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RNZ vom 24.3.2020


Gute Nachrichten für Fahrgäste der S-Bahn Rhein-Neckar der Linien S5 Heidelberg-Sinsheim–Eppingen und S 51 Heidelberg- Aglasterhausen: Ab dem neuen Jahresfahrplan, der am 13. Dezember in Kraft tritt, kommen sukzessive neue Fahrzeuge zum Einsatz, alte S-Bahnen stehen als Reserve zur Verfügung. Hintergrund ist die "Inbetriebnahme des Netzes 6 b der S-Bahn Rhein-Neckar", sagte Christoph Rothfuß von DB Regio Mitte aus Mannheim, dem alten und neuen Betreiber der S 5 und S 51, bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Nahverkehr. ...

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Gruß,
Marko
Hallo,

Mir fällt da besonders ein Abschnitt auf:

Zitat
Der am 1. Mai startende Ausflugsverkehr im Krebsbachtal wird fahrplantechnisch leicht verändert...... . An Mittwochsfahrtagen wird die Mittagsfahrt so angepasst, dass auch Schüler den Zug nutzen können
Ui, ein winzig kleiner Schritt in Richtung Regelbetrieb?
VT schrieb:
Hallo,

Mir fällt da besonders ein Abschnitt auf:

Zitat
Der am 1. Mai startende Ausflugsverkehr im Krebsbachtal wird fahrplantechnisch leicht verändert...... . An Mittwochsfahrtagen wird die Mittagsfahrt so angepasst, dass auch Schüler den Zug nutzen können
Ui, ein winzig kleiner Schritt in Richtung Regelbetrieb?
Servus,

diese gute Tat ist wirklich gut versteckt. Ich gehe davon aus, das mit dieser Maßnahme nur eh verkehrende Züge besser ausgelastet werden sollen. Von Anpassungen im Bus-Verkehr an den betroffenen Tagen wurde nichts geschrieben.

MfG Martin Pfeifer

Lieber Blech- als Plastikspielzeuge!
Und damit ist es eigentlich komplett sinnlos, denn dann fahren statt leeren Zügen leere Busse.

Sinn macht das eigentlich nur, wenn man die Nachfrage erfassen will um einen Regelbetrieb zu rechtfertigen. Allerdings frage ich mich da schon wie das aussehen sollte. Will man den dann dauerhaft mit Museumsfahrzeugen fahren? Nur Schülerverkehr? Für einen richtigen Regelbetrieb mit modernen Fahrzeugen reicht es nicht aus wenn die Schüler fahren. Außerdem muss man sich mal daran erinnern, warum der Regelbetrieb eingestellt wurde. Es ist einfach sehr aufwendig diese relativ kurze Dieselstrecke zu produzieren seit rund rum nur noch elektrifizierte Strecken existieren. Die nächsten Dieselleistungen fahren ab Heilbronn, da wären immer Überführungen nötig.
Alternativ hätte das Land ins Netz 6b aufnehmen und die DB dafür ein paar Mireo BMUs beschaffen können. Allerdings sind die Fahrzeuge auch nicht ganz billig und man hätte trotzdem in die Infrastruktur investieren müssen.

Weitere Verschlechterung ab Eppingen

geschrieben von: chris26

Datum: 25.03.20 07:48

Für Fahrgäste, die ab Eppingen nach Heidelberg fahren wollen, wird es zu weiteren, deutlichen Verschlechterungen kommen. Damit man ab Sinsheim einen sauberen 30 Minuten Takt nach Heidelberg hinbekommt, müssen tagsüber alle S-Bahnen zwischen 09:00 und 20:00 Uhr ab Eppingen in Sinsheim eine 19 minütige Zwangspause einlegen. Der Abschnitt Eppingen- Sinsheim ist eh schon benachteiligt, weil hier nur ein Stundentakt gefahren werden kann.
Damit vertreibt man hier die Fahrgäste von der Schiene.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 07:52.

Jetzt lasst das doch erstmal anlaufen!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 25.03.20 09:58

Guten Tag!

"Sinn macht das eigentlich nur, wenn man die Nachfrage erfassen will um einen Regelbetrieb zu rechtfertigen. Allerdings frage ich mich da schon wie das aussehen sollte. Will man den dann dauerhaft mit Museumsfahrzeugen fahren? Nur Schülerverkehr? Für einen richtigen Regelbetrieb mit modernen Fahrzeugen reicht es nicht aus wenn die Schüler fahren"
Jetzt lasst das doch erstmal anlaufen und redet es nicht schon wieder vorher tot! Der Zug fährt am Rentersonntag sowieso, warum soll man dann nicht auch die - im wahrsten Wortsinne - Mitnahme-Effekte bei Schülern nutzen? Und dann schauen, wie das angenommen wird.
In Ba-Wü ist man bei solchen Themen eigentlich - wieder im wahrsten Wortsinne - immer ganz gut damit gefahren, ein paar Euro in die Hand zu nehmen und so etwas einfach mal auszuprobieren, anstatt es im Vorfeld totzudiskutieren und -rechnen. Sonst würde heute auch nach Stühlingen oder Mulhouse kein Verkehr stattfinden, und den Radexpress im Schienenbus im Krebsbachtal gäbe es überhaupt nicht.

"Außerdem muss man sich mal daran erinnern, warum der Regelbetrieb eingestellt wurde"
Das war vor über 10 Jahren, und es gab für diese NE-Stammstrecke keine Landesbestellungen. Seither hat sich eine Menge verändert - übrigens auch entlang der Strecke selbst. Das scheint eine beliebte Wohngegend für Berufstätige in Heidelberg/Mannheim und Heilbronn/Neckarsulm geworden zu sein. Auch die verkehrspolitische Wetterlage im Südwesten hat sich seither deutlich verändert, und das keinesfalls zum Schaden der Eisenbahn abseits der Magistralen.

Die besten Ergebnisse liefern nun einmal keine Studien (oder gar Bedenkenträger), sondern die Praxis draußen auf den Gleisen. Oder, getreu dem Motto eines US-amerikanischen Sportartikelherstellers: Just do it!

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Corona.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.20 10:03.

Re: Jetzt lasst das doch erstmal anlaufen!

geschrieben von: Schwellenleger

Datum: 25.03.20 10:36

Hallo Heiko,
genau so sehe ich das auch... "Es gibt nichts gutes, außer man tut es.."

Leider denken auch in dieser Gegend manchmal die Leute "zu kurz"..
..beim Beginn mit den Bemühungen um eine Erhaltung der Bahnstrecke vor nunmehr auch schon fast 10 Jahren ging es auch um die Frage eines erneuten und im Gegensatz zum rein auf die Schüler nach N´heim ausgerichteten Verkehrs auch um die Möglichkeiten eines für "jedermann" attraktiven SPNV, der sich ja nach den Pendlerströmen auszurichten hätte - also tendenziell Rtg Heilbronn. In den Gemeindegremien wurde da gleich abgewunken, denn über Neck´Nord würde ja -verständlicherweise- niemand nach HN fahren. Auf den Hinweis, dann solle man die vier Kilometer zwischen Siegelsbach und Bad Rappenau eine Verbindung neu anlegen, wie das schon vor Jahrzehnten geplant und vorbereitet war, gab es wieder verständnisloses Kopfschütteln.."Man kann doch keine Strecke neu bauen.." oder "Bevor man an den Neubau einer Strecke denkt muß man erst mal die bestehende wieder in Betrieb bringen.." u.s.w. . Auch wenn die Leute mit diesen Ansichten einerseits auch "richtig liegen", so muß man andererseits aber auch immer den Blick für das ganze haben, auch in größeren Dimensionen denken. Zum Glück haben sich ja dann bekannte Fachleute wie die Herren Schreiner und Schnaitmann der Sache angenommen und die Argumente entsprechend gewichtet. ;-)

Zurück reduziert auf das aktuelle "Mittwoch-Thema": sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, der:
- die Auslastung der verkehrenden Züge erhöhen kann;
- der die kuriose Situation der nicht zusammenpassenden Fahr- und Schulzeiten korrigiert;
- der wieder einmal mehr zeigt, daß das Land beim SPNV auch auf die Schiene setzt;
- ein weiterer Schritt für eine denkbare Ausweitung des SPNV-Angebots ist;
- bei entsprechender Resonanz auch ein weiterer der ersten Schritte in Richtung "Verbindungskurve nach Bad Rappenau" sein kann..

meint Euer Schwellenleger
Uwe

Re: Jetzt lasst das doch erstmal anlaufen!

geschrieben von: Wessex Trains

Datum: 25.03.20 13:14

Hallo,

das sehe ich genau so, die Region hat durch die Regiobuslinie 899 Sinsheim-Waibstadt-Helmstadt-Aglasterhausen-Neckarelz-Mosbach die Mo-Sa im Stundentakt fährt und wirklich schnell ist an Attraktivität gewonnen. Dazu haben sich unter dem jetzigen Verkehrsminister, egal wie man zu ihm menschlich steht, die Vorzeichen im SPNV deutlich geändert.

Ein durchgehender Zugverkehr Hüffenhardt - Meckesheim ist aktuell technisch gar nicht möglich, die Strecke ab Hüffenhardt ist in Neckarbischofsheim Nord nur über eine Schlüsselweiche an die Strecke Aglasterhausen - Meckesheim angebunden, alleine das zu ändern und die Strecke in das ESTW Elsenztal einzubinden ist ein Invest der sich kaum lohnen dürfte.
Die Strecke wäre übrigens nicht die einzige Strecke in Deutschland die mit nicht unbedingt Zeitgemäßen Fahrzeugen Schülerverkehr durchführt, die Schwäbische Alb Bahn Münsingen - Kleinengstingen (-Gammertingen) mit NE81 bzw MAN Schienenbussen, die Molli Bad Doberan - Kühlungsborn (mit Dampfloks), die Döllnitztalbahn Oschatz-Mügeln-Glossen/Kemmlitz (mit gebrauchten Schmalspurtriebwagen aus Österreich, bzw polnischen Dieselloks) und die Lößnitzgrundbahn Radebeul Ost - Radeburg (mit Dampfloks)

Warum also nicht auf der Strecke erst mal mit Schienenbussen Busersatzverkehr fahren und wenn die Nachfrage entsprechend ist kann man das Angebot ausbauen. Als auf der Strecke Prien( Chiemsee) - Aschau letztes Jahr der MAN-Schienenbus gefahren ist weil DB Regio seine Tf zur Schulung schicken musste, sind die Fahrgastzahlen auch gestiegen, ein historisches Fahrzeug muss nicht unattraktiv sein und im Schülerverkehr ist Barrierefreiheit jetzt auch nicht unbedingt super notwendig.