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Die Hamburger SPD ist heute als erstes aus der Deckung gegangen. Die verkehrspolitische Sprecherin hat zugesagt, dass alle vor Corona geplanten Schnellbahnprojekte nach Corona gebaut werden sollen. Es soll keinen Planungsabbruch geben. Siehe: [www.nahverkehrhamburg.de]

Meiner Meinung anch eine mutige Aussage in einer Situation, in der noch keiner so recht weiß, wo die Milliarden, die in die Wirtschaft gepumpt werden (sollen), eigentlich her kommen und noch völlig unklar ist, ob die ganzen SPNV-Förderungen, die vor Corona vom Bund versprochen wurden, in ein paar Wochen wirklich noch Bestand haben werden. Ich glaube, wir werden da noch das eine oder andere sicher geglaubte Projekt davonsegeln sehen.

In dem Zusammenhang übrigens ein spannendes Interview mit dem Verkehrsforscher Andreas Knie, der glaubt, dass wir nach Corona insgesamt weniger unterwegs sein werden als vorher. Klick: [www.nahverkehrhamburg.de]
Das dürfte die ärgsten Belastungsspitze im ÖPNV auf Jahre hinaus erst einmal kappen und einige Ausbauprojekte erst einmal überflüssig machen.

Knie rechnet außerdem damit, dass die ganzen neuen Mobilitätsdienstleister (Moia und Konsorten) Corona nicht überleben werden.
uci schrieb:
Meiner Meinung anch eine mutige Aussage in einer Situation, in der noch keiner so recht weiß, wo die Milliarden, die in die Wirtschaft gepumpt werden (sollen), eigentlich her kommen und noch völlig unklar ist, ob die ganzen SPNV-Förderungen, die vor Corona vom Bund versprochen wurden, in ein paar Wochen wirklich noch Bestand haben werden. Ich glaube, wir werden da noch das eine oder andere sicher geglaubte Projekt davonsegeln sehen.
Mutig insbesondere insofern, dass niemand weiß, wie lange Corona unser Leben und unsere Wirtschaft so desaströs beeinflussen werden. Da können aus Milliarden bald Billionen werden.
Mit solch Projekten werden Milliarden in die Wirtschaft gepumpt!

Frank aus der Prignitz
uci schrieb:
Die Hamburger SPD ist heute als erstes aus der Deckung gegangen. Die verkehrspolitische Sprecherin hat zugesagt, dass alle vor Corona geplanten Schnellbahnprojekte nach Corona gebaut werden sollen. Es soll keinen Planungsabbruch geben. Siehe: [www.nahverkehrhamburg.de]

Meiner Meinung anch eine mutige Aussage in einer Situation, in der noch keiner so recht weiß, wo die Milliarden, die in die Wirtschaft gepumpt werden (sollen), eigentlich her kommen und noch völlig unklar ist, ob die ganzen SPNV-Förderungen, die vor Corona vom Bund versprochen wurden, in ein paar Wochen wirklich noch Bestand haben werden. Ich glaube, wir werden da noch das eine oder andere sicher geglaubte Projekt davonsegeln sehen.
Warum? Am Geld scheiterts nicht, an den Arbeitskräften auch nicht. Das Hauptproblem des Bundes ist doch: Wie pumpe ich Geld in die Wirtschaft, so dass es möglichst vielen nützt und langfristig wirkt. Da sind Infrastrukturprojekte eine gute Antwort.

Und auch, wenn wir uns es im Moment nicht vorstellen können: Es wird der Tag kommen, da finden wir die tägliche Bahnfahrt zur Arbeit wieder ganz normal - und dann sind wir froh, wenn die Bahn leistungsfähiger ist.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Staatsprojekte voranzutreiben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 18:34.
uci schrieb:
Die Hamburger SPD ist heute als erstes aus der Deckung gegangen. Die verkehrspolitische Sprecherin hat zugesagt, dass alle vor Corona geplanten Schnellbahnprojekte nach Corona gebaut werden sollen. Es soll keinen Planungsabbruch geben. Siehe: [www.nahverkehrhamburg.de]

Meiner Meinung anch eine mutige Aussage in einer Situation, in der noch keiner so recht weiß, wo die Milliarden, die in die Wirtschaft gepumpt werden (sollen), eigentlich her kommen und noch völlig unklar ist, ob die ganzen SPNV-Förderungen, die vor Corona vom Bund versprochen wurden, in ein paar Wochen wirklich noch Bestand haben werden. Ich glaube, wir werden da noch das eine oder andere sicher geglaubte Projekt davonsegeln sehen.

In dem Zusammenhang übrigens ein spannendes Interview mit dem Verkehrsforscher Andreas Knie, der glaubt, dass wir nach Corona insgesamt weniger unterwegs sein werden als vorher. Klick: [www.nahverkehrhamburg.de]
Das dürfte die ärgsten Belastungsspitze im ÖPNV auf Jahre hinaus erst einmal kappen und einige Ausbauprojekte erst einmal überflüssig machen.

Knie rechnet außerdem damit, dass die ganzen neuen Mobilitätsdienstleister (Moia und Konsorten) Corona nicht überleben werden.


Gerade Investitionen in die Infrastruktur kurbeln nach der Krise die Wirtschaft an.
Na ja, ich hoffe mal, dass es ein Leben nach Corona geben wird. Wenn nicht, ist es doch eh egal.. .

Also die Projekte wegen Corona nicht weiter zu verfolgen wäre reichlich hirnrissig, sofern nicht klar ist, dass wir in zwei Jahren in der Steinzeit leben, aber davon gehe ich eher nicht aus. .

Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: Christof_K

Datum: 25.03.20 19:35

uci schrieb:
Die Hamburger SPD ist heute als erstes aus der Deckung gegangen. Die verkehrspolitische Sprecherin hat zugesagt, dass alle vor Corona geplanten Schnellbahnprojekte nach Corona gebaut werden sollen. Es soll keinen Planungsabbruch geben. Siehe: [www.nahverkehrhamburg.de]

Meiner Meinung anch eine mutige Aussage in einer Situation, in der noch keiner so recht weiß, wo die Milliarden, die in die Wirtschaft gepumpt werden (sollen), eigentlich her kommen und noch völlig unklar ist, ob die ganzen SPNV-Förderungen, die vor Corona vom Bund versprochen wurden, in ein paar Wochen wirklich noch Bestand haben werden. Ich glaube, wir werden da noch das eine oder andere sicher geglaubte Projekt davonsegeln sehen.


Hallo,

die Menschheit glaubte viele Jahre, sich die Natur zum Untertan gemacht zu haben. Corona zeigt uns, dass wir die Natur nicht im Griff haben, und sollten wir dieses eine Übel doch irgendwie eindämmen können, so geht es gleich mit alten Problemen weiter: der vom Mensch verursachte Kohlendioxidausstoss, auf den die Natur mit einem tödlchen Klimawandel reagiert. Wir werden uns also weiterhin den alten Problemen und den bislang schon erarbeiteten Lösungen befassen müssen.

Gruß

Christof
uci schrieb:
In dem Zusammenhang übrigens ein spannendes Interview mit dem Verkehrsforscher Andreas Knie, der glaubt, dass wir nach Corona insgesamt weniger unterwegs sein werden als vorher. Klick: [www.nahverkehrhamburg.de]
Das dürfte die ärgsten Belastungsspitze im ÖPNV auf Jahre hinaus erst einmal kappen und einige Ausbauprojekte erst einmal überflüssig machen.

Knie rechnet außerdem damit, dass die ganzen neuen Mobilitätsdienstleister (Moia und Konsorten) Corona nicht überleben werden.
Zum einen hat Herr Knie schon viele Einschätzungen in Interviews geäußert, die sich als vollkommen falsch erwiesen haben. Zum anderen scheint er mir die langfristigen Wirkungen der Corona-Pandemie deutlich zu über- und die Gewohnheiten der Menschen zu unterschätzen. Sowie die Krise vorbei ist, werden sich die Menschen eher über die wieder gewonnene Normalität freuen und zu ihren bisherigen Verhaltensmustern zurückfinden. Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie werden wahrscheinlich für die meisten Menschen alsbald in Vergessenheit geraten. Sehr vielen Menschen dürfte außerdem zu Hause derzeit sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fallen, außerdem zeigen sich gerade jetzt auch die Grenzen von Home-Office. Nicht zu vergessen: Ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürgern wohnt nicht in großzügig bemessenen Häusern oder Wohnungen. Hier kommt für mich ein ums andere Mal eine gewisse Abgehobenheit und Praxisferne von Herrn Knie zum Ausdruck. Die meisten Menschen haben im Zweifel die unterschiedlichsten Bedürfnisse, nach draußen zu gehen. Unter anderem auch deshalb, um körperlich nicht total abzubauen.

Daher habe ich zumindest größte Zweifel daran, dass die Menschen an sich künftig weniger unterwegs sein werden.

Re: an geplante Schnellbahnprojekten festhalten?

geschrieben von: bahamas

Datum: 25.03.20 20:01

Frank Schönow schrieb:
Mit solch Projekten werden Milliarden in die Wirtschaft gepumpt!

Genau, in die korrupte Spaßwirtschaft! Das wäre anderswo viel sinnvoller aufgehoben.
Zitat
Meiner Meinung anch eine mutige Aussage in einer Situation, in der noch keiner so recht weiß, wo die Milliarden, die in die Wirtschaft gepumpt werden (sollen), eigentlich her kommen und noch völlig unklar ist, ob die ganzen SPNV-Förderungen, die vor Corona vom Bund versprochen wurden, in ein paar Wochen wirklich noch Bestand haben werden.
Da ist nichts mutiges dran, denn alles andere wäre, sorry, Schwachsinn.

Zitat
Ich glaube, wir werden da noch das eine oder andere sicher geglaubte Projekt davonsegeln sehen.

Also besser erst gar nicht stapellaufenlassen, oder wie?

Mit einem Planungsabbruch geht die Chance ganz sicher auf 0% runter; bei einem "Weitermachen" bleibt die Chance der Umsetzung bei >0% und man kann überhaupt erst in die Finanzierungsverhandlungen beitreten. Beim Abbruch bleibt man aussen vor und zu not, wenn das Geld am Ende des Jahres doch noch weg muss, gibt man sich ein neues CI und malt die Busse und Bahnen um oder tauscht den Vorstandsfuhrpark aus...

Re: an geplante Schnellbahnprojekten festhalten?

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 25.03.20 22:01

bahamas schrieb:
Frank Schönow schrieb:
Mit solch Projekten werden Milliarden in die Wirtschaft gepumpt!

Genau, in die korrupte Spaßwirtschaft! Das wäre anderswo viel sinnvoller aufgehoben.

Neue U- und S-Bahnstrecken in Großstädten sind Projekte einer korrupten Spaßwirtschaft? Wo wäre es denn sinnvoller aufgehoben, in Eisenbahnstrecken fern ab vom Schuß, wo dann stündlich ein leeres Triebwägelchen über die Dörfer zuckelt?

Frank aus der Prignitz

Re: an geplante Schnellbahnprojekten festhalten?

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 26.03.20 07:56

Frank Schönow schrieb:
bahamas schrieb:
Frank Schönow schrieb:
Mit solch Projekten werden Milliarden in die Wirtschaft gepumpt!
Genau, in die korrupte Spaßwirtschaft! Das wäre anderswo viel sinnvoller aufgehoben.
Neue U- und S-Bahnstrecken in Großstädten sind Projekte einer korrupten Spaßwirtschaft? Wo wäre es denn sinnvoller aufgehoben, in Eisenbahnstrecken fern ab vom Schuß, wo dann stündlich ein leeres Triebwägelchen über die Dörfer zuckelt?
Neue Schienenstrecken in der Großstadt auf jeden Fall, die Umstellung der meist genutzten Verbindung von der Innenstadt nach Schnelsen/Niendorf muss jedoch oberste Priorität haben.

Neue Mobilitätsdienstleister

geschrieben von: Rollo

Datum: 26.03.20 09:50

Zumal man Moia nicht mit den anderen Mobilitätsdienstleistern in einen Topf werfen kann. Moia ist die Tochter des größten Automobilkonzerns. Von den anderen sind viele Start-Ups mit einem völlig anderen Finanzierungshintergrund.

Die Automobilkonzerne werden nicht umhin kommen, sich auch weiterhin für die Zeit des autonomen Fahrens vorzubereiten. Moia ist eines der Projekte von Volkwagen dafür. Und es nicht zu erwarten, dass Volkswagen u.a. ihre Vorbereitungen für die Zeit des autonomen Fahrens wie auch für die klimafreundlichere Mobilität aufgeben, da ihre Zukunft davon abhängen wird.

Worüber man sicherlich lang und breit philosohieren kann, ist die Frage, welche neuen Mobilitätsdienste überleben werden. All das, was derzeit auf dem Markt ist, ist ja noch als Teil des Entdeckungsprozesses zu verstehen.

Re: Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: Rollo

Datum: 26.03.20 10:17

Letztlich offenbart Corona auch die Handlungs(un)fähigkeit der Gesellschaft angesichts der Herausforderungen. Im Gegensatz zum Klimawandel erlebt die Gesellschaft allerdings Corona als sehr konkrete, unausweichliche Herausforderung. Beim Klimawandel gibt es immer noch viele, die hoffen, dass er sie nicht mehr betrifft oder dass er eine Illusion sei.

Bestenfalls sensibilisiert Corona die Gesellschaft, wie fragil unser Wirtschaften und damit unser Wohlstand ist. Das könnte helfen, mehr Pragmatismus und Geschwindigkeit bei der Abwehr des Klimaumschwungs einziehen zu lassen. Es kann aber auch gut sein, dass die Gesellschaft nach Corona anders und vor allem preissensibler an die Vorschläge zur Abwehr des Klimaumschwungs heran gehen wird.

Meine Hoffnung dabei ist, dass dies Umdenken auch bei der Bahn ankommt und dass man den D-Takt schleunigst als Leitbild beerdigt (weil ineffizient, langwierig und teuer) und sich auch vom dem damit verbundenen Testosteron-Leitbild des schneller, höher, weiter verabschiedet.

Richtig, das ist Aufbauhilfe pur. Hat die SPD gut erkannt!

Frank Schönow schrieb:
Mit solch Projekten werden Milliarden in die Wirtschaft gepumpt!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 10:41.

Re: Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: nozomi07

Datum: 26.03.20 13:05

Rollo schrieb:
Meine Hoffnung dabei ist, dass dies Umdenken auch bei der Bahn ankommt und dass man den D-Takt schleunigst als Leitbild beerdigt (weil ineffizient, langwierig und teuer) und sich auch vom dem damit verbundenen Testosteron-Leitbild des schneller, höher, weiter verabschiedet.
Und stattdessen?

Ich finde den Deutschlandtakt als Leitbild sher richtig. Genau das, was die Schweiz mit Bahn 2000 so erfolgreich vorgemacht hat.

Re: Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: Rollo

Datum: 26.03.20 13:55

nozomi07 schrieb:
Rollo schrieb:
Meine Hoffnung dabei ist, dass dies Umdenken auch bei der Bahn ankommt und dass man den D-Takt schleunigst als Leitbild beerdigt (weil ineffizient, langwierig und teuer) und sich auch vom dem damit verbundenen Testosteron-Leitbild des schneller, höher, weiter verabschiedet.
Und stattdessen?

Ich finde den Deutschlandtakt als Leitbild sher richtig. Genau das, was die Schweiz mit Bahn 2000 so erfolgreich vorgemacht hat.
;-) aber kann man den arg begrenzten Erfolg der kleinen Schweiz heute (inkl. all der relativen Vorteile der Eisenbahn zur Straße in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland) auf Deutschland im Jahre 2030 so übertragen, dass die Bahn dann einen deutlich größeren Beitrag zur Mobilität und zur Abwehr des Klimawandels leisten könnte?

Schon nach den Erfahrungen aus der Schweiz muss die Antwort "nein" lauten. Dafür ist der Straßenverkehr in der Schweiz noch zu stark (74,5% der Verkehrsleistung [Personenkilometer] erbringt der MIV 2015 in der Schweiz versus 74,6% in Deutschland in 2017 (hier ist der Flugverkehr im Gesamtkuchen inkl.) vgl. [www.are.admin.ch] Seite 10 und [www.umweltbundesamt.de] . Oben drauf kommt der Fortschritt, der auf der Straße generell zu erwarten ist.

Alternativen zum D-Takt gäbe es einige. Man muss sie nur mal ernsthaft anschauen...





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 14:13.

Re: Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: nozomi07

Datum: 26.03.20 15:36

Rollo schrieb:
Zitat:
Alternativen zum D-Takt gäbe es einige. Man muss sie nur mal ernsthaft anschauen...
Und zwar? Butter bei die Fische.

Übrigens finde ich die Phrase "das kann man nicht vergleichen" etwas dünn. Bahn2000 sit sicher ein großer Erfolg, bei allen Schwierigkeiten der Umsetzung. Eine Umsetzung in Deutschland ist sicher in vielen Punkten anders, das bezweifelt keiner.

Re: Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: Rollo

Datum: 26.03.20 19:47

nozomi07 schrieb:
Rollo schrieb:
Zitat:
Alternativen zum D-Takt gäbe es einige. Man muss sie nur mal ernsthaft anschauen...
Und zwar? Butter bei die Fische.

Übrigens finde ich die Phrase "das kann man nicht vergleichen" etwas dünn. Bahn2000 sit sicher ein großer Erfolg, bei allen Schwierigkeiten der Umsetzung. Eine Umsetzung in Deutschland ist sicher in vielen Punkten anders, das bezweifelt keiner.
;-)

Ich hab bei DSO schon häufiger begründet, warum man die Schweiz nicht mit Deutschland vergleichen kann. Daher werde ich es das jetzt nicht noch mal machen.

Entsprechendes gilt für die Alternativen.

Andererseits wäre es natürlich interessant - Butter bei die Fische - woran Du den großen Erfolg der Bahn2000 fest machst. In Hinblick auf die Personenkilometer liegt der Anteil des ÖPNV an der gesamten Verkehrsleistung im Personenverkehrs ja in der Schweiz kaum woanders als in Deutschland (s.o.).

Re: Nach Katastrophe ist vor Katastrophe

geschrieben von: Bovist66

Datum: 26.03.20 19:55

Rollo schrieb:
Oben drauf kommt der Fortschritt, der auf der Straße generell zu erwarten ist
Welchen denn?! Die E-Autos vermindern die Leistungsfähigkeit des MIV eher (wenn man von der jetzigen Art der
Auto-Nutzung ausgeht), LKW mit Stromabnehmer/Batterien machen das System komplizierter und die Fahrzeuge
schwerer. Autonomes Fahren und Platooning wird es - sollten sich diese Ansätze überhaupt durchsetzen - auch auf
der Schiene geben und dort leichter als auf der Straße umsetzbar sein. In den Städten selbst gewinnen die Alternativen
zum Auto immer mehr an Boden. Eine heranwachsende Generation - die alsbald auch die ökonomischen und politischen
Entscheidungen treffen wird - hängt nicht mehr so am MIV. Sollte obendrein längerfristig das Erdöl wesentlich teurer werden
und seine Nutzung aus Gründen des Umweltschutzes kontingentiert werden (dahin werden wir eventuell kommen), würden
die (oft auch nur vermeintlichen) Kostenvorteile des MIV/LKW-Verkehrs nicht nur beim Antrieb, sondern auch im Bereich
der Infrastruktur teilweise verloren gehen - weil dann Asphaltpisten und Gummiräder als Kostenfaktoren stärker ins Gewicht
fallen.

Die Vorteile des MIV bei der bisherigen Ökonomie stehen und fallen für meine Begriffe mit dem Verbrennungsmotor. Sicher
werden Autos und LKWs nie aussterben, solange es Menschen gibt, aber die Dominanz bei der Verkehrsabwicklung könnten
sie in überschaubarer Zeit in weiten Teilen einbüßen.

Nicht zuletzt macht der technische Fortschritt auch vor Systemen des Schienenverkehrs nicht halt, ganz im Gegenteil!

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