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DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: TGV4402

Datum: 15.05.20 08:38

[www.spiegel.de]

<<Die Bahn braucht elf Milliarden Euro. Der Aufsichtsrat soll an diesem Freitag beraten, wie das Loch gestopft werden kann. Es geht um Kredite und Staatsgeld, doch auch beim Personal könnte kräftig gespart werden.>>

<<Nach SPIEGEL-Informationen aus Bahn-Kreisen haben Bund und Konzernführung wohl eher die kommende Tarifrunde im Blick, die im nächsten Jahr ansteht. Eine Nullrunde würde die Kosten um 500 Millionen Euro drücken, pro Jahr, so rechnet man im Bahn-Tower vor. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften dürften sich allerdings äußerst schwierig gestalten. "Einschnitte beim Personal sind für uns tabu, ebenso wie bei den Investitionen", hatte der kommissarische Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft EVG, Klaus-Dieter Hommel, bereits Anfang der Woche gesagt.>>

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 15.05.20 08:40

Moin.

Wenn du nicht ständig über irgendwelche Finanzen motzen kannst, bist du auch nicht glücklich ...

Sry, musste mal raus.

Tschö, Krischan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
Mein Kanal: [m.youtube.com]


Motzen?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 15.05.20 08:51

Hallo,

Warum motzen? Ist doch ein sauberes Zitat, und es zeigt leider die Spannungen auf, unter denen die DB AG leidet. Man sollte nicht den Überbringer der schlechten News schlagen bitte.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg

Die Frage der Mitverantwortung des Vorstandes

geschrieben von: Lalu

Datum: 15.05.20 09:39

Hallo,

die „Wirtschaftswoche“ vermutet ebenfalls eine Mitverantwortung des Vorstandes. Herr Weselsky (GDL) möchte jedenfalls eine Verteilung der Lasten auf das Personal verhindern. [www.wiwo.de]

Grüße,
Lalu

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: matzehbs

Datum: 15.05.20 10:14

Solange die Vorstände sich die globalisierten Gehälter gönnen und man solche ... wie Pofi mit durchfüttert, hält sich meine Betroffenheit Grenzen.

Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 15.05.20 10:35

Das man weder beim Personal, noch bei den Investitionen kürzen möchte ist schon mal sehr gut. Eine Nullrunde beim Tarifabschluss finde ich völlig ok, wenn es auch die Führung mindestens gleichermaßen trifft. Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.

Re: Motzen?

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 15.05.20 10:36

Früher dienten die Überbringer schlechter Nachrichten als Löwenfutter.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.05.20 10:36

matzehbs schrieb:
Solange die Vorstände sich die globalisierten Gehälter gönnen und man solche ... wie Pofi mit durchfüttert, hält sich meine Betroffenheit Grenzen.
Es ist nicht nur das.

Insbesondere DB Fernverkehr agiert am Markt immer noch so als sei man Monopolist.

Kein anderes Unternehmen welches auf die Zahlen schauen muss, weil man Vater Staat nicht im Rücken hat würde den Fernverkehr fast ausschließlich mit HGV-Zügen betreiben, wenn der Nutzen in vielen Fällen gleich Null ist.

Jeder Provinzfürst möchte aber ICE

geschrieben von: Lalu

Datum: 15.05.20 10:59

Hallo,

sollte die DB wirklich irgendwann einmal frei in ihren Entscheidungen sein, würde ein großes Jammern bei vielen lokalen Entscheidungsträgern aufkommen. Denn dann gäbe es viele Strecken und Angebote nicht mehr. Der Betrieb des Systems Eisenbahn ist nun einmal defizitär. Die Politik muss sich zu einem gewissen Umfang und einer bestimmten Qualität bekennen und sie finanzieren.

Grüße,
Lalu

Ergänzung: Die DB könnte sich ja auch ein negatives Beispiel an Flixtrain nehmen, und den Fernverkehr Corona bedingt komplett einstellen. Oder an Abellio und den Verkehr im Süden Sachsen-Anhalts und in Thüringen pauschal bis 13.06. ausdünnen (seit Ende März so vorgesehen). Kostensenkungen unter dem Coronadeckmantel.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 11:14.

Ja,kann man durchaus mit leben

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 11:07

Moin,

die Frage ist doch eher, wo man beim Personal bzw. welches Personal man kürzen kann. Wenn man es sich richtig überlegt, dann ist doch der Besitzer selber schuld, weil der Wasserkopf eigentlich verdreifacht wurde, aufgrund der Aufteilung in die ganzen Bereiche. Also könnte man hergehen und eventuell doch wieder einige Dinge zusammen führen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Und die anderen Bereiche?

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 11:11

Moin,

warum reagieren viele immer so allergisch wenn es ums Thema Geld und Bahn geht? Lufthansa bekommt Geld und die Autobauer wollen ebenso Geld haben und deren Gewinne waren deutlich höher in den letzten Jahren, nur schreit dort keiner nach Einschnitten. Ebenso die Dividenden, die man nicht abschaffen will, auch hier ruft keiner nach Mäßigung, nur wenn es mal wieder um die böse Bundesbahn geht, sind alle gleich dabei und vor allen es sin immer die selben Fachleute. Ist recht verwunderlich.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 11:17

Moin,

du bist doch echt einer, auf der einen Seite willst du doch genau dieses HVG Deutschland haben, weil der klassische IC nicht mehr zumutbar ist für dich, und wenn es plötzlich darum geht, das all das auch Geld kostet, forderst du wieder ein billiges B-Netz. Entscheide dich was du nun haben willst, das es ein B-Netz nicht zu 100% geben wird, sollte auch dir klar sein. Aber 100% Hgv ist ebenso nicht zu bezahlen, weil dieses Land eine andere Struktur hat.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Die Frage der Mitverantwortung des Vorstandes

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.05.20 11:17

Herr Weselsky (GDL) möchte jedenfalls eine Verteilung der Lasten auf das Personal verhindern.

Eines dürfte wohl klar sein: Wer als Normal-Angestellter einen einfachen Lohn verdient kann für sein tägliches Leben und das seiner zu ernährenden Familie auf weniger verzichten als jene Manager, die jeden Monat das vier, fünf, sechsfache bekommen. Beide müssen bei Netto und Rewe oder an der Tankstelle die gleichen Preise bezahlen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Und die anderen Bereiche?

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.05.20 11:34

Zu den Dividenden kann man wohl sagen, daß das Geld Bahn > Bund als ein Vielfaches direkt wieder in Form von Staatshilfe an die Bahn zurück geht.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_

Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!

Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: VT605

Datum: 15.05.20 11:48

BR146106 schrieb:
Moin,

du bist doch echt einer, auf der einen Seite willst du doch genau dieses HVG Deutschland haben, weil der klassische IC nicht mehr zumutbar ist für dich, und wenn es plötzlich darum geht, das all das auch Geld kostet, forderst du wieder ein billiges B-Netz. Entscheide dich was du nun haben willst, das es ein B-Netz nicht zu 100% geben wird, sollte auch dir klar sein. Aber 100% Hgv ist ebenso nicht zu bezahlen, weil dieses Land eine andere Struktur hat.

gruß carsten

Der User sucht HGV (Sprinter)-Verbindungen im 10 min-Takt von Brühl aus in den Rest der Welt, natürlich für max. 5€ das Ticket, sonst taugt der Fv nichts.

Das geht aber nicht,

geschrieben von: Christof 421

Datum: 15.05.20 11:56

dann sind doch solche hochbezahlten Wasserköpfe wieder übrig und man muss Ihnen wieder ein Pöstchen zuschustern.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.05.20 12:05

BR146106 schrieb:
Moin,

du bist doch echt einer, auf der einen Seite willst du doch genau dieses HVG Deutschland haben, weil der klassische IC nicht mehr zumutbar ist für dich, und wenn es plötzlich darum geht, das all das auch Geld kostet, forderst du wieder ein billiges B-Netz. Entscheide dich was du nun haben willst, das es ein B-Netz nicht zu 100% geben wird, sollte auch dir klar sein. Aber 100% Hgv ist ebenso nicht zu bezahlen, weil dieses Land eine andere Struktur hat.

gruß carsten
HGV ist dort angebracht wo der Fahrzeitgewinn dies auch hergibt. HGV kostet nun mahl mehr entsprechend müssen die Kosten auch wieder eingespielt werden. Das sollte selbst Dir einleuchten.

Wer allerdings hingeht und im klassischen B-Netz HGV-Züge einsetzt hat höhere Kosten aber keinen Nutzen außer das ICE als Marke draufsteht.

Also muss man auch preislich anders kalkulieren als wenn man mit günstigeren Zügen von der Stange agiert.

Für ein B-Netz benötigt man nun mahl keine ICE.

Wo ist das Problem?

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 12:06

Moin,

die Gesundheitsämter suchen Leute und zum Telefonieren sollte es reichen.

gruß carsten

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Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 12:13

Moin,

das ist soweit ja auch richtig, das ein B-Netz keinen ICE braucht, sofern man daraus nicht doch Vorteile ziehen kann, aber die Kostenstrukturen sind nun mal ein wenig anderes, denn ein Fahrzeug, was herumsteht, verdient kein Geld, also versucht man diese Fahrzeuge auch entsprechend einzusetzen. Wenn dabei herauskommt, das einige Leistungen im B-Netz damit abgedeckt werden können um die allgemeinen Kosten zu senken, wieso nicht? Letztlich geht es doch genau darum, das man Geld verdient und nicht darum, das die Fahrzeuge 1x am Tag Hamburg - München fahren und dann die Räder sich eckig stehen.

Wenn man das so machen würde, wäre die Kosten wohl noch deutlich höher und der Zuschuss bedarf entsprechend. In NV ist es doch nichts anderes, dort versucht man auch mit so wenig Fahrzeugen wie es geht, den Bedarf zu decken, nicht umsonst sind viele Fahrzeugreserven so gering.

gruß carsten

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Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.05.20 12:13

VT605 schrieb:
BR146106 schrieb:
Moin,

du bist doch echt einer, auf der einen Seite willst du doch genau dieses HVG Deutschland haben, weil der klassische IC nicht mehr zumutbar ist für dich, und wenn es plötzlich darum geht, das all das auch Geld kostet, forderst du wieder ein billiges B-Netz. Entscheide dich was du nun haben willst, das es ein B-Netz nicht zu 100% geben wird, sollte auch dir klar sein. Aber 100% Hgv ist ebenso nicht zu bezahlen, weil dieses Land eine andere Struktur hat.

gruß carsten
Der User sucht HGV (Sprinter)-Verbindungen im 10 min-Takt von Brühl aus in den Rest der Welt, natürlich für max. 5€ das Ticket, sonst taugt der Fv nichts.
Was für Blödsinn.

Wenn ich 5€ für das Ticket zahle erwarte ich garantiert keine Sprinterverbindungen.

Soll ich allerdings 50-60€ zahlen erwarte ich was anderes als ICE-Züge welche in IC-Trassen rumgurken.

Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.05.20 12:33

Diese ICE-Politik ist bei der DB AG seit Mehdornzeiten deutlich zu erkennen und wurde auch weiter fortgeführt.

Das hat solange funktioniert wie man keine Konkurrenz hatte.

Als die Konkurrenz dann gekommen ist hat man allerdings nicht umgeschwenkt sondern weiter so wie bisher gemacht.

Schau Dich mal in anderen Branchen um wo Konkurrenzkampf herrscht. Wer dem Kunden mehr Geld aus der Tasche ziehen möchte muss auch entsprechend mehr bieten.

Wenn man natürlich hingeht und seine SuperSparPreise ab 19€ anbietet und die Kunden das annehmen kann man anschließend nicht erwarten, dass der Kunde für die gleiche Leistung auf ein mal wesentlich mehr bezahlt. Eben diese fatale Preispolitik betreibt die Bahn seit Jahren.

Billigkundschaft hat im ICE eigentlich nichts zu suchen. Das Problem ist halt, dass die DB AG kein Angebot für die Billigkundschaft hat.

Das Geld sitzt nun mahl heute bei vielen nicht mehr so locker.

Deswegen hat FLX auch seinen Betrieb eingestellt?

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 12:49

Moin,

weil das Geld nicht mehr so locker sitzt? Ich glaube es ist bei weiten nicht so einfach, wie man es immer denkt. Das nicht unbedingt alles richtig ist, was man so macht, wird nicht mal von mir bezweifelt. Aber auf der anderen Seite wollen eben viele Dörfer einen ICE Halt haben, auch wenn es mehr als Überflüssig ist, es ist nun mal oft so, das vieles sich eigentlich erübrigt, wenn man es richtig anstellt. Das man immer mehr zu den Triebwagen geht ist ein anderes Problem, aber aktuell gibt es für dieses B-Netz noch nicht ausreichend Altfahrzeuge aus der ICE Flotte, die kommt erst nach und nach, oder auch gar nicht.

gruß carsten

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Re: Motzen?

geschrieben von: Achsstellkeil

Datum: 15.05.20 12:52

Das gäbe heute wieder Ärger mit dem Tierschutz !

Re: Und die anderen Bereiche?

geschrieben von: kmueller

Datum: 15.05.20 13:15

Alibizugpaar schrieb:
Zu den Dividenden kann man wohl sagen, daß das Geld Bahn > Bund als ein Vielfaches direkt wieder in Form von Staatshilfe an die Bahn zurück geht.
Abzüglich der Prozente, die beim Hin- und Herschieben durch die dafür benötigten zahllosen Wasserköpfen aus dem Hauptstrom abgeleitet werden (oder von alleine hängenbleiben).

Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: VT

Datum: 15.05.20 13:16

Wenn ich mit dem ICE aber nur auf den Schnellfahrstrecken hin und her fahre und an deren Ende jeweils zehn Minuten umsteige muss bringt das auch nichts. Dann wäre ein durchlaufendes und langsames B-Angebot wahrscheinlich sogar schneller und attraktiver.

Re: Was wollt ihr eigentlich haben?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 15.05.20 13:22

VT schrieb:
Wenn ich mit dem ICE aber nur auf den Schnellfahrstrecken hin und her fahre und an deren Ende jeweils zehn Minuten umsteige muss bringt das auch nichts. Dann wäre ein durchlaufendes und langsames B-Angebot wahrscheinlich sogar schneller und attraktiver.
Alles mit Ziel und Augenmaß eben. Natürlich macht es keinen Sinn, nur zwischen Frankfurt und Köln hin und her zu flitzen. "ICE nur auf SFS" macht bei dem hiesigen Flickenteppich keinen Sinn. Man darf aber schon die Frage stellen, warum ehemalige IC-Linien wie Karlsruhe - Marburg - Kassel - Hamburg 1:1 mit dem selben Fahrplan auf ICE umgestellt werden. Das ist einfach Verschwendung. Gleiches soll ja alsbald mit Karlsruhe-München und Stuttgart-Rheintal-NRW-Hamburg passieren. Hier sind definitiv keine HGV-Züge notwendig.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Nullrunde so schlimm? - Ja!

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 15.05.20 13:24

Anbeku schrieb:
Das man weder beim Personal, noch bei den Investitionen kürzen möchte ist schon mal sehr gut. Eine Nullrunde beim Tarifabschluss finde ich völlig ok, wenn es auch die Führung mindestens gleichermaßen trifft. Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Bahnberufe insbesondere an der Front sind ohnehin nicht so wahnsinnig attraktiv. Nicht umsonst gibt es so einen krassen Personalmangel. Wenn man jetzt noch anfängt, am Gehalt zu kürzen (nichts anderes ist effektiv eine Nullrunde), dann verschärft man nur noch die Probleme.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Anbeku

Datum: 15.05.20 13:47

Strizie schrieb:
Kein anderes Unternehmen welches auf die Zahlen schauen muss, weil man Vater Staat nicht im Rücken hat würde den Fernverkehr fast ausschließlich mit HGV-Zügen betreiben, wenn der Nutzen in vielen Fällen gleich Null ist.
Der ICE 4 basiert ja im Ursprung auf der Devise: Mehr Kapazität für die Fläche zu günstigeren Preisen statt Hochgeschwindigkeit auf wenigen Strecken. Leider ist der ICE 4 dann doch wegen der vielen Änderungswünsche pro Sitzplatz recht teuer und zwischenzeitlich braucht es wegen des Deutschlandtaktes dann doch wieder mehr schnelle Züge.

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: dor Jörsch

Datum: 15.05.20 14:25

Ich würde mal tippen, dass vorliegend die Bahnbranche nicht die einzige sein wird, die kurz- und mittelfristig tarifliche Nullrunden aushalten müssen.

Es gibt wesentlich bessere Zeitpunkte als derzeit, den Job zu wechseln bei gleichzeitiger Erhöhung des Einkommens.

Hier wird deutschlandweit die Arbeitnehmerseite sich einkommenstechnisch mit derzeit vorhandenen Gegebenheiten begnügen müssen. Und die Arbeitgeberseite wird, meistens berechtigt, auch nicht zu Zugeständnissen was mehr Lohn betrifft, bereit sein.

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?

Vorstandsgehälter

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 15.05.20 14:25

Hallo

ein Teil des Hilfspaketes ist doch, dass es 2020 für die Vorstände keine Boni gibt.

[www.n-tv.de]

"So solle es etwa 2020 für den Vorstand keinen Bonus geben."

Und nur mal so nebenbei, wenn du einen dieser Posten hättest, würdest du auch nicht mit nur 1500€ brutto nach Hause gehen wollen...

Gruß Uwe

Re: Und die anderen Bereiche?

geschrieben von: bauigel

Datum: 15.05.20 14:28

kmueller schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Zu den Dividenden kann man wohl sagen, daß das Geld Bahn > Bund als ein Vielfaches direkt wieder in Form von Staatshilfe an die Bahn zurück geht.
Abzüglich der Prozente, die beim Hin- und Herschieben durch die dafür benötigten zahllosen Wasserköpfen aus dem Hauptstrom abgeleitet werden (oder von alleine hängenbleiben).
Zuzüglich den Steuern auf den erzielten Gewinn (der zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Verzicht auf gewinn- und steuermindernde Betriebsausgaben für Instandhaltung und ähnliches erreicht wird), da ja die Dividende aus dem Gewinn nach Steuern ausbezahlt wird...

Re: Vorstandsgehälter

geschrieben von: matzehbs

Datum: 15.05.20 15:00

Ost-Lok-Fan schrieb:
Hallo

ein Teil des Hilfspaketes ist doch, dass es 2020 für die Vorstände keine Boni gibt.

[www.n-tv.de]

"So solle es etwa 2020 für den Vorstand keinen Bonus geben."

Und nur mal so nebenbei, wenn du einen dieser Posten hättest, würdest du auch nicht mit nur 1500€ brutto nach Hause gehen wollen...

Gruß Uwe
Wenn man Pofi nach Ergebnisbeitrag bazahlen würde, wäre selbst das noch zuviel.

Und was diejeniegen Vorstandsmitglieder betrifft , die tatsächlich kompetent arbeiten, Verantwortung übernehmen und Ergebnisse liefern: Diese sollen sicherlich nicht nur 1500 Euro brutto "mit nach Hause nehmen", aber 585 000 Euro p.a. ist schlichtweg irre.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/deutsche-bahn-in-der-kritik-vorstaende-sollen-hoeheres-gehalt-bekommen/25184380.html

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: elric

Datum: 15.05.20 15:07

Ähm. Ein Kollege von der Göttinger Uni meinte gar, die DB würde in spätestens einem Monat den Verkehr aus Kostengründen reduzieren müssen. Ich hoffe nicht, dass sich solches bewahrheitet, dem Ministerium vom Scheuer-Andi, dem großen Autofreund, wäre sicher so manches zuzutrauen... Aber er sagte das mit großem Ernst, und er ist an sich leidenschaftlicher Bahnfahrer so wie ich. Ob das nur seine Einschätzung gewesen ist oder die Institutsleitungen mehr wissen, weiss ich nicht.

Aber aktuell werden weder er noch ich, noch irgendein Kollege, eine Kollegin, Freunde oder Familie in den Zug steigen. Zu unklar und zu unsicher ist uns die virologische Lage in den Fernzügen. Und nahezu jeder von uns hat schützenswerte Eltern im betagten Lebensalter in der Familie.

Also keine rosigen Zeiten für die DB, es sei denn sie kann glaubhaft darstellen, dass eine Bahnreise dank der hohen hygienischen Standards ein einzugehendes Risiko ist. Allein beim Sicherheitsabstand zwischen Menschen bedeutet es doch, dass in einem ICE bspw. die Reihe vor mir, der Platz neben mir, die Reihe hinter mir frei bleiben muss. Und beim Ein- und Aussteigen? Zug umgekehrt gereiht, Gerenne auf dem Bahnsteig? Ausfallender ICE, wie überbesetzt ist der nächste Zug? Wie hoch ist die Virelast nach Ausstieg der Reisenden zB in Basel für die sofort danach einsteigenden neuen Reisenden für die Rückreiserichtung?

Nein, vielen Dank.
Vll, wenn es verlässliche Antikörpertests gibt und wir alle genug Antikörper haben ODER wenn es belastbare Aussagen der DB zur Sicherheit beim Reisen gibt.

Was wäre denn deiner Meinung nach angemessen?

geschrieben von: Ost-Lok-Fan

Datum: 15.05.20 15:08

Hallo

entspricht 48.700€ im Monat. Was wäre denn deiner Meinung nach weniger "irre" und angemessen?

So treibst du hier nur eine Neiddebatte voran.

Gruß Uwe
Die können ja einfach ALLE Strecken stilllegen, also nach der alten DB-Logik handeln, dann treten auch keine Kosten mehr auf! ;)

Peanuts

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 15:14

Moin,

da sind die Politiker aber nicht neidisch: [www.handelsblatt.com].

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Acobono

Datum: 15.05.20 15:34

Strizie schrieb:
matzehbs schrieb:
Solange die Vorstände sich die globalisierten Gehälter gönnen und man solche ... wie Pofi mit durchfüttert, hält sich meine Betroffenheit Grenzen.
Es ist nicht nur das.

Insbesondere DB Fernverkehr agiert am Markt immer noch so als sei man Monopolist.

Kein anderes Unternehmen welches auf die Zahlen schauen muss, weil man Vater Staat nicht im Rücken hat würde den Fernverkehr fast ausschließlich mit HGV-Zügen betreiben, wenn der Nutzen in vielen Fällen gleich Null ist.
Nein und nein.

Zum ersten betreibt man ja offensichtlich nicht mehr den Verkehr nur mit HGV-Zügen, sonst würde der Teppich-RE der mit roter Schürze durch die Gegend gondelt nicht existieren.

Zum zweiten lässt sich die klare Tariftrennung sowie die im ganzen Netz vorhandene Diskriminerung von Produktklassen zugunsten des Fernverkehrs nur mit einer signifikant höheren Durchschnittsgeschwindigkeit dessen begründen. In dem Moment in dem du das abschaffst sind die ganzen ungefragten Vorzugsbehandlungen hinfällig.

Zum dritten hat man das Bindesegment im Interregio bewusst stillgelegt, obwohl es aktuell in einigen wenigen Fällen als IRE-Segment noch existiert. Allerdings wird dieses neue Segment - zurecht - wie Nahverkehr behandelt und entsprechend bestellt, ergo nicht DB Fernverkehr, auch wenn ich z.B. Berlin-Hamburg oder Ulm - Basel jetzt nicht gerade als Nahverkehr bezeichnen würde.

Der hohe HGV-Anteil ist sowohl in der Mehdorn-Politik als auch in der simplen Art und Weise wie DB Fernverkehr funktioniert begründet - Denn das Zweiklassensystem auf deutschen Strecken ist einer der Hauptargumente für privaten Fernverkehr aber staatlichen Nahverkehr.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 15.05.20 15:51

Anbeku schrieb:
Das man weder beim Personal, noch bei den Investitionen kürzen möchte ist schon mal sehr gut. Eine Nullrunde beim Tarifabschluss finde ich völlig ok, wenn es auch die Führung mindestens gleichermaßen trifft. Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Für alle in Deutschland ist wichtig, dass die Kaufkraft im Inland möglichst stabil bleibt.
Das macht jetzt den Unterschied zwischen Rezession und Depression.
Deswegen ist es ein Segen, dass wir das Kurzarbeitergeld haben, Rentner und Beamte eh nicht betroffen sind und auch Renten zur Jahresmitte deutlich erhöht werden sollen.

Alles was der Kaufkraft hilft das hilft dem Selbsterhalt unseres Wohlstands.
Und wenn jetzt alle vorauseilend Nullrunden beklatschen kommen wir nächstes Jahr umso schwerer aus der Situation.
Das ist keine konjunkturelle Krise sondern ein externer Schock. Hier darf unter keinen Umständen irgendwo in die Krise reingespart werden wenn es irgendwie anders geht. Das würde eine Abwärtsspirale verursachen, die am Ende auch mehr kostet als vermeintlich eingespart wurde.

Wenn ein Privatunternehmen kein Geschäft hat kann es keine Löhne erhöhen. Umso wichtiger ist jetzt der Beitrag des öffentlichen Sektors. Und dazu gehört trotz Umwandlung in eine AG die Bahn, mit immerhin 315.000 Vollzeitarbeitnehmern.

Keiner käme jetzt auf die Idee bei Lehrern zu sparen, nur weil die weniger Kinder beschult haben, weniger "Fahrgäste" wenn man so will. Auch die Kriminalität ging zurück, sparen wir jetzt Polizei ein?
Öffentliche Verkehrsmittel sind essentielle Infrastruktur und staatliche Leistungen. Kein "Markt".

Im Übrigen ist es ein wichtiges Zeichen eines handlungsfähigen Gemeinwesens, wenn weiter zuverlässig Züge fahren, Mülltonnen geleert werden oder auch Steuererklärungen bearbeitet werden. Gerade jetzt müssen öffentliche Sektoren Stabilität geben.

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Gumminase

Datum: 15.05.20 16:18

elric schrieb:
Ähm. Ein Kollege von der Göttinger Uni meinte gar, die DB würde in spätestens einem Monat den Verkehr aus Kostengründen reduzieren müssen.
Von "Müssen" würde ich nicht ausgehen. schließlich hat der Eigentümer des DB Konzerns genug Geld zur Verfügung. Einen solchen Wunsch könnte es dennoch geben. Von wem? Wer darf das entscheiden?

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 15.05.20 17:26

Gumminase schrieb:
elric schrieb:
Ähm. Ein Kollege von der Göttinger Uni meinte gar, die DB würde in spätestens einem Monat den Verkehr aus Kostengründen reduzieren müssen.
Von "Müssen" würde ich nicht ausgehen. schließlich hat der Eigentümer des DB Konzerns genug Geld zur Verfügung. Einen solchen Wunsch könnte es dennoch geben. Von wem? Wer darf das entscheiden?
Niemand von der Göttinger Uni, soviel ist sicher.
Der Bund hat die benötigten Finanzmittel bis 2024 längst abgenickt, Thema gegessen.

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: TGV4402

Datum: 15.05.20 17:45

Die Züge scheinen sich langsam wieder zu füllen. In dem ICE der die Hirschkuh überfahren hat, sollen immerhin ca 100 Reisende gewesen sein.

Gehalt des Vorstandes wird halbiert

geschrieben von: Henrik

Datum: 15.05.20 18:00

Alibizugpaar schrieb:
Herr Weselsky (GDL) möchte jedenfalls eine Verteilung der Lasten auf das Personal verhindern.

Eines dürfte wohl klar sein: Wer als Normal-Angestellter einen einfachen Lohn verdient kann für sein tägliches Leben und das seiner zu ernährenden Familie auf weniger verzichten als jene Manager, die jeden Monat das vier, fünf, sechsfache bekommen. Beide müssen bei Netto und Rewe oder an der Tankstelle die gleichen Preise bezahlen.
..und das wars dann auch.

Über Halbierung des Gehalts wird sich kein Manager freuen
und zudem stehen sie auf der Abschussliste..

[www.tagesspiegel.de]

Re: Motzen?

geschrieben von: Henra

Datum: 15.05.20 18:44

Ladehilfe schrieb:
Früher dienten die Überbringer schlechter Nachrichten als Löwenfutter.
Hach, das waren noch Zeiten! ;-)

Dann würde es hier aber ruhig werden (o.w.T)

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 18:48

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: ingo st.

Datum: 15.05.20 19:35

TGV4402 schrieb:
[www.spiegel.de]

<>

<>
Wo sind die News im 5. DSO-Thread zur Staatsknete für S21, mieses Cargo, Überschuldungsgrenze, Investitionen in Netz und neue ICE und ein bischen Corona.

Liquiditätsprobleme? Insolvenzverschleppung?
Sprich Pofallala!

Re: Was wäre denn deiner Meinung nach angemessen?

geschrieben von: matzehbs

Datum: 15.05.20 21:31

Ost-Lok-Fan schrieb:
Hallo

entspricht 48.700€ im Monat. Was wäre denn deiner Meinung nach weniger "irre" und angemessen?

So treibst du hier nur eine Neiddebatte voran.

Gruß Uwe
Da gibt es nichts zu "beneiden" und auch nichts zu debattieren. Es steht denjenigen doch zu! Sind sie selbst betroffen, dass Sie mit Ihrem "Neid" als Verteidigung um die Ecke kommen?

Ob das angemessen ist, sollte man angesichts der seit mittlerweile Jahrzehnte andauernden gleichen Probleme und der massiven staatlichen Unterstützung tatsächlich hinterfragen. Und ob das angemessen ist, wenn eine finanzielle Krise ins Haus steht erst recht. Aber das würde ja ein paar Antworten weiter oben schon erörtert.

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.05.20 22:24

Acobono schrieb:
Nein und nein.

Zum ersten betreibt man ja offensichtlich nicht mehr den Verkehr nur mit HGV-Zügen, sonst würde der Teppich-RE der mit roter Schürze durch die Gegend gondelt nicht existieren.
Auf den Hauptrouten soll in Zukunft nur noch mit ICE gefahren werden bis auf ganz wenige Ausnahmen. Eine davon ist die IC 2-Linie Köln-Dresden im Abschnitt Köln-Hannover.

Zitat
Zum dritten hat man das Bindesegment im Interregio bewusst stillgelegt, obwohl es aktuell in einigen wenigen Fällen als IRE-Segment noch existiert. Allerdings wird dieses neue Segment - zurecht - wie Nahverkehr behandelt und entsprechend bestellt, ergo nicht DB Fernverkehr, auch wenn ich z.B. Berlin-Hamburg oder Ulm - Basel jetzt nicht gerade als Nahverkehr bezeichnen würde.
Damit holt man sich aber selbst Konkurrenz ins Haus durch subventionierten Nahverkehr. Warum sollten die Kunden auch Fernverkehr nutzen wenn der Nahverkehr fast gleichschnell ist. Wohin so was führt hat man eben bei den IR-Linien gesehen welche im Wechsel mit RE-Zügen fuhren bei identischen Fahrzeiten.

Genau das nimmt immer mehr Ausmaße an.

Mal ein Beispiel.

Früher dauerte die Fahrt im Nahverkehr von Köln nach Frankfurt ca. 4 Stunden und der Anschluss in Koblenz Hbf vom RE 6 auf den RE Koblenz - Wiesbaden - Frankfurt ist keineswegs eine sichere Sache gewesen.

Heute dagegen benötigt man mit RE 5 (Köln - Koblenz) und RE 2 (Koblenz - Mainz - Frankfurt) nur ca. 3 Stunden 20 Minuten bei angenehmen 20-25 Minuten Umsteigezeit in Koblenz Hbf.

Der schnelle Nahverkehr kanibalisiert somit immer mehr den Fernverkehr.

Die DB AG hat von diesen subventionierten Verkehren ja nur etwas, wenn diese die Ausschreibungen gewinnt doch das ist nicht immer der Fall.

Die DB AG hätte aber viel mehr gewonnen, wenn diese Nahverkehrskunden welche die RE benutzen bei sich im eigenwirtschaftlichen Fernverkehr fahren würden. Die Annerkennung von Verbundtickets mittels Ausgleichzahlung ist natürlich der bequeme Weg stellt aber eine Subevntionierung dar. Diese könnte man wie früher (man erinnere sich an den IR-Zuschlag) mit Zuschlägen umgehen.

Damit hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Konkurrenz kommt an lukrative Nahverkehre nicht ran da diese nicht notwendig sind und die DB AG hätte eben diese Nahverkehrspendler als regelmäßige Einnahmequelle in ihren Fernzügen.

Also ist man nur unwesentlich schneller

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.05.20 22:37

Moin,

wenn man von Köln nach Frankfurt im NV unterwegs ist, lediglich 20 Minuten und die wird man wohl auch nur bekommen haben, weil man:

1: schneller unterwegs ist auf der Strecke (bis zu 160 Km/h gegenüber 120 oder 140) macht einiges aus.
2: der FV nicht mehr so dicht dort unterwegs ist, weil es die KRM gibt, also Wegfall von 2 oder gar 3 Überholungen unterwegs.

Ziel ist es eben alle Züge durch Triebwagen zu ersetzten, der IC 2 ist dabei eigentlich ein Unfall geworden, weil es Probleme gegeben hat beim bestellen und liefern.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Gehalt des Vorstandes wird halbiert

geschrieben von: VT605

Datum: 16.05.20 00:22

Henrik schrieb:
Über Halbierung des Gehalts wird sich kein Manager freuen
und zudem stehen sie auf der Abschussliste..

[www.tagesspiegel.de]

Ich glaube ich könnte mit 75000 € Brutto im Monat noch grad so über die Runden kommen.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: De David

Datum: 16.05.20 04:58

Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich nachgelassen, teilweise sind die Leistungen so schlecht, daß es von einer Ausbildunggrupe niemand bis zu den Praxis-Fahrtagen schafft, weil sie davor durch sämtliche Theorieprüfungen gerasselt sind.... Und im besten fall kommt auch kaum mehr als 1/3 druch.
Wenn es aber so wäre, daß die Leute sich ein Bein ausreißen würden, sollte erstens ein höherer Andrang auf die ausgeschriebenen Stellen da sein, und dadurch mehr brauchbare Bewerber hängen bleiben. Was aber nicht der Fall zu sein scheint, ist den meisten wohl immernoch irgendwie mit zu viel Arbeit verbunden oder zu angstengend bei der Eisenbahn zu schaffen....

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 16.05.20 07:54

De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich nachgelassen, teilweise sind die Leistungen so schlecht, daß es von einer Ausbildunggrupe niemand bis zu den Praxis-Fahrtagen schafft, weil sie davor durch sämtliche Theorieprüfungen gerasselt sind.... Und im besten fall kommt auch kaum mehr als 1/3 druch.
Wenn es aber so wäre, daß die Leute sich ein Bein ausreißen würden, sollte erstens ein höherer Andrang auf die ausgeschriebenen Stellen da sein, und dadurch mehr brauchbare Bewerber hängen bleiben. Was aber nicht der Fall zu sein scheint, ist den meisten wohl immernoch irgendwie mit zu viel Arbeit verbunden oder zu angstengend bei der Eisenbahn zu schaffen....
Wechselschicht Tag und Nacht, hohe Verantwortung unter dem Einstiegsgehalt der Metall und Elektroindustrie und das Damoklesschwert der Tauglichkeit sobald dem Bahnarzt ein Blutwert Mal nicht passt schreckt genug fähige Bewerber ab, da wäre eine Nullrunde tatsächlich ein Sargnagel den der Betriebsdienst nicht mehr braucht.

Irre finde ich, dass die DB Fernverkehr nun Bundesmilliarden bekommen soll, obwohl sie ohne Anweisung der Regierung kaum Angebote im Fernverkehr gestrichen hat um Kosten zu sparen.

Im Schienenpersonennahverkehr haben die EVU sehr zügig Fahrten bis auf ein Grundangebot reduziert um nicht gegen die Wand zu fahren. Daraufhin hat sie die Politik flächendeckend aufgefordert wieder zum Vollfahrplan zurückzukehren, sogar das RKI hat dringend empfohlen, nicht bei Kapazitäten zu sparen.
Und was ist zum Rettungsschirm für den SPNV vom Bundesverkehrsminister zu hören? Nichts.

Wenn die das durchziehen haben wir in ein paar Wochen in 1/3 der Netze keinen Regionalverkehr mehr, weil die privaten EVU pleite sind, danach übernimmt dann die DB diese Netze nach einer Schockstarre vermutlich und dann sind wir wieder beim vollen Monopol. Mit dauerhaft höheren Kosten und ohne Wettbewerb um die Fahrgäste.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: ingo st.

Datum: 16.05.20 14:21

Kolbenfresser schrieb:

Irre finde ich, dass die DB Fernverkehr nun Bundesmilliarden bekommen soll, obwohl sie ohne Anweisung der Regierung kaum Angebote im Fernverkehr gestrichen hat um Kosten zu sparen.


Liest du eigentlich richtig?
Biundesmilliarden für die DB AG zur Vertuschung der Kostenverdoppelung bei S21, Dauermiese und Sonderabschreibungen bei Cargo, Investitionsberge im Netz und Fahrzeuge bei bisheriger Verschuldungsgrenze. Eigenkapitalaufstockungen, damit nicht Insolvenz beantragt werden muß.

Und die Ökonomiebefreiten schreiben über Fernverkehr, Corona und unqualifizierten Bewerbern.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 16.05.20 18:31

De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich
Ich rede nicht von den letzten Jahren. Die Arbeitslosigkeit war vor der Krise sehr niedrig aber langsam scheint die Krise auch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Mal sehen wie es in einem Monat aussieht.

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise- auch wieder heraus

geschrieben von: Lok35

Datum: 16.05.20 19:06

die Bahn wird auch im Eiltempo wieder aus der Krise kommen !

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 16.05.20 22:56

Anbeku schrieb:
De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich
Ich rede nicht von den letzten Jahren. Die Arbeitslosigkeit war vor der Krise sehr niedrig aber langsam scheint die Krise auch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Mal sehen wie es in einem Monat aussieht.
Du denkst ernsthaft jemand ergreift einen Beruf den er hasst weil gerade Krise ist? Und von den erheblichen Hürden überhaupt die Tauglichkeit für den Betriebsdienst als Bewerber zu schaffen hast du scheinbar auch noch nichts gehört.

Seit 20 Jahren reden alle vom demografischen Wandel, jetzt ist er da. Beginnend mit 2019 verschwinden jedes Jahr Hunderttausende mehr in Deutschland aus dem Arbeitsleben als nachrücken.
Am Ende dieses Jahrzehnts summiert sich das auf ca. 4-5 Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland als 2019 zur Verfügung standen.

Falls irgend jemand glaubt, dass jetzt wieder Merz, INSM und Agenda-Politik bei struktureller Massenarbeitslosigkeit und Zeitarbeit und so weiter drohen und dieses Jahrzehnt so beginnt wie damals das neue Jahrtausend, der hat die simpelsten Grundrechenarten nicht drauf.
Arbeitslosigkeit könnte kaum schnell genug steigen um in den nächsten Jahren mit dem demografischen Wandel auch nur mitzuhalten.

Wer sich ernsthaft für das Thema interessiert kann ja mal den Altersdurchschnitt der Beschäftigten bei der Bahn googlen. Der Ersatzbedarf nur durch Verrentung ist kaum aufzubringen.

Und ja es ist sehr gut möglich, dass der Arbeitsmarkt sich zunehmend von der Konjunktur entkoppelt.
Daher halten die Firmen mit aller Kraft an Belegschaften fest und nutzen Kurzarbeit. In den 90ern hätte man diese Situation eher als günstige Gelegenheit genutzt Personal abzubauen, ohne viel Proteste.
Dieser verächtliche Umgang mit Arbeitnehmern der 90er und 00er hat viele Menschen hierzulande für ihr Leben geprägt und diese Leute denken jetzt sicher "jetzt geht das wieder los" oder so.
Diese Krise kostet ohne Zweifel auch weitere Arbeitsplätze. Aber sie ist vorübergehend und eine Impfung oder ein wirksames Medikament kann sie in ein paar Monaten beenden.

Wenn wir in der Zwischenzeit ohne Not, oder aus Geiz, Strukturen zerstören wird die Welt hinterher aber eine andere sein.
Und öffentliche Verkehrsmittel zu schwächen wäre ökologisch und ökonomisch dumm. Schlicht dumm. Der Klimawandel bleibt. Wir kratzen jede Tonne co2 zusammen um ihn zu stoppen und unsere vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Öffentliche Verkehrsmittel sind das pro Person billigste Mittel hierzu im Verkehrssektor.

Nö, isse nicht

geschrieben von: PatrickBln

Datum: 17.05.20 04:27

Tachchen,

Anbeku schrieb:
Eine Nullrunde beim Tarifabschluss finde ich völlig ok, wenn es auch die Führung mindestens gleichermaßen trifft. Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen.
Ich finde diese ewigen Führungskräfte-Plüschetagen-Boni-Diskussionen nicht für zielführend. Die EVUs sind keine börsennotierten Topbanken, sondern – wie es der Name schon sagt – Eisenbahnverkehrsunternehmen. Mir persönlich ist völlig wurscht, ob meine unmittelbare Führungskraft oder der Vorstand der DB GmbH & Co. KG zum Jahresende Sonderzahlungen erhält.

Mich interessiert aktuell eher, wie sicher mein Arbeitsplatz ist. Und da muss ich mir keine Sorgen machen: Glücklicherweise bin ich von der Corona-Krise, als DB-Lokführer, kaum betroffen. Mein Gehalt fließt weiter und mein momentanes Problem ist der Aufbau von Minusstunden. Wenn mir mein Familien- und Freundeskreis allerdings schildert, wie dramatisch ihre Situation ist, dann merke ich, welche Luxusprobleme ich momentan habe.

In diesem Sinne ist eine Nullrunde für mich das geringste Problem.


Kolbenfresser schrieb:
Irre finde ich, dass die DB Fernverkehr nun Bundesmilliarden bekommen soll, obwohl sie ohne Anweisung der Regierung kaum Angebote im Fernverkehr gestrichen hat um Kosten zu sparen.
Hast du den SPON-Artikel eigentlich gelesen? Ich darf zitieren:

SPON schrieb:
Auf Anweisung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) lässt das Unternehmen allerdings rund 75 Prozent ihrer Fernreisezüge weiter rollen, weitestgehend leer.
Neben dem privaten PKW ist die Bahn momentan die einzige Möglichkeit, durch Deutschland zu reisen. Trifft auf die meisten europäischen Staaten übrigens auch zu.


Viele Grüße aus Berlin

Patrick

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg

Re: Nö, isse nicht

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 17.05.20 08:23

PatrickBln schrieb:
Tachchen,

Anbeku schrieb:
Eine Nullrunde beim Tarifabschluss finde ich völlig ok, wenn es auch die Führung mindestens gleichermaßen trifft. Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen.
Ich finde diese ewigen Führungskräfte-Plüschetagen-Boni-Diskussionen nicht für zielführend. Die EVUs sind keine börsennotierten Topbanken, sondern – wie es der Name schon sagt – Eisenbahnverkehrsunternehmen. Mir persönlich ist völlig wurscht, ob meine unmittelbare Führungskraft oder der Vorstand der DB GmbH & Co. KG zum Jahresende Sonderzahlungen erhält.

Mich interessiert aktuell eher, wie sicher mein Arbeitsplatz ist. Und da muss ich mir keine Sorgen machen: Glücklicherweise bin ich von der Corona-Krise, als DB-Lokführer, kaum betroffen. Mein Gehalt fließt weiter und mein momentanes Problem ist der Aufbau von Minusstunden. Wenn mir mein Familien- und Freundeskreis allerdings schildert, wie dramatisch ihre Situation ist, dann merke ich, welche Luxusprobleme ich momentan habe.

In diesem Sinne ist eine Nullrunde für mich das geringste Problem.


Kolbenfresser schrieb:
Irre finde ich, dass die DB Fernverkehr nun Bundesmilliarden bekommen soll, obwohl sie ohne Anweisung der Regierung kaum Angebote im Fernverkehr gestrichen hat um Kosten zu sparen.
Hast du den SPON-Artikel eigentlich gelesen? Ich darf zitieren:

SPON schrieb:
Auf Anweisung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) lässt das Unternehmen allerdings rund 75 Prozent ihrer Fernreisezüge weiter rollen, weitestgehend leer.
Neben dem privaten PKW ist die Bahn momentan die einzige Möglichkeit, durch Deutschland zu reisen. Trifft auf die meisten europäischen Staaten übrigens auch zu.


Viele Grüße aus Berlin

Patrick
und in 2 Jahren wirst du gefragt werden "was dafür stehst du um 3 Uhr nachts auf und gehst arbeiten?". Kannst ja mal den Nachtzuschlag nennen. Oder den Tariflohn ohne sauer verdiente Zuschläge. Die Tf die ich kenne rechnen sogar fest die ausgezahlten Überstunden in der Jahresplanung der Finanzen mit ein, weil's sonst für Dinge wie Urlaub mit der Familie eng wird.

In der Privatwirtschaft verdienen Menschen mit deinem Einsatz mehr. Und das ohne diese irre Regel aus Zeiten der Bundesbahn, wo der Bahnarzt deine Existenz in Händen hält und nach Richtlinien entscheiden kann aber auch einfach sagen kann wegen dem Blutwert hält er dich nicht mehr für tauglich. Keine Zweitmeinung, kein Widerspruch möglich. Quasi Berufsverbot von heute auf morgen ungelernte Hilfsarbeiter, die bisherige Laufbahn als Tf entwertet und du dürftest nicht einmal als Zub weiter arbeiten.
In Zeiten als verbeamtet wurde konnte man damit leben. Angestellte Tf verdrängen das Thema meist am liebsten.
Und vom Trauma wenn einer vor den Zug springt gar nicht zu reden.

Es ist auch in meinen Augen ein toller Beruf aber ich würde ihn trotzdem nicht ergreifen und habe Respekt vor allen Tf.

Diese Krise wird wenig daran ändern, wie unattraktiv für viele Leute dieser Beruf ist und wie gesagt, kein normaler Mensch wählt einr Karriere für die nächsten Jahre und Jahrzehnte, die er nicht will und hasst, nur weil gerade Wirtschaftskrise ist.

Wenn die Bahn nicht die Bedingungen attraktiver macht und auch nicht endlich anfängt den ganzen ahnungslosen Schreiberlingen zu widersprechen, die in der Presse immer von fahrerlosen Zügen in der Zukunft fabulieren (teilautonom ungleich fahrerlos), dann kriegt die Bahn in diesem Jahrzehnt einen Personalmangel der die letzten Jahre wie eine komfortable Situation aussehen lässt. Hier jetzt zu sparen würde am Ast sägen auf dem die Bahn sitzt!

Denn für deinen Beruf gilt besonders das Motto der Arbeiterbewegung:
Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.

Ungefähr jeder zweite derzeit noch aktive Lokführer geht bis zum Ende dieses Jahrzehnts in seinen Ruhestand. Diese Überalterung wurde nicht zuletzt in den Sparjahren unter Mehdorn verursacht. Das zeigt wie langfristig sich das auswirkt. Jetzt ausgerechnet am Personal zu sparen fährt die Bahn an die Wand, noch lange nach Corona.
Nach mehreren Dürresommern und dem Nichtwinter dieses Jahr ist in Teilen der Republik schon wieder Dürre und ein neuer Hitzesommer wird prognostiziert. Was muss eigentlich noch passieren bis wir raffen, dass der Klimawandel gefährlicher als alles andere ist? Irgendwann kann selbst uns mal das Futter ausgehen, wenn in ganz Europa die Äcker Jahr um Jahr verdorren.
Und was wird diskutiert? Neue Autoprämie, Sparprogramm bei der Bahn. Und bei inzwischen unter 1000 Neuinfektionen in Deutschland und Maskenpflicht im ÖPNV haben die Leute Angst sich im ÖPNV anzustecken und steigen immer mehr ins Auto. Und niemand scheint zu sehen wie irre das ist. Ich könnt manchmal echt an der Menschheit verzweifeln.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 08:32.

Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 17.05.20 08:39

elric schrieb:
Ähm. Ein Kollege von der Göttinger Uni meinte gar, die DB würde in spätestens einem Monat den Verkehr aus Kostengründen reduzieren müssen. Ich hoffe nicht, dass sich solches bewahrheitet, dem Ministerium vom Scheuer-Andi, dem großen Autofreund, wäre sicher so manches zuzutrauen... Aber er sagte das mit großem Ernst, und er ist an sich leidenschaftlicher Bahnfahrer so wie ich. Ob das nur seine Einschätzung gewesen ist oder die Institutsleitungen mehr wissen, weiss ich nicht.

Aber aktuell werden weder er noch ich, noch irgendein Kollege, eine Kollegin, Freunde oder Familie in den Zug steigen. Zu unklar und zu unsicher ist uns die virologische Lage in den Fernzügen. Und nahezu jeder von uns hat schützenswerte Eltern im betagten Lebensalter in der Familie.

Also keine rosigen Zeiten für die DB, es sei denn sie kann glaubhaft darstellen, dass eine Bahnreise dank der hohen hygienischen Standards ein einzugehendes Risiko ist. Allein beim Sicherheitsabstand zwischen Menschen bedeutet es doch, dass in einem ICE bspw. die Reihe vor mir, der Platz neben mir, die Reihe hinter mir frei bleiben muss. Und beim Ein- und Aussteigen? Zug umgekehrt gereiht, Gerenne auf dem Bahnsteig? Ausfallender ICE, wie überbesetzt ist der nächste Zug? Wie hoch ist die Virelast nach Ausstieg der Reisenden zB in Basel für die sofort danach einsteigenden neuen Reisenden für die Rückreiserichtung?

Nein, vielen Dank.
Vll, wenn es verlässliche Antikörpertests gibt und wir alle genug Antikörper haben ODER wenn es belastbare Aussagen der DB zur Sicherheit beim Reisen gibt.
Dann setz dich in ein Terrarium, Leben ist Risiko - jeden Tag. Der einzige Grund warum ich in D nicht Zug fahre, ist dieses unsägliche Vermummungsgebot. Ansonsten habe ich vor dem Kinderkram keine Angst, wenn man ab 5.6. wirklich nach Italien einreisen darf, fahre ich auch da hin.

(Hopps gegangen wäre ich übrigens vor zehn Jahren fast an einer bakteriellen Lungenentzündung, die ich mir vermutlich im ICE geholt habe und die der Notarzt erst einmal als "Schweinegrippe" diagnostizierte...)


MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: DB: Im Eiltempo in die Krise

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 17.05.20 08:53

Matthias Muschke schrieb:
elric schrieb:
Ähm. Ein Kollege von der Göttinger Uni meinte gar, die DB würde in spätestens einem Monat den Verkehr aus Kostengründen reduzieren müssen. Ich hoffe nicht, dass sich solches bewahrheitet, dem Ministerium vom Scheuer-Andi, dem großen Autofreund, wäre sicher so manches zuzutrauen... Aber er sagte das mit großem Ernst, und er ist an sich leidenschaftlicher Bahnfahrer so wie ich. Ob das nur seine Einschätzung gewesen ist oder die Institutsleitungen mehr wissen, weiss ich nicht.

Aber aktuell werden weder er noch ich, noch irgendein Kollege, eine Kollegin, Freunde oder Familie in den Zug steigen. Zu unklar und zu unsicher ist uns die virologische Lage in den Fernzügen. Und nahezu jeder von uns hat schützenswerte Eltern im betagten Lebensalter in der Familie.

Also keine rosigen Zeiten für die DB, es sei denn sie kann glaubhaft darstellen, dass eine Bahnreise dank der hohen hygienischen Standards ein einzugehendes Risiko ist. Allein beim Sicherheitsabstand zwischen Menschen bedeutet es doch, dass in einem ICE bspw. die Reihe vor mir, der Platz neben mir, die Reihe hinter mir frei bleiben muss. Und beim Ein- und Aussteigen? Zug umgekehrt gereiht, Gerenne auf dem Bahnsteig? Ausfallender ICE, wie überbesetzt ist der nächste Zug? Wie hoch ist die Virelast nach Ausstieg der Reisenden zB in Basel für die sofort danach einsteigenden neuen Reisenden für die Rückreiserichtung?

Nein, vielen Dank.
Vll, wenn es verlässliche Antikörpertests gibt und wir alle genug Antikörper haben ODER wenn es belastbare Aussagen der DB zur Sicherheit beim Reisen gibt.
Dann setz dich in ein Terrarium, Leben ist Risiko - jeden Tag. Der einzige Grund warum ich in D nicht Zug fahre, ist dieses unsägliche Vermummungsgebot. Ansonsten habe ich vor dem Kinderkram keine Angst, wenn man ab 5.6. wirklich nach Italien einreisen darf, fahre ich auch da hin.

(Hopps gegangen wäre ich übrigens vor zehn Jahren fast an einer bakteriellen Lungenentzündung, die ich mir vermutlich im ICE geholt habe und die der Notarzt erst einmal als "Schweinegrippe" diagnostizierte...)


MfG
Menschen fühlen sich in dieser Situation machtlos. Und versuchen das zu kompensieren indem sie vermeintlich sinnvolle Strategien ergreifen um sich zu schützen, dann hat man das Gefühl sein Schicksal doch wieder etwas kontrollieren zu können. Der eine desinfiziert wie wild, der andere meidet die Öffentlichkeit, der nächste den ÖPNV.
Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren in Deutschland und einem Durchschnittsalter der an Covid-19 verstorbenen Menschen von ca. 80 Jahren und gemäß RKI Bericht wenigen Todesfällen in meiner Altersgruppe muss ich objektiv natürlich auch keine Angst haben. Nicht mehr als vor allen möglichen anderen Erkrankungen, deren Risiko ich ja auch immer hingenommen habe. Und jeden Monat sterben mehr Deutsche in meiner Altersgruppe im Straßenverkehr als bisher an Covid-19 gestorben sind.

Ich kann aber Mensch Ende 50 und darüber verstehen die das anders sehen müssen. Und um diese zu schützen wurden ja all diese Opfer erst gebracht. Für meine Altersgruppe hätte es nie den Lockdown gegeben. Daher bleibt es richtig vorsichtig zu sein. Das müssen wir ganz scharf davon trennen wie das Risiko tatsächlich im ÖPNV ist. Mir ist keine Studie auf der ganzen Welt bekannt, die das Zerrbild vom ÖPNV als Virenschleuder bestätigt. Oder eine unterdurchschnittliche Erkrankungsrate bei Leuten die niemals ÖPNV nutzen, solche Totalverweigerer gibt's ja nicht wenige, schon immer. Auch die offizielle Studie aus Österreich konnte nicht einmal auf dem Höhepunkt der ersten Welle ein Risiko ÖPNV finden.

Aber zu beweisen, dass die Bahn keine besondere Gefahr darstellt ist genauso wie wenn ein Angeklagter vor Gericht seine Unschuld beweisen müsste. Die Bahn kann sich gegen diese Ängste verteidigen, ich habe dazu gerade ein paar Punkte angerissen. Aber sie wird nie *beweisen* können, dass sie risikolos ist. Wie auch. Dazu bräuchte es göttliche Allmacht und Allwissen.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: De David

Datum: 17.05.20 11:47

Naja dann ist denen wohl auch nicht mehr zu helfen... Besser für uns Eisenbahner, können wir den Chefs gegenüber immer wieder mit neuen Ansprüchen kommen, und mit dem Verweis auf "wer solls denn sonst fahren?!" Druck ausüben.

Beim SPNV ist das ja realtiv egal, zumindest in Baden-Württemberg, das Land hat den EVU ja alle bestellten Zugleistungen bezahlt, auch wenn sie nur 1/3 davon tatsächlich gefahren sind. D.h. da sollten die Verluste aufgrund der geringen Betriebskosten bei vollem Zuschuss überschaubar bleiben.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: De David

Datum: 17.05.20 11:52

Ja hast schon recht, ist wohl noch ein bisschen zu kurzfristig um Bilanz ziehen zu können. Stellen sind allerdings derzeit so einige ausgeschrieben, bin mal gespannt wie sich die Bewerberzahl so entwickelt, und was für Leute da aufschlagen, ob eine besserung in Sicht ist.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Jung, lass gut sein

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 13:08

Moin,

du bist nichts besser als all die anderen Ahnungslosen, wie Politiker und einige wenige möchtegern Eisenbahner. Es ist nun mal so, das die freie Wirtschaft zwar deutlich besser verdient, aber jeder der zur Eisenbahn geht, weis von Anfang an, was auf ihn zukommt, auch das Finanzielle. Und ganz ehrlich, wenn jemand wirklich das Nebengeld fest einplanen muss, für gewisse Dinge, dann sollte er sich Überlegen ob er nicht etwas falsch macht, was die Finanzseite angeht, es gibt zwar Hochpreisregionen wo das Geld durchaus mehr sein müsste aber da kapituliert selbst die Politik, wie man immer wieder sieht.

Wieso würdest du kein Tf werden wollen? Angst es nicht zu schaffen oder doch eher dein Lebensstil? Sprich Freitag bis Sonntags Party machen, weil es so cool ist? Nee nee, Jung, du musst noch viel lernen über das Leben als Vagabund und die Einsamkeit dieses Berufes.

Was den Nachwuchs betrifft, so ist nicht nur ein ehemaliger Bahnchef daran schuld, es wurde immer wieder zu wenig ausgebildet und wenn es doch mal reichlich Nachwuchs gab, so kam da eine Bahnreform dazwischen und der Verlust von Arbeitsplätzen, die genau diesen Nachwuchs vergrault hat zu all den anderen Firmen oder in die Bereiche, wo es keinen Wettkampf um die billigste Lösung eines Problems gibt. Und auch hier schaut die Politik immer noch zu, denn auch da kann man eingreifen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Also ist man nur unwesentlich schneller

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.05.20 21:01

BR146106 schrieb:
Moin,

wenn man von Köln nach Frankfurt im NV unterwegs ist, lediglich 20 Minuten und die wird man wohl auch nur bekommen haben, weil man:

1: schneller unterwegs ist auf der Strecke (bis zu 160 Km/h gegenüber 120 oder 140) macht einiges aus.
2: der FV nicht mehr so dicht dort unterwegs ist, weil es die KRM gibt, also Wegfall von 2 oder gar 3 Überholungen unterwegs.

Ziel ist es eben alle Züge durch Triebwagen zu ersetzten, der IC 2 ist dabei eigentlich ein Unfall geworden, weil es Probleme gegeben hat beim bestellen und liefern.

gruß carsten
Die Verbindung hat früher 3:50-4:00h benötigt mit einem Umstieg in Koblenz Hbf welcher mit 10-15 Minuten recht knapp gewesen ist.

Heute benötigt man mit dem Nahverkehr etwa 3:20h von Köln nach Frankfurt mit Umstieg in Koblenz.

Das macht rund 30-40 Minuten Unterschied.


Von Köln nach Mainz ist das ganze sogar noch krasser, weil es zu IR-Zeiten nur die RB-Züge Mainz-Koblenz gab. Die Fahrzeit lag damals mit einem Umstieg in Koblenz Hbf (welcher nur 15 Minuten etwa betrug) bei rund 3 1/2 Stunden.

Heute dagegen schafft man das mit den RE-Zügen bei angenehmer Umsteigezeit in Koblenz in 2:36h also fast eine Stunde schneller als früher.

Selbst die durchgehende RB 26/RB 32 ist mit rund 3 Stunden Fahrzeit schneller.


Die Überholvorgänge hat man schon damals versucht zu optimieren. Problem waren da eher die langen Standzeiten vom RE 5 in Remagen welche 15 Minuten betragen haben.

Natürlich hat sich die Umstellung der RB-Leistungen von 143 mit Dostos oder Silberlingen auf Desiro ML zwischen Mainz und Koblenz sehr positiv ausgewirkt. Zwischen Koblenz und Köln war die Umstellung der RB 26 dagegen geringer, da hier schon ET 425 fuhren.

Man sieht aber deutlich auch mit der durchgehenden RB 26/ RB 32 von Köln nach Mainz mit spurstarken 160 km/h-Fahrzeugen und knappen Fahrzeiten benötigt man immer noch 3 Stunden.

Erst die RE-Umsteigeverbindung kanibalisiert den Fernverkehr. Des Weiteren steigt der Trassenverbrauch unnötig an auf einem sowieso schon überlasteten Korridor.

RE-Züge nur für 2-3 Halte mehr einzurichten wie zwischen Mannheim und Mainz oder eben Mainz und Koblenz macht absolut keinen Sinn.

Dazu kommt noch, dass der heutige Fernverkehrtakt im 25/35 Minuten-Raster ab Köln Hbf Richtung Mainz Hbf mit einem 30 Minuten-Takt im Nahverkehr nicht kompatibel ist wie man bei der RB 48 deutlich sehen kann.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 17.05.20 21:41

Kolbenfresser schrieb:
Anbeku schrieb:
De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich
Ich rede nicht von den letzten Jahren. Die Arbeitslosigkeit war vor der Krise sehr niedrig aber langsam scheint die Krise auch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Mal sehen wie es in einem Monat aussieht.
Du denkst ernsthaft jemand ergreift einen Beruf den er hasst weil gerade Krise ist? Und von den erheblichen Hürden überhaupt die Tauglichkeit für den Betriebsdienst als Bewerber zu schaffen hast du scheinbar auch noch nichts gehört.
Nein, das tue ich nicht, aber natürlich ist die Anzahl der Bewerbungen von der Nachfrage abhängig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 21:43.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 18.05.20 09:06

Anbeku schrieb:
Kolbenfresser schrieb:
Anbeku schrieb:
De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich
Ich rede nicht von den letzten Jahren. Die Arbeitslosigkeit war vor der Krise sehr niedrig aber langsam scheint die Krise auch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Mal sehen wie es in einem Monat aussieht.
Du denkst ernsthaft jemand ergreift einen Beruf den er hasst weil gerade Krise ist? Und von den erheblichen Hürden überhaupt die Tauglichkeit für den Betriebsdienst als Bewerber zu schaffen hast du scheinbar auch noch nichts gehört.
Nein, das tue ich nicht, aber natürlich ist die Anzahl der Bewerbungen von der Nachfrage abhängig.
Und da macht sich die Bahn gerade natürlich richtig attraktiv indem sie Personaleinsparungen ankündigt. Du hast schon recht, dass das eine einmalige Chance sein könnte, würde man die Bahn als Teil dessen sehen was sie ist, public sector, öffentlicher Dienst. Formaljuristische Organisation hin oder her.

Wenn die Leute den Eindruck hätten, da verdient man nicht viel und ohne Opfer ist der Beruf auch nicht, aber wenigstens ist er krisensicher, dann könnte das die Belegschaft mit einem Schlag entscheidend verjüngen. Polizei, Bundeswehr.. bis hin zu Forstämtern dürften jetzt einen Ansturm erleben und die bisher drohende Überalterung und Personalmangel in den nächsten Jahren abwenden können.

Diese historische Chance nicht zu nutzen weil die Bahn Geld sparen soll, ist irre. In einer Krise für die sie nichts kann. Nachdem alle Politiker und RKI ständig forderten den Fahrplan nicht einzuschränken aber gleichzeitig die Bürger ermahnten möglichst auf Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten, pointiert gesagt die Einbrüche auch mit verursacht haben, denn selbstverständlich orientieren sich die Menschen an offiziellen Empfehlungen.

Ich bin echt langjähriger Kritiker der DB, aber da geht mir sprichwörtlich das Messer in der Tasche auf, hier die DB, bzw auch die privaten EVU im Regionalverkehr, politisch so im Stich zu lassen. So leidet keine andere Branche. Da zwar weniger, aber immer noch viele, Leute die Züge brauchen müssen sie fahren. Die Politik hat das sogar gefordert. Die Kosten laufen also volle Kanne weiter. Die Situation hat nicht einmal die Lufthansa. Selbst die Gastronomie konnte über Kurzarbeit usw. wenigstens Kosten einsparen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 09:11.

halbwegs korrekte Rechtschreibung (o.w.T)

geschrieben von: Bahnreformreform

Datum: 18.05.20 11:08

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Fachmann, cool

geschrieben von: BR146106

Datum: 18.05.20 18:10

Moin,

schau dir doch einfach mal die Entgeldstrukturen an, sowohl Bahn, Polizei und all die anderen Berufe. Wenn diese Bahn weiterhin eine Behörde wäre, könnte man die Kosten noch wesentlich schneller drücken, weil die Beamten auch nicht mehr Geld bekommen würden und das wäre sogar noch einfacher, als es aktuell der Fall ist. Und ganz ehrlich, dank dieser Bahnreform verdient man heute deutlich mehr als so manch Anderer, der aktuell Beamter ist, es hat alles seine Vor- und Nachteile, wenn man den Beruf ausübt.

Öffentlicher Dienst ist es übrigens immer noch, und soviel mehr Polizisten bekommen die auch nicht, weil dessen Anforderungen bei der Einstellung auch nicht ohne ist und da ebenso viele scheitern. Und deren Anfangsgehalt ist beiweiten nicht mehr in mittleren Dienst zu finden, sonst würden die auch keinen Nachwuchs bekommen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]