

Sorry, aber das musste mal gesagt werden.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Plutone schrieb:
Weiß ich nicht.
Ich mein, die offenen Probleme die die Bahnreform hinterlassen hat, sind ja seit 2 Jahrzehnten bekannt und werden nur gaaanz sachte bis garnicht behoben.
Und wenn sich doch mal was ändern soll, dann kommen sofort die Totschlag-Argumente der "Generation-Gestern", um alle Veränderer mundtot zu machen. Die DB hat in den letzten 20 Jahren immer einen argumantativen Weg gefunden, sich nicht verändern oder verbessern zu müssen.

Beispielsweise gibt es diese elenden Argumente gegen die Trennung von Netz und Betrieb, da wird dann behauptet, man müsse eines von beidem dann zwingend verkaufen oder an die Börse bringen.

Es würde doch schon völlig ausreichen, wenn die offensichtlichen Interessenskonflikte aus eigenwirtschaftlichem Betrieb und gemeinwirtschaftlicher zur-Verfügung-Stellung von Infrastruktur bis gern hin zur Information (EFA als Teil von DB-Vertrieb) und dem Tarif (DB-Tarif als Teil des Konzerns statt als Teil eines deutschlandweit gültigen Gesamt-Tarifsystems, wie er erfolgreich auf Nahverkehrsebene, aber eben nur kleinteilig praktiziert wird) organisatorisch hinreichend voneinander getrennt wird. Stattdessen zerfleddert man die gemeinwirtschaftlich sinnvoll organisierbaren DB-Töchter immer weiter unter dem DB-Deckel und schafft noch on-top einen weiteren Verwaltungsapparat in der Bundesnetzagentur und dem EBA, der das undurchsichtige Geflecht in seinem Tun überwachen soll.

Sowas muss organisatorisch viel einfacher gehen.
Und eine Entflechtung und bessere Organisationsstruktur wird niemals aus der DB selbst kommen, das kann nur der Bund.

Ich bin mal gespannt, wer sich das Mammut-Vorhaben nach 20 Jahren Verwachsungen antun will, wo man doch in Deutschland gelernt hat, lieber den Weg des geringsten Widerstands zu beschreiten.
Bei der DB selbst wird auch weiterhin jeder Teilbereich für sich genug Legitimation zusammenargumentieren können, warum er so wichtig ist, dass er noch weiter wachsen muss statt effizienter zu werden.

Das sieht man auf der Mikro-Ebene schon allein am inflationären Ausrufung von zig Arbeitskreisen zum Thema "Bauen/SEV-Planung" mit inhaltlichen Überschneidungen von gefühlt 80%, wo immer nochmal das gleiche besprochen, erklärt und das Rad neu erfunden werden muss ...

Also nein: ich glaube auch Scholz wird nichts grundlegendes ändern. Aber vielleicht erlebe ich ja noch Überraschungen.
Die Analyse teile ich im Grunde vollständig.

Nur der Schluss, den ich daraus ziehe, sehe ich etwas positiver. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bund, der mit Corona-Hilfen genug zu tun hat, völlig ohne Vorgaben und Kontrolle Gelder im DB-Konzern verbrennen will. Die wird das Finanzministerium nur unter der Bedingung klarer Vorgaben freigeben. Inwieweit die dann letztlich auch umgesetzt werden, wird man sehen.

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Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Vesko

Datum: 17.05.20 14:02

Kann ich bestätigen; der öffentliche Dienst hat Anweisungen bekommen, dass gerade jetzt eine funktionierende Verwaltung wichtiger ist denn je.

DB Regio NRW schrieb:
Abteil schrieb::
jeder BWLer, der sich halbwegs ordentlich in die Aufbaustruktur der DB AG eingearbeitet hat, weiß, woran es hapert:

Schade das Du das nicht auch gemacht hast. Du schreibst zwar sehr viel Text, aber inhaltlich kommt so gut wie nichts bei rum.

Zum Beispiel, erwähnst Du immer nur den Wasserkopf der DB AG, dass die DB AG nur eine Holding ist und eigentlich die wenigsten Mitarbeiter im gesamten Konzern hat, siehst Du nicht. Alleine das zeigt doch undifferenziert Du selbst an die Sache ran gehst. Für mich sieht das eher nach Unwissenheit und Voreingenommenheit aus.

Wenn Du Dich wirklich mit dem Thema beschäftigen wollen würdest, hättest Du die Verwaltungen der einzelnen Konzernunternhemen betrachtet und analysiert. Und in diesem Ergebnis hättest Du auch noch belegen müssen ob sich die Verwaltung rechnet oder nicht.

Aber ohne diese ganzen Analysen und Bewertungen ist dein Geschriebenes einfach nur viel Text ohne Inhalt.

Sorry, aber das musste mal gesagt werden.
Mit DB meine ich doch nicht nur die Konzern-Holding. Das ist doch wohl mehr als offensichtlich. Gerade das völlig unübersichtliche Firmengeflecht, in dem sich Zuständigkeiten überschneiden und unklar verteilt sind, ist doch Kern des Problems. Jede Firma leistet sich einen eigenen, teuren Wasserkopf und ein eigenes Controlling, das Ineffizienzen kaschiert.

Dass sich die überblähten Verwaltungsstrukturen nicht rechnen, sieht man doch an den roten Zahlen und dem immer größer werdenden Finanzloch, das der Bund mit Steuergeldern zu schließen versucht.

Deine Reaktion bestätigt mich, Abwehrhaltung ohne Ende, aber Argumente Fehlanzeige. Typisch für DBler wie Dich, die überkommene, verkrustete Organisationsstrukturen aufs letzte verteidigen. Sorry, aber das musste mal gesagt werden.

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War aber doch zu erwarten, oder nicht?

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 14:31

Moin,

alleine mit der Zergliederung der Lokfüher war doch klar zu erwarten das genau dieses Passiert, sprich die bis dahin vorgehaltene Struktur wurde von 1x Wasserkopf auf 3x Wasserkopf ausgeweitet. Das ganze nun wieder zurück zudrehen wäre zwar ein schritt in die richtige Richtung, aber wie will man das unter teilweise freien Wettbewerb machen?

Dann käme man genau dahin, was viele schon jetzt fordern, weg von der DB, hin zu Länderbahnen, die neben der Leistungsvergabe eben auch die entsprechenden Tf und Fahrzeuge unter sich hätten und was dann? Dann wäre das Problem nur vom Bund auf die Länder verteilt, mit all den gleichen Problemen, 16x Mal eine entsprechende Verwaltung zu erstellen, die für den gesamten NV zuständig sind.

Ob es wirklich so besser wäre?

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Hast du ne Ahnung

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 14:40

Moin,

gerade im Behördensektor wurde in den letzten 20 Jahren soviel zusammen gestrichen, das man dort die gleichen Probleme hat, wie bei der Bahn. Es fehlen an allen Ecken entsprechende Leute, wie Polizisten, Lehrer und auch bei den Gesundheitsämtern, das ganze sieht man gerade sehr schön. Also wird er Kampf um den wenigen Nachwuchs noch schärfer, nicht umsonst fordert man für viele Bereiche Einwanderungen, damit man die nötigen Stellen besetzten kann.

gruß carsten

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Re: War aber doch zu erwarten, oder nicht?

geschrieben von: TGV4402

Datum: 17.05.20 14:41

Wird wohl wie immer nicht so schlimm kommen. Durch Nullrunden lässt sich beim Personal auch viel einsparen. Was ist wenn im Herbst eine 2.Welle kommt und die bei uns schlimmer ist als die erste? Die Immunisierung ist bei uns sicher niedriger als in Schweden oder Italien.

Ja und Nein

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 14:46

Moin,

es ist zwar richtig, das keiner genau sagen, wie es in den nächsten Jahen weiter geht, das wäre schön, aber wenn man sieht das im Tf Sektor massive Stellen fehlen, je nach Quelle zwischen 1.000 und 3.000 so wird deutlich das man nicht aufhören kann, dort einzustellen. Ebenso der Abgang in den nächsten Jahren, diese Zahlen stehen fest und sind bestens bekannt, also muss man nachsteuern, nur der Wettbewerb um genau diesen Nachwuchs ist seid Jahren im Gange, weil dieser immer weniger wird.

Und wenn man dann noch darauf hinaus will, in Sachen Klimawandel, den Verkehr noch weiter zu verlagern, wird es düster werden, aber hierfü war ja die Bahnreform mal gedacht, mehr Verkehr aus die Scheine zu bekommen, jetzt wo man es noch mehr braucht, verfällt man in Panik.

gruß carsten

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Re: War aber doch zu erwarten, oder nicht?

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 14:52

Moin,

hach je, das kann keiner sagen, sonst wäre wir alle Lottokönige. Ob es so besser ist, wie es aktuell in Sachen Pandemie läuft oder die Variante Italien und Schweden, die besser Lösung ist, kann keiner beantworten. Für den Rest haben wir die ja passenden Leute, die aktuell sehr aktiv sind.

gruß carsten

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jaegerfernverkehr schrieb:
Zitat:
es hängt neben dem großen Einsparungspotential auf Büroebene (eher zentral als regional) beim fahrenden Personal ausschließlich davon ab, wie viele Züge mit was für einer Stärke in den kommenden Jahren gefahren werden. Und mit ein wenig Vorausschau lässt sich das gut steuern, auch was die Neueinstellungen angeht. Mittlerweile etablierte Strukturen schaffen es, recht kurzfristig neues Personal zu akquirieren.
Hallo zurück,

Einspruch! Auch wenn Berlin vielen gern ein Dorn im Auge sein mag, dort hat man aber seit Jahren - inzwischen eigentlich einem Jahrzehnt - erkannt, dass allenthalben Personal gebraucht wird und viele Projekte losgetreten. Die können sich aber auf den Kopf stellen, wenn dann regionale Entscheider*innen meinen weiterhin nur Absagen an geeignete Bewerber*innen verteilen zu wollen und lieber Gründe suchen, warum man doch keine Leute brauche.
Die wirklich bremsende Ebene in diesem Konzern ist das mittlere Managment in den Regionen - da kann gerne eingespart werden!

Re: War aber doch zu erwarten, oder nicht?

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 17.05.20 15:57

TGV4402 schrieb:
Durch Nullrunden lässt sich beim Personal auch viel einsparen. Was ist wenn im Herbst eine 2.Welle kommt und die bei uns schlimmer ist als die erste?

Die jetzigen Probleme sind mitnichten bedingt durch Corona, welcher Welle auch immer!

Und Deine "Nullrunde" mit dem Sparen wieder mal auf dem Rücken der Mitarbeiter an der Basis kannst'e gleich steckenlassen! Dann gibt's bald überhaupt keine Leute mehr, denn die paar Freaks, die jetzt noch zur Bahn gehen und die sogar noch mitdenken und Eigeninitiative entwickeln, sind eh' schon die Ausnahme.

Von vielen Leuten meines Alters höre ich immer wieder, daß das heute mit Eisenbahn, wie wir sie kennen, nichts mehr zu tun hat. Und das, obwohl der Verdienst heute deutlich besser ist und obwohl es längst nicht mehr so viel schwere körperliche Arbeit gibt. Viele wollen einfach nur noch weg und sind froh, wenn sie möglichst bald in den verdienten (Vor)Ruhestand gehen können.
Woran liegt das wohl?

Ich glaube, wenn nur ich als Einzelperson hier über die vielen Gründe und Fehlentwicklungen schreiben würde - und das nur aus meiner zugegebenermaßen "lokalen" Sicht - dann wären die Texte so lang, daß sie niemand hier mehr lesen würde...
Und das Schlimmste: Die Manager hören den Leuten an der Basis nicht wirklich zu, denn entweder wissen sie sowieso alles besser; oder die notwendigen Veränderungen bedingen, daß die Herrschaften nicht mehr immer im bequemen Strom, jeden Mist von oben nach unten durchzureichen, mitschwimmen können.
Bisher war es immer nur eine bestimmte Interessenvertretung, die den @#$%& in der Hose hatte, gegenüber den höheren Eben auch mal "Nein, so geht das nicht! Und so geht das nicht mehr weiter!" zu sagen.

Es genügt eben nicht, über möglicherweise 10.000 wegfallende Arbeitsplätze zu jammern. Da muß man halt mal konsequent Nägel mit Köpfen machen und nicht immer alles abnicken!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 18:00.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: bollisee

Datum: 17.05.20 15:59

1.Klasse schrieb:
gastronomie1916 schrieb:
Ohne konkretes zu wissen, denke ich eher, dass man in der Verwaltung, als im Fahrbetrieb und Service sparen wird. (Es gibt noch einige Bereiche, die "überverwaltet" sind.)

Warum wird so ins Blaue hinein spekuliert, um dann auf den Vermutungen Kritik aufzubauen? Welche Bereiche genau sind überverwaltet?
Bereich Bonuszahlungen für die Plüschetage...

Duck und weg

Re: War aber doch zu erwarten, oder nicht?

geschrieben von: 41 052

Datum: 17.05.20 16:47

Moin Jupp!

Danke, für die klaren, richtigen Worte!
Auch ich zähle die Tage!
Allerdings reicht es noch nicht, wie damals bei'm Bund, für ein Maßband der aller letzten Tage.

An der Basis werden die Leute immer weniger.
Einerseits durch Ruhestand, andererseits dadurch, das man heute keinen Nachwuchs mehr findet.
Und das hat für mich 2 Gründe:
1. Wer will sich, an der Basis, heute noch solche brutalen Schichtdienste antun, wenn die "Kumpels" locker zur Fete gehen?
2. Auch wenn es keiner wahrhaben will (man schaue sich nur hier einmal an, was da an Texten zusammengehackt wird), man schafft die Einstellungstests heute nicht mehr!
Auch wenn er noch so ein Idealist ist, und total zur Eisenbahn steht.
Und das lässt mich nachdenklich machen.

Gruß, und: Durchhalten!

Nachtrag:
Und mit brutalen Schichtdienst meine ich nicht nur das Zugpersonal.
Das gilt für Rangierer, Disponenten, Wagenmeister (wenn es sie denn überhaupt noch gibt), und viele an der Basis mehr!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 16:55.

Wo sind die News?

geschrieben von: BLOaner

Datum: 17.05.20 17:42

Mahlzeit!

Seit gut 2 Wochen: Eine Journaille schreibt von der Anderen ab und verkauft das dann als News.

....und wo will man denn die 10 000 P abbauen? Kann der Hommel von dieser "Gewerkschaft" auch mal konkret werden oder will er nicht mehr als nur Staub aufwirbeln -vllt auch noch im Auftrag der Chefetage- ? Da fürchtet wohl jemand einen weiteren, drastischen Mitgliederschwund?

Deutsche Bahn - jeder Tag ein Abenteuer!

Ein statistisch signifikanter Anteil der Gesamtbevölkerung beweist jeden Tag auf´s Neue, daß fehlende Hirnmasse nicht zwangsläufig zum Tod führen muß!

BAHN 4.0 ... Erfunden von analogen Vollpfosten..., denen Typen helfen, deren Röhre durchgebrannt ist!

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Henra

Datum: 17.05.20 18:27

1.Klasse schrieb:
Warum wird so ins Blaue hinein spekuliert, um dann auf den Vermutungen Kritik aufzubauen? Welche Bereiche genau sind überverwaltet?

Ich würde es einfach an der Nutzung von PowerPoint festmachen. Jeder, der nicht Mitglied des Vorstandes oder meinetwegen noch Vorstand -1 ist und im letzten Jahr mehr als 10% seiner Zeit an Präsentationen gebastelt hat, wäre ein Kandidat für die Abschussliste.
Wetten die würde laaaaannnng!!?
Hallo Abteil,
ich kann das nicht so stehen lassen, was Du da von Dir gibst

>Der DB-Konzern sieht sich nur in wenigen Teilbereichen Konkurrenz ausgesetzt. Im Fernverkehr nahezu gar nicht, in der Infrastruktur sowieso nicht.

Die Konkurrenz zum FV hab die meisten vor der Haustür, man nennt sie Pkw. Für die ohne gibt es den Flixbus oder die Lufthansa. Die Konkurrenz im Güterverkehr habe ich Mitte Januar mal auf der BAB 12 erlebt. Ich musste wie alle anderen auch links fahren, weil ein LKW am anderen führ, über mehr als 20 km.
Und Infrastruktur, willst Du eine Strecke neben die vorhandene bauen?

> dass die Verwaltungsangestellten besser vernetzt sind als die Techniker, das Servicepersonal und Lokführer, ist doch hinlänglich bekannt. Dass sich die Verwaltungsmitarbeiter bis hin ins obere Management gegenseitig decken, auch

Steile These, musst Du beweisen.
Oder bist du Verwaltungsmitarbeitern gegenüber einfach nur voreingenommen?

>Es gehört aber zur Aufgabe eines Controllers und einer Führungskraft, solche unangenehmen Entscheidung im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolgs anzusprechen bzw. durchzusetzen.

Controller setzen überhaupt nichts durch, das ist nicht deren Aufgabe. Die der Führungskraft schon. Sonst könnte man ja alles laufen lassen.
Bitte mache dich sachkundig, was das Controlling in in einem Unternehmen für Aufgaben hat.

Viele Grüße
Heizer Jupp schrieb:
Das Problem ist doch, daß man diesen aufgeblähten Wasserkopf durch die Aufspaltung in Geschäftsbereiche und diese wieder in kleine und kleinste Einheiten doch erst selbst geschaffen hat!

Mein Lieblingsbeispiel: Die Lokführer! Man beklagt immer wieder die mangelnde Effektivität und die ungenügende Auslastung durch zu geringen Anteil an eigentlichen Zugfahrten in den Dienstschichten, durch zu häufige Gastfahrten und durch zu hohen Anteil an Nebentätigkeiten.

Die Zersplitterung im Interesse einer Kostenkontrolle und -minimierung hat sich als Bumerang erwiesen.

Einst erklärte ich meiner Frau die Aufteilung der Bahn anhand unserer Familie so:
"Die Kinder und ich bezahlen Dich für's Essenkochen, Wäschewaschen, Taxileistungen, Kinderbetreuung und andere typische Dienstleistungen.
Ihr bezahlt an mich, damit Ihr über die Teppichböden laufen dürft, die ich überall verlegt habe; ihr bezahlt mich weiterhin für Auto- und andere Reparaturen, für Verteidigung der Familie gegen Angriffe von außen, für's Einkaufen und andere typische Leistungen.
Wir bezahlen die Kinder für's Helfen in Haus, Hof und Garten und dafür, daß sie uns so viel Freude machen.
Da wissen wir dann am Ende, wer welche Kosten verursacht und wer welchen Nutzen erbringt."

Daraufhin entgegnete meine Frau: "Alles schön und gut; aber dann kanst'e deinen Computer vergessen! Denn den, und noch drei andere brauchen wir zur gegenseitigen Abrechnung...!"

Was hat also eine Strukturreform nach der anderen im Bahnkonzern gebracht? Wir wissen zwar jetzt, welche Kosten auf welche Kostenstelle entfallen; aber vor lauter Beschäftigung mit uns selbst kommen wir nicht mehr zu unserer eigentlichen Aufgabe. Weil das am Ende teuer ist, wurde gespart und gespart und gespart - bis zur weiteren Handlungsunfähigkeit.
Dennoch wurden und werden diese tausende kleinen Abwärtsschritte nie rückgängig gemacht, weil es sich in der behördenähnlichen Hängematte eines Staatsbetriebes immer noch sehr gut aushalten läßt - je höher die Gehaltsstufe, desto weniger Interesse an Veränderungen!

Das Rad noch herumzureißen, wird sehr sehr schwer - und kostet auch erst einmal Geld. Bezogen auf mein Lieblingsthema Lokführer hieße das:
Herauslösung aus den einzelnen Geschäftsbereichen und wieder eine Zusammenfassung zu einem eigenständigen Bereich Traktion. Nachteile: Um alle Tf wieder auf einen Stand zu bringen, der sie universell und effektiv einsetzbar macht, wäre zunächst großer Schulungs- und Ausbildungsaufwand nötig.
Fakt ist aber: Mit hemdsärmligem, undurchdachtem, nur auf den schnellen, schönen Schein bedachten, sonst aber nur Ahnungslosigkeit fachfremder Manager übertünchenden Aktionismus - wie bisher an den Tag gelegt - wird das alles nix!

Den zunächst erst einmal in Kauf zu nehmenden kurzfristigen Nachteilen stehen aber ganz riesengroße und langfristige Vorteile gegenüber:
- Nur noch eine einzige Verwaltung jeweils in der Zentrale und vor Ort (anstatt jetzt mindestens drei) für alle Triebfahrzeuge und für alle Personale.
- Möglichst gleicher Ausbildungs- und Streckenkenntnisstand für möglichst viele Tf; ggf. gestaffelt nach Lebensalter/Berufserfahrung. Dadurch freizügiger, sehr flexibler und dadurch weit effektiverer Einsatz von Fahrzeugen und Personalen. Dadurch auch klare Perspektiven und ein attraktiverer Beruf für den Nachwuchs.
Effektivere Steuerung der Ausbildung - die wäre wegen der Vielseitigkeit zwar deutlich aufwändiger und teuerer, bringt aber auch höherqualifiziertes und damit flexibel einsetzbares Personal mit besten Zukunftsperspektiven hervor. Ein größerer Pool an Tf ermöglicht auch einen besseren Einsatz gemäß Leistungsfähigkeit und - nicht zu unterschätzen - Leistungswillen!
Vielseitige und klare Perspektiven in Bezug auf die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten und auf die eigene Karriere fördern Ehrgeiz, Motivation und Leistungswillen!

Und so ließe sich das für viele Tätigkeiten fortsetzen, die im Prinzip zwar gleichartig sind, die sich durch die blöde Aufteilerei aber weit auseinanderdividiert haben.

Auch eine Vereinheitlichung und damit Vereinfachung des Regelwerkes schiene möglich...
Ich grüße dich und bin auch absolut deiner Meinung.
Die DR hätte die damaligen gewaltigen Transportmengen niemals befördern können wenn sie so kleinteilig organisiert gewesen wäre wie der heutige Bahnverkehr. Tägliche Fahrgastfahrten quer durch die Republik sind doch genau die verlorenen Arbeitszeiten die wieder an anderer Stelle zu Zugausfällen usw. führen.
Hier im Land wird auf viele Jahre niemand den Hindern in der Hose haben auch nur im Ansatz Hinweisen und Ratschlägen von der Basis nachzugehen, die fahren lieber alles gegen die Wand und kassieren dann noch Millionen dafür.
>Herauslösung aus den einzelnen Geschäftsbereichen und wieder eine Zusammenfassung zu einem eigenständigen Bereich Traktion.

Ok, dann muss Du aber damit leben, dass fast jede Lokführerleistung (zumindest aber die für bezuschussten Verkehr bzw Leistungen) ausgeschrieben werden müssen. Meines Wissens war das seinerzeit mit einer der Gründe für die Auflösung des GB Traktion bei der DB.

Viele Grüße

Re: War aber doch zu erwarten, oder nicht?

geschrieben von: TGV4402

Datum: 17.05.20 19:13

Heizer Jupp schrieb:
TGV4402 schrieb:
Durch Nullrunden lässt sich beim Personal auch viel einsparen. Was ist wenn im Herbst eine 2.Welle kommt und die bei uns schlimmer ist als die erste?
Die jetzigen Probleme sind mitnichten bedingt durch Corona, welcher Welle auch immer!

Und Deine "Nullrunde" mit dem Sparen wieder mal auf dem Rücken der Mitarbeiter an der Basis kannst'e gleich steckenlassen! Dann gibt's bald überhaupt keine Leute mehr, denn die paar Freaks, die jetzt noch zur Bahn gehen und die sogar noch mitdenken und Eigeninitiative entwickeln, sind eh' schon die Ausnahme.
Also der Fahrgasteinbruch um bis zu 90 Prozent und der daraus resultierende Umsatzeinbruch sind hausgemacht? Ein Privatunternehmen stünde unter den Bedingungen vor der Pleite. Siehe Lufthansa.

Welcher DB-Mitarbeiter musste während der Corona-Pandemie Einnahmeausfälle verkraften? Hier zeigt sich doch gerade die Attraktivität eines Arbeitsplatzes bei der DB.

Alternativ können Menschen gerne in der Pflege, in der Fitnessbranche, im Hotel und Gasstättengewerbe oder im Tourismus arbeiten.

Also: Nicht auf hohem Niveau rumjammer und den Arbeitsplatz bei der DB nicht schlechter machen als er ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 19:17.

Brutale Schichtdienste?

geschrieben von: Jörn

Datum: 17.05.20 19:20

Klar, die Schichtdienste kann und will ich nicht klein reden. Aber das soll nun der Hauptgrund für Personalmangel und Personalflucht sein?

Rund um die Uhr arbeiten auch Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenpfleger, Ärzte, Straßenbahn- und Busfahrer, Mitarbeiter in den Frachtzentren der großen Flughäfen... - sicher würden mir noch mehr einfallen. Und auch ich arbeite als "Solo-Selbstständiger" (bis vor kurzem wusste ich noch nicht, dass ich das bin...) häufig abends und am Wochenende, um mein Pensum zu schaffen, das die Familie ernährt. Gibt es auch bei diesen Berufsgruppen derart gravierende Probleme?

Vielleicht liegt es einfach auch am "guten Ruf", den "die Bahn" nun mal hat? Ich würde es vielleicht auch vermeiden, dass die Freunde entgeistert fragen "Bei dem @#$%&laden arbeitest du?".

Gruß
Jörn.

Hey, Farmer,
tu das Gift weg.
Gib mir Flecken auf Äpfeln,
aber lass mir die Vögel und die Bienen.
(Joni Mitchell, aus „Big Yellow Taxi“, 1970)


Re: Brutale Schichtdienste?

geschrieben von: 41 052

Datum: 17.05.20 19:47

Moin.

Du hast ja Recht!
Aber ich gab doch schon Hinweise, woran es liegt:
- Altersbedingte Abgänge.
- Kaum noch Nachwuchs, der sich diesem Dienst stellen will (und das, wie Du schon gesagt hast, nicht nur bei der Bahn).
- Bewerber, die es durch aus ernst meinen, aber aufgrund des Einstellungstests durchfallen.
- Denn: SMS- / Facebook Rechtschreibung -von Mathe / Allgemeinbildung rede ich erst gar nicht- ist das Übel!
Das alles ist heute nicht mehr "drin", so wie unsere Generation das noch lernen musste, bei manchem "Bewerber".
Und auch richtig, Dein Einwand, der "gute Ruf der Bahn" heute.
Das liegt aber hauptsächlich an einem ehem. Bundeskanzler, der heute "am Gas schnüffelt".
Und an einem ehem. Manager, der es sich heute in Südfrankreich gut gehen lässt, nachdem er bei seinen ehem. Firmen nur noch Trümmer hinterlassen hat (na gut, bei Airbus wohl nicht so).
Dazu noch eine Gewerkschaft, die zu allem der "Führung" ja & Amen" gesagt hat, und dessen Vorsitzender dafür auch noch zum Personalchef des Konzern's "befördert" wurde.
Gott sei Dank, das der Börsengang nicht statt fand, weil:
Sonst währen wir heute u.U. Teil der SZD.
Denk mal drüber nach.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 20:00.
Hallo,

die geltenden EU-Verordnungen [www.europarl.europa.eu] sehen keine zwangsweise Aufteilung der Traktionsdienste oder anderer Tätigkeitsbereiche vor. Sie sehen die Trennung zwischen Infrastruktur und Betrieb vor. Ein Beispiel ist die ÖBB-Produktion GmbH. [produktion.oebb.at] Sie ist der interne Dienstleister für die anderen Betriebsgesellschaften. So wie es im Gesetzblatt veröffentlicht ist [rdb.manz.at] Diese Gesellschaft ist sozusagen eine von „vielen“ Untergesellschaften der Holding, in welcher effektiv ein übergreifender Bereich zusammengefasst wurde.

Es gibt z.B. auch nur ein Drucksachenverlag für die Vorschriften innerhalb der DB, für alle Konzerngesellschaften. Das heißt, von DB Fernverkehr Schifffahrt Inselbahn Wangerooge bis zu DB Regio Allgäu-Schwaben, bestellen alle im DB Drucksachenverlag Karlsruhe ihre Vorschriften.

Grüße,
Lalu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 19:53.

Ach, deswegen bekommen die alle Hilfen

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 20:02

Moin.

du vergisst eines dabei, auch die Bahn als solches kann in die Pleite gehen, denn Organisatorisch ist und bleibt die Bahn AG ein Wirtschaftsunternehmen und kann durchaus in die Pleite rutschen. Das dieses aber wohl nicht passieren wird, steht auf einem anderen Blatt.

Zum Rest: Auch bei den Eisenbahnern gibt es finanzielle Verluste, oder glaubst du wirklich das man das Nebengeld weiter bekommt fürs nichts tun? Man hat zwar keine Kurzarbeit angemeldet, bisher, aber mal sehen was noch kommt. Aber erst einmal geht es normal weiter. Und wenn ich hier so machen Bericht sehe, wo es genau darum ging, das es, auch hier, massive Beschwerden gegeben hat, das man den Betrieb so weit verringert hat, muss man sich fragen, was einige wollen?

Tja, die anderen Berufe sind ebenso unbeliebt, weil deren Bezahlung noch schlechter ist, warum das wohl so ist, wenn man sich die Kosten für all das man genauer ansieht. Auch her geht es nur darum, die Gewinne zu maximieren, jetzt sind die zwar in aller Munde, aber in 2-3 Monaten werden diese Berufe, genauso wieder vergessen sein, wie vorher. Eine Wende, auch in den Pflegeberufen wird es weiterhin nicht geben, denn die Arbeitsbedingungen sind nicht besser, doch ein klein wenig, deren Schichtdienst ist geregelter.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Brutale Schichtdienste?

geschrieben von: Fastrider

Datum: 17.05.20 20:14

41 052 schrieb:
Moin.

Du hast ja Recht!
Aber ich gab doch schon Hinweise, woran es liegt:
- Altersbedingte Abgänge.
- Kaum noch Nachwuchs, der sich diesem Dienst stellen will (und das, wie Du schon gesagt hast, nicht nur bei der Bahn).
- Bewerber, die es durch aus ernst meinen, aber aufgrund des Einstellungstests durchfallen.
Ja, die gesundheitlichen Voraussetzungen sind ziemlich streng. Ich habe einen Bekannten, der ist auch alleine aus medizinischen Gründen nicht genommen worden. LKW und Taxi darf er auch nicht fahren. Jetzt bezieht er halt weiter Hartz IV.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets
>Jeder, der (...) im letzten Jahr mehr als 10% seiner Zeit an Präsentationen gebastelt hat, wäre ein Kandidat für die Abschussliste.

DAS wäre mal ein guter Ansatz.
Nutzung von Powerpoint bedeutet viel Aufwand für wenig Aussage.
Ähnlich läuft es wohl auch bei der ungarischen MÁV.
-Traktion
-Personenverkehr (nicht getrennt zwischen Fern- und Regionalverkehr)
-Nostalgie (ja, auch das kann sich Ungarn leisten)

Da drängt sich schon die Frage, auf, weslhalb in Deutschland alles so "Kleinteilig" zwersplittert ist.
Hat etwa der Gesetzgeber seinerzeit mehr umgesetzt, als von den eigentlichen EU-Richtlinien gefordert war?
Über eine -sachliche- Aufklärung wäre ich sehr dankbar, denn das dient einer besseren und ideologiefreieren Meinungsbildung.

Re:Einer weniger im Dezember

geschrieben von: Leinetalbahner2006

Datum: 17.05.20 20:54

Ich verlasse das Unternehmen zum 01.12.2020, also schon einer weniger.

Dieser Beitrag wurde aus Corona freien, digital abbaubaren bzw wieder verwertbaren Buchstaben geschrieben,
Niederlausitzer schrieb:
>Jeder, der (...) im letzten Jahr mehr als 10% seiner Zeit an Präsentationen gebastelt hat, wäre ein Kandidat für die Abschussliste.

DAS wäre mal ein guter Ansatz.
Nutzung von Powerpoint bedeutet viel Aufwand für wenig Aussage.
Jepp. Folienschlachten sind komplette Zeitverschwendung. Bei uns gilt schon lange die Devise "max. 5 Folien plus Deckblatt". Wer weiß wovon er/sie redet und weiß welcher Inhalt/Aussage dabei zwingend vermittelt werden muss, erstellt die handvoll Folien mit perfekten Inhalt, Struktur/Gliederung in max. 30 Minuten. Kam für die Folienfetischisten damals einer seelischen Folter gleich, dass wir das tatsächlich ernst meinen.

Alle wichtigen Zahlen / Diagramme sollten heute eh tagesaktuell über ein Datawarehouse / Power BI als sog. Dashboard zur Verfügung stehen. Die kann man sich in Zeiten von Homeoffice inkl. Kinderbetreuung nämlich auch "in Ruhe" auf dem Klo zu Gemüte führen...
De David schrieb:
corsa636 schrieb:
Naja, vielleicht führt man automatische Kupplungen ein.

Und ich denke es wird keiner der anstrengenden & gefährlichen Arbeit des An-/ Abkuppelns vermissen, wenn endlich mal "zeitgemäße" Kupplungen verbaut sind.
Doch, der Christian Snizek, der meint das müsse genau so und bloß nicht anders, denn jegliche Änderung / Neuerung wäre Teufelszeug, weil das hat man ja noch nie so gemacht, das kann ja gar nichts sein :P *lol*
Das ist so nicht richtig. Es wird nur keine Einsparungen in Form von Zeit und Geld dadurch geben, so wie sich das alle vorstellen, darin liegt der Knackpunkt. Und die Fahrzeuge sind dafür auch gar nicht ausgelegt - und international schon gleich gar nicht, das vergessen eben die meisten bis alle dabei. Das hatten wir allerdings alles schon mehr als einmal …

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

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Niederlausitzer schrieb:
Hallo Abteil,
ich kann das nicht so stehen lassen, was Du da von Dir gibst

>Der DB-Konzern sieht sich nur in wenigen Teilbereichen Konkurrenz ausgesetzt. Im Fernverkehr nahezu gar nicht, in der Infrastruktur sowieso nicht.

Die Konkurrenz zum FV hab die meisten vor der Haustür, man nennt sie Pkw. Für die ohne gibt es den Flixbus oder die Lufthansa. Die Konkurrenz im Güterverkehr habe ich Mitte Januar mal auf der BAB 12 erlebt. Ich musste wie alle anderen auch links fahren, weil ein LKW am anderen führ, über mehr als 20 km.
Und Infrastruktur, willst Du eine Strecke neben die vorhandene bauen?

> dass die Verwaltungsangestellten besser vernetzt sind als die Techniker, das Servicepersonal und Lokführer, ist doch hinlänglich bekannt. Dass sich die Verwaltungsmitarbeiter bis hin ins obere Management gegenseitig decken, auch

Steile These, musst Du beweisen.
Oder bist du Verwaltungsmitarbeitern gegenüber einfach nur voreingenommen?

>Es gehört aber zur Aufgabe eines Controllers und einer Führungskraft, solche unangenehmen Entscheidung im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolgs anzusprechen bzw. durchzusetzen.

Controller setzen überhaupt nichts durch, das ist nicht deren Aufgabe. Die der Führungskraft schon. Sonst könnte man ja alles laufen lassen.
Bitte mache dich sachkundig, was das Controlling in in einem Unternehmen für Aufgaben hat.

Viele Grüße
Nein, der PKW ist keine direkte Konkurrenz. Konkurrenz im SPVF heißt Flixtrain - und sonst? Würde es in der Branche echte Konkurrenz geben, wäre DB Fernverkehr längst erledigt. Dafür ist deren Schlechtleistung viel zu krass.

Übrigens: Wenn Du Dich als Überholer über LKW-Staus auf der Autobahn echauffierst, frage ich mich, wie Du zur Verkehrswende stehst. Vielleicht mal selbst die Eisenbahn nehmen?

Ich bin nicht Bahn-Verwaltungsmitarbeitern gegenüber voreingenommen, erkenne aber die Realitäten im DB-Konzern an, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Aber Du als Autofahrer kennst Dich bestimmt blendend darin aus, dann darfst Du gern das Gegenteil beweisen. Komisch nur, dass Gewerkschaften, Politik und Medien es genauso sehen, z.B.:

Die Debatte um die Boni für die Bahn-Vorstände dürfte auch nicht gerade dazu beigetragen haben, die Laune des Bahnvorstands zu verbessern. Offenbar war vereinbart, dass rund ein Viertel der Bonuszahlungen in seinem Fall davon abhängig gemacht wurde, dass er den Verwaltungsapparat des Bahnkonzerns verschlankt – die Rede war zuletzt von einer Ersparnis von rund 500 Millionen Euro pro Jahr.
[www.ksta.de]

Es gibt derzeit 19.000 offene Stellen bei der Bahn, eine riesige Auswahl aus 500 Berufen, vom Fahrdienstleiter und Ingenieur über den Gleisbauer und IT-Fachmann bis zur Servicekraft. Die vielen Probleme, in denen die DB AG steckt, werden bei der Suche nach Mitarbeitern immerhin angedeutet. Wie tief die Kluft zwischen oben und unten im Staatskonzern ist, zeigt zum Beispiel die massive Kritik von Claus Weselsky. Der DB-Verwaltungsapparat sei ineffizient, werde immer größer und könne nichts anderes, als die Belegschaft „immer wiederkehrend durchzurationalisieren“, schimpft der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer.
Weselsky trifft einen zentralen Punkt, warum die Bahn zu oft mit miesem Service und dürftigen Angeboten nervt.

[www.tagesspiegel.de]

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol forderte grundlegende Änderungen der Strukturen: „Wir brauchen bei der Deutschen Bahn weniger Wasserkopf in den Zentralen und mehr Verantwortung bei den Beschäftigten vor Ort“, sagte Bartol.
[www.faz.net]

Oder mal mitten aus dem echten Eisenbahnerleben:
[www.bahnerforum.eu]

Zu den Controllern: Verzichte doch bitte darauf, mir Worte in den Mund zu legen. Ich habe nie behauptet, dass Controller Führungsentscheidungen durchsetzen. Woran mangelt es Dir, Lese- oder Verständniskompetenz? Über die Bedeutung des Wortes "beziehungsweise" solltest Du Dich mal sachkundig machen. Dort steht, dass Controller (nach ihrer Analyse) das Management zu den aus der Analyse erwachsenden Entscheidungsfragen anzusprechen haben (das nennt sich Reporting), welche Führungskräfte in Form von "Durchsetzen" zu beantworten haben. Davon, dass Controller Entscheidungen durchsetzen würden, steht dort überhaupt nichts.

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 21:13.

Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 17.05.20 21:16

Jörn schrieb:
Klar, die Schichtdienste kann und will ich nicht klein reden. Aber das soll nun der Hauptgrund für Personalmangel und Personalflucht sein?

Rund um die Uhr arbeiten auch Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenpfleger, Ärzte, Straßenbahn- und Busfahrer, Mitarbeiter in den Frachtzentren der großen Flughäfen... - sicher würden mir noch mehr einfallen. Und auch ich arbeite als "Solo-Selbstständiger" (bis vor kurzem wusste ich noch nicht, dass ich das bin...) häufig abends und am Wochenende, um mein Pensum zu schaffen, das die Familie ernährt. Gibt es auch bei diesen Berufsgruppen derart gravierende Probleme?

Vielleicht liegt es einfach auch am "guten Ruf", den "die Bahn" nun mal hat? Ich würde es vielleicht auch vermeiden, dass die Freunde entgeistert fragen "Bei dem @#$%&laden arbeitest du?".

Gruß
Jörn.
'Nabend.

Jepp, brutale Schichtdienste ist ein recht umschreibendes Schlagwort. Es ist ein Unterschied, ob du eine Woche lang Früh (0600 h - 1430 h), Tag (1400 h - 2230) oder Nacht (2200 h - 0630 h) hast oder ob du eben jeden Tag anders auf Arbeit rollst; 2134 h - 0527 h oder 0128 h - 1253 h oder 0946 h - 1851 h oder oder oder … damit muss man sich abfinden und dann kommt eben noch dazu, dass in Folge von Streckensperrungen oder Umleitungen oder oder oder der Tag auch gerne mal länger dauert. Klaro, wenn die Zeit rum ist, wird das Bähnle am Rand geparkt - . Nur, wenn du nach dem Abstellen erst mal keine Chance hast an einen Fahrgastzug ranzukommen, dann wird es auch länger. Da gibt es unvorhergesehene Dinge, welche durchaus dafür sorgen können, dass der Feierabend um 0527 h genau nicht passen wird. Eben diese klaren Zeiten gibt es auf der Scheine einfach nicht.

Tschö, Krischan

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Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: pm

Datum: 17.05.20 21:26

Es gibt auch etliche Lokführer die wechseln nicht jeden Tag die Schicht und machen auch pünktlich oder vorpünktlich Feierabend.Einige von denen haben auch einmal pro Monat sonnabends Dienst-ansonsten immer freies WE.Ohne Sonntagszuschläge ist das einkommen dann natürlich nicht ganz so hoch.Aber ich kenne wenige Berufe mit dem Qualifikationsniveau bei dem man sich die Arbeitsbedingungen so aussuchen kann wie sie einem passen.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: De David

Datum: 17.05.20 21:40

Wer weiß.

Welches Fahrzeug ist es nicht? Also welches welches sich im Regelverkehr befindet, nicht irgendwas vom Chanderli oder so. Die UIC hat doch schon seit den 60ern den Einbauraum für Kupplungen normiert festgelegt, als man die AK69e angedacht hatte, und den hat man noch heute an den Fahrzeugen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
De David schrieb:
Wer weiß.

Welches Fahrzeug ist es nicht? Also welches welches sich im Regelverkehr befindet, nicht irgendwas vom Chanderli oder so. Die UIC hat doch schon seit den 60ern den Einbauraum für Kupplungen normiert festgelegt, als man die AK69e angedacht hatte, und den hat man noch heute an den Fahrzeugen.
Dann schau dir mal die Wagen und deren Aufnahmen an, da geht nix mit AK; und wie gesagt, diejenige, die es in CH gibt, da ist bei 1.200 To Gesamtgewicht Schluss (-> Rohkrepierer).

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Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Bnrz436

Datum: 17.05.20 21:56

De David schrieb:
Wer weiß.

Welches Fahrzeug ist es nicht? Also welches welches sich im Regelverkehr befindet, nicht irgendwas vom Chanderli oder so. Die UIC hat doch schon seit den 60ern den Einbauraum für Kupplungen normiert festgelegt, als man die AK69e angedacht hatte, und den hat man noch heute an den Fahrzeugen.

Das hat etwas mehr damit zutun, als nur der Einbauraum (den die Fahrzeuge auch erstmal haben müssen). Da sind wir schnell bei Zug- und Stoßkräften, wo wir uns schon wieder über Aspekte unterhalten, die über den Einbauraum hinausgehen.
Man hat zu tiefsten Bundesbahnzeiten bestimmte Güterwagenbauarten (unter anderem Kls/Kbs und Rs) für den Einbau einer AK vorbereitet (davon ist heute ein großer Teil bereits wieder ausgemustert und verschrottet), aber eben nicht alle.
Ich möchte behaupten, dass schätzungsweise mindestens die Hälfte bis zwei Drittel des Güterwagenbestandes von DB Cargo dafür nicht geeignet ist; aber auch nur, wenn ich die ganzen modernen Wagen abziehe, bei denen ich es durchaus für möglich halte, dass sie eine AK aufnehmen könnten.
Bei anderen Bahnverwaltungen und Dritten wird das ähnlich aussehen.

Viele Grüße vom
http://abload.de/img/bild4310headb.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 21:58.
Ingo Oerther schrieb:
Ähnlich läuft es wohl auch bei der ungarischen MÁV.
-Traktion
-Personenverkehr (nicht getrennt zwischen Fern- und Regionalverkehr)
-Nostalgie (ja, auch das kann sich Ungarn leisten)

Da drängt sich schon die Frage, auf, weslhalb in Deutschland alles so "Kleinteilig" zwersplittert ist.
Hat etwa der Gesetzgeber seinerzeit mehr umgesetzt, als von den eigentlichen EU-Richtlinien gefordert war?
Über eine -sachliche- Aufklärung wäre ich sehr dankbar, denn das dient einer besseren und ideologiefreieren Meinungsbildung.
'Nabend.

Gegenfrage zur MAV: Wie viele EVU fahren denn in Ungarn? In DE ist man inzwischen von einer Wieder-Zusammenlegung, so wie Jupp es oben dankenswerter Weise beschrieben hat, soweit entfernt, wie noch nie. Das geht schon allein auf die Tatsache zurück, dass inzw. jedes EVU seine eigenen Betriebsvorschriften erlassen kann und dies auch macht.

Tschö, Krischan

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Re: Ach, deswegen bekommen die alle Hilfen

geschrieben von: TGV4402

Datum: 17.05.20 22:01

BR146106 schrieb:
Zum Rest: Auch bei den Eisenbahnern gibt es finanzielle Verluste, oder glaubst du wirklich das man das Nebengeld weiter bekommt fürs nichts tun? Man hat zwar keine Kurzarbeit angemeldet, bisher, aber mal sehen was noch kommt. Aber erst einmal geht es normal weiter. Und wenn ich hier so machen Bericht sehe, wo es genau darum ging, das es, auch hier, massive Beschwerden gegeben hat, das man den Betrieb so weit verringert hat, muss man sich fragen, was einige wollen?

Tja, die anderen Berufe sind ebenso unbeliebt, weil deren Bezahlung noch schlechter ist, warum das wohl so ist, wenn man sich die Kosten für all das man genauer ansieht. Auch her geht es nur darum, die Gewinne zu maximieren, jetzt sind die zwar in aller Munde, aber in 2-3 Monaten werden diese Berufe, genauso wieder vergessen sein, wie vorher. Eine Wende, auch in den Pflegeberufen wird es weiterhin nicht geben, denn die Arbeitsbedingungen sind nicht besser, doch ein klein wenig, deren Schichtdienst ist geregelter.
Die anderen Berufe (außer Pflege) hatte ich in erster Linie erwähnt, weil es hier zu massiven Verdienstausfällen und Existenzängsten kam. Fitnessstudios, Hotels und Gaststätten waren geschlossen. Tourismus war nicht möglich. Da sind die Gehälter nicht weitergelaufen und pünktlich überwiesen worden. Welcher Eisenbahner hatte denn in den letten zwei Monaten "nichts" zu tun? Das dürften sehr wenige gewesen sein. Selbst bei Cargo bisher keine Kurzarbeit.

Re: Re:Einer weniger im Dezember

geschrieben von: 111 028-7

Datum: 17.05.20 22:01

Leinetalbahner2006 schrieb:
Ich verlasse das Unternehmen zum 01.12.2020, also schon einer weniger.

Vielen Dank für diese überaus wichtige Information zum Thema.
Herzlichen Glückwunsch!

Ironische Grüße

§25 DBGrG dürfte der Schuldige sein

geschrieben von: Lalu

Datum: 17.05.20 22:04

Hallo,

in Deutschland dürfte das Gesetz über die Gründung einer Deutsche Bahn Aktiengesellschaft (Deutsche Bahn Gründungsgesetz) immer noch die Grundlage der Gliederung des Konzerns darstellen. Und hier ist im §25 die vollständige Aufteilung in vier Gesellschaften festgeschrieben worden. [www.gesetze-im-internet.de] Während in den Grundlagen seitens der EU nur die Aufteilung von Infrastruktur und Betrieb vorgesehen ist. [www.europarl.europa.eu]

Grüße,
Lalu

Re: Ach, deswegen bekommen die alle Hilfen

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 17.05.20 22:14

TGV4402 schrieb:
Die anderen Berufe (außer Pflege) hatte ich in erster Linie erwähnt, weil es hier zu massiven Verdienstausfällen und Existenzängsten kam. Fitnessstudios, Hotels und Gaststätten waren geschlossen. Tourismus war nicht möglich. Da sind die Gehälter nicht weitergelaufen und pünktlich überwiesen worden. Welcher Eisenbahner hatte denn in den letten zwei Monaten "nichts" zu tun? Das dürften sehr wenige gewesen sein. Selbst bei Cargo bisher keine Kurzarbeit.
'Nabend.

Das ist so nicht richtig. Es wurde schon etliche Züge ausgelegt, die auch nicht wirklich verkehrten. Nur ist es möglich, dass das so "nicht unbedingt bemerkt" wurde. Denn wenn bei einer symetrischen Schichtplanung mit Zugleistung in beide Richtungen (Bsp. Basel/Muttenz -> Mannheim -> Basel/Muttenz) entweder die Hin- oder die Rückleistung fehlt, dann wird ja die Schicht trotzdem gefahren; womöglich noch in den eig. Planzeiten. Oder die Schichten wurden gekürzt, dass es eben wieder symetrisch wird (Brechung in Offenburg oder Karlsruhe, da es ab da passende Rückleistungen gab, etc.).

Ebenso wurden zum Beispiel ca. 50 % aller RAlpin-Züge zw. Freiburg und Novara ausgelegt und auch nicht gefahren.

Die SBB C zum Beispiel haben ca. 20 Maschinen auf Halde gestellt, die Virus-bedingt nicht benötigt wurden.

Und das sind nur drei Beispiele von vielen.

Tschö. Krischan

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Hallo Krischan!

Soweit ich weiß, fahren im Personenverkehr in Ungarn nur die MÁV und die Raaberbahn (GySEV), letztere ist eine Ungarisch-Österreichische Firma (Wikipedia zur Raaberbahn)
und man kooperiert insbesondere im Westen Ungarns eng miteinander.
Kleine erher touristisch geprägte Neben- /Schmalspurbahnen in "privater" Hand fallen nicht ins Gewicht, da sie in der Regel nicht auf MÁV/GySEV-Gleisen fahren.

Gruß

Ingo
Ingo Oerther schrieb:
Hallo Krischan!

Soweit ich weiß, fahren im Personenverkehr in Ungarn nur die MÁV und die Raaberbahn (GySEV), letztere ist eine Ungarisch-Österreichische Firma (Wikipedia zur Raaberbahn)
und man kooperiert insbesondere im Westen Ungarns eng miteinander.
Kleine erher touristisch geprägte Neben- /Schmalspurbahnen in "privater" Hand fallen nicht ins Gewicht, da sie in der Regel nicht auf MÁV/GySEV-Gleisen fahren.

Gruß

Ingo
'Nabend nochmals.

Da liegt der Hase im Pfeffer wie es so schön heißt. Ob es dort im internationalen Verkehr wie hier im Lande Geld zu verdienen geben könnte, wage ich daher mal zu bezweifeln. Nicht umsonst gibt es in DE knapp 600 Eisenbahnverkehrsunternehmen und diese werden auf absehbare Zeit sicher nicht mehr zu einem großen zusammengefügt oder auf eine Mindestzahl xy reduziert. Dieser Zug ist sicher abgefahren.

Tschö, Krischan

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Es lässt sich auch in Ungarn Geld verdienen

geschrieben von: Lalu

Datum: 17.05.20 23:20

Hallo,

die aufgeführten 600 zugelassenen EVU (tlw. reine Anschlußbahnen) in Deutschland sind aber zum größten Teil nicht im Personenverkehr tätig. Und im Güterverkehr lässt sich auch in Ungarn Geld verdienen. Rail Cargo Hungaria ist z.B. zur Zeit in der Gewinnzone. Was Rail Cargo im Heimatland Österreich zur Zeit nicht schafft. [www.budapester.hu] Es gibt noch mehr als 30 weitere EVU (zzgl. Anschlußbahnen) in Ungarn.

Wobei die Anzahl der EVU in keinem maßgeblichen Zusammenhang mit der Struktur der EVU stehen.

Grüße,
Lalu

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: Jörn

Datum: 17.05.20 23:30

Bronnbach Bhf schrieb:
Niederlausitzer schrieb:
>Jeder, der (...) im letzten Jahr mehr als 10% seiner Zeit an Präsentationen gebastelt hat, wäre ein Kandidat für die Abschussliste.

DAS wäre mal ein guter Ansatz.
Nutzung von Powerpoint bedeutet viel Aufwand für wenig Aussage.
Jepp. Folienschlachten sind komplette Zeitverschwendung. Bei uns gilt schon lange die Devise "max. 5 Folien plus Deckblatt". Wer weiß wovon er/sie redet und weiß welcher Inhalt/Aussage dabei zwingend vermittelt werden muss, erstellt die handvoll Folien mit perfekten Inhalt, Struktur/Gliederung in max. 30 Minuten. Kam für die Folienfetischisten damals einer seelischen Folter gleich, dass wir das tatsächlich ernst meinen.

Alle wichtigen Zahlen / Diagramme sollten heute eh tagesaktuell über ein Datawarehouse / Power BI als sog. Dashboard zur Verfügung stehen. Die kann man sich in Zeiten von Homeoffice inkl. Kinderbetreuung nämlich auch "in Ruhe" auf dem Klo zu Gemüte führen...
He - was du bei mir auf der Schulung :-)?

Gruß
Jörn.

Hey, Farmer,
tu das Gift weg.
Gib mir Flecken auf Äpfeln,
aber lass mir die Vögel und die Bienen.
(Joni Mitchell, aus „Big Yellow Taxi“, 1970)


Lalu schrieb:
Hallo,

die aufgeführten 600 zugelassenen EVU (tlw. reine Anschlußbahnen) in Deutschland sind aber zum größten Teil nicht im Personenverkehr tätig. Und im Güterverkehr lässt sich auch in Ungarn Geld verdienen. Rail Cargo Hungaria ist z.B. zur Zeit in der Gewinnzone. Was Rail Cargo im Heimatland Österreich zur Zeit nicht schafft. [www.budapester.hu] Es gibt noch mehr als 30 weitere EVU (zzgl. Anschlußbahnen) in Ungarn.

Wobei die Anzahl der EVU in keinem maßgeblichen Zusammenhang mit der Struktur der EVU stehen.

Grüße,
Lalu
Moin.

Doch, den Zusammenhang sehe ich durchaus, schon alleine wegen dem Einsatz und der Verteilung des Personales innerhalb eines EVU, vor allem im tätigkeitsübergreifenden Betägiungsfeld, so wie es bei dem GB Traktion eben üblich war. Und das wird auf absehbarer Zeit eben nicht mehr kommen (können). Dazu sind die von dir genannten Strukturen zu verfahren, als dass dieser Schritt vorwärts zurück gemacht werden könnte. Dazu fehlt schlicht die Möglichkeit, das Personal wie bei einem Dienstleister flexibel einzusetzen. Selber habe ich die Problematik alleine im Güterverkehr schon mehrmals angesprochen, was gleiche Fahrzeuge, gleiche Züge und gleiche Strecken, aber unterschiedliche EVU betrifft ...

Tschö, Krischan

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Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: D.

Datum: 17.05.20 23:46

Kolbenfresser schrieb:
Die weitgehende Automatisierung im Flugbetrieb hat man nicht einmal genutzt um einen von zwei Piloten einzusparen.

Automatisierung bringt Effizienz, Früherkennung von Störungen und beschleunigt Routinen. Aber sie ersetzt keine Menschen.
Aber hallo. 60 % der Cockpitbesatzung wurden eingespart, Funker, Navigator, Flugingenieur.
Hab gerade den Einstellungstest bestanden zum Rb und Vertrag abgeschlossen. Ab 01.08 gehts in Seevetal dann endlich zur Sache......mal sehen was für Veränderungen in diesem Bereich dann wirklich kommen.....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 23:51.

Steilvorlage, oder auch "Blattschuss"!

geschrieben von: 41 052

Datum: 18.05.20 00:49

Moin.

Ein "Parade / Vorzeigexemplar" (Steilvorlage), von dem, was ich im eigentlichem Sinne mit meinen Aussagen sagen wollte!
Man braucht dazu nichts mehr sagen!

Noch Fragen (Kienzle)?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 00:55.

Re: Es lässt sich auch in Ungarn Geld verdienen

geschrieben von: De David

Datum: 18.05.20 04:26

Geht doch auch nicht darum irgendwelche EVU zwangs zu beglücken oder so, sondern daß die DBAG ihren internen Sauhaufen auf die Reihe bekommt. Und da könnte man wohl alles was fährt zusammen legen, sofern man denn wollte. Vorallem um Basel hast ja das beste Beispiel, von kompletter Dreifachstruktur vom Fernverkehr, Regio und Cargo.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Ach, deswegen bekommen die alle Hilfen

geschrieben von: De David

Datum: 18.05.20 04:43

TGV4402 schrieb:
Welcher Eisenbahner hatte denn in den letten zwei Monaten "nichts" zu tun? Das dürften sehr wenige gewesen sein. Selbst bei Cargo bisher keine Kurzarbeit.

Ich z.B. :D

Dank Corona und den dadurch stark auf Personaleinsparung optimierten Fahrplänen, werden so viel weniger Leute benötigt, daß es derzeit drin ist einfach mal nur daheim zu gammeln und gar nichts zu arbeiten.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: De David

Datum: 18.05.20 05:18

Wahrscheinlich gibts irgendwo im Bahndienst noch so ein vorkriegs-Klepfer der kein UIC-530 Einbauraum hat, aber sonst? Ich wüsste jezt spontan keinen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
De David schrieb:
Geht doch auch nicht darum irgendwelche EVU zwangs zu beglücken oder so, sondern daß die DBAG ihren internen Sauhaufen auf die Reihe bekommt. Und da könnte man wohl alles was fährt zusammen legen, sofern man denn wollte. Vorallem um Basel hast ja das beste Beispiel, von kompletter Dreifachstruktur vom Fernverkehr, Regio und Cargo.
Moin.

Und genau das funktioniert nicht mehr. Das fängt schon da an nicht mehr aufzugehen, wenn ein Zug in Offenburg nicht angenommen und vor dem Erreichen von Offenburg hinterstellt wird, weil dessen Ablöser fehlt; wie soll das Personal dann auf den Gegen-IC kommen - insbesondere dann, wenn der abzulösende Güterzug 1 Std 46 min zunspät ist, weil selbiger aus Italien nicht bei kam? Dieses Theater machen wir oft genug mit, wenn wir als Beispiel in Ri Friedrichsfeld kommen. Dann werden wir irgendwo zw Hockenheim oder Schwetzingen auf Abruf hinterstellt, das ging schon bis zum Erreichen der gesetzlichen Zeitgrenze. Oder sollen dann die Bahnhofe vollgestellt werden mit einem Zug nach Heilbronn ohne Ablöser, einer nach Darmstadt ohne Ablöser usw. Ratz fatz sind die Bahnhöfe voll und weitere EVU können dann nicht mehr durch, weil alles zugeparkt ist ...

Mein persönlicher Rekord war mal, dass ich mich in Offenburg für die Durchfahrt meldete, und in Appenweier (bis dahin übrigens Plan!) an den Rand sollte, wegen Abbnahme Friedrichsfeld. Gekommen war ich dann in diesem Fall bis Rastatt, und dort ging dann in Folge der bis dahin aufgelaufenen Verspätung nix mehr. Zug festgemacht, nach allen Regeln der Kunst, weil mir keiner sagen konnte bis was es weiter geht und eben just das Problem verursacht, dass ich ein örtliches Gleis zum Rangieren dicht gemacht hatte. Und jetzt kommst du ...

Beamende Grüsse, Krischan.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 07:57.
De David schrieb:
Wahrscheinlich gibts irgendwo im Bahndienst noch so ein vorkriegs-Klepfer der kein UIC-530 Einbauraum hat, aber sonst? Ich wüsste jezt spontan keinen.
Moin.

Du willst es mal wieder nicht begreifen, was? Wenn es einen wirtschaftlichen Vorteil(!!) daraus gäbe, kein Ding; doch genau der ist im GV einfach nicht da; hatte ich ja beschrieben, steht von einem anderen Forumteilnehmer auch hier [www.drehscheibe-online.de] Und vor allem müssen dann ausnahmslos alle europäischen EVU mitziehen, egal ob auf nationaler oder auf internationaler Ebene, denn die Wagen werden munter durch- und ausgetauscht ...

(Aber ich wiederhole mich nur ... )

Tschö, Krischan.

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Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 18.05.20 08:37

Christian Snizek schrieb:
Jörn schrieb:
Klar, die Schichtdienste kann und will ich nicht klein reden. Aber das soll nun der Hauptgrund für Personalmangel und Personalflucht sein?

Rund um die Uhr arbeiten auch Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenpfleger, Ärzte, Straßenbahn- und Busfahrer, Mitarbeiter in den Frachtzentren der großen Flughäfen... - sicher würden mir noch mehr einfallen. Und auch ich arbeite als "Solo-Selbstständiger" (bis vor kurzem wusste ich noch nicht, dass ich das bin...) häufig abends und am Wochenende, um mein Pensum zu schaffen, das die Familie ernährt. Gibt es auch bei diesen Berufsgruppen derart gravierende Probleme?

Vielleicht liegt es einfach auch am "guten Ruf", den "die Bahn" nun mal hat? Ich würde es vielleicht auch vermeiden, dass die Freunde entgeistert fragen "Bei dem @#$%&laden arbeitest du?".

Gruß
Jörn.
'Nabend.

Jepp, brutale Schichtdienste ist ein recht umschreibendes Schlagwort. Es ist ein Unterschied, ob du eine Woche lang Früh (0600 h - 1430 h), Tag (1400 h - 2230) oder Nacht (2200 h - 0630 h) hast oder ob du eben jeden Tag anders auf Arbeit rollst; 2134 h - 0527 h oder 0128 h - 1253 h oder 0946 h - 1851 h oder oder oder … damit muss man sich abfinden und dann kommt eben noch dazu, dass in Folge von Streckensperrungen oder Umleitungen oder oder oder der Tag auch gerne mal länger dauert. Klaro, wenn die Zeit rum ist, wird das Bähnle am Rand geparkt - . Nur, wenn du nach dem Abstellen erst mal keine Chance hast an einen Fahrgastzug ranzukommen, dann wird es auch länger. Da gibt es unvorhergesehene Dinge, welche durchaus dafür sorgen können, dass der Feierabend um 0527 h genau nicht passen wird. Eben diese klaren Zeiten gibt es auf der Scheine einfach nicht.

Tschö, Krischan
Und so ganz nebenbei ist der normale Schichtarbeiter nach Feierabend daheim. Das kann nicht jeder Lokführer von sich behaupten.
Nach Feierabend trotzdem oft nicht daheim sein zu können ist ein zusätzliches Opfer an den Beruf.
Ein Tf überfährt im Durchschnitt mehrere lebensmüde Menschen in seiner Laufbahn. Die Bilder und Geräusche nagen an der Psyche, zerstören manche Lokführer regelrecht. Ein weiteres Opfer an den Beruf.
Die sitzende Tätigkeit ist enorm ungesund, aber nun einmal der Beruf, fast jeder Tf hat daher mit enormen Rückenproblemen und anderen Folgeerkrankungen zu kämpfen, wenn er langsam älter wird. Noch ein Opfer an den Beruf.

Ironischerweise kann der Beruf dich dann auch noch deinen Beruf kosten. Die Tauglichkeit ist immer ein heikles Thema. Senkt der Bahnarzt den Daumen ist der Lokführer seinen Job los. Das geschieht mitunter recht willkürlich, dafür reicht schon eine nichtalkoholische Fettleber, wenn der Bahnarzt in seinem "medizinischen Gutachten" der Meinung ist, dass damit die Tauglichkeit nicht mehr gegeben ist. Er muss das nicht weiter begründen, es gibt dagegen auch kein Widerspruchsverfahren oder eine Möglichkeit sich rechtlich zu wehren. Ohne Tauglichkeit bist du deinen Job los und darfst dich als Hilfsarbeiter beim Arbeitsamt anstellen, deine Laufbahn als Tf ist dann nämlich wertlos. Mit Glück findet dein Arbeitgeber eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für dich. Außerhalb des Fahrdienstes. Aber natürlich nicht zum Tf Tarif. Sondern zB als Hilfskraft am Infoschalter zur entsprechenden Entlohnung. Viele Tf schaffen es wegen der Tauglichkeit auch nicht bis zum regulären Rentenbeginn, gar in Zukunft bis 67. Gehör, Sicht, Herzkrankheit, Bluthochdruck, Diabetes.. Dinge die bei Menschen um die 60 stark zunehmen kosten viele auch die Tauglichkeit. Dann gibt's einen Hilfsjob mit Glück oder Arbeitslosigkeit bis zur mickrigen Frührente, Altersarmut. Ohne Absicherung (die Verbeamtung früher schützte davor, deren Abschaffung wurde aber nie durch Ersatzmaßnahmen zum Schutz der Tf kompensiert).

Das ist eine Existenz auf ziemlich wackeligen Beinen. Unbefristeter Arbeitsvertrag hin oder her.

Und dann schau dir die Entlohnung für all diese Opfer und Risiken an. Wenn du das so geil findest werde doch Lokführer @ Jörn.

Bereits 2027 sind 40 % aller Beschäftigten der Bahnen im Ruhestand die aktuell noch Dienst tun. Diese Rentenlawine scheint den Leuten nicht bewusst zu sein. Jetzt müsste riesig viel Geld in die Anwerbung und Ausbildung gesteckt werden und der Beruf, wenn schon nicht gut bezahlt, als zumindest krisensicher dargestellt werden. Das könnte viele überzeugen. Stattdessen soll jetzt Personal abgebaut werden. Irre.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 08:55.

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: 143 828

Datum: 18.05.20 09:00

War nicht erst im Februar (also schon zu Coronazeiten) zu lesen, dass die DB 25000 neue Mitarbeiter einstellen will? Sind die 10000 davon abzuziehen (und damit nur noch 15000 neue) oder ist das Soll jetzt 35000 unter dem Soll von vor 3 Monaten?

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: MD 612

Datum: 18.05.20 09:32

Kolbenfresser schrieb:
Die Tauglichkeit ist immer ein heikles Thema. Senkt der Bahnarzt den Daumen ist der Lokführer seinen Job los. Das geschieht mitunter recht willkürlich, dafür reicht schon eine nichtalkoholische Fettleber, wenn der Bahnarzt in seinem "medizinischen Gutachten" der Meinung ist, dass damit die Tauglichkeit nicht mehr gegeben ist. Er muss das nicht weiter begründen, es gibt dagegen auch kein Widerspruchsverfahren oder eine Möglichkeit sich rechtlich zu wehren.
Das hast Du zwar schonmal hier im Forum behauptet, aber das ist schlichtweg falsch. Der Arzt muss die Untauglichkeit begründen, Du hast auch Möglichkeiten im Zweifelsfall dagegen vorzugehen. Eine nicht alkoholisch bedingte Fettleber führt nicht zur dauerhaften Untauglichkeit, wenn der Bahnarzt zusammen mit dem Hausarzt die Ursache zweifelsfrei feststellt.

Kolbenfresser schrieb:
Ohne Tauglichkeit bist du deinen Job los und darfst dich als Hilfsarbeiter beim Arbeitsamt anstellen, deine Laufbahn als Tf ist dann nämlich wertlos.
Auch das ist falsch, denn viele Unternehmen bieten, vereinbart in extra dafür geschaffenen Tarifverträgen, Ersatzarbeitsplätze an. Und das sind beileibe nicht nur unterbezahlte Hilfsarbeitsplätze.

Von daher, wieder mal viel Verbreitung von Hysterie, offensichtlich aus Unwissen heraus...

Gruß Peter

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide
Dabei braucht man nur allen langjährigen Fußvolkeisenbahnern , die 30 und mehr unregelmäßige Schichtjahre in den Knochen haben eine ordentliche Voruhestandsregelung anbieten ...

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 18.05.20 10:11

MD 612 schrieb:
Kolbenfresser schrieb:
Die Tauglichkeit ist immer ein heikles Thema. Senkt der Bahnarzt den Daumen ist der Lokführer seinen Job los. Das geschieht mitunter recht willkürlich, dafür reicht schon eine nichtalkoholische Fettleber, wenn der Bahnarzt in seinem "medizinischen Gutachten" der Meinung ist, dass damit die Tauglichkeit nicht mehr gegeben ist. Er muss das nicht weiter begründen, es gibt dagegen auch kein Widerspruchsverfahren oder eine Möglichkeit sich rechtlich zu wehren.
Das hast Du zwar schonmal hier im Forum behauptet, aber das ist schlichtweg falsch. Der Arzt muss die Untauglichkeit begründen, Du hast auch Möglichkeiten im Zweifelsfall dagegen vorzugehen. Eine nicht alkoholisch bedingte Fettleber führt nicht zur dauerhaften Untauglichkeit, wenn der Bahnarzt zusammen mit dem Hausarzt die Ursache zweifelsfrei feststellt.

Kolbenfresser schrieb:
Ohne Tauglichkeit bist du deinen Job los und darfst dich als Hilfsarbeiter beim Arbeitsamt anstellen, deine Laufbahn als Tf ist dann nämlich wertlos.
Auch das ist falsch, denn viele Unternehmen bieten, vereinbart in extra dafür geschaffenen Tarifverträgen, Ersatzarbeitsplätze an. Und das sind beileibe nicht nur unterbezahlte Hilfsarbeitsplätze.

Von daher, wieder mal viel Verbreitung von Hysterie, offensichtlich aus Unwissen heraus...

Gruß Peter
Das mag in der Theorie so sein und oft auch funktionieren.
Ich habe aber den von mir beschriebenen Fall im Freundeskreis miterlebt. Genau so. Und pro Forma gab's eine Überprüfung, aber den Kollegen wollte ultimativ kein anderer Arzt "überstimmen" und so blieb es dabei.
Dazu war derjenige bei einem nichtbundeseigenen EVU beschäftigt und nur der "integrierte Konzern" hat viele Ersatzarbeitsplätze im Angebot, die keine Tauglichkeit erfordern. Du kannst einen untauglichen Tf schlecht als Sachbearbeiter im Lohnbüro eines EVU im Regionalverkehr einsetzen. Da bleibt auch beim besten Willen nicht viel übrig. Und das betrifft immerhin jeden dritten Tf im SPNV.

Weitere Details werde ich dazu nicht nennen, erstens stünde mir das nicht zu und zweitens wäre es dann irgendwann auch nicht mehr anonym.

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: MD 612

Datum: 18.05.20 10:29

Kolbenfresser schrieb:
Das mag in der Theorie so sein und oft auch funktionieren. Ich habe aber den von mir beschriebenen Fall im Freundeskreis miterlebt.
Das funktioniert auch in der Praxis. Du aber schließt von einem Einzelfall, von dem hier keiner die Einzelheiten kennt (der Schwager vom Freund mütterlicherseits hat erzählt und sicher auch nichts weggelassen...), auf das allgemein übliche Vorgehen.

Kolbenfresser schrieb:
Du kannst einen untauglichen Tf schlecht als Sachbearbeiter im Lohnbüro eines EVU im Regionalverkehr einsetzen.
Natürlich kannst Du das. Da gibt es sogar praktische Beispiele dafür, nicht nur im Lohnbüro.

Gruß Peter

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 18.05.20 10:54

Und warum sitzen dann viele junge (fahrtaugliche ) Leute in den Büros ? Außerdem , quellen die Büros im PC-Zeitalter auch schon über , so das da auch niemand auf gesundheitlich-betriebsuntaugliche Kollegen wartet .

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: 41 052

Datum: 18.05.20 11:02

Moin.

Der "integrierte Konzern" schickt Dich dann zu "DB Jobservice", und von da geht es dann weiter.

Bis dann, und: Durchhalten!

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: MD 612

Datum: 18.05.20 11:46

Achsstellkeil schrieb:
Und warum sitzen dann viele junge (fahrtaugliche ) Leute in den Büros ?
Weil die sich auf freie Arbeitsplätze dort beworben haben. Das hättest Du auch tun können.

Gruß Peter

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.
Hanna Berheide

Re: Brutale Schichtdienste!

geschrieben von: EiB09

Datum: 18.05.20 12:33

Achsstellkeil schrieb:
Und warum sitzen dann viele junge (fahrtaugliche ) Leute in den Büros ? Außerdem , quellen die Büros im PC-Zeitalter auch schon über , so das da auch niemand auf gesundheitlich-betriebsuntaugliche Kollegen wartet .
Hallo,

weil die jungen Leute keinen Bock auf Lok mehr haben und/oder was erreichen wollen.

In vielen Bereichen ist man als Tf unter den Putzkräften angesiedelt und der Spaß geht an so manchen Schichten oder ein Fahrzeug/eine Dtrecke bei vielen verloren.

Gruß

DB-Führung weist „dramatischen Stellenabbau“ zurück

geschrieben von: Henrik

Datum: 18.05.20 14:40

Für das Corona-Rettungspaket will der Staatskonzern auch beim Personal sparen. Spekulationen um einen „dramatischen Stellenabbau“ weist die Führung aber zurück.

18.05.2020

[...]

Gut zwei Milliarden Euro sollen demnach in vier Jahren über die Reduzierung von Personalkosten hereingeholt werden.

Wie das Programm konkret aussehen werde, soll in den kommenden Wochen entwickelt werden, teilte Konzernchef Lutz in einem internen Webcast den 180 Führungskräften des Konzerns mit. Von Stelleneinsparungen war bislang lediglich im geringeren Umfang in der Konzernverwaltung die Rede. Auch will Lutz offenbar daran festhalten, in diesem Jahr erneut 25.000 neue Eisenbahner einzustellen. Allerdings fordert er einen „Beitrag“ der Arbeitnehmer ein, über den verhandelt werden müsse.

[...]

Bahnchef Lutz muss mindestens vier Milliarden Euro, wenn die Erholung im Bahnverkehr noch später einsetzt als gedacht sogar fünf Milliarden Euro, als Eigenbeitrag des Staatskonzerns einsparen. Die Hälfte davon soll über Sachkosten hereingeholt werden. Bleiben zwischen zwei und 2,5 Milliarden Euro Kosten aus dem Personalbereich.

Einsparungen sollen erst später wirken

An massive Stellenstreichungen sei nicht gedacht, wird in Führungskreisen der Bahn versichert. Das Einzige, was heute schon weitgehend feststeht, sind die weitgehend ausfallenden Boni für Vorstand und mehrere Tausend Mitarbeiter der Bahn. Allein dadurch sollen 2020 schon 150 bis 180 Millionen Euro eingespart werden.

Konzernchef Lutz hat sich allerdings von der Idee verabschiedet, die Einsparvorgaben aus dem Konzernvorstand zu verordnen. Diese Zentralisierung hatte in den vergangenen Jahren zu großem Ärger in der Bahnorganisation geführt. Bei der notleidenden Güterverkehrstochter DB Cargo war sie sogar für den wirtschaftlichen Misserfolg verantwortlich gemacht worden.

Jetzt sagte Lutz seinen Führungskräften: „Wir werden nicht wie früher nach dem Motto einfach, wirksam, grausam vorgehen, sondern es geht um innovative, intelligente und smarte Lösungen. Wer auf eine zentrale Ausgabensteuerung gewartet hat, den muss ich enttäuschen.“ Die Logik, Entscheidungen dort zu treffen, wo die Kompetenzen liegen, sei das Erfolgsrezept der vergangenen Wochen gewesen.

Zudem setzen Lutz und seine sechs Kolleginnen und Kollegen im Konzernvorstand wohl darauf, Einsparungen erst später wirken zu lassen, wenn sich der Verkehr langsam wieder erholt hat. Vor 2022 rechnet der Vorstand allerdings nicht damit. Im Fernverkehr sind bis zu 90 Prozent der Fahrgäste ausgeblieben, im Güterverkehr um die 30 Prozent der Aufträge weggebrochen. Alle Konzernsparten bis auf die Logistiktochter Schenker sind in den roten Zahlen.

Ginge es nach der aktuellen wirtschaftlichen Lage, müssten 85 Prozent der Einsparungen in diesem und im nächsten Jahr realisiert werden, sagte Lutz seinen Führungskräften. Das wäre nur durch eine rigide Steuerung von Ausgaben und Investitionen machbar. „Das wollen wir nicht. Deshalb haben wir uns für die Gegensteuerung einen längeren Zeitraum vorgenommen, damit auch Platz für intelligente und längerfristig wirkende Lösungen bleibt.“

[...]

[www.handelsblatt.com]

Mehr Lokführer seit 2015

geschrieben von: pm

Datum: 18.05.20 15:50

Wenn es auch nicht ins Weltbild passt-immer mehr Lokführer lassen sich ausbilden und arbeiten in dem Beruf.Den größten Zuwachs gab es in 2018 mit 1.300 (netto-also nach Abgängen).
Quelle:Allianz pro Schiene
Hallo Abteil

ich kann das nich so stehen lassen.

>Nein, der PKW ist keine direkte Konkurrenz. Konkurrenz im SPVF heißt Flixtrain - und sonst?

Du verkennst, dass es einen Markt für Verkehrsleistungen gibt, die Eisenbahn ist Teil davon.

>Übrigens: Wenn Du Dich als Überholer über LKW-Staus auf der Autobahn echauffierst, frage ich mich, wie Du zur Verkehrswende stehst. Vielleicht mal selbst die Eisenbahn nehmen?

Echauffieren ist was anderes, ich habe es nur als Tasache benannt. Im Übrigen ist es hier egal, wie ich zur Verkehrswende stehe, auch welches Verkehrsmittel ich wähle.

>Aber Du als Autofahrer kennst Dich bestimmt blendend darin aus, dann darfst Du gern das Gegenteil beweisen.

Du musst Deine Thesen beweisen, nicht ich das Gegenteil. Hast Sie ja aufgestellt.

und ein link ins sogenannten "bahner"forum. wenn ich da Worte wie Wasserkopf und Tintenpisser lese, dann scheinen sie Schreiber weder gewillt noch fähig zu sein, ernsthaft zu diskutieren. das tue ich mir nicht an Schreiben da wirklich Eisenbahner? Das was der user Tastendrücker da als Beispiel nennt, sieht aus aus seiner sich vom Stw vielleicht so aus. Aber was ist dramatisch dran, wenn die Aussenbeleuchtung und die Bahsteigbeleuchtung verschiedene Leute instandsetzen? Und den Stuhl prüft kein Controller, da hat er mal von einem gehört der einen kennt....

>Ich habe nie behauptet, dass Controller Führungsentscheidungen durchsetzen.

hast Du. Unzweifelhaft.

>Dort steht, dass Controller (nach ihrer Analyse) das Management zu den aus der Analyse erwachsenden Entscheidungsfragen anzusprechen haben (das nennt sich Reporting), welche Führungskräfte in Form von "Durchsetzen" zu beantworten haben. Davon, dass Controller Entscheidungen durchsetzen würden, steht dort überhaupt nichts.

Scheinst ja doch nachgelesen zu haben :-)
Und es sogar halbwegs verstanden.

Viele Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 16:35.
Niederlausitzer schrieb:
>Herauslösung aus den einzelnen Geschäftsbereichen und wieder eine Zusammenfassung zu einem eigenständigen Bereich Traktion.

Ok, dann muss Du aber damit leben, dass fast jede Lokführerleistung (zumindest aber die für bezuschussten Verkehr bzw Leistungen) ausgeschrieben werden müssen. Meines Wissens war das seinerzeit mit einer der Gründe für die Auflösung des GB Traktion bei der DB.

Viele Grüße
Wo kommt denn diese These her? Für mich klingt das nicht plausibel. Es stellt doch heute auch kein Problem dar, dass DB Regio sich vieler konzerninterner Dienstleister bedient. Das sind beispielsweise DB Fahrzeuginstandhaltung, DB Services, DB Systel, DB Fuhrparkservice usw. Und diese einkauften Leistungen hat DB Regio auch nicht ausschreiben müssen. Und Fremdpersonal von anderen EVU ist natürlich auch bei DB Regio als Tf im Einsatz.
>Bei uns gilt schon lange die Devise "max. 5 Folien plus Deckblatt".

Bei uns auch, aber erst nach dem einer mit 36 langweiligen Seiten mal ankam.

>Alle wichtigen Zahlen / Diagramme sollten heute eh tagesaktuell über ein Datawarehouse / Power BI als sog. Dashboard zur Verfügung stehen.

Leider verstehen das so mache Chefs nicht, bzw sind IT-mässig seit 1998 z-gestellt.

Viele Grüße

Re: Ach, deswegen bekommen die alle Hilfen

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 18.05.20 16:57

TGV4402 schrieb:

Selbst bei Cargo bisher keine Kurzarbeit.

Das stimmt doch überhaupt nicht. Woher kommen denn solche Infos?

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol
>Wo kommt denn diese These her?

Zumindest wurde das mal als einer der Gründe der Auflösung des GB Traktion angeführt. Inwieweit das mal begründet war, kann ich leider nicht sagen.

Viele Grüße

Re: Es lässt sich auch in Ungarn Geld verdienen

geschrieben von: De David

Datum: 18.05.20 18:11

Gemischte Schichten werden bei dem Chaos im Güterverkehr wohl nicht hin hauen, aber gemischte Dienstplanung sicher. Daß z.B. jeder Bereich auf die Tf die Dispotage drin haben zugreifen kann, wer eben gerade Bedarf hat.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: De David

Datum: 18.05.20 18:14

Ich will von dir jezt einen Wagen wissen, der keinen Einbauraum hat :P

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Niederlausitzer schrieb:
Hallo Abteil

ich kann das nich so stehen lassen.

>Nein, der PKW ist keine direkte Konkurrenz. Konkurrenz im SPVF heißt Flixtrain - und sonst?

Du verkennst, dass es einen Markt für Verkehrsleistungen gibt, die Eisenbahn ist Teil davon.

>Übrigens: Wenn Du Dich als Überholer über LKW-Staus auf der Autobahn echauffierst, frage ich mich, wie Du zur Verkehrswende stehst. Vielleicht mal selbst die Eisenbahn nehmen?

Echauffieren ist was anderes, ich habe es nur als Tasache benannt. Im Übrigen ist es hier egal, wie ich zur Verkehrswende stehe, auch welches Verkehrsmittel ich wähle.

>Aber Du als Autofahrer kennst Dich bestimmt blendend darin aus, dann darfst Du gern das Gegenteil beweisen.

Du musst Deine Thesen beweisen, nicht ich das Gegenteil. Hast Sie ja aufgestellt.

und ein link ins sogenannten "bahner"forum. wenn ich da Worte wie Wasserkopf und Tintenpisser lese, dann scheinen sie Schreiber weder gewillt noch fähig zu sein, ernsthaft zu diskutieren. das tue ich mir nicht an Schreiben da wirklich Eisenbahner? Das was der user Tastendrücker da als Beispiel nennt, sieht aus aus seiner sich vom Stw vielleicht so aus. Aber was ist dramatisch dran, wenn die Aussenbeleuchtung und die Bahsteigbeleuchtung verschiedene Leute instandsetzen? Und den Stuhl prüft kein Controller, da hat er mal von einem gehört der einen kennt....

>Ich habe nie behauptet, dass Controller Führungsentscheidungen durchsetzen.

hast Du. Unzweifelhaft.

>Dort steht, dass Controller (nach ihrer Analyse) das Management zu den aus der Analyse erwachsenden Entscheidungsfragen anzusprechen haben (das nennt sich Reporting), welche Führungskräfte in Form von "Durchsetzen" zu beantworten haben. Davon, dass Controller Entscheidungen durchsetzen würden, steht dort überhaupt nichts.

Scheinst ja doch nachgelesen zu haben :-)
Und es sogar halbwegs verstanden.

Viele Grüße
Ziemlich peinliche Reaktion, auf Sachargumente gehst Du gar nicht ein. Aber wie auch, wenn man keine hat.

Du bleibst außerdem den Nachweis schuldig, wo ich behauptet haben soll, dass Controller Führungsentscheidungen durchsetzen.

Auf diesem armseligen Niveau brauchen wir aber ohnehin nicht weiterzudiskutieren. Außer haltlose Unterstellungen kommt ja nichts - Argumente schon mal gar nicht.

Schönen Abend!

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

Kurzarbeit oder eben Arbeitslos

geschrieben von: BR146106

Datum: 18.05.20 18:19

Moin,

die Firmen, die es sich leisten konnten, haben Kurzarbeit angemeldet, der Rest wurde zum Amt geschickt und lebt auf Staatskosten, warum wohl sind diese Zahlen so massiv angestiegen? Und Sie werden weiter ansteigen! Wir sind noch lange nicht am Ende, und wenn die Kennzahlen der Firmen nicht passen, wird eh rausgeworfen, so einfach ist das.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

geschrieben von: De David

Datum: 18.05.20 18:59

Schätzungen nutzen mir nicht viel, ich will konkretes. Alles was ab den 60ern gebaut wurde, sollte vorbeteitet sein. Ältere Fahrzeuge wurden umgerüstet, bzw sind im laufe der Zeit aus dem aktiven Bestand ausgeschieden. Wo sollen also die vielen (⅔) Wagen sein die nicht geeignet sind?

Und daß man so blöd war zwar den Einbauraum vorzusehen, aber ohne daß die Konstrukion dafür ausgelegt wäre, also sich der Rahmen nacher wegen den Kräften verzieht, glaube ich ehrlich gesagt nicht...

Bei den aller aller meisten Wagen sieht ja so aus, der Einbauraum geht direkt auf den Querträger über den Drehgestell: [www.spurnull-magazin.de] [www.innovativer-gueterwagen.de] [scalaenne.files.wordpress.com] [photos.smugmug.com]
bzw die Hauptträger laufen mittig durch: [www.intermodale24-rail.net] Und bei Zweiachsen gibts eine Diagonalabstützung vom hinteren Ende vom Einbauraum auf die äußeren Längsträger: [www.rotaie.it]

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Konkurrenz der Eisenbahnen

geschrieben von: TWA

Datum: 18.05.20 19:05

>>> Nein, der PKW ist keine direkte Konkurrenz. Konkurrenz im SPVF heißt Flixtrain - und sonst?

So eine Konkurrenz grenzt schon ein bißchen an Kannibalismus.
In Großbritannien wurde der Güterverkehr ab 1988 in mehreren Stufen in 6 Gesellschaften aufgeteilt. 1995 / 96 hat Ed Burkhardt dann 4 dieser Gesellschaften unter dem Namen English, Welsh & Scottish Railway Limited vereinigt, am Ende des Jahres kam noch eine fünfte dazu. EWS hatte damals 90% des Eisenbahngüterverkehrs
Ed Burkhardt vertrat die Ansicht, daß es widersinnig sei, daß sich britische Eisenbahngesellschaften gegenseitig Konkurrenz machen, da die Eisenbahn eigentlich nur einen Konkurrent kennt: die Straße!
Die Eisenbahn beförderte 1994/95 etwa 13 Mrd Netto-Tonnenkilometer, was bis 2006/07 auf 21,9 Mrd gesteigert wurde (70 % des Eisenbahngüterverkehrs bei EWS) und nach einem kurzem Einbruch noch auf 22.4 Mrd in 2013/14 gesteigert werden konnte. Seitdem sind die Werte rückläufig, was praktisch ausschließlich am Rückgang der Kohlentransporte liegt.

Von 1996 bis 2014 wurde der Marktanteil der Eisenbahn am britischen Güterverkehr von 6% auf 13,5% gesteigert.


>>> Würde es in der Branche echte Konkurrenz geben, wäre DB Fernverkehr längst erledigt. Dafür ist deren Schlechtleistung viel zu krass.

Und warum gibt es keine echte Konkurrenz auf der Schiene? Weil möglicherweise die Gewinnspannen etwas mau sind?
De David schrieb:
Schätzungen nutzen mir nicht viel, ich will konkretes. Alles was ab den 60ern gebaut wurde, sollte vorbeteitet sein. Ältere Fahrzeuge wurden umgerüstet, bzw sind im laufe der Zeit aus dem aktiven Bestand ausgeschieden. Wo sollen also die vielen (⅔) Wagen sein die nicht geeignet sind?

Und daß man so blöd war zwar den Einbauraum vorzusehen, aber ohne daß die Konstrukion dafür ausgelegt wäre, also sich der Rahmen nacher wegen den Kräften verzieht, glaube ich ehrlich gesagt nicht...

Bei den aller aller meisten Wagen sieht ja so aus, der Einbauraum geht direkt auf den Querträger über den Drehgestell: [www.spurnull-magazin.de] [www.innovativer-gueterwagen.de] [scalaenne.files.wordpress.com] [photos.smugmug.com]
bzw die Hauptträger laufen mittig durch: [www.intermodale24-rail.net] Und bei Zweiachsen gibts eine Diagonalabstützung vom hinteren Ende vom Einbauraum auf die äußeren Längsträger: [www.rotaie.it]
Moin.

Darüber mit dir zu diskutieren ist Wasser in den Rhein gekippt oder Sand in die Wüste getragen. Du bist ein absoluter Fan und wenn es nach dir geht, lieber vorgestern als gestern; klar soweit. Wie schon öfter geschrieben - ich wiederhole mich nun das gefühlte 417. Mal - spielen da nicht unerhebliche wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Wie du an einem deiner Beispiele oben welche du verlinkt hast sehr schön erkennen kannst, hat die bisherige Schraubenkupplung oberhalb und unterhalb gerade mal zwei Winkel zur Befestigung angeschraubt, welche die Schraubenkupplung mit insgesamt vier Schrauben und eben diesem Winkelblech führen (ich mache gerne demnächst mal ein Frontfoto, dann weißt du was ich meine, habe nur Urlaub im Moment). Die 193 zum Beispiel hat an der Befestigung im Kreis angeordnet ich meine acht oder zwölf Befestigungsschrauben, da ist das kein Ding - dann sollte auch der nötige Schwenkplatz der Kupplung vorhanden sein. Das ist bei den modernen Güterwagen bislang einfach nicht(? *ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, ich beziehe mich auf die Verlinkung von David mit dem blauen Tragwagen) vorhanden. Das schränkt den Bewegungsraum schon mal deutlich ein, was die seitliche Verschwenkung betrifft. Dass eine entsprechende Deichsel oder ein entsprechender Kupplungsträger oberhalb vom Drehgestell angebracht/angebolzt werden kann, streitet gar keiner ab. Aber dem entgegen steht der dann (nicht mehr) verfügbare Schwenkraum (-> größerer Kupplungskopf = mehr Platzbedarf; siehe auch hier sie bei: *) …

Aber bitte, du kannst dafür gerne für die Finanzierung gerade stehen, ich erwarte deinen finanziellen Einsatz - auf internationaler Ebene versteht sich für ausnahmslos alle EVU.

Angenervte Grüße, wegen der ständigen Wiederholung

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
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Schichtdienst oder Wechseldienst?

geschrieben von: TWA

Datum: 18.05.20 19:38

>>> Nachtrag:
>>> Und mit brutalen Schichtdienst meine ich nicht nur das Zugpersonal.
>>> Das gilt für Rangierer, Disponenten, Wagenmeister (wenn es sie denn überhaupt noch gibt), und viele an der Basis mehr!

Da sollten wir aber schon eine klare Trennung machen:
Lok- und Zugbegleitpersonal haben im Fahrdienst meistens Wechseldient.
Wie der Name so schön sagt, wechseln die Anfangs- und Feierabendzeiten ständig.
Örtliches Personal ist meistens mit Schichtdienst gesegnet, bei dem Anfang und Feierabend sich normalerweise nicht ändern.

Es ist leichter sich an Schichtdienst mit ziemlich starren Zeiten zu gewöhnen als an Wechseldienst mit seiner Unregelmäßigkeit.
Bei Wechseldienst unterschreibe ich die Einschätzung "brutal" sofort, wobei es im Fahrdienst durchaus Dienstpläne gibt, die dem Schichtdienst schon sehr ähnlich sind.

Bei Schichtdienst würde ich das aber nicht so schnell unterschreiben:
Die heutigen Schichtlängen und Ruhezeiten erscheinen mir schon erheblicher komfortabler und erholsamer, verglichen mit dem, was noch vor etwas über 20 Jahren möglich war: 4 - 5 Schichten á 12 Stunden hintereinander, nur mindestens 8 Stunden Ruhe auch bei kurzem Wechsel Früh auf Nacht (den ich sowieso immer als erheblich anstrengender als Spät auf Früh empfand).
Vor 30 - 35 Jahren waren es auch noch 5,25 Arbeitstage in einer 40-Stundenwoche.

Re: Schichtdienst oder Wechseldienst?

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 18.05.20 19:42

TWA schrieb:
>>> Nachtrag:
>>> Und mit brutalen Schichtdienst meine ich nicht nur das Zugpersonal.
>>> Das gilt für Rangierer, Disponenten, Wagenmeister (wenn es sie denn überhaupt noch gibt), und viele an der Basis mehr!

Da sollten wir aber schon eine klare Trennung machen:
Lok- und Zugbegleitpersonal haben im Fahrdienst meistens Wechseldient.
Wie der Name so schön sagt, wechseln die Anfangs- und Feierabendzeiten ständig.
Örtliches Personal ist meistens mit Schichtdienst gesegnet, bei dem Anfang und Feierabend sich normalerweise nicht ändern.

Es ist leichter sich an Schichtdienst mit ziemlich starren Zeiten zu gewöhnen als an Wechseldienst mit seiner Unregelmäßigkeit.
Bei Wechseldienst unterschreibe ich die Einschätzung "brutal" sofort, wobei es im Fahrdienst durchaus Dienstpläne gibt, die dem Schichtdienst schon sehr ähnlich sind.

Bei Schichtdienst würde ich das aber nicht so schnell unterschreiben:
Die heutigen Schichtlängen und Ruhezeiten erscheinen mir schon erheblicher komfortabler und erholsamer, verglichen mit dem, was noch vor etwas über 20 Jahren möglich war: 4 - 5 Schichten á 12 Stunden hintereinander, nur mindestens 8 Stunden Ruhe auch bei kurzem Wechsel Früh auf Nacht (den ich sowieso immer als erheblich anstrengender als Spät auf Früh empfand).
Vor 30 - 35 Jahren waren es auch noch 5,25 Arbeitstage in einer 40-Stundenwoche.
Guten Abend, TWA.

Genau diese Problematik hatte ich hier erwähnt und anhand von Beispielen aufgezeigt.

Schönen Abend, Krischan

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
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Re: Schichtdienst oder Wechseldienst?

geschrieben von: TWA

Datum: 18.05.20 19:57

>>> Genau diese Problematik hatte ich hier erwähnt und anhand von Beispielen aufgezeigt.

Jo, die Beispiele hatte ich auch gelesen, aber ich wollte das eben noch mal etwas ausdrücklicher darauf hinweisen, daß es solche und solche Schichten gibt.
Und nicht das einer denkt, daß "Rangierer, Disponenten, Wagenmeister" {die wenigen, die es noch gibt} "und viele an der Basis mehr!" auch regelmäßig so schlimme Dienstpläne hat (von Ausnahmen mal abgesehen).
Als altgedienter Rangierer finde ich es vollkommen ausreichend, wenn das Fahrpersonal so schlechte Pläne hat, da muß das Bodenpersonal nicht unbedingt konkurrieren ;-)
>Du bleibst außerdem den Nachweis schuldig, wo ich behauptet haben soll, dass Controller Führungsentscheidungen durchsetzen.

Dann lies doch mal deine eigen Texte, ich zitiere aus deinem Beitrag vom 17.05.2020, 13:42 Uhr "Es gehört aber zur Aufgabe eines Controllers und einer Führungskraft, solche unangenehmen Entscheidung im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolgs anzusprechen bzw. durchzusetzen"

Noch ein Tipp zum Sprachverständnis [www.duden.de]

Mehr dazu nicht von mir.

Viele Grüße



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 20:52.
Niederlausitzer schrieb:
>Du bleibst außerdem den Nachweis schuldig, wo ich behauptet haben soll, dass Controller Führungsentscheidungen durchsetzen.

Dann lies doch mal deine eigen Texte, ich zitiere aus deinem Beitrag vom 17.05.2020, 13:42 Uhr "Es gehört aber zur Aufgabe eines Controllers und einer Führungskraft, solche unangenehmen Entscheidung im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolgs anzusprechen bzw. durchzusetzen"

Noch ein Tipp zum Sprachverständnis [www.duden.de]

Mehr dazu nicht von mir.

Viele Grüße
und im anderen Fall
Abkürzung bzw.
BEISPIEL
  • ihre Tochter und ihr Sohn sind sechs beziehungsweise acht Jahre alt


  • :D Dein Link liefert doch die Lösung, nämlich dass Du falsch liegst. Schon amüsant, dass Du Dich des Dudens bemühst und es trotzdem nicht begreifst. So wie die Tochter sechs und der Sohn acht Jahre alt sind, spricht der Controller an und die Führungskraft entscheidet. Aber bei Deinem falschen Sprachverständnis macht der Controller wahrscheinlich beides, genauso wie die Tochter sechs und acht Jahre gleichzeitig alt ist. Merkst Du was?

    Kopfschüttelnde Grüße

    + Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

    - Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

    völlig OT jetzt

    geschrieben von: Niederlausitzer

    Datum: 18.05.20 21:37

    Hallo,

    bevor Du dir beim Kopfschütteln noch was verrenkst oder gar brichst, wir scheinen beide was anderes unter dem Wort zu verstehen und das ist nicht mal falsch:

    Bedeutungen
    1.
    umgangssprachlich: oder vielmehr, genauer gesagt
    Beispiele:
    er wohnt in Berlin, beziehungsweise im Randgebiet von Berlin
    Es geht um die Fernhaltung, beziehungsweise um die Eindämmung der Elemente der Unordnung im ganzen Land [O. M. GrafUnruhe77]
    2.
    papierdeutsch: und im anderen Falle
    Beispiel:
    zwei Flugzeuge mit sowjetischen beziehungsweise ungarischen Kennzeichen

    gefunden bei dwds,de

    Viele Grüße

    Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

    geschrieben von: De David

    Datum: 19.05.20 00:36

    Halloooo :D

    Die wirtschaftlichen Gründe sehe ich ja ein, die Technischen aber nicht so. Ich weiß schon was du meinst. Die Kupplungsaufnahme der Loks ist auch anders wie die der Wagen: [docplayer.org] bei den Wagen dagegen siehts so aus: [docplayer.org]
    im Wikipedia gibts ein paar große Bilder wo mans gut sieht: [upload.wikimedia.org] [upload.wikimedia.org] [upload.wikimedia.org] da erkennt man schon wie groß das Loch ist. Wenn man jezt diese Blechle bzw die Winkel am Zughaken ab macht, dann hat der Arm der Kupplung mehr als genug Platz in alle Richtungen, da er recht schlank ist: [wirtschaftssenioren.ba-bautzen.de] [upload.wikimedia.org] [www.dybas.de] Also ich hege da doch arge Zweifel, daß es im normalen Eisenbahnnetz stellen gäbe, wo die an den Wagenrahmen anschlagen würde. In irgendwelchen Anschlüssen mit sonst was für krimineller Gleislage vielleicht, aber da hast auch mit normalen Wagen Probleme, daß es zwängt wie die sau oder die Schläuche auseinander gehen...

    http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
    Heute ein Glanzstück des Journalismus, da hat man bei Spiegel.de einen Twitter Post einer bisher hierzulande nicht weiter bekannten "Forscherin" zu einem ganzen Artikel aufgeblasen, mit der Überschrift "Wo das Corona-Infektionsrisiko am größten ist
    Bloß raus hier" unter einem Foto eines ICE Großraums.

    Ob sich Journalisten eigentlich bewusst sind was sie mit sowas öffentlichen Verkehrsmitteln antun?

    Es gibt keinerlei auffallende Infektionszahlen bei Zugbegleitern. Da hätte man es am ehesten gemerkt. Wo man es aber gemerkt hat sind Schlachthöfe und Altersheime.

    [www.spiegel.de]

    Möge sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden wie sich derartige Berichterstattung auf die Beschäftigten öffentlicher Verkehrsmittel auswirkt.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 09:04.

    Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

    geschrieben von: VT605

    Datum: 19.05.20 09:46

    D. schrieb:
    Kolbenfresser schrieb:
    Die weitgehende Automatisierung im Flugbetrieb hat man nicht einmal genutzt um einen von zwei Piloten einzusparen.

    Automatisierung bringt Effizienz, Früherkennung von Störungen und beschleunigt Routinen. Aber sie ersetzt keine Menschen.
    Aber hallo. 60 % der Cockpitbesatzung wurden eingespart, Funker, Navigator, Flugingenieur.

    Und mit Sifa und Indusi wurde bei der Eisenbahn der zweite Mann eingespart und das schon vor der Fliegerei. Und nun? Das alles hat nichts mit Automatisierung zu tun. Um den letzten Mann in Cockpit oder Führerstand einzusparen wird man richtig Geld in die Hand nehmen müssen, denn die Technik muß die Überwachung und die Rückfallebene dann übernehmen und das wird teuer und kompliziert.
    Hallo Kolbenfresser,

    nachdem du bereits vor einigen Tagen einen Presseartikel verlinkt hast, kommen mir auch hier wieder Zweifel, ob du ihn überhaupt gelesen hast. Die Forscherin Muge Cevik, die du schön abwertend in Anführungszeichen gesetzt hast, hat eine beachtliche Vita und taucht in über 30 wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf. Auch Christian Drosten hat sich letzte Woche im NDR-Podcast sehr ausführlich und eindrucksvoll mit dem Thema Aerosole beschäftigt. Es gibt Hinweise darauf, dass das Anstreckungsrisiko in geschlossenen Räumen erhöht sein kann. Viele Infektionen sind offensichtlich nur so zu erklären.

    Kolbenfresser schrieb:
    Es gibt keinerlei auffallende Infektionszahlen bei Zugbegleitern. Da hätte man es am ehesten gemerkt.
    Und an wem soll sich das Zugpersonal ansteckt haben, wenn die letzten Wochen die Züge nur mit heißer Luft durchs Land gefahren sind?

    Es ist eben ungewiss, ob es eine gute Idee ist, Züge (und auch Flugzeuge) wieder voll zu besetzten. Masken ja/nein (nein, bitte nicht wieder eine Diskussion beginnen), welche Rolle spielt eine gute Durchlüftung bzw. Klimaanlage. Wir wissen es nicht! Weder du, noch ich, noch die Wissenschaft. Letztere hat die Aufgabe zu forschen und uns Ergebnisse zu präsentieren. Und wenn sie uns Indizien, Bewertungen oder bestenfalls Beweise erbringt, sollten wir nicht auch noch auf ihr herumhacken.


    Viele Grüße aus Berlin

    Patrick

    https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg
    41 052 schrieb:
    Nachtrag:
    Und mit brutalen Schichtdienst meine ich nicht nur das Zugpersonal.
    Das gilt für Rangierer, Disponenten, Wagenmeister (wenn es sie denn überhaupt noch gibt), und viele an der Basis mehr!
    Hallo zusammen,

    es wird nicht wahrer immer wieder die Märchen vom brutalen Schichtdienst runterzubeten. Natürlich kommt nicht jeder damit klar und für den ist es vielleicht brutal und wenn ich in einem der tarifvertragslosen EVU im SGV wäre, die Arbeitszeiten und Schichtfolgen jenseits von gut und böse haben (wo aber manchen Geld wichtiger ist als Gesundheit und Freizeit), dann mag das brutal erscheinen.

    Es gibt aber auch Leute die Schichtdienst oder hier Wechselschichtdienst gut finden und so schlecht ist es bei der Eisenbahn nicht wie immer getan wird.
    Brutale Dienste haben Krankenpflegepersonale oder Altenpflegepersonale, die nachts z. B. oft alleine sind und totalen Stress haben, die oft über ihre Leistungsgrenzen hinausgehen müssen und viele haben nicht mal tarifliche Schutzrechte und auch werden sie stärker belastet.
    Im Handwerk, bei vielen Betrieben allgemein werden keine Überstunden oder nicht die die man leistet bezahlt (Abgeltung im Arbeitsvertrag geregelt). Bei der Eisenbahn wird jede Minute bezahlt.
    Damit will ich das bei Tf, Fdl, Zub nicht runterspielen, aber wer das brutal findet ist einfach im falschen Beruf oder bei einem EVU ohne Regeln oder mit wenig Regeln.

    Ich bleibe mal beim Beispiel Tf. Ich behaupte wenn man es richtig macht, hat man nicht weniger Freizeit als in anderen Bereichen, eigentlich sogar mehr.
    Viele haben 36 oder gar 42 Tage Urlaub. Wo gibt es das sonst? Dazu Sonderurlaub für Nachtstunden, auch nicht verkehrt.
    Es gibt Schutzregeln zum Übergang, zu Schichtdauern usw. -> Wer da freiwillig darauf verzichtet darf halt nicht jammern

    Und man kann, wenn man den richten Betrieb (nicht Unternehmen) hat, dann kann man arbeiten wie es dem eigenen Lebensstil am ehesten passt.
    Natürlich muss man auch an Wochenenden arbeiten, Sonntag, Feiertag, Nacht, aber doch nicht mehr als andere, dafür hat man an anderen Tagen frei. Mit der richtigen Schichtplanung hat man eben auch öfter mal 3 oder 4 Tage am Stück frei (und wer nicht will muss nicht am freien Tag kommen).
    Wie gesagt in den richtigen Betrieben kann der Frühschichtenfreund nur oder überwiegend Frühschichten machen, der Spätschichtenfreund nur oder überwiegend Spätschichten. DAS ist doch genial.
    Wer als Spätschichtenfreund nie dumme Frühschichten machen muss, der ist doch hochzufrieden und das ist doch dann besser als jeden Tag um 6 Uhr aufzustehen (also mitten in der Nacht) für das Büro oder sonstwas. Bei der Eisenbahn ja eher 2 oder 3 Uhr, dafür haben die Frühschichtenfreunde dann oft schon Mittag aus und können den Tag genießen.

    Also es ist möglich sich auf die Bedürfnisse der Leute einzustellen.
    Habe ich nur Spätschichten (oder nur Frühschichten) und mag das, dann fühl ich mich doch wohl.
    Wenn es in Betrieben ständig Wechsel mitten in der Woche gibt, dann ist das eine miese Planung, das kenne ich so nicht. Dann muss man sich fragen wieso man so unmenschlich plant? Es hat sich auf die Bedürfnisse eingestellt zu werden und es gibt eben Betriebe die das machen, vielleicht nicht aus freien Stücken, aber weil man besser damit fährt.

    Auch wird keiner gezwungen am freien Tag zu arbeiten. Macht man es aber, gibt es in einigen Betrieben bzw. EVU sogar zusätzliches Geld.
    Wer lieber Freizeit hat, denn Freizeit ist gold wert, arbeitet eben so viel wie er muss und fertig.
    In den Rahmentarifverträgen der GDL ist ja geregelt dass man maximal 80 Überstunden leisten muss über die Jahresarbeitszeit hinaus und man hat ein Stundenkonto von 250 Stunden. Ist dieses voll (wo die 80 Stunden jedes Jahr reinwandern), dann kann man ab der ersten Stunde JAZ jede Überstunde verweigern, also individualrechtlich.
    Macht kaum einer, wäre aber möglich. Was aber viele machen, Geld für jeden Arbeitstag über diese Zeit hinaus herausschlagen und da gibt es teilweise recht hohe Summen.

    Wer also ganz normal seine Arbeit macht und nicht meint er müsse seinen Betrieb retten und freie Tage opfern, der hat nicht weniger Freizeit als andere und wie gesagt, oft sogar mehr und kann sich recht gemütlich einrichten. Muss man halt mögen, aber dann kann es richtig schön sein.

    Es kommt also auf jeden einzelnen an. Wer typisch deutsch nur nörgelt, der hat auch als Lottomillionär noch was zu meckern, wer aber die Sache etwas lockerer nimmt und einfach Freude an der Schiene hat, aber dabei keine 24/7-Einstellung und nur Eisenbahn im Kopf, der kommt gut durch.

    Also hört auf mit diesen pauschalen Urteilen, nur weil ihr das nicht gut findet oder sonst etwas nicht passt. Das ist oft auch jammern auf hohem Niveau.
    PatrickBln schrieb:
    Hallo Kolbenfresser,

    nachdem du bereits vor einigen Tagen einen Presseartikel verlinkt hast, kommen mir auch hier wieder Zweifel, ob du ihn überhaupt gelesen hast. Die Forscherin Muge Cevik, die du schön abwertend in Anführungszeichen gesetzt hast, hat eine beachtliche Vita und taucht in über 30 wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf. Auch Christian Drosten hat sich letzte Woche im NDR-Podcast sehr ausführlich und eindrucksvoll mit dem Thema Aerosole beschäftigt. Es gibt Hinweise darauf, dass das Anstreckungsrisiko in geschlossenen Räumen erhöht sein kann. Viele Infektionen sind offensichtlich nur so zu erklären.

    Kolbenfresser schrieb:
    Es gibt keinerlei auffallende Infektionszahlen bei Zugbegleitern. Da hätte man es am ehesten gemerkt.
    Und an wem soll sich das Zugpersonal ansteckt haben, wenn die letzten Wochen die Züge nur mit heißer Luft durchs Land gefahren sind?

    Es ist eben ungewiss, ob es eine gute Idee ist, Züge (und auch Flugzeuge) wieder voll zu besetzten. Masken ja/nein (nein, bitte nicht wieder eine Diskussion beginnen), welche Rolle spielt eine gute Durchlüftung bzw. Klimaanlage. Wir wissen es nicht! Weder du, noch ich, noch die Wissenschaft. Letztere hat die Aufgabe zu forschen und uns Ergebnisse zu präsentieren. Und wenn sie uns Indizien, Bewertungen oder bestenfalls Beweise erbringt, sollten wir nicht auch noch auf ihr herumhacken.


    Viele Grüße aus Berlin

    Patrick
    Erstens hat der nicht weniger renommierte Virologe Alexander Kekulé in seinem Podcast gestern wiederholt, dass er nur von einem kleinen Anteil der Übertragungsgeschehen per Aerosol ausgeht.
    Das steht übrigens nicht im Widerspruch zu Herrn Drosten, wenn man genau zugehört hat.
    Denn Herr Kekulé erklärt diese Diskrepanz schlüssig dadurch, dass sogenannte Superspreader über Aerosol Mitmenschen infizieren. Diese Superspreader Events sind aber gleichzeitig selten (wenn, dann hauen sie aber richtig rein). Möglich sind diese in jeder Alltagssituation. Das Beispiel Chorprobe wurde genannt. Wer jetzt sagt ich fahre mit dem Auto zur Chorprobe, dann kann mir ja nichts passieren wenn ich die Bahn meide, weil Journalisten und Leute in Foren sagen wie gefährlich die Bahn ist, dann wiegen sich Menschen in falscher Sicherheit. Ich habe nirgendwo behauptet, dass man sich in der Bahn nicht infizieren kann. Ich sage, es gibt keine besondere Gefahr. Wer über solche einzelne Wörter gerne hinwegliest kann das tun, ich wäge meine Worte und benutzte bewusst das Wörtchen "besondere". In unserem ganzen Alltagsleben gibt es Gefahren. Übrigens immer schon. Es kommt eher darauf an, besondere, hervorstechende Herde zu erkennen. Im Gegensatz zu allerlei Experten in der Presse und in Foren hat das RKI bei öffentlichen Verkehrsmitteln vor Überfüllung gewarnt, aber nicht prinzipiell vor deren Benutzung.

    Und so differenziert passt das weder in tweets, noch in kurze Artikel bei Online Medien. Herr Kekulé hat alleine gestern dem Bereich einen guten Teil seiner 3/4 stündigen Sendung beim MDR gewidmet und ging dabei auch auf das Thema Busreisen ein, das eine vergleichbare Problematik birgt.

    Zweitens weiss ich nicht wo du Dinge abwertend hinein interpretieren willst. "Forscherin" ist keine Berufsbezeichnung und kein akademischer Grad, sondern ein Trivialname der Umgangssprache. Und solche Wörter der Umgangssprache setzt man gerne mal in Anführungszeichen um zu kennzeichnen, dass es sich um eben solche handelt.
    Was du mir unterstellst ist deine Sache, ich werde hier im Gegensatz zu dir nicht persönlich werden und dir subjektive Motive unterstellen ohne dich zu kennen. Gebietet eigentlich die Höflichkeit, Dankeschön.
    Moin Staatsbahn* und sonst. Interessierte.

    Das ist leider nur bedingt richtig. So sei zum Beispiel erwähnt, dass bei DA am Sonntag Morgen um 0132 h eben der Ausgang am Abend zuvor je nach dem benötigten eigenen Schlafpesnum unter Umständen bereits um 1800 h endet, noch bevor die Grillparty beim Nachbarn überhaupt angefangen hat. Und je nach dem eigenen Wohlbefinden, ist der Tag nach der Arbeit bei vielen auch verloren. Ich selber bin da zum Beispiel ein absoluter Frühdienstjunkie; de gerne am Morgen zw. 0130 h und 0330 h zur Arbeit wandert. Für mich gibt es nichts besseres. Es gibt jedoch genügend Kollegen, für die die Uhrzeiten die völlige Qual sind - unter anderem aus oben genannten Gründen.

    Wohingegen ich völlig mitgehe, ist, dass die Gesamtarbeitstage im Jahr quasi null auf null aufgehen bzw. anhand der größeren Anzahl der Urlaubstage - du hast es erwähnt, was zumindest im großen roten Konzern in DE möglich ist - sogar mehr freie Tage zu Stande kommen können.

    Tschö, Krischan

    *namentlich verrutscht, daher Anrede geändert.

    "Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

    Schaut doch mal vorbei:
    [www.mec-loerrach.de]
    Mein Kanal: [m.youtube.com]






    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 11:29.
    Abteil schrieb:
    Übrigens: Wenn Du Dich als Überholer über LKW-Staus auf der Autobahn echauffierst, frage ich mich, wie Du zur Verkehrswende stehst. Vielleicht mal selbst die Eisenbahn nehmen?
    Das ist doch eine komplette Nebelkerze, um von dem täglichen LKW Wahnsinn auf unseren Straßen abzulenken. Denn die Beobachtung ist absolut nachzuvollziehen und sicher auch korrekt, völlig losgelöst, aus welchem Grund der Betreffende an dem Tag auf der Autobahn unterwegs war. Und sie ist zu Recht beklagenswürdig. Bleibt die Frage, warum Du so vehement versuchst, von diesem Zustand abzulenken?!
    Gibt es da evtl. persönliche Verbindungen zur LKW Lobby?
    Henra schrieb:
    Abteil schrieb:
    Übrigens: Wenn Du Dich als Überholer über LKW-Staus auf der Autobahn echauffierst, frage ich mich, wie Du zur Verkehrswende stehst. Vielleicht mal selbst die Eisenbahn nehmen?
    Das ist doch eine komplette Nebelkerze, um von dem täglichen LKW Wahnsinn auf unseren Straßen abzulenken. Denn die Beobachtung ist absolut nachzuvollziehen und sicher auch korrekt, völlig losgelöst, aus welchem Grund der Betreffende an dem Tag auf der Autobahn unterwegs war. Und sie ist zu Recht beklagenswürdig. Bleibt die Frage, warum Du so vehement versuchst, von diesem Zustand abzulenken?!
    Gibt es da evtl. persönliche Verbindungen zur LKW Lobby?
    Wo lenke ich denn überhaupt vom LKW-Verkehr ab? Abgesehen davon, dass der hier gar nicht Gegenstand des Diskussionsfadens ist. Und vor allem "so vehement"? Schlecht gefrühstückt :D

    Das war ein einzelner Satz, der lediglich meine Verwunderung über Niederlausitzers Reisemittelwahl zum Ausdruck brachte, da sie im Widerspruch zu seiner "Argumentation" steht. Wenn die Bahn angeblich so fehlerlos sei, warum nutzt er sie dann nicht, sondern fährt stattdessen mit dem Auto über die Autobahn.

    Wie überaus kritisch ich der LKW-Lobby gegenüberstehe, kannst Du bei Interesse meiner Beitragshistorie entnehmen.

    + Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

    - Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
    Hallo Abteil,

    ich wollte eigentlich die Klappe, besser die Tasten halten.

    >Wenn die Bahn angeblich so fehlerlos sei, warum nutzt er sie dann nicht, sondern fährt stattdessen mit dem Auto über die Autobahn.

    Ich muss mich nicht rechtfertigen aber ich will es Dir für diesen Fall trotzdem sagen: Arbeitsbereitschaft, nächtliche Störung. Da kommt es bei der Kundschaft nicht so gut an, bis zum ersten Zug am Morgen zu warten und zum Störungsort zu fahren. Ganz besonders bei Mitbürgen, die gern mit Worten wie "Wasserkopf", "armselig" usw. um sich werfen.
    Und ich werde weiter Auto fahren, wenn ich es für besser erachte, auch über die BAB. Und ich werde weiter Zug fahren, wenn ich es für besser erachte.

    Viele Grüße.
    143 828:
    im Februar (also schon zu Coronazeiten)
    Man kann es sich heute kaum noch vorstellen, aber im Februar war hier in Schland noch Friede, Freude, Eierkuchen und eine Pandemie „eine irreale Vorstellung“. [www.tagesschau.de]

    (Soll ich solchen Leuten wirklich vertrauen?)


    143 828:
    zu lesen, dass die DB 25000 neue Mitarbeiter einstellen will? Sind die 10000 davon abzuziehen (und damit nur noch 15000 neue) oder ist das Soll jetzt 35000 unter dem Soll von vor 3 Monaten?
    Die zynischen Witze kursieren schon. Da hilft offensichtlich auch kein „Planet“.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.20 15:40.

    Bahner

    geschrieben von: Sonderkorrespondent

    Datum: 21.05.20 15:43

    Niederlausitzer:
    und ein link ins sogenannten "bahner"forum. wenn ich da Worte wie Wasserkopf und Tintenpisser lese, dann scheinen sie Schreiber weder gewillt noch fähig zu sein, ernsthaft zu diskutieren. das tue ich mir nicht an Schreiben da wirklich Eisenbahner?
    Natürlich nicht. Wie es dort schon steht: „Bahner“. Mehdorn-Opfer, sozusagen.

    Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: Sonderkorrespondent

    Datum: 21.05.20 16:12

    PatrickBln:
    Die Forscherin Muge Cevik, die du schön abwertend in Anführungszeichen gesetzt hast
    War doch genau so zu erwarten. Habe gerade eben das Forum aufgemacht, weil mit einem #Aufschrei zu rechnen war, an dem man sich ergötzen kann. Und bin halt nicht enttäuscht worden.

    Ist das generell charakteristisch für die Branche? Wird allgemein versucht, das entstandene Imageproblem zu lösen, indem nicht sein kann, was nicht sein darf?


    Es könnte „hilfreich“ sein, sich einmal im Original anzuschauen, was da eigentlich geschrieben wurde (zugegeben, Schulenglisch einfach könnte dafür nicht ganz ausreichen): [twitter.com]

    [...] suggesting transmission largely occurs in close contact in congregation. [...] While the infectious inoculum required for infection is unknown, these studies indicate that close & prolonged contact is required for #COVID19 transmission. The risk is highest in enclosed environments; household, long-term care facilities and public transport. [...] Addendum: While we have limited data, similar high risk transmission pattern could be seen in other crowded & connected indoor environments such as crowded office spaces, other workplace environment, packed restaurants/cafes, cramped apartment buildings etc. [...] avoid close, sustained contact indoors & in public transport, & maintain personal hygiene.

    Letztlich eine Zusammenfassung und erneute Bestätigung von dem, was schon länger bekannt ist: An jemandem vorbeizugehen ist nicht sonderlich riskant, aber man vermeide es, sich über längere Zeit in der Nähe einer anderen Person aufzuhalten, insbesondere in einer größeren Ansammlung.

    Das heißt für die Verkehrsbranche: Wer das Image als Virenschleuder behalten will, braucht nur das Angebot an die Nachfrage „anzupassen“. Es ist unvertretbar, mit einer Besetzung der Fahrgasträume zu planen, wie sie in Friedenszeiten üblich war. Das Problem ist auch nicht mit M. zu lösen, wie mancher zu denken scheint, denn mit volkspädagogischen Rotzlappen, Windeln, Maulkörben, (weitere bevorzugte Schmähbegriffe bitte hier einsetzen) ist es da nicht getan. Flächendeckend FFP 2 in richtiger Trageweise darf man wohl als völlig unrealistische Option abheften, selbst wenn es Akzeptanz bei potentiellen Fahrgästen finden würde.


    Der Relotiussche Anzeiger seinerseits hat das Bild der Wandplatzsammlung sogar selbst mit der Unterzeile „Leere Innenräume sind wohl der beste Corona-Schutz“ versehen. An der Stelle ist die Auregung allerdings in der Tat nicht unberechtigt, prangt doch ungleich größer „Bloß raus hier“ darüber.

    Re: EVG befürchtet Abbau von 10.000 Stellen bei der DB

    geschrieben von: 41 052

    Datum: 21.05.20 16:36

    Moin.

    Nun ja:
    Den Spruch, "das die linke Hand nicht weiß, was die rechte macht", ist im allgemeinen bekannt.

    Es gibt aber auch den abgewandelten Spruch, "das der Daumen nicht weiß, was der Zeigefinger macht"!

    Da ist schon ein Unterschied!
    Und das trifft im übrigen im DB AG Konzern besonders zu.
    Jeder denkt nur noch "an seinen Horizont (Kostenstelle"!
    Das man eigentlich miteinander arbeiten sollte (müsste(!), ist dem gesamten "Wasserkopf" inzwischen -mehr, oder weniger-, ausgelaufen!

    Durchhalten!

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 22.05.20 10:25

    Sonderkorrespondent schrieb:
    Es könnte „hilfreich“ sein, sich einmal im Original anzuschauen, was da eigentlich geschrieben wurde (zugegeben, Schulenglisch einfach könnte dafür nicht ganz ausreichen): [twitter.com]

    [...] suggesting transmission largely occurs in close contact in congregation. [...] While the infectious inoculum required for infection is unknown, these studies indicate that close & prolonged contact is required for #COVID19 transmission. The risk is highest in enclosed environments; household, long-term care facilities and public transport. [...] Addendum: While we have limited data, similar high risk transmission pattern could be seen in other crowded & connected indoor environments such as crowded office spaces, other workplace environment, packed restaurants/cafes, cramped apartment buildings etc. [...] avoid close, sustained contact indoors & in public transport, & maintain personal hygiene.
    Der entscheidende Praxistest kommt, wenn die Öffentlichen zur Berufsverkehrszeit wieder richtig voll werden.

    Die Eigenschaft 'abgeschlossener Raum' sorgt dafür, daß Viren (und anderes) sich an Ort und Stelle ansammeln statt sich bis zur Unwirksamkeit zu verdünnen. Aber hinkommen (und zwar in hinreichender Menge) müssen sie auch erstmal. Und wer könnte sie hinbringen?

    Was 'CLOSE contact' ist, hat sich auch noch nicht so recht herausgeschält. Reicht 'neben jemand (oder näher als 2m) sitzen/stehen' oder muß 'anreden (-schreien, husten)' dazukommen oder...? Daß 'mit Einkaufwagen an jemand vorbeilaufen' nicht reicht, glaube ich inzwischen.

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: Henra

    Datum: 22.05.20 12:35

    kmueller schrieb:
    Was 'CLOSE contact' ist, hat sich auch noch nicht so recht herausgeschält. Reicht 'neben jemand (oder näher als 2m) sitzen/stehen' oder muß 'anreden (-schreien, husten)' dazukommen oder...? Daß 'mit Einkaufwagen an jemand vorbeilaufen' nicht reicht, glaube ich inzwischen.
    Ja, im Detail wissen wir es noch nicht. Aber es kristallisiert sich doch ein gewisses Bild heraus. Gerade die letzten Masseninfektionen im Bereich der Fleischmassenverarbeitung oder auch Flüchtlingsheimen mit sehr hohen Ansteckungsquoten zeigen die Richtung auf. Langes beieinander sein auf vergleichsweise engem Raum in abgeschlossenen Räumen. Da sich z.T. >30% der Belegschaft/Bewohner so zeitnah infiziert haben, dass bei ihnen zeitgleich der Test anschlägt (was wenn ich Drosten&Co richtig verstanden habe nur in einem Zeitraum von 5 - 6 Tagen nach der Infektion der Fall ist), deutet für mich daraufhin, dass in solchen Situationen die Personen sich nicht alle direkt gegenseitig angehustet oder angeschrien haben müssen. Da dürfte dann doch irgendwann vermutlich einfach in der Raumluft sich eine Virenkonzentration ausbilden, anders kann ich mir bei einer Inkubationszeit von ~4 Tagen und einer Infektiosität von ~6 Tagen 100 - 200 gleichzeitig infizierte Personen in solchen Konstellationen nicht so richtig erklären.
    Das flüchtige Vorbeigehen an einer Person ggf. auch mal mit nur 1m Abstand kann man dagegen wohl weitestgehend vergessen.



    1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.20 12:37.

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: Kolbenfresser

    Datum: 22.05.20 16:05

    Henra schrieb:
    kmueller schrieb:
    Was 'CLOSE contact' ist, hat sich auch noch nicht so recht herausgeschält. Reicht 'neben jemand (oder näher als 2m) sitzen/stehen' oder muß 'anreden (-schreien, husten)' dazukommen oder...? Daß 'mit Einkaufwagen an jemand vorbeilaufen' nicht reicht, glaube ich inzwischen.
    Ja, im Detail wissen wir es noch nicht. Aber es kristallisiert sich doch ein gewisses Bild heraus. Gerade die letzten Masseninfektionen im Bereich der Fleischmassenverarbeitung oder auch Flüchtlingsheimen mit sehr hohen Ansteckungsquoten zeigen die Richtung auf. Langes beieinander sein auf vergleichsweise engem Raum in abgeschlossenen Räumen. Da sich z.T. >30% der Belegschaft/Bewohner so zeitnah infiziert haben, dass bei ihnen zeitgleich der Test anschlägt (was wenn ich Drosten&Co richtig verstanden habe nur in einem Zeitraum von 5 - 6 Tagen nach der Infektion der Fall ist), deutet für mich daraufhin, dass in solchen Situationen die Personen sich nicht alle direkt gegenseitig angehustet oder angeschrien haben müssen. Da dürfte dann doch irgendwann vermutlich einfach in der Raumluft sich eine Virenkonzentration ausbilden, anders kann ich mir bei einer Inkubationszeit von ~4 Tagen und einer Infektiosität von ~6 Tagen 100 - 200 gleichzeitig infizierte Personen in solchen Konstellationen nicht so richtig erklären.
    Das flüchtige Vorbeigehen an einer Person ggf. auch mal mit nur 1m Abstand kann man dagegen wohl weitestgehend vergessen.
    Es gibt in der Wissenschaft, in jeder, sogenannte Evidenz.
    Das ist ein schönes Wort für die Feststellung des Offensichtlichen.

    Die Evidenz hat - weltweit - bisher bei Berufsgruppen übereinstimmend gewisse Muster gezeigt.
    So gibt es zB auch in Nordamerika massive Ausbrüche in Schlachthöfen. Das ist keine Sache der Virologen, das ist Evidenz. Virologen können dann ergründen warum das so ist.

    Und dazu gehört auch, dass es weltweit keine Evidenz für überdurchschnittliche Erkrankung von Transport-Personal gibt.
    Flugbegleiter, Busfahrer, Zugbegleiter.

    Verringertes Aufkommen hin oder her, wenn es für Passagiere überdurchschnittlich riskant wäre diese Verkehrsmittel zu nutzen, dann allemal für Leute die ca. 160 Stunden pro Monat dort im "Innenraum" mit all seinem Aerosol ihren Arbeitsplatz haben.

    Das ist die Evidenz. Virologen können das gerne erforschen. Feststellung von Evidenz erfordert aber kein Expertenwissen.

    Anstecken kann man sich Grunde überall wo Menschen sind. Aber das Leben muss weitergehen. Man muss Konzentration und Aufmerksamkeit auf die herausragend riskanten Orte bündeln. Das ist m. E. eben nicht der Zug, der Bus, das Flugzeug.

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: Kolbenfresser

    Datum: 22.05.20 16:12

    kmueller schrieb:
    Sonderkorrespondent schrieb:
    Es könnte „hilfreich“ sein, sich einmal im Original anzuschauen, was da eigentlich geschrieben wurde (zugegeben, Schulenglisch einfach könnte dafür nicht ganz ausreichen): [twitter.com]

    [...] suggesting transmission largely occurs in close contact in congregation. [...] While the infectious inoculum required for infection is unknown, these studies indicate that close & prolonged contact is required for #COVID19 transmission. The risk is highest in enclosed environments; household, long-term care facilities and public transport. [...] Addendum: While we have limited data, similar high risk transmission pattern could be seen in other crowded & connected indoor environments such as crowded office spaces, other workplace environment, packed restaurants/cafes, cramped apartment buildings etc. [...] avoid close, sustained contact indoors & in public transport, & maintain personal hygiene.
    Der entscheidende Praxistest kommt, wenn die Öffentlichen zur Berufsverkehrszeit wieder richtig voll werden.

    Die Eigenschaft 'abgeschlossener Raum' sorgt dafür, daß Viren (und anderes) sich an Ort und Stelle ansammeln statt sich bis zur Unwirksamkeit zu verdünnen. Aber hinkommen (und zwar in hinreichender Menge) müssen sie auch erstmal. Und wer könnte sie hinbringen?

    Was 'CLOSE contact' ist, hat sich auch noch nicht so recht herausgeschält. Reicht 'neben jemand (oder näher als 2m) sitzen/stehen' oder muß 'anreden (-schreien, husten)' dazukommen oder...? Daß 'mit Einkaufwagen an jemand vorbeilaufen' nicht reicht, glaube ich inzwischen.
    Viren sind keine Substanz mit Wirksamkeit und Dosierung.
    Es ist halt so, dass Covid-19 nicht besonders ansteckend ist.
    Von Haus aus. Masernviren sind beispielsweise viel ansteckender.

    Und über den Anteil des Aerosol streiten sich die Experten sehr. Ich halte wenig davon mir jetzt selektiv den Virologen auszusuchen, der zu meiner Angst oder meiner Verharmlosung am besten passt. So machen das ja leider viele Mitbürger.
    Ich schaue mir einfach die für Jedermann verständliche Evidenz an.
    Verteilung auf Berufsgruppen gemäß amtlicher information und Hotspots der Ansteckung gemäß amtlicher Information. Keine Hypothesen der Hobbyvirologie oder #TeamIrgendwas.

    Und da stechen hervor: Krankenhaus, Heim, Schlachthof und die damit verbundenen Berufe. Ganz massiv.
    Umgekehrt berichten die meisten Verkehrsbetriebe bisher keinen bestätigten Fall in der Belegschaft zu haben.
    Das ist einfach auffällige Evidenz. Fakten an denen es nichts zu rütteln gibt.

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: kmueller

    Datum: 22.05.20 16:31

    Kolbenfresser schrieb:
    Viren sind keine Substanz mit Wirksamkeit und Dosierung.
    Das Immunsystem reagiert in mehreren Stufen auf eine Infektion, deren Effizienz von Stufe zu Stufe steigt. Die wirksamste Stufe (Produktion und Einstz spezifisch gegen die aktuelle Infektion wirkender Antikörper) wird erst nach ca. einer Woche erreicht. War die Erstinfektion zu stark, kann man bis dahin Geschichte sein.

    Zitat:
    Es ist halt so, dass Covid-19 nicht besonders ansteckend ist.
    Von Haus aus. Masernviren sind beispielsweise viel ansteckender.

    Und über den Anteil des Aerosol streiten sich die Experten sehr.
    Aerosol ist ein weiter Begriff. Vermutlich setzt jeder beim Reden bis Husten das ganze Spektrum frei, immer wieder anders gewichtet, und jede Größenklasse von Partikeln verbreitet sich etwas anders (Reichweite, Dauer). Daran wird im Moment sehr viel Detailarbeit gemacht, aber daß dieses Virus eine feuchte Umgebung braucht, scheint ziemlich sicher zu sein.

    Masernviren können sich wie Feinstaubpartikel verbreiten und bleiben dabei intakt. Dagegen hilft weder Maske noch Abstand.

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: Kolbenfresser

    Datum: 22.05.20 17:44

    kmueller schrieb:
    Kolbenfresser schrieb:
    Viren sind keine Substanz mit Wirksamkeit und Dosierung.
    Das Immunsystem reagiert in mehreren Stufen auf eine Infektion, deren Effizienz von Stufe zu Stufe steigt. Die wirksamste Stufe (Produktion und Einstz spezifisch gegen die aktuelle Infektion wirkender Antikörper) wird erst nach ca. einer Woche erreicht. War die Erstinfektion zu stark, kann man bis dahin Geschichte sein.

    Zitat:
    Es ist halt so, dass Covid-19 nicht besonders ansteckend ist.
    Von Haus aus. Masernviren sind beispielsweise viel ansteckender.

    Und über den Anteil des Aerosol streiten sich die Experten sehr.
    Aerosol ist ein weiter Begriff. Vermutlich setzt jeder beim Reden bis Husten das ganze Spektrum frei, immer wieder anders gewichtet, und jede Größenklasse von Partikeln verbreitet sich etwas anders (Reichweite, Dauer). Daran wird im Moment sehr viel Detailarbeit gemacht, aber daß dieses Virus eine feuchte Umgebung braucht, scheint ziemlich sicher zu sein.

    Masernviren können sich wie Feinstaubpartikel verbreiten und bleiben dabei intakt. Dagegen hilft weder Maske noch Abstand.
    Da sind wir halt wieder außerhalb unserer Kenntnisse. Ich habe mein Abi in Biologie abgelegt. Ich weiss bis heute auswendig was RNA und DNA unterscheidet, was ein Virus ist, was eine Lipidhülle, Vermehrungsfunktionen musste ich auch ausrechnen.
    Aber alles was ich dadurch weiss ist nur wie rasant man im Dilletantismus landet wenn man versucht einen Virus, der die besten Mediziner ihres Faches immer noch überrascht, zu verstehen.
    Da muss man seine Grenzen kennen.
    Umso mehr stütze ich mich daher auf die allgemein verständliche Evidenz.
    Wenn weltweit, bei unterschiedlichen Teststandards und unterschiedlichen Klimazonen festgestellt wird, dass es im Schlachthof und Altenheim brandgefährlich ist, es aber im ÖPNV auch nur Einzelfallstudien gibt aus dem Büro, dem Restaurant, der Schule und jedem anderen Ort an dem Menschen aufeinander treffen, ohne, dass der ÖPNV als solch ein Herd aufgefallen ist, dann reicht mir das um hier für mich Entwarnung zu geben.
    Es ist Vorsicht geboten. Wie aber überall!

    Re: Twitter Cevik/Schottland

    geschrieben von: Henra

    Datum: 22.05.20 23:27

    Kolbenfresser schrieb:
    Wenn weltweit, bei unterschiedlichen Teststandards und unterschiedlichen Klimazonen festgestellt wird, dass es im Schlachthof und Altenheim brandgefährlich ist, es aber im ÖPNV auch nur Einzelfallstudien gibt aus dem Büro, dem Restaurant, der Schule und jedem anderen Ort an dem Menschen aufeinander treffen, ohne, dass der ÖPNV als solch ein Herd aufgefallen ist, dann reicht mir das um hier für mich Entwarnung zu geben.
    Es ist Vorsicht geboten. Wie aber überall!
    Ist ja aber ehrlich gesagt bei den aktuellen Besetzungsgraden auch nicht wirklich verwunderlich. Wenn es zugeht wie in der Tokyoter U- Bahn zu Nicht- Corona Zeiten sähe das Ganze vermutlich signifikant anders aus, aber wenn 10 Hansels sich einen ganzen Waggon teilen muss es wohl schon ganz, ganz blöd laufen, dass sich da einer ansteckt. Zudem ist im ÖPNV i.d.R. auch die Verweildauer begrenzt. Wenn man sich die (vergangenen und aktuellen) Hotspots anschaut, liegt der Verdacht nahe, dass das eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen dürfte. Da sähe die Situation im FV im Abteil zu viert über 3 Stunden vermutlich etwas anders aus. Das würde ich mir aktuell tendenziell eher nicht geben.
    Henra schrieb:
    Kolbenfresser schrieb:
    Wenn weltweit, bei unterschiedlichen Teststandards und unterschiedlichen Klimazonen festgestellt wird, dass es im Schlachthof und Altenheim brandgefährlich ist, es aber im ÖPNV auch nur Einzelfallstudien gibt aus dem Büro, dem Restaurant, der Schule und jedem anderen Ort an dem Menschen aufeinander treffen, ohne, dass der ÖPNV als solch ein Herd aufgefallen ist, dann reicht mir das um hier für mich Entwarnung zu geben.
    Es ist Vorsicht geboten. Wie aber überall!
    Ist ja aber ehrlich gesagt bei den aktuellen Besetzungsgraden auch nicht wirklich verwunderlich. Wenn es zugeht wie in der Tokyoter U- Bahn zu Nicht- Corona Zeiten sähe das Ganze vermutlich signifikant anders aus, aber wenn 10 Hansels sich einen ganzen Waggon teilen muss es wohl schon ganz, ganz blöd laufen, dass sich da einer ansteckt. Zudem ist im ÖPNV i.d.R. auch die Verweildauer begrenzt. Wenn man sich die (vergangenen und aktuellen) Hotspots anschaut, liegt der Verdacht nahe, dass das eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen dürfte. Da sähe die Situation im FV im Abteil zu viert über 3 Stunden vermutlich etwas anders aus. Das würde ich mir aktuell tendenziell eher nicht geben.
    Wozu soweit nach Tokio blicken zu einer anderen Zeit?
    Wir haben doch noch alle die üblen Bilder im Kopf von der dichtgedrängten U-Bahn von London und das war mittendrin zu Corona-Zeit als wir alle anderen bereits seit Wochen nicht mehr ÖPNV nutzten. Wohin das da führte war klar.
    Wofür ist NYC bekannt? eines der größten U-Bahn-Netze der Welt. Das war ein wahres Paradies für Corona.
    In Madrid wird die Verbreitung auch auf die Metro & Busse zugeschrieben.

    ..alles nun nichts unbekanntes, nichts Verwunderliches - sehr plausibel.
    bleibt zu hoffen, dass die Leute auch künftig möglichst den Öffentlichen Verkehr meiden!