DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: De David

Datum: 17.05.20 11:52

Ja hast schon recht, ist wohl noch ein bisschen zu kurzfristig um Bilanz ziehen zu können. Stellen sind allerdings derzeit so einige ausgeschrieben, bin mal gespannt wie sich die Bewerberzahl so entwickelt, und was für Leute da aufschlagen, ob eine besserung in Sicht ist.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Jung, lass gut sein

geschrieben von: BR146106

Datum: 17.05.20 13:08

Moin,

du bist nichts besser als all die anderen Ahnungslosen, wie Politiker und einige wenige möchtegern Eisenbahner. Es ist nun mal so, das die freie Wirtschaft zwar deutlich besser verdient, aber jeder der zur Eisenbahn geht, weis von Anfang an, was auf ihn zukommt, auch das Finanzielle. Und ganz ehrlich, wenn jemand wirklich das Nebengeld fest einplanen muss, für gewisse Dinge, dann sollte er sich Überlegen ob er nicht etwas falsch macht, was die Finanzseite angeht, es gibt zwar Hochpreisregionen wo das Geld durchaus mehr sein müsste aber da kapituliert selbst die Politik, wie man immer wieder sieht.

Wieso würdest du kein Tf werden wollen? Angst es nicht zu schaffen oder doch eher dein Lebensstil? Sprich Freitag bis Sonntags Party machen, weil es so cool ist? Nee nee, Jung, du musst noch viel lernen über das Leben als Vagabund und die Einsamkeit dieses Berufes.

Was den Nachwuchs betrifft, so ist nicht nur ein ehemaliger Bahnchef daran schuld, es wurde immer wieder zu wenig ausgebildet und wenn es doch mal reichlich Nachwuchs gab, so kam da eine Bahnreform dazwischen und der Verlust von Arbeitsplätzen, die genau diesen Nachwuchs vergrault hat zu all den anderen Firmen oder in die Bereiche, wo es keinen Wettkampf um die billigste Lösung eines Problems gibt. Und auch hier schaut die Politik immer noch zu, denn auch da kann man eingreifen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Also ist man nur unwesentlich schneller

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.05.20 21:01

BR146106 schrieb:
Moin,

wenn man von Köln nach Frankfurt im NV unterwegs ist, lediglich 20 Minuten und die wird man wohl auch nur bekommen haben, weil man:

1: schneller unterwegs ist auf der Strecke (bis zu 160 Km/h gegenüber 120 oder 140) macht einiges aus.
2: der FV nicht mehr so dicht dort unterwegs ist, weil es die KRM gibt, also Wegfall von 2 oder gar 3 Überholungen unterwegs.

Ziel ist es eben alle Züge durch Triebwagen zu ersetzten, der IC 2 ist dabei eigentlich ein Unfall geworden, weil es Probleme gegeben hat beim bestellen und liefern.

gruß carsten
Die Verbindung hat früher 3:50-4:00h benötigt mit einem Umstieg in Koblenz Hbf welcher mit 10-15 Minuten recht knapp gewesen ist.

Heute benötigt man mit dem Nahverkehr etwa 3:20h von Köln nach Frankfurt mit Umstieg in Koblenz.

Das macht rund 30-40 Minuten Unterschied.


Von Köln nach Mainz ist das ganze sogar noch krasser, weil es zu IR-Zeiten nur die RB-Züge Mainz-Koblenz gab. Die Fahrzeit lag damals mit einem Umstieg in Koblenz Hbf (welcher nur 15 Minuten etwa betrug) bei rund 3 1/2 Stunden.

Heute dagegen schafft man das mit den RE-Zügen bei angenehmer Umsteigezeit in Koblenz in 2:36h also fast eine Stunde schneller als früher.

Selbst die durchgehende RB 26/RB 32 ist mit rund 3 Stunden Fahrzeit schneller.


Die Überholvorgänge hat man schon damals versucht zu optimieren. Problem waren da eher die langen Standzeiten vom RE 5 in Remagen welche 15 Minuten betragen haben.

Natürlich hat sich die Umstellung der RB-Leistungen von 143 mit Dostos oder Silberlingen auf Desiro ML zwischen Mainz und Koblenz sehr positiv ausgewirkt. Zwischen Koblenz und Köln war die Umstellung der RB 26 dagegen geringer, da hier schon ET 425 fuhren.

Man sieht aber deutlich auch mit der durchgehenden RB 26/ RB 32 von Köln nach Mainz mit spurstarken 160 km/h-Fahrzeugen und knappen Fahrzeiten benötigt man immer noch 3 Stunden.

Erst die RE-Umsteigeverbindung kanibalisiert den Fernverkehr. Des Weiteren steigt der Trassenverbrauch unnötig an auf einem sowieso schon überlasteten Korridor.

RE-Züge nur für 2-3 Halte mehr einzurichten wie zwischen Mannheim und Mainz oder eben Mainz und Koblenz macht absolut keinen Sinn.

Dazu kommt noch, dass der heutige Fernverkehrtakt im 25/35 Minuten-Raster ab Köln Hbf Richtung Mainz Hbf mit einem 30 Minuten-Takt im Nahverkehr nicht kompatibel ist wie man bei der RB 48 deutlich sehen kann.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Anbeku

Datum: 17.05.20 21:41

Kolbenfresser schrieb:
Anbeku schrieb:
De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich
Ich rede nicht von den letzten Jahren. Die Arbeitslosigkeit war vor der Krise sehr niedrig aber langsam scheint die Krise auch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Mal sehen wie es in einem Monat aussieht.
Du denkst ernsthaft jemand ergreift einen Beruf den er hasst weil gerade Krise ist? Und von den erheblichen Hürden überhaupt die Tauglichkeit für den Betriebsdienst als Bewerber zu schaffen hast du scheinbar auch noch nichts gehört.
Nein, das tue ich nicht, aber natürlich ist die Anzahl der Bewerbungen von der Nachfrage abhängig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.20 21:43.

Re: Nullrunde so schlimm?

geschrieben von: Kolbenfresser

Datum: 18.05.20 09:06

Anbeku schrieb:
Kolbenfresser schrieb:
Anbeku schrieb:
De David schrieb:
Anbeku schrieb:
Ich glaube viele würden sich gerade ein Bein ausreißen um eine Nullrunde beim Einkommen zu bekommen. Solidarität muss in beide Richtungen gehen und wer jetzt einen gesicherten Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen hat, ist echt gut dran.
Da merkt man aber nichts davon... Stellen wären ja zig tausende offen bei der Eisenbahn. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Qualität der Bewerber hat in den lezten Jahren deutlich
Ich rede nicht von den letzten Jahren. Die Arbeitslosigkeit war vor der Krise sehr niedrig aber langsam scheint die Krise auch auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Mal sehen wie es in einem Monat aussieht.
Du denkst ernsthaft jemand ergreift einen Beruf den er hasst weil gerade Krise ist? Und von den erheblichen Hürden überhaupt die Tauglichkeit für den Betriebsdienst als Bewerber zu schaffen hast du scheinbar auch noch nichts gehört.
Nein, das tue ich nicht, aber natürlich ist die Anzahl der Bewerbungen von der Nachfrage abhängig.
Und da macht sich die Bahn gerade natürlich richtig attraktiv indem sie Personaleinsparungen ankündigt. Du hast schon recht, dass das eine einmalige Chance sein könnte, würde man die Bahn als Teil dessen sehen was sie ist, public sector, öffentlicher Dienst. Formaljuristische Organisation hin oder her.

Wenn die Leute den Eindruck hätten, da verdient man nicht viel und ohne Opfer ist der Beruf auch nicht, aber wenigstens ist er krisensicher, dann könnte das die Belegschaft mit einem Schlag entscheidend verjüngen. Polizei, Bundeswehr.. bis hin zu Forstämtern dürften jetzt einen Ansturm erleben und die bisher drohende Überalterung und Personalmangel in den nächsten Jahren abwenden können.

Diese historische Chance nicht zu nutzen weil die Bahn Geld sparen soll, ist irre. In einer Krise für die sie nichts kann. Nachdem alle Politiker und RKI ständig forderten den Fahrplan nicht einzuschränken aber gleichzeitig die Bürger ermahnten möglichst auf Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten, pointiert gesagt die Einbrüche auch mit verursacht haben, denn selbstverständlich orientieren sich die Menschen an offiziellen Empfehlungen.

Ich bin echt langjähriger Kritiker der DB, aber da geht mir sprichwörtlich das Messer in der Tasche auf, hier die DB, bzw auch die privaten EVU im Regionalverkehr, politisch so im Stich zu lassen. So leidet keine andere Branche. Da zwar weniger, aber immer noch viele, Leute die Züge brauchen müssen sie fahren. Die Politik hat das sogar gefordert. Die Kosten laufen also volle Kanne weiter. Die Situation hat nicht einmal die Lufthansa. Selbst die Gastronomie konnte über Kurzarbeit usw. wenigstens Kosten einsparen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.20 09:11.

halbwegs korrekte Rechtschreibung (o.w.T)

geschrieben von: Bahnreformreform

Datum: 18.05.20 11:08

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Fachmann, cool

geschrieben von: BR146106

Datum: 18.05.20 18:10

Moin,

schau dir doch einfach mal die Entgeldstrukturen an, sowohl Bahn, Polizei und all die anderen Berufe. Wenn diese Bahn weiterhin eine Behörde wäre, könnte man die Kosten noch wesentlich schneller drücken, weil die Beamten auch nicht mehr Geld bekommen würden und das wäre sogar noch einfacher, als es aktuell der Fall ist. Und ganz ehrlich, dank dieser Bahnreform verdient man heute deutlich mehr als so manch Anderer, der aktuell Beamter ist, es hat alles seine Vor- und Nachteile, wenn man den Beruf ausübt.

Öffentlicher Dienst ist es übrigens immer noch, und soviel mehr Polizisten bekommen die auch nicht, weil dessen Anforderungen bei der Einstellung auch nicht ohne ist und da ebenso viele scheitern. Und deren Anfangsgehalt ist beiweiten nicht mehr in mittleren Dienst zu finden, sonst würden die auch keinen Nachwuchs bekommen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -