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Seit dieser Woche gilt in Bayern defacto der Sonntagsfahrplan, auf der Strecke Augsburg-München kommt deshalb zu überfüllten Zügen im Berufsverkehr beim Fugger Express.
Die vom RKI empfohlenen Maßnahmen werden damit ad absurdum geführt. Bürger in Bayern dürfen (fast) das Haus nicht mehr verlassen, aber stehen dann 40 Minuten zusammengepfercht im Zug. Eigentlich hätte man jetzt die Kapazitäten sämtliche Züge als Vierteiler verkehren zu lassen!

Artikel der Augsburger Allgemeinen: Wenn der Arbeitsweg mit dem Zug zum Infektionsrisiko wird
[www.augsburger-allgemeine.de]

(Schönen Gruß an Herrn Weselsky)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 16:42.
Sven939 schrieb:
(Schönen Gruß an Herrn Weselsky)
Welchen Anteil genau hatte er an diesem Fahrplan?

Mit freundlichen Grüßen vom km63.8 der Mittenwaldbahn!

knoedel schrieb:
Sven939 schrieb:
(Schönen Gruß an Herrn Weselsky)
Welchen Anteil genau hatte er an diesem Fahrplan?
Clausi fordert doch die drastische Reduzierung - zwar "nur" im Fernverkehr, wäre das aber im Regioverkehr nicht schon gekommen, würde der Typ auch das dort einfordern.
RhBDirk schrieb:
Clausi fordert doch die drastische Reduzierung - zwar "nur" im Fernverkehr, wäre das aber im Regioverkehr nicht schon gekommen, würde der Typ auch das dort einfordern.
Wenn Du jetzt nicht so viel Schaum vor der Gusche hättest, dann wäre Dir und Klein-Svenilein beim Lesen des verlinkten Artikel sicher aufgefallen, dass die Bahn auf der fraglichen Strecke das Angebot nicht halbiert, sondern offensichtlich geviertelt hat. Davon hat Claus nicht gesprochen...

Schaum abwischen, Herztabletten, Arzt aufsuchen, denn auch eine Weselsky-Allergie ist mit Sicherheit heilbar...

Gruß Peter

Was die Erde braucht, ist eine Menschheit, die sie nicht länger als Supermarkt, sondern als Heimat betrachtet.
Yann Arthus-Bertrand (*1946) französischer Fotograf, Reporter, Umweltschützer
Das ist allerorten so.
Betzdorf - Siegen fährt z.B. als letzte Linie auch nur noch eine stündliche RB.
Jetzt kann man sich mal überlegen wie viele Fahrgäste im Berufsverkehr unter Achtung des Sicherheitsabstandes in den einteiligen 640 passen.
So viel Platz ist ja im LINT 27 nicht wirklich, der besteht ja praktisch nur aus den beiden Führerständen und der Toilette...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 18:11.
Sven939 schrieb:
Seit dieser Woche gilt in Bayern defacto der Sonntagsfahrplan, auf der Strecke Augsburg-München kommt deshalb zu überfüllten Zügen im Berufsverkehr beim Fugger Express.
Die vom RKI empfohlenen Maßnahmen werden damit ad absurdum geführt. Bürger in Bayern dürfen (fast) das Haus nicht mehr verlassen, aber stehen dann 40 Minuten zusammengepfercht im Zug. Eigentlich hätte man jetzt die Kapazitäten sämtliche Züge als Vierteiler verkehren zu lassen!

Artikel der Augsburger Allgemeinen: Wenn der Arbeitsweg mit dem Zug zum Infektionsrisiko wird
[www.augsburger-allgemeine.de]

(Schönen Gruß an Herrn Weselsky
Winnie Hermann hat im Nachbarland doch schon eine Steilvorlage gemacht:
„Die Züge werden nicht verkürzt“, betonte der Verkehrsminister. „Wir wollen es den Fahrgästen erleichtern, die Sicherheitsabstände von mindestens 1,5 Metern zu Mitreisenden einzuhalten.“

Aber Rambo Söder kann es ja besser. So braucht es ein publikumswirksame Ausgangssperre, wo man sich in den Nachrichten als der Macher präsentieren kann. Aber bei den Einzelheiten klemmt es. Warum muss das so sein? Während beim Alleingang bis Sonntag 5 Personen sich gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten durften, wurde nebenan in BW ohne Ausgangssperre 3 Personen der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit gestattet. Ohne Tamtam um die Zeitungen und Nachrichten zu beherrschen wurde de facto strenger gehandelt. Am Ende war ab Sonntag bundesweit die BW-Regelung mit einer Person weniger in Kraft.

Ich bin ja ganz bei Söder, dass gehandelt werden musste. Ohne ihn wären die Ministerpräsidenten bis heute nicht in die Gänge gekommen. Aber bitteschön dann auch konsequent und nicht in der Durchführung solch hahnebüchene Riesenlöcher übriglassen. Wenn man es nicht kann, der Blick ins Nachbarland hätte das bayrische Verkehrsministerium auch auf den neuesten Stand gebracht. Solch einen Schlingerkurs sollte sich Söder nicht noch mal erlauben.

(Und wer jetzt auf die Meldung der überfüllten Stuttgarter S-Bahn verweisen möchte, dem sei gesagt, dass im Text des Ministeriums vom 18.3. die S-Bahn Stuttgart ausgeschlossen war, die momentan offenbar den gleichen Mist baut. Offensichtlich ist da NVBW nicht zuständig. Diese Lücke sollte jetzt auch rasch geschlossen werden, Zuständigkeitswirrwarr macht für den geneigten Bürger auch hier keinen Sinn. Da müsste die Weisungsbefugnis überarbeitet werden.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 18:15.

Wenn ich solche Threads lese.

geschrieben von: M. Müller

Datum: 25.03.20 18:18

RhBDirk schrieb:
knoedel schrieb:
Sven939 schrieb:
(Schönen Gruß an Herrn Weselsky)
Welchen Anteil genau hatte er an diesem Fahrplan?
Clausi fordert doch die drastische Reduzierung - zwar "nur" im Fernverkehr, wäre das aber im Regioverkehr nicht schon gekommen, würde der Typ auch das dort einfordern.
Denke ich immer, wie alt mag wohl der Verfasser sein? Wahrscheinlich noch pubertierend, denn genau zu einem solchen Typ passt eine solche Bemerkung.

Man erwartet in einem sog. Fachforum andere fachliche Antworten als solche. MfG
"Clausi" vertritt meines Wissens aber das Personal bzw. die Angestellten; nicht das Material.
Seine "drastische Reduzierung" bezieht sich somit auf das Einsparen von Personal (also zumindest Lokführer und Begleitpersonal).
Das muss aber nicht unbedingt zur Folge haben, dass auch die Züge 'kleiner' werden.

Halb soviel Personal kann auch nur halb soviel Züge fahren - das ist klar.
Aber Züge haben - im Gegensatz z.B. zum Bus - den Vorteil, dass man das Platzangebot z.B. verdoppeln kann, ohne mehr Personal einsetzen zu müssen.
Wenn man also die Züge jetzt z.B. doppelt so lang machen würde .... (mal kurz überlegen) .... dann wäre das Platzangebot quasi gleich.
Zumal sich das 'noch arbeitende Volk' in Bayern mit Sicherheit auch nicht gleichmäßig auf alle in 'Normalzeiten' angebotenen Züge verteilt.
Um um 8:30 in München zu sein, gibt es wahrscheinlich sich so viele 'optimale' Züge.
Wenn so ein Zug dann aber z.B. doppeltes Platzangebot hat, wäre es sogar besser als vorher.

Wahrscheinlich scheitert es aber wieder mal an der komplizierten Bürokratie ....
Der Besteller hat 2-Teiler bestellt; da kann man jetzt nicht einfach mit 4-Teilern fahren ..... (Sogar das Fahrzeugmaterial ist ja z.T. festgelegt)

Bei uns kann auch nicht einfach mal auf der Linie S3 ein 423'er durch einen 430'er ersetzt werden. (Ich meine jetzt nicht gemischt 423&430 sondern reine Voll- oder Langzüge)
Die 433'er sind nur für die Linien S1 und S2 vorgesehen, da so bestellt. Die 423'er für die Linien S3 und S4 (nur als Beispiel).
Da kann man das nicht einfach mal pragmatisch ändern/lösen sondern läßt lieber bei Tfz-Mangel ganze Kurse ausfallen statt einen 'vertragsfremden' Zug einfach mal fahren zu lassen.
(Zumal es fahrzeugmäßig meist eh recht knapp zugeht).

Sowas geht nicht - wo kämen wir denn da hin??? ;-)

LG
Rainer

Edit: 433 durch 430 ersetzt. (Danke für den Hinweis!)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 08:55.

Re: Wenn ich solche Threads lese.

geschrieben von: ifra

Datum: 25.03.20 18:31

Hier hat man in Bayern wieder im voraus eilenden Gehorsam offensichtlich übertrieben.

Schaut man auf die Seiten der SBB ( [www.sbb.ch] so geben sie bei den Kürzungen angesichts des Fahrgastrückgangs wegen der Corona-Krise an, dass die staatlichen Empfehlungen zum Abstandhalten eingehalten werden können. Sprich: Einhaltung vion Mindestabstand ist schon mitgedacht.

In Deutschland habe ich das Gefühl, dass für die betrieblichen Kürzungen andere Maßstäbe gelten. Jedenfalls die Chance, mit ausreichender Zuglänge und angemessenen großzügigen Platzangebot den öffentlichen Verkehr in dieser Krise in seinen Vorteilen darzustellen, diese Chance scheint man sich bewusst zu vergeben.

Lt. Medien sagte GDL-Chef Weselsky übrigens wörtlich: „Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter.“

Bitte beachtet das Wörtchen "mindestens". Ich habe ihn so verstanden, es könte auch weniger sein. Und von einer Beschränkung auf Fernverkehr habe ich bei ihm dabei auch nichts gelesen.

Also, eine Einladung zur Nutzung öffwentlicher Verkehrsmittel in diesen Zeiten an alle, die unterwegs sein müssen, sind die Äußerungen Weselkys nicht gerade.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 18:32.
Sven939 schrieb:


(Schönen Gruß an Herrn Weselsky)


Mit jedem sachlichen Thema machst du mit so einem Blödsinn zu nichte, Glückwunsch.


Zum Thema: Ich kann den Ärger sehr gut verstehen, zwar finde ich die Ausdünnung des Fahrplanes sehr sinnvoll, allerdings hätte man ruhig die Kapazitäten der fahrende Züge erweitern können, so fährt Abellio NRW vieles in Doppeltraktion, wie z.B die S7 oder fährt gleich längere Züge, wie die S2.
blubb88 schrieb:


Bei uns kann auch nicht einfach mal auf der Linie S3 ein 423'er durch einen 433'er ersetzt werden. (Ich meine jetzt nicht gemischt 423&433 sondern reine Voll- oder Langzüge)
Die 433'er sind nur für die Linien S1 und S2 vorgesehen, da so bestellt.


Da anscheinend keiner deinen Fehler gemerkt hat, der 433 ist der Mittelwagen des 423! Welchen du meinst ist der 430!

Wohl dem der ein KFZ...

geschrieben von: 215055

Datum: 25.03.20 19:20

...sein Eigen nennen kann!
Der Straßenverkehr läuft nämlich zur Zeit ziemlich Staufrei ab.

Gute Fahrt!

https://s15.directupload.net/images/190104/ctvvl4so.jpg

Re: Wohl dem der ein KFZ...

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 25.03.20 19:26

215055 schrieb:
...sein Eigen nennen kann!
Der Straßenverkehr läuft nämlich zur Zeit ziemlich Staufrei ab.

Gute Fahrt!
Was wiederum einige Raser auf den Plan ruft, die in ihrem Auto eine Verlängerung ihrer Potenz sehen. Kann immer noch nicht verstehen, wie man Rasen so geil finden kann. Kriegt man dabei einen hoch?
Moin,

das umstellen von Umläufen auf neue Fahrzeuge ist leider nicht so einfach, wie einige immer wieder meinen. Das größte Problem ist, das man Personal braucht, die diese Fahrzeuge bewegen dürfen und gleichzeitig auf den Strecken kundig sind, wo sie eingesetzt werden. Fehlt eine Komponente, ist dein Gedanke schon mal nicht umsetztbar. Und bei einem S-Bahn System wie München, fängt deswegen bewusst mit einer oder zwei Linien an, je nach Fahrzeugzulauf und bilden entsprechend das Personal aus. Und da selbst das zur Zeit auf Eis liegen wird, kommt man nicht weiter.

Natürlich kann man die Schichten umstellen, aber auch hier braucht man Zeit dafür und man muss noch mehr Aufpassen, weil es dann ja nicht nur 1 Fahrzeug gibt auf der Linie, also kommt mal ein 423 mal ein 430, das ist im Regelbetrieb schon Problembehaftet und würde bei Störungen wohl zum Zusammenbruch führen.

Somit kann nicht ohne weiteres auch andere Linien umstellen, denn dann müssten auch die Tf mit von der Partie sein, denn es wird nicht nur Zentral von einer Stelle aus gefahren, sondern man hat mehrere Stellen, die eingebunden werden müssten.

Als scheitert es selten am nicht wollen, sondern eher am Ausbildungsstand der Personale und das kann keiner beeinflussen, denn der Restbetrieb muss ja weiterhin laufen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Kommt drauf an...

geschrieben von: M. Müller

Datum: 25.03.20 19:42

traktionsumrichter schrieb:
215055 schrieb:
...sein Eigen nennen kann!
Der Straßenverkehr läuft nämlich zur Zeit ziemlich Staufrei ab.

Gute Fahrt!
Was wiederum einige Raser auf den Plan ruft, die in ihrem Auto eine Verlängerung ihrer Potenz sehen. Kann immer noch nicht verstehen, wie man Rasen so geil finden kann. Kriegt man dabei einen hoch?
Kommt drauf an, welches nette Häschen auf dem Beifahrersitz sitzt.
Auch wenn ich (mittlerweile gewerkschaftslos) die ständigen Keilereien von Sven939 gegen die GdL ebenfalls als unpassend bzw. als der Sache schadend empfinde (die sofortigen Repliken diverser GdL-Mitglieder allerdings ebenso): Zur Wahrheit gehört nun einmal, dass Herr Weselsky und seine GdL nicht "das Personal" vertreten, sondern einen Großteil der Tf, einen Teil der Zub und einen Teil der Gastropersonale. Er vertritt - neben den infrastrukturellen Mitarbeitern - insbesondere nicht das Werkstättenpersonal - was bei unverkürzten Zügen im vollen Umfang weiterarbeiten müsste - ohne Rücksicht z.B. auf Kinderbetreuungsprobleme.

Gruß
Detlev

Re: Kommt drauf an...

geschrieben von: teile

Datum: 26.03.20 08:15

Dafür sollte bei dem Tempo hoffentlich keine Zeit bleiben. Dass muss irgendwie eher etwas autoerotisches sein.
Clausi fordert doch die drastische Reduzierung - zwar "nur" im Fernverkehr, wäre das aber im Regioverkehr nicht schon gekommen, würde der Typ auch das dort einfordern.

Hast Du Typ denn schon abgeklärt, warum der Regionalverkehr nicht mit voller Zuglänge unterwegs ist? Weselsky hat sicher auch nicht gefordert die Verkehre pauschal in den Berufsverkehrsspitzenzeiten auszudünnen.

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
In den meisten Fällen dürfte es kein Problem sein Züge nach Samstags/Sonntagsfahrplan mit der gleichen Stärke/Zuglänge fahren zu lassen wie es an einem normalen Werktag üblich wäre. Also statt 2x ET mit 3x/4x ET. Es muß sich nur jemand zuständig fühlen, ist ja kein Zauberhandwerk. Vor allem wo jetzt so viele Tf frei haben dürfte es kein Problem sein ggf. ein, zwei Umsetzer zur Zugzusammenstellung einzuplanen.

Das Ding wird eine gewisse behäbige Denke sein. Wie vor Jahren bei der S-Bahn Hannover: Ich begleite einen Tf auf dem S1-Rundkurs und wundere mich, daß er kurz vorm Hauptbahnhof im FIS für den zweiten Zugteil "nicht einsteigen" aktiviert. Es war ein Samstagnachmittag im Advent und der Bahnsteig dann auch proppenvoll mit Leuten, die ihre Weihnachtseinkäufe nach Hause schaffen wollten. Ich fragte, warum man den Zug ausgerechnet jetzt schwächt, das wird doch mit nur einem Zugteil eine hoffnungslose Überfüllung geben. "Ja klar geht das schief. Aber der hintere Wagen geht ab, weil wir das immer so machen. Da wird auch an solchen Tagen nichts geändert. Immmmer schön nach Plan!"

Ich kann mir also lebhaft vorstellen wie das jetzt werktags aktuell nach Corona-Wochenendfahrplänen vielerorts in der Republik abgeht. Deutschland dürfte Weltmeister sein in Detailplanungen bis ins letzte Glied und in den letzten Zipfel. Aber Deutschland hat verlernt zu reagieren. Weil das eben nicht in den Plänen steht.

Gruß, Olaf

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Neue Bahnfahrzeuge? System Bananenreife: Ware reift beim Kunden!
Da hast Du Recht.

Ich meinte nicht das Personal (also Alle Mitarbeiter im Sinne von großer Mehrheit) sondern Personal im Gegensatz zu Material.
Wenn Herr Weselsky fordert, weniger Züge fahren zu lassen, tut er dies vor dem Hintergrund dass dafür weniger Personal benötigt wird und so Freiraum geschaffen werden kann, um in zukünftigen Spitzenzeiten wieder mehr Möglichkeiten zu haben, wie auch um sicherzustellen, dass jetzt in der aktuellen Krise genug Personal(reserven) vorhanden sind, um ein vermindertes aber extrem wichtiges Grund-Angebot an Zugfahrten aufrecht erhalten zu können.
Wenn dann hierbei etwas 'nicht klappt' muss das nicht automatisch daran liegen, dass nicht alle bestellten Züge fahren (können), weil Herr Weselsky 'sein Personal' zurückzieht.
Einschränkungen gibt es in dieser Krise nun mal auf jeden Fall - ein 'eingeschränktes Platzangebot' hat mit dieser Forderung erst einmal wenig bis gar nichts zu tun.

Wenn sich jetzt doppelt so viele Menschen statt in einen 2-Teiler in einen 1-Teiler zwängen müssen, der, gemäß der Personaleinsparungs-Forderung von Herrn Weselsky auch als 3-/ oder 4-Teiler hätte fahren können, hat das nichts mit dieser Forderung an sich zu tun. Wenn z.B. jeder 2. Zug ausfällt (nicht gefahren wird), müsste ja genu Fahrzeugmaterial vorhanden sein. Wenn das nicht der Fall ist, muss das andere Gründe haben.

Werkstätten und sonstige Service-Personale, die (in diesem Fall jetzt) nicht von der GdL vertreten werden, gibt es auch - und sogar sehr viele.

Trotzdem halte ich den Ansatz/die Forderung der GdL in diesem Zusammenhang für sinnvoll.
Ich denke, Lokführer und Zugbegleiter (um nur mal diese zu nennen) haben des bisherigen Zustandes des/der Bahnunternehmen geschuldet viele "Überstunden" angehäuft. (Der Grund ist erst mal nebensächlich).
Wenn nicht jetzt, wann besteht dann die Chance, hier für Entlastung/Abbau zu sorgen.

Das Werkstattpersonal hat natürlich mindestens die gleichen Probleme - nur kam dieses Bild in der Öffentlichkleit bisher nie so an. Keiner denkt daran, dass die Züge auch 'gewartet' werden müssen.
Und ob Züge ausfallen, weil sie in der Werkstatt nicht fertig werden oder weil ein Lokführer fehlt, wird eher Letzterem zugfeschrieben....
Da wäre jetzt mal die Zeit, deutlich darauf hinzuweisen, dass es noch mehr 'Problemfelder' gibt, als nur die 'Lokführer'.

Wenn ich da an den exzessiven Einsatz der 103'er im - für diese Lok eigentlich nie vorgesehenen - 'schweren' IC-Dienst denke.
Wie das im damaligen Bw Frankfurt1 ablief, wird deutlich, wie wichtig ausreichend und gutes Werkstattpersonal ist.
Was da zum Teil geleistet wurde, um einzelne Maschinen der auf Verschleiß eingesetzten 103er in der knappen Zeit (Wendezeit in Ffm bis zum Wiedereinsatz) betriebsbereit zu halten, kann ich nur staunen.
Kollegen berichteten, dass da mehr als 30 Mann gleichzeitig an einer Maschine gearbeitet haben, um die Wartung rechtzeitig vor dem nächsten Einsatz abgeschlossen zu haben ....
Aber es ging. Wohl auch, weil die Notwendigkeit erkannt und umgesetzt(!) wurde, dass hierfür 'genug' Personal vorhanden sein muss! (Wobei 'genug' ja auch immer subjektiv ist).

LG
Rainer

Wegen Corona wird die Verkehrswende rückabgewickelt

geschrieben von: Anbeku

Datum: 26.03.20 10:06

Nach der Kriese wird auch der letzte begriffen haben, dass er mit eigenem Auto deutlich besser dran ist, als sich auf die Bahn zu verlassen und für die ganzen Eisenbahninfrastrukturprojekte wird dann eh kein Geld mehr da sein.
Guten Morgen zusammen,
auch an dieser Stelle sehr gerne noch einmal mein Hinweis, dass sich beide Forderungen (einerseits genügend Kapazität, andererseits Verminderung der gefahrenen Leistungen) nicht ausschließen. Es muss weder hier im Forum, noch zwischen den Beteiligten selber ein „Kampf“ um wer hat Recht stattfinden. Wir schreiben meiner Kenntnis nach das Jahr 2020, in dem - Corona hin oder her - ein Großteil der Planungen computerbasiert mit entsprechender EDV stattfinden. Und die Planer selber können auch vorzüglich aus dem Home Office arbeiten - denn das sind keine Ad-Hoc Disponenten. Sowohl im Fernverkehr als auch im ÖPNV muss ein neuer Fahrplan gestrickt werden unter Berücksichtigung der Fahrgastzahlen der vergangenen Woche. Welche ja permanent erhoben werden. Im Berufsverkehr bzw bei sonst nachgefragten Verbindungen muss um die so wichtigen Abstandsregeln einzuhalten, mit ausreichender, ja maximaler Kapazität gefahren werden. Teilweise wäre es sogar erforderlich, Entlastungszüge einzulegen. Darüber hinaus ist es aber, bspw für den Fernvekehr genannt, wirklicher Quatsch, stündlich einen ICE München-Hamburg fahren zu lassen. Da kann man gut und gerne mehr als 50% oder mehr der Angebotenen Fahrten streichen. Vermutlich dürfte samstags wegen den fehlenden Urlaubern/Ausflüglern fast der komplette Fernverkehr nicht mehr notwendig sein.
Alle Beteiligten sollten unter Berücksichtigung der neuen Voraussetzungen aus dem Quark kommen, und zusammen ein Konzept auf die Beine stellen, welches die Vorraussetzungen erfüllt!
Alles andere ist fahrlässig, alles andere spielt mit der Gesundheit von Gästen und Personal.
Zudem erwarte ich unter Anbetracht der RKI Empfehlungen eine neue Übersicht, in welchem Fahrzeug sich maximal wie viele Gäste aufzuhalten haben.

Hier im Forum sind doch viele Gewerkschafter und Eisenbahner aktiv - es ist an der Zeit, zusammen über ein sinnvolles Konzept nachzudenken, welches sowohl die Minderung an Verkehrsleistungen, aber auch die Bereitstellung von ausreichender Kapazität berücksichtigt.

Viele Grüße, in der Hoffnung die Beteiligten hier und dort hören auf sich zu beschuldigen, und fangen endlich an zu arbeiten! Gilt natürlich im Nahverkehr genau so für die Besteller ;)

http://www.immeranbord.com
Reiseabenteuer und mehr...
Das ist ja alles schön und gut, klar könnte man EVU-seitig noch Entlastungszüge planen - aber DB Netz ist ja jetzt schon überlastet alleine die Ausfälle aller EVU in ihre Systeme für die Fdl einzubauen. Dann noch was neues dazu konstruieren? Es hat schon seinen Grund warum normalerweise im Jahresfahrplan die Planungsvorläufe so lang sind. Das kann man nicht eben mal auf wenige Tage zusammenstauchen.
Ausserdem müssen die ganzen Baumaßnahmen die ja bereits im Regelplan eingebaut waren nun wieder auf den ausgedünnten Plan angepasst werden. Das frisst den Planern aktuell auch viel Zeit.
Moin,

es geht nicht um die beiden Bereitsteller, es geht auch um Werkstattkapazitäten, denn diese werden bei solchen Systemen gerne auf das Wochenenden gelegt, weil der Fahrzeugbedarf deutlich geringer ist, all das müsse man ebenso umplanen, wenn man am WE anderes fahren soll. Dazu kommt eben auch dort, wie sieht der K-Stand dort aus? Viele reden immer wieder über die Züge, Tf und Kundenbetreuer, keiner macht sich gedanken, wie die Werkstätten arbeiten, denn die braucht es nun mal auch um das System Schiene zu erhalten.

Und die Sache in Hannover, liegt am Besteller, wenn der es so will, muss der Kunde damit leben, haben einige immer noch nicht begriffen.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
bollisee schrieb:
Sven939 schrieb:
Seit dieser Woche gilt in Bayern defacto der Sonntagsfahrplan, auf der Strecke Augsburg-München kommt deshalb zu überfüllten Zügen im Berufsverkehr beim Fugger Express.
Die vom RKI empfohlenen Maßnahmen werden damit ad absurdum geführt. Bürger in Bayern dürfen (fast) das Haus nicht mehr verlassen, aber stehen dann 40 Minuten zusammengepfercht im Zug. Eigentlich hätte man jetzt die Kapazitäten sämtliche Züge als Vierteiler verkehren zu lassen!

Artikel der Augsburger Allgemeinen: Wenn der Arbeitsweg mit dem Zug zum Infektionsrisiko wird
[www.augsburger-allgemeine.de]

(Schönen Gruß an Herrn Weselsky
Winnie Hermann hat im Nachbarland doch schon eine Steilvorlage gemacht:
„Die Züge werden nicht verkürzt“, betonte der Verkehrsminister. „Wir wollen es den Fahrgästen erleichtern, die Sicherheitsabstände von mindestens 1,5 Metern zu Mitreisenden einzuhalten.“

Aber Rambo Söder kann es ja besser. So braucht es ein publikumswirksame Ausgangssperre, wo man sich in den Nachrichten als der Macher präsentieren kann. Aber bei den Einzelheiten klemmt es. Warum muss das so sein? Während beim Alleingang bis Sonntag 5 Personen sich gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten durften, wurde nebenan in BW ohne Ausgangssperre 3 Personen der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit gestattet. Ohne Tamtam um die Zeitungen und Nachrichten zu beherrschen wurde de facto strenger gehandelt. Am Ende war ab Sonntag bundesweit die BW-Regelung mit einer Person weniger in Kraft.

Ich bin ja ganz bei Söder, dass gehandelt werden musste. Ohne ihn wären die Ministerpräsidenten bis heute nicht in die Gänge gekommen. Aber bitteschön dann auch konsequent und nicht in der Durchführung solch hahnebüchene Riesenlöcher übriglassen. Wenn man es nicht kann, der Blick ins Nachbarland hätte das bayrische Verkehrsministerium auch auf den neuesten Stand gebracht. Solch einen Schlingerkurs sollte sich Söder nicht noch mal erlauben.

(Und wer jetzt auf die Meldung der überfüllten Stuttgarter S-Bahn verweisen möchte, dem sei gesagt, dass im Text des Ministeriums vom 18.3. die S-Bahn Stuttgart ausgeschlossen war, die momentan offenbar den gleichen Mist baut. Offensichtlich ist da NVBW nicht zuständig. Diese Lücke sollte jetzt auch rasch geschlossen werden, Zuständigkeitswirrwarr macht für den geneigten Bürger auch hier keinen Sinn. Da müsste die Weisungsbefugnis überarbeitet werden.)
Nun glaube ich kaum dass "Rambo" Söder sich in die Fahrplanangelegenheiten jedes EVU einmischt. Meine Beobachtung ist die, es findet immer noch reger Berufsverkehr statt (natürlich abhängig von der Verbindung), jedoch der übrige Verkehr ist kaum noch vorhanden. Die Umstellung auf Sonntagsverkehr ist da oft nicht so zielführend. Ein neues Fahrplankonzept wäre notwendig, was sich aber von jetzt auf gleich nicht aus dem Ärmel schütteln lässt.

Hinzu kommt, wann und in welcher Form werden Schulen wieder öffnen? Es kann ja sein, dass Schulen mit verminderter Schülerzahl absehbar betrieben werden dürfen, wobei die Anfangs- und Endzeiten dann vielleicht anders sind. Für alle Beiteiligten ist die Situation völlig neu und mit Sicherheit nicht immer einfach zu lösen. Natürlich ist es einfach Maximalforderungen zu stellen, aber auch etwas sollte auch die "Wirtschaftlichkeit" der gesamten Gesellschaft im Hintergrund behalten werden.
nikolai schrieb:
Hinzu kommt, wann und in welcher Form werden Schulen wieder öffnen? Es kann ja sein, dass Schulen mit verminderter Schülerzahl absehbar betrieben werden dürfen, wobei die Anfangs- und Endzeiten dann vielleicht anders sind. Für alle Beiteiligten ist die Situation völlig neu und mit Sicherheit nicht immer einfach zu lösen. Natürlich ist es einfach Maximalforderungen zu stellen, aber auch etwas sollte auch die "Wirtschaftlichkeit" der gesamten Gesellschaft im Hintergrund behalten werden.
Nun nicht gleich alle Schüler. Zum einem kommen jetzt die Wochen der Osterferien für viele Bundesländer.

Interessant aber wird es schon, wenn werdende Abiturienten von den Kultusministern zu ihren schriftlichen Prüfungen gebeten werden. Sind die wenigstens schon "eingeplant"?

Manchmal beschleicht mich der Zweifel, dass man nicht an die Wege von Menschen im Schichtdienst wie Ärzte, Krankenschwestern, Altenpfleger Polizisten, Lokführer, Verkäufer in Lebensmitteldicounter, Lagerarbeiter bei den Paketdiensten, und viele andere, die sich in vollen Fahrzegen wiederfinden, deutlich länger brauchen oder deren Tagesrandfahrten für Hinfahrt gegen 5.00 oder Rückfahrt um 22.00 auf der Streichliste ganz oben stehen, obwohl diese sowieso Sonderschichten schieben oder mal noch die eine oder andere Überstunde einlegen. Deren Arbeit sollte man nicht nur in der Öffentlichkeit beklatschen, sondern soweit Wert schätzen, dass ihnen in diesen Krisenzeiten möglichst bequeme, sichere, zuverlässige Hin- und Rückfahrten zur Arbeit ermöglicht wird.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 17:03.
MD 612 schrieb:
RhBDirk schrieb:
Clausi fordert doch die drastische Reduzierung - zwar "nur" im Fernverkehr, wäre das aber im Regioverkehr nicht schon gekommen, würde der Typ auch das dort einfordern.
Wenn Du jetzt nicht so viel Schaum vor der Gusche hättest, dann wäre Dir und Klein-Svenilein beim Lesen des verlinkten Artikel sicher aufgefallen, dass die Bahn auf der fraglichen Strecke das Angebot nicht halbiert, sondern offensichtlich geviertelt hat. Davon hat Claus nicht gesprochen...

Schaum abwischen, Herztabletten, Arzt aufsuchen, denn auch eine Weselsky-Allergie ist mit Sicherheit heilbar...

Gruß Peter
Sie scheinen ja ein besonders helles Kerlchen zu sein...

Bekommen Sie dafür Kuscheleinheiten oder was soll das unnötige Geblubber?

Als Mensch an der Öffentlichkeit muss ich mit sowas eben rechnen. Erst recht bei provokativen Äußerungen einer Spartengewerkschaft.
ET 403 schrieb:
Sie scheinen ja ein besonders helles Kerlchen zu sein...
Das bin ich.

ET 403 schrieb:
Als Mensch an der Öffentlichkeit muss ich mit sowas eben rechnen. Erst recht bei provokativen Äußerungen einer Spartengewerkschaft.
Ja, manche wie Du fühlen sich schlau und verstehen einfachste Zusammenhänge nicht. Deswegen werden Dir sie hier erklärt.

Was die Erde braucht, ist eine Menschheit, die sie nicht länger als Supermarkt, sondern als Heimat betrachtet.
Yann Arthus-Bertrand (*1946) französischer Fotograf, Reporter, Umweltschützer

Streckenagent: weitere Veränderungen ab 30.03

geschrieben von: Sven939

Datum: 27.03.20 12:21

Laut Streckengenten kommt es ab kommenden Montag "um einen stabilen Grundfahrplan zu gewährleisten zu weiteren Veränderungen im Regelfahrplan"!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.20 12:22.
MD612 schreibt
Schaum abwischen, Herztabletten, Arzt aufsuchen, denn auch eine Weselsky-Allergie ist mit Sicherheit heilbar...

Gruß Peter
Popcorn rausholen, vorm Rechner sitzen und hoffen, das Corona noch lange anhält. Denn es ist wieder Zeit, Gewerkschaft gegen Gewerkschaft :P na, wer wird im Duell diesesmal der Sieger sein, die Transnet oder die GDL RRRRRRRRing frei, 1. Runde.

Gruß, 219 003-1