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[www.frankenpost.de]

<<Die Beschäftigten der Deutschen Bahn müssen keine betriebsbedingten Kündigungen aus Anlass der Corona-Krise fürchten. Der Konzern und die Gewerkschaften haben dies jetzt in einer Vereinbarung ausgeschlossen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.>>

<<So können Bahn-Mitarbeiter bis Ostern bis zu 15 Tage von der Arbeit befreit werden, wenn die Betreuung ihrer Kinder bis zwölf Jahren weggefallen ist und sie ihre Tätigkeit nicht zu Hause verrichten können. Das Gehalt wird dabei weitergezahlt. Beschäftigte können flexibel ihre Arbeitszeitkonten nutzen, um zu Hause zu bleiben. In besonderen Härtefällen soll ein Verzicht darauf möglich sein, dass Stunden nachgearbeitet werden.>>

[sz-magazin.sueddeutsche.de]

<<»Unsere« Bahn ist dabei wörtlich zu nehmen, denn sie gehört ja zu 100 Prozent dem Bund, also uns Steuerzahlern. Zum Glück hat die oft geplante Privatisierung nie statt gefunden! Denn ein nur an Profit orientiertes Mobilitäts-Unternehmen – wie eben Flix Train oder Flix Bus – hätte wohl den Betrieb einstellen müssen angesichts drastisch eingebrochener Fahrgastzahlen. Als Staatsunternehmen dagegen kann die Bahn weiter fahren. Das gleiche gilt auch für all die privaten Bahnunternehmen, die im Auftrag der Bundesländer (und damit auch von diesen, also wiederum vom Steuerzahler, bezahlt) den Regionalverkehr aufrecht erhalten.>>
Nicht nur für die Bahn , sondern für alle ( Firmen ) , steht doch die Frage im Raum , wie es nach Ostern / Pfingsten weitergeht , bis zum Jahresende und darüber hinaus ?! Das Leben wird weiter gehen , aber eben , wie ?
Bei FlixBus Partnern schickt man die Leute schon in Kurzarbeit. Sehr schade sowas.
Marvin K schrieb:
Bei FlixBus Partnern schickt man die Leute schon in Kurzarbeit. Sehr schade sowas.
Wie sollen die Unternehmen das denn anders regeln, wenn sie durch den Billigbusbetrieb keine wirklichen Reserven aufbauen können? Geld kommt nicht aus dem Automaten... Ohne das großartige deutsche Kurzarbeitergeld würden die Fahrer jetzt einfach betriebsbedingt entlassen, wie in so manchen anderen Ländern. 🤷‍♂️
Achsstellkeil schrieb:
Nicht nur für die Bahn , sondern für alle ( Firmen ) , steht doch die Frage im Raum , wie es nach Ostern / Pfingsten weitergeht , bis zum Jahresende und darüber hinaus ?! Das Leben wird weiter gehen , aber eben , wie ?
Die Bahn ist am Ende immerhin noch ein Staatskonzern, da geht das Geld nicht aus. Immerhin: die großen Sperrungen an der Nord-Süd-SFS und der SFS Mannheim - Stuttgart hätten eigentlich nicht zu einem günstigeren Zeitpunkt kommen können.
Marvin K schrieb:
Bei FlixBus Partnern schickt man die Leute schon in Kurzarbeit. Sehr schade sowas.
Kurzarbeit ist auch bei der DB nicht ausgeschlossen:

[www.welt.de]

<<Sie regelt auch zusätzliche Arbeitsbefreiungen für Beschäftigte mit Kindern, Entgeltfortzahlungen, flexiblen Ausgleich versäumter Arbeitszeiten und sichert die Mitsprache der Betriebsräte bei Kurzarbeit. >>

Es geht ja in erster Linie um den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Im übrigen gilt die Vereinbarung bis Ende Juli 2020.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 14:05.
Hallo!

cloubim schrieb:
Die Bahn ist am Ende immerhin noch ein Staatskonzern, da geht das Geld nicht aus.

Genau das ist die Bahn eben nicht! Einzig die Deutsche Bahn AG ist ein Staatskonzern. Aber alle anderen Bahnunternehmen sind es nicht. Und da kann es - gerade im Bereich jenseits des bestellten Nahverkehrs - sehr wohl zu bösen Verwerfungen kommen. Da wäre der Flixzug noch das kleinste Problem. Aber wenn auf einmal die ganzen im Bauzugdienst tätigen Bahnen oder private Güterbahnen wegbrechen, dann leidet die gesamte Bahn darunter.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Corona.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 14:17.
TGV4402 schrieb:
Marvin K schrieb:
Bei FlixBus Partnern schickt man die Leute schon in Kurzarbeit. Sehr schade sowas.
Kurzarbeit ist auch bei der DB nicht ausgeschlossen:

[www.welt.de]

<>

Es geht ja in erster Linie um den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Im übrigen gilt die Vereinbarung bis Ende Juli 2020.
Sollte es bei der DB zu Kurzarbeit kommen, soll laut EVG Aushang vom 23.03.2020 für betroffene Personen eine Aufstockung kommen.

Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 14:30

Moin,

und gehört dazu. Jetzt wird sich zeigen, wer in den letzten Jahren gut gearbeitet hat und diese Kriese überleben wird. Die Staatsbahnen haben da sicherlich die wenigsten Probleme. Aber auch Flixmobility ist wohl fein raus, weil das Risiko auf andere abgewälzt wird, den SUB Unternehmen, die nun am schwitzen sind.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: TGV4402

Datum: 24.03.20 14:38

cloubim schrieb:
cloubim schrieb:
Die Bahn ist am Ende immerhin noch ein Staatskonzern, da geht das Geld nicht aus.
Auch einem Staatskonzern kann das Geld ausgehen, z. B.

- dem Staat geht das Geld aus
- der Staat ist nicht bereit, Geld in unbegrenzter Höhe zuzuschießen

Wenn (fast) niemand mehr etwas arbeitet, dann hat der Staat auch (fast) keine Einnahmen mehr. Das sollten u. a. auch Rentner und Beamte bedenken.
D. h. unendlich lässt sich die jetzige Situation nur dann fortsetzen, wenn das eine denkbare Variante ist.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 14:45.

Staatspleiten

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 14:48

Moin,

wird man tunlichst vermeiden, das ganze würde dann noch deutlich schlimmer werden, ich glaube das willst du nicht erleben, und wenn doch dann wären in Europa Länder wie Frankreich oder Italien Kandidaten für dieses Modell, selbst Griechenland hat man nicht vor diese Wand fahren lassen.

Wenn man Eisenbahnen pleite gehen lassen will, dann gerne, nur wer soll all das auffangen? Alleine die Versorgung von Kraftwerken mit Kohle, würde das Transportwesen zusammenbrachen lassen, selbst Schiffe könnten das nicht auffangen.

gruß carsten

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Re: Staatspleiten

geschrieben von: TGV4402

Datum: 24.03.20 15:08

BR146106 schrieb:
Moin,

wird man tunlichst vermeiden, das ganze würde dann noch deutlich schlimmer werden, ich glaube das willst du nicht erleben, und wenn doch dann wären in Europa Länder wie Frankreich oder Italien Kandidaten für dieses Modell, selbst Griechenland hat man nicht vor diese Wand fahren lassen.

Wenn man Eisenbahnen pleite gehen lassen will, dann gerne, nur wer soll all das auffangen? Alleine die Versorgung von Kraftwerken mit Kohle, würde das Transportwesen zusammenbrachen lassen, selbst Schiffe könnten das nicht auffangen.

gruß carsten
Es geht nicht um Pleite, sondern um Maßnahmen, die den Beschäftigten sehr weh tun. In Griechenland wurden z. B. die Gehälter der Staatsbediensteten um 10% reduziert. Die Renten wurden auch gekürzt. Wo weniger ist, da kann auch nur weniger verteilt werden.

Der deutsche Staat hat Hilfspakete von hunderten Mrd geschnürt. Außerdem brechen die Einnahmen weg. Das Geld kommt leider nicht aus dem Automat, sondern es muss erwirtschaftet werden.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 15:13.

Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 24.03.20 15:13

BR146106 schrieb:
Aber auch Flixmobility ist wohl fein raus,
Du scheinst es ja zu wissen...

Re: Staatspleiten

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 15:13

Moin,

du scheibt es doch selber, wenn das Geld ausgeht, dann ist man eigentlich Pleite, oder ist dir das nicht bekannt.? Und gewisse Dinge, wie die Rente kürzen macht man hierzulande schon seid Jahren, nur merkt das keiner. Ebenso, die Null Runden, bei Lohnerhöhungen im Öffentlichen Dienst, all das sind Dinge die genau das aufzeigen, was du gerade an die Wand malst, nur das man es hierzulande schon seid Jahren anwendet. Somit ist es nichts neues und man wird sehen was die kommenden Lohnrunden mit sich bringen werden, Metall hattest du ja schon hier verlinkt.

gruß carsten

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Dann kläre auf

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 15:17

Moin,

nein, ich bin nicht die Allwissende Müllhalde, aber ich gehe stark davon aus, das dieses System genauso Funktioniert, wie bei den großen Fastfoodketten, sprich es ist ein Franchise System, wo der Besitzer weit aus mehr Risiko hat, als der Namensgeber.

gruß carsten

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Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: D.

Datum: 24.03.20 15:29

Der Zeuge Desiros schrieb:Zitat:
Einzig die Deutsche Bahn AG ist ein Staatskonzern.
Netinera, Abellio, Keolis, SBB, HLB. Noch was vergessen auf die schnelle?
D. schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:Zitat:
Einzig die Deutsche Bahn AG ist ein Staatskonzern.
Netinera, Abellio, Keolis, SBB, HLB. Noch was vergessen auf die schnelle?

Auf dem deutschen Markt treten diese trotz allem als private Anbieter auf, die zur Erfüllung und Aufrechterhaltung des Regionalverkehrs entsprechende staatliche Subventionen und Garantien erhalten. Ob es rechtlich überhaupt zulässig wäre, dass eine SBB vom Schweizer Bund erhaltene Unterstützungsgelder "einfach so" zur Quersubventionierung ihres Deutschland-Geschäfts verwendet?

Re: Staatspleiten

geschrieben von: De David

Datum: 24.03.20 15:49

BR146106 schrieb:
wird man tunlichst vermeiden, das ganze würde dann noch deutlich schlimmer werden, ich glaube das willst du nicht erleben, und wenn doch dann wären in Europa Länder wie Frankreich oder Italien Kandidaten für dieses Modell, selbst Griechenland hat man nicht vor diese Wand fahren lassen.

Wenn man Eisenbahnen pleite gehen lassen will, dann gerne, nur wer soll all das auffangen? Alleine die Versorgung von Kraftwerken mit Kohle, würde das Transportwesen zusammenbrachen lassen, selbst Schiffe könnten das nicht auffangen.
Die "Chicago, Rock Island & Pacific Railroad" kurz "Rock Island Line" ist dir bekannt? Spielte einstmals bei den Großen mit, mit einem Netz von Minesota im Norden, bis Texas und New Mexico im Süden der USA, und die ist auch bankrott gegangen und wurde dann vom Isolvenzverwalter liquidiert. Woraufhin das ganze Netz zerstückelt wurde, hier und da haben andere Große Bahngesellschaften ein Teil davon gekauft, anderswo haben sich neue kleine Bahnen gegründet die die Chance nutzten so zu einer Strecke bzw einem kleinen Netz zu kommen und da zu fahren, und wieder andere wurden stillgelegt.

Nicht viel anders könnte es hier laufen, wenn der Staat die DB pleite gehen lässt. Irgend jemand wird sich finden der hier und da ein Geschäft wittert, und Teile davon kauft um sie weiter zu betreiben. Und wenns nur um den Transport von der Kohle zum Kraftwerk geht, dafür braucht es keine besondere und teure Infrastruktur, da reicht eine Stecke wo 50 km/h gefahren wird, damit man sich die Indusi spart, und ohne Signaltechnik und Fdl, sondern nur mit Zugleitbetrieb.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: De David

Datum: 24.03.20 15:52

Die SBB fährt aber auch Güterverkehr in Deutschland, und das eigenwirtschaftlich.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Staatspleiten

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 15:59

Moin,

denkbar schon, aber wohl sehr gering, weil es hierzulande doch einiges deutlich anderes ist. Wenn du schon über den Teich blickst, dann bedenke auch die Merger Mania, die ebenso viele Unternehmen verschwinden ließ und andere entsprechend neu entstanden, dazu die Verstaatlichung der Amtrak um den PV nicht zu verlieren. Wie gesagt, denkbar ist vieles, aber so etwas wird man nicht mal durchspielen wollen.

gruß carsten

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Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: ET-Freund

Datum: 24.03.20 16:18

Der Zeuge Desiros schrieb:
Genau das ist die Bahn eben nicht!
Ich habe deine Klugscheißerei zwar schon einmal richtig gestellt, wiederhole es aber gern nochmal: Die Bahn ist eine eingetragene Wortmarke der Deutschen Bahn AG und entsprechend ist das oben geschriebene völlig korrekt.

Betreffzeilen sind kein geeigneter Ort für Satzanfänge.

bknackt - wir können alles außer Slogans.
ET-Freund schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
Genau das ist die Bahn eben nicht!
Ich habe deine Klugscheißerei zwar schon einmal richtig gestellt, wiederhole es aber gern nochmal: Die Bahn ist eine eingetragene Wortmarke der Deutschen Bahn AG und entsprechend ist das oben geschriebene völlig korrekt.
Und das hat mit dem Thema jetzt genau was zu tun … ?!

"I love it when plan comes together!"

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cloubim schrieb:
Die Bahn ist am Ende immerhin noch ein Staatskonzern, da geht das Geld nicht aus. Immerhin: die großen Sperrungen an der Nord-Süd-SFS und der SFS Mannheim - Stuttgart hätten eigentlich nicht zu einem günstigeren Zeitpunkt kommen können.
Es sei denn, Corona hinterläßt Spuren bei den Firmen, zu denen wichtige Aufgaben ausgelagert wurden. Es fängt an mit den Wanderarbeitern der Baufirmen.

Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: ET-Freund

Datum: 24.03.20 17:11

Christian Snizek schrieb:
Und das hat mit dem Thema jetzt genau was zu tun … ?!
Das musst du den Kollegen fragen, der das Thema aufgeworfen hat. Hier geht's halt um die Bahn, was damit irgendwelche andere Bahnen zu tun haben...?

Betreffzeilen sind kein geeigneter Ort für Satzanfänge.

bknackt - wir können alles außer Slogans.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 17:13.

Kein Problem, China macht die Grenzen gerade wieder auf

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 17:18

Moin,

aber ich glaube das war nicht so dein Gedanke dabei. Und so nebenbei, es suchen alle irgendwelche Kräfte die die Wanderarbeiter ersetzten können, eben nicht nur die Baubranche.

gruß carsten

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Falsches Forum

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 24.03.20 17:21

"Ich habe deine Klugscheißerei zwar schon einmal richtig gestellt, wiederhole es aber gern nochmal: Die Bahn ist eine eingetragene Wortmarke der Deutschen Bahn AG und entsprechend ist das oben geschriebene völlig korrekt."

Gut,

dass wir hier nicht in einem Marketing- oder Juristenforum sind, sondern in einem Eisenbahn-Fachforum.
Dass "die Bahn" gerade in einer solch speziellen Diskussion eben nicht gleichbedeutend mit "Deutsche Bahn AG" ist, sollte jedenfalls auch der letzte ET-Freund begriffen haben. Zumindest, wenn er Eisenbahn-Fachmann ist.

Ansonsten, zum Mitmeißeln:

DIE BAHN

Gruß

Heiko

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 17:24.

Re: Staatspleiten

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 24.03.20 17:23

De David schrieb:
BR146106 schrieb:
wird man tunlichst vermeiden, das ganze würde dann noch deutlich schlimmer werden, ich glaube das willst du nicht erleben, und wenn doch dann wären in Europa Länder wie Frankreich oder Italien Kandidaten für dieses Modell, selbst Griechenland hat man nicht vor diese Wand fahren lassen.

Wenn man Eisenbahnen pleite gehen lassen will, dann gerne, nur wer soll all das auffangen? Alleine die Versorgung von Kraftwerken mit Kohle, würde das Transportwesen zusammenbrachen lassen, selbst Schiffe könnten das nicht auffangen.
Die "Chicago, Rock Island & Pacific Railroad" kurz "Rock Island Line" ist dir bekannt? Spielte einstmals bei den Großen mit, mit einem Netz von Minesota im Norden, bis Texas und New Mexico im Süden der USA, und die ist auch bankrott gegangen und wurde dann vom Isolvenzverwalter liquidiert. Woraufhin das ganze Netz zerstückelt wurde, hier und da haben andere Große Bahngesellschaften ein Teil davon gekauft, anderswo haben sich neue kleine Bahnen gegründet die die Chance nutzten so zu einer Strecke bzw einem kleinen Netz zu kommen und da zu fahren, und wieder andere wurden stillgelegt.

Nicht viel anders könnte es hier laufen, wenn der Staat die DB pleite gehen lässt. Irgend jemand wird sich finden der hier und da ein Geschäft wittert, und Teile davon kauft um sie weiter zu betreiben. Und wenns nur um den Transport von der Kohle zum Kraftwerk geht, dafür braucht es keine besondere und teure Infrastruktur, da reicht eine Stecke wo 50 km/h gefahren wird, damit man sich die Indusi spart, und ohne Signaltechnik und Fdl, sondern nur mit Zugleitbetrieb.
Du hättest länger zur Schule gehen sollen...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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De D
Die SBB fährt aber auch Güterverkehr in Deutschland, und das eigenwirtschaftlich.
Das ist aber eine andere SBB...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Wie sollten sie auch?

geschrieben von: Peter

Datum: 24.03.20 18:03

Hallo!

Wrzlbrnft. schrieb:
D. schrieb:
Netinera, Abellio, Keolis, SBB, HLB. Noch was vergessen auf die schnelle?
Auf dem deutschen Markt treten diese trotz allem als private Anbieter auf, die zur Erfüllung und Aufrechterhaltung des Regionalverkehrs entsprechende staatliche Subventionen und Garantien erhalten.
Ausserhalb ihres Staatsgebietes handeln diese Unternehmen ja auch nicht als Staatskonzern.
Und die Deutschland-Toechter werden eben in Form von privatrechtlichen Gesellschaften (z. B. GmbH, AG, oHG) betrieben.

Waere ja auch komisch, wenn etwa ein deutsche Mitarbeiter der OeBB hier in Deutschland kraft Taetigkeit oesterreichischer Beamter in einem Staatskonzern waere...

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: VT

Datum: 24.03.20 18:16

Wobei wir nicht ausschließen können ob alle Organisationen des Staatskonzern die Krise überleben.
Grade um Cargo würde ich mich schon Sorgen machen. Der Bahnverkehr ist oft nur noch Seehafen-Hinterland-Verkehr. In den letzten Tage sind die letzten Schiffe entladen worden, die China vor der Krise verlassen haben.

Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: De David

Datum: 24.03.20 18:35

Ganz am schluss läuft aber alles aller SBBs irgendwann mal in der Schweiz zusammen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
De David schrieb:
Ganz am schluss läuft aber alles aller SBBs irgendwann mal in der Schweiz zusammen.
Dann beschäftige dich mal mit deren Strukturen.

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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D.:
Der Zeuge Desiros:Zitat:
Einzig die Deutsche Bahn AG ist ein Staatskonzern.
Netinera, Abellio, Keolis, SBB, HLB. Noch was vergessen auf die schnelle?
Die Dependancen von Staatsbahnen anderer EU-Länder sind allerdings ein interessanter Fall. Ob die Öffentlichkeit in den hier skizzierten Katastrophenszenarien wirklich Trenitalia, DSB, NS, SNCF und SBB so billig davonkommen lassen würde?

Re: Das ja eben nicht - und genau das ist das Problem!

geschrieben von: De David

Datum: 24.03.20 21:20

Matthias Muschke schrieb:
De David schrieb:
Ganz am schluss läuft aber alles aller SBBs irgendwann mal in der Schweiz zusammen.
Dann beschäftige dich mal mit deren Strukturen.
Dann scheint Wikipedia nicht zu stimmen....

Denn dort steht geschrieben:

"Die SBB Cargo Deutschland GmbH, mit Firmensitz in Duisburg, wurde 2002 gegründet und ist als deutsche Produktionsgesellschaft von SBB Cargo International deren 100-prozentige Tochter"

"SBB Cargo International wurde 2010 mit Sitz in Olten gegründet. Das Aktienkapital wird von der SBB Cargo AG (75 %) und.... gehalten"

"SBB Cargo (AG) ist das im Schienengüterverkehr tätige Tochterunternehmen der Schweizerischen Bundesbahnen"

"SBB Cargo hat von ihrem Eigner – der Schweizerischen Eidgenossenschaft – den Auftrag...."

Läuft also ganz am Ende alles wie ich sagte auf einen Punkt...

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: HGK-Öli's

Datum: 24.03.20 21:58

BR146106 schrieb:
Moin,

und gehört dazu. Jetzt wird sich zeigen, wer in den letzten Jahren gut gearbeitet hat und diese Kriese überleben wird.

Jetzt von Marktbereinigung zu sprechen halte ich für sehr bedenklich. Eisenbahner gehören derzeit zur kritischen Infrastruktur und gleichsam mit vielen anderen Berufsgruppen zu den „Alltagshelden“ in dieser schwierigen Zeit. Wenn wir jetzt noch diejenigen, die jetzt noch unter diesen schwierigen Bedingungen die Fahne hochhalten und trotz aller Widrigkeiten ihren Job machen im Nachgang fallen lassen, dann kann man wirklich sauer werden. Noch funktioniert die Versorgung in unserem Land, sind aber es zeichnet sich bereits ab, dass sich die Bedingungen dafür in den nächsten Tagen und Wochen noch verschlechtern werden. Wir arbeiten, wie viele andere in unserem Land in systemrelevanten Berufen auch, derzeit an der Belastungsgrenze. Niemand erwartet Dank dafür, dafür aber Respekt und faire Behandlung.
In diesem Sinne hat auch Claus Weselsky die richtigen Worte gefunden:
[youtu.be]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.20 22:10.

Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: BR146106

Datum: 24.03.20 22:19

Moin,

es wird sich nicht vermeiden lassen, egal wie man es sieht. Es werden Aufträge und Unternehmen wegfallen, der einzige Vorteil ist, das diese frei werdenden Leute sofort arbeit wieder finden. In anderen Bereichen sieht es doch nicht anderes aus, wie in den Krankenhäusern und der Pflege, jetzt wo die Not am größten ist, zeigt sich das der Jahrelange Raubbau am Personal sich rächen wird und als nächstes kommt das Transportwesen, weil man hier nichts anderes gemacht hat, wie in den Pflegebereichen, man Arbeitsplätze vernichtet und sucht seid Jahren Nachwuchs.

Wie lange wollen wir diese Situation beibehalten, egal in welcher Form? 6, 12 oder gar 24 Monate? Je nach Szenario wird es auf diesen Zeitraum hinauslaufen können, also werden Pleiten sich nicht vermeiden lassen und somit nur die starken EVU überleben.

gruß carsten

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Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: TGV4402

Datum: 25.03.20 06:53

BR146106 schrieb:
Wie lange wollen wir diese Situation beibehalten, egal in welcher Form? 6, 12 oder gar 24 Monate? Je nach Szenario wird es auf diesen Zeitraum hinauslaufen können, also werden Pleiten sich nicht vermeiden lassen und somit nur die starken EVU überleben.
Ich denke die jetzige Situation über 6 Monate wird auch die DB nicht überleben (wenn der Staat kein Geld zuschießt) und unsere Staatskasse vielleicht noch, aber sicher nicht 1 Jahr.

Aber es besteht zumindest Hoffnung, dass es in ein paar Wochen besser wird. Siehe China.

Aber auch dann wird es später um Geld gehen. Um viel Geld. Länder wie Italien, Frankreich und Spanien sind jetzt schon hoch verschuldet und haben mit uns eine gemeinsame Währung. Außerdem bestehen starke wirtschaftliche Abhängigkeiten.
Ja, stimmt so nicht mehr ganz. International gehört nicht mehr Cargo, sondern ist direkt dem Vorstand unterstellt. Das Ende stimmt natürlich, nur werden wir nicht die Schweizer Bundesregierung subventionieren (müssen). Das machen sie ja im Güterverkehr schon selber. Kannst ja mal googeln wie hoch aktuell deren Euro-Reserven sind...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: M. Müller

Datum: 25.03.20 09:23

Siehe China.


Der Vergleich ist gut, denn das Politbüro in China hat angeordnet, dass der Coronavirus das Land verlassen hat und kein Thema mehr zu sein hat. Jetzige Dunkelziffern?

Der Mister in USA hat auch angeordnet, dass das Virus bald kein Thema mehr in seinem Land ist.

Wobei ich den Chinesen es eher zutraue

geschrieben von: BR146106

Datum: 25.03.20 11:28

Moin,

das die diese Kriese im Griff haben, die USA haben das Problem, das mit Trump ein möchtegern an der Macht ist, der die Realität verweigert.

gruß carsten

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Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: BR146106

Datum: 25.03.20 11:33

Moin,

man wird sich aber wohl damit abfinden müssen, das es deutlich längert dauern wird als man aktuell denkt und nein, die DB wird man nicht opfern können, denn damit bräche ein massives Transportvolumen weg, was keiner auffangen kann, egal wie man es sieht. Man stellt doch schon Szenarien auf, wo selbst Großkonzerne Teilverstaatlicht werden sollen, damit diese nicht in die Pleite rutschen.

gruß carsten

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„The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 25.03.20 12:27

...gilt heute aber als ein Riesenfehler, der letztlich viel, viel mehr Geld gekostet hat als die Finanzspritze, die nötig gewesen wäre, um die Pleite abzuwenden. Schon damals wurde bewiesen, dass der „Markt“ nichts, aber auch gar nichts, regelt. Leider hat das die von ihrer Ideologie verblendeten, neoliberalen Betonköpfe damals genausowenig beeindruckt wie heute, wo sich an der Coronakrise wieder beispielhaft zeigt, was neoliberale Spar- und Privatisierungswut mit dem Gesundheitssystem gemacht hat. Weniger in Deutschland, wo diese Politik noch vergleichsweise neu ist, aber ganz deutlich in Spanien und ganz besonders in Italien, wo der Gesundheitssektor inzwischen kollabiert ist. Von UK, wo das Gesundheitssystem seit 1979 kaputtgespart wurde, will ich gar nicht erst anfangen. Eine Pleitewelle bei den EVU würde vor allem langfristige Löcher ins SPNV-Netz reißen, die zu flicken viel Zeit und Geld kosten würde, und vor allem aller Erfahrung nach mehr Geld, als die EVU mit öffentlichen Geldern am Leben zu erhalten.

Re: Nennt sich Marktbereinigung

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.03.20 13:27

M. Müller schrieb:
Der Vergleich ist gut, denn das Politbüro in China hat angeordnet, dass der Coronavirus das Land verlassen hat und kein Thema mehr zu sein hat. Jetzige Dunkelziffern?

Der Mister in USA hat auch angeordnet, dass das Virus bald kein Thema mehr in seinem Land ist.
Und wir schaffen das auch - sobald wir genug Masken haben.
[www.welt.de]

Re: Wobei ich den Chinesen es eher zutraue

geschrieben von: De David

Datum: 25.03.20 13:34

Naja immerhin wollte er leztens noch die eine Firma vom Hopp da in Tübingen kaufen, die an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus dran ist.
Das wäre natürlich, wenn es geklappt hätte, schon ein Ding gewesen, und hätte seine Zustimmungswerte in den USA trotz allem sicher ordentlich nach oben schnellen lassen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Für was oder wofür?

geschrieben von: PeterK

Datum: 25.03.20 13:44

Hallo David,

bitte sei mir nicht böse, aber Matthias hat recht. Dann hättest Du auch gelernt, dass es nicht "für was?" sondern "wofür?" heißt...

Gruß

Peter

Nein, dieser Bericht ist besser

geschrieben von: BR146106

Datum: 25.03.20 14:34

Moin,

er hat doch Recht, entweder ganz oder gar nicht, aber auf die Masken wird man noch warten müssen: [www.welt.de]

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Re: Für was oder wofür?

geschrieben von: De David

Datum: 25.03.20 19:09

Dann schieb i in Zukunft halt nur noh alemannisch, dann kah wenigschdens keiner meh sage s´däd falsch sih was i schrieb... ;)

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Reiss dich einfach ein wenig zusammen.

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 25.03.20 19:21

De David schrieb:
Dann schieb i in Zukunft halt nur noh alemannisch, dann kah wenigschdens keiner meh sage s´däd falsch sih was i schrieb... ;)

"I love it when plan comes together!"

George Peppard / Hannibal Smith - A-Team

Schaut doch mal vorbei:
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Re: Nö...

geschrieben von: De David

Datum: 26.03.20 00:37

Da sind sie bei mir nämlich an den falschen geraten... Ich lass mir doch von irgend so welchen dahergelaufenen hier nicht vorschreiben wie ich zu schreiben habe...

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: De David

Datum: 26.03.20 02:12

Eigentlich wollte Union Pacific den Laden ja übernehmen, hätte man die gelassen, hätte sich das ganze direkt erledigt.
Denn es hieß ja auch, die Rock Island Railroad war ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, in der Gegend in der sie fuhr "one raillroad too many", entstanden im 19. Jahrhundert vor der Industrialisierung der Landwirtschaft, als im mittleren Westen ein vergleisweise dichtes Eisenbahnnetz benötigt wurde um die Ernten ab zu fahren. Was sich aber spätestens nach dem 2. Weltkrieg erübrigt hatte, da man nun mit Traktoren und Lastwagen die Erzeugnisse problemlos auch zu weiter entfernten Verladestellen der Eisenbahn (/ anderen Bahngesellschaften) fahren konnte.
Und das ganze war ja auch noch vor dem "Staggers Act" von 1980, vielleicht haben die Eigentümer/Aktionäre der CRI&P damals in den 70ern einfach keine große Zukunft für das ganze Geschäft mehr gesehen, jedenfalls keine die es gerechtfertigt hätte da nochmal wahnsinnig Geld rein zu hängen daß man aufabsehbare Zeit nie wieder sieht? Man weiß es nicht. Aber uns kanns doch egal sein, wie die ihr Geld auf den Kopf hauen und ihren Laden vor die Wand fahren, ist ihr unternehmerisches Risiko, oder warst du Aktionär?
Der "Markt" hat es doch geregelt, wie ich beschrieb sind nach der Liquidierung andere große und kleine Bahngesellschaften in die entstandene Lücke gesprungen, und haben sich jeweils das für sie am besten passende teil des Netzes geholt, von den Fahrzeugen ganz zu schweigen die wohl sofort in alle Himmelsrichtungen zerstreut wurden, bzw noch heute auf dem ganzen Kontinent am herum geistern sind wie dieser Getreidewagen von First Union Rail Leasing .

Es gibt ja noch mehr wie den SPNV. Im Güterverkehr z.B. wäre das eine Chance für DB-Cargo wieder mehr Marktanteile zu bekommen.
Denn warum sollte der Staat irgendwelchen Privatfirmen Geld in den Rachen werfen, wenn er doch selbst ein eigenes EVU hat, daß das ganze genau so gut kann? Und welches dann von einem wegfallen von Konkurenten profitieren würde, weil man wieder mehr Leistungen zu fahren hat und vielleicht wieder wirtschaftlicher wird, wie wenn die ganzen lukrativen Sachen von der neumodischen privat-billig-Konkurenz weggeschnappt sind und man nur noch ein bisschen im Einzelwagenverkehr herum rödelt.
Gleiches gilt für den SPNV. Der Bund hat DB-Regio und das Land (hier) die SWEG. Daher sehe ich nicht den Sinn z.B. GoAhead mit Steurgeld künstlich als Zombie-Firma am leben zu halten, nur damit irgendwelche englischen Lords, denen die GoAhead Muttergesellschaft gehört, weiterhin ihre Rendite haben. Denn gerade in dem Fall "hat" GoAhead doch nichts, die Fahrzeuge gehören sowieso schon dem Land, das einzige um was es ginge wäre die Werkstatt in Essingen, alles andere ist nur gepachtet, geleased, gemietet, es keine wirkliche Substanz da die es zu retten wert wäre. Was natürlich anderswo, wo die EVU auch richtig eigene Fahrzeuge oder gar Strecken haben, gleich ganz anders aussähe. Aber auch da böte sich die Möglichkeit für die Öffentliche Hand, bei einer Insolvenz an dieses Betriebskapital weit unter regulärem Marktwert zu kommen, wovon man meine ich längerfristig mehr hat wie jezt groß irgendwelche defizitären Firmen zu "retten". Im beschriebenen Falle von GoAhead wäre es ja imho kein wahnsinns Akt, das Land macht dem Insolvenzverwalter ein Übernahmeangebot für alles zusammen, und wenns zustande kommt, wird ein gewisser Teil des Managements entlassen und durch Leute aus Lahr ersetzt, das Ding in "Verkehrsbetrieb Nordwürttemberg" umbenannt, dem ganzen Personal ein Übernahmeangebot gemacht, die alten Logos durch welche der SWEG ersetzt, und der Betrieb läuft ganz normal weiter, nur daß jezt andere die Marschrichtung vorgeben und das Ruder in der Hand haben. Und erwirtschafteter Gewinn in den Landeshaushalt zurück fließt.
Ich sehe das alles eben nicht mit German-Angst, immer nur pesimistisch und negativ alles, von mir aus sollen doch 1/2 aller EVU pleite gehen, wenn man beim Land schnell schaltet übernimmt man alle zusammen für einen Spottpreis, und steht nach der Kriese mir einem mords Unternehmen da, daß man unter Normalbedingungen so nie hätte aufbauen oder zusammen kaufen können, und welches wenn alles wieder regulär läuft die erzeugten Kosten recht bald wieder einspielt und bald in die Gewinnzone kommt.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 15:50.

Re: Nö...

geschrieben von: M. Müller

Datum: 26.03.20 08:33

De David schrieb:
Da sind sie bei mir nämlich an den falschen geraten... Ich lass mir doch von irgend so welchen dahergelaufenen hier nicht vorschreiben wie ich zu schreiben habe...
Man sollte bedenken, dass hier manche User offenbar eine schlechte Kindheit hatten und daher jetzt so ihre S... rauslassen müssen. Diese Beobachtung passt leider immer wieder, für ein Fachforum ist das eher kontraproduktiv. MfG

Nein, das ist KEINE Marktbereinigung

geschrieben von: KHM

Datum: 26.03.20 08:42

BR146106 schrieb:
Moin,

und gehört dazu. Jetzt wird sich zeigen, wer in den letzten Jahren gut gearbeitet hat und diese Kriese überleben wird. Die Staatsbahnen haben da sicherlich die wenigsten Probleme. Aber auch Flixmobility ist wohl fein raus, weil das Risiko auf andere abgewälzt wird, den SUB Unternehmen, die nun am schwitzen sind.

gruß carsten
Nein, das ist keine Marktbereinigung und gehört daher nicht dazu, auch dann nicht, wenn es Unternehmen trifft, die manchen gegen den Strich gehen. Die EU-Kommission hat selbst in einem aktuellen Beihilfen-Papier konstatiert, dass die Corona-Krise u. a. im Verkehrssektor auch völlig gesunde und solide wirtschaftende Unternehmen in existenzbedrohende Situationen bringen kann. (Nur zur Klarstellung: Ob Flix ein solches Unternehmen ist, tut hier nichts zur Sache.) Wenn solche Unternehmen aufgrund eines externen Ereignisses, auf das sich wirtschaftlich kein Unternehmen sinnvoll vorbereiten kann, aus dem Markt fliegen, dann ist das keine "normale / dazugehörende" Marktbereinigung, sondern Marktversagen (was übrigens nicht gegen den Markt als solches spricht, sondern einfach nur zeigt, dass Marktmechanismen unter solchen atypischen Umständen logischerweise auch atypische, ungewollte Ergebnisse liefern.)

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: KHM

Datum: 26.03.20 13:01

De David schrieb:
Im Güterverkehr z.B. wäre das eine Chance für DB-Cargo wieder mehr Marktanteile zu bekommen.
Denn warum sollte der Staat irgendwelchen Privatfirmen Geld in den Rachen werfen, wenn er doch selbst ein eigenes EVU hat, daß das ganze genau so gut kann?
Und genau da, nämlich beim "das Ganze genau so gut können", dürfte der Hase im DB-Cargo-Pfeffer liegen. Auch wenn das einige DB-Jünger nicht gern hören, sowas ist der Realität egal.

Re: Nein, das ist KEINE Marktbereinigung

geschrieben von: BR146106

Datum: 26.03.20 15:01

Moin,

jung, wollen wir jetzt ein Wirtschaftsstudium hier veröffentlichen? Wohl kaum, es geht doch letztlich nur ums Geld, das etliche Unternehmen hier auch von dieser Kriese Überrascht werden, wird nicht ausgeschlossen, aber unterm Strich wird sich der Markt bereinigen, egal wie. Denn es geht eben auch um die Frage, wer bekommt alles Geld, bei der Vielzahl der Unternehmen kann man eben nicht alles bis zur letzten Stelle prüfen da wird erst einmal verteilt, ob zu Recht oder Unrecht, steht auf der nächsten Seite.

Somit können Unternehmen Geld bekommen, obwohl diese schon seid Jahren eigentlich am Rande der Überlebensschwelle agieren und genau das ist eben das Problem, Gesunde Unternehmen können zwar in massiver Schieflage geraten durch diese Kriese, aber man muss nicht sofort nach Hilfe schreien, sollte eigentlich jedem Klar sein. Aber es wird wohl wie immer laufen, hier werden sich Unternehmen Gesund stoßen können und dann weiter machen, wie bisher, bis zur nächsten Kriese, wo man dann wieder Überrascht wird und Hilfen bekommt.

Ein schönes Beispiel lief dabei gestern im WDR Fernsehen dazu und wäre genau so ein Fall, der nicht Überlebensfähig zu sein scheint, weil man schon vorher Probleme hatte und sich nun Gesundstoßen kann.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Das Problem liegt am Fachkundigen Personal

geschrieben von: BR146106

Datum: 26.03.20 15:04

Moin,

was dann auch noch auf Berater hört, die noch weniger Ahnung haben. Aber man will ja Manager haben, die Extern sind und gerade mal Wissen wie Eisenbahn geschrieben wird, aber ansonsten nur das kleine 1x1 beherrschen. Dazu der Wille der Besitzer, Gewinne zu schreiben, und zwar so schnell wie möglich.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: De David

Datum: 26.03.20 16:04

KHM schrieb:
De David schrieb:
Im Güterverkehr z.B. wäre das eine Chance für DB-Cargo wieder mehr Marktanteile zu bekommen.
Denn warum sollte der Staat irgendwelchen Privatfirmen Geld in den Rachen werfen, wenn er doch selbst ein eigenes EVU hat, daß das ganze genau so gut kann?
Und genau da, nämlich beim "das Ganze genau so gut können", dürfte der Hase im DB-Cargo-Pfeffer liegen. Auch wenn das einige DB-Jünger nicht gern hören, sowas ist der Realität egal.
Wer was gut kann zeigt sich erst langfristig. Wer in der erstbesten Krise sofort bankrott geht, ist nicht "gut". Denn da zählt nicht nur billig billig, wenn nacher der Kunde selbst ins straucheln gerät weil das EVU übern Jordan ist und damit die Transportkette in solch einer wirtschaftlich sowieso schon sehr angespanten Lage auch noch zusammen gebrochen, während DB-Cargo die Krise als ob nichts wäre (also nur mit dem normal üblichen innerbetrieblichen Chaos) zuverlässig durchfahren kann.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Nein, das ist KEINE Marktbereinigung

geschrieben von: KHM

Datum: 26.03.20 16:14

BR146106 schrieb:
Moin,

jung, wollen wir jetzt ein Wirtschaftsstudium hier veröffentlichen? Wohl kaum, es geht doch letztlich nur ums Geld, das etliche Unternehmen hier auch von dieser Kriese Überrascht werden, wird nicht ausgeschlossen, aber unterm Strich wird sich der Markt bereinigen, egal wie. Denn es geht eben auch um die Frage, wer bekommt alles Geld, bei der Vielzahl der Unternehmen kann man eben nicht alles bis zur letzten Stelle prüfen da wird erst einmal verteilt, ob zu Recht oder Unrecht, steht auf der nächsten Seite.

Somit können Unternehmen Geld bekommen, obwohl diese schon seid Jahren eigentlich am Rande der Überlebensschwelle agieren und genau das ist eben das Problem, Gesunde Unternehmen können zwar in massiver Schieflage geraten durch diese Kriese, aber man muss nicht sofort nach Hilfe schreien, sollte eigentlich jedem Klar sein. Aber es wird wohl wie immer laufen, hier werden sich Unternehmen Gesund stoßen können und dann weiter machen, wie bisher, bis zur nächsten Kriese, wo man dann wieder Überrascht wird und Hilfen bekommt.

Ein schönes Beispiel lief dabei gestern im WDR Fernsehen dazu und wäre genau so ein Fall, der nicht Überlebensfähig zu sein scheint, weil man schon vorher Probleme hatte und sich nun Gesundstoßen kann.

gruß carsten
Da dies immer noch ein Fachforum sein soll: ja. Auch Wirtschaft gehört zur Eisenbahn. Tut mir leid, falls Dir das Thema nicht passt. Du hast dies als Marktbereinigung und als normalen Prozess bezeichnet, und das ist sachlich schlicht falsch.

Und nein, es ist eben keine normale Marktsituation: Hier können völlig gesunde Unternehmen nicht nur "in massive Schieflage geraten", sondern in sehr kurzer Zeit insolvent gehen, und auch sie müssen daher "sofort nach Hilfe schreien". Und ja: Ungesunde Unternehmen, die schon seit Jahren an der Überlebensschwelle agieren, (ich stelle frei, hierzu auch die DB zu zählen, jedenfalls aber andere), können überleben, weil ihnen der Staat hilft. Das alles ist kein gutes Ergebnis.
Bei einer normalen Marktbereinigung sterben die schlechten Unternehmen, und das ist gut. In einer solchen Situation wie jetzt sterben die Unternehmen, denen der Staat nicht hilft, völlig unabhängig von ihrer eigenen Performance. Das ist schlecht.

Btw: Ich bin nicht "jung".

Warten wir ab

geschrieben von: BR146106

Datum: 26.03.20 16:28

Moin,

wir werden es sehen, was am Ende übrig bleiben wird. Das es für alle eine neue Lage ist, wird selbst von mir nicht bestritten, aber ich sehe es eben so, wie beschrieben, es wird Verlierer und Gewinner geben, dazu sind zu viele EVU immer noch zu sehr Staatsbetrieb.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: HGK-Öli's

Datum: 27.03.20 03:07

De David schrieb:
Wer was gut kann zeigt sich erst langfristig. Wer in der erstbesten Krise sofort bankrott geht, ist nicht "gut". Denn da zählt nicht nur billig billig, wenn nacher der Kunde selbst ins straucheln gerät weil das EVU übern Jordan ist und damit die Transportkette in solch einer wirtschaftlich sowieso schon sehr angespanten Lage auch noch zusammen gebrochen, während DB-Cargo die Krise als ob nichts wäre (also nur mit dem normal üblichen innerbetrieblichen Chaos) zuverlässig durchfahren kann.
Du schreibst ganz schön viel Blödsinn durcheinander. Wer was gut kann ist längst bekannt, das sind all die verschiedenen EVU welche seit vielen Jahren erfolgreich am Markt sind. Und wenn du auch nur ein bisschen Ahnung hättest, dann wüsstest du wahrscheinlich auch, dass dein "nur billig billig" Argument völlig ins Leere geht. Wie kommst du eigentlich darauf, dass private EVU immer alles billiger machen als die DB-Cargo? Dass DB-Cargo schon immer ein defizitäres Unternehmen war und wohl auch immer bleiben wird und nur auf Grund des niemals versiegenden Geldhahns im Hintergrund noch da ist, ist ja eigentlich auch kein Geheimnis. Wer sich als Privat-EVU jahrelang erfolgreich am Markt behaupten konnte, der hat in der Regel nicht nur solide gewirtschaftet sondern auch einen stabilen finanziellen Background um auch mal kurze oder gar mittelfristige Durststrecken gut durchzustehen. Nun bekommen wir jedoch eine völlig andere und neue Situation, sollte man jetzt nicht bald mit dem Lockdown beginnen. In den Exit-Strategien spricht man davon, die Wirtschaft solle von jetzt auf gleich wieder voll durchstarten. Dazu braucht es dann wieder funktionierende Transport-Ketten. DB-Cargo ist in absehbarer Zeit definitiv nicht in der Lage, dies alleine zu bewältigen. Man wird allein deshalb schon vorausschauend und mit Weitblick agieren, sprich wenn notwendig auch die richtigen unterstützen und am Leben lassen.

Re: „The Rock“ pleitegehen zu lassen

geschrieben von: kmueller

Datum: 27.03.20 10:50

De David schrieb:
Wer was gut kann zeigt sich erst langfristig. Wer in der erstbesten Krise sofort bankrott geht, ist nicht "gut".
Gibt es eigentlich welche, die schon vor der Krise kontinuierlich vom Staat Aufträge und Zuschüsse (und womöglich sogar Kapital) erhielten?

Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Großbauten wie Stuttgart21 selbst ohne nachfolgenden Bahnverkehr rentabel sein könnten. Wer hat eigentlich damals die Ausschreibung dafür gewonnen?

Verbot betriebsbedingter Kündigungen.

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 29.03.20 10:39

Was nützt ein Verbot von betriebsbedingten Kündigungen, wenn es eine Anweisung gibt, eben dieses Verbot durch vermehrte verhaltensbedingte Kündigungen zu umgehen?

Re: Verbot betriebsbedingter Kündigungen.

geschrieben von: MD 612

Datum: 29.03.20 13:30

215 122-3 schrieb:
Was nützt ein Verbot von betriebsbedingten Kündigungen, wenn es eine Anweisung gibt, eben dieses Verbot durch vermehrte verhaltensbedingte Kündigungen zu umgehen?
Kannst Du diese Anweisung mal hier einstellen oder wenigstens deren Quelle benennen?? Oder ist das wieder nur Dummschwatz??

Was die Erde braucht, ist eine Menschheit, die sie nicht länger als Supermarkt, sondern als Heimat betrachtet.
Yann Arthus-Bertrand (*1946) französischer Fotograf, Reporter, Umweltschützer




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.20 13:30.

Re: Verbot betriebsbedingter Kündigungen.

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 29.03.20 17:32

MD 612 schrieb:
215 122-3 schrieb:
Was nützt ein Verbot von betriebsbedingten Kündigungen, wenn es eine Anweisung gibt, eben dieses Verbot durch vermehrte verhaltensbedingte Kündigungen zu umgehen?
Kannst Du diese Anweisung mal hier einstellen oder wenigstens deren Quelle benennen?? Oder ist das wieder nur Dummschwatz??
Als DB Fernverkehr noch DB Reise & Touristik AG bzw. GB Fernverkehr hieß gab es dort tatsächlich eine Anweisung, weil betriebsbedingt nicht gekündigt werden darf, möge man bitte vermehrt verhaltensbedingte Kündigungen aussprechen. Zum Glück wurden einige der absurdesten verhaltensbedingten Kündigungen den dafür Verantwortlichen von den Arbeitsgerichten um die Ohren geschlagen. Auch dreist, ein Abteilungsleiter hat versucht, selbst gegen eine vom Arbeitsgericht Gütelösung in Revision zu gehen, wozu er aber gar nicht berechtigt war.

Re: Verbot betriebsbedingter Kündigungen.

geschrieben von: MD 612

Datum: 29.03.20 17:35

215 122-3 schrieb:
Als DB Fernverkehr noch DB Reise & Touristik AG bzw. GB Fernverkehr hieß gab es dort tatsächlich eine Anweisung, weil betriebsbedingt nicht gekündigt werden darf, möge man bitte vermehrt verhaltensbedingte Kündigungen aussprechen.
Damals, vor x Jahren, gab es also ein Gerücht...

Alles klar, mehr wollte ich nicht wissen...

Gruß Peter

Was die Erde braucht, ist eine Menschheit, die sie nicht länger als Supermarkt, sondern als Heimat betrachtet.
Yann Arthus-Bertrand (*1946) französischer Fotograf, Reporter, Umweltschützer