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Angemeldet: -

GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: ifra

Datum: 25.03.20 08:29

Heute in den Nachrichten vom Deutschlandfunk:

[www.deutschlandfunk.de]

"Die Lokführergewerkschaft GDL fordert, das Fahrtenangebot für Bahnreisende wegen der Corona-Krise deutlich zu reduzieren.
Der GDL-Vorsitzende Weselsky sagte der Deutschen Presseagentur, die Fahrgastzahlen seien deutlich gesunken. Deshalb sollte die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können. Auch Lokführer und Zugbegleiter würden krank. Die Bahn habe zu lange an einem 100-Prozent-Angebot festgehalten, jetzt sei sie immer noch bei rund 90 Prozent. Weselsky sagte wörtlich: „Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter.“ Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn berät heute über die Lage des Bundesunternehmens."

Ich habe mir erlaubt, einen neuen Thread aufzumachen, da es nicht um konkrete Notfahrpläne geht.
Wenn es woanders schon Thema ist, können die Admins es dahin geschoben werden.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: ifra

Datum: 25.03.20 08:35

Mein Kommentar:

GDL-Chef Weselsky liefert eine Steilvorlage an die Supermarktketten:

Macht jetzt jeden zweiten Laden zu. Damit das Personal auch noch in einigen Wochen Nudeln und Klopapier verkaufen kann.

Macht jetzt jedes zweite Krankenhaus zu, damit in einigen Wochen noch Erkrankte behandelt werden können.

Herr Weselsky hat wohl noch nicht begriffen, dass die Bahn nicht nur zum Erhalt der Arbeitsplärtze von Lokführern und Zugbegleitern fährt, sondern auch den Sinn der Daseinsvorsorge hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 08:36.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: TGV4402

Datum: 25.03.20 08:42

Hier geht es wohl um den Fernverkehr.

SBB und ÖBB haben diesen schon stark ausgedünnt. Die Fahrgastschwund in diesen Ländern liegt bei mehr als 70% mit weiter abnehmender Tendenz.

Ich denke bei uns sieht es nicht besser aus.

D. h. eine Anpassung wird kommen. Auch ohne die Empfehlung von Herrn Weselsky.

Die DB hatte schon vor der Krise finanzielle Probleme und sollte z. B. Arriva verkaufen.

Diese Situation wird sicher nicht dadurch verbessert, wenn man leere Züge durchs Land fährt. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu sehen, dass sich die Situation auch so dramatisch verschlechtern wird.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 08:48.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Jochen-1958

Datum: 25.03.20 08:44

ifra schrieb:
Heute in den Nachrichten vom Deutschlandfunk:

[www.deutschlandfunk.de]

"Die Lokführergewerkschaft GDL fordert, das Fahrtenangebot für Bahnreisende wegen der Corona-Krise deutlich zu reduzieren.
Der GDL-Vorsitzende Weselsky sagte der Deutschen Presseagentur, die Fahrgastzahlen seien deutlich gesunken. Deshalb sollte die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können. Auch Lokführer und Zugbegleiter würden krank. Die Bahn habe zu lange an einem 100-Prozent-Angebot festgehalten, jetzt sei sie immer noch bei rund 90 Prozent. Weselsky sagte wörtlich: „Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter.“ Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn berät heute über die Lage des Bundesunternehmens."

Ich habe mir erlaubt, einen neuen Thread aufzumachen, da es nicht um konkrete Notfahrpläne geht.
Wenn es woanders schon Thema ist, können die Admins es dahin geschoben werden.
Es geht doch wohl um den Fernverkehr und nicht um den Nah- und Güterverkehr... Der Nahverkehr ist deutlich eingeschränkt, wobei man schlecht verstehen kann, dass vielfach Züge gekürzt werden, wodurch man kaum Personal spart, es aber zu überfüllten Zügen kommt. Beispiel: Nur 1x 425 auf der RB 27 Mönchengladbach - Koblenz statt Doppeltraktion...

Jochen

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 25.03.20 08:49

ifra schrieb:
Herr Weselsky hat wohl noch nicht begriffen...

Begreifen ist auch Deine Stärke offenbar nicht.
Die von Dir genannten Einrichtungen bis auf Supermärkte haben doch schon wesentlich reduzierte Öffnungszeiten, wenn sie nicht ganz geschlossen sind. Wohingegen Krankenhäuser nach wie vor stark ausgelastet sind, möglicherweise sogar noch stärker als normal.
Die Züge hingegen sind jetzt bei weitem nicht so stark ausgelastet, wie gewöhnlich, fahren aber zum großen Teil noch.
Du vergleichst also Brötchen mit Gurken und hast den Gedanken hinter Weselskys Vorschlag nicht im Geringsten begriffen. Hauptsache trotz fehlender Einblicke irgend etwas Anti-GDL-Populistisches 'rausgehauen.
Aber der Schuß geht leider in Dein eigenes Schlauchboot...

Problem?

geschrieben von: M. Müller

Datum: 25.03.20 08:50

Wo ist das Problem? Weil der Herr GDL das sagt?

Vor einigen Tagen wurde hier diskutiert, es fahren zuviele Züge, jetzt ist eine andere Meinung im Raum und wieder ist das nicht richtig.

"Daseinsvorsorge" geht auch mit einem Mindestangebot an Zügen und ÖPNV in der jetzigen einzigartigen Situation. Übrigens besteht "von oben" bekanntlich mehr oder weniger ein Reiseeinschränkung wegen der Virusausbreitung. Dem kann die Bahn Fv Rechnung tragen.

Also soll die Bahn das so machen wie die Verkehrsbetriebe im Land, deutlich zurück fahren, umso sicherer kann man dann einen Fahrplan auch tatsächlich fahren! Zum Schutz der fahrenden Mitarbeiter! Und nur das zählt.

Eine Takthalbierung muß endlich beim Fernverkehr kommen

geschrieben von: pm

Datum: 25.03.20 08:54

Der Mann hat Recht,es ist einfach völlig schwachsinnig soviele Züge fast völlig leer durch die Gegend zu fahren.Dies kann sich nur ein Unternehmen leisten, was derartig von uns Steuerzahlern dann voll finanziert werden muß.
Alle anderen Länder in Europa haben dies übrigens auch schon die Takte im Fernverkehr wesentlich drastischer reduziert.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Gumminase

Datum: 25.03.20 09:11

ifra schrieb:
GDL-Chef Weselsky liefert eine Steilvorlage an die Supermarktketten:
Macht jetzt jeden zweiten Laden zu.
Wie kommst Du auf den Vergleich von Fernzügen mit Supermärkten? Da gibt es überhaupt keine Parallele. Wären die Supermärkte so leer wie die Fernzüge, hätten diese die Öffnungszeiten sicher schon eingeschränkt. Sind sie aber nicht.

Menschen, die zu Hause bleiben, müssen Lebensmittel kaufen. Fernverkehr brauchen sie nicht. Herr Weselsky hat absolut recht.

Der Fernverkehr soll lieber zuverlässig fahren, wenn er auch entsprechend genutzt werden kann. Die Welle erkrankten Bahnpersonals wird noch kommen. Für diesen Fall einen realistischen Plan zu haben, ist sicher eine gute Idee.
>Wo ist das Problem? Weil der Herr GDL das sagt?

Vielleicht wurde nur gekürzt, und damit im Sinn geändert, zitiert. Aber was ist mit:

-den ohnehin entfallenden Zügen wenn die Bausaison beginnt? In den Ferienzeiten hat man das (unberechtigte?) Gefühl, dass ohnehin nur noch ein Teil der Regionalzüge fahren. Sollen die und ihre Ausweichmöglichkeiten auch noch wegfallen?
-dem Ersatz für Flugzeuge und Busse, die nicht mehr fahren.
-mit der Einhaltung des 2Meter-Abstands am Freitag- und Sonntag-Nachmittag? Muss man da nicht macherorts sogar noch ein paar Wagen ranhängen?
-welche zusätzlichen Kapazitäten sind wegen der 2Meter-Regel von Nöten, wenn man nach 2 Wochen die Ausgangssperre wieder etwas lockern will ohne eine neue Infektionswelle zu riskieren?

Wird dann pauschal gekürzt oder Tageszeit- und Wochentag-abhängig mit Augenmaß?
Insbesondere die punktuelle und tageszeitspezifische Überlastung auf den langen Laufwegen, bei Bauarbeiten und als Ersatz für andere wegfallende Verkehre muss in den Fokus der Entscheidung gerückt werden. Das ist aus dem kurzen Zitat nicht herauszulesen.

Es bringt auch nichts, dass sich die ganze Republik zurück hält
wenn kurz vor und hinter Frankfurt am Main/München/Köln/Hamburg/Berlin
doch wieder Gedränge im Zug ist und die Übertragungskette der Epidemie wieder steht...

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: ingo st.

Datum: 25.03.20 09:40

Für welchen Bahnverkehr spricht Herr Weselsky?

Um Abstand zu wahren brauch ich 50% Fahrgast bei 100% Plätzen.

Der VRR bestellt Nahverkehr und in den verbliebenen Züge kuschen die systemrelevanten Arbeitskräfte, so das jetzt die Freigabe der Fv-Züge für VRR-Pendler gefordert wird.

Es gibt immer noch eine HVZ, kein Gequetsche mehr, aber auch kein Abstand.

Das mag in anderen Regionen anders aussehen, aber Pauschalaussagen sind einfach unangebracht.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: TGV4402

Datum: 25.03.20 09:51

ingo st. schrieb:
Der VRR bestellt Nahverkehr und in den verbliebenen Züge kuschen die systemrelevanten Arbeitskräfte, so das jetzt die Freigabe der Fv-Züge für VRR-Pendler gefordert wird.
Nicht nur dort. Dann müssen die Besteller eben nachbessern.

[www.general-anzeiger-bonn.de]

<<Der Sonderfahrplan der Verkehrsbetriebe für die Notfallzeit sorgt für Unmut. Der Groll wächst insbesondere bei Fahrgästen, die auf die Pendlerzüge im links- und rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis angewiesen sind. Im Linksrheinischen fährt beispielsweise die S 23 zwischen Rheinbach und Bonn in der Hauptverkehrszeit normalerweise vier Mal in der Stunde, jetzt nur noch einmal und das – bis Dienstag jedenfalls – in Einzeltraktion.>>



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 09:52.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Gumminase

Datum: 25.03.20 09:54

ingo st. schrieb:
Für welchen Bahnverkehr spricht Herr Weselsky?
Aus dem Beitrag des Deutschlandfunks wissen wir:

1. Es geht um gesunkene Fahrgastzahlen --> kein Güterverkehr.
2. Der DB Aufsichtsrat soll etwas entscheiden --> kein bestellter Verkehr

Was bleibt übrig?
Guten Morgen in die Runde,

meiner Meinung nach haben hier beide Seiten Recht. Zum Fernverkehr: Es gibt keinen Widerspruch zwischen der sehr (!) vernünftigen Meinung, genügend Sachverstand walten zu lassen, und mit einem Platzangebot zu fahren, welches die Einhaltung der so wichtigen Abstandsregelungen zulässt. Gleichzeit braucht es aber trotzdem keine 90% Verkehrsangebot.
Es ist wichtig und richtig, dass in der ersten Woche des Kontaktverbots mit nahezu vollständigem Angebot gefahren wird, um nun mit Sinn und Verstand zu analysieren, wie an welchem Verkehrstag die Auslastung jedes einzelnen Zuges war. Wir schreiben schließlich das Jahr 2020, und mit moderner Datenerfassung lässt sich ableiten, wo ich Züge problemlos streichen, kürzen bzw Takte ausdünnen kann. Aber auch, wo es ein Mehr an Plätzen geben muss. Wie z.B. im Berufsverkehr auf bestimmten Relationen. Um dort diese Regelungen einhalten zu können, muss punktuell vielleicht sogar ein vorhandener Zug verlängert oder ein Entlastungszug eingesetzt werden. Es benötigt im Gegenzug aber wohl niemand mehr am Wochenende auf jeder Linie stündlich angebotene ICEs etc.
Im bestellten Nahverkehr sollte das Augenmerk ebenfalls darauf gelegt werden, anstelle zu pauschalisieren. Evtl. reicht mancherorts ein stark reduziertes Angebot, andererseits muss in der Rushhour auf bestimmten Linien das Angebot sogar erhöht werden. Die Frage ist nur, ob Besteller die Möglichkeit haben, so genau zu verfahren.
VG David

http://www.immeranbord.com
Reiseabenteuer und mehr...

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: 219 027-0

Datum: 25.03.20 10:40

ifra schrieb:


Herr Weselsky hat wohl noch nicht begriffen ....



Es gibt sogar Länder in der EU, wo der Reisezugverkehr komplett eingestellt wurde ....

Slowenien und Kroatien

Da fahren nicht mal mehr Busse!

Und nun?

http://loksounds.eu/banner.jpg
===============>>> DIESELPOWER <<<==============

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Bahnhof Mickten

Datum: 25.03.20 11:03

Es ist also sinnvoll, Züge voller warmer Luft fahren zu lassen. Auch wenn die Eisenbahn Grundversorgung absichert, dies mit der Lebensmittelversorgung zu vergleichen, ist absurd. Und vielleicht solltest Du bis zu Ende lesen: Es soll damit auch eine Personalreserve geschaffen werden, für das, was in dieser Situation noch verkehrt.
Lokführer sind eh schon Mangelware.
Die Lebensmittelmärkte dagegen können auf Synergien hoffen, wie jetzt Aldi und McDonald's veranstaltet. So können Personalengpässe aufgefangen werden und das Allerwichtigste gesichert werden.

Helge
ifra schrieb:
Mein Kommentar:

GDL-Chef Weselsky liefert eine Steilvorlage an die Supermarktketten:

Macht jetzt jeden zweiten Laden zu. Damit das Personal auch noch in einigen Wochen Nudeln und Klopapier verkaufen kann.

Macht jetzt jedes zweite Krankenhaus zu, damit in einigen Wochen noch Erkrankte behandelt werden können.

Herr Weselsky hat wohl noch nicht begriffen, dass die Bahn nicht nur zum Erhalt der Arbeitsplärtze von Lokführern und Zugbegleitern fährt, sondern auch den Sinn der Daseinsvorsorge hat.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: ifra

Datum: 25.03.20 11:08

Guten Morgen,

zuerst möchte ich mich für das vielfältige Echo bedanken.

Das Sitzplatzangebot solte in Corona-Zeiten einen Mindestabstand zwischen den beförderten Reisenen erlauben, der großzügiger ist als in Normalzeiten. Das ist für mich grob gerechnet, Nachbarplatz frei und Sitzreihe davor und dahinter frei, also grob maximal jeder vierte Sitzplatz bzw. 25 % der Sitzplätze sind besetzt. Dann ich für mich in Corona-Zeit ein Zug (oder ein Bus) auch voll. Weitere Fahrgäste sollten durch zusätzliches Fahrzeug befördert werden, so es betrieblich geht.

Also bei 500 Sitzpläten im Zug max. 125 Fahrgäste, die sich gleichmäßig verteilen. Bei 160 Plätzen im Triebwagen max. 40 Fahrgäste.

Ob man unbedingt jeden Fernverkehrszug der Bahn über die gesamte Strecke fahren lassen muss, kann man durchaus hinterfragen. Ich denke da gerade an Saisonzüge oder auf Strecken, wo im Regionalverkehr dichte Takte gefahren werden, der Fernzug im Blockabstand fährt, sich die Fahrzeit im Fernverkehr kaum vom Nahverkehr unterscheidet, der vom einzelnen Fernreisenden mit genutzt werden kann, im Fernzug kaum Fahrgäste sind, und für die Garnitur nicht im Umlauf eine andere stark besetzte Fahrt folgt. Also schon mal ziemlich viele Bedingungen.

Gemäß der Nachricht spricht Herr Weselsky aber vom Angebot für alle Bahnreisende. Da sind m.E. auch die Züge des Nahverkehrs enthalten. Auch wenn da Kürzungen nicht ohne Abstimmung mit den Aufgäbenträgern des SPN geht, so kann der Aufsichtsrat durchaus den Wunsch aussprechen.

Ob Weselsky zur langfristigen Sicherung einer Personalreserve den Güterverkehr ebenfalls um 50 % kürzen will, ist ja nicht ausgeschlossen. Allerdings ist es schwer zu vermitteln, dass der Triebfahrzeugführer in der Güterzuglok einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt ist.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 25.03.20 11:12

Kann ich im Fernverkehr nachvollziehen. Im Nahverkehr muß man das genauer prüfen, der ist wichtiger für die Grundversorgung aller Orte. Ich komme mit Metronom statt ICE gut von Göttingen nach Hannover. Im ICE komme ich aber nicht von Northeim nach Alfeld.

Aber Regio ist bekanntlich Sache der Länder und nicht der DB.

Gruß, Olaf

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PM der DB vom 25.03.20:

Unternehmen würdigt ausdrücklich die hervorragende Arbeit der Kolleginnen und Kollegen

Die Deutsche Bahn weist die heutige Kritik von GDL-Chef Claus Weselsky entschieden zurück. Der GDL-Vorsitzende ignoriere die Tatsachen.
Fakt ist, dass die DB überall in Deutschland mit einem stabilen Angebot - übrigens anders als andere - die Mobilität in Deutschland sichert. Auch in schweren Zeiten könnten somit Krankenpfleger, Ärzte, Polizisten und andere Helfer zur Arbeit kommen. Die DB transportiert also "keine heiße Luft" (O-Ton Weselsky), sondern komme ihrem Auftrag zur Sicherung der kritischen Infrastruktur nach. Und dass es in den Zügen derzeit viel Platz gibt, gewährleistet auch die Gesundheit der Reisenden, die somit genügend Abstand zu anderen Fahrgästen halten können.
Fakt ist zudem, dass die DB derzeit im Fern- und Nahverkehr im bundesweiten Durchschnitt rund 75-80 Prozent ihres sonst üblichen Angebotes fährt. Entgegen den Behauptungen von Herrn Weselsky ("90 Prozent") hat die DB also schon Schritt für Schritt ihr Angebot zurückgefahren, um gerade auch schonend mit dem Personal umzugehen. In diesem Zusammenhang würdigt die DB ausdrücklich, dass die Kolleginnen und Kollegen gerade in den vergangenen Wochen eine hervorragende Arbeit geleistet haben.
Dies gilt nicht minder für die Belegschaft des Güterverkehrs, der in der Corona-Krise mehr denn je die Versorgung hierzulande sicherstellt, beispielsweise durch den Transport lebenswichtiger Lebensmittel oder Hygieneartikel.

[www.deutschebahn.com]

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Felin

Datum: 25.03.20 11:16

Im LOK Report steht, dass die Bahn (laut eigenen Angaben?) im Fern- und Regionalverkehr durchschnittlich 75-80% des normalen Angebotes fährt, das ist doch nochmal ein Stück weniger als die 90%, von denen Herrn Weselsky spricht. Inwiefern welcher Verkehr momentan gerechtfertigt und notwendig ist, dazu möchte ich mir kein Urteil erlauben, nur die DB-Zahlen ins Spiel bringen. Auch würde ich als interessierter Laie davon ausgehen, dass die DB selbst am Besten weiß, wie viel sie momentan fährt.

Re: GDL will wegen Corona Bahnverkehr halbieren

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 25.03.20 11:17

Herr Weselsky hat wohl noch nicht begriffen, dass die Bahn nicht nur zum Erhalt der Arbeitsplärtze von Lokführern und Zugbegleitern fährt, sondern auch den Sinn der Daseinsvorsorge hat.

Weselsky hat ganz sicher begriffen. Experten und Fachleute sitzen nicht nur exklusiv hier bei DSO! Fernverkehr ist aber weniger wichtig als Regio! Hast Du denn begriffen, daß alle unnötigen Reisen zu unterbleiben haben? Da bleibt nicht viel übrig. Es wird von Fernzügen mit nur noch 10-20% Auslastung berichtet.

Du solltest mal selber in Klausur gehen, damit Du beim nächsten Mal nicht wieder ICE mit Krankenhäusern vergleichst und ich den Quark lesen muß.

Gruß, Olaf

(,“)
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