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Guten Morgen,

wer mal wieder eine Erinnerung und ein Beispiel braucht, wie deutsche Verkehrspolitik real aussieht, kann sich ja mit dem neuesten Vorstoss von Bundesautominister Scheuer
beschäftigen. Das zeigt doch mehr als deutlich, wer in der deutschen (Verkehrs-)Politik den Ton angibt, und dass man - wie in den letzten Wochen gesehen - dem Autoland eben jegliches Grundrecht beschränken kann, aber nicht das aus dem "gesunden Volksempfinden" gewachsene "Grundrecht auf Rasen".

Hat noch irgendwer weiter die Illusion, dass am Ende der aktuellen Krise eine bessere Bahn als vorher herauskommt? Der sieht jetzt wieder deutlich, wo die politischen Prioritäten in Berlin liegen. Nämlich da, wo sie die Autolobby befiehlt und ein gut geschmierter Verkehrsminister den willigen Diener macht.


Freundliche Grüße
Tobias

But I ain't never crossed a man that didn't deserve it | Me be treated like a punk: you know, that's unheard of!
You better watch out your talkin' and where you walking | Or you and your homies might be lined in chalk...

aus: Coolio, "Gangsta's Paradise" (1995)
Es ist so traurig in diesem Land.
Eigentlich müsste wir ARD heißen.
Auto
Republik
Deutschland
...und ich dachte bei der Überschrift wirklich, es ginge um das Recht auf ein Stück Wiese
Benedikt_Hone schrieb:
...und ich dachte bei der Überschrift wirklich, es ginge um das Recht auf ein Stück Wiese
Ging mir auch so. Hatte schon vor Augen, wie wir alle ein paar Quadratmeter zugewiesen bekommen.
Zitat:
Nämlich da, wo sie die Autolobby befiehlt und ein gut geschmierter Verkehrsminister den willigen Diener macht.

Eine ziemlich haltlose Behauptung, finde ich.
Ich sehe das eher so, dass in manchen Kreisen (Grüne, SPD, Linke) eine Oberlehrer-Mentalität herrscht, die den ihnen anvertrauten Menschen eine "besondere Umerziehung" angedeihen lassen will. Hat schon in der Ostzone/D"DR" nichr geklappt.

Ich fahre gerne schnell, wenn ich schnell irgendwo hin muß: Im ICE oder im eigenen Auto.
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Hat noch irgendwer weiter die Illusion, dass am Ende der aktuellen Krise eine bessere Bahn als vorher herauskommt? Der sieht jetzt wieder deutlich, wo die politischen Prioritäten in Berlin liegen. Nämlich da, wo sie die Autolobby befiehlt und ein gut geschmierter Verkehrsminister den willigen Diener macht.
Eine bessere Bahn als vorher? Die Bahn wird - wie auch der ÖPNV - der große Verlierer sein. Mit Taktausdünnungen und anderen Maßnahmen haben sich Bah und ÖPNV quasi über Nacht als völlig unzuverlässig entpuppt. Wenn ich schaue, wie radikal teilweise gekürzt wurde und man quasi ohne Auto "verloren" war (und teilweise noch ist), kann ich jeden verstehen, der keinen Fuß mehr in Bus, Bahn und Zug setzen möchte. Vor allem nicht, wenn Fahrten ein Stück weit im Voraus geplant werden müssen.
Wird witzig!

Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie es auf einer vollen Autobahn wie z.B. der A2 mit einem Tempolimit von 130 aussehen wird.

Lkw rechts, mittig jemand mit 127 km/h, davor einer mit 125 km/h, ich möchte mit Tempomat sagen wir mal mit wirklich korrekten 130 überholen, der vor mir überholt aber mit 129
und hinter mir kommt jemand mit geschwind wie fixen 133 km/h und Lichthupe an!

Das wird ein Spaß!

Was machen viele heute?
Geben mal fix Gas, suchen sich eine ruhige und entspannte Lücke um mit eigenem gewünschten Tempo weiterzufahren.

Und damit meine ich nicht die paar Drängler und wirklichen Raser.

Denn zwischen Rasen und zügig fahren gibt es noch einen sehr großen Unterschied.

Aber das versteht der gemeine mittig fahrende, andere erziehen wollende und / oder überforderte Automobilist nicht.
Mappenwühler schrieb:
Wird witzig!

Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie es auf einer vollen Autobahn wie z.B. der A2 mit einem Tempolimit von 130 aussehen wird.

Lkw rechts, mittig jemand mit 127 km/h, davor einer mit 125 km/h, ich möchte mit Tempomat sagen wir mal mit wirklich korrekten 130 überholen, der vor mir überholt aber mit 129
und hinter mir kommt jemand mit geschwind wie fixen 133 km/h und Lichthupe an!

Das wird ein Spaß!

Was machen viele heute?
Geben mal fix Gas, suchen sich eine ruhige und entspannte Lücke um mit eigenem gewünschten Tempo weiterzufahren.

Und damit meine ich nicht die paar Drängler und wirklichen Raser.

Denn zwischen Rasen und zügig fahren gibt es noch einen sehr großen Unterschied.

Aber das versteht der gemeine mittig fahrende, andere erziehen wollende und / oder überforderte Automobilist nicht.
Und warum klappt es in andere Länder mit Geschwindigkeitsbeschränkung ?

Re: Reale deutsche Verkehrspolitik - das "Recht auf Rasen"

geschrieben von: def

Datum: 15.05.20 07:54

Dorander schrieb:
Eine ziemlich haltlose Behauptung, finde ich.
Ich sehe das eher so, dass in manchen Kreisen (Grüne, SPD, Linke) eine Oberlehrer-Mentalität herrscht, die den ihnen anvertrauten Menschen eine "besondere Umerziehung" angedeihen lassen will. Hat schon in der Ostzone/D"DR" nichr geklappt.

Ich fahre gerne schnell, wenn ich schnell irgendwo hin muß: Im ICE oder im eigenen Auto.
Genau. Regeln einhalten = DDR. Schade, dass das mit der charakterlichen Eignung als Voraussetzung für die Fahrerlaubnis nicht gelebt wird.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: Reale deutsche Verkehrspolitik - das "Recht auf Rasen"

geschrieben von: def

Datum: 15.05.20 07:56

Mappenwühler schrieb:Zitat:
Wird witzig!

Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie es auf einer vollen Autobahn wie z.B. der A2 mit einem Tempolimit von 130 aussehen wird.

Lkw rechts, mittig jemand mit 127 km/h, davor einer mit 125 km/h, ich möchte mit Tempomat sagen wir mal mit wirklich korrekten 130 überholen, der vor mir überholt aber mit 129
und hinter mir kommt jemand mit geschwind wie fixen 133 km/h und Lichthupe an!
Nur dass es bei derart niedrigen Geschwindigkeitsunterschieden eben viel weniger Überholen gibt und das Fahren insgesamt entspannter ist. So wie in Ländern mit Geschwindigkeitsbeschränkung. Also praktisch alle anderen (ja, ich weiß, außer Nordkorea und Saudi-Arabien [Edit: Danke für den Hinweis]).

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 10:04.

Re: Reale deutsche Verkehrspolitik - das "Recht auf Rasen"

geschrieben von: JensH

Datum: 15.05.20 07:58

Hallo Tobias,

die Regel ab 21km/h zu schnell den Lappen weg ist für viele auf den Führerschein angewiesene schon ein sehr großes Problem. Und wenn man mal ein 30km/h-Schild übersieht und 2km/h zu Schnell ist, steht die berufliche existenz auf dem Spiel.
Als jemand der Seit einigen Jahrzehnten ca.50tsd km im Jahr fährt und noch nie mit +21km/h oder mehr erwischt worden ist, habe ich die Erfahrung, das die Beschilderung zum Teil Mist ist, dass ich lieber auf Kinder und Radfahrer achte, als drei Zusatzzeichen zu Geschwindigkeitsbeschränkungen zu interpretieren. Und dabe dadel ich nicht am Handy rum oder telefoniere.


Gruß
Jens

PS: Falls jemand meint:Fahr doch mit der Bahn. 100kg Werkzeug und Ersatzteile sind als Handgepäck in der Bahn nicht zugelassen.

Meine (Reise-)Berichte DSO:[www.drehscheibe-online.de]


Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art.1(1) Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Mappenwühler schrieb:
Wird witzig!

Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie es auf einer vollen Autobahn wie z.B. der A2 mit einem Tempolimit von 130 aussehen wird.

Lkw rechts, mittig jemand mit 127 km/h, davor einer mit 125 km/h, ich möchte mit Tempomat sagen wir mal mit wirklich korrekten 130 überholen, der vor mir überholt aber mit 129
und hinter mir kommt jemand mit geschwind wie fixen 133 km/h und Lichthupe an!

Das wird ein Spaß!

Was machen viele heute?
Geben mal fix Gas, suchen sich eine ruhige und entspannte Lücke um mit eigenem gewünschten Tempo weiterzufahren.

Und damit meine ich nicht die paar Drängler und wirklichen Raser.

Denn zwischen Rasen und zügig fahren gibt es noch einen sehr großen Unterschied.

Aber das versteht der gemeine mittig fahrende, andere erziehen wollende und / oder überforderte Automobilist nicht.
Eben dafür gibt es außerorts einen sehr komfortablen "Puffer" von 25km/h bis der Führerschein weg ist. Das sollte reichen zum Überholen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Mappenwühler schrieb:
Zitat:
Aber das versteht der gemeine mittig fahrende, andere erziehen wollende und / oder überforderte Automobilist nicht.
Mittig Fahren ist aber meistens die beste Alternative, wenn man zügig voran kommen möchte, aber trotzdem nicht rasen. Rechts ist zu langsam wegen ständiger LKW oder langsamfahrer (80 - 100 km/h) und links die ganzen Raser mit Lichthupe (160-200 km/h). Daher ist es eigentlich am entspanntesten mit 120 bis 140 km/h mittig zu fahren ohne ständiges hin und her wechseln.
setra68 schrieb:
Und warum klappt es in andere Länder mit Geschwindigkeitsbeschränkung ?

Das ist das große, unlösbare Mysterium in diesem Lande.


MfG Bw Nysa.
def schrieb:
Dorander schrieb:
Eine ziemlich haltlose Behauptung, finde ich.
Ich sehe das eher so, dass in manchen Kreisen (Grüne, SPD, Linke) eine Oberlehrer-Mentalität herrscht, die den ihnen anvertrauten Menschen eine "besondere Umerziehung" angedeihen lassen will. Hat schon in der Ostzone/D"DR" nichr geklappt.

Ich fahre gerne schnell, wenn ich schnell irgendwo hin muß: Im ICE oder im eigenen Auto.
Genau. Regeln einhalten = DDR. Schade, dass das mit der charakterlichen Eignung als Voraussetzung für die Fahrerlaubnis nicht gelebt wird.

Dann wäre Deutschland aber binnen weniger Wochen ein Land der Fußgänger..... Damit hätte ich allerdings auch kein Problem, dann wären die Straßen für die ganz wenigen, vernünftig fahrenden immer traumhaft leer.


MfG Bw Nysa.
Irgendwie habe ich irgendwas nicht richtig verstanden.
Beim Thema "Corona" sagt man uns, wir müssen die Gesundheit und das Leben der Menschen schützen und verhängt aus diesem Grunde einschneidende Maßnahmen.
Beim Straßenverkehr kann man aber nach der Meinung unseres Verkehrsministers mit über 71 km/h durch durch die Orte rasen, ohne das es außer einer Geldstrafe+Punkte folgenlos bleibt.

Nachdenkliche Frage dazu: Werden bei diesem Tun nicht auch die Gesundheit und das Leben der Menschen gefährdet?

Hat jemand eine Antwort dazu. Ich nicht!
JensH schrieb:
Hallo Tobias,

die Regel ab 21km/h zu schnell den Lappen weg ist für viele auf den Führerschein angewiesene schon ein sehr großes Problem. Und wenn man mal ein 30km/h-Schild übersieht und 2km/h zu Schnell ist, steht die berufliche existenz auf dem Spiel.
Als jemand der Seit einigen Jahrzehnten ca.50tsd km im Jahr fährt und noch nie mit +21km/h oder mehr erwischt worden ist, habe ich die Erfahrung, das die Beschilderung zum Teil Mist ist, dass ich lieber auf Kinder und Radfahrer achte, als drei Zusatzzeichen zu Geschwindigkeitsbeschränkungen zu interpretieren. Und dabe dadel ich nicht am Handy rum oder telefoniere.


Gruß
Jens

PS: Falls jemand meint:Fahr doch mit der Bahn. 100kg Werkzeug und Ersatzteile sind als Handgepäck in der Bahn nicht zugelassen.

Ja may, dann muß die Bahn eben wieder a Gepäckwägele hinten dran hänge, gell? http://qopt.org/pasha/smiles/smiles1/lol2.gif


MfG Bw Nysa
Wilson1835 schrieb:
Irgendwie habe ich irgendwas nicht richtig verstanden.
Beim Thema "Corona" sagt man uns, wir müssen die Gesundheit und das Leben der Menschen schützen und verhängt aus diesem Grunde einschneidende Maßnahmen.
Beim Straßenverkehr kann man aber nach der Meinung unseres Verkehrsministers mit über 71 km/h durch durch die Orte rasen, ohne das es außer einer Geldstrafe+Punkte folgenlos bleibt.

Nachdenkliche Frage dazu: Werden bei diesem Tun nicht auch die Gesundheit und das Leben der Menschen gefährdet?

Hat jemand eine Antwort dazu. Ich nicht!

Antwort dazu : Die Autoindustrie ist in diesem Land System relevant, und das extremst! Dem hat sich alles andere bedingungslos unter zu ordnen. Ein Herr Führerschein loser Autofahrer kann nicht Auto fahren und bringt dem Staat kein Geld ein, sondern kostet ihm am Ende allenfalls noch welches. Dann eben lieber die Bußgelder immer weiter erhöhen, aber um Himmels Willen bloß nicht den Lappen weg. Und diesen "Fehler" beim neuesten Gesetzvorstoß, muß nun seitens des Ministers wieder schleunigst rückgängig gemacht werden. Außerdem ist der Führerscheinentzug das einzigste, was der Deutsche Michel seinem Staatoberhäuptling und seinen Minestranten wirklich übel nimmt. Da muss man also sehr aufpassen, wenn man solche Strafen einführt und ganz genau auf das Murren im Volke hören! Könnte sonst bei der nächsten Wahl tatsächlich ein böses Erwachen geben.


MfG Bw Nysa.
def schrieb:
Zitat:
Nur dass es bei derart niedrigen Geschwindigkeitsunterschieden eben viel weniger Überholen gibt und das Fahren insgesamt entspannter ist. So wie in Ländern mit Geschwindigkeitsbeschränkung. Also praktisch alle anderen (ja, ich weiß, außer Nordkorea und Saudi-Arabien).
Moin.

Ganz ehrlich? Sehe ich persönlich nicht so! Ich hatte es schon öfter geschrieben, dass ich in den letzten Jahren sehr viel zw. Basel und Salzburg mit dem Auto unterwegs war. So etwas ermüdendes wie in CH mit den 120 km/h auf der Autobahn - nein Danke!. Es nervt, macht den Verkehr einfach nur langsam und schneidert an der eigenen Konzentration, du ahnst es nicht. Ich selber fühle mich bei ca 150 - 160 km/h deutlich besser aufgehoben - warum auch immer. Mir selber kommt es nicht drauf 8 min früher oder 12 min später ans Ziel zu kommen; aber diese monotone und konstante 120er Fahrerei ist definitiv ermüdend und zehrt an einem selber.

Tschö, Kriaschan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
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Moin,

es verbietet dir keiner dann mal auf 100 runterzugehen und später wieder 120 zu fahren usw.

Gröt ut Hamborg
Kai __________Spur N 4ever
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