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Hallo zusammen,

die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren der Friesenbrücke bei Weener (Leer) können nun hier eingesehen werden:
[planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de]

Schönes Wochenende!

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking
Wie lange ist diese Karambolage mit dem Schiff jetzt schon her ?
Wieviele Jahre werden noch vergehen, bis der erste Zug dort wieder queren kann ?
Auf wieviele Jahre kommen wir dann in summa ?

Hätte das bei einer Bundesstraße auch so lange gedauert ?
Deutschland......

Bleibt nur zu hoffen, daß die neue Brücke ansehnliche Geschwindigkeiten für den Bahnverkehr zuläßt
inkl. der Option auf Elektrifizierung der Strecke.
Man würde sich ja seit langer Zeit schon durchgehende und schnelle Züge Groningen - Oldenburg - Hamburg
wünschen.

Wenigstens beim Autobahnbau in der Region Unterweser/ Ammerland gehts ja ordentlich voran....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.20 14:23.
Hallo,
wenn die Brücke fertig ist, existiert die Meyer Werft an dem Standort womöglich nicht mehr in der jetzigen Form.
Der Bedarf an neuen Kreuzfahrt Schiffen dürfte mittelfristig nicht mehr vorhanden sein.
Es bleibt aber der sonstige Schiffsverkehr nach Papenburg mit Seeschiffen bis 145 m Länge und 24 Meter Breite sowie die Sportschifffahrt.
Zahlt eigentlich die Meyer Werft auch noch einen Beitrag für die Brücke?
Von der Versicherung des Frachters kommen ja nur 4 Millionen Euro.
Auf Wunsch der Meyer Werft wird ja die teurere Hub-Dreh-Brücke statt einer Klappbrücke gebaut.
Die ursprünglich veranlagten Kosten von 66 Millionen Euro dürften längst überholt sein.
Baustart soll angeblich 2022 sein: [www.oz-online.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.05.20 15:41.

Doof, das die Glaskugel das nicht vorher wusste

geschrieben von: BR146106

Datum: 16.05.20 15:47

Moin,

dann hätte, man sich das ganze auch sparen können. Wie es weiter geht mit Meyer muss man abwarten aber bis 2023 hat man noch zu tun und danach wird man sehen. Es wird auf jeden Fall Staatliche Hilfen geben, auch wenn es hier noch anderes Klingt: [www.butenunbinnen.de].

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Hallo,
bislang hieß es immer, es werde zwar eine nicht-elektrifizierte Strecke gebaut, aber Platz für eine spätere Elektrifizierung gelassen. Diese Aussage habe ich jetzt aber in den Unterlagen nicht wiedergefunden. Ist das stillschweigend beerdigt worden?
Grüße
Martin

Re: Ohne Aufträge bringen Hilfen auch nichts

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 16.05.20 16:39

Hallo,
die Auftrageber könnten die georderten Schiffe auch einfach stornieren.
Selbst bei Schiffen, die breits in Bau sind, ist es nicht sicher, ob das ein Geschäft wird.
Gezahlt wird üblicherweise erst bei der Übergabe an den Auftrageber.
Kann oder will der nicht mehr zahlen, weil er die Schiffe nicht mehr braucht, drohen der Werft hohe Verluste.
Das ist beispielsweise bei der Peters Werft in Wewelsfleth passiert.
Die beiden letzten kleinen Containerfrachter von 2009 konnte der Auftrageber nicht mehr bezahlen.
Die Schiffe lagen dann sehr lange am Werftkai, bis sie mit deutlichen Verlusten verkauft werden konnten.
Man hat sich danach vom Frachtschiffbau verabschiedet.
Theoretisch könnten ja auch bei Meyer andere Schiffe gebaut werden.
Nur leider zählt heute fast nur noch der Preis.
Selbst der Auftrag für die ersten Fähren für den NOK wurden per Ausschreibung nach Estland vergeben.
Die jetzigen Fähren wurden noch in Rendsburg gebaut, auf der eigenen Saatsee Werft des WSA.
Das ist eben der "Segen" der Globalisierung, wie das neue Virus.
Martinmuetzel schrieb:
Hallo,
bislang hieß es immer, es werde zwar eine nicht-elektrifizierte Strecke gebaut, aber Platz für eine spätere Elektrifizierung gelassen. Diese Aussage habe ich jetzt aber in den Unterlagen nicht wiedergefunden. Ist das stillschweigend beerdigt worden?
Grüße
Martin
Was sollte einer späteren Elektrifizierung im Wege stehen? Die Lichte Höhe über SOK soll 6,15 Meter betragen. Die Fahrdrahtmindesthöhe liegt (ausgenommen S-Bahn, dort 4,8m) bei 4,95m. Genug Platz also, um eine Strippe oder Stromschiene nachzurüsten.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Hallo Martin,

warum schaust Du Dir nicht einfach die Bauwerkspläne an? Das ist doch alles unter dem Link im Ausgangsposting online.

Viele Grüße
Manuel


Martinmuetzel schrieb:
Hallo,
bislang hieß es immer, es werde zwar eine nicht-elektrifizierte Strecke gebaut, aber Platz für eine spätere Elektrifizierung gelassen. Diese Aussage habe ich jetzt aber in den Unterlagen nicht wiedergefunden. Ist das stillschweigend beerdigt worden?
Grüße
Martin
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
manuelberlin schrieb:
Hallo Martin,

warum schaust Du Dir nicht einfach die Bauwerkspläne an? Das ist doch alles unter dem Link im Ausgangsposting online.

Viele Grüße
Manuel


Martinmuetzel schrieb:
Hallo,
bislang hieß es immer, es werde zwar eine nicht-elektrifizierte Strecke gebaut, aber Platz für eine spätere Elektrifizierung gelassen. Diese Aussage habe ich jetzt aber in den Unterlagen nicht wiedergefunden. Ist das stillschweigend beerdigt worden?
Grüße
Martin
Hallo,

in dem Fließtext wird das tatsächlich nicht erwähnt; auch ich habe mir diese Frage gestellt, die noch vor Kurzem bei einem Vortrag an der TU Braunschweig mit "Ja" beantwortet wurde.
Eigentlich könnte ich mir diese Einwendungen vorstellen (sofern das so ginge - habe ich noch nie gemacht):
- Hinweis auf Oberleitung (ggf. als Frage formuliert).
- Zweigleisigkeit, um besser auch auf zukünftige Anforderungen (Wunderlinie) vorbereitet zu sein.
- Radweg 3 m statt 2,5 m, wenn man davon ausgeht, dass dieser aufgrund der wenigen Brücken und der Bedeutung als Ausflugsradweg eher stark frequentiert wird (vgl. ERA-Breiten; [de.wikipedia.org]

Hat jemand Erfahrung, wie man solche Einwendungen macht und welche davon Sinn ergeben?

Viele Grüße
(ebenfalls) Martin

„Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein.“ -Stephen Hawking

Re: Ohne Aufträge bringen Hilfen auch nichts

geschrieben von: BR146106

Datum: 16.05.20 18:08

Moin.

ist schon richtig und so einseitig baut Meyer zum glück auch nicht, denn man hat ein weiteres Standbein neben den Kreuzfahrern, aber damit hat man sich einen Namen gemacht.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Super Baureihe 103 schrieb:
Zitat:
Hätte das bei einer Bundesstraße auch so lange gedauert ?
Deutschland......

Ja, hätte es.

Schau dir mal die Rheinquerung bei Leverkusen an oder die beiden Ludwigshafener Hochstraßen.

http://www.petervelten.de/Bilder/Schnelles.jpg

There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't.
Ich denke, nur für eine Brücke mit sehr wichtiger Verkehrsbedeutung würde es schneller gehen. Beispiel ist die eingestürzte Autobahnbrücke der Autobahn A10 in Genua im August 2018. Inzwischen ist die neue Brücke im Rohbau fertig. Dabei mussten erst die Reste der alten Brücke vorsichtig abgebaut werden, da sie teilweise über Wohnhäusern gebaut wurde. Und das Design der neuen Brücke musste erst ausgemacht werden. Es wird künftig eine klassische T-Balkenbrücke. Immerhin ist sie über 1000m lang.

[de.wikipedia.org]

Wenn die Brücke vor dem 14. August 2020 für den Verkehr freigegeben wird, würde das Ganze (Abriss, Planung, Neubau) weniger als 2 Jahre gedauert haben. Wenn die Not es erfordert, kann sowas deutlich schneller gehen.

Was wäre, wenn die Mainbrücke der Bahnlinie Hanau - Offenbach einstürzt? Wie lange würde ein Ersatzneubau dauern?

Ist halt nicht Deutschland

geschrieben von: BR146106

Datum: 16.05.20 19:39

Moin,

und somit schwer zu vergleichen im Nationalen Sinn. Aber unterm Strich zeigt es sich deutlich, wie unterschiedlich es gehandhabt wird.

gruß cartsen

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Ist halt nicht Deutschland

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 16.05.20 19:48

Die Leverkusener Brücke wurde ja schon genannt.

Re: Ohne Aufträge bringen Hilfen auch nichts

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 16.05.20 19:54

BR146106 schrieb:
Moin.

ist schon richtig und so einseitig baut Meyer zum glück auch nicht, denn man hat ein weiteres Standbein neben den Kreuzfahrern, aber damit hat man sich einen Namen gemacht.

gruß carsten
Hallo,
schaue ich auf die Internetseite der Werft, finde ich da die Typen Flusskreuzfahrtschiff, Fähren und Kreuzfahrtschiff.
Bei den Fähren gibt es seit 2013 drei Ablieferungen, darunter 2018 eine kleine Wattfähre für die WDR, bei der Neptunwerft gebaut.
Kostenpunkt geschätzt maximal 25 Mio. Euro.
Die beiden anderen großen Fähren wurden bei Meyer Turku gebaut.
Papenburg ist also momentan zu 100% auf die Kreuzfahrer ausgerichtet, Meyer Turku nahezu auch.
Die Neptun Werft baut fast nur Flusskreuzfahrtschiffe.
Sicher hat Meyer früher auch mal andere Schiffe gebaut, aber das hilft jetzt gar nicht mehr.
Ich sehe ganz schwere Zeiten auf diese Werft zukommen: Wünschen tue ich das natürlich gar nicht.
Zum Glück hat sich Papenburg bereits schön herausgeputzt, solange das Geld noch sprudelte.
Hallo Manuel,
im Erläuterungsbericht steht es eindeutig nicht drin. In den Bauwerksplänen habe ich zwei Querschnitte gefunden, in denen die Höhe ab Schienenoberkante nicht bemaßt ist; textlich steht da sowieso nichts.
Grüße
Martin
Martinmuetzel schrieb:
Hallo Manuel,
im Erläuterungsbericht steht es eindeutig nicht drin. In den Bauwerksplänen habe ich zwei Querschnitte gefunden, in denen die Höhe ab Schienenoberkante nicht bemaßt ist; textlich steht da sowieso nichts.
Grüße
Martin
Hallo,
da habe ich auch nachgeschaut.
Wenn man es etwas vergrößert, kann man die 2,50 m des Fußweges als Vergleichsmaßstab heranziehen und dann die Länge SOK bis Träger oben berechnen.
Da kam ich auf eine Höhe von über 6 Metern, die locker für die Strippe reicht.
Bei der zu erwartenden Lebensdauer der Brücke gibt es irgendwann den Dieselantrieb sicher nur noch im Museum.
Ob der Akku oder die Brennstoffzelle tatsächlich eine vollwertige und wirtschaftliche Alternative zur Strippe wird, zumindest bei leichten Triebwagen, ist ja noch offen.
Die Option Strippe wird man deshalb bei Neubauten von Brücken immer einplanen.
Das passiert schon seit vielen Jahrzehnten.
maklin schrieb:
Hat jemand Erfahrung, wie man solche Einwendungen macht und welche davon Sinn ergeben?

Viele Grüße
(ebenfalls) Martin
Hallo Namensvetter,

vorweg: Mache Dir nicht zu große Hoffnungen!

Das mit der Wegebreite hat aus meiner Sicht Chancen.
Formal solltest Du fristgerecht (steht dort leider nicht, bis 11. Juni sollte auf jedem Fall OK sein) erklären, dass Du als Benutzer der Brücke (Radfahrer/Fußgänger) betroffen bist. Dann auf die ERA und EFA verweisen, es handelt sich um einen gemischten Fuß- und Radweg mit Verkehr in beiden Richtungen. In der Tourismussaison sind auf der einzigen Querung zwischen Leer und Papenburg sicher mehr als 70 Personen/Spitzenstunde zu erwarten.

Das mit der Elektrifizierung kann man anmerken. Sofern Du kein Eisenbahnverkehrsunternehmen bist, wird man Dich allerdings nicht als direkt betroffen anerkennen und Dich in dieser Frage nicht als klageberechtigt ansehen. Aber vielleicht bringst Du ja trotzdem jemanden im Planungsprozess zum nachdenken. Vielleicht ist es ja auch vorgesehen und bislang nur nicht textlich festgehalten; wenn es in der Erwiderung auf eine Eingabe dann zugesagt wird, ist es ein Gewinn.

Ich halte es für unrealistisch, im Zuge einer eingleisigen Strecke (übrigens ist auch Leer - Oldenburg eingleisig) ausgerechnet eine bewegliche Brücke zweigleisig durchzusetzen. Wenn der Verkehr wesentlich gegenüber heute (wäre Stundentakt, wenn die Strecke denn befahrbar wäre) zunimmt, kann man noch an beiden Enden der Brücke Überleitstellen einrichten.

Grüße

Martin
Die Strecke ist nicht nur in D sondern auch bis weit in die NL hinein eingleisig.

Ulrich
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